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DE102006028412A1 - Verfahren zur Messung des Luftdrucks in einem Fahrzeugreifen - Google Patents

Verfahren zur Messung des Luftdrucks in einem Fahrzeugreifen Download PDF

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DE102006028412A1
DE102006028412A1 DE200610028412 DE102006028412A DE102006028412A1 DE 102006028412 A1 DE102006028412 A1 DE 102006028412A1 DE 200610028412 DE200610028412 DE 200610028412 DE 102006028412 A DE102006028412 A DE 102006028412A DE 102006028412 A1 DE102006028412 A1 DE 102006028412A1
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Thorsten Pannek
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Robert Bosch GmbH
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Robert Bosch GmbH
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Abstract

Verfahren zur Messung des Luftdrucks (p) in einem Fahrzeugreifen (2) während der Fahrt, wobei ein Beschleunigungssensor (3) in dem Reifen angeordnet ist und ein Signal generiert, das eine Zentripetalbeschleunigung (a<SUB>Z</SUB>) in dem Reifen (2) präsentiert. Der Reifendruck (p) wird aus dem zeitlichen Verlauf des Signals ermittelt.

Description

  • Stand der Technik
  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren, eine Anordnung sowie ein Computerprogramm zur Messung des Luftdrucks in einem Fahrzeugreifen während der Fahrt, wobei ein Beschleunigungssensor in dem Reifen angeordnet ist und ein Signal generiert, das eine Zentripetalbeschleunigung in dem Reifen repräsentiert.
  • Es ist bekannt, fahrzeuginterne Vorrichtungen zur Überwachung des Luftdrucks im Reifen einzusetzen. Diese Vorrichtungen weisen eine feststehende Einrichtung auf, die mit einer sich mit dem jeweiligen Rad des Fahrzeugs mitbewegenden Einrichtung zusammenwirkt, so dass während des Fahrzeugbetriebs eine Überwachung des Luftdrucks im Reifen erfolgen kann. Die sich mitbewegende Einrichtung sensiert mit geeigneten Mitteln den Luftdruck im Reifen und übermittelt ein drahtloses Signal an die feststehende Einrichtung. Wenn der Luftdruck einen bestimmten Wert unterschreitet, gibt die feststehende Einrichtung ein optisches oder akustisches Signal an den Fahrer.
  • Probleme des Standes der Technik
  • Derzeitige Systeme zur Luftdrucküberwachung enthalten häufig einen Drucksensor zur Messung des Drucks im Reifen, dessen Messwerte geeignet, insbesondere drahtlos durch Telemetrie an ein Steuergerät im Fahrzeug übermittelt werden. Neuere Entwicklungen zielen in Richtung reifenintegrierter Systeme, bei denen die Sensorik, Telemetrie und Energieerzeugung direkt in den Reifen einvulkanisiert werden. Derartige Systeme erfordern einen Drucksensor und ein Signalübertragungsmittel. Die bekannten Systeme zur Ermittlung des Reifendrucks sind jedoch teuer und insbesondere in der aggressiven Umgebung eines Fahrzeugrads unter Umständen unzuverlässig, weil der Drucksensor direkt in Kontakt mit der Reifenatmosphäre steht.
  • Offenbarung der Erfindung
  • Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Einrichtung und ein Verfahren zur Überwachung des Luftdrucks in einem Fahrzeugreifen während der Fahrt anzugeben, durch welchen die Messung des Reifendruckes auf einer einfachen und kostengünstigen Weise bei einer hohen Zuverlässigkeit erfolgt.
  • Dieses Problem wird gelöst durch Verfahren zur Messung des Luftdrucks in einem Fahrzeugreifen während der Fahrt, wobei ein Beschleunigungssensor in dem Reifen angeordnet ist und ein Signal generiert, das eine Zentripetalbeschleunigung in dem Reifen repräsentiert, wobei der Reifendruck aus dem zeitlichen Verlauf des Signals ermittelt wird. Der Reifendruck wird bevorzugt anhand eines aus dem Signal ermittelten Zeitverhältnisses, welches eine Änderung der Zentripetalbeschleunigung während eines Radumlaufs wiedergibt, ermittelt. Vorzugsweise wird der Reifendruck aus der Länge einer Auflagefläche des Reifens auf einer Fahrbahn ermittelt. Dabei ist vorzugsweise vorgesehen, dass das Verhältnis der Längenausdehnung der Auflagefläche des Reifens auf der Fahrbahn zum Gesamtumfang des Reifens vermittels des aus dem Signal des Beschleunigungssensors gemessenen Zeitverhältnis bestimmt wird.
  • Der Beschleunigungssensor ist derart im Inneren der Lauffläche des Reifens befestigt, dass eine Zentripetalbeschleunigung in dem zu prüfenden Reifen ermittelt wird, wobei anhand eines durch die Beschleunigungssignale ermittelten Zeitverhältnisses, welches eine Änderung der Zentripetalbeschleunigung während eines Radumlaufs wiedergibt, der Reifendruck ermittelt wird.
  • Durch die erfindungsgemäße Lösung wird erreicht, dass mit vergleichsweise einfachen messtechnischen Mitteln, nämlich durch das Vorsehen eines im inneren des Reifens integrierten Beschleunigungssensors, der Wechsel von einem großen Beschleunigungssignal zu einem kleinen Signal nahe 0, also einem Signal unterhalb eines unteren Grenzwertes, bzw. zu einem gestörten rasch schwankenden Signal analysiert werden kann, um zu erkennen, ob der Reifendruck optimal ist oder nicht. Durch das Vorsehen von einem Beschleunigungssensor zur Ermittlung des Reifendrucks, kann auf einen Drucksensor und die damit verbundene Notwendigkeit eines Medienkontakts zum Sensormodul im Reifen verzichtet werden. Die erfindungsgemäße Einrichtung, die einen Beschleunigungssensor vorsieht, kann als eine abgeschlossene Einrichtung mit hermetisch gekapselten Sensoren ausgeführt werden. Das Messsystem wird somit von der aggressiven Atmosphäre im Reifen auf eine einfache und kostengünstige Weise isoliert. Dadurch wird vermieden, dass es zu schädlicher Korrosion im Modul und dadurch zu einer wesentlichen Beeinträchtigung der Zuverlässigkeit des Messsystems kommt.
  • Vorzugsweise kann anhand des durch den Beschleunigungssensor gemessenen Zeitverhältnisses τ/T das Verhältnis der Längenausdehnung einer Auflagefläche A des Reifens auf der Fahrbahn IA zum Gesamtumfang des Reifens 2πr nach der Formel: IA/2πr = τ/T,bestimmt werden, wobei τ die Zeit ist, in der der Beschleunigungssensor auf der Fahrbahn aufliegt und somit die Zentripetalbeschleunigung aZ annährend 0 ist, und T eine Periodendauer eines vollständigen Umlaufs des Rades ist. Die Länge der Auflagefläche IA des Reifens in Fahrtrichtung ist für die Bestimmung eines absoluten Reifendrucks maßgebend. Die so ermittelte Größe ist zwar nicht direkt einem Reifendruck gleichzusetzen, jedoch liefert sie als eine „relative Auflagefläche auf der Fahrbahn" eine klare Aussage darüber, ob der Reifendruck unter der aktuellen Fahrzeugbeladung richtig ist oder nicht.
  • Vorzugsweise ist vorgesehen, dass bei einer Abweichung des Zeitverhältnisses von einem vorgegebenen Wert eine kritische Abnahme oder Zunahme des Reifendruckes erkannt wird.
  • Die Einrichtung kann bevorzugt einen zusätzlichen Temperatursensor enthalten, wobei die aus dem Signal des Beschleunigungssensors ermittelten physikalischen Größen, insbesondere Beschleunigungssensordaten, durch die mit einem Temperatursensor gemessene Reifentemperatur korrigiert werden. Die Temperatur des Reifengummis gibt ein weiteres Indiz dafür, ob der Reifendruck unter den Belastungen der Fahrt angemessen oder zu niedrig gewählt worden ist, im Sinne einer redundanten Messgröße. Über einen zu hohen Reifendruck macht die Temperatur keine Aussage. Hohe Temperatur entspricht generell einem hohen Materialverschleiß pro Zeiteinheit, niedrige Temperatur – einem entsprechend niedrigeren Materialverschleiß pro Zeiteinheit. Integration der Verschleißdaten erlaubt z.B. eine Aussage über die Restlebensdauer des Reifens. Es ist besonders vorteilhaft, dass diese Kombination aus einem Beschleunigungssensor und einem Temperatursensor in einem Messsystem nicht nur eine redundante Größe für einen zu niedrigen Reifendruck liefern sondern auch als Reifenverschleißindikator dienen kann.
  • Das eingangs genannte Problem wird auch gelöst durch eine Anordnung zur Messung des Luftdrucks in einem Fahrzeugreifen während der Fahrt, wobei ein Beschleunigungssensor in dem Reifen angeordnet ist und ein Signal generiert, das eine Zentripetalbeschleunigung in dem Reifen repräsentiert, wobei der Reifendruck aus dem zeitlichen Verlauf des Signals ermittelt wird. In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kann als Beschleunigungssensor ein piezoelektrischer oder ein sonst wie gearteter Vibrationswandler verwendet werden, der gleichzeitig als Energiewandler zur Erzeugung elektrischer Energie aus der Vibration dient, ein so genannter „Power Harvester" oder ein „power harvesting device". Dadurch, dass das Signal dieses „Power harvester" in Form eines piezoelektrischen Vibrationswandlers gleichzeitig als Messsystem zur Ermittlung der Beschleunigungskräfte im Reifen herangezogen werden kann, entfällt auch die Notwendigkeit eines zusätzlichen Beschleunigungssensors. Somit kann das System besonders günstig ausgeführt werden.
  • Der Vibrationswandler kann bevorzugt als Piezostreifen parallel zur Reifenlauffläche befestigt werden und zur Erzeugung von elektrischen Signalen aus den Beschleunigungssignalen des Beschleunigungssensors verwendet werden, wobei die elektrischen Signale zur Energieversorgung einer Sensorelektronik und gleichzeitig als Beschleunigungssignale zur Ermittlung des Reifendrucks dienen. Somit entfällt die Notwendigkeit eines separaten Beschleunigungssensors oder eines Drucksensors zur Reifendruckbestimmung. Es ist aber auch möglich, einen zusätzlichen Drucksensor zur direkten Reifendruckbestimmung bzw. einen separaten Beschleunigungssensor zusätzlich zum piezoelektrischen oder wie auch immer gearteten Vibrationswandler einzusetzen. Im letzteren Fall kann der Beschleunigungssensor piezoelektrisch oder als Siliziumsensor, z.B. als ein oberflächenmikromechanischer Beschleunigungssensor in Si-Technik ausgeführt sein.
  • Vorzugsweise ist der Beschleunigungssensor und gegebenenfalls die weiteren Sensoren, welche ein Sensorsystem bilden, z. B. mittels eines Standard-Vulkanisierverfahrens in den Reifen einvulkanisiert und in diesen somit integriert, ohne dass Zugänge vom Reifeninneren zum Sensorsystem vorgehalten oder später angelegt werden müssen, da die Gewinnung eines Beschleunigungssignal ein Messprinzip ist, das grundsätzlich ohne Medienkontakt auskommt.
  • Das eingangs genannte Problem wird auch gelöst durch ein Computerprogramm mit Programmcode zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Verfahrensansprüche, wenn das Programm in einem Computer oder Microcontroller oder Microprozessor ausgeführt wird.
  • Zeichnungen
  • Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigen:
  • 1 eine Prinzipdarstellung eines Fahrzeugrades;
  • 2 ein Diagramm, in dem die Abhängigkeit der Zentripetalbeschleunigung von der Zeit graphisch dargestellt ist.
  • 1 zeigt skizzenhaft eine vereinfachte Darstellung eines Fahrzeugrades 1 mit einem Fahrzeugreifen 2. Der Fahrzeugreifen 2 umfasst eine Lauffläche 9 sowie ein in der Regel mit Luft gefülltes Reifeninneres 10. Die Luft weist einen Druck (statischer Druck gleich Gesamtdruck) von p auf. Im Reifeninneren 10 des Fahrzeugreifen 2 ist ein Beschleunigungssensor 3 angeordnet, der ein elektromegnetisches Signal über einen Aufnehmer 4, der z.B. achsfest oder karosseriefest angeordnet ist, an eine Auswerteeinrichtung 5 überträgt. Zusätzlich kann ein Temperatursensor 11 in dem Reifen angeordnet sein, der ein Signal erzeugt, das die Reifentemperatur (Temperatur der Reifenlauffläche un/oder Lufttemperatur im Reifen und/oder Temperatur innerhalb des Materials der Lauffläche, je nach Anordnung des Sensors) repräsentiert und ebenfalls elektromagnetisch an die Auswerteeinrichtung überträgt. Die Auswerteeinrichtung 5 ist Teil eines Steuergerätes 6, das mit Anzeigeeinrichtung 7 im Blickfeld eines Fahrers in einem Kraftfahrzeug verbunden ist. Der Fahrzeugreifen 2 rollt auf einer Fahrbahn 8. Die Fahrbahn weist eine Oberflächenbeschaffenheit auf, die insbesondere durch das Material der Oberfläche sowie deren physikalische Eigenschaften charakterisiert ist. Dazu gehören auch Unebenheiten z.B. in Form von Wellen, Rillen oder Fremdkörpern. Ebenso verändern Beläge wie z.B. Wasser auf der Oberfläche den Kontakt zwischen Reifen und Fahrbahn.
  • Das Fahrzeuggewicht verteilt sich bekannterweise auf die Räder, wobei jedes Rad über die Fläche A der Fahrbahn-Auflage ein Teilgewicht G des Fahrzeugs zu tragen hat, wie in der Prinzipdarstellung gezeigt ist. Der Zusammenhang zwischen Reifendruck p und Teilgewicht G sowie der Auflagefläche A ist gegeben durch die Formel: G = p·A. Der Reifendruck p trägt also dieses Gewicht G vermöge einer Auflagefläche A des Reifens auf der Fahrbahn. Die Länge der Auflagefläche IA ist dabei die entscheidende Größe, durch welche entschieden wird, ob der Reifen „richtig" oder „falsch" am Fahrzeug betrieben wird. Die richtige Auflagefläche wird in an sich bekannter Weise über den Reifendruck p eingestellt. Ist der Reifendruck p zu gering, wird die Auflagefläche A zu groß und der Reifen zu stark durchgewalkt. Dies würde zu einer Überhitzung und überhöhten Verschleiß und Kraftstoffverbrauch führen. Ist jedoch der Reifendruck p zu hoch, dann ist die Auflagefläche zu klein und die Kraftübertragung ReifenStrasse dementsprechend nicht optimal, was sich z.B. beim Beschleunigen oder bei einem Bremsmanöver schädlich auswirken kann. Wird das Fahrzeug mit Zusatzlasten beladen oder davon befreit, muss in der Regel der Reifendruck erhöht oder abgesenkt werden, um wieder die richtige Auflagefläche Reifen-Strasse einzustellen.
  • Die Länge der Auflagefläche A in Fahrtrichtung bzw. deren relativer Anteil bezogen auf den Gesamtumfang des Reifens kann mittels Beschleunigungsmessung ermittelt werden. Während der Beschleunigungssensor denjenigen Teil der Bahn durchläuft, der dem Reifenumfang entspricht, ermittelt er die Zentripetalbeschleunigung, die in der Regel eine Größenordnung von 10g bis einigen 100g annimmt. Durchläuft der Beschleunigungssensor denjenigen Teil der Bahn, der der Kontaktfläche A mit der Fahrbahn entspricht, ist das Beschleunigungssignal nahezu 0, bzw. es werden Vibrationen oder Störungen de Straßenbelags ermittelt. In jedem Fall ist das Signal ein sehr unregelmäßiges, schnell variierendes, relativ kleines Beschleunigungssignal.
  • In 2 ist ein Diagramm gezeigt, in dem die Abhängigkeit der Zentripetalbeschleunigung, d.h. die Beschleunigung senkrecht zum Reifenumfang, von der Zeit graphisch dargestellt ist. Die Zentripetalbeschleunigung auf dem Reifenumfang ergibt sich unmittelbar aus der Raddrehung und dem Reifenradius, d.h. dem Abstand Achsmittelpunkt bis zur Reifenfläche, in der die Messung stattfindet. Der Wert der Zentripetalbeschleunigung ist: aZ = ω2r,wobei r der Reifenradius ist, ω – die momentane Drehgeschwindigkeit des Rades.
  • Misst man die Zentripetalbeschleunigung aZ mit einem Beschleunigungssensor, der an einem fixen Punkt der inneren Lauffläche eines Reifens befestigt ist, erhält man den in 2 gezeigten qualitativen Verlauf. Relativ lange Phasen mit hohen Werten der Zentripetalbeschleunigung wechseln periodisch ab mit relativ kurzen Phasen relativ niedriger Beschleunigung, die während des Kontakts des Beschleunigungssensors mit der Fahrbahn auftreten, wie aus 2 ersichtlich ist. Innerhalb einer Auflagefläche A des Reifens ist die Zentripetalbeschleunigung an nähernd 0, da ein Punkt der Auflagefläche A auf der Fahrbahn sich annähernd geradlinig linear und parallel zur Fahrbahn bewegt. Mit τ ist dabei die Zeitspanne gezeigt, die der Beschleunigungssensor auf der Fahrbahn aufliegt. Mit T ist die Periodendauer (1/Raddrehzahl) gezeigt. Mit Hilfe der Beschleunigungssignale können die Zeitspannen eines Durchlaufens des „freien" Umfangs (T-τ) des Reifens und des Kontaktbereichs mit der Fahrbahn τ genau gemessen werden. Das Verhältnis der gemessenen Zeiten τ/T spiegelt das Verhältnis der Längenausdehnung der Fläche A zum Gesamtumfang des Reifens nach der Formel: IA/2πr = τ/T, wieder. Dabei genügt es, wenn das Beschleunigungssignal auf große Änderungen oder Sprünge analysiert wird, wie sie für den Wechsel der Bahnabschnitte charakteristisch sind.
  • Absolutwerte oder ein absolut und genauer messender Beschleunigungssensor sind hierfür an sich nicht erforderlich. Vielmehr kommt es nur auf den Wechsel von einem großen Signal zu einem kleinen Signal nahe 0 bzw. zu einem gestörten rasch schwankenden Signal an. Somit ist das so ermittelte Zeitverhältnis die eigentlich relevante Messgröße für den Reifendruck. Eine über die Zeit erfolgende Vergrößerung dieses Verhältnisses kann in an sich bekannter Weise mit einer gewissen Rate als kritische Reifendruckabnahme interpretiert werden.
  • Mit der erfindungsgemäßen Überwachungseinrichtung kann auch eine Warnung an den Fahrzeugführer abgegeben werden, beispielsweise ein optisches und/oder akustisches Signal. Es ist auch möglich, sämtliche Reifen eines Fahrzeugs jeweils separat für sich zu überwachen und eine individuelle Anzeige für den Reifendruck jedes Reifens vorzusehen, oder aber auch eine individuelle an jedem Reifen erfolgende Luftdrucküberwachung vorzunehmen, die jedoch insgesamt nur zu einem einheitlichen Meldesignal führt. In diesem Fall muss der Fahrzeugführer nach Wahrnehmung des Warnsignals prüfen, welcher Reifen zu der Alarmauslösung geführt hat.

Claims (11)

  1. Verfahren zur Messung des Luftdrucks (p) in einem Fahrzeugreifen (2) während der Fahrt, wobei ein Beschleunigungssensor (3) in dem Reifen angeordnet ist und ein Signal generiert, das eine Zentripetalbeschleunigung (aZ) in dem Reifen (2) repräsentiert, dadurch gekennzeichnet, dass der Reifendruck (p) aus dem zeitlichen Verlauf des Signals ermittelt wird.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Reifendruck (p) anhand eines aus dem Signal ermittelten Zeitverhältnisses (τ/T), welches eine Änderung der Zentripetalbeschleunigung (aZ) während eines Radumlaufs wiedergibt, ermittelt wird.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Reifendruck (p) aus der Länge (IA) einer Auflagefläche (A) des Reifens auf einer Fahrbahn (8) ermittelt wird.
  4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis der Längenausdehnung (IA) der Auflagefläche (A) des Reifens (2) auf der Fahrbahn (8) zum Gesamtumfang des Reifens (2πr) vermittels des aus dem Signal des Beschleunigungssensors (3) gemessenen Zeitverhältnis (τ/T) bestimmt wird.
  5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Abweichung des Zeitverhältnisses (τ/T) von einem vorgegebenen Wert eine kritische Abnahme oder Zunahme des Reifendruckes (p) erkannt wird.
  6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die aus dem Signal des Beschleunigungssensors (3) ermittelten physikalischen Größen durch die mit einem Temperatursensor (11) gemessene Reifentemperatur korrigiert werden.
  7. Anordnung zur Messung des Luftdrucks (p) in einem Fahrzeugreifen (2) während der Fahrt, wobei ein Beschleunigungssensor (3) in dem Reifen angeordnet ist und ein Signal generiert, das eine Zentripetalbeschleunigung (aZ) in dem Reifen repräsentiert, dadurch gekennzeichnet, dass der Reifendruck (p) aus dem zeitlichen Verlauf des Signals ermittelt wird.
  8. Anordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Beschleunigungssensor (3) ein Vibrationswandler ist, der gleichzeitig als Energiewandler zur Erzeugung elektrischer Energie aus der Vibration dient.
  9. Anordnung nach nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Vibrationswandler als Piezostreifen parallel zur Reifenlauffläche befestigt ist und zur Erzeugung von elektrischen Signalen aus den Beschleunigungssignalen dient, wobei die elektrischen Signale zur Energieversorgung einer Sensorelektronik sowie als Beschleunigungssignal zur Ermittlung des Reifendrucks dienen.
  10. Anordnung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Beschleunigungssensor und gegebenenfalls weitere Sensoren, die ein Sensorsystem bilden, in den Reifen (2) einvulkanisiert sind.
  11. Computerprogramm mit Programmcode zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wenn das Programm in einem Computer ausgeführt wird.
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