DE102006029882B4 - Verfahren zum Betreiben der Beleuchtungseinrichtung eines photoelektrischen Empfängers - Google Patents
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Abstract
Verfahren zum Betreiben der Beleuchtungseinrichtung eines photoelektrischen Empfängers einer Messeinrichtung zum Erfassen der Lage einer Kante eines bogenförmigen Verarbeitungsgutes, das einer Bogen verarbeitenden Maschine zugeführt wird, wobei die Beleuchtungseinrichtung (11) vor einem durch den Empfänger (10) zu realisierenden Messzyklus aktiviert und nach dem Messzyklus deaktiviert wird und ein Messzyklus des Empfängers (10) durch ein in einer Verarbeitungselektronik generiertes Triggersignal aktiviert wird und entweder das den Empfänger (10) aktivierende Triggersignal der Beleuchtungseinrichtung (11) zur Aktivierung zugeführt wird, oder der Beleuchtungseinrichtung (11) separate Triggersignale zugeführt werden.
Description
- Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben der Beleuchtungseinrichtung eines photoelektrischen Empfängers einer Messeinrichtung zum Erfassen der Lage einer Kante eines bogenförmigen Verarbeitungsgutes, das einer Bogen verarbeitenden Maschine zugeführt wird.
- Um in Bogen verarbeitenden Maschinen das Verarbeitungsgut lagegenau verarbeiten zu können, ist es erforderlich, die Istlage jedes Bogens zu erfassen und diese nachfolgend einer Solllage zuzuführen, wobei das bogenförmige Material aus Blech, Karton, Papier, Folie usw. bestehen kann.
- Aus der
DE 195 32 009 C2 sind ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Erfassen der Lage einer Kante von Bahnen oder Bogen mittels einer Messeinrichtung bekannt. Die Messeinrichtung besteht aus einer Beleuchtungseinrichtung, die der einen Seite der Bahnen oder Bogen zugeordnet ist, während auf der gegenüberliegenden Seite ein photoelektrischer Empfänger vorgesehen ist. Das von der Beleuchtungseinrichtung ständig emittierte Licht wird von dem Empfänger erfasst. Entsprechend der Lage der zu detektierenden Kante zwischen der Beleuchtungseinrichtung und dem Empfänger wird ein Istlagesignal generiert, das einer Verarbeitungselektronik zugeführt und dort mit einem Solllagesignal verglichen wird. Bei Abweichungen wird ein Stellsignal erzeugt, durch welches Stellmittel angesteuert werden zur Realisierung der Solllage. - In der
DE 101 36 870 A1 wird weiterhin eine gattungsgemäße Messeinrichtung beschrieben, die als Reflexzeile ausgebildet ist. Diese besteht aus einer sich über die gesamte Länge erstreckende Beleuchtungseinrichtung und einem sich etwa in gleicher Ebene, auf einer benachbarten, zur Beleuchtungseinrichtung parallelen Position befindlichen und sich ebenfalls über die gesamte Länge erstreckenden Empfänger. Die von der Beleuchtungseinrichtung ständig ausgesandten Strahlen werden vom Verarbeitungsgut reflektiert und von der Messeinrichtung erfasst, während im Bereich, der nicht vom Verarbeitungsgut abgedeckt ist, keine Reflexion der Strahlen der Beleuchtungseinrichtung erfolgt, so dass sich die Istlage einer Kante des zu erfassenden Verarbeitungsgutes auf dem Empfänger abbildet. - Um die Beleuchtungseinrichtung, den Empfänger oder die Kombination von Beleuchtungseinrichtung und Empfänger vor Beschädigung oder Verschmutzung zu schützen, sind diese in staubdichten Gehäusen gelagert, wobei die Beleuchtungseinrichtung in der Regel aus LED's besteht.
- Durch die Anordnung der Beleuchtungseinrichtung in geschlossenen Gehäusen erfolgt ein Wärmestau, der die Lebensdauer der Beleuchtungseinrichtung nachteilig beeinflusst.
- Aus der
ist eine Abtastung der Kanten eines Walzgutes auf einer Walzstraße eines metallurgischen Betriebes bekannt. Als Beleuchtungseinrichtung dient hier eine in ihrer Leuchtstärke pulsierende Leuchtstofflampe. Die maximale Leuchtstärke des Impulses löst ein Triggersignal aus, was den Empfänger aktiviert.DE-AS 28 19 395 - Die
EP 1 619 026 A2 zeigt eine Inspektionseinrichtung für eine Druckmaschine, bei der nicht die Kanten des Bedruckstoffes, sondern das Druckbild ausgemessen wird. Hierbei wird die Beleuchtungseinrichtung und/oder die Bildaufnahmeeinheit jeweils in Abhängigkeit von der Leitachsposition einer in der Druckmaschine definierten Leitachse getriggert. - Aufgabe der Erfindung ist es, mit einfachen Mitteln den durch die Beleuchtungseinrichtung verursachten Wärmeeintrag zu reduzieren und so die Lebensdauer der Beleuchtungseinrichtung zu verlängern.
- Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch ein Verfahren nach den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
- Durch das erfindungsgemäße Verfahren wird der Wärmeeintrag in das die Beleuchtungseinrichtung umgebende Gehäuse reduziert und damit die Lebensdauer der Beleuchtungseinrichtung erhöht.
- An einem Ausführungsbeispiel wird die Erfindung näher erläutert. In den zugehörigen Zeichnungen zeigen
-
1 ausschnittsweise einen Anlegtisch mit einer Messeinrichtung in der Draufsicht, -
2 eine Ansicht entlang der Linie A-A in1 , -
3 ausschnittsweise einen Anlegtisch mit einer weiteren Ausführungsform der Messeinrichtung, -
4 eine Ansicht entlang der Linie B-B in3 , -
5 die Steuerung über den Maschinenwinkel. - In
1 ist ein Anlegtisch1 mit einem Bogen2 , der durch einen nicht dargestellten Bändertisch in Bogenförderrichtung3 und mit der Bogenvorderkante gegen am Anlegtisch1 positionierte Vordermarken4 geführt wird, gezeigt. Zum Erfassen der Istlage einer Seitenkante5 des Bogens2 ist in einer Aussparung6 des Anlegtischs1 verschiebbar oder ortsfest eine Messeinrichtung7 angeordnet. Die Messeinrichtung7 besteht aus einer durchsichtigen Deckplatte8 , die mit der Oberfläche des Anlegtischs1 eine Ebene bildet, und einer Grundplatte9 , welche die Beleuchtungseinrichtung11 und den photoelektrischen Empfänger10 trägt. Die Deckplatte8 , Grundplatte9 , die Seitenwände der Aussparung6 sowie nicht dargestellte Verschlussstücke bilden ein staubdichtes Gehäuse12 . - Die Beleuchtungseinrichtung
11 besteht in der Regel aus hintereinander und ggf. nebeneinander angeordneten Leuchtdioden (LED), die sich durch eine hohe Schaltgeschwindigkeit, Lebensdauer und Lichtausbeute auszeichnen, wobei die Lebensdauer drastisch bei hohen Temperaturen vermindert wird. Der photoelektrische Empfänger10 erstreckt sich parallel und beabstandet zur Beleuchtungseinrichtung11 . Er besteht aus einem oder mehreren hintereinander angeordneten CCD Zeilensensoren, die ihrerseits aus einer Vielzahl von in einer Reihe nebeneinander angeordneten Messelementen bestehen. Die Beleuchtungseinrichtung11 und der Empfänger10 sind beabstandet zum auf dem Anlegtisch1 liegenden Bogen2 angeordnet. Die von der Beleuchtungseinrichtung11 ausgesendeten Strahlen werden im vom Bogen2 abgedeckten Bereich von der Unterseite des Bogens2 reflektiert und damit von den Messelementen erfasst, während in dem Bereich, der nicht von dem Bogen2 abgedeckt ist, keine Reflexion der Strahlen der Beleuchtungseinrichtung11 erfolgt, so dass sich die Lage der Seitenkante5 auf dem Empfänger10 abbildet. - Der Empfänger
10 und die Beleuchtungseinrichtung11 sind mit einer Verarbeitungselektronik verbunden. Von der Verarbeitungselektronik wird in Abhängigkeit von einem vorgebbaren Maschinendrehwinkel φ1 ein erstes Triggersignal generiert und damit der Empfänger10 getriggert, so dass in einem ersten Messzyklus ein eine erste Istlage charakterisierender erster Istwert ermittelt und der Verarbeitungselektronik zugeführt wird. Dieser erste Istwert wird mit einem in der Verarbeitungselektronik abgelegten Sollwert, der die Solllage charakterisiert, verglichen und bei Abweichungen ein Stellwert gebildet, der die Solllage realisierenden Stellorganen zugeführt wird. - Es ist auch möglich, durch die Verarbeitungselektronik innerhalb eines Arbeitstaktes bei einem zweiten Maschinendrehwinkel φ2 ein zweites Triggersignal zu bilden, damit den Empfänger
10 zu triggern sowie in einem zweiten Messzyklus einen eine zweite Istlage charakterisierenden zweiten Istwert zu bilden und diesen der Verarbeitungselektronik zuzuführen (5 ). - In der Verarbeitungselektronik wird aus dem ersten Istwert und dem zweiten Istwert ein Mittelwert gebildet, der dem Soll-Istwertvergleich zugrunde gelegt wird.
- Die Beleuchtungseinrichtung
11 ist ebenfalls mit der Verarbeitungselektronik verbunden und wird von dieser nur dann aktiviert, wenn ein Messzyklus realisiert werden soll. Zur Aktivierung der Beleuchtungseinrichtung11 können die von der Verarbeitungselektronik zur Aktivierung des Empfängers10 generierten Triggersignale verwendet werden. D. h., wenn mittels des ersten Triggersignals der Empfänger10 aktiviert wird, kann durch dieses Triggersignal auch die Beleuchtungseinrichtung11 aktiviert und nach Durchführung der Messung deaktiviert werden. Bei einer zweiten Messung innerhalb eines Arbeitstaktes kann analog verfahren werden. Es ist aber auch möglich, separate Triggersignale zur Aktivierung der Beleuchtungseinrichtung11 zu generieren und z. B. die Beleuchtungseinrichtung11 über einen Maschinendrehwinkel φ zu aktivieren, in dem zwei Messzyklen liegen. - In den
3 und4 ist eine weitere Ausführungsform einer Messeinrichtung7 gezeigt. Dem Anlegtisch1 werden in Bogenförderrichtung3 Bogen2 zugeführt und zum Ausrichten nach der Vorderkante gegen die Vordermarken4 transportiert. Im Anlegtisch1 ist die Aussparung6 vorgesehen, die mit der durchsichtigen Deckplatte8 verschlossen ist. Auf der Grundplatte9 ist der photoelektrische Empfänger10 positioniert, der sich z. B. über die gesamte Länge der Aussparung6 erstreckt. Die Deckplatte8 , die Grundplatte9 mit dem Empfänger10 , die Seitenwände der Aussparung6 und nicht dargestellte Verschlussstücke bilden ein staubdichtes erstes Gehäuse12.1 . Beabstandet zum ersten Gehäuse12.1 ist ein zweites Gehäuse12.2 vorgesehen. Das ebenfalls staubdicht abgeschlossene zweite Gehäuse12.2 ist im dem ersten Gehäuse12.1 zugewandten Bereich mit einer durchsichtigen Scheibe13 versehen. Im zweiten Gehäuse12.2 ist die Beleuchtungseinrichtung11 so angeordnet, dass die emittierten Strahlen auf den Empfänger10 gerichtet sind. Das erste Gehäuse12.1 mit dem Empfänger10 und das zweite Gehäuse12.2 mit der Beleuchtungseinrichtung11 bilden die Messeinrichtung7 . Das zweite Gehäuse12.2 ist im Ausführungsbeispiel verschiebbar und klemmbar einer Führung13 zugeordnet. Es kann damit quer zur Bogenförderrichtung3 verschoben und so auf die zu erfassende Seitenkante5 der zur Verarbeitung gelangenden Bogen2 eingestellt werden. Die Beleuchtungseinrichtung11 und damit das zweite Gehäuse12.2 können auch so ausgebildet sein, dass diese sich über die gesamte Länge des photoelektrischen Empfängers10 erstrecken. Der Bogen2 deckt den Empfänger10 teilweise ab, so dass sich die Seitenkate5 abbildet. - Analog zum Ausführungsbeispiel nach den
1 und2 erfolgt die Steuerung des Empfängers10 und der Beleuchtungseinrichtung11 mittels der Verarbeitungselektronik, wobei die Beleuchtungseinrichtung11 immer nur dann aktiviert wird, wenn durch den Empfänger10 ein Messzyklus realisiert wird. - Bezugszeichenliste
-
- 1
- Anlegtisch
- 2
- Bogen
- 3
- Bogenförderrichtung
- 4
- Vordermarke
- 5
- Seitenkante
- 6
- Aussparung
- 7
- Messeinrichtung
- 8
- Deckplatte
- 9
- Grundplatte
- 10
- Photoelektrischer Empfänger
- 11
- Beleuchtungseinrichtung
- 12
- Gehäuse
- 12.1
- Erstes Gehäuse
- 12.2
- Zweites Gehäuse
- 13
- Führung Maschinendrehwinkel
- φ1
- Erster Maschinendrehwinkel
- φ2
- Zweiter Maschinendrehwinkel
Claims (1)
- Verfahren zum Betreiben der Beleuchtungseinrichtung eines photoelektrischen Empfängers einer Messeinrichtung zum Erfassen der Lage einer Kante eines bogenförmigen Verarbeitungsgutes, das einer Bogen verarbeitenden Maschine zugeführt wird, wobei die Beleuchtungseinrichtung (
11 ) vor einem durch den Empfänger (10 ) zu realisierenden Messzyklus aktiviert und nach dem Messzyklus deaktiviert wird und ein Messzyklus des Empfängers (10 ) durch ein in einer Verarbeitungselektronik generiertes Triggersignal aktiviert wird und entweder das den Empfänger (10 ) aktivierende Triggersignal der Beleuchtungseinrichtung (11 ) zur Aktivierung zugeführt wird, oder der Beleuchtungseinrichtung (11 ) separate Triggersignale zugeführt werden.
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