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DE102006028532B3 - Verfahren zur Errichtung von Wänden mittels verlorener Schalungen - Google Patents

Verfahren zur Errichtung von Wänden mittels verlorener Schalungen Download PDF

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DE102006028532B3
DE102006028532B3 DE200610028532 DE102006028532A DE102006028532B3 DE 102006028532 B3 DE102006028532 B3 DE 102006028532B3 DE 200610028532 DE200610028532 DE 200610028532 DE 102006028532 A DE102006028532 A DE 102006028532A DE 102006028532 B3 DE102006028532 B3 DE 102006028532B3
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Abstract

Verfahren zur Errichtung von Wänden mittels verlorener Schalungen aus Bauplatten, wie OSB-Platten, Spanplatten oder dergleichen, dadurch gekennzeichnet, dass die Bauplatten mittels einer mobilen Schnitt-, Fräs- und Bohreinrichtung zugeschnitten und vorgebohrt werden und anschließend eine Schalung für Wände und Maueranschlüsse einschließlich Wanddurchlässe, wie Fenster, Türen oder dergleichen gemäß definierter Montage-Vorschriften errichtet wird, wobei die als Innen- und Außenschalung dienenden Bauplatten mittels eines Sets standardisierter Verbindungselemente verbunden werden, welche ferner als Abstandhalter zwischen einander gegenüberliegenden Bauplatten mit Ankerwirkung gegen den Druck des flüssigen Betons, dem Verbinden mit benachbarten, gleichsinniig aufgebauten Modulen aus Bauplatten und dem Fixieren von Nut- und Federverbindungen von nebeneinander angeordneten Bauplatten gegen seitliches Auseinanderreißen auf Grund des Betonsdruckes und dem Fixieren von Spannhölzern an den Außenseiten der Innenschalung und der Außenschalung dienen, welche als vorübergehende, Druck aufnehmende Verriegelung und im Fall eines äußeren Spannholzes als bleibende Unterkonstruktion für eine Vorhangfassade verwendet werden, wobei beim Bearbeiten der als Schalungen zu verwendenden Bauplatten mittels der Schnitt-, Fräs- und Bohreinrichtung Aussparungen in die Bauplatten eingearbeitet werden, und von den Aussparungen in den als Außenschalung verwendeten Bauplatten die Begrenzungen für spätere ...

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Errichtung von Wänden mittels verlorener Schalungen aus marktüblichen Bauplatten, wie OSB-Platten, Spanplatten oder dergleichen.
  • Unter allen produzierenden Technik- und Wirtschaftsbereichen weist die Bautechnik den geringsten Grad von Rationalisierung und Automatisierung durch die modernen technologischen Möglichkeiten der Daten-Verarbeitung und Computer gesteuerten Maschinen auf. Weil die meisten Gebäude Unikate sind und als solche auch bewusst geplant sind und weil in der Architektur Einzigartigkeit und Mannigfaltigkeit als ästhetische Tugend gelten, scheinen einer Automatisierung der Bauabläufe sehr enge Grenzen gesetzt zu sein.
  • Die seit Jahren vorhandenen Lösungsansätze zur Rationalisierung in Gestalt von vorgefertigten Tafel-, Modul- und Plattenbauten einerseits und von Fertigbau-Häusern andererseits konnten dieses Defizit nicht in überzeugender Weise beseitigen. Die Effizienz des Bauens wurde nur in geringem Maße gesteigert. Es wurden Wege der Verbesserung eingeschlagen, die nur scheinbar einen wesentlichen Fortschritt brachten. So wurde zum einen ein Teil der Bautätigkeit im Sinne der Vorfabrikation in Fabrikhallen verlagert, um von dort als schwere und unhandliche Platten oder Module mit erheblichen Kran-, Transport- und Montageaufwand auf die Baustelle verbracht zu werden und zum anderen hat auch die Fertighaus-Industrie, die überwiegend mit Leichtbau-Elementen arbeitet, einen nur scheinbar effizienten Weg gewählt, indem sie zwar zum Teil kleinere Wandmodule fertigt, diese aber dann zu größeren Einheiten – meistens ganze Wände – zusammenfügt und dann auch diese wieder mit größerem Aufwand auf die Baustelle bringt und dort zusammenmontiert.
  • Die durchgehende Philosophie, die offenbar dahinter steckt, lautet: Will man rationell und damit wirtschaftlich vorgehen, müssen die Bauteile vorfabriziert und als Großelement mit allen schon eingebauten Installationen am Bauplatz zusammengebaut werden.
  • In der Druckschrift DE 195 18 654 A1 ist der Zuschnitt von Platten mittels CNC-Maschinen vorgesehen, wobei das ganze Arrangement aber reichlich konzipiert erscheint, da die beiden Platten, die als verlorene Schalung dienen sollen, auf einer besonderen Unterkonstruktion sich einander gegenüberliegend gelagert werden, um an speziell errechneten Stellen durch Abstandhalter und Verbinder zusammengeführt zu werden, die zuvor dort eingebaut werden müssen und durch einen Klick-Mechanismus zusammengebracht werden. Diese Abfolge von Arbeitsschritten ist umständlich und setzt voraus, dass der Ort der Herstellung nicht der des Einbaus ist, also mit erheblichen Umsetzarbeiten verbunden ist.
  • Die Druckschrift DE 40 17 197 C2 stellt ein System von CNC gefrästen Platten nur in Gestalt von zwei Fertigungsstraßen vor, wobei die Herstellung in einem Werk erfolgt und auch in diesem Fall aus Einzelschalungen im Sinne von verlorenen Schalungen großformatige Bauteile hergestellt werden. Es müssen auch bei dieser Lösung, wie bei allen anderen oben vorgestellten Lösungen, zur Verbindung der einzelnen Module besondere Verbindungskonstruktionen und Schlossverriegelung verwendet werden, die die Teile nach Abbinden des Betons verbinden.
  • Ähnliches gilt auch für die Druckschrift DE 20 2004 000 574 U1 , in der vorfabrizierte Platten vorschlagen werden, die vor Ort zerschnitten und mit Spanngliedern versehen und verbunden werden und auch für die Druckschrift DE 195 25 082 C2 , bei der ebenfalls vorgefertigte Platten vorgeschlagen werden, an deren Enden die Bewehrung herausragt, was zur offensichtlich manuellen Anarbeitung an die Nachbarplatte dient, und schließlich auch für die Druckschrift DE 195 18 654 A1 , gemäß der mit doppelwandigen Hohlbauplatten gearbeitet wird und es ebenfalls keine Systemverbinder gibt.
  • Die Druckschrift DE 41 42 309 A1 geht zwar auch von zwei verlorenen Schalungen aus Holzwerkstoffen aus, deren Zuordnung und Fixierung zueinander mittels beidseits innen angebrachter Leisten und Ankerplatten mit Verbindungsschrauben erfolgt. Zur Fertigung eines Wandabschnittes müssen die Platten mehrfach gewendet werden, die Verbindung zur Nachbarplatte ist nicht integriert, sondern muss durch zusätzliche Einzelschritte herbeigeführt werden, also auch hier sind keine standardisierte Verbindungstechnik und Wanddurchlassverschlüsse und auch nicht das Prinzip der Wandfertigung an der Stelle der endgültigen plangemäßen Lokalisation erkennbar.
  • Für alle diese Lösungsansätze gilt, dass sie nur auf den Teilaspekt der automatischen CNC-Bearbeitung abzielen, dabei Vorfabrikation, Großmodul-Formate und spezielle Schloss- und Anarbeitungsmaßnahmen der bereits abgebundenen Platte. Ferner ist für alle genannten und viele weiteren Beispiele typisch, dass in den Vorschlägen jeglicher Hinweis auf eine logistische Verkettung der zusammenhängenden Arbeitschritte in rationeller und innovativer Weise fehlt.
  • Eine Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Verfahren bereitzustellen, bei dem die Errichtung von Wänden mittels verlorener Schalung schnell, kosteneffizient und fehlerarm mittels vereinfachten Herstellungsschritten im Bereich der Baustelle ermöglicht wird.
  • Diese Aufgabe wird mit einem Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen des Verfahrens sind in den Unteransprüchen angegeben.
  • Gemäß der Erfindung wird ein umfangreiches und weitgehend abgeschlossenes Verfahren bereitgestellt, das nicht nur einige inselförmige rationelle Teillösungen enthält, sondern für die meisten Bauteile ein umfassendes Angebot von technischen Fertigungslösungen bereithält. Das erfindungsgemäße Verfahren geht von dem im Stand der Technik beschriebenen Prinzip der CNC-Steuerung von Plattenbearbeitung aus, führt dieses aber in konsequenter Stringenz weiter, um damit die Vorteile dieser technologischen Steuerung und Fertigung in einer für das Bauwesen spezifischen Weise zu nutzen.
  • Ausführungsbeispiele der Erfindung werden anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert. In der Zeichnung sind gleiche Komponenten mit identischen Bezugszeichen versehen. Die Zeichnung zeigt in:
  • 1 einen Wandaufbau mit verschiedenen Anschlüssen;
  • 2 eine Draufsicht auf ein Sicherungsbrett und eine Schnittansicht eines Sicherungsbretts am Fuß einer Außenschalung;
  • 3 einen Wandaufbau mit Eckausbildung und Schalungsteller von innen;
  • 4 einen Bock zur Fixierung von Bauplatten;
  • 5a bis 5c Ausführungsbeispiele für die Fixierung von Bohlen im Kelleraußenwandbereich (a), an einer Zwischenwand (b) und an einer Außenwand eines Obergeschosses mit Anschluss zum nächst höheren Stockwerk (c);
  • 6a und 6b weitere Ausführungsbeispiele eines Wandaufbaus in einer Ecke;
  • 7 einen Schnitt durch verschiedene Ebenen eines Arbeitstisches und Gitterrahmens;
  • 8 bis 12 jeweils Grundelemente für den Schalungsaufbau mit Darstellungen von Eckenausbildungen, vorgebohrten Löchern für Bügel und Schalungsanker, einem C-Profil, Eckschiene und Sicherungsschiene;
  • 13 einen Wandaufbau mit Bewehrung und Distanzstücken;
  • 14 eine perspektivische Darstellung einer Eckenausbildung einer verlorenen Schalung;
  • 15 eine Draufsicht auf eine Eckenausbildung einer verlorenen Schalung;
  • 16 einen von außen und von innen gesehenen Wandaufbau;
  • 17 einen Wandaufbau mit montierten Schalungsankern und Schalungstellern;
  • 18 bis 21 jeweils eine Außenschalung für eine Wand mit Verbindung zur nächsten Geschossebene;
  • 22 eine Gesamtansicht einer Schnitt-, Fräs- und Bohreinrichtung gemäß der Erfindung;
  • 23 und 24 jeweils eine Schnitt-, Fräs- und Bohreinrichtung bei der Bauplatten-Aufnahme;
  • 25 die Lagerung einer Bauplatte auf dem Arbeitstisch der Schnitt-, Fräs- und Bohreinrichtung;
  • 26 eine Darstellung des Gitterahmes und der pneumatischen Zylinder zum Bewegen des Gitterrahmens;
  • 28 die Anordnung und Arbeitsweise der pneumatischen Zylinder gemäß 26;
  • 29 eine Darstellung eines Sauggreifers für die Entnahme der Bauplatten;
  • 30 das Schnitt-, Fräs- und Bohrwerkzeug der Schnitt-, Fräs- und Bohreinrichtung;
  • 31 Profilverbinder zwischen zwei C-Profilen;
  • 32 eine Fixierungskonsole mit Höhenverstellung;
  • 33 eine perspektivische Darstellung eines Schalungsaufbaus für einen Unterzug;
  • 34 eine Ausführungsform einer Konfiguration eines Wanddurchbruchs;
  • 35 ein Ausführungsbeispiel für einen Schalungs-Anordnung für einen T-Wandanschluss;
  • 36 einen Plattenkarren mit Höhenverstellung eines Bauplatten-Trägers;
  • 37 einen anderen Plattenkarren;
  • 38 einen Arbeitstisch der Schnitt-, Fräs- und Bohreinrichtung in horizontaler Ausrichtung mit Schwenkarmen;
  • 39 eine Darstellung eines Fenstersturzes;
  • 40 Ausgestaltungen für den Aufbau einer Fensterbrüstung;
  • 41 einen anderen Aufbau einer Fensterbrüstung mit Einbringung der Bewehrung in Arbeitsschritten;
  • 42 einen weiteren Aufbau einer Fensterbrüstung mit Darstellung der Lage eines Unterfensterbretts;
  • 43a bis 43c jeweils eine Darstellung einer Fensterlaibung;
  • 44 einen Wandaufbau mit angeordneter Bewehrung.
  • Mit dem Verfahren werden einzelnen Baulösungen realisiert, die in ihrer Gesamtheit die meisten im Bauwesen vorkommenden Aufgabenstellungen wie die Erstellung von Wänden, Montage von Decken und Wandaussparungen, Fertigung von Unterzügen, Dachstühlen, Treppen und Ständerwerkbauten ermöglichen, wobei diese Leistung durch folgende Merkmale gekennzeichnet sind:
    Extrem schnelle und genaue Fertigung der Bauteile, deswegen erheblicher Kostenvorteil gegenüber konventioneller Bauweise, weitgehende Entlastung von schwerer körperliche Arbeit, Verknüpfung der Arbeitsschritte in Gestalt von bestimmten Wandmodulen, die in standardisierter Weise und Reihenfolge festgelegt und deswegen leicht zu erlernen sind und von einer Computer gesteuerten mobilen Schnitt-, Fräs- und Bohreinrichtung fehlerfrei gefertigt und geliefert werden, was jegliche manuelle Mess- und Ablängmaßnahmen überflüssig macht. Zu den Vorteilen dieser Lösung zählt ferner die erhebliche Verminderung von Abfall, das Entfallen von Reinigung und Pflege von Schalungskörpern und deren Transport bzw. ständige Umsetzung. Die Bearbeitung der Bauplatten im Sinne einer verlorenen Schalung mit Betoneinbringung erfolgt in der Regel auf der Baustelle.
  • Das System sieht eine Aufteilung der zu erstellenden Schalungen für Wände in Modulen vor, die in Folge der auf dem Markt angebotenen Plattenbreite maximal 125 cm breit und je nach Architektenvorgabe bis 350 cm hoch sind. Je nach der zu schaffenden Wandlänge, Position und Größe von Wandöffnungen können einzelne Module auch schmäler und kürzer sein. Die Festlegung der Größe der Module geschieht schon durch die Software, die nach vorgegebenen Kriterien den digitalisierten Architektenplan bearbeitet und in Module einteilt und diese Daten auf einem Datenträger speichert, von dem aus sie in die SPS oder einen Industrie PC einer weitgehend automatischen Schnitt-, Fräs- und Bohreinrichtung eingelesen werden.
  • Das Prinzip der Innovation liegt darin, dass die so bearbeiteten Bauplatten 4 (beispielsweise Spanplatten oder OSB-Platten), die aus einer Schnitt-, Fräs- und Bohreinrichtung 59 fertig geschnitten und vorgebohrt herausgeführt werden, wie in den 22 und 38 gezeigt ist, durch eine Aneinanderreihung von Schritten nicht nur an die Stelle des Wandbaus gebracht und dort mit einander verbunden, sondern auch gegen den Wanddruck des flüssigen Betons gesichert werden.
  • Die Standardisierung dieser Aneinanderreihung der Herstellungsschritte ist der eigentliche Gewinn, indem für bestimmte Wandabschnitte oder für besondere Wandformen wie Eckverbindungen, Fenster – und Türenöffnungen usw. festgelegte und immer wiederkehrende Lösungen vorgegeben sind. Man braucht keinen halben Tag an Einlernzeit, um auf die volle Geschwindigkeit des Montierens der Schalung zu kommen, weil die einzelnen Schritte leicht zu erlernen und in ihrer Reihenfolge logisch sind. Obendrein sind sie auch im Display der Schnitt-, Fräs- und Bohreinrichtung 59 jederzeit nachsehbar, so dass Fehler leicht vermieden werden können. Das Entscheidende dabei ist aber, dass alle Zuschneide- und Bohrvorgänge fehlerfrei von der Schnitt-, Fräs- und Bohreinrichtung erledigt werden, welche die Daten für jedes Modul aus dem Datenträger abgreift. Die Irrtumsrate ist denkbar gering und die Geschwindigkeit dementsprechend groß. Der Abruf der einzelnen Bauplatten bzw. Module seitens der Bauarbeiter erfolgt über das Display der Schnitt-, Fräs- und Bohreinrichtung, indem die nächste zu errichtende als Schalung dienende Bauplatte in der Darstellung der Wand auf dem Display durch Markierung ausgewählt und damit zur Bearbeitung freigegeben wird. Die Auslösung dieses Arbeitsschrittes geschieht am Besten über einen Touch-Screen, wobei die bereits bearbeiteten Module farblich zurückgesetzt erscheinen.
  • Die Software wird einmal mit allen Regeln und Vorranginformationen ausgestattet, was für welches Wandbauteil zu beachten ist, und wendet dann diese Vorgaben bei Schalungen für alle Wand- und Bauteil-Dimensionen an. So können Wände aller Dicke und Form leicht erstellt werden. Es gibt sogar eine Lösung für Sichtbetonzwecke, wenn der Verbleib einer sichtbaren Schalung nicht erwünscht ist.
  • Der regelrechte Aufbau einer Wand geht wie folgt vonstatten. Auf dem Betonboden werden gemäß zuvor vorgenommener Markierungen für den Wandverlauf jeweils auf beiden Seiten der zu erstellenden Wand Bohlen 1 aufgedübelt, die für eine 20 cm dicke Wand einen Abstand von 23 cm bzw. 21,5 cm voneinander haben, wie beispielsweise in den 5a, 5b, 5c dargestellt ist. Diese ca. 5 cm hohen Bohlen 1 sollen den beiden eingelegten Bauplatten 4 (beispielsweise OSB-Platten) an ihren unteren Endabschnitten nach außen hin Halt geben gegen den Druck des später eingebrachten Betons. Vor die äußere Bohle 1 wird dann als erster Arbeitsschritt die zugeschnittene Bauplatte 4, die allseitig mit Nut und Feder versehen ist, eingelegt und dann mittels eines speziellen Bocks 57, wie er beispielsweise in 4 dargestellt ist, an der einen freien Seite eingeklemmt und damit aufrechtstehend festgehalten. Dieser Bock 57 ist ein Holzgebilde von 21,5cm Breite, ca. 100cm Höhe und 50cm Länge, der auf Rädern zwischen den beiden Bohlen 1 auf dem Boden entlang bewegt werden kann. Der Bock 57 weist einen Hebel 55 und eine Andrückplatte 56 auf, mittels denen der Bock 57 fixiert und in einer bestimmten Position eingeklemmt werden kann, so dass er feststeht und mit einem ausziehbaren Arm 54 das freie Ende der Bauplatte 4 festhalten kann. Dieser Bock 57 ist ein einfaches Arbeitsmittel, der zur Realisierung der Errichtung einer Wand unverzichtbar ist.
  • Sinnvoller Weise fängt man in der Reihenfolge der Schritte an einer Wandecke an, wie das auch in den 3, 6a und 6b verdeutlicht ist, so dass gleich die Standfestigkeit der Bauplatten 4 gegeben ist und dann zwei Wandmonteure nach beiden Seiten hin weiterarbeiten können. Wenn der Grundriss keine andere Länge vorgibt, werden dann die nächsten Bauplattenmodule von 125 cm Länge einfach der Reihe nach angefügt und zwar gemäß einem festgelegten Schema von aufeinander erfolgenden Schritten, wobei alle 250 cm bis 375 cm eine Fixierung der als Schalung dienenden Bauplatten 4 mit einer Haltestange 13 erfolgt, wie in 16 dargestellt ist, die am Betonboden fest abgestützt wird. Eine derartige Vorgehensweise erfolgt auch bei der herkömmlichen Betonwanderstellung mit handelsüblichen Schalungen.
  • Das feste Schema von Handlungsschritten besteht darin, dass der Wandaufbau, das heißt zunächst der Aufbau der Schalung, von außen nach innen erfolgt. Zuerst wird, wie beispielsweise in den 8 bis 12 gezeigt ist, die Bauplatte 4 außen aufgestellt und über ein handelsübliches C-Profil 6 mit der benachbarten und zeitlich davor schon aufgestellten Bauplatte 4 verbunden, wobei die beiden benachbarten Bauplatten 4 vorübergehend mittels einer Sicherungsschiene 16 miteinander verbunden werden können. Zum Verbinden der Bauplatten 4 mit dem C-Profil 6 werden übliche Schnellbau-Schrauben verwendet. In der Ecke, in der begonnen wird, wird stattdessen jedoch ein einfaches Eck-Profil 7 vorgesetzt, das einen kleinen Teil der Kräfte aufnehmen soll, die vom später eingebrachten flüssigen Beton ausgehen.
  • Im weiteren Verlauf werden dann 2 bis 3 Bauplatten 4 außen aufgestellt und miteinander verbunden. Wie aus den 44, 13 und 14 ersichtlich ist, erfolgt anschließend das Einbringen bzw. Anordnen der vorbereiteten Bewehrungsmatten 17, die mit bestimmten Abstandshaltern so verbunden werden, dass die Bewehrungsmatten zueinander und zu der jeweiligen an dieser angrenzenden Bauplatte 4 den richtigen Abstand haben und damit gleichzeitig als Distanzstück 20 zwischen den Bauplatten 4 wirken. Dieses Distanzstück 20 ist im Wesentlichen ein U-förmig ausgebildetes Bleckstück von 1 mm Stärke, das im Bereich der Bewehrung, also etwa 5 cm von seinen Enden her, jeweils eine Kerbe aufweist, mit der das Distanzstück 20 mit einem Bewehrungseisen 71 der Bewehrungsmatte 17 in Eingriff ist. Ein ähnliches Distanzstück 19 wird zuvor auch in Ausschnitte des C-Profils 6 eingelegt bzw. eingesetzt, welches gleichzeitig als ein Verbindungsstück bzw. als ein Profilverbinder für das C-Profil 6 an der inneren Bauplatte 4 (Innenschalung) dient.
  • Der dritte Schritt nach dem Einlegen der Bewehrungsmatte 17 ist das Anordnen der inneren Bauplatte 4 (Innenschalung), die zunächst mittels Schnellbauschrauben an dem inneren C-Profil 6 fixiert wird, das, wie in 31 gezeigt ist, seinerseits durch den Profilverbinder 19 gehalten wird. Wie beispielsweise aus den 16 und 35 ersichtlich ist, wird danach innen und außen jeweils ein Spannholz 8 an die als Innenschalung bzw. Außenschalung dienenden Bauplatten 4 angelegt und mittels speziell geformter Bügel, wie z.B. einem Innenbügel 9 und einem Außenbügel 10, befestigt, was aufgrund der in den 10 und 12 gezeigten vorgebohrten Löcher in den Bauplatten 4 erheblich beschleunigt werden kann. Da diese Befestigungen nicht ausreichen, um den Druck von dem flüssigen Beton aufzunehmen, müssen zusätzliche Schalungsanker 11 (auch 14) auf die in 17 gezeigte Weise eingeführt werden, die an beiden Enden jeweils Schalungsteller 12 aufnehmen. Die Schalungsteller 12 können beispielsweise vorbereitete, beidseitig beschichtete Spanholzplatten von 35 mm Stärke sein, auf die mittels großer Unterlegscheiben die Spannung der Mutter auf der Gewindestange übertragen wird. Auf diese Art werden die erheblichen Kräfte von dem flüssigen Beton aufgefangen.
  • Diese Schritte müssen in einer festen Reihenfolge vorgenommen werden, weil sonst das Verbinden der einzelnen Teile nicht gelingt. Zu diesem Grundmuster kommen noch einige Veränderungen oder Ergänzungen hinzu, etwa im Bereich der Außenwand, weil hier keine Bodenbohlen montiert werden können. Ähnliches trifft für alle Wandöffnungen und andere besondere Wandformationen wie T-Kreuzungen, Wandecken und Kreuzungen von vier Wänden zu. Für diese Fälle sind, wie in den 1, 14, 15 und 35 dargestellt, jeweils bestimmte einfache Lösungen vorgesehen, die dazu beitragen, dass die Bauzeit aufgrund der Standardisierung der Lösung verringert wird. Das gilt besonders für die Herstellung der Schalung für die angesprochene Außenwand, bei der durch einige zusätzliche Maßnahmen beispielsweise gleich die Schalung für den Ringbalken für die spätere Deckenmontage mit übernommen wird, vergleiche 3, 16 links, und 43a. Ähnliches gilt für die Gestaltung der Schalung zum Ausbilden von Fenstern und Türen, die es unter Verwendung von beispielsweise einem Verbindungsbrett 21 im Fensterbrüstungsbereich, einem Mittelbrett 22, einem Unterfensterbrett 23, einem Laibungsbrett 24 und einem Sturzdoppelbrett 25 (beispielsweise auch in 39 dargestellt) außen und innen erlaubt, gleich die Installation von Rollladen-Kästen oder Außenjalousie-Aussparungen vorzunehmen, wie aus den 40 bis 43 ersichtlich ist. Alle diese definierten und standardisierten Lösungsdetails sind Teil der erfindungsgemäßen Lösung, ohne die das Verfahren zu einer Insellösung im Baugeschehen zusammenschrumpfen würde.
  • Die vorgenannten Figuren beschreiben die wesentlichen Konstellationen von Wandflächen, Wandverbindungen, Wandanschlüsse und Aussparungen, für die eine standardisierte Lösung in der Software vorgegeben ist, welche dann für die jeweilige Form der Ablängung und der Lokalisierung der Bohrung maßgebend ist.
  • Es ist erkennbar, dass nur eine geringe Zahl von unterschiedlichen Bügeln 9, 10, 18 und Spannhölzern 8 benötigt werden. Auch die Anzahl und der Abstand der Bohrungen von dem Rand der Bauplatten 4 ist definiert, wobei neben den Bohrungen bzw. Löchern für die Bügel 9, 10, 18 auch noch die Bohrungen für die Schalungsanker 11 und Schalungsteller 12 vorzunehmen sind. Diese weisen abhängig von der Breite der zu sichernden Bauplatten 4 zwei unterschiedliche Größen auf und werden in ebenfalls exakt festgelegten Positionen mittig ausgebildet. Auch diese Festlegung wird softwaremäßig nur einmal vorgenommen, in der damit auch die statisch ermittelte Sicherheit gegen den Druck des flüssigen Betons berücksichtigt und enthalten ist.
  • Hinzuweisen ist auf die unterschiedlichen Lösungen betreffend die Bodenfixierungen der als Schalungen verwendeten Bauplatten 4 für die Kelleraußenwand, alle Innenwände und der Außenwand für das über dem Keller liegende Außengeschoss. Die Bodenfixierung der Innenwände erfolgt, wie z.B. in 5b dargestellt ist, dadurch, dass beide Bauplatten 4 jeweils an ihren voneinander abgewandten Außenseiten von einer Bohle 1 gehalten bzw. abgestützt werden, die auf den Betonboden aufgedübelt sind und die die nach außen gerichteten Kräfte des nassen Betons aufnehmen. Im Falle der Montage der Bauplatten 4 auf der Beton- bzw. Bodenplatte für eine Außenwand, muss, wie in 5a gezeigt ist, vor dem Aufstellen der äußeren Bauplatte 4 für diese ein Widerlager gefertigt werden, welches später den Druck des flüssigen Betons gegen die Bauplatte 4 aufnehmen soll. Zu diesem Zweck wird ein Kantholz 2 auf dem Betonboden aufgebracht, gegen das eine so genannte Kehle 3 aus Mörtel oder Beton aufgezogen wird. Nach deren Abbinden bzw. Verfestigen wird das Kantholz 2 entfernt und die zurückbleibende feste Kehle 3 dient als Widerlager für die gebäudeaußenseitig zu montierende Bauplatte 4. Die Fixierung der als Außenschalung dienenden Bauplatten 4 bei allen höher gelegenen Außenwandbereichen ist beispielsweise in 5c schematisch dargestellt.
  • Im Fall der Montage einer Außenwand oberhalb einer Kellersohle ist besonders auf den Teilaspekt hinzuweisen, dass durch die größere Höhe der als Außenschalung verwendeten Bauplatte 4 und durch das Befestigen eines so genannten Doppelschuhs 14 (der im Wesentlichen von zwei zweischenkligen Befestigungslaschen gestaltet ist) an der Außenschalung und dem daran anliegenden Spannholz 8, wie in den 18 bis 21 gezeigt ist, gleichzeitig auch eine Bereitstellung der Randschalung für einen einzubringenden Ringanker erfolgt. Mittels der Doppelschuhe 14 werden jeweils die beiden übereinander angeordneten Bauplatten 4 und das außenseitig vor diesen angeordnete entsprechende Spannholz 8 miteinander verbunden und die beiden Bauplatten 4 an dem Beton des Ringankers fixiert, wobei durch den Doppelschuh 14 gleichzeitig die Fixierung der Außenschalung gegen den nachfolgend einzubringenden Beton mittels einer Drahtfixierung an der Bewehrung der Filigran-Decke erfolgt sowie das leichtere Hineingleiten der nächst höheren Außenschalung auf die darunter angeordnete Außenschalung ermöglicht bzw. das Verfehlen der bereits montierten Bauplatte 4 und das Abstürzen der anzubringenden Bauplatte 4 bei einem Fehlversuch verhindert und schließlich, wie aus 20 ersichtlich ist, die ideale Verlängerung des Spannholzes 8 in den Bereich der nächsten Etage hinein gewährleistet wird.
  • Da die Außenschalung für die Außenwand oberhalb der Kellersohle keine Abstützung durch eine Bohle erfahren kann, muss, wie aus den 5c und 2 ersichtlich ist, an ihrer statt zur Sicherung der Fuge zusätzlich ein Sicherungsbrett 5 zwischen die Spannhölzer 8 eingespannt werden. Damit wird auch der Tatsache Rechnung getragen, dass die Verbindungsstelle zwischen den beiden der Außenschalung dienenden aufeinanderstehenden Bauplatten 4 eine Schwachstelle im Hinblick auf die hier auftretenden Kräfte aufgrund des Betons sein könnte. Das Anbringen eines solchen Sicherungsbrettes 5 erfordert allerdings eine Modifikation des zugehörigen Bügels 10, dargestellt z.B. in 35, in dem Sinne, dass dieser um den Betrag flacher ausgebildet ist, der von der Stärke bzw. Dicke des Sicherungsbretts 5 vorgegeben ist.
  • Wie aus den 40 bis 43 ersichtlich ist, erfolgt die schalungstechnische Gestaltung von Türen, Fenstern und anderen Aussparungen und Durchbrüchen nach dem gleichen Muster mittels einer festen Abfolge von Schritten, gemäß welchen konfektionierte Brettzuschnitte, die auch von der Schnitt-, Fräs- und Bohreinrichtung 59 aufbereitet und geliefert werden, in die als Öffnungen dienenden Wandaussparungen eingebaut werden. Auch hierbei entfällt die Notwendigkeit, nachträglich oder zusätzlich einzelne Elemente bemessen und zuschneiden zu müssen. In den 40 bis 43 ist deutlich gemacht, dass alle einzelnen Bauteile wie Unterfensterbrett 23 (Lichte Weite der Fensterbreite plus 2 × 3 cm), Verbindungsbretter 21 und 22 (Höhe der Fensterbrüstung – Dicke von Unterfensterbrett), Laibungsbrett 24, und Sturzbretter 25 immer eine Mehrfachfunktion haben. Es darf auch hier keine Beliebigkeit des Zuschneidens und der Montagereihenfolge erfolgen, da dadurch sofort die Baugeschwindigkeit vermindern würde. Die sich so ergebende Regelhaftigkeit des Aufbaus erlaubt auch, gleich im Zuge des Rohbaus Vorkehrungen für die Außenjalousien und Rollläden zu treffen.
  • Schließlich muss noch auf den Lösungsweg für die Vorbereitung und Erstellung von Unterzügen hingewiesen werden, der darin besteht, dass der Schnitttisch (Arbeitstisch 28) der Schnitt-, Fräs- und Bohreinrichtung 59 aufgrund seiner Einstellmöglichkeiten das Sägeblatt des in 30 dargestellten Schnitt-, Fräs- und Bohrwerkzeuges zu einer dosierten Eindringtiefe befähigt, so dass beispielsweise in eine Bauplatte Nuten mit einer vorbestimmen Tiefe eingefräst werden können.
  • Wie aus den 33 und 32 erkennbar ist, ergibt sich eine elegante Möglichkeit, mit nur wenigen Handlungsschritten die Schalung für Unterzüge herzustellen, was ebenfalls der Kostenverminderung und Beschleunigung des Bauens dient. Somit können Unterzüge aus Beton hergestellt werden, indem der dafür notwendige Schalungskörper aus einer als Bodenplatte verwendeten Bauplatte 4, die zwei in ihrer Längsrichtung verlaufende Nuten aufweist, deren Abstand voneinander der Breite des herzustellenden Unterzugs entspricht, und zwei senkrecht stehenden Bauplatten 4 gebildet wird, die jeweils eine vorzugsweise eingepasste Feder aufweisen, mit denen die senkrechte stehenden Bauplatten 4 in eine jeweilige Nut in der Bodenplatte eingreifen, wobei der Schalungskörper von dreieckförmigen, ausziehbaren Stabilisatoren (Ständer) mit einer Fixierungskonsole 26 gehalten wird, wie beispielsweise in 33 dargestellt ist, die mittels Schraubverbindungen, die in die in den Rändern der Bodenplatte vorgesehenen Bohrungen eingreifen, fixiert werden. Die Nuten in der als Bodenplatte verwendeten Bauplatte 4 werden mittels der Schnitt-, Fräs- und Bohreinrichtung 59 hergestellt. Wie ferner aus der 32 ersichtlich ist, kann die höhenverstellbare Fixierkonsole 26 einen Halteabschnitt 27 aufweisen. Diese Vorrichtung sieht indessen die Abnahme der Schalungskonstruktion nach dem Abbinden des Betons vor, wobei gegebenenfalls eine Wiederverwertung dieser Schalung möglich ist.
  • Grundsätzlich können die beispielsweise in 3 dargestellten Spannhölzer 8 an der als Innenschalung dienenden Bauplatte 4 nach dem Abbinden des Betons entfernt werden, während die äußeren Spannhölzer 8 verbleiben können und zur Fächerung bzw. Unterteilung für eine Dämmung dienen können und, wenn das erwünscht ist, als Unterkonstruktion für eine darüber aufzubringenden Putzträger wie beispielsweise Stucanet oder ähnlichen Drahtgeweben genutzt werden. Natürlich sind auch andere Dämmungs- und Fassadenmaßnahmen möglich, wobei die Spannhölzer 8 entfernt werden oder erhalten bleiben und als Unterkonstruktion verwendet werden können.
  • Es bleibt noch zu erwähnen, dass auf die innere Wandseite und auf alle Zwischenwände mittels derselben Schnitt-, Fräs- und Bohreinrichtung 59 vorbereitete Gipskartonplatten mit einem handelsüblichen Tackergeräte an den Holzuntergrund z.B. einer OSB-Platte angetackert werden können, wobei in diesem Fall die Baugeschwindigkeit erheblich schneller sein wird, weil die Konfektioniergeschwindigkeit der Gipskartonplatten durch das Entfallen von Lochbohrungen erheblich größer ist, als die der Bauplatten.
  • Die in den 22 bis 24 dargestellte Schnitt-, Fräs- und Bohreinrichtung 59 ist das Kernstück für das Verfahren, und ist als ein mobiles Gerät ausgebildet. Die Montage dieses transportierbaren Gerätes von ca. 150 bis 200 kg Gewicht kann in etwa 10 min bewerkstelligt werden. Es kann auf dem Betonboden des zu erstellenden Hauses/der Geschossebene aufgestellt und gegebenenfalls von einem darüber aufgestellten einfachen Party-Zelt gegen Regen geschützt werden.
  • Eine Besonderheit dieser Schnitt-, Fräs- und Bohreinrichtung 59 besteht darin, dass sie auf Rädern montiert verfahrbar ist und an eine Palette 58 mit Bauplatten 4 herangefahren werden kann, die dann anschließend abgearbeitet werden können. Es entfällt mithin jede Notwendigkeit der Bereitstellung von vorfabrizierten Bauteilen, die in einer Fabrik oder Werkstatt vorgefertigt werden, und damit die Fabrik selbst. Allerdings ist es natürlich auch möglich, diese Arbeitsgänge in einer Fabrik vorzunehmen und von dort die vorbereiteten Platten auf eine Baustelle zu bringen. Die Stellfläche der Maschine beträgt ca. 1m2, die Funktionsfläche 2m2.
  • Die am Computer-Arbeitsplatz gewonnenen digitalen Daten des Bauplanes werden über einen Datenträger in das Schnitt-, Fräs- und Bohreinrichtung eingelesen und von dem Bauausführenden an Hand des Displays sukzessiv abgerufen. Die von einer SPS oder einem Industrie PC gesteuerte Schnitt-, Fräs- und Bohreinrichtung 59 nimmt, nachdem diese einen entsprechenden Befehl erhalten hat, die oberste Bauplatte 4 von dem Stapel von Bauplatten, wie in 24 gezeigt ist, wobei ein Hebearm 30 die jeweils oberste Bauplatte 4 von der Palette 58 mittels eines Sauggreifers 38 (auch 29) aufnimmt und auf dem schräggestellten Schnitttisch 28, 29 der Schnitt-, Fräs- und Bohreinrichtung 59 absetzt, wobei nachfolgend die Bauplatte 4 vollautomatisch mittels der in 30 dargestellten Schnitt-, Fräs- und Bohrwerkzeuge bearbeitet wird, die an einer in X- und Y-Richtung verfahrbaren Lineareinheit 39 angebracht sind.
  • Wie aus der Schnittansicht durch den Arbeitstisch 28 mit Gitterrahmen 29 gemäß 7 ersichtlich ist, weist der Arbeitstisch 28 einen L-Profilahmen 32 mit zwei L-Profilabschnitten auf, an dessen beiden Seiten jeweils eine bewegliche Fassung 35 angeordnet ist für die pneumatisch arbeitenden Zylinder 33, 34 für die Plattenfixierung bzw. für die Bewegung des Gitterrahmens an einer Seite und für einen abklappbaren Schenkel 36 einer Anschlagsvorrichtung und ein Pneumatikzylinder 37 zur Steuerung des Abklappvorganges an der anderen Seite.
  • Die Auflagefläche für die Bauplatte 4, das heißt der in den 23 und 26 gezeigte Arbeitstisch 28 mit Gitterrahmen 29, wird von der SPS so gesteuert, dass die Auflagefläche vermittels der pneumatischen Zylindern 33 und 34, dargestellt in den 28 und 7, so bewegt wird, dass der Gitterrahmen 29, der sich unterhalb der fixierten Bauplatte 4 befindet (in 25 gezeigt), nicht von dem Sägeblatt bzw. Bohreinsatz berührt wird.
  • Anschließend wird die vorbereitete bzw. präparierte Bauplatte 4 mittels eines einfachen Mechanismus zu einer Seite hin herunter- und auf einen speziell konstruierten Plattenkarren 41 aufgeschoben (vereinfachte Ausführung des Plattenkarrens in 37, Ausführung mit Höhenanpassung in 36) und mittels dieses Plattenkarrens 41 zur Wandbaustelle gefahren, wo die Bauplatte 4 in vorbeschriebener Weise eingefügt wird. Eine zu dem Arbeitstisch 28 der Schnitt-, Fräs- und Bohreinrichtung 59 alternative Ausführungsform eines Arbeitstisches weist eine geringere Höhe aber eine größere Länge auf und eignet sich für größere Baustellen oder kann für die Fabrik-Vorfertigung verwendet werden. Die in der 38 dargestellt alternative Ausführungsform weist eine horizontale Bauweise auf und verfügt über eine Lagerung für die zu bearbeitenden Bauplatten auf schwenkbaren Armen 53, durch die die Aufnahme und Lagerung der Bauplatten ermöglicht wird.
  • Der Arbeitstisch 28 der Schnitt-, Fräs- und Bohreinrichtung 59 funktioniert in mehreren unterschiedlichen Modi. Zum einen kann dieser, wie schon beschrieben, vollautomatisch sein Programm zur Bauplattenbearbeitung abarbeiten, so dass nach entsprechender Befehlseingabe am Ende des Vorganges die Bauplatte 4 auf den beigestellten speziell konstruierten Plattenkarren 41 abgelegt wird. So können mehrere Arbeiter von einer Schnitt-, Fräs- und Bohreinrichtung 59 bedient werden. Das setzt allerdings den Ausdruck bzw. die Ausgabe eines kennzeichnenden Klebestreifens oder dergleichen für die einzelnen Bauplatten 4 voraus. Da die Bearbeitung einer Bauplatte 4 seitens der Schnitt-, Fräs- und Bohreinrichtung 59 zwischen 60 und 90 Sekunden dauert (Gipskartontrockenputz-Platten werden allerdings in ca. 20 Sekunden hergestellt) und im Durchschnitt für ein Modul von 125 cm Länge eine Montage-Zeit von ca. 15 Minuten angesetzt wird und pro Modul zwei Bauplatten 4 anfallen, können im Durchschnitt auf eine Schnitt-, Fräs- und Bohreinrichtung 59 vier Handwerker kommen.
  • Die Schnitt-, Fräs- und Bohreinrichtung 59 kann allerdings auch halbautomatisch operieren, indem entweder das Einlegen von Bauplatten 4 (vorzugsweise kleinere Plattenreste von vorherigen Schnitten) oder das Ausgeben derselben oder beides manuell erfolgt. Schließlich kann bei Bedarf das Schnittgut auch durch manuelle Maßeingabe am Display gefertigt bzw. können Maßanpassungen vorgenommen werden.
  • Obendrein ist die Schnitt-, Fräs- und Bohreinrichtung 59 so konzipiert, dass diese nach einer geringen Umrüstung, die maximal 5 Minuten dauert, auch Balken und Ständerwerk markieren, wie beispielsweise durch Einfräsungen in die Oberfläche (Nutung), ablängen und bohren kann. Zu diesem Zweck können auf horizontale Sprossen des Gitterrahmens 29 über deren gesamte Länge hin Tragrollen aufgesteckt werden, der senkrechte Abstand der X-Achse zur Y-Achse kann um ca. 16 cm angehoben werden und ferner kann der ganze Arbeitstisch 28 in eine horizontale Position mit leichter Schräglage zum Kopfende hin gebracht werden. Durch die Verwendung von einfachen rollenbestückten Zusatztischen oder Zusatzböcken kann eine Bearbeitung von Balken mit einer Schnittlänge bis zu 8 m und mehr erreicht werden.
  • Die Schnitt-, Fräs- und Bohreinrichtung 59 ermöglicht drei Linien von Baumaßnahmen.
    • 1. Das Erstellen von Stahlbeton-Wänden mittels verlorener Schalung, wie oben bereits dargestellt;
    • 2. das Anbringen von Gips-Karton-Wänden auf der Innenseite der Wände (das heißt, auf die dem Inneren zugewandte Seite der Innenschalung) im Sinne und an Stelle eines Innenputzes; und
    • 3. das Fertigen eines Dachstuhls, Treppen und ähnlichen Gebäudeelementen sowie von Ständerbauwerken.
  • Die Nutzung der Möglichkeit, Gips-Karton als Putzmaterial zu verwenden, erscheint besonders interessant. Die Arbeitsgeschwindigkeit der Schnitt-, Fräs- und Bohreinrichtung 59 und auch der Baufortschritt bei den montierenden Arbeitern ist insofern besonders hoch, weil die Schnitt-, Fräs- und Bohreinrichtung 59 dabei keine Bohrungen vornehmen muss und das Anbringen der Gips-Karton-Platten auf der Holz-Unterlage der als Schalung dienenden Bauplatte besonders einfach und elegant funktioniert, da die Befestigung dann sinnvoller Weise durch Antackern erfolgt. Der sich hierbei ergebende Preisvorteil gegenüber dem klassischen Putz ist durch das preisgünstige Material und die hohe Arbeitsgeschwindigkeit erheblich. Gilt für den Wandbau im Sinne der Stahlbeton-Wand eine durchschnittliche stündliche Arbeitsleistung pro Arbeiter von 5m Wandlänge zu durchschnittlich 3m Wandhöhe, so dürften im Fall der Nutzung der Gips-Karton-Platte im Sinne von Innenputz die Werte bei 45 m2 bis 50 m2 pro Stunde liegen, allerdings plus zusätzlichem Zeitaufwand für die Fugenverfüllung. Die Kapazität der Schnitt-, Fräs- und Bohreinrichtung 59 selbst für den Zuschnitt der Gipskartonplatten dürfte bei einer Geschwindigkeit von 20 Sekunden pro Bauplatte bei einer durchschnittlichen Breite von 125 cm so hoch liegen, dass in ca. 20 Minuten Gipskartonplatten für die gesamte Innenwandfläche eines Geschosses eines Einfamilienhauses zugeschnitten werden können.
  • Selbstverständlich kann das Verfahren auch für die Erstellung von normalen Trockenbau-Wänden Verwendung finden. Dasselbe trifft zu für die Variante der Ständerbau-Wand und Deckenkonstruktion. Bei letzterer bietet sich noch die zusätzliche Möglichkeit an, dass zur schnelleren und präzisen Montage von Bauteilen diese an bestimmten Stellen mittels Markierungsfräsungen gekennzeichnet werden, so dass das Anbringen eines nächsten Ständer-, Balken- oder Plattenteiles jeweils an exakt jener Stelle erfolgen kann, die im digitalen Bauplan dafür vorgesehen ist. Unter Umständen kann die Genauigkeit und Geschwindigkeit dieser Vorgehensart auch noch dadurch erhöht werden, dass Kerbungen mit Federn bestückt werden, so dass das Verbinden von Bauteilen noch leichter und mit noch weniger Fehlern behaftet erfolgen kann. Auch das kann entscheidend zur Vereinfachung und Beschleunigung der Arbeit und damit wiederum zu günstigeren Kosten beitragen.
  • Zusammenfassend stellt die vorgelegte Lösung einen umfassenden Ansatz dar, um auf dem Weg über eine verlorene Schalung jede Art von Wand in hoher Genauigkeit und Geschwindigkeit zu erstellen, die weit über der von Kleinserien von Fertigbau-Haustypen liegt und deshalb alle Nachteile eines Individualbaus und einer großformatigen Plattenbau-Konstruktion vermeidet und die durch den relativ geringen Arbeitskosten-Anteil sehr kostengünstig ist.
  • Ein besonderer Vorteil dieser Lösung besteht darin, dass tatsächlich jede Wandform gebildet werden kann, dass die Arbeit nicht körperlich belastend und ermüdend ist, dass eine große Anzahl von unterschiedlichen Funktionen dem Programm eigen ist und dass relativ wenig Bauabfall entsteht, weil die Software für die Verwertung von Zuschnittresten an anderer Stelle sorgt. Nicht zuletzt stellt die verlorene Schalung eine zusätzliche Dämmschicht dar und ist die ideale Unterkonstruktion für die Fassaden-Gestaltung und auch für den Innenputz im Sinne des Gips-Karton-Trockenputzes und kann in der Variante der zementgebundenen Spanplatte im Kellerraum schon die Endform der Wand-Innenbeschichtung sein.
  • Es ist kein Verfahren bekannt, das so viele Vorzüge mit so viel praktischem und wirtschaftlichem Nutzen verbindet. Dieser Nutzen ist nur dann erzielbar, wenn die ganze Folge von üblichen Arbeitsvorgängen durch die definierten Arbeitsschritte ersetzt wird. Es sollte nach dieser Philosophie kein relevanter Einzelvorgang übrig bleiben, der nach einem bereits erreichten bestimmten Fertigungszustand und einem nächsten erfindungsgemäßen Folgeschritt eine Zwischenmaßnahme erforderlich macht, in welcher die üblichen zeitaufwendigen manuellen Anarbeitungstätigkeiten notwendig sind.
  • Aus diesem Grund ist auch vorgesehen, dass die fertig geschnittene und vorgebohrte Bauplatte 4 mit einem speziell konstruierten Plattenkarren 41 an den Ort der herzustellenden Wand gefahren wird, wo die Bauplatte durch eine in 36 dargestellte Justiervorrichtung 49 an dem Karren und eine durch Federzug bedienbare Plattenauflagenleiste 46 auf die jeweilige Position auf dem Beton-Boden oder an einer schon montierten Schalungs-Bauplatte (als Trockenputz-Platte) aufgestellt werden kann. Wie ferner aus den 36 und 37 ersichtlich ist, weist der Plattenkarren 41 beispielsweise ein rahmenförmiges Grundgestell 42, einen daran angeordneten Plattenträger 43 mit Querstreben 44, zwei am Grundgestell 42 schwenkbar gelagerte Räder, die jeweils so um 180° verschwenkbar sind, dass die Räder 47 in eine Parallelstellung relativ zur Ebene des Grundgestells 44 verschwenkt werden können, eine Fußfeststellbremse 48 zum Feststellen der Räder und eine klappbare Plattenauflageleiste 46 auf, welche mit einem Federzug und einer Arretierung wirkverbunden ist. Ferner kann der Plattenkarren 41 Mittel (Justiervorrichtung 49) zum Höhenverstellen des Plattenträgers 43 und einen Griff 45 zum Betätigen des Plattenkarrens 41 aufweisen. Gemäß einer Ausgestaltung kann der Plattenträger 43 an seinem Fußabschnitt mittels eines Gelenks mit dem Grundgestell 44 beweglich bzw. schwenkbar verbunden sein. Es kann auch eine Variante für Kletter-Schalung angeboten werden.
  • Sinnvoller Weise sollte eine Baumannschaft von 5 bis 6 Personen, zumindest für die Errichtung von Einfamilien-Häusern, ein integriertes Bauteam bilden, welchem neben einem Tischler und Zimmermann ein Maurer oder Betonfacharbeiter, ein Elektro- und Sanitärinstallateur angehört, durch die die Installationen in und an den Wänden vorgenommen werden, die aber auch gleichzeitig in dem neuen Bau-Gewerk mitarbeiten können.
  • Natürlich können auch die klassischen Trockenbau-Arbeiten mit dem angebotenen Instrumentarium realisiert werden. Diese würden aber im Vergleich zu den Kosten des hier vorgeschlagenen Systems nicht unbedingt wirtschaftlicher sein in Anbetracht des mittlerweile geltenden De-facto-Standards von doppelter Beplankung pro Seite, Türrahmen-Umbauung mit ganzen Bauplatten und der Vorkehrung gegen durchhängende Bauplatten mit Schattenfugen-Ausbildung.
  • Besonders einfach lassen sich Wanddurchbrüche für Medienträger wie Strom, Gas, Wasser in den Wänden vornehmen, wenn die Auskleidungen der Durchbrüche gleichsam die Fluchtlinie der Bauplatten überragen. Die sich hier ergebenden Möglichkeiten sind exemplarisch in 34 dargestellt, wobei der dargestellte Wanddurchbruch von Schalungsbrettern 50 begrenzt wird, an welchen ferner Aussteifungsbretter 51 mittels Zwingen 52 angeordnet werden können.
  • Der grundsätzliche Vorteil des vorgestellten Bausystems gegenüber anderen Lösungsansätzen liegt in der Verbindung folgender Eigenschaften: Preisgünstige verlorene Schalungen werden in handlichen marktüblichen Formaten verwendet, die das Grundmuster der Modularität des Wandaufbaus darstellen, die eine leichte Bearbeitung und unkomplizierten Transport entweder innerhalb der Baustelle oder im Bereich der Baustelle, unbearbeitet in Palettenform und bearbeitet mittels eines speziellen Transportkarrens (Plattenkarren 41), ermöglichen.
  • Die vorgeschlagene Verbindungstechnik ist sehr einfach und lässt alle Konfigurationen von Wandgestaltungen und Wanddurchlässen zu und erfüllt mehrere Funktionen, wie beispielsweise: das Verbinden von Außen- und Innenschalung bei gleichzeitiger Verwendung als Abstandhalter und Anker, Verbinden von nebeneinander und zum Teil auch von über- bzw. aufeinander angeordneten Modulen, das Verbinden der Bauplatten (Schalungen) mit den Spannhölzern, von denen der Betondruck zuverlässig aufgenommen und verteilt wird, und gleichzeitig das Fixieren der Bauplatten gegenüber deren Tendenz, auf Grund des Betondruckes an ihren Verbindungsstellen seitwärts auseinander zu reißen und, wenn erwünscht, die bleibende Befestigung des äußeren Spannholzes als Unterkonstruktion für eine Vorhangfassade.
  • Ein weiterer interessanter und spezifischer Gesichtspunkt liegt in der Tatsache, dass das Verfahren grundsätzlich nur einen außengelagerten Konstruktionsmodus des Schalungsaufbaus vorsieht, das heißt, es wird nicht, wie im klassischen Schalungsbau üblich, zunächst eine durchgehende Schalung eingemessen und erstellt, in welche in einem zweiten Arbeitsgang nachträglich die Konturen der Aussparungen und der Stirnseiten der Wände durch zusätzliche Holzarbeiten eingefügt werden. Die Konturen der Außenschalungen sind bei der hier vorgelegten Lösung die der Mauern selbst und ihrer Aussparungen.
  • Die durchgehende Standardisierung aller Schnitte und Bohrungen der Module (Bauplatten), auch und gerade wenn diese konstruktionsbedingt nicht die Normalbreite von 125 cm aufweisen, die softwaremäßig implementiert sind und nicht jeweils extra festgelegt oder neu berechnet werden muss, ist ein Spezifikum dieser Lösung und der Garant für Genauigkeit, Fehlerfreiheit, hohe Geschwindigkeit und damit auch Wirtschaftlichkeit des Verfahrens, weil dadurch bewusst jeder Spielraum für manuelle Sonderwege der Montage ausgeschlossen werden soll.
  • Auf diese Weise wird das Ziel erreicht, ein Einzelgebäude, das seinem Wesen nach ein Unikat ist, wie eine Serie von sich wiederholenden Produkten behandeln zu können und damit einen Rationalisierungsgewinn zu erzielen, wie er sonst auf dem Bau bislang nicht möglich war.

Claims (5)

  1. Verfahren zur Errichtung von Wänden mittels verlorener Schalungen aus Bauplatten, wie OSB-Platten, Spanplatten oder dergleichen, dadurch gekennzeichnet, dass die Bauplatten mittels einer mobilen Schnitt-, Fräs- und Bohreinrichtung zugeschnitten und vorgebohrt werden und anschließend eine Schalung für Wände und Maueranschlüsse einschließlich Wanddurchlässe, wie Fenster, Türen oder dergleichen gemäß definierter Montage-Vorschriften errichtet wird, wobei die als Innen- und Außenschalung dienenden Bauplatten mittels eines Sets standardisierter Verbindungselemente verbunden werden, welche ferner als Abstandhalter zwischen einander gegenüberliegenden Bauplatten mit Ankerwirkung gegen den Druck des flüssigen Betons, dem Verbinden mit benachbarten, gleichsinnig aufgebauten Modulen aus Bauplatten und dem Fixieren von Nut- und Federverbindungen von nebeneinander angeordneten Bauplatten gegen seitliches Auseinanderreißen auf Grund des Betonsdruckes und dem Fixieren von Spannhölzern an den Außenseiten der Innenschalung und der Außenschalung dienen, welche als vorübergehende, Druck aufnehmende Verriegelung und im Fall eines äußeren Spannholzes als bleibende Unterkonstruktion für eine Vorhangfassade verwendet werden, wobei beim Bearbeiten der als Schalungen zu verwendenden Bauplatten mittels der Schnitt-, Fräs- und Bohreinrichtung Aussparungen in die Bauplatten eingearbeitet werden, und von den Aussparungen in den als Außenschalung verwendeten Bauplatten die Begrenzungen für spätere Wanddurchlässe bereitgestellt werden.
  2. Verfahren gemäß Anspruch 1, bei dem die Schnitt-, Fräs- und Bohreinrichtung unter Beanspruchen eines Funktionsraums von weniger als 2m2 vorzugsweise auf einer Baustelle eingesetzt wird, wobei die Schnitt-, Fräs- und Bohreinrichtung zum Bearbeiten der Bauplatten digitale Daten von einem Datenträger empfängt, welche aus einer digitalen Bauzeichnung gewonnen werden und die Modulierung des Baukörpers enthalten, und wobei die Schnitt-, Fräs- und Bohreinrichtung einen hydraulisch oder motorisch gesteuerten Hebearm und einen daran befestigten Sauggreifer aufweist, mittels welchen jede Bauplatte einzeln von einer Palette entnommen und auf einem Arbeitstisch mit einem beweglichen Gitterrahmen der Schnitt-, Fräs- und Bohreinrichtung abgelegt wird, und die Bauplatte auf dem Arbeitstisch eingespannt und bearbeitet wird, wobei die Bewegung des Gitterrahmens mittels einer SPS derart gesteuert wird, dass ein Kontakt zwischen einem die Bauplatte bearbeitenden Werkzeug und dem Gitterrahmen vermieden wird, und wobei Mittel vorgesehen sind, von denen die bearbeitete Bauplatte anschließend von dem Gitterrahmen seitlich herunter und auf einen Plattenkarren aufgeschoben wird, wobei der komplette Vorgang vollautomatisch, halbautomatisch oder manuell durch Betätigen eines Touch-Screen-Displays gesteuert wird.
  3. Verfahren gemäß Anspruch 1 oder 2, bei dem für ein erleichtertes Ausbilden eines Ringbalkens die Außenschalung für eine Außenwand um die Dicke der nachfolgend aufzubringenden Betondecke zuzüglich 2cm höher bemessen wird, als die zugeordnete Innenschalung, und am oberen Endabschnitt der Außenschalung als Doppelschuhe ausgebildete Verbindungselemente befestigt werden, die zum Verkrallen mit dem einzubringenden Beton dienen, so dass die Doppelschuhe und damit die Außenschalung nach dem Abbinden des Betons fixiert sind, und die Doppelschuhe als Auflager für die freien Enden der Spannhölzer für die Außenschalung für das nächst höhere Geschoss und als Anschlag für die nach oben hin als nächstes anzuordnende Außenschalung verwendet werden, wobei mittels Drahtverbindung zwischen Doppelschuhen und der Bewehrung einer montierten Filigrandecke ein Abschluss der Ring-Balken-Ebene und ihrer Beton-Auffüllung erzeugt wird.
  4. Verfahren gemäß Anspruch 1, 2 oder 3, wobei zum Herstellen von Unterzügen aus Beton der Schalungskörper aus einer horizontalen Bauplatte, die zwei in ihrer Längsrichtung verlaufende Nuten aufweist, deren Abstand voneinander der Breite des herzustellenden Unterzugs entspricht, und zwei vertikalen Bauplatten gebildet wird, die jeweils mittels einer in jeweils eine der Nuten in der horizontalen Bodenplatte eingreifenden Feder auf der horizontalen Bauplatte positioniert werden, wobei die vertikalen Bauplatten mittels dreieckförmigen, ausziehbaren Stabilisatoren gehalten werden, die die vertikalen Bauplatten an ihren voneinander abgewandten Außenseiten abstützen, und die mittels einer Schraubverbindung an der horizontalen Bauplatte fixiert werden, wobei die Nuten in den Bauplatten mittels der Schnitt-, Fräs- und Bohreinrichtung hergestellt werden.
  5. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die Schnitt-, Fräs- und Bohreinrichtung zum Bearbeiten von Langholzelementen, wie Ständerwerk, Pfosten, Riegel, Balken für Wand- und Dachstuhlkonstruktionen und dergleichen umgerüstet werden kann, indem an horizontale Sprossen des Gitterrahmens Tragrollen montiert werden und der Arbeitstisch der Schnitt-, Fräs- und Bohreinrichtung in eine Schräglage eingestellt wird, so dass das eine Ende des Arbeitstisches um etwa 16 cm relativ zur Horizontallage angehoben ist, und zum Abstützen von freien Enden der zu bearbeitenden Langholzelemente separate Trägerrollen-Böcke mit einem definierten Abstand zur 0-Linie des Arbeitstisches positioniert werden, so dass die Langholzelemente gemäß Daten-Eingabe rechtwinklig oder mittels Schrägschnitten abgelängt, gebohrt oder mit einer Nut-Markierung versehen werden können.
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