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Die
Erfindung betrifft bestimmte Quinazolinderivate, deren Herstellung
und Verwendung als Inhibitor von Proteinkinasen, insbesondere von
Eph (erythropoetin-producing hepatoma amplified sequence) – Rezeptoren
zur Behandlung verschiedener Erkrankungen.
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Proteintyrosinkinasen
katalysieren die Phosphorylierung spezifischer Tyrosinreste in verschiedenen Proteinen.
Solche Phosphorylierungsreaktionen spielen bei einer Vielzahl von
zellulären
Prozessen eine Rolle, die in der Regulation des Wachstums und der
Differenzierung von Zellen involviert sind. Proteintyrosinkinasen werden
in Rezeptor- und Nicht-Rezeptortyrosinkinasen eingeteilt. Die Familie
der Rezeptortyrosinkinasen (RTKs) besteht aus 58 Kinasen (Manning
G. et al. 2002, Science 298, 1912–1934). RTKs besitzen eine
extrazelluläre
Ligandenbindungsdomäne,
eine Transmembrandomäne
und eine intrazelluläre
Domäne,
die in der Regel die Tyrosinkinaseaktivität enthält. RTKs vermitteln die Signalweiterleitung
von extrazellulären
Stimulatoren wie z.B. Wachstumsfaktoren. Die Ligandenbindung führt zur
Dimerisierung der RTKs und der wechselseitigen Autophosphorylierung
ihrer intrazellulären
Domänen.
In Abhängigkeit
vom Zelltyp werden dadurch spezifische intrazelluläre Bindungsproteine
rekrutiert (u.a. Nicht-Rezeptortyrosinkinasen), über die eine Signalverarbeitung
in der Zelle erfolgt (Schlessinger J. 2000, Cell 103, 211–225). Zu
diesen zählen
Rezeptorfamilien von Wachstumsfaktoren wie EGF (epidermal growth
factor), VEGF (vascular endothelial growth factor), FGF (fibroblast
growth factor), PDGF (platelet derived growth factor) und NGF (nerve
growth factor), sowie der Insulinrezeptoren und die große Familie
der Ephrinrezeptoren und andere.
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Die
größte Familie
innerhalb der RTKs nehmen die Ephrin (Eph)-Rezeptoren ein. Sie teilen
sich entsprechend ihrer sequenziellen Verwandtschaft und ihrer Ligandenspezifität in die
Gruppe der EphA-Rezeptoren (9 Mitglieder) und der EphB-Rezeptoren
(6 Mitglieder) auf (Kullander K. and Klein R. 2002, Nat. Rev. Mol. Cell
Biol. 3, 475–486;
Cheng N. et al. 2002, Cyt. and growth factor Rev. 13, 75–85. ).
Eph-Rezeptoren werden von membranständigen Liganden der EphrinA-
bzw. EphrinB-Familie aktiviert. EphrinAs sind über Glykolipide (GPI) in der
Zellmembran verankert, während
EphrinBs eine Transmembranregion und eine intrazelluläre Domäne besitzen.
Die Interaktion zwischen Ephrinen und den Eph-Rezeptoren führt zu einer
bidirektionellen Signalübertragung
in den ephrinexprimierenden und in den Eph-Rezeptor tragenden Zellen.
Ephrine und Eph-Rezeptoren spielen in einer Vielzahl von morphogenetischen
Prozessen in der Embryonalentwicklung und im adulten Organismus
eine Rolle. Sie sind involviert in der embryonalen Musterbildung,
in der Entwicklung des Blutgefäßsystems
(Gerety S.S: et al 1999, Mol. Cell 4, 403–414) und in der Etablierung
von neuronalen Verschaltungen (Flanagan, J.G. and Vanderhaeghen,
P., 1998, Annu. Rev. Neurosci. 21, 306–354). Im adulten Organismus
sind sie bei Neovascularisierungsprozesses z.B. bei der Tumorentstehung
und bei der Endometriose, sowie bei der Morphogenese des Darmepithels
beteiligt (Batlle E. et al. 2002, Cell 111: 251–63.). Auf zellulärer Ebene
vermitteln sie Migration, Adhäsion
und juxtacrine Zellkontakte. Erhöhte
Expression von Eph-Rezeptoren,
wie z.B. EphB2 und EphB4 wurde auch in verschiedenen Tumorgeweben,
wie z.B. Brust- und Darmtumoren beobachtet (Nakamoto M. and Bergemann
A.D. 2002, Mic. Res. Tech. 59, 58–67). Knock-out Mäuse von
EphB2, EphB3 und EphB4 zeigen Defekte bei der Ausbildung des Blutgefäßsystems. Die
embryonale Lethalität
der EphB4-/-Mäuse
im Embryonalstadium d14, zeigt die besondere Rolle von EphB4 in
diesem Prozeß (Gerety
S.S: et al 1999, Mol. Cell 4, 403–414). Eine Modulation dieser
Rezeptoren z.B. durch die Inhibition ihrer Kinaseaktivität führt beispielsweise
dazu, dass das Tumorwachstum und/oder die Tumormetastasierung entweder
durch eine direkte antitumorale oder durch eine indirekte antiangiogene
Wirkung unterbunden wird.
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Nicht-Rezeptortyrosinkinasen
kommen in löslicher
Form intrazellulär
vor und sind an der Verarbeitung von extrazellulären Signalen (z.B. von Wachstumsfaktoren,
Cytokinen, Antikörpern,
Adhäsionsmolekülen) innerhalb
der Zelle beteiligt. Zu ihnen zählen
u.a. die Familien der src(sarcoma)-Kinasen, der Tec(tyrosine kinase expressed
in hepatocellular carcinoma)-Kinasen, der Abl(Abelson)-kinasen und
der Brk(breast tumor kinase)-Kinasen, sowie die fokale Adhesionskinase
(FAK).
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Eine
veränderte
Aktivität
dieser Proteintyrosinkinasen kann zu verschiedensten physiologischen
Störungen
im menschlichen Organismus führen
und dadurch z.B. entzündliche,
neurologische und onkologische Erkankungen verursachen.
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In
WO 01/19828 A werden verschiedenste Kinaseinhibitoren offenbart.
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In
US 2004116388 A werden
Triazinverbindungen offenbart, die Rezeptortyrosinkinasen inhibieren.
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In
WO 03/089434 A werden Imidazo[1,2a]pyrazin-8-yl-amine und in WO
04/00820 A verschiedene aromatische Monozyklen offenbart, die Rezeptortyrosinkinasen
inhibieren.
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In
EP 0 187 705 A2 werden
Imidazo[4,5f]-chinoline beschrieben, welche eine immunmodulierende Wirkung
bei Infektionskrankheiten aufweisen. Ebenso beschreibt
US 5,506,235 A Imidazo[4,5f]-chinoline
mit immunstimulierender Wirkung.
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In
WO 04/006846 A werden verschiedene Chinazolinderivate offenbart,
die Rezeptortryrosinkinasen inhibieren.
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In
EP 326330 A werden
unter anderem auch Quinazolin-Derivate mit beansprucht.
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Unter
den Rezeptortyrosinkinaseinhibitoren sind jedoch keine Eph-Rezeptorinhibitoren
beschrieben.
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Es
ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, Verbindungen bereitzustellen,
die Rezeptortyrosinkinasen, insbesondere Eph-Rezeptoren, inhibieren.
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Die
Aufgabe wird gelöst
durch Quinazolinderivate mit der allgemeinen Formel (A), ein Verfahren
zur Herstellung des Quinazolinderivats, die Verwendungen des Quinazolinderivats,
sowie ein das Quinazolinderivat enthaltendes Arzneimittel, nach
den folgenden Beschriebung und den Ansprüchen.
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Quinazolinderivat mit der allgemeinen
Formel (A)
wobei
R
1 und
R
2 gleich oder verschieden und einfach oder
mehrfach unabhängig
voneinander ausgewählt
sind aus der Gruppe, umfassend Wasserstoff, Hydroxy, Halogen, Nitro,
Cyano, -C
1-C
6-Alkyl,
-C
1-C
4-Hydroxyalkyl, -C
2-C
6-Alkenyl, -C
2-C
6-Alkinyl, -C
3-C
10-Cycloalkyl,
-C
3-C
12-Heterocycloalkyl,
-C
6-C
12-Aryl, -C
5-C
18-Heteroaryl, -C
1-C
6-Alkoxy, -C
1-C
6-Alkoxy-C
1-C
6-alkoxy, -C
1-C
6-Alkoxy-C
1-C
6-alkyl, -C
1-C
6-Alkoxy-C
1-C
6-alkoxy-C
1-C
6-alkyl, -(CH
2)
n-C
6-C
12-Aryl,
-(CH
2)
n-C
5-C
18-Heteroaryl, -(CH
2)
n-C
3-C
10-Cycloalkyl,
-(CH
2)
n-C
3-C
12-Heterocyctoalkyl, -Phenylen-(CH
2)
p-R
6,
-(CH
2)
pPO
3(R
6)
2,
-(CH
2)
p-NR
5R
6, -(CH
2)
p-NR
4COR
5,
-(CH
2)
p-NR
4CSR
5, -(CH
2)
p-NR
4S(O)R
5, -(CH
2)
p-NR
4S(O)
2R
5, -(CH
2)
p-NR
4CONR
5R
6, -(CH
2)
p-NR
4COOR
5, -(CH
2)p-NR
4C(NH)NR
5R
6, -(CH
2)
p-NR
4CSNR
5R
6, -(CH
2)
p-NR
45(O)NR
5R
6, -(CH
2)
p-NR
4S(O)
2NR
5R
6, -(CH
2)
p-COR
5,
-(CH
2)
p-CSR
5, -(CH
2)p-S(O)R
5, -(CH
2)
p-S(O)(NH)R
5, -(CH
2)
p-S(O)
2R
5, -(CH
2)
p-S(O)
2NR
5R
6, -(CH
2)
p-SO
2OR
5, -(CH
2)
p-CO
2R
5,
-(CH
2)
p-CONR
5R
6, -(CH
2)
p-CSNR
5R
6, -OR
5, -CHR
5R
6, -(CH
2)
p-SR
5 und -CR
5(OH)-R
6, wobei -C
1-C
6-Alkyl, -C
2-C
6-Alkenyl, -C
2-C
6-Alkinyl, -C
3-C
10-Cycloalkyl,
-C
3-C
12-Heterocycloalkyl, -C
6-C
12-Aryl, -C
5-C
18-Heteroaryl
oder -C
1-C
6-Alkoxy
unsubstituiert sind oder einfach oder mehrfach unabhängig voneinander
mit Hydroxy, Halogen, Nitro, Cyano, -NR
5R
6, -C(O)NR
5R
6, -S(O)
2NR
5R
6, -NR
5S(O)
2R
6, -NR
5C(O)R
6, -SR
5, -R
5, oder -OR
5 substituiert
sind, wobei das Kohlenstoffgerüst
des -C
3-C
10-Cycloalkyls
und des -C
1-C
10-Alkyls
einfach oder mehrfach unabhängig
voneinander Stickstoff-, Sauerstoff-, Schwefelatome, -NR
4 oder C=O-Gruppen oder eine oder mehrere
Doppelbindungen enthalten kann, oder R
1 und
R
2 optional miteinander eine Brücke aus
3–10 Methyleneinheiten
bilden, wobei bis zu zwei Methyleneinheiten mit O, S oder -NR
4 optional ersetzt werden, und wobei der
Phenyl-Rest optional einfach oder mehrfach unabhängig voneinander mit Hydroxy,
Halogen, Nitro, Cyano, Phenyl, -NR
5R
6, Alkyl oder -OR
5 substituiert
ist;
X, Y, Z gleich oder verschieden und unabhängig voneinander
ausgewählt
sind aus der Gruppe, umfassend -CR
3=, -CR
3R
4-, -C(O)-, -N=,
-S-, -O-, -NR
3-, -S(O)
2-,
-S(O)- und -S(O)(N=R
3)-, und sich zwischen
X, Y und Z Einfach- oder Doppelbindungen befinden, aber maximal
einer der drei Reste X, Y und Z identisch ist mit -O-, ferner höchstens
einer der drei Reste X, Y und Z identisch ist mit -N= oder -NR
3-, oder aber maximal zwei der drei Reste
X, Y und Z identisch sind mit -CR
3=, -CR
3R
4-;
R
3 und R
4 unabhängig voneinander
ausgewählt
sind aus der Gruppe, umfassend Wasserstoff, -C
1-C
10-Alkyl, -C
2-C
6-Alkenyl, -C
2-C
6-Alkinyl, -C
3-C
10-Cycloalkyl, -C
3-C
12-Heterocycloalkyl oder -C
1-C
10-Alkanoyl, wobei -C
1-C
10-Alkyl, -C
2-C
6-Alkenyl, -C
2-C
6-Alkinyl, -C
3-C
10-Cycloalkyl,
-C
3-C
12-Heterocycloalkyl
oder -C
1-C
10-Alkanoyl unsubstituiert
oder einfach oder mehrfach unabhängig
voneinander mit Hydroxy, Halogen, Nitro, Cyano, Phenyl, -NR
5R
6, Alkyl, -SR
5 oder -OR
5 substituiert
ist,
R
5 und R
6 gleich
oder verschieden und unabhängig
voneinander ausgewählt
sind aus der Gruppe, umfassend Wasserstoff, -C
1-C
10-Alkyl, -C
2-C
10-Alkenyl,
-C
2-C
10-Alkinyl,
-C
1-C
6-Alkoxy, -C
3-C
10-Cycloalkyl,
-C
3-C
12-Heterocycloalkyl,
-C
6-C
12-Aryl und
-C
5-C
18-Heteroaryl,
wobei -C
1-C
10-Alkyl,
-C
2-C
10-Alkenyl,
-C
2-C
10-Alkinyl, -C
1-C
6-Alkoxy, -C
3-C
10-Cycloalkyl,
-C
3-C
12-Heterocycloalkyl,
-C
6-C
12-Aryl oder
-C
5-C
18-Heteroaryl unsubstituiert sind oder einfach
oder mehrfach unabhängig
voneinander mit Hydroxy, Halogen, Cyano, Nitro, -OR
7,
-NR
7R
8, -C(O)NR
7R
8, -C(O)OR
7 oder -C
1-C
6-Alkyl, wobei -C
1-C
6-Alkyl
unsubstituiert ist oder einfach oder mehrfach unabhängig voneinander
mit Halogen, Hydroxy, Cyano, -NR
7R
8, -OR
7 oder Phenyl;
oder R
5 und R
6 optional
miteinander eine Brücke
aus 3–10
Methyleneinheiten bilden, wobei bis zu zwei Methyleneinheiten mit
O, S oder NR
4 optional ersetzt werden;
R
7, R
8 gleich oder
verschieden und unabhängig
voneinander ausgewählt
sind aus der Gruppe, umfassend Wasserstoff, -C
1-C
4-Alkyl, -C
6-C
12-Aryl
and -C
5-C
18-Heteroaryl,
wobei Alkyl, Aryl, Heteroaryl unsubstituiert ist oder einfach oder
mehrfach unabhängig
voneinander mit Halogen oder Alkoxy, oder R
7 und
R
8 optional miteinander eine Brücke aus
3–10 Methyleneinheiten
bilden, wobei bis zu zwei Methyleneinheiten mit O, S oder -NR
4 optional ersetzt werden;
m', m'' = unabhängig voneinander 0, 1, 2, 3,
oder 4,
n = 1, 2, 3, 4, 5, oder 6,
p = 0, 1, 2, 3, 4,
5, oder 6, sowie
deren N-Oxide, Solvate, Hydrate, Stereoisomere,
Diastereomere, Enantiomere und Salze.
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Eine
bevorzugten Untergruppe sind Verbindungen, in denen:
R1 und R2 gleich oder
verschieden und einfach oder mehrfach unabhängig voneinander ausgewählt sind
aus der Gruppe, umfassend Wasserstoff, -C1-C6-Alkyl, -C1-C4-Hydroxyalkyl, -C2-C6-Alkenyl, -C2-C6-Alkinyl, -C3-C10-Cycloalkyl,
-C3-C12-Heterocycloalkyl,
-C6-C12-Aryl, -C5-C18-Heteroaryl,
-C1-C6-Alkoxy, -C1-C6-Alkoxy-C1-C6-alkoxy, -C1-C6-Alkoxy-C1-C6-alkyl, -C1-C6-Alkoxy-C1-C6-alkoxy-C1-C6-alkyl, -(CH2)n-C6-C12-Aryl, -(CH2)n-C5-C18-Heteroaryl,
-(CH2)n-C3-C10-Cycloalkyl, -(CH2)n-C3-C12-Heterocycloalkyl, -Phenylen-(CH2)p-R6, -(CH2)p-NR5R6, -(CH2)p-NR4COR5,
-(CH2)p-NR4CSR5, -(CH2)p-NR4S(O)R5, -(CH2)p-NR4S(O)2R5, -(CH2)p-NR4CONR5R6, -(CH2)p-NR4COOR5, -(CH2)p-NR4C(NH)NR5R6, -(CH2)p-NR4CSNR5R6, -(CH2)p-NR4S(O)NR5R6, -(CH2)p-NR4S(O)2NR5R6,
-(CH2)p-COR5, -(CH2)p-CSR5, -(CH2)p-S(O)R5, -(CH2)p-S(O)(NH)R5, -(CH2)p-S(O)2R5, -(CH2)p-S(O)2NR5R6, -(CH2)p-SO2OR5, -(CH2)p-CO2R5, -(CH2)p-CONR5R6, -(CH2)p-CSNR5R6,
-OR5, -CHR5R6, -(CH2)p-SR5 und -CR5(OH)-R6, wobei -C1-C6-Alkyl, -C2-C6-Alkenyl, -C2-C6-Alkinyl, -C3-C10-Cycloalkyl,
-C3-C12-Heterocycloalkyl,
-C6-C12-Aryl, -C5-C18-Heteroaryl oder -C1-C6-Alkoxy unsubstituiert
sind oder einfach oder mehrfach unabhängig voneinander mit Hydroxy,
Halogen, Nitro, Cyano, -NR5R6,
-C(O)NR5R6, -S(O)2NR5R6,
-NR5S(O)2R6, -NR5C(O)R6, -SR5, -R5 oder -OR5 substituiert
sind, wobei das Kohlenstoffgerüst
des -C3-C10-Cycloalkyls
und des -C1-C10-Alkyls
einfach oder mehrfach unabhängig
voneinander Stickstoff-, Sauerstoff-, Schwefelatome, -NR4 oder C=O-Gruppen oder eine oder mehrere
Doppelbindungen enthalten kann, oder R1 und
R2 optional miteinander eine Brücke aus
3–10 Methyleneinheiten
bilden, wobei bis zu zwei Methyleneinheiten mit O, S oder -NR4 optional ersetzt werden, und wobei der
Phenyl Rest optional einfach oder mehrfach unabhängig voneinander mit Hydroxy,
Halogen, Nitro, Cyano, Phenyl, -NR5R6, Alkyl oder -OR5 substituiert
ist;
X, Y, Z gleich oder verschieden und unabhängig voneinander
ausgewählt
sind aus der Gruppe, umfassend -CR3=, -CR3R4-, -C(O)-, -N=,
-S-, -O-, -NR3-, -S(O)2-,
-S(O)- und -S(O)(N=R3)-, und sich zwischen
X, Y und Z Einfach- oder Doppelbindungen befinden, aber maximal
einer der drei Reste X, Y und Z identisch ist mit -O-, ferner höchstens
einer der drei Reste X, Y und Z identisch ist mit -N= oder -NR3-, oder aber maximal zwei der drei Reste
X, Y und Z i dentisch sind mit -CR3=, -CR3R4-;
R3 und R4 unabhängig voneinander
ausgewählt
sind aus der Gruppe, umfassend Wasserstoff, -C1-C10-Alkyl, -C2-C6-Alkenyl, -C2-C6-Alkinyl, -C3-C10-Cycloalkyl, -C3-C12-Heterocycloalkyl oder -C1-C10-Alkanoyl, wobei -C1-C10-Alkyl, -C2-C6-Alkenyl, -C2-C6-Alkinyl, -C3-C10-Cycloalkyl,
-C3-C12-Heterocycloalkyl
oder -C1-C10-Alkanoyl unsubstituiert
oder einfach oder mehrfach unabhängig
voneinander mit Hydroxy, Halogen, Nitro, Cyano, Phenyl, -NR5R6, Alkyl, -SR5 oder -OR5 substituiert
ist,
R5 und R6 gleich
oder verschieden und unabhängig
voneinander ausgewählt
sind aus der Gruppe, umfassend Wasserstoff, -C1-C10-Alkyl, -C2-C10-Alkenyl,
-C2-C10-Alkinyl,
-C1-C6-Alkoxy, -C3-C10-Cycloalkyl,
-C3-C12-Heterocycloalkyl,
-C6-C12-Aryl und
-C5-C18-Heteroaryl,
wobei -C1-C10-Alkyl,
-C2-C10-Alkenyl,
-C2-C10-Alkinyl, -C1-C6-Alkoxy, -C3-C10-Cycloalkyl,
-C3-C12-Heterocycloalkyl,
-C6-C12-Aryl oder
-C5-C18-Heteroaryl unsubstituiert sind oder einfach
oder mehrfach unabhängig
voneinander mit Hydroxy, Halogen, Cyano, Nitro, -OR7,
-NR7R8, -C(O)NR7R8, -C(O)OR7 oder -C1-C6-Alkyl, wobei -C1-C6-Alkyl
unsubstituiert ist oder einfach oder mehrfach unabhängig voneinander
mit Halogen, Hydroxy, Cyano, -NR7R8, -OR7 oder Phenyl;
oder R5 und R6 optional
miteinander eine Brücke
aus 3–10
Methyleneinheiten bilden, wobei bis zu zwei Methyleneinheiten mit
O, S oder NR4 optional ersetzt werden;
R7, R8 gleich oder
verschieden und unabhängig
voneinander ausgewählt
sind aus der Gruppe, umfassend Wasserstoff, -C1-C4-Alkyl, -C6-C12-Aryl
and -C5-C18-Heteroaryl,
wobei Alkyl, Aryl, Heteroaryl unsubstituiert ist oder einfach oder
mehrfach unabhängig
voneinander mit Halogen oder Alkoxy, oder R7 und
R8 optional miteinander eine Brücke aus
3–10 Methyleneinheiten
bilden, wobei bis zu zwei Methyleneinheiten mit O, S oder -NR4 optional ersetzt werden;
m', m'' = unabhängig voneinander 0, 1, 2, 3,
oder 4,
n = 1, 2, 3, 4, 5, oder 6,
p = 0, 1, 2, 3, 4,
5, oder 6, sowie
deren N-Oxide, Solvate, Hydrate, Stereoisomere,
Diastereomere, Enantiomere und Salze.
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Bevorzugter
sind Verbindungen der allgemeinen Formeln (A1) bis (A5):
wobei:
R
1 und R
2 gleich oder
verschieden und einfach oder mehrfach unabhängig voneinander ausgewählt sind
aus der Gruppe, umfassend Wasserstoff, -C
1-C
6-Alkyl, -C
1-C
4-Hydroxyalkyl, -C
2-C
6-Alkenyl, -C
2-C
6-Alkinyl, -C
3-C
10-Cycloalkyl,
-C
3-C
12-Heterocycloalkyl,
-C
6-C
12-Aryl, -C
5-C
18-Heteroaryl,
-C
1-C
6-Alkoxy, -C
1-C
6-Alkoxy-C
1-C
6-alkoxy, -C
1-C
6-Alkoxy-C
1-C
6-alkyl, -C
1-C
6-Alkoxy-C
1-C
6-alkoxy-C
1-C
6-alkyl, -(CH
2)
n-C
6-C
12-Aryl, -(CH
2)
n-C
5-C
18-Heteroaryl,
-(CH
2)
n-C
3-C
10-Cycloalkyl, -(CH
2)
n-C
3-C
12-Heterocycloalkyl, -Phenylen-(CH
2)
p-R
6, -(CH
2)
p-NR
5R
6, -(CH
2)
p-NR
4COR
5,
-(CH
2)
p-NR
4CSR
5, -(CH
2)
p-NR
45(O)R
5, -(CH
2)
p-NR
4S(O)
2R
5, -(CH
2)
p-NR
4CONR
5R
6, -(CH
2)
p-NR
4COOR
5, -(CH
2)
p-NR
4C(NH)NR
5R
6, -(CH
2)
p-NR
4CSNR
5R
6, -(CH
2)
p-NR
4S(O)NR
5R
6, -(CH
2)
p-NR
4S(O)
2NR
5R
6,
-(CH
2)
p-COR
5, -(CH
2)
p-CSR
5, -(CH
2)
p-S(O)R
5, -(CH
2)
p-S(O)(NH)R
5, -(CH
2)
p-S(O)
2R
5, -(CH
2)
p-S(O)
2NR
5R
6, -(CH
2)
p-SO
2OR
5, -(CH
2)
p-CO
2R
5, -(CH
2)
p-CONR
5R
6, -(CH
2)
p-CSNR
5R
6,
-OR
5, -CHR
5R
6, -(CH
2)
p-SR
5 und -CR
5(OH)-R
6, wobei -C
1-C
6-Alkyl, -C
2-C
6-Alkenyl, -C
2-C
6-Alkinyl, -C
3-C
10-Cycloalkyl,
-C
3-C
12-Heterocycloalkyl,
-C
6-C
12-Aryl, -C
5-C
18-Heteroaryl oder -C
1-C
6-Alkoxy unsubstituiert
sind oder einfach oder mehrfach unabhängig voneinander mit Hydroxy,
Halogen, Nitro, Cyano, -NR
5R
6,
-C(O)NR
5R
6, -S(O)
2NR
5R
6,
-NR
5S(O)
2R
6, -NR
5C(O)R
6, -SR
5, -R
5 oder -OR
5 substituiert
sind, wobei das Kohlenstoffgerüst
des -C
3-C
10-Cycloalkyls
und des -C
1-C
10-Alkyls
ein fach oder mehrfach unabhängig
voneinander Stickstoff-, Sauerstoff-, Schwefelatome, -NR
4 oder C=O-Gruppen oder eine oder mehrere
Doppelbindungen enthalten kann, oder R
1 und
R
2 optional miteinander eine Brücke aus
3–10 Methyleneinheiten
bilden, wobei bis zu zwei Methyleneinheiten mit O, S oder -NR
4 optional ersetzt werden, und wobei der
Phenyl Rest optional einfach oder mehrfach unabhängig voneinander mit Hydroxy,
Halogen, Nitro, Cyano, Phenyl, -NR
5R
6, Alkyl oder -OR
5 substituiert
ist;
R
3 und R
4 unabhängig voneinander
ausgewählt
sind aus der Gruppe, umfassend Wasserstoff, -C
1-C
10-Alkyl, -C
2-C
6-Alkenyl, -C
2-C
6-Alkinyl, -C
3-C
10-Cycloalkyl, -C
3-C
12-Heterocycloalkyl oder -C
1-C
10-Alkanoyl, wobei -C
1-C
10-Alkyl, -C
2-C
6-Alkenyl, -C
2-C
6-Alkinyl, -C
3-C
10-Cycloalkyl,
-C
3-C
12-Heterocycloalkyl
oder -C
1-C
10-Alkanoyl unsubstituiert
oder einfach oder mehrfach unabhängig
voneinander mit Hydroxy, Halogen, Nitro, Cyano, Phenyl, -NR
5R
6, Alkyl, -SR
5 oder -OR
5 substituiert
ist,
R
5 und R
6 gleich
oder verschieden und unabhängig
voneinander ausgewählt
sind aus der Gruppe, umfassend Wasserstoff, -C
1-C
10-Alkyl, -C
2-C
10-Alkenyl,
-C
2-C
10-Alkinyl,
-C
1-C
6-Alkoxy, -C
3-C
10-Cycloalkyl,
-C
3-C
12-Heterocycloalkyl,
-C
6-C
12-Aryl und
-C
5-C
18-Heteroaryl,
wobei -C
1-C
10-Alkyl,
-C
2-C
10-Alkenyl,
-C
2-C
10-Alkinyl, -C
1-C
6-Alkoxy, -C
3-C
10-Cycloalkyl,
-C
3-C
12-Heterocycloalkyl,
-C
6-C
12-Aryl oder
-C
5-C
18-Heteroaryl unsubstituiert sind oder einfach
oder mehrfach unabhängig
voneinander mit Hydroxy, Halogen, Cyano, Nitro, -OR
7,
-NR
7R
8, -C(O)NR
7R
8, -C(O)OR
7 oder -C
1-C
6-Alkyl, wobei -C
1-C
6-Alkyl
unsubstituiert ist oder einfach oder mehrfach unabhängig voneinander
mit Halogen, Hydroxy, Cyano, -NR
7R
8, -OR
7 oder Phenyl;
oder R
5 und R
6 optional
miteinander eine Brücke
aus 3–10
Methyleneinheiten bilden, wobei bis zu zwei Methyleneinheiten mit
O, S oder NR
4 optional ersetzt werden;
R
7, R
8 gleich oder
verschieden und unabhängig
voneinander ausgewählt
sind aus der Gruppe, umfassend Wasserstoff, -C
1-C
4-Alkyl, -C
6-C
12-Aryl
and -C
5-C
18-Heteroaryl,
wobei Alkyl, Aryl, Heteroaryl un substituiert ist oder einfach oder
mehrfach unabhängig
voneinander mit Halogen oder Alkoxy, oder R
7 und
R
8 optional miteinander eine Brücke aus
3–10 Methyleneinheiten
bilden, wobei bis zu zwei Methyleneinheiten mit O, S oder -NR
4 optional ersetzt werden;
m', m'' = unabhängig voneinander 0, 1, 2, 3,
oder 4,
n = 1, 2, 3, 4, 5, oder 6,
p = 0, 1, 2, 3, 4,
5, oder 6, sowie
deren N-Oxide, Solvate, Hydrate, Stereoisomere,
Diastereomere, Enantiomere und Salze.
-
Besonders
bevorzugt sind Verbindungen der allgemeinen Formeln (A1) bis (A5):
wobei:
R
1 und R
2 gleich oder
verschieden und einfach oder mehrfach unabhängig voneinander ausgewählt sind
aus der Gruppe, umfassend Wasserstoff, -C
1-C
6-Alkyl, -C
1-C
4-Hydroxyalkyl, -C
2-C
6-Alkenyl, -C
2-C
6-Alkinyl, -C
3-C
10-Cycloalkyl,
-C
3-C
12-Heterocycloalkyl,
-C
6-C
12-Aryl, -C
5-C
18-Heteroaryl,
-C
1-C
6-Alkoxy, -C
1-C
6-Alkoxy-C
1-C
6-alkoxy, -C
1-C
6-Alkoxy-C
1-C
6-alkyl, -C
1-C
6-Alkoxy-C
1-C
6-alkoxy-C
1-C
6-alkyl, -(CH
2)
n-C
6-C
12-Aryl, -(CH
2)
n-C
5-C
18-Heteroaryl,
-(CH
2)
n-C
3-C
10-Cycloalkyl, -(CH
2)
n-C
3-C
12-Heterocycloalkyl, -Phenylen-(CH
2)
p-R
6, -(CH
2)
p-NR
5R
6, -(CH
2)
p-NR
4COR
5,
-(CH
2)
p-NR
4CSR
5, -(CH
2)
p-NR
4S(O)R
5, -(CH
2)
p-NR
4S(O)
2R
5, -(CH
2)
p-NR
4CONR
5R
6, -(CH
2)
p-NR
4COOR
5, -(CH
2)
p-NR
4C(NH)NR
5R
6, -(CH
2)
p-NR
4CSNR
5R
6, -(CH
2)
p-NR
4S(O)NR
5R
6, -(CH
2)
p-NR
4S(O)
2NR
5R
6,
-(CH
2)
p-COR
5, -(CH
2)
p-CSR
5, -(CH
2)
p-S(O)R
5, -(CH
2)
p-S(O)(NH)R
5, -(CH
2)
p-S(O)
2R
5, -(CH
2)
p-S(O)
2NR
5R
6, -(CH
2)
p-SO
2OR
5, -(CH
2)
p-CO
2R
5, -(CH
2)
p-CONR
5R
6, -(CH
2)
p-CSNR
5R
6,
-OR
5, -CHR
5R
6, -(CH
2)
p-SR
5 und -CR
5(OH)-R
6, wobei -C
1-C
6-Alkyl, -C
2-C
6-Alkenyl, -C
2-C
6-Alkinyl, -C
3-C
10-Cycloalkyl,
-C
3-C
12-Heterocycloalkyl,
-C
6-C
12-Aryl, -C
5-C
18-Heteroaryl oder -C
1-C
6-Alkoxy unsubstituiert
sind oder einfach oder mehrfach unabhängig voneinander mit Hydroxy,
Halogen, Nitro, Cyano, -NR
5R
6,
-C(O)NR
5R
6, -S(O)
2NR
5R
6,
-NR
5S(O)
2R
6, -NR
5C(O)R
6, -SR
5, -R
5 oder -OR
5 substituiert
sind, wobei das Kohlenstoffgerüst
des -C
3-C
10-Cycloalkyls
und des -C
1-C
10-Alkyls
einfach oder mehrfach unabhängig
voneinander Stickstoff-, Sauerstoff-, Schwefelatome, -NR
4 oder C=O-Gruppen oder eine oder mehrere
Doppelbindungen enthalten kann, oder R
1 und
R
2 optional miteinander eine Brücke aus
3–10 Methyleneinheiten
bilden, wobei bis zu zwei Methyleneinheiten mit O, S oder -NR
4 optional ersetzt werden, und wobei der
Phenyl Rest optional einfach oder mehrfach unabhängig voneinander mit Hydroxy,
Halogen, Nitro, Cyano, Phenyl, -NR
5R
6, Alkyl oder -OR
5 substituiert
ist;
R
4 Wasserstoff, -C
1-C
10-Alkyl, -C
2-C
6-Alkenyl, -C
2-C
6-Alkinyl, -C
3-C
10-Cycloalkyl,
-C
3-C
12-Heterocycloalkyl
oder -C
1-C
10-Alkanoyl
ist, wobei -C
1-C
10-Alkyl,
-C
2-C
6-Alkenyl,
-C
2-C
6-Alkinyl,
-C
3-C
10-Cycloalkyl, -C
3-C
12-Heterocycloalkyl
oder -C
1-C
10-Alkanoyl
unsubstituiert oder einfach oder mehrfach unabhängig voneinander mit Hydroxy, Halogen,
Nitro, Cyano, Phenyl, -NR
5R
6,
Alkyl, -SR
5 oder -OR
5 substituiert
ist,
R
5 und R
6 gleich
oder verschieden und unabhängig
voneinander ausgewählt
sind aus der Gruppe, umfassend Wasserstoff, -C
1-C
10-Alkyl, -C
2-C
10-Alkenyl,
-C
2-C
10-Alkinyl,
-C
1-C
6-Alkoxy, -C
3-C
10-Cycloalkyl,
-C
3-C
12-Heterocycloalkyl,
-C
6-C
12-Aryl und
-C
5-C
18-Heteroaryl,
wobei -C
1-C
10-Alkyl,
-C
2-C
10-Alkenyl,
-C
2-C
10-Alkinyl, -C
1-C
6-Alkoxy, -C
3-C
10-Cycloalkyl,
-C
3-C
12-Heterocycloalkyl,
-C
6-C
12-Aryl oder
-C
5-C
18-Heteroaryl unsubstituiert sind oder einfach
oder mehrfach unabhängig
voneinander mit Hydroxy, Halogen, Cyano, Nitro, -OR
7,
-NR
7R
8, -C(O)NR
7R
8, -C(O)OR
7 oder -C
1-C
6-Alkyl, wobei -C
1-C
6-Alkyl
unsubstituiert ist oder einfach oder mehrfach unabhängig voneinander
mit Halogen, Hydroxy, Cyano, -NR
7R
8, -OR
7 oder Phenyl;
oder R
5 und R
6 optional
miteinander eine Brücke
aus 3–10
Methyleneinheiten bilden, wobei bis zu zwei Methyleneinheiten mit
O, S oder NR
4 optional ersetzt werden;
R
7, R
8 gleich oder
verschieden und unabhängig
voneinander ausgewählt
sind aus der Gruppe, umfassend Wasserstoff, -C
1-C
4-Alkyl, -C
6-C
12-Aryl
and -C
5-C
18-Heteroaryl,
wobei Alkyl, Aryl, Heteroaryl unsubstituiert ist oder einfach oder
mehrfach unabhängig
voneinander mit Halogen oder Alkoxy, oder R
7 und
R
8 optional miteinander eine Brücke aus
3–10 Methyleneinheiten
bilden, wobei bis zu zwei Methyleneinheiten mit O, S oder -NR
4 optional ersetzt werden;
m', m'' = unabhängig voneinander 0, 1, 2, 3,
oder 4,
n = 1, 2, 3, 4, 5, oder 6,
p = 0, 1, 2, 3, 4,
5, oder 6, sowie
deren N-Oxide, Solvate, Hydrate, Stereoisomere,
Diastereomere, Enantiomere und Salze.
-
Bevorzugt
sind folgende Verbindungen:
(3-Bromo-phenyl)-(3,3-dioxo-2,3-dihydro-1H-3λ6-thia-6,8-diaza-cyclopenta[a]naphthalen-9-yl)-amine;
(3,3-Dioxo-2,3-dihydro-1H-3λ6-thia-6,8-diaza-cyclopenta[a]naphthalen-9-yl)-(3-methoxy-phenyl)-amine.
-
Es
wurde gefunden, dass die erfindungsgemäßen Verbindungen Rezeptortyrosinkinasen,
insbesondere Eph-Rezeptoren, inhibieren können.
-
Unter
Alkyl ist jeweils ein geradkettiger oder verzweigter Alkylrest,
wie beispielsweise Methyl, Ethyl, Propyl, Isopropyl, Butyl, Isobutyl,
sek.-Butyl, tert-Butyl,
Pentyl, Isopentyl, Hexyl, Heptyl, Octyl, Nonyl und Decyl, zu verstehen.
-
Unter
Alkoxy ist jeweils ein geradkettiger oder verzweigter Alkoxyrest,
wie beispielsweise Methyloxy, Ethyloxy, Propyloxy, Isopropyloxy,
Butyloxy, Isobutyloxy, sek. Butyloxy, Pentyloxy, Isopentyloxy, Hexyloxy,
Heptyloxy, Octyloxy, Nonyloxy oder Decyloxy zu verstehen.
-
Die
Alkenyl-Substituenten sind jeweils geradkettig oder verzweigt, wobei
beispielsweise folgenden Reste gemeint sind: Vinyl, Propen-1-yl,
Propen-2-yl, But-1-en-1-yl, But-1-en-2-yl, But-2-en-1-yl, But-2-en-2-yl, 2-Methyl-prop-2-en-1-yl, 2-Methyl-prop-1-en-1-yl,
But-1-en-3-yl, But-3-en-1-yl, Alkyl.
-
Unter
Alkinyl ist jeweils ein geradkettiger oder verzweigter Alkinyl-Rest
zu verstehen, der zwei bis sechs, bevorzugt zwei bis vier C-Atome
enthält.
Beispielsweise sind die folgenden Reste geeignet: Ethinyl, Propin-1-yl,
Propin-3-yl, But-1-in-1-yl,
But-1-in-4-yl, But-2-in-1-yl, But-1-in-3-yl.
-
Unter
Cycloalkyl sind monocyclische Alkylringe wie Cyclopropyl, Cyclobutyl,
Cyclopentyl, Cyclohexyl oder Cycloheptyl, aber auch bicyclische
Ringe oder tricyclische Ringe wie zum Beispiel Adamantanyl zu verstehen.
Die Cycloalkylringe können
unsubstituiert oder ein- oder mehrfach substituiert sein. Cycloalkyle
gemäß dieser
Erfindung enthalten C3-C12 Kohlenwasserstoffatomen,
bevorzugt sind Cycloalkyle mit C3-C10-Kohlenwasserstoffatomen und besonders
bevorzugt sind Cycloalkyle mit C3-C6-Kohlenwasserstoffatomen.
-
Ein
Arylrest hat jeweils 6–12
Kohlenstoffatome. Der Rest kann mono- oder bicyclisch, beispielsweise Naphthyl,
Biphenyl und insbesondere Phenyl, sein.
-
Unter
Phenylen sind jeweils die entsprechenden ortho-, die meta- und/oder
die para-substituierten Derivate zu verstehen, wobei die Substitution
einfach oder mehrfach, mit gleichen oder unterschiedlichen Resten erfolgt
sein kann.
-
Der
Heteroarylrest umfaßt
ein aromatisches Ringsystem, welches jeweils 5–18 Ringatome, bevorzugt 5
bis 10 Ringatome und besonders bevorzugt 5 bis 7 Ringatome enthält und anstelle
des Kohlenstoffs ein oder mehrere gleiche oder verschiedene Heteroatome
aus der Gruppe Sauerstoff, Stickstoff oder Schwefel. Der Rest kann
mono-, bi- oder tricyclisch und zusätzlich jeweils benzokondensiert
sein. Es sind allerdings nur diejenigen Kombinationen gemeint, die
aus Sicht eines Fachmanns sinnvoll sind, insbesondere in Bezug auf
die Ringspannung.
-
Die
Heteroarylringe können
unsubstituiert oder ein- oder mehrfach substituiert sein. Beispielhaft
seien genannt: Thienyl, Furanyl, Pyrrolyl, Oxazolyl, Thiazolyl,
Imidazolyl, Pyrazolyl, Isoxazolyl, Isothiazolyl, Oxadiazolyl, Triazolyl,
Thiadiazolyl, Pyridyl, Pyridazinyl, Pyrimidinyl, Pyrazinyl, Triazinyl
sowie Benzoderivate dieser Reste, wie z.B. 1,3-Benzodioxolyl, Benzofuranyl,
Benzothienyl, Benzoxazolyl, Benzimidazolyl, Indazolyl, Indolyl,
Isoindolyl, Oxepinyl, Azocinyl, Indolizinyl, Indolyl, Isoindolyl,
Indazolyl, Benzimidazolyl, Purinyl, Chinolinyl, Isochinolinyl, Cinnolinyl,
Phthalazinyl, Chinazolinyl, Chinoxalinyl, Naphthyridinyl, Pteridinyl,
Carbazolyl, Acridinyl, Phenazinyl, Phenothiazinyl, Phenoxazinyl,
Xanthenyl etc.
-
Unter
Halogen ist jeweils Fluor, Chlor, Brom oder Jod zu verstehen.
-
C3-C12-Heterocycloalkyl
steht für
einen 3–12
Kohlenstoffatome, bevorzugt für
einen 3 bis 10 Kohlenstoffatome und besonders bevorzugt für einen
3 bis 6 Kohlenstoffatome umfassenden Alkylring, der durch mindestens
eins der folgenden Atome Stickstoff, Sauerstoff und/oder Schwefel
im Ring unterbrochen ist und der gegebenenfalls durch ein oder mehrere,
gleich oder verschiedene -(CO)-, -SO- oder -SO2-
Gruppen im Ring unterbrochen sein kann und gegebenenfalls ein oder
mehrere Doppelbindungen im Ring enthält. Es sind allerdings nur
diejenigen Kombinationen gemeint, die aus Sicht eines Fachmanns
sinnvoll sind, insbesondere in Bezug auf die Ringspannung. C3-C12-Herterocycloalkyle
gemäß dieser
Erfindung sind monocyclisch, aber auch bi cyclisch oder tricyclisch.
Als monocyclische Heterocyclyle seien z.B. genannt: Oxiranyl, Oxethanyl,
Aziridinyl, Azetidinyl, Tetrahydrofuranyl, Pyrrolidinyl, Dioxolanyl,
Imidazolidinyl, Pyrazolidinyl, Dioxanyl, Piperidinyl, Morpholinyl,
Dithianyl, Thiomorpholinyl, Piperazinyl, Trithianyl, Chinuclidinyl
etc.
-
So
wie in dieser Anmeldung verwendet, bezeichnet „C1-C10",
zum Beispiel im Zusammenhang mit der Definition von „C1-C10-Alkyl" eine Alkylgruppe
mit einer endlichen Anzahl von 1 bis 10 Kohlenstoffatomen, d.h. 1,
2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 oder 10 Kohlenstoffatome. Weiter wird die
Definition „C1-C10" so interpretiert,
dass jeder mögliche
Teilbereich, wie beispielsweise C1-C10, C2-C9,
C3-C8, C4-C7, C5-C6, C1-C2,
C1-C3, C1-C4, C1-C5, C1-C6, C1-C7, C1-C8, C1-C9,
C1-C10, bevorzugt C1-C2, C1-C3,
C1-C4, C1-C5, C1-C6; bevorzugt C1-C4 in der Definition mitbeinhaltet ist.
-
Analog
dazu, bezeichnet „C2-C10", zum Beispiel in
Zusammenhang mit der Definition von „C2-C10-Alkenyl" und „C2-C10-Alkinyl" eine Alkenylgruppe oder Alkinylgruppe
mit einer endlichen Anzahl von 2 bis 10 Kohlenstoffatomen, d.h.
2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 oder 10 Kohlenstoffatome. Die Definition „C2-C10" wird so interpretiert, dass
jeder mögliche
Teilbereich, wie beispielsweise C2-C10, C3-C9,
C4-C8, C5-C7, C2-C3, C2-C4,
C2-C5, C2-C6, C2-C7, C2-C8,
C2-C9, bevorzugt
C2-C4 in der Definition mitbeinhaltet ist.
-
Weiter
bezeichnet „C1-C6", zum Beispiel in
Zusammenhang mit der Definition von „C1-C6-Alkoxy" eine Alkoxygruppe
mit einer endlichen Anzahl von 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, d.h. 1,
2, 3, 4, 5 oder 6 Kohlenstoffatome. Die Definition „C1-C6" wird so interpretiert,
dass jeder mögliche
Teilbereich, wie beispielsweise C1-C6, C2-C5,
C3-C4, C1-C2, C1-C3, C1-C4,
C1-C5, C1-C6; bevorzugt C1-C4, in der Definition
mitbeinhaltet ist.
-
Alle
hier nicht explizit aufgeführten
Bereichsangaben der Anmeldung sind analog wie die oben exemplarisch
genannten Bereiche „C1-C10", „C2-C10" und „C1-C6" definiert.
-
Unter
Isomeren sind chemische Verbindungen der gleichen Summenformel,
aber unterschiedlicher chemischer Struktur, zu verstehen. Es werden
im Allgemeinen Konstitutionsisomere und Stereoisomere unterschieden.
Konstitutionsisomere besitzen die gleiche Summenformel, unterscheiden
sich jedoch durch die Verknüpfungsweise
ihrer Atome oder Atomgruppen. Hierzu zählen funktionelle Isomere,
Stellungsisomere, Tautomere oder Valenzisomere. Stereoisomere haben
grundsätzlich
die gleiche Struktur (Konstitution) und damit auch die gleiche Summenformel,
unterscheiden sich aber durch die räumliche Anordnung der Atome.
Im Allgemeinen werden Konfigurationsisomere und Konformationsisomere
unterschieden. Konfigurationsisomere sind Stereoisomere, die sich
nur durch Bindungsbruch ineinander überführen lassen. Hierzu zählen Enantiomere,
Diastereomere und E/Z (cis/trans) Isomere. Enantiomere sind Stereoisomere,
die sich wie Bild und Spiegelbild zueinander verhalten und keine
Symmetrieebene aufweisen. Alle Stereoisomere, die keine Enantiomere
sind, bezeichnet man als Diastereomere. Ein Spezialfall sind E/Z
(cis/trans) Isomere an Doppelbindungen. Konformationsisomere sind
Stereoisomere, die sich durch die Drehung von Einfachbindungen ineinander überführen lassen.
Zur Abgrenzung der Isomerie-Arten voneinander siehe auch die IUPAC
Regeln Sektion E (Pure Appl. Chem. 1976, 45, 11–30).
-
Die
erfindungsgemäßen Quinazolinderivate
mit der allgemeinen Formel (A) beinhalten auch die möglichen
tautomeren Formen und umfassen die E- oder Z-Isomeren oder, falls
ein chirales Zentrum vorhanden ist, auch die Racemate und Enantiomeren.
Hierunter sind auch Doppelbindungsisomeren zu verstehen.
-
Die
erfindungsgemäßen Quinazolinderivate
können
auch in Form von Solvaten, insbesondere von Hydraten vorliegen,
wobei die erfindungsgemäßen Verbindungen
demgemäß polare
Lösungsmittel,
insbesondere von Wasser, als Strukturelement des Kristallgitters
der erfindungsgemäßen Verbindungen
enthalten. Der Anteil an polarem Lösungsmittel, insbesondere Wasser
kann in einem stöchiometrischen
oder auch unstöchiometrischen
Verhältnis
vorliegen. Bei stöchiometrischen
Solvaten, Hydraten spricht man auch von Hemi-, (Semi-), Mono-, Sesqui-,
Di-, Tri-, Tetra-, Penta-, usw. Solvaten oder Hydraten.
-
N-Oxide
bedeutet, dass mindestens ein Stickstoff der erfindungsgemäßen Verbindungen
der allgemeinen Formel (A) oxidiert sein kann.
-
Ist
eine saure Funktion enthalten, sind als Salze die physiologisch
verträglichen
Salze organischer und anorganischer Basen geeignet, wie beispielsweise
die gut löslichen
Alkali- und Erdalkalisalze sowie Salze von N-Methyl-glukamin, Dimethyl-glukamin,
Ethyl-glukamin, Lysin, 1,6-Hexadiamin, Ethanolamin, Glukosamin, Sarkosin,
Serinol, Tris-hydroxy-methyl-amino-methan, Aminopropandiol, Sovak-Base,
1-Amino-2,3,4-butantriol.
-
Ist
eine basische Funktion enthalten, sind die physiologisch verträglichen
Salze organischer und anorganischer Säuren geeignet wie Salzsäure, Bromwasserstoffsäure, Schwefelsäure, Phosphorsäure, Oxalsäure, Malonsäure, Maleinsäure, Zitronensäure, Bernsteinsäure, Weinsäure u.a.
-
Funktionelle
Gruppen können
gegebenenfalls durch Schutzgruppen während der Reaktionsequenz geschützt werden.
Solche Schutzgruppen können
unter anderem Ester, Amide, Ketale/Acetale, Nitrogruppen, Carbamate,
Alkylether, Allylether, Benzylether oder Silylether sein. Als Bestandteil
von Silylethern können
unter anderem Verbindungen, wie z.B. Trimethylsilyl (TMS), tert-Butyl-dimethylsilyl
(TBDMS), tert-Butyl-diphenylsilyl (TBDPS), Triethylsilyl (TES),
etc., vorkommen. Deren Herstellung wird im experimentellen Teil
beschrieben.
-
Die
erfindungsgemäßen Quinazolinderivate
mit der allgemeinen Formel (A) inhibieren Rezeptortyrosinkinasen,
insbesondere Eph Kinasen, worauf auch deren Wirkung zum Beispiel
bei der Behandlung von Erkrankungen, in denen die Angiogenese, Lymphangiogenese
oder Vaskulogenese eine Rolle spielen, bei Erkrankungen der Blutgefäße, Erkrankungen,
die durch eine Hyperproliferation von Körperzellen hervorgerufen werden
oder chronischen oder akuten neurodegenerativen Erkrankungen. Die
vorliegenden Quinazolinderivate mit der allgemeinen Formel (A) können demnach
als Arzneimittel verwendet werden.
-
Behandlungen
werden bevorzugt am Menschen, aber auch an verwandten Säugetierspezies
wie z.B. Hund und Katze durchgeführt.
-
Angiogene
und/oder vaskulogene Erkrankungen können behandelt werden, indem
das Wachstum der Blutgefäße inhibiert
(antiangiogen) oder gefördert
(proangiogen) wird. Antiangiogene Verwendungen erfolgen z.B. bei
der Tumorangiogenese, der Endometriose, bei diabetisch-bedingten
oder anderen Retinopathien oder bei altersbedingter Degeneration
der Makula. Proangiogene Verwendungen erfolgen z.B. bei Herzinfarkt
oder akut neurodegenerativen Erkrankungen durch Ischämien des
Gehirns oder Neurotraumata.
-
Unter
Blutgefäßerkrankungen
sind Stenosen, Arteriosklerosen, Restenosen oder Entzündungskrankheiten,
wie rheumatische Arthritis, zu verstehen.
-
Unter
hyperproliferativen Erkrankungen, sind solide Tumore, nicht-solide
Tumore oder nicht-cancerogene Zellhyperproliferation in der Haut
zu verstehen, wobei unter soliden Tumoren unter anderen Mamma-, Colon-,
Nieren-, Lungen- und/oder Gehirntumore zu verstehen sind. Unter
nicht-soliden Tumoren sind unter anderem Leukämien zu verstehen und unter
nicht-cancerogener Zellhyperproliferation in der Haut unter anderem
Psoriasis, Ekzeme, Skleroderma oder benigne Hypertrophie der Prostata.
-
Unter
chronisch neurodegenerativen Erkrankungen sind u.a. Huntington's Erkrankung, amyotrophe Lateralsklerose,
Parkinsonsche Erkrankung, AIDS induzierte Dementia oder Alzheimer'sche Erkrankung zu verstehen.
-
Verwendung
der Quinazolinderivate mit der allgemeinen Formel (A) können ebenfalls
für diagnostische
Zwecke in vitro oder in vivo zur Identifizierung von Rezeptoren
in Geweben mittels Autoradioagraphie und/oder PET verwendet werden.
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Insbesondere
können
die Substanzen für
diagnostische Zwecke auch radiomarkiert sein.
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Zur
Verwendung der erfindungsgemäßen Quinazolinderivate
als Arzneimittel werden diese in die Form eines pharmazeutischen
Präparats
gebracht, das neben dem Wirkstoff für die enterale oder parenterale
Applikation geeignete pharmazeutische, organische oder anorganische
inerte Trägermaterialien,
wie zum Beispiel, Wasser, Gelatine, Gummi arabicum, Milchzucker,
Stärke,
Magnesiumstearat, Talk, pflanzliche Öle, Polyalkylenglykole usw.
enthält.
Die pharmazeutischen Präparate
können
in fester Form, zum Beispiel als Tabletten, Dragees, Suppositorien,
Kapseln oder in flüssiger
Form, zum Beispiel als Lösungen,
Suspensionen oder Emulsionen vorliegen. Gegebenenfalls enthalten
sie darüber
hinaus Hilfsstoffe, wie Konservierungs-, Stabilisierungs-, Netzmittel
oder Emulgatoren; Salze zur Veränderung
des osmotischen Drucks oder Puffer.
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Diese
pharmazeutischen Präparate
sind ebenfalls Gegenstand der vorliegenden Erfindung.
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Für die parenterale
Anwendung sind insbesondere Injektionslösungen oder Suspensionen, insbesondere
wässrige
Lösungen
der aktiven Verbindungen in polyhydroxyethoxyliertem Rizinusöl, geeignet.
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Als
Trägersysteme
können
auch grenzflächenaktive
Hilfsstoffe wie Salze der Gallensäuren oder tierische oder pflanzliche
Phospholipide, aber auch Mischungen davon sowie Liposomen oder deren
Bestandteile verwendet werden.
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Für die orale
Anwendung sind insbesondere Tabletten, Dragees oder Kapseln mit
Talkum und/oder Kohlenwasserstoffträger oder -binder, wie zum Beispiel
Lactose, Mais- oder Kartoffelstärke,
geeignet. Die Anwendung kann auch in flüssiger Form erfolgen, wie zum
Beispiel als Saft, dem gegebenenfalls ein Süßstoff beigefügt ist.
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Die
enteralen, parenteralen und oralen Applikationen sind ebenfalls
Gegenstand der vorliegenden Erfindung.
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Die
Dosierung der Wirkstoffe kann je nach Verabfolgungsweg, Alter und
Gewicht des Patienten, Art und Schwere der zu behandelnden Erkrankung
und ähnlichen
Faktoren variieren. Die tägliche
Dosis beträgt 0,5–1.000 mg,
wobei die Dosis als einmal zu verabreichende Einzeldosis oder unterteilt
in zwei oder mehreren Tagesdosen gegeben werden kann.
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Ebenfalls
Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind Arzneimittel zur Behandlung
der oben aufgeführten
Erkrankungen, die mindestens ein Quinazolinderivat mit der allgemeinen
Formel (A) enthalten, wobei die Arzneimittel gegebenenfalls geeignete
Formulierungs- und Trägerstoffen
enthalten können.
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Soweit
die Herstellung der Ausgangsverbindungen nicht beschrieben wird,
sind diese dem Fachmann bekannt oder analog zu bekannten Verbindungen
oder hier beschriebenen Verfahren herstellbar. Es ist ebenfalls
möglich,
alle hier beschriebenen Umsetzungen in Parallel-Reaktoren oder mittels
kombinatorischer Arbeitstechniken durchzuführen.
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Die
Isomerengemische können
nach üblichen
Methoden wie beispielsweise Kristallisation, Chromatographie oder
Salzbildung in die Enantiomeren bzw. E/Z-Isomeren aufgetrennt werden.
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Die
Herstellung der Salze erfolgt in üblicher Weise, indem man eine
Lösung
der Verbindung mit der allgemeinen Formel (A) mit der äquivalenten
Menge oder einem Überschuss
einer Base oder Säure,
die gegebenenfalls in Lösung
ist, versetzt und den Niederschlag abtrennt oder in üblicher
Weise die Lösung
aufarbeitet.
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Ebenfalls
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist das Verfahren zur Herstellung
der erfindungsgemäßen Quinazolinderivate.
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Die
für die
Herstellung der erfindungsgemäßen Quinazolinderivate
mit der allgemeinen Formel (A) vorzugsweise verwendeten Zwischenprodukte
sind folgende Verbindungen mit den allgemeinen Formeln (I) bis (V).
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Allgemeine
Beschreibung der Herstellung der erfindungsgemäßen Verbindungen:
Schema
1
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Erfindungsgemäße Quinazolinderivate
mit der allgemeinen Formel (A) können
zum Beispiel auf dem im Schema 1 gezeigten Weg hergestellt werden,
worin der Rest A beispielsweise Halogen oder -OS(O)2CnF2n+1 mit n = 1–3 und die
Reste R1 und R2 wie in den Claims beschrieben sein kann und die
Reste X, Y und Z dieselbe Bedeutung haben wie in der allgemeinen
Formel (A). Die benötigten
Ausgangsmaterialien sind entweder kommerziell erhältlich oder
werden nach in der Literatur bekannten Verfahren bzw. in Analogie
zu in der Literatur bekannten Verfahren oder wie im Folgenden beschrieben
hergestellt.
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Durch
Umsetzung des Amins der allgemeinen Formel (I) mit Hydroxylamin
und Trichlorethoxyethanol wird das entsprechende Hydroxyimino-acetamid-Derivat der allgemeinen
Formel (II) gebildet, das unter sauren Bedingungen zum Isatin-Derivat
mit der allgemeinen Formel (III) kondensiert wird.
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Unter
basischen und oxidierenden Bedingungen wird das Isatin mit der allgemeinen
Formel (III) dann zum Antranil-Derivat der allgemeinen Formel (IV)
geöffnet,
welches anschließend
unter Standard-Bedingungen (vgl. J. Med. Chem. 2001, 44, 822–833.) zum
Quinazolin-Grundkörper
der allgemeinen Formel (V) kondensiert wird.
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Verbindungen
mit der allgemeinen Formel (VI) werden dann – wie in Schema 1 gezeigt – z.B durch Umsetzung
mit Thionylchlorid oder Phosphorylchlorid (für A = Cl) oder Perfluoralkylsulfonsäureanhydriden
(für A
= Perfluoralkylsulfonyl) hergestellt (vgl. J. Med. Chem. 2005, 48,
1107–1131.)
Verbindungen mit der allgemeinen Formel (A) können dann durch Addition von
Aminen aus Verbindungen der allgemeinen Formel (VI) hergestellt
werden. Die Kupplung mit den Aminen kann unter sauren, basischen
oder neutralen Bedingungen erfolgen, oder aber durch Übergangsmetall-katalysierte
Kupplung in Gegenwart geeigneter Liganden (vgl. Angew. Chemie 1998,
110, 2154–2177;
Angew. Chemie 2000, 112, 4666–4668.).
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Die
Reste X, Y und Z können
gegebenenfalls weiter modifiziert werden. In den Zwischenstufen
evtl. enthaltene funktionelle Gruppen, wie Carbonylgruppen, Hydroxygruppen
oder Aminogruppen können
zwischenzeitlich nach bekannten Verfahren mit Schutzgruppen geschützt werden.
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Alternativ
vor der vorab beschriebene Reaktionsführung kann die Herstellung
der erfindungsgemäßen Endverbindungen
auch parallelsynthetisch, beispielsweise in einem Syntheseautomaten
erfolgen.
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Im
Folgenden werden Beispiele für
erfindungsgemäße Ringsysteme
entsprechend der allgemeinen Formel (A) angegeben:
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Experimentelle Beschreibung der Darstellung
der Zwischenstufen und der erfindungsgemäßen Produkte der allgemeinen
Formel (A).
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Allgemeiner Teil
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Die
Analytik mittels LC-MS wurde mit den folgenden Methoden und Geräten durchgeführt:
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LC-MS Methode A
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Die
Trennungen wurden auf einer Acquity HPLC (Waters), gekoppelt mit
einem Micromass/Waters ZQ 4000 Massenspektrometer, durchgeführt. Für die Trennung
wurde eine X-Bridge (Waters) Säule
(Dimension: 2.1 × 50
mm, gefüllt
mit 1.7 μM
BEH Packmaterial) eingesetzt. Als mobile Phase wurden Wasser/Acetonitril-Gemische
(jeweils mit 0.05% Ameisensäure)
mit einer Flußrate
von 1.3 mL/Minute verwendet; Gradient: 10–90% Acetonitril in 1.7 Minuten,
0.2 Minuten mit 90% Acetonitril, gefolgt von einem Gradienten wieder
auf 10% Acetonitril (Gesamtlaufzeit: 2.5 Minuten). UV Daten (200–400 nM)
und Massenspuren (160–800
Daltons; cone voltage 20 V) wurden in den angegebenen Bereichen
aufgezeichnet.
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LC-MS Methode B
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Daten
wurden analog zur Methode A auf einem HPLC-Gerät der HP1100 Serie (Agilent)
gekoppelt mit einem Micromass LCZ Massenspektrometer aufgezeichnet.
Für die
Trennungen wurde eine YMC (Eprogen) Säule (Dimension: 4.6 × 33 mm,
gefüllt
mit 1.5 μM
ODS II Packmaterial) eingesetzt. Als mobile Phase wurden Wasser/Acetonitril-Gemische
(jeweils mit 0.1% Ameisensäure)
mit einer Flußrate
von 0.8 mL/Minute verwendet; Gradient: 0–90% Acetonitril in 4.5 Minuten.
Die Messung der UV-Spur erfolgte bei 254 nM.
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LC-MS Methode C
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Daten
wurden analog zur Methode A auf einem Autopurifier (Waters) aufgezeichnet.
Für die
Trennungen wurde eine X-Bridge (Waters) Säule (Dimension: 4.6 × 100 mm,
gefüllt
mit 3.5 μM
C18 Packmaterial) eingesetzt. Als mobile Phase wurden Wasser/Acetonitril-Gemische
Wasser mit 0.1% Trifluoressigsäu re)
mit einer Flußrate
von 1.0 mL/Minute verwendet; Gradient: 1–99% Acetonitril in 10 Minuten.
Die Messung der UV-Spur erfolgte bei 254 nM.
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Die
Benennung der chemischen Strukturen erfolgte mit dem Software-Tool
Autonom 2000 für ISIS/Draw
[MDL Information Systems Inc. (Elsevier MDL)].
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Darstellung von 1,1-Dioxo-2,3-dihydro-1H-1λ6-benzo[b]thiophen-5-ylamine
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Ausgehend
von 2-Chlor-5-nitro-benzaldehyd lässt sich die Endverbindung
in einer fünfstufigen
Sequenz gemäß Literaturvorschriften
herstellen (J. Heterocyclic Chem. 2001, 38, 1025; J. Am. Chem. Soc.
1948, 70, 1957; Rec. Trav. Chim Pays-Bas 1954, 73, 819.).
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Der
Aufbau des Amin 2 kann alternativ auch gemäß der Literaturpräzedenzen
erfolgen. 4-Nitrophenol wird gemäß J. Am.
Chem. Soc. 1946, 68, 498–500
aus 4-Chlornitrobenzol dargestellt. Ausgehend davon erlaubt die
Cyclisierung in Ggw. von 2-Brom-acetaldehyd-(diethylacetal) den
Aufbau des Benzothiophen-Gerüstes (vgl.
Bioorg. Med. Chem. Lett. 2004, 14, 5395–5399).
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Das
so generierte Amin kann dann gemäß dem in
Schema 1 beschriebenen Reaktionsweg in Verbindungen der allgemeinen
Formel (A) überführt werden.
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Darstellung von N-(1,1-Dioxo-2,3-dihydro-1H-1λ6-benzo[b]thiophen-5-yl)-2-[(E)-hydroxyimino]-acetamid
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In
einem Dreihalsrundkolben mit Magnetrührstab, Thermometer und Intensivkühler wurden
6,24 g (89,78 mmol) Hydroxylamin hydrochlorid, 22,94 g 10 (182,01
mmol) wasserfreies Natriumsulfat und 8,02 g (41,48 mmol) 2,2,2-Trichloro-1-ethoxyethanol
in 115 ml Wasser vorgelegt. Um das Reaktionsgemisch vollständig zu
lösen,
wurde es bei ständigem
Rühren
auf 40°C
erhitzt (Lösung
A). In einem zweiten Kolben wurden 5 g (27,29 mmol) 1,1-Dioxo-2,3-dihydro-1H-1λ6-benzo[b]thiophen-5-ylamin
in einer Mischung aus 19 ml Wasser 15 und 7,6 ml konz. Salzsäure bei
RT gelöst
(Lösung
B).
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Lösung B wurde
in einer Portion zu Lösung
A hinzugefügt
und bis zum Rückflußkochen
erhitzt. Nach 15 min. Erhitzen unter Rückfluß und DC-Kontrolle wurde der Ansatz auf RT gekühlt und über Nacht
bei RT gerührt.
Anschließend
wurde der ausgefallenen Feststoff abgesaugt und mit eiskaltem 20
Wasser nachgewaschen. Das Kristallisat wurde bei 50°C über Nacht
im Trockenschrank getrocknet und man erhielt 3,062 g der gewünschten
Verbindung.
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LC-MS-Methode A:
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Retentionszeit
des Produktes = 0,62 min; MS des Produktes: m/z = 255 ([M + H]+)
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Darstellung von 3,3-Dioxo-1,2,3,6-tetrahydro-3λ6-thieno[3,2-e]indole-7,8-dion
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6,74
ml (126,38 mmol) konz. Schwefelsäure
wurde in einem Dreihalsrundkolben mit Thermometer und Intensivkühler vorgelegt
und auf 70°C
erhitzt. 3,06 g (12,04 mmol) N-(1,1-Dioxo-2,3-dihydro-1H-1λ6-benzo[b]thiophen-5-yl)-2-[(E)-hydroxy-imino]-acetamid
wurden dann portionsweise innerhalb von einer halben Stunde zugegeben,
dabei färbte
sich der Ansatz dunkelrot-braun. Das Reaktionsgemisch wurde nach
beendeter Zugabe auf 90°C
erhitzt und eine Stunde bei dieser Temperatur gerührt. Zur
Aufarbeitung ließ man
das Reaktionsgemisch auf RT abkühlen,
es wurde dann auf ein Gemisch aus Eiswasser (110 ml) und Ethylacetat (25
ml) gegeben und kurz gerührt.
Nach Trennung der Phasen wurde der gebildete Feststoff abgesaugt,
mit Diethylether gewaschen und über
Nacht bei 50°C
im Trockenschrank getrocknet. Man erhielt 1,50 g der gewünschten
Verbindung.
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Die
wässrige
Phase wurde abgetrennt und 2x mit Ethylacetat extrahiert. Die vereinten
organischen Phasen wurden dann über
Natriumsulfat getrocknet und eingeengt. Man erhielt so weitere 1.75
g der gewünschten
Verbindung.
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LC-MS-Methode A:
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Retentionszeit
des Produktes = 0,529 min; MS des Produktes: m/z = 238 ([M + H]+)
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Darstellung von 5-Amino-1,1-dioxo-2,3-dihydro-1H-1λ6-benzo[b]thiophene-4-carbonsäure
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In
einem 10 ml Dreihalsrundkolben wurden 1,5 g (6,32 mmol) 3,3-Dioxo-1,2,3,6-tetrahydro-3λ6-thieno[3,2-e]indole-7,8-dion
vorgelegt und in 6,5 ml 1 M (207,2 mmol) Natronlauge gelöst. Innerhalb von
30 Minuten wurden 1,5 ml (1,32 mmol) einer 30%igen Wasserstoffperoxid-Lsg.
langsam zugetropft. Die Innentemperatur während des Zutropfens wurde
trotz der exotherme Reaktion zwischen 30–40°C gehalten. Nach beendeter Zugabe
der wurde 1,5 h bei 40°C
nachgerührt.
Anschließend
wurde der Ansatz auf RT abgekühlt
dann auf wenig Wasser (ca. 7 ml) gegeben, mit einer 10%igen HCl
auf pH 1 angesäuert
und der ausgefallenen Feststoff abgesaugt. Dieser wurde nacheinander
mit Wasser und Diethylether gewaschen und i. Vak. über Nacht
getrocknet. Man erhielt 870 mg der gewünschten Verbindung.
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LC-MS-Methode A:
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Retentionszeit
des Produktes = 0,529 min; MS des Produktes: m/z = 228 ([M + H]+)
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Darstellung von 3,3-Dioxo-1,2,3,8-tetrahydro-3λ6-thia-6,8-diaza-cyclopenta-[a]naphthalen-9-on
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0,87
g (3,83 mmol) 5-Amino-1,1-dioxo-2,3-dihydro-1H-1λ6-benzo[b]thiophene-4-carbonsäure wurden in
2,0 ml N,N-Dimethylformamid suspendiert, 0,76 ml (19,14 mmol) Formamid
dazugegeben und 40 min. bei 150°C
und 60 W in der Mikrowelle zur Reaktion gebracht. Während der
Reaktion stieg der Druck in der Mikrowelle auf 20 bar an. Anschließend wurde
die Reaktionsmischung auf Wasser gegeben. Der ausgefallene Feststoff
wurde abgesaugt und nacheinander mit Wasser und Diethylether gewaschen
und i. Vak. über
Nacht getrocknet. Man erhielt 440 mg der gewünschten Verbindung.
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LC-MS-Methode A:
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Retentionszeit
des Produktes = 0,549 min; MS des Produktes: m/z = 237 ([M + H]+)
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Darstellung von 9-Chloro-1,2-dihydro-3-thia-6,8-diaza-cyclopenta[a]naphthalene-3,3-dioxide
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0,444
g (1,88 mmol) 3,3-Dioxo-1,2,3,8-tetrahydro-3λ6-thia-6,8-diazacyclopenta[a]naphthalen-9-on, 210,82
mg (1,88 mmol) DABCO und 0,12 ml (1,24 mmol) POCl3 wurden
in 10 ml (94,1 mmol) Toluol suspendiert und für 7 h am Rückfluß erhitzt. Anschließend wurde
das Reaktionsgemisch auf RT abgekühlt und auf eiskalte 10%ige
Natriumcarbonat-Lsg. gegeben.
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Der
ausgefallene Feststoff wurde abgesaugt und mit Wasser nachgewaschen.
Die Phasen wurden getrennt und die organische Phase noch einmal
mit 10%iger Natriumcarbonat-Lsg. und Wasser gewaschen. Die organische
Phase wurde über
Natriumsulfat getrocknet und eingeengt. Man erhielt insgesamt 299
mg des gewünschten
Produktes als weißen
Feststoff.
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LC-MS-Methode A:
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Retentionszeit
des Produktes = 0,730 min; MS des Produktes: m/z = 255 ([M + H]+)
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Beispiel 1:
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Herstellung von (3-Bromo-phenyl)-(3,3-dioxo-2,3-dihydro-1H-3λ6-thia-6,8-diaza-cyclopenta[a]naphthalen-9-yl)-amine;
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25
mg (0,098 mmol) 9-Chloro-1,2-dihydro-3-thia-6,8-diaza-cyclopenta[a]naphthalene-3,3-dioxide
wurden in 4 ml iso-Propanol vorgelegt, mit 13 μl (0,12 mmol) 3-Bromoanilin
versetzt und für
3 h am Rückfluß erhitzt.
Nach beendeter Reaktion wurde die Mischung mit ges. Ammoniumchloridlsg.
und etwas Wasser versetzt und 3x mit Dichlormethan extrahiert. Die
vereinten organischen Phasen mit ges. NaCl-Lsg. gewaschen, über Natriumsulfat
getrocknet und eingeengt. Das gewünschte Produkt wurde mittels
analytischer HPLC detektiert und mittels prep. HPLC aufgereinigt.
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LC-MS-Methode A:
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Retentionszeit
des Produktes = 1,043 min; MS des Produktes: m/z = 390/392 ([M +
H]+)
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In
analoger Weise wurden hergestellt: Tabelle
1:
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Gemäß dem in
Schema 1 dargestellten Reaktionsweg und den oben beschriebenen experimentellen Durchführungen
können
die nachfolgend in der Tabelle beschriebenen Derivate hergestellt
werden:
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Biologische Tests der Verbindungen
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Testsystem für EphB4
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Eine
Mischung aus 20 ng/ml rekombinanter EphB4 kinase (ProQinase GmbH,
Freiburg, Germany), 2.67 μg/ml
polyGluAlaTyr, 2 μM
ATP, 25 mM HEPES (pH 7.3), 5 mM MgCl2, 1
mM MnCl2, 2 mM DTT, 0.1 mM NaVO4,
1% (v/v) Glycerin, 0.02% NP40, EDTA-freie Protease Inhibitoren (Complete
Fa. Roche, 1 Tablette in 50 ml) wird bei 20°C 10 min lang inkubiert. Testsubstanzen
werden in 100% DMSO gelöst
und in 0.017-fachem Volumen vor dem Start der Reaktion vorgelegt.
60 Minuten nach Zugabe von 1.7-fachem Volumen einer Lösung 50mM
Hepes pH 7.0, 0.2% BSA, 0.14 μg/ml
PT66-Europium, 3.84 μg/ml
SA-XL665, 75 mM EDTA wird der Ansatz in einem Discovery HTRF-Messgerät der Firma
Perkin-Elmer vermessen.