DE102006014429B3 - Spielsand und Verfahren zu dessen Herstellung - Google Patents
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Abstract
Spielsand mit einem dufterzeugenden Zusatz, der eine fluide Trägersubstanz und Lavendelöl umfasst.
Description
- Die Erfindung betrifft einen Spielsand, der mit einem dufterzeugenden Zusatz versetzt ist.
- Unter „Spielsand" soll in diesem Zusammenhang jedes rieselfähige Material verstanden werden, welches wegen seiner toxikologischen Unbedenklichkeit auch beim Verschlucken geringer Mengen durch Kinder zum Spielen geeignet ist.
- Meist besteht Spielsand im wesentlichen aus gewaschenem Quarzsand mit möglichst geringem Kalkanteil. Der Hauptkornanteil liegt üblicherweise im Bereich einer Sieblinie von 0,2 bis 1,0 mm. Idealerweise ist der Spielsand frei von groben Partikeln, um eine Verletzungsgefahr zu vermeiden. Auch ist der Rundkornanteil des Spielsandes möglichst hoch, damit dieser die zu einer guten Bespielbarkeit erforderliche hohe Geschmeidigkeit aufweist.
- Derartiger Spielsand darf keine Schwermetalle oberhalb der Grenzwerte enthalten, die in der DIN EN 71-3 festgelegt sind.
- Spielsand, der diesen Anforderungen genügt, ist frei im Handel erhältlich und wird vielfach in Sandkisten – sowohl in Privatgärten, als auch auf öffentlichen Spielplätzen – verwendet.
- Untersuchungen haben gezeigt, dass mit zunehmender Benutzungsdauer der zunächst toxikologisch unbedenkliche Spielsand zunehmend mit Kolibakterien und Wurmeiern verunreinigt ist, wodurch er insbesondere für kleinere Kinder, die zum Verschlucken von Spielsand neigen, gesundheitsgefährdend sein kann.
- Die Anreicherung von Kolibakterien und Wurmeiern ist insbesondere auf Hunde- und Katzenkot zurückzuführen, der insbesondere dann in den Spielsand gelangen kann, wenn die Haustiere nicht von den Sandkisten ferngehalten werden, was insbesondere bei größeren, nicht ohne weiteres abdeckbaren Sandkisten problematisch ist.
- Aus der
DE 299 04 387 U1 ist es bereits bekannt, Sand mit Parfümöl, das auch ein Antimückenöl sein kann, zu vermischen, um eine erfrischende oder mückenabwehrende Wirkung des Sandes zu erzeugen. - Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Spielsand zu schalten, der toxikologisch unbedenklich ist und gleichzeitig eine Hunde und Katzen abschreckende Wirkung aufweist.
- Diese Aufgabe wird durch den in Anspruch 1 wiedergegebenen Spielsand gelöst.
- Dieser Spielsand ist mit einem dufterzeugenden Zusatz versetzt, der erfindungsgemäß eine fluide Trägersubstanz und Lavendelöl umfasst.
- Überraschenderweise hat es sich gezeigt, dass bereits sehr geringe Gewichtsanteile an Lavendelöl an dem Spielsand, die auch unter der Annahme, dass ein Kleinkind nicht zu erwartende Mengen an Spielsand verschluckt, nach einer Vielzahl von Studien absolut gesundheitsunbedenklich sind, ausreichen, um eine Duftwirkung zu erzeugen, die auf Hunde und Katzen signifikant abschreckend wirkt. Da eine gleichmäßige Vermengung konzentrierten Lavendelöls aufgrund der sehr geringen Volumenanteile an dem Spielsand nicht möglich ist, umfasst der dufterzeugende Zusatz Lavendelöl, das mit einer fluiden Trägersubstanz vermischt ist.
- Als fluide Trägersubstanz kommt grundsätzlich jede Substanz in Betracht, mit welcher das Lavendelöl in einem Umfang verdünnt werden kann, dass eine gleichmäßige Vermengung mit dem Sand in den gewünschten Gewichtsanteilen möglich ist, wobei die Trägersubstanz ebenfalls in den verwendeten Gewichtsanteilen toxikologisch unbedenklich sein muss.
- Untersuchungen haben gezeigt, dass als fluide Trägersubstanz insbesondere Propylenglykol (1.2-Propandiol) besonders geeignet ist, das als ölige, farblose und fast geruchlose Flüssigkeit vorliegt und nach umfangreichen Untersuchungen als praktisch ungiftig eingestuft wird.
- Der Gewichtsanteil des Lavendelöls an der fluiden Trägersubstanz beträgt vorzugsweise zwischen 0,1 und 1%, insbesondere etwa 0,5%.
- Versuche haben gezeigt, dass bei einer derartigen Zusammensetzung des dufterzeugenden Mittels zur Bewirkung der Hunde bzw. Katzen abschreckenden Wirkung eine Beimengung zu einem Gewichtsanteil zwischen 0,2 und 5%, insbesondere von 1% am Spielsand ausreicht.
- Der Erfindung liegt darüber hinaus die Aufgabe zugrunde, ein besonders einfaches Verfahren zur Herstellung eines derartigen Spielsandes anzugeben. Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren wird zunächst konzentriertes Lavendelöl mit der fluiden Trägersubstanz – vorzugsweise Propylenglykol – zu einem dufterzeugenden Zusatz gemischt und dieser Zusatz mit vorkonfektioniertem Spielsand beispielsweise der eingangs beschriebenen Eigenschaften vermengt. Zur Herstellung des erfindungsgemäßen Spielsandes sind somit nur einfachste Gerätschaften wie Wäge- und Mischvorrichtungen notwendig.
- Zu Versuchszwecken wurde ein Sand nach DIN EN 71-3 mit 1% aus einer Propylenglykol/Lavendelölmischung vermengt. Der Gewichtsanteil des Lavendelöls an dem Propylenglykol betrug 0,5%. Somit ergibt sich ein Gewichtsanteil von Lavendelöl im Spielsand von 50 mg/kg Sand.
- Unter der sehr ungünstigen Annahme, dass ein Kleinkind (Körpergewicht 10 kg) an einem Tag 10 g Sand verschluckt, resultieren in Bezug auf Lavendelöl und Propylenglykol folgende Aufnahmemengen:
- – 0,5 mg Lavendelöl, entsprechen 0,05 mg/kg Körpergewicht des Kleinkindes
- – 0,1 g Propylenglykol, entsprechenden 0,01 g/kg Körpergewicht des Kleinkindes.
- Nach dem Ergebnis der toxikologischen und hygienischen Beurteilung eines Hygiene-Instituts sind bei diesen Aufnahmemengen keinerlei Giftwirkungen und auch keine sonstigen unerwünschten gesundheitlichen Wirkungen dieser Stoffe zu erwarten.
- Im Ergebnis ist somit dieser Spielsand weniger gesundheitsgefährdend als herkömmliche Spielsande, da die toxikologische und hygienische Unbedenklichkeit seiner Bestandteile nachgewiesen und eine geringere Belastung an Kolibakterien und Wurmeiern zu erwarten ist.
Claims (8)
- Spielsand, der mit einem dufterzeugenden Zusatz versetzt ist, dadurch gekennzeichnet, dass der dufterzeugende Zusatz Lavendelöl umfasst.
- Spielsand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der dufterzeugende Zusatz eine fluide Trägersubstanz für das Lavendelöl umfasst.
- Spielsand nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die fluide Trägersubstanz Propylenglykol ist.
- Spielsand nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Gewichtsanteil des Lavendelöls an der fluiden Trägersubstanz zwischen 0,1 und 1% beträgt.
- Spielsand nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Gewichtsanteil des Lavendelöls an der fluiden Trägersubstanz etwa 0,5% beträgt.
- Spielsand nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Gewichtsanteil des dufterzeugenden Zusatzes an dem Spielsand zwischen 0,2 und 5% beträgt.
- Spielsand nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Gewichtsanteil des Zusatzes an dem Spielsand 1% beträgt.
- Verfahren zur Herstellung eines Spielsandes nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass zunächst konzentriertes Lavendelöl mit der fluiden Trägersubstanz zu einem dufterzeugenden Zusatz gemischt und dieser Zusatz mit vorkonfektioniertem Spielsand vermengt wird.
Priority Applications (1)
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| DE200610014429 DE102006014429B3 (de) | 2006-03-27 | 2006-03-27 | Spielsand und Verfahren zu dessen Herstellung |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE200610014429 DE102006014429B3 (de) | 2006-03-27 | 2006-03-27 | Spielsand und Verfahren zu dessen Herstellung |
Publications (1)
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| DE102006014429B3 true DE102006014429B3 (de) | 2007-06-21 |
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| DE (1) | DE102006014429B3 (de) |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE29904387U1 (de) * | 1999-03-10 | 1999-05-27 | Fuß, Peter, 47589 Uedem | Duftsand |
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2006
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| DE29904387U1 (de) * | 1999-03-10 | 1999-05-27 | Fuß, Peter, 47589 Uedem | Duftsand |
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