In
einer Brennstoffzelle wird die chemische Energie eines Brennstoffs
mit Hilfe eines Oxidationsmittels in elektrische Energie umgewandelt.
Als Brennstoffe werden beispielsweise Wasserstoff, Methan oder flüssiges Methanol
verwendet. Das Oxidationsmittel ist meistens Luft oder reiner Sauerstoff. Ein
Elektrolyt trennt den Anodenraum, in dem sich der Brennstoff befindet,
vom Kathodenraum, in dem sich das Oxidationsmittel befindet. Der
Elektrolyt ist gasdicht, lässt
jedoch im Fall der oxidkeramischen Brennstoffzelle Sauerstoffionen
aus dem Kathodenraum in den Anodenraum passieren oder im Fall der Polymerelektrolyt-Brennstoffzelle
Protonen aus dem Anodenraum in den Kathodenraum. In jedem Fall werden
im Anodenraum bei der Oxidation freie Elektronen zur Verfügung gestellt.
Diese Reaktion wird unterstützt
von der Kathode auf der Sauerstoffseite und der Anode auf der Brennstoffseite.
Kathode und Anode sind katalytisch aktive Funktionsschichten, die beispielsweise
mit einer Beschichtungstechnik auf den Elektrolyten aufgebracht
werden können.
Bei der Oxidation des Brennstoffs werden Elektronen freigesetzt,
die in einem externen Verbraucher Arbeit verrichten können.
Aus
Gründen
der Raumersparnis werden die Strömungsverteilerstrukturen,
mit denen Brennstoff und Oxidationsmittel in der Brennstoffzelle
verteilt werden, häufig
in die Endplatten eingebracht, die die Zelle gasdicht abschließen. Um
einen separaten Verteilungsbereich ersetzen zu können, werden sie typischerweise
in Form mäanderförmiger Kanäle hergestellt.
Dabei soll sich durch die Strömungsverteilerstruktur
die Dicke der Endplatten nicht erhöhen. Mit einer Dicke von typischerweise
zwei bis vier Millimetern beanspruchen sie bereits vergleichbar
viel Raum wie Elektrolyt, Anode und Kathode zusammen.
Da
eine einzelne Brennstoffzelle nur eine geringe Spannung liefert,
werden zur Spannungsanhebung regelmäßig viele Brennstoffzellen
seriell zusammengeschaltet. Dazu werden die Zellen üblicherweise
in einem Stapel (Stack) angeordnet. In einer solchen Anordnung ist
zwischen dem Kathodenraum einer Zelle und dem Anodenraum der Nachbarzelle jeweils
eine bipolare Platte angeordnet, die die Zellen gasdicht voneinander
trennt, jedoch den Strom von der einen Zelle zur Nachbarzelle leitet.
Da die bipolare Platte mit etwa zwei bis vier Millimetern um ein Mehrfaches
dicker ist als Elektrolyt, Anode und Kathode zusammen, beansprucht
die so genannte Bipolareinheit in einem Brennstoffzellenstapel den größten Anteil
des Bauvolumens.
Aus
Gründen
der Raumersparnis werden die Strömungsverteilerstrukturen,
mit denen Brennstoff und Oxidationsmittel in der Brennstoffzelle
verteilt werden, typischerweise so dünn wie möglich und um Fläche zu sparen
in Form mäanderförmiger Kanäle (ein
Verteilungsbereich ist nicht erforderlich) in die bipolare Platte
integriert.
Nachteilig
sind die mäanderförmigen Kanäle in einer
Strömungsverteilerstruktur
mit einem Durchmesser von typischerweise 0,5 bis 1,5 mm fertigungstechnisch
schwer herzustellen. Das Fräsen oder
Einschneiden der Kanäle
in eine Platte nimmt, da die Kanäle
bis zu 1,6 m lang sind, pro Platte etwa 45 Minuten in Anspruch.
Zudem
weisen die mäanderförmigen Kanäle bei einer
Bipolareinheit im Schichtaufbau in der Regel Stabilitätsprobleme
auf, da sie durch etwa 0,5 bis 1 mm dünne, frei stehende Zungen des
Plattenmaterials begrenzt werden. Da die Kanäle sich über die gesamte Zellfläche erstrecken
(ca. 200 × 300
mm), können
diese Zungen eine Länge
von 50 mm oder mehr haben. Diese Zungen können bei mechanischer Beanspruchung
des Brennstoffzellenstapels abbrechen und den Betriebsmittelfluss
im Kanal komplett blockieren. Dadurch wird mindestens ein Teil einer
Zelle nicht mehr mit Betriebsmittel versorgt, so dass die Zelle
teilweise ausfällt.
Durch Quellung der Polymerelektrolytmembran und dadurch bedingte
Deformation des Elektrolyten können
sich die Zungen darüber
hinaus verbiegen, so dass sie an einer ihrer Flanken den Kanalquerschnitt
unter das geplante Maß verringern
und an der anderen Flanke den Kanalquerschnitt über das geplante Maß erweitern. Dies
führt regelmäßig zu nachteiligen
Druckgradienten im Betriebsmittelfluss, so dass regelmäßig eine erhöhte Pumpleistung
erforderlich ist, um eine Unterversorgung einzelner Bereiche der
Zelle zu vermeiden.
Aufgabe und
Lösung
Aufgabe
der Erfindung ist daher, eine Strömungsverteilerstruktur für eine Brennstoffzelle
zur Verfügung
zu stellen, deren Querschnitt gegenüber mechanischer Beanspruchung
und Quellung des Elektrolyten stabiler ist als bei Brennstoffzellen
nach dem Stand der Technik, und dennoch auf einfache Weise herstellbar
ist.
Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch
eine Strömungsverteilerstruktur
gemäß Hauptanspruch,
durch eine Anordnung zweier Strömungsverteilerstrukturen
gemäß Nebenanspruch
sowie durch ein Verfahren zur Herstellung einer Strömungsverteilerstruktur
gemäß weiterem
Nebenanspruch. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich
aus den jeweils darauf rückbezogenen
Unteransprüchen.
Gegenstand der Erfindung
Im
Rahmen der Erfindung wurde gefunden, dass sich eine Strömungsverteilerstruktur
für eine Brennstoffzelle
vorteilhaft aus mindestens zwei übereinander
angeordneten Teilplatten zusammensetzen lässt, die jeweils eine Anordnung
aus Strukturelementen aufweisen. Dabei können die Teilplatten deutlich
dünner
sein als herkömmliche
Strömungsverteilerstrukturen.
Insbesondere kann eine Strömungsverteilerstruktur,
die mit 1 mm eine übliche
Dicke aufweist, aus zwei 0,5 mm dicken Teilplatten zusammengesetzt
werden. Die Strömungsverteilerstruktur
kann insbesondere in die Endplatte der Brennstoffzelle integriert
sein.
Unter
einer Strömungsverteilerstruktur
wird eine Vorrichtung verstanden, die einen durchgehenden Kanal
beziehungsweise ein Kanalsystem umfasst. Aufgabe des Kanals beziehungsweise
des Kanalsystems ist, ein Betriebsmittel während des Betriebs der Brennstoffzelle
gleichmäßig über die
Elektrode beziehungsweise den Elektrolyten zu verteilen. Beispielsweise
kann die Strömungsverteilerstruktur in
einer Ebene mäanderförmig verlaufen,
um alle Bereiche der Zellfläche
optimal mit dem Betriebsmittel zu versorgen. Betriebsmittel im Sinne
dieser Erfindung sind Stoffe, die für den Betrieb einer Brennstoffzelle
notwendig sind, insbesondere Brennstoffe und Oxidationsmittel. Die
Betriebsmittel können
flüssig oder
gasförmig
sein.
Die
Endplatte im Sinne dieser Erfindung ist die Baugruppe, die die Brennstoffzelle
in der zum Elektrolyten senkrechten Raumrichtung begrenzt und zumindest
die Teilplatten umfasst, aus denen die Strömungsverteilerstruktur zusammengesetzt
ist. Der Begriff der Endplatte umfasst dabei ausdrücklich auch
eine Platte, die zwei benachbarte Brennstoffzellen in einem Brennstoffzellenstapel
voneinander trennt. Dies kann sowohl eine Platte sein, die die Anodenräume beziehungsweise
Kathodenräume
zweier benachbarter Brennstoffzellen voneinander trennt (monopolare
Zellen), als auch eine bipolare Platte, die den Anodenraum einer
Brennstoffzelle gasdicht vom Kathodenraum einer benachbarten Brennstoffzelle
trennt.
Unter
Strukturelementen im Sinne dieser Erfindung sind insbesondere Vertiefungen,
wie beispielsweise Kanäle,
oder Erhebungen, wie beispielsweise Stege, zu verstehen. Es sind
aber auch Durchbrüche
und Löcher
geeignet, wie sie beispielsweise beim Stanzen entstehen.
Die
Strukturelemente beider Teilplatten bilden zusammen eine durchgehende
Strömungsverteilerstruktur
aus. Diese Struktur wird in der Herstellung somit auf beide Teilplatten
aufgeteilt. Viele komplizierte Verteilerstrukturen, insbesondere
die für Strömungsverteiler
in Brennstoffzellen gebräuchliche Mäanderstruktur,
lassen sich nach dem Stand der Technik nur schwer durch mechanische
Bearbeitung in eine aus einem Stück
bestehende Endplatte einbringen. Durch die Aufteilung der Struktur
auf die beiden Teilplatten zerfällt
diese Aufgabe in zwei wesentlich einfachere Strukturierungsaufgaben.
Ein Beispiel für
diese Vereinfachung wird im speziellen Beschreibungsteil gegeben.
Zudem
kann die Aufteilung einer Strömungsverteilerstruktur
auf die beiden Teilplatten dazu führen, dass die auf den Teilplatten
aufzubringenden Strukturelemente kleiner und damit mechanisch stabiler
sind als bei einer Realisierung derselben Strömungsverteilerstruktur in einer
einzelnen Platte. Dadurch wird die Brennstoffzelle robuster gegen
mechanische Beanspruchung. Dies ist insbesondere dann relevant,
wenn eine großflächige Brennstoffzelle
in einem Brennstoffzellenstapel eingebaut ist, wo sie in der Regel
unter einem hohen Anpressdruck steht und starke Querkräfte aufnehmen
muss.
Vorteilhaft
tritt die Strömungsverteilerstruktur mindestens
an einer Stelle von einer Teilplatte in eine andere Teilplatte über. Unter
einer solchen Struktur ist insbesondere ein Kanal zu verstehen,
der auf einer Teilstrecke nur innerhalb einer Teilplatte verläuft, an
einem bestimmten Punkt jedoch auch in die andere Teilplatte hinein
reicht und anschließend
auf einer weiteren Teilstrecke nur innerhalb dieser anderen Teilplatte verläuft. Dies
kann auch ein Kanal sein, der in beide Teilplatten hinein reicht
und in regelmäßigen Abständen abwechselnd
von Stegen auf der einen Teilplatte und Stegen auf der anderen Teilplatte
in seinem Querschnitt verengt ist. In einer solchen Struktur können sich
mehrere Kanäle überlappen.
Dadurch
können
auf jeder Teilplatte Stege, die die Strömungsverteilerstruktur bestimmen,
deutlich breiter und eventuell auch kürzer ausgelegt werden als nach
dem Stand der Technik, ohne dass die Brennstoffzelle im Bereich
der Stege mit Betriebsmitteln unterversorgt wird. Derartige Stege
neigen im Gegensatz zu den frei stehenden Stegen, die bei der Fertigung
mäanderförmiger Strömungsverteiler
nach dem Stand der Technik entstehen, nicht mehr zum Abbrechen bei
mechanischer Beanspruchung. Dies ist insbesondere dann relevant,
wenn die Brennstoffzelle in einem Fahrzeug rauen Betriebsbedingungen ausgesetzt
ist. Quillt der Elektrolyt auf, können sich die Stege zudem nicht
mehr so stark verbiegen wie nach dem Stand der Technik, so dass
der Betriebsmittelfluss nicht mehr nennenswert behindert wird. Dadurch
entfällt
das Erfordernis, durch mangelnde Stabilität der Stege bewirkte Engpässe in der
Verteilerstruktur durch erhöhte
Pumpleistung auszugleichen. Dies verbessert vorteilhaft die Gesamtleistungsbilanz
des Brennstoffzellenstapels. Auch sind in einer Struktur, in der
sich Kanäle überlappen
können, die
Ablenkung der Strömung
an Hindernissen und der daraus resultierende Druckverlust des Betriebsmittels
vermindert. Dies führt
zu einer weiteren Ersparnis an Pumpleistung und damit zu einer weiteren Verbesserung
der Gesamtleistungsbilanz.
Zudem
eröffnet
eine Führung
der Strömungsverteilerstruktur
durch beide Teilplatten eine vielfältige Gestaltungsfreiheit bei
der Aufteilung einer aus anwendungsrelevanten Überlegungen heraus geforderten
Strömungsverteilerstruktur
auf die beiden Teilplatten. Dadurch kann die Aufteilung der Struktur
auf die beiden (oder mehr) Teilplatten noch besser genutzt werden,
um gezielt die Einfachheit der mechanischen Fertigung oder die mechanische Stabilität der Strömungsverteilerstruktur
zu optimieren.
Selbst
wenn ein Steg abbrechen sollte, hat dies anders als nach dem Stand
der Technik nicht mehr notwendigerweise den Ausfall eines Teils
einer Brennstoffzelle zur Folge: Da sich Kanäle überlappen können, lassen sich Ausweichrouten
für einen
derartigen Fall in der Strömungsverteilerstruktur
vorsehen. Ein Beispiel für
eine derartige vorteilhafte Anordnung von Kanälen wird im speziellen Beschreibungsteil
gegeben.
In
einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist die Strömungsverteilerstruktur
mindestens eine Verzweigung auf, wobei der Querschnitt eines Arms
der Verzweigung gegenüber
dem der anderen Arme verringert ist. Dadurch kann in bestimmten
Geometrien eine gleichmäßigere Verteilung
des Betriebsmittelstroms erzielt werden. Beispielsweise kann die
Strömungsverteilerstruktur
eine rechtwinklige Abzweigung in einen unter einem Steg hindurch führenden
Querkanal aufweisen, damit auch der Bereich unter dem Steg durchströmt wird.
Das Material des Stegs kann zusätzlich
porös ausgestaltet
sein, um eine solche Querströmung
zu unterstützen.
Nach dem Stand der Technik ergab sich die Querströmung nur
durch den Druckgradienten in Folge des Strömungswi derstandes. Das Betriebsmittel
strömte
an der Abzweigung im Wesentlichen geradeaus weiter und nicht durch
den Querkanal unter dem Steg. Wird nun erfindungsgemäß der Kanal
im geradeaus führenden
Arm gezielt verengt, lässt
sich der Druckgradient entlang der Verteilerstruktur so einstellen,
dass sich ein ausgewogeneres Verhältnis zwischen geradeaus und
querab fließendem
Betriebsmittel einstellt. Dadurch werden die an Querkanälen liegenden
Bereiche der Brennstoffzelle gleichmäßiger mit Betriebsmittel versorgt
und die Leistungsdichte insgesamt gesteigert. Beispielsweise kann
in den Steg in Querrichtung eine Nut eingefräst werden. Dann geht dem Steg
ein kleiner Teil seiner Auflagefläche verloren, aber er kann
besser unterströmt
werden. Dadurch verbessert sich die Versorgung der Zellbereiche
unter dem Steg.
Vorteilhaft
sind die Teilplatten so ausgestaltet, dass die Anordnung der Strukturelemente
auf einer Teilplatte kongruent zur Anordnung der Strukturelemente
auf der anderen Teilplatte ist. Im Idealfall sind beide Teilplatten
identisch ausgestaltet und werden beim Zusammenbau lediglich gegeneinander
rotiert. Dann ist als Ausgangsmaterial für die Herstellung der Strömungsverteilerstruktur
nur eine einzige Art von Teilplatte zu fertigen, was die Produktion deutlich
vereinfacht und damit kostengünstiger macht.
Auch zwei spiegelbildlich zueinander ausgestattete Teilplatten lassen
sich noch wesentlich einfacher und damit preiswerter herstellen
als zwei völlig unabhängig voneinander
ausgestaltete Teilplatten. Je nach Fertigungstechnik kann für die Herstellung beider
Teilplatten das gleiche Werkzeug verwendet werden.
Alternativ
sind die beiden Teilplatten so ausgestaltet, dass die Anordnung
der Strukturelemente auf der einen Teilplatte nahezu das Negativ
der Anordnung der Strukturelemente auf der anderen Teilplatte ist.
Hierunter ist zu verstehen, dass zu jeder Erhebung auf der einen
Teilplatte eine Vertiefung auf der anderen Teilplatte vorhanden
ist und umgekehrt. In einer um 180 Grad gegeneinander verdrehten
Anordnung zweier derartiger Teilplatten kann das Betriebsmedium
von der einen Teilplattenebene in die andere Teilplattenebene strömen. Somit
können
zwei separate Kanalabschnitte einen durchgängigen Kanal bilden. Auch in
diesem Fall ist der Aufwand zur Herstellung beider Teilplatten nicht
viel größer als
bei der Aufwand zur Herstellung lediglich einer der Teilplatten,
da beide Teilplatten unter Zuhilfenahme des gleichen Werkzeugs hergestellt
werden können.
Je nach Fertigungstechnik können
beide Teilplatten sogar in einem einzigen Arbeitsgang hergestellt
werden.
Die
mit vergleichsweise einfachen Strukturen ausgestatteten Teilplatten
können
insbesondere durch Stanzen hergestellt werden. Diese Technik ist wesentlich
schneller und preiswerter als das Fräsen der Strömungsverteilerstruktur mit
einem Fräser
oder einem Laserstrahl, so dass die Gesamtkosten für die Herstellung
eines Brennstoffzellenstapels deutlich gesenkt werden können.
Bei
Verwendung einer porösen
Verteilerstruktur ist es auch möglich,
die Platten mit Hilfe des Prägeverfahrens
herzustellen. Bei gasdichten Platten ist dies nicht sinnvoll.
Sind
drei Teilplatten benachbart angeordnet, so kann aus den Strukturelementen
auf diesen Teilplatten vorteilhaft eine Anordnung aus zwei erfindungsgemäßen Strömungsverteilerstrukturen
gebildet werden. Dabei bilden auf beiden Seiten der mittleren Teilplatte
jeweils Strukturelemente auf dieser Teilplatte und Strukturelemente
auf der dort anliegenden äußeren Teilplatte
eine Strömungsverteilerstruktur.
Eine derartige Anordnung hat den Vorteil, dass sie die beiden Strömungsverteilerstrukturen
in besonders Raum sparender Bauweise zur Verfügung stellt. Sie kann beispielsweise
als bipolare Platte ausgestaltet sein, bei der durch die eine Struktur
das Oxidationsmittel in einer Brennstoffzelle und durch die andere
Struktur der Brennstoff in einer benachbarten Brennstoffzelle verteilt
werden. In diesem Fall muss die Anordnung als Ganzes gasdicht sein.
Dies lässt sich
beispielsweise realisieren, indem die mittlere Teilplatte gasdicht
ausgestaltet ist. Dann können
die beiden anderen Teilplatten auch gasdurchlässige Strukturen, wie durchgehende
gestanzte Löcher,
aufweisen.
Im
Rahmen der Erfindung wurde ein Verfahren gefunden, mit dem eine
Strömungsverteilerstruktur
für eine
Endplatte zum Einsatz in einer Brennstoffzelle einfach und kostengünstig hergestellt
werden kann. Bei diesem Verfahren werden zunächst mindestens zwei Teilplatten
mit Strukturelementen versehen. Anschließend werden die Teilplatten
benachbart angeordnet. Dadurch wird aus den Strukturelementen die
Strömungsverteilerstruktur
gebildet. Beispielsweise kann die Endplatte mindestens aus den Teilplatten
zusammengesetzt werden. Neben den Teilplatten kann beispielsweise
noch eine gasdichte Platte hinzugefügt werden, falls die Teilplatten
selbst nicht gasdicht sind.
Dieses
Verfahren hat gegenüber
dem Stand der Technik den Vorteil, dass die schwierige Aufgabe, einen
durchgehenden Kanal in eine bipolare Platte einzubringen, auf die
Herstellung der Teilplatten reduziert wird. Diese wiederum können so
ausgestaltet sein, dass sie fertigungstechnisch besonders einfach herzustellen
sind. Bei geschickter Verteilung der Strukturelemente auf die beiden
Teilplatten kann daher eine Gesamtheit für sich einfach zu fertigender Strukturelemente
einen komplexen Kanal beziehungsweise ein Kanalsystem ausbilden,
das man nur mit ungleich höherem
Aufwand in eine aus einem Stück
bestehende Endplatte hätte
einbringen können.
Vorteilhaft
werden Teilplatten mit einer Dicke von 0,5 mm oder weniger gewählt. Dadurch
beansprucht die Anordnung aus den beiden Teilplatten nicht mehr
Raum als eine herkömmliche
Strömungsverteilerstruktur.
In
einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung werden drei Teilplatten
gewählt
und zwei Strömungsverteilerstrukturen
gebildet. Auf diese Weise kann beispielsweise eine bipolare Platte
hergestellt werden, die gasdicht ist und die auf beiden Seiten je
eine Strömungsverteilerstruktur
aufweist. Die eine Strömungsverteilerstruktur
kann sich im Kathodenraum einer Brennstoffzelle und die andere Strömungsverteilerstruktur
im Anodenraum einer benachbarten Brennstoffzelle befinden. Hierfür sollte mindestens
eine der Teilplatten, vorzugsweise die mittlere, für sich gasdicht
ausgestaltet werden.
Vorteilhaft
werden die beiden Teilplatten mit jeweils einer Anordnung aus Strukturelementen
versehen, wobei die Anordnungen zueinander kongruent sind. Im Idealfall
sind beide Anordnungen identisch ausgestaltet, und die Teilplatten
werden lediglich gegeneinander rotiert, wenn sie benachbart angeordnet
werden. Dann ist als Ausgangsmaterial für die Herstellung der Strömungsverteilerstruktur
nur eine einzige Art von Platte zu fertigen, was die Produktion
deutlich vereinfacht und damit kostengünstiger macht. Auch zwei spiegelbildlich
zueinander ausgestattete Teilplatten lassen sich noch wesentlich einfacher
und damit preiswerter herstellen als zwei völlig unabhängig voneinander ausgestaltete
Teilplatten. Je nach Fertigungstechnik kann für die Herstellung beider Teilplatten
das gleiche Werkzeug verwendet werden.
Alternativ
können
die beiden Teilplatten mit jeweils einer Anordnung aus Strukturelementen
versehen werden, wobei die eine Anordnung nahezu das Negativ der
anderen Anordnung ist. Werden die beiden Platten um 180 Grad gegeneinander
verdreht übereinander
gelegt, kann das Betriebsmedium von der einen Teilplattenebene in
die andere Teilplattenebene strömen.
Somit können
zwei separate Kanalabschnitte einen durchgängigen Strömungskanal bilden. Auch in
diesem Fall ist der Aufwand zur Herstellung beider Teilplatten nicht
viel größer als
der Aufwand zur Herstellung lediglich einer der Teilplatten, da
beide Teilplatten unter Zuhilfenahme des gleichen Werkzeugs hergestellt
werden können.
Je nach Fertigungstechnik können
beide Teilplatten sogar in einem einzigen Arbeitsgang hergestellt
werden.
Vorteilhaft
wird mindestens eine Teilplatte durch Stanzen oder Prägen hergestellt
und so ein durchgängiger
Strömungskanal
erzeugt. Diese Technik ist wesentlich schneller und preiswerter
als das Fräsen
der Strömungsverteilerstruktur
mit einem Fräser
oder das Schneiden mit einem Laserstrahl, so dass die Gesamtkosten
für die
Herstellung eines Brennstoffzellenstapels deutlich gesenkt werden können. Verantwortlich
dafür,
dass sich diese einfache Fertigungstechnik anwenden lässt, ist
die erfindungsgemäße Herstellung
der Strömungsverteilerstruktur
aus mindestens zwei Teilplatten. Nach dem Stand der Technik wurden
auch komplexe Strömungsverteilerstrukturen
immer nur in eine Platte eingebracht. Diese komplex strukturierten
durchgängigen
Strömungskanäle aber
ließen
sich nur mit wesentlich aufwändigerer
Technik fertigen.