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DE102006019495A1 - Warnsignalweitergabe für Kolonnenfahrten - Google Patents

Warnsignalweitergabe für Kolonnenfahrten Download PDF

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Publication number
DE102006019495A1
DE102006019495A1 DE102006019495A DE102006019495A DE102006019495A1 DE 102006019495 A1 DE102006019495 A1 DE 102006019495A1 DE 102006019495 A DE102006019495 A DE 102006019495A DE 102006019495 A DE102006019495 A DE 102006019495A DE 102006019495 A1 DE102006019495 A1 DE 102006019495A1
Authority
DE
Germany
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signal
vehicle
signals
signal receiver
receiver
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE102006019495A
Other languages
English (en)
Inventor
Peter Trippler
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DE102006019495A priority Critical patent/DE102006019495A1/de
Publication of DE102006019495A1 publication Critical patent/DE102006019495A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G08SIGNALLING
    • G08GTRAFFIC CONTROL SYSTEMS
    • G08G1/00Traffic control systems for road vehicles
    • G08G1/16Anti-collision systems
    • G08G1/161Decentralised systems, e.g. inter-vehicle communication
    • G08G1/162Decentralised systems, e.g. inter-vehicle communication event-triggered
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60QARRANGEMENT OF SIGNALLING OR LIGHTING DEVICES, THE MOUNTING OR SUPPORTING THEREOF OR CIRCUITS THEREFOR, FOR VEHICLES IN GENERAL
    • B60Q1/00Arrangement of optical signalling or lighting devices, the mounting or supporting thereof or circuits therefor
    • B60Q1/26Arrangement of optical signalling or lighting devices, the mounting or supporting thereof or circuits therefor the devices being primarily intended to indicate the vehicle, or parts thereof, or to give signals, to other traffic
    • B60Q1/50Arrangement of optical signalling or lighting devices, the mounting or supporting thereof or circuits therefor the devices being primarily intended to indicate the vehicle, or parts thereof, or to give signals, to other traffic for indicating other intentions or conditions, e.g. request for waiting or overtaking
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    • B60Q1/535Arrangement of optical signalling or lighting devices, the mounting or supporting thereof or circuits therefor the devices being primarily intended to indicate the vehicle, or parts thereof, or to give signals, to other traffic for indicating other intentions or conditions, e.g. request for waiting or overtaking automatically indicating risk of collision between vehicles in traffic or with pedestrians, e.g. after risk assessment using the vehicle sensor data to prevent rear-end collisions, e.g. by indicating safety distance at the rear of the vehicle
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60QARRANGEMENT OF SIGNALLING OR LIGHTING DEVICES, THE MOUNTING OR SUPPORTING THEREOF OR CIRCUITS THEREFOR, FOR VEHICLES IN GENERAL
    • B60Q2900/00Features of lamps not covered by other groups in B60Q
    • B60Q2900/30Lamps commanded by wireless transmissions
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60WCONJOINT CONTROL OF VEHICLE SUB-UNITS OF DIFFERENT TYPE OR DIFFERENT FUNCTION; CONTROL SYSTEMS SPECIALLY ADAPTED FOR HYBRID VEHICLES; ROAD VEHICLE DRIVE CONTROL SYSTEMS FOR PURPOSES NOT RELATED TO THE CONTROL OF A PARTICULAR SUB-UNIT
    • B60W30/00Purposes of road vehicle drive control systems not related to the control of a particular sub-unit, e.g. of systems using conjoint control of vehicle sub-units
    • B60W30/08Active safety systems predicting or avoiding probable or impending collision or attempting to minimise its consequences
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Aussenden eines Warnsignals (8) in Abhängigkeit von einem auf ein Fremdfahrzeug (1) bezogenes Zustandssignal (7). Die Einrichtung weist einen Signalempfänger (5) zum Empfangen des Zustandssignals (7) und zum Bereitstellen eines dem Zustandssignal (7) entsprechenden Ausgangssignals auf. Weiterhin weist die Einrichtung eine Verarbeitungseinrichtung (9) für das Verarbeiten des vom Signalempfänger (5) bereitgestellten Ausgangssignals auf sowie einen Signalgeber (6) zum Aussenden eines Warnsignals (8) auf der Grundlage des von der Verarbeitungseinrichtung (9) verarbeiteten Ausgangssignals.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Weiterleitung von Signalinformationen eines voraus befindlichen Fahrzeugs an ein rückwärtiges Fahrzeug.
  • Bei Kolonnenfahrten und Verkehrsstockungen entstehen Unfallsituationen typischerweise dadurch, dass die Fahrzeugführer, d.h. die Fahrerinnen bzw. Fahrer der einzelnen Fahrzeuge, in der Kolonne häufig einen zu geringen Sicherheitsabstand einhalten. Bremst einer der Fahrzeugführer sein Fahrzeug in der Kolonne ab, so müssen alle nachfolgenden Fahrzeugführer ihre Fahrzeuge ebenfalls abbremsen. Im Allgemeinen leitet ein Fahrzeugführer seinen Bremsvorgang erst in Reaktion auf eine Verzögerung des ihm unmittelbar vorausfahrenden Fahrzeugs ein, da er diesem eine höhere Aufmerksamkeit widmet als weiter vorne fahrenden Fahrzeugen. Auch behindern mit mehreren Personen besetzte Fahrzeuge, Kleintransporter, Wohnmobile und Lastkraftfahrzeuge die Sicht auf den vor ihnen befindlichen Verkehr, womit weiter vorne fahrende Fahrzeuge auch bei erhöhter Aufmerksamkeit und erhöht angebrachten Bremsleuchten nicht in den Sichtbereich von Fahrzeugführern gelangen, die sich in der Kolonne weiter hinten aufhalten.
  • Bremst zum Beispiel ein vorausfahrendes erstes Fahrzeug, so wird dies in der Regel mittels der im Heckbereich des Fahrzeugs angebrachten und als Bremssignalgeber fungierenden Bremsleuchten angezeigt. Das Bremssignal ist an das direkt nachfolgende zweite Fahrzeug gerichtet, um dessen Fahrzeugführer ebenfalls zum Einleiten eines Bremsvorgangs zu veranlassen. Erst wenn dieser Fahrzeugführer tatsächlich auf das Bremssignal des vorausfahrenden ersten Fahrzeugs reagiert und ebenfalls abbremst, werden die Bremssignalgeber auch an seinem Fahrzeug aktiviert. Diese zeigen nun dem ihm nachfolgenden dritten Fahrzeug den Bremsvorgang an und werden dessen Fahrzeugführer nach einer gewissen Reaktionszeit zur Bremsung veranlassen. Der Bremsvorgang für das dritte Fahrzeug wird somit erst mit einer Verzögerung von zwei Reaktionszeiten nach dem Aufleuchten der Bremslichter am ersten Fahrzeug eingeleitet. Diese Reaktionskette setzt sich für alle weiter nachfolgenden Fahrzeuge fort, wobei die Reaktionszeiten der Fahrzeugführer vorausfahrender Fahrzeuge die, für die Fahrzeugführer nachfolgender Fahrzeuge verfügbare Reaktionszeit zum sicheren Abbremsen verkürzen. Dies kann bei zu kurzen Sicherheitsabständen schnell zu einem Auffahrunfall oder gar zu einer Massenkarambolage führen.
  • Zur Kollisionsvermeidung bei Kolonnenfahrten sind unterschiedliche Fahrassistenzsysteme bekannt, die den Fahrzeugführer durch Hinweise unterstützen, ihn vor einer Gefahrenlage warnen oder sogar direkt in die Fahrzeugführung eingreifen. Unter Fahrassistenzsystem wird im Rahmen dieser Schrift jede technische Einrichtung verstanden, die einen Fahrzeugführer bei den ihm obliegenden Aufgaben unterstützt. Das Spektrum reicht von einfachen, an ein direkt hinterherfahrendes Fahrzeug gerichteten Warnungen über autonome Abstandsregelungen und Notbremssystemen für die Verkürzung des erforderlichen Bremswegs bis hin zu einer selbständigen Abbremsung eines Folgefahrzeugs.
  • Bei einigen dieser Systeme müssen die beteiligten Fahrzeuge hierzu mit Sende- und Empfangsgeräten für das Austauschen der notwendigen Informationen, wie z.B. Geschwindigkeit, Abstand, Bremsbetätigung und dergleichen mehr, ausgestattet sein. Übertragen werden die Informationen im Allgemeinen elektromagnetisch per Funk oder optisch mittels Lichtsignalen. Andere Systeme machen die in Bezug auf ein vorausfahrendes Fahrzeug notwendigen Informationen auf passive Weise mittels Sensoren einer technischen Erkennung und Verarbeitung zugänglich. Hierzu zählen beispielsweise lichtempfindliche Sensoren, wie z.B. Photodioden oder Bildwandler, die eine Lichtemission von Leuchten eines vorausfahrenden Fahrzeugs erkennen lassen.
  • Allen diesen Systemen ist gemein, dass die von einem vorausfahrenden Fahrzeug ausgesendeten Signale stets an das direkt dahinter befindliche Fahrzeug gerichtet sind und nur dort eine technische Reaktion oder menschliche Handlungsvornahme auslösen können. Weiter hinten fahrende Fahrzeuge erschließen sich die Signale nur vermittelt über Reaktionen der dazwischen befindlichen Fahrzeuge.
  • Beim Einsatz aktiver, auf einem Austausch von Informationen zwischen den Fahrzeugen basierenden Systemen ist, um den gewünschten Erfolg sicherzustellen, zudem eine Ausrüstung sämtlicher Fahrzeuge mit zueinander kompatiblen Einrichtungen erforderlich.
  • Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Fahrassistenzsystem anzugeben, das es einem nachfolgenden Fahrzeug ermöglicht ohne Verzögerung auf ein Bremssignal eines, einem vorausfahrenden Fahrzeug voran fahrenden Fahrzeugs zu reagieren.
  • Diese Aufgabe wird gemäß den unabhängigen Ansprüchen der Erfindung gelöst.
  • Die Erfindung umfasst eine Einrichtung zum Aussenden eines Warnsignals in Abhängigkeit von einem, auf ein Fremdfahrzeug bezogenen Zustandssignals. Die Einrichtung weist einen Signalempfänger zum Empfangen des Zustandssignals und zum Bereitstellen eines, dem Zustandssignal entsprechenden Ausgangssignals auf. Weiterhin weist die Einrichtung eine Verarbeitungseinrichtung für das Verarbeiten des vom Signalempfänger bereitgestellten Ausgangssignals auf, und einen Signalgeber zum Aussenden eines Warnsignals auf der Grundlage des von der Verarbeitungseinrichtung verarbeiteten Ausgangssignals.
  • Die Erfindung umfasst weiterhin ein mit der Einrichtung ausgestattetes Kraftfahrzeug.
  • Die Erfindung umfasst ferner ein Verfahren zum Aussenden eines Warnsignals in Abhängigkeit von einem, auf ein Fremdfahrzeug bezogenen Zustandssignals, wobei das Verfahren Schritte zum Empfangen des Zustandssignals, zum Bereitstellen eines, dem empfangenen Zustandssignal entsprechenden Ausgangssignals, zum Verarbeiten des Ausgangssignals und zum Aussenden eines Warnsignals auf der Grundlage des von der Verarbeitungseinrichtung verarbeiteten Ausgangssignals umfasst.
  • Hierbei ist anzumerken, dass der in dieser Schrift verwendete Begriff "umfassen" das Vorhandensein der bezeichneten Gegenstände, Schritte, Zahlen- oder Bereichsangaben etc. angibt, jedoch keineswegs das Vorhandensein weiterer zusätzlicher Gegenstände, Schritte, Zahlen- oder Bereichsangaben oder dergleichen ausschließt.
  • Die Erfindung ermöglicht die unmittelbare Warnung eines Fahrzeugs vor einer Gefahrensituation, die von einem, dem von der Warnung angesprochenen Fahrzeug vorausfahrenden Fahrzeug seinerseits voran fahrenden Fahrzeug ausgeht. Insbesondere ermöglicht die Erfindung damit die unmittelbare Weiterleitung der Bremssignale eines abbremsenden Fahrzeugs an Fahrzeuge, die sich hinter einem, dem abbremsenden Fahrzeug nachfolgenden Fahrzeug befinden. Hierdurch wird eine vorzeitige Warnung des nachfolgenden Verkehrs erreicht sowie die Gefahr von Auffahrunfällen verringert. Die Gefahr eines Auffahrens auf ein dem bremsenden Fahrzeug unmittelbar folgendes Fahrzeug verringert sich vorteilhaft auch dann, wenn nur jenes mit einem erfindungsgemäßen System ausgestattet ist.
  • Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
  • Vorteilhaft ist der Signalempfänger zum Empfangen von Bremssignalen eines unmittelbar vor der Einrichtung befindlichen Fremdfahrzeugs ausgebildet und/oder zum Empfangen eines Signals, das von einem unmittelbar hinter der Einrichtung be findlichen Fremdfahrzeug ausgeht, sodass nur Signale aus räumlich relevanten Segmenten empfangen werden.
  • Zur effektiven Übermittlung an ein hinterherfahrendes Fahrzeug ist der Signalgeber zweckmäßig für ein Aussenden des Warnsignals in eine bezüglich der Einrichtung rückwärtige Richtung ausgebildet. Da das Aufleuchten eines Bremslichts allgemein als Warnhinweis verstanden wird, umfasst der Signalgeber vorzugsweise eine Bremsleuchte.
  • Für das Erfassen optischer Zustandssignale, insbesondere für das Empfangen von Bremslichtern, enthält der Signalempfänger in einer bevorzugten Ausführungsform einen Fotosensor oder eine Anordnung von Fotosensoren.
  • Bedarfweise kann der Signalempfänger einen akustischen Wandler zur Wandlung von eingehenden Schallsignalen in elektrische Ausgangssignale und/oder einen funkmesstechnischen Wandler zur Wandlung von Mikrowellen in elektrische Ausgangssignale und/oder einen optischen Wandler zur Wandlung von definierten Lichtsignalen in elektrische Ausgangssignale umfassen. Vorteilhaft können hiermit von einem geeigneten Sender abgestrahlte und vom Fremdfahrzeug als Zustandssignale reflektierte Signale empfangen werden, wobei Abstand und Relativgeschwindigkeit des Fremdfahrzeugs über die Bestimmung der Signallaufzeit und der Dopplerverschiebung der Signale ermittelt werden können. Für den telemetrischen Empfang von Daten eines Fremdfahrzeugs weist der Signalempfänger zweckmäßigerweise eine telemetrische Empfangsstelle auf.
  • Die Verarbeitungseinrichtung kann auch zum direkten Weiterleiten des von dem Signalempfänger erhaltenen Ausgangssignals an den Signalgeber ausgebildet sein. In einer vorteilhaften Weiterentwicklung ist die Verarbeitungseinrichtung ausgebildet, das von dem Signalempfänger erhaltene Ausgangssignal in eine für den Signalgeber geeignete Form aufzubereiten, sodass von der Art der Ausgangssignale unabhängige Signalgeber verwendet werden können. Um den Informationsgehalt des Ausgangs signals für einen Eingriff in die Fahrzeugführung zu nutzen, ist die Verarbeitungseinrichtung vorteilhaft ausgebildet, das von dem Signalempfänger erhaltene Ausgangssignal an ein Fahrdynamiksystem zu verzweigen.
  • Um eine Weitergabe weit entfernt generierter Zustandssignale auszuschließen, ist der Signalempfänger zweckmäßig ausgebildet, ein Ausgangssignal nur für Zustandssignale oberhalb eines bestimmten Schwellwerts bereitzustellen und/oder die Signalverarbeitungseinrichtung ist bedarfsweise ausgebildet nur Ausgangssignale oberhalb eines bestimmten Schwellwerts zu verarbeiten.
  • Zum Eingrenzen des räumlichen Bereichs, aus dem Zustandssignale empfangen werden ist der Signalempfänger vorzugsweise ausgebildet, die Bereitstellung eines Ausgangssignals auf Zustandssignale aus einem begrenzten räumlichen Bereich relativ zur Einrichtung zu begrenzen.
  • Um ein nicht gerechtfertigtes Aussenden eines Warnsignals zu unterbinden, ist die Verarbeitungseinrichtung vorzugsweise ausgebildet, das Ausgangssignal in Abhängigkeit von weiteren Faktoren zu verarbeiten.
  • Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen unter Zuhilfenahme der beigefügten Figuren näher erläutert, von denen
  • 1 die Anwendung eines erfindungsgemäßen Systems in einer Kolonnenfahrtsituation zeigt,
  • 2 ein Prinzipschaltbild der erfindungsgemäßen Einrichtung darstellt, und
  • 3 die grundlegenden Verfahrensschritte eines Verfahrens gemäß der vorliegenden Erfindung zeigt.
  • In der 1 sind drei Kraftfahrzeuge in einer Kolonnenfahrtsituation 100 dargestellt, wobei die Fahrzeugbewegung von links nach rechts gedacht ist. Fahrzeug 1 fährt Fahrzeug 2 voraus, dem wiederum Fahrzeug 3 hinterherfährt. Im Heckbereich der jeweiligen Fahrzeuge 1, 2 und 3 sind wie allgemein üblich Bremsleuchten angeordnet. Die Bremsleuchten bzw. Bremslichter dienen üblicherweise zur Anzeige einer Bremsbetätigung des Fahrzeugs für den rückwärtigen Bereich des Fahrzeugs, d.h. für den hinter und um das Heck liegenden Bereich.
  • Die Bremsen des in der 1 dargestellten Fahrzeugs 1 sind betätigt, sodass die Bremsleuchten 4 dieses Fahrzeugs 1 ein Bremssignal 7 in Richtung der ihm nachfolgenden Fahrzeuge 2 und 3 aussenden. Das Bremssignal besteht aus Licht, dem Bremslicht 7, das von der Bremsleuchte 4 abgestrahlt wird. Ein Insasse im Fahrzeug 3 wird das Bremssignal 7 jedoch nicht wahrnehmen können, da seine Sicht auf die Bremsleuchten 4 durch das Fahrzeug 2 versperrt ist. Daher wird er erst dann auf die mit dem Abbremsvorgang des Fahrzeugs 1 verbundene Gefahrensituation aufmerksam, wenn die Bremsleuchten des ihm unmittelbar vorausfahrenden Fahrzeugs 2 aufleuchten. Bei zu kurz bemessenem Sicherheitsabstand kann es hierbei zu einem Auffahrunfall kommen, der vermeidbar wäre, wenn der Fahrzeugführer des Fahrzeugs 3 die Gefahrensituation schon beim Aufleuchten des Bremssignals 7 hätte erkennen können.
  • Um dies zu ermöglichen, ist im Frontbereich des Fahrzeugs 2 ein Signalempfänger 5 angeordnet, der das Bremssignal 7 empfängt und in ein Ausgangssignal umwandelt, das von einer Verarbeitungseinrichtung 9 verarbeitet und dem Signalgeber 6 zum Aussenden eines Warnsignals 8 zugeführt wird. Signalempfänger 5, Verarbeitungseinrichtung 9 und Signalgeber 6 bilden zusammen eine Signalübertragungseinrichtung 10 (siehe 2) mit der Funktion einer Relaisstation. Im einfachsten Fall wird der Signalgeber 6 von den Bremsleuchten des Fahrzeugs 2 gebildet. Die Signalverarbeitungseinrichtung kann in diesem Fall von einem Verstärker gebildet werden, der das Ausgangssignal des Signalempfängers 5 so verstärkt, dass die Leuchtmittel der Bremsleuchte zur Lichtemission veranlasst werden.
  • Die Signalübertragungseinrichtung 10 bewirkt, dass sobald der Signalempfänger 5 das Bremssignal 7 empfängt, die Bremsleuchten des Fahrzeugs 2 unabhängig davon aufleuchten, ob dieses selbst abgebremst wird oder nicht. Die Bremsleuchten 6 leuchten somit synchron zu den Bremsleuchten 4 des dem Fahrzeug 2 unmittelbar vorausfahrenden Fremdfahrzeugs 1 und ermöglichen hierdurch dem Fahrzeugführer des, dem Fahrzeug 2 unmittelbar hinterherfahrenden Fahrzeugs 3 ein rechtzeitiges Einleiten des Bremsvorgangs.
  • In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, dass im Rahmen dieser Schrift unter einem unmittelbar vorausfahrenden Fahrzeug ein Fahrzeug verstanden wird, das vom jeweiligen Bezugspunkt oder Bezugsgegenstand in dessen Bewegungsrichtung das nächstliegende Fahrzeug ist. Dabei kommt es nicht darauf an, dass dieses Fahrzeug tatsächlich fährt. Es könnte z.B. auch an einem Stauende zum Stillstand gekommen sein und mithilfe der Bremsleuchten oder anderer Warnsignale den anrückenden Verkehr warnen. Der Begriff eines unmittelbar nachfolgenden Fahrzeugs ist analog zu verstehen. Die Verwendung der Begriffe "hinten" und "vorne" erfolgt stets mit Bezug auf die gedachte bzw. angenommene Bewegungsrichtung des jeweiligen Bezugsgegenstands.
  • Unter Fremdfahrzeugen sind im Rahmen dieser Beschreibung alle Fahrzeuge zu verstehen, die nicht dem Fahrzeug entsprechen, das den jeweiligen Bezugspunkt oder Bezugsgegenstand enthält oder bildet. In dem in der 1 dargestellten Fall bildet Fahrzeug 2 den Bezugspunkt für die Entgegennahme und Weiterleitung der von Fahrzeug 1 ausgesandten Bremssignale 7. Fahrzeuge 1 und 3 stellen für dieses Bezugsfahrzeug 2 Fremdfahrzeuge dar. Selbstverständlich stellen natürlich auch die Fahrzeuge 1 und 2 Fremdfahrzeuge für das Fahrzeug 3, bzw. Fahrzeuge 2 und 3 Fremdfahrzeuge für das Fahrzeug 1 dar.
  • Im beschriebenen Fall kann, um das Bremssignal 7 zu detektieren, ein Fotosensor als Signalempfänger 5 verwendet werden. Um den Empfangsbereich des Sensors auf unmittelbar vorausfahrende Fahrzeuge zu begrenzen, kann vor dem Sensor eine geeignete Optik angeordnet sein. Ein Empfang von Signalen von Fahrzeugen auf benachbarten Fahrspuren kann so ausgeschlossen werden. Über geeignete Filtereinrichtungen kann weiterhin der Wellenlängenbereich auf für Warnsignale, wie beispielsweise Bremsleuchten, Warnblinkleuchten oder Blaulichter typische Spektralbereiche eingegrenzt werden. Die Filter können integriert direkt auf der Oberfläche des Fotosensors, z.B. in Form von dielektrischen Schichtfolgen oder Ähnlichem angebracht sein oder in Form diskreter Filterelemente im Sichtbereich vor dem Sensor angeordnet sein.
  • Die Fotosensoren selbst können als einzelne Elemente, z.B. Fotodioden, Fototransistoren, Fotoleiter bzw. Fotowiderstand, Lawinenfotodioden oder dergleichen mehr ausgeführt sein. Die Anordnung mehrer dieser Elemente zu einem Feld kann dabei eine orts- wie entfernungsorientierte Signalauswertung unterstützen. Bei Verwendung von Bildsensoren, d.h. von Sensoren deren Ausgangssignal einer Abbildung eines Umgebungsausschnitts im Sichtbereich des Sensors entsprechen, sind darüber hinaus Bildauswertungen möglich, woraus Informationen für eine komplexere Beurteilung eines empfangenen Warnsignals erhalten werden können. Bei Verwendung von zwei Bildsensoren sind insbesondere auch stereoskopische Auswertungen möglich.
  • Alternativ oder ergänzend zur Verwendung von Fotosensoren bieten sich akustische oder funkmesstechnische Wandler zur Verwendung in einem Signalempfänger an. Funkmesstechnische Wandler werden im allgemeinen Sprachgebrauch mit dem Akronym Radar (Radio detection and ranging) umschrieben. Sie empfangen die von einem entfernten Gegenstand reflektierten freien elektromagnetischen Wellen, üblicherweise Mikrowellen, und wandeln diese in leitungsgebundene Wellen zur Signalverarbeitung um. Akustische Sensoren sind dagegen auf den Empfang von Schallwellen eingerichtet, die sie in elektrische oder optische, üblicherweise leitungsgebundene Signale umwandeln. Dem Radarsystem entsprechende Laufzeitmessungen können aber auch unter Verwendung optischer Signale – vornehmlich im Infrarotbereich – für eine Bestimmung des Abstands zu einem vorausfahrenden oder nachfolgenden Fahrzeug vorgenommen werden. Hierzu sind optische Wandler erforderlich, die die reflektierten Lichtsignale in elektrische Signale zur Bestimmung der Laufzeit der jeweiligen Lichtsignale umwandeln. Akustische, optische und funkmesstechnische Sensoren der beschriebenen Art eignen sich als Komponenten in einem System zum Bestimmen des Abstands bezüglich eines Fremdfahrzeugs und zum Erkennen der Änderung dieses Abstands. Hierzu empfängt der Wandler ein Signal, das in Richtung des Fremdfahrzeugs gesendet und von diesem reflektiert wurde. Die Abstandswerte lassen sich aus der Laufzeit des Signals, die Relativgeschwindigkeit aus der Dopplerverschiebung zwischen ausgesandtem und dem empfangenem Signal bestimmen.
  • Eine weitere ergänzende oder alternative Möglichkeit besteht in der Verwendung einer telemetrischen Empfangseinrichtung zum Empfang von Daten eines Fahrassistenzsystems eines unmittelbar vorausfahrenden und/oder hinterherfahrenden Fremdfahrzeugs. Damit können beispielsweise unmittelbar Daten von den Fahrdynamiksystemen der Fremdfahrzeuge, z.B. von deren Distanzregelung oder Notbremsung empfangen und bewertet werden. Der Signalgeber 6 kann somit, vorausgesetzt die relevanten Fremdfahrzeuge sind mit entsprechenden Sendern ausgestattet, auf der Grundlage der Bewertung der empfangenen Daten angesteuert werden. Dies ermöglicht z.B. die Steuerung eines Warnsignals 8 in Abhängigkeit einer Kombination der Daten von einem vorausfahrenden und einem nachfolgenden Fremdfahrzeug.
  • Allen erwähnten Beispielen für Signalempfänger 5 ist gemeinsam, dass der räumliche Bereich aus dem sie ein, einen Zustand oder eine Zustandsänderung eines Fremdfahrzeugs wiedergebendes Signal empfangen durch entsprechende Ausgestaltung oder in Kombination mit zusätzlichen Einrichtungen einge grenzt werden kann. Unter dem Begriff "Zustandssignal" wird in diesem Zusammenhang jedes Signal verstanden, das von einem Fremdfahrzeug durch Aussenden oder mittels Reflektion ausgeht und direkt oder indirekt Träger einer für eine Auffahrsituation relevanten Information ist. Bei optischen Wandlern, wie Fotosensoren oder dergleichen kann die Eingrenzung des Erfassungsbereichs über eine Optik, beispielsweise eine zwischen Signalempfänger und Quelle des zu empfangenen Zustandssignals angeordnete Linse oder ein Linsensystem erreicht werden. Bei Mikrowellenempfänger können zu diesem Zweck z.B. Paraffinlinsen oder phasenverschoben angesteuerte funkmesstechnische Wandlermatrizen verwendet werden. Auch die phasenverschobene Ansteuerung mehrerer akustischer Wandler lässt die räumliche Eingrenzung auf einen gewünschten Bereich zu. Der gewünschte Bereich ist dabei im Allgemeinen auf ein Fahrzeug beschränkt, das innerhalb einer sicherheitsrelevanten Entfernung direkt voraus oder hinterherfährt. Eine Eingrenzung der Reichweite der jeweiligen Signalempfänger 5 kann auch über die Einstellung dessen Empfangsstärke oder mittels Einrichten eines Schwellwerts für die Umsetzung des empfangenen Zustandssignals in ein Ausgangssignal erreicht werden.
  • Die von den jeweiligen Signalempfängern 5 erzeugten Ausgangssignale werden von einer Verarbeitungseinrichtung 9 für die Ansteuerung des Signalsgebers 6 verarbeitet. Bei Verwendung optischer Sensoren kann diese Verarbeitung in einer Verstärkung des durch das Bremslicht 7 des vorausfahrenden Fahrzeugs 1 im Signalempfänger erzeugten Fotostroms bestehen. Bei komplexeren optischen Sensoren wie z.B. Bildwandlern oder Kamerasystemen besteht die Verarbeitung üblicherweise in einer Auswertung der Bildsignale unter Bezugnahme auf vom Vorderfahrzeug ausgehende Warnsignale. Insbesondere bei diesen Systemen bietet es sich auch an, den Erkennungsbereich für bestimmte Warnsignale, wie z.B. für Blaulichter von Einsatzfahrzeugen so zu erweitern, dass sie auch außerhalb des Bereichs eines unmittelbar Vorausfahrenden erkannt werden können; denn hierüber sind stauverursachenden Gefahrenstellen schnell erkennbar.
  • Bei Verwendung telemetrischer Empfangsstellen kann, sofern der Signalgeber 6 als Telemetriesender ausgeführt ist, die Verarbeitung in einem einfachen Weiterleiten der von der Empfangsstelle bereitgestellten Ausgangssignale an den Signalgeber bestehen. Die Verarbeitungseinrichtung 9 würde in diesem Falle von einer Signalstrecke zwischen Signalempfänger 5 und Signalgeber 6 gebildet, wobei die Signalverarbeitung auf die Übertragung des Ausgangssignals über die Signalstrecke beschränkt wäre. Im Allgemeinen stellt die Verarbeitungseinrichtung 9 jedoch eine komplexere Steuereinrichtung dar, die die von dem Signalempfänger 5 gelieferten Ausgangssignale bewertet, auswertet und den Signalgeber 6 in Abhängigkeit der Verarbeitungsergebnisse ansteuert oder betreibt.
  • Um die Weiterleitung von Warnsignalen eines vorausfahrenden Fahrzeugs an ein nachfolgendes Fahrzeug auf Situationen mit einem ernsthaften Gefahrenpotential einzuschränken, kann die Verarbeitungseinrichtung 9 mit einer Schwellwertprüfeinrichtung versehen sein. Als Schwellwerte kommen insbesondere Signalstärken des Zustandssignals 7 in Betracht, sodass z.B. ein Ansteuern des Signalgebers 6 unterbleibt, wenn der Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug wesentlich größer ist als der Sicherheitsabstand oder wenn z.B. nur die Heckbeleuchtung des vorausfahrenden Fahrzeugs eingeschaltet wird. Als Schwellwerte können jedoch auch Daten bezüglich de Abstands oder eine Abstandsänderung zu relevanten Fremdfahrzeugen dienen, sodass das Warnsignal 8 z.B. nur dann ausgesandt wird, wenn der Abstand zum hinteren Fahrzeug die Gefahr des Auffahrens nicht ausschließt.
  • Da ein Autofahrer in der Regel daran gewöhnt ist, das Aufleuchten der Bremslichter des ihm vorausfahrenden Fahrzeugs als Warnhinweis dafür zu nehmen, dass sich der Abstand ohne eigenes Abbremsen verkürzen wird, umfasst der Signalgeber 6 in einer bevorzugten Ausführungsform eine Bremsleuchte am Heck, wobei in einer einfachten Ausführungsform der Signalgeber 6 durch die Bremsleuchte selbst gebildet sein kann.
  • In einer weiteren Ausführungsform kann der Signalgeber 6 einen Sender umfassen, der einen mit dem Warnsignal 8 beaufschlagten Informationsträger zu einem nachfolgenden Fremdfahrzeug 3 sendet. Verfügt das Fahrzeug 3 über ein kompatibles Fahrassistenzsystem, so kann es das Warnsignal 8 empfangen und dessen Fahrzeugführer auf die Gefahrensituation aufmerksam machen oder gar mittels eines Fahrdynamiksystems automatisch in die Fahrzeugführung eingreifen. Als Informationsträger sind elektromagnetische Wellen, Schall und Lichtwellen geeignet.
  • Die 2 enthält eine schematische Darstellung der beschriebenen Signalübertragungseinrichtung 10. Sie umfasst einen Signalempfänger 5, eine Verarbeitungseinrichtung 9 und einen Signalgeber 6.
  • Der Signalempfänger 5 ist zum Empfang von Zustandssignalen 7 ausgebildet, die von einem Fremdfahrzeug abgestrahlt werden. In erster Linie handelt es sich bei diesen Zustandssignalen um Warnsignale eines unmittelbar vorausfahrenden Fahrzeugs, beispielsweise um Lichtemissionen der Bremsleuchten. Die Zustandssignale können aber auch Daten umfassen, die von einem Fahrassistenzsystem des vorausfahrenden Fahrzeugs gesendet werden und z.B. Informationen über den Abstand des Fahrzeugs zu anderen Fahrzeugen, seine Geschwindigkeits- oder Beschleunigungswerte oder Ähnliches enthalten. Entsprechende Zustandssignale können in einer weiteren Ausführungsform auch von einem nachfolgenden Fahrzeug empfangen werden, womit u.a. die lokale Verkehrssituation von Fahrzeug 2 bewertet werden kann und eine genauere Einschätzung des, über das vom vorausfahrenden Fahrzeug 1 ausgesandte Zustandssignal 7 vermittelte Gefahrenpotential ermöglicht wird. Schließlich kann der Signalempfänger auch ausgebildet sein, Signale, die vom dem ihn beherbergenden Fahrzeug ausgestrahlt und von einem Fremdfahrzeug reflektiert werden, als Zustandssignale zu empfangen. Unabhängig von der Art des empfangenen Zustandssignals, ist der Signalempfänger 5 ausgebildet, das Signal in ein lei tungsgebundenes Signal umzuwandeln, das von der Verarbeitungseinrichtung 9 wie oben beschrieben zum Ansteuern oder Betreiben des Warnsignalgebers 6 verarbeitet werden kann.
  • Damit wird erreicht, dass der Fahrzeugführer von Fahrzeug 3 bei einer Abbremsung von Fahrzeug 1 auch dann gewarnt wird, wenn der Fahrzustand des Fahrzeugs 2 sich noch nicht entsprechend geändert hat.
  • Hierin unterscheidet sich die Signalübertragungseinrichtung 10 von Systemen zur Signalweiterverarbeitung, die das von einem Signalempfänger generierte Signal zuerst an andere Fahrdynamiksysteme, beispielsweise ein Notbremsfahrassistenzsystem übermitteln, um zum Beispiel eine Entscheidung für eine selbständige Bremsung des Fahrzeugs 2 herbeizuführen. Ein derartiges System würde ein Warnsignal 8 erst nach einer Entscheidung zum Einleiten eines Bremsvorgangs erzeugen. Die dem Fahrer des Fahrzeugs 3 zur Verfügung stehende Reaktionszeit wäre in diesem Fall kürzer als mit dem vorgestellten System und, wenn Fahrzeug 3 ein entsprechendes elektronisches Regelsystem nicht besitzt, u.U. auch zu kurz.
  • Wird ein Fahrassistenzsystem 11 parallel zu einer Signalübertragungseinrichtung 10 verwendet, kann die Verarbeitungseinrichtung 9, wie in 2 gestrichelt dargestellt, die vom Signalempfänger 5 gelieferten Werte an das Fahrassistenzsystem 11 direkt oder in aufbereiteter Form weiterreichen.
  • Die 3 zeigt ein Verfahren 200 zum Aussenden eines Warnsignals in Abhängigkeit von einem, auf ein Fremdfahrzeug bezogenes Zustandssignal, das von einer Signalübertragungseinrichtung 10 nach einer der oben beschriebenen Ausführungsformen ausgeführt werden kann. Nach dem Beginn des Verfahrens in Schritt S0 wird in Schritt S1 mittels eines Signalempfängers 5 ein Zustandssignal der oben näher bezeichneten Arten empfangen. Das empfangene Signal wird im Signalempfänger 5 umgewandelt und das resultierende Ausgangssignal in Schritt S2 des Verfahrens bereitgestellt. Der Wert, die Art oder die Form des Ausgangssignals enthält dabei eine das empfangene Zustandssignal repräsentierende Information; insofern entspricht das Ausgangssignal dem ihm zugrunde liegenden Zustandssignal. In Schritt S3 wird das Ausgangssignal so verarbeitet, dass ein Signalgeber 6 angesteuert oder betrieben werden kann. Die Verarbeitung kann sich dabei, wie oben angesprochen auf ein einfaches Weiterleiten des Ausgangssignals vom Signalempfänger 5 zum Signalgeber 6 beschränken. Üblicherweise ist damit aber eine Signalaufbereitung verbunden, welche eine Verstärkung des Ausgangssignals oder dessen logische oder programmtechnische Verarbeitung oder auch beides umfasst. Auf der Grundlage des verarbeiteten Ausgangssignals wird in Schritt S4 mithilfe des Signalgebers 6 ein Warnsignal 8 ausgestrahlt. Die Ausstrahlung erfolgt dabei nur, wie oben näher beschrieben, wenn sich aus dem empfangenen Zustandssignal tatsächlich ein Warnhinweis oder ein Gefahrenhinweis ergeben. In Schritt S5 wird geprüft, ob das Fahrzeug noch in Betrieb ist. Ist dies der Fall, setzt sich der Verfahrensablauf mit Schritt S1 fort. Im Übrigen endet das Verfahren in Schritt S6.
  • 1
    Fahrzeug 1
    2
    Fahrzeug 2
    3
    Fahrzeug 3
    4
    Bremsleuchte von Fahrzeug 1, Quelle des Zustandssignals
    5
    Signalempfänger
    6
    Signalgeber
    7
    Zustandssignal
    8
    Warnsignal
    9
    Verarbeitungseinrichtung
    10
    Signalübertragungseinrichtung
    11
    Fahrassistenzsystem
    100
    Kolonnenfahrtsituation
    200
    Verfahren
    S1 bis
    S6 Verfahrensschritte

Claims (16)

  1. Einrichtung zum Aussenden eines Warnsignals (8) in Abhängigkeit von einem, auf ein Fremdfahrzeug (1) bezogenes Zustandssignal (7), mit – einem Signalempfänger (5) zum Empfangen des Zustandssignals (7) und zum Bereitstellen eines dem empfangenen Zustandssignal (7) entsprechenden Ausgangssignals, – einer Verarbeitungseinrichtung (9) für das Verarbeiten des vom Signalempfänger (5) bereitgestellten Ausgangssignals, und – einem Signalgeber (6) zum Aussenden eines Warnsignals (8) auf der Grundlage des von der Verarbeitungseinrichtung (9) verarbeiteten Ausgangssignals.
  2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Signalempfänger (5) zum Empfangen von Bremssignalen (7) eines unmittelbar vor der Einrichtung (10) befindlichen Fremdfahrzeugs (1) ausgebildet ist und/oder zum Empfangen eines Signals, das von einem unmittelbar hinter der Einrichtung (10) befindlichen Fremdfahrzeug ausgeht.
  3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Signalgeber (6) zum Aussenden des Warnsignals in eine Richtung hinter der Einrichtung (10) ausgebildet ist.
  4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Signalgeber (6) eine Bremsleuchte umfasst.
  5. Einrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Signalempfänger (5) einen Fotosensor oder eine Anordnung von Fotosensoren umfasst.
  6. Einrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Signalempfänger (5) einen akustischen Wandler zur Wandlung von eingehenden Schallsignalen in elektrische Ausgangssignale und/oder einen funkmesstechnischen Wandler zur Wandlung von Mikrowellen in elektrische Ausgangssignale und/oder einen optischen Wandler zur Wandlung von definierten Lichtsignalen in elektrische Ausgangssignale umfasst.
  7. Einrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Signalempfänger (5) eine telemetrische Empfangsstelle umfasst.
  8. Einrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verarbeitungseinrichtung (9) ausgebildet ist, das von dem Signalempfänger (5) erhaltene Ausgangssignal an den Signalgeber (6) direkt weiterzuleiten.
  9. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Verarbeitungseinrichtung (9) ausgebildet ist, das von dem Signalempfänger (5) erhaltene Ausgangssignal in eine für den Signalgeber (6) geeignete Form aufzubereiten.
  10. Einrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verarbeitungseinrichtung (9) ausgebildet ist, das von dem Signalempfänger (5) erhaltene Ausgangssignal an ein Fahrdynamiksystem zu verzweigen.
  11. Einrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Signalempfänger (5) ausgebildet ist, ein Ausgangssignal nur für Zustandssignale oberhalb eines bestimmten Schwellwerts bereitzustellen und/oder dass die Verarbeitungseinrichtung (9) ausgebildet ist, nur Ausgangssignale oberhalb eines bestimmten Schwellwerts zu verarbeiten.
  12. Einrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Signalempfänger (5) ausgebildet ist, die Bereitstellung eines Ausgangssignals auf Zustandssignale (7) aus einem begrenzten räumlichen Bereich relativ zur Einrichtung (10) zu begrenzen.
  13. Einrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verarbeitungseinrichtung (9) ausgebildet ist, das Ausgangssignal in Abhängigkeit von weiteren Faktoren zu verarbeiten.
  14. Einrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Faktoren durch den Abstand und/oder die Geschwindigkeit und/oder die Beschleunigung eines hinter der Einrichtung befindlichen Fremdfahrzeugs bestimmt sind.
  15. Kraftfahrzeug mit einer Einrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche.
  16. Verfahren zum Aussenden eines Warnsignals (8) in Abhängigkeit von einem, auf ein Fremdfahrzeug (1) bezogenes Zustandssignal (7), mit folgenden Schritten: – Empfangen des Zustandsignals (7), – Bereitstellen eines, dem empfangenen Zustandssignal (7) entsprechenden Ausgangssignals, – Verarbeiten des Ausgangssignals, und – Aussenden eines Warnsignals auf der Grundlage des von der Verarbeitungseinrichtung (9) verarbeiteten Ausgangssignals.
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