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Die
Erfindung betrifft ein Spannmittel mit mehreren umfangsverteilt
angeordneten Spannelementen und mehreren umfangsverteilt und schräg zur Symmetrieachse
des Spannmittels umfangsverteilt angeordneten Zentrierelementen,
wobei die Zentrierelemente über
ein axial innerhalb eines Futterkörpers bewegbar angeordnetes,
zentrales Steuerelement betätigbar
sind und jeweils eine Führungsstange
aufweisen.
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Gattungsgemäße Spannmittel
sind zur spanabhebenden Bearbeitung bekannt und werden beispielweise
für Drehmaschinen
benötigt.
Die Spannmittel dienen hierbei dazu, das zu bearbeitende Werkstück aufzunehmen
und ohne Verformung sicher zu halten, während eine spanabhebende Bearbeitung
erfolgt. Hierzu reicht es im Normalfall aus, wenn ein solches Spannmittel
innerhalb eines Futterkörpers
mit mehreren umfangsverteilten Spannelementen ausgestattet ist.
Wenn aber beispielweise Rohre bearbeitet werden sollen, ist nicht
sichergestellt, dass diese vollständig axial symmetrisch ausgebildet
sind, sodass die Gefahr besteht, dass mit einzelnen Spannelementen
zwar der Rohrkörper
gehalten wird, jedoch nicht zentrisch zur Achse der Maschine gelagert
ist, sodass bei der weiteren Bearbeitung die Axialsymmetrie und
zentrische Lagerung des Rohrs und insbesondere die zentrische Anordnung
der vorgenommenen Bearbeitung nicht in dem erforderlichen Maße gewährleistet
ist. Aus diesem Grund werden Zentrierelemente verwendet, die vor einem
Eingriff der Spannelemente zunächst
das zu bearbeitende Werkstück
entlang einer Drehachse zentrieren, bevor die Spannelemente das
Werkstück in
dieser Position fixieren und für
die weitere Bearbeitung festhalten.
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Vorzugsweise
wird ein solches Spannmittel dann eingesetzt, wenn unrunde Rohre
oder ungerade Stangen eingespannt werden sollen, um beispielweise
eine Abdrehung vorzunehmen oder ein Gewinde zu schneiden. Durch
die unrunde oder ungerade Lagerung der Werkstücke entspricht beispielweise die
Lage des Spanndurchmessers nicht der Lage des zu bearbeitenden Zylinders
beziehungsweise Gewindeabschnitts, weil bei einer Ungeradheit die
Achse des Werkstücks
beziehungsweise die Achse der Spannstelle nicht zentrisch angeordnet
ist. Im Bereich des zu bearbeitenden Werkstü ckes ist demzufolge eine Zentrierung
erforderlich. Durch die Zentrierung wird erreicht, dass die Spindelachse
der Drehmaschine mit der Bearbeitungsachse des zu bearbeitenden
Werkstücks übereinstimmt.
Hierbei müssen die
Spannbacken in der Lage sein, Lage- und Formabweichungen an der
Spannstelle zu überbrücken, ohne
eine Verformung des zu bearbeitenden Werkstücks zu verursachen.
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Aus
dem Stand der Technik sind Spanneinrichtungen bekannt, bei denen
drei schräge
Bolzen aus dem Futterkörper
nach vorne gefahren werden und das Werkstück zunächst zentrieren. Der Antrieb dieser
Zentrierbolzen erfolgt nach dem Stand der Technik mit Druckzylindern,
die zum Erreichen der Zentrierung einzeln angesteuert werden. Die
hydraulisch angetriebenen Zentrierbolzen weisen jedoch das Problem
auf, dass kein notwendiger Gleichlauf erzielt werden kann, sodass
ihre Zentrierung nicht ausreichend ist. Des Weiteren sind Lösungen bekannt,
bei denen diese ungleiche Bewegung nachträglich durch mechanische Glieder
synchronisiert werden, die zum Beispiel aus einer Zahnstange an den
Bolzen und einem Zahnrad bestehen und eine Synchronisierung hervorrufen.
Die Verwendung von Kipphebeln zur Zentrierung ist aus der
DE 34 34 307 C1 bekannt.
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Des
Weiteren ist aus der deutschen Offenlegungsschrift
DE 33 04 876 A1 eine automatische Werkstück-Spannvorrichtung
mit Spannbacken und Zentrierbacken bekannt, wobei die Zentrierbacken über einen
ringförmigen
Zentrierkolben antreibbar sind. Dazu sind an den ringförmigen Zentrierkolben Stellstangen
mit Zahnstangen vorgesehen, die mit einem Zahnrad kämmen, welches
wiederum mit Zahnstangen versehenen Zentrierstangen kämmt, wobei an
den Zentrierstangen Ausgleichsstücke
und ein Bolzen angeordnet sind, an denen die Zentrierbacken befestigt
sind. Durch diesen Verstellmechanismus und die dabei verwendete
Vielzahl von Bauelementen der Spannvorrichtung ist eine entsprechende Zentrierung
eines Werkstückes
mit Ungenauigkeiten behaftete, da die Bauelemente herstellungsbedingt mit
einer Toleranz versehen sind, welche einer präzisen Zentrierung eines Werkstückes entgegenwirkt.
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Der
vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Spannmittel
zu schaffen, mit dem eine Zentrierung eines Werkstückes mit
maximaler Genauigkeit erfolgen kann.
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Diese
Aufgabe wird durch das Spannmittel nach Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte
Ausgestaltungen des Spannmittels sind in den Unteransprüchen offenbart.
Erfindungsgemäß ist vorgesehen,
dass jede der Führungsstangen
unmittelbar mit einem Mitnehmer verbunden ist und diese Mitnehmer
in einer radialen Ausnehmung des Steuerelementes aufgenommen sowie
in dieser radial bewegbar und gleitend führbar angeordnet sind.
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Gegenüber dem
Stand der Technik werden die Zentrierelemente bei dem erfindungsgemäßen Spannmittel über ein
einzelnes Steuerelement beaufschlagt, wobei eine Kopplung zwischen
Zentrierelement und Steuerelement durch einen Mitnehmer erfolgt.
Die Zentrierelemente und Mitnehmer sind hierbei umfangsverteilt
angeordnet und werden durch das zentrale Steuerelement beaufschlagt,
wobei die Zentrierelemente jeweils eine exakt gleiche Wegstrecke
zurücklegen
und somit eine sehr genaue Zentrierung des Werkstücks ermöglichen.
Bei dieser Zentrieraufgabe muss gegebenenfalls das Werkstück, das
normaler Weise waagerecht angeordnet ist, auf die Mitte der Bearbeitungsachse,
also der Spindelachse der Drehmaschine angehoben werden, sodass
entsprechende Reaktionskräfte
auf die Mitnehmer entstehen. Das Steuerelement selbst besteht aus
einem beweglichen Zylindergehäuse,
welches auf einer ortsfest gehaltenen Kolbenstange geführt ist.
Hierdurch wird erreicht, dass eine gleichmäßige Krafteinwirkung auf die
Mitnehmer ausgeübt
wird, die wiederum mit den Zentrierelementen verbunden sind. Das
Steuerelement beziehungsweise das Zylindergehäuse weisen ferner eine radiale
Ausnehmung auf, die vorzugsweise auf der koaxial außen liegenden
Radialfläche
ausgebildet ist und in welche die Mitnehmer der Zentrierelemente
aufgenommen sind. Der Mitnehmer ist hierbei innerhalb der wenigstens einen
Ausnehmung radial beweglich und gleitend geführt und überträgt die Kraft des Steuerelements
auf die Zentrierelemente. Die Zentrierelemente selbst sind unter
einem Winkel zur Symmetrieachse der Drehbank angeordnet und werden
somit mit Hilfe des Steuerelements und der Mitnehmer entlang eines Kegelmantels
in eine zentrische Position aufeinander zu bewegt, sodass das zu
bearbeitende Werkstück, soweit
eine unsymmetrische Lagerung vorliegt, im zu bearbeitenden Abschnitt
zentriert wird. Hierbei kann es auch sein, dass das Werkstück, welches
beispielweise endseitig außermittig
zunächst
angeordnet ist, durch die Zentrierelemente in eine zentrische Position
gedrückt
wird. Zu diesem Zweck besitzen die Zentrierelemente Aufnahmebacken,
die an dem Werkstück
direkt zur Anlage gebracht werden oder über Andruckrollen an dem Werkstück anliegen.
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Um
die Bewegung des Steuerelements in Axialrichtung zu ermöglichen,
weist dieses eine Ausnehmung auf, welche vorzugsweise auf der innenliegenden
Radialfläche
angeordnet und als abzudichtender Druckraum ausgebildet ist, wobei
der Druckraum zusätzlich
durch einen Dichtring unterteilt ist. Die beiden hierdurch entstehenden
Druckräume
können
jeweils getrennt mit einem Druckmittel beaufschlagt werden, sodass
der eine Druckraum dazu verwendet werden kann, um das Steuerelement
axial in eine nach vorne gedrückte
Position verfahren zu können,
während
der weitere Druckraum dazu verwendet wird, das Steuerelement in
die ursprüngliche Position zurückzufahren.
Hierbei ist der Dichtring, welcher den vorhandenen Druckraum in
zwei Teildruckräume
unterteilt, mit dem Steuerelement verbunden. Die Mitnahmeeinrichtung
selbst ist mit einer Führungsstange
des Zentrierelements verbunden, vorzugsweise verschraubt und ermöglicht somit
die Kraftübertragung
von der Mitnahmeeinrichtung auf die Führungsstange des Zentrierelementes
und damit wird die notwendige Anpresskraft der Aufnahmebacken auf
das Werkstück
erreicht. Die Mitnahmeeinrichtung besteht bei einer bevorzugten
Lösung aus
einer Kolbenscheibe mit einem Schrägbolzen, welcher in die Ausnehmung
des Zylindergehäuses des
Steuerelements hineinragt, wobei die einzelnen Mitnehmereinrichtungen
untereinander nicht synchronisiert sind.
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Durch
die aufgezeigte erfindungsgemäße Lösung der
Aufgabe ist vielmehr sichergestellt, dass die Zentrierelemente jeweils
eine gleiche Wegstrecke zurücklegen
und hierbei über
die Mitnehmereinrichtung und das Steuerelement angetrieben werden,
sodass die gewünschte
exakte Zentrierposition des Werkstücks erreicht wird. Um auch
unter Last eine synchrone Bewegung zu erreichen, kann das Steuerelement
mit einem Führungsbolzen
zusätzlich
verbunden sein, welcher axial beweglich in einem in eine Ausnehmung
aufgenommen Führungsrohr
hin und her gleitet. Das Führungsrohr
ist hierbei mit dem Futterkörper
verbunden, insbesondere eingepasst und verschraubt, sodass eine
sichere Führung
gewährleistet
ist. Der besondere Vorteil dieser Lösung besteht darin, dass das
Führungsverhältnis wesentlich vergrößert ist,
und zwar die Führungslänge gegenüber dem
Führungsdurchmesser,
sodass ein Stick-Slip-Effekt des Zylindergehäuses verhindert wird. Bei der
aufgezeigten Lösung
wird sogar erreicht, das mit zunehmender Bewegung des Steuerelements
die Führungsfläche ansteigt.
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Das
Steuerelement und ebenso die Spannelemente werden innerhalb des
Futterkörpers
durch ein Druckmedium beaufschlagt, welches beispielweise aus Hydrauliköl oder Druckluft
oder anderen verwendbaren Medien bestehen kann. Hierbei ist insbesondere
vorgesehen, dass das Spannmittel mit einer ausreichenden Menge des
Druckmediums versehen wird, das sodann durch entsprechende Rückschlagventile
innerhalb des Futterkörpers
unter Beibehaltung des erzeugten Drucks verbleibt. Zu diesem Zweck
ist eine Injektoreinheit vorgesehen, welche zum Spannen eines zu
bearbeitenden Werkstücks
an den Futterkörper
herangefahren wird und über
entsprechende Druckmittelanschlüsse
verfügt,
um zunächst
verschiedene Steuerfunktionen unabhängig voneinander auszuführen. Mit
Hilfe des Druckmediums wird zunächst
die Zentrierung des zu bearbeitenden Werkstücks vorgenommen und nach dem dies
erfolgt ist, anschließend
eine Einspannung mit Hilfe der Spannelemente durchgeführt. Danach
werden die Zentrierungselemente zurückgefahren und das Werkstück ausschließlich über die
Spannelemente zur weiteren Bearbeitung gehalten. Hierbei wurde durch
die vorherige Zentrierung sichergestellt, dass die Spannelemente
das zu bearbeitende Werkstück
in einer zentrischen Position halten. Nach der erfolgten Spannung
des Werkstücks
wird die Injektoreinheit zurückgezogen
und über
ein Hauptrückschlagventil
der Druck des Druckmediums innerhalb des Futterkörpers aufrecht erhalten, und
zwar solange bis die Bearbeitung des Werkstücks beendet wird. Zum Ausspannen
werde die Injektoreinheit nach der erfolgten Bearbeitung wieder
an den Futterkörper
herangefahren und die Spannelemente geöffnet. Die Zuführung des
Druckmediums kann daher nur im Stillstand der Maschine mit der Injektoreinheit
erfolgen, wobei die Injektoreinheit beispielsweise über eine
radial bewegliche Druckmittelkupplung verfügt und das Druckmedium, beispielweise
Hydrauliköl, mit
dem entsprechenden Druck von bis zu 200 Bar in den Futterkörper hineinpresst.
Besonders wichtig sind hierbei die Rückschlagventile, die nach Erreichen
des erforderlichen Druckes das Druckmedium innerhalb des Futterkörpers halten
und somit mögliche
Druckmittelverluste verhindern.
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Aufgrund
der großen
Durchmesser solcher Spannmittel sind normalerweise große Durchmesser für die Druckmittelzuführung erforderlich.
Praktisch ist dies jedoch wegen der hohen Leckölraten und Reibleistungsverluste
nicht sinnvoll. Deshalb sind in einem Spannmittel für den vorgenannten
Zweck die Kraft erzeugenden Elemente in Form von Spannzylindern
direkt in das Spannzeug eingebettet, wobei die Spannkräfte durch
die Zuführung
des Druckmediums erzielt werden.
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Die
erfindungsgemäßen Spannmittel
eignen sich besonders für
die Bearbeitung von Rohren, beispielweise um endseitig ein Gewinde
zu schneiden. Die verwendeten Rohre entstehen in der Regel aufgrund
eines Walzprozesses und sind daher nicht gerade oder rund ausgebildet,
sodass sichergestellt werden muss, dass zum Schneiden eines Gewindes beispielsweise
einer exakter Rundlauf gewährleistet ist,
um eine Fleckigkeit des geschnittenen Gewindes zu vermeiden und
die Genauigkeit der zentrischen Gewindelänge zu erreichen. Aus diesem
Grunde erfolgt eine vorherige Zentrierung des zu bearbeitenden Rohrs
an der zu bearbeitenden Stelle vor der Spannebene. Beim Spannen
muss dann das Rohr in dieser Position exakt fixiert werden und zur Übertragung
der Drehmomente und Kräfte
der Maschine festgehalten werden. Dabei liegen die Spannbacken an
der unregelmäßigen Geometrie
des Rohraußendurchmessers
an und bauen die erforderliche Spannkraft auf. Hierbei müssen die
Spannbacken demzufolge in der Lage sein, eine Unrundheit und Exzentrizität, eventuell
auch eine Kegeligkeit des Werkstücks,
auszugleichen. Nach diesem Spannvorgang werden die Zentrierelemente
zurückgefahren
und geben den Platz für
die Bearbeitung des Rohrs, beispielweise zum Gewinde schneiden,
frei. Das Werkstück
darf aus der durch die Zentrierebene vorgegebenen Lage durch seine
Massenkräfte
und durch die auftretenden Zerspannungskräfte nicht versetzt werden.
Es muss also seine Lage in jedem Fall während des Bearbeitungsprozesses
beibehalten.
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Zur
Zuführung
einer großen
Menge des Druckmittels ist hierzu beispielsweise vorgesehen, dass
das Druckmittel über
Verteilungskanäle
in das Futter gelangt, welche zumindest teilweise als Ringkanal
ausgebildet sind. Die Ringkanäle
sind hierbei vorzugsweise in Radialflächen angeordnet, wobei im Weiteren
zur Kompensation der auftretenden Kräfte die Ringkanäle in gegenüber liegenden
Radialflächen,
versetzt zueinander, angeordnet sind. Durch die Anordnung der Ringkanäle in den
Radialflächen wird
sichergestellt, dass die auftretenden hohen Druckkräfte durch
den Futterkörper
aufgefangen werden. Es hat sich beispielweise gezeigt, das eine Anordnung
der Ringkanäle
in Axialrichtung zu Kräften
führt,
die bei den heute üblichen
Werkstückdurchmessern
in der Praxis nicht mehr beherrschbar sind oder so aufwendige Verschraubungen
erforderlich machen, dass ein wesentlich höherer Mehraufwand erforderlich
ist. Während
hingegen über
die Ringkanäle
in Radialflächen
die auftretenden Reaktionskräfte
von dem Futterkörper
aufgenommen werden.
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Um
ein Versetzen des zu bearbeitenden Werkstücks innerhalb des Spannmittels
zu vermeiden ist in besonderer Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen,
dass jedem Spannelement ein Sperrventil vorgeschaltet ist, welches
den Druckraum des Spannkol bens von einem Zuführungskanal trennt, sodass
eine radiale Bewegung des Spannelements infolge der ansonsten möglichen
Druckmittelverteilung verhindert wird und das Werkstück unverrückbar in
der vorbestimmten Lage verbleibt. Durch die Verwendung jeweils eines
Sperrventils für
ein Spannelement ist ferner eine Synchronisierung der Spannelemente über einen
Druckausgleich nicht gegeben, sodass diese gegenseitig nicht beeinflusst
werden können.
Dies würde
sich beispielweise besonders nachteilig auswirken, wenn die Bearbeitung
des Werkstückes
erfolgt und durch die entstehenden Schneidkräfte und Unwucht des Werkstückes eine
Verlagerung innerhalb des Spannmittels eintreten würde. Soweit
eine Synchronisierung der Spannmittel vorliegen würde, käme es gegebenenfalls
dazu, das auf ein einzelnes Spannmittel ein erhöhter Anpressdruck ausgeübt wird,
wodurch dieses gegebenenfalls nachgeben könnte und die übrigen Spannmittel
durch das Druckmedium aufgrund der vorhandenen Synchronisierung
ebenfalls gegen das Werkstück
in gleicher Richtung drücken
und das Werkstück
versetzen würden.
Durch die fehlende Synchronisierung wird dieser Fehler jedoch vermieden.
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Trotzdem
kann es sein, dass für
spezielle Anwendungsfälle
eine Synchronisierung der Spannelemente gewünscht wird. Aus diesem Grunde
ist vorgesehen, dass innerhalb des Futterkörpers eine Synchronisierungsscheibe
vorhanden ist, welche ein Kopplung der Spannelemente untereinander
durch jeweils einen den Spannelementen zugeordneten Synchronisierungsbolzen
ermöglicht,
wobei die Synchronisierungsbolzen jeweils in dem Spannkolben des
Spannelements aufgenommen sind und in einen Durchbruch der Synchronisierungsscheibe
hineinragen und somit eine Synchronisierung der Spannelemente untereinander
hervorrufen. Die Synchronisierungsbolzen sind hierbei axial verstellbar,
sodass diese axial verlagert werden können, damit der Eingriff in
die Synchronisierungsscheibe aufgehoben werden kann.
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In
weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass zur Fliehkraftkompensation
jeweils ein Druckkolben innerhalb des Futterkörpers vorgesehen ist, der über ein
Ausgleichs gewicht verfügt, welches
unmittelbar auf einen Kolben mit einer kleineren Kolbenfläche einwirkt,
wobei der Druckraum mit dem Druckraum des zugehörigen Spannmittels kommunizierend
verbunden ist. Infolge der hohen Umdrehungszahlen des Spannmittels
werden die Spannelemente aufgrund der vorherrschenden Fliehkräfte nach
außen
gezogen, sodass die Spannkraft nachlassen würde. Um eine derartige Fliehkraftkompensation
herbei zu führen
ist neben den Spannelementen ein Druckkolben vorgesehen, der ebenfalls innerhalb
des Futterkörpers
radial beweglich gelagert ist und über ein entsprechend dimensioniertes
Ausgleichsgewicht verfügt.
Der Druckkolben besitzt eine relativ kleine Kolbenfläche, während demgegenüber der
Spannkolben des Spannmittels entsprechend größer dimensioniert ist, sodass
mit Hilfe des Ausgleichsgewichts und des Druckkolbens eine Kompensation
der Fliehkräfte
ermöglicht
wird. Das Verhältnis
der Fläche
des Druckkolbens für
die Fliehkraftkompensation wird hierbei gegenüber der Fläche des Spannkolbens so berechnet,
dass eine teilweise oder vollständige
Kompensation der Fliehkräfte
ermöglicht
wird.
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Durch
die geringe Kompressibilität
von beispielsweise Hydrauliköl
wird in weiterer Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, dass eine
zusätzliche
Druckmittelkompensation über
einen Druckmittelfederspeicher erfolgt, wobei die jeweils untereinander
verbundenen Druckmittelleitungen und Druckmittelkanäle, insbesondere
Ringkanäle,
mit dem Druckmittelfederspeicher verbunden sind. Der Druckmittelfederspeicher
weist zumindest einen, vorzugsweise zwei, Druckräume auf, die von dem gleichen
Druckmedium beaufschlagt werden und jeweils ein Federpaket zusammenpressen,
welches im Falle eines geringen Druckabfalls innerhalb der Druckmittelkanäle einen
Druckausgleich durch die Federentspannung gewährleistet. Ein Druckausgleich
kann immer dann erforderlich sein, wenn beispielweise Leckageverluste
an den Dichtungen für
die Zeit der Bearbeitung entstehen und diese können insofern durch den Druckmittelfederspeicher
ausgeglichen werden. Der Druckmittelfederspeicher wird ebenso wie
die Spannelemente und Zentrierelemente nach jeder Bearbeitung erneut über die
Injektoreinheit bis zum vorgegebenen Maximaldruck gefüllt.
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Der
Druckmittelfederspeicher weist im Weiteren eine nach außen geführte Kolbenstange
auf, welche beispielweise zum Auslösen eines Schalterelements
vorgesehen ist, um für
den Fall eines unerwarteten Druckabfalls den Bearbeitungsvorgang
zu stoppen. Hierbei ist das Schaltelement unmittelbar der Kolbenstange
zugeordnet und kann ein elektrisches Signal erzeugen, welches zur
Steuerung der Maschine verwendet werden kann oder ein akustisches
und/oder optisches Signal auslöst,
wodurch der Stillstand der Maschine veranlasst werden kann, um einen
möglichen
Spannkraftverlust rechtzeitig zu signalisieren und die Bearbeitung
einzustellen. Der Schalter ist hierbei in einer bedämpften Schaltungsanordnung
angeordnet, welche verhindert das fehlerhafte Meldungen infolge
eines Kabelbruchs auftreten können.
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Soweit
große
Unterschiede hinsichtlich der Werkstückdurchmesser vorliegen und
eine Bearbeitung mit der gleichen Maschine und den gleichen Spannmitteln
erfolgen soll, ist in weiterer Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen,
dass die Zentrierelemente mit Aufnahmebacken versehen sind, die
radial versetzbar gelagert sind und über eine Verzahnung und Nutensteine
radial positioniert werden können. Hierdurch
kann eine Einrichtung der Maschine auf Werkstücke mit einem geringeren Außendurchmesser
erfolgen, wobei insbesondere die Verzahnung rechteckförmig ausgeführt ist,
um eine eindeutige Definition der Koordinaten in x, y und z Richtung
zu gewährleisten.
Durch die rechteckförmige
Verzahnung wird hierbei vermieden, dass ein möglicher Teilungsfehler einer
Spitzverzahnung auf einen Planlauffehler übertragen würde. Ferner ist vorgesehen, dass
die Aufnahmebacken zusätzlich
mit Rollen ausgestattet sind, die unmittelbar auf dem Werkstück zu liegen
kommen und unnötige
Reibstellen und Beschädigungen
am Werkstück
vermeiden. Zusätzlich können die
Rollen über
eine Exzenteranordnung eingestellt werden, um eine hohe Rundlaufgenauigkeit zu
erreichen.
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Die
Erfindung wird im Weiteren anhand der Figuren nochmals beschrieben.
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Es
zeigt
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1 in
einer perspektivischen Ansicht ein erfindungsgemäßes Spannmittel,
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2 in
einer Draufsicht das Spannmittel gemäß 1,
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3 eine
geschnittene Ansicht des Spannmittels gemäß 1 durch
eine Schnittachse entlang eines Zentrierelements und eines Druckmittelfederspeichers,
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4 eine
geschnittene Seitenansicht des Spannmittels gemäß 3 mit einem
Synchronisierungselement, welches innerhalb des Spannkolbens geführt ist,
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5 in
einer geschnittenen Seitenansicht das erfindungsgemäße Spannmittel
gemäß 1 mit
einem Führungsrohr
und Führungsbolzen
für das Steuerelement
und
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6 in
einer geschnittenen Draufsicht und vergrößerten Darstellung ein Spannelement
mit Fliehkraftkompensation.
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1 zeigt
ein erfindungsgemäßes Spannmittel 1,
bestehend aus einem Futterkörper 2 mit
drei umfangsverteilten Spannelementen 3 sowie drei umfangsverteilten
Zentrierelementen 4. Ferner ist aus dieser Ansicht eine
Injektoreinheit 5 erkennbar, welche das Spannmittel 1 mit
einem Druckmedium einerseits versorgt und andererseits durch unterschiedliche
Druckmittelzufuhr die Zentrierelemente 4 und Spannelemente 3 getrennt
mit dem Druckmedium beaufschlagt.
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Der
Futterkörper 2 besteht
aus einem Aufnahmeflansch 6, einem Zylinderflansch 7, einem
Mittelstück 8 und
einer Spannscheibe 9. Der Aufnahmeflansch 6 ist
zur Aufnahme des Spannmittels auf den dargestellten spanabhebenden
Bearbeitungsmaschine, beispielweise einer Drehmaschine vorgesehen.
Der Zylinderflansch 7 dient zur Übertragung und Verteilung des
Druckmittels. Das Mittelstück 8 und die
Spannscheibe 9 sind zur Aufnahme der Zentrierelemente 4,
Spannelemente 3 sowie weiterer Einrichtungen zur Steuerung
der Spann- 3 und Zentrierelemente 4 vorgesehen.
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Das
erfindungsgemäße Spannmittel 1 ist
im Wesentlichen zur Bearbeitung von Rohren vorgesehen. Zur genauen
Bearbeitung der Rohrenden ist es erforderlich, dass mit Hilfe der
Zentrierelemente 4 zunächst
eine Zentrierung der Rohre erfolgt, und zwar in der Weise, dass
die Rohrachse mit der Drehachse der Spannmittel 1 zur Deckung
kommt. Die Spannelemente 3 dienen dazu, das bearbeitende
Werkstück, in
diesem Fall das Rohr, in dieser Position zu halten und für den Bearbeitungsvorgang
fest einzuspannen. Nach dem die Einspannung erfolgt ist, werden
die Zentrierelemente 4 zurückgefahren, sodass das Rohrende
freigegeben wird und bearbeitet werden kann. Die Steuerung der Spann- 3 und
Zentrierelemente 4 erfolgt über ein Druckmedium, welches durch
die Injektoreinheit 5 zugeführt wird. Hierbei ist im Wesentlichen
vorgesehen, dass durch einen der vier dargestellten Druckmittelanschlüsse 10 das Druckmedium
in das Spannmittel gelangt, und zwar zunächst, um die Zentrierelemente 4 zu
beaufschlagen, welche sich, da sie schräg zur Symmetrieachse des Spannmittels 1 gelagert
sind, aufeinander zufahrend zur Drehachse bewegen bis eine Anlage
an das nicht dargestellte Werkstück
erfolgt. Das in 3 und 4 dargestellte
Werkstück
wird hierbei zentriert, sodass anschließend ein Spannen mit Hilfe
der Spannelemente 3 erfolgen kann. Die Spannelemente 3 werden
ebenfalls mit einem Druckmittel über
einen der Druckmittelanschlüsse 10 versorgt
und bewegen sich aufgrund ihrer Anordnung in der Spannscheibe 9 ausschließlich in
radialer Richtung bis es zur Anlage an dem Werkstück kommt
und durch entsprechenden Druckaufbau eine Spannung erfolgt. Danach
werden die Zentrierelemente 4 durch entsprechende Druckbeaufschlagung
eines hier nicht erkennbaren Steuerelements zurückgefahren, sodass der Bearbeitungsvorgang
gestartet werden kann. Die Versorgung des Spannmittels 1 über die
Injektoreinheit 5 erfolgt hierbei im Stillstand des Spannmittels 1. Nach
dem das zu bearbeitende Werkstück
eingespannt ist, wird die Injektoreinheit 5 von dem Spannmittel 1 getrennt,
sodass eine Rotation des Spannmittels 1 ermöglicht wird.
Mit der Trennung der Injektoreinheit 5 von dem Spannmittel 1 wird
gleichzeitig über
ein Hauptrückschlagventil,
welches aus 2 erkennbar ist, der aufgebaute
Druck innerhalb des Spannmittel 1 für den Bearbeitungszeitraum
aufrecht erhalten. Zu diesem Zweck wird das Spannmittel 1 regelrecht
mit dem Druckmedium aufgepumpt, wobei der Druck durch weitere Sperrventile
für den
Bearbeitungszeitraum aufrecht erhalten wird und eventuelle Leckageverluste
ausgeglichen werden.
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Von
den Zentrierelementen 4 ist in dieser Darstellung jeweils
nur der Verzahnungskopf 11 und die Zentrierbacke 12 erkennbar,
die jeweils über
eine Andruckrolle 13 verfügt, die zur Anlage an das Werkstück gedacht
ist und verhindern soll, dass Schleifspuren oder eine Beschädigung des
Werkstücks
eintreten. Die Zentrierbacken 12 werden über Bohrungen 14 und
Schraubbolzen 15 mit dem Verzahnungskopf 11 verschraubt,
wobei die Möglichkeit
besteht, in Abhängigkeit
des jeweiligen Durchmessers des zu bearbeitenden Werkstücks, die
einzelnen Zentrierbacken 12 in Radialrichtung versetzt
zu montieren, sodass unterschiedlich große Durchmesser mit dem gleichen
Spannmittel 1 bearbeitet werden können. Der Verzahnungskopf 11 mit
der Zentrierbacke 12 bewegt sich während des Zentriervorgangs
aus dem Spannmittel 1 heraus, und zwar entlang einer Achse, die
schräg
zur Spannmittelachse ausgerichtet ist, sodass die drei beabstandeten
Zentrierbacken 12 mit Andruckrollen 13 aufeinander
zufahren, bis es zur Anlage an das Werkstück kommt. Die Besonderheit dieser
erfindungsgemäßen Lösung besteht
darin, dass die Zentrierbacken 12 durch ein gemeinsames Steuerelement,
welches beispielweise aus 3 ersichtlich
ist, beaufschlagt werden und somit gemeinsam den Zentriermittelpunkt
des Spannmittels 1 anfahren, ohne dass eine zusätzliche
Synchronisierung vorliegt.
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Von
den Spannelementen 3 ist der Spannkolben 33 aus
den 2 und 3 ersichtlich, der endseitig
mit einer zur Mitte ausgerichteten Spannbacke 17 versehen
ist. Die Spannbacken 17 bestehen im Ausführungsbeispiel
aus einem Ringsegment, welches mittig mit dem Spannkolben 33 über einen
Schraubbolzen 18 verschraubt ist und weisen jeweils vier
Spanneinsätze 19 auf,
die unmittelbar auf der Oberfläche
des Werkstücks
zu liegen kommen. Die Form der Spannbacken 17 wurde hierbei
bereits der Geometrie des zu bearbeitenden Werkstücks angepasst.
Ein Austausch der Spannbacken 17 gegen andere Ausführungen
ist ohne Weiteres möglich.
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Über Schraubbolzen 20,
welche in Bohrungen 21 aufgenommen sind, ist die Spannscheibe 9 mit
dem Mittelstück
verschraubt, wobei mehrere Schraubbolzen 20 umfangsverteilt über die
Fläche der
Spannscheibe 9 angeordnet sind. Des Weiteren sind aus dieser
Ansicht Einsätze 22 ersichtlich,
hinter denen beispielsweise die Zentrierbolzen der Spannkolben angeordnet
sind oder Einsätze 23,
hinter denen beispielweise Teile für die Druckübertragung angeordnet sind
sowie eine Ausnehmung 24, welche zur Aufnahme der Teile
für die
Druckanzeige vorgesehen ist. Weitere Einsätze 25 sind zur Aufnahme der
Federdruckspeicher vorgesehen, während
ein Einsatz 26 die Aufnahmebohrung der Spannelemente 3 verschließt beziehungsweise
fest mit dem Spannelement verbunden ist. Ein Einsatzkopf 28 verdeckt ein
Führungsrohr
für das
Steuerelement. Ferner sind in der Nähe der Injektoreinheit 5 an
dieser sowie den Aufnahmeflansch 6 und Zylinderflansch 7 Schaltelemente 27 angeschlossen.
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2 zeigt
das Spannmittel 1 gemäß 1 in
einer teilweise geschnittenen Draufsicht, aus der die Lage der drei
umfangsverteilten Spannelemente 3 sowie Zentrierelemente 4 ersichtlich
ist. In dieser Darstellung ist das zu bearbeitende Werkstück, in diesem
Fall ein Rohr 30 mit Hilfe der Spannbacken 17 und
Spanneinsätze 19 eingespannt.
Die Zentrierelemente 4 befinden sich in der in das Spannmittel 1 eingefahrenen
Position, sodass kein Kontakt zu dem Rohr 30 besteht. Von
den Zentrierelementen 4 ist in dieser Ansicht jeweils die
Zentrierbacke 12 mit Andruckrolle 13 ersichtlich,
während
ein Spannelement 3 zusätzlich
in einer Schnittdarstellung eingezeichnet ist. Aus der nicht geschnittenen
Darstellung der Spannelemente 3 ist erkennbar, dass diese
in einem Durchbruch 31 aufgenommen sind, der durch den Einsatz 26 nach
dem Einbau der Spannelemente 3 verschlossen wird. Jedes
Spannelement 3 besteht aus einer Kolbenbuchse 32 und
einem Spannkolben 33, wobei ein radial außen liegender
Druckraum 34 vorhanden ist, der mit dem Druckmittel versorgt
wird. Hierbei ist jedem Spannelement 3 ein Rückschlagventil 35 zugeordnet,
welches über
Verbindungskanäle 36, 37 und
Versorgungskanäle 38 Druckmittel zuführt und
den Druckraum 34 von dem Versorgungskanal 38 abkoppelt.
Solange die Injektoreinheit 5 auf dem Spannmittel 1 aufgesetzt
ist, erfolgt zunächst
die Zentrierung des Werkstücks
und anschließend
eine Druckbeaufschlagung für
die Spannelemente 3, wobei nach Erreichen des vorgesehenen Enddrucks
und Abkoppeln der Injektoreinheit 5 der Druck innerhalb
des Spannmittels 1 gespeichert ist und zusätzlich ein
Rückfluss
des Druckmittels aus dem Druckraum der Spannkolben 33 eines
jeden Spannelementes 3 in den Versorgungskanal 38 durch
das Rückschlagventil 35 verhindert
wird. Hierdurch wird erreicht, dass jedes Spannelement 3 eine autarke
Einheit darstellt und keine gegenseitige Beeinflussung durch eine
Druckänderung
während
des Bearbeitungsvorgangs gegenüber
den anderen Spannelementen 3 eintritt. Somit sind sämtliche Spannelemente 3 nicht
miteinander synchronisiert.
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Für den Fall,
dass eine Synchronisation ausnahmsweise gewünscht wird, besteht die Möglichkeit durch
jeweils einen axial verschiebbaren Synchronisierungsbolzen und über eine
nicht dargestellte Synchronisierungsscheibe eine Verbindung der
Spannelemente 3 untereinander herzustellen. Um die Synchronisierung
jederzeit aufzuheben ist vorgesehen, dass der Synchronisierungsbolzen 39 in
axialer Richtung soweit zurückgedreht
werden kann, dass der Eingriff in die Synchronisierungsscheibe unterbrochen
wird. Um die Synchronisierungsbolzen 39 zu verstellen,
muss gegebenenfalls der Einsatz 22 entfernt werden, sodann
die Verstellung vorgenommen werden, bevor der Einsatz 22 wieder
mit der Spannscheibe 9 verschraubt wird.
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Zur
Durchführung
der Zentrierung und des Spannens verfügt die Injektoreinheit 5 über insgesamt
vier Druckmittelanschlüsse 10,
wobei der hier dargestellte Anschluss K1 zur Druckbeaufschlagung der
Zentrierelemente 4 vorgesehen ist, während K2 zur Druckbeaufschlagung
des Steuermittels zum Zurückfahren
der Zentrierungselemente 4 und K4 zur Beaufschlagung der
Spannelemente 3 vorgesehen ist, während Druckmittelanschluss
K3 zur Zurückführung der
Spannelemente, also zum Entspannen, vorgesehen ist.
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3 zeigt
in einer geschnittenen Seitenansicht in der oberen Hälfte ein
Zentrierelement 4 und in der unteren Hälfte ein Spannelement 3 sowie
einen Druckmittelfederspeicher 40. Beide Teilfiguren zeigen
nochmals den prinzipiellen Aufbau des Spannmittels 1, und
zwar mit Aufnahmeflansch 6, Zylinderflansch 7,
Mittelstück 8 und
Spannscheibe 9, wobei zusätzlich die Montage an einer
Maschine 41 angedeutet ist. Aus dieser Ansicht wird erkennbar,
dass der Aufnahmeflansch 6 über Schraubbolzen 42 unmittelbar
mit Teilen der Maschine 41 verschraubt ist, während der
Aufnahmeflansch 6 über
weitere Schraubbolzen 43 mit dem Zylinderflansch 7 verschraubt
ist und dieser wiederum über
Schraubbolzen 44 mit dem Mittelstück 8. Letztendlich
ist die Spann scheibe 9 über
weitere umfangsverteilte Schraubbolzen 45 (1)
mit dem Mittelstück 8 verschraubt.
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Aus
der oberen Teilfigur ist ersichtlich, dass das Zentrierelement 4 aus
einer schräg
zur Längsmittelachse
des Spannmittels 1 angeordneten Führungsstange 46 und
einer Führungsbuchse 47 besteht. Über einen
Mitnehmer 48, welcher endseitig mit der Führungsstange 46 verschraubt
ist, erfolgt die Kraftübertragung
auf die Führungsstange 46.
Die Kraft zum Herausdrücken
der Führungsstange 46 wird
hierbei über
ein Zylindergehäuse 49 des
Steuerelementes erzeugt, welches entlang einer axialen Kolbenstange 50 verfahrbar
ist. Das Zylindergehäuse 49 weist
eine Ausnehmung 51 auf, die radial nach außen angeordnet
ist und zur Aufnahme eines Mitnehmerzapfens 52 vorgesehen
ist. Hierbei wurde die Anordnung so gewählt, dass der radial ausgerichtete Mitnehmerzapfen 52 in
der Ausnehmung 51 radial verschieblich gleiten kann, um
den sich ändernden Abstand
zwischen Zylindergehäuse 49 und
Mitnehmer 48 zu berücksichtigen.
Sämtliche
Zentrierelemente 4 sind ähnlich aufgebaut und werden
somit gemeinsam von dem Zylindergehäuse 49 beaufschlagt, wobei
die Bewegung des Zylindergehäuses 49 durch das
Druckmedium über
die Kanäle
K1 und K2 ermöglicht
wird. Zu diesem Zweck ist die Kolbenstange 50 mit einer
Ausnehmung 51 versehen, die einen Druckraum bildet. Zusätzlich ist
der Druckraum durch einen Dichtungsring 54 unterteilt,
der fest mit dem Zylindergehäuse 49 verbunden
ist. Beide Druckräume
können
unabhängig
voneinander mit Druckmedien beaufschlagt werden, und zwar über den
Kanal K1 zum Verfahren des Zylindergehäuses 49 in der Zeichenebene
nach rechts, während
der Kanal K2 zum Verfahren des Zylindergehäuses 49 in der Zeichenebene
in Richtung links vorgesehen ist. Somit können über die Kanäle K1 und K2 die Zentrierelemente 4 verfahren werden,
wobei die jeweiligen Zentrierbacken 12 mit ihren Andruckrollen 13 an
dem Werkstück,
im vorliegenden Fall an dem Rohr 30, zu liegen kommen und dieses
durch Druckerhöhung
zentrieren. Die Zentrierbacken 12 sind hierbei in zwei
Positionen dargestellt, einerseits in der eingefahrenen Position
ohne Anlage an dem Rohr 30 und andererseits in der ausgefahrenen
Position mit Anlage der Andruckrolle 13 auf der Außenfläche des
Rohres 30. Das Rohr selbst ragt nur insoweit aus dem Spannmittel 1 heraus
als eine spätere
Bearbeitung, beispielweise zum Schneiden eines Gewinde mit Hilfe
eines Schneidstahls 55, erforderlich ist. Bevor jedoch
die Bearbeitung erfolgt muss nach erfolgter Zentrierung des Rohrs 30 zunächst eine
Spannung durchgeführt
werden, wie sie in der unteren Figurenhälfte dargestellt ist. Das hier gezeigte
Spannelement 3, bestehend aus Kolbenbuchse 32 und
Spannkolben 33 wird ebenfalls durch das verwendete Druckmedium
beaufschlagt, und zwar zum Spannen über den aus 2 erkennbaren Kanal
K4 und zum Entspannen über
den Kanal K3. Zum Spannen wird der Druckraum 56 demzufolge
mit Druckmittel beaufschlagt, sodass der Spannkolben in Richtung
auf das Rohr 30 verfährt,
während
zum Entspannen der Druckraum 57 beaufschlagt wird. Das Spannelement 3 wird
hierbei mit einem Druck von bis zu 200 Bar beaufschlagt, damit die
Spannbacken 17 mit ihren Spanneinsätzen 19 auf der Oberfläche des Rohrs 30 zu
liegen kommen und dieses sicher während der Bearbeitung halten.
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Des
Weiteren ist aus der unteren Figurenhälfte ein Druckmittelfederspeicher 40 erkennbar,
der während
des Spannens des Spannkolben 33 beaufschlagt wird, sodass
ein Federpaket 58 ebenfalls mit dem Druckmittel beaufschlagt
und demzufolge zusammengepresst wird. Das Federpaket 58 ist
hierbei in zwei Stellungen dargestellt. Nach Entfernen der hier
nicht dargestellten Injektoreinheit wird infolge des eingebauten
Hauptrückschlagventils
und eines weiteren Rückschlagventils,
welches dem Spannelement 3 zugeordnet ist, der Druck innerhalb
der Verbindungskanäle
und des Druckraums 56 sowie eines Druckraums 59 der
Druckmittelfederspeicher 40 aufrecht erhalten. Sollte es
aufgrund einer Leckage in den vorhandenen Dichtungen während des
Bearbeitungsprozesses zu einem geringen Verlust des Druckmediums
kommen, kann somit das Federpaket 58 den vorhandenen Druckverlust
ausgleichen, wobei über
eine Kolbenstange 60 zusätzlich ein Schaltelement 61 beaufschlagt
wird, welches bei Überschreiten
eines vorgegebenen Druckabfalls ein elektrisches Signal erzeugt
oder ein optisches und/oder akustisches Signal auslöst. Erwähnenswert
ist, dass die Zentrierelemente 4 sowie Spannelemente 3 jeweils
als kompakte Einheiten vorgesehen sind, welche in die Spannscheibe 9 in
entsprechende Bohrungen eingesetzt und mit der Spannscheibe 9 verschraubt
werden, sodass bei einer Beschädigung eine
leichte Austauschmöglichkeit
besteht. Gleiches gilt für
den Druckmittelfederspeicher, der ebenfalls radial von außen in eine
vorhandene Bohrung 76 eingesetzt wird.
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Ferner
ist aus der unteren Darstellung ein Führungsrohr 62 und
ein Führungsbolzen 63 ersichtlich.
Der Führungsbolzen 63 ist
unmittelbar mit dem Zylindergehäuse 49 verbunden
und dient zur Vergrößerung der
Führungsflächen dem
der Führungsbolzen 63 bei
der Bewegung des Zylindergehäuses 49 in
das Führungsrohr 62 gleitet,
sodass während
eines Druckaufbaus durch das Druckmedium gleichzeitig die Führungsfläche für das Zylindergehäuse 49 vergrößert wird.
Das Führungsrohr 62 ist
hierbei in einer Ausnehmung 64 aufgenommen, die in der
Stirnfläche 65 der
Spannscheibe 9 eingearbeitet ist. Das Führungsrohr 62 und
der Führungsbolzen 63 sind hierbei
gegenüber
der Position der Zentrierelemente 4 und Spannelemente 3 versetzt
angeordnet, sodass die Bewegung der Spannelemente 3 nicht
beeinträchtigt
wird.
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4 zeigt
in einer geschnittenen Seitenansicht das erfindungsgemäße Spannmittel 1,
wobei die Figur weitestgehend der 3 entspricht.
Zusätzlich
ist in der unteren Hälfte
eine Synchronisierungsscheibe 66 sowie eine Synchronisierungseinheit 67 dargestellt,
welche quer zur Bewegungsrichtung des Spannkolbens 33 angeordnet
ist und durch diesen hindurch mit einem Synchronisierkopf 68 in eine
korrespondierende Ausnehmung 64 der Synchronisierungsscheibe 66 eindrehbar
ausgebildet ist. Die geschnittene Darstellung zeigt in der oberen
Hälfte
die Position, in der der Synchronisierungskopf 68 soweit
zurückgedreht
ist, dass kein Eingriff in die Synchronisierungsscheibe 66 erfolgt,
während
die untere Hälfte
den Eingriff des Synchronisierungskopf 68 in die Synchronisierungsscheibe 66 darstellt.
In besonderen Fällen,
in denen eine Synchronisierung der Spannelemente 3, wie
bereits vorher beschrieben gewünscht
wird, besteht die Möglichkeit
durch Entfernen eines Einsatzes 22 eine Verstellung des Synchronisierungskopfs 68 vorzunehmen
und anschließend
den Einsatz 22 wieder mit der Spannscheibe 9 zu
verschrauben. Die Verstellung erfolgt während der Maschineneinrichtung
im Stillstand, wobei gleichzeitig sichergestellt ist, dass der Spannkolben 33 des
Spannelementes 3 auch nach erfolgter Synchronisierung innerhalb
der Kolbenbuchse radial beweglich gelagert ist.
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5 zeigt
in einer geschnittenen Detailansicht eine obere Ecke des Spannmittels 1 mit
Zylinderflansch 7, Mittelstück 8 und Spannscheibe 9.
In der Spannscheibe 9 ist eine Ausnehmung 64 eingearbeitet,
in die ein Führungsrohr 62 eingeschraubt
ist, von dem der Einsatzkopf 28 bereits aus 1 erkennbar
ist. Das Führungsrohr 62 dient
zusammen mit einem Führungsbolzen 63,
welcher unmittelbar mit dem Zylindergehäuse 49 verbunden ist,
und zwar über
einen Schraubbolzen 69, zur Vergrößerung der Führungsfläche des
Zylindergehäuses 49 bei
Druckbeaufschlagung zur Bewegung der Zentrierelemente 4.
Gleichzeitig mit der Bewegung des Zylindergehäuses 49 in Richtung
auf die Stirnfläche 65 des
Spannmittels 1 wird die Führungsfläche durch das Eintauchen des
Führungsbolzen 63 in
das Führungsrohr 62 kontinuierlich
vergrößert, damit
die während
der Zentrierung auftretenden Kräfte
sicher in das Futtergehäuse
eingeleitet werden. Des Weiteren ist aus dieser Ansicht ein Spannelement 3 mit
Spannbacken 17 und Spanneinsatz 19 erkennbar,
die umfangsversetzt und versetzt zur Führungseinrichtung angeordnet
ist. Ferner ist aus dieser Figur ersichtlich, wie die Anordnung
der Versorgungskanäle 38 erfolgt.
Die Versorgungskanäle 38 sind
vorzugsweise in einer Ausnehmung der jeweiligen Einzelteile des
Spannmittels 1 angeordnet, im vorliegenden Fall beispielweise
im Mittelstück 8 und
der Spannscheibe 9, wobei einzelne Versorgungskanäle 38 axial
gegeneinander versetzt angeordnet und über Dichtungen 77 abgedichtet
sind. Der besondere Vorteil einer solchen Anordnung besteht darin,
dass, soweit die Versorgungskanäle 38 in
einer Radialfläche
angeordnet sind, entstehende Kräfte
infolge einer Druckmittelbeaufschlagung von bis zu 200 Bar durch
das Futtergehäuse
unmittelbar aufgenommen werden und somit keine aufwändigen Verschraubungen
zwischen dem Mittelstück 8 und
der Spannscheibe 9 erforderlich sind. Gleiches gilt für den Aufnahmeflansch 6 und den
Zylinderflansch 7 soweit Versorgungskanäle vorgesehen sind.
-
6 zeigt
in einer geschnittenen Darstellung ein Spannelement 3,
welches mit einem Einsatz 26 in die Axialfläche der
Spannscheibe 9 eingesetzt ist. Ferner ist das aus 2 bekannte
Rückschlagventil 35 dargestellt,
welches zwischen einem Versorgungskanal 38 und den Verbindungskanälen 36, 37 für den Druckraum 34 des
Spannkolbens 33 vorgesehen ist. Aus dieser Darstellung
ist ein weiteres Detail des Spannmittels 1 ersichtlich,
und zwar eine Fliehkraftkompensationseinheit 70, die aus
einem Kolben 71 und aus einem Ausgleichsgewicht 72 besteht.
Ein Druckraum 73 steht hierbei kommunizierend in Verbindung
mit dem Druckraum 34 des Spannkolbens 33 des Spannelementes 3.
Der Druckraum 73 und die Größe des Kolbens 71 ist
unter Berücksichtigung
des Ausgleichsgewichtes 72 auf die Kolbenfläche des
Spannelementes 3 insoweit abgestimmt, dass infolge der
auftretenden Fliehkräfte
eine Kompensation durch einen Druckausgleich des Druckmediums durchgeführt wird.
Jedem Spannelement 3 ist eine solche Fliehkraftkompensationseinheit 70 zugeordnet,
wobei durch das Rückschlagventil 35 sichergestellt
ist, dass die weiteren Spannelemente 3 unbeeinflusst bleiben.
Die Fliehkraftkompensationseinheit 70 ist hierbei in einer
Bohrung 74 aufgenommen und mittels Schraubbolzen 75 in
die Axialfläche,
durch Dichtmittel gegenüber
den Kontaktflächen
abgedichtet, eingeschraubt, sodass lediglich der Einsatzkopf 29 in
der Axialfläche
der Spannscheibe 9 zu sehen ist.
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Das
erfindungsgemäße Spannmittel 1 ist vorzugsweise
für die
Bearbeitung von Rohren 30 vorgesehen, und zwar von Rohren 30 die
aufgrund des Fertigungsverfahrens unrund oder ungerade ausgebildet
sind, sodass bei einer abschließenden
Bearbeitung an den jeweiligen Kopfenden eine vorherige Zentrierung
des Rohres 30 erfolgen muss, bevor das Rohr 30 durch
die Spannmittel 1 eingespannt wird. Zu diesem Zweck sind
mehrere umfangsverteilte Zentrierelemente 4 vorgesehen,
welche eine Zentrierung in der Art vornehmen, dass die Rohrmittelachse mit
der Drehachse zur Deckung gebracht wird und sodann kann mit Hilfe
von Spannelementen 3 eine Einspannung des Rohres 30 vorgenommen
werden. Zur weiteren Bearbeitung werden die Zentrierelemente 4 in
ihre ursprüngliche
Position zurückgefahren
und nach Beendigung des Bearbeitungsvorgangs wird durch Entspannen
der Spannelemente 3 das Rohr 30 gelöst. Die
Zentrierung und Spannung des Rohres 30 erfolgt hierbei
im Stillstand der Maschine beziehungsweise des Spannmittels 1,
sodass eine Injektoreinheit 5 an das Spannmittel 1 herangefahren
werden kann und über
Druckmittelkanäle
K1 bis K4 eine Betätigung
der Spannelemente 3 und Zentrierelemente 4 erfolgen
kann.
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Die
Besonderheit des Spannmittels 1 besteht darin, dass zur
Beaufschlagung der Zentrierelemente 4 ein einzelnes Steuerelement
verwendet wird, welches in Form einer feststehenden Kolbenstange 50 und
eines axial beweglichen Zylindergehäuses 49 vorliegt und über einen
Mitnehmer die Zentrierung vornimmt. Eine weitere Besonderheit des
Spannmittels 1 besteht darin, dass die Spannelemente 3 unabhängig voneinander arbeiten
und dies wird beispielsweise dadurch sichergestellt, dass die Verbindung
zwischen dem Druckraum der Spannelemente 3 und eines Versorgungskanals 38 durch
ein Rückschlagventil 35 aufgehoben
wird. Hierdurch wird gleichzeitig sichergestellt, dass sämtliche
Spannelemente 3 nicht synchronisiert sind. Soweit eine
Synchronisierung erforderlich ist, sieht das Spannmittel 1 eine
Synchronisierungseinheit vor, bestehend aus einer Synchronisierungsscheibe 66 und
jeweils einem Synchronisierungskopf 68, wobei aufgrund
einer axialen Verstellbarkeit des Synchronisierungskopfes 68 diese
Synchronisierung ein- und ausgeschaltet werden kann. Als weitere
Besonderheit des Spannmittels 1 ist vorgesehen, dass mit
Hilfe einer Fliehkraftkompensation gearbeitet wird, wobei ein Kolben 71 und
ein Ausgleichsgewicht 72 auf einen Druckraum 73 einwirken,
der kommunizierend mit dem Druckraum 34 des Spannkolbens 33 des
Spannelementes 3 verbunden ist. Die Fläche des Kolbens 71 ist
hierbei so bemessen, dass unter Berücksichtigung des Ausgleichgewichtes 72 eine
vollständige
Kompensation gewährleistet
ist.
-
Eine
weitere Besonderheit der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass
die Versorgungskanäle beziehungsweise
Verbindungskanäle 36, 37 und
Versorgungskanal 38 für
das Druckmedium in den Radialflächen
angeordnet sind und somit unter Berücksichtigung eines Spannmitteldruckes
von bis zu 200 Bar die auftretenden Kräfte von dem Futterkörper 2 aufnehmbar
sind und somit auf aufwändige
Verschraubungen, soweit beispielsweise derartige Verbindungskanäle in den
Axialflächen
angeordnet sind, verzichtet werden kann. Letztendlich wird der Erfindungsgedanke
durch das Steuerelement bestimmt, welches zentral sämtliche
Zentrierelemente 4 beaufschlagt und zu diesem Zweck ist
unter anderem vorgesehen, dass umfangsverteilte Führungsbolzen 63 mit
dem Zylindergehäuse 49 des
Steuerelementes verbunden sind, welche innerhalb eines Führungsrohrs 62 aufgenommen
sind, sodass infolge einer Axialbewegung nicht nur eine gleiche
Führungsfläche vorliegt,
sondern mit zunehmendem Druckaufbau und Axialverschiebung des Zylindergehäuses 49 die
Führungsfläche ansteigt.
Das gesamte Spannmittel 1 zeichnet sich hierbei dadurch
aus, dass sämtliche
beweglichen Elemente in vorteilhafter Weise von außen in den
Futterkörper 2 eingeschraubt
werden können
und somit eine Montage und Demontage wesentlich erleichtert wird
und im Falle eines Defektes eines Einzelelementes ein sofortiger
Austausch vorgenommen werden kann.
-
- 1
- Spannmittel
- 2
- Futterkörper
- 3
- Spannelement
- 4
- Zentrierelement
- 5
- Injektoreinheit
- 6
- Aufnahmeflansch
- 7
- Zylinderflansch
- 8
- Mittelstück
- 9
- Spannscheibe
- 10
- Druckmittelanschluss
- 11
- Verzahnungskopf
- 12
- Zentrierbacke
- 13
- Andruckrolle
- 14
- Bohrung
- 15
- Schraubbolzen
- 17
- Spannbacke
- 18
- Schraubbolzen
- 19
- Spanneinsatz
- 20
- Schraubbolzen
- 21
- Bohrung
- 22
- Einsatz
- 23
- Einsatz
- 24
- Ausnehmung
- 25
- Einsatz
- 26
- Einsatz
- 27
- Schaltelement
- 28
- Einsatzkopf
- 29
- Einsatzkopf
- 30
- Rohr
- 31
- Durchbruch
- 32
- Kolbenbuchse
- 33
- Spannkolben
- 34
- Druckraum
- 35
- Rückschlagventil
- 36
- Verbindungskanal
- 37
- Verbindungskanal
- 38
- Versorgungskanal
- 39
- Synchronisierungsbolzen
- 40
- Druckmittelfederspeicher
- 41
- Maschine
- 42
- Schraubbolzen
- 43
- Schraubbolzen
- 44
- Schraubbolzen
- 45
- Schraubbolzen
- 46
- Führungsstange
- 47
- Führungsbuchse
- 48
- Mitnehmer
- 49
- Zylindergehäuse
- 50
- Kolbenstange
- 51
- Ausnehmung
- 52
- Mitnehmerzapfen
- 53
- Druckraum
- 54
- Dichtungsring
- 55
- Schneidstahl
- 56
- Druckraum
- 57
- Druckraum
- 58
- Federpaket
- 59
- Druckraum
- 60
- Kolbenstange
- 61
- Schaltelement
- 62
- Führungsrohr
- 63
- Führungsbolzen
- 64
- Ausnehmung
- 65
- Stirnfläche
- 66
- Synchronisierungsscheibe
- 67
- Synchronisierungseinheit
- 68
- Synchronisierungskopf
- 69
- Schraubbolzen
- 70
- Fliehkraftkompensationseinheit
- 71
- Kolben
- 72
- Ausgleichsgewicht
- 73
- Druckraum
- 74
- Bohrung
- 75
- Schraubbolzen
- 76
- Bohrung
- 77
- Dichtung