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Die
Erfindung bezieht sich auf eine Schaltung zur Jitter-Kompensation einer
Horizontal-Ablenkung mit den oberbegrifflichen Merkmalen des Patentanspruchs
1 bzw. auf ein Verfahren zur Jitter-Kompensation einer Horizontal-Ablenkung
mit den oberbegrifflichen Merkmalen des Patentanspruchs 5.
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Bei
der Horizontal-Ablenkung des Elektronenstrahls einer Bildröhre kommt
es oft zu einem Jitter, durch den die Zeilen in horizontaler Richtung
von Zeile zu Zeile leicht verschoben sind. Das zeigt sich in einem
Ausreißen
von Kanten von senkrechten Strukturen. Die Ursache dafür können unterschiedlich
sein und z. B. auf Schaltzeitänderungen
im Treiber oder im Endstufentransistor beruhen. Weitere Ursachen
können
Störungen
auf der Betriebsspannung, Störungen
auf der Masseleitung und/oder ein schlechtes Layout der Platine
mit den Schaltungsanordnungen sein.
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In
typischen Ansteuerschaltungen für
die Zeilenendstufe ist eine phasengekoppelte Regelschleife (PLL:
Phase Locked Loop) vorhanden, welche die Phasenlage eines horizontalen
Rückschlagimpulses
mit der Phasenlage eines horizontalen Synchronimpulses vergleicht,
welcher direkt oder indirekt, z. B. über eine weitere PLL, aus den
Empfangssignal kommt. Das Ausgangssignal einer solchen phasengekoppelten
Regelschleife bildet den Ansteuerimpuls für die Horizontal-Endstufe,
welcher als Drive-Impuls bezeichnet wird. Die Phasenlage des horizontalen
Drive-Impulses wird über
die PLL so nachgeregelt, dass die Phasenlage des horizontalen Rückschlagimpulses
zum Synchronimpuls immer einen vorgegebenen Wert hat.
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Da
es sich bei dieser Anordnung um eine rekursive Regelungsanordnung
handelt, kann im Fall von Störungen
frühestens
der nachfolgende Drive-Impuls in seiner Phase nachgeregelt werden. Dies
liegt daran, dass der horizontale Drive-Impuls den horizontalen
Rücklauf
startet und das Ende des horizontalen Rücklauf-Impulses den Anfang
einer neuen Zeile bildet. Für
die Zeile, in welcher die Störung
im Rücklaufimpuls
auftritt, ist eine Nachregelung somit nicht möglich, da der Drive-Impuls zu diesem
Zeitpunkt schon aktiv war. Erst der nächste Rücklaufimpuls kann sich auf
die Regelung auswirken. Entsprechend greift die Regelung immer zu
spät ein,
da sie eine rekursive Struktur hat
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Eine
solche phasengekoppelte Regelschleife besteht insbesondere aus einer
Vorrichtung zum Phasenvergleich 1, welcher der horizontale
Synchron-Impuls und der horizontale Rückschlagimpuls zum Vergleich
angelegt werden, einem Filter 2, dem ein Vergleichsignal
der Vorrichtung zum Phasenvergleich 1 angelegt wird, einem
Horizontalgenerator 3, dem das gefilterte Signal angelegt
wird und der den Horizontal-Impuls für die Zeilenendstufe 4 im
Fernsehgerät
oder Monitor bereitstellt, und der Zeilenendstufe 4 mit
einer Ausgestaltung zum Erzeugen und Rückführen des horizontalen Rücklaufimpulses.
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US 5,223,931 A beschreibt
eine Schaltungsanordnung zum synchronisierten Abtasten unter Einsatz
einer Horizontal-Frequenz. Beschrieben wird, dass die Phase eines
Horizontal-Impulses zur Ansteuerung einer Horizontal-Stufe über eine
phasengekoppelte Schleife geregelt wird. Dabei handelt es sich um
eine rekursive Schaltungsanordnung. Außerdem ist bekannt, einen derart
erzeugten Impuls an weiteren Schaltungskomponenten anzulegen, welche
einen Phasenvergleich dieses primär erzeugten horizontalen Synchron-Impulses
mit einem rückgekoppelten
horizontalen Rücklauf-Impuls
durchführt. Bereitgestellt
wird somit für
eine Zeilenendstufe ein korrigierter horizontaler Synchron-Impuls.
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US 6,943,610 B2 beschreibt
ein Taktverteilungsnetz unter Verwendung einer Rückkopplung. Eingesetzt wird
eine phasengekoppelte Regelschleife in für sich bekannter Art und Weise.
Anstelle ein einziges Taktsignal bereitzustellen, wird jedoch eine Vielzahl
von Taktsignalen bereitgestellt. Die Vielzahl der Taktsignale wird
jeweils mit einer eigenen phasengekoppelten Schleife in sich korrigiert.
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Die
Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine verbesserte Schaltung
bzw. ein verbessertes Verfahren zur Jitter-Kompensation einer Horizontal-Ablenkung
bereitzustellen, welche vorzugsweise eine Korrektur zu einem bereits
früheren
Zeitpunkt als im Fall einer einfachen phasengekoppelten Regelschleife
ermöglichen.
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Diese
Aufgabe wird durch die Schaltung zur Jitter-Kompensation einer Horizontal-Ablenkung
mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 bzw. 3 bzw. durch ein Verfahren
zur Jitter-Kompensation
einer Horizontal-Ablenkung mit den Merkmalen des Patentanspruchs
5 bzw. 6 gelöst.
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Vorteilhafte
Ausgestaltungen sind Gegenstand von abhängigen Ansprüchen.
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Bevorzugt
wird demgemäß eine Schaltung zur
Jitter-Kompensation
einer Horizontal-Ablenkung mit einer phasengekoppelten Schleife
mit einem Phasenvergleicher zum Verglei chen eines horizontalen Synchronimpulses
mit einem von einer Zeilenendstufe einer Bildröhre rückgekoppelten horizontalen
Rücklaufimpuls,
wobei eine zusätzliche
Korrekturschaltung zum Bereitstellen eines Korrektursignals abhängig von
einem Phasenvergleichsignal des horizontalen Synchronimpulses mit
dem rückgekoppelten
horizontalen Rücklaufimpuls
ausgebildet ist.
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Vorgesehen
ist somit eine Schaltungsanordnung mit einem einzigen Phasenvergleicher,
dessen Ausgangssignal für
die für
sich bekannte PLL verwendet wird. Zugleich dient der Phasenvergleicher auch
als Teil der Korrekturschaltung, wobei sein Ausgangssignal oder
ein weiteres Ausgangssignal von diesem als Phasenvergleichsignal
zum nachfolgenden Bereitstellen bzw. Erzeugen des Korrektursignals
verwendet wird. Die Korrekturschaltung kann alternativ aber auch
eine weitere Vorrichtung zum Phasenvergleich z.B. in Form eines
zusätzlichen
Phasenvergleichers aufweisen zum Durchführen des Phasenvergleichs und
zum Bereitstellen des Phasenvergleichsignals innerhalb der Korrekturschaltung.
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Die
Korrekturschaltung weist gemäß der ersten
Variante bevorzugt einen Verstärker
auf zum Verstärken
des Phasenvergleichsignals zu dem Korrektursignal. Das Korrektursignal
wird bevorzugt für
eine Horizontalablenkspule als einer zusätzlichen Spule oder für eine SVM-Spule
einer Bildröhre
im Monitor oder Fernsehgerät
bereitgestellt.
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Die
Korrekturschaltung weist gemäß einer zweiten
Variante eine Verzögerungseinrichtung
zum Verzögern
eines RGB-Signals und zum Bereitstellen des Korrektursignals als
ein verzögertes
RGB-Signal für
einen RGB-Verstärker
auf.
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Verfahrensgemäß bevorzugt
wird ein Verfahren zur Jitter-Kompensation
einer Horizontal-Ablenkung, bei dem ein horizontaler Drive-Impuls
mittels einer phasengekoppelten Regelschleife bereitgestellt wird,
wobei mittels einer zusätzlichen
Korrektur ein Korrektursignal abhängig von einem Phasenvergleichsignal
des horizontalen Synchronimpulses mit dem rückgekoppelten horizontalen
Rücklaufimpuls bereitgestellt
wird. Gemäß der ersten
Variante wird das Korrektursignal zum Ansteuern einer Horizontalablenkspule
als einer zusätzlichen
Spule oder zum Ansteuern einer vorhandenen SVM-Spule einer Bildröhre im Monitor
oder Fernsehgerät
verwendet. Gemäß der zweiten
Variante wird das Korrektursignal zum Verzögern eines RGB-Signals und
zum Bereitstellen eines verzögerten
RGB-Signals für einen RGB-Verstärker bereitgestellt.
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Die
Schaltung bzw. das Verfahren werden somit zusätzlich zu einer für sich bekannten
phasengekoppelten Regelschleife eingesetzt. Dabei wird die Phase
des Rücklaufimpulses
bzw. Rückschlagimpulses
zum horizontalen Synchronimpuls gemessen. Daraus wird ein Korrektursignal
erzeugt, welches vorteilhaft amplitudenmäßig einstellbar ist und welches
auf verschiedene Arten zur Korrektur einsetzbar ist.
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Gemäß einer
ersten Ausführungsform
wird eine Rasterverschiebung durchgeführt. Das Korrektursignal wird
zum Erzeugen eines zusätzlichen
Magnetfeldes für
die horizontale Ablenkung verwendet. Dieses zusätzliche Magnetfeld kann mit
einer Zusatzablenkspule erfolgen. Möglich ist zusätzlich oder alternativ
auch, eine vorhandene SVM-Spule (SVM: Scan Velocity Modulation/Abtastgeschwindigkeitsmodulation)
zu verwenden. Der Effekt des Korrektursignals bzw. des zusätzlichen
Magnetfeldes besteht darin, dass diejenige Zeile, welche durch den
regulären
horizontalen Drive-Impuls gestartet wird, insbesondere sofort in
ihrer horizontalen Position korrigiert wird. Zur Korrektur sind
nur einige zehn Nanosekunden erforderlich, was einigen zehntel Millimetern
auf einem Bildschirm eines Montitors oder Fernsehgeräts entspricht.
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Die
zweite Art der Verwendung des Korrektursignals besteht darin, ein
RGB-Signal (RGB: rot, gelb, blau), welches eine Bildröhre ansteuert,
zu verzögern,
so dass das RGB-Signal verschoben wird.
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Ein
Ausführungsbeispiel
wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
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1 eine
erste Ausführungsform
einer Schaltung zur Jitter-Kompensation einer Horizontal-Ablenkung
unter Einsatz einer zusätzlichen
Korrekturschaltung,
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2 eine
alternative Ausführungsform
zu der Schaltung gemäß 1,
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3 eine
alternative Ausführungsform
zu der Schaltung gemäß 1 und
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4 eine
alternative Ausführungsform
zu der Schaltung gemäß 2.
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Sowohl 1 als
auch 2 zeigen einen Signaleingang, an dem ein horizontaler
Synchronimpuls h anliegt. Der horizontale Synchronimpuls h wird einem
ersten Eingang einer Vorrichtung zum Phasenvergleich 1 angelegt.
Ein Vergleichssignal der Vorrichtung zum Phasenvergleich 1 wird
einem Filter 2 angelegt. Das durch den Filter 2 gefilterte
Signal wird einem Horizontalgenerator 3 angelegt. Der Horizontalgenerator 3 erzeugt
einen horizontalen Drive-Impuls hd, welcher einer Zeilenendstufe 4 in
einem Fernsehgerät
oder sonstigen Monitor mit einer Bildröhre angelegt wird. Die Zeilenendstufe 4 ist
ausgebildet, einen horizontalen Rücklaufimpuls hr, der auch als
Rückschlagimpuls
bezeichnet wird, auszugeben, wobei der horizontale Rücklaufimpuls
hr rückgekoppelt
und einem zweiten Eingang der Vorrichtung zum Phasenvergleich 1 angeregt
wird. Die Vorrichtung zum Phasenvergleich 1 vergleicht
somit den horizontalen Synchronimpuls h mit einem zu einem späteren Zeitpunkt
von der Zeilenendstufe 4 rückgekoppelten horizontalen
Rücklaufimpuls
hr.
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Gemäß beiden
Ausführungsformen
werden sowohl der horizontale Synchronimpuls h als auch der horizontale
Rücklaufimpuls
hr einer zusätzlichen Korrekturschaltung 5, 5* angelegt,
welche abhängig von
einem Phasenvergleichsignal vs aufgrund eines Vergleichs des horizontalen
Synchronimpulses h mit dem rückgekoppelten
horizontalen Rücklaufimpuls
hr ein Korrektursignal cs bzw. cs* bereitstellen.
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Gemäß der in 1 dargestellten
Ausführungsform
wird das Phasenvergleichsignal vs einem Verstärker 7 angelegt, welcher
als Bestandteil der Korrekturschaltung 5 zum Verstärken des
Phasenvergleichsignals vs zu dem Korrektursignal cs ausgebildet
ist. Das Korrektursignal cs wird für eine Horizontalablenkspule
bereitgestellt, welche als zusätzliche
Spule 8 im Monitor oder Fernsehgerät angeordnet ist. Das Korrektursignal
cs kann auch einer SVM-Spule der Bildröhre im Monitor oder Fernsehgerät bereitgestellt
und angelegt werden.
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Gemäß der in 2 dargestellten
Ausführungsform
wird mittels einer Verzögerungseinrichtung 9 in
der Korrekturschaltung 5 ein RGB-Signal verzögert, um
das Korrektursignal cs* als ein verzögertes RGB-Signal RGB + Δt für einen
RGB-Verstärker 10 bereitzustellen.
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Gemäß der in 3 und 4 dargestellten Ausführungsformen
sind den 1 bzw. 2 entsprechende
Schaltungsanordnungen mit jedoch nur einem einzigen Phasenvergleicher 1, 6 dargestellt. Das
Ausgangssignal dieses Phasenvergleichers 1, 6 wird
einerseits für
die für
sich bekannte PLL verwendet. Zugleich dient der Phasenvergleicher
auch als Teil der Korrekturschaltung 5 bzw 5*,
wobei sein Ausgangssignal oder ein weiteres Ausgangssignal von diesem
Phasenvergleicher 1, 6 als Phasenvergleichsignal
vs zum nachfolgenden Bereitstellen bzw. Erzeugen des Korrektursignals
cs bzw. cs* verwendet wird. Die weiteren Komponenten und Verfahrensaspekte
entsprechen den entsprechend bezeichneten Komponenten bzw. Verfahrensaspekten
der 1 bzw. 2.