DE102006024892A1 - Vorrichtung an einer Spinnereimaschine, insbesondere Spinnereivorbereitungsmaschine, z.B. Karde, Krempel o. dgl., zur Überwachung eines elektrischen Antriebsmotors - Google Patents
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Abstract
Bei einer Vorrichtung an einer Spinnereimaschine, insbesondere Spinnereivorbereitungsmaschine, z. B. Karde, Krempel o. dgl., zur Überwachung eines elektrischen Antriebsmotors, der mit einer elektronischen Drehzahlstell- und/oder Regeleinrichtung verbunden ist, ist an dem Antriebsmotor ein rotierendes Arbeitsorgan angeschlossen. Um den Antriebsmotor derart zu überwachen, dass auch bei unterschiedlichen Arbeitsbedingungen keine Schädigungen mehr auftreten, ist eine Einrichtung zur automatischen Ermittlung der Belastung des Antriebsmotors während des Betriebes vorhanden, die mit einer Einrichtung zum Vergleich mit vorgegebenen Werten für die Belastung in Verbindung steht, an die eine Anzeige- und/oder Schalteinrichtung angeschlossen ist, der bei Abweichungen elektrische Signale zuführbar sind.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung an einer Spinnereimaschine, insbesondere Spinnereivorbereitungsmaschine, z. B. Karde, Krempel o. dgl., zur Überwachung eines elektrischen Antriebsmotors, der mit einer elektronischen Drehzahlstell- und/oder Regeleinrichtung verbunden und an dem ein rotierendes Arbeitsorgan angeschlossen ist.
- In der Praxis weisen Spinnereimaschinen rotierende Arbeitsorgane (z. B. Trommeln oder Vorreißer bei einer Karde) auf, die von einem Elektromotor angetrieben werden. Um deren Drehzahlen an unterschiedliche Betriebsbedingungen anpassen zu können, werden häufig Drehzahlstell- oder Regelgeräte, beispielsweise Frequenzumformer, eingesetzt. In der Regel werden die Motoren bezüglich ihres Leistungsvermögens so ausgelegt, dass sie den jeweiligen Anforderungen plus einer gewissen Reserve entsprechen. Bei sich in Abhängigkeit von der jeweiligen Arbeitssituation ändernden Anforderungen, müssen die Motoren immer für die höchstmöglichen Anforderungen dimensioniert sein. Gleiches gilt auch für die die Motoren treibenden Drehzahlstell- oder Regelgeräte. Im Betrieb kommt es vor, dass diese Geräte deutlich mehr Strom liefern können als es für den jeweiligen Motor im Normalbetrieb erforderlich wäre. Ein solcher Fall liegt beispielweise dann vor, wenn ein Frequenzumformer auch zum elektrischen Bremsen des Motors benutzt wird. Hierbei kann der vom Frequenzumformer gelieferte und für ein brauchbares Ergebnis erforderliche Bremsstrom ohne weiteres das doppelte des Motornennstromes betragen. Da es im Normalfall zwischen den Drehzahlstell- oder Regelgeräten und den Motoren keinerlei Überwachungen gibt, fällt bei der beschriebenen Konstellation eine erhöhte Stromaufnahme der Motoren, die beispielsweise durch defekte Lager, Schwergängigkeiten des gesamten Systems oder irgendeine sonstige Überlastung ausgelöst werden, erst dann auf, wenn die maximale Stromgrenze des Drehzahlstell- oder Regelgerätes erreicht bzw. überschritten wird. Dann allerdings ist für den Motor, insbesondere da es sich meist um langsam beginnende und lang anhaltende Überlastungen handelt, in der Regel bereits zu spät. Meist wird der Motor oder andere mit ihm verbundene Antriebselemente vorher schon dauerhaft geschädigt oder zerstört.
- Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs beschriebenen Art zu schaffen, die die genannten Nachteile vermeidet, die insbesondere den Antriebsmotor automatisch derart überwacht, dass auch bei unterschiedlichen Arbeitsbedingungen keine Schädigungen mehr auftreten.
- Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1.
- Durch die erfindungsgemäße Vorrichtung gelingt es, dass die jeweils aktuelle Motor-Belastung (z. B. der Motorstrom) in dem Drehzahlstell- oder Regelgerät ermittelt wird, diese an eine Steuereinheit, das kann beispielweise die jeweilige elektronische Maschinensteuerung sein, weitergegeben wird und dort in Abhängigkeit von der jeweiligen und der Steuerung bekannten Betriebssituation überprüft wird, ob die Belastung sich im Rahmen bekannter und vorgegebener Grenzen bewegt. Für den Fall, dass entsprechende Abweichungen vorliegen, werden Störmeldungen ausgegeben und/oder der Motor abgeschaltet bzw. die ganze Maschine stillgesetzt. Ein besonderer Vorteil besteht darin, dass die Überwachung des Antriebsmotors automatisch erfolgt. Vorzugsweise soll bei einem Drehzahl gesteuerten oder geregelten Elektromotor der z. B. von Frequenzumformern zum Motor fließende Strom in seiner Größe und in Abhängigkeit von der jeweiligen Arbeitssituation überwacht werden. Diese Überwachung erfolgt per Software und kann sowohl in der Maschinensteuerung (SPS) sowie auch in dem jeweiligen Drehzahlstell- oder Regelgerät erfolgen. Es können insbesondere unterschiedliche Arbeitssituationen, besondere Betriebszustände und Ähnliches berücksichtigt werden. Durch die erfindungsgemäße Einrichtung ist es unter anderem möglich, z. B. Überlastungen, Schwergängigkeiten u. ä. zu erkennen und gezielt darauf hinzuweisen bzw. diese vor Eintritt eines größeren Schadens zu melden. Für die erfindungsgemäßen Maßnahmen sind keine zusätzlichen Elemente erforderlich. Ausschließlich durch eine geschickte Auslegung der Software lassen sich die Vorteile der Erfindung erzielen.
- Die Ansprüche 2 bis 26 haben vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung zum Inhalt.
- Die Erfindung wird nachfolgend anhand von zeichnerisch dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert.
- Es zeigt:
-
1 schematisch Seitenansicht einer Karde mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung, -
2a Antriebsschema mit Antriebsmotoren für die Karde, den Kardenspeiser und den Kannenstock gemäß1 , -
2b Antriebsschema mit Antriebsmotoren für den Kannenstock gemäß1 und ein Kardenstreckwerk, -
3 je einen drehzahlgeregelten Antriebsmotor für die Trommel und einen Vorreißer einer Karde, -
4 Blockschaltbild mit elektronischer Maschinen-Steuer- und -regeleinrichtung, elektronischen Motor-Steuer- und -regeleinrichtungen und drehzahlgeregelten Antriebsmotoren der Maschine, -
5 Abhängigkeit der Stromaufnahme des Motors von der Zeit bzw. Belastung des Motors in Abhängigkeit von unterschiedlichen Betriebszuständen, -
6 Abhängigkeit der Stromaufnahme des Motors von der Produktionsmenge pro Zeit bzw. Belastung des Motors in Abhängigkeit von der Produktionsleistung, -
7 ein Funktionsblockschaltbild der erfindungsgemäßen Vorrichtung und -
8 Belastungs- und Drehzahlverlauf in Abhängigkeit von unterschiedlichen Betriebszuständen. -
1 zeigt eine Karde K, z. B. Trützschler Karde TC 03, mit Speisewalze1 , Speisetisch2 , Vorreißern3a ,3b ,3c , Trommel4 , Abnehmer5 , Abstreichwalze6 , Quetschwalzen7 ,8 , Florleitelement10 , Abzugswalzen11 ,12 , Wanderdeckel13 mit Deckelumlenkrollen13a ,13b und Deckelstäben14 , Kanne15 und Kannenstock16 mit Ablageteller16a . Die Drehrichtungen der Walzen sind mit gebogenen Pfeilen gezeigt. Mit M ist der Mittelpunkt (Achse) der Trommel4 bezeichnet.4a gibt die Garnitur und4b gibt die Drehrichtung der Trommel4 an. Mit C ist die Drehrichtung des Wanderdeckels13 in Kardierstellung und mit B ist die Rücktransportrichtung der Deckelstäbe14 bezeichnet. Mit17 ist eine Putzwalze für die Abstreichwalze6 und mit18 ist ein Kardenspeiser bezeichnet. -
2 zeigt beispielhaft ein Antriebskonzept. Verschiedene Antriebsmotoren und Übertragungselemente bilden zusammen die Antriebslösung für die Karde TC 03. Spezielle Servomotoren treiben Trommel4 und Vorreißer3 an. Wartungsfreie Spezialriemen garantieren eine hohe Lebensdauer. Die Vliesabnahme bei der TC 03 ist mit einem getrennten, regelbaren Antrieb ausgestattet. So ist es möglich, für jede Geschwindigkeit den idealen Verzug zu wählen. Selbst während des Hochlaufens und Abbremsens wird immer der für die augenblickliche Geschwindigkeit richtige Verzug von der Steuerung eingestellt. Dies bedeutet gleichmäßigere Faserbänder vom ersten bis zum letzten Meter in der Kanne. Die Motoren für Einzugswalze1 , Abnehmer5 und Vliesabnahme sind spezielle Servoantriebe. Wartungsintensive Getriebe z. B. im Abnehmerantrieb gibt es nicht. Diese sind bürstenlos und damit absolut wartungsfrei. Sie zeichnen sich durch sehr gute dynamische Eigenschaften und damit einen lastunabhängigen Drehzahlverlauf aus. Hierdurch verbessert sich die kurzwellige Gleichmäßigkeit (Usterwert) der Kardenbänder. Bei einer optimalen separaten Aufstellung des Kannenstocks- bzw. Wechslers (sh.2b ) wird ein Servoantrieb zusätzlich eingesetzt. - Gemäß
2a werden folgende Walzen durch einen drehzahlgeregelten Motor21 , Elektro-Antriebsmotor21 , z. B. AC-Servomotor (AC = Wechselstrom), angetrieben: Trommel4 durch Motor22 ; Vorreißer3a ,3b ,3c durch Motor23 ; Speisewalze1 der Karde K durch Motor24 ; Abnehmer5 , Abstreichwalze6 und Quetschwalzen7 ,8 durch Motor25 ; Abzugswalzen11 ,12 durch Motor26 ; hintere Deckelumlenkrolle13a und Putzwalze19 durch Motor27 ; Einzugs- und Mittelwalzenpaar des Kardenstreckwerks32 durch Motor28 ; Ausgangswalzenpaar des Kardenstreckwerks32 sowie Abzugswalzen und Ablageteller16a durch Motor29 ; Kannendrehteller durch Motor30 und Einzugswalze33 des Kardenspeisers18 durch Motor31 . - Entsprechend
3 wird die Trommel4 durch einen drehzahlgeregelten Motor22 und wird der Vorreißer3 durch den drehzahlgeregelten Motor24 angetrieben. Auf der Welle des Motors22 ist eine Riemenscheibe35 und auf der Welle der Trommel4 ist eine Riemenscheibe36 angeordnet, die von einem endlosen Riemen37 antriebsmäßig umschlungen sind. Die Außenseite des Riemens37 steht mit einer Umlenkrolle38 und einer Spannrolle39 in Eingriff. Auf der Welle des Motors23 ist eine Riemenscheibe40 und auf der Welle des Vorreißers3 ist eine Riemenscheibe41 angeordnet, die von einem endlosen Riemen42 antriebsmäßig umschlungen sind. Der geregelte Motor23 steht über eine elektronische Motorsteuer- und Regeleinrichtung432 und der geregelte Motor22 steht über eine elektronische Motorsteuer- und Regelung431 (sh.4 ) mit einer elektronischen Maschinensteuer- und Regeleinrichtung44 (sh.4 ) elektronisch in Verbindung. - In
4 ist die Steuerungskonfiguration mit elektronischer Steuerung44 , Frequenzumformer43 und Motoren22 bis25 dargestellt. Nach4 sind eine Mehrzahl von Motorsteuer- und Regeleinrichtungen431 ,432 ,433 ,434 , z. B. Servoachsregelungen, vorhanden. An jeder Servoachsregelung431 ,432 ,433 ,434 ist jeweils ein Antriebsmotor angeschlossen, z. B. Motoren22 ,23 ,24 bzw.25 . Die Servoachsregelungen431 ,432 ,433 ,434 sind an die elektronische Maschinensteuer- und Regeleinrichtung44 , z. B. Trützschler TMS 2, angeschlossen. Mit45 ist eine Bedien- und Anzeigeeinheit bezeichnet, die an die Maschinensteuer- und Regeleinrichtung44 angeschlossen ist. - Die Drehzahlregeleinrichtung ist integraler Bestandteil des Steuer- und Regelsystems. Für die Erfindung wird insbesondere die Funktion Drehzahlregelung der Motorsteuer- und Regeleinrichtungen herangezogen.
- Es können handelsübliche Drehzahlregeleinrichtungen eingesetzt werden. Es können auch speziell auf die Maschine K abgestimmte Servo-Regelgeräte herangezogen werden. Die Servo-Regelgeräte können direkt durch digitale Signale über ein Bussystem, z. B. CANbus, angesteuert werden. Es wird mit einer Rückführung des Drehzahlistwertes gearbeitet.
-
5 zeigt den Belastungsverlauf und die vorgegebenen Belastungsgrenzen für unterschiedliche Betriebszustände. Das Diagramm zeigt schematisch die Stromaufnahme I (A) über die Zeit t (sec). Im Bereich mit positiver Steigung ist der Hochlauf, im mittleren kostanten Bereich ist der Betrieb und im Bereich mit negativer Steigung ist der Herunterlauf dargestellt. Mit a ist der Sollwert, mit b ist eine untere Grenze und c ist eine obere Grenze bezeichnet. Die Grenzen für die Belastungssollwerte werden in Abhängigkeit vom jeweiligen Betriebszustand der Maschine berechnet und vorgegeben. - In
6 sind die Belastung sowie die zugehörigen Belastungsgrenzen in Abhängigkeit von der Produktion einer Maschine dargestellt. Beispielhaft sind die Werte für eine Produktion von 80 kg/h dargestellt. Das Diagramm zeigt schematisch die Stromaufnahme I (A) über der Produktion (kg/h). Mit d ist der Sollwert, mit e ist eine untere Grenze und mit f ist eine obere Grenze bezeichnet. Die Grenzen für die Belastungssollwerte werden in Abhängigkeit von der jeweiligen Produktion der Maschine berechnet und vorgegeben. - Gemäß
7 sind an die elektronische Maschinensteuer- und Regeleinrichtung44 die Bedien- und Anzeigeeinrichtung45 , eine Schalteinrichtung49 , z. B. Ausschalter, und die Motorsteuer- und Regeleinrichtung431 (Servoachsregelung) angeschlossen. Die Motorsteuer- und Regeleinrichtung431 umfasst eine Drehzahlregel- oder Stelleinrichtung48 , der ein Leistungsverstärker46 und ein Belastungssensor47 nachgeordnet sind. Der Belastungssensor47 steht mit dem Motor22 , mit der Drehzahlregel- oder Stelleinrichtung48 und der elektronischen Maschinensteuer- und Regeleinrichtung44 in Verbindung. - Der Motor
22 ist (in nicht dargestellter Weise) an drei Phasen (L1, L2, L3) angeschlossen. Das Diagramm l/t gemäß5 zeigt die Stromaufnahme über der Zeit. Die Stromaufnahme I beispielsweise in einer Zuleitung wird in einem (nicht dargestellten) Wandler und durch Spulen heruntertransformiert. Ein Belastungssensor47 setzt den Eingangsstrom in eine Spannung um. Die variierende Spannung entspricht der Belastung (Ist-Wert). Die Spannung wird der Drehzahlregel- oder Stelleinrichtung48 und der Maschinensteuer- und Regeleinrichtung44 zugeführt. In der Drehzahlregel- und Stelleinrichtung48 wird der Ist-Wert der Belastung mit dem Sollwert der Belastung verglichen, der von der Maschinensteuer- und Regeleinrichtung44 vorgegeben wird. Auf diese Weise ist in Gestalt des Belastungssensors47 eine Einrichtung zur automatischen Ermittlung der Belastung der Antriebsmotoren21 ;22 bis31 während des Betriebes geschaffen, die mit der in Gestalt der Drehzahlregel- oder Stelleinrichtung48 vorhandenen Einrichtung zum Vergleich mit vorgegebenen Werten (Sollwerten/Grenzwerten) für die Belastung in Verbindung steht. - Wenn Elektromotoren
22 bis31 mit Drehzahlstell- oder Regelgeräten betrieben werden und die Leistungsdaten von Motor und Gerät nicht genau übereinstimmen, kann es zum Teil zu erheblichen Überlastungen der Motoren kommen. Dass die Leistungsdaten nicht genau übereinstimmen, kann durchaus gewollt, sogar erforderlich, sein. - Beispiel:
- Ein Motor ist für eine maximale Leistungsabgabe von 7,5 KW ausgelegt. Das entspricht einem Nennstrom von 16 A. Er wird mit einem Frequenzumformer, der 30 A liefern kann, betrieben. Nimmt der Motor nun, z. B. infolge von einer Schwergängigkeit im Antriebssystem mehr Strom auf (beispielsweise 25 A), so liefert der Frequenzumformer diesen Strom, ohne dass irgend etwas bemerkt wird. Die Folge wäre aber eine deutliche Überlastung des Motors. Er würde zu heiß. Je nachdem könnte das unter Umständen sogar zu einer dauerhaften Beschädigung und letztlich einem Ausfall führen. Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung werden diese Nachteile vermieden.
- Das Regel- bzw. Steuergerät kann derart ausgebildet sein, dass es die Überwachung der Motorbelastung selbstständig und in Abhängigkeit von der jeweiligen Betriebssituation übernehmen kann. Hierzu verfügt es über eine entsprechende Kommunikationsmöglichkeit mit der elektronischen Steuereinheit der Maschine. Auch können das Drehzahlstell- oder Regelgerät sowie die elektronische Steuereinheit der Maschine derart ausgebildet sein, dass sie selbstständig in der Lage sind, die zulässigen Belastungsgrenzen für den Motor abhängig von erlernten Erfahrungswerten zu beeinflussen.
- In
8 sind in zwei Diagrammen ein Belastungs- und Drehzahlverlauf in Abhängigkeit von unterschiedlichen Betriebszuständen dargestellt. Unter anderem wird die optionale Abschalt-Möglichkeit der Überwachung gezeigt. In bestimmten Situationen kann die Überwachung kurzzeitig abgestellt werden, z. B. während eines Bremsvorganges. Die Überwachung ist im BereichI eingeschaltet, im BereichII abgeschaltet und im BereichIII eingeschaltet. - Durch die erfindungsgemäße Vorrichtung ergeben sich u. a. die folgenden Vorteile:
- 1. Zur Realisierung eines erfindungsgemäßen Systems sind keinerlei zusätzlichen Geräte oder Module erforderlich.
- 2. Überlastungen bzw. daraus resultierende Beschädigungen der Motoren sind sicher verhinderbar.
- 3. Der Verschleiß oder sonstige Defekte an Lagern der Motoren oder damit verbundenen anderen Antriebselementen können erkannt und gemeldet bzw. angezeigt werden.
- 4. Schwergängigkeiten können ermittelt und gemeldet bzw. angezeigt werden.
- 5. Werden die vorgegebenen Untergrenzen unterschritten, so lässt dies z. B. auf einen Riemenbruch oder ähnlichen Defekt schließen.
- 6. Bei Erkennung eines Problems kann der Antrieb bzw. die gesamte Maschine stillgesetzt werden.
Claims (26)
- Vorrichtung an einer Spinnereimaschine, insbesondere Spinnereivorbereitungsmaschine, z. B. Karde, Krempel o. dgl., zur Überwachung eines elektrischen Antriebsmotors, der mit einer elektronischen Drehzahlstell- und/oder Regeleinrichtung verbunden und an dem ein rotierendes Arbeitsorgan angeschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, dass eine Einrichtung (
47 ) zur automatischen Ermittlung der Belastung des Antriebsmotors (21 ;22 bis31 ) während des Betriebes vorhanden ist, die mit einer Einrichtung (48 ) zum Vergleich mit vorgegebenen Werten für die Belastung in Verbindung steht, an die eine Anzeige-(45 ) und/oder Schalteinrichtung (49 ) angeschlossen ist, der bei Abweichungen elektrische Signale zuführbar sind. - Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, die mechanische Belastung ermittelbar ist.
- Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Belastung durch Messung der Stromaufnahme ermittelbar ist.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Belastung durch Messung des Drehmoments, z. B. an einer Walze, ermittelbar ist.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Belastung durch Messung der Wirkleistung ermittelbar ist.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Belastung durch Messung der Phasenverschiebung ermittelbar ist.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Belastung durch Messung einer Drehzahlverringerung des Walzenantriebsmotors ermittelbar ist.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Belastung durch Messung einer Drehzahlverringerung einer Walze ermittelbar ist.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Belastung durch Messung des Schlupfes eines Riemenantriebes ermittelbar ist.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass während des Betriebes automatisch die Belastung des Antriebsmotors ermittelbar und mit vorgegebenen Werten vergleichbar ist und bei entsprechenden Abweichungen eine vorbestimmte Reaktion erfolgt.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die vorgegebenen Werte von den jeweiligen Betriebszuständen der Maschine abhängig sind.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Erfassung der Motorbelastung in dem zugehörigen Drehzahlstell- oder Regelgerät erfolgt.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswertung der Motorbelastung in dem Drehzahlstell- oder Regelgerät erfolgt.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswertung der Motorbelastung im elektronischen Steuerungssystem der Maschine erfolgt.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Grenzen für die zulässige Belastung der Motoren automatisch und abhängig vom jeweiligen Betriebszustand der Maschine angepasst werden können.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass bei Überschreitung der vorgegebenen Belastungsgrenzen eine Meldung und/oder eine andere Reaktion erfolgt, z. B. eine Abstellung der Maschine.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Belastung der Motoren kontinuierlich ermittelt wird.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Belastung der Motoren in vorgegebenen, zeitlichen Abständen ermittelt wird.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass das Drehzahlstell- oder Regelgerät oder die elektronische Steuereinheit der Maschine so ausgebildet sind, dass sie in der Lage sind, die Motorbelastung für bestimmte Betriebszustände zu erlernen, zu speichern und wieder zu benutzen oder an andere Steuerungselemente weiter zu geben.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass das Drehzahlstell- oder Regelgerät sowie die elektronische Steuereinheit der Maschine so ausgebildet sind, dass sie selbständig in der Lage sind, die zulässigen Belastungsgrenzen für den Motor, abhängig von erlernten Erfahrungswerten, zu beeinflussen.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass sämtliche Soll- und Grenzwerte für die Belastung der Motoren einmalig ermittelt und in dem Drehzahlstell- oder Regelgerät bzw. der elektronischen Steuereinheit der Maschine entsprechend hinterlegt (gespeichert) werden und von dort aus für den Überwachungsvorgang jederzeit abrufbar sind.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Überwachung des Motors sowie der damit verbundenen Antriebselemente und Arbeitsorgane während bestimmter Betriebszustände ausgesetzt wird.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsmotor eine drehzahlgeregelte oder -gesteuerte Walze einer Karde antreibt.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsmotor die Trommel einer Karde antreibt.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsmotor mindestens einen Vorreißer einer Karde antreibt.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 25, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsmotor ein AC-Servomotor ist.
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