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Die
vorliegende Erfindung betrifft im Allgemeinen das Gebiet der Ausrüstungsmontage
im Bereich der Luft- und Raumfahrttechnik. Insbesondere betrifft
die Erfindung eine Befestigungseinrichtung mit einer Abdeckkappe,
wobei die Befestigungseinrichtung ausgebildet ist, ein zur Befestigung
eines Panels erforderliches Befestigungselement aufzunehmen, welches
dann von der Abdeckkappe verdeckt werden kann.
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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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Im
Bereich der Luft- und Raumfahrttechnik und insbesondere in der Ausrüstungsmontage
von Flugzeugen werden zur Innenauskleidung der Kabine unter anderem
Sandwich-Bauteile oder Extrudate verwendet, welche im Rahmen der
vorliegenden Erfindung zusammenfassend unter dem Begriff "Panel" subsumiert werden.
Diese Panele werden zu Zwecken der Verkleidung der Kabine mittels
Befestigungselementen wie beispielsweise Schrauben an der Unterkonstruktion
(Substruktur) befestigt, wozu die Befestigungselemente durch entsprechende
Löcher
in den Panelen hindurch gesteckt werden, um an der Unterkonstruktion
befestigt zu werden. Um dabei jedoch die Befestigungselemente in
der Kabine nicht in Erscheinung treten zu lassen, ist es wünschenswert,
die Befestigungselemente bzw. deren zugehörigen Köpfe mit einer Kappe abzudecken,
um so dem Panel eine möglichst
gleichmäßige Oberflächenbeschaffenheit
zu verleihen.
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In
der
AT 409 789 B ist
beispielsweise ein Verschraubungselement für Möbelteile beschrieben, bei dem
in eine Bohrung in einem Panel von der einen Seite her ein Aufnahmeteil
und von der anderen Seite ein Basisteil eingesetzt werden, die beide
im wesentlichen zylindrisch sind und miteinander formschlüssig verbindbar
sind. Das Basisteil und das Aufnahmeteil weisen jeweils eine konische Öffnung und Ringflansche
auf, die mit den Paneloberflächen
bündig
abschließen,
wobei die Ringflansche der Übertragung
der Haltekräfte
zwischen dem Verschraubungselement und dem Panel dienen. Zur Befestigung
ist eine Schraube mit einem konischen Kopf mit einem Innensechskant
vorgesehen, wobei der Schraubenkopf in eingedrehtem Zustand die Öffnung ausfüllt und
mit der Paneloberfläche
bündig
abschließt.
Eine Abdeckung des Schraubenkopfes ist jedoch nicht vorgesehen.
Eine Vorrichtung zur Befestigung eines flachen Elements zeigt auch
die
JP 09151922 , bei der
zwei Halterungsteile von zwei Seiten in eine Öffnung eingesetzt und durch
Rastelemente formschlüssig
miteinander verbunden werden.
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Um
die Montage der Panele zu beschleunigen und um eine Verliersicherung
für die
Abdeckkappen zur Verfügung
stellen zu können,
sodass diese im Falle, dass sie sich lösen sollten, nicht unwiederbringbar
verloren gehen, wurde bislang versucht, die Abdeckkappen mittels
kleiner Scharniere oder Fangbänder
an den Panelen im Bereich der Befestigungslöcher anzubringen. Diese Anbringung
der Abdeckkappen mittels kleiner mechanischer Scharniere ist jedoch
aufwendig und teuer. Darüber
hinaus ist eine derartige Anbringung der Abdeckkappen mittels kleiner
Scharniere verhältnismäßig im Falle
einer nicht optimalen Montage fehleranfällig, weshalb sich diese Anbringungsart
der Abdeckkappen nicht durchsetzen konnte.
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DARSTELLUNG
DER ERFINDUNG
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Ausgehend
von den zuvor beschriebenen Nachteilen der bekannten Anbringungsart
von Abdeckkappen unter Verwendung kleiner Scharniere besteht eine
Aufgabe der vorliegenden Erfindung u.a. darin, eine Realisierung
anzugeben, mit welcher sich eine Abdeckkappe zur Abdeckung eines
Befestigungselements zur Befestigung eines Panels an demselben anbringen
lässt,
ohne dabei den zuvor genannten Nachteilen der beschriebenen bekannten Anbringungsart
zu unterliegen.
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Gemäß einem
ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird die derselben zugrunde
liegende Aufgabe mit einer Befestigungsdose gelöst, welche zur Aufnahme eines
Befestigungselements ausgebildet ist und neben einer ersten und
einer zweiten Rohrhülse
eine Abdeckung aufweist, mit welcher sich die erste Rohrhülse verschließen lässt, um
auf diese Weise das von der Befestigungsdose aufzunehmende Befestigungselement
ver- bzw. abzudecken. Sowohl bei der ersten Rohrhülse wie
auch bei der zweiten Rohrhülse
handelt es sich um kurze rohrförmige Bauteile,
welche jeweils durch ein erstes Ende und ein zweites Ende begrenzt
werden, wobei sich zwischen diesen beiden Enden die Durchgangsöffnung der
jeweiligen rohrförmigen
Bauteils erstreckt. Um die erste Rohrhülse mit der zweiten Rohrhülse verbinden
zu können,
weist die erste Rohrhülse
zumindest ein erstes Formschlussmittel auf. In entsprechender Weise
weist auch die zweite Rohrhülse
zumindest ein zweites Formschlussmittel auf, wobei die ersten Formschlussmittel
und die zweiten Formschlussmittel derart in Gestalt und Anordnung
aufeinander abgestimmt sind, dass die zweite Rohrhülse mit
ihrem ersten Ende in Fortsetzung des zweiten Endes der ersten Rohrhülse an der
ersten Rohrhülse formschlüssig fixiert
werden kann. Um das von der Befestigungsdose aufnehmbare Befestigungselement
nach außen
hin nicht in Erscheinung treten zu lassen, umfasst die erfindungsgemäße Befestigungsdose
die bereits angesprochene Abdeckung, welche einstückig, jedoch
beweglich mit der ersten Rohrhülse
verbunden ist. Die Abdeckung ist dabei ausgebildet und so an der
ersten Rohrhülse
lokalisiert, dass sich mit ihr die Öffnung der ersten Rohrhülse an ihrem
ersten Ende verschließen
lässt.
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Wie
aus der voran stehenden Passage erkennbar wird, lässt sich
mit der erfindungsgemäßen Befestigungsdose
eine Abdeckung an einem Panel anbringen, indem die beiden Rohrhülsen von
unterschiedlichen Seiten des Panels in die entsprechenden Befestigungslöcher eingebracht
werden, um darin formschlüssig
miteinander verbunden zu werden. Die beiden Rohrhülsen und
insbesondere hier die erste dient somit insbesondere dazu, um die
Abdeckung im Bereich eines Befestigungslochs an einem Panel anbringen
zu können,
um ein durch das jeweilige Befestigungsloch hindurch ragendes Befestigungselement
letztendlich mittels der Abdeckung nach außen hin nicht in Erscheinung
treten zu lassen. Die beiden Rohrhülsen dienen somit als Befestigungsmittel
für die
Abdeckung an dem Panel und zur Aufnahme der Befestigungselemente
(z.B. Schraube, Schnellverschluss).
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Da
es erfindungsgemäß vorgesehen
ist, dass die Abdeckung einstückig
und beweglich mit der ersten Rohrhülse verbunden ist, bietet es
sich an, die erste Rohrhülse
und die Abdeckung aus einem Kunststoffmaterial, beispielsweise aus
Lexan oder Ultem zu fertigen, wobei insbesondere Spritzgussverfahren
zum Einsatz kommen können.
Im Falle, dass die Rohrhülse
und die Abdeckung aus einem Kunststoffmaterial gefertigt werden,
kann die Abdeckung somit über
ein Filmscharnier mit der ersten Rohrhülse verbunden sein, wodurch
die Abdeckung verliersicher an der ersten Rohrhülse angebracht ist. Diese Ausbildung,
bei der die Abdeckung mit der ersten Rohrhülse über ein Spritzgussscharnier
verbunden ist, erweist sich darüber
hinaus vor allem in fertigungstechnischer Hinsicht als vorteilhaft.
Fernerhin ist ein derartiges Spritzgussscharnier preiswert in der Herstellung
und gegenüber
den bekannten mechanischen Scharnieren weniger fehleranfällig.
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Um
die beiden Rohrhülsen
in einem Befestigungsloch eines Panels befestigen zu können, sodass
die aus den beiden Rohrhülsen
gebildete Befestigungsdose nicht wieder aus dem Befestigungsloch heraus
fallen kann, kann sowohl die erste Rohrhülse an ihrem ersten Ende umfangseitig
von einem Flansch kragenartig umgeben sein, wie dies in entsprechender
Weise auch bei der zweiten Rohrhülse möglich ist,
deren zweites Ende in entsprechender Weise umfangseitig von einem
Flansch kragenartig umgeben sein kann. Die beiden kragenartigen
Flansche dienen dabei dazu, um in Anlage mit einem Oberflächenabschnitt
des Panels zu gelangen, wenn die beiden Rohrhülsen in einem Befestigungsloch formschlüssig miteinander
verbunden sind, sodass die Befestigungsdose weder in die eine noch
in die andere Richtung aus dem Befestigungsloch heraus fallen kann.
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Wie
bereits zuvor erläutert
wurde, sind die ersten und zweiten Formschlussmittel aufeinander abgestimmt,
um die zweite Rohrhülse
an der ersten Rohrhülse
formschlüssig
fixieren zu können.
Hierzu können
die ersten Formschlussmittel und die zweiten Formschlussmittel als
Rastmechanismus ausgebildet sein, welcher eine einzige definierte
Raststellung aufweist. Wenn somit die ersten Formschlussmittel in Eingriff
mit den zweiten Formschlussmitteln gebracht werden, lässt sich
die zweite Rohrhülse
an der ersten Rohrhülse
in Folge der definierten Raststellung in einem definierten Abstand
zu der ersten Rohrhülse
fixieren. Die definierte Raststellung des Rastmechanismus kann beispielsweise
dadurch erzeugt werden, indem der Rastmechanismus zumindest eine Rastnase
sowie zumindest eine zugehörige
Rastöffnung
aufweist, in der die zumindest eine Rastnase verrastet, wenn die
zweite Rohrhülse
an der ersten Rohrhülse
fixiert ist.
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Um
die erfindungsgemäße Befestigungsdose
auch in Panelen unterschiedlicher Dicke festlegen zu können, kann
es abweichend zu der voran beschriebenen Ausführungsform mit nur einer Raststellung
wünschenswert
sein, dass der Rastmechanismus mehrere Raststellungen aufweist,
sodass die beiden Rohrhülsen
in unterschiedlichen Stellungen zueinander miteinander verbunden
werden können. In
diesem Falle sind die ersten Formschlussmittel und die zweiten Formschlussmittel
als Rastmechanismus mit mehreren Raststellungen ausgebildet, welche
eine Fixierung der zweiten Rohrhülse
an der ersten Rohrhülse
unter einem beliebigen gewünschten
Abstand erlaubt. Bei dieser Ausführungsform,
bei der der Rastmechanismus mehrere Raststellungen zulässt, kann
der Rastmechanismus beispielsweise zumindest eine Rastnase sowie
zumindest eine zugehörige
Raststrecke mit mehreren Rasten umfassen, in denen die zumindest
eine Rastnase verrastet, wenn die zweite Rohrhülse an der ersten Rohrhülse fixiert
ist.
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Um
in der Befestigungsdose in Form der beiden Rohrhülsen ein Befestigungselement
zur Fixierung eines Panels an einer Unterkonstruktion festlegen
zu können,
kann die zweite Rohrhülse
eine Durchgangsöffnung
mit einer Querschnittsfläche
aufweisen, welche kleiner ist als die Querschnittsfläche der
Durchgangsöffnung
der ersten Rohrhülse.
In diesem Falle dient die Durchgangsöffnung in der zweiten Rohrhülse als
Wiederlagerfläche,
an der das Befestigungselement in Anlage kommen kann, um sich daran
abzustützen,
wenn es mit der Unterkonstruktion, an der das Panel befestigt werden
soll, verbunden wird.
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KURZE BESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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Im
Folgenden wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen
exemplarisch erläutert.
An dieser Stelle sei betont, dass die Zeichnungen lediglich exemplarische
Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung darstellen und somit insbesondere nicht
als den Schutzbereich einschränkend
aufgefasst werden dürfen.
Es zeigt:
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1 zeigt
eine perspektivische Ansicht der Befestigungsdose, wobei sich die
erste Rohrhülse und
die zweite Rohrhülse
beabstandet gegenüber liegen;
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2 zeigt
eine weitere perspektivische Ansicht der Befestigungsdose während der
Verbindung der ersten Rohrhülse
mit der zweiten Rohrhülse;
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3 zeigt
eine weitere perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen Befestigungsdose,
in der die erste Rohrhülse
mit der zweiten Rohrhülse formschlüssig verbunden
ist;
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4 erläutert in
einer perspektivischen Ansicht den Einbau der erfindungsgemäßen Befestigungsdose
in einem Panel;
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5 zeigt
eine Schnittdarstellung durch das Panel der 4 im Bereich
der Befestigungsdose;
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6 zeigt
eine perspektivische Darstellung des Montagezustands der 5 mit
Blick in die erste Rohrhülse;
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7 zeigt
eine perspektivische Darstellung einer anderen Ausführungsform
einer Befestigungsdose bei der die erste Rohrhülse ein angeschrägtes erstes
Ende aufweist;
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8 zeigt
eine weitere perspektivische Ansicht einer anderen Ausführungsform
einer Befestigungsdose, wobei sich die erste Rohrhülse und
die zweite Rohrhülse
beabstandet gegenüber
liegen;
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9 zeigt
eine weitere perspektivische Ansicht der Befestigungsdose der 8 während der Verbindung
der ersten Rohrhülse
mit der zweiten Rohrhülse;
und
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10 zeigt
eine weitere perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen Befestigungsdose der 8,
in der die erste Rohrhülse
mit der zweiten Rohrhülse
formschlüssig
verbunden ist.
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In
sämtlichen
Figuren hinweg sind gleiche oder ähnliche Komponenten mit übereinstimmenden Bezugsziffern
gekennzeichnet. Die Darstellungen in den Figuren sind nicht zwangsweise
maßstäblich, können jedoch
qualitative Größenverhältnisse
wiedergeben.
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BESCHREIBUNG
BEISPIELHAFTER AUSFÜHRUNGSFORMEN
DER ERFINDUNG
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Im
Folgenden wird eine erste Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Befestigungsdose
unter Bezugnahme auf die 1–6 erläutert. Hierbei
wird jeweils vorzugsweise auf jeweils eine Figur Bezug genommen,
wobei die anderen Figuren zum besseren Verständnis jedoch parallel zu betrachten sind.
Wie der 1 zu entnehmen ist, umfasst
die erfindungsgemäße Befestigungsdose
eine erste Rohrhülse 2 sowie
eine zweite Rohrhülse 3.
Die erste Rohrhülse 2 wird
in der 1 in vertikaler Richtung durch ein erstes Ende 11 und
ein zweites Ende 12 begrenzt. In entsprechender Weise wird
die zweite Rohrhülse 3 in
vertikaler Richtung durch ein erstes Ende 13 und ein zweites
Ende 14 begrenzt. Zwischen den beiden Enden 11 und 12 bzw. 13 und 14 erstreckt
sich die erste Rohrhülse 2 bzw.
die zweite Rohrhülse 3.
Hierbei wird die erste Rohrhülse 2 von einer
Durchgangsöffnung
durchsetzt, welche sich zwischen dem ersten Ende 11 und
dem zweiten Ende 12 erstreckt. In entsprechender Weise
wird die zweite Rohrhülse 3 von
einer Durchgangsöffnung 15 durchsetzt,
welche sich von dem ersten Ende 13 zu dem zweiten Ende 14 erstreckt.
Die beiden Rohrhülsen 2, 3 weisen
somit einen rohrförmigen
Charakter auf und können
einen kreisförmigen,
ovalen oder aber auch einen vier- oder mehreckigen Querschnitt aufweisen.
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Um
die beiden Rohrhülsen 2, 3 aufgrund
ihres Einsatzzweckes in der Luft- und Raumfahrttechnik möglichst
leichtbauend auszubilden, können
die beiden Rohrhülsen 2, 3 beispielsweise
aus einem Kunststoffmaterial wie beispielsweise Lexan oder Ultem
mittels eines Spritzgussverfahrens gefertigt werden. Die Herstellung
aus einem Kunststoffmaterial mittels eines Spritzgussverfahrens
bietet sich jedoch nicht nur aufgrund der daraus resultierenden
leichtbauenden Eigenschaft der Rohrhülsen an; vielmehr lässt sich
dadurch, dass die beiden Rohrhülsen 2, 3 aus
einem Kunststoffmaterial gefertigt werden an der ersten Rohrhülse 2 eine
Abdeckung 4 einstückig
anbringen, indem diese Abdeckung 4 beispielsweise während des
Spritzgussverfahrens mit an die erste Rohrhülse 2 angespritzt
wird. Wie der 1 zu entnehmen ist, handelt
es sich bei der Abdeckung um einen scheibenförmigen Körper, welcher in seiner Gestalt
auf die Querschnittgeometrie der Durchgangsöffnung der ersten Rohrhülse 2 abgestimmt
ist, um diese zu verschließen.
Die Abdeckung 4 ist dabei im Bereich des ersten Endes 11 der
ersten Rohrhülse 2 an
der Wandung der ersten Rohrhülse 2 über ein
Materialscharnier 16 angebracht, welches beispielsweise
als Filmscharnier 16 während
des Spritzgussverfahrens hergestellt werden kann, in dem die einstückige Einheit
aus erster Rohrhülse
und Abdeckung 4 erzeugt wird. Die Abdeckung 4 ist
somit am ersten Ende der ersten Rohrhülse 2 über das
Filmscharnier 16 einstückig
und beweglich angebracht, sodass die Durchgangsöffnung der ersten Rohrhülse 2 mit
der Abdeckung verschlossen werden kann, wie dies in den 2 und 3 sowie 5 zu
erkennen ist.
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Wie
wiederum am besten der 1 entnommen werden kann, ist
die erste Rohrhülse
an ihrem zweiten Ende 12 mit ersten Formschlussmitteln
in Form von in vertikaler Richtung abstehenden Zungen 5 ausgebildet,
welche kragenartig vom zweiten Ende 12 der ersten Rohrhülse 2 abstehen.
Bei der gezeigten Ausführungsform
weist die erste Rohrhülse 3 Zungen 5 auf,
welche sich im Wesentlichen gegenüber liegen. Die beiden Zungen 5 sind
an ihren Enden mit jeweils einer Rastnase 6 versehen, welche
ausgebildet sind, um mit einem dazu korrespondierenden Formschlussmittel
an der zweiten Rohrhülse 3 in Eingriff
zu gelangen, wie dies im Folgenden beschrieben werden soll.
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Wie
der 1 ferner entnommen werden kann, sind in der Außenumfangswandung
der zweiten Rohrhülse 3 zwei
im Wesentlichen sich gegenüber
liegenden Nuten 8 ausgebildet, in welche die Zungen 5 der
ersten Rohrhülse 2 einfahren
können. Am
zweiten Ende 14 ist die zweite Rohrhülse 3 umfangseitig
mit einem kragenartigen Flansch 10 ausgestattet, mit welchem
in Fortsetzung der Nuten 7 zwei Rastöffnungen 8 eingebracht
sind, in welchen die Rastnasen 6 formschlüssig eingreifen
können, wenn
die beiden Rohrhülsen 2, 3 so
aufeinander zubewegt werden, dass die Zungen 5 in die Nuten 7 eingreifen
und letztendlich die Rastnasen 6 in den zugehörigen Rastöffnungen
einrasten, wie dies in der 3 und 5 gezeigt
ist.
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Im
Folgenden wird nun unter Bezugnahme auf die 4 und 5 der
Einbau der erfindungsgemäßen Befestigungsdose
in ein Panel 17 beschrieben. Das in den 4 und 5 gezeigte
Panel 17 soll mittels eines Befestigungselements 19 an einer
hier nicht dargestellten Unterkonstruktion befestigt werden. Zwar
wäre es
selbstverständlich
möglich,
das Panel 17 mittels des Befestigungselements 19 in
Form einer Schraube einfach an der Unterkonstruktion fest zu schrauben,
jedoch würde
dies ohne den Einsatz der erfindungsgemäßen Befestigungsdose 1 dazu
führen,
dass der Schraubenkopf des Befestigungselements nach außen hin
sichtbar bleiben würde,
was selbstverständlich
aus ästhetischen
Gesichtspunkten unerwünscht
ist. Um daher das Befestigungselement 19 nach außen hin
nicht in Erscheinung treten zu lassen, soll der Schraubenkopf des Befestigungselements 19 mittels
der Abdeckung 4 der erfindungsgemäßen Befestigungsdose 1 verdeckt
werden. Hierzu wird in dem Panel 17 ein Befestigungsloch 18 eingebracht,
in welches die erfindungsgemäße Befestigungsdose 1 zur
Aufnahme des Befestigungselements 19 eingefügt wird.
Hierzu wird von der Oberseite des Panels 17 die erste Rohrhülse 2 in
das Befestigungsloch 18 eingeschoben. In entsprechender
Weise wird von der Unterseite des Panels 17 die zweite
Rohrhülse 3 in
das Befestigungsloch 18 eingeschoben, wie dies in der 4 durch
die Pfeile angedeutet ist. Bei diesem Einfügen der Rohrhülsen 2, 3 in
das Befestigungsloch 18 nähern sich die beiden Rohrhülsen 2, 3 dabei
an, wie dies zuvor unter Bezugnahme auf die 1 bis 3 beschrieben
wurde, sodass die Zungen 5 einschließlich der daran angeformten
Rastnasen 6 in die Nuten 7 am Außenumfang
der zweiten Rohrhülse 3 eingreifen,
wodurch letztendlich, wenn die beiden Rohrhülsen 2, 3 sich
gegenseitig berühren,
die Rastnasen 6 in den Rastöffnungen 8 der zweiten
Rohrhülse
formschlüssig
verrasten, wodurch die beiden Rohrhülsen 2, 3 formschlüssig miteinander
verbunden werden.
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Dieser
Zustand ist in der 5 in einer Schnittdarstellung
gezeigt. Wie aus dieser Figur sehr deutlich entnommen werden kann,
weist die zweite Rohrhülse 3 eine
Durchgangsöffnung
mit einer Querschnittsfläche
auf, welche kleiner ist als die Querschnittsfläche der Durchgangsöffnung der
ersten Rohrhülse.
Die kleinere Durchgangsöffnung
in der zweiten Rohrhülse
dient somit als Widerlagerfläche, an
der der Schraubenkopf oder Schnellverschlusskopf des Befestigungsmittels
zur Anlage kommen kann, um das Panel 17 an der nicht dargestellten
Unterkonstruktion zu fixieren. Selbstverständlich ist es jedoch abweichend
von der hier gezeigten Ausführungsform
möglich,
die Durchgangsöffnungen
in den beiden Rohrhülsen
gleich groß auszubilden,
dafür jedoch
in der Durchgangsöffnung
der ersten Rohrhülse oder
in der Durchgangsöffnung
der zweiten Rohrhülse
einen Innenumfangsflansch vorzusehen, an dem sich der Schraubenkopf
des Befestigungsmittels in entsprechender Weise abstützen kann.
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Wie
den 5 und 6 ferner entnommen werden kann,
kommt der Schraubenkopf des Befestigungselements 19 in
der Durchgangsöffnung
der ersten Rohrhülse 2 zum
Liegen, sodass der Schraubenkopf mittels der Abdeckung 4 abgedeckt
werden kann, welche ihrerseits über
ein Filmscharnier 16 an der ersten Rohrhülse 2 beweglich
angebracht ist.
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Um
die Zugkräfte,
welche bei der Befestigung des Panels an der Unterkonstruktion über das Befestigungselement 19 auf
die Befestigungsdose 1 übertragen
werden, abtragen zu können,
ist die erste Rohrhülse 1 umfangseitig
an ihrem ersten Ende mit dem Kragen 9 versehen. Die erste
Rohrhülse 2 stützt sich
somit über
den Kragen 9 umfangseitig an einem Oberflächenabschnitt
des Panels 17 ab, womit die genannten Kräfte zuverlässig in
das Panel 17 eingeleitet werden können. In entsprechender Weise
stützt sich
der Kragen 10 am zweiten Ende der zweiten Rohrhülse 3 an
einem Oberflächenabschnitt
des Panels 19 im Bereich der Befestigungsöffnung 18 ab, womit
verhindert werden kann, dass die Befestigungsdose 1 während der
Montage aus dem Befestigungsloch 18 heraus fällt.
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In
der voran gegangenen Beschreibung der erfindungsgemäßen Befestigungsdose 1 wurde
implizit davon ausgegangen, dass die jeweiligen Enden 11, 12 bzw. 13, 14 der
beiden Rohrhülsen 2, 3 jeweils paarweise
parallel zueinander verlaufen. Um den Einbau der erfindungsgemäßen Befestigungsdose jedoch
auch in Panelen zu ermöglichen
deren Dicke sich kontinuierlich verändert, können die beiden Enden 11, 12 bzw. 13, 14 jedoch
auch geneigt zueinander verlaufen, wie dies in der 7 gezeigt
ist. Wie dieser Darstellung entnommen werden kann, verläuft das
erste Ende 11 der ersten Rohrhülse 2 einschließlich des
daran angeformten Kragens in einer gegenüber dem zweiten Ende 12 geneigten
Ebene, womit sich die in der 7 gezeigte
Befestigungsdose 1 auch in Panelen mit nicht parallel zueinander
verlaufenden Oberflächen
eingesetzt werden kann. Ansonsten entspricht die in der
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7 gezeigte
Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Befestigungsdose 1 der
Ausgestaltung in den 1 bis 6, weshalb
an dieser Stelle auf diese Figuren entsprechend Bezug genommen wird.
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Im
Folgenden wird nun unter Bezugnahme auf die 8 bis 10 eine
weitere Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Befestigungsdose 1 beschrieben,
welche bis auf den Rastmechanismus, mit welchem sich die erste Rohrhülse 2 mit
der zweiten Rohrhülse 3 verbinden
lässt,
mit der unter Bezugnahme auf die 1 bis 6 beschriebenen
Ausgestaltung identisch ist, sodass insoweit auf die Beschreibung
zu diesen Figuren Bezug genommen werden kann. Im Unterschied zu
der Ausführungsform
in den 1 bis 6 weist die in den 8 bis 10 gezeigte
Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Befestigungsdose 1 einen
Rastmechanismus auf, welcher mehrere Raststellungen der beiden Rohrhülsen 2, 3 erlaubt,
sodass diese in unterschiedlichen gewünschten Abständen relativ
zueinander aneinander fixiert werden können. In entsprechender Weise
zu der in den 1 bis 6 gezeigten
Ausführungsform
weist auch hier die erste Rohrhülse 2 zwei
sich beabstandet gegenüber
liegende Zungen 5 auf, welche in vertikaler Richtung kragartig
von der ersten Rohrhülse 2 vom
zweiten Ende 12 abstehen. An ihren freien Enden sind die
beiden Zungen 5 mit zwei hintereinander gestaffelten Rastnasen 6 ausgestattet.
Korrespondierend zu den beiden Zungen 5 ist auch hier die
zweite Rohrhülse 3 an
ihrem Außenumfang
an zwei gegenüber
liegenden Stellen mit zwei in vertikaler Richtung verlaufenden Nuten 7 ausgestattet,
welche in vertikaler Richtung eine Raststrecke 20 mit mehreren
Rasten ausbildet. Die Rasten der Raststrecke 20 sind dabei
auf die Geometrie der Rastnasen 6 an den Zungen 5 so
abgestimmt, dass die Rastnasen 6 formschlüssig mit
den Rasten der Raststrecke 20 in Eingriff gelangen können.
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Wenn
die beiden Rohrhülsen 2, 3 in
der in der 1 gezeigten Weise zusammen gefügt werden,
wodurch die Zungen 5 in die Nuten 7 eingreifen, führt dies
dazu, dass die Rastnasen 6 unmittelbar in die ersten Rasten
der Raststrecke 20 im Bereich der Nuten 7 formschlüssig eingreifen,
dass die erste Rohrhülse 2 und
die zweite Rohrhülse 3 unmittelbar in
einem gewissen Abstand zueinander aneinander fixiert werden, wie
dies in der 9 gezeigt ist. Die in der 9 gezeigte
Raststellung der beiden Rohrhülsen 2, 3 kann
beispielsweise dazu verwendet werden, um die Befestigungsdose 1 in
einem verhältnismäßig dicken
Panel 17 einbringen zu können. Im Falle, dass die erfindungsgemäße Befestigungsdose 1 jedoch
an einem dünneren
Panel 17 zum Einsatz kommen soll, können die beiden Rohrhülsen 2, 3 mittels
des beschriebenen Rastmechanismus weiter zusammen geführt werden,
bis die beiden Rohrhülsen 2, 3 vollflächig aneinander
liegen, wie dies in der 10 gezeigt
ist. Durch die Ausbildung der Raststrecke 20 im Bereich
der Nuten 7 lassen sich somit die beiden Rohrhülsen 2, 3 in
beliebigen gewünschten
Abständen
zueinander aneinander fixieren, womit ein und dieselbe Befestigungsdose 1 in
unterschiedlich dicken Panelen eingesetzt werden kann.
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Wie
der voran stehenden ausführlichen
Beschreibung entnommen werden kann, lässt sich die Abdeckung 4 mittels
der beiden Rohrhülsen 2, 3 sicher
im Bereich eines Befestigungslochs 18 zur Aufnahme eines
Befestigungselements 1 eines Panels fixieren, sodass das
zur Befestigung des Panels 17 erforderliche Befestigungselement 19 mittels
der Abdeckung 4 verdeckt werden kann, sodass das Befestigungselement 19 nach
außen
hin nicht in Erscheinung tritt.
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Ergänzend ist
darauf hinzuweisen, dass „umfassend" keine anderen Elemente
oder Schritte ausschließt
und „eine" oder „ein" keine Vielzahl ausschließt. Ferner
sei darauf hingewiesen, dass Merkmale oder Schritte, die mit Verweis
auf eines der obigen Ausführungsbeispiele
beschrieben worden sind, auch in Kombination mit anderen Merkmalen
oder Schritten anderer oben beschriebener Ausführungsbeispiele verwendet werden
können.
Bezugszeichen in den Ansprüchen
sind nicht als Einschränkung
anzusehen.
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- 1
- Befestigungsdose
- 2
- Erste
Rohrhülse
- 3
- Zweite
Rohrhülse
- 4
- Abdeckung
- 5
- Zunge
- 6
- Rastnase
- 7
- Nut
- 8
- Rastöffnung
- 9
- Kragen
- 10
- Kragen
- 11
- Erstes
Ende von 2
- 12
- Zweites
Ende von 2
- 13
- Erstes
Ende von 3
- 14
- Zweites
Ende von 3
- 15
- Durchgangsöffnung durch 3
- 16
- Filmscharnier
- 17
- Panel
- 18
- Befestigungsloch
- 19
- Befestigungselement
- 20
- Raststrecke