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DE102006012648B3 - Befestigungsdose mit Abdeckkappe - Google Patents

Befestigungsdose mit Abdeckkappe Download PDF

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DE102006012648B3
DE102006012648B3 DE200610012648 DE102006012648A DE102006012648B3 DE 102006012648 B3 DE102006012648 B3 DE 102006012648B3 DE 200610012648 DE200610012648 DE 200610012648 DE 102006012648 A DE102006012648 A DE 102006012648A DE 102006012648 B3 DE102006012648 B3 DE 102006012648B3
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Hinnerk Kleinwort
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Airbus Operations GmbH
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Abstract

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Befestigungsdose (1) mit einer Abdeckkappe, wobei die Befestigungsdose (1) welche ausgebildet ist, um ein zur Befestigung eines Panels erforderliches Befestigungselement (19) aufzunehmen und dieses zu verdecken. Die Befestigungsdose (1) umfasst eine erste Rohrhülse (2) und eine zweite Rohrhülse (3) mit jeweils mindestens einem ersten Formschlussmittel (5, 6) (7, 8), einem ersten Ende (11), (13) und einem zweiten Ende (12) (14); daneben weist die Befestigungsdose (1) eine Abdeckung (4) auf, welche einstückig und beweglich mit der ersten Rohrhülse (2) verbunden ist. Das erste Formschlussmittel (5, 6) und das zweite Formschlussmittel (7, 8) sind derart in Gestalt und Anordnung aufeinander abgestimmt, dass die zweite Rohrhülse (3) mit ihrem ersten Ende (13) in Fortsetzung des zweiten Endes (12) der ersten Rohrhülse (2) formschlüssig fixiert werden kann, und die Abdeckung (4) ausgebildet und so an der ersten Rohrhülse (2) lokalisiert, dass die Öffnung der ersten Rohrhülse (2) an ihrem ersten Ende (11) mit der Abdeckung (4) verschließbar ist.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft im Allgemeinen das Gebiet der Ausrüstungsmontage im Bereich der Luft- und Raumfahrttechnik. Insbesondere betrifft die Erfindung eine Befestigungseinrichtung mit einer Abdeckkappe, wobei die Befestigungseinrichtung ausgebildet ist, ein zur Befestigung eines Panels erforderliches Befestigungselement aufzunehmen, welches dann von der Abdeckkappe verdeckt werden kann.
  • HINTERGRUND DER ERFINDUNG
  • Im Bereich der Luft- und Raumfahrttechnik und insbesondere in der Ausrüstungsmontage von Flugzeugen werden zur Innenauskleidung der Kabine unter anderem Sandwich-Bauteile oder Extrudate verwendet, welche im Rahmen der vorliegenden Erfindung zusammenfassend unter dem Begriff "Panel" subsumiert werden. Diese Panele werden zu Zwecken der Verkleidung der Kabine mittels Befestigungselementen wie beispielsweise Schrauben an der Unterkonstruktion (Substruktur) befestigt, wozu die Befestigungselemente durch entsprechende Löcher in den Panelen hindurch gesteckt werden, um an der Unterkonstruktion befestigt zu werden. Um dabei jedoch die Befestigungselemente in der Kabine nicht in Erscheinung treten zu lassen, ist es wünschenswert, die Befestigungselemente bzw. deren zugehörigen Köpfe mit einer Kappe abzudecken, um so dem Panel eine möglichst gleichmäßige Oberflächenbeschaffenheit zu verleihen.
  • In der AT 409 789 B ist beispielsweise ein Verschraubungselement für Möbelteile beschrieben, bei dem in eine Bohrung in einem Panel von der einen Seite her ein Aufnahmeteil und von der anderen Seite ein Basisteil eingesetzt werden, die beide im wesentlichen zylindrisch sind und miteinander formschlüssig verbindbar sind. Das Basisteil und das Aufnahmeteil weisen jeweils eine konische Öffnung und Ringflansche auf, die mit den Paneloberflächen bündig abschließen, wobei die Ringflansche der Übertragung der Haltekräfte zwischen dem Verschraubungselement und dem Panel dienen. Zur Befestigung ist eine Schraube mit einem konischen Kopf mit einem Innensechskant vorgesehen, wobei der Schraubenkopf in eingedrehtem Zustand die Öffnung ausfüllt und mit der Paneloberfläche bündig abschließt. Eine Abdeckung des Schraubenkopfes ist jedoch nicht vorgesehen. Eine Vorrichtung zur Befestigung eines flachen Elements zeigt auch die JP 09151922 , bei der zwei Halterungsteile von zwei Seiten in eine Öffnung eingesetzt und durch Rastelemente formschlüssig miteinander verbunden werden.
  • Um die Montage der Panele zu beschleunigen und um eine Verliersicherung für die Abdeckkappen zur Verfügung stellen zu können, sodass diese im Falle, dass sie sich lösen sollten, nicht unwiederbringbar verloren gehen, wurde bislang versucht, die Abdeckkappen mittels kleiner Scharniere oder Fangbänder an den Panelen im Bereich der Befestigungslöcher anzubringen. Diese Anbringung der Abdeckkappen mittels kleiner mechanischer Scharniere ist jedoch aufwendig und teuer. Darüber hinaus ist eine derartige Anbringung der Abdeckkappen mittels kleiner Scharniere verhältnismäßig im Falle einer nicht optimalen Montage fehleranfällig, weshalb sich diese Anbringungsart der Abdeckkappen nicht durchsetzen konnte.
  • DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
  • Ausgehend von den zuvor beschriebenen Nachteilen der bekannten Anbringungsart von Abdeckkappen unter Verwendung kleiner Scharniere besteht eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung u.a. darin, eine Realisierung anzugeben, mit welcher sich eine Abdeckkappe zur Abdeckung eines Befestigungselements zur Befestigung eines Panels an demselben anbringen lässt, ohne dabei den zuvor genannten Nachteilen der beschriebenen bekannten Anbringungsart zu unterliegen.
  • Gemäß einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird die derselben zugrunde liegende Aufgabe mit einer Befestigungsdose gelöst, welche zur Aufnahme eines Befestigungselements ausgebildet ist und neben einer ersten und einer zweiten Rohrhülse eine Abdeckung aufweist, mit welcher sich die erste Rohrhülse verschließen lässt, um auf diese Weise das von der Befestigungsdose aufzunehmende Befestigungselement ver- bzw. abzudecken. Sowohl bei der ersten Rohrhülse wie auch bei der zweiten Rohrhülse handelt es sich um kurze rohrförmige Bauteile, welche jeweils durch ein erstes Ende und ein zweites Ende begrenzt werden, wobei sich zwischen diesen beiden Enden die Durchgangsöffnung der jeweiligen rohrförmigen Bauteils erstreckt. Um die erste Rohrhülse mit der zweiten Rohrhülse verbinden zu können, weist die erste Rohrhülse zumindest ein erstes Formschlussmittel auf. In entsprechender Weise weist auch die zweite Rohrhülse zumindest ein zweites Formschlussmittel auf, wobei die ersten Formschlussmittel und die zweiten Formschlussmittel derart in Gestalt und Anordnung aufeinander abgestimmt sind, dass die zweite Rohrhülse mit ihrem ersten Ende in Fortsetzung des zweiten Endes der ersten Rohrhülse an der ersten Rohrhülse formschlüssig fixiert werden kann. Um das von der Befestigungsdose aufnehmbare Befestigungselement nach außen hin nicht in Erscheinung treten zu lassen, umfasst die erfindungsgemäße Befestigungsdose die bereits angesprochene Abdeckung, welche einstückig, jedoch beweglich mit der ersten Rohrhülse verbunden ist. Die Abdeckung ist dabei ausgebildet und so an der ersten Rohrhülse lokalisiert, dass sich mit ihr die Öffnung der ersten Rohrhülse an ihrem ersten Ende verschließen lässt.
  • Wie aus der voran stehenden Passage erkennbar wird, lässt sich mit der erfindungsgemäßen Befestigungsdose eine Abdeckung an einem Panel anbringen, indem die beiden Rohrhülsen von unterschiedlichen Seiten des Panels in die entsprechenden Befestigungslöcher eingebracht werden, um darin formschlüssig miteinander verbunden zu werden. Die beiden Rohrhülsen und insbesondere hier die erste dient somit insbesondere dazu, um die Abdeckung im Bereich eines Befestigungslochs an einem Panel anbringen zu können, um ein durch das jeweilige Befestigungsloch hindurch ragendes Befestigungselement letztendlich mittels der Abdeckung nach außen hin nicht in Erscheinung treten zu lassen. Die beiden Rohrhülsen dienen somit als Befestigungsmittel für die Abdeckung an dem Panel und zur Aufnahme der Befestigungselemente (z.B. Schraube, Schnellverschluss).
  • Da es erfindungsgemäß vorgesehen ist, dass die Abdeckung einstückig und beweglich mit der ersten Rohrhülse verbunden ist, bietet es sich an, die erste Rohrhülse und die Abdeckung aus einem Kunststoffmaterial, beispielsweise aus Lexan oder Ultem zu fertigen, wobei insbesondere Spritzgussverfahren zum Einsatz kommen können. Im Falle, dass die Rohrhülse und die Abdeckung aus einem Kunststoffmaterial gefertigt werden, kann die Abdeckung somit über ein Filmscharnier mit der ersten Rohrhülse verbunden sein, wodurch die Abdeckung verliersicher an der ersten Rohrhülse angebracht ist. Diese Ausbildung, bei der die Abdeckung mit der ersten Rohrhülse über ein Spritzgussscharnier verbunden ist, erweist sich darüber hinaus vor allem in fertigungstechnischer Hinsicht als vorteilhaft. Fernerhin ist ein derartiges Spritzgussscharnier preiswert in der Herstellung und gegenüber den bekannten mechanischen Scharnieren weniger fehleranfällig.
  • Um die beiden Rohrhülsen in einem Befestigungsloch eines Panels befestigen zu können, sodass die aus den beiden Rohrhülsen gebildete Befestigungsdose nicht wieder aus dem Befestigungsloch heraus fallen kann, kann sowohl die erste Rohrhülse an ihrem ersten Ende umfangseitig von einem Flansch kragenartig umgeben sein, wie dies in entsprechender Weise auch bei der zweiten Rohrhülse möglich ist, deren zweites Ende in entsprechender Weise umfangseitig von einem Flansch kragenartig umgeben sein kann. Die beiden kragenartigen Flansche dienen dabei dazu, um in Anlage mit einem Oberflächenabschnitt des Panels zu gelangen, wenn die beiden Rohrhülsen in einem Befestigungsloch formschlüssig miteinander verbunden sind, sodass die Befestigungsdose weder in die eine noch in die andere Richtung aus dem Befestigungsloch heraus fallen kann.
  • Wie bereits zuvor erläutert wurde, sind die ersten und zweiten Formschlussmittel aufeinander abgestimmt, um die zweite Rohrhülse an der ersten Rohrhülse formschlüssig fixieren zu können. Hierzu können die ersten Formschlussmittel und die zweiten Formschlussmittel als Rastmechanismus ausgebildet sein, welcher eine einzige definierte Raststellung aufweist. Wenn somit die ersten Formschlussmittel in Eingriff mit den zweiten Formschlussmitteln gebracht werden, lässt sich die zweite Rohrhülse an der ersten Rohrhülse in Folge der definierten Raststellung in einem definierten Abstand zu der ersten Rohrhülse fixieren. Die definierte Raststellung des Rastmechanismus kann beispielsweise dadurch erzeugt werden, indem der Rastmechanismus zumindest eine Rastnase sowie zumindest eine zugehörige Rastöffnung aufweist, in der die zumindest eine Rastnase verrastet, wenn die zweite Rohrhülse an der ersten Rohrhülse fixiert ist.
  • Um die erfindungsgemäße Befestigungsdose auch in Panelen unterschiedlicher Dicke festlegen zu können, kann es abweichend zu der voran beschriebenen Ausführungsform mit nur einer Raststellung wünschenswert sein, dass der Rastmechanismus mehrere Raststellungen aufweist, sodass die beiden Rohrhülsen in unterschiedlichen Stellungen zueinander miteinander verbunden werden können. In diesem Falle sind die ersten Formschlussmittel und die zweiten Formschlussmittel als Rastmechanismus mit mehreren Raststellungen ausgebildet, welche eine Fixierung der zweiten Rohrhülse an der ersten Rohrhülse unter einem beliebigen gewünschten Abstand erlaubt. Bei dieser Ausführungsform, bei der der Rastmechanismus mehrere Raststellungen zulässt, kann der Rastmechanismus beispielsweise zumindest eine Rastnase sowie zumindest eine zugehörige Raststrecke mit mehreren Rasten umfassen, in denen die zumindest eine Rastnase verrastet, wenn die zweite Rohrhülse an der ersten Rohrhülse fixiert ist.
  • Um in der Befestigungsdose in Form der beiden Rohrhülsen ein Befestigungselement zur Fixierung eines Panels an einer Unterkonstruktion festlegen zu können, kann die zweite Rohrhülse eine Durchgangsöffnung mit einer Querschnittsfläche aufweisen, welche kleiner ist als die Querschnittsfläche der Durchgangsöffnung der ersten Rohrhülse. In diesem Falle dient die Durchgangsöffnung in der zweiten Rohrhülse als Wiederlagerfläche, an der das Befestigungselement in Anlage kommen kann, um sich daran abzustützen, wenn es mit der Unterkonstruktion, an der das Panel befestigt werden soll, verbunden wird.
  • KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
  • Im Folgenden wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen exemplarisch erläutert. An dieser Stelle sei betont, dass die Zeichnungen lediglich exemplarische Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung darstellen und somit insbesondere nicht als den Schutzbereich einschränkend aufgefasst werden dürfen. Es zeigt:
  • 1 zeigt eine perspektivische Ansicht der Befestigungsdose, wobei sich die erste Rohrhülse und die zweite Rohrhülse beabstandet gegenüber liegen;
  • 2 zeigt eine weitere perspektivische Ansicht der Befestigungsdose während der Verbindung der ersten Rohrhülse mit der zweiten Rohrhülse;
  • 3 zeigt eine weitere perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen Befestigungsdose, in der die erste Rohrhülse mit der zweiten Rohrhülse formschlüssig verbunden ist;
  • 4 erläutert in einer perspektivischen Ansicht den Einbau der erfindungsgemäßen Befestigungsdose in einem Panel;
  • 5 zeigt eine Schnittdarstellung durch das Panel der 4 im Bereich der Befestigungsdose;
  • 6 zeigt eine perspektivische Darstellung des Montagezustands der 5 mit Blick in die erste Rohrhülse;
  • 7 zeigt eine perspektivische Darstellung einer anderen Ausführungsform einer Befestigungsdose bei der die erste Rohrhülse ein angeschrägtes erstes Ende aufweist;
  • 8 zeigt eine weitere perspektivische Ansicht einer anderen Ausführungsform einer Befestigungsdose, wobei sich die erste Rohrhülse und die zweite Rohrhülse beabstandet gegenüber liegen;
  • 9 zeigt eine weitere perspektivische Ansicht der Befestigungsdose der 8 während der Verbindung der ersten Rohrhülse mit der zweiten Rohrhülse; und
  • 10 zeigt eine weitere perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen Befestigungsdose der 8, in der die erste Rohrhülse mit der zweiten Rohrhülse formschlüssig verbunden ist.
  • In sämtlichen Figuren hinweg sind gleiche oder ähnliche Komponenten mit übereinstimmenden Bezugsziffern gekennzeichnet. Die Darstellungen in den Figuren sind nicht zwangsweise maßstäblich, können jedoch qualitative Größenverhältnisse wiedergeben.
  • BESCHREIBUNG BEISPIELHAFTER AUSFÜHRUNGSFORMEN DER ERFINDUNG
  • Im Folgenden wird eine erste Ausführungsform der erfindungsgemäßen Befestigungsdose unter Bezugnahme auf die 16 erläutert. Hierbei wird jeweils vorzugsweise auf jeweils eine Figur Bezug genommen, wobei die anderen Figuren zum besseren Verständnis jedoch parallel zu betrachten sind. Wie der 1 zu entnehmen ist, umfasst die erfindungsgemäße Befestigungsdose eine erste Rohrhülse 2 sowie eine zweite Rohrhülse 3. Die erste Rohrhülse 2 wird in der 1 in vertikaler Richtung durch ein erstes Ende 11 und ein zweites Ende 12 begrenzt. In entsprechender Weise wird die zweite Rohrhülse 3 in vertikaler Richtung durch ein erstes Ende 13 und ein zweites Ende 14 begrenzt. Zwischen den beiden Enden 11 und 12 bzw. 13 und 14 erstreckt sich die erste Rohrhülse 2 bzw. die zweite Rohrhülse 3. Hierbei wird die erste Rohrhülse 2 von einer Durchgangsöffnung durchsetzt, welche sich zwischen dem ersten Ende 11 und dem zweiten Ende 12 erstreckt. In entsprechender Weise wird die zweite Rohrhülse 3 von einer Durchgangsöffnung 15 durchsetzt, welche sich von dem ersten Ende 13 zu dem zweiten Ende 14 erstreckt. Die beiden Rohrhülsen 2, 3 weisen somit einen rohrförmigen Charakter auf und können einen kreisförmigen, ovalen oder aber auch einen vier- oder mehreckigen Querschnitt aufweisen.
  • Um die beiden Rohrhülsen 2, 3 aufgrund ihres Einsatzzweckes in der Luft- und Raumfahrttechnik möglichst leichtbauend auszubilden, können die beiden Rohrhülsen 2, 3 beispielsweise aus einem Kunststoffmaterial wie beispielsweise Lexan oder Ultem mittels eines Spritzgussverfahrens gefertigt werden. Die Herstellung aus einem Kunststoffmaterial mittels eines Spritzgussverfahrens bietet sich jedoch nicht nur aufgrund der daraus resultierenden leichtbauenden Eigenschaft der Rohrhülsen an; vielmehr lässt sich dadurch, dass die beiden Rohrhülsen 2, 3 aus einem Kunststoffmaterial gefertigt werden an der ersten Rohrhülse 2 eine Abdeckung 4 einstückig anbringen, indem diese Abdeckung 4 beispielsweise während des Spritzgussverfahrens mit an die erste Rohrhülse 2 angespritzt wird. Wie der 1 zu entnehmen ist, handelt es sich bei der Abdeckung um einen scheibenförmigen Körper, welcher in seiner Gestalt auf die Querschnittgeometrie der Durchgangsöffnung der ersten Rohrhülse 2 abgestimmt ist, um diese zu verschließen. Die Abdeckung 4 ist dabei im Bereich des ersten Endes 11 der ersten Rohrhülse 2 an der Wandung der ersten Rohrhülse 2 über ein Materialscharnier 16 angebracht, welches beispielsweise als Filmscharnier 16 während des Spritzgussverfahrens hergestellt werden kann, in dem die einstückige Einheit aus erster Rohrhülse und Abdeckung 4 erzeugt wird. Die Abdeckung 4 ist somit am ersten Ende der ersten Rohrhülse 2 über das Filmscharnier 16 einstückig und beweglich angebracht, sodass die Durchgangsöffnung der ersten Rohrhülse 2 mit der Abdeckung verschlossen werden kann, wie dies in den 2 und 3 sowie 5 zu erkennen ist.
  • Wie wiederum am besten der 1 entnommen werden kann, ist die erste Rohrhülse an ihrem zweiten Ende 12 mit ersten Formschlussmitteln in Form von in vertikaler Richtung abstehenden Zungen 5 ausgebildet, welche kragenartig vom zweiten Ende 12 der ersten Rohrhülse 2 abstehen. Bei der gezeigten Ausführungsform weist die erste Rohrhülse 3 Zungen 5 auf, welche sich im Wesentlichen gegenüber liegen. Die beiden Zungen 5 sind an ihren Enden mit jeweils einer Rastnase 6 versehen, welche ausgebildet sind, um mit einem dazu korrespondierenden Formschlussmittel an der zweiten Rohrhülse 3 in Eingriff zu gelangen, wie dies im Folgenden beschrieben werden soll.
  • Wie der 1 ferner entnommen werden kann, sind in der Außenumfangswandung der zweiten Rohrhülse 3 zwei im Wesentlichen sich gegenüber liegenden Nuten 8 ausgebildet, in welche die Zungen 5 der ersten Rohrhülse 2 einfahren können. Am zweiten Ende 14 ist die zweite Rohrhülse 3 umfangseitig mit einem kragenartigen Flansch 10 ausgestattet, mit welchem in Fortsetzung der Nuten 7 zwei Rastöffnungen 8 eingebracht sind, in welchen die Rastnasen 6 formschlüssig eingreifen können, wenn die beiden Rohrhülsen 2, 3 so aufeinander zubewegt werden, dass die Zungen 5 in die Nuten 7 eingreifen und letztendlich die Rastnasen 6 in den zugehörigen Rastöffnungen einrasten, wie dies in der 3 und 5 gezeigt ist.
  • Im Folgenden wird nun unter Bezugnahme auf die 4 und 5 der Einbau der erfindungsgemäßen Befestigungsdose in ein Panel 17 beschrieben. Das in den 4 und 5 gezeigte Panel 17 soll mittels eines Befestigungselements 19 an einer hier nicht dargestellten Unterkonstruktion befestigt werden. Zwar wäre es selbstverständlich möglich, das Panel 17 mittels des Befestigungselements 19 in Form einer Schraube einfach an der Unterkonstruktion fest zu schrauben, jedoch würde dies ohne den Einsatz der erfindungsgemäßen Befestigungsdose 1 dazu führen, dass der Schraubenkopf des Befestigungselements nach außen hin sichtbar bleiben würde, was selbstverständlich aus ästhetischen Gesichtspunkten unerwünscht ist. Um daher das Befestigungselement 19 nach außen hin nicht in Erscheinung treten zu lassen, soll der Schraubenkopf des Befestigungselements 19 mittels der Abdeckung 4 der erfindungsgemäßen Befestigungsdose 1 verdeckt werden. Hierzu wird in dem Panel 17 ein Befestigungsloch 18 eingebracht, in welches die erfindungsgemäße Befestigungsdose 1 zur Aufnahme des Befestigungselements 19 eingefügt wird. Hierzu wird von der Oberseite des Panels 17 die erste Rohrhülse 2 in das Befestigungsloch 18 eingeschoben. In entsprechender Weise wird von der Unterseite des Panels 17 die zweite Rohrhülse 3 in das Befestigungsloch 18 eingeschoben, wie dies in der 4 durch die Pfeile angedeutet ist. Bei diesem Einfügen der Rohrhülsen 2, 3 in das Befestigungsloch 18 nähern sich die beiden Rohrhülsen 2, 3 dabei an, wie dies zuvor unter Bezugnahme auf die 1 bis 3 beschrieben wurde, sodass die Zungen 5 einschließlich der daran angeformten Rastnasen 6 in die Nuten 7 am Außenumfang der zweiten Rohrhülse 3 eingreifen, wodurch letztendlich, wenn die beiden Rohrhülsen 2, 3 sich gegenseitig berühren, die Rastnasen 6 in den Rastöffnungen 8 der zweiten Rohrhülse formschlüssig verrasten, wodurch die beiden Rohrhülsen 2, 3 formschlüssig miteinander verbunden werden.
  • Dieser Zustand ist in der 5 in einer Schnittdarstellung gezeigt. Wie aus dieser Figur sehr deutlich entnommen werden kann, weist die zweite Rohrhülse 3 eine Durchgangsöffnung mit einer Querschnittsfläche auf, welche kleiner ist als die Querschnittsfläche der Durchgangsöffnung der ersten Rohrhülse. Die kleinere Durchgangsöffnung in der zweiten Rohrhülse dient somit als Widerlagerfläche, an der der Schraubenkopf oder Schnellverschlusskopf des Befestigungsmittels zur Anlage kommen kann, um das Panel 17 an der nicht dargestellten Unterkonstruktion zu fixieren. Selbstverständlich ist es jedoch abweichend von der hier gezeigten Ausführungsform möglich, die Durchgangsöffnungen in den beiden Rohrhülsen gleich groß auszubilden, dafür jedoch in der Durchgangsöffnung der ersten Rohrhülse oder in der Durchgangsöffnung der zweiten Rohrhülse einen Innenumfangsflansch vorzusehen, an dem sich der Schraubenkopf des Befestigungsmittels in entsprechender Weise abstützen kann.
  • Wie den 5 und 6 ferner entnommen werden kann, kommt der Schraubenkopf des Befestigungselements 19 in der Durchgangsöffnung der ersten Rohrhülse 2 zum Liegen, sodass der Schraubenkopf mittels der Abdeckung 4 abgedeckt werden kann, welche ihrerseits über ein Filmscharnier 16 an der ersten Rohrhülse 2 beweglich angebracht ist.
  • Um die Zugkräfte, welche bei der Befestigung des Panels an der Unterkonstruktion über das Befestigungselement 19 auf die Befestigungsdose 1 übertragen werden, abtragen zu können, ist die erste Rohrhülse 1 umfangseitig an ihrem ersten Ende mit dem Kragen 9 versehen. Die erste Rohrhülse 2 stützt sich somit über den Kragen 9 umfangseitig an einem Oberflächenabschnitt des Panels 17 ab, womit die genannten Kräfte zuverlässig in das Panel 17 eingeleitet werden können. In entsprechender Weise stützt sich der Kragen 10 am zweiten Ende der zweiten Rohrhülse 3 an einem Oberflächenabschnitt des Panels 19 im Bereich der Befestigungsöffnung 18 ab, womit verhindert werden kann, dass die Befestigungsdose 1 während der Montage aus dem Befestigungsloch 18 heraus fällt.
  • In der voran gegangenen Beschreibung der erfindungsgemäßen Befestigungsdose 1 wurde implizit davon ausgegangen, dass die jeweiligen Enden 11, 12 bzw. 13, 14 der beiden Rohrhülsen 2, 3 jeweils paarweise parallel zueinander verlaufen. Um den Einbau der erfindungsgemäßen Befestigungsdose jedoch auch in Panelen zu ermöglichen deren Dicke sich kontinuierlich verändert, können die beiden Enden 11, 12 bzw. 13, 14 jedoch auch geneigt zueinander verlaufen, wie dies in der 7 gezeigt ist. Wie dieser Darstellung entnommen werden kann, verläuft das erste Ende 11 der ersten Rohrhülse 2 einschließlich des daran angeformten Kragens in einer gegenüber dem zweiten Ende 12 geneigten Ebene, womit sich die in der 7 gezeigte Befestigungsdose 1 auch in Panelen mit nicht parallel zueinander verlaufenden Oberflächen eingesetzt werden kann. Ansonsten entspricht die in der
  • 7 gezeigte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Befestigungsdose 1 der Ausgestaltung in den 1 bis 6, weshalb an dieser Stelle auf diese Figuren entsprechend Bezug genommen wird.
  • Im Folgenden wird nun unter Bezugnahme auf die 8 bis 10 eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Befestigungsdose 1 beschrieben, welche bis auf den Rastmechanismus, mit welchem sich die erste Rohrhülse 2 mit der zweiten Rohrhülse 3 verbinden lässt, mit der unter Bezugnahme auf die 1 bis 6 beschriebenen Ausgestaltung identisch ist, sodass insoweit auf die Beschreibung zu diesen Figuren Bezug genommen werden kann. Im Unterschied zu der Ausführungsform in den 1 bis 6 weist die in den 8 bis 10 gezeigte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Befestigungsdose 1 einen Rastmechanismus auf, welcher mehrere Raststellungen der beiden Rohrhülsen 2, 3 erlaubt, sodass diese in unterschiedlichen gewünschten Abständen relativ zueinander aneinander fixiert werden können. In entsprechender Weise zu der in den 1 bis 6 gezeigten Ausführungsform weist auch hier die erste Rohrhülse 2 zwei sich beabstandet gegenüber liegende Zungen 5 auf, welche in vertikaler Richtung kragartig von der ersten Rohrhülse 2 vom zweiten Ende 12 abstehen. An ihren freien Enden sind die beiden Zungen 5 mit zwei hintereinander gestaffelten Rastnasen 6 ausgestattet. Korrespondierend zu den beiden Zungen 5 ist auch hier die zweite Rohrhülse 3 an ihrem Außenumfang an zwei gegenüber liegenden Stellen mit zwei in vertikaler Richtung verlaufenden Nuten 7 ausgestattet, welche in vertikaler Richtung eine Raststrecke 20 mit mehreren Rasten ausbildet. Die Rasten der Raststrecke 20 sind dabei auf die Geometrie der Rastnasen 6 an den Zungen 5 so abgestimmt, dass die Rastnasen 6 formschlüssig mit den Rasten der Raststrecke 20 in Eingriff gelangen können.
  • Wenn die beiden Rohrhülsen 2, 3 in der in der 1 gezeigten Weise zusammen gefügt werden, wodurch die Zungen 5 in die Nuten 7 eingreifen, führt dies dazu, dass die Rastnasen 6 unmittelbar in die ersten Rasten der Raststrecke 20 im Bereich der Nuten 7 formschlüssig eingreifen, dass die erste Rohrhülse 2 und die zweite Rohrhülse 3 unmittelbar in einem gewissen Abstand zueinander aneinander fixiert werden, wie dies in der 9 gezeigt ist. Die in der 9 gezeigte Raststellung der beiden Rohrhülsen 2, 3 kann beispielsweise dazu verwendet werden, um die Befestigungsdose 1 in einem verhältnismäßig dicken Panel 17 einbringen zu können. Im Falle, dass die erfindungsgemäße Befestigungsdose 1 jedoch an einem dünneren Panel 17 zum Einsatz kommen soll, können die beiden Rohrhülsen 2, 3 mittels des beschriebenen Rastmechanismus weiter zusammen geführt werden, bis die beiden Rohrhülsen 2, 3 vollflächig aneinander liegen, wie dies in der 10 gezeigt ist. Durch die Ausbildung der Raststrecke 20 im Bereich der Nuten 7 lassen sich somit die beiden Rohrhülsen 2, 3 in beliebigen gewünschten Abständen zueinander aneinander fixieren, womit ein und dieselbe Befestigungsdose 1 in unterschiedlich dicken Panelen eingesetzt werden kann.
  • Wie der voran stehenden ausführlichen Beschreibung entnommen werden kann, lässt sich die Abdeckung 4 mittels der beiden Rohrhülsen 2, 3 sicher im Bereich eines Befestigungslochs 18 zur Aufnahme eines Befestigungselements 1 eines Panels fixieren, sodass das zur Befestigung des Panels 17 erforderliche Befestigungselement 19 mittels der Abdeckung 4 verdeckt werden kann, sodass das Befestigungselement 19 nach außen hin nicht in Erscheinung tritt.
  • Ergänzend ist darauf hinzuweisen, dass „umfassend" keine anderen Elemente oder Schritte ausschließt und „eine" oder „ein" keine Vielzahl ausschließt. Ferner sei darauf hingewiesen, dass Merkmale oder Schritte, die mit Verweis auf eines der obigen Ausführungsbeispiele beschrieben worden sind, auch in Kombination mit anderen Merkmalen oder Schritten anderer oben beschriebener Ausführungsbeispiele verwendet werden können. Bezugszeichen in den Ansprüchen sind nicht als Einschränkung anzusehen.
  • 1
    Befestigungsdose
    2
    Erste Rohrhülse
    3
    Zweite Rohrhülse
    4
    Abdeckung
    5
    Zunge
    6
    Rastnase
    7
    Nut
    8
    Rastöffnung
    9
    Kragen
    10
    Kragen
    11
    Erstes Ende von 2
    12
    Zweites Ende von 2
    13
    Erstes Ende von 3
    14
    Zweites Ende von 3
    15
    Durchgangsöffnung durch 3
    16
    Filmscharnier
    17
    Panel
    18
    Befestigungsloch
    19
    Befestigungselement
    20
    Raststrecke

Claims (11)

  1. Befestigungsdose (1) zur Aufnahme eines Befestigungselements (19), umfassend: – eine erste Rohrhülse (2) mit zumindest einem ersten Formschlussmittel (5, 6), einem ersten Ende (11) und einem zweiten Ende (12); – eine zweite Rohrhülse (3) mit zumindest einem zweiten Formschlussmittel (7, 8), einem ersten Ende (13) und einem zweiten Ende (14); und – eine Abdeckung (4), welche einstückig und beweglich mit der ersten Rohrhülse (2) verbunden ist; wobei das erste Formschlussmittel (5, 6) und das zweite Formschlussmittel (7, 8) derart in Gestalt und Anordnung aufeinander abgestimmt sind, dass die zweite Rohrhülse (3) mit ihrem ersten Ende (13) in Fortsetzung des zweiten Endes (12) der ersten Rohrhülse (2) an der ersten Rohrhülse (2) formschlüssig fixierbar ist, und wobei die Abdeckung (4) ausgebildet und so an der ersten Rohrhülse (2) lokalisiert ist, dass die Öffnung der ersten Rohrhülse (2) an ihrem ersten Ende (11) mit der Abdeckung (4) verschließbar ist.
  2. Befestigungsdose gemäß Anspruch 1, wobei zumindest die erste Rohrhülse (2) und die Abdeckung (4) aus einem Kunsstoffmaterial gefertigt sind und die Abdeckung (4) mit der ersten Rohrhülse (2) über ein Filmscharnier (16) gelenkig miteinander verbunden sind.
  3. Befestigungsdose gemäß Anspruch 1 oder 2, wobei zumindest die erste Rohrhülse (2) und die Abdeckung (4) mittels eines Spritzgussverfahrens gefertigt sind.
  4. Befestigungsdose gemäß einem der voranstehenden Ansprüche, wobei die erste Rohrhülse (2) an ihrem ersten Ende (11) umfangseitig von einem Flansch (9) kragenartig umgeben ist.
  5. Befestigungsdose gemäß einem der voranstehenden Ansprüche, wobei die zweite Rohrhülse (3) an ihrem zweiten Ende (14) umfangseitig von einem Flansch (10) kragenartig umgeben ist.
  6. Befestigungsdose gemäß einem der voranstehenden Ansprüche, wobei die ersten Formschlussmittel (5, 6) und die zweiten Formschlussmittel (7, 8) als Rastmechanismus mit einer einzigen definierten Raststellung ausgebildet sind, welche eine Fixierung der zweiten Rohrhülse (2) an der ersten Rohrhülse (3) unter einem definierten Abstand erlaubt.
  7. Befestigungsdose gemäß Anspruch 6, wobei der Rastmechanismus zumindest eine Rastnase (6) sowie zumindest eine zugehörige Rastöffnung (8) umfasst, in der die zumindest eine Rastnase (6) verrastet, wenn die zweite Rohrhülse (3) an der ersten Rohrhülse (2) fixiert ist.
  8. Befestigungsdose gemäß einem der Ansprüchestoff bis 5, wobei die ersten Formschlussmittel (5, 6) und die zweiten Formschlussmittel (7, 8) als Rastmechanismus mit mehreren Raststellungen ausgebildet sind, welche eine Fixierung der zweiten Rohrhülse (3) an der ersten Rohrhülse (2) unter einem gewünschten Abstand erlaubt.
  9. Befestigungsdose gemäß Anspruch 8, wobei der Rastmechanismus zumindest eine Rastnase (6) sowie zumindest eine zugehörige Raststrecke (20) mit mehreren Rasten umfasst, in denen die zumindest eine Rastnase (6) verrastet, wenn die zweite Rohrhülse (3) an der ersten Rohrhülse (2) fixiert ist.
  10. Befestigungsdose gemäß einem der voranstehenden Ansprüche, wobei die zweite Rohrhülse (3) eine Durchgangsöffnung mit einer Querschnittsfläche aufweist, welche kleiner ist als die Querschnittsfläche der Durchgangsöffnung der ersten Rohrhülse (2).
  11. Befestigungsdose gemäß Anspruch 10, wobei die Durchgangsöffnung in der zweiten Rohrhülse (3) eine Widerlagerfläche zur Anlage mit dem Befestigungselement (19) ausbildet.
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