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DE102006000927A1 - Hochstrom-Koaxialverbindung, insbesondere zum Anschließen einer stromtragenden Koaxialleitung an eine Gradientenspule eines Magnetresonanzgeräts, sowie Gradientenspule mit angeschlossener Hochstrom-Koaxialleitung - Google Patents

Hochstrom-Koaxialverbindung, insbesondere zum Anschließen einer stromtragenden Koaxialleitung an eine Gradientenspule eines Magnetresonanzgeräts, sowie Gradientenspule mit angeschlossener Hochstrom-Koaxialleitung Download PDF

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DE102006000927A1
DE102006000927A1 DE200610000927 DE102006000927A DE102006000927A1 DE 102006000927 A1 DE102006000927 A1 DE 102006000927A1 DE 200610000927 DE200610000927 DE 200610000927 DE 102006000927 A DE102006000927 A DE 102006000927A DE 102006000927 A1 DE102006000927 A1 DE 102006000927A1
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Germany
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contact
mating
current
current coaxial
gradient coil
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Withdrawn
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DE200610000927
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English (en)
Inventor
Johann Schuster
Stefan Stocker
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
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Publication date
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Abstract

Hochstrom-Koaxialverbindung, insbesondere zum Anschließen einer stromtragenden Koaxialleitung an eine Gradientenspule eines Magnetresonanzgeräts, bestehend aus einem Stecker (4) und einem mit diesem lösbar verbindbaren Gegenstecker (5), wobei der Stecker (4) einen mittigen, axial in einer Richtung gegen eine Rückstellkraft verschiebbar in einer Isolierbuchse (14) aufgenommenen Kontaktbolzen (7) aufweist, welche Isolierbuchse (14) in einer Kontaktbuchse (16) aufgenommen ist, die von einer der Verbindung mit dem Gegenstecker (5) dienenden Überwurfhalterung (20) übergriffen ist, während der Gegenstecker (5) einen mittigen Gegenkontaktbolzen (26) aufweist, der in einer Isolierbuchse (28) gehaltert ist, die wiederum in einer Gegenkontaktbuchse (29), die zur Verbindung des Steckers (4) mit dem Gegenstecker (5) mit der Überwurfhalterung (20) zusammenwirkt, aufgenommen ist, wobei beim Verbinden des Steckers (4) mit dem Gegenstecker (5) die Kontaktbuchse (16) und die Isolierbuchse (14) relativ zum am Gegenkontaktbolzen (26) anliegenden Kontaktbolzen (7) unter Aufbau der Rückstellkraft bewegt und die Kontaktbuchse (16) in Anlage an die Gegenkontaktbuchse (29) gebracht wird.

Description

  • Hochstrom-Koaxialverbindung, insbesondere zum Anschließen einer stromtragenden Koaxialleitung an eine Gradientenspule eines Magnetresonanzgeräts, sowie Gradientenspule mit ange schlossener Hochstrom-Koaxialleitung
  • Die Erfindung betrifft eine Hochstrom-Koaxialverbindung, insbesondere zum Anschließen einer stromtragenden Koaxialleitung an eine Gradientenspule eines Magnetresonanzgeräts.
  • Magnetresonanzgeräte werden seit langer Zeit in der Medizin und in der Biophysik zur Gewinnung von Bildern aus dem Körperinneren eines Untersuchungsobjekts verwendet. Die Magnetresonanztomographie basiert auf dem physikalischen Phänomen der Kernspinresonanz. Das Untersuchungsobjekt wird einem starken, konstanten Magnetfeld ausgesetzt, worauf sich die in dem Untersuchungsobjekt vorher regellos orientierten Kernspins der Atome im Magnetfeld ausrichten und über Hochfrequenzwellen Schwingungen angeregt werden, welche Schwingungen das eigentliche Messsignal (HF-Antwortsignal) für die Bildgebung darstellen. Das Messsignal wird mit geeigneten Empfangsspulen aufgenommen.
  • Voraussetzung für die Bildgebung ist eine genaue Information über den jeweiligen Entstehungsort eines Messsignals bezogen auf das Untersuchungsobjekt. Diese Information wird auch Ortsinformation oder Ortscodierung genannt. Hierzu bedient man sich magnetischer Gradientenfelder, die entlang der drei Raumrichtungen mittels einzelner Spulen erzeugt werden, gewonnen. Die einzelnen Spulen sind einer üblicherweise zylindrischen Gradientenspule zusammengefasst. Mit dem Begriff „Gradientenspule" wird ein Einzelspulensystem bezeichnet, das mehrere den drei Raumrichtungen zugeordnete Einzelspulen umfasst, die in einer geeigneten Vergussmasse aufgenommen und fixiert sind.
  • Zum Erzeugen der Gradientenfelder wird ein hoher Strom über die Gradientenspulen geführt, wobei der Strom mehrere 100A beträgt. Aus US 5,394,086 ist es bekannt, den Strom über eine Hochstrom-Koaxialleitung zuzuführen. Diese besteht aus wenigstens einem Hinleiter, der üblicherweise in der Leitermitte geführt wird, sowie wenigstens einem Rückleiter, der beispielsweise konzentrisch und isoliert um den Hinleiter angeordnet ist. Der zugeführte Strom und der rückgeführte Strom fließen also parallel zueinander, jedoch in entgegengesetzte Richtungen, so dass hieraus keine störenden magnetischen Felder resultieren, die sich nachteilig auf den Betrieb der Magnetresonanzanlage auswirken könnten.
  • Zum Anschließen der beiden Leitungen der Hochstrom-Koaxialleitung werden die Einzelleitungen an der Gradientenspule auf gesplittet und an entsprechenden Kontakten, die spulenseitig vorgesehen sind, festgeschraubt. Hier wird also die koaxiale Lagebeziehung der Einzelleitungen aufgehoben. Dies ist jedoch dahingehend von Nachteil, als es hier zu Interaktionen zwischen den anliegenden und erzeugten Magnetfeldern kommt. Es werden Kräfte (in der Regel Lorentz-Kräfte) auf die aufgesplitteten Einzelleitungen ausgeübt, aufgrund der Wechselfelder kommt es zu Vibrationen in dem Kontaktbereich, was insgesamt nachteilig ist, und es insbesondere, nachdem die Einzelleitungen in diesem Bereich frei beweglich sind, häufig zu Bildstörungen, sogenannten Spikes, kommt.
  • Der Erfindung liegt damit die Aufgabe zugrunde, eine Möglichkeit zum verbesserten Anschließen einer Hochstrom-Koaxialleitung an einen Drittgegenstand, insbesondere eine Gradientenspule anzugeben.
  • Zur Lösung dieses Problems ist eine Hochstrom-Koaxialverbindung vorgesehen, bestehend aus einem Stecker und einem mit diesem lösbar verbindbaren Gegenstecker, wobei der Stecker einen mittigen, axial in einer Richtung gegen eine Rückstellkraft verschiebbar in einer Isolierbuchse aufgenom menen Kontaktbolzen aufweist, welche Isolierbuchse in einer Kontaktbuchse aufgenommen ist, die von einer der Verbindung mit dem Gegenstecker dienenden Überwurfhalterung übergriffen ist, während der Gegenstecker einen mittigen Gegenkontaktbolzen aufweist, der in einer Isolierbuchse gehaltert ist, die wiederum in einer Gegenkontaktbuchse, die zur Verbindung des Steckers mit dem Gegenstecker mit der Überwurfhalterung zusammenwirkt, aufgenommen ist, wobei beim Verbinden des Steckers mit dem Gegenstecker die Kontaktbuchse und die Isolierbuchse relativ zum am Gegenkontaktbolzen anliegenden Kontaktbolzen unter Aufbau der Rückstellkraft bewegt und die Kontaktbuchse in Anlage an die Gegenkontaktbuchse gebracht wird.
  • Erfindungsgemäß wird eine Koaxialverbindung vorgeschlagen, die zum Führen hoher Ströme im Bereich von 500A–600A oder mehr ausgelegt und entsprechend dimensioniert ist bzw. werden kann. Sie umfasst einen Stecker und einen Gegenstecker, die miteinander verbunden werden können, wozu eine Überwurfhalterung, die am Stecker angeordnet ist, vorgesehen ist, die wiederum mit entsprechenden Haltemitteln am Gegenstecker, die an der Gegenkontaktbuchse vorgesehen sind, zusammenwirken. Die Überwurfhalterung kann bevorzugt als Überwurfmutter ausgeführt sein, am Gegenkontaktstecker ist ein Außengewinde vorgesehen, auf das die Überwurfmutter aufgeschraubt wird, worüber eine extrem feste, kraftschlüssige Kontaktierung der Bolzen- und Hülsenkontakte erreicht werden kann. Während die Hülsenkontakte über die Überwurfhalterung fest gegeneinander gepresst werden, sind spezielle Vorkehrungen getroffen, um auch eine extrem feste, form- und kraftschlüssige Kontaktierung der jeweiligen Bolzen des Steckers und des Gegensteckers zu realisieren. Hierzu ist erfindungsgemäß der Kontaktbolzen am Stecker axial beweglich und gegen eine Rückstellkraft verschiebbar. Der Kontaktstecker legt sich an den Gegenstecker an, die anschließende feste Verbindung über die Überwurfhalterung bewirkt, dass zum einen die Buchsenkontakte aufeinander zu bewegt und geschlossen werden, und gleichzeitig die Kontaktbuchse und die Isolierbuchse relativ zu den an Gegen kontaktbolzen anliegenden Kontaktbolzen axial bewegt werden, wodurch die Rückstellkraft aufgebaut wird. Der Kontaktbolzen wird also über diese sich aufbauende Rückstellkraft gegen den Gegenkontaktbolzen gepresst, so dass auch hier eine extrem kräftige, kraft- und formschlüssige Kontaktierung erreicht ist, wenn die Koaxialverbindung komplett zusammengesteckt ist.
  • Insbesondere bezogen auf den Anwendungsfall des Anschlusses einer Koaxialleitung an eine Gradientenspule ergeben sich eine Reihe von Vorteilen. Denn es erfolgt, anders als bisher, kein Aufsplitten in zwei Einzelleitungen, vielmehr ist der Koaxialstecker direkt bis an den an der Spule angeordneten Gegenstecker geführt. Der Gradientenstrom fließt also auch in diesem Verbindungsbereich koaxial. Etwaige aus den herrschenden Magnetfeldern resultierende Kräfte werden nicht erzeugt bzw. wirken nicht auf die Verbindung ein, es kommt zu keinen Vibrationen, die Spike-Gefahr wird minimiert, nachdem es keine frei beweglichen Teile gibt. Im Übrigen ist die Montage auch wesentlich einfacher, nachdem lediglich die beiden Steckerteile zu verbinden sind.
  • Am Kontaktbolzen selbst ist zweckmäßigerweise ein Gegenlager für ein zur Isolierbuchse hin gelagertes, die Rückstellkraft erzeugendes Federelement oder Federelementpaket vorgesehen. Als Gegenlager kann beispielsweise eine ringförmige Aufweitung des Kontaktbolzens dienen. Vorteilhaft ist es jedoch, als Gegenlager eine auf den Kontaktbolzen aufgeschraubte Buchse zu verwenden. Über diese Buchse, die auf ein Außengewinde des Bolzens aufgeschraubt wird, kann die Vorspannung des Federelements oder des Pakets eingestellt werden, je nachdem, wie weit die Mutter aufgeschraubt wird. Als Federelement kommt zweckmäßigerweise eine Tellerfeder zum Einsatz, ein Federelementpaket kann aus mehreren hintereinander angeordneten Tellerfedern gebildet sein.
  • Um die hohen Druckkräfte des Federelements oder des Federelementpakets an der Isolierbuchse sicher und ohne Deformation der Isolierbuchse aufnehmen zu können, ist das Federelement oder das Federelementpaket zweckmäßigerweise auf einer an der Isolierbuchse anliegenden Lagerscheibe, also einem einfachen Metallring, aufgelagert.
  • Die erfindungsgemäße Hochstrom-Koaxialverbindung sollte weiterhin derart ausgelegt sein, dass bei gegebener Anlage des Kontaktbolzens am Gegenkontaktbolzen vor dem Verbinden der Überwurfhalterung mit der Gegenkontaktbuchse ein Spalt zwischen der Kontaktbuchse und der Gegenkontaktbuchse von 0,4–1,2 mm, insbesondere von 0,5–08 mm gegeben ist, der beim Verbinden der Überwurfhalterung mit der Gegenkontaktbuchse geschlossen wird. Das heißt, unmittelbar mit dem Zusammenfügen der beiden Steckerteile liegt der Kontaktbolzen am Gegenkontaktbolzen an, die beiden Kontaktbuchsen sind jedoch noch voneinander um den Spalt entfernt. Mit dem Verbinden der Überwurfhalterung mit der Gegenkontaktbuchse, also beispielsweise mit dem Aufschrauben der Überwurfmutter auf das Außengewinde der Gegenkontaktbuchse, wird der Spalt geschlossen, nachdem die Überwurfhalterung axial zur Gegenkontaktbuchse bewegt, also beispielsweise auf diese aufgeschraubt wird und dabei die Kontaktbuchse samt Isolierbuchse mitnimmt. Die Isolierbuchse wird dabei relativ zum Kontaktbolzen bewegt, dieser gleitet axial in der Isolierbuchse bzw. die Isolierbuchse gleitet axial längs des Kontaktbolzen, wobei das Federelement weiter gespannt wird. Die Aufschraubbewegung der Überwurfhalterung geht solange, bis auch die beiden Kontaktbuchsen kraftschlüssig aneinander liegen.
  • Um eine Kontrollmöglichkeit zu haben, dass die beiden Kontaktbuchsen auch sicher aneinander liegen, ist zweckmäßigerweise an der Überwurfhalterung wenigstens eine seitliche Sichtdurchbrechung zum Kontaktbereich der Kontaktbuchse mit der Gegenkontaktbuchse vorgesehen, beispielsweise in Form ei nes axial oder schräg zur Längsachse verlaufenden Sichtschlitzes oder dergleichen.
  • Im Hinblick auf die hohen zu übertragenden Ströme sind sämtliche stromtragenden Elemente hinreichend stark dimensioniert und ausgelegt. Der Durchmesser des Kontaktbolzens und des Gegenkontaktbolzens sollte im Bereich zwischen 5–15 mm liegen, die Wandstärke der Kontakt- und der Gegenkontaktbuchse sollte zwischen 3 und 8 mm betragen, wobei der Innendurchmesser der jeweiligen Buchse und die Stärke der jeweiligen Isolierbuchse so gewählt ist, dass ein hinreichender Isolationsabstand zum jeweiligen Kontaktbolzen gegeben ist. Die der Gegenlagerung dienende Hülse wie auch die Überwurfhalterung kann beispielsweise aus Edelstahl gefertigt sein, da sie nicht für die Stromführung verantwortlich sind.
  • Neben der Hochstrom-Koaxialverbindung betrifft die Erfindung ferner eine Gradientenspule mit angeschlossener Hochstrom-Koaxialleitung als Teil eines Magnetresonanzgeräts, wobei sich diese Anordnung dadurch auszeichnet, dass die Koaxialleitung über eine Hochstrom-Koaxialverbindung der vorbeschriebenen Art angeschlossen ist.
  • Der Stecker ist hierbei mit der Hochstrom-Koaxialleitung verbunden, während der Gegenstecker an der Gradientenspule angeordnet ist. Dieser ist dort mit besonderem Vorteil fest eingegossen oder einlaminiert, mithin also quasi unlösbar mit der Gradientenspule verbunden. Vor dem Eingießen oder Einlaminieren ist der Gegenstecker selbstverständlich mit den entsprechenden Gradientenspulen kontaktiert worden. Das kraft- und formschlüssige Eingießen oder Einlaminieren des Gegensteckers stellt sicher, dass es im Anschlussbereich zu keinerlei Bewegungen oder Lockerungen der Verbindung kommt und damit über die gesamte Betriebszeit eine sichere, störunanfällige Stromverbindung realisiert ist.
  • Der Hinleiter der Hochstrom-Koaxialleitung, üblicherweise der mittig verlaufende Leiter, ist zweckmäßigerweise mit dem Kontaktbolzen und der Rückleiter, üblicherweise der radial umgreifende Leiter, ist mit der Kontaktbuchse durch eine Schweiß-, insbesondere eine Laserschweißverbindung, eine Lötverbindung oder eine Quetschverbindung verbunden. Die verwendete Hochstrom-Koaxialleitung selbst ist vorteilhaft zum Führen eines Stroms von wenigstens 500A, insbesondere von wenigstens 600A ausgelegt.
  • Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus dem im Folgenden beschriebenen Ausführungsbeispiel sowie anhand der Zeichnung. Dabei zeigen
  • 1 eine erfindungsgemäße Hochstrom-Koaxialverbindung, eingesetzt zum Kontaktieren einer Hochstrom-Koaxialleitung mit einer Gradientenspule, im noch geöffneten Zustand, und
  • 2 die Hochstrom-Koaxialverbindung aus 1 im geschlossenen Zustand.
  • 1 zeigt eine Hochstrom-Koaxialverbindung 1, die zum erfindungsgemäßen Verbinden einer Hochstrom-Koaxialleitung 2 mit einer Gradientenspule 3 bzw. einer oder mehrerer dort eingegossener, nicht näher gezeigter Einzelspulen dient. Die erfindungsgemäße Hochstrom-Koaxialverbindung 1 besteht aus einem Stecker 4 und einem Gegenstecker 5. Der Stecker 4 ist mit der Koaxialleitung 2 verbunden, während der Gegenstecker 5 in die Vergussmasse 6 der Gradientenspule 3 eingegossen ist, nachdem er natürlich zuvor mit der entsprechenden zugeordneten Einzelspule kontaktiert wurde, was nicht näher dargestellt ist.
  • Der Stecker 4 ist als rotationssymmetrisches Bauteil ausgebildet und weist einen mittig angeordneten Kontaktbolzen 7 auf, der eine ebene Kontaktfläche 8 besitzt, mit der er an einer entsprechenden Kontaktfläche am gegenüberliegenden Gegenkontaktbolzen des Gegensteckers 5 anliegt, worauf Nachfolgend noch eingegangen wird. Am vorderen Ende ist der Kontaktbolzen mit einem Außengewinde 9 versehen, auf das im gezeigten Beispiel eine Hülse 10 aufgeschraubt ist, die als Gegenlager für ein Federelement 11, hier eine Tellerfeder 12 dient. Anstelle einer einzelnen Tellerfeder 12 könnte auch ein Tellerfederpaket bestehend aus mehreren hintereinander geschalteten Tellerfedern verwendet werden. Die Federkraft würde dann entsprechend erhöht.
  • Die in 1 gezeigte Tellerfeder 12 stützt sich an einer Lagerscheibe 13 ab, die ihrerseits an einer Isolierbuchse 14 aufliegt. Die Isolierbuchse nimmt den Kontaktbolzen 7 auf, er ist in ihr axial beweglich aufgenommen. Die Isolierbuchse weist an ihrem vorderen Ende einen ringförmigen Ansatz 15 auf, auf dem die Lagerscheibe 13 aufliegt. Der Ansatz 15 ist randseitig begrenzt, der Durchmesser ist so bemessen, dass die Lagerscheibe 13 mit nur geringem Spiel aufgenommen wird.
  • Weiterhin ist eine Kontaktbuchse 16 vorgesehen, die einen zylindrischen Bereich 17 aufweist, in den der zylindrische Bereich 18 der Isolierbuchse 14 eingreift. Auch hier ist eine ringförmige Schulter 19 vorgesehen, die in einen zylindrischen Abschnitt 33 übergeht. Auf der Schulter 19 wiederum liegt der ringförmige Ansatz 15 der Isolierbuchse 14 auf, kann also über diese Verbindung axial bewegt werden.
  • Vorgesehen ist ferner eine Überwurfhalterung 20 in Form einer Überwurfmutter 21, die mit einem Innengewinde versehen ist und einen endseitigen Flansch 22 aufweist, der die ringförmige Schulter 19 der Kontaktbuchse 16 hintergreift.
  • Ersichtlich ist der mittige, axial verlaufende Hinleiter 23 der Koaxialleitung 2 über eine entsprechende Schweiß-, Löt- oder Quetschverbindung mit dem Kontaktbolzen 7 verbunden. Der über eine Isolierung 24 beabstandete umlaufende Rückleiter 25 ist über eine entsprechende Schweiß-, Löt- oder Quetschverbindung mit der Kontaktbuchse 16 verbunden. Nicht näher dargestellt ist die äußere Isolationsschicht der Koaxialleitung 2.
  • Der Gegenstecker 5 weist ebenfalls einen Gegenkontaktbolzen 26 auf, der eine vordere Kontaktfläche 27 aufweist, die wie die Kontaktfläche 8 ebenflächig ist, so dass beide Kontaktflächen 8, 27 formschlüssig aneinander liegen. Der Gegenkontaktbolzen ist in einer Isolierbuchse 28 aufgenommen, die wiederum in einer Gegenkontaktbuchse 29 angeordnet ist. Ersichtlich ist der Gegenstecker 5 wie ausgeführt in die Vergussmasse 6 der Gradientenspule 3 eingegossen, mithin also lagefest fixiert.
  • 1 zeigt die Koaxialverbindung 1 im nicht geschlossenen Zustand. Zwar liegen die beiden Kontaktflächen 8 und 27 aneinander, das heißt, der Kontaktbolzen und der Gegenkontaktbolzen 26 berühren einander. Jedoch ist die Kontaktbuchse 16 nicht mit der Gegenkontaktbuchse 29 verbunden, die beiden Kontaktflächen 30, 31 sind über einen Spalt 32 voneinander getrennt. Die Spaltbreite beträgt ca. 0,5–08 mm. In 1 wurde beispielsweise die Überwurfmutter 21 bereits etwas auf das Außengewinde an der Gegenlagerbuchse 29 aufgeschraubt, jedoch noch nicht soweit, dass eine Bewegung der Kontaktbuchse 16 samt Isolierhülse 14 axial zum Gegenstecker 5 erfolgt ist. Lediglich aneinander liegen der Kontaktbolzen 7 und der Gegenkontaktbolzen 26.
  • Zum Herstellen einer stromtragenden Kontaktierung wird nun die Überwurfmutter 21 weiter auf die Gegenkontaktbuchse 29 aufgeschraubt. Sie wird also zur Gradientenspule 3 hin axial bewegt. Infolge des Übergriffs des Flansches 22 über die ringförmige Schulter 19 der Kontaktbuchse 16 wird diese mitgenommen, sie nimmt ihrerseits die Isolierhülse 14 mit, die wiederum die Lagerscheibe axial mitnimmt. Die Tellerfeder 12 ist mit ihrem inneren Ende an der Buchse 10 gegengelagert, die lagefest auf den Kontaktbolzen 7 aufgeschraubt ist, der seinerseits lagefest am Gegenkontaktbolzen 26 anliegt. Hier erfolgt also keine Bewegung, es werden lediglich die den Kontaktbolzen umgebenden Teile über die Aufschraubbewegung relativ zum Kontaktbolzen 7 axial verschoben. Infolge der Bewegung der Lagerscheibe 13 zum Gegenstecker 5 hin wird zwangsläufig die Tellerfeder 12 komprimiert, siehe 2. Die Aufschraubbewegung und damit auch die Federkomprimierung erfolgt solange, bis die beiden Kontaktflächen 30, 31 der Kontaktbuchse 16 und der Gegenkontaktbuchse 29 kraft- und formschlüssig aneinander liegen. Diese stromtragende Verbindung wird über die aufschraubbedingt erzeugte Kraft zwischen der Überwurfmutter 21 und der Gegenlagerbuchse 29 erzeugt. Gleichermaßen sind der Kontaktbolzen 7 und der Gegenkontaktbolzen 26 kraft- und formschlüssig miteinander kontaktiert, wobei der Kraftschluss und die feste Verbindung über die gespannte Tellerfeder 12 erwirkt wird.
  • Nicht näher dargestellt, jedoch zweckmäßigerweise vorgesehen, ist eine Sichtdurchbrechung in der Überwurfmutter 21. Diese liegt so, dass sie in jedem Fall einen Blick auf die zu kontaktierenden Stirnflächen der Kontaktbuchse 16 und der Gegenkontaktbuchse 29 ermöglicht. Hierüber kann optisch überprüft werden, ob beide Kontaktflächen 30, 31 fest aneinander liegen, wenn die Überwurfmutter 21 aufgeschraubt ist.
  • An dieser Stelle ist darauf hinzuweisen, dass es mit der erfindungsgemäßen Hochstrom-Koaxialverbindung nicht nur möglich ist, eine Kontaktierung einer Koaxialleitung mit einer Gradientenspule sicherzustellen, wobei in diesem Fall der Gegenstecker lagefest eingegossen ist. Vielmehr wäre es auch denkbar, den Gegenstecker mit einer weiterführenden Koaxialleitung zu verbinden. Selbstverständlich ist die Koaxialverbindung in einem entsprechenden Isolationsgehäuse aufzunehmen, um die freiliegenden, stromführenden Teile zu kapseln.

Claims (14)

  1. Hochstrom-Koaxialverbindung, insbesondere zum Anschließen einer stromtragenden Koaxialleitung an eine Gradientenspule eines Magnetresonanzgeräts, bestehend aus einem Stecker (4) und einem mit diesem lösbar verbindbaren Gegenstecker (5), wobei der Stecker (4) einen mittigen, axial in einer Richtung gegen eine Rückstellkraft verschiebbar in einer Isolierbuchse (14) aufgenommenen Kontaktbolzen (7) aufweist, welche Isolierbuchse (14) in einer Kontaktbuchse (16) aufgenommen ist, die von einer der Verbindung mit dem Gegenstecker (5) dienenden Überwurfhalterung (20) übergriffen ist, während der Gegenstecker (5) einen mittigen Gegenkontaktbolzen (26) aufweist, der in einer Isolierbuchse (28) gehaltert ist, die wiederum in einer Gegenkontaktbuchse (29), die zur Verbindung des Steckers (4) mit dem Gegenstecker (5) mit der Überwurfhalterung (20) zusammenwirkt, aufgenommen ist, wobei beim Verbinden des Steckers (4) mit dem Gegenstecker (5) die Kontaktbuchse (16) und die Isolierbuchse (14) relativ zum am Gegenkontaktbolzen (26) anliegenden Kontaktbolzen (7) unter Aufbau der Rückstellkraft bewegt und die Kontaktbuchse (16) in Anlage an die Gegenkontaktbuchse (29) gebracht wird.
  2. Hochstrom-Koaxialverbindung nach Anspruch 1, da– durch gekennzeichnet, dass am Kontaktbolzen (7) ein Gegenlager für ein zur Isolierbuchse (14) hin gegengelagertes, die Rückstellkraft erzeugendes Federelement (11) oder Federelementpaket vorgesehen ist.
  3. Hochstrom-Koaxialverbindung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Gegenlager von einer auf den Kontaktbolzen (7) aufschraubbaren Buchse (10) gebildet ist.
  4. Hochstrom-Koaxialverbindung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (11) eine Tellerfeder (11) ist oder das Feder elementpaket aus mehreren hintereinander angeordneten Tellerfedern besteht.
  5. Hochstrom-Koaxialverbindung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (11) oder das Federelementpaket auf einer an der Isolierbuchse (14) anliegenden Lagerscheibe (13) aufgelagert ist.
  6. Hochstrom-Koaxialverbindung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei gegebener Anlage des Kontaktbolzens (7) am Gegenkontaktbolzen (26) vor dem festen Verbinden der Überwurfhalterung (20) mit der Gegenkontaktbuchse (29) ein Spalt (32) zwischen der Kontaktbuchse (16) und der Gegenkontaktbuchse (29) von 0,4–1,2 mm, insbesondere von 0,5–0,8 mm gegeben ist, der beim Verbinden der Überwurfhalterung (20) mit der Gegenkontaktbuchse (29) geschlossen wird.
  7. Hochstrom-Koaxialverbindung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Überwurfhalterung (20) eine Überwurfmutter (21) mit einem Innengewinde ist und die Gegenkontaktbuchse (29) ein Außengewinde aufweist.
  8. Hochstrom-Koaxialverbindung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Überwurfhalterung (20) wenigstens eine seitliche Sichtdurchbrechung zum Kontaktbereich der Kontaktbuchse (16) mit der Gegenkontaktbuchse (29) vorgesehen ist.
  9. Hochstrom-Koaxialverbindung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kontakt- und der Gegenkontaktbolzen (7, 26) sowie die Kontakt- und die Gegenkontaktbuchse (16, 29) aus Kupfer sind.
  10. Gradientenspule mit angeschlossener Hochstrom-Koaxialleitung als Teil eines Magnetresonanzgeräts, dadurch gekennzeichnet, dass die Koaxialleitung (2) über eine Hochstrom-Koaxialverbindung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9 angeschlossen ist.
  11. Gradientenspule mit angeschlossener Hochstrom-Koaxialleitung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Stecker (4) mit der Hochstrom-Koaxialleitung (2) verbunden ist, während der Gegenstecker (5) an der Gradientenspule (3) angeordnet ist.
  12. Gradientenspule mit angeschlossener Hochstrom-Koaxialleitung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Gegenstecker (5) an der Gradientenspule (3) eingegossen oder einlaminiert ist.
  13. Gradientenspule mit angeschlossener Hochstrom-Koaxialleitung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Hinleiter (23) der Hochstrom-Koaxialleitung (2) mit dem Kontaktbolzen (7) und der Rückleiter (25) der Hochstrom-Koaxialleitung (2) mit der Kontaktbuchse (16) durch eine Schweiß-, insbesondere eine Laserschweißverbindung, eine Lötverbindung oder eine Quetschverbindung verbunden ist.
  14. Gradientenspule mit angeschlossener Hochstrom-Koaxialleitung nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die verwendete Hochstrom-Koaxialverbindung (1) zum Führen eines Stroms von wenigstens 500A, insbesondere von wenigstens 600A ausgelegt ist.
DE200610000927 2006-01-05 2006-01-05 Hochstrom-Koaxialverbindung, insbesondere zum Anschließen einer stromtragenden Koaxialleitung an eine Gradientenspule eines Magnetresonanzgeräts, sowie Gradientenspule mit angeschlossener Hochstrom-Koaxialleitung Withdrawn DE102006000927A1 (de)

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DE200610000927 Withdrawn DE102006000927A1 (de) 2006-01-05 2006-01-05 Hochstrom-Koaxialverbindung, insbesondere zum Anschließen einer stromtragenden Koaxialleitung an eine Gradientenspule eines Magnetresonanzgeräts, sowie Gradientenspule mit angeschlossener Hochstrom-Koaxialleitung

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