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Die
Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Schließfolgeregelung für zweiflügelige Drehtüren mit den
Merkmalen des Anspruchs 1.
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Aus
der
DE 195 32 262
A1 ist eine Vorrichtung zur Schließfolgeregelung für zweiflügelige Türen mit
einem unterschlagenden Standflügel
und einem überschlagenden
Gangflügel
bekannt, die jeweils mit ortsfest montierten Antrieben zusammenwirken,
wobei jeder Antrieb eine Abtriebswelle aufweist, die mit einem elektrischen
Motor zum Öffnen und
einem Schließeraggregat
mit Schließerfeder zum
Schließen
zusammenwirkt. Der Gangflügel
steht mit einer Blockiereinrichtung in Wirkverbindung, die in Abhängigkeit
von der Stellung des Standflügels steuerbar
ist, indem ein Übertragungsglied
vorgesehen ist, das mit seinem einen Ende mit der Blockiereinrichtung
und mit seinem anderen Ende mit einem vom Standflügel oder
einem verbundenen Teil betätigten
Stellglied zusammenwirkt, das im Bereich des Gehäuses des Standflügelantriebs
angeordnet ist. Die Blockiereinrichtung wirkt auf die Motorwelle
des Gangflügelantriebs,
welche mit der Abtriebswelle des Gangflügelantriebs in Wirkverbindung
steht.
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Diese
Anordnung zum Lösen
der Bremse ist aufwändig
aufgebaut und nur für
eine Montageweise der Antriebe geeignet.
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Aus
der
DE 101 07 461
A1 ist ein Schließfolgeregler
für eine
selbstschließende,
einen Stand- und einen Gangflügel
umfassende Tür
bekannt, wobei der Gangflügel
mittels eines vom Standflügel
freigebbaren Sperrmechanismus feststellbar ist. Dabei ist die Drehachse
des Standflügels
mit einer Nockenscheibe versehen, welche über ein Betätigungselement mit einer auf
die Drehachse des Gangflügels einwirkenden
Bremse in Wirkverbindung steht. Es ist im Bereich der Bremse eine
von einer Überlastfeder gebildete Überlastsicherung
vorgesehen. Die Bremse ist als zweiteilige Backenbremse ausgebildet,
welche einen an der Achse des Gangflügels vorgesehenen Freilauf
umgreift.
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Das
Lösen der
Bremse über
eine Nockenscheibe und eine Hebelanordnung ist ebenfalls sehr aufwändig aufgebaut.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine einfache und kostengünstige Vorrichtung
zum Lösen
einer Bremse einer Schließfolgeregelung
zu schaffen.
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Die
Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
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Die
Unteransprüche
bilden vorteilhafte Ausgestaltungsmöglichkeiten der Erfindung.
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Schließfolgeregelungen
sind für
zweiflügelige
Drehtüren
dann erforderlich, wenn die Türflügel mit
einem Türfalz
versehen sind, wobei der Standflügel
mit seinem Türfalz
den Anschlag für
den Gangflügel
bildet. Da sich die beiden Türflügel im Mittelbereich überlappen,
muss beim Schließvorgang
stets zuerst der Standflügel
geschlossen sein, ehe der Gangflügel
vollständig
schließt,
da ansonsten der Standflügel
an der Überlappung
des Gangflügels
anstößt und die
Tür teilweise
geöffnet
bleibt, was insbesondere bei Rauch- und Brandschutztüren unzulässig ist.
Die Schließfolgeregelung
weist daher eine vom Standflügel
gesteuerte Feststellvorrichtung auf, welche bei geöffnetem
Standflügel
den Gangflügel
in einer zumindest teilweise geöffneten
Position feststellt, und so ein Schließen des Standflügels vor
dem Gangflügel
ermöglicht.
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Die
erfindungsgemäße Vorrichtung
zur Schließfolgeregelung
stellt sicher, dass an einer zweiflügeligen, einen Gangflügel und
einen Standflügel
aufweisenden, mit Türantrieben
ausgestatteten Tür,
der unterschlagende Standflügel
folgerichtig vor dem überschlagenden
Gangflügel
schließt.
Dazu wird der Gangflügel
bei geöffnetem
Standflügel
durch eine Sperrvorrichtung in einer teilweise geöffneten Stellung
gehalten, wobei die Sperrvorrichtung mit einer vom Standflügel betätigbaren
Auslöseeinrichtung zusammenwirkt.
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Die
Türantriebe
sind dabei oberhalb der Türflügel angeordnet
und sind über
Gestänge
oder Gleitarme, die mit Gleitern in eine flügelfest angeordnete Gleitschiene
eingreifen, mit dem jeweiligen Türflügel wirkverbunden.
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Es
besteht die Möglichkeit,
die Türantriebe auf
der Bandseite, also auf der Seite der Türen, auf welcher die Türflügel schwenkbar
in Türbändern oder Türscharnieren
aufgenommen sind, zu montieren, oder auf der entsprechend gegenüberliegenden
Seite der Türen,
der Bandgegenseite.
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Die
Türantriebe
sind zum motorischen Öffnen
ausgebildet und weisen zur Betätigung
in Schließrichtung
eine Federanordnung auf. Dabei wirkt ein gesteuerter Elektromotor
und die Federanordnung auf ein Getriebe ein, das mit dem Gleitarm oder
Gestänge
zur Flügelbetätigung zusammenwirkt. Der
Türantrieb
für den
Gangflügel
und für
den Standflügel
sind dabei im Wesentlichen identisch aufgebaut. Zur Schließfolgeregelung
weist der gangflügelseitige
Türantrieb
zusätzlich
eine Bremse als Sperrvorrichtung auf, die auf der Motorwelle angeordnet ist.
Der standflügelseitige
Türantrieb
weist zusätzlich ein
Auslöseelement
auf, das über
ein, zwischen den Türantrieben
angeordnetes Übertragungselement, die
gangflügelseitige
Bremse betätigt.
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Die
Motorwelle des gangflügelseitigen
Türantriebs
ist über
das Motorgehäuse
hinaus verlängert.
Auf dieser Verlängerung
der Motorwelle ist ein Freilauf drehfest angeordnet, auf dem eine
Bremstrommel festgelegt ist. Der Freilauf ermöglicht ein Öffnen des Gangflügels bei
blockierter Bremse. Die Bremstrommel weist stirnseitig eine kreisförmig angeordnete,
V-förmige
Vertiefung auf, mit welcher ein entsprechender, entgegengesetzt
ausgebildeter V-förmiger
Bremsbelag in Eingriff gebracht werden kann, wodurch hohe Bremskräfte möglich sind.
Der Bremsbelag ist in Richtung auf die Bremstrommel durch eine Feder
beaufschlagt, die sich an einer Halterung abstützt und gegen die Kraft der
Feder durch ein Kippelement abgehoben werden kann.
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Das
kippbar in Stiften an der Halterung gelagerte Kippelement ist mit
weiteren Stiften mit dem Bremselement wirkverbunden, wodurch bei
einem Kippen des Kippelements – unabhängig von
der Betätigungsrichtung
des Kippelements – der
Bremsbelag von der Bremstrommel abgehoben wird.
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Das
Kippen des Kippelements wird durch den standflügelseitigen Auslöser bewirkt,
der durch ein Übertragungselement,
beispielsweise durch ein Seilzug oder eine Stange, mit dem Kippelement
verbunden ist. Dabei kann durch die Wahl des Angriffspunkts des Übertragungselements
am Kippelement die Kraftübersetzung
bestimmt werden.
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Das
im Getriebe des standflügelseitigen
Türantriebs
angeordnete Auslöseelement
ist auf der Abtriebswelle drehbar angeordnet und wirkt mit einer Wickelscheibe
zusammen, die drehfest auf der Abtriebswelle angeordnet ist. Auf
die Wickelscheibe wird beim Öffnen
des Türflügels ein
Seil oder Band aufgewickelt, das eine in der Federanordnung abgestützte Schließfeder spannt.
Durch einen auf der Wickelscheibe angeordneten Mitnehmer ist das
Auslöseelement
in der Geschlossenstellung des Türflügels so
verschwenkt, dass die gangflügelseitige
Bremse gelöst
ist, und ein Schließen
des Gangflügels
durch die Schließfeder
des gangflügelseitigen
Türantriebs möglich ist.
Wird der Standflügel
durch den Türantrieb
geöffnet,
so wird das Auslöseelement
frei, und das an der gangflügelseitigen
Bremse angeordnete Kippelement kippt durch die Rückstellkraft der Feder so,
dass der Bremsbelag in Anlage mit der Bremstrommel gelangt und die
Motorwelle in Schließrichtung
feststellt. Das Auslöselement
ist durch das Übertragungselement,
beispielsweise einen Seilzug oder einer Stange, mit dem Kippelement
zur Betätigung
der Bremse wirkverbunden. Um das Betätigen der Bremse auch bei den
unterschiedlichen Montagearten der Türantriebe einfach zu ermöglichen, kann
das Übertragungselement
wahlweise an zwei einander gegenüberliegenden
Fortsätzen
am Auslöseelement
festgelegt werden, wodurch ohne Änderung
an den Antrieben die folgerichtige Betätigung der Bremse erfolgt.
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Wie
es bereits vorstehend beschrieben ist, ist auch bei festgestellter
Bremse ein Öffnen
des Gangflügels
durch den auf der Motorwelle angeordneten Freilauf möglich. Eine
Beschädigung
der Türanlage
durch eine unsachgemäße manuelle
Betätigung
des festgestellten Gangflügels
wird vermieden, indem die Bremse so aus gelegt ist, dass bei Überlast der
Bremsbelag auf der Bremstrommel durchrutschen kann.
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Im
Nachfolgenden wird ein Ausführungsbeispiel
in der Zeichnung anhand der Figuren näher erläutert.
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Dabei
zeigen:
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1 Eine
Ansicht einer zweiflügeligen
Tür mit
angeordneten Türantrieben;
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2 eine
Ansicht des gangflügelseitigen Türantriebs
nach 1 mit abgenommener Abdeckung;
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3 eine
Seitenansicht der Einheit Antriebsmotor, Getriebe und Bremse des
Türantriebs nach 2;
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4 eine
Draufsicht auf den standflügelseitigen
Türantrieb
mit abgenommener Getriebeabdeckung;
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5 ein
Schnitt durch die Bremse nach 3;
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6 eine
Seitenansicht der Bremse nach 3 in Bremsstellung;
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7 eine
Ansicht des Kippelements zum Lösen
der Bremse;
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8 eine
Seitenansicht der Bremse nach 3, wobei
die Bremse gelöst
ist;
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9 eine
weitere Seitenansicht der Bremse nach 5, wobei
die Bremse bei einer anderen Betätigungsrichtung
gelöst
ist;
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10 eine
Seitenansicht des standflügelseitigen
Türantriebs
nach 4, mit geschnittenem Getriebe für eine Montage
auf der Bandgegenseite;
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11 eine
Seitenansicht des standflügelseitigen
Türantriebs
nach 4, mit geschnittenem Getriebe für eine Montage
auf der Bandseite.
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Die 1 zeigt
eine zweiflügelige
Tür mit
einem Gangflügel 1 und
einem Standflügel 2.
Oberhalb der Türflügel 1, 2 ist
jeweils ein Türantrieb 3, 4 angeordnet,
welcher zur Kraftübertragung
jeweils einen drehfest mit einer Abtriebswelle 10, 10' verbundenen Gleitarm 13, 13' aufweist. Am
jeweiligen Gleitarm 13, 13' ist an dem vom Türantrieb 3, 4 abgewandten Ende
ein Gleiter drehbar angeordnet, welcher in einer flügelfest
angeordneten Gleitschiene 14, 14' geführt ist. Alternativ kann anstelle
eines Gleitarms 13, 13' auch ein Gestänge aus zwei gelenkig miteinander verbundenen
Hebelarmen an der Abtriebswelle 10, 10' angeordnet
sein, wobei das Gestänge
andernends am jeweiligen Türflügel 1, 2 drehbar
festgelegt ist.
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Die
Türantriebe 3, 4 können auf
der Bandseite, der Seite auf der die Türbänder angeordnet sind, oder
auf deren Gegenseite, der sogenannten Bandgegenseite, angeordnet
sein. Bei einer Montage auf der Bandgegenseite greifen die den Türantrieben 3, 4 zugeordneten
Gleitarme 13, 13' unter
der Türumrahmung
durch. Um die zur Türöffnung erforderliche richtige
Drehrichtung der Abtriebswelle 10, 10' zu nutzen,
wird der Türantrieb 3, 4 abhängig von
der Montage auf der Band- oder
Bandgegenseite um 180° gedreht
montiert. Die Abtriebswelle 10, 10' ist dazu beiderseits des Getriebes 8 zur
Montage des Gleitarms 13 oder des Gestänges zugänglich. Bei einer Montage der
Türantriebe 3, 4 auf
der Bandseite weisen die Antriebsmotoren 6 aufeinander
zu, während
diese bei einer Montage auf der Bandgegenseite von einander weg
weisen.
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In
der 2 sind die Komponenten der im Wesentlichen gleichen
Türantriebe 3, 4 in
einer Prinzipskizze anhand des gangflügelseitigen Türantriebs 3 dargestellt.
In einem Gehäuse 5 ist
ein Antriebsmotor 6 mit einer in der Figur nicht dargestellten
Motorwelle 7 mit einem Getriebe 8 verbunden. Das
Getriebe 8 wirkt mit einer Federanordnung 9 zusammen, welche
als Energiespeicher dient und ein Schließen des Türflügels 1 bzw. 2 bewirkt.
Dabei ist eine Schließfeder
in einem Aufnahmeraum angeordnet, wobei die Schließfeder bei
einem Öffnen
des Türflügels 1 bzw. 2 gespannt
wird. Im Getriebe 8 ist die Abtriebswelle 10 angeordnet.
Weiterhin ist eine Steuereinheit 11 zur Steuerung des Türantriebs 3 bzw. 4 vorgesehen.
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In
der 4 ist eine Draufsicht auf den standflügelseitigen
Türantrieb 4 gezeigt,
wobei das Getriebe geöffnet
ist. Auf der Motorwelle 7 des Antriebsmotors 6 ist
drehfest eine Schnecke montiert, welche mit einer Anordnung von
Zahnrädern
ein untersetzendes Getriebe 8 bildet. Dabei ist eine Getriebewelle
nach außen
geführt
und bildet die Abtriebswelle 10', an deren Wellenende der Gleitarm 13' festgelegt
ist. Weiterhin ist im Getriebe 8 auf der Abtriebswelle 10 eine
Wickelscheibe 15 drehfest angeordnet, auf welcher ein Flachriemen 16,
ein Band oder ein anderes biegbares Element umschlingend angeordnet
und endseitig festgelegt ist. Der Flachriemen 16 wirkt
mit einer in der Federanordnung 9 angeordneten Feder zu
deren Spannung und Entspannung zusammen.
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Die
Motorwelle 7 ist auf der getriebeabgewandten Seite ebenfalls
aus dem Motorgehäuse
herausgeführt,
um einen Drehgeber 33 zur Steuerung 11 des Antriebsmotors 6 des
jeweiligen Türantriebs 3 bzw. 4 anzuordnen,
wie es in 3 gezeigt ist. Dabei wird bei
Inbetriebnahme eine Lernfahrt durchgeführt, während der die Geschlossen-
und Offenstellung der Türflügel 1, 2 erfasst
wird. Die Steuerung 11 erkennt die Position des Türflügels 1, 2 und
kann somit in Betrieb auch mögliche
Hindernisse im Schwenkbereich des Türflügels 1, 2 erkennen.
Damit wäre
auch eine elektrische Steuerung der Schließfolge der Türflügel 1, 2 prinzipiell
denkbar, jedoch muss eine Schließfolgeregelung an Rauch- und
Brandschutztüren
auch bei Stromausfall weiterhin zuverlässig funktionieren und diese
Funktion dann zusätzlich
abgesichert werden.
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Die 10 und 11 zeigen
die Anordnung der Bauteile am Beispiel des standflügelseitigen
Türantriebs 4.
Wird der Antriebsmotor 6 zur Öffnung des Türflügels 1, 2 bestromt,
bewirkt dieser über
das Getriebe 8 eine Drehung der Abtriebswelle 10, 10'. Über den
kraftübertragenden
Gleitarm 13, 13' wird
die Drehbewegung der Abtriebswelle 10, 10' so in eine Öffnungsbewegung
des Türflügels 1, 2 umgesetzt.
Die Drehbewegung der Abtriebswelle 10 bewirkt durch die
drehfeste Anordnung auch eine gleichsinnige Drehbewegung der Wickelscheibe 15, wodurch
der Flachriemen 16 aufgewickelt und aus der Federanordnung 9 herausgezogen
wird, wodurch die Schließfeder
gespannt wird.
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Wird
zum Schließen
der Türflügel 1, 2 die Bestromung
des Antriebsmotors 6 aufgehoben, bewirkt die sich entspannende
Schließfeder
ein Zurückdrehen
der Wickelscheibe 15 und damit der Abtriebswelle 10, 10'. Der in der
Gleitschiene 14, 14' geführte Gleitarm 13, 13' setzt diese
Drehbewegung der Abtriebswelle 10, 10' in eine Schließbewegung
der Türflügel 1, 2 um.
Der Antriebsmotor 6 kann hierbei von der Steuerung 11 generatorisch
betrieben werden, um den Schließvorgang
abzubremsen.
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Wie
es in den 5 bis 9 gezeigt
ist, ist zur mechanischen Schließfolgeregelung am gangflügelseitigen
Türantrieb 3 zusätzlich eine
Bremse 17 angeordnet, die über ein Übertragungselement 18 mit
einem im Getriebe 8 des standflügelseitigen Türantriebs 4 angeordneten
Auslöseelement 19 zusammenwirkt,
wodurch bei geöffnetem
Standflügel 2 der Gangflügel 1 in
Schließrichtung
festgestellt wird.
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Die
Bremse 17 ist an der getriebeabgewandten Seite am Motorgehäuse des
Antriebsmotors 6 des Türantriebs 3 angeordnet.
Die aus dem Motorgehäuse
herausgeführte
Motorwelle 7 ist in einer Halterung 24 gelagert.
Zwischen der Halterung 24 und dem Motorgehäuse ist
auf der Motorwelle 7 ein Freilauf 21 festgelegt,
auf dem eine Bremstrommel 22 drehfest angeordnet ist. Der
Freilauf 21 bewirkt, dass bei geöffnetem Standflügel 2 und
damit einer festgestellten Bremse 17, ein weiteres Öffnen des
Gangflügels 1 möglich ist.
An der Halterung 24 ist weiterhin ein Drehgeber 33 angeordnet,
der mit einem an der Motorwelle 7 angeordneten Magneten 34 zur
Steuerung der Türantriebs 3 zusammenwirkt.
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Zwischen
der Halterung 24 und der Bremstrommel 22 ist der
Bremsbelag 23 und ein plattenförmiges Kippelement 25 angeordnet.
Der frei drehbar um die Motorwelle 7 angeordnete Bremsbelag 23 ist
mit einer Feder 27 beaufschlagt, die sich an der Halterung 24 abstützt und
den Bremsbelag 23 gegen die Bremstrommel 22 zur
Feststellung der Motorwelle 7 beaufschlagt. Dazu weist
das Kippelement 25 eine Aussparung 29 auf, durch
welche die Feder 27 greifen kann.
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Die
Bremstrommel 22 weist stirnseitig eine kreisförmig angeordnete,
V-förmige
Vertiefung auf, in welche der komplementär ausgebildete V-förmige Bremsbelag 23 eingreift.
Der V-förmige
Bremsbelag 23 kann an seiner Spitze abgeflacht sein, um
eine Abnutzung der Reibbeläge
zu kompensieren, wodurch der Bremsbelag 23 auch nach Abnutzung
noch vollflächig
anliegt. Weiterhin ist durch die V-Form die Reibfläche gegenüber einer
flachen Form vergrößert, wodurch
größere Bremskräfte möglich sind.
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An
der Halterung 24 sind an einander gegenüberliegenden Seiten der Motorwelle 7 bzw.
der Feder 27 senkrecht zueinander zwei Stifte 26 festgelegt,
die das Kippelement 25 halten, indem die Stifte 26 an
den Enden Verdickungen aufweisen. Das Kippelement 25 weist
zwei entsprechende Aussparungen 35 auf, die im Durchmesser
größer sind
als die Stifte 26, so dass das Kippelement 25 gekippt
werden kann, wie es in den 8 und 9 gezeigt
ist. Versetzt zu der Anordnung der Stifte 26 weist das
in 7 gezeigte Kippelement 25 weitere Aussparungen 35' zur Aufnahme
von Stiften 26' auf,
mit denen der Bremsbelag 23 am Kippelement 25 gehalten
ist. Diese Aussparungen 35' sind
im Durchmesser ebenfalls größer als
die Stifte 26' ausgebildet,
um eine Kippbewegung des Kippelements 25 gegenüber dem Bremsbelag 23 zu
ermöglichen.
Die Stifte 26' weisen, ebenso
wie die Stifte 26, Verdickungen an den Enden auf.
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Weiterhin
weist das Kippelement 25 eine Aufnahme 36 auf,
in welcher das Übertragungselement 18 aufgenommen
ist. Aufgrund der möglichen unterschiedlichen
Montagearten der Türantriebe 3, 4 kann
das Kippelement 25 zur wahlweisen Anordnung des Übertragungselements 18 mehrere
Aufnahmen 36 aufweisen. Dabei kann ein Klemmelement 20 auf dem Übertragungselement 18 angeordnet
sein, an dem sich das Kippelement 25 bei einer Betätigung abstützt, wie
es in 6 gezeigt ist. Je nach Ausbildung der gangflügelseitigen
Auslösevorrichtung
kann das Kippelement 25 in verschiedenen Richtungen betätigt werden.
Dazu kann das Übertragungselement 18 als
Seilzug ziehend auf das Kippelement 25 wirken oder als
Stange auch eine drückende
Betätigung
bewirken. Das Übertragungselement 18 kann
in einer Führung 28 geführt sein.
Vorteilhaft ist die Bremse 17, mit dem Kippelement 25 zum
Lösen,
unabhängig
von einer durch die Montage der Türantriebe 3, 4 erforderlichen
Betätigungsrichtung
des Betätigungselements 18 einsetzbar.
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In
den 5 und 6 ist die Bremse 17 in Bremsstellung
gezeigt, wobei sich der Bremsbelag 23 in Eingriff mit der
Bremstrommel 22 befindet. Das Kippelement 25 befindet
sich in seiner Mittelstellung in Anlage mit den Stiften 26 und 26'. Wird das Kippelement 25 durch
das Übertragungselement 18 betätigt, stützt sich
das Kippelement 25 – abhängig von der
Betätigungsrichtung – am oberen
oder unteren Stift 26 ab. Durch den senkrechten Abstand
der Stifte 26 zu den Stiften 26' entsteht ein wirksamer Hebel, der
an den Stiften 26' angreift,
und den Bremsbelag 23 von der Bremstrommel 22 abhebt,
wodurch die Bremse 17 gelöst und die Bremstrommel 22 frei
wird.
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Die
Kräfteverhältnisse
sind durch den Abstand der Stifte 26, bzw. durch deren
Lage zu den Stiften 26',
und durch die Lage der Aufnahme 36 beeinflussbar.
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Bei
unbestromtem Antriebsmotor 6 kann sich somit die Motorwelle 7 sowie
das mit dieser verbundene Getriebe 8 mit der Abtriebswelle 10 frei
drehen. Damit kann die beim Öffnen
des Gangflügels 1 gespannte
Feder der Federanordnung 9 eine Drehbewegung der Abtriebswelle 10 in
Schließrichtung
des Gangflügels 1 bewirken.
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Das
Auslöseelement 19 zur
Regelung der Schließfolge
ist im Getriebe 8 des standflügelseitigen Türantriebs 4 angeordnet.
Die mit der Abtriebswelle 10' drehfest
verbundene Wickelscheibe 15 weist einen Mitnehmer 29 auf,
der in einer zumindest annähernd
halbreisförmig
im Auslöseelement 19 angeordneten
Führung 32 bewegbar
ist. Das Auslöseelement 19 weist
gegenüberliegende
Schwenkhebel 30, 30' auf,
an welchen das Übertragungselement 18 wahlweise – abhängig von
der Montageart des Türantriebs 3, 4 auf
der Bandseite oder Bandgegenseite – festgelegt werden kann, wodurch
ohne Änderung
an den Türantrieben 3, 4 die
folgerichtige Betätigung
der Bremse 17 erfolgt. Um das Übertragungselement 18 bei
auf der Bandseite montierten Türantrieben 3, 4 mit
dem Auslöseelement 19 in
Wirkverbindung zu bringen, ist ein Zwischenstück 31 angeordnet,
das die Befestigungsstelle aus dem Getriebe 8 herausführt. Bei
der Montage auf der Bandgegenseite ist dies nicht erforderlich,
da durch einen abnehmbaren Deckel am Getriebe 8 der obere
Schwenkhebel 30 zugänglich
ist. Befindet sich der Standflügel 2 in
seiner Geschlossenlage, ist die Feder in der Federanordnung 9 entspannt.
Die auf der Abtriebswelle 10 drehfest angeordnete Wickelscheibe 15 befindet
sich in der in 11 gezeigten Ausgangsposition.
Der Mitnehmer 29 ist in der halbkreisförmigen Führung 32 in Anlage,
wodurch das Auslöseelement 19 im
Gegenuhrzeigesinn verschwenkt ist. In dieser Stellung ist das Übertragungselement 18 in
der 11 nach rechts verschoben, wodurch ein Lösen der
Bremse 17 im gangflügelseitigen
Türantrieb 3 durch
Drehen des Auslöseelements 19,
wie vorbeschrieben, erfolgt ist.
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Wird
der Türantrieb 4 zum Öffnen des
Standflügels 2 bestromt,
dreht sich die Abtriebswelle 10' mit der Wickelscheibe 15 und
dem Mitnehmer 29 in den 10 und 11 im
Uhrzeigersinn. Der Mitnehmer 29 gelangt aus der Anlage
mit dem Endbereich der Führung 32,
wodurch das auf der Abtriebswelle 10' frei drehbare Auslöseelement 19,
durch die auf das Kippelement 24 wirkenden Rückstellkräfte des
federbeaufschlagten Bremsbelags 23, im Uhrzeigersinn verschwenkt
wird. Damit gelangt de Bremsbelag 23 in seine die Bremstrommel 22 blockierende Stellung
zur Feststellung des Gangflügels 1.
Ein weiteres Öffnen
des Gangflügels 1 ist
durch den Freilauf 21 jederzeit möglich, ein Schließen ist
jedoch durch die Bremse 17 verhindert.
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Wird
der Standflügel 2 durch
die Federanordnung 9 wieder in die Geschlossenlage geführt, gelangt
der Mitnehmer 29 erneut in Anlage an das Ende der Führung 32 und
verschwenkt somit das Auslöseelement 19 in
die Ausgangsposition zurück,
wodurch die Bremse 17 für
den Gangflügel 1 gelöst wird,
und dieser folgerichtig nach dem Standflügel 2 schließt.
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Bei Überlast,
beispielsweise durch unsachgemäßes, manuelles
Schließen
des festgestellten Gangflügels 1,
wird eine Beschädigung
der gesamten Türanlage
dadurch vermieden, dass die Bremse 17 so ausgelegt ist,
dass in diesem Fall der Bremsbelag 23 auf der Bremstrommel 22 durchrutschen
kann.
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- 1
- Gangflügel
- 2
- Standflügel
- 3
- Türantrieb,
gangflügelseitig
- 4
- Türantrieb,
standflügelseitig
- 5
- Gehäuse
- 6
- Antriebsmotor
- 7
- Motorwelle
- 8
- Getriebe
- 9
- Federanordnung
- 10,
10'
- Abtriebswelle
- 11
- Steuerung
- 12
- Transformator
- 13,
13'
- Gleitarm
- 14,
14'
- Gleitschiene
- 15
- Wickelscheibe
- 16
- Flachriemen
- 17
- Bremse
- 18
- Übertragungselement
- 19
- Auslöseelement
- 20
- Klemmelement
- 21
- Freilauf
- 22
- Bremstrommel
- 23
- Bremsbelag
- 24
- Halterung
- 25
- Kippelement
- 26,
26'
- Stift
- 27
- Feder
- 28
- Führung
- 29
- Aussparung
- 30,
30'
- Schwenkhebel
- 31
- Zwischenstück
- 32
- Führung
- 33
- Drehgeber
- 34
- Magnet
- 35,
35'
- Aussparung
- 36
- Aufnahme