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Die
Erfindung bezieht sich auf eine Stütze zum Unterstützen von
Lasten.
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Die
anzuhebende Last kann ein Flugzeug sein, insbesondere ein verunglücktes, zu
bergendes Flugzeug. Bei Start oder Landung verunglückte Flugzeuge,
zum Beispiel über
die Landebahn hinaus gerollte Flugzeuge, können Beschädigungen am Fahrwerk aufweisen,
wobei ein oder mehrere Fahrwerke abgeknickt oder abgerissen werden
können,
so dass das Flugzeug mit einer Tragfläche oder der Nase am Boden
schräg
zu liegen kommt.
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Zur
Bergung des Flugzeugs muss dieses an dem abgesenkten Bereich angehoben
werden, damit das defekte Fahrwerk zugänglich ist, um das Flugzeug
in einen transportablen Zustand zu bringen.
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Dabei
kann in angehobener Lage eventuell eine Reparatur des beschädigten Fahrwerks
vorgenommen werden oder bei einem nicht ausgefahrenem Fahrwerk kann
versucht werden, dieses auszufahren.
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Unabhängig von
der jeweiligen Beschädigung
ist es erforderlich, das Flugzeug anzuheben und in eine Lage zu
verbringen, in der es selbst rollbar beziehungsweise abschleppbar
ist oder ein Bergungsfahrzeug unterhalb des Flugzeugs gebracht werden kann.
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Es
ist bekannt, zum Anheben des Flugzeugs aufblasbare Luftkissen als
Hebesystem einzusetzen, wobei die Luftkissen an vom Hersteller des
Flugzeugs vorgegebenen Stellen angesetzt werden. Wegen der begrenzten
Seitenstabilität
dieser Luftkissen ist nur eine vergleichsweise geringe Hubhöhe von zum
Beispiel 80cm möglich.
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Jeweils
nach Erreichen des Maximalhubs des Luftkissens wird das Flugzeug
in dieser Lage abgestützt,
indem eine Stütze
an einem vorgegebenen Flugzeug-Aufnahmepunkt angesetzt wird.
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Nach
dem Ablassen der Luft aus dem Luftkissen wird dieses unterbaut und
dann das Flugzeug durch Aufblasen des Luftkissens um zum Beispiel weitere
80cm angehoben. Anschließend
wird die Stütze
wieder an dem Flugzeug-Aufnahmepunkt angesetzt, wobei als Stütze beispielsweise
Dreibeinheber eingesetzt werden können.
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Die
jeweils neu am Aufnahmepunkt des Flugzeugs anzusetzende Stütze muss
dabei jeweils nicht nur in veränderter
Länge neu
angesetzt, sondern auch seitlich positioniert werden, weil der Aufnahmepunkt
beim Anheben des Flugzeugs eine Kurve beschreibt. Der Kurvenverlauf
ist dabei von den jeweils vorhandenen, vom Aufnahmepunkt beabstandeten
Auflagepunkten des Flugzeugs abhängig,
also beispielsweise den noch intakten Fahrwerken oder anderen Auflagepunkten
des Flugzeugs am Boden.
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Bei
den häufig
großen
Hubhöhen
sind somit durch das Umsetzen und neu Ansetzen der Stütze auch
in Anbetracht des hohen Gewichts, welches solche Stützen haben
können,
erhebliche Umstände vorhanden
und ein entsprechender Zeitaufwand. Da die Start- und Landebahn
für die
für die
Bergung des verunglückten
Flugzeugs erforderlich Zeit gesperrt ist, fallen somit unter anderem
erhebliche Kosten durch die Start- und Landeblockierung für andere Flugzeuge
an. Der Zeitfaktor spielt somit eine erhebliche Rolle.
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Aufgabe
der vorliegenden Erfindung ist es, ein Hebesystem mit einer Stütze zu schaffen,
mit der die Hebeprozedur vereinfacht ist und womit insbesondere
verunfallte Flugzeuge schneller angehoben und geborgen werden können und
allgemein Lasten schnell und zuverlässig angehoben werden können.
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Zur
Lösung
dieser Aufgabe wird vorgeschlagen, dass die Stütze wenigstens ein Stützelement
mit einem Andockkopf zum Unterstützen
einer Last an einer Last-Aufnahmestelle hat und dass zum Anheben
des unbelasteten Stützelements
ein Hubelement vorgesehen ist, das gelenkig mit dem Stützelement und/oder
gelenkig mit einer Bodenauflage verbunden ist.
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Mit
Hilfe des Hubelementes kann zumindest das Stützelement beziehungsweise die
restliche Stütze
insgesamt angehoben werden. Damit ist der erhebliche Vorteil verbunden,
dass die Stütze,
ausgehend von einer Stützfunktion,
wo sie bodenseitig aufsteht und andererseits mit ihrem Andockkopf
die Last trägt,
bei einem anschließenden
Hebevorgang am Last-Aufnahmepunkt mitlaufen kann, indem das Hubelement
unter Vorspannung gehalten wird und dadurch die Stütze insgesamt
anhebt. Bereits während
oder aber nach dem Hebevorgang kann die Stütze direkt unterbaut werden
und steht dann direkt zum Abstützen
zur Verfügung.
Da die Stütze
praktisch schwebend durch das Hubelement in Obenstellung gehalten
ist, ist die Bodenauflage frei, so dass Unterbauelemente problemlos
eingefügt
werden können,
ohne dass die Stütze
mit ihrem Stützelement im
Weg ist.
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Auch
ist es nicht notwendig, die Stütze
nach dem Hebevorgang am Last-Aufnahmepunkt neu anzusetzen, wobei
sie einerseits angehoben und unterbaut, andererseits aber zum Beispiel
bei einer Fugzeugbergung auch seitlich positioniert werden muss, weil
der Aufnahmepunkt beim Anheben des Flugzeugs eine Kurve beschreibt.
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Durch
die gelenkige Verbindung der Stütze mit
dem Hubelement und/oder der Bodenauflage wird eine Horizontalbewegung
des Last-Aufnahmepunktes nicht behindert. Die in diesem Fall auftretende
Schrägstellung
des Hubelementes wird schon allein durch die pendelnde Aufhängung des
Hubelements praktisch selbsttätig
zurückgestellt,
wenn die Stütze
wieder unterbaut ist und das Hubelement eingezogen ist. Das Hubelement
kann auch aktiv, zum Beispiel manuell oder durch Aktuatoren in eine
gewünschte
Lage, die auch von der Vertikalen abweichen kann, gebracht werden.
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Insgesamt
ist insbesondere bei einem mehrstufigen Anheben einer Last bei großen Hubhöhen und
dem dabei mehrfach erforderlichen Anheben, Abstützen und Unterbauen der Last
eine erhebliche Zeitersparnis und Vereinfachung gegeben, wobei der vereinfachte
Handhabungsablauf auch zu einer Verbesserung der Arbeitssicherheit
beiträgt.
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Vorteilhaft
ist es, wenn die gelenkige Verbindung zwischen dem Hubelement und
seiner Bodenauflage insbesondere in vertikaler Lage des Hubelements
blockierbar ist, vorzugsweise mit einer Adapterhülse.
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Bei
blockierter Gelenkverbindung kann die Stütze auf dem vertikalen Hubelement
stehend angehoben und mit ihrem Andockkopf zum Unterstützen einer
Last an dem Last-Aufnahmepunkt angedockt werden. Zusätzliche
Seitenabstützungen
sind in der Regel nicht erforderlich.
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Zweckmäßigerweise
weist die Stütze
mehrere Stützelemente,
insbesondere drei oder vier Stützelemente
auf, die vorzugsweise etwa pyramidenförmig angeordnet und starr miteinander
verbunden sind. Die Auslegung und Dimensionierung erfolgt dabei
in Abhängigkeit
von der zu unterstützenden
Last. Bei hohen Belastungen, beispielsweise 150 Tonnen, kommt vorzugs weise
eine Stütze
mit drei oder vier Stützelementen
zum Einsatz. Die pyramidenförmige Anordnung
der Stützelemente
ergibt eine gute Kippsicherheit.
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Vorteilhaft
ist es, wenn bei einer Stütze
mit mehreren Stützelementen
wenigstens ein Hubelement zentral zwischen den Stützelementen
angeordnet ist. Ein zentrales Hubelement, das mit seinem oberen
Ende innen nahe oder konzentrisch am Andockkopf angreift, ergibt
eine kippstabile Unterstützung
beim Anheben der Stütze.
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Gegebenenfalls
können
die Stützelemente
in ihrer Länge
derart verstellbar sein, dass ihre Längenverstellbarkeit und vorzugsweise
auch die des Hubelements insbesondere an die maximal vorgesehenen Last-Hubhöhe angepasst
ist.
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Dadurch
ist ein ein- oder mehrstufiger Unterbau jeweils nach dem Anheben
der Last entbehrlich. Auch bei dieser Ausführungsform wird zunächst der Andockkopf
an der Last angedockt und das Hubelement unter Vorspannung gehalten.
Beim Anheben der Last werden die Stützen von dem Hubelement angehoben.
Nach Erreichen der Endhubposition, gegebenenfalls auch schon während des
Anhebens, wird die Länge
der Stützelemente
vergrößert, bis
sie am Boden aufstehen und dann in Endhubposition die Last tragen
können.
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Auch
der Hub des Hubelements ist zweckmäßigerweise auf diese Hubhöhe dimensioniert,
so dass auch hier kein Unterbau erforderlich ist. Die teleskopierbaren
Stützelemente
weisen wegen der hohen Belastung vorzugsweise Spindeln zur Längenverstellbarkeit
auf. Die Längenverstellbarkeit
der Stützelemente
und des Hubelements können
auch so bemessen sein, dass man nur für einen Teil des Gesamthubwegs
ohne Unterbau auskommt.
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Nach
einer Ausführungsform
kann das Hubelement gelenkig mit der Bodenauflage und starr mit dem
oder den Stützelementen
verbunden sein, wobei die fußseitige
Längenverstellung
der Stützelemente
auf die beim Anheben der Stütze
gegebenenfalls auftretenden Schrägstellung
bemessen ist.
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Nach
dem Andocken des Andockkopfes an der Lastaufnahmestelle und einer
beim Anheben der Last auftretenden Seitenbewegung erfolgt dementsprechend
zwar eine Schrägstellung
der Stützelemente,
dies kann aber durch die fußseitige
Längenverstellung
der Stützelemente
oder aber durch einen entsprechenden Unterbau ausgeglichen werden.
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Nach
einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung kann am oberen Ende des oder der Stützelemente
oder des Hubelements ein in Hubrichtung verstellbares Verstellelement
vorgesehen ist, welches den Andockkopf trägt.
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Nach
dem Positionieren der Stütze
unterhalb der Last-Andockstelle wird das Verstellelement mit dem
daran befindlichen Andockkopf ausgefahren, bis dieser an der Last-Aufnahmestelle
andockt. Die Lage der Stützelemente
bleibt dabei unverändert,
sie werden also während
des Andockvorgangs nicht mit angehoben, was den Andockvorgang erleichtert.
Nach dem Andocken wird das Hubelement unter Vorspannung gesetzt
und erst beim anschließenden
Anheben der Last werden die Stützelemente
von dem Hubelement angehoben.
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Das
Verstellelement kann nach einer Ausführungsform in oberer Verlängerung
des Hubelements angeordnet sein, wobei der Andockkopf über das
obere Ende des oder der Stützelemente
anhebbar ist.
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Dabei
kann zur Stützkrafteinleitung
vom Andockkopf auf die Stützelemente
das obere Ende des Hubelements über
ein Kugelgelenk mit den Stützelementen,
insbesondere deren Trägerplatte
verbunden sein, wobei das Hubelement mit dem sich nach oben anschließenden Verstellelement
dieses Kugelgelenk durchragt.
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Nach
einer anderen Ausführungsform
kann das Verstellelement mit den Stützelementen, insbesondere mit
deren Trägerplatte
verbunden sein, wobei vorzugsweise sowohl die Verbindung zwischen dem
Hubelement und dem oder den Stützelementen als
auch zwischen den Stützelementen
und dem Verstellelement starr ausgebildet sind.
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Das
Verstellelement kann vorzugsweise eine Spindel, gegebenenfalls einen
Hubzylinder aufweisen.
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Nach
einer Weiterbildung der Erfindung kann ein Messsystem zur Messung
des am Andockkopf auftretenden Lastvektors und gegebenenfalls zur
Erfassung der Lage des Andockkopfs vorgesehen ist. Dabei können zur
Lastmessung am Andockkopf Kraftsensoren vorgesehen sein. Andererseits
besteht auch die Möglichkeit,
dass zur Lastmessung am Andockkopf Axialkraftsensoren oder Drucksensoren an
den Stützelementen
vorgesehen sind.
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Mit
der Kraftmesseinrichtung können
vorzugsweise in alle Richtungen auftretende Kräfte beim Stützen, aber auch beim Anheben
durch das Hubelement erfasst werden. Damit können insbesondere auch die
auf die Last, insbesondere ein Flugzeug beim Anheben und Stützen einwirkenden
Kräfte
protokolliert werden und damit der Nachweis geführt werden, dass das Flugzeug
bei der Bergung keinen unzulässigen
Krafteinwirkungen ausgesetzt wurde. Weiterhin kann aber auch erfasst
werden, ob während
des Bergemanövers,
beispielsweise durch Windlast Kräfte
auftreten, die eine weitere Bergung nicht zulassen, um Beschädigungen
an dem Flugzeug zu vermeiden. Mit der Kraftmesseinrichtung kann
aber auch die Vorspannung des Hubelementes kontrolliert und damit überprüft werden,
ob das Hubelement noch sicher an der Last angedockt ist.
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Weiterhin
besteht die Möglichkeit,
die Ausfahrlänge
zu erfassen, um die gemessenen Hübe
für eine
aktuelle oder spätere
Auswertung zur Verfügung zu
haben. Außerdem
kann damit protokolliert werden, ob beispielsweise als Heber eingesetzte
Luftkissen eine Leckage haben. Wird nämlich mit Luftkissen angehoben,
kann nach Beenden des Hebevorgangs festgestellt werden, ob aufgrund
einer Leckage eine Absenkung erfolgt.
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Zusätzliche
Ausgestaltungen der Erfindung sind in den weiteren Unteransprüchen aufgeführt.
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Nachstehend
ist die Erfindung mit ihren wesentlichen Einzelheiten anhand der
Zeichnungen noch näher
erläutert.
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Es
zeigt:
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1 eine
perspektivische Ansicht einer in Transportstellung befindlichen
Vierbein-Stütze
mit einer zugeordneten Steuereinheit, die über Leitungen mit der Stütze verbunden
ist,
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2 eine
Frontansicht eines verunglückten Flugzeugs
mit nur teilweise ausgefahrenem Fahrwerk und angedeuteter Stütze,
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3 eine
perspektivische Ansicht der Vierbein-Stütze etwa entsprechend 1,
hier jedoch in etwas angehobener Position,
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4 eine
perspektivische Ansicht einer Vierbein-Stütze, die an eine strichliniert
angedeutete Last angedockt ist,
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5 eine
perspektivische Ansicht einer Vierbein-Stütze etwa entsprechend 4,
hier jedoch in einer weiter angehobenen Position der Last,
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6 eine
perspektivische Ansicht einer an eine in einer Hebeposition befindlichen
Last angedockten, unterbauten Vierbein-Stütze,
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7 eine
Ansicht etwa entsprechend 6, hier
jedoch mit neu positioniertem Hubelement und
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8 eine
perspektivische Ansicht einer an eine in einer Zwischen-Hebeposition
befindlichen Last angedockten, durch das Hubelement angehobenen
Vierbein-Stütze.
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Eine
in 1 gezeigte Stütze 1 ist
als Vierbeinstütze
mit vier Stützelementen 2 ausgebildet.
Die vier Stützelemente 2 sind
etwa pyramidenförmig
angeordnet und starr miteinander verbunden. Sie sind dazu am oberen
Ende bei einem Andockkopf 3 zusammengeführt und mittels einer Trägerplatte 25 und im
bodennahen Bereich durch eine etwa horizontale Verbindungsplatte 20 verbunden.
Die Trägerplatte 25 trägt oberseitig
den Andockkopf 3. Die Stützelemente 2 haben
unterseitig jeweils gelenkig damit verbundene Fußteller 4.
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Zwischen
den Stützelementen 2 ist
ein Hubelement 5 angeordnet, dass am oberen Ende unterhalb
des Andockkopfes 3 beziehungsweise der Trägerplatte 25 gelenkig
mit der Stütze
beziehungsweise dem Andockkopf 3 verbunden ist und bodenseitig eine
Bodenauflage 6 aufweist, die ebenfalls gelenkig mit dem
Hubelement 5 verbunden ist.
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Der
Einsatz der erfindungsgemäßen Stütze 1 ist
im Ausführungsbeispiel
anhand eines zu bergenden Flugzeugs 7, wie in 2 dargestellt,
näher beschrieben.
Bei diesem Flugzeug 7 ist auf der linken Seite ein Fahrwerk
nicht ausgefahren, so dass es auf dieser Seite auf einer Triebwerksgondel 8 aufliegt. Zum
Bergen dieses Flugzeugs ist es erforderlich, unterhalb der abgesenkten,
linken Tragfläche 9 mit
einem Heber die abgesenkte Seite soweit anzuheben, dass das noch
eingefahrene, linke Fahrwerksbein ausgefahren werden kann oder aber
anderweitig das Flugzeug in einen transportablen Zustand gebracht werden
kann.
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Zum
Anheben des Flugzeugs können
beispielsweise Luftkissen eingesetzt werden. Da in der Regel die
gesamte, geforderte Hubhöhe
mit einem Hebevorgang nicht zu realisieren ist, wird die geforderte
Hubhöhe
durch wechselweises Anheben und Abstützen erreicht. Die in den Figuren
gezeigte Stütze 1 dient
dabei zum Abstützen
des Flugzeugs in den Zwischenpositionen und auch in der horizontalen Endposition.
In 2 ist die Stütze 1 symbolisch durch
einen Pfeil gekennzeichnet.
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Die
Stütze 1 ist
in 1 in einer Transportstellung dargestellt, wo sie
seitlich positioniert werden kann. Dazu sind höhenverstellbare Stützräder 10 vorgesehen,
die an den äußeren Enden
von Trägerteilen 11 angebracht
sind. Diese wiederum sind in etwa horizontale Flachrohre 12 oder
Vierkantrohre eingesteckt, welche mit den Stützelementen 2 verbunden
sind. Die Trägerteile 11 lassen
sich aus den Flachrohren 12 herausziehen und anstatt dieser
ist auch das Eingreifen von Hubstaplergabeln möglich, so dass die Stütze insgesamt
mit einem Gabelstapler transportiert werden kann. Weiterhin kann
als Transportmittel ein Kran eingesetzt werden.
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Die
Stütze 1 ist
mit einer Steuereinheit 13 verbunden, die auf einem Wagen 14 angeordnet
ist und Hydraulikpumpe, Steuerventile und Hydrauliktank aufweisen
kann. Die Energieversorgung der Elektro-Hydraulikpumpe erfolgt über einen
Genera tor. Als Energieversorgung ist auch eine Lufthydraulikpumpe
denkbar, die über
einen Kompressor, der auch für
die Luftkissen als Heber erforderlich ist, betrieben wird. Die Steuereinheit 13 ist über Steuer- und
Versorgungskabel 21 mit der Stütze 1 verbunden.
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Das
Hubelement 5 kann als Hydraulikzylinder ausgebildet sein,
wobei für
längere
Hübe auch Teleskopzylinder
zum Einsatz kommen können.
Weiterhin besteht die Möglichkeit,
dass das Hubelement der Stütze
als Pneumatikzylinder oder als elektromechanischer Hubzylinder (Gewindespindel)
ausgebildet ist. Es können
auch mehr als nur ein Hubzylinder eingesetzt werden. Die Hubkraft
des Hubelementes 5 ist so bemessen, dass das Eigengewicht
der übrigen
Stütze
zuzüglich
einer vorgebbaren Vorspannkraft aufgebracht werden kann.
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Ausgehend
von der in 1 gezeigten Lage der Stütze 1 wird
diese unterhalb einer abzustützenden
und anzuhebenden Last 15, die in den 3 bis 8 strichliniert
angedeutet ist, positioniert. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel,
wo es um das Anheben und Unterstützen
eines Flugzeugs 7 als Last 15 geht, erfolgt die
Positionierung der Stütze 1 unter
einem vorgegebenen Flugzeug-Lastaufnahmepunkt 16.
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Während eines
nachfolgenden Hubvorgangs wird ein zwischen dem Hubelement 5 und
der Bodenauflage 6 befindliches Gelenk 24 blockiert,
beispielsweise durch eine hier nicht gezeichnete, überschiebbare
Adapterhülse,
so dass die übrige
Stütze 1 auf dem
Hubelement 5 seitenstabil getragen ist.
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Die
Stütze 1 wird
nach der Positionierung durch ihr Hubelement 5 insgesamt
angehoben, bis der Andockkopf 3 an dem Lastaufnahmepunkt 16 andockt.
Dies ist gut in 4 erkennbar. Ist die Verbindung
zwischen dem Andockkopf 3 und dem Lastaufnahmepunkt 16 durch
Andocken erreicht, wird die Blockierung der Gelenkverbindung zwischen
Hubelement und Bo denauflage 6 freigegeben. In der Andocklage
wird das Hubelement 5 unter Vorspannung gebracht, beispielsweise
indem der Zylinder konstant unter Druck gehalten wird.
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Das
Flugzeug 7 wird dann beispielsweise mittels Luftkissen über einen
ersten Hubabschnitt angehoben. Das unter Vorspannung stehende Hubelement 5 sorgt
während
des Hubvorganges dafür,
dass die Stütze 1 nachgeführt wird
und dabei mit ihrem Andockkopf 3 in Kontakt mit dem Lastaufnahmepunkt 16 bleibt.
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In 5 ist
die Lage der Stütze
nach einem ersten Hubabschnitt gezeigt, wobei die maximale Hubhöhe mit einem
Hubkissen erreicht ist, so dass in dieser Phase eine Abstützung der
Last mit Hilfe der Stütze 1 erfolgen
muss, um das Luftkissen absenken zu können, es zu unterbauen und
dann neu aufpumpen zu können.
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Da
das Flugzeug 7 als Last 15 auf zum Lastaufnahmepunkt 16 beabstandeten
Auflagepunkten, also beispielsweise den noch intakten Fahrwerken oder
anderen Auflagepunkten des Flugzeugs am Boden aufliegt, beschreibt
der Lastaufnahmepunkt 16 beim Anheben eine Kurve, so dass
mit der vertikalen Komponente beim Anheben auch eine horizontale Seitenpositionierung
eintritt. In 5 ist deutlich erkennbar, dass
dadurch der am Lastaufnahmepunkt 16 angedockte Andockkopf 3 seitlich
versetzt wurde, so dass das anfänglich
vertikal ausgerichtete Hubelement 5 schräg steht.
Durch die gelenkige Verbindung des Hubelementes 5 mit seiner
Bodenauflage 6 einerseits und die ebenfalls gelenkige Verbindung des
Hubelementes mit den übrigen
Teilen der Stütze 1 ist
dieser Seitenversatz problemlos möglich. Gut zu erkennen ist
auch, dass sich die miteinander verbundenen Stützelemente 2 schwerkraftbedingt
in eine vertikale Lage selbsttätig
ausgerichtet beziehungsweise eingependelt haben.
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In
dieser Position der Stütze 1 erfolgt
das Unterbauen der Stütze
mit balkenförmigen
Elementen 17, wie dies in 6 gezeigt
ist. Da die Stützelemente 2 mit
ihren Fußtellern 4 angehoben
sind, kann das Unterbauen praktisch hindernisfrei erfolgen. Das
Hubelement 5 bleibt dabei mit seiner Bodenauflage 6 zunächst auf
dem Boden 18 und wird praktisch mit den Elementen 17 umbaut.
Erwähnt
sei, dass anstatt oder in Kombination mit den balkenförmigen Elementen
auch andere Möglichkeiten
eines Unterbaus eingesetzt werden können. Beispielsweise kann ein Hubtisch
verwendet werden, der beim Anheben der Last mitfährt und ein Loch für den Durchtritt
des Hubelements 5 hat.
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In
der in 6 gezeigten Lage sind die Stützelemente 2 unterbaut,
so dass die Last 15 von der unterbauten Stütze 1 getragen
werden kann. In dieser Stützlage
kann die Luft aus dem als Hubelement eingesetzten Luftkissen abgelassen
werden, so dass dann die Gesamtlast von der Stütze 1 aufgenommen wird.
Das entleerte Luftkissen kann dann unterbaut werden, so dass es
für einen
weiteren Hubzyklus zur Verfügung
steht.
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In
der Stützlage
kann das Hubelement 5 neu ausgerichtet werden, indem es
eingezogen und relativ zu den Stützelementen 2 zentriert
wird. Durch Einsetzen von zusätzlichen.
balkenförmigen
Elementen 17a gemäß 7 kann
die Bodenauflage 6 des Hubelementes 5 in erhöhter Position
aufgesetzt und das Hubelement 5 wieder unter Vorspannung
gesetzt werden, so dass ein nächster
Hubzyklus eingeleitet werden kann, indem die Last 15 durch
das oder die Luftkissen weiter angehoben wird. Nach dem Anheben
der Last 15 mit einem oder mehreren Luftkissen ergibt sich
dann die in 8 gezeigte Lage. Zum Abstützen der
Last muss dann wieder auf den vorhandenen Unterbau weiter aufgebaut
werden, bis die Stützelemente 2 mit
ihren Fußtellern 4 aufliegen.
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Das
Hubelement kann auch so ausgeführt sein,
dass ein kompletter Hub möglich
ist, so dass das Hubelement an seiner Bodenauflage 6 nicht
unterbaut wird, sondern am Boden bleibt.
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Von
wesentlicher Bedeutung und vorteilhaft ist bei. der erfindungsgemäßen Stütze 1,
dass diese nach einmaligem Positionieren und Andocken über den
gesamten Hubvorgang mit mehreren Teilhüben in Kontakt mit dem Lastaufnahmepunkt 16 bleibt.
Ein Neupositionieren in Folge einer auftretenden Horizontalbewegung
ist nicht erforderlich, da das System praktisch selbstpositionierend
ist.
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Das
Unterbauen kann auch in kleinen Abständen erfolgen, womit im Falle
eines Luftkissenversagens nur ein minimales Absacken stattfindet.
Auch in diesem Fall ist es besonders wichtig, dass die erfindungsgemäße Stütze immer
in angedockter Lage bleibt, so dass der Kraftansatz an dem Lastaufnahmepunkt 16 in
jedem Fall sichergestellt ist.
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Weiterhin
ist vorteilhaft, dass die Stütze
kompakt aufgebaut ist und für
praktisch alle Hubhöhe
universell einsetzbar ist.
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Die
Stützelemente 2 sind
zum Höhenausgleich
in ihrer Länge
verstellbar, indem die Fußteller 4 in
ihrem Abstand zum Stützelement
durch Handräder 19 und
Spindelelemente verstellbar sind.
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Als
gelenkige Verbindungen zwischen dem Hubelement 5 und dem
Andockkopf 3 beziehungsweise der Bodenauflage 6 (Gelenk 24)
können
Kugelgelenke vorgesehen sein. Auch die Fußteller 4 sind über Kugelgelenke 22 mit
dem Stützelementen 2 verbunden.
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Wie
bereits vorerwähnt,
erfolgt die Verbindung der Stützelemente 2 untereinander
einerseits am oberen Ende über
den Andockkopf 3 und im bodennahen Bereich durch eine etwa
horizontale Verbindungsplatte 20.
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Diese
Verbindungsplatte 20 weist eine zentrale Öffnung 23 für das Hubelement 5 auf.
An der Verbindungsplatte 2J sind auch die Flachrohre 12 zum
Einschieben von Staplergabeln oder von Trägerteilen 11 befestigt.
Im Bereich der zentralen Öffnung der
Verbindungsplatte 20 können
einerseits Zentriermittel zum vertikalen Ausrichten des Hubelementes 5 vorgesehen
sein und weiterhin auch eine Transportsicherung zum Festlegen des
Hubelementes relativ zu der oder den Stützen. Die Zentriermittel und
die Transportsicherung können
auch kombinierte Elemente aufweisen.
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Im
Ausführungsbeispiel
ist eine Stütze 1 mit vier
Stützelementen 2 gezeigt.
Die Stütze
kann jedoch auch mit drei Stützelementen
ausgebildet sein. Weiterhin besteht die Möglichkeit, dass die Stütze nur
ein einziges Stützelement
aufweist, dass hohl und unterseitig offen ausgebildet ist. Das Hubelement 5 befindet
sich in diesem Fall innerhalb des hohlen Stützelementes und ist an seinem
oberen Ende gelenkig pendelt mit dem Stützelement verbunden. In eingefahrenem
Zustand befindet sich das Hubelement 5 mit seiner Bodenauflage 6 innerhalb
des hohlen Stützelementes
und kann zum Anheben der Stütze
mit seiner Bodenauflage aus dem Stützelement ausgefahren werden.
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Nach
einer anderen Ausführungsform
kann eine Stütze
mit einem einzigen Stützelement
vorgesehen sein, um das mehrere Hubelemente 5 entweder
seitlich beabstandet etwa parallel oder schräg pyramidenförmig zum
Stützelement
angeordnet sind. Die Funktionsweise ist vergleichbar mit der vorbeschriebenen.