DE102006028047B4 - Vorrichtung zur Befestigung eines Verkleidungsteils an einem Trägerteil im Innenraum eines Kraftfahrzeuges - Google Patents
Vorrichtung zur Befestigung eines Verkleidungsteils an einem Trägerteil im Innenraum eines Kraftfahrzeuges Download PDFInfo
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Abstract
Vorrichtung zur Befestigung eines Verkleidungsteils (4) an einem Trägerteil (3) im Innenraum (1) eines Kraftfahrzeugs, wobei im Trägerteil (3) mehrere Ausnehmungen (8, 10, 17) vorgesehen sind, in die korrespondierende Vorsprünge (9, 11, 16) des Verkleidungsteils (4) eingreifen, wobei die erste Ausnehmung (10) schlüssellochartig mit einem Einführbereich (14) und einem Sperrbereich (15) ausgebildet ist, in die der erste T-förmig ausgebildete Vorsprung (11) eingreift, der eine derartige Länge aufweist, dass die restlichen Vorsprünge (9, 16) sich noch nicht im Eingriff mit ihren korrespondierenden Ausnehmungen (8, 17) befinden müssen, wenn sich der erste Vorsprung (11) bereits im Eingriff befindet, wobei der Sperrbereich (15) eine derartige Länge aufweist, dass der erste Vorsprung (11) im Sperrbereich (15) der ersten Ausnehmung (10) soweit verschieblich ist, dass der zweite L-förmig ausgebildete Vorsprung (9) in seine korrespondierende zweite Ausnehmung (8) einführbar ist, wobei durch Verschieben des Verkleidungsteils (4) der zweite Vorsprung (9) so gegenüber der zweiten Ausnehmung (8) verschoben wird, dass er das Trägerteil (3) hintergreift, ohne dass der erste Vorsprung (11) von dem Sperrbereich (15) in den Einführbereich (14) gerät, wobei die dritten Vorsprünge (16) in dieser Position in axialer Richtung in die korrespondierenden dritten Ausnehmungen (17) verrastet werden.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Befestigung eines Verkleidungsteils an einem Trägerteil im Innenraum eines Kraftfahrzeugs nach der im Oberbegriff von Anspruch 1 näher definierten Art.
- Derartige Vorrichtungen sind aus dem allgemeinen Stand der Technik bekannt. Sie werden eingesetzt, um zu verhindern, dass im Crashfall bzw. beim Auslösen eines sich innerhalb einer Verkleidung, beispielsweise einer Türverkleidung, befindlichen Airbags verschiedene kleinere Verkleidungs- bzw. Zierteile gelöst werden, die aufgrund der hohen Beschleunigungen und eventueller scharfer Kanten zu Verletzungen führen könnten. Bei bekannten Lösungen werden die Verkleidungsteile beispielsweise mittels Fangbändern oder ähnlichem an dem Verkleidungsteil angebracht, was zum einen einen zusätzlichen Teileaufwand erfordert, zum anderen auch zu einer aufwändigeren und damit teureren Montage führt.
- Eine weitere Möglichkeit, ein Lösen des Verkleidungsteils von dem Trägerteil im Crashfall zu verhindern, besteht in einer starren Befestigung desselben, beispielsweise mittels entsprechender Schrauben. Allerdings macht auch diese Lösung zusätzliche Bauteile und Montageschritte erforderlich und erschwert außerdem die Demontage des Verkleidungsteils, beispielsweise um dieses bei Beschädigungen der Oberfläche auszutauschen.
- Aus der
DE 44 14 905 C2 ist eine Befestigungseinrichtung für ein Verkleidungsteil an einer Karosserieteilwandung bekannt. Eine Profilleiste aus formfestem Material zur Positionierung und Befestigung von Türdichtungsprofilen im Bereich der Fondtür ist in derDE 41 05 032 A1 beschrieben. Diese Lösungen bieten jedoch, ebenso wenig wie die Vorschläge gemäß derDE 102 16 128 A1 , derDE 43 05 847 C2 , derDE 39 12 434 C2 oder derUS 5 992 876 A Möglichkeiten zum Zurückhalten des Verkleidungsteils an dem Trägerteil im Crashfall. - Aus der
DE 1 430 924 A ist eine Befestigung von Stoßleisten an einer Fahrzeugwand bekannt, bei der die Fahrzeugwand mehrere schlüssellochartige Ausnehmungen und die Stoßleiste entsprechende Ansätze zum Einschieben in die Ausnehmungen der Fahrzeugwand aufweist. - Die
DE 197 21 757 C1 beschreibt eine Vorrichtung zur Befestigung von Zierteilen an einem Armaturenbrett eines Kraftfahrzeugs, bei der das Armaturenbrett ebenfalls schlüssellochartige Ausnehmungen aufweist. Das Zierteil ist mit einem Gewindebolzen und mit einem daran angebrachten Federbügel ausgestattet, der die schlüssellochartige Ausnehmung hintergreift. - Aus der
DE 102 14 402 A1 ist eine Vorrichtung zur Aufnahme einer Kfz-Kennzeichentafel bekannt, bei der eine zum Verriegeln des Nummernschilds dienende Leiste mehrere Vorsprünge aufweist, die in denselben zugeordnete Durchsteckfenster durchgesteckt werden können. Anschließend wird die Leiste seitlich verschoben und unter Ansätzen eines Trägers verriegelt. Für die Anwendung bei Verkleidungsteilen ist diese Vorrichtung jedoch nicht geeignet. - Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung zur Befestigung eines Verkleidungsteils an einem Trägerteil im Innenraum eines Kraftfahrzeugs zu schaffen, welche mit einfachen Mitteln ein Lösen des Verkleidungsteils von dem Trägerteil im Crashfall zuverlässig verhindert.
- Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die in Anspruch 1 genannten Merkmale gelöst.
- Durch die erfindungsgemäße Lösung mit den beiden in die Ausnehmungen des Verkleidungsteils eingreifenden Vorsprünge des Trägerteils wird ein Lösen des Verkleidungsteils von dem Trägerteil auch unter hoher Krafteinwirkung verhindert, da der Sperrbereich der Ausnehmung ein Freigeben des T-förmigen Vorsprungs verhindert. Auf diese Weise kann das Verkleidungsteil sich nicht selbständig lösen und stellt damit keinerlei Gefährdung für die Insassen des Kraftfahrzeugs dar.
- Vorteilhafterweise sind zur Realisierung der erfindungsgemäßen Vorrichtung keine zusätzlichen Bauteile notwendig. Vielmehr sind die erforderlichen Bauteile dem Träger- bzw. dem Verkleidungsteil zugeordnet, so dass eine einfache und kostengünstige Herstellung möglich ist. Der Verzicht auf zusätzliche Bauteile führt zu einer einfacheren und somit kostengünstigeren Herstellung des Träger- und des Verkleidungsteils und erfordert einen geringeren Platzbedarf. Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Lösung besteht in der einfachen Montage und insbesondere Demontage des Trägerteils an dem Verkleidungsteil, wobei vorteilhafterweise auf Verschraubungen und die damit verbundenen Nachteile hinsichtlich der Demontage des Trägerteils verzichtet kann.
- Dadurch, dass die beiden Ausnehmungen in dem Trägerteil und die beiden Vorsprünge an dem Verkleidungsteil jeweils einen derartigen Abstand voneinander aufweisen, dass im montierten Zustand des Verkleidungsteils an dem Trägerteil sich das Querelement des T-förmigen Vorsprungs innerhalb des Sperrbereichs der Ausnehmung der zweiten Rückhalteeinrichtung befindet. Dies stellt in sämtlichen Betriebszuständen ein Verbleiben des Trägerteils an dem Verkleidungsteil sicher und ermöglicht gleichzeitig eine weitere Vereinfachung der Montage.
- Wenn die beiden Flügel des Querelements des T-förmigen Vorsprungs sich in z-Richtung des Kraftfahrzeugs erstrecken, kann das Werkzeug zur Herstellung des Verkleidungsteils sehr einfach ausgeführt werden, da eine geringere Anzahl an Schiebern notwendig ist.
- Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den restlichen Unteransprüchen. Nachfolgend ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung prinzipmäßig dargestellt.
- Es zeigt:
-
1 einen Innenraum eines Kraftfahrzeugs mit einem Trägerteil und einem daran angebrachten Verkleidungsteil; -
2 eine erfindungsgemäße Vorrichtung in einem ersten Montagezustand; -
3 die Vorrichtung aus2 in einem zweiten Montagezustand; -
4 die Vorrichtung aus2 in einem dritten Montagezustand; und -
5 die Vorrichtung aus2 in einem vierten Montagezustand. -
1 zeigt in sehr schematischer Weise einen Innenraum1 eines in seiner Gesamtheit nicht dargestellten Kraftfahrzeugs. Der Innenraum1 wird an einer Seite durch eine Tür2 begrenzt, an welcher eine als Trägerteil3 für ein Verkleidungsteil4 dienende Türverkleidung angebracht ist. Anstatt als Türverkleidung könnte das Trägerteil3 auch als Verkleidungselement eines Armaturenbretts oder ähnliches ausgebildet sein. Bei dem Verkleidungsteil4 kann es sich beispielsweise um eine Zierleiste oder ähnliches handeln. - Um ein Lösen des Verkleidungsteils
4 von dem Trägerteil3 in einem Crashfall und/oder beim Auslösen eines unterhalb des Verkleidungsteils4 angeordneten Airbags zu verhindern, ist eine Rückhaltevorrichtung5 vorgesehen, welche im vorliegenden Fall zwei voneinander beabstandete Rückhalteeinrichtungen6 und7 aufweist. Hierbei weist die erste Rückhalteeinrichtung6 eine in dem Trägerteil3 vorgesehene Ausnehmung8 sowie einen an dem Verkleidungsteil4 angebrachten, zum Eingriff in die Ausnehmung8 des Trägerteils3 geeigneten, im wesentlichen L-förmigen Vorsprung9 auf. Die zweite Rückhalteeinrichtung7 weist eine in dem Trägerteil3 vorgesehene Ausnehmung10 und einen an dem Verkleidungsteil4 angebrachten, zum Eingriff in die Ausnehmung10 des Verkleidungsteils4 geeigneten, im wesentlichen T-förmigen Vorsprung11 auf, der ein mit dem Trägerteil3 verbundenes Längselement12 und ein an dem Längselement12 angebrachtes bzw. sich an dasselbe anschließendes Querelement13 aufweist. Das Querelement13 weist zwei sich von dem Längselement12 weg in z-Richtung des Kraftfahrzeugs erstreckende Flügel13a und13b auf. - Der im wesentlichen L-förmige Vorsprung
9 und der im wesentlichen T-förmige Vorsprung11 sind dabei einstückig mit dem Verkleidungsteil4 ausgebildet. Des weiteren ist die Ausnehmung8 der ersten Rückhalteeinrichtung6 im wesentlichen rechteckig ausgeführt, wohingegen die Ausnehmung10 der zweiten Rückhalteeinrichtung7 einen vergrößerten Einführbereich zum Einführen des Querelements13 des T-förmigen Vorsprungs11 und einen verkleinerten Sperrbereich14 zum Verhindern des Freigebens des Querelements13 des T-förmigen Vorsprungs11 aus der Ausnehmung10 aufweist. - Das Verkleidungsteil
4 wird wie folgt an dem Trägerteil3 montiert: zunächst wird der T-förmige Vorsprung11 in die Ausnehmung10 eingeführt, wozu der Einführbereich14 geringfügig größer als das Querelement13 ausgebildet ist. Anschließend wird das Verkleidungsteil4 in Richtung des Pfeils ”A” aus3 , also in Fahrzeuglängsrichtung, in der Ausnehmung10 verschoben, so dass sich der T-förmige Vorsprung11 in dem Sperrbereich15 der Ausnehmung10 befindet. Dadurch ist es möglich, den L-förmigen Vorsprung9 in die Ausnehmung8 einzuführen, wie ebenfalls in3 zu erkennen. Sobald der L-förmige Vorsprung9 in die Ausnehmung8 eingeführt wurde, wird das Trägerteil3 gemäß dem Pfeil ”B” aus4 verschoben, bis der L-förmige Vorsprung9 am vorderen Ende der Ausnehmung8 anschlägt. Hierbei weisen die beiden Ausnehmungen8 und10 in dem Trägerteil3 und die beiden Vorsprünge9 und11 an dem Verkleidungsteil4 jeweils einen derartigen Abstand voneinander auf, dass im montierten bzw. vormontierten Zustand des Verkleidungsteils4 an dem Trägerteil3 sich das Querelement13 des T-förmigen Vorsprungs11 innerhalb des Sperrbereichs15 der Ausnehmung10 der zweiten Rückhalteeinrichtung7 befindet. Dadurch wird verhindert, dass sich der T-förmige Vorsprung11 aus der Ausnehmung10 entfernen kann, wodurch letztendlich ein Lösen des Verkleidungsteils4 von dem Trägerteil3 auch unter hoher Krafteinwirkung verhindert wird. - Das Befestigen, also das feste Anbringen des Verkleidungsteils
4 an dem Trägerteil3 erfolgt durch mehrere an dem Verkleidungsteil4 angebrachte Vorsprünge16 , welche in mehrere, an die jeweiligen Abstände der Vorsprünge16 angepasste Ausnehmungen17 des Trägerteils3 eingreifen, wie in dem abschließenden Montageschritt gemäß5 dargestellt. Hierbei sind die Vorsprünge16 und die Ausnehmungen17 so ausgebildet, dass durch dieselben eine feste Verbindung des Verkleidungsteils4 mit dem Trägerteil3 herstellbar ist, wozu die Vorsprünge16 und die Ausnehmungen17 in an sich bekannter Weise ausgebildet sein können. Da diese feste Verbindung bei der Einwirkung hoher Kräfte jedoch gegebenenfalls nicht ausreicht, um ein Lösen des Verkleidungsteils4 zu verhindern, ist die oben beschriebene Rückhaltevorrichtung5 vorgesehen.
Claims (2)
- Vorrichtung zur Befestigung eines Verkleidungsteils (
4 ) an einem Trägerteil (3 ) im Innenraum (1 ) eines Kraftfahrzeugs, wobei im Trägerteil (3 ) mehrere Ausnehmungen (8 ,10 ,17 ) vorgesehen sind, in die korrespondierende Vorsprünge (9 ,11 ,16 ) des Verkleidungsteils (4 ) eingreifen, wobei die erste Ausnehmung (10 ) schlüssellochartig mit einem Einführbereich (14 ) und einem Sperrbereich (15 ) ausgebildet ist, in die der erste T-förmig ausgebildete Vorsprung (11 ) eingreift, der eine derartige Länge aufweist, dass die restlichen Vorsprünge (9 ,16 ) sich noch nicht im Eingriff mit ihren korrespondierenden Ausnehmungen (8 ,17 ) befinden müssen, wenn sich der erste Vorsprung (11 ) bereits im Eingriff befindet, wobei der Sperrbereich (15 ) eine derartige Länge aufweist, dass der erste Vorsprung (11 ) im Sperrbereich (15 ) der ersten Ausnehmung (10 ) soweit verschieblich ist, dass der zweite L-förmig ausgebildete Vorsprung (9 ) in seine korrespondierende zweite Ausnehmung (8 ) einführbar ist, wobei durch Verschieben des Verkleidungsteils (4 ) der zweite Vorsprung (9 ) so gegenüber der zweiten Ausnehmung (8 ) verschoben wird, dass er das Trägerteil (3 ) hintergreift, ohne dass der erste Vorsprung (11 ) von dem Sperrbereich (15 ) in den Einführbereich (14 ) gerät, wobei die dritten Vorsprünge (16 ) in dieser Position in axialer Richtung in die korrespondierenden dritten Ausnehmungen (17 ) verrastet werden. - Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Flügel (
13a ,13b ) des Querelements (13 ) des T-förmigen Vorsprungs (11 ) sich in z-Richtung des Kraftfahrzeugs erstrecken.
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