DE102006002456A1 - Bremsmomentensensor für Fahrzeugbremsen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Bremsvorrichtung, insbesondere für Kraftfahrzeuge, umfassend eine Bremseneinheit (25) mit einem Reibglied (9), das mittels eines Aktuators gegen ein abzubremsendes Element (2) gedrückt bzw. davon gelöst werden kann, und ein Widerlager (7), an dem sich die Bremsenanordnung (25) abstützt. Das an der Bremse wirkende Bremsmoment kann in einfacher Weise ermittelt werden, wenn zwischen der Bremseneinheit (25) und dem Widerlager (7) eine Stabanordnung (4) mit wenigstens einem Druck- oder Zugstab (6a, 6b) angeordnet ist, der das an der Bremsenanordnung (1, 3) wirkende Reibmoment aufnimmt.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Bremsvorrichtung, insbesondere für Kraftfahrzeuge, gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
- Bekannte Fahrzeugbremsen umfassen ein Reibglied, das mittels eines Aktuators gegen ein abzubremsendes Element, wie z.B. eine Bremsscheibe gedrückt wird. Das an der Bremse erzielte Bremsmoment ist abhängig vom aktuellen Reibwert zwischen Reibglied und Bremsscheibe, der infolge von Nässe, Verschmutzung und anderen Einflüssen, wie z.B. hohen Temperaturen (Fading), relativ stark variieren kann. Dadurch ist auch das tatsächlich ausgeübte Bremsmoment nicht immer gleich und kann sich von Rad zu Rad deutlich unterscheiden. Für eine kontrollierte und insbesondere gleichmäßige Bremsung des Fahrzeugs ist es daher erforderlich, das an den einzelnen Rädern auftretende Bremsmoment möglichst genau zu erfassen. Somit wird es möglich, das Bremsmoment zu regeln.
- Zur Bestimmung des Bremsmoments verwenden bekannte elektromechanische Bremsen überwiegend Normalkraftsensoren, die die an der Bremse wirkende Klemmkraft in Normalrichtung messen. Aus der Normalkraft in Verbindung mit dem Reibradius und dem aktuellen Reibwert wird dann das Bremsmoment abgeschätzt. Wegen der zuvor erwähnten Varianz des Reibwertes als auch des Reibradius ist diese Abschätzung des Bremsmoments relativ ungenau. Bei einem Bremsvorgang kann es daher zu ungleichen Bremsmomenten auf beiden Seiten des Fahrzeugs und somit zu einem ungewollten Giermoment um die Hochachse des Fahrzeugs kommen.
- Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Bremsvorrichtung mit einem integrierten Bremsmomentensensor, sowie einen solchen Bremsmomentensensor zu schaffen, mit dem das am Rad wirkende Bremsmoment wesentlich genauer bestimmt werden kann.
- Gelöst wird diese Aufgabe gemäß der Erfindung durch die im Patentanspruch 1 sowie im Patentanspruch 13 angegebenen Merkmale. Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand von Unteransprüchen.
- Ein wesentlicher Aspekt der Erfindung besteht darin, eine Bremsvorrichtung, die eine Bremseneinheit und ein Widerlager (z.B. einen Bremssattel) umfasst, mit einer Stabanordnung auszustatten, die zwischen der Bremseneinheit und dem Widerlager angeordnet ist und wenigstens einen Druck- oder Zugstab aufweist, der das an der Bremseneinheit wirkende Bremsmoment bzw. die Bremskraft aufnimmt. Der Druck- oder Zugstab wird bei einer Bremsung gestaucht bzw. gestreckt. Die Längenänderung des Druck- bzw. Zugstabes kann mittels einer geeigneten Sensorik gemessen und daraus das an der Bremse wirkende Bremsmoment sehr genau bestimmt werden. Die Erfindung ermöglicht somit eine besonders einfache, kostengünstige und genaue Bremsmomentenmessung.
- Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung erstreckt sich der Zug- bzw. Druckstab (im Wesentlichen) in Bewegungsrichtung des abzubremsenden Elements. Bei einem rotierenden Element, wie z.B. einer Bremsscheibe also vorzugsweise in Tangentialrichtung einer kreisförmigen Bewegungsbahn. Dadurch wird erreicht, dass die am Stab und seinen Befestigungspunkten wirkenden Kräfte minimal sind.
- Die erfindungsgemäße Stabanordnung umfasst vorzugsweise sowohl wenigstens einen Zug- oder Druckstab als auch wenigstens einen quer dazu verlaufenden Stab, der mit dem Zug- bzw. Druckstab verbunden ist. Die Stäbe sind vorzugsweise an ihren Enden jeweils gelenkig gelagert. Der quer verlaufende Stab ist vorzugsweise an der Bremseneinheit und am Widerlager ge lenkig befestigt. Der Zug- bzw. Druckstab ist vorzugsweise am Widerlager und am quer verlaufenden Stab gelenkig befestigt.
- Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Stabanordnung derart ausgelegt, dass sie mit der Bremseneinheit und dem Widerlager ein Viergelenk bildet. Die quer zu den Druck- bzw. Zugstäben verlaufenden Stäbe sind im Falle einer Scheibenbremse vorzugsweise in radialer Richtung angeordnet. Die Stabanordnung hat somit einen Momentanpol, der auf oder in der Nähe des Radmittelspunkts liegt.
- Gemäß einer speziellen Ausführungsform der Erfindung umfasst die Stabanordnung sowohl einen Druckstab als auch einen Zugstab, die bezüglich einer Mittelachse der Bremseneinheit symmetrisch angeordnet sind. Die bei einem Bremsvorgang auftretenden Reib- bzw. Bremskräfte werden somit auf zwei Stäbe gleichmäßig verteilt.
- Der bzw. die Zug- oder Druckstäbe der Stabanordnung sind vorzugsweise in einer zur Reibfläche des gebremsten Elements parallelen Ebene angeordnet. Sie nehmen somit nur die Bremskräfte, aber nicht die senkrecht zur Reibfläche wirkenden Kräfte (Normalkräfte) der Bremse auf.
- Gemäß einer speziellen Ausführungsform der Erfindung weist das Widerlager in einer zur Reibfläche parallelen Schnittebene betrachtet einen Vorsprung auf, der sich in Richtung der Bremseneinheit erstreckt und an dem wenigstens ein Druck- bzw. Zugstab befestigt ist.
- Die erfindungsgemäße Bremsvorrichtung umfasst vorzugsweise zusätzlich eine zweite Stabanordnung, die zwischen der Bremseneinheit und dem Widerlager angeordnet ist und die so ausgelegt ist, dass sie die in Normalrichtung der Reibfläche wirkenden Kräfte aufnimmt. Bei einer Scheibenbremse mit Schwimmsattel ist dies beispielsweise die resultierende Klemmkraft der Bremse, die durch Reibung des Schwimmsattels in den Führungen entsteht.
- Die erfindungsgemäße Bremsvorrichtung umfasst eine Sensorik, mittels der die Verformung der Druck- bzw. Zugstäbe gemessen werden kann. Zu diesem Zweck kann beispielsweise ein Dehnungsmessstreifen (DMS) oder dergleichen, oder auch eine Sensorik zur Wegmessung oder Positionsmessung eingesetzt werden. Zusammen mit den geometrischen Größen der Bremse lässt sich daraus die Bremskraft bzw. das Bremsmoment einfach berechnen. Die Auswertung der Sensorsignale wird von einer Elektronik, wie z.B. einem Steuergerät durchgeführt.
- Bei einer Fahrt über eine unebene Fahrbahn werden die Räder üblicherweise stoßartig beschleunigt oder verzögert. Wegen der Massenträgheit der Bremseinheit kommt es dabei ebenfalls zu einer Verformung der Druck- oder Zugstäbe der Sensorik und somit zu Signalstörungen im Messsignal. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung umfasst die Bremsvorrichtung daher einen Beschleunigungssensor, der vorzugsweise ebenfalls am Rad angeordnet ist und der zur Kompensation von Signalstörungen der Sensorsignale genutzt wird.
- Gemäß einer speziellen Ausführungsform der Erfindung ist die Stabanordnung in Form einer Platte gebildet, die zwei relativ zueinander bewegliche Abschnitte aufweist, die über wenigstens einen Druck- oder Zugstab miteinander verbunden sind, wobei der eine Abschnitt mit der Bremseneinheit und der andere Abschnitt mit dem Widerlager verbunden ist. Diese Anordnung ist besonders einfach herzustellen und kostengünstig zu montieren.
- Die Erfindung wird nachstehend anhand der beigefügten Zeichnungen beispielhaft näher erläutert. Es zeigen:
-
1 eine Aufsicht auf eine Scheibenbremse mit einer Sensorik zur Messung eines Bremsmoments; -
2 eine Seitenansicht auf die Scheibenbremse von1 in Richtung der Pfeile II; -
3 eine Aufsicht auf eine plattenförmige Sensorik zur Messung eines Bremsmoments; und -
4 eine Seitenansicht der Anordnung von3 . -
1 zeigt eine Aufsicht auf eine Scheibenbremse, die z.B. nach dem Schwimmsattelprinzip aufgebaut ist. Dabei kann es sich im Grunde um jeden beliebigen Bremsentyp, wie z.B. eine elektromechanische oder elektrohydraulische Bremse, eine Keilbremse, pneumatische Bremse, etc. handeln. Die Scheibenbremse umfasst eine Bremseneinheit25 , die sich aus der eigentlichen Bremse1 mit dem Reibglied sowie einem Trägerelement3 zusammensetzt. Der gesamte konstruktive Aufbau der Bremse1 einschließlich Bremssattel, Reibglied, Mechanik, etc. ist dabei als ein Block1 dargestellt. Das Trägerelement3 der Bremse1 ist über eine Stabanordnung4 , die zur Messung des Bremsmoments bzw. der Bremskraft FR dient, mit einem Widerlager7 verbunden ist. Das Widerlager7 ist üblicherweise ein Achsschenkel einer Fahrzeugachse oder ein Querlenker. - Bei einer Bremsbetätigung wird das Reibglied
9 (siehe2 ) mittels eines Aktuators (nicht gezeigt) gegen die Bremsscheibe2 gedrückt bzw. von dieser gelöst. Dabei entstehen verschiede Kräfte und Momente, die in Block1 schematisch dargestellt sind. Durch das Zuspannen der Bremse1 entstehen auf beiden Seiten der Bremsscheibe Normalkräfte, die senkrecht auf die Reibfläche11 der Bremsscheibe2 wirken. Die Normalkräfte heben sich im Idealfall auf, wegen der Reibung des Schwimmsattels in seiner Führung entsteht aber üblicherweise eine resultierende Normal- bzw. Querkraft, die hier mit FQ bezeichnet ist. Die in Umfangsrichtung wirkenden Reib- bzw. Bremskräfte sind mit FR bezeichnet (für Vorwärts- und Rückwartsrichtung). Bei schräg abgefahrenen Bremsbelägen9 ent steht außerdem ein Kippmoment MK um eine Längsachse des Bremsbelags9 . Darüber hinaus entsteht wegen des axialen Versatzes zwischen der Bremskraft FR und der Befestigung der Bremseneinheit25 am Achsschenkel7 ein Moment MH um die Hochachse. - Sämtliche Kräfte F und Momente M werden von der Stabanordnung
4 und der senkrecht dazu angeordneten zweiten Stabanordnung13 (siehe2 ) aufgenommen und in den Achsschenkel7 geleitet. Die erste Stabanordnung4 ist hier so ausgelegt, dass sie Kräfte und Momente aufnimmt, die etwa parallel zur Reibfläche11 der Bremsscheibe2 wirken. Die zweite Stabanordnung13 ist dagegen so ausgelegt, dass sie Kräfte und Momente aufnimmt, die senkrecht auf die Reibfläche11 der Bremsscheibe2 wirken. - Die Stabanordnung
4 von1 umfasst im dargestellten Ausführungsbeispiel zwei Druck- bzw. Zugstäbe6a ,6b und zwei quer dazu verlaufende Stützstäbe5a ,5b , die auf beiden Seiten eines Vorsprungs8 des Achsschenkels7 symmetrisch angeordnet sind. Die Zug- bzw. Druckstäbe6a ,6b erstrecken sich dabei tangential bezüglich einer Bewegungsrichtung A, und die Stützstäbe5a ,5b in radialer Richtung der Bremsscheibe2 . Die Stabanordnung4 hat somit einen Momentanpol12 , der auf oder in der Nähe eines Radmittelpunkts liegt. (Die Stützstäbe5a ,5b könnten alternativ z.B. auch parallel angeordnet sein). - Die Druck- bzw. Zugstäbe
6a ,6b sind an ihren Enden jeweils mit dem Vorsprung8 und dem zugehörigen Stützstab5a ,5b gelenkig verbunden. Die einzelnen Gelenke sind mit dem Bezugszeichen17 bezeichnet. Die Stützstäbe5a ,5b sind an der Bremseneinheit25 bzw. dem Trägerelement3 und am Achsschenkel7 gelenkig befestigt. Dadurch entsteht eine sehr steife Konstruktion, die lediglich eine minimale Bewegung der Bremseneinheit25 von wenigen zehntel Millimetern bei mehreren tausend Nm Belastung zulässt. - Bei einem Bremsvorgang wird eine der Stangen (z.B.
6a ) gestaucht und die andere der Stangen (z.B.6b ) gelängt. Dies kann z.B. mittels Dehnungsmessstreifen (DMS) oder einer Sensorik zur Positions- oder Winkelmessung gemessen werden. Geeignete Messverfahren sind aus dem Stand der Technik hinreichend bekannt. Die Stabanordnung4 ermöglicht somit eine besonders einfache, kostengünstige und genaue Bremsmomentenmessung. -
2 zeigt eine Seitenansicht der Scheibenbremse von1 in Richtung der Pfeile II-II. In dieser Ansicht ist insbesondere die zweite Stabanordnung13 gut zu erkennen, die vor allem in Normalrichtung wirkende Kräfte und Momente aufnimmt. Diese zweite Stabanordnung13 umfasst im vorliegenden Ausführungsbeispiel vier Stäbe10 (von denen hier nur die beiden Vorderen10a ,10b zu sehen sind), die ebenfalls zwischen dem Trägerelement3 und dem Widerlager7 angeordnet und mit den genannten Elementen gelenkig verbunden sind. Die einzelnen Stäbe erstrecken sich dabei im Wesentlichen in Normalrichtung. -
3 zeigt eine spezielle Ausführungsform der Stabanordnung4 von1 , in der die Stabanordnung4 in Form einer Platte (Sensorplatte16 ) gebildet ist, aus der die beiden Druck- bzw. Zugstäbe6a ,6b und die beiden Stützstäbe5a ,5b heraus gearbeitet sind. Die Sensorplatte16 umfasst zwei Abschnitte18 ,19 , die relativ zueinander in Richtung des Pfeils C beweglich sind. Der in der Fig. oben dargestellte Abschnitt18 wird im montierten Zustand mit dem Trägerelement3 , und der in der Fig. unten dargestellte Abschnitt19 mit dem Achsschenkel7 verbunden, z.B. verschraubt. Hierzu sind entsprechende Bohrungen20a ,20b und21a ,21b vorgesehen. Zur Aufnahme der Stäbe10a -10d der zweiten Stabanordnung14 sind entsprechende Bohrungen22a -22d im ersten Abschnitt18 vorgesehen. - Um eine zu starke Beanspruchung der Zug- bzw. Druckstäbe
6a ,6b zu verhindern, ist in der Sensorplatte16 ein Überlastanschlag23 vorgesehen. Dieser besteht aus einem Vorsprung des zweiten Abschnitts19 , der in eine entsprechende Ausnehmung des ersten Abschnitts18 hinein ragt. - An den beiden Druck- bzw. Zugstäben
6a ,6b ist jeweils ein Dehnungsmessstreifen15a ,15b zur Messung der Bremskraft bzw. des Bremsmoments befestigt. Das Messsignal der DMS15a ,15b wird vorzugsweise per Funk an ein im Fahrzeug befindliches Steuergerät übertragen, das die Signale auswertet. - Die Sensorplatte
16 umfasst ferner einen Beschleunigungssensor14 , der hier im Abschnitt19 angeordnet ist. Der Beschleunigungssensor14 dient dazu, Störanteile im Messsignal der Dehnungsmessstreifen15a ,15b zu kompensieren, die beispielsweise durch Straßenunebenheiten erzeugt werden. -
4 zeigt eine Seitenansicht der zweiten Stabanordnung13 mit vier Stützstäben10a -10d vorgesehen. Die Stützstäbe sind an ihren Enden jeweils mit einer Sensorplatte16 aus3 verbunden. Bei einem Bremsvorgang kann sich die Stabanordnung13 geringfügig verwinden, wie durch gestrichelte Linien dargestellt ist.
Claims (11)
- Bremsvorrichtung, insbesondere für Kraftfahrzeuge, umfassend – eine Bremseneinheit (
25 ) mit einem Reibglied (9 ), das mittels eines Aktuators gegen ein abzubremsendes Element (2 ) gedrückt bzw. davon gelöst werden kann, und – ein Widerlager (7 ), an dem die Bremseneinheit (25 ) gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Bremseneinheit (25 ) und Widerlager (7 ) eine Stabanordnung (4 ), die wenigstens einen Druck- oder Zugstab (6a ,6b ) umfasst, der bei Belastung gestreckt oder gestaucht wird, und eine Sensorik (15a ,15b ) vorgesehen sind, die das Bremsmoment (FR) oder eine dazu proportionale Größe auf Grundlage einer Verformung des Druck- oder Zugstabs (6a ,6b ) misst. - Bremsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Zug- oder Druckstab (
6a ,6b ) in einer Bewegungsrichtung (A) des abzubremsenden Elements (2 ) angeordnet ist. - Bremsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stabanordnung (
4 ) wenigstens einen Zug- oder Druckstab (6a ,6b ), der in Bewegungsrichtung (A) des abzubremsenden Elements (2 ) angeordnet ist, und wenigstens einen quer dazu verlaufenden Stützstab (5a ,5b ) umfasst, der mit dem Zug- oder Druckstab (6a ,6b ) gelenkig verbunden ist. - Bremsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stabanordnung (
4 ) einen Druck- und einen Zugstab (6a ,6b ) umfasst, die bezüglich einer Mittelachse der Bremseneinheit (25 ) symmetrisch angeordnet sind. - Bremsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Druck- oder Zugstab (
6a ,6b ) in einer zur Reibfläche (11 ) des abzubremsenden Elements (2 ) parallelen Ebene angeordnet ist. - Bremsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Widerlager (
7 ) in einer zur Reibfläche (11 ) parallelen Schnittebene betrachtet einen Vorsprung (8 ) in Richtung der Bremseneinheit (1 ,3 ) aufweist, an dem wenigsten ein Druck- oder Zugstab (6a ,6b ) befestigt ist. - Bremsvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der quer verlaufende Stab (
5a ,5b ) im Falle einer Scheibenbremse in radialer Richtung der Bremsscheibe (2 ) angeordnet ist. - Bremsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Bremseneinheit (
1 ,3 ) und dem Widerlager (7 ) eine zweite Stabanordnung (13 ) vorgesehen ist, die dazu ausgelegt ist, in Normalrichtung der Bremsscheibe (2 ) wirkende Kräfte (FQ) aufzunehmen. - Bremsvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Stabanordnung (
13 ) mehrere Stäbe (10a ,10b ) umfasst, die im Wesentlichen in der Normalrichtung der Reibfläche (11 ) verlaufen. - Bremsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bremsvorrichtung einen am Rad angeordneten Beschleunigungssensor (
14 ) umfasst, der zur Kompensation von Signal störungen bei der Messung des Bremsmoments aufgrund externer Einflüsse genutzt wird. - Bremsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stabanordnung (
4 ) in Form einer Platte (16 ) gebildet ist, die zwei relativ zueinander bewegliche Abschnitte (16a ,16b ) umfasst, die über wenigstens einen Druck- oder Zugstab (6a ,6b ) miteinander verbunden sind, wobei der eine Abschnitt (16a ) mit der Bremseneinheit (25 ) und der andere Abschnitt (16b ) mit dem Widerlager (7 ) verbindbar ist.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: CONTINENTAL AUTOMOTIVE GMBH, 30165 HANNOVER, DE |
|
| R018 | Grant decision by examination section/examining division | ||
| R020 | Patent grant now final | ||
| R119 | Application deemed withdrawn, or ip right lapsed, due to non-payment of renewal fee |