DE102006018712A1 - Bauelement aus Pfosten und Riegel - Google Patents
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Abstract
Bei einem Bauelement aus Pfosten und Riegel sind Pfosten und Riegel ohne Ausklinkung miteinander verbunden. In einer Verglasungsebene zwischen Pfosten und Riegel liegt ein unterschiedlicher Abstand zum Pfosten und zum Riegel vor, der durch unterschiedlich dicke Dichtungen ausgeglichen ist.
Description
- Die Erfindung betrifft ein Bauelement aus Pfosten und Riegel.
- Pfosten- und Riegelelemente dienen der Herstellung von Fassaden. Sie bilden die Tragkonstruktionen für Scheiben, die entweder als Fenster oder als undurchsichtige Rahmenfüllelemente ausgebildet sind. Hierbei können die Scheiben entweder fest verglast oder öffenbar ausgebildet sein.
- In allen Fällen entsteht das Problem, dass bei der Anbindung eines Riegels an einem Pfosten entweder am Pfosten oder am Riegel eine Ausklinkung vorgenommen werden muss. Die Ausklinkung an einem Profilelement ist arbeitsaufwendig und benötigt spezielles Werkzeug.
- Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, ein Bauelement aus Pfosten und Riegel herzustellen, das einfacher herstellbar ist.
- Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass Pfosten und Riegel ohne Ausklinkung miteinander verbunden sind.
- Der Erfindung liegt die Erkenntnis zu Grunde, dass bei ähnlicher Ausbildung von Pfosten und Riegel im Bereich des Pfostens eine Anlagefläche vorgesehen werden kann, auf die ein ähnlich ausgebildeter Riegel aufgelegt und angeschraubt werden kann. In einem diesem Anlagenbereich gegenüberliegenden Bereich wird vorzugsweise ein Kreuz- und T-Verb inder vorgesehen, der einerseits am Riegel angeschraubt ist und andererseits am Pfosten angeschraubt ist. Hierfür ist im Riegel eine U-förmige Nut vorgesehen, in die der Kreuz- und T-Verbinder eingesetzt werden kann. Im Verbinder vorgesehene Bohrungen erlauben das Anschrauben des Verbinders am Riegel und am Pfosten. Pfosten und Riegel werden somit ohne Ausklinkung zusammengefügt und beispielsweise durch Verschraubungen oder durch Nieten miteinander verbunden.
- Der erfindungsgemäße Riegelanschluss hat zur Folge, dass in der Regel die Profile von Pfosten und Riegel einen unterschiedlichen Abstand zu einer Verglasungsebene aufweisen. Dieser unterschiedliche Abstand wird durch unterschiedliche Dichtungen ausgeglichen.
- Eine Vielzahl an Merkmalen der Verbindung sind den Ansprüchen zu entnehmen. Weitere Merkmale erschließen sich aus der beiliegenden Zeichnung.
- Demgemäß wird vorgeschlagen, dass am Riegel ein Verbinder angeordnet ist, der am Pfosten angeschraubt ist. Vorteilhaft ist es, wenn der Verbinder auch am Riegel angeschraubt ist.
- Um eine formschlüssige Verbindung zwischen dem Verbinder und dem Pfosten oder dem Riegel zu erzielen, wird vorgeschlagen, dass der Verbinder einen hakenförmig ausgebildeten Bereich aufweist. Dies erlaubt es, den Verbinder einzuhängen. Vorzugsweise ist in diesem hakenförmigen Bereich eine Bohrung für eine Schraube vorgesehen.
- Vorteilhaft ist es, wenn der Verbinder einen Einschubbereich aufweist. In diesem Einschubbereich kann auch eine Bohrung für eine Schraube vorgesehen sein. Eine bevorzugte Ausführungsvariante sieht vor, dass der Verbinder formschlüssig in einer Nut angeordnet ist. Ein Ausführungsbeispiel sieht vor, dass der Einschubbereich in einer Nut im Riegel angeordnet ist.
- Eine besondere Ausführungsvariante sieht vor, dass Pfosten und Riegel jeweils ein sich entlang des Pfostens bzw. des Riegels erstreckendes Trägerelement aufweisen und diese Trägerelemente in einem Anlagebereich aneinander anliegen. Diese Anlagefläche kann insbesondere zur Verschraubung dienen. Vorteilhaft ist es, wenn Pfosten und Riegel im Anlagebereich mit zwei Schrauben verschraubt sind.
- Gute Isolationswerte werden erzielt, wenn Pfosten und Riegel jeweils zwei thermisch getrennte Trägerelemente aufweisen. Vorteilhaft ist es, wenn die Trägerelemente Stranggussprofile sind und insbesondere aus Aluminium hergestellt sind.
- Die erfindungsgemäße Ausbildung des Bauelementes führt dazu, dass in einer Verglasungsebene zwischen Pfosten und Riegel ein unterschiedlicher Abstand zum Pfosten und zum Riegel vorliegt. Dieser unterschiedliche Abstand wird vorzugsweise durch unterschiedliche Dichtungen ausgeglichen.
- Aus konstruktiven Gründen wird vorgeschlagen, dass Pfosten und Riegel mit mindestens drei Haltepunkten verbunden sind. Ein Haltepunkt kann ein Passstift oder eine Schraube sein. Auch eine Niete ist denkbar.
- Um bei unterschiedlichen Temperaturen insbesondere größerer Fassadenelemente auf Materialausdehnungen und Materialschrumpfungen zu reagieren, wird vorgeschlagen, dass an der Stoßseite zwischen Pfosten und Riegel ein Dehnungselement angeordnet ist. Kumulativ oder alternativ kann an der Stoßseite auch ein Dichtungselement angeordnet sein, das Dichtfunktionen und Dehnfunktionen übernimmt. Vorteilhaft ist es, wenn das Dehnungselement eine Dehnung von mindestens 2 mm, vorzugsweise etwa 3 mm ermöglicht.
- Eine vorteilhafte Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Bauelementes ist in der Zeichnung dargestellt und wird im Folgenden näher erläutert.
- Es zeigt:
-
1 einen Schnitt durch ein Bauelement mit einer Seitenansicht auf einen Ausschnitt des Bauelements, -
2 schematisch die Anordnung des Bauelements als T-quer- Riegel und als Kreuzquerriegel, -
3 eine Anbindung eines Pfostens an ein Blendrahmenprofil, -
4 verschiedene Pfostenquerschnitte, -
5 eine Anbindung eines Pfostens an ein Blendrahmenprofil bei einer dickeren Glasstärke -
6 verschiedene Pfostenquerschnitte und deren Anbindung bei einer dickeren Glasstärke -
7 spezielle Ausführungsvarianten, insbesondere bei Traufen, -
8 thermisch getrennte Profile für einen Glasstoß und für unterschiedliche Mittelträger, -
9 herausgezeichnete Elemente aus8 , -
10 /11 weitere Ausführungsbeispiele zu Trägern, -
12 schematisch die Montage derartiger Dachträger und -
13 einen Schnitt entsprechend1 mit einem Verbinder, der ohne Schraub- oder Nietverbindung am Riegel gehalten ist. - Hierbei zeigt die
1 ein Bauelement1 mit einem Pfosten2 und einem Riegel3 . Der Pfosten2 weist ein Trägerelement4 auf, das über zwei der Isolierung dienende Verbindungsstreifen5 und6 mit einem weiteren Trägerelement7 in Verbindung steht. Die Trägerelemente4 und7 weisen Kappen8 und9 auf, unter denen ein stabilisierendes Element10 und Isolationskörper11 und12 angeordnet sind. - In
1 ist ein T-Querriegel ohne Ausklinkung dargestellt. Daher ist auf der linken Seite der Figur eine Scheibe, wie insbesondere eine Glasscheibe13 , zu sehen, während auf der rechten Seite des Pfostens2 der Riegel3 verläuft. Die Kappen8 und9 liegen über Dichtungen14 ,15 und16 an der Scheibe13 und dem Riegel3 an. - Der Riegel
3 ist mit einem Kreuz- und T-Verbinder17 mit dem Pfosten2 verbunden. Der Verbinder17 ist hierzu mit einer Schraube18 am Riegel festgeschraubt und mit einer weiteren Schraube19 am Pfosten angeschraubt. Der Verbinder17 ist hierbei in einer U-förmigen Nut18 im Riegel3 gehalten. Sofern die Nut den Verbinder z.B. durch Hinterschneidungen hält, kann auf die Schraube18 verzischtet werden. Vorzugsweise ist der Verbinder in Richtung der Nut verschiebbar. Insbesondere eine schwer gängige Verschiebbarkeit erleichtert die Positionierung des Verbinders in der Nut und erlaubt eine Beweglichkeit bei einer Dehnung der Fassadenkonstruktion. - Auch der Riegel
3 besteht aus einem Trägerelement19 und einem weiteren Trägerelement20 , die miteinander über Isolationsstege21 ,22 in Verbindung stehen. Die den Verbinder am Riegel haltende Schraube18 verläuft durch das Trägerelement19 und das weitere Trägerelement20 . - Die Konstruktion ermöglicht es, dass das Trägerelement
19 des Querriegels3 auf dem Trägerelement4 des Pfostens2 aufliegt und in diesem Auflagebereich23 Pfosten und Riegel über Schrauben24 und25 miteinander verschraubt werden können. Am Stoß zwischen Riegel und Pfosten ist eine Dicht- und Dehnplatte26 angeordnet, die insbesondere senkrecht herabfließendes Wasser stoppt und für einen Dehnungsausgleich zwischen Pfosten und Riegel sorgt. - Ein weiteres Dichtelement
27 ist in einer Nut28 des Trägerelements19 eingesetzt. Dieses Dichtelement27 dichtet zwischen den Trägerelementen19 und4 ab, indem es mit dem Trägerelement19 bei einem Anschrauben der Schrauben24 und25 an das Trägerelement4 angepresst wird. - Die
1 zeigt deutlich, dass das Trägerelement3 im Verhältnis zur Scheibe13 etwas außermittig angeordnet ist. Dies führt dazu, dass die zwischen Riegelprofil und Scheibe sowie zwischen Pfostenprofil und Scheibe liegenden Abstände unterschiedlich sind. Diese unterschiedlichen Abstände werden durch verschieden dicke Dichtungen ausgeglichen. - Für den Fachmann ist ersichtlich, dass entsprechend der
1 sowohl die Stirnseite eines Riegels an einem Pfosten ohne Ausklinkung anstoßen kann als auch das Trägerelement eines Pfosten ohne Ausklinkung an ein Riegelelement anstoßen kann. Außerdem ist die Verbindung sowohl für T-Querriegel als auch für Kreuzquerriegel ohne Ausklinkung geeignet. Dies ist in2 zur Erläuterungen nochmals dargestellt. - Die Verbindung von Pfosten und Riegel ist für unterschiedlichste Pfostenquerschnitte und Glasstärken geeignet. Die
3 und4 zeigen Pfostenquerschnitte für eine Glasstärke von mindestens 24 mm. Die3 zeigt hierbei die Anbindung eines Pfostens30 an ein Blendrahmenprofil31 , das mit einem Flügelrahmenprofil32 zusammenwirkt. - Die
4 zeigt verschiedene Pfostenquerschnitte und die Anbindung eines derartigen Pfostens33 an eine Wand34 . - Entsprechende Darstellungen von Pfosten und deren Verbindung mit einem Fenster, mit einer Festverglasung oder einer Wand sind in den
5 und6 gezeigt. - Spezielle Ausführungsvarianten sind bei Traufen notwendig. Eine Vielzahl an Ausführungsvarianten sind in der
7 dargestellt. - Spezielle thermisch getrennte Profile für einen Glasstoß und für unterschiedliche Mittelträger sind in der
8 gezeigt. - Die
9 zeigt herausgezeichnete Elemente zur Erläuterung des Aufbaus der in8 gezeigten Träger. - Eine spezielle Ausführungsform eines Randträgers ist in
10 gezeigt und11 zeigt einen Wandträger. Die in den8 bis11 gezeigten Bauelemente sind insbesondere als Wintergartendachträger geeignet. - Die Montage derartiger Wintergartendachträger ist schematisch in
12 gezeigt. - Eine Ausführungsform mit einem Verbinder
50 , der derart in einem Riegel gehalten ist, dass auf eine Schraub- oder Nietverbindung verzichtet werden kann, zeigt die13 . Der Verbinder50 hat hierzu einen Bereich51 der in eine hinterschnittene Nut52 im Riegel53 einführbar ist. Der Verbinder50 ist zwar in Längsrichtung des Riegels53 verschiebbar. Die Hinterschneidung hält den Verbinder50 jedoch so fest, dass eine stabile Pfosten-Riegel-Verbindung entsteht. - Die Abbildungen zeigen, dass das erfindungsgemäße Bauelement eine Konstruktion ohne Ausklinkungen für Kreuz- und 7-Verbindungen erlaubt. Die Verglasungsebene wird durch unterschiedlich dicke Dichtun gen hergestellt und die Dichtungsoptik ist vorzugsweise ohne Versatz in den Kanten gestaltet. Die Anpressverglasungsprofile werden direkt verschraubt und die Kreuz- und T-Verbindung sowie die Verbindungsmittel werden ebenfalls direkt verschraubt. Die Abdichtungen zwischen Pfosten und Riegel erfolgt vorzugsweise durch eine Zellkautschukplatte und ein Füllstück, die auch Dehnungen aufnehmen können. Dies führt zu einer besonders einfachen Verarbeitung, da keine Vorbohrungen notwendig sind. Die Konstruktion ist kompatibel mit herkömmlichen Kopplungen und Wintergartensystemen und sie ist leicht auf bekannte Fenstersysteme anpassbar.
Claims (21)
- Bauelement aus Pfosten und Riegel, dadurch gekennzeichnet, dass Pfosten und Riegel ohne Ausklinkung miteinander verbunden sind.
- Bauelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass am Riegel ein Verbinder angeordnet ist, der am Pfosten angeschraubt ist.
- Bauelement nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbinder am Riegel angeschraubt ist.
- Bauelement nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbinder einen hakenförmig ausgebildeten Bereich aufweist.
- Bauelement nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass im hakenförmigen Bereich eine Bohrung für eine Schraube vorgesehen ist.
- Bauelement nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbinder einen Einschubbereich aufweist.
- Bauelement nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass im Einschubbereich eine Bohrung für eine Schraube vorgesehen ist.
- Bauelement nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Einschubbereich in einer Nut im Riegel angeordnet ist.
- Bauelement nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbinder formschlüssig in einer Nut angeordnet ist.
- Bauelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Pfosten und Riegel jeweils ein sich entlang des Pfostens bzw. des Riegels erstreckendes Trägerelement aufweisen und diese Trägerelemente in einem Anlagebereich aneinander anliegen.
- Bauelement nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass Pfosten und Riegel im Anlagebereich miteinander verschraubt sind.
- Bauelement nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass Pfosten und Riegel im Anlagebereich mit zwei Schrauben verschraubt sind.
- Bauelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Pfosten und Riegel jeweils zwei thermisch getrennte Trägerelemente aufweisen.
- Bauelement nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerelemente Stranggussprofile sind.
- Bauelement nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerelemente aus Aluminium hergestellt sind.
- Bauelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in einer Verglasungsebene zwischen Pfosten und Riegel ein unterschiedlicher Abstand zum Pfosten und zum Riegel vorliegt, der durch unterschiedlich dicke Dichtungen ausgeglichen ist.
- Bauelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Pfosten und Riegel mit mindestens drei Haltepunkten verbunden sind.
- Bauelement nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass ein Haltepunkt ein Passstift oder eine Schraube ist.
- Bauelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Stoßseite zwischen Pfosten und Riegel ein Dichtelement angeordnet ist.
- Bauelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Stoßseite zwischen Pfosten und Riegel ein Dehnungselement angeordnet ist.
- Bauelement nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass das Dehnungselement eine Dehnung von mindestens 2 mm, vorzugsweise etwa 3 mm, ermöglicht.
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2006
- 2006-04-20 DE DE102006018712A patent/DE102006018712A1/de not_active Withdrawn
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