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Die
Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Kühlung insbesondere von elektronischen
Bauelementen nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
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Eine
derartige Kühlvorrichtung
ist aus der WO 2005/055319 A2 bekannt. Das bekannte System weist
einen Verdampfer zur Aufnahme von Wärme eines elektronischen Bauteils
sowie einen Kondensator zur Abgabe der Wärme an die Umgebung auf. Von
einem Ausgang des Verdampfers erstreckt sich ein Steigrohr, welches
in den Kondensator mündet.
In dem Steigrohr steigen Blasen verdampften Kältemittels von dem Verdampfer
in den Kondensator und bewirken so eine Umwälzung des Kältemittels in dem System. Das
Ende des Steigrohrs ist oberhalb eines sich während des Betriebes einstellenden
Flüssigkeitspegels
angeordnet.
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Es
ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, bei einer Vorrichtung der
eingangs genannten Art die Zirkulation eines Kältemittels in der Vorrichtung
zu erleichtern.
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Diese
Aufgabe wird durch eine Vorrichtung zur Kühlung mit den Merkmalen des
Patentanspruches 1 gelöst.
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Grundgedanke
der Erfindung ist es, den Strömungswiderstand
für ein
in der Vorrichtung zirkulierendes Kältemittel zu verringern, indem
eine Kältemittelleitung
wärmetauschereingangseitig
in den Wärmetauschereingang
hineingesteckt und wärmetauscherausgangseitig
auf den Wärmetauscherausgang
aufgesteckt wird. Hierdurch werden Engstellen für das Kältemittel und/oder Wirbelbildung
des Kältemittels
verhindert beziehungsweise zumindest verringert, so dass eine Zirkulation
des Kältemittels
auf kostengünstige
und einfache bauliche Weise gefördert
wird.
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Vorteilhafte
Ausführungsformen
sind Gegenstand der abhängigen
Ansprüche
und/oder werden im Folgenden unter Bezugnahme auf die Zeichnungen
näher erläutert. Es
zeigen:
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1 eine
perspektivische Ansicht einer Vorrichtung zur Kühlung von elektronischen Bauelementen,
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2 eine
Explosionsansicht einer Vorrichtung zur Kühlung von elektronischen Bauelementen,
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3 eine
Seitenansicht einer Vorrichtung zur Kühlung von elektronischen Bauelementen,
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4 einen
Längsschnitt
einer Vorrichtung zur Kühlung
von elektronischen Bauelementen,
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5 einen
Querschnitt einer Vorrichtung zur Kühlung von elektronischen Bauelementen,
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6 eine
Aufsicht einer Vorrichtung zur Kühlung
von elektronischen Bauelementen,
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7 einen
Längsschnitt
eines Verteilbehälters
eines Gaskühlers,
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8 eine
Seitenansicht einer Vorrichtung zur Kühlung von elektronischen Bauelementen,
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9 eine
perspektivische Ansicht einer Spannvorrichtung zum Andrücken eines
Kühlkörpers an
eine wärmeabgebende
Komponente, und
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10 sechs
Seitenansichten einer Spannvorrichtung zum Andrücken eines Kühlkörpers an eine
wärmeabgebende
Komponente.
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1 zeigt
eine Kühlvorrichtung 110,
die zur Kühlung
einer nicht dargestellten wärmeabgebenden Komponente,
bevorzugt eines Prozessors einer Rechenmaschine vorgesehen ist.
Die Kühlvorrichtung 110 weist
einen Verdampfer 120, einen Kondensator 130, eine
erste Kältemittelleitung 140 und
eine in 1 verdeckte zweite Kältemittelleitung
auf. Die erste Kältemittelleitung 140 verbindet
einen Verdampferausgang 150 mit einem verdeckten Kondensatoreingang
und die zweite Kältemittelleitung
verbindet einen verdeckten Kondensatorausgang mit einem ebenfalls
verdeckten Verdampfereingang. Der Verdampfer 120 ist in
eine Spannvorrichtung 160 eingesetzt, mit der die Kühlvorrichtung 110 auf
die wärmeabgebende
Komponente gespannt wird.
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Der
Kondensator 130 weist eine Befüllvorrichtung 165 auf,
welche an einem rohrförmigen
Verteilbehälter
des Kondensators 130 angelötet ist. Der Kondensator 130 ist
zwischen einer im Wesentlichen rechteckigen Abdeckung 170 mit
einer Aussparung 180 und einem Axiallüfter 190 eingefasst.
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Der
aus dem Verdampfer 120, dem Kondensator 130 und
der ersten und zweiten Kältemittelleitung
bestehende Kältemittelkreislauf
wird vor einem Einsatz über
die Befüllvorrichtung 165 erst
evakuiert und dann mit Kältemittel
befüllt,
wobei vorzugsweise das aus der Technik bekannte Kältemittel
R134a zur Anwendung kommt.
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Im
Betrieb überträgt der Verdampfer 120 Wärme von
der wärmeabgebenden
Komponente auf das in ihm befindliche Kältemittel, welches zumindest teilweise
verdampft und über
die erste Kältemittelleitung 140 in
den Kondensa tor 130 gelangt. Der Kondensator 130 überträgt Wärme von
dem in ihm befindlichen Kältemittel
auf Luft, die konvektiv oder von dem Axiallüfter 190 angetrieben
durch einen Rohr-Rippen-Block des Kondensators 130 und
durch die Aussparung 180 strömt. Somit wird das Kältemittel
in dem Kondensator 130 gekühlt und gegebenenfalls zumindest
teilweise kondensiert. Anschließend strömt das Kältemittel
von dem Kondensator 130 über die zweite Kältemittelleitung
wieder zurück
in den Verdampfer.
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2 zeigt
eine Kühlvorrichtung 210,
welche im Wesentlichen der Kühlvorrichtung 110 in 1 entspricht,
in Explosionsdarstellung. Die Kühlvorrichtung 210 weist
einen Verdampfer 220, einen Kondensator 230, eine
erste Kältemittelleitung 240 und
eine zweite Kältemittelleitung 245 auf.
Die erste Kältemittelleitung 240 verbindet
einen Verdampferausgang 250 mit einem verdeckten Kondensatoreingang
und die zweite Kältemittelleitung 245 verbindet einen
verdeckten Kondensatorausgang mit einem ebenfalls verdeckten Verdampfereingang.
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Der
Verdampfer 220 ist in eine Spannvorrichtung 260 eingesetzt,
mit der die Kühlvorrichtung 210 in 2 nach
unten auf die wärmeabgebende
Komponente gespannt wird. Die Spannvorrichtung 260 weist
hierzu ein erstes Zugelement 262 und ein zweites Zugelement 263 sowie
einen zwischen dem ersten und dem zweiten Zugelement angeordneten Spannsteg 264 auf.
Zum Andrücken
der Kühlvorrichtung 210 an
die wärmeabgebende
Komponente wird zunächst
das als Öse
ausgebildete und in 2 nach unten weisende erste
Zugelement 262 in ein als Nase an der wärmeabgebenden Komponente oder einem
mit ihr verbundenen Rahmenteil ausgebildetes Gegenstück eingehängt und
danach das ebenfalls als Öse
ausgebildete und nach unten weisende zweite Zugelement 263 nach
unten gedrückt
und ebenfalls in ein Gegenstück
eingehängt,
wodurch über
den Spannsteg 264 eine Spannkraft auf den in eine Aufnahme 266 des
Spannsteges 264 eingesetzten Verdampfer 220 einwirkt,
welche den Verdampfer an die wärmeabgebende
Komponente nach unten andrückt.
Die Spannrichtung ist also in 1 und 2 nach
unten.
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Der
Kondensator 230 weist eine Befüllvorrichtung 265 auf,
welche an einem rohrförmigen
Verteilbehälter 232 des
Kondensators 230 angelötet
ist. Der Kondensator 230 ist zwischen einerseits einer
im Wesentlichen rechteckigen Abdeckung 270 mit einem den
Kondensator 230 umgreifenden Rahmen 275 und einer
Aussparung 280 und andererseits einem Axiallüfter 290 eingefasst.
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Im
Betrieb überträgt der Verdampfer 220 über in einer
Schutzhülle 222 befindliche
Wärmeleitpaste
und eine Kühlplatte 224 Wärme von
der wärmeabgebenden
Komponente auf das in ihm befindliche Kältemittel, welches zumindest
teilweise verdampft. Zur verbesserten Wärmeübertragung weist die Kühlplatte
bevorzugt Kühlelemente,
wie beispielsweise Rippen, Noppen oder Stifte auf, welche in den
Verdampfer hineinragen, um von Kältemittel umströmt zu werden.
Ein Deckel 226 schließt
den Verdampfer 220 und nimmt gegebenenfalls die Kühlelemente
in sich auf.
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Über die
erste Kältemittelleitung 240 gelangt das
Kältemittel
in den Kondensator 230. Der Kondensator 230 überträgt Wärme von
dem Kältemittel
auf Luft, die konvektiv oder von dem Axiallüfter 290 angetrieben
durch einen Rohr-Rippen-Block 234 des Kondensators 230 und
durch die Aussparung 280 der Abdeckung 270 strömt. Der
Axiallüfter 290 weist
hierzu ein Lüfterrad
mit einer Nabe 292, Lüfterschaufeln 294 und
einem Außenring 296 auf,
welches in einem Lüftergehäuse 298 umläuft, angetrieben
durch einen von der Nabe verdeckten elektrischen Lüftermotor.
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Das
Kältemittel
strömt
durch einen verdeckten Kondensatoreingang in den Verteilbehälter 232 des
Kondensators 230 ein und wird auf die Flachrohre 236 des
Rohr-Rippen-Blockes 232 verteilt, welche wiederum in Rohröffnungen
des Verteilbehälters 232 eingelötet sind.
Nach einem Wärmeübertrag
auf die die Rippen 237 umströmende Luft wird das gekühlte und
gegebenenfalls kondensierte Kältemittel
in dem Sammelbehälter 238 gesammelt
und strömt
anschließend über einen
Kondensatorausgang über
die zweite Kältemittelleitung 245 wieder
zurück
in den Verdampfer 220.
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Der
Kondensator 230 und vorzugsweise auch der Verdampfer 230 und
die erste und zweite Kältemittelleitung
sind aus einem Metall, bevorzugt Aluminium, oder einer Legierung,
bevorzugt Aluminiumlegierung, hergestellt und gelötet. Die
Abdeckung 270, die Einzelteile des Axiallüfters 290 mit
Ausnahme des Lüftermotors
und/oder die Spannvorrichtung 260 sind vorzugsweise aus
Kunststoff hergestellt, bevorzugt durch ein Spritzgussverfahren.
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3 zeigt
eine Kühlvorrichtung 310 in
einer Seitenansicht. Die Kühlvorrichtung 310 weist
einen Verdampfer 320, einen Kondensator 330, eine
erste Kältemittelleitung 340 und
eine zweite Kältemittelleitung 345 auf.
Die erste Kältemittelleitung 340 verbindet
einen Verdampferausgang 350 mit einem von einer Abdeckung 370 verdeckten
Kondensatoreingang und die zweite Kältemittelleitung 345 verbindet
einen verdeckten Kondensatorausgang mit einem Verdampfereingang 352.
Ein Axiallüfter 390 schließt sich an
den Kondensator 330 an und befindet sich in der Nähe des Verdampfers 320,
so dass zwischen dem Axiallüfter 390 und
dem Verdampfer 320 kein Raum für das Aufbringen einer Spannvorrichtung
verbleibt.
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Im
Betrieb überträgt der Verdampfer 320 über eine
Kühlplatte 324 Wärme von
einer wärmeabgebenden
Komponente auf in ihm befindliches Kältemittel, welches zumindest
teilweise verdampft. Ein Deckel 326 schließt den Verdampfer 320 und
nimmt gegebenenfalls vorhandene Kühlelemente in sich auf.
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Über die
erste Kältemittelleitung 340 gelangt das
Kältemittel
in den Kondensator 330. Der Kondensator 330 überträgt Wärme von
dem Kältemittel
auf Luft, die konvektiv oder von dem Axiallüfter 390 angetrieben
durch den Kondensator 330 strömt. Nach einem Wärmeübertrag
auf die Luft strömt
das gekühlte
und gegebenenfalls kondensierte Kältemittel über einen Kondensatorausgang
in die zweite Kältemittelleitung 345 und
von dort wieder zurück
in den Verdampfer 320. Die Zirkulation des Kältemittels
ist in 3 durch Pfeile angedeutet.
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Um
eine Zirkulation des Kältemittels
in der gewünschten
Weise zu fördern,
ist der Verdampferausgang 350 geodätisch höher als der Verdampferein gang 352 angeordnet.
Da gegebenenfalls Dampfblasen im Kältemittel in dem Verdampfer
nach oben steigen, wird somit ein Übertritt der Dampfblasen über den
Verdampferausgang 350 in die erste Kältemittelleitung 340 unterstützt, ein Übertritt
der Dampfblasen über
den Verdampfereingang 352 in die zweite Kältemittelleitung 345 hingegen
behindert.
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Darüberhinaus
wird die Zirkulation des Kältemittels
dadurch unterstützt,
dass die erste Kältemittelleitung 340 einen
vorzugsweise um etwa ein Viertel größeren Durchmesser besitzt als
die zweite Kältemittelleitung 345.
Vorteilhaft ist ein Durchmesser von 10 mm für die erste Kältemittelleitung 340 und ein
Durchmesser von 8 mm für
die zweite Kältemittelleitung.
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Ebenfalls
vorteilhaft für
die Zirkulation des Kältemittels
sind der zumindest waagrechte Verlauf und größtenteils stetige Anstieg der
ersten Kältemittelleitung 340 von
dem Verdampferausgang 350 zu dem Kondensatoreingang sowie
das stetige Gefälle der
zweiten Kältemittelleitung 345 von
dem Kondensatorausgang zu dem Verdampfereingang 352.
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4 zeigt
eine Kühlvorrichtung 410 in
einem Längsschnitt.
Die Kühlvorrichtung 410 weist
einen Verdampfer 420, einen Kondensator 430, eine erste
Kältemittelleitung 440 und
eine zweite Kältemittelleitung 445 auf.
Die erste Kältemittelleitung 440 verbindet
einen Verdampferausgang 450 mit einem Kondensatoreingang 455 und
die zweite Kältemittelleitung 445 verbindet
einen Kondensatorausgang 458 mit einem vor der Zeichenebene
angeordneten und daher nicht sichtbaren Verdampfereingang.
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Über die
erste Kältemittelleitung 440 gelangt ein
schwarz dargestelltes Kältemittel
von dem Verdampfer 420 aus über den Verdampferausgang 450, die
erste Kältemittelleitung 440 und
den Kondensatoreingang 455 in einen im Wesentlichen zylindrischen
Verteilbehälter 432 des
Kondensators 430. Der Kondensator 430 überträgt Wärme von
dem Kältemittel
auf Luft, die durch den Rohr-Rippen-Block 434 des Kondensators 430 strömt. Nach
einem Wärmeübertrag
auf die Luft wird das gekühlte
und gegebenenfalls kondensierte Kältemittel in einem Sammelbehälter 438 gesammelt
und strömt über den Kondensatorausgang 458 in
die zweite Kältemittelleitung 445 und
von dort wieder zurück
in den Verdampfer 420.
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Um
eine Zirkulation des Kältemittels
in der gewünschten
Weise zu fördern,
ist der Verdampferausgang 450 geodätisch höher als der Verdampfereingang
angeordnet. Darüberhinaus
wird die Zirkulation des Kältemittels
dadurch unterstützt,
dass die erste Kältemittelleitung 440 einen
vorzugsweise um etwa ein Viertel größeren Durchmesser besitzt als
die zweite Kältemittelleitung 445.
Vorteilhaft ist ein Durchmesser von 10 mm für die erste Kältemittelleitung 440 und
ein Durchmesser von 8 mm für
die zweite Kältemittelleitung.
Ebenfalls vorteilhaft für
die Zirkulation des Kältemittels
sind der zumindest waagrechte Verlauf und größtenteils stetige Anstieg der ersten
Kältemittelleitung 440 sowie
das stetige Gefälle
der zweiten Kältemittelleitung 445.
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Vorteilhaft
ist es, den Strömungswiderstand für das in
der Kühlvorrichtung 410 zirkulierende
Kältemittel
zu verringern, indem die erste Kältemittelleitung 440 in
den Kondensatoreingang 455 mit einem Überstand hineingesteckt und
auf den Verdampferausgang 450 aufgesteckt wird. Ein ähnlicher
Vorteil wird dadurch erreicht, dass die zweite Kältemittelleitung 445 in
den Verdampfereingang mit einem Überstand
hineingesteckt und auf den Kondensatorausgang 458 aufgesteckt
wird. Hierdurch werden Engstellen für das Kältemittel und/oder eine Wirbelbildung
des Kältemittels
verhindert beziehungsweise zumindest verringert, so dass die Zirkulation
des Kältemittels
in der gewünschten
Richtung auf kostengünstige
und einfache bauliche Weise gefördert
wird. Durch das Einstecken wird unter Umständen eine Rückströmung kondensierten Kältemittels
in die erste Kältemittelleitung 440 beziehungsweise
verdampfenden Kältemittels
in die zweite Kältemittelleitung 445 vermieden
oder zumindest gebremst.
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Eine
einfache Bauweise ist unter Umständen durch
das Vorsehen eines nach außen
abstehenden Kragens 451 am Verdampferausgang 450 und/oder eines
nach außen
abstehenden Kragens 459 am Kondensatorausgang 458.
Vorzugsweise haben der Kragen 451 und der Kragen 459 jeweils
einen ähnlichen
oder größeren Innendurchmesser
als die erste beziehungsweise zweite Kältemittelleitung, so dass keine
Engstelle für
das Kältemittel entsteht.
Die erste und die zweite Kältemittelleitung
weisen dann für
das Aufstecken ein erstes aufgeweitetes Rohrende 441 beziehungsweise
ein zweites aufgeweitetes Rohrende 446 mit Innenabmessungen,
die den Außenabmessungen
des Kragens 451 beziehungsweise des Kragens 459 entsprechen,
auf.
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5 zeigt
eine Kühlvorrichtung 510 in
einem Querschnitt, welche der Kühlvorrichtung 410 in 4 im
Wesentlichen entspricht. Die Kühlvorrichtung 510 weist
einen Verdampfer 520, einen Kondensator 530, eine
nicht in der Zeichenebene angeordnete erste Kältemittelleitung und eine zweite
Kältemittelleitung 545 auf.
Die zweite Kältemittelleitung 545 verbindet
einen Kondensatorausgang 558 mit einem Verdampfereingang 552 und
verlässt
abschnittsweise die Zeichenebene und ist daher nicht vollständig dargestellt.
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In
dem Sammelbehälter 558 des
Kondensators 530 sind Rohröffnungen 531 vorgesehen,
in welche Flachrohre 536 eingesteckt und gelötet sind.
Die Flachrohre 536 sind durch Längstrennwände 539 in Strömungskanäle 535 unterteilt,
wobei die Strömungskanäle 535 während einer
Kondensation des Kältemittels
teilweise mit Kältemittel
gefüllt
sind und in denen kondensiertes Kältemittel ebenfalls gekühlt wird.
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Eine
einfache Bauweise ist unter Umständen durch
das Vorsehen eines nach außen
abstehenden Kragens 559 am Kondensatorausgang 558.
Vorzugsweise hat der Kragen 459 einen ähnlichen oder größeren Innendurchmesser
als die zweite Kältemittelleitung 545,
so dass keine Engstelle für
das Kältemittel
entsteht. Die zweite Kältemittelleitung 545 weist für das Aufstecken
ein zweites aufgeweitetes Rohrende 546 mit Innenabmessungen,
die den Außenabmessungen
des Kragens 459 entsprechen, auf.
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6 zeigt
eine Kühlvorrichtung 610,
die zur Kühlung
einer nicht dargestellten wärmeabgebenden Komponente,
bevorzugt eines Prozessors einer Rechenmaschine vorgesehen ist.
Die Kühlvorrichtung 610 weist
einen Verdampfer 620, einen Kondensator 630, eine
erste Kältemittelleitung 640 und
eine zweite Kältemittelleitung 645 auf.
Der Verdampfer 620 ist in eine Spannvorrichtung 660 eingesetzt,
mit der die Kühlvorrichtung 610 auf
die wärmeabgebende
Komponente gespannt wird.
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Der
Kondensator 630 weist eine Befüllvorrichtung 665 auf,
welche an einem rohrförmigen
Verteilbehälter 632 des
Kondensators 630 angelötet
ist. Der Kondensator 630 ist zwischen einer nicht dargestellten
Abdeckung und einem Axiallüfter 690 eingefasst.
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Der
aus dem Verdampfer 620, dem Kondensator 630 und
der ersten und zweiten Kältemittelleitung
bestehende Kältemittelkreislauf
wird vor einem Einsatz über
die Befüllvorrichtung 665 erst
evakuiert und dann mit Kältemittel
befüllt.
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7 zeigt
den Schnitt A-A aus 6. Der Verteilbehälter 632 weist
einen Kondensatoreingang 655 für ein Einstecken und Einlöten der
ersten Kältemittelleitung 640 sowie
eine Befüllöffnung 656 für ein Einlöten der
Befüllvorrichtung 665 auf.
Die im Wesentlichen zylindrische Befüllvorrichtung 665 ist
als Stutzen längsseitig
am rohrförmigen
Verteilbehälter 632 angeordnet.
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Zum
Befüllen
der Kühlvorrichtung 610 wird eine
dritte Kältemittelleitung
an ein Ventilgehäuse 666 der
als Ventil ausgebildeten Befüllvorrichtung 665 angeschlossen,
indem ein am Ende der dritten Kältemittelleitung
angeordnetes Kupplungselement auf das Ventilgehäuse 666 aufgeschraubt
wird. Dabei verschiebt das Kupplungselement einen Ventileinsatz 668 in
einem Kanal 669 in 7 nach links in
eine Befüllposition,
wobei ein nicht gezeigtes Federelement innerhalb des Ventileinsatzes 668,
welches über
ein Anschlagelement 667 an der Befüllöffnung 656 des Verteilbehälters 632 oder
an dem Ventilgehäuse 666 abgestützt ist,
gespannt wird.
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Die
Kühlvorrichtung 610 wird
zunächst über den
in der Befüllposition
durch den Ventileinsatz 668 freigegebenen Kanal 669 und
die dritte Kältemittelleitung
evakuiert und anschließend über die
dritte Kältemittelleitung
und den Kanal 669 mit Kältemittel
befüllt.
Anschließend
wird das Kupplungselement wieder von der Befüllvorrichtung abgeschraubt,
wobei das Federelement in dem Ventileinsatz 668, unter Umständen unterstützt durch
einen Überdruck des Kältemittels
in der Kühlvorrichtung 610,
den Ventileinsatz 668 in 7 nach rechts
in eine Verschlussposition bewegt, in der der Ventileinsatz 668 den
Kanal 669 versperrt und mittels zumindest eines Dichtringes
abdichtet.
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8 zeigt
die Kühlvorrichtung 610 aus 6 in
einer Seitenansicht. Das Rohr-Rippen-Netz 634 ist dabei
zwischen dem zylindrischen Verteilbehälter 632 und einem
ebenfalls zylindrischen Sammelbehälter 638 des Kondensators 630 angeordnet. Die
Befülleinrichtung
ist rechtwinklig zu dem Rohr-Rippen-Netz
am Verteilbehälter
angeordnet. Hierdurch wird eine platzsparende Bauweise bei gleichzeitiger
guter Zugänglichkeit
der Befüllvorrichtung
erreicht.
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9 zeigt
eine Spannvorrichtung 910, die für ein Andrücken eines Kühlkörpers an
eine wärmeabgebende
Komponente, beispielsweise an einen Prozessor einer Rechenmaschine
vorgesehen ist, in einer perspektivischen Ansicht. Die Spannvorrichtung 910 weist
ein erstes Zugelement 920 und ein zweites Zugelement 930 sowie
einen dazwischen angeordneten Spannsteg 940 auf. Der Spannsteg 940 weist
eine Aufnahme 950 für
einen Kühlkörper sowie ein
verdecktes erstes Halteelement 960 und ein zweites Halteelement 970 auf.
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Zum
Andrücken
des Kühlkörpers an
die wärmeabgebende
Komponente wird zunächst
der Kühlkörper in 9 von
oben in die Aufnahme eingesetzt. Ein seitlicher erster Vorsprung
des Kühlkörpers wird dabei
unter das als Absatz ausgebildete Halteelement 960 geschoben,
wonach ein dem ersten Vorsprung gegenüberliegender zweiter Vorsprung
des Kühlkörpers unter
das zweite Halteelement 970 gedrückt wird. Dies wird durch ein
elastisches Zurückweichen
des hinteren Teilsteges 945 des Spannsteges 940 ermöglicht und
durch eine schräge
Rampe 975 des zweiten Halteelementes 970 erleichtert.
Im Falle der Verwendung eines Verdampfers gemäß einer der 1 bis 8 als
Kühlkörper dient
beispielsweise ein Überstand
der Kühlplatte
gegenüber dem
Deckel des Verdampfers als Vorsprung.
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Vorteilhafterweise
weist der Kühlkörper einen
Anschlag für
die Spannvorrichtung 910 nach oben auf, so dass die Spannvorrichtung 910 nach dem
Ein setzen des Kühlkörpers in
die Aufnahme 950 am Kühlkörper fixiert
ist. Im Falle der Verwendung eines Verdampfers gemäß einer
der 1 bis 8 als Kühlkörper dient beispielsweise die
fest mit dem Verdampfer verbundene, insbesondere gelötete erste
und/oder zweite Kältemittelleitung
als Anschlag.
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Die
auf diese Weise erhaltene Kühlkörperanordnung
wird schließlich
auf die wärmeabgebende Komponente
oder einen mit ihr verbundenen Rahmen, beispielsweise eine Elektronikplatine,
gespannt. Hierzu wird zunächst
das als nach unten weisende Öse
ausgebildete erste Zugelement 920 in eine Nase an dem Rahmen
eingehängt
und anschließend
das zweite Zugelement 930 niedergedrückt und ebenfalls in eine Nase
eingehängt.
Um das Niederdrücken
zu erleichtern, weist die Spannvorrichtung 910 im Bereich
des zweiten Zugelementes 930 eine Aufnahme 980 für ein Werkzeug,
wie beispielsweise einen Schraubenzieher, auf.
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10 zeigt
sechs Seitenansichten einer Spannvorrichtung 1010, die
der Spannvorrichtung 910 in 9 im Wesentlichen
entspricht, von sechs verschiedenen Seiten. Die Spannvorrichtung 1010 weist
ein erstes Zugelement 1020 und ein zweites Zugelement 1030 sowie
einen dazwischen angeordneten Spannsteg 1040 auf. Der Spannsteg 1040 weist
eine Aufnahme 1050 für
einen Kühlkörper sowie
ein erstes Halteelement 1060 und ein zweites Halteelement 1070 auf.
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Zum
Andrücken
des Kühlkörpers an
die wärmeabgebende
Komponente wird zunächst
der Kühlkörper in
Spannrichtung in die Aufnahme eingesetzt. Ein seitlicher erster
Vorsprung des Kühlkörpers wird dabei
unter das als Absatz ausgebildete Halteelement 1060 geschoben,
wonach ein dem ersten Vorsprung gegenüberliegender zweiter Vorsprung
des Kühlkörpers unter
das zweite Halteelement 1070 gedrückt wird. Dies wird durch ein
elastisches Zurückweichen
des hinteren Teilsteges 1045 des Spannsteges 1040 ermöglicht und
durch eine schräge
Rampe 1075 des zweiten Halteelementes 1070 erleichtert.
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Die
auf diese Weise erhaltene Kühlkörperanordnung
wird schließlich
auf die wärmeabgebende Komponente
oder einen mit ihr verbundenen Rahmen, beispielsweise eine Elektronikplatine,
gespannt. Hierzu wird zunächst
das als nach unten weisende Öse
ausgebildete erste Zugelement 1020 in eine Nase an dem
Rahmen eingehängt
und anschließend
das zweite Zugelement 1030 niedergedrückt und ebenfalls in eine Nase
eingehängt.
Um das Niederdrücken
zu erleichtern, weist die Spannvorrichtung 1010 im Bereich
des zweiten Zugelementes 1030 eine Aufnahme 1080 für ein Werkzeug,
wie beispielsweise einen Schraubenzieher, auf.
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Darüberhinaus
ist das zweite Zugelement 1030 als nach außen schwenkbarer
Bügel,
vorzugsweise Metallbügel,
ausgebildet und weist einen Vorsprung 1035 als Montagehilfe
auf. Das zweite Zugelement 1030 kann damit selbst oder über den
Vorsprung 1035 im niedergedrückten Zustand leicht in das
dafür vorgesehene
Gegenstück,
beispielsweise in eine Nase eingeschwenkt und anschließend Iosgelassen
werden. Der Spannsteg 1040 ist dann gespannt und erzeugt
eine Spannkraft, die über
die Zugelemente als Zugkraft und über den Kühlkörper als Druckkraft auf die
wärmeabgebende
Komponente übertragen
wird, so dass ein ausreichender Wärmeübergang von der wärmeabgebenden
Komponente auf den Kühlkörper gewährleistet
ist.
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Die
Erfindung wurde anhand einer Kühlvorrichtung
für ein
elektronisches Bauteil beispielhaft beschrieben, ist jedoch nicht
auf die beschriebenen Ausführungsformen
beschränkt.
Es wird darauf aufmerksam gemacht, dass die vorliegende Erfindung auch
anderweitig einsetzbar ist. Sämtliche
beschriebenen Gegenstände
sind beliebig untereinander kombinierbar. Ebenso sind sämtliche
Merkmale jedes beschriebenen Gegenstandes beliebig mit sämtlichen
Merkmalen der anderen Gegenstände
kombinierbar oder durch sie ersetzbar.