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Die
Erfindung bezieht sich auf eine Photomaske gemäß dem Oberbegriff von Anspruch
1.
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Photolithographie
ist ein integraler Prozess bei der Herstellung von IC-Halbleiterbauelementen (Halbleiterbauelementen
mit integrierten Schaltkreisen). Im Allgemeinen beinhaltet ein photolithographischer
Prozess eine Beschichtung eines Halbleiterwafers (oder Substrats)
mit einer Schicht aus Photoresist und ein Belichten des Photoresists
mit einer aktinischen Lichtquelle (wie einem Excimerlaser, einer Quecksilberlampe
etc.) durch eine Photomaske mit einem Bild eines integrierten Schaltkreises.
Zum Beispiel kann ein lithographisches Gerät, wie ein Stepper für tiefes
UV, zum Projizieren von Licht durch eine Photomaske und eine Linse
mit hoher Apertur auf eine Photoresistschicht verwendet werden,
wobei die Lichtintensität
die Photomaskenstruktur auf das Photoresist wirft. Es wurden verschiedene
Typen von Photomasken für
die Lithographie entwickelt, die binäre Masken, eingebettete, gedämpfte Phasenschiebungsmasken
(EAPSM), alternierende Apertur-Phasenschiebungsmasken (AAPSM) ebenso
wie verschiedene Hybridmaskentypen beinhalten.
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Gegenwärtig werden
hochintegrierte Schaltkreis(IC)-Bauelemente mit IC-Bauelementstrukturen mit
kleinen kritischen Abmessungen ausgelegt. Die kritische Abmessung
(CD) bezieht sich auf die kleinste Breite einer Linie oder den kleinsten
Abstand zwischen zwei Linien, die/der gemäß Auslegungsregeln für einen
gegebenen Bauelementfertigungsprozess spezifiziert ist. Tatsächlich werden
IC-Bauelemente gegenwärtig
mit Elementabmessungen im Sub-Wellenlängenbereich gebaut, wobei die
Schaltkreisbilder, die auf den Siliciumwafer gedruckt werden, kleiner
als die Wellenlänge
der zur Belichtung der Struktur verwendeten Lichtquelle sind. Zum
Beispiel verwenden DUV-Stepper des Standes der Technik einen Argonfluorid(ArF)-Laser
mit einer Wellenlänge
von 193nm, um integrierte Schaltkreise mit Elementabmessungen von
100nm (0,1 Mikrometer) und darunter zu bilden.
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Mit
zunehmend kleineren Elementstrukturen (z.B. Subwellenlängen-Elementen) wird es
jedoch als Ergebnis optischer Proximity-Effekte (OPE), die das lithographische
Prozessfenster zum Drucken von Subwellenlängen-Elementen verringern,
zunehmend schwierig, Anforderungen hinsichtlich der kritischen Abmessung
zu genügen.
Das OPE-Phänomen tritt
aufgrund der Beugung von Lichtwellen an dicht beabstandeten, benachbarten
Schaltkreiselementen auf, was verursacht, dass die Lichtwellen derart
wechselwirken, dass sie die transferierten Strukturelemente stören und
strukturabhängige
Prozessschwankungen erzeugen. Im Hinblick darauf wurden verschiedene
Techniken entwickelt, um die Effekte von OPE beim Drucken von Subwellenlängen-Elementen zu mildern
oder zu kompensieren.
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Zum
Beispiel werden allgemein bekannte Retikelverbesserungstechniken,
wie optische Proximity-Korrektur(OPC)- und Phasenschiebungsmasken(PSM)-Techniken,
zum Konstruieren von Photomasken verwendet. Mit OPC werden kleine
Subauflösungs-Elemente
(nichtdruckende Elemente) (wie "Streuleisten") in Schaltkreismaskenstrukturen
eingebaut, um Proximity-Effekte zu kompensieren. Des Weiteren werden
PSM-Techniken dazu verwendet, Photomasken zu konstruieren (z.B.
alternierende Apertur-Phasenschiebungsmasken, eingebettete, gedämpfte Phasenschiebungsmasken
etc), die Maskenstrukturen mit Phasenschiebungsstrukturen aufweisen,
die so ausgelegt sind, dass Proximity-Effekte reduziert sind und
der Kontrast an kritischen Kanten von Subwellenlängen-Elementen gesteigert ist.
Andererseits ist allgemein bekannt, dass binäre Masken im Vergleich zu PSM-Strukturen
aufgrund von Beugung empfindlicher gegenüber OPE sind, was die Möglichkeit
beschränkt,
binäre
Masken zum lithographischen Drucken von Subwellenlängen-Elementen zu
verwenden.
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Die 1A, 1B und 1C veranschaulichen
einen herkömmlichen
Photolithographieprozess schematisch, der eine binäre Maskenstruktur
verwendet. Insbesondere ist 1A eine
Draufsicht auf eine binäre
Photomaske 10, und 1B ist
eine schematische Querschnittansicht der binären Photomaske 10 entlang
einer Linie 1B-1B in 1A.
Im Allgemeinen beinhaltet die binäre Maske 10 eine auf
einem Maskensubstrat 12 ausgebildete Maskenstruktur 11.
Das Maskensubstrat 12 ist aus einem Material gebildet, das
für Belichtungslicht
einer gegebenen Wellenlänge
des Belichtungslichts transparent ist. Das Substrat 12 ist
zum Beispiel typischerweise aus hochreinem Quarz oder Glas gebildet.
Für eine
binäre
Maske ist die Bildstruktur 11 typischerweise aus einem lichtblockierenden
Material, wie Chrom (Cr), mit einem Transmissionsvermögen von
etwa 0% bei der gegebenen Wellenlänge gebildet, das dahingehend wirkt,
den Durchtritt von Licht zu blockieren (und zu reflektieren). Im
Hinblick darauf wird eine binäre
Maske als eine reflektive Maske betrachtet.
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In
den 1A und 1B beinhaltet die Maskenstruktur 11 eine
Mehrzahl von langgestreckten parallelen Linienelementen 11a mit
einem Raster maß P sowie
Zwischenräume 11b,
die durch Ätzen
einer Schicht aus lichtblockierendem Material (z.B. Cr) auf dem
Maskensubstrat 12 gebildet sind. Die Maskenstruktur 11 kann
mittels eines lithographischen Prozesses auf eine Photoresistschicht
auf dem Substrat transferiert werden. Insbesondere kann, wie in 1B dargelegt, während eines
Belichtungsprozesses Licht einer gegebenen Wellenlänge, das
auf die strukturierte Oberfläche
der Maske 10 einfällt, durch
die belichteten Bereiche (z.B. die Zwischenräume 11b) der Photomaske 10 auf
einen mit Photoresist (Resist) beschichteten Wafer derart projiziert werden,
dass die Bereiche des Photoresists, die zu den Zwischenräumen 11b ausgerichtet
sind, mit Licht belichtet werden. Mit einem positiven Resist können die
belichteten Bereiche des Photoresists zum Beispiel während einer
Entwicklung derart entfernt werden, dass die Maskenstruktur 11 in
das Photoresist gedruckt wird.
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Da
die kritischen Abmessungen der zu druckenden Elemente kleiner werden
und sich der Auflösung
des lithographischen Belichtungsgeräts nähern, ist die Fähigkeit,
kleine Elemente unter Verwendung binärer Maskentechniken präzise zu
drucken, wegen optischer Proximity-Effekte aufgrund von Beugung
per se signifikant reduziert. Diese Beschränkung ist in 1C schematisch dargestellt. 1C stellt insbesondere ein
Halbleiterbauelement 14 dar, das eine auf einem Halbleitersubstrat 16 (z.B.
einem Wafer) ausgebildete Photoresistschicht 15 beinhaltet.
In 1C ist angenommen,
dass die Photoresistschicht 15 ein "positives Resist" ist, das unter Verwendung der binären Maske 10 der 1A und 1B mit 1X-Verkleinerung belichtet wird.
Es ist weiter angenommen, dass die kritischen Abmessungen der Linienelemente 11a und
der Zwischenräume 11b,
die zu drucken sind, nahe der Auflösungsgrenze des Belichtungssystemsliegen.
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Wie
in 1C dargestellt, verhindern
die optischen Proximity-Effekte aufgrund der eng beabstandeten Linienelemente 11a,
dass die Linien- Zwischenraum-Strukturen
in das Photoresist 15 gedruckt werden. Insbesondere stellt 1C die Kurve 13 des elektrischen
Feldes (Höhe
und Richtung) in der Waferebene über
das Photoresist 15 hinweg aufgrund von Beugungseffekten
dar. Insbesondere aufgrund der geringen Abmessungen der Linien-
und Zwischenraumelemente 11a, 11b verursachen
Beugungseffekte von auf das Photoresist 15 einfallendem
Licht, dass elektrische Feldvektoren benachbarter Zwischenraumelemente 11b wechselwirken
und sich konstruktiv addieren, so dass die Lichtintensität in Bereichen
des Photoresists 15 zunimmt, die zu den Linienelementen 11a ausgerichtet
sind. 1C stellt einen
Umstand dar, in dem das elektrische Feld 13 den Photoresistbelichtungsschwellenwert
Tp über den
gesamten Bereich des Photoresists erreicht oder übersteigt, der zu der Linien-Zwischenraum-Struktur 11a, 11b ausgerichtet
ist. Als ein Ergebnis werden die Linienelemente 11a nicht
gedruckt, und die Zwischenraumelemente 11b werden als ein
einziges breites Zwischenraumelement statt als diskrete Zwischenraumelemente
in das Photoresist 15 gedruckt. Diese Beugungseffekte können unter
Verwendung von PSM-Techniken gemildert werden.
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Die 2A, 2B und 2C stellen
schematisch einen herkömmlichen
Photolithographieprozess dar, der eine EAPSM-Struktur (eingebettete
gedämpfte Phasenschiebungsmaskenstruktur)
verwendet. Speziell ist 2A eine
Draufsicht auf eine EAPSM-Struktur 20, und 2B ist eine schematische Querschnittansicht
der EAPSM-Struktur 20 entlang einer Linie 2B-2B in 2A. Im Allgemeinen beinhaltet
die EAPSM-Struktur 20 eine auf einem Maskensubstrat 22 ausgebildete
Maskenstruktur 21. Das Maskensubstrat 22 ist aus
einem Material wie hochreinem Quarz oder Glas gebildet, das bei
einer gegebenen Wellenlänge
des Belichtungslichts transparent ist. Die Maskenstruktur 21 ist
aus einem lichtblockierenden Material (oder Phasenschiebungsmaterial), wie
Molybdänsilicid
(MoSi), mit einem Transmissionsvermögen in einem Bereich von 2%
bis 10% bei einer gegebenen Wellenlänge gebildet. Die 2A und 2B stellen eine Maskenstruktur 21 dar,
die eine Mehrzahl langgestreckter, paralleler Linienelemente 21a mit
einem Rastermaß P
und Zwischenräume 21b ähnlich der
Linien-Zwischenraum-Maskenstruktur der 1A/1B beinhaltet.
Im Vergleich zu der Photomaske 10 der 1A/1B verursacht
die Photomaske 20 in den 2A/2B eine destruktive DUV-Interferenz auf der
Waferebene, die ermöglicht,
dass Linienelemente präziser
in Subwellenlängen-Abmessungen
gedruckt werden, die kleiner als die Lichtwellenlänge sind.
Dies ist in 2C konzeptionell
dargestellt.
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Speziell
stellt 2C ein Halbleiterbauelement 24 dar,
das eine auf einem Halbleitersubstrat 26 (z.B. einem Wafer)
ausgebildete Photoresistschicht 25 beinhaltet. In 2C ist angenommen, dass
die Photoresistschicht 25 ein "positives Resist" ist, das unter Verwendung der binären Maske 20 der 2A/2B mit 1X-Verkleinerung belichtet wird. 2C stellt eine Kurve 23 eines
resultierenden elektrischen Feldes (Höhe und Richtung) in einer Waferebene über das
Photoresist 25 hinweg dar. Die Linienelemente 21a ermöglichen,
dass ein kleiner Prozentsatz von einfallendem Licht das Maskensubstrat 22 zu
dem Photoresist durchläuft,
die Intensität von
derartigem Licht ist jedoch schwach und belichtet das Resist 25 auf
dem Wafer 26 nicht. Die Maskenlinienelemente 21a induzieren
eine Phasenverschiebung von Licht, das die Maske 20 durchläuft, um
180° im
Vergleich zu Licht, das die Maske 20 in belichteten Bereichen
des Substrats 22 durchläuft
(bei Zwischenraumelementen 21b), was den Bildkontrast an kritischen
Kanten der Maskenelemente erhöht
und somit die Auflösung
des Lithographieprozesses erhöht.
Spezieller tritt, wie in 2C dargestellt,
an den kritischen Kanten der Linienelemente 21a benachbart
zum Glas destruktive Interferenz auf. Im Hinblick darauf wird die
Intensität
des elektrischen Feldes deutlich unterhalb des Resistschwellenwertes
Tp in Bereichen des Photoresists 25 gehalten, die zu den Maskenlinienelementen 21a ausgerichtet
sind, was eine erhöhte
Auflösung
für das
Drucken von Linien-Zwischenraum-Strukturen mit Subwellenlängen-CDs
unter Verwendung momentan zur Verfügung stehender lithographischer
Geräte
ermöglicht.
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Alternierende
Apertur ist eine weitere PSM-Technik, die auf destruktiver DUV-Interferenz beruht,
um die Effekte von OPE zu reduzieren und Elemente im Subwellenlängenbereich
zu drucken. Die 3A, 3B und 3C stellen zum Beispiel einen herkömmlichen
Photolithographieprozess unter Verwendung einer AAPSM (Phasenschiebungsmaske mit
alternierender Apertur) schematisch dar. Speziell ist 3A eine Draufsicht auf eine
AAPSM-Struktur 30, und 3B ist
eine schematische Querschnittansicht der AAPSM-Struktur 30 entlang
einer Linie 3B-3B in 3A.
Im Allgemeinen beinhaltet die AAPSM-Struktur 30 eine auf
einem Maskensubstrat 32 ausgebildete Maskenstruktur 31.
Das Maskensubstrat 32 ist aus einem Material wie hochreinem Quarz
oder Glas gebildet, das bei einer gegebenen Wellenlänge des
Belichtungslichts transparent ist. Die Maskenstruktur 31 ist
aus einem lichtblockierenden Material, wie Chrom (Cr), mit einem
Transmissionsvermögen
von etwa 0% bei der gegebenen Wellenlänge gebildet, das dahingehend
wirkt, den Durchgang von Licht zu blockieren (und dieses zu reflektieren).
Die 3A und 3B stellen eine Maskenstruktur 31 dar,
die eine Mehrzahl langgestreckter paralleler Linienelemente 31a mit
einem Rastermaß P
und Zwischenräume 31b ähnlich der
Linien-Zwischenraum-Maskenstruktur der 1A/1B beinhaltet.
Im Vergleich zu der Photomaske 10 der 1A/1B beinhaltet
die Photomaske 30 in 3A/3B des Weiteren Gräben 32a,
die selektiv in das Masken(Quarz)-Substrat 32 in jedes
zweite der Zwischenraumelemente 31b geätzt sind. Die Gräben 32a erzeugen
eine Phasenverschiebung von 180° relativ
zu jenen Bereichen des Maskensubstrats, die nicht geätzt sind.
Die resultierenden Phasenunterschiede führen zu einer destruktiven
DUV-Interferenz, die den Bildkontrast verbessert. Dies ist in 3C konzeptionell dargestellt.
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Speziell
stellt 3C ein Halbleiterbauelement 34 mit
einer auf einem Halbleitersubstrat 36 (z.B. einem Wafer)
ausgebildeten Photoresistschicht 35 dar. In 3C ist angenommen, dass
die Photoresistschicht 35 ein "positives Resist" ist, das unter Verwendung der binären Maske 30 der 3A/3B mit 1X-Verkleinerung belichtet wird. 3C stellt eine Kurve 33 eines
resultierenden elektrischen Feldes (Höhe und Richtung) in einer Waferebene über das
Photoresist 35 hinweg dar. Die Zwischenraumelemente 31b ermöglichen,
dass einfallendes Licht durch das Maskensubstrat 32 hindurch
zu dem Photoresist läuft,
während
die Linienelemente 31a Licht reflektieren. Die Gräben 32a induzieren
eine Phasenverschiebung von 180° von
Licht, das die Maske 30 durchläuft, im Vergleich zu Licht,
das die Maske 30 durch die freiliegenden, ungeätzten Bereiche
des Substrats 32 bei Zwischenraumelementen 31b durchläuft. Als
ein Ergebnis ist das elektrische Feld 33 auf entgegengesetzten
Seiten der Linienelemente 31a von gleicher Höhe und entgegengesetzter
Phase, und in den Übergängen zwischen
den geätzten und
ungeätzten
Bereichen tritt destruktive Interferenz auf, die eine dunkle Fläche erzeugt,
die den Bildkontrast für
das Drucken der Linien-Zwischenraum-Elemente 31a, 31b in
dem Resist 36 mit hoher Präzision steigert.
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Wenngleich
vorstehend erörterte
PSM-Techniken allgemein dazu verwendet werden können, eine vergrößerte Auflösung für das Drucken
von Subwellenlängen-Elementen
bereitzustellen, ist die Qualität,
mit welcher derartige Elemente lithographisch repliziert werden
können,
in erster Linie von der Abmessung des lithographischen Prozessfensters
abhängig.
Im Allgemeinen bezieht sich der Ausdruck "Prozessfenster", wie auf dem Fachgebiet allgemein bekannt
ist, auf das Ausmaß an
Schwankung in der Belichtungsdosis und dem Fokus, das toleriert
werden kann, so dass die Eigenschaften von gedruckten Photoresistelementen
(z.B. Linienbreite, Wandwinkel, Resistdicke) innerhalb vorgeschriebener
Spezifikationen gehalten werden. Für eine gegebene lithographische
Umgebung kann die Empfindlichkeit derartiger Photoresistelemente
gegenüber Änderungen der
Belichtungsdosis und des Fokus experimentell (oder durch Computersimulationen)
bestimmt werden, indem eine Matrix von Fokus-Belichtungs-Daten gewonnen wird. Für einen
gegebenen lithographischen Prozess und eine Maske können die
Daten einer Fokus-Belichtungs-Datenmatrix
zum Beispiel dazu verwendet werden, eine Variation der Linienbreite
als Funktion von Fokus und Belichtungsdosis zu bestimmen.
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4A ist ein exemplarischer
Bossung(Fokus-Belichtungs)-Plot, der parametrische Kurven von Linienbreite
(CD) in Abhängigkeit
vom Fokus mit der Belichtungsdosis als einem Parameter beinhaltet. Speziell
stellt der exemplarische Bossung-Plot die Variation von CD (y-Achse)
als Funktion des Defokus (x-Achse) bei verschiedenen Belichtungsenergien (E1~E5)
dar. In 4A bezeichnet
eine gestrichelte Linie (40) eine Ziel-CD (nominelle CD), und gestrichelte
Linien 41 beziehungsweise 42 repräsentieren die akzeptablen oberen
(CD+) und unteren (CD–) Werte,
die von der Ziel-CD 40 abweichen. Der Defokussierungsparameter
(x-Achse) bezeichnet
eine relative Abweichung von einer besten Fokus-Position. In 4A ist die beste Fokus-Position als Defokussierung
= 0 dargestellt.
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Ein
lithographischer Prozess wird als robust angesehen, wenn große Variationen
von Fokus und Dosis die Ziel-CD 40 minimal beeinflussen
(wobei die gedruckten CDs innerhalb eines gewünschten Bereichs von akzeptablen
CDs gehalten werden). Speziell kann ein nutzbares Prozessfenster
als die Kombination von DOF (Tiefenschärfe) und Belichtungsspielraum
(EL) spezifiziert werden, die gedruckte Elemente innerhalb von +/–10% einer
Ziel-CD hält. Der
Ausdruck Belichtungsspielraum (EL) bezeichnet einen Dosisbereichsprozentsatz
von Belichtungsenergien (üblicherweise
als Prozent-Variation vom Nominalwert ausgedrückt), der die CD innerhalb
spezifizierter Grenzen hält.
Der nutzbare Fokusbereich oder die Tiefenschärfe (DOF) bezieht sich typischerweise
auf den Bereich von Fokuseinstellungen, in dem die laterale Abmessung
des gedruckten Elements oder des Zwischenraums zwischen Elementen
innerhalb einer Spezifikation liegt, die typischerweise +/–10% einer
Ziel-Linienbreite
oder Ziel-CD beträgt.
Das Konzept von DOF ist in 4B schematisch
dargestellt.
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Speziell
stellt 4B einen lithographischen Projektionsprozess
dar, der ein Retikel zur Belichtung eines mit Photoresist beschichteten
Substrats verwendet. Speziell ist 4B eine
schematische Grobdarstellung eines Projektionssystems, das eine Lichtquelle 43,
eine Kondensorlinse 44, ein Retikel 45 und eine
Projektionslinse 46 beinhaltet. Die Lichtquelle 43 emittiert
Licht, das auf die Kondensorlinse 44 einfällt. Das
Licht durchläuft
die Kondensorlinse 44 und bestrahlt die gesamte Oberfläche des
Retikels 45 gleichmäßig, auf
dem eine vorgegebene Struktur ausgebildet ist. Danach ist das Licht,
welches das Retikel 45 durchläuft, um einen vorgegebenen
Skalenfaktor über
die Projektionslinse 46 reduziert und belichtet eine Photoresistschicht 47 auf
dem Halbleitersubstrat 48. Durch Verwenden der Projektionsoptik 46 ist
die Abmessung von Maskenelementen auf dem Retikel 45 typischerweise
vier oder fünf Mal
größer als
das gleiche Element, das in das Photoresist 47 gedruckt
wird. Zum Beispiel wandelt sich ein Maskenlinienelement mit einer
Breite von 1 Mikrometer auf dem Retikel in eine Linie mit einer
Breite von 0,2 Mikrometer, die in einem Projektionssystem mit 5X-Verkleinerung
in das Photoresist gedruckt wird.
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4B stellt DOF konzeptionell
dar. Im Allgemeinen ist die Brennebene des optischen Systems die
Ebene, die den Brennpunkt FP enthält. Die Brennebene wird typischerweise
als die Ebene des besten Fokus des optischen Systems bezeichnet.
Der Ausdruck Fokus bezieht sich auf die Position der Ebene des besten
Fokus des optischen Systems relativ zu einer Referenzebene, wie
der Oberseite der Resistschicht oder der Mitte des Photoresists,
gemessen entlang der optischen Achse (d.h. senkrecht zu der Ebene
des besten Fokus). Zum Beispiel befindet sich, wie in 4B dargestellt, die Ebene
des besten Fokus (Fokusebene) nahe der Oberfläche der Photoresistschicht 47.
In der exemplarischen Ausführungsform
von 4B ist der Fokus
auf die Position der Oberfläche
der Resistschicht 47 relativ zu der Brennebene des Abbildungssystems
eingestellt. Der Ausdruck Defokus bezieht sich auf den Abstand,
gemessen entlang der optischen Achse (d.h. senkrecht zu der Ebene
des besten Fokus), zwischen der aktuellen Position der Bezugsebene
des mit Resist beschichteten Wafers (d.h. der Oberfläche der
Resistschicht 47) und der Position, wenn der Wafer sich
im besten Fokus befindet. Während
eines photolithographischen Prozesses kann sich der Fokus vom besten Fokus
zu einer +/–-Defokusposition ändern. DOF
bezieht sich auf den akzeptablen Bereich eines +/–-Defokus.
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Wieder
bezugnehmend auf 4A können Schwankungen
von Fokus und Belichtungsdosis zu einer Zunahme oder Abnahme der
CDs von gedruckten Elementen (von der Ziel-CD) außerhalb
des akzeptablen Bereichs von CDs führen. Im Allgemeinen wird ein
schmales Prozessfenster realisiert, wenn sich die Linienbreite drastisch
als Funktion einer Fokusänderung ändert. Wie
zum Beispiel in 4A dargelegt,
stellen die Kennlinien E1, E2, E4 und E5 dar, dass die CD für die entsprechenden
Belichtungsdosen empfindlicher gegenüber Abweichungen des Fokus
aus der besten Fokusposition ist (Defokus = 0). Im Gegensatz dazu
ist die Kurve E3 linearer, was anzeigt, dass die CD für die gegebene
Belichtungsdosis weniger empfindlich gegenüber Abweichungen des Fokus
aus der besten Fokusposition (Defokus = 0) ist.
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Wenngleich
vorstehend erörterte
Verbesserungstechniken, wie AAPSM und EAPSM, dazu verwendet werden
können,
die Auflösung
zu verbessern, können
derartige Techniken komplex und kostenintensiv sein und können eine
vergrößerte Chipabmessung
erfordern. Außerdem
ist die PSM-Technologie dem "verbotenes
Rastermaß"-Phänomen unterworfen,
was zu reduzierten Prozessfenstern führt. Spezieller kann es bei
außeraxialer
Beleuchtung für ein
gegebenes Element und eine Ziel-CD ein oder mehrere Rastermaße geben,
bei denen der Prozessspielraum einer dichten Struktur eines derartigen
Elements schlechter als jener eines isolierten Elements der gleichen
Abmessung ist. Wenn die außeraxiale Beleuchtung
für ein
gegebenes Rastermaß (z.B.
das kleinste Rastermaß auf
der Maske) optimiert ist, kann es eine Struktur mit einem Rastermaß geben,
bei dem der Beleuchtungswinkel zusammen mit dem Beugungswinkel in
Beugung resultiert, die eine reduzierte DOF für jenes Rastermaß ergibt.
Das verbotene Rastermaß-Phänomen wurde
zu einem beschränkenden
Faktor in der fortgeschrittenen Photolithographie zum Drucken von
Elementen im Subwellenlängenbereich.
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Belichtungsgeräte weisen
ein "Fokus-Budget" auf, das eine minimale
DOF-Anforderung eines Photolithographie-Prozesses bezeichnet, die
erforderlich ist, um Fokusschwankungen des Belichtungsgeräts abzudecken.
Wenn die DOF eines gegebenen Layout-Strukturrastermaßes nicht
größer als
das von dem Belichtungsgerät
geforderte Fokus-Budget ist, wird das Layout-Strukturrastermaß als verbotenes Rastermaß betrachtet.
Derart verbessert die Fähigkeit,
das verbotene Rastermaß-Phänomen zu
mildern, im Allgemeinen die CDs und den Prozessspielraum, die unter
Verwendung von gegenwärtigen Halbleiterbauelement-Fertigungsgeräten und
-techniken erhältlich
sind.
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Beim
Drucken von Elementen im Subwellenlängenbereich ist es wichtig,
die CD-Gleichmäßigkeit zu
steuern. Kleinere Variationen der Parameter des Belichtungsprozesses
auf dem photolithographischen Belichtungsgerät (Scanner/Stepper) können jedoch
bewirken, dass die kritischen Abmessungen (CD) von gedruckten Elementen
außerhalb
akzeptabler Fertigungstoleranzen fallen. Die DOF wird zum Beispiel
allgemein als einer der kritischsten Faktoren bei der Bestimmung
der Auflösung
der photolithographischen Projektionsvorrichtung angesehen. Während eines
photolithographischen Prozesses kann der Brennpunkt des Belichtungssystems
z.B. aufgrund von Temperatur- oder Druckdriften, Schwankungen der
Waferebenheit oder anderen Faktoren über oder unter die gewünschte Referenzoberfläche des
mit Photoresist beschichteten Substrats driften. In Abhängigkeit
vom Prozessfenster kann das Maß an
Fokusverschiebung (oder Defokus) aus dem besten Fokus heraus einen
dramatischen Effekt auf die Abmessung des gedruckten Elements haben.
Derart ist es äußerst wünschenswert,
in der Lage zu sein, den Prozess derart zu steuern, dass der Fokus
für jeden
Wafer innerhalb eines nutzbaren Bereichs gehalten wird. Im Hinblick
darauf kann das Maß an
Defokus nicht ohne ein adäquates
Verfahren zum Messen des besten Fokus bestimmt werden.
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Im
Hinblick auf das Vorstehende ist es äußerst wünschenswert, Maskentechniken
und OPC-Lösungen
zu entwickeln, um lithographische Prozessfenster zu verbessern und
die Auflösung
gegenwärtiger
optischer Belichtungssysteme zum Präzisionsdrucken von Elementen
im Subwellenlängenbereich
zu erhöhen.
Außerdem
ist es in Anbetracht der Empfindlichkeit der CD-Variation im Hinblick
auf Fokusdriften in Lithographieprozessen im Subwellenlängenbereich äußerst wünschenswert,
Techniken für
ein effizientes Detektieren von Brennpunktdriften (Höhe und Richtung)
während
eines photolithographischen Prozesses zu entwickeln und eine automatisierte
Steuerung eines Belichtungsgeräts
zum Einstellen des Brennpunkts und Erzielen von CD-Gleichmäßigkeit
zu ermöglichen.
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Der
Erfindung liegt als technisches Problem die Bereitstellung einer
Photomaske der eingangs erwähnten
Art zugrunde, die in der Lage ist, die oben genannten Unzulänglichkeiten
des Standes der Technik zu reduzieren oder zu vermeiden, und insbesondere
ermöglicht,
Prozessfens ter und Auflösung entsprechender
photolithographischer Prozesse zu verbessern.
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Die
Erfindung löst
dieses Problem durch die Bereitstellung einer Photomaske mit den
Merkmalen von Anspruch 1. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung
sind in den Unteransprüchen
angegeben.
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Exemplarische
Ausführungsformen
der Erfindung beinhalten im Allgemeinen Photomaskenstrukturen, die
vergrößerte lithographische
Prozessfenster zum Drucken von Elementen im Subwellenlängenbereich
bereitstellen.
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Vorteilhafte
Ausführungsformen
der Erfindung werden im Folgenden beschrieben und sind in den Zeichnungen
gezeigt, die außerdem
die vorstehend zum leichteren Verständnis der Erfindung erläuterten
herkömmlichen
Ausführungsformen.
Es zeigen:
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1A, 1B und 1C schematisch einen
herkömmlichen
Photolithographieprozess, der eine binäre Maskenstruktur verwendet,
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2A, 2B und 2C schematisch einen
herkömmlichen
Photolithographieprozess, der eine EAPSM (eingebettete gedämpfte Phasenschiebungsmaske)
verwendet,
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3A, 3B und 3C schematisch einen
herkömmlichen
Photolithographieprozess, der eine AAPSM (Phsenschiebungsmaske mit
alternierender Apertur) verwendet,
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4A einen
exemplarischen Bossung(Brennpunkt-Belichtungs)-Plot, der Kennlinien der Linienbreite
(CD) in Abhängigkeit
vom Fokus mit der Belichtungsdosis als Parameter enthält,
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4B schematisch
einen lithographischen Projektionsprozess, der ein Retikel zur Belichtung
eines mit Photoresist beschichteten Substrats verwendet,
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5A und 5B schematisch
eine Photomaskenstruktur gemäß einer
exemplarischen Ausführungsform
der Erfindung,
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5C schematisch
einen Photolithographieprozess, der die exemplarische Photomaske
der 5A und 5B verwendet,
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6A bis 6F schematisch
ein Verfahren zum Aufbauen einer Photomaskenstruktur gemäß einer
exemplarischen Ausführungsform
der Erfindung,
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7 eine
herkömmliche
Photomaskenstruktur,
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8 eine
Photomaskenstruktur gemäß einer
exemplarischen Ausführungsform
der Erfindung,
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9A und 9B graphisch
lithographische Prozessfenster, die basierend auf Computersimulationen
erhalten wurden, die mit der Photomaskenstruktur von 7 durchgeführt wurden,
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10A und 10B graphisch
lithographische Prozessfenster, die basierend auf Computersimulationen
erhalten wurden, die mit der Photomaskenstruktur von 8 durchgeführt wurden,
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11A und 11B graphisch
lithographische Prozessfenster, die basierend auf Computersimulationen
erhalten wurden, die mit der Photomaskenstruktur von 8 durchgeführt wurden,
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12A schematisch eine Photomaskenstruktur mit einer
Teststruktur, die zum Überwachen von
Brennpunktvariationen verwendet wird, gemäß einer exemplarischen Ausführungsform
der Erfindung,
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12B schematisch eine gedruckte Teststruktur, die
durch Belichten eines mit Resist beschichteten Wafers unter Verwendung
der exemplarischen Photomaskenstruktur von 12A erhalten wurde,
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13A und 13B graphisch
Fokus-Belichtungs-Matrizen mit Prozessparametern, die dazu gedacht
sind, Fokusvariationen mit gemessenen CD-Werten für eine Zielteststruktur
zu korrelieren,
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13C einen Fokusantwortplot, der die Bestimmung
der Fokusrichtungsverschiebung basierend auf gemessenen CDs gemäß einer
exemplarischen Ausführungsform
der Erfindung darstellt,
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14 schematisch
ein optisches Waferinspektionssystem, das zum Detektieren von Prozessänderungen
verwendet wird, gemäß einer
Ausführungsform
der Erfindung.
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Nunmehr
werden unter Bezugnahme auf die begleitenden Zeichnungen exemplarische
Photomaskenstrukturen und Verfahren zum Verwenden von Photomaskenstrukturen
zur Verbesserung von lithographischen Prozessfenstern und zur Ermöglichung
einer Brennpunktdetektion zur Herstellung derartiger Bauelemente
gemäß exemplarischen
Ausführungsformen
der Erfindung vollständiger
beschrieben. Es versteht sich, dass die Zeichnungen lediglich schematische
Darstellungen sind, bei denen die Dicke und Abmessungen verschiedener
Elemente, Schichten und Bereiche nicht maßstäblich, sondern zwecks Klarheit übertrieben dargestellt
sind. Es versteht sich des Weiteren, dass wenn eine Schicht hierin
als "auf" oder "über" einer anderen Schicht oder einem anderen
Substrat beschrieben ist, eine derartige Schicht direkt auf der
anderen Schicht oder dem Substrat liegen kann oder auch zwischenliegende
Schichten vorhanden sein können.
Es versteht sich des Weiteren, dass die gleichen Bezugszeichen, die überall in
den Zeichnungen verwendet werden, Elemente bezeichnen, welche gleich
oder ähnlich sind
oder die gleichen oder ähnlichen
Funktionen aufweisen.
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Die 5A und 5B stellen
schematisch eine Photomaske gemäß einer
exemplarischen Ausführungsform
der Erfindung dar. Speziell ist 5A eine
Draufsicht auf eine exemplarische Photomaske 50, und 5B ist
eine Querschnittansicht der exemplarischen Photomaske 50 entlang
einer Linie 5B-5B in 5A. Im Allgemeinen beinhaltet
die Photomaske 50 eine auf einem Maskensubstrat 55 ausgebildete
Maskenstruktur. Die Maskenstruktur beinhaltet ein langgestrecktes
Stegelement 51 gemäß einer
exemplarischen Ausführungsform
der Erfindung. Das langgestreckte Stegelement 51 ist ein
druckbares Element mit einer Dicke t und einer Breite W4 zwischen kritischen
Kanten 51a und 51b. Das langgestreckte Stegelement 51 beinhaltet
ein langgestrecktes erstes lichtblockierendes Element 52 der
Breite W1, ein langgestrecktes zweites lichtblockierendes Element 54 der
Breite W2 und ein inneres Phasenschiebungselement 53 (oder
was hierin auch als "Phasensteg" bezeichnet wird,
der zwischen dem ersten und dem zweiten lichtblockierenden Element 52 und 54 angeordnet
ist). Der Phasensteg 53 ist ein innerer Bereich der Breite
W3, der sich bis zu einer Tiefe d unter die Oberfläche des
Maskensubstrats 55 in das Maskensubstrat 55 hinein
erstreckt.
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Im
Allgemeinen ist der Phasensteg 53 ein nicht-druckendes,
auflösungsverbesserndes
Element, das mit verschiedenen Maskentechnologien ausgeführt werden
kann, um das Prozessfenster zum Drucken von Elementen im Subwellenlängenbereich
zu verbessern. Der Phasensteg 53 ist so gebildet, dass
er Subauflösungsabmessungen
(z.B. eine Breite W3, die geringer als die Auslegungs-CD ist) aufweist,
so dass der Phasensteg 53 nicht gedruckt wird. Im Wesentlichen
ist der Phasensteg 53 ein innerer lichttransmittierender
Bereich des langgestreckten Stegelements 51, der ein Transmissionsvermögen von
100% für
Licht bereitstellt, das relativ zu dem Licht, das durch die belichteten
lichttransmittierenden Bereiche des Substrats 55 transmittiert wird,
die das Stegelement 51 umgeben, phasenverschoben ist. Das
Maß an
Phasenverschiebung ist von der Grabentiefe d des Phasenstegs 53,
dem Material des Maskensubstrats 55 und der Wellenlänge der
Lichtquelle abhängig.
In einer exemplarischen Ausführungsform
ist der Phasensteg 53 so ausgelegt, dass er Licht mit einer
Phasenverschiebung von 180° gegenüber Licht
transmittiert, das in den umgebenden lichttransmittierenden Bereichen
transmittiert wird. Speziell wird die Tiefe d des Grabens zur Bereitstellung
einer Phasenverschiebung von 180° wie folgt
bestimmt: d·(ηSubstrat – ηLuft)
= λ2. Der
resultierende Phasenunterschied führt zu Interferenz, was den Bildkontrast
verbessert.
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Des
Weiteren kann das Gesamttransmissionsvermögen des Stegelements 51 durch
Variieren der Abmessungen der Bestandteile 52, 53, 54 (z.B. der
Breiten W1, W2 und W3) und/oder des Materialtyps gesteuert werden,
der zur Bildung der lichtblockierenden Elemente 52 und 54 verwendet
wird. Speziell beinhaltet das Stegelement 51 drei Stege, die
kollektiv als ein einzelnes Stegelement mit einem effektiven Transmissionsvermögen von
((W1·T1) + (W2·T2) + (W3·T3))/W4 wirken, wobei
T1, T2 und T3 das %-Transmissionsvermögen des ersten lichtblockierenden
Stegs (52), des zweiten lichtblockierenden Stegs 54 beziehungsweise
des Phasenstegs 53 bezeichnen. Wie vorstehend erwähnt, stellt
der Phasensteg 53 ein Transmissionsvermögen von 100% bereit. Die Transmissionsgrade
T1 und T2 der lichtblockierenden
Elemente 52 und 54 variieren in Abhängigkeit
vom Material. Es kann zum Beispiel ein lichtblockierendes Material
wie Chrom mit einem Transmissionsvermö gen von 0% verwendet werden,
oder es kann ein lichtblockierendes Material wie MoSi mit einem
geringen %-Transmissionsvermögen
von etwa 5% bis 10% verwendet werden. Tatsächlich sind die lichtblockierenden
Elemente 52 und 54 so strukturiert und dimensioniert,
dass der Prozentsatz der Lichttransmission und die Verteilung der
Lichtintensität zwischen
den äußeren Lichttransmissionsbereichen und
dem inneren lichttransmittierenden (Phasensteg-)Bereich gesteuert
werden, um den Bildkontrast zu optimieren. Dies steht im Gegensatz
zu herkömmlichen
Photomaskentechniken, bei denen das Transmissionsvermögen der
Stege nicht modifiziert werden kann.
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Die
verschiedenen Elemente 52, 53 und 54 des
Stegelements 51 können
so ausgelegt werden, dass die Lichtintensität über die Photoresistoberfläche hinweg
in einer Weise verteilt wird, dass der optische Kontrast an den
kritischen Kanten 51a und 51b des Elements optimal
gesteigert wird, um dadurch die Auflösung und das Prozessfenster
zum Drucken des Stegelements 51 zu verbessern. 5C stellt zum
Beispiel schematisch einen Photolithographieprozess dar, der die
exemplarische Photomaske 50 verwendet. 5C stellt
eine Kurve 57 des elektrischen Feldes auf der Waferebene
entlang einer Photoresistschicht auf einem Substrat 58 dar,
die durch Belichten des mit positivem Resist beschichteten Substrats 58 unter
Verwendung der exemplarischen Photomaske 50 resultiert.
In dem Beispiel wird angenommen, dass das Stegelement 51 aus
einem lichtblockierenden Material (oder Phasenschiebungsmaterial),
wie Molybdänsilicid
(MoSi), mit einem Transmissionsvermögen in einem Bereich von 2%
bis 10% bei der gegebenen Wellenlänge gebildet wird und dass
die Tiefe d des Grabenelements des Phasenstegs 53 eine
Phasenverschiebung von 180° bereitstellt. 5C stellt
die resultierende gedruckte Resiststruktur 59 mit der Breite
W4 dar, die dem langgestreckten Stegelement 51 entspricht.
Der innere Phasenverschiebungsbereich 53 ermöglicht eine
Transmission von um 180° verschobenem
Licht zu 100%, wird jedoch nicht in das Resistelement 59 gedruckt.
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Die 6A bis 6F stellen
schematisch ein Verfahren zum Aufbauen einer Photomaske gemäß einer
exemplarischen Ausführungsform
der Erfindung dar. Speziell stellen die 6A bis 6F für illustrative
Zwecke ein Verfahren zum Aufbauen der exemplarischen Photomaske 50 der 5A und 5B dar.
Anfänglich
bezugnehmend auf 6A werden eine Maskenmaterialschicht 51' und eine Photoresistschicht 60 sequentiell
auf einem Maskensubstrat 55 gebildet. Die Photoresistschicht 60 wird bearbeitet,
um eine Resiststruktur 60a zu bilden, wie in 6B gezeigt.
In einer exemplarischen Ausführungsform
wird die Photoresiststruktur 60a unter Verwendung eines
Laserbelichtungsprozesses gebildet, um gewünschte Bereiche der Photoresistschicht 60 gemäß einer
vorgegebenen Maskenlayoutauslegung zu belichten, gefolgt von einem
Entwicklungsprozess, um die laserbelichteten Bereiche des Photoresists 60 zu
entfernen.
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Bezugnehmend
auf 6C wird die Photoresiststruktur 60a als Ätzmaske
zum Ätzen
der Maskenmaterialschicht 51' unter
Verwendung bekannter Techniken verwendet, um die Schicht 51' zu strukturieren
und die Photomaskenstruktur zu erzeugen. Wie zum Beispiel in 6C gezeigt,
werden während
des ersten Ätzprozesses
die lichtblockierenden Elemente 52 und 54 für das langgestreckte
Stegelement 51 gebildet. Bezugnehmend auf 6D wird eine
zweite Photoresiststruktur 61 gebildet, um den Zwischenraumbereich
zwischen den lichtblockierenden Elementen 52 und 54 zu
belichten. In 6E wird ein Ätzprozess unter Verwendung
der Photoresiststruktur 61 als Ätzmaske durchgeführt, um
einen Graben in das Maskensubstrat 55 bis zu einer gewünschten
Tiefe d zu ätzen.
In 6F wird die Photoresistmaske 61 dann
entfernt, was zu der Photomaskenstruktur führt, wie vorstehend unter Bezugnahme
auf die 5A/5B erörtert.
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In
dem exemplarischen Verfahren der 6A bis 6F werden
lediglich zwei Maskenschreibschritte zur Bildung der Maskenstruktur 51 durchgeführt. Der
erste Maskenschreibprozess (6A/6B),
der die Bildung der Maskenstrukturen 51 und die Definition
der Phasenkanten umfasst, ist ein kritischer Prozess, der unter
Verwendung eines Laserprozesses präzise durchgeführt werden
kann. Der zweite Maskenschreibprozess (6D /6E),
der das Ätzen
von Phasensteggräben
in das Maskensubstrat 55 umfasst, ist weniger kritisch.
Insbesondere erfordert der zweite Maskenschreibprozess aufgrund
der Tatsache, dass die Gräben
durch die lichtblockierenden Elemente 52 und 54 selbstjustiert
sind, kein Präzisionsoverlay
der Photoresistmaske 61. Insbesondere arbeitet die Photoresistmaske 61 dahingehend,
die anderen Bereiche des Maskensubstrats 55 vor einem Ätzen zu maskieren,
während
die lichtblockierenden Elemente 52 und 54 im Wesentlichen
als Ätzmaske
beim Ätzen von
Gräben
in das Substrat 55 dienen.
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Um
die verbesserten Prozessfenster zu veranschaulichen, die bei Verwenden
von Photomaskenstrukturen mit nichtdruckenden inneren Phasenschiebungsbereichen
gemäß der Erfindung
erzielt werden können,
wurden verschiedene Simulationen für Photomaskenstrukturen durchgeführt, die
in den 7 und 8 gezeigt sind. Speziell veranschaulicht 7 eine
herkömmliche
Photomaskenstruktur 70 mit einer Serie von langgestreckten
Stegen 71 (druckbare Elemente), die im Wesentlichen parallel zueinander
angeordnet und durch ein Rastermaß P separiert sind. Außerdem beinhaltet
die Struktur 70 eine Mehrzahl von (nicht druckbaren) Subauflösungsunterstützungselementen 72 (oder
AF), die zwischen den langgestreckten Elementen 71 angeordnet
sind. Die Unterstützungselemente 72 sind nicht-druckbare
Elementen, die in der Maske vorgesehen sind, um Beugungseffekte
zu kompensieren. 8 zeigt eine Struktur ähnlich 7,
in der jedoch die Hauptstege 71 durch exemplarische Stege 81 mit Phasenstegen
ersetzt sind, wie vorstehend unter Bezugnahme auf die 5A/5B erörtert.
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Es
wurden photolithographische Simulationen unter Verwendung der Maskenstrukturen 70 und 80 für eine Ziel-CD
von 65nm unter den folgenden Bedingungen durchgeführt. Die
Lichtquelle war als generische DUV/ArF (193nm)/4X mit Quasarbeleuchtung,
NA = 0,85 mit Belichtungsdosen im Bereich von 0,53 bis 0,80 definiert.
Die Masken 70 und 80 waren als gedämpfte PSM-Masken
mit einem Maskenmaterial mit einem Transmissionsvermögen von
6,5% und einer Dicke modelliert, die eine Phasenverschiebung von
180° bereitstellt.
Das Rastermaß P
wurde auf 600nm gesetzt, die Breite der Stege 71 und 81 war
mit 105nm definiert, die Breite der Unterstützungselemente 72 war
mit 35nm definiert. Außerdem
waren die Breiten der lichtblockierenden Elemente und des inneren
Phasenverschiebungsbereichs für
die exemplarischen Stegelemente 81 von 8 mit
gleichen Breiten definiert, 35nm/35nm/35nm, und die Grabentiefe
war so definiert, dass eine Phasenverschiebung von 180° für die gegebene
Lichtwellenlänge
bereitgestellt wurde.
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Die 9A und 9B veranschaulichen Simulationsergebnisse
für die
herkömmliche
Maskenstruktur von 7 unter den vorstehend beschriebenen
Bedingungen. Speziell zeigt 9A einen
Bossung-Graph 90 mit Kurven für den Belichtungsschwellenwert,
der von 0,53 bis 0,80 variierte. Die Linien 91, 92 und 93 bezeichnen
die Ziel-CD (65nm), einen oberen Bereichswert (CD+ = 69nm) und einen
unteren CD-Wert (CD– =
61 nm), wobei ein Spielraum von etwa +/–6,2% für eine CD-Variation von der
Ziel-CD bereitgestellt wurde. 9B veranschaulicht
graphisch ein Prozessfenster 95 (CD-Prozessfenster), das
Kurven 96 und 97 der oberen beziehungsweise unteren
CD-Spezifikation als Funktion von Belichtung und Fokus beinhaltet.
In der Simulation für
die exemplarische Struktur von 7 wurde der
beste Fokus mit –0,21μm bestimmt,
und die beste Dosis betrug 20. Unter diesen Bedingungen waren DOF
und EL gleich 0 (da derartige Parameter aus dem gewünschten
Prozessfenster herausfielen).
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Die 10A und 10B veranschaulichen Simulationsergebnisse
für die
Maskenstruktur von 8 unter den vorstehend beschriebenen
Bedingungen. Speziell zeigt 10A einen
Bossung-Graph 100 mit Kurven für den Belichtungsschwellenwert,
der von 0,53 bis 0,80 variierte. Die Linien 101, 102 und 103 bezeichnen
die Ziel-CD (65nm), einen oberen Bereichswert (CD+ = 69nm) und einen
unteren CD-Wert (CD– =
61 nm), basierend auf einem Spielraum von etwa +/–6,2% für eine CD-Variation
von der Ziel-CD. 10B veranschaulicht graphisch
ein Prozessfenster 105 (CD-Prozessfenster), das Kurven 106 und 107 der
unteren beziehungsweise oberen CD-Spezifikation als Funktion von
Belichtung und Fokus beinhaltet. In dieser Simulation für die exemplarische
Struktur von 8 wurde der beste Fokus mit
0μm bestimmt,
und die beste Dosis betrug 28, 30, was zu einem nutzbaren Prozessfenster 108 führte, wie
in 10B gezeigt. Das Prozessfenster 108 ist
relativ breit, was eine signifikante Defokus-Fähigkeit demonstriert (DOF beträgt 0,25μm). Das Prozessfenster 108 ist
von relativ geringer Höhe,
was eine relativ geringe Belichtungsspielraum-Fähigkeit demonstriert (EL =
0,71 %).
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Die 11A und 11B veranschaulichen Simulationsergebnisse
für die
Maskenstruktur von 8 unter den vorstehend beschriebenen
Bedingungen mit der Ausnahme, dass die langgestreckten Elemente 81 in 8 mit
den inneren Phasenschiebungsbereichen mit einer Breite von 55nm
und lichtblockierenden Elementen gleicher Breite von 25nm modelliert
waren (während
die Gesamtbreite bei 105nm wie in den vorstehenden Simulationen
gehalten wurde). 11A zeigt einen Bossung-Graph 1100 mit
Kurven für
den Belichtungsschwellenwert, der von 0,53 bis 0,80 variierte. Die
Linien 1101, 1102 und 1103 bezeichnen
die Ziel-CD (65nm),
einen oberen Bereichswert (CD+ = 69nm) und einen unteren CD-Wert
(CD– =
61 nm), basierend auf einem Spielraum von etwa +/–6,2% für eine CD-Variation
von der Ziel-CD. 11B veranschaulicht graphisch
ein Prozessfenster 105 (CD-Prozessfenster), das Kurven 1106 und 1107 der
oberen beziehungsweise unteren CD-Spezifikation als Funktion von
Belichtung und Fokus beinhaltet. In dieser Simulation für die exemplarische
Struktur von 8 wurde der beste Fokus mit
0μm definiert,
und die beste Dosis betrugt 29,10, was zu einem nutzbaren Prozessfenster 1108 führte, wie
in 11B gezeigt. Das Prozessfenster 1108 ist relativ
breit, was eine signifikante Defokus-Fähigkeit demonstriert (DOF =
0,25μm).
Das Prozessfenster 1108 weist eine vergrößerte Höhe (im Vergleich
zu 10B) auf, was eine erhöhte Belichtungsspielraumfähigkeit
(EL = 3,44%) im Vergleich zu jener von 10B demonstriert.
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Die
Bossung-Kurven der 11A und 10A veranschaulichen
eine erhöhte
CD-Linearität
im Vergleich zu den Bossung-Kurven von 9A. Außerdem veranschaulichen
die Bossung-Kurven von 11A eine
erhöhte
CD-Linearität
im Vergleich zu jenen von 10A.
Insgesamt zeigen die Simulationsergebnisse, dass vergrößerte Prozessfenster
für ein
präzises
Drucken von Elementen im Subwellenlängenbereich unter Verwendung
von Maskenelementen erzielt werden können, die mit nichtdruckenden
inneren Phasenschiebungsbereichen ausgelegt sind. Es versteht sich,
dass die exemplarischen Stegelemente mit inneren Phasenstegelementen,
wie in den 5A/5B, lediglich
exemplarisch sind und dass die erfinderischen Konzepte der Erfindung
ohne Weiteres darauf angewendet werden können, die Prozessfenster zum
Drucken von anderen Formen und Konfigurationen von Elementen im
Subwellenlängenbereich
zu vergrößern.
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In
anderen Aspekten der Erfindung werden Maskenelemente mit inneren
Phasenverschiebungsbereichen verwendet, um Teststrukturen aufzubauen,
die ermöglichen,
dass Größe und Richtung
von Brennpunktdriften während
eines photolithographischen Prozesses effizient detektiert werden,
und somit eine Einstellung des Brennpunkts des Belichtungssystems
ermöglichen,
um CD-Gleichmäßigkeit zu
ergeben. Tatsächlich kann
gemäß exemplarischen
Ausführungsformen
der Erfindung, wie nachstehend erläutert, eine automatisierte
Steuerung eines Belichtungsprozesses in Verbindung mit einer Brennpunkt-Detektion
ausgeführt
werden, wodurch das Photoresist auf die beste bilderzeugende Ebene, d.h.
die beste Brennebene, des optischen Projektionssystems innerhalb
eines Bereichs der Tiefenschärfe
derart eingestellt werden kann, dass Photomaskenstrukturen auf Photoresistschichten
mit hoher Auflösung
und Präzision
transferiert werden können.
Es werden exemplarische Verfahren zum Detektieren sowohl der Größe als auch
der Richtung von Variationen des Fokus aus der Position der besten
Brennebene eines optischen Projektionssystems bereitgestellt.
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Die 12A und 12B veranschaulichen schematisch
ein Brennpunkterfassungsverfahren gemäß einer exemplarischen Ausführungsform
der Erfindung. Speziell stellt 12A eine
exemplarische Photomaske 1200 dar, die ein Maskensubstrat 1201 und
eine Maskenteststruktur 1202 gemäß einer exemplarischen Ausführungsform
der Erfindung beinhaltet. Die Maskenteststruktur 1202 beinhaltet
zwei Teststrukturen T1 und T2, die durch ein Rastermaß P separiert
sind. Im Allgemeinen sind die Teststrukturen T1 und T2 langgestreckte
Stegelemente mit jeweiligen inneren Phasenverschiebungsbereichen
B1 und B2. Die Teststrukturen sind von der Struktur her ähnlich dem
vorstehend unter Bezugnahme auf 5 beschriebenen,
langgestreckten Stegelement und können unter Verwendung der unter
Bezugnahme auf 6 beschriebenen Verfahren
aufgebaut werden. Die Teststrukturen T1 und T2 sind so ausgelegt,
dass ein Unterschied zwischen den von den Phasenstegen B1 und B2
bereitgestellten Phasenverschiebungen 180° beträgt. Die erste Teststruktur T1
kann zum Beispiel mit einem Phasensteg B1 gebildet werden, der so
ausgelegt ist, dass er Licht mit einer Phasenverschiebung von 90° gegenüber Licht transmittiert,
das in den umgebenden lichttransmittierenden Bereichen transmittiert
wird. Speziell ist die Tiefe d1 des Grabens zur Bereitstellung einer 90°-Phasenverschiebung
durch d1·(ηGlas – ηLuft) = λ4 bestimmt.
Die zweite Teststruktur T2 kann mit einem Phasensteg B2 gebildet
werden, der so ausgelegt ist, dass er Licht mit einer Phasenverschiebung
von 270° gegenüber Licht
transmittiert, das in den umgebenden lichttransmittierenden Bereichen
transmittiert wird. Speziell wird die Tiefe d2 des Grabens zur Bereitstellung
einer 270°-Phasenverschiebung
durch d2·(ηGlas – ηLuft) = 3λ/4
bestimmt. Die Teststrukturen T1 und T2 sind mit der gleichen CD
zwischen den kritischen Kanten gebildet, wobei CD gleich der kleinsten
CD für
die Maskenstruktur gewählt
wird. Für
CDs von 1 Mikrometer oder weniger wird das Rastermaß P gleich
etwa 10 × CD
oder größer gewählt.
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Die
Maskenstruktur von 12A wird mit Licht belichtet,
um eine gedruckte Teststruktur zu bilden, wie in 12B gezeigt. Speziell zeigt 12B schematisch ein Substrat 1210 mit
einer darauf ausgebildeten Photoresiststruktur 1211. Die
Photoresiststruktur 1211 beinhaltet gedruckte Teststrukturelemente
T1' und T2', die den jeweiligen
Maskenteststrukturelementen T1 und T2 in 12A entsprechen.
Das gedruckte Testelement T1' ist
mit einer Breite von CD1 gezeigt, und das gedruckte Testelement
T2' ist mit einer
Breite von CD2 gezeigt. In 12A sind
die Maskentestelemente T1 und T2 mit der gleichen Breite CD gebildet.
Gemäß einer
exemplarischen Ausführungsform
der Erfindung kann die Differenz der Breiten (d.h. CD2-CD1) der
gedruckten Testelemente T1' und
T2', die durch die
gleiche Beleuchtung gebildet werden, gemessen und analysiert werden,
um ohne Weiteres Variationen des Fokus zu detektieren. Insbesondere
wird, wie nachstehend detailliert unter Bezugnahme auf die 13A bis 13C erläutert, die
Differenz CD2-CD1 dazu verwendet, sowohl Größe als auch Richtung einer
Fokusdrift zu bestimmen, wodurch eine Fokuseinstellung während eines
Photolithographieprozesses ermöglicht
wird.
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Die 13A bis 13C veranschaulichen schematisch
ein Brennpunktdetektionsverfahren gemäß einer exemplarischen Ausführungsform
der Erfindung, das eine Bestimmung der Größe und Richtung einer Fokusdrift
basierend auf gemessenen CD-Werten von gedruckten Teststrukturen
während eines
photolithographischen Prozesses ermöglicht. Speziell veranschaulichen
die 13A und 13B graphisch
Fokus-Belichtungs-Matrixtestdaten,
die experimentell und/oder über
Computersimulationen für
eine exemplarische Maskenteststruktur abgeleitet werden, wie in 12A gezeigt. Die 13A und 13B sind Bossung-Plots, welche die Variation von
CD (Linienbreite) für
jeweilige gedruckte Teststrukturen T1' und T2' (12B)
als Funktion von Brennpunkt- und Belichtungsenergievariationen darstellen.
Die Fokus-Belichtungs-Matrixtestdaten werden zur Bildung von mathematischen
Modellen verwendet, welche die Beziehung/Korrelation zwischen Variationen
von Fokus und Belichtung mit gemessenen CD-Werten für gedruckte
Teststrukturen definieren und temporäre Variationen (von Wafer zu
Wafer) oder (räumliche)
Wafervariationen in Einzelchips identifizieren. 13C veranschaulicht graphisch ein Verfahren zur
Bestimmung sowohl der Größe als auch
der Richtung einer Fokusdrift (aus dem besten Fokus) als Funktion
der Differenz CD2-CD1 in CD-Messungen der gedruckten Teststrukturen
T1' und T1' in 12B.
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Die
exemplarische Maskenteststruktur von 12A ist
in einer derartigen Weise ausgelegt, dass die fokusbezogenen CD-Eigenschaften
der Teststrukturen T1 und T2 entsprechende Bossung-Kurven ergeben,
die bezüglich
einer besten Fokusposition (z.B. 0-Defokus) in entgegengesetzte Richtungen
verschoben sind und die im Wesentlichen Spiegelbilder voneinander
sind. Insbesondere sind, wie in 13A gezeigt,
die Bossung-Kurven für die
exemplarische Teststruktur T1 (90°)
bei einer Defokus-Position D+ zentriert, die auf die rechte Seite der
besten Fokusposition D verschoben ist (die in der exemplarischen
Ausführungsform
als 0-Defokus angenommen ist). Wie in 13B dargestellt,
sind die Bossung-Kurven des Weiteren für die exemplarische Teststruktur
T2 (270°)
bei einer Defokus-Position D– zentriert,
die auf die linke Seite der besten Fokusposition D verschoben ist.
Außerdem
sind die Bossung-Kurven
in 13A Spiegelbilder der Bossung-Kurven in 13B. Mit anderen Worten ist für eine gegebene Belichtungsenergie
die Größe von D+ gleich
jener von D–,
und Änderungen
des Fokus erzeugen Änderungen
in der gemessenen CD1, die entgegengesetzt zu Änderungen der gemessenen CD2
sind. Diese Eigenschaft führt
zu einer Beziehung, in der sich die Größe der Differenz CD2-CD1 in der
CD für
den gegebenen Prozess linear als Funktion von +/–-Fokusdrifts aus der besten
Fokusposition (z.B. 0-Defokus) ändert.
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13C veranschaulicht zum Beispiel die Differenz
CD2-CD1 von CD in nm (y-Achse) als Funktion des Defokus (μm) (x-Achse)
für die
in den Fenstern der 13A und 13B gezeigten
Daten. In der exemplarischen Ausführungsform zeigt die Differenz
(CD2-CD1) = 0 bei der 0-Defokus-Position
D (bester Fokus), dass der Brennpunkt des Prozesses beim besten
Fokus liegt. Im Punkt P1 zeigt eine Messung von CD2-CD1 von etwa
+20nm eine Fokusdrift in dem Prozess zu einem defokussierten Zustand
von etwa –0,10
Mikrometer, während
im Punkt P2 eine Messung von (CD1-CD2) von etwa –20nm eine Fokusdrift in dem
Prozess zu einem defokussierten Zustand von etwa +0,10 Mikrometer
anzeigt. Somit veranschaulicht 13C ein
Verfahren zur Gewinnung sowohl der Größe als auch der Richtung der
Fokusdrift.
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Die
exemplarische Maskenteststruktur von 12A kann
in Photomaskenstrukturen eingebaut werden, um gedruckte Teststrukturen
bereitzustellen, die zur präzisen
und effizienten Bestimmung sowohl der Größe als auch der Richtung einer
Fokusdrift in einem lithographischen Herstellungsprozess basierend
auf einer relativen Differenz zwischen gemessenen CDs (Linienbreiten)
der gedruckten Teststrukturen verwendet werden können. Photomaskenstrukturen
können
mit Schaltkreislayoutstrukturen und einer oder mehreren Teststrukturen
aufgebaut werden, die sich strategisch an verschiedenen Positionen innerhalb
der Bauelementstruktur befinden, so dass derartige resultierende
gedruckte Teststrukturen ohne Weiteres für CD-Messungen detektiert und identifiziert
werden können,
während
sie die Leistungsfähigkeit
des Halbleiterbauelements mit den gedruckten Teststrukturen nicht
nachteilig beeinflussen. Die Photomaskenteststrukturen können zum
Beispiel derart gebildet werden, dass die resultierenden gedruckten Teststrukturen
in Trennschreiblinien (oder Zwischenräumen) zwischen den verschiedenen
Einzelchips eines Wafers gebildet werden, die eine Separation des Einzelchips
vom Wafer erlauben.
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Für einen
gegebenen Photolithographieprozess können Fokus-Belichtungs-Matrixdaten, wie in den 13A und 13B dargestellt,
für jede
Photomaskenebene für
den gegebenen Prozess erhalten werden, um dadurch Modelle oder Formeln
zu konstruieren, welche das Maß und
die Richtung des Defokus basierend auf der Differenz zwischen den
CDs von gedruckten Teststrukturen quantifizieren (wie in 13C graphisch dargestellt). Zum Beispiel können vor
der Photomaskenerzeugung Photolithographie-Simulationseinrichtungen
verwendet werden, um Lithographiefertigungsprozesse präzise zu
simulieren und das Verhalten von Schaltkreis-Layouts mit exemplarischen
Maskenteststrukturen (wie in 12A dargestellt)
in Reaktion auf Variationen von lithographischen Prozessparametern
vorherzusagen. Zum Beispiel können
Simulationen unter Verwendung einer beliebigen bekannten kommerziellen Simulationseinrichtung
durchgeführt
werden, um Variationen von kritischen Abmessungen, die durch Änderungen
von Prozessparametern (z.B. einer Fokusvariation) verursacht werden,
für eine
gegebene Layoutstruktur zu simulieren. Für die Simulation können Einstellungen
der Photolithographieeinrichtung, wie Fokus, Dosis, und eine Anzahl
anderer Prozessparameter, wie Stepper-Einstellungen, Resistparameter und
andere Parameter, welche die CD beeinflussen, in die Simulationseinrichtung
eingegeben und verarbeitet werden. Die Simulationseinrichtung kann Ände rungen
der kritischen Abmessungen berechnen, die Verschiebungen sowohl
der Dosis als auch des Fokus der Belichtungseinrichtung entsprechen,
und eine Matrix von Fokus-Belichtungsdaten erzeugen. Lithographische
Simulationseinrichtungen beinhalten Verfahren zum Erstellen umfassender
Modelle eines Lithographieprozesses über das gesamte Fokus- und
Belichtungsfenster hinweg. Die Resultate der Simulation können zum
Aufbauen von Testretikeln verwendet werden. Diese Testretikel können dazu
verwendet werden, FEM-Daten experimentell zu erhalten, die in Verbindung
mit Simulationsdaten eingesetzt werden können, um die lithographischen
Prozessmodelle und -formeln z.B. zum Bestimmen einer Variation des
Fokus (13C) zu modifizieren oder anderweitig
zu optimieren.
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14 ist
eine schematische Grobdarstellung eines Photolithographiesystems 1400,
in das ein Brennpunkt-Überwachungssystem
gemäß einer
exemplarischen Ausführungsform
der Erfindung implementiert ist. Im Allgemeinen beinhaltet das System 1400 ein
Belichtungssystem 1401, ein Photoresistentwicklungssystem 1402,
ein CD-Messsystem 1403, ein Brennpunktdetektionssystem 1404,
ein Depot 1405 von Prozessparametermodellen und FEM-Daten
sowie ein Prozessparametersteuersystem 1406.
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Das
Belichtungssystem 1401 beinhaltet eine Belichtungseinrichtung,
um einen mit Photoresist beschichteten Wafer mit Licht durch eine
Photomaske hindurch zu belichten, die eine Maskenstruktur mit einer
Schaltkreis-Layoutstruktur sowie eine Teststruktur gemäß einer
exemplarischen Ausführungsform der
Erfindung beinhaltet. Das Belichtungssystem 1401 kann irgendeines
von bekannten Systemen beinhalten, wie ein Reduktionsprojektionsbelichtungssystem
(einen Stepper), wobei die Maskenstruktur mit reduzierter Abmessung
auf das Photoresist projiziert wird. Die Anfangsprozessparameter
der Belichtungseinrichtung, wie der beste Fokus und die beste Belichtungsdosis,
werden gemäß den opti malen
Parametern eingestellt, wie durch die FEM-Daten festgelegt, die
mit der gegebenen Photomaske verknüpft sind. Das Steppergerät belichtet
das Retikel auf den Wafer unter Verwendung einer Step-und-Scan-Prozedur. Nach
der Belichtung wird der belichtete Wafer zu dem Entwicklungssystem 1402 geschickt,
in dem die belichtete Photoresiststruktur zuerst einem Härtungsprozess
nach Belichtung unterworfen wird und dann einer chemischen Bearbeitung
zur Entfernung der belichteten (oder unbelichteten) Bereiche des Photoresists
unterworfen wird. Das Resultat des Belichtungs-/Entwicklungsprozesses
ist der Wafer mit einer strukturierten Resistschicht.
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Nach
dem Entwicklungsprozess wird der mit Resist strukturierte Wafer
zu dem CD-Messsystem 1403 geschickt, in dem zum Beispiel
die CDs der gedruckten Teststrukturen gemessen werden. Das CD-Messsystem 1403 kann
Teil eines Waferinspektionssystems sein, das eine automatisierte
und/oder manuelle Inspektion von Wafern zum Detektieren von Defekten,
Messen von Abmessungen von Strukturelementen etc. ermöglicht.
Die CD-Messeinrichtung 1403 kann unter Verwendung bekannter
Metrologie-Einrichtungen ausgeführt
sein, die optische Overlayeinrichtungen, Streustrahlungsmessgeräte, Rasterelektronenmikroskope
und Atomkraftmikroskope umfassen. Die CD-Messeinrichtung 1403 kann die
CD der gedruckten Teststruktur(en) direkt durch optisches Messen
der Linienbreite oder durch Verwenden von Bildverarbeitungsverfahren
messen, welche die CD durch Vergleichen eines momentanen optischen
Bildes mit einem oder mehreren Basislinienbildern bestimmen, die
mit der gegebenen Photomaske und den gegebenen Belichtungsbedingungen verknüpft sind.
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Das
Brennpunktdetektionssystem 1404 verarbeitet die gemessenen
CD-Daten, um Variationen des
Fokus zu detektieren, wenn die Wafer gedruckt werden. Insbesondere
können,
wie vorstehend beschrieben, die Größe und die Richtung einer Verschiebung
des Fokus in dem lithogra phischen Prozess durch Bestimmen der Differenz
der gemessenen CDs der gedruckten Teststrukturen und Korrelieren
des CD-Differenzwerts mit den Fokus-/Belichtungsvariationen unter
Verwendung des oder der entsprechenden mathematischen Prozessparametermodelle
für die
gegebene gedruckte Teststruktur bestimmt werden. Wenn die gemessenen
CDs variieren, erzeugt das Brennpunktdetektionssystem 1404 ein
geeignetes Steuersignal bzw. einen geeigneten Steuerparameter und
gibt dieses/diesen an das Prozessparametersteuersystem 1406 ab,
um irgendwelche notwendigen Einstellungen für die Prozessparameter (Fokus)
der Belichtungseinrichtung 1401 durchzuführen. In
einer exemplarischen Ausführungsform
können
die Funktionen der Überwachungs-
und Steuersysteme 1404 und 1406 vollständig automatisiert
sein. In weiteren exemplarischen Ausführungsformen können die
Funktionen halbautomatisiert sein, wodurch zum Beispiel das Brennpunktdetektionssystem 1404 eine
Betriebsperson bezüglich
der Fokusvariation warnt, was es dieser ermöglicht, die Prozessvariation
zu verifizieren und zu bestätigen
und dann den(die) Prozessparameter des Belichtungssystems manuell
einzustellen oder dem Prozessparametersteuersystem 1406 einen
geeigneten Befehl zuzuführen,
um die erforderliche(n) Einstellung(en) durchzuführen.
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Es
versteht sich, dass das exemplarische System und die exemplarischen
Verfahren, wie hierin beschrieben, in verschiedenen Formen von Hardware,
Software, Firmware, Prozessoren für spezielle Zwecke oder einer
Kombination derselben ausgeführt
werden können.
In einer exemplarischen Ausführungsform
können
sie in Software als eine Anwendung ausgeführt werden, die Programminstruktionen beinhaltet,
die real in einem oder mehreren Programmspeicherbauelementen (z.B.
Festplatte, magnetische Diskette, RAM, CD-ROM, DVD, ROM, Flash-Speicher
etc.) aufgenommen und durch eine beliebige Vorrichtung oder Maschine
mit geeigneter Architektur ausführbar
sind. Es versteht sich des Weiteren, dass, da die exemplarischen
Systemmodule und Verfahrensschritte, die in den begleitenden Figuren
dargestellt sind, vorzugsweise in Software ausgeführt sein
können,
die aktuellen Verbindungen zwischen den Systemkomponenten (oder
der Fluss der Prozessschritte) in Abhängigkeit von der Weise unterschiedlich
sein können,
in der die Anwendung programmiert wird. In Anbetracht der Lehren
hierin ist der Fachmann in der Lage, diese und ähnliche Ausführungen
oder Konfigurationen der Erfindung ins Auge zu fassen.
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Es
versteht sich, dass Maskenteststrukturen gemäß einer exemplarischen Ausführungsform
der Erfindung mit Hellfeld-, Dunkelfeld- oder Phasenschiebungsmasken
oder mit Retikeln verwendet werden können, die für andere Strahlungsquellen
ausgelegt sind, und mit lithographischen Prozessen verwendet werden
können,
die positives oder negatives Photoresist, Doppelschicht, Mehrfachschicht
oder Oberflächenbildgebungsresist
beinhalten.