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DE102006029527A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Bearbeiten eines Werkstücks - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Bearbeiten eines Werkstücks Download PDF

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DE102006029527A1
DE102006029527A1 DE200610029527 DE102006029527A DE102006029527A1 DE 102006029527 A1 DE102006029527 A1 DE 102006029527A1 DE 200610029527 DE200610029527 DE 200610029527 DE 102006029527 A DE102006029527 A DE 102006029527A DE 102006029527 A1 DE102006029527 A1 DE 102006029527A1
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DE
Germany
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workpiece
tool
drive control
control data
machining
Prior art date
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DE200610029527
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English (en)
Inventor
Achim Dr. Feinauer
Karl Frommer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Stama Maschinenfabrik GmbH
Original Assignee
Stama Maschinenfabrik GmbH
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Publication date
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Abstract

Eine Werkzeugmaschine (10) besitzt eine Werkzeugaufnahme (18) zur Aufnahme eines Bearbeitungswerkzeugs (19) und eine Werkstückaufnahme (24) zum Aufnehmen eines Werkstücks (34). Die Werkstückaufnahme (18) und das Werkstück (34) sind mit Hilfe von Antrieben relativ zueinander bewegbar, um eine Bearbeitung des Werkstücks (34) zu ermöglichen. Die Antriebe werden von einer Steuereinheit (50) mit Hilfe eines Steuerprogramms (52) angesteuert. Gemäß einem Aspekt der Erfindung ist ein Simulationsrechner (64) vorgesehen, der die relativen Bewegungen des Bearbeitungswerkzeugs (19) und des Werkstücks (34) unter Verwendung der Antriebssteuerdaten (68, 70) simuliert, um eine Kollisionsprüfung durchzuführen.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Bearbeiten eines Werkstücks, insbesondere zum spanabhebenden Bearbeiten eines metallischen Werkstücks, mit den Schritten:
    • – Bereitstellen einer Werkzeugmaschine mit einer Werkzeugaufnahme zum Aufnehmen eines Bearbeitungswerkzeugs, mit einer Werkstückaufnahme zum Aufnehmen eines Werkstücks, mit einer Vielzahl von Antrieben, die das Bearbeitungswerkzeug und das Werkstück relativ zueinander bewegen, und mit einer Steuereinheit,
    • – Bereitstellen eines Steuerprogramms für die Steuereinheit, wobei die Steuereinheit mit Hilfe des Steuerprogramms individuelle Antriebssteuerdaten für die Antriebe erzeugt, und wobei die individuellen Antriebssteuerdaten für das zu bearbeitende Werkstück repräsentativ sind,
    • – Simulieren von relativen Bewegungen des Bearbeitungswerkzeuges und des Werkstücks, um eine Kollisionsprüfung durchzuführen, und
    • – Bearbeiten des Werkstücks mit dem Bearbeitungswerkzeug, wenn die Kollisionsprüfung keine Kollisionen erwarten lässt, wobei die individuellen Antriebssteuerdaten den Antrieben zugeführt werden.
  • Die Erfindung betrifft ferner eine Werkzeugmaschine zum bearbeiten eines Werkstücks, insbesondere zum spanabhebenden Bearbeiten eines metallischen Werkstücks, mit einer Werkzeugaufnahme zum Aufnehmen eines Bearbeitungswerkzeugs, mit einer Werkstücksaufnahme zum Aufnehmen eines Werkstücks, mit einer Vielzahl von Antrieben, die das Bearbeitungswerkzeug und das Werkstück relativ zueinander bewegen, und mit einer Steuereinheit, die dazu ausgebildet ist, mit Hilfe eines Steuerprogramms individuelle Steuerdaten für die Antriebe zu erzeugen, wobei die individuellen Antriebssteuerdaten für das zu bearbeitende Werkstück repräsentativ sind, und wobei die individuellen Antriebssteuerdaten den Antrieben beim Bearbeiten des Werkstücks zugeführt werden.
  • Ein solches Verfahren und eine solche Werkzeugmaschine sind den einschlägigen Fachleuten aufgrund ihrer Tätigkeit auf diesem Gebiet bekannt. Beispielsweise beschreibt DE 196 35 258 C1 eine solche Werkzeugmaschine, ohne allerdings auf Details zu der Steuereinheit und dem Steuerprogramm einzugehen. Des Weiteren gibt es verschiedene Anbieter von sog. CAM-Software, mit deren Hilfe das Steuerprogramm für eine Steuereinheit einer Werkzeugmaschine erstellt werden kann sowie eine graphische Simulation zur Kollisionsprüfung durchgeführt werden kann.
  • Ein Beispiel für eine solche CAM-Software ist in einem Prospekt der Firma Pathtrace Engineering Systems mit dem Titel "Innovative Fertigungslösungen" beschrieben. Vorgestellt wird hier ein Softwarepaket namens EdgeCAM, das einerseits dazu dient, ein sog. NC-Programm, d.h. das Steuerprogramm für die CNC-Steuereinheit einer Werkzeugmaschine, offline zu erstellen. Darüber hinaus bietet das Softwarepaket EdgeCAM die Möglichkeit, eine graphische Simulation der Werkzeugbahnen offline durchzuführen, um eine Kollisionsprüfung vorzunehmen. Hierdurch soll verhindert werden, dass das mit EdgeCAM erstellte NC-Steuerprogramm im tatsächlichen Produktionsprozess zu einer Kollision der bewegten Teile führt.
  • Solche CAM-Softwaretools stellen allerdings erhebliche Anforderungen an die Rechenleistung der verwendeten Computer, was zur Folge hat, dass die Erstellung des NC-Programms und die Simulation häufig an einer Stelle stattfinden, die von der Werkzeugmaschine mehr oder weniger weit entfernt ist. Zeigt sich im Verlauf des Produktionsprozesses und/oder beim Einrichten der Werkzeugmaschine, dass an dem erstellten NC-Programm Änderungen erforderlich sind, ergeben sich aufgrund der großen Entfernungen zwischen Werkzeugmaschine und CAM-Arbeitsplatz lange Verzögerungszeiten. Ein CAM-Arbeitsplatz kann aufgrund der empfind lichen Hochleistungsrechner auch nicht ohne weiteres in den Produktionsbereich einer Werkzeugmaschinen gestellt werden. Außerdem erfordert die Bedienung eines CAM-Softwaretools spezielle Kenntnisse, die nicht jeder Maschinenbediener besitzt.
  • Darüber hinaus besitzen die bekannten CAM-Softwaretools den Nachteil, dass sie letztlich mit theoretischen Daten arbeiten, die von den tatsächlichen Gegebenheiten an einer bestimmten Werkzeugmaschine abweichen können. Um eine zuverlässige Simulation der Bewegungsabläufe zu realisieren, müssen in dem CAM-Softwaretool eine Vielzahl von individuellen Maschinenparametern hinterlegt werden, was angesichts der Typenvielfalt und der individuellen Eigenschaften von Werkzeugmaschinen sehr aufwändig ist. Je weniger die Simulation die tatsächlichen Parameter der Maschine berücksichtigt, desto größer ist das Risiko, dass es trotz erfolgreicher Simulation zu einer Kollision im Produktionsprozess kommt. Die damit verbundenen Schäden können beträchtlich sein.
  • Vor diesem Hintergrund ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren und eine Werkzeugmaschine der eingangs genannten Art anzugeben, mit deren Hilfe sich Kollisionen im Produktionsprozess effizienter verhindern lassen.
  • Diese Aufgabe wird nach einem Aspekt der Erfindung durch ein Verfahren der eingangs genannten Art gelöst, bei dem die relativen Bewegungen des Bearbeitungswerkzeugs und des Werkstücks anhand der individuellen Antriebssteuerdaten simuliert werden, die von der Steuereinheit erzeugt wurden.
  • Nach einem anderen Aspekt der Erfindung wird diese Aufgabe durch eine Werkzeugmaschine der eingangs genannten Art gelöst, einen Simulationsrechner, dem die individuellen Antriebssteuerdaten ebenfalls zugeführt sind, wobei der Simulationsrechner dazu ausgebildet ist, in Abhängigkeit von den Antriebssteuerdaten ein Freigabesignal für die Bearbeitung des Werkstücks zu erzeugen.
  • Die vorliegende Erfindung verwendet also auch eine Simulation der Bewegungsabläufe, um das Risiko einer Kollision im Verlauf eines Produktionsprozesses frühzeitig zu erkennen. Im Unterschied zu den bekannten Simulationsprogrammen werden bei dem neuen Verfahren der neuen Werkzeugmaschine allerdings reale Daten für die Simulation verwendet, nämlich die realen Antriebssteuerdaten, die von der Steuereinheit der Werkzeugmaschine mit Hilfe des Steuerprogramms erzeugt und im Betrieb an die Antriebe der Maschine geliefert werden. Die Simulation beruht somit auf Daten, die praktisch alle individuellen Parameter der Maschine genauso berücksichtigen, wie dies im späteren Produktionsprozess der Fall ist. Da die Steuereinheit einer Werkzeugmaschine auf die individuellen Eigenschaften der Maschine abgestimmt ist (einschließlich der Berücksichtigung von Streuungen der Maschinenparameter) ist die Simulation zuverlässiger als eine Offline-Simulation auf Basis von theoretischen Daten.
  • Darüber hinaus ist die Simulation anhand der individuellen Antriebssteuerdaten mit einem geringeren Rechenaufwand verbunden, weil die individuellen Eigenschaften der Steuereinheit in die Antriebssteuerdaten eingehen und nicht gesondert modelliert werden müssen. Das neue Verfahren und die neue Werkzeugmaschine lassen sich daher sehr kostengünstig realisieren.
  • Ein weiterer Vorteil des neuen Verfahrens und der neuen Werkzeugmaschine liegt darin, dass die Kollisionsprüfung direkt vor Ort an der Werkzeugmaschine durchgeführt werden kann, so dass auch kleine Änderungen am NC-Steuerprogramm der Maschine, die häufig vor Ort erfolgen, sofort berücksichtigt werden. Änderungen am NC-Steuerprogramm werden bei der Simulation automatisch berücksichtigt, da die Steuereinheit der Werkzeugmaschine die individuellen Antriebssteuerdaten prinzipbedingt anhand des geänderten NC-Steuerprogramms erzeugt.
  • Insgesamt bieten das neue Verfahren und die neue Werkzeugmaschine daher eine kostengünstige, zeitsparende und zuverlässige Möglichkeit, um Kollisionen im Produktionsprozess eines Werkstücks zu verhindern. Die oben genannte Aufgabe ist daher vollständig gelöst.
  • In einer Ausgestaltung der Erfindung wird im Bereich der Werkzeugmaschine ein Simulationsrechner bereitgestellt, dem die individuellen Antriebssteuerdaten zugeführt werden.
  • Alternativ hierzu kann das neue Verfahren bspw. auch durchgeführt werden, indem man die realen Antriebssteuerdaten der Maschinensteuerung einem Simulationstool zuführt, das auf einem entfernt angeordnetem Simulationsrechner abläuft. Die vorliegende Ausgestaltung ist demgegenüber bevorzugt, weil die Verzögerungszeiten minimiert werden, die sich ansonsten durch die langen Wege zwischen Werkzeugmaschine und Simulationsrechner ergäben. Daher erhöht die vorliegende Ausgestaltung auch die Akzeptanz des neuen Verfahrens beim Maschinenbediener. In Folge dessen werden Simulationen zur Vermeidung von Kollisionen auch bei kleinen Änderungen am NC-Steuerprogramm bereitwilliger durchgeführt, wodurch Kollisionen noch zuverlässiger verhindert werden.
  • In einer weiteren Ausgestaltung erzeugt der Simulationsrechner ein Freigabesignal für die Bearbeitung des Werkstücks.
  • In dieser Ausgestaltung erzeugt der Simulationsrechner ein eindeutiges Signal, dass die Bearbeitung eines Werkstücks bzw. den Start eines automatischen, programmgesteuerten Produktionsprozesses freigibt. Vorzugsweise handelt es sich um ein Signal, das lediglich zwei oder drei Signalzustände annimmt, bspw. "Bearbeitungsprozess freigebeben", "Bearbeitungsprozess gesperrt" und/oder "Bearbeitungsprozess kritisch". Der zuletzt genannte Fall signalisiert dann bspw., dass der Simulationsrechner keine eindeutige Entscheidung über das Auftreten einer Kollision treffen kann, so dass der Maschinenbediener ggf. einen Probedurchlauf mit geringer Geschwindigkeit und/oder einer schrittweisen Freigabe der Maschinenbewegungen durchführen kann.
  • Die Erzeugung eines solchen Freigabesignals besitzt den Vorteil, dass der Maschinenbediener eine eindeutige und leicht verständliche Information darüber erhält, ob er den Produktionsprozess mit dem vorhandenen Steuerprogramm starten kann. Dies trägt dazu bei, den Produktionsprozess und insbesondere das Einrichten einer Maschine zu beschleunigen.
  • In diesem Zusammenhang ist es weiter bevorzugt, wenn der Simulationsrechner in dem oder den Fällen, in denen keine eindeutige Freigabe für die Bearbeitung eines Werkstücks signalisiert wird, eine zusätzliche Information darüber herausgibt, an welcher Stelle im Programmablauf des Steuerprogramms der Maschine eine Kollision auftreten wird oder zumindest nicht ausgeschlossen werden kann, so dass der Maschinenbediener die entsprechenden Programmschritte schneller auffinden und modifizieren kann.
  • In einer weiteren Ausgestaltung kann der Schritt des Bearbeitens nur in Abhängigkeit von dem Freigabesignal durchgeführt werden. Vorzugsweise erfolgt eine Kollisionsprüfung und eine zwingende Freigabe eines Bearbeitungsprozesses zumindest jedes Mal dann, wenn die Werkzeugmaschine in einen Automatikmodus geschaltet wird, d.h. ein automatischer Produktionsprozess gestartet wird.
  • In dieser Ausgestaltung ist zumindest der Start eines automatischen Produktionsprozesses nur möglich, wenn eine zuvor erfolgte Kollisionsprüfung anhand einer Simulation der relativen Bewegungen unter Verwendung der individuellen Antriebssteuerdaten durchlaufen wurde und keine Kollisionen erkannt wurden. Damit wird vor jedem automatischen Betrieb der Werkmaschine eine Kollisionsprüfung durchgeführt. Mit dieser Ausgestaltung werden Kollisionen der Maschine besonders zuverlässig verhindert.
  • In einer weiteren Ausgestaltung erzeugt der Simulationsrechner das Freigabesignal ohne graphische Darstellung der relativen Bewegung des Bearbeitungswerkzeugs und des Werkstücks.
  • Alternativ hierzu ist es grundsätzlich auch denkbar, dass der Simulationsrechner eine graphische Darstellung der relativen Bewegungen erzeugt, wie dies von den eingangs beschriebenen CAM-Softwaretools bekannt ist. Eine graphische Darstellung ist allerdings auf Grund der realen Antriebssteuerdaten, die für die Simulation der Bewegungen verwendet werden, nicht erforderlich, da es letztlich nur darauf ankommt, zu entscheiden, ob ein Produktionsprozess gestartet werden kann oder nicht. Andererseits ermöglicht diese Ausgestaltung eine wesentlich schnellere und kostengünstige Realisierung.
  • In einer weiteren Ausgestaltung erzeugt das Steuerprogramm eine definierte Anzahl von Antriebssteuerdaten für die Bearbeitung des Werkstücks und der Schritt des Simulierens wird anhand von allen erzeugten Antriebssteuerdaten durchgeführt, bevor das Freigabesignal erzeugt wird.
  • In dieser Ausgestaltung wird also die Simulation und Kollisionsprüfung vor dem möglichen Beginn eines Produktionsprozesses vollständig durchgeführt. Mit anderen Worten wird das Steuerprogramm im Rahmen der Simulation einmal vollständig durchlaufen, bevor das Freigabesignal erzeugt wird. Diese Ausgestaltung ist sehr einfach und kostengünstig zu realisieren.
  • In einer alternativen Ausgestaltung werden die Schritt des Simulierens und des Bearbeitens zeitlich überlappend durchgeführt, wobei es sich versteht, dass die Schritte des Simulierens den Bearbeitungsschritten zeitlich jeweils etwas vorlaufen.
  • In dieser Ausgestaltung findet die Simulation und Kollisionsprüfung mit einem gewissen Vorlauf in Echtzeit und parallel zu einem schon begonnenen Produktionsprozess statt. Diese Ausgestaltung ist in der praktischen Realisierung aufwändiger als die zuvor genannte Ausgestaltung. Sie besitzt andererseits den Vorteil, dass die Kollisionsprüfung in den Produktionsprozess integriert ist. Der Produktionsprozess kann daher auch nach einer Änderung am Steuerprogramm schneller gestartet werden und es ist insbesondere möglich, eine Kollisionsprüfung kontinuierlich während eines gesamten Produktionsprozesses (über mehrere Werkstücke hinweg) durchzuführen.
  • In einer weiteren Ausgestaltung werden die individuellen Antriebssteuerdaten in Form von Sollwerten für eine Antriebsregelung der Antriebe bereitgestellt.
  • Diese Ausgestaltung ermöglicht eine einfache und kostengünstige Implementierung des neuen Verfahrens auf bekannten Werkzeugmaschinen, da nicht in den komplizierten Regelungsprozess der Antriebsregelung eingegriffen wird. Andererseits führt diese Ausgestaltung zu zuverlässigen Ergebnissen, da durch die Antriebsregelung gewährleistet wird, dass die Bewegungen der Maschine den von der Steuereinheit vorgegebenen Sollwerten in engen Toleranzen entsprechen. Die Sollwerte, auf denen die Simulation und die Kollisionsprüfung beruhen, können insbesondere Sollpositionen, Sollgeschwindigkeiten und/oder Sollbeschleunigungen sein, die den Antrieben von der Steuereinheit vorgegeben werden.
  • In einer weiteren Ausgestaltung ist der Simulationsrechner in die Steuereinheit integriert.
  • Alternativ hierzu kann der Simulationsrechner auch als separate Baugruppe an einer Werkzeugmaschine realisiert sein, was vor allem eine Nachrüstung an älteren Maschinen erleichtert. Andererseits bieten moderne Steuereinheiten Rechenkapazitäten, die man für den Simulationsrechner vorteilhaft nutzen kann, um eine besonders kostengünstige Realisierung zu ermöglichen. Außerdem lässt sich die Kollisionsprüfung in diese Ausgestaltung ganz transparent in die Steuerung des Produktionsprozesses integrieren.
  • In einer weiteren Ausgestaltung weist die Werkzeugmaschinen zumindest eine Werkzeugspindel zur Aufnahme des Bearbeitungswerkzeugs und zumindest eine Werkstückspindel zur Aufnahme des Werkstücks auf, wobei die Werkzeugspindel und die Werkstückspindel relativ zueinander verfahrbar und relativ zueinander verschwenkbar sind.
  • Eine solche Werkzeugmaschine ist für sich genommen aus DE 196 35 258 C1 bekannt, die schon eingangs erwähnt wurde. Eine solche Werkzeugmaschine ermöglicht eine vielseitige und flexible Bearbeitung von komplexen Werkstücken in eine Aufspannung, was zu einer hohen Bearbeitungsgenauigkeit führt. Andererseits sind die relativen Bewegungen des Werkzeugs und des Werkstücks einer solchen Maschine äußerst komplex, weshalb eine hohe Kollisionsgefahr besteht. Die Werkzeugmaschine dieser Ausgestaltung profitiert daher in besonderem Maße von der vorliegenden Erfindung.
  • In einer weiteren Ausgestaltung sind die Werkstücke stangenförmige Werkstücke, die an einem freien Ende bearbeitet werden.
  • Auch diese Ausgestaltung ist für sich genommen aus der eingangs erwähnten DE 196 35 258 C1 bekannt. Im Rahmen der vorliegenden Erfindung besitzt diese Ausgestaltung den Vorteil, dass die Simulation bzw. Kollisionsprüfung relativ einfach und mit einer besonders hohen Zuverlässigkeit realisiert werden kann, weil die maximalen Außenabmessungen der Werkstücke durch den Stangenvorschub und den Außendurchmesser bzw. Außenumfang der Werkstückstangen eindeutig definiert sind. Die Modellierung des Prozessablaufs im Rahmen der Kollisionsprüfung ist daher für diesen Anwendungsfall sehr einfach und schnell.
  • Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
  • Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert.
  • In der einzigen Figur ist eine vereinfachte Darstellung eines Ausführungsbeispiels der Erfindung in Form einer Werkzeugmaschine für die Bearbeitung von stangenförmigen Werkstücken gezeigt.
  • Die Werkzeugmaschine 10 besitzt eine Werkzeugspindel 12, die in einem Spindelstock 14 gelagert ist. Der Spindelstock 14 kann mit Hilfe von hier nicht näher bezeichneten Antrieben in drei zueinander senkrechten Raumrichtungen verfahren werden, was anhand der Pfeile 16 dargestellt ist. Typischerweise werden die drei Raumrichtungen als x-, y- und z-Richtung bezeichnet. In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist der Spindelstock 14 an einem Fahrständer (hier nicht dargestellt) gelagert und an diesem in vertikaler z-Richtung verfahrbar. Der Fahrständer selbst sitzt auf einem Kreuzschlitten (hier ebenfalls nicht dargestellt), der eine Bewegung in x- und y-Richtung ermöglicht. Die vorliegende Erfindung ist jedoch nicht auf derartige Fahrständermaschinen beschränkt. Sie kann bspw. auch bei Werkzeugmaschinen eingesetzt werden, die eine horizontale Werkzeugspindel besitzen und/oder bei denen die Werkzeugspindel in einer oder mehreren der genannten Raumrichtungen ortsfest angeordnet ist.
  • Mit der Bezugsziffer 18 ist eine Werkzeugaufnahme bezeichnet, die am unteren freien Ende der Spindel 12 angeordnet ist. In der Werkzeugaufnahme befindet sich ein Bearbeitungswerkzeug 19, das typischerweise über einen sog. Werkzeughalter in die Werkzeugaufnahme 18 eingespannt wird. Das Werkzeug 19 kann mit Hilfe der Spindel 12 um eine Spindelachse 20 gedreht werden, was mit Hilfe eines Pfeils 21 dargestellt ist. In bevorzugten Ausführungsbeispielen der Erfindung ist die Werkzeugspindel 12 dazu ausgebildet, eine Fräs- und/oder Bohrbearbeitung an einem metallischen Werkstück durchzuführen, d.h. die Spindel 12 ist in der Lage, die für eine solche Bearbeitung erforderliche Drehzahlen und Drehmomente aufzubringen.
  • Mit der Bezugsziffer 22 ist eine Werkstückspindel bezeichnet, die eine Werkstückaufnahme 24 aufweist. Die Werkstückspindel 22 ist an einem Träger 26 gelagert und um eine horizontale Achse 27 verschwenkbar, was mit einem Pfeil 28 dargestellt ist. Die Werkstückspindel 22 ist um eine Spindelachse 30 drehbar, was durch einen Pfeil 32 dargestellt ist. In die Werkstückaufnahme 24 der Spindel 22 ist hier eine Werkstückstange 34 eingespannt. Das vordere freie Ende der Werkstückstange 34 ragt aus der Werkstückaufnahme 24 hervor und kann mit dem Bearbeitungswerkzeug 19 bearbeitet werden. In bevorzugen Ausführungsbeispielen ist die Spindel 22 dazu ausgebildet, eine Drehbearbeitung an der Werkstückstange 34 zu ermöglichen, d.h. die Werkstückspindel 22 ist in der Lage, die für eine Drehbearbeitung an einem metallischen Werkstück erforderlichen Drehzahlen und Drehmomente aufzubringen.
  • In diesem Ausführungsbeispiel wird die Werkstückstange 34 in Richtung eines Pfeils 36 von hinten durch die Spindel 22 nach vorne geschoben. Dies ermöglicht die Herstellung von Werkstücken "von der Stange", indem das vordere freie Ende der Werkstückstange 34 nach der Bearbeitung abgetrennt wird und die Werkstückstange 34 in Richtung des Pfeils 36 vorgeschoben wird. Eine geeignete Zuführeinrichtung für die Werkstückstange 34 ist vereinfacht bei der Bezugsziffer 38 dargestellt.
  • Mit der Bezugsziffer 40 ist ein zweiter Träger 40 mit einer weiteren Werkstückspindel 42 bezeichnet. Die Werkstückspindel 42 ist ebenfalls um eine Horizontalachse verschwenkbar, wie mit Hilfe des Pfeils 44 dargestellt ist. Darüber hinaus kann der Träger 40 entlang einer zweiten Horizontalachse verfahren werden, was mit dem Pfeil 46 dargestellt ist. Die Werkstückspindel 42 dient in bevorzugten Ausführungsbeispielen der Erfindung dazu, das schon teilweise bearbeitete, vordere freie Ende der Werkstückstange 34 aus der Werkstückspindel 22 zu übernehmen, um eine vollständige Bearbeitung inklusive der sechsten Werkstückseite zu ermöglichen.
  • Die hier dargestellte Werkzeugmaschine 10 ist ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel für die vorliegende Erfindung, weil die relativen Bewegungen zwischen dem Werkzeug 19 und dem Werkstück 34 hier sehr komplex sein können, wie sich aufgrund der verschiedenen Verfahr- und Schwenkbewegungen leicht nachvollziehen lässt. Die Erfindung ist jedoch nicht auf eine solche Werkzeugmaschine beschränkt und kann grundsätzlich auch bei einfachen Drehmaschinen oder bspw. bei Bearbeitungszentren mit einem konventionellen Werkstücktisch angewendet werden.
  • Mit der Bezugsziffer 48 ist eine Umhausung bezeichnet, die die beweglichen Teile der Werkzeugmaschine 10 und den Arbeitsraum vollständig umhaust.
  • Mit der Bezugsziffer 50 ist eine Steuereinheit bezeichnet, die sämtliche Bewegungen der Werkzeugmaschine in an sich bekannter Weise steuert. Zu diesem Zweck erzeugt die Steuereinheit 50 mit Hilfe eines individuellen Steuerprogramms 52 Antriebssteuerdaten, die hier in Form von Sollwerten an die Antriebe der Maschine 10 übertragen werden. Vereinfacht sind die Antriebe hier bei den Bezugsziffern 54, 56 dargestellt, wobei es sich versteht, dass die Werkzeugmaschine 10 mehr Antriebe aufweist als hier mit den Bezugsziffern 54 und 56 dargestellt ist. In bevorzugten Ausführungsbeispielen erzeugt die Steuereinheit 50 mit Hilfe des Steuerprogramms 52 Sollwerte für die Position, die Geschwindigkeit, die Beschleunigung und/oder den Ruck. Diese Sollwerte werden geeigneten Antriebsregelkreisen zugeführt.
  • Mit den Bezugsziffern 58, 60 sind hier vereinfacht zwei Sensoren dargestellt, die stellvertretend für eine Vielzahl von Sensoren stehen, mit deren Hilfe die Ist-Positionen der beweg ten Teile der Werkzeugmaschine 10 und ggf. weitere für den Produktionsprozess benötigte Parameter bestimmt werden. Insbesondere ist die Steuereinheit 50 mit Hilfe der Sensoren 58, 60 in der Lage, die Ist-Positionen der Spindeln, 20, 22, 42 entlang der verfahr- und Schwenkachsen 16, 28, 44 und 46 zu bestimmen.
  • Mit der Bezugsziffer 64 ist ein Simulationsrechner bezeichnet, der ein Simulationsprogramm 66 abarbeitet. Der Simulationsrechner 64 erhält von der Steuereinheit 50 die Antriebssteuerdaten 68, 70, mit denen die Steuereinheit 50 im normalen Betrieb der Werkzeugmaschine 10 die Antriebe 54, 56 ansteuert. Mit Hilfe dieser realen Antriebssteuerdaten und mit Hilfe des Simulationsprogramms 66 simuliert der Simulationsrechner die Bewegungsabläufe der Werkzeugmaschine 10, und er ist damit in der Lage, eine Kollisionsprüfung durchzuführen. Abhängig von dem Ergebnis der Kollisionsprüfung erzeugt der Simulationsrechner 64 ein Freigabesignal 72, das hier der Steuereinheit 50 zugeführt ist. Die Steuereinheit 50 kann die Antriebe 54, 56 in bevorzugten Ausführungsbeispielen der Erfindung nur dann in einem programmgesteuerten Automatikmodus ansteuern, wenn das Freigabesignal 72 des Simulationsrechners 64 signalisiert, dass eine Kollision innerhalb der Werkzeugmaschine 10 (bspw. eine Kollision zwischen dem Bearbeitungswerkzeug 19 und dem Werkstück 34 oder eine Kollision zwischen den Spindeln 12 und 22) nicht zu erwarten ist.
  • Die Freigabe der Antriebe 54, 56 kann bspw. über ein gesondertes Signal (hier nicht dargestellt) das von der Steuereinheit 50 an die Antriebe 54, 56 übertragen wird, realisiert sein. In einem anderen Ausführungsbeispiel kann in den Verbindungen zwischen der Steuereinheit 50 und den Antrieben 54, 56 ein geeignetes Schaltelement (hier nicht dargestellt) angeordnet sein, das von der Steuereinheit 50 und/oder dem Simulationsrechner 64 geschlossen wird, wenn das Freigabesignal 72 einen kollisionsfreien Produktionsprozess signalisiert. Darüber hinaus kann der Simulationsrechner 54 auch in die Steuereinheit 50 integriert sein, was durch die punktierte Linie 74 symbolisch angedeutet ist. Die einschlägigen Fachleute werden hier ohne Schwierigkeiten weitere Alternativen finden, wie die Freigabe der Antriebe 54, 56 in Abhängigkeit von der Kollisionsprüfung anhand des Simulationsprogramms 66 realisiert sein kann.
  • In bevorzugten Ausführungsbeispielen der Erfindung ist der Simulationsrechner 64 ohne graphische Darstellung der simulierten Bewegungen realisiert. Der Simulationsrechner 64 kann allerdings eine Signalanzeige und/oder eine alphanumerische Anzeige (hier nicht dargestellt) besitzen, um bspw. die Stelle im Steuerprogramm 52 anzugeben, an der eine Kollision zwischen Teilen der Werkzeugmaschine 10 zu erwarten oder zumindest nicht auszuschließen ist. In anderen Ausführungsbeispielen der Erfindung nutzt der Simulationsrechner 64 zu diesem Zweck die Anzeige 76, die typischerweise bei Steuereinheiten 50 von Werkzeugmaschinen dieser Art vorgesehen ist.
  • Das Simulationsprogramm 66 arbeitet nach den gleichen oder ähnlichen Algorithmen, wie sie in den Offline-Simulationsprogrammen verwendet werden, die im Stand der Technik bekannt sind (siehe z.B. das eingangs beschriebene Simulationswerkzeug des Softwarepakets EdgeCAM). Prinzipiell kann es sich um den entsprechenden Kern aus den bekannten Offline-Simulationsprogrammen handeln, wobei es sich versteht, dass das Simulations programm 66 durch entsprechende Parametereingaben an die individuellen Eigenschaften der Werkzeugmaschine 10 angepasst ist. Eine derartige Anpassung ist auch bei den bekannten Simulationsprogrammen erforderlich, und sie wird mit der vorliegenden Erfindung sogar vereinfacht, weil das Simulationsprogramm 66 bereits vom Maschinenhersteller an die individuelle Werkzeugmaschine 10 angepasst ist.
  • Andererseits muss das Simulationsprogramm 66 die Eigenschaften der Steuereinheit 50 nicht nachbilden, da die Kollisionsprüfung mit den realen Antriebssteuerdaten 68, 70 durchgeführt wird. Auch aus diesem Grund kann das Simulationsprogramm 66 wesentlich einfacher sein und es kann schneller ausgeführt werden als die bekannten Simulationsprogramme.

Claims (12)

  1. Verfahren zum Bearbeiten eines Werkstücks (34), insbesondere zum spanabhebenden Bearbeiten eines metallischen Werkstücks, mit den Schritten: – Bereitstellen einer Werkzeugmaschine (10) mit einer Werkzeugaufnahme (18) zum Aufnehmen eines Bearbeitungswerkzeugs (19), mit einer Werkstückaufnahme (24) zum Aufnehmen eines Werkstücks (34), mit einer Vielzahl von Antrieben (54, 56), die das Bearbeitungswerkzeug (19) und das Werkstück (34) relativ zueinander bewegen, und mit einer Steuereinheit (50), – Bereitstellen eines Steuerprogramms (25) für die Steuereinheit (50), wobei die Steuereinheit (50) mit Hilfe des Steuerprogramms (52) individuelle Antriebssteuerdaten (68, 70) für die Antriebe (54, 56) erzeugt, und wobei die individuellen Antriebssteuerdaten (68, 70) für das zu bearbeitende Werkstück (34) repräsentativ sind, – Simulieren von relativen Bewegungen (16, 21, 28, 44, 46) des Bearbeitungswerkzeuges (19) und des Werkstücks (34), um eine Kollisionsprüfung durchzuführen, und – Bearbeiten des Werkstücks (34) mit dem Bearbeitungswerkzeug (19), wenn die Kollisionsprüfung keine Kollisionen erwarten lässt, wobei die individuellen An triebssteuerdaten (68, 70) den Antrieben (54, 56) zugeführt werden, dadurch gekennzeichnet, dass die relativen Bewegungen (16, 21, 28, 44, 46) des Bearbeitungswerkzeugs (19) und des Werkstücks (34) anhand der individuellen Antriebssteuerdaten (68, 70) simuliert werden, die von der Steuereinheit (50) erzeugt wurden.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Werkzeugmaschine (10) ein Simulationsrechner (64) bereitgestellt wird, dem die individuellen Antriebssteuerdaten (68, 70) zugeführt werden.
  3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Simulationsrechner (64) ein Freigabesignal (72) für die Bearbeitung des Werkstücks (34) erzeugt.
  4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Schritt des Bearbeitens nur in Abhängigkeit von dem Freigabesignal (72) durchgeführt werden kann.
  5. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Simulationsrechner (64) das Freigabesignal (72) ohne grafische Darstellung der relativen Bewegungen (16, 21, 28, 44, 46) des Bearbeitungswerkzeugs (19) und des Werkstücks (34) erzeugt.
  6. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerprogramm (52) eine definierte Anzahl von Antriebssteuerdaten (68, 70) für die Bearbei tung des Werkstücks (34) erzeugt, und dass der Schritt des Simulierens anhand von allen erzeugten Antriebssteuerdaten (68, 70) durchgeführt wird, bevor das Freigabesignal (72) erzeugt wird.
  7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Schritte des Simulierens und des Bearbeitens zeitlich überlappend durchgeführt werden.
  8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die individuellen Antriebssteuerdaten (68, 70) in Form von Sollwerten für eine Antriebsregelung der Antriebe (54, 56) bereitgestellt werden.
  9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Simulationsrechner (64) in die Steuereinheit (50) integriert ist.
  10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkzeugmaschine (10) zumindest eine Werkzeugspindel (12) zur Aufnahme des Bearbeitungswerkzeugs (19) und zumindest eine Werkstückspindel (22, 42) zur Aufnahme des Werkstücks (34) aufweist, wobei die Werkzeugspindel (12) und die Werkstückspindel (22, 42) relativ zueinander verfahrbar und relativ zueinander verschwenkbar sind.
  11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkstücke (34) stangenförmige Werkstücke sind, die an einem freien Ende bearbeitet werden.
  12. Werkzeugmaschine zum Bearbeiten eines Werkstücks, insbesondere zum spanabhebenden Bearbeiten eines metallischen Werkstücks (34), mit einer Werkzeugaufnahme (18) zum Aufnehmen eines Bearbeitungswerkzeugs (19), mit einer Werkstückaufnahme (24) zum Aufnehmen eines Werkstücks (34), mit einer Vielzahl von Antrieben (54, 56), die das Bearbeitungswerkzeug (19) und das Werkstück (34) relativ zueinander bewegen, und mit einer Steuereinheit (50), die dazu ausgebildet ist, mit Hilfe eines Steuerprogramms (52) individuelle Antriebssteuerdaten (68, 70) für die Antriebe (54, 56) zu erzeugen, wobei die individuellen Antriebssteuerdaten (68, 70) für das zu bearbeitende Werkstück (34) repräsentativ sind, und wobei die individuellen Antriebssteuerdaten (68, 70) den Antrieben (54, 56) beim Bearbeiten des Werkstücks (19) zugeführt werden, gekennzeichnet durch einen Simulationsrechner (64), dem die individuellen Antriebssteuerdaten (68, 70) ebenfalls zugeführt sind, wobei der Simulationsrechner (64) dazu ausgebildet ist, in Abhängigkeit von den Antriebssteuerdaten (68, 70) ein Freigabesignal (72) für die Bearbeitung des Werkstücks (34) zu erzeugen.
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