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Die
Erfindung betrifft ein Verfahren zur Regeneration von zumindest
einer oxidierend arbeitenden Abgasreinigungseinrichtung und zumindest
einer reduzierend arbeitenden Abgasreinigungseinrichtung, die in
beliebiger Reihenfolge in Reihe in einem Abgasstrang einer Brennkraftmaschine
angeordnet sind, sowie eine Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens.
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Mager
betriebene Brennkraftmaschinen benötigen zur Erfüllung strenger
Emissionsanforderungen Systeme zur Abgasreinigung, wie z. B. oxidierend
arbeitende Abgasreinigungseinrichtungen (Partikelfilter) oder reduzierend
arbeitende Abgasreinigungseinrichtungen (z. B. NOx-Speicherkatalysatoren).
Nachteilig bei diesen Systemen ist der periodische Bedarf erhöhter Abgastemperaturen
mit der Folge eines erhöhten
Kraftstoffverbrauchs. Dies gilt insbesondere bei schwefelsensitiven
Systemen, wie beispielsweise dem NOx-Speicherkatalysator, für die Regeneration
von angesammeltem Schwefel aus Kraftstoff- bzw. Motorenöl.
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Bekannte
Abgasreinigungseinrichtungen oder Systeme aus Abgasreinigungseinrichtungen zeichnen
sich durch nachfolgend aufgeführte
Charakteristika aus. Sowohl oxidierend als auch reduzierend arbeitende
Abgasreinigungseinrichtungen benötigen
eine gewisse Mindesttemperatur zur Auslösung einer Regeneration. Die
mindestens erforderlichen Temperaturen können bei oxidierend und reduzierend
arbeitenden Abgasreinigungseinrichtungen unterschiedlich sein. Die
Mindesttemperaturen können
beispielsweise durch unverbranntes Gemisch erzeugt werden, welches
in Verbindung mit Restsauerstoff an einer katalytischen Oberfläche der
Abgasreinigungseinrichtung oder thermisch indiziert exotherm reagiert.
Weiterhin können
oxi dierend und reduzierend arbeitende Abgasreinigungseinrichtungen
unterschiedliche maximale Grenztemperaturen, d. h. maximal zulässige Betriebstemperaturen
Tmax besitzen, bei deren Überschreitung
eine Gefahr der thermischen Schädigung
durch Überhitzung
besteht.
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Oxidierend
und reduzierend arbeitende Abgasreinigungseinrichtungen weisen typischerweise optimale
Zeiträume
auf, nach denen eine Regeneration der jeweiligen Abgasreinigungseinrichtungen
erforderlich ist. Die optimalen Zeiträume sind üblicherweise unterschiedlich
lang. Weiterhin benötigen
derartige Abgasreinigungseinrichtungen unterschiedliche chemische
Umgebungsbedingungen, z. B. eine oxidierende Umgebung für einen
Rußabbrand
im Partikelfilter und eine reduzierende Umgebung für eine NOx-
und/oder Schwefelregeneration in einem NOx-Speicherkatalysator. Derartig unterschiedliche chemische
Umgebungsbedingungen können
bei Abgasreinigungseinrichtungen unterschiedlicher Arbeitsweise
in einem Abgasstrang prinzipbedingt nicht gleichzeitig hergestellt
werden.
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Eine
reduzierend arbeitende Abgasreinigungseinrichtung, z. B. ein NOx-Speicherkatalysator ist üblicherweise
katalytisch beschichtet und besitzt daher eine geringe Durchlässigkeit
für unverbrannte Kohlenwasserstoffe
bei Anwesenheit von freiem Restsauerstoff.
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Typischerweise
wird während
der Entschwefelung eines NOx-Speicherkatalysators
unter konstant fetten Betriebsbedingungen Schwefelwasserstoff (H2S) erzeugt, was eine stark geruchsbelästigende
Auswirkung hat. Zur Vermeidung dieses Nachteils ist es bekannt,
die Brennkraftmaschine, der ein NOx-Speicherkatalysator nachgeordnet ist,
mittels rasch von fett nach mager und umgekehrt wechselnden Gemischzusammensetzungen
zu betreiben. Ein solcher rascher fett/mager-Wechsel wird üblicherweise
als Lambda-Wobbeln bezeichnet.
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Aus
Kostengründen
ist es wünschenswert, die
oxidierend arbeitende Abgasreinigungseinrichtung (Dieselpartikelfilter)
und die reduzierend arbeitende Abgasreinigungseinrichtung (NOx-Speicherkatalysator)
in einem gemeinsamen Abgasstrang in Reihe anzuordnen, um aufwendige
Schaltklappen oder eine redundante Systemauslegung zu vermeiden.
Dies hat jedoch zur Folge, dass zur Erwärmung der einen Komponente
die jeweils Andere miterhitzt werden muss, was auf Grund der thermischen
Trägheit
zu einem erhöhten
Energiebedarf und unter Umständen
zu einer reduzierten Dauerhaltbarkeit der Abgasreinigungseinrichtungen
führt.
Aus Gründen des
besseren Kaltanlaufverhaltens (Light-Off-Verhaltens) ist üblicherweise
der NOx-Speicherkatalysator in
Strömungsrichtung
des Abgases vor dem Dieselpartikelfilter angeordnet. Grundsätzlich ist
es aber auch möglich,
die beiden Abgasreinigungseinrichtungen in umgekehrter Reihenfolge
anzuordnen. Die vorliegende Erfindung geht davon aus, dass eine
oxidierend und eine reduzierend arbeitende Abgasreinigungseinrichtung
in einem Abgasstrang in beliebiger Reihenfolge in Reihe geschaltet
angeordnet sind.
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Bedingt
durch unterschiedliche für
eine Regeneration erforderliche Gemischzusammensetzungen ist eine
exakt gleichzeitige, parallele Regeneration einer oxidierend arbeitenden
Abgasreinigungseinrichtung (Partikelabscheider) und einer reduzierend arbeitenden
Abgasreinigungseinrichtung (NOx-Speicherkatalysator)
in einem gemeinsamen Abgasstrang nicht möglich, sofern nicht zusätzliche
Oxidations- oder Reduktionsmittel nach der Brennkraftmaschine bedarfsgerecht
in den Abgasstrang eingeleitet werden. Eine solche Lösung hat
den Nachteil, dass sie baulich aufwendig ist. Weiterhin erhöht sich
die Gesamtdauer der Regenerationszeit, was einen Kraftstoffmehrverbrauch
durch die notwendige Temperaturanhebung im Abgasstrang zur Folge
hat.
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Wird
also die oxidierend arbeitende Abgasreinigungseinrichtung (Partikelfilter)
zur Regeneration erwärmt,
muss zunächst
der üblicherweise
vorgeschaltete NOx-Speicherkatalysator auf Temperatur gebracht werden,
was auf Grund dessen katalytischer Beschichtung zwangsläufig geschieht,
sobald ein unverbranntes Reduktionsmittel und Restsauerstoff im
Abgas vorhan den sind. Dieser Effekt wirkt sich nachteilig auf den
Energiebedarf und die Dauerhaltbarkeit des NOx-Speicherkatalysators aus, weil die Regenerationen
des nachgeschalteten Dieselpartikelfilters üblicherweise häufiger ablaufen
müssen als
die Regenerationen, die für
den NOx-Speicherkatalysator,
z. B. zur Entschwefelung des NOx-Speicherkatalysators,
notwendig sind.
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Aufgabe
der Erfindung ist es, ein Regenerationsverfahren anzugeben, mit
dem sich in einem Abgasstrang befindende oxidierend und reduzierend
arbeitende Abgasreinigungseinrichtungen makroskopisch gleichzeitig
regenerieren lassen. Außerdem soll
eine Vorrichtung zum Durchführen
des Verfahrens angegeben werden.
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Eine
weitere Aufgabe der Erfindung ist es, die erforderliche Zeitdauer
für die
Regeneration beider Abgasreinigungseinrichtungstypen kurz zu halten und
somit einen Kraftstoffmehrverbrauch möglichst gering zu halten.
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Des
Weiteren soll insbesondere bei der reduzierend arbeitenden Abgasreinigungseinrichtung eine
Tiefenverschwefelung vermindert, insbesondere ausgeschlossen werden.
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Weiterhin
sollen baulich aufwendige parallele Anordnungen der Abgasreinigungstypen
vermieden werden.
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Außerdem soll
eine erhöhte
Dauerhaltbarkeit der Abgasreinigungseinrichtungen erreicht werden und
insbesondere ein Überschreiten
der maximal zulässigen
Betriebstemperaturen Tmax der Abgasreinigungseinrichtungen
während
des gesamten Betriebes möglichst
vermieden werden.
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Diese
Aufgaben werden mit einem Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs
1 und mit einer Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens mit den Merkmalen
des Anspruchs 21 gelöst.
Vorteilhafte Ausführungsformen
sind in den jeweils abhängigen Unteransprüchen angegeben.
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Bei
dem erfindungsgemäßen Verfahren
ist von besonderem Vorteil, dass innerhalb einer Regenerations-Zielzeitspanne
beide Abgasreinigungseinrichtungen, d. h. sowohl die oxidierend
als auch die reduzierend arbeitende, makroskopisch gleichzeitig regeneriert
werden. Makroskopisch gleichzeitig bedeutet dabei, dass innerhalb
der Regenerations-Zielzeitspanne durch alternierenden fett/mager-Betrieb des
Abgasstranges und/oder durch geeignete Wahl der Amplituden des Oxidationsmittelüberschusses oder
des Reduktionsmittelüberschusses
und/oder geeignete Wahl des Taktverhältnisses zwischen Oxidationsmittelüberschuss
und Reduktionsmittelüberschuss
stückchenweise,
insbesondere abwechselnd, regeneriert werden, so dass am Ende der
Regenerations-Zielzeitspanne beide Abgasreinigungseinrichtungstypen
regeneriert sind. Dies stellt gegenüber einer nacheinander ablaufenden
Regeneration der Abgasreinigungseinrichtungen, d. h. zuerst der
Regeneration einer Abgasreinigungseinrichtung und danach der Regeneration
der anderen Abgasreinigungseinrichtung, einen erheblichen Unterschied
und Vorteil dar. Erfindungsgemäß erfolgt
also die Regeneration der Abgasreinigungseinrichtungen für sich gesehen nicht
an einem Stück
nacheinander sondern stückweise
parallel zueinander. Hierbei wurde erfindungsgemäß erkannt, dass für eine Regeneration
sowohl der oxidierend als auch der reduzierend arbeitenden Abgasreinigungseinrichtung
eine bestimmte Oxidationsmittel- und Reduktionsmittelmenge erforderlich ist,
welche vor Beginn der Regeneration ermittelt oder abgeschätzt wird.
Eine solche erforderliche Reagensmenge wird erfindungsgemäß aus den
Beladungsgraden der Abgasreinigungseinrichtungen ermittelt. Unter
Beladungsgrad ist hierbei eine Füllung der
Abgasreinigungseinrichtungen mit einem aus dem Abgas zu entfernenden
Abgasbestandteil zu verstehen, welche unterhalb der maximalen Aufnahmekapazität der Abgasreinigungseinrichtung
liegt. Beladungsgrade von reduzierend arbeitenden Abgasreinigungseinrichtungen
können
z. B. ein Verschwefelungsgrad des NOx-Speicherkatalysators sein.
Ein Beladungsgrad für
eine oxidierend arbeitende Abgasreinigungseinrichtung ist beispielsweise
der Füllgrad
eines Dieselpartikelfilters mit Ruß partikeln. Die Beladungsgrade
der Abgasreinigungseinrichtungen werden aus dem zurückliegenden
Betriebsprofil der Brennkraftmaschine und/oder durch Messung und
Interpretation des Speicherverhaltens des NOx-Speicherkatalysators
oder durch Messung oder Errechnung und Interpretation des Gegendrucks beim
Dieselpartikelfilter ermittelt. Die Ermittlung der Beladungsgrade
auf die genannten Art und Weisen ist dem Fachmann geläufig.
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Wenn
die erforderliche Oxidationsmittelmenge, z. B. die erforderliche
Luftmenge, und die erforderliche Reduktionsmittelmenge, z. B. die
erforderliche Kraftstoffmenge, für
die Regeneration der Abgasreinigungseinrichtungen bekannt sind,
wird eine Regenerations-Zielzeitspanne festgelegt, innerhalb der
die ermittelten Oxidationsmittel- und Reduktionsmittelmengen den
Abgasreinigungseinrichtungen zugeführt werden. Die Zufuhr der
Oxidationsmittel und Reduktionsmittel erfolgt dabei diskontinuierlich
alternierend mit einer Alternierungsfrequenz während der Regeneration, so
dass am Ende der Regenerations-Zielzeitspanne jeder Abgasreinigungseinrichtung
die vorher ermittelte Oxidationsmittel- und Reduktionsmittelmenge
zugeführt
ist. Dies erfolgt ausgehend von einem mittleren Lambda-Wert λ0 im
Abgasstrang durch das alternierende Zurverfügungstellen eines Oxidationsmittelüberschusses
und/oder eines Reduktionsmittelüberschusses
während
der Regeneration. Üblicherweise
wird zu Beginn der Regeneration als Ausgangswert für λ0 im
Abgasstrang ein stöchiometrisches
Verhältnis λ0 =
1 gewählt,
damit bei magerem Betrieb der Brennkraftmaschine, d. h. λ > 1 im Abgasstrang Oxidationsmittelüberschuss herrscht
und bei fettem Betrieb der Brennkraftmaschine, d. h. λ < 1, im Abgasstrang
Reduktionsmittelüberschuss
herrscht.
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Außerdem können die
erforderlichen Oxidationsmittel- und/oder Reduktionsmittelmengen
während
der Regenerations-Zielzeitspanne
auch mit unterschiedlichen Amplituden ausgehend von dem Lambda-Mittelwert λ0 zugeführt werden.
Gemäß einer
weiteren Variante der Erfindung kann das Taktverhältnis zwischen
Oxidationsmittelüberschuss
und Reduktionsmittelüber schuss
so eingestellt werden, dass am Ende der Regenerations-Zielzeitspanne die erforderlichen
Reagensmengen, d. h. die erforderliche Menge an Oxidationsmittel
und die erforderliche Menge an Reduktionsmittel, den Abgasreinigungseinrichtungen
zugeführt
sind.
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Sowohl
die Alternierungsfrequenz, die Amplitude des Reduktionsmittelüberschusses,
die Amplitude des Oxidationsmittelüberschusses als auch das Taktverhältnis zwischen
Oxidationsmittelüberschuss und
Reduktionsmittelüberschuss
können
während der
Regenerations-Zielzeitspanne variiert werden oder zur Minderung
des Regelungsaufwandes während
der Regeneration auf einen festen Wert eingestellt sein.
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Gemäß einer
weiteren vorteilhaften Ausführungsform
erfolgt die Überwachung
oder Ermittlung der Gemischzusammensetzung im Abgasstrang mittels
einer Lambda-Sonde oder sie wird modellbasiert, z. B. mittels eines
Kennfeldes errechnet.
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In
einer weiteren Ausführungsform
werden das Taktverhältnis,
die Amplituden und/oder die Alternierungsfrequenz in Abhängigkeit
einer Abgastemperatur eingestellt oder geregelt, so dass ein ungewolltes Überhitzen
einer der Abgasreinigungseinrichtungen vermieden ist. Die Bestimmung
der Abgastemperatur erfolgt bevorzugt stromabwärts hinter der letzten Abgasreinigungseinrichtung.
Gleichwohl kann auch nach jeder einzelnen Abgasreinigungseinrichtung
ein Temperaturwert ermittelt werden. Die Bestimmung der Abgastemperatur
erfolgt zweckmäßigerweise
mittels einem Temperatursensor oder wird modellbasiert z. B. über ein
Kennfeld errechnet.
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Gemäß einer
weiteren bevorzugten Ausführungsform
wird die Gemischzusammensetzung im Abgasstrang auf der Basis von
bekannten Reduktionsmittel- und Oxidationsmittelmengen, die einer dem
Abgasstrang zugeordneten Brennkraftmaschine eingangsseitig zugeführt werden,
geregelt. Diese Maßnahme
ermöglicht
es, die Regeneration gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren
durch zuführen, ohne
zusätzliche
Einspeisungsvorrichtungen im Abgasstrang vorsehen zu müssen.
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Als
Alternierungsfrequenz hat sich ein Bereich zwischen 0,05 bis 1,5
Hz, insbesondere zwischen 0,1 bis 1 Hz, besonders bevorzugt zwischen 0,3
bis 1 Hz und weiter bevorzugt zwischen 0,5 bis 1 Hz herausgestellt.
Die Alternierungsfrequenz kann innerhalb der angegebenen Bereiche
während
der Regenerations-Zielzeitspanne
schwankend geregelt werden, ist jedoch während der Regeneration bevorzugt
auf einen festen Wert eingestellt.
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Weiterhin
kann zweckmäßigerweise
die Regenerations-Zielzeitspanne
während
einer Regeneration in Abhängigkeit
von Abweichungen von dem ermittelten und/oder abgeschätzten Oxidationsmittel- und/oder
Reduktionsmittelbedarf angepasst, d. h. verlängert oder verkürzt werden.
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Alternativ
kann in einer anderen Ausführungsform
an der eingangs ermittelten Regenerations-Zielzeitspanne festgehalten
werden und ein nach einer Regeneration eventuell vorliegender Restregenerationsbedarf
für eine
nachfolgende Regeneration bzw. für
einen nachfolgenden Regenerationszyklus gespeichert und bei diesem
berücksichtigt werden,
insbesondere zur Berechnung der Regenerations-Zielzeitspanne des
nachfolgenden Regenerationszyklus verwendet werden.
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Bevorzugt
erfolgt die Änderung
und/oder das Einstellen einer bestimmten Gemischzusammensetzung
im Abgasstrang durch ein Ändern
und/oder Einstellen einer Frischgemischzusammensetzung, die der
Brennkraftmaschine zugeführt
wird. Dies erfolgt bevorzugt durch eine Regelung der Oxidationsmittelmenge
und/oder eine Regelung der Reduktionsmittelmenge, die der Brennkraftmaschine
zugeleitet werden, oder durch eine Regelung einer Abgasrückführungsrate,
wobei eine gewisse Menge des Abgases aus dem Abgasstrang über eine
Abgasrückführungsleitung
der Brennkraftmaschine eingangsseitig zugeleitet wird.
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Weitere
vorteilhafte Ausführungsformen
sind in weiteren Unteransprüchen
angegeben.
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Im
Folgenden wird die Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert. Es
zeigen:
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1:
schematisch eine Brennkraftmaschine aufweisend einen Abgasstrang
mit einer oxidierend und einer reduzierend arbeitenden Abgasreinigungseinrichtung,
welche nach dem erfindungsgemäßen Verfahren
arbeitet;
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2:
schematisch das erfindungsgemäße Verfahren
in einer einfachsten Ausführungsform
in einem Blockschaltdiagramm;
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3:
beispielhaft einen Verlauf der Gemischzusammensetzung im Abgasstrang über der Zeit
(λ-t-Diagramm)
während
eines Regenerationszyklus;
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4:
beispielhaft einen erfindungsgemäßen und
vereinfachten Verlauf der Gemischzusammensetzung im Abgasstrang über der
Zeit (λ-t-Diagramm)
während
eines Regenerationszyklusses.
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Eine
nach dem erfindungsgemäßen Verfahren
arbeitende Brennkraftmaschine gemäß 1 besitzt
eine Verbrennungskraftmaschine 1, z. B. einen Hubkolbentrieb 1,
einen Ansaugtrakt 2 und einen Abgasstrang 3 sowie
eine Abgasrückführungseinrichtung 4.
Im Ansaugtrakt 1 ist in bekannter Art und Weise in einer
Ansaugrichtung 5 ein Verdichter 6, ein Ladeluftkühler 7 sowie
eine Einrichtung zur Dosierung von Verbrennungsluft, z. B. eine
Drosselklappe 8, vorhanden, welche aufeinanderfolgend entlang
einer Ansaugleitung 9 angeordnet sind. Die Ansaugleitung 9 mündet in
einen Ansaugverteiler 10, der angesaugtes Gas Brennräumen 11 des
Hubkolbentriebes 1 zuleitet. Abgasseitig ist dem Hubkolbentrieb 1 ein Abgassammler 12 zugeordnet,
der Abgase aus den Brennräumen 11 einer
Abgasleitung 13 zu führt.
In der Abgasleitung 13 ist bevorzugt eine Turbine 14 angeordnet,
welche mechanisch mit dem Verdichter 6 im Ansaugtrakt 2 nach
Art eines Turboladers gekoppelt ist. Stromabwärts nach der Turbine 14 ist
optional ein motornaher Vorkatalysator 15 angeordnet. Auf
diesen folgend befindet sich im Abgasstrang 3 eine reduzierend
arbeitende Abgasreinigungseinrichtung, z. B. ein NOx-Speicherkatalysator 16,
und eine oxidierend arbeitende Abgasreinigungseinrichtung, z. B.
ein Dieselpartikelfilter 17. Die oxidierend arbeitende
Abgasreinigungseinrichtung 17 und die reduzierend arbeitende
Abgasreinigungseinrichtung 16 sind im Abgasstrang 3 in
Reihe geschaltet angeordnet. Parallel zum Dieselpartikelfilter 17 ist üblicherweise
ein Differenzdrucksensor 18 angeordnet, welcher den Druckunterschied
im Abgas vor und nach dem Dieselpartikelfilter erfassen kann. Aus
diesem Druckunterschied kann ein Beladungsgrad des Dieselpartikelfilters
ermittelt werden. Zwischen dem Abgassammler 12 und der
Turbine 14 zweigt eine Abgasrückführungsleitung 20 ab,
welche in die Ansaugleitung 9 zwischen der Drosselklappe 8 und
dem Ansaugverteiler 10 mündet. In der Abgasrückführungsleitung 20 ist
an geeigneter Stelle ein Abgasrückführungsventil 21 angeordnet.
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Weiterhin
ist im Abgasstrang 3 bevorzugt nach der Turbine 14 üblicherweise
eine Lambda-Sonde 22 angeordnet. Nach der oxidierend arbeitenden
Abgasreinigungseinrichtung 17 ist im Abgasstrang 3 üblicherweise
eine Temperaturmesseinrichtung, z. B. ein Temperatursensor 23,
angeordnet. Die Lambda-Sonde 22 und/oder der Temperatursensor 23 und/oder
der Differenzdrucksensor 18 sind mit einer Steuer-/Regelungseinrichtung 24 gekoppelt,
wobei die Steuer-/Regelungseinrichtung 24 Ausgangssignale
der Lambda-Sonde 22 und/oder des Temperatursensors 23 und/oder
des Differenzdrucksensors 18 als Eingangssignale erhält. Alternativ
können
die Eingangssignale auch rechnerisch, modellbasiert oder mittels
eines Kennfeldes im Motorsteuergerät ermittelt und zur Verfügung gestellt
werden. Ausgangsseitig ist die Steuer-/Regelungseinrichtung 24 mit
der Drosselklappe 8 und/oder dem Abgasrückführungsventil 21 und/oder
mit Einspritzdüsen 25 der Brennkraftmaschine 1 gekoppelt.
Hier durch nimmt die Steuer-/Regelungseinrichtung 24 Einfluss
auf die Gemischzusammensetzung, die der Brennkraftmaschine eingangsseitig
zur Verfügung
gestellt wird.
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Die
Steuer-/Regelungseinrichtung 24 ist in der Lage, aus dem
zurückliegenden
Fahr-/Betriebsprofil der Brennkraftmaschine 1 und/oder
aus den Eingangswerten der Lambda-Sonde 22 und/oder des Temperatursensors 23 Beladungsgrade
der Abgasreinigungseinrichtungen 16, 17 zu ermitteln
und aus dem Beladungsgraden die für die Regeneration erforderliche
Oxidationsmittelmenge A und die für die Regeneration erforderliche
Reduktionsmittelmenge B abzuschätzen
oder zu ermitteln. Aus diesen Ergebnissen legt die Steuer-/Regelungseinrichtung 24 eine Regenerations-Zielzeitspanne
tRZ für
die Durchführung
der Regeneration fest. Nach dem Start einer Regeneration wirkt die
Steuer-/Regelungseinrichtung 24 auf die Drosselklappe 8,
das Abgasrückführungsventil 21 und/oder
die Einspritzdüsen 25 derart
ein, dass während
der Regenerations-Zielzeitspanne tRZ mehrfach
alternierend Reduktionsmittelüberschuss während einer
Zeitspanne tRed und Oxidationsmittelüberschuss
während
einer Zeitspanne tOx eingestellt werden.
Die Steuer-/Regelungseinrichtung 24 nimmt dabei
Einfluss auf die Alternierungsfrequenz f und/oder die Amplitude
des Reduktionsmittelüberschusses λ0-λmin und/oder
die Amplitude des Oxidationsmittelüberschusses λmax-λ0 und/oder
das Taktverhältnis
tOx/tRed zwischen
Oxidationsmittelüberschuss und
Reduktionsmittelüberschuss
derart, dass am Ende der Regenerations-Zielzeitspanne tRZ sowohl die
ermittelte oder abgeschätzte
erforderliche Oxidationsmittelmenge A als auch die ermittelte oder
abgeschätzte
erforderliche Reduktionsmittelmenge B den jeweiligen Abgasreinigungseinrichtungen 16, 17 zugeführt ist.
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Selbstverständlich ist
es auch möglich,
entlang des Abgasstranges 3 mehrere Temperatursensoren 23 anzuordnen,
um einen Temperaturverlauf der Abgastemperatur TAG in
oder entlang des Abgasstranges 3 zu erfassen. Außerdem hat
es sich bewährt,
die oxidierend arbeitende Abgasreinigungseinrichtung 17,
z. B. den Dieselpartikelfilter 17, mit einem so genannten
Wash- Coat mit einer
angepassten Sauerstoffspeicherfähigkeit
zu versehen, damit während
der fetten Betriebsphasen (λ < λ0)
der Kraftstoff durch den Dieselpartikelfilter 17 besser
exotherm genutzt wird. Dies führt
dazu, dass der gesamte Kraftstoff während der Fett-Phasen mit dem
während
der Mager-Phasen (λ > λ0) am
Wash-Coat eingespeicherten Sauerstoff reagiert und vollständig thermisch genutzt
wird. Hierdurch kann in vorteilhafter Art und Weise die benötigte Temperatur
des Dieselpartikelfilters 17 sicher aufrecht erhalten werden
und eine vollständige
Regeneration erzielt werden, ohne den NOx-Speicher thermisch zu überlasten,
da dieser hierbei überfahren
wird. Dies ist insbesondere vorteilhaft, wenn zwischen dem NOx-Speicherkatalysator 16 und
dem Dieselpartikelfilter 17 aus Platzgründen ein relativ großer Abstand
im Abgasstrang 3 besteht, also z. B., wenn ein NOx-Speicherkatalysator 16 motornah
und der Dieselpartikelfilter 17 im Unterbodenbereich eines
Kraftfahrzeuges montiert ist. Ein weiterer wesentlicher Vorteil
bei dieser Anordnung ist, dass während
der Fett-Phasen
(λ < λ0)
sämtliches Reduktionsmittel
auf dem Partikelfilter 17 verbrannt werden kann und sich
hierdurch Sekundäremissionen
verringern, bzw. diese sogar vermieden werden.
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Bevorzugt
ist weiterhin zumindest ein Temperatursensor (nicht gezeigt) vorgesehen,
der eine Ist-Betriebstemperatur Tist der
zu regenerierenden Abgasreinigungseinrichtungen 16, 17 misst
und den Wert für
die Ist-Betriebstemperatur Tist der Steuer-/Regelungseinrichtung 24 zuleitet.
Die Steuer-/Regelungseinrichtung 24 ermittelt
aus den Werten für Tist, den ermittelten Beladungsgraden und
den ermittelten oder abgeschätzten
erforderlichen Oxidation-/Reduktionsmittelmengen (A, B) eine maximale Dauer
des Betriebes mit Reduktionsmittelüberschuss tRedmax und/oder
Oxidationsmittelüberschuss
tOxmax innerhalb der Regenerations-Zielzeitspanne
tRZ. Hierdurch gelingt es in einfacher Art
und Weise, dass die Ist-Betriebstemperaturen
Tist der Abgasreinigungseinrichtungen 16, 17 die
jeweils zulässigen
maximalen Betriebstemperaturen Tmax der
Abgasreinigungseinrichtungen 16, 17 nicht überschreiten.
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Im
Folgenden wird anhand der 2 das erfindungsgemäße Verfahren
näher erläutert:
Nach
einer gewissen Betriebsdauer der Brennkraftmaschine oder kontinuierlich
während
des Betriebes der Brennkraftmaschine wird in einem ersten Verfahrensschritt 100 ein
erster Beladungsgrad der oxidierend arbeitenden Abgasreinigungseinrichtung 17 ermittelt.
Zeitgleich oder zeitlich versetzt wird in einem zweiten Verfahrensschritt 101 ein
zweiter Beladungsgrad der reduzierend arbeitenden Abgasreinigungseinrichtung 16 ermittelt.
Aus den ermittelten Beladungsgraden der Abgasreinigungseinrichtungen 16, 17 werden
in Kenntnis der übrigen
Eigenschaften der Abgasreinigungseinrichtungen 16, 17,
wie z. B. dem Fassungsvermögen
oder dergleichen, in einem nächsten
Schritt 103 eine für
die Regeneration erforderliche Reduktionsmittelmenge B für die reduzierend
arbeitende Abgasreinigungseinrichtung 16 abgeschätzt oder
ermittelt. Zeitgleich oder zeitlich vor- oder nachgelagert wird
aus dem ermittelten Beladungsgrad betreffend die oxidierend arbeitende
Abgasreinigungseinrichtung 17 eine für die Regeneration erforderliche
Oxidationsmittelmenge A abgeschätzt
oder ermittelt (Schritt 104).
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In
einem nächsten
Schritt 105 wird eine Regenerations-Zielzeitspanne tRZ festgelegt,
innerhalb der die Regeneration beider Abgasreinigungseinrichtungen 16, 17 abgeschlossen
sein soll. Im Anschluss daran wird eine Regeneration gestartet (Schritt 106), wobei
ausgehend von einem Lambda-Soll-Wert (λ0) eine
Gemischzusammensetzung im Abgasstrang 3 während der
Regenerations-Zielzeitspanne tRZ mehrfach
alternierend dahingehend abgeändert
wird, dass Reduktionsmittelüberschuss
(λ < λ0)
während einer
Zeitspanne tRed und/oder Oxidationsmittelüberschuss
(λ > λ0) während einer
Zeitspanne tOx eingestellt werden. Dies
erfolgt mit einer Alternierungsfrequenz f, einer Amplitude für einen
Reduktionsmittelüberschuss
(λ0-λmin), einer Amplitude des Oxidationsmittelüberschusses
(λmax-λ0) oder durch die Einstellung eines Taktverhältnisses
tOx/tRed zwischen
Oxidationsmittelüberschuss
und Reduktionsmittelüber schuss.
Während
der Regenerations-Zielzeitspanne tRZ wird
alternierend abwechselnd Reduktionsmittelüberschuss und Oxidationsmittelüberschuss
im Abgasstrang 3 eingestellt. Der Verlauf der Gemischzusammensetzung
im Abgasstrang 3 über
die Zeit während
der Regenerations-Zielzeitspanne tRZ ist
dabei derart gewählt,
dass am Ende der Regenerations-Zielzeitspanne tRZ sowohl
die erforderliche Oxidationsmittelmenge A als auch die erforderliche
Reduktionsmittelmenge B den Abgasreinigungseinrichtungen 16, 17 zugeführt worden
ist.
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In 3 ist
schematisch der zeitliche Verlauf einer beispielhaften Gemischzusammensetzung während einer
Regenerationszeit tRZ dargestellt. Die Flächenanteile
A1, A2, A3, welche sich oberhalb der λ0-Linie
befinden, sind dabei ein Maß für den Oxidationsmittelüberschuss.
Die Flächenanteile
B1, B2 sind ein
Maß für den Reduktionsmittelüberschuss.
Integriert über
die Regenerations-Zielzeitspanne tRZ ergeben
die Flächenanteile
A1, A2, A3 und B1, B2 die gesamten erforderliche Oxidationsmittelmenge
A und die gesamte erforderliche Reduktionsmittelmenge B.
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In 3 ist – wie vorbeschrieben – schematisch
der Verlauf einer Gemischzusammensetzung während einer Regenerationszeit
tRZ dargestellt. 3 zeigt
hierbei die Möglichkeit,
während
der Regenerationszielzeitspanne tRZ die
Amplituden und/oder die Frequenz f und/oder das Taktverhältnis tOx-tRed zu ändern. Dies
ist beispielsweise dann sinnvoll, wenn aufgrund einer zu schnell
oder zu intensiv ablaufenden Regeneration einer der Abgasreinigungseinrichtungen 16, 17 eine Überhitzung
droht oder eine solche bereits eingetreten ist. Um den Regelungsaufwand
während
der Regeneration gering zu halten, wird jedoch üblicherweise vor Beginn der Regeneration
die erforderliche Oxidationsmittelmenge A und die erforderliche
Reduktionsmittelmenge B bestimmt und hieraus feste Werte für die Frequenz
f, für
die Amplitude des Reduktionsmittelüberschusses λ0-λmin,
für die
Amplitude des Oxidationsmittelüberschusses λmax-λ0 und
für das
Taktverhältnis
tOx-tRed bestimmt,
eingestellt und während
der Regenerationszielzeit spanne tRZ jeweils
konstant gehalten. Gemäß dem erfindungsgemäßen Gedanken
soll lediglich sichergestellt werden, dass am Ende der Regenerationszielzeitspanne
tRZ sowohl die erforderliche Oxidationsmittelmenge
A als auch die erforderliche Reduktionsmittelmenge B zugeführt wurde.
Ein solcher, vereinfachter Verlauf der Gemischzusammensetzung während der
Regenerationszielzeitspanne tRZ ist schematisch
in 4 dargestellt. Auch ein solcher Verlauf entspricht
dem erfindungsgemäßen Gedanken.
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Bei
dem vereinfachten Verlauf gemäß 4 kann
die Amplitude des Oxidationsmittelüberschusses λmax-λ0 größer, kleiner
oder gleich der Amplitude des Reduktionsmittelüberschusses λ0-λmin gewählt werden.
Der gewählte
Wert für
die Amplituden wird während
der Regenerationszielzeitspanne tRZ konstant
gehalten. Ebenso wird die Alternierungsfrequenz f konstant gehalten.
Für das
Taktverhältnis tOx-tRed wird ebenfalls
ein konstanter Wert eingestellt und beibehalten, wobei die Zeitspanne
mit Oxidationsmittelüberschuss
tOx größer, kleiner
oder gleich der Zeitspanne mit Reduktionsmittelüberschuss tRed gewählt werden
kann.
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Das
erfindungsgemäße Verfahren
zeichnet sich durch eine mit hoher Frequenz alternierenden, makroskopisch
daher "gleichzeitigen" Regenerierung der
Abgasreinigungseinrichtungen 16, 17 aus. Hierbei
erfolgt also eine Entschwefelung des NOx-Speicherkatalysators und eine Entrußung des
nachgeschalteten Partikelfilters. Dies erfolgt durch ein ständiges Wechseln
der Gemischzusammensetzung von fett nach mager und umgekehrt, wobei
der gesamte Vorgang insbesondere durch das Taktverhältnis tOx/tRed, welches
als Pulsweitenmodulations-Signal ausgebildet ist, geregelt wird.
Zusätzlich
steht eine verbrannte Oxidationsmittelmenge (Brennluftmenge) als
Regelgröße zur Verfügung, da
sich ein bestimmter Gemischzustand im Abgasstrang 3 sowohl
mit hohem als auch mit moderatem Luft- und Kraftstoffüberschuss
bewerkstelligen lässt.
Um die Regenerationsdauer, d. h. die Regenerations-Zielzeitspanne
tRZ möglichst
kurz zu halten, wird ein möglichst
hohes Oxidations mittelangebot angestrebt, d. h. die fett-Phasen
werden abhängig
vom Verschwefelungsgrad des NOx-Speichers und der benötigten Exothermie
eingestellt.
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Somit
bestehen die wesentlichen Unterschiede zu einer konventionellen,
getrennt und nacheinander ablaufenden Regeneration der oxidierend arbeitenden
Abgasreinigungseinrichtung 17 und der reduzierend arbeitenden
Abgasreinigungseinrichtung 16 darin, dass makroskopisch
gesehen eine "gleichzeitige" Regeneration durch
schnell aufeinanderfolgende Lambda-Sprünge nach Art eines Lambda-Wobbelns
erreicht wird. Die Taktrate f (Frequenz), das Taktverhältnis tOx/tRed und/oder
Amplituden der Lambda-Sprünge
in Richtung fett und/oder mager werden gezielt zur Regelung der
jeweiligen Regenerationsvorgänge
verwendet. Weiterhin ist vorteilhaft, dass eine exotherme Nutzung
des Kraftstoffüberschusses
während
der Fett-Phase zur Nachheizung des Dieselpartikelfilters 17 genutzt
werden kann. Ein weiterer wesentlicher Vorteil liegt darin, dass
Beladungsintervalle der beiden Abgasreinigungseinrichtungen 16, 17 zwischen
zwei Regenerationszyklen vereinheitlicht werden, was insbesondere
in der Praxis im Zusammenwirken mit schwefelarmem Kraftstoff zu
einer Verkürzung
der Entschwefelungsintervalle des NOx-Speicherkatalysators 16 führt. Hierdurch
wird eine Tiefenverschwefelung des NOx-Speicherkatalysators 16 vermieden,
ohne dass ein nennenswerter Kraftstoffmehrverbrauch auftritt, da
der NOx-Speicherkatalysator 16 immer zusammen mit dem Dieselpartikelfilter 17 regeneriert
wird und der Dieselpartikelfilter 17 üblicherweise häufiger auf Grund
seines schneller wachsenden Beladungsgrades regeneriert werden muss.
Deswegen tritt beim NOx-Speicherkatalysator 16 eine Tiefenverschwefelung
gar nicht erst auf.
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Insbesondere
ist es bei dem erfindungsgemäßen Verfahren
von Vorteil, dass die exotherme Wärmeentwicklung in den Abgasreinigungseinrichtungen 16, 17 durch
die Amplitude, die Frequenz f und das Taktverhältnis tOx/tRed während
der Regenerations-Zielzeitspanne
tRZ leicht beeinflussbar ist, so dass in
einfacher Art und Weise sichergestellt werden kann, dass die Be triebstemperaturen
der Abgasreinigungseinrichtungen 16, 17 immer
unter den maximal zulässigen
Betriebstemperaturen Tmax bleiben.