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DE102006024095A1 - Druckanschlussvorrichtung für eine Führungsdrahteinheit - Google Patents

Druckanschlussvorrichtung für eine Führungsdrahteinheit Download PDF

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DE102006024095A1
DE102006024095A1 DE102006024095A DE102006024095A DE102006024095A1 DE 102006024095 A1 DE102006024095 A1 DE 102006024095A1 DE 102006024095 A DE102006024095 A DE 102006024095A DE 102006024095 A DE102006024095 A DE 102006024095A DE 102006024095 A1 DE102006024095 A1 DE 102006024095A1
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DE
Germany
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pressure
pressure medium
tube
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pipe
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Withdrawn
Application number
DE102006024095A
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English (en)
Inventor
Bernhard Uihlein
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
EPflex Feinwerktechnik GmbH
Original Assignee
EPflex Feinwerktechnik GmbH
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Publication date
Application filed by EPflex Feinwerktechnik GmbH filed Critical EPflex Feinwerktechnik GmbH
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Priority to EP07725325A priority patent/EP2021060A1/de
Priority to US12/300,604 priority patent/US8128598B2/en
Priority to PCT/EP2007/004410 priority patent/WO2007131799A1/de
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Abstract

Die Erfindung bezieht sich auf eine Druckanschlussvorrichtung für eine mit einem Druckmedium arbeitende Führungsdrahteinheit (F). Erfindungsgemäß ist in das Innere eines Rohrendbereichs (3a) eines Druckmediumrohres (3) der Führungsdrahteinheit ein Rückschlagventil (4) eingebaut, das zum Einleiten des Druckmediums in das Druckmediumrohr öffnet und gegen Ausströmen des Druckmediums aus dem Druckmediumrohr schließt, und/oder es ist ein Anschlusskörper (1) vorgesehen, der den Rohrendbereich des Druckmediumrohres aufnimmt und ein druckmediumgesteuertes Rohrhaltemittel (10d) aufweist, das in einem druckbeaufschlagten Zustand den Rohrendbereich fluiddicht im Anschlusskörper festhält und in einem druckentlasteten Zustand zum Abnehmen vom Anschlusskörper freigibt. Verwendung z. B. für Führungsdrahteinheiten zum Positionieren von Kathetern in medizinischen Anwendungen.

Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf eine Druckanschlussvorrichtung für eine mit einem Druckmedium arbeitende Führungsdrahteinheit. Derartige Führungsdrahteinheiten werden insbesondere für medizinische Instrumente verwendet, wie zum Positionieren von Kathetern in Körpergängen bzw. Gewebekanälen eines Patienten.
  • So ist in der Offenlegungsschrift WO 2004/035124 A1 eine gesteuert versteifbare Führungsdrahteinheit offenbart, die unter Verwendung eines Druckmediums wahlweise in einen biegesteiferen oder weniger biegesteifen Zustand verbracht werden kann. Diese Führungsdrahteinheit setzt folglich eine geeignete Druckanschlussvorrichtung zur Zuführung von Druckmedium in die Führungsdrahteinheit und zum Ablassen des Druckmediums aus derselben voraus.
  • Insbesondere im medizinischen Bereich sind sogenannte Luer-Lock-Anschlüsse bzw. Luer-Anschlüsse gebräuchlich, um Kanülen, Spritzen, Infusionsschläuche etc. an eine Versorgungsquelle für ein flüssiges oder gasförmiges Medium anzuschließen.
  • Der Erfindung liegt als technisches Problem die Bereitstellung einer Druckanschlussvorrichtung zugrunde, mit der sich eine mit einem Druckmedium arbeitende Führungsdrahteinheit, wie sie z.B. in medizinischen Instrumenten verwendet wird, in vorteilhafter Weise an eine entsprechende Druckmediumquelle anschließen lässt.
  • Die Erfindung löst dieses Problem durch die Bereitstellung einer Druckanschlussvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 oder 8.
  • Die Druckanschlussvorrichtung nach Anspruch 1 beinhaltet speziell ein druckmediumgesteuertes Rohrhaltemittel, das an einem Anschlusskörper vorgesehen ist, der einen Rohrendbereich eines Druckmediumrohres der Führungsdrahteinheit aufnimmt. Das Rohrhaltemittel ist zum lösbaren Halten des Rohrendbereichs eingerichtet, wobei es in einem druckbeaufschlagten Zustand den Rohrendbereich fluiddicht im Anschlusskörper festhält und in einem druckentlasteten Zustand den Rohrendbereich zum Abnehmen vom Anschlusskörper freigibt. Damit wird in funktionell und fertigungstechnisch vorteilhafter Weise eine lösbare Ankopplung der mit dem Druckmedium zu versorgenden Führungsdrahteinheit an eine zugehörige Druckmediumquelle realisiert. Dabei sind vorliegend mit dem Begriff Fluid sowohl flüssige als auch gasförmige Medien gemeint, d.h. die fluiddichte Abdichtung sichert gegen Leckagen von je nach Anwendungsfall benutzten flüssigen oder gasförmigen Druckmedien.
  • In einer Weiterbildung der Erfindung nach Anspruch 2 weist das Rohrhaltemittel eine Dichtmembranhülse auf, die den im Anschlusskörper aufgenommenen Rohrendbereich im druckentlasteten Zustand derart umgibt, dass noch eine Axialbewegung des Rohrendbereichs in bzw. gegenüber der Dichtmembranhülse möglich bleibt, während sie sich im druckbeaufschlagten Zustand festhaltend und fluiddicht gegen diesen anlegt. Dies stellt eine vorteilhaft einfache und funktionell zuverlässige Realisierung des Rohrhaltemittels dar. In weiterer Ausgestaltung weist das Rohrhaltemittel gemäß Anspruch 3 eine mit einem Druckmedium befüllbare Druckkammer auf, welche die Dichtmembranhülse umgibt, so dass die Dichtmembranhülse durch Steuerung des Mediumdrucks in der Druckkammer zwischen ihrem den Rohrendbereich festhaltenden und ihrem den Rohrendbereich freigebenden Zustand umgeschaltet werden kann.
  • In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung nach Anspruch 4 weist das Rohrhaltemittel ein Druckmediumanschlussmittel auf, das so ausgelegt ist, dass es der Druckkammer das gleiche Druckmedium zuführt wie dem Druckmediumrohr. Es kann folglich in einfacher Weise das gleiche Druckmedium, das ohnehin für die Führungsdrahteinheit benötigt wird, z.B. Druckluft, zur Steuerung der Dichtmembranhülse über die Druckkammer benutzt werden.
  • In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist das Druckmediumanschlussmittel gemäß Anspruch 5 ein Zufuhrverzögerungsmittel auf, welches so ausgelegt ist, dass es das Druckmedium dem Druckmediumrohr im Vergleich zur Druckkammer verzögert zuführt. Dies gewährleistet, dass die Dichtmembranhülse den Rohrendbereich bereits ausreichend frühzeitig fluiddicht festhält, bevor sich im Einlassbereich des Druckmediumrohrs ein merklicher Druck durch das zugeführte Druckmedium aufgebaut hat, d.h. das Zufuhrverzögerungsmittel gewährleistet in selbsttätiger Weise ein ausreichend frühzeitiges Verbringen der Dichtmembranhülse in ihren den aufgenommenen Rohrendbereich abdichtenden, druckbeaufschlagten Zustand, wenn Druckmedium in das Druckmediumrohr eingespeist werden soll. Aufwändige anderweitige Drucksteuerungsmittel sind dadurch nicht zwingend erforderlich.
  • Für die Realisierung des Zufuhrverzögerungsmittels kommen verschiedene Varianten in Betracht, von denen zwei vorteilhafte Varianten in Weiterbildungen der Erfindung gemäß den Ansprüchen 6 und 7 angegeben sind. So kann gemäß Anspruch 6 die verzögerte Zufuhr des Druckmediums zum Druckmediumrohr im Vergleich zur Druckkammer dadurch realisiert sein, dass ein mit einer Druckmediumquelle verbindbarer Druckeinlass direkt zur Druckkammer führt und ein Einlassbereich des Druckmediumrohres über eine oder mehrere Durchlassöffnungen in einer entsprechenden Trennwand mit der Druckkammer in Verbindung steht. Zugeführtes Druckmedium gelangt daher zuerst und primär in die Druckkammer und von dort in den Einlassbereich des Druckmediumrohres und schließlich in das Druckmediumrohr selbst, so dass die Dichtmembranhülse bereits sicher ihren abdichtenden, druckbeaufschlagten Zustand eingenommen hat, bevor sich im Einlassbereich des Druckmediumrohres ein merklicher Druck des Druckmediums aufgebaut hat, der bei noch nicht ausreichend druckbeaufschlagter Dichtmembranhülse zu Leckagen im dortigen Bereich führen könnte. Gemäß Anspruch 7 wird die verzögerte Druckmediumzufuhr zum Druckmediumrohr im Vergleich zur Druckkammer durch eine querschnittsvermindernde Einlassdüse bewirkt, die sich stromabwärts von einer Verbindung des Druckmediumeinlasses zur Druckkammer im Einlassbereich zum Druckmediumrohr befindet. Auch in diesem Fall wird zunächst primär Druck in der Druckkammer aufgebaut, wodurch die Dichtmembranhülse ihren den Rohrendbereich fluiddicht festhaltenden, druckbeaufschlagten Zustand einnimmt, bevor sich ein merklicher Druck im Einlassbereich des Druckmediumrohres stromabwärts der Einlassdüse aufgebaut hat.
  • Die Druckanschlussvorrichtung nach Anspruch 8 beinhaltet charakteristischerweise ein in das Innere des Rohrendbereichs des Druckmediumrohres der Führungsdrahteinheit eingebautes Rückschlagventil, das zum Einleiten des Druckmediums in das Druckmediumrohr öffnet und gegen Ausströmen des Druckmediums aus dem Druckmediumrohr schließt. Dies verhindert selbsttätig ein Entweichen des Druckmediums aus dem Druckmediumrohr und damit aus der Führungsdrahteinheit, wenn dieser zuvor Druckmedium zugeführt worden ist, selbst wenn die Führungsdrahteinheit mit ihrem Druckmediumrohr von einem eventuell zum Anschließen an eine entsprechende Druckmediumquelle benutzten Druckanschluss gelöst wird. Durch den Einbau des Rückschlagventils in das Innere des Rohrendbereichs wird der Außendurchmesser des betreffenden Rohrendbereichs bzw. Anschlussbereichs des Druckmediumrohrs und damit der Führungsdrahteinheit in diesem Bereich nicht verändert, so dass die mit dem Rückschlagventil versehene Führungsdrahteinheit in gleicher Weise wie eine analoge herkömmliche Führungsdrahteinheit ohne Rückschlagventil benutzt bzw. gehandhabt werden kann.
  • Die Maßnahme des Einbaus des Rückschlagventils in den Rohrendbereich des Druckmediumrohrs der Führungsdrahteinheit ist insbesondere mit den Maßnahmen gemäß den Ansprüchen 1 bis 7 bezüglich eines lösbaren Anbringens der Führungsdrahteinheit an einem Anschlusskörper kombinierbar. In diesem Fall sorgt das Rückschlagventil dafür, dass nach Abnehmen des Anschlusskörpers von einer Druckmediumquelle bzw. nach Abnehmen der Führungsdrahteinheit vom Anschlusskörper das zuvor in die Führungsdrahteinheit eingespeiste Druckmedium dort verbleibt.
  • In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung nach Anspruch 9 beinhaltet das Rückschlagventil eine Ventilkugel sowie je einen zugehörigen Schließ- und Öffnungsanschlag für selbige, die derart mit axialem Abstand in den Rohrendbereich eingefügt sind, dass sich die Ventilkugel axial ausreichend bewegen kann und im druckbelasteten Zustand der Führungsdrahteinheit schließend gegen den Schließanschlag anliegt, während sie bei Einleiten von Druckmedium in das Druckmediumrohr ihre Schließstellung am Schließanschlag verlässt und sich Richtung Öffnungsanschlag bewegt. Der Öffnungsanschlag weist eine Druckmediumdurchlassöffnung auf, die auch bei anliegender bzw. gegendrückender Ventilkugel offen bleibt, so dass Druckmedium in das Druckmedium rohr strömen kann. In einer vorteilhaften Ausgestaltung nach Anspruch 10 stützt sich gegen den Öffnungsanschlag eine Rückschlagfeder ab, welche die Ventilkugel gegen den Schließanschlag drückt. Eine derartige Rückschlagfeder ist zwar nicht zwingend, sie kann jedoch die Ventilkugel unterstützen und zudem durch Wahl einer entsprechenden Federspannung das Einspeisen von Druckmedium in einer gewünschten Weise steuern.
  • In weiterer Ausgestaltung der Erfindung nach Anspruch 11 ist ein Druckentlastungsstift zum Zwangsöffnen des Rückschlagventils vorgesehen, wozu er einen Betätigungsdorn aufweist, mit dem die Ventilkugel von ihrem Schließanschlag in Richtung Öffnungsanschlag wegbewegt werden kann. Damit kann Druckmedium aus der Führungsdrahteinheit abgelassen und auf diese Weise die Führungsdrahteinheit in einen weniger druckbelasteten bzw. druckentlasteten Zustand gebracht werden. In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist der Druckentlastungsstift gemäß Anspruch 12 lösbar oder fest in einer Aufnahme des Anschlusskörpers aufgenommen, so dass er nicht separat aufbewahrt werden braucht.
  • Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden nachfolgend beschrieben. Hierbei zeigen:
  • 1 eine Längsschnittansicht einer Druckanschlussvorrichtung mit fest in einem Anschlusskörper aufgenommenem und mit einem federunterstützten Rückschlagventil versehenem Rohrendbereich eines Druckmediumrohres einer Führungsdrahteinheit,
  • 2 eine Längsschnittansicht einer Rückschlagventilvariante entsprechend 1, jedoch ohne Rückschlagfeder, im Schließzustand,
  • 3 eine Längsschnittansicht der Rückschlagventilvariante von 2 im geöffneten Zustand,
  • 4 eine Längsschnittansicht eines Rohrhaltemittels zum lösbaren fluiddichten Halten eines Rohrendbereichs eines Druckmediumrohres einer Führungsdrahteinheit in einem druckentlasteten Zustand,
  • 5 eine Querschnittansicht längs einer Linie V-V von 4,
  • 6 eine Längsschnittansicht des Rohrhaltemittels von 4 in einem druckbelasteten Zustand,
  • 7 eine Längsschnittansicht entsprechend 4 für eine Variante des Rohrhaltemittels mit querschnittsverengender, an einem Dichtmembranhalteteil angeformter Einlassdüse,
  • 8 eine Längsschnittansicht entsprechend 7 für eine Variante mit separat eingesetzter querschnittsvermindernder Einlassdüse,
  • 9 eine Längsschnittansicht eines Anschlusskörpers mit einem integrierten Rohrhaltemittel nach Art von 7 und darin lösbar aufgenommenem Rohrendbereich eines Druckmediumrohres einer Führungsdrahteinheit,
  • 10 eine Längsschnittansicht entsprechend 9 für eine Variante mit einem zusätzlich am Anschlusskörper aufgenommenen Druckentlastungsstift zur Rückschlagventilbetätigung und lösbar mit dem Anschlusskörper gekoppelter Führungsdrahteinheit und
  • 11 eine Längsschnittansicht entsprechend 10, jedoch mit vom Anschlusskörper gelöster und in Wirkverbindung mit dem Druckentlastungsstift gebrachter Führungsdrahteinheit.
  • Eine in 1 gezeigte Druckanschlussvorrichtung beinhaltet einen Anschlusskörper 1, dessen äußere Form mit einem zugehörigen Abschlussstutzen 1a einen Luer-Block-Anschluss oder kurz Luer-Anschluss bildet. Der Anschlusskörper 1 ist mit einer durchgehenden mittigen Axialbohrung 2 versehen, in die ein Rohrendbereich 3a eines Druckmediumrohres 3 einer hier nicht weiter dargestellten Führungsdrahteinheit fest eingesetzt ist, wobei der Rohrendbereich 3a stirnseitig bündig mit dem Anschlussstutzen 1a des Anschlusskörpers 1 abschließt.
  • In das Innere des Rohrendbereichs 3a ist ein Rückschlagventil 4 eingebaut, das eine Ventilkugel 5, einen hülsenförmigen Schließanschlag 6 für die Ventilkugel, einen ebenfalls hülsenförmigen Öffnungsanschlag 7 und eine Rückschlagfeder 8 umfasst. Die Schließanschlaghülse 6 und die Öffnungsanschlaghülse 7 sind jeweils fest und mit gewissem axialem Abstand voneinander in den Rohrendbereich 3a eingesetzt. Die Schließanschlaghülse 6 schließt axial außenseitig bündig mit dem Rohrendbereich 3a und dem Anschlussstutzen 1a ab und ist an ihrer anderen Stirnseite in nicht näher gezeigter Weise so geformt, dass die Ventilkugel 5 in ihrer gezeigten Schließstellung einen in der Schließanschlaghülse 6 gebildeten mittigen Durchströmungskanal 6a verschließt. Die Rückschlagfeder 8 stützt sich gegen die Öffnungsanschlaghülse 7 ab und spannt die Ventilkugel 5 gegen die Schließanschlaghülse 6 vor. Die Öffnungsanschlaghülse besitzt ebenfalls einen mittigen Durchströmungskanal 7a und ist zudem an ihrer der Ventilkugel 5 zugewandten Stirnseite mit axial eingebrachten Öffnungsschlitzen 7b versehen.
  • Die gezeigte Druckanschlussvorrichtung dient dazu, die Führungsdrahteinheit mit ihrem Druckmediumrohr 3 an eine Druckmediumquelle anzuschließen, um sie bei Bedarf mit einem Druckmedium zu versorgen. Dazu kann der Anschlusskörper 1 mit seinem Luer-Anschlussstutzen 1a in Wirkverbindung mit einem dazu passenden Anschluss der Druckmediumquelle, z.B. einer Druckluftquelle, gebracht werden. Sobald von der üblichen und daher hier nicht gezeigten Druckmediumquelle Druckmedium 9 zur Einspeisung in das Druckmediumrohr 3 freigegeben wird, öffnet das Rückschlagventil 4, indem sich die Ventilkugel 5 durch den Druck des Druckmediums 9 vom Schließanschlag 6 gegen die Kraft der Rückschlagfeder 8 abhebt und in Richtung Öffnungsanschlag 7 bewegt. Dadurch strömt Druckmedium 9 über die Durchströmöffnung 6a der Schließanschlaghülse 6 in das Innere des Rückschlagventils 4 und von dort über die Durchlassöffnung 7a der Öffnungsanschlaghülse 7 in das Innere des Druckmediumrohrs 3, von wo es zu einer gewünschten Stelle der Führungsdrahteinheit weiterströmt.
  • Nach Abkoppeln des Anschlusskörpers 1 der Führungsdrahteinheit von der Druckmediumquelle schließt das Rückschlagventil 4, indem die Ventilkugel 5 von der Rückschlagfeder 8 und dem im Inneren des Druckmediumrohres 3 aufgebauten Druck gegen die Schließanschlaghülse 6 angedrückt wird, wie in 1 dargestellt. Der in der Führungsdrahteinheit aufgebaute Druck wird dadurch auch nach Abkoppeln von der Druckmediumquelle gehalten. Beispielsweise kann der in der Führungsdrahteinheit auf diese Weise aufgebaute Druck dazu dienen, eine oben erwähnte herkömmliche Führungsdrahteinheit in einen Zustand mit gegenüber einem druckentlasteten, biegeweicheren Zustand höherer Biegesteifigkeit zu versetzen. In gleicher Weise eignet sich die Druckanschlussvorrichtung für Führungsdrahteinheiten, die einen druckmediumgesteuert versteifbaren Abschnitt aufweisen, wie sie Gegenstand der gleichzeitig eingereichten deutschen Patentanmeldung (unsere Akte P 46447 DE) der Anmelderin sind, deren Inhalt hierzu voll umfänglich durch Verweis zur Vermeidung unnötiger Wiederholungen in die vorliegende Anmeldung aufgenommen wird.
  • Die Verwendung des Rückschlagventils 4 hat jeweils den Vorteil, dass der biegesteifere Zustand der Führungsdrahteinheit insgesamt bzw. ihres druckmediumgesteuert variabel versteifbaren Abschnitts auch nach Abkoppeln der Führungsdrahteinheit von der Druckmediumquelle erhalten bleibt, so dass die Führungsdrahteinheit für eine weitere Verwendung in ihrem biegesteiferen Zustand ohne Behinderung durch die angeschlossene Druckmediumquelle gehandhabt werden kann.
  • Die Rückschlagfeder 8 hält die Ventilkugel 5 mit einer definierten Vorspannkraft in ihrem Schließsitz an der Schließanschlaghülse 6 und unterstützt bzw. beeinflusst entsprechend die Funktion des Rückschlagventils 4. In manchen Anwendungsfällen kann die Rückschlagfeder 8 entbehrlich sein, wenn die allein von der Schließanschlaghülse 6, der Öffnungsanschlaghülse 7 und der Ventilkugel 5 bereitgestellte Rückschlagventilfunktion ausreicht. Die 2 und 3 veranschaulichen eine derartige Rückschlagventilvariante 4a ohne Rückschlagfeder, wobei im übrigen für identische oder funktionell äquivalente Elemente zum leichteren Verständnis gleiche Bezugszeichen wie in 1 verwendet sind und insoweit auf deren obige Beschreibung verwiesen werden kann.
  • 2 zeigt das Rückschlagventil 4a in seinem geschlossenen Zustand. Im Druckmediumrohr und folglich auch in dessen Rohrendbereich 3a befindliches Druckmedium übt auf die Ventilkugel 5 eine in Auswärtsrichtung axial nach außen wirkende Druckkraft Fa aus, welche die Ventilkugel 5 gegen ihren Schließsitz an der Schließanschlaghülse 6 hält, so dass die Ventilkugel 5 die Durchlassöffnung 6a der Schließanschlaghülse 6 absperrt und ein Entweichen des im Druckmediumrohr befindlichen Druckmediums verhindert.
  • Bei Ankopplung an eine Druckquelle übt zuströmendes Druckmedium 9 eine Druckkraft Fe auf die Ventilkugel 5 in Einwärtsrichtung aus, wodurch die Ventilkugel 5 z.B. ausgehend von der Schließstellung gemäß 2 von ihrem Schließsitz an der Schließanschlaghülse 6 abhebt und sich axial nach innen bewegt, bis sie gegen die Öffnungsanschlaghülse 7 zur Anlage kommt, wie in 3 gezeigt. Dort verschließt sie zwar die stirnseitige Ausmündung der Durchlassöffnung 7a, die stirnseitig in den Hülsenmantel eingebrachten Durchlassschlitze 7b bleiben jedoch frei, und da der Ventilkugeldurchmesser kleiner als der Innendurchmesser des Rohrendbereichs 3a gewählt ist, kann in dieser Ventilkugelstellung Druckmedium über die Durchtrittsöffnung 6a der Schließanschlaghülse 6 in das Innere des Rückschlagventils 4a und von dort außen an der Ventilkugel 5 vorbei und durch die Öffnungsschlitze 7b hindurch in die Durchlassöffnung 7a der Öffnungsanschlaghülse 7 gelangen, von wo es durch das Druckmediumrohr 3 hindurch zur gewünschten Stelle der Führungsdrahteinheit weitergeleitet wird. Im übrigen ergeben sich für die Rückschlagventilvariante 4a der 2 und 3 die gleichen Eigenschaften und Vorteile wie oben zum Rückschlagventil 4 von 1 erläutert, worauf verwiesen werden kann.
  • Während bei den Ausführungsbeispielen der 1 bis 3 das Druckmediumrohr 3 mit seinem entsprechenden Rohrendbereich 3a fest, d.h. unlösbar, mit dem Anschlusskörper 1 gekoppelt ist, umfasst die Erfindung auch die Möglichkeit einer lösbaren Verbindung des Druckmediumrohrs und damit der Führungsdrahteinheit insgesamt an einem Anschlusskörper. Verschiedene Ausführungsbeispiele dieses Typs werden nachfolgend anhand der 4 bis 11 näher erläutert. Die dort gezeigten Ausführungsbeispiele beinhalten jeweils ein pneumatisch selbsttätig arbeitendes Rohrhaltemittel zum lösbaren Halten des Rohrendbereichs des Druckmediumrohres der Führungsdrahteinheit, wobei zur Steuerung dieses Rohrhaltemittels in sehr vorteilhafter Weise das ohnehin zur Speisung der Führungsdrahteinheit benötigte Druckmedium benutzt wird und diese Steuerung allein durch konstruktive strömungstechnische Maßnahmen erzielt wird.
  • Die 4 bis 6 zeigen ein erstes Ausführungsbeispiel eines derartigen Rohrhaltemittels 10 zum lösbaren Halten des Rohrendbereichs 3a des Druckmediumrohres 3 einer angekoppelten, nicht weiter gezeigten Führungsdrahteinheit. Dieses Rohrhaltemittel 10 beinhaltet eine Außenhülse 11 und eine zweiteilige Innenhülse mit axial äußerem Hülsenteil 12a und axial innerem Hülsenteil 12b, die beide gleichen Durchmesser haben und mit vorgebbarem axialem Abstand voneinander angeordnet sind. Die Innenhülsenteile 12a, 12b haben einen gegenüber dem Innendurchmesser der Außenhülse 11 geringeren Außendurchmesser und sind in die Außenhülse 11 unter Belassung einer ringförmigen Druckkammer 13 eingefügt. Das axial innere Innenhülsenteil 12b ist mittels einer Ringdichtung 14, welche die Ringdruckkammer 13 an ihrer betreffenden Stirnseite fluiddicht abschließt, in der Außenhülse 11 gehalten. Das axial äußere Innenhülsenteil 12a ist an der anderen Stirnseite ebenfalls über eine Ringdichtung 15 in der Außenhülse 11 gehalten, wobei diese Ringdichtung 15 jedoch wenigstens eine axiale Durchlassöffnung 16 aufweist, die als Druckmediumeinlassöffnung fungiert.
  • Radial innen ist das Innenhülsenteil 12a an seiner äußeren Stirnseite durch einen Stopfen 17 fluiddicht verschlossen. In einem an den Stopfen 17 axial nach innen anschließenden Bereich ist das axial äußere Innenhülsenteil 12a mit mehreren, in Umfangsrichtung verteilt angeordneten Durchlassöffnungen 18 in ihrer Mantelfläche versehen. In einem daran axial nach innen anschließenden Bereich nimmt das axial äußere Innenhülsenteil 12a eine fest eingefügte Rohranschlaghülse 18 auf, die in Durchmesser und Rohrwandstärke in etwa dem aufzunehmenden Rohrendbereich 3a des Druckmediumrohrs 3 der Führungsdrahteinheit entspricht. Die Rohranschlaghülse 19 dient dadurch als Anschlag, gegen den die Stirnseite des Rohrendbereichs 3a beim Einfügen in das Rohrhaltemittel 10 zur Anlage kommt.
  • Als aktives Rohrhalteelement weist das Rohrhaltemittel 10 eine hülsenförmige, flexible, dehnbare Dichtmembran 20 auf, die den axialen Zwischenraum zwischen dem axial äußeren Innenhülsenteil 12a und dem axial inneren Innenhülsenteil 12b überbrückt und stirnseitig auf das axial äußere Innenhülsenteil 12a bzw. das axial innere Innenhülsenteil 12b aufgesteckt gehalten ist, z.B. durch Aufschrumpfen. Das axial äußere und das axial innere Innenhülsenteil 12a, 12b fungieren auf diese Weise als Dichtmembranhalteteile.
  • Das dergestalt aufgebaute Rohrhaltemittel 10 funktioniert wie folgt. Im druckentlasteten Zustand befindet sich das Rohrhaltemittel 10 in einem den aufgenommenen Rohrendbereich 3a freigebenden Zustand, wie er in 4 gezeigt ist. Die Dichtmembran 20 liegt im Spalt zwischen axial äußerem und axial innerem Innenhülsenteil 12a, 12b lediglich locker gegen den aufgenommenen Rohrendbereich 3a an oder hält einen gewissen radialen Abstand von diesem ein. Alternativ kann die Systemauslegung auch so erfolgen, dass die Dichtmembranhülse 20 etwas enger als der Außendurchmesser des Rohrendbereichs 3a gestaltet ist und sich daher schon im druckentlasteten Zustand eng an den eingeschobenen Rohrendbereich 3a anlegt, wobei jedoch eine Axialbeweglichkeit des Rohrendbereichs 3a gegenüber der umspannenden Dichtmembranhülse gewährleistet bleibt. Das Druckmediumrohr 3 kann dadurch mit seinem Rohrendbereich 3a aus dem Rohrhaltemittel 10 in axialer Richtung herausgezogen und bei Bedarf wieder bis zur Rohranschlaghülse 19 in dieses eingesteckt werden, wie in 4 mit einem Doppelpfeil P symbolisiert.
  • Bei Ankopplung des Rohrhaltemittels 10 mit seinem Einlass 16 an eine nicht gezeigte Druckmediumquelle strömt Druckmedium 9 über den Ein lass 16 zunächst und primär in die direkt mit dem Einlass 16 verbundene Ringdruckkammer 13. Dadurch wird sehr rasch Druck in der Ringdruckkammer 13 aufgebaut, der eine radial nach innen wirkende Druckkraft Fh auf die flexible, dehnbare Dichtmembran 20 ausübt, wodurch die Dichtmembran 20 fest und in Umfangsrichtung geschlossen gegen die Außenseite des Rohrendbereichs 3a angedrückt wird, wie in 6 dargestellt. Dadurch ist das Druckmediumrohr 3 mit seinem Endbereich 3a fest und fluiddicht im Rohrhaltemittel 10 gehalten. Weiter strömt dann Druckmedium 9 durch die radialen Durchlassöffnungen 18 im axial äußeren Innenhülsenteil 12a in dessen Innenraum, der als Einlassbereich 21 für das Druckmediumrohr 3 fungiert, von wo das Druckmedium 9 weiter durch die Anschlaghülse 19 hindurch in das Druckmediumrohr 3 gelangt.
  • Durch die erwähnte strömungstechnische Konstruktion des Rohrhaltemittels 10 wird ohne weitere steuerungstechnische Maßnahmen bewirkt, dass das Druckmediumrohr 3 ausreichend fest und fluiddicht von der Dicht-/Haltemembran 20 festgehalten wird, bevor sich merklicher Druck des Druckmediums 9 im Einlassbereich 21 und im Druckmediumrohr 3 aufgebaut hat. Dadurch verhindert die Dicht-/Haltemembran 20 ausreichend frühzeitig ein druckbedingtes axiales Herauswandern des Druckmediumrohrs 3 aus dem Rohrhaltemittel 10 und ein unerwünschtes Entweichen von Druckmedium 9 aufgrund einer etwaigen Leckage zwischen Rohranschlaghülse 19 und Rohrendbereich 3a sowie zwischen den Innenhülsenteilen 12a, 12b und der Dichtmembran 20 einerseits und dem Rohrendbereich 3a andererseits. Da die Abdichtung der Außenseite des Rohrendbereichs 3a durch die Dichtmembran 20 in Mediumzuströmrichtung vor dem axial inneren Innenhülsenteil 12b erfolgt, bedarf es keiner weiteren Abdichtmaßnahmen im Bereich zwischen Rohrendbereich 3a und umgebendem Innenhülsenteil 12b.
  • Nach Abkoppeln des Rückhaltemittels 10 von der Druckmediumquelle kann das Rückhaltemittel 10 wieder in seinen druckentlasteten, den eingefügten Rohrendbereich 3a freigebenden Zustand gemäß 4 verbracht werden, wenn dem Druckmedium 9 das Entweichen über die Einlassöffnung 16 ermöglicht wird.
  • Die 7 und 8 zeigen Ausführungsvarianten hinsichtlich der strömungstechnischen Konstruktion, die das ausreichend frühzeitige fluiddichte Festhalten des eingeschobenen Rohrendbereichs 3a des Druckmediumrohrs der Führungsdrahteinheit in gleicher Weise gewährleisten, wie oben zum Ausführungsbeispiel der 4 bis 6 erläutert, wobei wiederum für identische oder funktionell äquivalente Elemente gleiche Bezugszeichen gewählt sind und insoweit auf die obige Beschreibung der 4 bis 6 verwiesen werden kann.
  • Speziell zeigt 7 ein Rohrhaltemittel 10a, das gegenüber demjenigen der 4 bis 6 folgende Unterschiede aufweist. Als Einlassöffnung fungiert in diesem Beispiel eine Mittenöffnung 16a eines axial äußeren Innenhülsenteils 12c, das gegenüber demjenigen der 4 bis 6 zusätzlich dadurch modifiziert ist, dass es in einem axial innen an den mit den radialen Durchlassöffnungen 18 versehenen Bereich anschließenden Abschnitt mit einer Verengung geformt ist, die als eine querschnittsvermindernde Einlassdüse 22 am stromabwärtigen Ende des Einlassbereichs 21 fungiert. Das axial äußere Innenhülsenteil 12c ist durch eine umseitig geschlossene Ringdichtung 15a an der Außenhülse 11 gehalten, wodurch auch die Ringdruckkammer 13 nach außen stirnseitig abgedichtet wird. Die querschnittsvermindernde Einlassdüse 22 dient gleichzeitig anstelle der Rohranschlaghülse 19 der 4 bis 6 als Begrenzungsanschlag für den eingesteckten Rohrendbereich 3a.
  • Somit gelangt beim Rohrhaltemittel 10a von 7 nach Ankopplung an eine Druckmediumquelle das Druckmedium über den mittigen Einlass 16a zunächst in den Einlassbereich 21 und von dort aufgrund der relativ großen radialen Durchlassöffnungen 18 sehr rasch in die Ringdruckkammer 13, so dass dort entsprechend rasch der nötige Druck aufgebaut wird, um die Dicht-/Haltemembran 20 radial nach innen fest und fluiddicht gegen den Rohrendbereich 3a anzudrücken. Dagegen erfolgt der Druckaufbau im Rohrendbereich 3a durch die Wirkung der querschnittsvermindernden Einlassdüse 22 verzögert. Somit wird wiederum ohne weitere steuerungstechnische Maßnahmen auch beim Rohrhaltemittel 10a von 7 der Effekt erzielt, dass allein durch die konstruktiv strömungstechnischen Maßnahmen zuerst und primär der zum Aktivieren der Dicht-/Haltemembran 20 erforderliche Druck in der Ringdruckkammer 13 aufgebaut wird, bevor sich merklicher Druck im Rohrendbereich 3a aufbaut, der bei noch nicht erfolgter Abdichtung durch die Dichtmembran 20 zu einem unerwünschten Herausgelangen des Druckmediumrohres 3 aus dem Rohrhaltemittel 10a und/oder einer unerwünschten Leckage im Bereich zwischen dem Rohrendbereich 3a einerseits und den ihn umgebenden Bereichen des axial äußeren Innenhülsenteils 12c, der Dichtmembran 20 und des axial inneren Innenhülsenteils 12b andererseits führen könnte.
  • Der gleiche Effekt wird auch bei einem Rohrhaltemittel 10b gemäß 8 erzielt, das sich von demjenigen der 7 nur darin unterscheidet, dass das axial äußere Innenhülsenteil 12a des Beispiels der 4 bis 6 verwendet ist und statt der am axial äußeren Innenhülsenteil selbst angeformten Einlassdüse 22 des Beispiels von 7 eine modifizierte Rohranschlaghülse 19a verwendet ist. Diese Rohranschlaghülse 19a entspricht in Form und Funktion der Rohranschlaghülse 19 des Beispiels der 4 bis 6 mit der Ausnahme, dass ihr Innendurchmesser deutlich kleiner als der Innendurchmesser des Rohrendbereichs 3a gewählt ist, so dass diese Rohranschlaghülse 19a außer als Begrenzungsanschlag für den eingesteckten Rohrendbereich 3a gleichzeitig auch als querschnittsvermindernde Einlassdüse fungiert. Somit baut sich auch beim Rohrhaltemittel 10b von 8 der Druck nach Ankopplung an eine Druckmediumquelle zuerst und primär in der Ringdruckkammer 13 auf, wodurch die Dicht-/Haltemembran 20 den eingeschobenen Rohrendbereich 3a fluiddicht festhält, bevor sich anschließend merklicher Druck im Rohrendbereich 3a aufbaut.
  • Das vorstehend in verschiedenen Varianten erläuterte Rohrhaltemittel ist insbesondere dazu verwendbar, das Druckmediumrohr einer Führungsdrahteinheit mit seinem entsprechenden Rohrendbereich lösbar mit einem Anschlusskörper zum Anschließen an eine Druckmediumquelle zu verbinden. Die 9 zeigt eine entsprechende Variante des Ausführungsbeispiels von 1, bei dem die Führungsdrahteinheit mit ihrem Druckmediumrohr 3 unter Verwendung eines Rohrhaltemittels 10c lösbar in einem Anschlusskörper 1' gehalten ist, der in seiner äußeren Form demjenigen von 1 entspricht. Es sei an dieser Stelle erwähnt, dass der Anschlusskörper 1' und entsprechende Komponenten des Rohrhaltemittels 10c, wie die Außenhülse 11 und die Innenhülsenteile 12b, 12c, z.B. als Spritzgussteile hergestellt werden können.
  • Das in 9 verwendete Rohrhaltemittel 10c entspricht demjenigen von 7 mit der einzigen Ausnahme, dass ein größerer axialer Abstand zwischen dem axial äußeren Innenhülsenteil 12c und dem axial inneren Innenhülsenteil 12b und passend dazu eine Dicht-/Haltemembran 20a mit entsprechend größerer axialer Länge vorgesehen ist. Die Dichtmembranhülse 20a ist etwas enger als der Außendurchmesser des Rohrendbereichs 3a des Druckmediumrohrs 3 und legt sich daher schon im druckentlasteten Zustand gegen diesen an, wobei sie aber Axialbewegungen des Rohrendbereichs 3a zulässt. Das Rohrhaltemittel 10c ist mit seiner Außenhülse 11 passgenau in eine entsprechende axiale Mittenbohrung 2a des Anschlusskörpers 1' fest eingefügt. Die Einlassöffnung 16a des Rohrhaltemittels 10c bildet gleichzeitig die Einlassöffnung der so gebildeten Druckanschlussvorrichtung zur Ankopplung an eine Druckmediumquelle z.B. in Luer-Lock-Technik.
  • Im druckentlasteten Zustand der Druckanschlussvorrichtung von 9 kann der Anschlusskörper 1' samt integriertem Rohrhaltemittel 10c axial vom Druckmediumrohr 3 abgezogen bzw. letzteres axial aus dem Anschlusskörper 1' mit dem integrierten Rohrhaltemittel 10c herausgezogen werden, da die Dicht-/Haltemembran 20a den von ihr umgebenen Rohrendbereich 3a hierfür freigibt. Wenn die Druckanschlussvorrichtung mit ihrem Einlass 16a an eine Druckmediumquelle angeschlossen wird, gelangt Druckmedium in den Einlassbereich 21 und von dort primär in die Ringdruckkammer 13, wodurch entsprechend rasch die Dicht-/Haltemembran 20a aktiviert wird, d.h. radial nach innen fest gegen den Rohrendbereich 3a gedrückt wird und diesen fluiddicht festhält. Im weiteren Verlauf gelangt das Druckmedium über die querschnittsverengende Einlassdüse 22 in das Druckmediumrohr 3, wo es an die gewünschte Stelle der Führungsdrahteinheit weitergeleitet wird.
  • Nach Abkoppeln von der Druckmediumquelle kann je nach Bedarf der Einlass 16 z.B. durch einen Stopfen verschlossen werden, wenn der Druck im Druckmediumrohr 3 gehalten und der Anschlusskörper 1' am Rohrendbereich 3a des Druckmediumrohrs 3 verbleiben soll. Alternativ kann der Druck insgesamt abgelassen werden, so dass die Druckanschlussvorrichtung wieder ihren in 9 gezeigten, druckentlasteten Zustand einnimmt, in welchem der Anschlusskörper 1' mit integriertem Rohrhaltemittel 10c vom Druckmediumrohr 3 gelöst werden kann. Wenn der Druck im Druckmediumrohr 3 gehalten werden soll, kann dieses stirnseitig z.B. durch einen Stopfen verschlossen werden. Alternativ kann der Rohrendbereich 3a mit einem Rückschlagventil entsprechend den 1 bis 3 ausgerüstet sein. Ein diesbezügliches Ausführungsbeispiel ist in den 10 und 11 veranschaulicht.
  • 10 zeigt eine Führungsdrahteinheit F, die mit dem Rohrendbereich 3a ihres Druckmediumrohres 3 in einem Anschlusskörper 1'' lösbar gehalten ist, der im Wesentlichen demjenigen von 9 entspricht und in den insbesondere das Rohrhaltemittel 10c integriert ist. Bei der Führungsdrahteinheit F von 10 ist am in den Anschlusskörper 1'' aufgenommenen Rohrendbereich 3a das Rückschlagventil 4 gemäß dem Beispiel von 1 eingebaut. Die Führungsdrahteinheit F weist im Anschluss an den Rohrendbereich 3a nacheinander einen steifen Bereich S, durch den sich das Druckmediumrohr 3 hindurch erstreckt, einen variablen Abschnitt V, der in seiner Steifigkeit gesteuert vom eingeleiteten Druckmedium variabel zwischen mindestens zwei unterschiedlichen Biegesteifigkeiten einstellbar ist, und einen distalen Endabschnitt D auf. Zum detaillierten Aufbau und der Funktionsweise dieser Führungsdrahteinheit F kann auf die gleichzeitig eingereichte, parallele Patentanmeldung der Anmelderin (unsere Akte P 46 447 D1) verwiesen werden, die in der dortigen 13 die identische Anordnung zeigt.
  • Das Verhalten des Druckanschlusses von 10 beim Ankoppeln an eine Druckmediumquelle entspricht demjenigen des Druckanschlusses von 9, so dass insoweit auf deren obige Beschreibung verwiesen werden kann, wobei zusätzlich die Funktion des Rückschlagventils 4 hinzukommt, das sich selbsttätig öffnet, sobald sich stromabwärts der querschnittsverengenden Einlassdüse 22 ausreichend Druck aufgebaut hat. Nach Abkoppeln von der Druckmediumquelle verhindert das Rückschlagventil 4 ein Entweichen von Druckmedium aus dem Druckmediumrohr 3, so dass das Druckmedium in der Führungsdrahteinheit F verbleibt und folglich deren variabler Abschnitt V einen entsprechend biegesteiferen Zustand beibehält. Hingegen kann das Druckmedium aus der Ringdruckkammer 13 des Rohrhaltemittels 10c über die Durchlassöffnungen 18 und die Einlassöffnung 16a abströmen, wodurch die Dicht-/Haltemembran 20a in ihren druckentlasteten Zustand gelangt. Dadurch kann der Anschlusskörper 1'' mit dem integrierten Rohrhaltemittel 10c vom Rohrendbereich 3a des Druckmediumrohrs 3 axial abgezogen werden. Mit anderen Worten kann die Druckanschlussvorrichtung aus Anschlusskörper 1'' und integriertem Rohrhaltemittel 10c von der Führungsdrahteinheit F gelöst werden, wobei die Führungsdrahteinheit F ihren druckbelasteten, biegesteiferen Zustand beibehält.
  • Wenn die Führungsdrahteinheit F wieder in einen biegeweicheren Zustand geringerer Steifigkeit, d.h. in einen druckentlasteten Zustand, verbracht werden soll, wird das Rückschlagventil 4 zwangsgeöffnet, um das Druckmedium aus dem Druckmediumrohr 3 entweichen zu lassen. Dazu ist ein zylinderförmiger Druckentlastungsstift 23 vorgesehen, der einen mittigen Betätigungsdorn 24 aufweist, wie aus den 10 und 11 zu erkennen. Der Druckentlastungsstift 23 ist in einer korrespondierenden Aufnahmeöffnung 25 des Anschlusskörpers 1'' aufgenommen. Je nach Bedarf kann er darin fest oder lösbar eingefügt sein. In jedem Fall ist er dadurch am Gebrauchsort quasi verliersicher aufbewahrt.
  • Wenn das Rückschlagventil 4 zwangsgeöffnet werden soll, wird die Führungsdrahteinheit F mit ihrem betreffenden Rohrende 3a in den zylindrischen Teil des Betätigungsstifts 23 eingeschoben, bis der mittige Betätigungsdorn 24 die Durchtrittsöffnung 6a in der Schließanschlaghülse 6 des Rückschlagventils 4 durchquert hat und die Ventilkugel 5 gegen die Vorspannkraft der Rückschlagfeder 8 von ihrem Schließsitz wegdrückt. Um das Entweichen des Druckmediums zu gestatten, weist der Betätigungsdorn 24 einen ausreichend geringeren Außendurchmesser als der Innendurchmesser der Schließanschlaghülse 6 auf, und entsprechend wird durch die Gestaltung des zylindrischen Abschnitts des Druckentlastungsstifts 23 dafür gesorgt, dass das aus dem Druckmediumrohr 3 austretende Druckmedium nach außen entweichen kann. 11 zeigt das Druckmediumrohr 3 in seiner zugehörigen Wirkposition mit in den Druckentlastungsstift 23 eingestecktem Rohrende 3a, wenn der Druckentlastungsstift 23 in seiner Aufnahme 25 am Anschlusskörper 1'' ver bleibt. Alternativ kann vorgesehen sein, dass der Druckentlastungsstift 23 aus seiner Aufnahme 25 herausgenommen und dann auf das mit dem Rückschlagventil 4 versehene Rohrende des Druckmediumrohrs 3 aufgesteckt werden kann.
  • Wie die obige Beschreibung verschiedener Ausführungsbeispiele deutlich macht, bietet die erfindungsgemäße Druckanschlussvorrichtung große funktionelle Vorteile, indem sie keine signifikanten Abmessungsänderungen oder anderweitige Änderungen der Führungsdrahteinheit selbst erforderlich macht und in konstruktiv einfacher Weise je nach Bedarf ermöglicht, dass das Druckmedium in der Führungsdrahteinheit auch nach Abkoppeln von einer Druckmediumquelle gehalten und/oder die Führungsdrahteinheit lösbar mit einem Anschlusskörper gekoppelt werden kann, wobei das Lösen insbesondere auch unter Beibehaltung eines druckbelasteten Zustands der Führungsdrahteinheit möglich ist. Es versteht sich, dass die erfindungsgemäße Druckanschlussvorrichtung für beliebige Führungsdrahteinheiten in medizinischen und nichtmedizinischen Anwendungen eingesetzt werden kann, die mit einem gasförmigen oder flüssigen Druckmedium zu versorgen sind. Dabei umfasst die Erfindung außer den gezeigten auch zahlreiche andere mögliche Realisierungen, z.B. solche, bei denen zur Steuerung des Rohrhaltemittels ein anderes gasförmiges oder flüssiges Druckmedium als dasjenige verwendet wird, mit dem die Führungsdrahteinheit arbeitet.

Claims (12)

  1. Druckanschlussvorrichtung für eine mit einem Druckmedium (9) arbeitende Führungsdrahteinheit (F), insbesondere zur Verwendung in medizinischen Instrumenten, mit – einem Anschlusskörper (1''), der einen Rohrendbereich (3a) eines Druckmediumrohres (3) der Führungsdrahteinheit aufnimmt, dadurch gekennzeichnet, dass – am Anschlusskörper (1'') ein druckmediumgesteuertes Rohrhaltemittel (10c) vorgesehen ist, das in einem druckbeaufschlagten Zustand den Rohrendbereich (3a) fluiddicht im Anschlusskörper festhält und ihn in einem druckentlasteten Zustand zum Lösen vom Anschlusskörper freigibt.
  2. Druckanschlussvorrichtung nach Anspruch 1, weiter dadurch gekennzeichnet, dass das Rohrhaltemittel eine Dichtmembranhülse (20, 20a) aufweist, die den im Anschlusskörper aufgenommenen Rohrendbereich umgibt und sich im druckbeaufschlagten Zustand fluiddicht gegen diesen andrückt, während sie im druckentlasteten Zustand eine Axialbewegung des Rohrendbereichs zulässt.
  3. Druckanschlussvorrichtung nach Anspruch 2, weiter dadurch gekennzeichnet, dass das Rohrhaltemittel eine mit einem Druckmedium befüllbare Druckkammer (13) aufweist, welche die Dichtmembranhülse umgibt.
  4. Druckanschlussvorrichtung nach Anspruch 3, weiter gekennzeichnet durch ein Druckmediumanschlussmittel, das dafür ausgelegt ist, der Druckkammer das gleiche, über einen Druckmediumein lass (16, 16a) zuführbare Druckmedium (9) zuzuführen wie dem Druckmediumrohr (9).
  5. Druckanschlussvorrichtung nach Anspruch 4, weiter dadurch gekennzeichnet, dass das Druckmediumanschlussmittel ein Zufuhrverzögerungsmittel aufweist, welches das Druckmedium dem Druckmediumrohr (3) im Vergleich zur Druckkammer (13) verzögert zuführt.
  6. Druckanschlussvorrichtung nach Anspruch 5, weiter dadurch gekennzeichnet, dass das Zufuhrverzögerungsmittel eine direkte Verbindung des Druckmediumeinlasses (16) mit der Druckkammer (13) und eine oder mehrere Durchlassöffnungen (18) von der Druckkammer zu einem Einlassbereich (21) für das Druckmediumrohr (3) beinhaltet.
  7. Druckanschlussvorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, weiter dadurch gekennzeichnet, dass das Zufuhrverzögerungsmittel eine querschnittsvermindernde Einlassdüse (22, 19a) in einem Einlassbereich (21) des Druckmediumrohres (3) und stromaufwärts davon eine Verbindung (18) des Druckmediumeinlasses (16a) mit der Druckkammer (13) beinhaltet.
  8. Druckanschlussvorrichtung für eine mit einem Druckmedium (9) arbeitende Führungsdrahteinheit (F), insbesondere zur Verwendung in medizinischen Instrumenten und insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 7, gekennzeichnet durch ein in das Innere eines Rohrendbereichs (3a) eines Druckmediumrohres (3) der Führungsdrahteinheit eingebautes Rückschlagventil (4), das zum Einleiten des Druckmediums in das Druckmedium rohr öffnet und gegen Ausströmen des Druckmediums aus dem Druckmediumrohr schließt.
  9. Druckanschlussvorrichtung nach Anspruch 8, weiter dadurch gekennzeichnet, dass das Rückschlagventil eine Ventilkugel (5) sowie einen hülsenförmigen Schließanschlag (6) und einen hülsenförmigen Öffnungsanschlag (7) für die Ventilkugel aufweist, wobei der Schließ- und der Öffnungsanschlag mit vorgebbarem axialem Abstand in den Rohrendbereich (3a) eingefügt sind und der Schließanschlag eine bei anliegender Ventilkugel verschlossene Durchlassöffnung (6a) und der Öffnungsanschlag eine bei anliegender Ventilkugel freibleibende Durchlassöffnung (7a, 7b) aufweist.
  10. Druckanschlussvorrichtung nach Anspruch 9, weiter dadurch gekennzeichnet, dass das Rückschlagventil eine sich am Öffnungsanschlag abstützende Rückschlagfeder (8) aufweist, welche die Ventilkugel gegen den Schließanschlag drückt.
  11. Druckanschlussvorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, weiter gekennzeichnet durch einen Druckentlastungsstift (23), der zum Zwangsöffnen des Rückschlagventils (4) eingerichtet ist und dazu einen Betätigungsdorn (24) zum Wegbewegen der Ventilkugel (5) von ihrem Schließanschlag (6) aufweist.
  12. Druckanschlussvorrichtung nach Anspruch 11 in Verbindung mit einem der Ansprüche 1 bis 7, weiter dadurch gekennzeichnet, dass der Druckentlastungsstift (23) lösbar oder unlösbar in einer Aufnahme (25) des Anschlusskörpers (1'') aufgenommen ist.
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