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DE102006018618B4 - Kabelaufroller und Verwendung desselben - Google Patents

Kabelaufroller und Verwendung desselben Download PDF

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Abstract

Kabelaufroller mit
einem Gehäuse (18);
einer Aufrollvorrichtung (1) zum Auf- und Abrollen eines durch das Gehäuse (18) verlaufenden Kabels (3), die in Auf- und Abrollrichtung drehbar gegenüber dem Gehäuse (18) gehalten und bei abgerolltem Kabel (3) auf dem Kabel (3) frei verschiebbar ist; und
einer Höhenverstellungsmechanik zur Höhenverstellung eines an dem Kabel (3) hängenden Objekts, wobei die Höhenverstellungsmechanik eine Bremseinrichtung aufweist, die die Aufrollvorrichtung in Abrollrichtung bremst und in Aufrollrichtung freigibt.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft einen Kabelaufroller, beispielsweise einen Kabelaufroller für Leuchten und andere hängende Objekte.
  • Kabelaufroller werden in den verschiedensten Gebieten eingesetzt. Beispielsweise sind Kabelaufroller für Telefonkabel, Anschlusskabel für elektrische Geräte usw. bekannt. Sie dienen in erster Linie dazu, lange Kabel in einem Gehäuse zu verstauen, um ein Verschlingen, Verknoten, Verschmutzen, etc., der Kabel zu verhindern. Grundsätzlich arbeiten alle im Stand der Technik gezeigten Kabelaufroller entsprechend einem von zwei bekannten Aufrollsystemen: entweder rollen sie das eine Ende eines im Kabelaufroller endenden Kabels einseitig auf und ab, oder sie rollen ein durch den Kabelaufroller verlaufendes und dort fixiertes Kabel in der Kabelmitte beidseitig auf und ab.
  • Einen nach dem zweiten System arbeitenden Kabelaufroller für Datenübertragungs- und Stromkabel zeigt beispielsweise die DE 20 2004 018 150 U1 . Dieser Kabelaufroller weist ein Gehäuse und ein drehbar vom Gehäuse gehaltenes Aufrollrad auf. Das Kabel wird von einer Klemmvorrichtung am Aufrollrad fixiert. Eine auf Antriebsfedern des Aufrollrades einwirkende Drucktaste erlaubt das kontinuierliche oder schrittweise Aufwickeln auf das Aufrollrad bzw. das Arretieren des Kabels.
  • Die DE 20 2004 011 010 U1 , die DE 198 26 661 C1 , die DE 20 2004 019 847 U1 sowie die DE 20 2004 005 833 U1 offenbaren ähnliche Kabelaufroller.
  • Auch für Leuchten oder andere hängende Objekte sind dem Fachmann Kabelaufroller bekannt, welche die Höhenverstellung des hängenden Objekts durch einseitiges Aufrollen des im Kabelaufroller fixierten Kabelendes ermöglichen. Bei diesem Stand der Technik sitzt der Kabelaufroller zwingend entweder an der Aufhängung unter der Decke oder am Objekt, was unter Umständen außerhalb der bequemen Reichweite des Bedieners oder gestalterisch unschön ist.
  • Die DE 295 08 039 U1 offenbart eine fixierbare Höhenverstellung für Hängeleuchten. Diese Höhenverstellung weist im Wesentlichen einen Halterahmen mit einer drehbaren Trommel für die Kabelaufwicklung auf. Das Kabel für die Hängeleuchte verläuft durch eine Bohrung in der Trommel, wodurch die Trommel, wenn das Kabel abgewickelt ist, und damit auch die Höhenverstellung frei auf dem Kabel verschiebbar ist. Die Trommel wird durch eine Verschraubung fixiert mit Hilfe derer der Halterahmen so zusammengedrückt wird, dass sich die Trommel im Halterahmen fest klemmt.
  • In DE 199 30 670 A1 ist eine Leuchtenaufhängung offenbart, die an einer Zimmerdecke angebracht wird. Diese Leuchtenaufhängung ermöglicht eine Höhenverstellung einer Leuchte durch einen Kabelaufwickelmechanismus. Der Kabelaufwickelmechanismus umfasst eine Rastvorrichtung zum ungehinderten Aufwickeln des Kabels und eine Bremsvorrichtung, die das Kabel in jeder Stellung festhalten kann.
  • Eine Aufrolleinrichtung für ein Anschlusskabel für elektrische Geräte, wie bspw. einen elektrischen Rasierapparat, ist in DE 71 31 878 U offenbart. Die Aufrolleinrichtung weist einen Aufwickelkörper auf, der mit einer Rückholfeder verbunden ist, um ein selbsttätiges Aufrollen eines ausgezogenen Anschlusskabels zu erreichen. Weiterhin ist eine Arretiervorrichtung offenbart, die die Rückholfeder in einer Stellung hält, die ein ungewolltes Aufrollen des Kabels verhindert. Wenn das Kabel vollständig abgewickelt ist, kann die Aufrolleinrichtung entlang des Kabels verschoben werden.
  • In DE 34 40 548 A1 ist eine weitere Vorrichtung zum Aufwickeln eines Kabels offenbart. Diese Aufwickelvorrichtung weist eine Rückholfeder zum selbsttätigen Aufwickeln des Kabels auf einer Kabeltrommel auf. Zusätzlich umfasst die Vorrichtung eine Arretierung für die Kabeltrommel, die ein ungewolltes Abwickeln des Kabels verhindert.
  • Zusammenfassung der Erfindung
  • Vor diesem technischen Hintergrund befasst sich die Erfindung mit dem Problem, einen für den Bediener komfortablen und flexiblen Kabelaufroller bereitzustellen.
  • Die Erfindung löst dieses Problem durch eine Vorrichtung bzw. eine Verwendung gemäß den unabhängigen Ansprüchen. Die abhängigen Ansprüche betreffen vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung.
  • Kurze Beschreibung der Zeichnungen
  • Die Erfindung wird nun anhand einer Ausführungsform mit Bezug auf die angefügten Zeichnungen näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen:
  • 1 eine Explosionsdarstellung einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Kabelaufrollers; und
  • 2 einen Querschnitt des Aufrollrads des in 1 gezeigten Kabelaufrollers.
  • Detaillierte Beschreibung der Zeichnungen
  • Vor einer detaillierten Beschreibung der Zeichnungen wird zunächst die Erfindungsidee näher erläutert.
  • Die Erfindung stellt einen Kabelaufroller bereit, durch den ein Kabel verläuft. Sofern das Kabel nicht aufgerollt ist, ist der erfindungsgemäße Kabelaufroller auf diesem Kabel hin- und herverschiebbar. Dies ermöglicht die Platzierung des Kabelaufrollers auf dem Kabel frei nach praktischen und/oder optischen Gesichtspunkten.
  • Der Kabelaufroller umfasst meist ein Gehäuse mit sich gegenüberliegenden Öffnungen für das den Kabelaufroller durchlaufende Kabel. Ist das Kabel nicht aufgerollt, verläuft es vorzugsweise direkt auf dem kürzesten Weg von der einen Öffnung durch den Kabelaufroller zur anderen Öffnung. In anderen Ausführungsformen verläuft das Kabel auch im "abgerollten" Zustand nicht direkt von einer Öffnung zur anderen, sondern wird auf einen Umweg geleitet; manchmal ist das Kabel in diesem Zustand sogar überhaupt nicht vollständig abgewickelt. Wichtig ist dabei jedoch, dass im abgerollten Zustand die einem Durchlauf des Kabels durch den Kabelaufroller entgegenwirkenden Reibungskräfte etc. relativ gering bleiben. Da das Kabel nicht im Kabelaufroller fixiert ist, ermöglicht dies die freie Verschiebbarkeit des Kabelaufrollers auf dem Kabel.
  • Zum Aufrollen und Verstauen des Kabels verfügt der erfindungsgemäße Kabelaufroller normalerweise über eine Aufrollvorrichtung, beispielsweise ein Aufrollrad. Die zum Drehen des Aufrollrads notwendige Kraft liefert ein Antriebsmittel, in den meisten Ausführungsformen eine Spiralfeder. Beispielsweise ist die Spiralfeder in der Aufrollvorrichtung gelagert, wobei ein Ende der Feder an der Aufrollvorrichtung befestigt und das andere Ende mit einer gegenüber dem Gehäuse festlegbaren Federachse verbunden ist. Oftmals ist eine Vorspannung der Feder zwingend notwendig, damit ein Aufrollvorgang erfolgen kann. Zum Vorspannen der Feder sehen einige Ausführungsformen einen in die Federachse integrierten Sechskant, Schlitz oder ähnliches vor. Mit der Hilfe eines zum Beispiel durch eine Öffnung im Gehäuse von außerhalb eingeführten Werkzeugs kann die Federachse dann verdreht und anschließ0end gegenüber dem Gehäuse festgelegt werden. In einer Ausführungsform legt eine Fixiervorrichtung die Federachse in der vorgegebenen Verdrehstellung fest.
  • Die Aufrollvorrichtung ist normalerweise zum Aufrollen des Kabels auf ihren Außenumfang ausgelegt und besitzt dafür vorzugsweise im Wesentlichen eine Ringform oder die Form einer Kreisscheibe. Für die Kabelführung verfügt sie über zwei (sich häufig ungefähr gegenüberliegende) Öffnungen. Eine Ausführungsform ordnet die Aufrollvorrichtung so an, dass die Öffnungen im abgerollten Zustand des Kabels ungefähr auf der Verbindungslinie zwischen den Gehäuseöffnungen liegen, durch die das Kabel in das Gehäuse eintritt bzw. aus ihm austritt. Dies ergibt im abgerollten Zustand eine direkte Kabelführung durch die Eintrittsöffnung im Gehäuse, die beiden Öffnungen der Aufrollvorrichtung und die Austrittsöffnung aus dem Gehäuse.
  • Weiterhin weist die Aufrollvorrichtung meist zwei oder mehrere separate Aufrollspuren entlang ihres Außenumfangs auf, die jeweils einem der beiden aus den Öffnungen der Aufrollvorrichtung aus- bzw. eintretenden Kabelenden zugeordnet sind. Sie sorgen für ein reibarmes und geordnetes Aufrollen des Kabels.
  • Um ein scharfes Knicken und damit eine etwaige Beschädigung des aufgerollten Kabels am Übergang von den Öffnungen zu den Aufrollspuren zu vermeiden, sehen einige Ausführungsformen eine entsprechende (teilweise) Abflachung der Öffnungen und/oder das Anbringen von Führungselementen im Inneren der Aufrollvorrichtung vor. Die Führungselemente lenken das an ihnen vorbei geführte Kabel derart ab, dass der Übergang zu den Aufrollspuren im Wesentlichen ohne Kontakt mit "scharfen" Kanten und in einer möglichst sanften Rundung erfolgt. Auch die Ein- und Austrittsöffnungen des Gehäuses können mit Führungselementen versehen sein, die scharfe Knicke des Kabels an den Kanten der Gehäuseöffnungen vermeiden, wenn die Rolle des aufgewickelten Kabels einen großen Umfang annimmt.
  • Trotz der fehlenden Fixierung des Kabels im Kabelaufroller ist der Kabelaufroller in den meisten Ausführungsformen für die Höhenverstellung von am Kabel hängenden Objekten, wie beispielsweise Leuchten, Dekorationselemente etc., geeignet, d.h. er arbeitet gegen die Gewichtskraft des am Kabel hängenden Objekts. Insbesondere löst das Gewicht des am Kabel hängenden Objekts bei einem Kabelaufroller in dieser Form keine ungewollten Abrollvorgänge aus; zusätzlich ist der Kabelaufroller in der Regel dazu in der Lage, bei einem Aufrollvorgang sein Eigengewicht am Kabel in die Höhe zu ziehen.
  • Ein solcher Kabelaufroller hält das Kabel mittels einer speziellen Bremseinrichtung gegen das Gewicht des am Kabel hängenden Objekts aufgerollt. Diese Bremseinrichtung wirkt meist auf die Aufrollvorrichtung des Kabelaufrollers ein, und zwar so, dass sie die Bewegung der Aufrollvorrichtung in Aufrollrichtung ungebremst zulässt und die Bewegung in die andere Richtung, die Abrollrichtung, bremst.
  • Um die obige einseitige Bremseinwirkung zu erzielen, setzt die Bremseinrichtung einen Sperrmechanismus mit in Aufrollrichtung gegeneinander frei verdrehbaren, und in Abrollrichtung eine Drehung sperrenden Elementen ein. Eins der Elemente ist mit der Aufrollvorrichtung verdrehsicher verbunden. Eine Bremse der Bremseinrichtung bremst die Drehbewegung des gesperrten Sperrmechanismus gegenüber dem Gehäuse.
  • In einer Ausführungsform umfasst der Sperrmechanismus einen verdrehsicher mit der Aufrollvorrichtung verbundenen Freilaufkulissenring. Im Freilaufkulissenring gelagert ist ein Freilaufkulissenrad, das in Freilaufrichtung gegen den Freilaufkulissenring verdreht werden kann, in Sperrrichtung nicht. Auf dieses Freilaufkulissenrad bringen zum Beispiel eine oder mehrere Bremsscheiben oder -folien, die von Bremsbacken axial an eine oder beide Seiten des Freilaufkulissenrads gepresst werden, eine Bremskraft auf. Die so ausgestaltete Bremseinrichtung entfaltet eine Bremswirkung in der Sperrichtung, die der Abrollrichtung entspricht, ohne Bewegungen der Aufrollvorrichtung in die Aufrollrichtung, die der Freilaufrichtung entspricht, zu beeinträchtigen.
  • Die Bremswirkung ist vorzugsweise einstellbar, zum Beispiel durch einfaches Zusammenpressen der auf das Freiluftkulissenrad einwirkenden Bremsanordnung mittels einer an einer Druckfeder angreifenden Stellschraube. Eine derartige Einstellmöglichkeit erlaubt eine Anpassung der Bremskraft an das Gewicht des hängenden Objekts und ist daher meist zugänglich, ohne das Gehäuse auseinandernehmen zu müssen.
  • Hebt der Bediener nun das am Kabel hängende Objekt an und befreit den vorausgehend beschriebenen Kabelaufroller dadurch von dessen gegen die Federkraft der Spiralfeder wirkenden Gewichtskraft, rollt sich die Spiralfeder auf und wickelt das Kabel auf die Aufrollvorrichtung auf. Diese Aufrollbewegung dreht das mit der Aufrollvorrichtung verbundene Element des Sperrmechanismus mit; da die Bewegung in Freilaufrichtung stattfindet, setzen der Sperrmechanismus und die Bremse dem keinen Widerstand entgegen. Während des Aufrollvorgangs zieht sich der Kabelaufroller sozusagen selbst am Kabel nach oben. Die Feder ist in Anpassung an diese Anforderungen zu wählen oder deren Federkraft einzustellen.
  • Durch Loslassen des hängenden Objekts, wodurch die Gewichtskraft wieder auf den Kabelaufroller wirkt, stoppt der Bediener den Aufrollvorgang.
  • Zum Abwickeln des aufgerollten Kabels zieht der Bediener am hängenden Objekt und vergrößert so die auf den Kabelaufroller wirkende Gewichtskraft. Je nach Einstellung der Bremseinrichtung genügt eine sehr kleine zusätzliche Krafteinwirkung, um die Bremskraft zu überwinden, welche die Bremsscheiben auf das Freilaufkulissenrad aufbringen. Bei Ausüben einer diese Bremskraft überschreitenden Kraft drehen sich die sperrenden Elemente des Sperrmechanismus gemeinsam mit der Aufrollvorrichtung und lassen so den Abrollvorgang zu: die Aufrollvorrichtung wickelt das aufgerollte Kabel nach unten ab.
  • Trägt das Kabel kein Gewicht, muss die Federvorspannung bzw. die Einstellung der Bremseinrichtung entsprechend verändert werden.
  • Um keine allzu große Federkraft erforderlich zu machen, ist der Kabelaufroller in einer Ausführungsform aus möglichst leichten Materialien hergestellt. Vorzugsweise wird jedoch trotz der Gewichtsoptimierung darauf geachtet, alle oder einige derjenigen Einzelteile aus einem reibarmen Material zu fertigen, die direkt mit dem Kabel in Berührung kommen. Dies reduziert die zum Auf- und Abrollen aufzuwendende Arbeit und die Verlustleistung und verlängert sowohl die Lebensdauer der Einzelteile selbst als auch die des darübergeführten Kabels.
  • Die Anforderungen an das den Kabelaufroller durchlaufende Kabel sind gering. So ist der Kabelaufroller auch zum Aufrollen von Seilen, Schnüren und Fäden aller Art einsetzbar, solange deren Biegsamkeit zum Aufrollen ausreicht. Bei Leuchten wird der Kabelaufroller vor allem in Verbindung mit stromführenden Kabeln Verwendung finden. Als besonders geeignet hierfür haben sich aufgrund ihrer relativen Biegsamkeit Koaxialkabel erwiesen. Vorzugsweise wird das Kabel extra in Abstimmung auf die Verwendung in einem Kabelaufwickler hergestellt; zum Beispiel eignet sich bei Koaxialkabeln eine Isolation zwischen Innen- und Außenleiter aus Silikon oder einer Silikon enthaltenden Mischung aufgrund der Biegsamkeit und Hitzebeständigkeit besonders gut für diesen Zweck.
  • Nun zurück zu 1, ist die Explosionsdarstellung eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Kabelaufrollers gezeigt.
  • Diesen Kabelaufroller durchläuft ein speziell dafür angepasstes Koaxialkabel, das mit einer Silikonmischung isoliert ist. Je nach Bedienerwunsch ist das Kabel 3 in einigen Ausführungsformen optisch besonders ansprechend ausgestaltet.
  • Das Kabel 3 tritt durch eine kanalartige Öffnung 38 in das aus zwei über eine Nut- und Federverbindung gekoppelte Gehäusehälften gebildete Gehäuse 18 ein. Über die Öffnungen 38 gepresste Abdeckringe 36 verriegeln die beiden Gehäusehälften mechanisch. Das Gehäuse 18 ist aus einem leichten Material wie PC (Polycarbonat) gefertigt. Innerhalb des Gehäuses 18 befinden sich direkt bei den Öffnungen trichterförmige Führungselemente 24, welche wie die meisten Elemente, die das Kabel 3 direkt berührt, aus einem reibarmen Material wie beispielsweise POM (Polyoxymethylen) hergestellt sind. Diese Führungselemente 24 verhindern ein scharfes Abknicken des Kabels 3 an einer Kante der Öffnung 38 für den Fall, dass eine große Rolle Kabels 3 im Gehäuse 18 aufgewickelt ist, indem sie das Kabel 3 in einem sanften Bogen zur Öffnung 38 hin bzw. von ihr weg leiten.
  • Der Kabelaufroller umfasst ein Aufrollrad 1, beispielsweise aus POM, welches im Wesentlichen eine Ringform um die Achse A herum aufweist. Durch zwei in 1 nicht sichtbare, sich ungefähr gegenüberliegende Öffnungen, die in einer Kabelaufnahmespur 4 angeordnet sind, verläuft das Kabel 3. Die 1 und 2 stellen den nicht aufgerollten Zustand dar: das Kabel 3 ist nicht auf das Aufrollrad 1 gewickelt, sondern durchquert es lediglich. Für den Aufrollvorgang gewährleisten die auf der Außenseite des Aufrollrades 1 ausgebildeten Kabelaufnahmespuren 4 einen geordneten und reibungsarmen Ablauf. Um ein scharfes Abknicken des Kabels 3 beim Aufrollen zu verhindern, sind Leitbolzen 22 in das Aufrollrad 1, die in geeignete Halterungen 23 eingefügt sind. Ihre Wirkung zeigt 2 detaillierter. In dem in dieser Figur dargestellten Querschnitt des Aufrollrads 1 sind auch die Öffnungen 20 im Aufrollrad 1 zu sehen. Die Leitbolzen 22 sind so angeordnet, dass sie jeweils die mit dem Kabel 3 in Berührung kommende Seite der Öffnung 20 bilden. Dies bewirkt eine einigermaßen "sanfte", knickfreie Führung des Kabels 3 beim Aufrollen. Es sei angemerkt, dass die Leitbolzen 22 das Kabel 3 etwas vom direkten Weg von einer Öffnung 20 zur anderen ablenken. In diesem geringen Umfang beeinträchtigt dies die Verschiebbarkeit des Aufrollrades kaum, zeigt aber einen deutlichen Schonungseffekt für das Kabel.
  • Das dargestellte Aufrollrad 1 weist an seiner Außenkante eine Aufnahmevorrichtung 6 zum Aufnehmen und Festhalten eines Endes einer als Aufrollantrieb verwendeten Spiralfeder 5 auf. Das andere Ende der Spiralfeder 5 ist an einer gegenüber dem Gehäuse 18 wahlweise verdreh- und festlegbaren Federachse 7 befestigt. Im zusammengebauten Zustand ist die Spiralfeder 5 im Aufrollrad 1 aufgenommen; die Abdeckscheibe 26 schließt vorzugsweise mit der Außenkante des Aufrollrads 1 ab. Durch eine Öffnung 34 im Gehäuse 18 kann eine fest mit der Federachse 7 verbundene Stellschraube 28 von außen gedreht werden; ihre Drehstellung legt die Verdrehstellung der Federachse 7 und damit die Vorspannung der Spiralfeder 5 fest. Fest mit der Federachse 7 verbundene Stifte 30 können in entsprechende Löcher im Gehäuse 18 eingreifen und dabei die Federachse 7 in ihrer Verdrehstellung festlegen. Die Stellschraube 28 wird zum Verdrehen leicht gegen die auch in Axialrichtung wirkende Federkraft der Spiralfeder 5 in das Gehäuse 18 eingedrückt, bis die Stifte 30 aus dem Gehäuse 18 freikommen. Eine Schließscheibe 32 verschließt, z.B. aus optischen Gründen, oder um das Eindringen von Staub zu verhindern, die Öffnung 34 von außen.
  • Auf der axial anderen Seite des Aufrollrads 1 ist die Bremseinrichtung 15 angeordnet. Sie umfasst eine Freilaufmechanik aus einem Freilaufkulissenring 9 und einem drehbar im Freilaufkulissenring 9 gelagerten Freilaufkulissenrad 11. Der Freilaufkulissenring 9 ist über eine Nut 44 am Aufrollrad 1 und eine Feder 46 an seiner Außenseite mit dem Aufrollrad 1 verdrehsicher verbunden. Der Freilaufkulissenring 9 weist eine Verzahnung 40 mit einer speziellen in der 1 dargestellten Ausformung auf, in die Klinken 42 des Freilaufkulissenrads 11 bei einer Drehung in die Sperrrichtung eingreifen. Dementsprechend blockiert die Freilaufmechanik in Sperrrichtung, die der Abrollrichtung für das Kabel 3 entspricht. Da die Klinken 42 jeweils am Ende von in Umfangsrichtung abstehenden flexiblen Armen angeordnet sind, können sie bei einer Drehung in Freilaufrichtung aus der Verzahnung freikommen, so dass die Freilaufmechanik Bewegungen in dieser Richtung, die der Aufrollrichtung des Kabels entspricht, zulässt.
  • Das Freilaufkulissenrad 11 ist in axialer Richtung von einem auf einer Bremsachse 10 angeordneten Bremsflansch 12 und einer Bremsachse 10, die gleichzeitig ein Bremswiderlager bildet, umschlossen. Zwischen dem Freilaufkulissenrad 11 und einerseits dem Bremsflansch 12 und andererseits der Bremsachse 10 ist je eine Bremsfolie 13 angeordnet. Zwei Stifte 30 sorgen für eine verdrehsichere Verbindung der Bremsachse 10 und des Bremsflansches 12 mit dem Gehäuse 18. Der Druck, mit dem die Bremsachse 10 und der Bremsflansch 12 auf das Freilaufkulissenrad 11 pressen, bestimmt die Bremskraft, mit der eine Drehbewegung des Freilaufkulissenrades 11 gebremst wird, also die Bremswirkung der Bremseinrichtung 15 für den Abrollvorgang. Dieser Druck kann mittels einer Stellschraube 14, die auf eine zwischen dem Gehäuse 18 und der Bremsachse 10 in Axialrichtung wirkenden Druckfeder 16 eingreift, eingestellt und damit die Bremskraft an das Gewicht des hängenden Objekts angepasst werden. Auch hier ist eine Bedienung der Stellschraube 14 von außerhalb des Gehäuses 18 durch die verschließbare Öffnung 34 vorgesehen.

Claims (12)

  1. Kabelaufroller mit einem Gehäuse (18); einer Aufrollvorrichtung (1) zum Auf- und Abrollen eines durch das Gehäuse (18) verlaufenden Kabels (3), die in Auf- und Abrollrichtung drehbar gegenüber dem Gehäuse (18) gehalten und bei abgerolltem Kabel (3) auf dem Kabel (3) frei verschiebbar ist; und einer Höhenverstellungsmechanik zur Höhenverstellung eines an dem Kabel (3) hängenden Objekts, wobei die Höhenverstellungsmechanik eine Bremseinrichtung aufweist, die die Aufrollvorrichtung in Abrollrichtung bremst und in Aufrollrichtung freigibt.
  2. Kabelaufroller nach Anspruch 1, bei dem die Bremseinrichtung (15) eine Bremse (13) und einen funktionell zwischen der Bremse (13) und der Aufrollvorrichtung (1) angeordneten Sperrmechanismus (9, 11) umfasst, der in Abrollrichtung der Aufrollvorrichtung (1) sperrt und in Aufrollrichtung freiläuft.
  3. Kabelaufroller nach Anspruch 2, bei dem der Sperrmechanismus (9, 11) einen Freilaufkulissenring (9) und ein gegen den Freilaufkulissenring (9) drehbar gelagertes Freilaufkulissenrad (11) umfasst und die Bremse (13) das Freilaufkulissenrad (11) bremst.
  4. Kabelaufroller nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei dem die Aufrollvorrichtung (1) wenigstens eine Kabelaufnahmespur (4) umfasst.
  5. Kabelaufroller nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei dem die Aufrollvorrichtung (1) zwei sich gegenüberliegende Öffnungen (20) aufweist, die so angeordnet sind, dass das durch sie verlaufende Kabel (3) die Aufrollvorrichtung (1) im Wesentlichen gerade durchquert.
  6. Kabelaufroller nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei dem die von der Bremseinrichtung (15) ausgeübte Bremskraft einstellbar ist.
  7. Kabelaufroller nach einem der vorangehenden Ansprüche, der ein Antriebsmittel (5) zum Drehen der Aufrollvorrichtung (1) in Aufrollrichtung umfasst.
  8. Kabelaufroller nach Anspruch 7, bei dem das Antriebsmittel (5) eine Spiralfeder ist.
  9. Kabelaufroller nach Anspruch 8, bei dem eine Vorspannung der Spiralfeder (5) einstellbar ist.
  10. Kabelaufroller nach einem der vorangehenden Ansprüche, der an Öffnungen (38) zum Entritt des Kabels (3) in das Gehäuse (18) Führungselemente (24) aufweist, die das Kabel (3) knickfrei in das Gehäuse (18) führen.
  11. Kabelaufroller nach Anspruch 5, bei dem die Aufrollvorrichtung (1) als Aufrollrad (1) ausgebildet ist, das an Eintrittsöffnungen (20) zur Durchführung des Kabels (3) durch seinen Innenraum Leitbolzen (22) aufweist, die das Kabel (3) knickfrei durch das Aufrollrad (1) führen.
  12. Verwendung eines Kabelaufrollers nach den Ansprüchen 1 bis 11, mit einem durch ihn verlaufenden Kabel, zur Höhenverstellung eines am Kabel aufgehängten Objekts.
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