[go: up one dir, main page]

DE102006019851B4 - Druckgießmaschine - Google Patents

Druckgießmaschine Download PDF

Info

Publication number
DE102006019851B4
DE102006019851B4 DE200610019851 DE102006019851A DE102006019851B4 DE 102006019851 B4 DE102006019851 B4 DE 102006019851B4 DE 200610019851 DE200610019851 DE 200610019851 DE 102006019851 A DE102006019851 A DE 102006019851A DE 102006019851 B4 DE102006019851 B4 DE 102006019851B4
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
casting
machine according
die casting
casting machine
mold cavity
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Fee Related
Application number
DE200610019851
Other languages
English (en)
Other versions
DE102006019851A1 (de
Inventor
Erich Blümcke
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Audi AG
Original Assignee
Audi AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Audi AG filed Critical Audi AG
Priority to DE200610019851 priority Critical patent/DE102006019851B4/de
Publication of DE102006019851A1 publication Critical patent/DE102006019851A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE102006019851B4 publication Critical patent/DE102006019851B4/de
Expired - Fee Related legal-status Critical Current
Anticipated expiration legal-status Critical

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D17/00Pressure die casting or injection die casting, i.e. casting in which the metal is forced into a mould under high pressure
    • B22D17/20Accessories: Details
    • B22D17/2015Means for forcing the molten metal into the die
    • B22D17/2023Nozzles or shot sleeves

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Injection Moulding Of Plastics Or The Like (AREA)
  • Molds, Cores, And Manufacturing Methods Thereof (AREA)

Abstract

Druckgießmaschine mit einer Gießkammer (5), in der ein Gießkolben (7) verschiebbar geführt ist und die über eine Gießöffnung (11) mit einem Formhohlraum (15) verbunden ist, welchem Gießkolben (7) zumindest eine stirnseitige Aufprallwand (9, 23) gegenüberliegt, mittels der die Fließrichtung (F) eines vom Gießkolben (7) in den Formhohlraum (15) gepressten Gießmaterials (25) änderbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufprallwand (9, 23) eine noppenartige Oberflächenstruktur (21) mit einer Vielzahl von Noppen (27) zur Dämpfung einer Wellenbewegung einer in der Gießkammer (5) befindlichen Schmelze aufweist und die Länge (a), Breite (b) und Tiefe (c) jedes der Noppen (27) in einem Bereich zwischen 10% und 20% eines Gießkammer-Durchmessers (e) liegen.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Druckgießmaschine nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
  • Druckmaschinen weisen regelmäßig eine horizontal angeordnete Gießkammer mit einem Gießkolben auf, der eine Gießmaterial-Schmelze über einen Gießlauf in einen oberhalb der Gießkammer angeordneten Formhohlraum presst. Um Lufteinschlüsse in der Schmelze zu vermeiden, können die über der Schmelze befindlichen Gase über den Formhohlraum nach oben abströmen.
  • Aus der EP 0 940 206 A1 ist eine Druckgießmaschine mit einem in einer Gießkammer verschiebbar geführten Gießkolben bekannt. Die Gießkammer ist über einen Gießlauf mit einem Formhohlraum verbunden. Bei einem Füllvorgang zum Füllen des Formhohlraums mit der Schmelze drückt der Gießkolben die Schmelze gegen eine stirnseitige Gießkammerwand, wodurch die Schmelze zum Gießlauf umgelenkt wird.
  • Die stirnseitige Gießkammerwand ist durch ein Aufprallelement gebildet, das in seinem unteren Bereich eine zum Gießkolben offene Aufprallkavität aufweist, in der sich ein Teil einer Oxidhaut des Gießmaterials sammelt.
  • Bei größeren Gießkolben-Beschleunigungen kann sich in der Schmelze eine Wellenfront bilden. Diese reißt nach dem Ende des Beschleunigungsvorgangs von dem Gießkolben ab und prallt gegen die stirnseitige Schusskammerwand, von welcher sie in Richtung auf den Gießkolben zurückgeworfen wird. Die zurückgeworfene Welle überlagert sich dabei mit der Bugwelle, die der beschleunigte Gießkolben vor sich herschiebt. Durch die Überlagerung dieser beiden gegenläufigen Wellenfronten kann es zu Lufteinschlüssen und Verwirbelungen in der Schmelze kommen, wodurch die Qualität des zu gießenden Werkstückes beeinträchtigt ist.
  • Aus der DE 43 10 755 C2 ist eine gattungsgemäße Druckgießmaschine mit einer Gießkammer bekannt, in der ein Gießkolben verschiebbar geführt ist und die über eine Gießöffnung mit einem Formhohlraum verbunden ist. Dem Gießkolben liegt zumindest eine stirnseitige Aufprallwand gegenüber, mittels der die Fließrichtung eines vom Gießkolben in den Formhohlraum gepressten Gießmaterials änderbar ist.
  • Vor einem Gießvorgang wird gemäß der DE 43 10 755 C2 eine Klemmscheibe in die Gießkammer eingeschoben. Die Klemmscheibe begrenzt zusammen mit dem Gießkolben einen Raum innerhalb der Gießkammer, der über die Einfüllöffnung mit einer Schmelze gefüllt wird. Der Raum in der Gießkammer wird auf diese Weise vollständig ohne Lufteinschluss mit Schmelze gefüllt. Anschließend wird über den Gießkolben und die Schmelze die Klemmscheibe in Richtung auf die bewegliche Formhälfte geschoben, bis die Klemmscheibe in eine Aussparung der Formhälfte gelangt. Dadurch ist für die Schmelze der Weg von der Gießkammer zum Formhohlraum freigegeben.
  • Die DE 41 12 408 C2 und das Fachmagazin „Gießerei 85, 1998, Heft 3, Seite 94" befassen sich mit dem Aufbringen eines Schmierstoff- und Trennstoff- Films auf die Druckgießform. Aus der DE 2 301 930 A sind allgemein Wellenbrecher für den Küstenschutz gezeigt, um Meereswogen zu glätten.
  • Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Druckgießmaschine bereitzustellen, bei der auch bei größeren Kolben-Beschleunigungen qualitativ hochwertige Werkstücke herstellbar sind.
  • Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen offenbart.
  • Nach dem kennzeichnenden Teil des Patentanspruches 1 weist eine dem Gießkolben gegenüberliegende stirnseitige Aufprallwand, gegen die eine Wellenfront der Schmelze prallen kann, eine noppenartige Oberflächenstruktur auf. Mit der noppenartigen Oberflächenstruktur ist die Aufprallwand derart unregelmäßig gestaltet, dass die aufprallende Schmelzen-Wellenfront nicht als eine rücklaufende Welle mit gemeinsamer Wellenfront reflektiert wird. Vielmehr wird die Schmelzen-Welle an der noppenartigen Oberflächenstruktur in eine Vielzahl von Einzelwellen mit jeweils unterschiedlichen Wellenfronten reflektiert, die sich einander unregelmäßig überlagern und sich so in ihrer Ausbreitung gegenseitig behindern. Die Wellenbewegung der in der Gießkammer befindlichen Schmelze wird somit gedämpft. Entsprechend sind Lufteinschlüsse und/oder Verwirbelungen in der Schmelze aufgrund gegenläufiger Wellenfronten in der Gießkammer reduziert.
  • Die Größe einer sich durch die Kolben-Beschleunigung ergebenden Wellenfront der Schmelze hängt im Wesentlichen auch vom Gießkammer-Durchmesser ab. Bei der Dimensionierung der Noppen der noppenartigen Oberflächenstruktur wird daher bevorzugt Bezug auf den Gießkammer-Durchmesser genommen. Eine besonders günstige Absorptionswirkung der Noppen wird erfindungsgemäß erzielt, wenn deren Länge, Breite und Tiefe in einem Bereich zwischen 10% und 20% des Gießkammer-Durchmessers liegen. Besonders bevorzugt ist dabei ein Wert von 15% des Gießkammer-Durchmessers. Dieser Wert gewährleistet einerseits eine ausreichend gute Absorptionswirkung und andererseits hält sich der durch die Noppen-Oberfläche erhöhte Wärmeverlust in Grenzen.
  • Die Noppenabstände können dabei bevorzugt in einem Bereich zwischen 3 und 7% des Gießkammer-Durchmessers liegen. Dadurch können zwischen den Noppen Rillen gebildet werden, die mit ihrer Tiefe und Breite die Wellenbewegung der Schmelze weitgehend dämpfen.
  • Die oben genannte Aufprallwand kann etwa die stirnseitige Gießkammerwand sein, gegen die der Gießkolben das Gießmaterial drückt, um es zum Gießlauf umzulenken. Für den Fall, dass der Gießlauf in der stirnseitigen Gießkammerwand mündet, kann ein Innenwandabschnitt des Gießlaufes eine zusätzliche Aufprallwand sein.
  • Damit die Reflexion der gegen die Aufprallwand prallenden Wellenfront der Schmelze möglichst unregelmäßig erfolgt, kann die noppenartige Oberflächenstruktur über die gesamte stirnseitige Gießkammerwand ausgedehnt sein. Dadurch erhöht sich die Anzahl der reflektierten Einzelwellen, so dass sich die Schmelzen-Oberfläche auch bei größeren Gießkolben-Beschleunigungen schnell beruhigen kann.
  • Durch die Vielzahl von Noppen ist eine besonders „offenporige" Aufprallwand bereitstellbar, um die Bildung der Vielzahl von reflektierten Einzelwellen zu erhöhen. Dies wird weiter verstärkt, wenn die Noppen nicht abgerundet, sondern mit einem Kantenprofil ausgeführt sind. Beispielhaft können die Noppen quaderförmig oder pyramidenförmig ausgebildet sein. Die Noppen können dabei bevorzugt über Rillen voneinander beabstandet sein, die sich jeweils über die gesamte Aufprallwand erstrecken können. Die sich in solchen Rillen sammelnde und anschließend zurückgeworfene Schmelze kann besonders wirkungsvoll in ihrer Wellenbewegung gedämpft werden. Besonders bevorzugt ist es dabei, wenn die Noppen der Aufprallwand waffelförmig angeordnet sind. Die Noppen können außerdem mit einer im Wesentlichen planen oder ebenen Stirnfläche gebildet sein, die einer aufprallenden Schmelzen-Wellenfront einen zusätzlichen Strömungswiderstand entgegensetzt.
  • Die Noppen sind dabei mit Entformungsschrägen ausgeführt, damit das Druckguss-Bauteil nach einem erfolgten Formvorgang aus der Form der Druckgießmaschine entnehmbar ist.
  • Bei einem Füllvorgang des Formhohlraums ist es bevorzugt, in einer ersten Füllphase zunächst einen zum Formhohlraum führenden Gießlauf mit einer niedrigen Gießkolbengeschwindigkeit zu füllen, um ein Abströmen der über der Schmelze befindlichen Gase von der Gießkammer in den Formhohlraum und weiter über ein Entlüftungsventil in die Umgebung zu ermöglichen. Erst zu Beginn der zweiten Füllphase wird dann die Kolbengeschwindigkeit des Gießkolbens stark beschleunigt, um die Füllzeit des Formhohlraums zu verringern und damit die Wahrscheinlichkeit von Erstarrungslunkern im Gießwerkstück zu minimieren. Um dabei einen Strömungswiderstand im Gießlauf möglichst gering zu halten, ist es günstig, die Gießöffnung mit den anschließenden Gießlauf vollständig in der stirnseitigen Gießkammerwand anzuordnen.
  • Nachfolgend ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der beigefügten Figuren beschrieben. Es zeigen:
  • 1 In einer grob schematischen Seitenschnittdarstellung eine Druckgießmaschine;
  • 2 in einer vergrößerten Teilansicht die Oberflächenstruktur einer stirnseitigen Gießkammerwand; und
  • 3 ein Geschwindigkeitsprofil des Gießkolbens bei einem Füllvorgang zum Füllen eines Formhohlraums mit Gießmaterial.
  • In der 1 ist eine Druckgießmaschine zur Formung von Metall-Druckgussbauteilen gezeigt. Die Druckgießmaschine weist einen horizontal angeordneten Gießzylinder 1 auf, an dessen Zylindermantelfläche oberseitig sich eine Einfüllöffnung 3 befindet, durch die eine flüssige Metallschmelze in eine vom Gießzylinder 1 begrenzte Gießkammer 5 dosierbar ist. Die Gießkammer 5 ist begrenzt durch einen verschiebbar in den Gießzylinder 1 geführten Gießkolben 7 sowie ein stirnseitiges Aufprallelement 9. Im Aufprallelement 9 befindet sich eine Gießöffnung 11. Die Gießkammer 5 ist über die Gießöffnung 11 und einem folgenden Gießlauf 13 mit einem Formhohlraum 15 in Verbindung. Der Formhohlraum 15 ist gemäß der 1 durch zwei gegenüberliegende Formhälften 17, 19 begrenzt, von denen die in der 1 gezeigte rechte Formhälfte 17 beweglich und die linke Formhälfte 19 ortsfest ist.
  • Gemäß der 1 erstreckt sich der Gießlauf 13 zunächst horizontal aus dem Aufprallelement 9 heraus und wird anschließend nach einer 90°-Krümmung 20 senkrecht nach oben zum Formhohlraum 15 geführt.
  • Wie aus der 1 hervorgeht, weist das Aufprallelement 9 an seiner, dem Gießkolben 7 zugewandten Seite eine noppenartige Oberflächenstruktur 21 auf. Dieselbe noppenartige Oberflächenstruktur 21 weist auch der krümmungsäußere Wandabschnitt 23 der 90°-Krümmung 20 des Gießlaufes 13 auf. Bei einem später beschriebenen Füllvorgang zum Füllen des Formhohlraums 15 mit dem flüssigen Gießmaterial 25 bilden sowohl die Gießkammerstirnseite des Aufprallelements 9 als auch der krümmungsäußere Wandabschnitt 23 des Gießlaufes 13 eine Aufprallwand, gegen die bei entsprechender Gießkolben-Beschleunigung eine Wellenfront der Metallschmelze 25 schlägt.
  • Die noppenartige Oberflächenstruktur 21 weist gemäß der 2 eine Vielzahl von Noppen 27 auf, die in etwa quaderförmig mit einer im wesentlichen ebenen stirnseitigen Fläche 29 ausgeführt sind. Die Noppen 27 sind mit nicht gezeigten Entformungsschrägen ausgeführt, damit das Druckguss-Bauteil nach erfolgtem Formvorgang einfach aus der Druckgießmaschine entnehmbar ist.
  • Die Dimensionierung jeder der Noppen 27 hängt dabei wesentliche vom Durchmesser e der Gießkammer 5 ab. Die Länge a, die Breite b sowie die Tiefe c liegen erfindungsgemäß bei etwa 15% des Gießkammer-Durchmessers. Beispielhaft kann der Gießkammer-Durchmesser 140 mm betragen, so dass die Kantenlängen a, b, c bei etwa 21 mm liegen. Ein geeigneter Noppenabstand d beträgt dabei ca. 5% des Gießkammer-Durchmessers, also vorliegend ca. 7 mm.
  • Anhand des in der 3 gezeigten Kolbengeschwindigkeits-Profils wird nachfolgend der erfindungsgemäße Füllvorgang zum Füllen des Formhohlraums 15 beschrieben: Der Füllvorgang teilt sich in eine erste Füllphase I und in eine zweite Füllphase II auf. Zu Beginn der ersten Füllphase I befindet sich der Gießkolben 7 in seiner, in der 1 gestrichelt gezeigten Endlage, bei der die Metallschmelze 25 durch die Einfüllöffnung 3 in die Gießkammer 5 dosiert wird. Ausgehend von dieser Endlage bewegt sich der Gießkolben in der ersten Füllphase I mit einer konstant geringen Geschwindigkeit v1 in Richtung auf das Aufprallelement 9. Dabei drückt der Kolben 7 die Metall-Schmelze 25 langsam durch die Gießöffnung 11 in den Gießlauf 13, bis die Metall-Schmelze 25 den in der 1 gestrichelt angedeuteten Anschnitt-Querschnitt 31 zum Formhohlraum 15 erreicht. Der Anschnitt-Querschnitt 31 trennt den Formhohlraum 15 vom Gießlauf 13. Aufgrund der niedrigen Kolbengeschwindigkeit v1 in der ersten Füllphase I kann die Metall-Schmelze 25 nahezu ohne Wellen in den Gießlauf 13 einströmen. Gleichzeitig können die sich oberhalb der Metall-Schmelze 25 befindlichen Gase über den Gießlauf 13 in den Formhohlraum 15 entweichen. Dadurch werden Lufteinschlüsse sowie Gefügefehler in dem zu gießenden Bauteil vermieden.
  • In der 1 ist der Füllzustand des Gießlaufes 13 gezeigt, wie er sich zum Ende der ersten Füllphase I ergibt. Zu Beginn der zweiten Füllphase II wird der Gießkolben 7 schlagartig auf eine Endgeschwindigkeit v2 beschleunigt, um eine rasche Füllung des Formhohlraums 15 zu ermöglichen. Eine solche rasche Füllung des Formhohlraums 15 ist erforderlich, um die Bildung von Erstarrungslunkern im zu gießenden Bauteil zu vermeiden.
  • Durch die kurzzeitig sehr hohe Beschleunigung des Gießkolbens 7 reißt eine Schmelzfrontwelle 33 von der Gießkolbenfläche ab und schlägt gegen das Aufprallelement 9 sowie gegen den krümmungsäußeren Wandabschnitt 23 des Gießlaufes 13, wie es in der 1 veranschaulicht ist. Gleichzeitig bildet sich unmittelbar vor der Gießkolbenfläche eine Bugwelle 35.
  • Erfindungsgemäß wird die an der noppenartigen Oberflächenstruktur 21 des Aufprallelements 9 sowie des Wandabschnitts 23 reflektierte Schmelzenfrontwelle 33 in eine Vielzahl von rücklaufenden Einzelwellen aufgeteilt, die sich einander unregelmäßig überlagern und sich somit an ihrer Ausbreitung hin dern. Dadurch kann nach einer Reflexion an dem Aufprallelement wirkungsvoll ein Zurücklaufen der Schmelzenfrontwelle 33 mit einheitlicher Wellenfront verhindert werden. Entsprechend besteht daher keine Gefahr, dass sich die Bugwelle 35 mit einer, mit einheitlicher Wellenfront zurücklaufenden Schmelzenfrontwelle 33 so überlagert, dass es zu einem Wellenüberschlag kommt, der Lufteinschlüsse sowie Gefügefehler in dem zu formenden Bauteil zur Folge hätte.

Claims (12)

  1. Druckgießmaschine mit einer Gießkammer (5), in der ein Gießkolben (7) verschiebbar geführt ist und die über eine Gießöffnung (11) mit einem Formhohlraum (15) verbunden ist, welchem Gießkolben (7) zumindest eine stirnseitige Aufprallwand (9, 23) gegenüberliegt, mittels der die Fließrichtung (F) eines vom Gießkolben (7) in den Formhohlraum (15) gepressten Gießmaterials (25) änderbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufprallwand (9, 23) eine noppenartige Oberflächenstruktur (21) mit einer Vielzahl von Noppen (27) zur Dämpfung einer Wellenbewegung einer in der Gießkammer (5) befindlichen Schmelze aufweist und die Länge (a), Breite (b) und Tiefe (c) jedes der Noppen (27) in einem Bereich zwischen 10% und 20% eines Gießkammer-Durchmessers (e) liegen.
  2. Druckgießmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufprallwand (9) eine stirnseitige Gießkammerwand ist.
  3. Druckgießmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich die noppenartige Oberflächenstruktur (21) über die gesamte Aufprallwand ausdehnt.
  4. Druckgießmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufprallwand (23) ein Wandabschnitt eines die Gießkammer (5) mit dem Formhohlraum (15) verbindenden Gießlaufs (13) ist.
  5. Druckgießmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Noppen (27) jeweils ein Kantenprofil aufweisen.
  6. Druckgießmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Noppen (27) quaderförmig oder pyramidenförmig ausgebildet sind.
  7. Druckgießmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Noppen (27) über Rillen (28) voneinander beabstandet sind.
  8. Druckgießmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die noppenartige Oberflächenstruktur (21) waffelförmig ausgeführt ist.
  9. Druckgießmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Noppen (27) stirnseitig mit einer im Wesentlichen ebenen Fläche ausgeführt sind.
  10. Druckgießmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Noppenabstand (d) in einem Bereich zwischen 3% und 7% des Gießkammer-Durchmessers (e) liegt.
  11. Druckgießmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gießkammer (5) horizontal angeordnet ist, und/oder der Formhohlraum (15) oberhalb der Gießkammer (5) angeordnet ist.
  12. Druckgießmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gießöffnung (11) in der stirnseitigen Gießkammerwand (9) ausgebildet ist.
DE200610019851 2006-04-28 2006-04-28 Druckgießmaschine Expired - Fee Related DE102006019851B4 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE200610019851 DE102006019851B4 (de) 2006-04-28 2006-04-28 Druckgießmaschine

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE200610019851 DE102006019851B4 (de) 2006-04-28 2006-04-28 Druckgießmaschine

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE102006019851A1 DE102006019851A1 (de) 2007-10-31
DE102006019851B4 true DE102006019851B4 (de) 2008-01-24

Family

ID=38542346

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE200610019851 Expired - Fee Related DE102006019851B4 (de) 2006-04-28 2006-04-28 Druckgießmaschine

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE102006019851B4 (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102007062436A1 (de) * 2007-12-20 2009-07-02 Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover Verfahren zur Herstellung eines Gussteils

Citations (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2301930A1 (de) * 1972-01-18 1973-07-19 Doris Dev Richesse Sous Marine Vorrichtung zum schutz eines bauwerks o. dgl. gegen meereswogen
DE4112408C2 (de) * 1991-01-17 1994-10-13 Hanano Commercial Co Ltd Pulverschmiermittel für einen Druckkolben
DE4310755C2 (de) * 1993-04-01 1996-04-25 Druckgusswerk Moessner Gmbh We Druckgießvorrichtung
DE69217837T2 (de) * 1991-11-22 1997-10-09 Borgo Nova Spa Beschichtung für eine Giessform
DE10240491A1 (de) * 2002-09-03 2004-01-15 Refractory Intellectual Property Gmbh & Co.Kg Feuerfestes keramisches Tauchrohr

Patent Citations (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2301930A1 (de) * 1972-01-18 1973-07-19 Doris Dev Richesse Sous Marine Vorrichtung zum schutz eines bauwerks o. dgl. gegen meereswogen
DE4112408C2 (de) * 1991-01-17 1994-10-13 Hanano Commercial Co Ltd Pulverschmiermittel für einen Druckkolben
DE69217837T2 (de) * 1991-11-22 1997-10-09 Borgo Nova Spa Beschichtung für eine Giessform
DE4310755C2 (de) * 1993-04-01 1996-04-25 Druckgusswerk Moessner Gmbh We Druckgießvorrichtung
DE10240491A1 (de) * 2002-09-03 2004-01-15 Refractory Intellectual Property Gmbh & Co.Kg Feuerfestes keramisches Tauchrohr

Non-Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Title
Giesserei 85, 1998, H. 3, S. 94 *
Gießerei-Praxis 1996, Nr. 17/18, S. 360 *

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102007062436A1 (de) * 2007-12-20 2009-07-02 Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover Verfahren zur Herstellung eines Gussteils
DE102007062436B4 (de) * 2007-12-20 2010-11-11 Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover Verfahren zur Herstellung eines Gussteils

Also Published As

Publication number Publication date
DE102006019851A1 (de) 2007-10-31

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3335573C2 (de)
DE3335655C2 (de)
DE2932406A1 (de) Verfahren und vorrichtungen zum strangpressen eines gemenges aus pflanzlichen kleinteilen und bindemitteln
EP2142323A1 (de) Giesskern zur bildung eines kühlkanals in einem giesstechnisch hergestellten kolben
EP2113319B1 (de) Gießkern zur Bildung eines Kühlkanals
EP2209575A1 (de) Entlüftungseinrichtung für eine druckgiessvorrichtung
DE102006019851B4 (de) Druckgießmaschine
DE19606806C2 (de) Vorrichtung zum Thixoforming
DE69612707T3 (de) Stranggiessverfahren für rostfreien austenitischen stahl
DE102006037258B4 (de) Schneidklinge zum Schneiden von stabartigen Gliedern und Schneidmaschine, an welcher die Schneidklinge festgelegt ist
DE102013101942B3 (de) Kühlmittelmantelkern sowie Verfahren zur Herstellung eines Kühlmittelmantelkerns
DE102014016208A1 (de) Kolben für Verbrennungskraftmaschine
EP0496219B1 (de) Druckgiessmaschine
DE2429920B2 (de) Vorrichtung zur daempfung von in einer druckgiessform aufgrund von druckstoessen des giessmetalls auftretenden druckkraeften
DE1758466B2 (de) Verfahren zum Stranggießen von Hohlsträngen
DE102007062436B4 (de) Verfahren zur Herstellung eines Gussteils
EP2636467A2 (de) Vorrichtung zur Herstellung eines Zylinderkurbelgehäuses in V-Bauform
AT508822B1 (de) Kokille zum vergiessen von metallischer schmelze zu einem metallstrang mit kreisförmigem oder polygonalem querschnitt in einer stranggiessmaschine
DE102012108952A1 (de) Vorrichtung zum Stranggießen von Metallen
DE3011768A1 (de) Wuchtgeschoss mit stapelfoermigem vorpenetrator
WO2009068232A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum vergleichmässigen des erstarrungsvorganges eines insbesondere beim strang- oder bandgiessen erzeugten schmelzflüssigen metalles
DE3837484C2 (de)
DE202010010550U1 (de) Druckgießvorrichtung
DE1097212B (de) Mit Kuehlkanaelen versehene Schaufel, insbesondere fuer Gasturbinen
DE19825726C2 (de) Stoßdämpfungssystem für einen in einem Arbeitszylinder verschiebbaren Arbeitskolben

Legal Events

Date Code Title Description
OP8 Request for examination as to paragraph 44 patent law
8364 No opposition during term of opposition
R084 Declaration of willingness to licence
R119 Application deemed withdrawn, or ip right lapsed, due to non-payment of renewal fee