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Die
vorliegende Erfindung liegt auf dem technischen Gebiet der Antriebstechnik
und betrifft ein Verfahren zum Betrieb einer Brennkraftmaschinenanordnung,
insbesondere zum Antrieb eines Kraftfahrzeugs, sowie eine zur Durchführung des
Verfahrens geeignete Brennkraftmaschinenanordnung.
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Moderne
Kraftfahrzeuge werden angesichts schwindender Erdölreserven
und gestiegener Anforderungen an die Abgasemissionen zunehmend mit nach
dem Viertaktprinzip arbeitenden Brennkraftmaschinen ausgerüstet, die
wahlweise mit Flüssigkraftstoff
(beispielsweise Benzin) oder Gaskraftstoff betrieben werden können.
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Als
Gaskraftstoffe werden hauptsächlich Flüssiggase
auf Petroleumbasis, wie Autogas (LPG = Liquified Petroleum Gas),
ein im Wesentlichen aus Propan und Butan bestehendes Nebenprodukt
aus Hydrierprozessen bei der Erdölraffinierung,
sowie Erdgas (CNG = Compressed Natural Gas), welches hauptsächlich aus
Methan besteht und durch Förderung
aus Erdgasquellen gewonnen wird, verwendet.
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Da
jedoch das Tankstellennetz für
Gaskraftstoffe, insbesondere LPG und CNG, in den industrialisierten
Ländern
bislang noch nicht ausreichend ausgebaut ist, sind die meisten mit
Gaskraftstoff betreibbaren Kraftfahrzeuge heutzutage mit so genannten "bivalenten" Antrieben ausgerüstet. Solche
Kraftfahrzeuge sind sowohl mit einer Flüssigkraftstofftankanlage als
auch mit einer Gaskraftstofftankanlage, sowie entsprechenden Zufuhr-
und Zumesseinrichtungen zum Zuführen
und Zumessen der beiden Kraftstoffarten zur Brennkraftmaschine ausgerüstet, so dass
bei Bedarf mittels einer Steuereinrichtung automatisch oder manuell
auf den Betrieb mit jeweils einer der beiden Kraftstoffarten umgeschaltet
werden kann. (Der Vollständigkeit
halber sei angemerkt, dass Fahrzeuge mit einem Benzintank bis zu
einem Volumen von ca. 15 L als "monovalent-plus" betreibbare Fahrzeuge
bezeichnet werden.) So ist beispielsweise vorgesehen, dass in solchen
bivalent (oder monovalent-plus) betreibbaren Kraftfahrzeugen eine
automatische Umschaltung von Gaskraftstoffbetrieb auf Flüssigkraftstoffbetrieb
erfolgt, sobald der Inhalt des Gastanks unter einen vorgebbaren
Schwellwert fällt.
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Werden
Kraftfahrzeuge mit im Gastank in flüssiger Form gespeichertem Flüssiggas
(beispielsweise LPG) betrieben, so ist zur Gemischaufbereitung meist
eine Verdampfung des Flüssiggases
notwendig, was meist in einem mit dem Gastank fluidleitend verbundenen,
kombinierten Verdampfer-Druckminderer erfolgt, welcher auch dazu
dient, einen für den
Betrieb der Brennkraftmaschine geeigneten Gasdruck des verdampften
Flüssiggases
einzustellen. (Der Vollständigkeit
halber sei angemerkt, dass es auch LPG-Flüssig-Einspritzanlagen gibt.)
Mit Flüssiggasen
betreibbare Kraftfahrzeuge werden gewöhnlich mit Benzin gestartet,
da bei kaltem Motor und kaltem Kühlwasserkreis
keine zufrieden stellende Gemischaufbereitung erreicht wird. Sobald
eine gewisse Betriebstemperatur erreicht ist, erfolgt eine automatische
Umschaltung auf Gasbetrieb.
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Bei
einem Betrieb des Kraftfahrzeugs mit einem in gasförmiger Form
im Gastank gespeicherten Gaskraftstoff (beispielsweise CNG), ist
es zur Speicherung einer größeren Menge
an Gaskraftstoff erforderlich, den Gaskraftstoff im Gastank unter
hohem Druck (beispielsweise 200–300
bar) zu verdichten, ohne dass sich der Gaskraftstoff hierbei verflüssigt. Zur
Verwendung muss der Gaskraftstoff zu einem für den Betrieb der Brennkraftmaschine geeigneten, niedrigen
Gasdruck entspannt werden, welcher meist unterhalb von 10 bar liegt
und beispielsweise ca. 8 bar beträgt. Die Druckminderung des
Gaskraftstoffes erfolgt in einem mit dem Gastank fluidleitend verbundenen
Druckminderer mit vorgeschaltetem Hochdruckabsperrventil zur Sperrung
des der Hochdruckseite des Druckminderers zugeführten Gasstroms. Stromabwärts des
Druckminderers wird der dann einen niedrigen Gasdruck aufweisende
Gaskraftstoff jeweiligen Gaseinblasventilen (Gasinjektoren) zum Einblasen
in den Ansaugtrakt der Brennkraftmaschine zugeführt.
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Nun
tritt bei Kraftfahrzeugen, die mit gasförmig gespeichertem Gaskraftstoff
(beispielsweise CNG) betreibbar sind, das Problem auf, dass der
an der Tankstelle auf hohen Gasdruck verdichtete Gaskraftstoff mit Ölkomponenten
des Verdichters zum Verdichten des Gaskrafstoffes verschmutzt sein kann.
Ursache hierfür
ist die stetig zunehmende Anzahl von mit Gaskraftstoff betreibbaren
Kraftfahrzeugen und der damit einher gehende kürzere zeitliche Abstand zwischen
aufeinanderfolgenden Betankungen von Kraftfahrzeugen an den Tankstellen.
Wie die praktische Erfahrung lehrt, steigt durch die kürzere Zeitspanne
zwischen aufeinander folgenden Betankungen die Betriebstemperatur
in den Hochdruckstufen des Verdichters der Tankstelle stark an,
so dass vorhandenes Schmieröl
im Verdichter verdampft und als Gas oder beispielsweise auch in
Form eines Aerosols mit dem Gaskraftstoff in den Gastank des Kraftfahrzeugs
gelangt.
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Wird
ein auf solche Weise mit Öl
verschmutzter Gaskraftstoff mittels des Druckminderers von beispielsweise
200 bar auf einen niedrigeren Druck von beispielsweise 8 bar entspannt,
so tritt während
der Entspannung im Druckminderer eine Abkühlung des Gaskraftstoffes auf,
wodurch das eingeschleppte Öl
auskondensiert und in flüssiger
Form im Gaskraftstoff enthalten ist.
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Strömungstechnisch
bedingt, wird das nun flüssige Öl im Gaskraftstoff
mengenmäßig ungleichmäßig auf
die einzelnen Gaseinblasventile verteilt und führt zu unterschiedlichen Durch flusscharakteristiken
für den
Gaskraftstoff in den Gaseinblasventilen, was in der Folge zu Problemen
bezüglich
des Einhaltens von Abgasvorgaben über die Laufstrecke, Fahrbarkeitsproblemen
und zu einer Bauteilschädigung
(Katalysator) führen
kann.
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Um
die mit der Kontamination von Gaskraftstoff mit gasförmigem Öl verursachten
Probleme zu vermeiden, wird ein Ölabscheider
auf der Niederdruckseite des Druckminderers installiert, was den Vorteil
hat, dass der Ölabscheider
lediglich Druckfestigkeit gegen Niederdruck (beispielsweise 8 bar)
haben muss und dass das auf der Niederdruckseite kondensierte Öl in flüssiger Form
gewöhnlich
leichter abzuscheiden ist.
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Um Öl wenigstens
für den
Zeitraum eines herkömmlichen
Service-Intervalls eines Kraftfahrzeugs abscheiden und auffangen
zu können,
muss der Ölabscheider
einen ausreichend großes
Abscheide- und Auffangelement haben, was jedoch zur Folge hat, dass
das Volumen der fluidleitenden Verbindung zwischen dem Druckminderer
und den Gaseinblasventilen im Vergleich zu einer fluidleitenden Verbindung
ohne Ölabscheider,
welche beispielsweise lediglich Gasleitungen enthält, deutlich
erhöht
ist. Diese Volumenzunahme kann zu Problemen beim Starten des Betriebs
der Brennkraftmaschine mit Gaskraftstoff, insbesondere beim Umschalten
von Flüssigkraftstoffbetrieb
(beispielsweise Benzin) auf Gaskraftstoffbetrieb (beispielsweise
CNG) führen, was
im Weiteren näher
erläutert
wird.
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Wie
bereits ausgeführt
wurde, wird im Druckminderer der Gasdruck des Gaskraftstoffes von
dem zur Speicherung im Gastank benötigten Hochdruck zu einem für den Betrieb
der Brennkraftmaschine geeigneten Niederdruck (Einblasdruck) vermindert.
Der Druckminderer kann ein- oder mehrstufig ausgeführt sein,
umfasst jedoch gewöhnlich
eine mit dem unter Hochdruck stehenden Gasstrom aus dem Gastank fluidleitend
verbundene Hochdruckkammer, sowie eine mit den Gaseinblasventilenfluidleitend
verbundene Niederdruckkammer, aus welcher der Gasstrom den Gaseinblasventilen
zugeführt
wird.
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Eingangsseitig,
das heißt
auf seiner Hochdruckseite, ist der Druckminderer gewöhnlich mit
einem steuerbaren Hochdruckabsperrventil fluidleitend verbunden,
wodurch der dem Druckminderer zugeführte Gasstrom gesperrt werden
kann. Das im Allgemeinen elektromagnetisch betätigte Hochdruckabsperrventil
dient darüber
hinaus auch dazu, die Druckdifferenz des Gasdrucks von Gaskraftstoff
auf dessen Eingangs- und Ausgangsseite zu vermindern, um auf diese
Weise die Öffnungskräfte zum Öffnen des
Hochdruckabsperrventils zu vermindern und dessen elektromagnetische
Betätigung
auf Basis der elektrischen Leistung des Bordnetzes eines Kraftfahrzeugs
(12 V beziehungsweise 24 V) erst zu ermöglichen. Zu diesem Zweck ist
das Hochdruckabsperrventil beispielsweise mit zwei Ventilen mit
unterschiedlichen Öffnungsquerschnittsflächen ausgestattet,
nämlich
ein Pilotventil mit kleinerer Öffnungsquerschnittsfläche, welche
lediglich einen vergleichsweise geringen Gasmassenstrom erlaubt,
der lediglich dazu dient die Druckdifferenz auf der Eingangs- und Ausgangsseite
des Hochdrucksperrventils zu vermindern und den Betrieb der Brennkraftmaschine
mit Gaskraftstoff nicht unterhalten kann, sowie ein Hauptventil
mit größerer Öffnungsquerschnittsfläche, welche
einen vergleichsweise großen
Gasmassenstrom erlaubt, durch welchen der Betrieb der Brennkraftmaschine
mit Gaskraftstoff ermöglicht
ist. Das Pilotventil kann im Unterschied zum Hauptventil so ausgelegt
sein, dass eine Öffnung
mittels elektromagnetischer Betätigung
auf Basis des Bordnetzes eines Kraftfahrzeugs möglich ist.
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Um
das Hochdruckabsperrventil zu öffnen, wird
zunächst
das Pilotventil durch elektromagnetische Betätigung geöffnet, während das Hauptventil noch
geschlossen ist. Der durch das Pilotventil strömende Gasstrom füllt die
mit dem Hochdruckabsperrventil fluidleitend verbundene Hochdruckkammer
des Druckminderers mit Gaskraftstoff, und zwar solange, bis die
Gasdruckdifferenz über
das Hochdruckabsperrventil ausgeglichen oder zumindest so gering
ist, dass eine wählbare
Gasdruckdifferenz unterschritten ist. Erst dann kann das Hauptventil
des Hochdruckabsperrventils mittels elektromagnetischer Betätigung öffnen, wodurch
eine für
den Betrieb der Brennkraftmaschine ausreichende Gaskraftstoffmenge
dem Ansaugtrakt der Brennkraftmaschine zugeführt werden kann.
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Im
Betrieb mit Gaskraftstoff werden der Druckminderer, die dem Druckminderer
stromabwärts
nachgeschalteten Niederdruckgasleitungen, der Ölabscheider und die Gaseinblasventile
mit Gaskraftstoff durchströmt.
Hierbei treten aufgrund von Durchflusswiderständen in dem dem Hochdruckabsperrventil
stromabwärts
nachgeschalteten fluidleitenden Leitungssystem Gasunterdrücke auf.
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Wird
insbesondere bei einem bivalent (oder monovalent-plus) betreibbaren
motorischen Antrieb von der Betriebsart Gaskraftstoff auf die Betriebsart Flüssigkraftstoff
umgeschaltet, so werden bislang die Gaseinblasventile und das Hochdrucksperrventil zeitgleich
geschlossen. Hierbei wird die Gasströmung zum Druckminderer von
dem Hochdruckabsperrventil unterbrochen und das Niederdruckleitungssystem
von dem Druckminderer solange gespeist bis ein niederdruckseitiger
(wählbarer)
Einstelldruck erreicht ist, was zur Folge hat, dass auch der Gasdruck
in der Hochdruckkammer des Druckminderers sinkt.
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Ist
stromabwärts
des Druckminderers ein Ölabscheider
vorgesehen, um Öl
aus dem Gaskraftstoff zu entfernen, ist das "Schluckvolumen", das heißt, das zur Fluidleitung zur
Verfügung
stehende Volumen größer als
ohne Ölabscheider,
so dass in diesem Fall beim Umschalten von der Betriebsart Gaskraftstoff
auf die Betriebsart Flüssigkraftstoff
eine deutlich größer Gasdruckdifferenz
am Hockdrucksperrventil auftritt.
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Wird
anschließend
vom Betrieb mit Flüssigkraftstoff
wieder auf den Betrieb mit Gaskraftstoff umgeschaltet, so werden gewöhnlich das
Hochdruckabsperrventil und die Gaseinblasventile gleichzeitig wieder
geöffnet.
Aufgrund der über
dem Hochdruckabsperrventil abfallenden großen Gasdruckdifferenz, welche
sich vor allem mit eingebautem Ölabscheider
einstellen kann, kann der Fall eintreten, dass bei geöffnetem
Pilotventil und geschlossenem Hauptventil der durch dieses hindurchströmende Gasstrom
nicht mehr in der Lage ist, die Gasdruckdifferenz durch Füllen der
Hochdruckkammer des Druckminderers auszugleichen bzw. eine voreingestellte
Gasdruckdifferenz zu unterschreiten, weil die Gaseinblasventile
Gaskraftstoff in die Brennkraftmaschine abströmen lassen. In dieser Hinsicht
besonders nachteilig kann es sich auswirken, wenn der Gastank nicht
mehr vollständig,
sondern beispielsweise lediglich zu einem Drittel gefüllt ist,
so dass der Gasdruck des Gaskraftstoff im Gastank verringert ist.
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Kann
die Gasdruckdifferenz über
das Hochdruckabsperrventil durch Öffnen des Pilotventils nicht mehr
ausgeglichen werden, oder zumindest eine voreingestellte Gasdruckdifferenz
nicht mehr unterschritten werden, so kann es passieren, dass das Hauptventil
des Hochdruckabsperrventils nicht mehr elektromagnetisch geöffnet werden
kann und somit der zum Betrieb der Brennkraftmaschine notwendige Mindestgasmassenstrom
nicht mehr in den Ansaugtrakt der Brennkraftmaschine eingeblasen
werden kann. Dies hat beispielsweise bei einem Kraftfahrzeug zur
Folge, dass dieses beim Umschalten in die Betriebsart mit Gaskraftstoff
kein Gas mehr annimmt, was zu sehr kritischen Fahrsituationen, beispielsweise
während
eines Überholvorgangs
führen
kann.
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Demgegenüber besteht
die Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, ein Verfahren zum
Betreiben einer Brennkraftmaschinenanordnung, sowie eine zur Durchführung des
Verfahrens geeignete Brennkraftmaschinenanordnung zur Verfügung zu stellen,
durch welche die aufgezeigte Problematik vermieden werden kann.
So soll insbesondere vermieden werden, dass eine Gasdruckdifferenz über das
Hochdruckabsperrventil nicht mehr ausgeglichen oder zumindest eine
voreingestellte Gasdruckdifferenz nicht mehr unterschritten werden
kann.
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Diese
Aufgabe wird nach dem Vorschlag der Erfindung durch ein Verfahren
zum Betrieb einer Brennkraftmaschinenanordnung, sowie eine zur Durchführung des
Verfahrens geeignete Brennkraftmaschinenanordnung mit den Merkmalen
der unabhängigen
Ansprüche
gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind durch die Merkmale
der Unteransprüche
angegeben.
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Erfindungsgemäß ist ein
Verfahren zum Betrieb einer Brennkraftmaschinenanordnung sowie eine
zur Durchführung
des Verfahrens geeignete Brennkraftmaschinenanordnung gezeigt. Die
erfindungsgemäße Brennkraftmaschinenanordnung
umfasst hierbei eine mit Gaskraftstoff betreibbare Brennkraftmaschine,
insbesondere eine mit Flüssigkraftstoff
und Gaskraftstoff bivalent (oder momovalent-plus) betreibbare Brennkraftmaschine,
einen Druckminderer zur Minderung des Gasdrucks des der Brennkraftmaschine
zugeführten
Gaskraftstoffs, welcher gewöhnlich
eine Hochdruckkammer und eine Niederdruckkammer umfasst, wobei der
Druckminderer hochdruckseitig über
eine Gaskraftstoffleitung mit wenigstens einem Gastank zum Speichern von
Gaskraftstoff fluidleitend verbunden ist, und wobei der Druckminderer
niederdruckseitig durch eine Gaskraftstoffleitung mit wenigstens
einem steuerbaren Gaseinblasventil zur Regelung des Gasstroms des
der Brennkraftmaschine zugeführten
Gaskraftstoffs fluidleitend verbunden ist, ein hochdruckseitig des
Druckminderers angeordnetes, mit dem Druckminderer fluidleitend
verbundenes, steuerbares Hochdruckabsperrventil zur Sperrung des
Gasstroms des dem Druckminderer vom Gastank zugeführten Gaskraftstoffs,
wobei das Hochdruckabsperrventil ein Pilotventil mit kleinerer Öffnungsquerschnittsfläche und
ein Hauptventil mit größerer Öffnungsquerschnittsfläche umfasst,
sowie eine elektronische Steuereinrichtung, die wenigstens der Steuerung
des Hochdruckabsperrventils und des wenigstens einen Gaseinblasventils
dient.
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Das
stromaufwärts
des Druckminderers angeordnete und mit dem Druckminderer fluidleitend verbundene
Hochdruckabsperrventil ist so ausgebildet, dass es ein Pilotventil
mit einer Ventilöffnung
mit kleinerer Öffnungsquerschnittsfläche und
ein Hauptventil mit einer Hauptöffnung
mit größerer Öffnungsquerschnittsfläche aufweist,
wobei Pilotventil und Hauptventil unabhängig voneinander mittels der elektronischen
Steuereinrichtung gesteuert werden können, das heißt, die Öffnungszeitpunkte
und Öffnungsdauern
bestimmt werden können.
Das Pilotventil des Hochdruckabsperrventils dient dazu, eine Gasdruckdifferenz
zwischen dem eingangsseitigen Gasdruck und dem ausgangsseitigen
Gasdruck von Gaskraftstoff des Hochdruckabsperrventils zu vermindern,
um auf diese Weise die Öffnungskräfte zur Öffnungs
des Hauptventils zu vermindern und eine elektromagnetische Betätigung des
Hauptventils des Hochdruckabsperrventils zu ermöglichen. Zu diesem Zweck ist
die Öffnungsquerschnittsfläche des
Pilotventils so ausgelegt, dass eine elektromagnetische Betätigung des
Pilotventils mit einer vom Bordnetz eines Kraftfahrzeugs (beispielsweise
12 V oder 24 V) zur Verfügung
gestellten elektrischen Leistung möglich ist. Dies führt im Allgemeinen
dazu, dass das Hauptventil einen vergleichsweise großen Gasmassenstrom
ermöglicht,
welcher zum Betrieb der Brennkraftmaschine mit Gaskraftstoff dient,
während
der Gasmassenstrom über
das Pilotventil einen vergleichsweise geringen Gasmassenstrom ermöglicht, welcher
lediglich zur Verminderung der Gasdruckdifferenz über dem
Hochdruckabsperrventil dient. Der durch das Pilotventil strömende Gasmassenstrom füllt eine
Hochdruckkammer des Druckminderers mit Gaskraftstoff, und zwar solange,
bis eine Druckdifferenz über
das Hochdruckabsperrventil so gering ist, dass eine wählbare Gasdruckdifferenz
unterschritten beziehungsweise die Druckdifferenz stromaufwärts und
stromabwärts
des Hochdruckabsperrventils ausgeglichen ist. Eine elektromagnetische
Betätigung von
Pilot- und Hauptventil erfolgt vorzugsweise über denselben Elektromagneten,
wobei die elektromagnetische Kraft zugleich auf das Pilot- und das Hauptventil
wirkt. Der Elektromagnet öffnet
zunächst
das Pilotventil und anschließend
das Hauptventil, wenn die verminderte Druckdifferenz dies erlaubt.
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Das
erfindungsgemäße Verfahren
zeichnet sich nun in wesentlicher Weise dadurch aus, dass zur Aufnahme
des Betriebs der Brennkraftmaschine mit Gaskraftstoff, beziehungsweise
bei einer Umschaltung von der Betriebsart mit Flüssigkraftstoff zu einer Betriebsart
mit Gaskraftstoff bei einer bivalent (oder monovalen-plus) betreibbaren
Brennkraftmaschine, gesteuert durch die elektronische Steuereinrichtung, das
Pilotventil des Hochdruckabsperrventils in zeitlicher Reihenfolge
vor dem wenigstens einen Gaseinblasventil geöffnet wird.
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In
entsprechender Weise ist zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens
die elektronische Steuereinrichtung eingerichtet, den Betrieb der
Brennkraftmaschinenanordnung so zu steuern, dass zur Aufnahme des
Betriebs der Brennkraftmaschine mit Gaskraftstoff, beziehungsweise
bei einer Umschaltung von der Betriebsart mit Flüssigkraftstoff zu einer Betriebsart
mit Gaskraftstoff bei einer bivalent (oder monovalent-plus) betreibbaren
Brennkraftmaschine, das Pilotventil des Hochdruckabsperrventils
in zeitlicher Reihenfolge vor dem wenigstens einen Gaseinblasventil
geöffnet
wird.
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Auf
diese Weise kann in vorteilhafter Weise durch Öffnen des Pilotventils des
Hochdrucksperrventils bei dem noch geschlossenen wenigstens einen
Gaseinblasventil (und ebenso noch geschlossenem Hauptventil des
Hochdruckabsperrventils) eine Erhöung des Gasdrucks von Gaskraftstoff
stromabwärts
des Hochdruckabsperrventils erreicht werden, so dass eine Gasdruckdifferenz über dem
Hochdruckabsperrventil ausgeglichen oder zumindest eine wählbare Gasdruckdifferenz
unterschritten werden kann. Das heißt, in der fluidleitenden Verbindung zwischen
dem Hochdruckabsperrventil und der Hochdruckkammer des Druckminderers
kann auch bei vergleichsweise hoher Druckdifferenz über dem Hochabdruckabsperrventil
und/oder bei niedrigem Gasdruck im Gastank lediglich durch Öffnen des
Pilotventils bei einem noch geschlossenen wenigstens einen Gaseinblasventil
eine Gasdruckerhöhung stromabwärts des
Hochabsperrventils erfolgen.
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Somit
kann durch das erfindungsgemäße Verfahren
stets sichergestellt werden, dass das Hauptventil des Hochdruckabsperrventils
beispielsweise durch elektromagnetische Betätigung geöffnet werden kann, und dass
ein mit einer erfindungsgemäßen Brennkraftmaschinenanordnung
ausgestattetes Kraftfahrzeug bei Aufnahme der Betriebsart mit Gaskraftstoff,
insbesondere beim Umschalten von der Betriebsart mit Flüssigkraftstoff
zu der Betriebsart mit Gaskraftstoff, Gas annimmt.
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In
dem erfindungsgemäßen Verfahren
wird mittels der in geeigneter Weise ausgebildeten, elektronischen
Steuereinrichtung das wenigstens eine Gaseinblasventil zeitlich
nach dem Pilotventil des Hochdruckabsperrventils geöffnet, und
zwar derart, dass ein Druckausgleich zwischen dem eingangs- und
ausgangsseitig des Hochdruckabsperrventils anliegenden Gasdruck
von Gaskraftstoff beziehungsweise ein Unterschreiten einer wählbaren
Gasdruckdifferenz zwischen dem eingangs- und ausgangsseitig des
Hochdrucksperrventils anliegenden Gasdruck von Gaskraftstoff ermöglicht ist.
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Die
Zeitspanne nach der das wenigstens eine Gaseinblasventil nach dem
Pilotventil des Hochdrucksperrventils geöffnet wird, hängt von
einer jeweiligen Auslegung, insbesondere von dem Volumen des Niederdrucksystems
ab.
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Dabei
ist es beispielsweise möglich,
dass bei Aufnahme der Betriebsart mit Gaskraftstoff, insbesondere
beim Umschalten von der Betriebsart mit Flüssigkraftstoff zu der Betriebsart
mit Gaskraftstoff, eine konstante Zeitspanne in der elektronischen Steuereinrichtung
voreingestellt wird, nach deren Ablauf das wenigstens eine Gaseinblasventil
in zeitlicher Reihenfolge nach dem Pilotventil des Hochdruckabsperrventils
geöffnet
wird. Gleichermaßen
ist es möglich,
dass in dem erfindungsgemäßen Verfahren
das wenigstens eine Gaseinblasventil in zeitlicher Reihenfolge nach
dem Pilotventil des Hochdruckabsperrventils geöffnet wird, wenn ein Druckausgleich
zwischen dem eingangsseitig und dem ausgangsseitig des Hochdruckabsperrventils
anliegenden Gasdruck von Gaskraftstoff erfolgt ist beziehungsweise
eine wählbare
Gasdruckdifferenz unterschritten worden ist.
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Zu
diesem Zweck können
in der erfindungsgemäßen Brennkraftmaschinenanordnung
stromaufwärts
des Hochdruckabsperrventils und stromabwärts des Hochdruckabsperrventils
jeweilige mit der elektronischen Steuereinrichtung verbundene Gasdrucksensoren
vorgesehen sein, welche den Gasdruck von Gaskraftstoff stromaufwärts und
stromabwärts
des Hochdruckabsperrventils erfassen. Mittels der elektronischen
Steuereinrichtung kann eine Gasdruckdifferenz zwischen dem eingangs-
und ausgangsseitig des Hochdruckabsperrventils anliegenden Gasdruck
von Gaskraftstoff ermittelt werden, so dass eine Öffnung des
Pilotventils des Hochdruckabsperrventils und des wenigstens einen
Gaseinblasventils mittels der elektronischen Steuereinrichtung in
der zeitlichen Abfolge gesteuert werden kann, wenn sich die Druckverhältnisse
stromaufwärts
und stromabwärts
des Hochdruckabsperrventils in der oben dargestellten Weise eingestellt
haben.
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Zum
Betrieb der Brennkraftmaschinenanordnung mit Gaskraftstoff kann
beispielsweise Compressed Natural Gas (CNG) eingesetzt werden. Zum Betrieb
der Brennkraftmaschinenanordnung bei einer bivalent (oder monovalent-plus)
mit Flüssigkraftstoff und
Gaskraft betreibbaren Brennkraftmaschine, bei welcher die Brennkraftmaschinenanordnung
sowohl mit einer Flüssigkraftstofftankanlage
als auch mit einer Gaskraftstofftankanlage, sowie jeweiligen Zufuhr-
und Zumesseinrichtungen zum Zuführen
und Zumessen der jeweiligen Kraftstoffarten zur Brennkraftmaschine
ausgerüstet
ist, so dass bei Bedarf mittels einer elektronischen Steuereinrichtung
automatisch oder manuell auf den Betrieb mit einer der beiden Kraftstoffarten
umgeschaltet werden kann, kann als Gaskraftstoff beispielsweise
Compressed Natural Gas (CNG) und als Flüssigkraftstoff beispielsweise
Benzin eingesetzt werden.
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In
der erfindungsgemäßen Brennkraftmaschinenanordnung
kann stromabwärts
des Druckminderers in dessen Niederdrucksystem eine Ölabscheidevorrichtung
(Ölseparator)
zum Abscheiden von flüssigen
oder gasförmigen Ölbestandteilen
im Gaskraftstoff angeordnet sein. In diesem Fall kann das erfindungsgemäße Verfahren
in besonders vorteilhafter Weise angewendet werden, da das fluidleitende
Volumen im Niederdrucksystem des Hochdrucksperrventils deutlich
erhöht
ist.
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Die
Erfindung erstreckt sich ferner auf ein Kraftfahrzeug, das mit einer
wie oben beschriebenen Brennkraftmaschinenanordnung ausgestattet
ist.
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Weiterhin
erstreckt sich die Erfindung auf eine elektronische Steuereinrichtung
für eine
wie oben beschriebene erfindungsgemäße Brennkraftmaschinenanordnung,
welche geeignet ist, den Betrieb der Brennkraftmaschinenanordnung
so zu steuern, dass ein wie oben beschriebenes erfindungsgemäßes Verfahren
durchgeführt
wird.
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Des
Weiteren erstreckt sich die Erfindung auf einen maschinenlesbaren
Programmcode für
eine wie oben beschriebene erfindungsgemäße, zur Datenverarbeitung geeignete,
elektronische Steuereinrichtung, welcher Steuerbefehle enthält, die
die erfindungsgemäße Steuereinrichtung
zur Durchführung eines
wie oben beschriebenen, erfindungsgemäßen Verfahrens veranlassen.
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Weiterhin
erstreckt sich die Erfindung auf ein Speichermedium mit einem darauf
gespeicherten, wie oben beschriebenen, erfindungsgemäßen maschinenlesbaren
Programmcode.
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Die
Erfindung wird nun anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert, wobei
Bezug auf die beigefügte
Zeichnung genommen wird. Es zeigt:
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1 eine
schematische Darstellung des Aufbaus eines Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Brennkraftmaschinenanordnung.
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Demnach
umfasst ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel
der erfindungsgemäßen Brennkraftmaschinenanordnung,
welche vorzugsweise in einem Kraftfahrzeug eingesetzt wird, ein
insgesamt mit der Bezugszahl 1 bezeichnetes, hier lediglich
in schematischer Weise dargestelltes und an sich bekanntes Hochdruckabsperrventil,
welches eingangsseitig über
eine Gaskraftstoffleitung 3 fluidleitend mit einem Gaskraftstoffbehälter 2 verbunden
ist. Der Gaskraftstoffbehälter 2 ist
in gewöhnlicher
Weise mit einem Absperrventil 4 versehen, von welchem die
mit dem Hochdruckabsperrventil eingangsseitig verbundene Gaskraftstoffleitung 3 abzweigt.
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Das
Hochdruckabsperrventil 1, welches einen Ventilkörper 23 und
ein diesem aufgesetztes Ventilgehäuseabschnitt 24 umfasst,
ist in Form eines Hauptventils mit einem integrierten Pilotventil
ausgebildet. Zu diesem Zweck formt der Ventilkörper 23 in einer Aussparung 57 einen
Hauptventilsitz 15. In die Aussparung 57 mündet ein
Strömungskanal 22,
wobei die Mündung
des Strömungskanals 22 von
dem Hauptventilsitz 15 umgeben ist.
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Ein
bewegbares Hauptventilelement 17 sitzt in der Aussparung 57,
federdruckbeaufschlagt durch die Spiralfeder 19, dem Hauptventilsitz 15 fluiddicht auf,
wodurch die Schließstellung
des Hochdruckabsperrventils 1 definiert ist. Das Hauptventilelement 17 kann
entgegen der Federkraft der Spiralfeder 19 elektromagnetisch
von dem Hauptventildichtsitz 15 abgehoben werden, wodurch
die Mündung
des Strömungskanals 22 frei
gegeben wird. Eingangsseitig ist das Hochdruckabsperrventil 1 über einen
Strömungskanal 20 an
die mit dem Gaskraftstoffbehälter 2 verbundene
Gaskraftstoffleitung 3 angeschlossen. Der Strömungskanal 20 ist
andererseits an den Strömungskanal 22 angeschlossen,
wobei eine fluidleitende Verbindung zwischen dem Strömungskanal 20 und
dem Strömungskanal 22 frei
gegeben wird, wenn das Hauptventilelement 17 von seinem
Hauptventildichtsitz 15 abgehoben ist. Dem Fachmann ist
Aufbau und Funktion eines elektromagenetischen Betätigungsmechanismus
zum Abheben des Hauptventilelements 17 von seinem Hauptventildichtsitz 15 bekannt,
so dass sich eine zeichnerische Darstellung und nähere Erläuterung
erübrigt.
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An
seinem dem Hauptventildichtsitz abgewandten Ende mündet der
Strömungskanal 22 in
einem Ausgang des Hochdruckabsperrventils 1, so dass bei
von seinem Hauptventildichtsitz 15 abgehobenen Hauptventilelement 17 Eingang
und Ausgang des Hochdruckabsperrventils 1 fluidleitend
miteinander verbunden sind und das Hochdruckabsperrventil 1 in
seiner Öffnungsstellung
ist. Die vom Hauptventildichtsitz 17 umgebene Querschnittsfläche des
Strömungskanals 22 bestimmt
hierbei die Öffnungsfläche, das
heißt,
die dem Gasstrom am Hauptventildichtsitz effektiv zur Verfügung stehende
Querschnittsfläche
des Hauptventils.
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Zur
Formung des Pilotventils ist im Hauptventilelement 17 eine
in eine Aussparung 26 des Hauptventilelements 17 mündende Durchgangsbohrung 25 geformt,
welche in den Strömungskanal 22 mündet. Die
Durchgangsbohrung 25 kann durch ein elektromagnetisch bewegbares
Pilotventilelement 18 verschlossen oder frei gegeben werden.
Dem Fachmann ist Aufbau und Funktion eines solchen elektromagenetischen
Betätigungsmechanismus
zum Bewegen des Pilotventilelements 18 bekannt, so dass sich
eine zeichnerische Darstellung und nähere Erläuterung erübrigt.
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Die
Durchgangsbohrung 25 im Pilotventilelement 18 ist über eine
seitliche Bohrung 21 im Pilotventilelement 18 an
den Strömungskanal 20 strömungstechnisch
angeschlossen. Wird das Pilotventilelement 18 elektromagnetisch
so weit aus der Durchgangsbohrung 25 herausgezogen, dass
die seitliche Bohrung 21 frei gegeben wird, so wird eine fluidleitende
Verbindung zwischen dem Strömungskanal 20 und
dem Strömungskanal 22 geschaffen. Die
Querschnittsfläche
der Durchgangsbohrung 25 in ihrer Mündung in die Aussparung 26 bestimmt
hierbei die Öffnungsfläche, das
heißt,
die dem Gasstrom am Pilotventildichtsitz effektiv zur Verfügung stehende Querschnittsfläche des
Pilotventils.
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Da
die Öffnungsfläche des
Hauptventils wesentlich größer ist
als die Öffnungsfläche des
Pilotventils kann über
das offene Hauptventil ein entsprechend größerer Gasmassenstrom transport
werden als über
das offene Pilotventil. Gleichermaßen ist zur Öffnung des
Pilotventils entsprechend weniger Kraft erforderlich als zur Öffnung des
Hauptventils.
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Lediglich
der Vollständigkeit
halber sei erwähnt,
dass das dargestellte und erläuterte
Hochdruckabsperrventil 1 nicht auf die gezeigte Ausführung eingeschränkt ist,
sondern durch ein anderes Hochdruckabsperrventil ersetzt werden
kann, welches ein Hauptventil mit größerer Öffnungsfläche und ein Steuerventil mit
kleinerer Öffnungsfläche umfasst.
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Ausgangsseitig
des Hochdruckabsperrventils 1 ist der Strömungskanal 22 an
eine Gaskraftstoffleitung 5 angeschlossen, welche ihrerseits
mit dem hochdruckseitigen Eingang eines insgesamt mit der Bezugszahl 6 bezeichneten
Druckminderers fluidleitend verbunden ist.
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Der
in 1 lediglich schematisch dargestellte und an sich
bekannte, mehrstufige Druckminderer 6 weist drei über jeweilige
Membran-Druckregelventile miteinander verbundene Druckkammern auf,
nämlich
eine eingangsseitige Hochdruckkammer 27, eine ausgangsseitige
Niederdruckkammer 29 und eine zwischen diesen angeordnete
Zwischendruckdruckkammer 28, in welchen geregelt durch
die Memb ran-Druckregelventile ein hoher, ein niedriger, sowie ein
zwischenliegender Gasdruck eingestellt werden kann.
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Eingangsseitig
ist der Druckminderer 6 mit seiner Hochdruckkammer 27 an
die mit dem Ausgang des Hochdruckabsperrventils 1 fluidleitend
verbundene Gaskraftstoffleitung 5 angeschlossen, wodurch
Gaskraftstoff der Hochdruckkammer 27 zugeführt werden
kann. Die Hochdruckkammer 27 und die Zwischendruckkammer 28 sind über ein
an sich bekanntes Membran-Druckregelventil miteinander verbunden,
welches eine durch den Gasdruck beaufschlagbare Membran 30,
welche eine den beiden Kammern gemeinsame Wandung darstellt, sowie
einen mit der Membran 30 verbundenen Ventilkegel 31 umfasst.
Der Ventilkegel 31 wird durch die Federkraft einer Feder 32 auf
die Öffnung
eines die Hochdruckkammer 27 mit der Zwischendruckkammer 28 fluidleitend
verbindenden Strömungskanals 33 gedrückt, taucht
in diesen ein und verschließt
den Strömungskanal 33 fluiddicht.
Bei einem wählbaren
Gasdruck in der Hochdruckkammer 27 wird die Membran 30 zur Zwischendruckkammer 28 hin
gewölbt,
wodurch der Ventilkegel 31 aus dem Strömungskanal 33 gezogen wird,
die Öffnung
des Strömungskanals 33 frei
gibt und somit eine fluidleitende Verbindung zwischen der Hochdruckkammer 27 und
der Zwischendruckkammer 28 ermöglicht. Aufgrund der Drosselungswirkung
des Strömungskanals 33 wird
der in der Hochdruckkammer 27 herrschende hohe Gasdruck
zu einem niedrigeren Gasdruck in der Zwischenkammer 28 vermindert.
Gleichermaßen
ist die Zwischendruckkammer 28 über ein entsprechend aufgebautes Membran-Druckregelventil
mit einer Membran 34, Ventilkegel 35, Feder 37,
sowie Strömungskanal 36 mit
der Niederdruckkammer 29 verbunden, wobei eine weitere
Druckminderung des Gasdrucks relativ zum Gasdruck in der Zwischendruckkammer
erfolgt.
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Der
in 1 dargestellte Druckminderer ist lediglich al
Beispiel dargestellt und erläutert
und kann durch einen anderen, dem Fachmann bekannten Druckminderer,
durch welchen der Gasdruck des Gaskraftstoff vermindert werden kann, ersetzt
werden. Insbesondere kann ein solcher Druckminderer eine geringere
oder größere Anzahl
von Druckstufen als der in 1 dargestellte
Druckminderer aufweisen.
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Ausgangsseitig
des Druckminderers 6 ist die Niederdruckkammer 29 an
eine Gaskraftstoffleitung 7 angeschlossen, die mit dem
Eingang eines insgesamt mit der Bezugszahl 8 bezeichneten
und in 1 lediglich schematisch dargestellten Ölabscheiders
fluidleitend verbunden ist.
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Der
durch die Gaskraftstoffleitung 7 in den Ölabscheider 8 gespeiste
Gaskraftstoff tritt zunächst in
eine von einem Gehäuseabschnitt 43 geformten Hohlraum 38 ein,
wird um ca. 90° entgegen
der Schwerkraft umgelenkt und tritt durch eine Öffnung 39 aus dem
Hohlraum 38 wieder aus.
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Durch
das Umlenken des Gasstroms im Hohlraum 38 können flüssige Ölbestandteile
im Gaskraftstoff aufgrund der einwirkenden Schwerkraft separiert
werden, welche durch im Gehäuseabschnitt 43 geformte Öffnungen 42 in
ein am Gehäuseabschnitt 43 befestigtes
erstes Ölreservoir 45 abströmen können. Im
Hohlraum 44 des ersten Ölreservoirs 45 sammelt
sich das Öl
als Öllache 46 in
einer am tiefsten gelegenen Stelle, beispielsweise am Boden, des Ölreservoirs 45.
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Der
aus dem Hohlraum 38 des Gehäuseabschnitts 43 austretende
Gasstrom gelangt in einen am Gehäuseabschnitt 43 befestigten
Filterabschnitt 52, in welchem beispielsweise Vliesmembranen
enthaltende Filtereinheiten 41 aufgenommen sind, die verschiedene
Hohlräume
voneinander abgrenzen. So grenzen die Filtereinheiten 41 einen
Hohlraum 40 und einen Hohlraum 53, sowie den Hohlraum 53 von dem
Hohlraum 54 voneinander ab. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel
sind die Hohlräume 40 und 54 aufgrund
der Rotationssymmetrie des Abscheideelements identisch. Wie als
Beispiel dargestellt ist, strömt
der in den Hohlraum 40 einströmende Gaskraftstoff durch eine
Filtereinheit 41 in den Hohlraum 53, wobei durch
die Filtereinheit 41 im Gaskraftstoff beispielsweise in
Aerosol-Form verbliebene Ölbestandteile
abgefiltert werden können.
Das abgefilterte Öl
wird anschließend über eine
den Hohlraum 53 mit einem zweiten Ölreservoir 48 fluidleitend
verbindende Verbindungsleitung 47 in den von dem Ölreservoir 48 geformten
Hohlraum 49 geleitet und sammelt sich als Öllache 50 an
einer tiefsten Stelle, beispielsweise dem Boden des zweiten Ölreservoirs 48.
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Der
Gaskraftstoff wird über
einen in den Hohlraum 53 eintretenden Strömungskanal 51 von dem
Hohlraum 53 aus dem Ölabscheider 8 geleitet.
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Der
in 1 dargestellte Ölabscheider ist lediglich als
Beispiel dargestellt und erläutert
und kann durch einen anderen, dem Fachmann bekannten Ölabscheider
zum Abscheiden von flüssigen
bis aersolartigen Ölbestandteilen
aus einem Gaskraftstoffstrom ersetzt werden.
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Ausgangsseitig
ist der Ölabscheider 8,
genauer dessen Strömungskanal 51,
an eine Gaskraftstoffleitung 9 angeschlossen, welche in
eine Gaskraftstoffschiene 10 (allgemein als "Rail" bezeichnet) mündet. Am
Ende der Gaskraftstoffschiene 10 sind vier steuerbare Gasinjektoren 11 (Gaseinblasventile) angeordnet,
durch welche Gaskraftstoff in einen in 1 nicht
dargestellten Ansaugtrakt einer in 1 nicht
dargestellten Brennkraftmaschine eingeblasen werden kann. Derartige
Gasinjektoren 11, welche beispielsweise elekromagnetisch
steuerbar sind, sind an sich bekannt und müssen deshalb hier nicht näher erläutert werden.
Die Anzahl der Gasinjektoren hängt
von der Zylinderzahl der Brennkraftmaschine ab, und es sei lediglich
der Vollständigkeit
halber angemerkt, dass die Anzahl der Gasinjektoren nicht auf die
Zahl 4 eingeschränkt
ist, sondern von der speziellen Auslegung der Brennkraftmaschine
abhängt.
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Weiterhin
ist ein Steuergerät 12 vorgesehen, bei
welchem es sich um ein der Motorsteuerung dienendes, so genanntes Motorsteuergerät (ECU = Electronic
Control Unit) handeln kann. Das Steuergerät 12 ist mittels einer
Datenleitung 13 mit dem Hochdruckabsperrventil 1 und
mittels einer sich verzweigenden Steuerleitung 14 mit jedem
der Gasinjektoren 11 elektrisch leitend verbunden, so dass
Steuerströme
zwischen dem Steuergerät 12 und
dem Hochdruckabsperrventil 1 einerseits, sowie zwischen
dem Steuergerät 12 und
jedem der Gasinjektoren 11 andererseits ausgetauscht werden
können.
Die Daten- und Steuerleitungen 13, 14 können Teil
des so genannten CAN-Bus, einem zentralen Datenbus in einem Kraftfahrzeug
sein, so dass die Datensignale im CAN-Bus-Format ausgetauscht werden
können.
Das Steuergerät 12 dient
der Steuerung des Hochdruckabsperrventils 1 und bestimmt
dessen Öffnungszeitpunkt
und Öffnungsdauer.
Weiterhin steuert das Steuergerät 12 einen
jeden der Gasinjektoren 11 und bestimmt deren Öffnungszeitpunkte
und Öffnungsdauern.
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In
dem Ausführungsbeispiel
von 1 ist das Steuergerät 12 so ausgestaltet,
dass zum Starten des Betriebs der Brennkraftmaschinenanordnung mit
Gaskraftstoff, beziehungsweise zum Umschalten von der Betriebsart
Flüssigkraftstoff
auf die Betriebsart Gaskraftstoff bei einer bivalent (oder monovalent-plus)
betreibbaren Brennkraftmaschine, das Pilotventil des Hochdruckabsperrventils 1 zeitlich
vor den Gasinjektoren 11 geöffnet wird, so dass, noch bevor
Gaskraftstoff die Gasinjektoren 11 passieren kann, die
Hochdruckkammer 27 des Druckminderers 6 mit Gaskraftstoff
gefüllt
wird und ein Druckdifferenzausgleich des Gasdrucks von Gaskraftstoff
stromaufwärts
und stromabwärts
des Hochdruckabsperrventils 1 erfolgen kann. Ebenso ist
es möglich,
dass das Pilotventil des Hochdruckabsperrventils 1 zeitlich vor
den Gasinjektoren 11 geöffnet
wird, bis eine Druckdifferenz des Gasdrucks von Gaskraftstoff stromaufwärts und
stromabwärts
des Hochdruckabsperrventils 1 unterhalb eines wählbaren
Schwellwerts für
die Druckdifferenz fällt.
Hierbei kann das Steuergerät 12 so
eingerichtet sein, dass die Gasinjektoren 11 nach Ablauf einer
wählbaren
Zeitdauer nach dem Öffnen
des Pilotventils des Hochdruckabsperrventils 1 geöffnet werden.
Gleichermaßen
kann das Steuergerät 12 so
eingerichtet sein, dass die Gasinjektoren 11 nach dem Öffnen des
Pilotventils des Hochdruckabsperrventils 1 geöffnet werden, wenn
ein Druckausgleich des Gasdrucks von Gaskraftstoff stromaufwärts und
stromabwärts
des Hochdruckabsperrventils 1 erfolgt ist beziehungsweise eine
Druckdifferenz des Gasdrucks von Gaskraftstoff stromaufwärts und
stromabwärts
des Hochdruckabsperrventils 1 unterhalb eines wählbaren
Schwellwerts für
die Druckdifferenz gefallen ist. Um die Druckdifferenz des Gasdrucks
von Gaskraftstoff stromaufwärts
und stromabwärts
des Hochdruckabsperrventils 1 zu erfassen, ist in der Gaskraftstoffleitung 3 stromaufwärts des
Hochdruckabsperrventils 1 und in der Gaskraftstoffleitung 5 stromabwärts des Hochdruckabsperrventils 1 jeweils
ein Drucksensor 55, 56 angeordnet, durch welchen
der Gasdruck von Gaskraftstoff in den zugehörigen Gaskraftstoffleitungen 3, 5 erfasst
werden kann. Die Drucksensoren 55, 57 sind über Datenleitungen 58, 59 mit
dem Steuergerät 12 datentechnisch
verbunden, so dass die erfassten Gasdruckwerte dem Steuergerät 12 zugeführt werden
können.
Das Steuergerät 12 ermittelt hieraus
eine Druckdifferenz des Gasdrucks von Gaskraftstoff stromaufwärts und
stromabwärts
des Hochdruckabsperrventils 1 und steuert das Pilotventil
des Hochdruckabsperrventils 1 und die Gasinjektoren 11 in
entsprechender Weise, wie oben dargestellt, an.
-
- 1
- Hochdruckabsperrventil
- 2
- Gaskraftstoffbehälter
- 3
- Gaskraftstoffleitung
- 4
- Absperrventil
- 5
- Gaskraftstoffleitung
- 6
- Druckminderer
- 7
- Gaskraftstoffleitung
- 8
- Ölabscheider
- 9
- Gaskraftstoffleitung
- 10
- Gaskraftstoffschiene
- 11
- Gasinjektor
- 12
- Steuergerät
- 13
- Datenleitung
- 14
- Steuerleitung
- 15
- Hauptventilsitz
- 16
- Pilotventilsitz
- 17
- Hauptventilelement
- 18
- Pilotventilelement
- 19
- Spiralfeder
- 20
- Strömungskanal
- 21
- Bohrung
- 22
- Strömungskanal
- 23
- Ventilkörper
- 24
- Ventilgehäuseabschnitt
- 25
- Durchgangsbohrung
- 26
- Aussparung
- 27
- Hochdruckkammer
- 28
- Zwischendruckkammer
- 29
- Niederdruckkammer
- 30
- Membran
- 31
- Ventilkegel
- 32
- Feder
- 33
- Strömungskanal
- 34
- Membran
- 35
- Ventilkegel
- 36
- Strömungskanal
- 37
- Feder
- 38
- Hohlraum
- 39
- Öffnung
- 40
- Hohlraum
- 41
- Filtereinheit
- 42
- Öffnung
- 43
- Gehäuseabschnitt
- 44
- Hohlraum
- 45
- erstes Ölreservoir
- 46
- Öllache
- 47
- Verbindungsleitung
- 48
- zweites Ölreservoir
- 49
- Hohlraum
- 50
- Öllache
- 51
- Strömungskanal
- 52
- Filterabschnitt
- 53
- Hohlraum
- 54
- Hohlraum
- 55
- Drucksensor
- 56
- Drucksensor
- 57
- Aussparung
- 58
- Datenleitung
- 59
- Datenleitung