-
Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Schallübertragungseinrichtung für ein Kraftfahrzeug zum
Abstrahlen von Luftschall in einen Fahrzeuginnenraum oder in dessen
Richtung, mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1. Die
Erfindung betrifft außerdem
ein mit einer derartigen Schallübertragungseinrichtung
ausgestattetes Kraftfahrzeug.
-
Aus
der
DE 199 22 216
A1 ist eine Schallübertragungseinrichtung
bekannt, die eine Abstrahlvorrichtung und eine Übertragungsleitung aufweist. Die Übertragungsleitung
ist mit einem Eintrittsende an eine Frischgasleitung, die einer
Brennkraftmaschine des Kraftfahrzeugs Frischgas zuführt, und
mit einem Austrittsende an die Abstrahlvorrichtung angeschlossen.
Im Betrieb der Schallübertragungseinrichtung
führt die Übertragungsleitung
an ihrem Eintrittsende eintretenden Luftschall der Abstrahlvorrichtung
zu, die ihrerseits Luftschall in den Fahrzeuginnenraum oder in dessen
Richtung abstrahlt. Bei der Übertragungsleitung
handelt es sich vorzugsweise um einen Hohlkörper. Die Abstrahlvorrichtung
weist vorzugsweise eine Resonanzkammer und eine schwingungsfähige Membran
auf.
-
Mit
Hilfe derartiger Schallübertragungseinrichtungen
wird versucht, im Fahrzeuginnenraum ein akustisches Feedback über den
aktuellen Lastzustand der Brennkraftmaschine zu erzeugen. Beispielsweise
soll beim Beschleunigen des Fahrzeugs ein damit korrelierender „kräftiger" Sound im Fahrzeuginnenraum
hörbar
sein.
-
Aus
der
DE 101 14 397
A1 ist eine weitere Schallübertragungseinrichtung bekannt,
bei der mehrere Übertragungsleitungen
bzw. mehrere Abstrahlvorrichtungen vorgesehen sind. Des Weiteren
zeichnet sich diese Schallübertragungseinrichtung
durch Schalteinrichtungen aus, die zwischen der Frischgasleitung
und der jeweiligen Abstrahlvorrichtung angeordnet sind. Jede Schalteinrichtung
ist zwischen einer Offenstellung, in der sie die Luftschallzuführung zur
jeweiligen Abstrahlvorrichtung ermöglicht, und einer Schließstellung
verstellbar, in der sie die Luftzuführung zur jeweiligen Abstrahlvorrichtung
behindert oder sperrt. Bei der bekannten Schallübertragungseinrichtung sind
die Schalteinrichtungen durch schwenkbare Klappen gebildet, die
mit Hilfe entsprechender Stellantriebe betätigbar sind.
-
Der
Aufwand zur Realisierung einer aktivierbaren und deaktivierbaren
Luftschallabstrahlung zum Fahrzeuginnenraum gestaltet sich mit Hilfe
derartiger Schalteinrichtungen relativ aufwändig.
-
Die
vorliegende Erfindung beschäftigt
sich mit dem Problem, für
eine Schallübertragungseinrichtung
der eingangs genannten Art bzw. für ein damit ausgestattetes
Kraftfahrzeug eine verbesserte Ausführungsform anzugeben, die sich
insbesondere durch eine preiswerte Herstellbarkeit auszeichnet.
-
Dieses
Problem wird erfindungsgemäß durch
die Gegenstände
der unabhängigen
Ansprüche
gelöst.
Vorteilhafte Ausführungsformen
sind Gegenstand der abhängigen
Ansprüche.
-
Die
Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, die jeweilige Schalteinrichtung
mit einem Formschlauch auszustatten, bei dem in einem elastischen
Abschnitt eine Engstelle ausgeformt ist. Die Formgebung der Engstelle
und die Elastizität
des Schlauchmaterials im elastischen Abschnitt sind so aufeinander
abgestimmt, dass die Engstelle in einem unbelasteten Ausgangszustand,
also bei gleichem Druck an einer Innenseite des Formschlauchs und
an einer Außenseite
des Formschlauchs den durchströmbaren
Querschnitt des Formschlauchs im wesentlichen verschließt, wodurch
die gewünschte Schließstellung
der jeweiligen Schalteinrichtung realisiert ist. Ab einem vorbestimmten Überdruck
an der Innenseite gegenüber
der Außenseite
bzw. ab einem vorbestimmten Unterdruck an der Außenseite gegenüber der
Innenseite gibt die Engstelle einen mehr oder weniger großen, frei
durchströmbaren
Querschnitt für
den Formschlauch frei, wodurch die Offenstellung dieser Schalteinrichtung
realisiert ist. Derartige Formschläuche lassen sich preiswert
herstellen, insbesondere aus Kunststoff, wodurch die Schalteinrichtung
kostengünstig
herstell bar ist. In der Folge kann auch die damit ausgestattete
Schallübertragungseinrichtung
bzw. die mit der Schallübertragungseinrichtung
ausgestattete Brennkraftmaschine entsprechend preiswert realisiert
werden.
-
Mit
Hilfe des Formschlauchs lässt
sich die jeweilige Schalteinrichtung durch die Druckdifferenz zwischen
Innenseite und Außenseite
des Formschlauchs zwischen ihrer Offenstellung und ihrer Schließstellung
verstellen bzw. schalten. Geeignete Überdruckquellen, also Druckquellen,
bzw. Unterdruckquellen, also Drucksenken, sind bei einem Fahrzeug üblicherweise
ohnehin vorhanden, so dass diesbezüglich kein zusätzlicher
Installationsaufwand erforderlich ist.
-
Bei
einer bevorzugten Ausführungsform kann
die Übertragungsleitung
im Einbauzustand der Schallübertragungseinrichtung
stromab einer Ladeeinrichtung an eine Frischgasleitung, die eine
Luftschall übertragende
Leitung darstellt, angeschlossen sein. Im Bereich kleiner Motorlasten
erzeugt die Ladeeinrichtung, insbesondere ein Abgasturbolader, keinen
oder nur einen vergleichsweise geringen Überdruck, der sich über die Übertragungsleitung
bis zum Formschlauch fortpflanzt, der so ausgelegt ist, dass er
bei dieser Drucksituation seine Schließstellung einnimmt. Eine Luftschallabstrahlung
zum Fahrzeuginnenraum erfolgt dann nicht. Bei größerer Motorlast erzeugt die
Ladeeinrichtung einen entsprechend größeren Überdruck, der sich ebenfalls
bis zum Formschlauch fortpflanzt und dort ein Umschalten in die
Offenstellung bewirkt. In der Folge kommt es zur gewünschten
Schallabstrah lung in den Fahrzeuginnenraum. Bei dieser Ausführungsform
wird somit ein lastabhängiges
Zuschalten bzw. Wegschalten der Schallabstrahlung zum Fahrzeuginnenraum
realisiert. Gleichzeitig baut die Schalteinrichtung extrem einfach,
da sie bei einer derartigen Ausführungsform beispielsweise
ausschließlich
aus dem Formschlauch bestehen kann.
-
Weitere
wichtige Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den
Unteransprüchen, aus
den Zeichnungen und aus der zugehörigen Figurenbeschreibung anhand
der Zeichnungen.
-
Es
versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend
noch zu erläuternden Merkmale
nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in
anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne
den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
-
Bevorzugte
Ausführungsbeispiele
der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden in
der nachfolgenden Beschreibung näher
erläutert,
wobei sich gleiche Bezugszeichen auf gleiche oder ähnliche
oder funktional gleiche Bauteile beziehen.
-
Es
zeigen, jeweils schematisch,
-
1 eine
stark vereinfachte, schaltplanartige Prinzipdarstellung eines Kraftfahrzeugs
mit einer Schallübertragungseinrichtung,
-
2 eine
vergrößerte Seitenansicht
eines Formschlauchs bei der Schließstellung,
-
3 einen
Querschnitt des Formschlauchs entsprechend Schnittlinien III in 2,
-
4 eine
Seitenansicht wie in 2, jedoch bei der Offenstellung,
-
5 eine
Ansicht wie in 4, jedoch bei einer anderen
Ausführungsform.
-
Entsprechend 1 umfasst
ein hier nur teilweise dargestelltes Kraftfahrzeug 1, das
vorzugsweise ein Personenkraftwagen ist, eine Brennkraftmaschine 2,
die über
eine Frischgasleitung 3 mit Frischgas, in der Regel Luft,
versorgt wird. Die Brennkraftmaschine 2 und die Frischgasleitung 3 sind
dabei in einem Motorraum 4 des Fahrzeugs 1 angeordnet,
der mit Hilfe einer Trennwand 5 von einem Fahrzeuginnenraum 6 des
Fahrzeugs 1 abgetrennt ist. In der Frischgasleitung 3 sind
z. B. ein Luftfilter 7, stromab davon eine Ladeeinrichtung 8 und
stromab davon optional eine Drosselklappe 9 angeordnet.
Die Strömungsrichtung
des Frischgases in der Frischgasleitung 3 ist hier durch
Pfeile dargestellt. Bei der Ladeeinrichtung 8 kann es sich
um einen mechanischen Lader, z. B. in Form eines Gebläses, insbesondere ein
Rootsgebläse,
oder um den Verdichter eines Abgasturboladers handeln. Im Betrieb
der Brennkraftmaschine 2 emittiert diese Luftschall, der
sich bevorzugt durch eine Abgasleitung 10 sowie durch die Frischgasleitung 3 ausbreitet.
Bei der Frischgasleitung 3 handelt es sich somit um eine
Luftschall transportierende Leitung des Fahrzeugs 1.
-
Um
dem oder den Insassen des Fahrzeuginnenraums 6 ein akustisches
Feedback der von der Brennkraftmaschine 2 generierten Leistung
zu geben, ist das Fahrzeug 1 außerdem mit einer Schallübertragungseinrichtung 11 ausgestattet,
die es ermöglicht,
Luftschall in den Fahrzeuginnenraum 6 bzw. in Richtung
des Fahrzeuginnenraums 6 abzustrahlen. Die Schallübertragungsrichtung 11 weist hierzu
zumindest eine Abstrahlvorrichtung 12 auf, die im Betrieb
der Schallübertragungseinrichtung 11 an ihrer
Ausgangsseite 13 Luftschall zum Fahrzeuginnenraum 6 hin
abstrahlt, wenn sie an ihrer Eingangsseite 14 mit Luftschall
beaufschlagt wird. Die Abstrahlvorrichtung 12 kann beispielsweise
eine Resonanzkammer 15 enthalten, die zum Beispiel mit
einem Querschnittssprung arbeitet und die insbesondere als Helmholtz-Resonator
ausgestaltet sein kann. Des Weiteren kann besagte Resonanzkammer 15 mit
einer schwingungsfähigen,
elastischen Membran 16 verschlossen sein, die zu Schwingungen
anregbar ist und die im angeregten Zustand Luftschall zur Ausgangsseite 13 hin
abstrahlt. Durch die Ausgestaltung der Abstrahlvorrichtung 12 ist
es möglich, ausgewählte bestimmte
Frequenzen zu verstärken, wodurch
im Fahrzeuginnenraum 6 gezielt ein gewünschter Soundeffekt erreicht
werden kann. An der Ausgangsseite 13 kann ein Schallabstrahltrichter 17 vorgesehen
sein, um eine gezielte Orientierung des abgestrahlten Luftschalls
zu erzielen. Im gezeigten Beispiel befindet sich die Ausgangssei te 13 beabstandet
zur Trennwand 5. Ebenso ist es möglich, die Ausgangsseite 13 in
die Trennwand 5 zu integrieren. Des Weiteren ist es möglich, die
Ausgangsseite 13 durch eine entsprechende Öffnung in
der Trennwand 5 bis in den Fahrzeuginnenraum 6 hinein
vorstehen zu lassen.
-
Des
Weiteren umfasst die Schallübertragungseinrichtung 11 zumindest
eine Übertragungsleitung 18,
die mit einem Eintrittsende 19 an die Frischgasleitung 3 angeschlossen
ist. Es ist klar, dass die Schallübertragungseinrichtung 11 mit
ihrer Übertragungsleitung 18 grundsätzlich auch
an eine beliebige andere Leitung des Fahrzeugs 1 anschließbar ist,
die im Betrieb der Brennkraftmaschine 2 Luftschall überträgt. Vorzugsweise
mündet
die Übertragungsleitung 18 an
ihrem Eintrittsende 19 offen in die Frischgasleitung 3 ein.
Des Weiteren ist die Übertragungsleitung 18 an
einem Austrittsende 20 an die Abstrahlvorrichtung 12 angeschlossen.
Vorzugsweise mündet
die Übertragungsleitung 18 an
ihrem Austrittsende 20 offen in die Abstrahlvorrichtung 12 bzw. deren
Resonanzkammer 15 ein. Die Übertragungsleitung 18 ermöglicht im
Betrieb der Schallübertragungseinrichtung 11 den
Transport von Luftschall und führt
somit Luftschall, der am Eintrittsende 19 in die Übertragungsleitung 18 eintritt,
der Abstrahlvorrichtung 12 zu. Vorzugsweise handelt es
sich bei der Übertragungsleitung 18 um
einen Hohlkörper,
insbesondere um ein Rohr oder um einen Schlauch.
-
Außerdem ist
die Schallübertragungseinrichtung 11 mit
wenigstens einer Schalteinrichtung 21 ausgestattet. Im
gezeig ten Einbauzustand befindet sich die Schalteinrichtung 21 zwischen
der Frischgasleitung 3 und der Abstrahlvorrichtung 12.
Die Schalteinrichtung 21 ist zwischen einer Offenstellung und
einer Schließstellung
verstellbar. In ihrer Offenstellung ermöglicht die Schalteinrichtung 21 die
Luftschallzuführung
zur Abstrahlvorrichtung 12, während sie in ihrer Schließstellung
die Luftschallzuführung zur
Abstrahlvorrichtung 12 behindert oder sperrt. Durch Betätigen der
Schalteinrichtung 21 lässt
sich somit die Schallabstrahlung der Abstrahlvorrichtung 12 bzw.
der Schallübertragungseinrichtung 11 steuern,
nämlich
Ein- und Ausschalten bzw. Aktivieren und Deaktivieren.
-
Im
gezeigten Ausführungsbeispiel
ist die Schalteinrichtung 21 in die Übertragungsleitung 18 eingebunden,
also zwischen deren Enden 19, 20 angeordnet. Ebenso
ist es möglich,
die Übertragungsleitung 18 über die
Schalteinrichtung 21 an die Frischgasleitung 3 anzuschließen oder
die Übertragungsleitung 18 über die
Schalteinrichtung 21 an die Abstrahlrichtung 12 anzuschließen.
-
Bei
der gezeigten Ausführungsform
weist die Schallübertragungseinrichtung 11 genau
eine Übertragungsleitung 18 und
genau eine Abstrahlvorrichtung 12 sowie genau eine Schalteinrichtung 21 auf. Bei
anderen Ausführungsformen
können
zwei oder mehr Abstrahlvorrichtungen 12 vorgesehen sein,
die von einer gemeinsamen Übertragungsleitung 18 abgehen
oder jeweils über
eine eigene Übertragungsleitung 18 an
die Frischgasleitung 3 oder an eine andere Luftschall transpor tierende
Leitung angeschlossen sind. Zwei oder mehr Abstrahlvorrichtungen 12 kann
eine gemeinsame Schalteinrichtung 21 zugeordnet sein; ebenso
kann jeder Abstrahlvorrichtung 12 eine eigene Schalteinrichtung 21 zugeordnet
sein. Insbesondere ist es möglich,
die einzelnen Abstrahlvorrichtungen 12 auf unterschiedliche
Frequenzen abzustimmen.
-
Entsprechend
den 2 bis 5 weist die Schalteinrichtung 21 einen
Formschlauch 22 auf. Der Formschlauch 22 besitzt
einen elastischen Abschnitt 23, der sich wie hier auf einen
axialen Abschnitt des Formschlauchs 22 begrenzt. Ebenso
kann sich der elastische Abschnitt 23 über die gesamte axiale Länge des
Formschlauchs 22 erstrecken, so dass quasi der gesamte
Formschlauch 22 elastisch ist. Im elastischen Abschnitt 23 weist
der Formschlauch 22 eine angeformte oder ausgeformte Engstelle 24 auf.
Der Begriff „Formschlauch" bezeichnet hierbei
ein schlauchförmiges
Bauteil, das zumindest in einem Längsabschnitt eine von der üblichen
Schlauchform abweichende Formgebung aufweist, hier die Engstelle 24,
wenn der Formschlauch hydraulisch oder pneumatisch unbelastet ist,
also seinen Ausgangszustand aufweist.
-
Die
Engstelle 24 ist beim erfindungsgemäßen Formschlauch 22 so
ausgestaltet, dass sie im unbelasteten Ausgangszustand die in 2 gezeigte Schließstellung
einnimmt. Im unbelasteten Ausgangszustand herrscht an einer Innenseite 25 des Formschlauchs 22 und
an einer Außenseite 26 des Formschlauchs 22 der
gleiche Druck. In der Schließstellung
bewirkt die Engstelle 24 somit die Sperrung des durchströmba ren Querschnitts
des Formschlauchs 22. Die Elastizität des elastischen Abschnitts 23 und
die Formgebung der Engstelle 24 ermöglichen es nun, dass die Engstelle 24 die
in den 4 und 5 gezeigte Offenstellung einnimmt, wenn
an der Innenseite 25 bezogen auf die Außenseite 26 zumindest
ein vorbestimmter Überdruck herrscht
bzw. wenn an der Außenseite 26 bezogen auf
die Innenseite 25 zumindest ein vorbestimmter Unterdruck
herrscht. Durch den innen anliegenden Überdruck bzw. durch den außen anliegenden
Unterdruck kann sich die Engstelle 24 aufweiten, wodurch sie
den durchströmbaren
Querschnitt des Formschlauchs 22 mehr oder weniger freigibt.
-
Bei
den gezeigten Ausführungsbeispielen
ist die Engstelle 24 dadurch gebildet, dass eine Wandung 27 des
Formschlauchs 22 im unbelasteten Ausgangszustand einen
flachen Querschnitt für
den Formschlauch 22 erzeugt, und zwar so, dass innerhalb
der Engstelle 24 zwei Wandabschnitte 28, die sich
einander gegenüberliegen,
flächig
aneinander anliegen. Durch diese flächige Kontaktierung der beiden
Wandabschnitte 28, die sich über den gesamten Querschnitt
des Formschlauchs 22 erstreckt, ergibt sich eine effektive
Abdichtung und Sperrwirkung. Um die gewünschte Elastizität im elastischen
Abschnitt 23 zu erzielen, ist der Formschlauch 22,
zumindest sein elastischer Abschnitt 23, aus einem Kunststoff, vorzugsweise
aus einem Elastomer, hergestellt.
-
Bei
einer besonders einfachen Ausführungsform
kann die Schalteinrichtung 21 so ausgestaltet sein, dass
sie ausschließlich
aus dem Formschlauch 22 besteht. Eine derartige Ausführungsform
ist extrem preiswert und lässt
sich beispielsweise dann anwenden, wenn das Fahrzeug 1 eine
zur Betätigung der
Schalteinrichtung 21 geeignete Überdruckquelle bzw. Druckquelle
bereitstellt. Ist das Fahrzeug wie hier mit einer aufgeladenen Brennkraftmaschine 2 ausgestattet,
kann die Übertragungsleitung 18 entsprechend 1 zweckmäßig stromab
der Ladeeinrichtung 8 an die Frischgasleitung 3 angeschlossen werden.
Bei niedrigen Motorlasten, z. B. im Leerlaufbetrieb, liefert die
Ladeeinrichtung 8 keinen oder nur wenig Überdruck.
Erst bei höheren
Motorlasten, insbesondere bei Volllast, liefert die Ladeeinrichtung 8 einen
vergleichsweise hohen Überdruck.
Sofern in der Frischgasleitung 3 eine Drosselklappe 9 angeordnet
ist, kann es zweckmäßig sein,
die Übertragungsleitung 18 stromab
der Drosselklappe 9 an die Frischgasleitung 3 anzuschließen. Bei
niedriger Last drosselt die Drosselklappe 9 das der Brennkraftmaschine 2 zugeführte Frischgas,
so dass stromab der Drosselklappe 9 ein reduzierter Druck,
insbesondere ein Unterdruck herrscht. Bei größeren Lasten öffnet die
Drosselklappe 9, wodurch sich stromab davon ein Überdruck
einstellen kein. Die Betriffe „Unterdruck" und „Überdruck" beziehen sich auf
atmosphärischen Umgebungsdruck,
wenn nichts anderes angegeben ist.
-
Die
in 1 gezeigte Ausführungsform der Schallübertragungseinrichtung 11 bzw.
des damit ausgestatteten Fahrzeugs 1 arbeitet wie folgt:
Bei
niedriger Motorlast herrscht stromab der Ladeeinrichtung 8 bzw.
stromab der Drosselstelle 9 ein Unterdruck bzw. ein vergleichsweise
kleiner Überdruck.
Dieser Druck herrscht zwangsläufig
dann auch an der Innenseite 25 des Formschlauchs 22. Aufgrund
dieser Druckdifferenz zwischen Innenseite 25 und Außenseite 26 verbleibt
der Formschlauch 22 in seinem Ausgangszustand, das heißt, die
Engstelle 24 nimmt weiterhin ihre Schließstellung
ein bzw. ist bei dieser Druckdifferenz sogar in ihre Schließstellung
vorgespannt. Eine Ausbreitung von Luftschall durch die geschlossene
Schalteinrichtung 21 ist dadurch nicht möglich oder
zumindest stark reduziert. In der Folge kann die Abstrahlvorrichtung 12 keinen Luftschall
zum Fahrzeuginnenraum 6 hin abstrahlen.
-
Mit
steigender Motorlast steigt auch in der Frischgasleitung 3 stromab
der Ladeeinrichtung 8 sowie stromab der Drosselklappe 9 der
Druck. Dementsprechend steigt auch der Druck an der Innenseite 25 des
Formschlauchs 22 allmählich
an. Ab einem vorbestimmten Überdruck
an der Innenseite 25 beginnt sich die Engstelle 24 zunehmend
zu öffnen,
wodurch der Formschlauch 22 seine Offenstellung einnimmt. In
der Folge kann der aus der Frischgasleitung 3 ausgekoppelte
und durch die Übertragungsleitung 18 transportierte
Luftschall zur Abstrahlvorrichtung 12 gelangen, wodurch
diese Luftschall zum Fahrzeuginnenraum 6 hin abstrahlen
kann.
-
Da
der Druck stromab der Ladeeinrichtung 8 bzw. stromab der
Drosselklappe 9 mit der Last der Brennkraftmaschine 2 korreliert,
wird für
die Schalteinrichtung 21 im vorliegenden Fall auch eine
lastabhängige
Betätigung
der Schalteinrich tung 21 und somit eine lastabhängige Zuschaltung
bzw. Abschaltung der Schallübertragungseinrichtung 11 erreicht.
-
Sofern
mehrere Abstrahlvorrichtungen 12 und mehrere Schalteinrichtungen 21 vorgesehen sind,
können
die Engstellen 24 der jeweiligen Formschläuche 22 bei
den verschiedenen Schalteinrichtungen 21 auf unterschiedliche
Druckdifferenzen zwischen Innenseite 25 und Außenseite 26 ausgelegt werden.
Hierdurch ist es möglich,
mehrere verschiedene Lastzustände
der Brennkraftmaschine 2 mit unterschiedlichen Schallabstrahlungen
zum Fahrzeuginnenraum 6 zu korrelieren.
-
Der
Formschlauch 22 kann in die Übertragungsleitung 18 eingebunden
sein. Ebenso kann der Formschlauch 22 einen Abschnitt der Übertragungsleitung 18 bilden.
Ebenso ist es möglich,
die Übertragungsleitung 18 über den
Formschlauch 22 an die Frischgasleitung 3 oder
an die Abstrahlvorrichtung 12 anzuschließen.
-
In 5 ist
exemplarisch eine andere Ausführungsform
wiedergegeben, bei welcher die Schalteinrichtung 21 neben
dem Formschlauch 22 außerdem
eine Unterdruckkammer 29 aufweist. Diese Unterdruckkammer 29 umschließt den elastischen Bereich 23 des
Formschlauchs 22 zumindest im Bereich der Engstelle 24.
Die Unterdruckkammer 29 ist über eine Unterdruckleitung 30 an
eine grundsätzlich beliebige
Drucksenke oder Unterdruckquelle des Fahrzeugs 1 angeschlossen.
Auf diese Weise kann die Schalteinrichtung 21 auch durch
Unterdruck angesteuert werden. In der Unterdruckkammer 29 befindet
sich dann quasi die Außenseite 26 des
Formschlauchs 22. Ein Unterdruck in der Unterdruckkammer 29,
also an der Außenseite 26 bezogen
auf die Innenseite 25 führt
ebenfalls zu einem Öffnen
der Engstelle 24.