-
Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Bauteil zur Montage an einer
Wand, insbesondere einer hinterschäumten Wand, sowie ein Gerätegehäuse, in welchem
das Bauteil verwendet ist.
-
Das
Gehäuse
eines Kältegerätes wie
etwa eines Kühlschrankes,
einer Gefriertruhe oder dergleichen ist herkömmlicherweise als ein Hohlkörper mit einer
Außenwand
und einer Innenwand realisiert, die einen mit Isolierschaum ausgefüllten Hohlraum
umschließen.
Der Isolierschaum wird in dem Hohlraum erzeugt, indem ein Polymermaterial,
insbesondere Polyurethan, mit Druckgas beaufschlagt in den Hohlraum
eingespritzt wird, und darin getrieben vom Druck des Gases expandiert.
Der Antrieb durch das expandierende Druckgas sorgt dafür, dass
sich das Schaummaterial bis in entlegene Winkel des Hohlraumes ausbreitet
und eine geschlossene Isolierschaumschicht von gleichmäßiger Beschaffenheit bildet,
die in dem Hohlraum abbindet. Auf diese Weise können schnell und einfach Gehäuse mit
komplizierten Formen und gutem Wärmedämmvermögen hergestellt
werden. Der Druck des Treibgases führt aber auch dazu, dass, wenn
der Hohlraum vor dem Einspritzen des Polymehrmaterials nicht vollständig abgedichtet
ist, der noch flüssige
Schaum aus einer Ritze des Hohlraumes ins Freie gelangen kann. Ausgetretener,
abgebundener Schaum ist nur mit hohem Aufwand, wenn überhaupt,
spurlos wieder zu beseitigen, so dass ein aus einem nicht ausreichend
dichten Hohlraum austretender Schaum zu erheblichen wirtschaftlichen
Einbußen
bei der Gerätefertigung
führen kann.
-
Um
Leitungen für
Kältemittel,
elektrische Energie oder Signale, Wasser und/oder andere Betriebsmittel
durch die Schaumschicht eines solchen Kältegerätegehäuses zu führen oder Einbauteile in dem
Gehäuse
zu montieren, müssen Öffnungen
in dessen Wände
geschnitten werden, in denen dann eine Durchführung, ein Hinterlegteil oder
dergleichen montiert wird. Herkömmlicherweise
wird zwischen einem solchen Bauteil und der Wand des Kältegerätegehäuses durch
Abkleben mit Klebeband abgedichtet, was einen erheblichen Aufwand
an Handarbeit erfordert. Um den Arbeitsaufwand beim Abkleben zu reduzieren,
ist auch vorgeschlagen worden, ein an einer Öffnung der Wand zu montierendes
Bauteil mit einer vom Hauptkörper
des Bauteiles abstehenden elastischen Schürze zu versehen, von der ein
freier Rand vorgesehen ist, um an einer Oberfläche der Wand dicht anzuliegen
und so einen Durchtritt von Schaum zwischen der Wand und der Schürze zu verhindern.
Bei einem runden Grundkörper
ist die Schürze
kegelförmig;
bei einem langgestreckten Grundkörper
hat sie eine kegelähnliche
Gestalt.
-
Dabei
tritt jedoch das Problem auf, dass die Schürze, um an der Wand abzudichten,
fest gegen die Wand gedrückt
sein muss und dabei abgeflacht wird. Diese Abflachung führt dazu,
dass Randbereiche der Schürze
einer erheblichen Zugbeanspruchung ausgesetzt sind, die bei nicht
ausreichend dehnbaren Werkstoffen zum Reißen führen kann. Außerdem besteht
die Gefahr, dass ein zu stark abgeflachter Kegel umklappt, d.h.
die Schürze
verläuft vom
Hauptkörper
aus nicht mehr auf die Wand zu, sondern von ihr weg. Wenn dies geschieht,
ist die Schürze
völlig
wirkungslos.
-
Eine
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist, ein an einer Öffnung einer
Wand montierbares Bauteil anzugeben, das mit hoher Zuverlässigkeit
dicht an die Wand anschließt,
insbesondere ein Bauteil, bei dem keine Gefahr des Reißens oder
Umklappens der Schürze
besteht.
-
Die
Aufgabe wird gelöst
durch ein Bauteil mit einem Bauteil-Hauptkörper und einer sich rings um den
Hauptkörper
erstreckenden flexiblen Schürze, die
bezogen auf eine durch den Hauptkörper verlaufende Achse einen
radial nach außen
und auf eine zu der Achse senkrechte Kontaktebene zu verlaufenden Hauptabschnitt
aufweist, wobei der Hauptabschnitt der Schürze mit dem Bauteil-Hauptkörper durch
einen Fußabschnitt
verbunden ist, der sich in einem entlang der Achse verlaufenden
Schnitt vom Hauptkörper
radial nach außen
und von der Kontaktebene fort erstreckt. Dies ermöglicht es
dem Bauteil, sich an unterschiedliche Stärken der Wand anzupassen und insbesondere
an einer dicken Wand wirksam und ohne eine übermäßige Verformung des Hauptabschnitts
abzudichten, indem sich ein Übergang
zwischen dem Fußbereich
und dem Hauptbereich abhängig
von der Wanddicke verlagert. Die Schürze kann sich so an unterschiedliche
Wanddicken anpassen, ohne dass sich der Winkel ändern müsste, unter dem sich der Hauptabschnitt
in Bezug zu der Achse erstreckt. Wenn aber dieser Winkel gleich
bleibt, dann kommt es auch nicht zu einer kritischen Dehnung der
Schürze
in Umfangsrichtung.
-
Wenn
die Richtungen, in die sich in dem Schnitt der Hauptabschnitt und
der Fußabschnitt
erstrecken, die Achse unter entgegengesetzt gleichen Winkeln schneiden,
kann jegliche Dehnung der Schürze
in Umfangsrichtung vermieden werden. Es kann allerdings durchaus
zweckmäßig sein,
unterschiedliche Schnittwinkel des Hauptabschnitts und des Fußabschnitts
mit der Achse vorzusehen, um einerseits eine gewisse Dehnung der
Schürze
bei der Anbringung an einer Wand zu erzielen, da diese Dehnung zu
dem Druck beiträgt,
denn die Schürze
auf die Wand ausübt,
andererseits aber diese Dehnung so gering zu halten, dass eine Materialschädigung ausgeschlossen
ist.
-
Um
eine übermäßige, die
Elastizitätsgrenze möglicherweise überschreitende
Verformung in einem den Hauptabschnitt und den Fußabschnitt
verbindenden Abschnitt zu vermeiden, ist letzterer vorzugsweise
im Schnitt gekrümmt
mit einem Krümmungsradius,
der ein Mehrfaches seiner Wandstärke ist.
-
Der
Hauptabschnitt und der Fußabschnitt können auch über einen
im Schnitt wellenförmig
verlaufenden Abschnitt verbunden sein.
-
Der
Hauptabschnitt ist vorzugsweise von einem Randabschnitt umgeben,
der eine die Kontaktebene berührende
Seite mit einem Krümmungsradius aufweist,
der wenigstens der Stärke
des Hauptabschnitts entspricht. Während bei einer Schürze, bei der
ein Rand des Hauptabschnitts unmittelbar die Kontaktebene berührt, der
Krümmungsradius
an der Berührungsstelle
selbst bei optimal gleichmäßiger Abrundung
des Randes nicht größer als
die halbe Wandstärke
des Hauptabschnitts sein kann, wird mit dem vergrößerten Krümmungsradius
eine erhebliche Verbreiterung der Kontaktzone zwischen Schürze und
Wand erreicht, die zuverlässiger
dichtet und gegen Beschädigung
besser geschützt
ist.
-
Um
den Randabschnitt robust zu machen, ist seine Wandstärke vorzugsweise
genauso groß wie die
des Hauptabschnitts oder größer.
-
Der
Krümmungsradius
des Randabschnitts an dessen die Kontaktebene berührender
Seite ist vorzugsweise ein Mehrfaches der Wandstärke des Hauptabschnitts und/oder
des Randabschnitts. Er kann mehrere Millimeter betragen.
-
Der
Hauptkörper
und die Schürze
können einteilig
geformt sein, wobei in diesem Fall die Schürze, um die erforderliche Elastizität zu gewährleisten, vorzugsweise
eine geringere Wandstärke
als der Hauptkörper
aufweist.
-
Alternativ
kann die Schürze
aus einem flexiblerem Material als der Hauptkörper bestehen und an diesen
angeformt sein.
-
Um
eine ausreichende Formbeständigkeit des
Hauptkörpers
zu gewährleisten,
insbesondere wenn dieser aus einem mäßig flexiblen Werkstoff besteht,
kann der Hauptkörper
an einer von der Kontaktebene abgewandten Seite mit Versteifungsrippen versehen
sein.
-
Zur
Verankerung des Bauteiles an der Wand dient vorzugsweise ein Paar
von langgestreckten, im Schnitt L-förmigen Halterippen, wobei ein
erster Schenkel des L vom Hauptkörper
aus in Richtung der Achse absteht und der zweite Schenkel von dem
ersten Schenkel radial nach außen
absteht.
-
Um
die Anbringung des Bauteiles in der Öffnung durch Verschieben in
einer zur Wandoberfläche im
Wesentlichen parallelen Richtung zu vereinfachen, können die
zwei Halterippen aufeinander zulaufende Längsenden haben.
-
Das
erfindungsgemäße Bauteil
kann insbesondere eine Leitungsdurchführung, ein Hinterlegteil für eine Innenbeleuchtung
eines Kältegerätes oder eine
Halterung für
ein an der Wand zu montierendes Element sein.
-
Bei
einer Anordnung mit einer Wand und einem in einer Öffnung der
Wand verankerten Bauteil der oben beschriebenen Art ist die Kontaktebene
vorzugsweise eine Oberfläche
der Wand.
-
Diese
Wand ist vorzugsweise zwischen den zweiten Schenkeln einerseits
und dem Randabschnitt der Schürze
andererseits geklemmt.
-
Die Öffnung der
Wand kann in einen ersten und einen zweiten Abschnitt gegliedert
sein, wobei der erste Abschnitt langgestreckte Ränder aufweist, die zwischen
den Hauptkörper
und die Halterippen des Bauteiles eingreifen, und der zweite Abschnitt breiter
als der erste Abschnitt ist, um bei der Montage des Bauteils an
der Wand den Durchtritt der zweiten Schenkel durch die Öffnung zu
erlauben.
-
Wenn
das Bauteil in die Öffnung
der Wand in einer ersten Richtung parallel zur Längsrichtung der Halterippen
eingeschoben ist, kann es zweckmäßigerweise
in der Öffnung
durch einen Vorsprung verrastet sein, der einen Rand einer Öffnung der
Wand berührt,
um eine Verschiebung des Bauteiles in zu der ersten Richtung entgegengesetzten
Richtung zu blockieren. Die Öffnung,
in die der Vorsprung eingreift, kann dieselbe sein, in die auch
die Halterippen eingreifen, oder sie kann von dieser verschieden sein.
-
Um
das Bauteil an der Wand zusätzlich
abzusichern, kann der Vorsprung als Rasthaken ausgebildet sein.
-
Der
Rasthaken kann eine Spitze haben, die an einer vom Hauptkörper abgewandten
Seite der Wand angreift.
-
Ein
erfindungsgemäßes Gerätegehäuse hat eine
feste Außenhaut
und eine feste Innenhaut, die einen mit Isolierschaum ausgefüllten Hohlraum
umschließen,
und die Innenhaut bildet die Wand der oben beschriebenen Anordnung.
-
Weitere
Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung von Ausführungsbeispielen
unter Bezugnahme auf die beigefügten
Figuren. Es zeigen:
-
1 eine
Draufsicht auf ein Hinterlegteil für eine Innenbeleuchtung eines
Kältegerätes als
Beispiel eines erfindungsgemäßen Bauteiles;
-
2 einen
Schnitt durch das in 1 gezeigte Bauteil entlang der
in 1 mit L-L bezeichneten Linie;
-
3 ein
Bruchstück
einer Wand mit einer Öffnung,
die ausgelegt ist, um das Hinterlegteil der 1 darin
zu verankern;
-
4 einen
Schnitt durch das Hinterlegteil der 1 entlang
der Linie K-K aus 1;
-
5 ein
vergrößertes Detail
der 4;
-
6 das
Detail der 5 im an der Wand montierten
Zustand des Hinterlegteiles;
-
7 eine
alternative Ausgestaltung des in 5 gezeigten
Vorsprunges;
-
8 eine
zweite alternative Ausgestaltung des in 5 gezeigten
Vorsprunges;
-
9 eine
alternative Ausgestaltung des in 5 gezeigten
Querschnitts der Schürze;
und
-
10 eine
zweite alternative Ausgestaltung des Querschnitts der Schürze.
-
Ein
Hinterlegteil 1 für
eine Innenbeleuchtung eines Kältegerätes ist
in 1 in einer Draufsicht auf seine im montierten
Zustand dem Innenraum eines Kältegerätes zugewandte
Seite, in 2 in einem Schnitt entlang der
Linie L-L von 1 und in 4 in einem
Schnitt entlang der Linie K-K von 1 gezeigt.
Die Schnittebenen schneiden einander in einer in 2 und 4 jeweils
mit Z bezeichneten Referenzachse. Das Hinterlegteil 1 hat
eine steife ebene Grundplatte 2 in Form eines Rechtecks
mit abgerundeten Ecken, die sich senkrecht zur Referenzachse Z erstreckt.
Eine zentral in der Grundplatte 2 gebildete Vertiefung 3 ist
vorgesehen, um ein Leuchtmittel, sowie in ihrem in 1 oberen
Bereich 6 eine Fassung und im unteren Bereich 5 ggf.
einen Reflektor (sämtlich
nicht gezeigt) aufzunehmen. Der untere Bereich 5 der Vertiefung 3 hat
einen gewölbten
Boden, der an seiner Außenseite
durch Rippen 4 versteift ist. An einer Seite des unteren
Bereiches 5 entlang erstreckt sich ein Kabelkanal 7,
der vorgesehen ist, ein mit dem Sockel im oberen Bereich 6 verbundenes
Versorgungskabel aufzunehmen.
-
Die
Grundplatte 2 und die Vertiefung 3 können als
ein Hauptkörper
des Hinterlegteils 1 aufgefasst werden, der vorgesehen
ist, um mit Hilfe von im Folgenden beschriebener Komponenten an
einer Öffnung
einer Wand montiert zu werden.
-
Entlang
der Ränder
der Vertiefung 3 stehen von der Grundplatte 2 im
Querschnitt L-förmige Halterippen 8 ab.
Wie insbesondere in 2 zu sehen, haben die Halterippen 8 jeweils
einen ersten Schenkel 9, der in Verlängerung von Seitenwänden der
Vertiefung 3 senkrecht von der Grundplatte 2 absteht, und
zweite Schenkel 10, die jeweils von den unteren Enden der
ersten Schenkel 9 in im Wesentlichen entgegengesetzte Richtungen
abstehen. Die Halterippen 8 begrenzen zusammen mit der
Grundplatte 2 zwei in seitlicher Richtung offene Nuten 11,
die zur Befestigung des Hinterlegteiles 1 an einer Wand
dienen, wie später
noch genauer erläutert
wird.
-
An
einem ihrer Längsenden,
dem oberen in der Darstellung der 1, laufen
die zwei Halterippen 8 aufeinander zu, der abgerundeten
Form der Grundplatte 2 folgend. In einem Abstand von den
gegenüberliegenden,
unteren Längsenden
der Halterippen 8 stehen zwei Rastvorsprünge 12 von
der Grundplatte 2 ab.
-
Die
Grundplatte 2 ist auf ihrem gesamten Umfang von einer elastischen
Schürze 13 umgeben, die
radial von innen nach außen
in einen Fußabschnitt 26,
einen Hauptabschnitt 14 und einen Randabschnitt 15 gegliedert
ist. Der Fußabschnitt 26 erstreckt
sich, wie in 2 und 4 zu sehen,
jeweils vom Rand der Grundplatte 2 unter einem Winkel β zur Achse
Z radial nach außen
und nach oben in der Darstellung der 2 bzw. nach
links in der Darstellung der 4. Der Hauptabschnitt 14 erstreckt
sich vom Fußabschnitt 26 aus
unter einem Winkel α zur
Achse Z radial nach außen
und nach unten in der Darstellung der 2 bzw. nach
rechts in der Darstellung der 4. Der Randabschnitt 15 ist im
Schnitt gekrümmt,
wobei eine konvexe Seite der Krümmung
im montierten Zustand des Hinterlegteiles 1 der das Hinterlegteil 1 tragenden
Wand zugekehrt ist.
-
Wie
in dem vergrößerten Teilschnitt
der 5 zu erkennen, hat die einteilig mit der Grundplatte 2 geformte
Schürze 13 eine
geringere Wandstärke
als diese, so dass sie, auch wenn das Hinterlegteil einteilig aus
einem mäßig elastischen
Material wie etwa Polypropylen besteht, die nötige Elastizität aufweist,
um sich mit ihrem Randabschnitt 15 dicht an die Wand anzuschmiegen.
Die Wandstärke
der Schürze 13 ist
bei der in 5 gezeigten Ausgestaltung im
Hauptabschnitt 14, im Fußabschnitt 26 und im
Randabschnitt 15 die gleiche.
-
Die
in 3 in einem Bruchstück einer Wand 19 gezeigte Öffnung 16 ist
vorgesehen, um das Hinterlegteil 1 darin zu verrasten.
Sie umfasst einen ersten, langgestreckten Abschnitt 17,
dessen Ränder
an den Verlauf der Halterippen 8 angepasst sind, und einen
zweiten Abschnitt 18, der breit genug ist, um die zweiten
Schenkel 10 der Halterippen 8 hindurchzuschieben.
Indem zunächst
die aufeinander zulaufenden Enden der Halterippen 8 durch
den zweiten Abschnitt 18 hindurch und in der Perspektive
der 1, 3 aufwärts geschoben werden, kommen
die zweiten Schenkel 10 an den Rändern des ersten Abschnitts 17 zur
Anlage, wobei diese Ränder
in die Nuten 11 des Hinterlegteils 1 eingreifen
und die Schürze 13 im
Kontakt mit der Wand elastisch verformt wird. Die Rastvorsprünge 12 sind
so platziert, dass sie genau dann, wenn die aufeinander zulaufenden
Enden der Rippen 8 an den oberen Rand des Abschnitts 17 anstoßen, den
unteren Rand des Abschnitts 18 passieren und, wie in 6 gezeigt,
an der Wand 19 einrasten.
-
Wie
durch Vergleich des Schnitts durch die gegen die Wand 19 drückende Schürze 13 mit
dem in 6 als gestrichelte Kontur eingezeichneten Schnitt
durch die unbelastete Schürze
zu erkennen, sind die Richtungen, in denen sich der Fußabschnitt 26 und
der Hauptabschnitt 14 erstrecken, bei der montierten Schürze 13 unverändert. Die
Schürze 13 gibt
dem Druck der Wand 19 nach, indem sich ein Übergangsbereich 27 zwischen
Fußabschnitt 26 und Hauptabschnitt 14 radial
nach außen
verlagert, d.h. indem der Fußabschnitt 26 auf
Kosten des Hauptabschnitts 14 breiter wird. Die Schürze 13 wird
durch diese Verformung im wesentlichen auf Biegung, aber nur wenig
auf Dehnung beansprucht. Ein Wegklappen der Schürze 13 fort von der
Wand 19 ist selbst bei starker Auslenkung ihres Randbereichs 15 ausgeschlossen.
Damit die Biegebeanspruchung nicht zu eng konzentriert auf die Schürze 13 wirkt,
hat der Übergangsbereich 27 einen
nicht zu kleinen Krümmungsradius
in der Größenordnung
eines Mehrfachen der Wandstärke
der Schürze 13.
-
In
der verrasteten Stellung drückt
eine im Schnitt konvexe Oberfläche 20 des
Randabschnitts 15 gegen die Wand 19. Der Krümmungsradius
dieser konvexen Oberfläche 20 ist
ebenfalls wesentlich größer als
die Wandstärke
der Schürze 13.
Er kann mehrere Millimeter betragen, während die Wandstärke, um
die nötige
Elastizität
zu gewährleisten,
deutlich kleiner als 1 Millimeter sein sollte. Die Kontaktzone zwischen
dem Randabschnitt 15 der Schürze und der Wand 19 ist
ein Stück
weit von der radial äußeren Kante 21 der Schürze beabstandet,
so dass eine Kerbe oder anderweitige geringfügige Beschädigung, die an der äußeren Kante 21 leicht
durch Handhabung des Hinterlegteiles 1 vor seiner Montage
entstehen kann, die Dichtigkeit des Kontaktes zwischen der Schürze und
der Wand nicht beeinträchtigt.
-
In
der Ausgestaltung der 5, 6 hat der
Rastvorsprung 12 eine Rastnase 22, die im montierten
Zustand der 6 an der von der Grundplatte 2 abgewandten
Seite der Wand 19 anliegt. Wenn die Halterippen 8 sich
wie in 1 gezeigt über
deutlich mehr als die Hälfte
der Länge
der Grundplatte erstrecken, ist diese Rastnase 22 ist nicht
unbedingt erforderlich, da bereits die zweiten Schenkel 10 der
Halterippen das Hinterlegteil 1 gegen die Wand 19 gedrückt halten.
In diesem Fall kann daher auch ein einfacher Vorsprung 12' der in 7 gezeigten
Form ohne Rastnase genügen,
dessen Rastwirkung sich darauf beschränkt, nach dem Verrasten eine
Rückverschiebung
des Hinterlegteiles 1 in der Längsrichtung der Öffnung 16 zu
sperren. Wenn die Halterippen 8 sich z.B. nur von ihren
aufeinander zulaufenden Enden bis zu der Schnittlinie L-L von 1 erstrecken,
gewährleistet
die Rastnase 22, dass die Grundplatte 2 parallel
zur Wand 19 gehalten und die Schürze 13 auf ihrem gesamten
Umfang gleichmäßig verformt
ist.
-
Eine
zweite alternative Ausgestaltung des Rastvorsprunges 12'' ist in 8 gezeigt.
Der Rastvorsprung 12'' hat eine haarnadelähnliche
Gestalt mit einem ersten Schenkel 23, der von der Grundplatte 2 aus
schräg
auf die (in 8 nicht dargestellte) Wand 19 zuläuft, und
einem zu der Wand 19 parallelen zweiten Schenkel 24,
der das freie Ende des ersten Schenkels 23 mit einem Widerhaken 25 verbindet, der
im montierten Zustand des Hinterlegteiles wie der Vorsprung 12' von 7 an
einem Rand des Abschnitts 18 der Öffnung 16 anliegt.
Wenn während des
Einschiebens des Hinterlegteiles 1 gemäß dieser Ausgestaltung in die Öffnung 16 der
Widerhaken 25 an der Wand 19 entlang streicht,
ermöglicht
es ihm die haarnadelartige Anordnung der Schenkel 23, 24, zur
Grundplatte 2 hin auszuweichen, bis die Öffnung 16 erreicht
ist, in die er elastisch einrückt.
Wenn nach dem Einrücken
eine in der Perspektive der 8 abwärts gerichtete
Kraft auf das Hinterlegteil 1 einwirkt, wird es vom Widerhaken 25 zurückgehalten,
wobei der auf Stauchung belastete erste Schenkel 23 den zweiten
Schenkel 24 gegen die Wand 19 gepresst hält.
-
9 zeigt
einen Schnitt durch eine Schürze 13' gemäß einer
weiterentwickelten Ausgestaltung der Erfindung. Hier ist anstelle
des den Fußabschnitt 26 mit
dem Hauptabschnitt 14 direkt verbindenden gekrümmten Übergangsbereichs 27 ein
wellenförmig verlaufender
Abschnitt 28 vorgesehen. Der wellenförmige Abschnitt ist hier mit
jeweils einer im Wesentlichen zum Fußabschnitt 26 parallelen
Flanke 29 und einer im Wesentlichen zum Hauptabschnitt 14 parallelen
Flanke 30 gezeigt; es können
aber auch mehrere Paare solcher Flanken 29, 30 in
radialer Richtung aufeinander folgen. Hier verteilt sich die Verformung, die
die Schürze 13' bei der Montage
des Hinterlegteils erfährt,
auf mehrere gekrümmte Übergangsbereiche 31,
sowohl zwischen den Flanken 29, 30 selbst als
auch zwischen jeweils einer der Flanken 29, 30 und
dem Fuß-
bzw. Hauptabschnitt 26, 14. So ist die Schürze 13' an stark unterschiedliche
Stärken der
Wand 19 anpassbar, oder sie kann mit einer relativ großen Wandstärke realisiert
werden, die sie unempfindlich gegen Beschädigung macht.
-
Eine
weitere alternative Ausgestaltung der Schürze 13'' ist
in 10 im Schnitt dargestellt. Während bei der Ausgestaltung
der 5, 6 ein großer Krümmungsradius der der Wand 19 zugewandten
konvexen Oberfläche 20 dadurch
realisiert ist, dass der die gleiche Wandstärke wie der Hauptabschnitt 14 aufweisende
Randabschnitt 15 in sich gekrümmt ist, ist bei der Ausgestaltung
der 10 ein entsprechender großer Krümmungsradius realisiert, indem
der Randabschnitt 15 als ein verdickter, im Querschnitt
hier in etwa kreisrunder Wulst ausgeführt ist. Diese Verdickung macht
den Randabschnitt 15 unempfindlich gegen Beschädigung vor
der Montage. Da eine Dehnung des Randabschnitts 15 bei dem
erfindungsgemäßen Hinterlegteil
nicht erforderlich ist, um die Schürze nachgiebig zu machen, schränkt der
Wulst die Anpassungsfähigkeit
der Schürze 13'' an unterschiedliche Stärken der
Wand 19 nicht ein.