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DE102006027393A1 - Verkapselung für organisches Bauelement - Google Patents

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DE102006027393A1
DE102006027393A1 DE102006027393A DE102006027393A DE102006027393A1 DE 102006027393 A1 DE102006027393 A1 DE 102006027393A1 DE 102006027393 A DE102006027393 A DE 102006027393A DE 102006027393 A DE102006027393 A DE 102006027393A DE 102006027393 A1 DE102006027393 A1 DE 102006027393A1
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DE
Germany
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layer
barrier layer
organic
encapsulation structure
inorganic
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE102006027393A
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English (en)
Inventor
Uwe Dr. Hoffmann
Jose Manuel Dr. Dieguez-Campo
Frank Dr. Stahr
Klaus Prof. Dr. Schade
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
FORSCH APPLIKATIONSLABOR PLASM
Forschungs- und Applikationslabor Plasmatechnik Dresden GmbH
Applied Materials GmbH and Co KG
Original Assignee
FORSCH APPLIKATIONSLABOR PLASM
Forschungs- und Applikationslabor Plasmatechnik Dresden GmbH
Applied Materials GmbH and Co KG
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Publication date
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Priority to CNA2007101107769A priority patent/CN101106178A/zh
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    • H10SEMICONDUCTOR DEVICES; ELECTRIC SOLID-STATE DEVICES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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    • H10K50/00Organic light-emitting devices
    • H10K50/80Constructional details
    • H10K50/84Passivation; Containers; Encapsulations
    • H10K50/844Encapsulations
    • HELECTRICITY
    • H05ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05BELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
    • H05B33/00Electroluminescent light sources
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    • H05B33/04Sealing arrangements, e.g. against humidity
    • HELECTRICITY
    • H10SEMICONDUCTOR DEVICES; ELECTRIC SOLID-STATE DEVICES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H10KORGANIC ELECTRIC SOLID-STATE DEVICES
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    • H10K2102/351Thickness

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  • Optics & Photonics (AREA)
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Dünnschichtverkapselungsstruktur für elektronische Bauelemente mit organischen Substanzen, insbesondere OLEDs oder andere organische optoelektronische Bauelemente, sowie entsprechende Bauteile und ein Verfahren zur Herstellung mit einer primären, anorganischen Barriereschicht (5), welche unmittelbar auf dem Bauelement oder der zu verkapselnden Oberfläche angeordnet ist; einer auf der primären, anorganischen Barriereschicht angeordneten organischen Planarisierungsschicht (6), deren Dicke so gewählt ist, dass sie dicker ist als der einfache Wert des Abstands zwischen höchster Spitze und tiefstem Tal der Oberfläche der primären Barriereschicht oder der unter der primären Barriereschicht liegenden Oberfläche des Bauelements oder der zu verkapselnden Oberfläche, sowie einer auf der Planarisierungsschicht angeordneten sekundären Barriereschicht (14).

Description

  • HINTERGRUND DER ERFINDUNG
  • GEBIET DER ERFINDUNG
  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Dünnschichtverkapselungsstruktur für elektronische Bauelemente mit organischen Substanzen, insbesondere OLEDs oder andere organische, opto-elektronische Bauelemente sowie ein Verfahren zur Herstellung derartiger Dünnschichtverkapselungsstrukturen und damit versehene elektrotechnische Bauteile.
  • STAND DER TECHNIK
  • Für organische elektronische Bauelemente, insbesondere OLEDs (organic light emitting diodes, organisch elektrolumineszierende Dioden) sind gas- und feuchtigkeitsdichte Verkapselungen notwendig, um Sauerstoff und insbesondere Feuchte aus der Umgebung von den empfindlichen organischen Substanzen und den oft reaktiven Elektroden fern zu halten. Hierzu ist es weit verbreitet, hermetische Gehäuse aus Glas und Metall unter Verwendung von Einlagen aus sog. Getter-Materialien vorzusehen, um Sauerstoff und Feuchte abzuhalten oder zumindest durch die Getter-Materialien vor dem Erreichen der organischen Substanzen abzufangen. Derartige hermetische Gehäuse weisen jedoch große Massen und entsprechende Dimensionen auf, so dass sie für bestimmte Anwendungen ungeeignet sind und zudem einen hohen Aufwand bei der Herstellung verursachen. Außerdem fehlt es den Metallen an der Transparenz, so dass sie für bestimmte Anwendungen ebenfalls nicht geeignet sind.
  • Zur Abwendung derartiger Nachteile sind Dünnschichtverkapselungen bekannt, bei denen auf ein Gehäuse verzichtet wird, sondern vielmehr durch Aufbringen von Stapeln verschiedener dünner Schichten die Wasser- und/oder Sauerstofftransmission begrenzt oder verhindert wird.
  • Eine derartige Dünnschichtverkapselung ist beispielsweise in der WO 03/050894 A2 beschrieben, welche eine Vielzahl von verschiedenen dielektrischen Schichten vorschlägt. Die dielektrischen Schichten sind vorzugsweise aus anorganischen Schichten gebildet, die eine hohe Barrierewirkung aufweisen. Da jedoch die anorganische Schichten eine geringe Elastizität aufweisen und somit kaum zu einem Abbau von mechanischen Spannungen beitragen können, führen Stapel aus anorganischen Schichten leicht zu Rissbildung, so dass über die Risse Wasser und Sauerstoff eindringen kann. Aus diesem Grund ist es bereits bekannt zwischen anorganischen Schichten organische Schichten oder Polymerschichten vorzusehen, die eine höhere Elastizität aufweisen und damit der Rissbildung entgegenwirken. Eine derartige Schichtstruktur ist beispielsweise in der WO 03/016589 A1 vorgeschlagen.
  • Die Kombination von organischen und anorganischen Schichten in einem Schichtstapel ist darüber hinaus auch aus der EP 777 280 , der US 6,198,217 , der DE 102 22 958 und der US 2005/0029513 A1 bekannt.
  • Obwohl damit bereits gute Ergebnisse erzielt werden, weisen die Schichten gemäß dem Stand der Technik den Nachteil auf, dass die Vielzahl der Schichten bei der Herstellung einen hohen Aufwand erfordern. Außerdem hat sich herausgestellt, dass trotz vielfältiger Schichten die Abdichtfunktion letztendlich nicht zufriedenstellend ist.
  • OFFENBARUNG DER ERFINDUNG
  • AUFGABE DER ERFINDUNG
  • Es ist deshalb Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Dünnschichtverkapselung sowie ein Verfahren zur Herstellung derselben bereitzustellen, welches mit geringem Aufwand, d.h. mit einer möglichst geringen Anzahl von Schichten ein gegenüber dem Stand der Technik verbessertes Abdichtverhalten aufweist, wobei gleichzeitig die übrigen Randbedingungen, wie beispielsweise hohe Transmission von Licht im sichtbaren Wellenlängenbereich oder einfache Prozessführung gewährleistet sein sollen.
  • LÖSUNG DER AUFGABE
  • Diese Aufgabe wird gelöst mit einer Dünnschichtverkapselungsstruktur mit den Merkmalen des Anspruchs 1, einem elektrotechnischen Bauteil mit einer entsprechenden Verkapselungsstruktur gemäß Anspruch 14 sowie einem Verfahren zur Herstellung einer Dünnschichtverkapselungsstruktur mit den Merkmalen des Anspruchs 17. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
  • Die Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass die Erfinder erkannt haben, dass es wesentlich ist, dass Rauhigkeiten, partikulare Ablagerungen – beispielsweise durch Partikelgeneration in Vakuumbeschichtungsanlagen selbst – oder Strukturen auf der zu verkapselnden Oberfläche die Verkapselungseigenschaften negativ beeinflussen können. Da insbesondere bei OLED's durch entsprechende Strukturierungen derartige Oberflächenunebenheiten bzw. Rauhigkeiten in Form von Stufen oder Vertiefungen vorhanden sind und der Kostendruck keine Fertigungsbedingungen in staubarmer Umgebung vergleichbar mit denen der Halbleiter-Schaltkreisfertigung erlaubt, ist es wesentlich für eine wirksame und einfache Verkapselungsstruktur die Unebenheiten oder Rauhigkeiten durch eine Planarisierungsschicht zu beseitigen.
  • Darüber hinaus zeichnet sich die vorliegende Erfindung dadurch aus, dass die Planarisierungsschicht erst nach einer primären Barriereschicht auf der zu verkapselnden Oberfläche bzw. dem organischen Bauelement angeordnet ist, da dadurch ein einfacher Herstellungsprozess verwirklicht werden kann. Durch die primäre, anorganische Barriereschicht wird erreicht, dass die organischen Substanzen vor den Einflüssen der nachfolgenden Schichtabscheidung geschützt werden. Dies ermöglicht eine effektive und einfache Aufbringung der Planarisierungsschicht, die für die wirksame Verkapselung mittels der nachfolgend auf der ebenen Fläche der Planarisierungsschicht angeordneten sekundären Barriereschicht von Bedeutung ist.
  • Insgesamt ergibt sich damit eine Vorgehensweise, bei der zunächst eine primäre, anorganische Barriereschicht unmittelbar auf dem zu schützenden Bauelement bzw. der zu verkapselnden Oberfläche angeordnet wird, um für das Bauelement bzw. die zu verkapselnde Oberfläche einen ersten Schutz bereit zu stellen. Nachfolgend wird eine organische Planarisierungsschicht aufgebracht, die für einen Ausgleich von Oberflächenunebenheiten, Schichtwachstumsfehlern bzw. Strukturierungen und mechanischen Spannungen sorgt und die Basis bildet, um mit wenigen nachfolgenden Barriereschichten eine wirksame Barrierewirkung zu erzielen. Entsprechend wird erfindungsgemäß auf der Planarisierungsschicht eine sekundäre Barriereschicht vorgesehen, die aufgrund des Nicht-Vorliegens bzw. geringeren Ausbildung von Unebenheiten, wie Stufen, Vertiefungen und dergleichen in sehr effektiver und wirksamer Weise aufgebracht werden kann.
  • Um zu gewährleisten, dass die organische Planarisierungsschicht für einen punktdefekteliminierenden Ausgleich von Oberflächenunebenheiten oder Strukturen sorgt, wird deren Dicke so gewählt, dass sie dicker ist als der einfache Wert des Abstands zwischen höchster Spitze und tiefstem Tal der Oberfläche der primären Barriereschicht oder der unter der primären Barriereschicht liegenden Oberfläche des Bauelements bzw. der zu verkapselnden Oberfläche.
  • Der einfache Wert des Abstands zwischen höchster Spitze und tiefstem Tal der jeweils zu beschichtenden Oberfläche wird dabei gemäß des üblichen Standards für die maximale Profilhöhe Ry (ISO/JIS/DIN 4762) bestimmt und ist definiert als Summe der Abstände der höchsten Spitze und des tiefsten Tals von der Mittellinie.
  • Vorzugsweise weist die sekundäre Barriereschicht mehrere Teilschichten auf, wobei insbesondere zwei oder mehr anorganische Teilschichten vorgesehen sind, welche besonders günstige Barrierewirkungen für Feuchtigkeit und Sauerstoff aufweisen. Durch das Vorsehen von mehreren Teilschichten wird gewährleistet, dass mögliche Fehlstellen in einer der Teilschichten nicht zu einer Undichtigkeit führen.
  • Vorzugsweise sind in der sekundären Barriereschicht mindestens eine organische, vorzugsweise mehrere, insbesondere zwei organische Teilschichten vorgesehen, die insbesondere zwischen den anorganischen Teilschichten angeordnet sind oder diese zwischen sich einbetten. Durch die erhöhte Elastizität der organischen Teilschichten gegenüber den anorganischen Teilschichten tragen diese auch zum Abbau von mechanischen Spannungen bei und verhindern somit die Rissbildung, welche ebenfalls zur Undichtheit führen würde.
  • Die Teilschichten der sekundären Barriereschicht, insbesondere die organischen Teilschichten sind vorzugsweise so ausgebildet, dass ihre Dicke mindestens der in der Verkapselungsstruktur in Richtung des Bauelements bzw. der zu schützenden Oberfläche benachbarten Schicht oder Teilschicht entspricht oder mindestens den einfachen Wert des Abstands zwischen höchster Spitze und tiefstem Tal der in der Verkapselungsstruktur in Richtung des Bauelements oder der zu schützenden Oberfläche benachbarten Schicht oder Teilschicht beträgt.
  • Durch die Einstellung einer entsprechenden Dicke wird gewährleistet, dass es bei möglichen Fehlstellen zu keinem Versagen der Verkapselung kommt.
  • Vorzugsweise werden die organischen Teilschichten so eingestellt, dass sie der Dicke von benachbarten anorganischen Teilschichten insbesondere in Richtung des Bauelements bzw. der zu schützenden Oberfläche entsprechen, während die Dicke der anorganischen Teilschichten mindestens den einfachen Wert des Abstands zwischen höchster Spitze und tiefstem Tal der in Richtung des Bauelements oder der zu schützenden Oberfläche liegenden Oberfläche beträgt, vorzugsweise jedoch mindestens 20 nm.
  • Nach einer bevorzugten Ausführungsform ist mindestens auf der zweiten bzw. sekundären Barriereschicht eine hydrophobe Schicht angeordnet, die zur Vermeidung von Anlagerung von Wasser oder Feuchtigkeit an der Oberfläche dient, um ein Eindringen von Feuchtigkeit von Anfang an zu vermeiden. Entsprechend wird die hydrophobe Schicht derart gewählt, dass deren Oberflächenenergie so groß ist, dass der Kontaktwinkel mit Wasser vorzugsweise größer als 80° ist. Die hydrophobe Schicht kann insbesondere aus Polymeren, aufbauend auf Kohlenwasserstoffmonomeren, Fluorkohlenstoffmonomeren oder siliziumorganischen Monomeren gebildet sein, wobei die Aufbringung beispielsweise über Plasmapolymerisation erfolgt kann.
  • Die primäre und/oder sekundäre Barriereschicht weisen vorzugsweise anorganische Teilschichten aus Siliziumnitrid, Siliziumkarbid, Siliziumoxinitrid oder siliziumorganischen Oxiden auf, die vorzugsweise durch Niedertemperatur-PECVD (plasma enhanced chemical vapour deposition) bei Temperaturen unter 180°C, vorzugsweise unter 140°C aufgebracht werden.
  • Die Planarisierungsschicht wird nach einer bevorzugten Ausführungsform aus mittels Bestrahlung härtbaren Polymeren, Photolack oder organischen Monomeren gebildet, die entweder durch Bedampfen oder mechanisches Auftragen eines flüssigen oder fließfähigen Polymeres mittels Schleudern, Sprühen oder Drucken oder durch Vakuumbeschichtungstechnik, insbesondere plasmaunterstützte Vakuumbeschichtungstechnik, aufgebracht wird.
  • Vorteilhafterweise kann die Planarisierungsschicht auch mittels Strahlung nachbehandelt werden. z.B. UV-, IR- oder Elektronenstrahlbehandlung, um eine Polymerisation oder Aushärtung zu bewirken, wodurch eine schädigende Wärmebelastung des opto-elektronischen Bauelements oder Substrats unterbunden wird.
  • Die organischen Teilschichten der sekundären Barriereschicht werden vorzugsweise von Hexamethyldisiloxanen (HMDSO), Kohlenwasserstoffmonomeren, mittels Bestrahlung härtba rer Monomere, von Photolacken und/oder Polymeren gebildet. Auch diese Schichten können vorzugsweise durch plasmaunterstützte Aufbringungsverfahren aufgebracht werden.
  • Mit einer erfindungsgemäßen Dünnschichtverkapselungsstruktur können vorzugsweise Wassertransmissionsraten < 10·10–6 g/m2·Tag, insbesondere 5·10–6 g/m2·Tag sowie eine Lichttransmission im sichtbaren Wellenlängenbereich von mehr als 80%, vorzugsweise 85% erreicht werden.
  • Durch die Struktur ist auch eine einfache Herstellung gewährleistet, die beispielsweise in einer In-Line Anlage durchgeführt werden kann.
  • KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
  • Weitere Vorteile, Kennzeichen und Merkmale werden bei der nachfolgenden detaillierten Beschreibung eines Ausführungsbeispieles anhand der beigefügten Zeichnungen deutlich. Die Zeichnungen zeigen hierbei in rein schematischer Weise in
  • 1 in einer schematischen Querschnittsdarstellung den Schichtaufbau eines OLED-Bauteils gemäß der vorliegenden Erfindung; und in
  • 2 eine schematische Seitenansicht einer Anlage zur Herstellung einer erfindungsgemäßen Dünnschichtverkapselungsstruktur.
  • BEVORZUGTE AUSFÜHRUNGSFORMEN
  • Die 1 zeigt ein OLED-Bauteil mit einer Dünnschichtverkapselungsstruktur 12 gemäß der vorliegenden Erfindung.
  • Auf einem Substrat 1, welches beispielsweise eine geeignete Glasscheibe oder eine flexible, transparente Folie sein kann, ist zwischen zwei Elektrodenschichten 2 und 4 eine organische elektrolumineszierende Einheit 3 vorgesehen, die aus mehreren Teilschichten bestehen kann, die hier nicht gezeigt sind. Die Schichten 2 bis 4 bilden ein organisches opto-elektronisches Bauelement 13, welches in dem gezeigten Ausführungsbeispiel der 1 eine OLED ist. Es sind jedoch auch andere organische elektronische Bauelemente, wie beispielsweise photovoltaische Bauelemente denkbar.
  • Zum Schutz des organischen opto-elektronischen Bauelements 13 ist eine erfindungsgemäße Dünnschichtverkapselungsstruktur 12 aufgebracht.
  • Die Dünnschichtverkapselungsstruktur 12 umfasst insgesamt sechs Schichten 5 bis 10, die im Folgenden detailliert beschrieben werden.
  • Auf der Elektrodenschicht 4 des organischen Bauelements 13 ist eine primäre Barriereschicht 5 aus einer anorganischen Substanz, wie beispielsweise Siliziumnitrid, Siliziumkarbid, Siliziumoxinitrid oder einer aus einem siliziumorganischen Oxid hergestellten Siliziumverbindung aufgebracht. Da das organische Bauelement 13, wie exemplarisch nur an der Elektrodenschicht 4 gezeigt, eine Strukturierung 11 oder partikulare Ablagerungen aufweist bzw. Unebenheiten des Substrats 1 bzw. von dessen Oberfläche durch den Schichtaufbau des organischen Bauelements 13 nicht ausgeglichen werden, sind an der Grenzfläche zwischen Elektrodenschicht 4 und der primären Barriereschicht 5 Strukturen 11, wie Stufen, Vertiefungen und dergleichen ausgebildet, die sich beim Aufbringen der primären Barriereschicht 5 an der Oberfläche der dann gebildeten primären Barriereschicht wieder ausbilden.
  • Zum Ausgleich dieser Strukturen bzw. Unebenheiten wird erfindungsgemäß einen Planarisierungsschicht 6, z.B. aus einem flüssigen oder fließfähigen Polymer aufgebracht, welche die Strukturen 11 ausgleicht, so dass sich an der zu der primären Barriereschicht 5 gegenüberliegenden Oberfläche ein glatte oder ebene Oberfläche der Planarisierungsschicht 6 ausbildet. Auf der Planarisierungsschicht 6 ist eine sekundäre Barriereschicht 14 ausgebildet, die aus den Teilschichten 7 bis 9 gebildet ist.
  • Die Teilschichten 7 bis 9 werden durch zwei anorganische Teilschichten 7 und 9 gebildet, die wiederum aus Siliziumnitrid, Siliziumkarbid, Siliziumoxinitrid oder einer aus einem siliziumorganischen Oxyd hergestellten Verbindung gebildet sein können, sowie einer organischen Zwischen- bzw. Ausgleichsschicht 8, beispielsweise aus einem durch Plasmapolarisation hergestellten Polymer. Diese Ausgleichsschicht 8 dient zum Ausgleich von Spannungen und weist gegenüber den anorganischen Schichten 7 und 9 eine erhöhte Elastizität auf.
  • Als Abschluss der Dünnschichtverkapselungsstruktur 12 ist an der Oberseite eine hydrophobe Schicht 10 vorgesehen, welche insbesondere eine Oberflächenenergie aufweist, die derart ist, dass ein Kontaktwinkel mit Wasser > 80° ist. Auf diese Weise wird die Neigung zur Ablagerung von Feuchtigkeit auf der Dünnschichtverkapselungsstruktur 12 reduziert.
  • Gemäß der gezeigten Struktur der Dünnschichtverkapselungsstruktur 12 wird durch die primäre Barriereschicht gewährleistetet, dass das organische Bauelement 13 vor der weiteren Aufbringung oder Verkapselung gegen Umgebungseinflüsse geschützt wird. Die Planarisierungsschicht 6 dient dem Zweck Rauhigkeiten und Unebenheiten, die durch das Substrat 1 oder die Strukturierung des organische Bauelements 13 verursacht sind, auszugleichen, da durch die Oberflächenstrukturen die nachfolgende Aufbringung von Barriereschichten beeinträchtigt werden würde.
  • Durch die durch die Planarisierungsschicht 6 bereitgestellte ebene Oberfläche ist es möglich mit wenigen Teilschichten eine wirksame zweite Barriereschicht 14 aufzubringen, die wirksam das Eindringen von Feuchtigkeit oder Sauerstoff in das organische Bauelement 13 verhindert. Durch die Kombination mehrerer Teilschichten der zweiten Barriereschicht 14 wird sichergestellt, dass möglicherweise auftretende Fehlstellen nicht durchgehend durch die gesamte Barriereschicht vorhanden sind. Die Ausgleichsschicht 8 bewirkt insbesondere die Möglichkeit des Abbaus von mechanischen Spannungen, die auch durch die Teilschichten 7 und 9, die vorzugsweise aus anorganischem Material aufgebaut sind, entstehen können. Insgesamt ergibt sich somit ein Schichtaufbau, der auf dem organischen Bauelement 13 zunächst eine primäre Barriereschicht aus einem anorganischen Material 5, anschließend eine Planarisierungsschicht 6, vorzugsweise aus einem organischen Material, vorsieht, an die sich eine anorganische Teilschicht 7 der sekundären Barriereschicht 14 anschließt. Darauf ist eine organische Ausgleichs- bzw. Teilschicht 8 angeordnet, die wiederum von einer anorganischen Teilschicht 9 der sekundären Barriereschicht 14 gefolgt wird. Abschließend ist eine hydrophobe Funktionsschicht 10 vorgesehen.
  • Die Dicke der Planarisierungsschicht 6 wird insbesondere dicker als der einfache Wert des Abstandes zwischen höchster Spitze und tiefstem Tal der an der Oberfläche der primären Barriereschicht vorliegenden Strukturen 11 gewählt, die auf Rauhigkeiten des Substrats oder Strukturierungen des organischen Bauelements 13 oder partikulare Ablagerungen zurückgehen.
  • Die anorganische Teilschicht 7 der sekundären Barriereschicht 14 wird vorzugsweise mit einer Dicke von mehr als 20 nm ausgebildet.
  • Die organische Zwischenschicht oder Ausgleichsschicht 8 weist vorzugsweise dieselbe Dicke auf, wie die benachbarte anorganische Teilschicht 7.
  • Die 2 zeigt in einer schematischen Darstellung eine Anlage zur Herstellung einer Dünnfilmverkapselungsstruktur, wie sie in 1 gezeigt worden ist. Eine derartige Dünnfilmverkapselungsstruktur kann gemäß der vorliegenden Erfindung in einer In-Line Anlage 100 hergestellt werden, wie sie in 2 gezeigt ist.
  • Die In-Line Anlage 100 umfasst eine Vakuumprozesskammer 104, in der die primäre Barriereschicht durch Niedertemperatur-PECVD (Plasma Enhanced Chemical Vapour Deposition) abgeschieden wird. Das Plasma kann beispielsweise durch eine hochfrequente Wechselspannung erzeugt werden, wozu in der Vakuumprozesskammer 104 eine Elektrode 102 vorgesehen ist, die zusammen mit dem als Gegenelektrode fungierenden Substratträger 101 und der Spannungsquelle 114 ein entsprechendes Plasma erzeugen kann. Die erforderlichen Prozessgase werden über die Zuleitung 103 in die Vakuumprozesskammer 104 eingeleitet.
  • Nach dem Aufbringen der primären Barriereschicht mittels Niedertemperatur-PECVD wird das zu beschichtende Substrat auf dem Substratträger 101 in eine benachbarte Kammer 105 gebracht, in welcher beispielsweise keine Vakuumbedingungen vorliegen müssen. Entsprechend kann zwischen den beiden Kammern 104 und 105 eine entsprechende Schleuseneinrichtung vorgesehen sein.
  • In der Bearbeitungskammer 105 ist vorzugsweise lediglich eine Inertgasatmosphäre eingestellt, in welcher die Planarisierungsschicht 6 beispielsweise durch Aufsprühen mittels einer Sprühdüse 106 aufgebracht wird. Es sind jedoch auch andere Aufbringungsmethoden, wie beispielsweise Aufschleudern, Drucken, Bedampfen oder dergleichen denkbar.
  • Anschließend wird das Substrat auf dem Substratträger 101 in die weiteren Vakuumbeschichtungskammer 107, 108, 109 und 110 gebracht, in denen die übrigen Schichten 7 bis 10 durch plasmaunterstützte Verfahren aufgebracht werden. Entsprechend sind in den jeweiligen Behandlungskammern 107 bis 110 jeweils eine Elektrode 111 und ein entsprechender Stroman schluss 112 für den Substratträger 101 vorgesehen. Darüber hinaus sind jeweils auch Zuleitungen 113 angeordnet, um die entsprechenden Prozessgase für die Niedertemperatur-PECVD-Abscheidung oder die Plasmapolymerisation in die entsprechenden Bearbeitungskammern einleiten zu können.
  • So wird die anorganische Teilschicht 7 in der Behandlungskammer 107 wiederum durch Niedertemperatur-PECVD abgeschieden, während die organische Teilschicht 8 in der Behandlungskammer 108 durch Plasmapolymerisation gebildet wird. Nach Aufbringen einer weiteren anorganischen Teilschicht 9 in der Behandlungskammer 109 wird wiederum durch Niedertemperatur-PECVD die hydrophobe Schicht 10 in der Behandlungskammer 110 wiederum durch Plasmapolymerisation abgeschieden.
  • Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel beschrieben, welches das Herstellungsverfahren für die Verkapselungsstruktur 12 beispielhaft zeigt.
  • Nach Evakuierung der Vakuumkammer 104 auf einen Startdruck unter 1 Pa werden als Prozessgase SiH4 mit einer Fließrate von 100 sccm, NH3 mit einer Fließrate von 300 sccm, und N2 mit einer Fließrate von 300 sccm in die Prozesskammer 104 eingeleitet. Nach Anlegen einer Hochfrequenzspannung mit einer Leistung von 500 W wird für eine Dauer von 60 Sekunden ein Plasma gezündet, welches zur Abscheidung einer Siliziumnitridschicht führt.
  • Danach wird in der Behandlungskammer 105 Photolack durch Aufsprühen, Drucken oder Aufschleudern aufgebracht. Anschließend wird in den Behandlungskammern 107 und 109 in gleicher Weise wie in der Vakuumprozesskammer 104 wiederum eine anorganische Schicht, insbesondere Siliziumnitrid, aufgebracht.
  • In der Behandlungskammer 108 wird in einem Plasmapolymerisationsschritt unter Verwendung eines kohlenstoffhaltigen Gases wie CH4 mit einer Flussrate von 400 sccm bei einer HF-Leistung von 100 W 60 Sekunden lang eine Kohlenwasserstoffschicht abgeschieden.
  • Zum Abschluss wird dann in der Behandlungskammer 110 unter Verwendung eines fluorhaltigen Arbeitsgases wie CHF3 bei einer HF-Leistung von 100 W mit einem für 10 Sekunden gezündeten Plasma eine hydrophobe Fluor-Kohlenwasserstoffschicht aufgebracht.
  • Die Schichtdicken betragen hierbei für die primäre Barriereschicht 5 20 bis 100 nm, für die Planarisierungsschicht 6 3 bis 100 μm, für die Teilschicht 7 20 bis 100 nm, für die Teilschicht 8 3 bis 100 μm, für die Teilschicht 9 20 bis 100 nm und für die hydrophobe Schicht 10 5 bis 100000 nm.
  • Obgleich die vorliegende Erfindung detailliert an den vorangegangenen Ausführungsbeispielen beschrieben worden ist, ist für den Fachmann klar, dass die Erfindung nicht darauf beschränkt ist, sondern dass im Rahmen der beigefügten Ansprüche Variationen und Abänderungen möglich sind, die ebenfalls vom Schutzumfang der Ansprüche abgedeckt sind. Insbesondere können verschiedenen Merkmale der Erfindung miteinander kombiniert oder ausgetauscht werden und einzelne Merkmale können auch weggelassen werden, ohne den Schutzbereich der vorliegenden Erfindung zu verlassen.

Claims (23)

  1. Dünnschichtverkapselungsstruktur für elektronische Bauelemente mit organischen Substanzen, insbesondere OLED's oder andere organische optoelektronische Bauelemente, mit einer primären, anorganischen Barriereschicht (5), welche unmittelbar auf dem Bauelement oder der zu verkapselnden Oberfläche angeordnet ist; einer auf der primären, anorganischen Barriereschicht angeordneten organischen Planarisierungsschicht (6), deren Dicke so gewählt ist, dass sie dicker ist als der einfache Wert des Abstands zwischen höchster Spitze und tiefstem Tal der Oberfläche der primären Barriereschicht oder der unter der primären Barriereschicht liegenden Oberfläche des Bauelements oder der zu verkapselnden Oberfläche, sowie einer auf der Planarisierungsschicht angeordneten sekundären Barriereschicht (14).
  2. Verkapselungsstruktur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die sekundäre Barriereschicht (14) mindestens eine, vorzugsweise zwei oder mehr anorganische Teilschichten (7, 9) aufweist.
  3. Verkapselungsstruktur nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die sekundäre Barriereschicht mindestens eine, vorzugsweise zwei organische Teilschichten (8) aufweist, die insbesondere zwischen anorganischen Teilschichten (7, 9) angeordnet ist oder diese zwischen sich einbetten, wobei vorzugsweise die Oberfläche der organischen Teilschichten derart ist, dass sie einen Kontaktwinkel mit Wasser vorzugsweise größer als 80° aufweisen.
  4. Verkapselungsstruktur nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilschichten so ausgebildet sind, dass ihre Dicke mindestens der Dicke der in der Verkapselungsstruktur in Richtung des Bauelements benachbarten Schicht oder Teilschicht entspricht oder mindestens den einfachen Werk des Abstands zwischen höchster Spitze und tiefstem Tal der in der Verkapselungsstruktur in Richtung des Bauelements benachbarten Schicht oder Teilschicht beträgt.
  5. Verkapselungsstruktur nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke der organischen Teilschicht mindestens der Dicke der in Richtung des Bauelements benachbarten anorganischen Teilschicht beträgt.
  6. Verkapselungsstruktur nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke der anorganischen Teilschicht mindestens 20 nm beträgt.
  7. Verkapselungsstruktur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die sekundäre Barriereschicht (14) genau zwei anorganische Teilschichten (7, 9) mit einer dazwischen angeordneten organischen Teilschicht (8) umfasst.
  8. Verkapselungsstruktur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf der sekundären Barriereschicht eine hydrophobe Schicht (10) angeordnet ist, deren Oberflächenenergie derart ist, dass der Kontaktwinkel mit Wasser vorzugsweise größer als 80° ist.
  9. Verkapselungsstruktur nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die hydrophobe Schicht (10) eines oder mehrere Elemente der Gruppe umfasst, welche Polymere, Fluorkohlenstoffmonomere, Fluorkohlenwasserstoffe, Kohlenwasserstoffe oder siliziumorganische Monomere oder Verbindungen davon umfasst.
  10. Verkapselungsstruktur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die primäre und/oder sekundäre Barriereschicht, insbesondere die anorganischen Teilschichten eines oder mehrere Elemente der Gruppe umfasst, welche Siliziumnitrid, Siliziumkarbid, Siliziumoxinitrid und aus siliziumorganischem Oxid hergestellte Verbindungen umfasst.
  11. Verkapselungsstruktur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Planarisierungsschicht (6) eines oder mehrere Elemente der Gruppe umfasst, welche Polymere, Photolacke, Kohlenwasserstoffe, Fluorkohlenwasserstoffe, mittels Strahlung härtbare Monomere oder organische Monomere umfasst.
  12. Verkapselungsstruktur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine organische Teilschicht der sekundären Barriereschicht eines oder mehrere Elemente der Gruppe umfasst, welche Organosilizium-Verbindungen, Hexamethyldisiloxane (HMDSO), Kohlenwasserstoffmonomere und Polymere umfasst.
  13. Verkapselungsstruktur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Struktur eine Wassertransmissionsrate kleiner 10·10–6 g/m2d, insbesondere kleiner 5·10–6 g/m2d und/oder eine Lichttransmission im sichtbaren Wellenlängenbereich von mehr als 80%, vorzugsweise 85% aufweist.
  14. Elektrotechnisches Bauteil mit mindestens einer organischen Substanz, insbesondere OLED, welches zumindest an einer Seite eine Verkapselungsstruktur nach einem der vorhergehenden Ansprüche aufweist.
  15. Bauteil nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass es ein Substrat aufweist, auf dem ein organisches opto-elektronisches Bauelement vorgesehen ist, wobei die Verkapselungsstruktur auf dem opto-elektronischen Bauelement und/oder dem Substrat, insbesondere vollständig umschließend vorgesehen ist.
  16. Verkapselungsstruktur nach einem der Ansprüche 1 bis 13 oder elektrotechnisches Bauteil nach einem der Ansprüche 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass sie/es gemäß einem Verfahren mit den Merkmalen der nachfolgenden Ansprüche hergestellt ist.
  17. Verfahren zur Herstellung von Dünnschichtverkapselungsstrukturen für elektronische Bauelemente mit organischen Substanzen, insbesondere OLED's oder andere organische optoelektronische Bauelemente, oder entsprechende elektronische Bauteile, bei welchem auf dem Bauelement (13) und/oder Bauteil zuerst eine primäre anorganische Barriereschicht (5), anschließend eine auf der primären, anorganischen Barriereschicht (5) angeordnete organische Planarisierungsschicht (6), deren Dicke so gewählt ist, dass sie dicker ist als der einfache Wert des Abstands zwischen höchster Spitze und tiefstem Tal der Oberfläche der primären Barriereschicht oder der unter der primären Barriereschicht liegenden Oberfläche des Bauelements oder Bauteils, sowie nachfolgend eine auf der Planarisierungsschicht angeordnete sekundäre Barriereschicht (14) aufgebracht wird.
  18. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass auf der sekundären Barriereschicht (14) eine hydrophobe Schicht (10) angeordnet wird.
  19. Verfahren nach Anspruch 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, dass die primäre und/oder sekundäre Barriereschicht, insbesondere anorganische Teilschichten der sekundären Barriereschicht mittels Niedertemperatur-PECVD (plasmaunterstütztes chemisches Dampfphasenabscheiden) hergestellt werden, insbesondere bei einer Substrattemperatur unter 180°C, vorzugsweise unter 140°C.
  20. Verfahren nach einem der Ansprüche 17 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass Polymerschichten, insbesondere organische Teilschichten der sekundären Barriereschicht und/oder eine hydrophobe Oberflächenschicht durch Plasmapolymerisation hergestellt werden.
  21. Verfahren nach einem der Ansprüche 17 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Planarisierungsschicht und/oder organische Teilschichten durch Bedampfen oder mechanisches Auftragen eines flüssigen oder fließfähigen Polymers, insbesondere durch Schleudern, Sprühen oder Drucken, oder durch Vakuumbeschichtungstechnik, insbesondere plasmagestützt, hergestellt wird.
  22. Verfahren nach einem der Ansprüche 17 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Planarisierungsschicht und/oder organische Teilschichten mittels Strahlung nachbehandelt werden.
  23. Verfahren nach einem der Ansprüche 17 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren in einer in-line-Anlage durchgeführt wird.
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