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Die
Erfindung betrifft einen zerlegbaren „Sägebock mit Auskippvorrichtung" für Motorsägen, gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
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Stand der
Technik
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Ein üblicher
Sägebock
besteht aus ca. 3 Paaren von gekreuzten Streben aus Holz oder Metall welche
in einem gewissen Abstand voneinander befestigt sind.
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In
die sich bildende V-förmige
Aufnahme kann jeweils nur ein Holzstück eingelegt und zersägt werden.
Das abgesägte
Holzscheit fällt
zu Boden. Bei dieser Sägebockvariante
fallen hohe Rüstzeiten an,
da die Maschine nach jedem Sägevorgang
beiseite gestellt werden muß um
ein neues Holzstück einzulegen.
Auch müssen
die Holzscheite wieder vom Boden aufgesammelt werden.
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Auch
in der AT Patentschrift Nr. 377940 ist ein ähnlicher Sägebock allerdings mit Y-Stützgabeln und
Abwurffunktion dargestellt. Dieser Sägebock ist ebenfalls nur zur
Aufnahme eines Holzstücks
geeignet. Die abgesägten
Holzscheite werden zwar zusammen abgeworfen, fallen aber auch auf
den Boden. Die Stützgabeln
sind aus Metall und stellen so eine Gefahrenquelle beim unbeabsichtigten
touchieren mit der schnelllaufenden Motorsäge dar.
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Die
in den Gebrauchsmusterschriften dargestellten Sägeböcke
De 203 20 040 U1 und
DE 20 2005 013 958
U1 haben einen rechteckigen Grundrahmen mit seitlichen,
senkrechten Haltestützen
aus Metallvierkantrohr. Diese Sägeböcke sind
geeignet, einen ca. 0,80 m hohen Stapel 1 Meter langen Holzstücke aufzunehmen
und in zwei senkrechten Schnitten zu zersägen. Der Nachteil dieser Sägeböcke liegt darin,
daß es
aufgrund der Krümmung
der Holzstücke
sowie der grossen Stapelhöhe
während
des Sägevorgangs
zum auftreten erheblicher Hebelkräfte kommen kann, die das Schwert
der Motorsäge
einklemmen, wodurch der Sägevorgang
abgebrochen und die Holzstücke
anders positioniert werden müssen.
Der Bediener muss den Sägevorgang
in teilweise gebückter
Haltung durchführen.
Die abgesägten Holzscheite
müssen
von Hand dem Sägebock
entnommen werden. Auch bei diesem Sägebock stellen die Metallstützen eine
Gefahrenquelle dar. Ebenso die Sicherheitsketten aus Stahl.
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Aufgabenstellung
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Aufgabe
der Erfindung ist es, einen Sägebock
bereitzustellen, der ein praxisnahes, rationelles und sicheres arbeiten
zulässt.
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Diese
Aufgabe wird durch den im Anspruch 1 angegebenen Sägebock mit
Auskippvorrichtung gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen dieses Sägebocks sind in den Unteransprüchen 2 bis
7 angegeben.
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Die
Merkmale des Hauptanspruchs gestalten sich folgendermaßen: Der
Sägebock
besteht aus einem Untergestell sowie dem schwenk- und abnehmbaren
Oberteil. Das Oberteil ist aus einem rechteckigen Aluminium oder
Holzgrundrahmen 1 × 0,3
m gefertigt. Es besitzt im hinteren Teil rechts und links des Rahmens
eine Schraube, welche als Drehpunkt fungierend in vertikalen Langlöcher der
Kreuzstreben des Untergestells eingehängt werden.
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Der
vordere Teil des Rahmens kommt auf den beiden vorderen Kreuzstrebenenden
zur Auflage.
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Die
Sicherungsplatten zur Sicherung des Oberteils mit horizontalem Langloch
werden eingeschwenkt und anhand von Flügelmuttern arretiert.
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An
jeweils den Längsseiten
sind drei bzw. vier starke vertikale Haltebretter sich gegenüberliegend
geschraubt.
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Die
Bretter der Vorderseite sind zur Sicherheit etwas höher ausgeführt. In
den Sägebock
können
8-10 Einmeterholzstücke
eingelegt werden. Zwischen den Haltebrettern besteht ein Abstand
von 10 cm; hier wird mittig der Sägeschnitt geführt. Ist
der Grundrahmen längsseits
mit drei Haltebrettern bestückt,
ergibt sich durch zwei Sägeschnitte
eine Holzscheitläge
von ca. 33 cm. Bei vier Haltebrettern sind drei Sägeschnitte
nötig,
die Holzscheitlänge
beträgt dann
ca. 25 cm. Zwischen den Haltebretter ist ein dickes Hartholzbrett
als Boden befestigt. Auf diesem wiederum im Bereich der Haltebretter
1 cm dicke Distanzbrettchen, damit die Sägekette nach unten ins Freie
laufen kann. Die Sägeschnitte
können
zügig nacheinander
durchgeführt
werden, so dass es nur sehr kurze Leerlaufphasen der Motorsäge gibt,
was eine Energieeinsparung bedeutet. Die Holzscheite bleiben aufgrund
der breiten Haltebretter in ihrer Position im Sägebock liegen. Bevor nun der
Bediener die Auskippvorrichtung betätigt, muß dieser mit einem Fuß auf die
vor ihm am Boden verlaufende Querstrebe treten, um während der
einseitigen Gewichtsverteilung des Auskippvorgangs den Sägebock zusätzlich zu
sichern. Anhand des schräg
nach unten verlaufenden Handgriffs wird nun das Oberteil um ca.
150° herum
geschwenkt und der gesamte Inhalt idealerweise in eine Schubkarre
entleert, wobei die Haltebretter als Rutsche für die Holzscheite dienen. Zurück geschwenkt
kann der Sägbock
neu befüllt
werden. Alle sich im Wirkungsbereich der schnellaufenden Motorsäge befindlichen
Teile werden in Holz ausgeführt
um Beschädigungen
von Mann und Maschine zu vermeiden.
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Das
Untergestell besteht aus zwei Paar gekreuzten Streben aus Aluminiumwinkel,
welche am Schnittpunkt verschraubt sind. Die beiden Strebenpaare
sind durch Querstreben verbunden, wobei die Strebe an der Vorderseite
des Sägebocks
ca. 1 cm über
dem Boden verläuft.
Die hintere Strebe ist höher angebracht.
Zwei diagonal angeschweißte
Streben verbinden die vordere Querstrebe mit den Kreuzstreben rechts
und links. Zwischen den Schenkeln der Kreuzstreben ist eine horizontale
Strebe mit Flügelmuttern
verschraubt, welche die Schenkel der Kreuzstrebe in einem bestimmten
Winkel fixiert. Wird diese gelöst
und die horizontale Strebe 270° nach
hinten geschwenkt, lässt
sich das Untergestell raumsparend zusammenklappen.
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Für Bediener
mit erhöhtem
Sicherheitsbedarf kann der Sägebock
mit Sicherheitsdeckelklappen ausgestattet werden. Hierzu werden
die hinteren Haltebretter gleichhoch gefertigt wie die vorderen.
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Die
Sicherheitsdeckelklappen werden anhand von stabilen Kunststoffscharnieren
an die vorderen Haltebretter angeschraubt. In geschlossenem Zustand
liegen die Sicherheitsdeckelklappen auf den hinteren Haltebrettern
auf. Die Sicherheitsdeckelklappen werden durch die in die Langlöcher der
Sicherheitsdeckelklappen eingreifenden Flügelschrauben, welche um 90° verdreht
werden, geschlossen. Nach dem Sägevorgang
müssen
die Sicherheitsdeckelklappen entriegelt und zurückgeschwenkt werden. Damit
die zum auskippen geöffneten
Sicherheitsdeckelklappen nun während
des Auskippvorgangs nicht nach vorne fallen, müssen diese durch Magnete, welche
an den vorderen Haltebrettern angebracht sind, sowie an entsprechender
Stelle auf den Sicherheitsdeckelklappen angebrachten Eisenplättchen gehalten
werden.
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Ausführungsbeispiel
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Die
Erfindung „Sägebock mit
Auskippvorrichtung" wird
anhand nachfolgender Beschreibung näher erläutert.
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1 die
Vorderansicht (Bearbeiterseite) des Sägebocks mit dem Oberteil für ca. 33
cm Holzscheit länge.
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2 die
Seitenansicht von rechts des Sägebocks
mit gestrichelter Auskippfunktion.
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3 die
Vorderansicht des Oberteils für eine
Holzscheitlänge
von ca. 25 cm mit den Drehpunkten rechts und links.
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4 zeigt
den rechten Drehpunkt mit eingeschwenkter Sicherungsplatte.
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5 stellt
den Sägebock
in der Seitenansicht von rechts mit den Sicherheitsdeckelklappen
in verschiedenen Positionen dar.
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1 ist
der Sägebock
mit Auskippvorrichtung 1 von vorne dargestellt. Das Oberteil 3 ist
in das Untergestell 2 eingehängt. Die Haltebretter 6 sind
an den Grundrahmen 5 angeschraubt. Zwischen den Haltebrettern
können
mittig zwei Sägeschnitte
geführt
werden, was bei üblicherweise
1 Meter langen Holzstücken
ca. 33 cm lange Holzscheite ergibt. Der rechteckige Grundrahmen 5 kann
aus Aluminium oder Holz hergestellt sein. Auf dem Grundrahmen ist der
Hartholzbrettboden 14 befestigt. Auf diesem wiederum sind
zwischen den Haltebrettern 6 1 cm starke Distanzbrettchen 15 angebracht.
Vorne in der Mitte besitzt das Oberteil 3 einen Handgriff 7 um
dasselbe beim Auskippvorgang nach hinten kippen zu können. Dies
geschieht über
die Drehpunkte 13 die am hinteren Teil des Grundrahmens
angebracht sind.
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Das
Untergestell besteht aus zwei Kreuzstreben -paaren 11 welche
aus Aluminiumwinkel gefertigt sind. Diese sind an den Schnittpunkten
verschraubt. Zwischen die vorderen Kreuzstreben ist eine knapp über dem
Boden befindliche horizontale vordere, untere Querstrebe 8 geschweißt. Diese
wiederum ist durch die Diagonalstreben 10 rechts und links
mit den vorderen Kreuzstreben verbunden. Die hintere Querstrebe 9 ist
höher angebracht.
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2 zeigt
den Sägebock
mit Auskippvorrichtung von rechts. Die horizontalen Streben 12 fixieren
das Untergestell in einem bestimmten Winkel.
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Schematisch
sind Holzstücke
im Sägebock liegend
eingezeichnet. An der gestrichelt gezeichneten Motorsäge wird
deutlich, dass die Sägekette
das oberste Holzstück
in den Sägebock
hinein gegen das Haltebrett 6 zieht und somit das Holzstück stabilisiert.
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Bevor
der Auskippvorgang eingeleitet wird, muss der Bediener des Sägebocks
nun mit einem Fuß auf
die fordere, untere Querstrebe 8 treten, um den Sägebock aufgrund
der einseitigen Belastung des Auskippvorgangs zusätzlich am
Boden zu sichern. Nun kann er mittels des Handgriffs 7 die
Auskippvorrichtung, also das Oberteil 3 oder 4 durch hochheben
um ca. 150° herumschwenken
und so den gesamten Inhalt des Sägebockoberteils 3 oder 4 in
eine Schubkarre entleeren, wobei die Haltebretter als Rutsche dienen.
Die Holzscheite müssen
nicht mehr zeitaufwendig vom Boden aufgelesen sondern können sofort
zum Aufsetzen gefahren werden, was eine erhebliche Zeitersparnis
darstellt. Zurückgeschwenkt
in die Ausgangsposition kann sofort mit dem erneuten beschicken
des Sägebocks
begonnen werden. Alle Arbeiten am Sägebock mit Auskippvorichtung
können
in aufrechter, rückenschonender Haltung
erledigt werden.
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3 stellt
das Oberteil 4 für
Holzscheite mit einer ca. Länge
von 25 cm dar. Mit diesem Oberteil können 3 Sägeschnitte durchgeführt werden.
Hierzu müssen
die Haltebretter 6 schmaler sein. Sechskantschrauben fungieren
als Drehpunkte 13.
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4 zeigt
in der rechten Seitenansicht im Maßstab 1:1 wie das Oberteil 3 oder 4 in
das Untergestell eingehängt
und durch die Sicherungsplatte 16 gesichert ist. In dem
nämlich
die Sicherungplatte 16 durch ein bogenförmiges Langloch in die Sechskantschraube
eingeschwenkt, und durch die Flügelmutter
arretiert wird. Dies muß auch
auf der linken Sägebockseite
geschehen, bevor der Sägebock
in Betrieb genommen werden darf.
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5 hier
ist der Sägebock
von rechts und daneben ein Haltebrett von vorne gezeichnet. Hier
ist die Funktion der Sicherheitsdeckelklappen 17 dargestellt.
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Hierzu
müssen
alle Haltebretter 8 gleich hoch sein.
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Nachdem
die zu sägenden
Holzstücke
in den Sägebock 1 eingelegt
sind, werden die mit einem Kunststoffscharnier 18 an den
vorderen Haltebrettern 6 angeschraubten Sicherheitsdeckelklappen
durch herumschwenken um 270° geschlossen
und anhand von Kunststoffflügelschrauben 19 welche
sich nun in dem Langloch der Sicherheitsdeckelklappen 17 befinden
und um 90° verdreht
werden, gesichert. Nun kann gesägt
werden.
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Wenn
der Sägevorgang
abgeschlossen ist, müssen
alle Sicherheitsdeckelklappen entriegelt und zurückgeschwenkt werden bevor das
Sägegut
ausgekippt werden kann. Damit die Sicherheitsdeckelklappen 17 während des
Auskippens nicht nach vorne fallen können, müssen diese durch angeschraubte
Magnete 20 und eines entsprechend an der Klappe angeschraubten
Eisenplättchens 21 fixiert
werden.
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Die
Sicherheitsdeckelklappen 17 sind gedacht für Menschen
die wenig Routine mit Motorsägen
haben, damit keine abgesägten
Holzscheite aus dem Sägebockoberteil 3 und 4 herausgeschleudert werden
können.
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- 1
- Sägebock mit
Auskippvorrichtung
- 2
- Untergestell
Aluminium
- 3
- Oberteil
33 cm
- 4
- Oberteil
25 cm
- 5
- Aluminium
oder Holzgrundrahmen
- 6
- Haltebretter
- 7
- Handgriff
- 8
- Vordere
untere Querstrebe
- 9
- Hintere
Querstrebe
- 10
- Diagonalstreben
- 11
- Kreuzstrebenpaare
- 12
- Horizontale
Strebe
- 13
- Drehpunkte
- 14
- Hartholzbrettboden
- 15
- Distanzbrettchen
- 16
- Sicherungsplatte
- 17
- Sicherungsdeckelklappe
- 18
- Kunststoffscharnier
- 19
- Kunststoffflügelschraube
- 20
- Magnete
- 21
- Eisenplättchen