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Die
Erfindung betrifft einen Verbrennungsmotor der im Oberbegriff des
Anspruchs 1 angegebenen Gattung sowie einen Verbrennungsmotor der
im Oberbegriff des Anspruchs 19 angegebenen Gattung.
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Aus
der
DE 100 09 796
A1 ist ein Verbrennungsmotor bekannt, dessen Ansaugkanal
von einem im Luftfilter angeordneten Chokeelement verschließbar ist.
In geöffnetem
Zustand des Chokeelements wird das Chokeelement aus dem Bereich
der in den Ansaugkanal mündenden
Eintrittsöffnung
verschwenkt. Die Schwenkbewegung erfolgt in der Ebene des Luftfilterbodens
um eine Achse, die parallel zur Ansaugkanallängsachse liegt.
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Bei
derartigen Verbrennungsmotoren kann es aufgrund der im Betrieb auftretenden
Pulsationen im Ansaugkanal dazu kommen, daß Kraftstoff/Luft-Gemisch aus
dem Ansaugkanal zurück
in den Luftfilter gelangt. Der aus dem Ansaugkanal in den Luftfilter übertretende
Kraftstoff kann das Luftfilterelement verschmutzen und so zu einer
Beeinträchtigung
der Ansaugung führen.
Um eine Verschmutzung des Luftfilters zu vermeiden, ist aus der
DE 101 14 420 A1 die
Anordnung einer Prallwand im Luftfilter im Bereich der Eintrittsöffnung in
den Ansaugkanal bekannt.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Verbrennungsmotor der
gattungsgemäßen Art zu
schaffen, der einfach aufgebaut ist und eine Verschmutzung des Luftfilters
im Betrieb vermeidet. Diese Aufgabe wird durch einen Verbrennungsmotor
mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und durch einen Verbrennungsmotor
mit den Merkmalen des Anspruchs 19 gelöst.
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Für einen
Verbrennungsmotor mit einem im Reinraum des Luftfilters angeordneten
Chokeelement ist vorgesehen, daß das
Chokeelement in geöffneter
Stellung das Filterelement gegenüber
der Eintrittsöffnung
abschirmt. Das Chokeelement übernimmt
damit in geöffneter
Stellung die Funktion der bekannten Prallwand zur Vermeidung der
Verschmutzung des Luftfilters. Dadurch ist für beide Funktionen nur noch
ein gemeinsames Element notwendig. Es ergibt sich ein einfacher
Aufbau des Verbrennungsmotors, und eine Verschmutzung des Luftfilters
ist vermieden.
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Vorteilhaft
ist der Vergaser mit einer Stirnseite des Vergasergehäuses am
Luftfiltergehäuse
angeordnet. Zweckmäßig ist
das Chokeelement um eine quer zur Ansaugkanallängsachse und parallel zur Stirnseite
des Vergasergehäuses
liegende Achse verschwenkbar. Diese Anordnung der Schwenkachse ermöglicht es,
das Chokeelement in Chokestellung zur Eintrittsöffnung zu schwenken und in
geöffneter
Stellung von der Eintrittsöffnung
weg und zwischen Eintrittsöffnung
und Filterelement zu schwenken. Zweckmäßig liegt die Schwenkachse
des Chokeelements in der Ebene der Stirnseite und in einem Abstand
zur Ansaugkanallängsachse.
Es kann jedoch auch vorgesehen sein, daß die Schwenkachse des Chokeelements
in einem Abstand zur Ebene der Stirnseite und in Verlängerung
der Ansaugkanallängsachse
liegt. Damit schneidet die Schwenkachse des Chokeelements die Ansaugkanallängsachse. Insbesondere
ist das Chokeelement in Chokestellung an der Eintrittsöffnung angeordnet
und verschließt
die Eintrittsöffnung
weitgehend. In geöffneter Stellung
ist das Chokeelement vorteilhaft in Richtung der Ansaugkanallängsachse
des Ansaugkanals zwischen der Eintrittsöffnung und dem Luftfilterelement angeordnet.
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Eine
einfache Ausgestaltung des Chokeelements kann erreicht werden, wenn
das Chokeelement einen Bereich besitzt, der in Chokestellung die Eintrittsöffnung verschließt und der
in geöffneter
Stellung zwischen der Eintrittsöffnung
und dem Luftfilterelement angeordnet ist. Es kann jedoch auch vorgesehen
sein, daß das
Chokeelement einen ersten Bereich besitzt, der in Chokestellung
die Eintrittsöffnung verschließt und daß das Chokeelement
einen zweiten Bereich besitzt, der in geöffneter Stellung des Chokeelements
zwischen Eintrittsöffnung
und Luftfilterelement angeordnet ist. Dadurch können die beiden Bereiche gut
auf die unterschiedlichen Funktionen angepaßt werden.
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Vorteilhaft
ist im Vergaser eine Trennwand im Ansaugkanal angeordnet, die den
Ansaugkanal in einen Gemischkanal und einen Zuführkanal zur Zufuhr von weitgehend
kraftstofffreier Luft teilt, wobei in den Gemischkanal mindestens
eine Kraftstofföffnung mündet. Zweckmäßig ist
auf der den Gemischkanal be grenzenden Seite an der Trennwand ein
Venturiabschnitt angeordnet. Es ist vorgesehen, daß der Verbrennungsmotor
ein Zweitaktmotor mit einem Zylinder ist, in dem ein Kolben gelagert
ist, der einen Brennraum begrenzt und daß der Gemischkanal in ein Kurbelgehäuse mündet, das über mindestens
einen Überströmkanal in
mindestens einer Kolbenstellung mit dem Brennraum verbunden ist,
wobei der Zuführkanal
dem Überströmkanal weitgehend
kraftstofffreie Verbrennungsluft zuführt. Die Anordnung der Trennwand
im Ansaugkanal erlaubt eine einfache Ausgestaltung eines mit Spülvorlage
arbeitenden Zweitaktmotors. Der Zuführkanal führt dem Zweitaktmotor Spülvorlagenluft
zu und verringert so die Abgaswerte. Durch die Anordnung der Trennwand
im Ansaugkanal kann ein zusätzlicher
Zuführkanal
mit einem separaten Steuerelement zur Steuerung der Menge der zugeführten Verbrennungsluft
entfallen.
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Vorteilhaft
besitzt das Chokeelement ein Strömungsleitelement,
das in den Reinraum des Luftfilters ragt und das aus dem Ansaugkanal
in den Luftfilter zurückströmendes Kraftstoff/Luft-Gemisch
in Richtung von der Ansaugkanalachse nach außen lenkt. Das Strömungsleitelement
ist vorteilhaft an der Trennwand angeordnet. Insbesondere kann das Strömungsleitelement
mit der Trennwand einteilig ausgebildet sein. Dadurch wird die Anzahl
der benötigten
Bauteile verringert. Zweckmäßig besitzt
das Chokeelement einen ringförmigen
Abschnitt mit einer mittigen Öffnung,
wobei die mittige Öffnung
in Richtung der Ansaugkanallängsachse
gesehen vom Strömungsleitelement überdeckt
ist. Die Überdeckung der
mittigen Öffnung
durch das Strömungsleitelement
verhindert, daß aus
dem Ansaugkanal in den Luftfilter gelangender Kraftstoff direkt
und geradlinig zum Luftfilterelement zurückströmen kann. Der Kraftstoff wird
vom Strömungsleitelement
nach außen
und in den ringförmigen
Abschnitt abgelenkt, wo sich der Kraftstoff niederschlägt. Um sicherzustellen,
daß der sich
am ringförmigen
Abschnitt niedergeschlagene Kraftstoff zurück in den Ansaugkanal gelangt,
ist vorgesehen, daß der
ringförmige
Abschnitt zur mittigen Öffnung
hin in Richtung auf die Eintrittsöffnung zu gebogen verläuft. Die
Biegung bewirkt, daß der
Kraftstoff, der sich am ringförmigen
Abschnitt niedergeschlagen hat, zum Rand der mittigen Öffnung läuft und
dort von der einströmenden
Verbrennungsluft in den Ansaugkanal mitgenommen wird. Vorteilhaft
ist der ringförmige
Abschnitt rotationssymmetrisch zur Ansaugkanallängsachse ausgebildet.
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Um
zu vermeiden, daß größere Mengen
von Kraftstoff, die aus dem Gemischkanal in den ringförmigen Abschnitt übertreten,
in dem ringförmigen
Abschnitt in einen Bereich gelangen, der stromauf des Zuführkanals
angeordnet ist, ist vorgesehen, daß an dem ringförmigen Abschnitt
mindestens ein Steg angeordnet ist, der den ringförmigen Abschnitt
in eine dem Gemischkanal zugewandte Ringhälfte und eine dem Zuführkanal
zugewandte Ringhälfte
teilt. Zur Betätigung
des Chokeelements ist vorgesehen, daß mindestens ein Abschnitt
des Chokeelements in Richtung der Ansaugkanallängsachse beweglich ist.
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Eine
Verschmutzung des Luftfilters kann bei einem Verbrennungsmotor mit
einem Ansaugkanal zur Zufuhr von Kraftstoff und Verbrennungsluft,
bei dem ein Abschnitt des Ansaugkanals in einem Vergaser ausgebildet
ist, in dem mindestens eine Kraftstofföffnung in den Ansaugkanal mündet, und
der Ansaug kanal über
eine Eintrittsöffnung
mit dem Reinraum eines Luftfilters verbunden ist, aus dem der Verbrennungsmotor über mindestens
ein Filterelement Verbrennungsluft ansaugt, auch dadurch erreicht werden,
daß in
Strömungsrichtung
zwischen der Eintrittsöffnung
in den Vergaser und dem Luftfilterelement ein Element mit einer
Vielzahl von Durchtrittsöffnungen
angeordnet ist. Aufgrund der Vielzahl der Durchtrittsöffnungen
ergibt sich eine sehr große Oberfläche, an
der sich der Kraftstoff, der aus dem Ansaugkanal in den Luftfilter übertritt,
niederschlagen kann. Der Kraftstoff, der sich in dem Element niedergeschlagen
hat, kann von der durch das Element angesaugten Verbrennungsluft
zum Verbrennungsmotor mitgenommen werden. Ein derartiges Element schützt den
Luftfilter auf einfache Weise sicher vor einer Verschmutzung mit
Kraftstoff.
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Ausführungsbeispiele
der Erfindung sind im folgenden anhand der Zeichnung erläutert. Es
zeigen:
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1 eine
schematische Darstellung eines Verbrennungsmotors mit einem Chokeelement
in geöffneter
Stellung,
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2 eine
schematische Schnittdarstellung entlang der Linie II-II in 1,
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3 Vergaser
und Luftfilter des Verbrennungsmotors aus 1 mit dem
Chokeelement in Chokestellung,
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4 eine
schematische Darstellung des Vergasers und des Luftfilters des Verbrennungsmotors
aus 1 mit einem anderen Ausführungsbeispiel eines Chokeelements,
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5 Vergaser
und Luftfilter aus 4 mit dem Chokeelement in geöffneter
Stellung,
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6 eine
schematische Darstellung von Luftfilter und Vergaser des Verbrennungsmotors
aus 1 mit einem weiteren Ausführungsbeispiel eines Chokeelements,
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7 ein
Ausführungsbeispiel
eines Verbrennungsmotors,
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8 einen
Schnitt entlang der Linie VIII-VIII in 7.
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Der
in 1 gezeigte Einzylinder-Verbrennungsmotor ist als
Zweitaktmotor 1 ausgebildet und dient insbesondere zum
Antrieb des Werkzeugs in einem handgeführten Arbeitsgerät wie einer
Motorsäge,
einem Trennschleifer, einem Freischneider oder dgl. Der Zweitaktmotor 1 besitzt
einen Zylinder 2, in dem ein Kolben 5 hin- und
hergehend gelagert ist. Der Kolben 5 treibt über ein
Pleuel 6 eine in einem Kurbelgehäuse 4 drehbar gelagerte
Kurbelwelle 7 an. Der Kolben 5 begrenzt einen
Brennraum 3, aus dem ein Auslaß 17 führt. Am
Zylinder 2 mündet
ein Gemischkanal 10 mit einem Gemischeinlaß 11.
Der Gemischeinlaß 11 ist
am Zylinder 2 angeordnet und vom Kolben 5 schlitzgesteuert.
Außerdem
mündet am
Zylinder 2 ein Zuführkanal 8 mit
einem Kanaleinlaß 9.
Der Kanaleinlaß 9 ist
in jeder Stellung des Kolbens 5 vom Brennraum 3 und
vom Kurbelgehäuse 4 getrennt.
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Der
Brennraum 3 ist über
zwei symmetrisch zur Schnittebene in 1 angeordnete,
einlaßnahe Überströmkanäle 12 und
zwei ebenfalls symmetrisch zur Schnittebene in 1 angeordnete,
auslaßnahe Überströmkanäle 15 im
Bereich des unteren Totpunkts des Kolbens 5 mit dem Kurbelgehäuse 4 verbunden.
Die einlaßnahen Überströmkanäle 12 münden mit Überströmfenstern 13 in
den Brennraum 3 und die auslaßnahen Überströmkanäle 15 mit Überströmfenstern 16.
Im Bereich des Kanaleinlasses 9 besitzt der Kolben 5 mindestens
eine Kolbentasche 14, über
die der Kanaleinlaß 9 im
Bereich des oberen Totpunkts des Kolbens 5 mit den Überströmfenstern 13 und 16 der Überströmkanäle 12 und 15 verbunden ist.
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Der
Zweitaktmotor 1 saugt die Verbrennungsluft über einen
Luftfilter 18 an. Der Luftfilter 18 besitzt ein
Luftfiltergehäuse 21,
in dem ein Filterelement 22 angeordnet ist. Das Filterelement 22 trennt einen
im Luftfiltergehäuse 21 ausgebildeten
Reinraum 23 von der Umgebung. Im Reinraum 23 ist
ein Chokeelement 25 angeordnet. Wie auch 2 zeigt, besitzt
das Chokeelement 25 einen Außenzylinder 38, der
nur geringfügig
kleiner als das zylindrische Luftfiltergehäuse 21 ist. Der Außenzylinder 38 schließt damit
annähernd
dicht mit dem Luftfiltergehäuse 21 ab.
Es können
zusätzlich
Dichtelemente zwischen dem Außenzylinder 38 und
dem Luftfiltergehäuse 21 vorgesehen
sein. An dem Außenzylinder 38 ist
ein ringförmiger
Abschnitt 40 angeordnet, der mit seinem Außenrand
am Außenzylinder 38 festgelegt
ist und mit seinem Innenrand eine mittige Öffnung 39 begrenzt.
Der ringförmige
Abschnitt 40 bildet mit dem Außenzylinder 38 eine
ringförmige,
zu einem Vergaser 19 hin offene Rinne.
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Im
Bereich der mittigen Öffnung 39 ist
ein Strömungsleitelement 24 angeordnet.
In 1 ist das Chokeelement 25 in geöffnetem
Zustand gezeigt. In diesem Zustand ist zwischen dem Strömungsleitelement 24 und
dem ringförmigen
Abschnitt 40 des Chokeelements 25 ein Abstand
gebildet, durch den Verbrennungsluft zum Zweitaktmotor 1 angesaugt
werden kann. An der der mittigen Öffnung 39 zugewandten
Seite ist das Strömungsleitelement 24 etwa
in der Form eines abgerundeten Kegels ausgebildet, so daß sich ein
geringer Strömungswiderstand
für die
einströmende
Verbrennungsluft ergibt.
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Am
Luftfilter 18 ist der Vergaser 19 angeordnet.
Eine Stirnseite 46 des Vergasers 19 ist am Luftfiltergehäuse 21 festgelegt.
Der Vergaser 19 besitzt ein Vergasergehäuse 26, in dem ein
Ansaugkanal 27 ausgebildet ist. Der Ansaugkanal 27 besitzt
eine Ansaugkanallängsachse 47.
Im Ansaugkanal 27 strömt angesaugte
Verbrennungsluft in Strömungsrichtung 28.
Im Ansaugkanal 27 ist eine Drosselklappe 30 mit einer
Drosselwelle 31 schwenkbar gelagert. Es kann jedoch auch
ein anderes Drosselelement im Ansaugkanal 27 vorgesehen
sein. Der Vergaser 19 besitzt eine Regelkammer 36,
die mit einer Hauptkraftstofföffnung 34 und
mit Nebenkraftstofföffnungen 35 verbunden
ist. Die Nebenkraftstofföffnungen 35 münden im
Bereich der Drosselklappe 30 in den Ansaugkanal 27.
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Bezogen
auf die Strömungsrichtung 28 stromauf
der Drosselwelle 31 ist im Ansaugkanal 27 eine
Trennwand 29 angeordnet. Die Trennwand 29 ist
mittig im Ansaugkanal 27 angeordnet. Es kann jedoch auch
vorgesehen sein, die Trennwand 29 außermittig im Ansaugkanal 27 anzuordnen.
Die Trennwand 29 teilt den Ansaugkanal 27 in den
Zuführkanal 8 und
den Gemischkanal 10. Die Nebenkraftstofföffnungen 35 münden in
den Gemischkanal 10. Stromauf der Nebenkraftstofföffnungen 35 mündet die Hauptkraftstofföffnung 34 in
den Gemischkanal 10. Im Bereich der Hauptkraftstofföffnung 34 ist
ein Venturiabschnitt 32 an der Ansaugkanalwand angeordnet.
An der Trennwand 29 ist ein Venturiabschnitt 33 festgelegt.
Der Venturiabschnitt 33 kann einteilig mit der Trennwand 29 ausgebildet
sein.
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Der
Ansaugkanal 27 mündet
mit einer Eintrittsöffnung 50 in
den Reinraum 23 des Luftfilters 18. An der Trennwand 29 ist
das Strömungsleitelement 24 angeordnet.
Das Strömungsleitelement 24 ist
insbesondere einteilig mit der Trennwand 29 ausgebildet.
An der der Eintrittsöffnung 50 zugewandten
Seite weist das Strömungsleitelement 24 von
der Ansaugkanallängsachse 47 nach
außen.
An dem durch den Außenzylinder 38 und
den ringförmigen
Abschnitt 40 gebildeten Abschnitt des Chokeelements 25 ist
ein Betätigungselement 37 angeordnet,
mit dem dieser Abschnitt des Chokeelements 25 in Richtung
der Ansaugkanallängsachse 47 im
Reinraum 23 des Luftfilters 18 bewegt werden kann.
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Der
im Vergaser 19 ausgebildete Abschnitt des Gemischkanals 10 ist über einen
Verbindungskanal 45 mit einem Einlaßflansch 20 in den
Zylinder 2 verbunden und der im Vergaser 19 ausgebildete
Abschnitt des Zuführkanals 8 ist über einen
Verbindungskanal 44 mit dem Einlaßflansch 20 verbunden. Es
können
auch getrennte Einlaßflansche
für den
Zuführkanal 8 und
den Gemischkanal 10 am Zylinder 2 vorgesehen sein.
Die Ver bindungskanäle 44 und 45 sind
in 1 nur schematisch gezeigt. Die Verbindungskanäle 44, 45 können in
getrennten Bauteilen oder in einem gemeinsamen Bauteil ausgebildet sein.
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Wie 2 zeigt,
besitzt das Chokeelement 25 zwei Stege 41, die
den Außenzylinder 38 mit
dem ringförmigen
Abschnitt 40 verbinden und die parallel zur Trennwand 29 verlaufen.
Die Stege 41 teilen den ringförmigen Abschnitt 40 in
eine Ringhälfte 42,
die dem Gemischkanal 10 zugewandt ist und in eine Ringhälfte 43,
die dem Zuführkanal 8 zugewandt
ist.
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Im
Betrieb des Zweitaktmotors 1 wird beim Aufwärtshub des
Kolbens 5 Kraftstoff/Luft-Gemisch aus dem Gemischkanal 10 ins
Kurbelgehäuse 4 angesaugt.
Im Bereich des oberen Totpunkts des Kolbens 5 ist der Kanaleinlaß 9 über die
Kolbentasche 14 mit den Überströmfenstern 13 und 16 verbunden und
in den Überströmkanälen 12 und 15 wird
weitgehend kraftstofffreie Verbrennungsluft aus dem Zuführkanal 8 in
die Überströmkanäle 12 und 15 angesaugt.
Je nach Betriebszustand kann die über den Zuführkanal 8 zugeführte Verbrennungsluft
Anteile von Kraftstoff enthalten. Der Anteil von Kraftstoff ist
in der über
den Zuführkanal 8 zugeführten Verbrennungsluft
in den meisten Betriebszuständen
geringer als der Anteil von Kraftstoff, der über den Gemischkanal 10 zugeführt wird.
Der Zuführkanal 8 kann
auch weitgehend kraftstofffreie Luft enthalten.
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Beim
folgenden Abwärtshub
des Kolbens 5 strömt
Luft aus den Überströmkanälen in den
Brennraum 3, sobald die Überströmfenster 13 und 16 vom Kolben 5 geöffnet werden.
Aus dem Kurbelgehäuse 4 strömt Kraftstoff/Luft-Gemisch
in den Brenn raum 3 nach. Die weitgehend kraftstofffreie
Luft aus den Überströmkanälen 12 und 15 spült die Abgase
aus dem vorangegangenen Zyklus aus dem Brennraum 3 durch
den Auslaß 17 aus.
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Beim
folgenden Abwärtshub
des Kolbens 5 wird das Gemisch im Brennraum 3 verdichtet,
während
gleichzeitig Kraftstoff/Luft-Gemisch für die folgende Verbrennung
ins Kurbelgehäuse 4 angesaugt wird.
Im Bereich des oberen Totpunkts des Kolbens 5 wird das
Kraftstoff/Luft-Gemisch im Brennraum 3 gezündet. Die
Abgase aus dem Brennraum 3 entweichen, sobald der Auslaß 17 vom
Kolben 5 freigegeben ist. Verbrennungsluft und Frischgemisch
strömen
durch die Überströmkanäle 12, 15 in
den Brennraum 3 nach.
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Insbesondere
bei niedrigen Drehzahlen des Zweitaktmotors 1 kommt es
im Ansaugkanal 27 zu starken Pulsationen. Diese Pulsationen
bewirken, daß Kraftstoff,
der aus der Hauptkraftstofföffnung 34 und
den Nebenkraftstofföffnungen 35 in
den Gemischkanal 10 angesaugt wurde, zurück in den
Reinraum 23 des Luftfilters 18 gelangt. Das Strömungsleitelement 24 lenkt
rückpulsierenden
Kraftstoff bezogen auf die Ansaugkanallängsachse 47 radial
nach außen
in den ringförmigen
Abschnitt 40 des Chokeelements 25. Im ringförmigen Abschnitt 40 schlägt sich der
Kraftstoff nieder. Der ringförmige
Abschnitt 40 verläuft
zum Strömungsleitelement 24 und
zur Ansaugkanallängsachse 47 hin
gewölbt.
Der sich am Chokeelement 25 niederschlagende Kraftstoff
fließt zur
mittigen Öffnung 39 und
wird dort von nachströmender
Verbrennungsluft zum Ansaugkanal 27 hin mitgenommen. Aufgrund
der Trennung des ringförmigen
Abschnitts 40 in die beiden Ringhälften 42 und 43 gelangen
nur geringe Mengen von Kraftstoff aus dem Gemischkanal 10 in
den Zuführkanal 8.
Im Bereich der Drosselklappe 30 ist im Ansaugkanal 27 keine
Trennwand angeordnet. Es kann jedoch eine zusätzliche Trennung von Zuführkanal 8 und
Gemischkanal 10 in diesem Bereich vorgesehen sein.
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Zum
Starten des Zweitaktmotors 1 soll dem Zweitaktmotor 1 fettes
Kraftstoff/Luft-Gemisch zugeführt
werden. Hierzu wird die angesaugte Verbrennungsluftmenge durch das
Chokeelement 25 verringert. Gleichzeitig wird der Unterdruck
im Ansaugkanal 27 erhöht,
so daß eine
erhöhte
Menge von Kraftstoff über
die Kraftstofföffnungen 34 und 35 in
den Ansaugkanal 27 angesaugt wird. Zur Betätigung des Chokeelements 25 wird
das Betätigungselement 37 wie
in 1 angedeutet parallel zur Ansaugkanallängsachse 47 verschoben.
In 3 ist das Chokeelement 25 nach der Verschiebung
in Richtung des Pfeils 48 gezeigt. Zur Betätigung des
Chokeelements 25 kann auch eine Drehung des Betätigungselements 37 vorgesehen
sein, die eine Drehung des ringförmigen
Abschnitts 40 und des Außenzylinders 38 um
die Ansaugkanallängsachse 47 bewirkt. Über ein
in den Figuren nicht gezeigtes Gewinde kann diese Drehbewegung in
eine Bewegung in Richtung der Ansaugkanallängsachse 47 umgewandelt
werden.
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Wie 3 zeigt,
ist in Chokestellung des Chokeelements 25 das Strömungsleitelement 24 in der
mittigen Öffnung 39 des
ringförmigen
Abschnitts 40 angeordnet. Das Strömungsleitelement 24 verschließt die mittige Öffnung 39 bis
auf einen schmalen Ringspalt. Im Ausführungsbeispiel nach den 1 bis 3 ist
nur im Gemischkanal 10 ein Venturiabschnitt ausge bildet.
Im Zuführkanal 8 ist
keine Querschnittsverengung im Vergaser 19 vorgesehen.
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In
den 4 und 5 ist ein Ausführungsbeispiel
eines Chokeelements 55 gezeigt. Gleiche Bezugszeichen wie
in den 1 bis 3 kennzeichnen dabei gleiche
Bauteile. Im Vergaser 19 ist der Ansaugkanal 27 mit
der Ansaugkanallängsachse 47 ausgebildet.
Die Trennwand 29 teilt den Ansaugkanal 27 in Zuführkanal 8 und
Gemischkanal 10, die wie in 1 gezeigt
mit dem Zweitaktmotor 1 verbunden sind. Die Hauptkraftstofföffnung 34 mündet in den
Gemischkanal 10. Am Ansaugkanal 27 ist im Bereich
des Gemischkanals 10 ein Venturiabschnitt 32 ausgebildet.
An der Trennwand 29 ist jedoch kein Venturiabschnitt vorgesehen.
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Das
Chokeelement 55 ist im Reinraum 23 des Luftfilters 18 um
eine Drehachse 56 schwenkbar gelagert. Die Drehachse 56 verläuft in einem
Abstand a zur Stirnseite 46 des Vergasers 19 und
auf der Höhe
der Ansaugkanallängsachse 47.
Die Ansaugkanallängsachse 47 schneidet
die Drehachse 56. Das Chokeelement 55 ist teilzylinderförmig ausgebildet
und besitzt an der dem Luftfilterelement 22 in Chokestellung
zugewandten Seite eine Abdeckung 60. Das Chokeelement 55 besitzt
einen ersten Bereich 58, der in der in 4 gezeigten
Chokestellung in einer Vertiefung 57 an der Stirnseite 46 des
Vergasers 19 liegt und der die Eintrittsöffnung 50 des
Ansaugkanals 27 verschließt. Zur Ansaugung einer definierten
Menge von Verbrennungsluft kann der erste Bereich 58 Öffnungen
von definierter Größe aufweisen,
durch die ein Ansaugen von Verbrennungsluft möglich ist. Der erste Bereich 58 schließt dicht
an die Trennwand 29 im Ansaugkanal 27 an. An den
Bereich 58 schließt
ein zweiter Bereich 59 an, der in Chokestellung im Reinraum 23 des
Luftfilters 18 angeordnet ist. Zum Öffnen des Chokeelements 55 wird das
Chokeelement 55 um die Drehachse 56 in Richtung
des Pfeils 54 verschwenkt. In 5 ist das
Chokeelement 55 in geöffneter
Stellung gezeigt.
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In
geöffneter
Stellung ist das Chokeelement 55 um 90° um die Drehachse 56 verschwenkt.
Die Eintrittsöffnung 50 in
den Ansaugkanal 27 ist vollständig freigegeben. Der erste
Bereich 58 des Chokeelements 55 schließt an die
Ansaugkanalwandung im Bereich der Eintrittsöffnung 50 an. Der
zweite Bereich 59 ist in Richtung der Ansaugkanallängsachse 47 gesehen
zwischen der Eintrittsöffnung 50 und dem
Luftfilterelement 22 angeordnet und schirmt so das Luftfilterelement 22 gegenüber aus
dem Ansaugkanal 27 in den Reinraum 23 übertretenden
Kraftstoff ab. Die Abdeckung 60 liegt parallel zur Ansaugkanallängsachse 47 und
vermeidet, daß im
zweiten Bereich 59 aufprallender Kraftstoff zum Luftfilterelement 22 gelangen
kann. Der Kraftstoff schlägt
sich am Chokeelement 55 nieder und wird von den Bereichen 59 und 58 zum
Ansaugkanal 27 geleitet. Es kann vorgesehen sein, das Chokeelement 25 so
anzuordnen, daß der
erste Bereich 58 in geöffneter
Stellung an den Gemischkanal 10 anschließt.
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In 6 ist
ein Chokeelement 65 als weiteres Ausführungsbeispiel gezeigt. Das
Chokeelement 65 ist im Reinraum 23 des Luftfilters 18 um
eine Drehachse 66 schwenkbar gelagert. Die Drehachse 66 ist
an der Stirnseite 46 des Vergasers 19 in einem Abstand
b zur Ansaugkanallängsachse 47 angeordnet.
Der Abstand b ist größer als
der Radius des Ansaugkanals 47, so daß die Drehachse 66 außerhalb des
Ansaugkanals 27 angeordnet ist. Die Drehachse 66 ist
auf der dem Gemischkanal 10 zugewandten Seite des Ansaugkanals 27 angeordnet.
Das Chokeelement 65 besitzt eine Rippenstruktur 67,
an der sich Kraftstoff, der aus dem Ansaugkanal 27 in Richtung
des Luftfilters 18 gelangt, niederschlagen kann. Das Chokeelement 65 besitzt
einen Bereich 68, der die Eintrittsöffnung 50 abdeckt
und an dem die Rippenstruktur 67 angeordnet ist. In 6 ist
die geöffnete
Stellung des Chokeelements 65' gestrichelt gezeigt. In dieser
Stellung ist der Bereich 68 von der Eintrittsöffnung 50 weggeschwenkt
und in Richtung der Ansaugkanallängsachse 47 gesehen
zwischen der Eintrittsöffnung 50 und
dem Luftfilterelement 22 angeordnet. Die Rippenstruktur 67 ist
so ausgebildet, daß Kraftstoff
in geöffneter
Stellung des Chokeelements 65 zur dem Ansaugkanal 27 zugewandten Vorderseite 69' des Chokeelements 65 läuft und
dort von der einströmenden
Verbrennungsluft mitgenommen wird.
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7 zeigt
einen Zweitaktmotor 1, der im wesentlichen dem Zweitaktmotor 1 aus 1 entspricht.
Gleiche Bezugszeichen kennzeichnen in beiden Figuren gleiche Bauteile.
Der Zweitaktmotor 1 besitzt einen Vergaser 19 mit
einem Ansaugkanal 27, in dem eine Trennwand 29 angeordnet
ist. Die Trennwand 29 reicht in den Reinraum 23 des
Luftfilters 18. In Strömungsrichtung
zwischen dem Filterelement 22 und dem Vergaser 19 ist
ein Abschirmelement 70 angeordnet, das verhindert, daß Kraftstoff
aus dem Ansaugkanal 27 zum Luftfilterelement 22 gelangen kann.
Das Abschirmelement 70 besitzt eine Vielzahl von Durchtrittsöffnungen 71,
die durch Wände 72 voneinander
getrennt sind.
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Das
Abschirmelement 70 ist angrenzend zur Trennwand 29 angeordnet,
so daß kein
Kraftstoff aus dem Gemischkanal 10 in den Zuführkanal 8 gelangen kann.
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In 8 ist
ein Schnitt durch das Abschirmelement 70 gezeigt. Das Abschirmelement 70 besitzt eine
Wabenstruktur mit einer Vielzahl von Wänden 72, die einzelne,
kanalförmige
Durchtrittsöffnungen 71 voneinander
trennen. Die Durchtrittsöffnungen 71 verlaufen
parallel zur Ansaugkanallängsachse 47. Aufgrund
der durch die Wände 72 gebildeten
großen Oberfläche schlägt sich
Kraftstoff aus dem Ansaugkanal 10 an den Wänden 72 nieder
und kann nicht zum Luftfilterelement 22 gelangen. Das Abschirmelement 70 kann
beispielsweise als unbeschichtetes Katalysatorelement ausgebildet
sein. Es kann jedoch auch vorgesehen sein, als Abschirmelement 70 einen
offenporigen Schaum vorzusehen, in dem eine Vielzahl von ungleichförmigen Durchtrittsöffnungen 71 gebildet
sind.