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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Abgasreinigungsvorrichtung
für einen
Verbrennungsmotor mit einem Partikelfilter zum Einfangen von Abgaspartikeln,
die von dem Verbrennungsmotor abgegeben werden. Insbesondere bezieht
sich die vorliegende Erfindung auf eine Ablagerungsmengenberechnung
von jeder Komponente an Abgaspartikeln und auf eine Regenerationsbehandlung
eines Partikelfilters einer Abgasreinigungsvorrichtung für einen
Verbrennungsmotor.
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Zum
Zwecke des Umweltschutzes ist eine Abgasreinigungsvorrichtung eingeführt worden
zum Verringern von die Luft verunreinigenden Schadstoffen, die von
einem Auslasskanal eines Verbrennungsmotors abgegeben werden. Als
eine herkömmliche
Abgasreinigungsvorrichtung ist ein Katalysatorsystem wie beispielsweise
ein Oxydationskatalysator, ein NOx-Katalysator
oder ein 3-Wege-Katalysator in
der Öffentlichkeit
bekannt. Des Weiteren ist die Beseitigung von Abgaspartikeln, die
in dem Abgas eines Dieselverbrennungsmotors enthalten sind, erforderlich.
Für die
Beseitigung dieser Partikel ist eine Abgasreinigungsvorrichtung
mit einem Partikelfilter in einem Abgaskanal in die Praxis umgesetzt
worden. Der Partikelfilter fängt
die Abgaspartikel in dem Abgas ein, indem er das Abgas dazu drängt, dass
es durch poröse
Trennwände
tritt. Die eingefangenen Abgaspartikel lagern sich an den Oberflächen oder
in den kleinen Bohrungen der Trennwände ab.
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Wenn
eine Partikelablagerungsmenge übermäßig groß wird,
wird der Strömungswiderstand
in dem Partikelfilter erhöht
und ein Gegendruck des Verbrennungsmotors erhöht sich. Als ein Ergebnis wird
die Motorleistung verringert. Um dieses Problem zu vermeiden, wird
eine Regenerationsbehandlung von dem Partikelfilter (eine Regenerationsbehandlung
zum Beseitigen der Partikel) auf regelmäßiger Basis ausgeführt, um
die abgelagerten Abgaspartikel zu verbrennen und zu beseitigen.
Bei der Regenerationsbehandlung des Partikelfilters ist es erforderlich, die
Partikelablagerungsmenge genau zu bestimmen und die Regenerationsbehandlung
bei einer geeigneten zeitlichen Abstimmung auszuführen.
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Die
Druckschrift JP-A-H07-332 065 beschreibt, dass auf einer Basis,
dass ein Druckverlust in dem Partikelfilter aufgrund einer Ablagerung
der Abgaspartikel zunimmt, eine Partikelablagerungsmenge aus der
Druckdifferenz über
den Partikelfilter erhalten wird. Da die Druckdifferenz von der
Abgasströmungsmenge
abhängig
ist, wird vorzugsweise die Partikelablagerungsmenge auf der Grundlage
der Druckdifferenz und der Abgasströmungsmenge berechnet. Die Regenerationsbehandlung
wird dann ausgeführt,
wenn bestimmt wird, dass die Regenerationsbehandlung erforderlich
ist, wenn die Partikelablagerungsmenge einen vorbestimmten Wert überschreitet.
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Die
Druckschrift JP-A-2001-280 118 beschreibt ein Gerät, das einen
Oxidationskatalysator stromaufwärtig
von einem Partikelfilter hat und eingefangene Abgaspartikel durch
Stickstoffdioxid (NO2) behandelt, das durch
ein Oxidieren von Stickstoffmonoxid (NO) in dem Abgas erzeugt wird.
Somit regeneriert das Gerät
kontinuierlich den Partikelfilter. Dieses Gerät berechnet eine Partikelabgabemenge
aus der Motorbetriebsinformation und berechnet eine Partikelverbrennungsmenge
aus der Partikelfiltertemperaturinformation. Das Gerät integriert
eine Differenz zwischen der berechneten Partikelabgabemenge und
der berechneten Partikelverbrennungsmenge, um eine Partikelablagerungsmenge
in dem Partikelfilter zu bestimmen. Das Gerät berechnet die Partikelabgabemenge
und die Partikelverbrennungsmenge durch die Anwendung einer Partikelabgabemengentabelle
und einer Partikelverbrennungsmengentabelle, die in einer Steuereinrichtung
zuvor gespeichert worden sind.
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Im
Allgemeinen bestehen Partikel, die in dem Partikelfilter abgelagert
worden sind, aus festem Ruß (Kohlenstoff)
und einer flüssigen
organischen in einem Lösungsmittel
löslichen
Komponente (löslicher organischer
Anteil (SOF): Kohlenwasserstoff), der an dem Rand von dem Ruß anhaftet.
Der Ruß hat
eine hohe Verbrennungstemperatur (beispielsweise 600°C oder höher) und
bewirkt häufig
während
des Betriebs keine spontane Verbrennung. Jedoch verbrennt der SOF
bei einer relativ geringen Temperatur (beispielsweise 250°C oder höher). Daher
gibt es in dem Fall, bei dem eine große Menge an SOF abgelagert
ist, eine Möglichkeit
dahingehend, dass die bei der Verbrennung von dem SOF erzeugte Wärme eine Schnellverbrennung
von dem Ruß auslöst, sogar wenn
die Abgastemperatur niedrig ist. Als ein Ergebnis wird ein Filtersubstrat
oder ein Katalysator beschädigt,
wenn die Temperatur von dem Partikelfilter auf eine hohe Temperatur
oberhalb einer zulässigen Grenztemperatur
ansteigt.
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Eine
Abgastemperatur von 250°C,
die die Verbrennung von dem SOF bewirkt, ergibt sich häufig während einer
normalen Fahrt eines Kraftfahrzeugs. Demgemäß ist es erforderlich, eine
anormale Verbrennung von dem Ruß aufgrund
der SOF-Verbrennung zu verhindern, um den Partikelfilter sicher
anzuwenden. Die Druckschrift JP-A-H07-332 065 wendet die Druckdifferenz über den
Partikelfilter an, um die Partikelablagerungsmenge zu erhalten.
Die Druckdifferenz ist in starkem Maße mit der Russablagerungsmenge
verknüpft.
Jedoch ist die Druckdifferenz nicht in starkem Maße mit der
SOF-Menge verknüpft.
Daher ist es schwierig, die SOF-Ablagerungsmenge auf der Grundlage
der Druckdifferenz abzuschätzen.
Die Druckschrift JP-A-2001-280 118 erhält die Menge an Partikelablagerungen,
die den SOF und den Ruß enthalten,
ohne Unterscheidung zwischen dem SOF und dem Ruß. Demgemäß verschlechtert sich, wenn die
Regenerationsbehandlung in einer frühen Stufe ausgeführt wird, um
das vorstehend beschriebene Problem zu vermeiden, der Kraftstoffverbrauch
aufgrund der Zunahme der Häufigkeit
der Regenerationsbehandlung. Wie dies vorstehend beschrieben ist,
ist es gemäß dem Stand
der Technik schwierig, die SOF-Ablagerungsmenge
in Erfahrung zu bringen und die Regenerationsbehandlung bei einer
geeigneten zeitlichen Abstimmung in einer derartigen Weise auszuführen, dass
keine schnelle Verbrennung von dem Ruß herbeigeführt wird.
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Es
ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Abgasreinigungsvorrichtung
für einen Verbrennungsmotor
zu schaffen, die dazu in der Lage ist, die Ablagerungsmengen an
SOF und Ruß jeweils
genau abzuschätzen
und eine Regenerationsbehandlung von einem Partikelfilter bei geeigneter
zeitlicher Abstimmung auszuführen,
während
eine schnelle Verbrennung von dem Ruß aufgrund der Verbrennung
von dem SOF verhindert wird, wodurch die Sicherheit verbessert wird
und die Regenerationsbehandlung von dem Partikelfilter ermöglicht wird,
ohne dass die Motorleistung verringert wird oder sich der Kraftstoffverbrauch
von dem Verbrennungsmotor verschlechtert.
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Gemäß einem
Aspekt der vorliegenden Erfindung hat eine Abgasreinigungsvorrichtung
für einen
Verbrennungsmotor einen Partikelfilter in einem Abgaskanal zum Einfangen
von Abgaspartikeln, die in dem Abgas enthalten sind, wobei sie die
Abgaspartikel, die in dem Partikelfilter abgelagert worden sind,
bei vorbestimmter zeitlicher Abstimmung beseitigt, um den Partikelfilter
zu regenerieren. Die Abgasreinigungsvorrichtung hat eine erste Abschätzvorrichtung,
eine zweite Abschätzvorrichtung,
eine Regenerationsbestimmungsvorrichtung und eine Regenerationsbehandlungsvorrichtung.
Die erste Abschätzvorrichtung
schätzt
eine Ablagerungsmenge von einem löslichen organischen Anteil
als eine organische in einem Lösungsmittel
lösliche
Komponente von den Abgaspartikelkomponenten, die in dem Partikelfilter
abgelagert worden sind, ab. Die zweite Abschätzvorrichtung schätzt eine
Ablagerungsmenge von Ruß als
feste Kohlenstoffkomponente von den Abgaspartikelkomponenten, die
sich in dem Partikelfilter abgelagert haben, ab. Die Regenerationsbestimmungsvorrichtung
bestimmt, ob eine Beseitungsbehandlung zum Beseitigen des löslichen organischen
Anteils oder des Rußes
aus dem Partikelfilter erforderlich ist, wobei sie dies auf der
Grundlage einer Abschätzung
der Ablagerungsmenge bestimmt, die durch die erste oder die zweite
Abschätzvorrichtung
abgeschätzt
worden ist. Die Regenerationsbehandlungsvorrichtung erhöht die Temperatur von
dem Partikelfilter auf die oder über
die Verbrennungstemperatur von dem löslichen organischen Anteil
oder dem Ruß,
um den Partikelfilter dann zu regenerieren, wenn bestimmt worden
ist, dass die Beseitigungsbehandlung von dem löslichen organischen Anteil
oder dem Ruß erforderlich
ist.
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Die
Ablagerungsmenge von dem SOF und dem Ruß als die Partikelkomponenten
werden separat abgeschätzt.
Die Temperatur von dem Partikelfilter wird erhöht, um die Beseitigungsbehandlung
zum Beseitigen von dem SOF aus dem Partikelfilter auszuführen, bevor
die SOF-Ablagerungsmenge übermäßig groß wird.
Eine schnelle Verbrennung von dem Ruß aufgrund der Verbrennung
von dem SOF wird verhindert, um eine übermäßige Zunahme der Partikelfiltertemperatur
zu unterdrücken.
Die Rußablagerungsmenge
kann aus einer Beziehung zu einer Druckdifferenz über den
Partikelfilter oder aus einer Beziehung zu einem Betriebszustand
des Verbrennungsmotors oder der Partikelfiltertemperatur abgeschätzt werden.
Die SOF-Ablagerungsmenge
kann aus einer Beziehung zu einem Betriebszustand von dem Verbrennungsmotor
oder der Partikelfiltertemperatur abgeschätzt werden. Somit wird die
Regenerationsbehandlung von dem Partikelfilter bei geeigneter zeitlicher
Abstimmung ausgeführt.
Als ein Ergebnis kann der Partikelfilter sicher verwendet werden,
während
eine Verringerung der Motorleistung oder eine Verschlechterung des
Kraftstoffverbrauchs verhindert ist.
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Die
Merkmale und die Vorteile von einem Ausführungsbeispiel und auch die
Betriebsverfahren und die Funktion der zugehörigen Teile gehen aus der nachstehend
dargelegten Beschreibung, den beigefügten Ansprüchen und den Zeichnungen hervor, die
miteinander einen Teil dieser Anmeldung bilden.
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1 zeigt
eine schematische Darstellung von einer Abgasreinigungsvorrichtung
für einen
Verbrennungsmotor gemäß einem
Ausführungsbeispiel der
vorliegenden Erfindung.
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2 zeigt
ein Flussdiagramm von den Steuerinhalten einer Partikelfilterregenerationsbehandlung,
die durch eine elektronische Steuereinheit ausgeführt wird,
die die Abgasreinigungsvorrichtung gemäß dem Ausführungsbeispiel von 1 bildet.
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3 zeigt
eine grafische Darstellung von einer Beziehung zwischen einer Druckdifferenz über den
Partikelfilter und einer Rußablagerungsmenge
in Bezug auf eine Abgasströmungsmenge,
die durch den Partikelfilter tritt.
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4 zeigt
eine grafische Darstellung von einer Beziehung einer Rußabgabemenge
gegenüber der
Motordrehzahl und dem Motorabgabemoment.
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5 zeigt
eine grafische Darstellung von einer Beziehung zwischen einer Russverbrennungsgeschwindigkeit
und einer Partikelfiltertemperatur.
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6 zeigt
eine grafische Darstellung einer Beziehung einer SOF-Abgabemenge
gegenüber
der Motordrehzahl und dem Motorabgabemoment.
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7 zeigt
eine grafische Darstellung einer Beziehung zwischen einer SOF-Verbrennungsgeschwindigkeit
und der Partikelfiltertemperatur.
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8 zeigt
ein Zeitablaufdiagramm einer Änderung
von der Partikelfiltertemperatur während einer Beschleunigungsbetriebsperiode.
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9 zeigt
ein Zeitablaufdiagramm einer Änderung
von der Partikelfiltertemperatur während einer Beschleunigungsbetriebsperiode.
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10 zeigt
eine grafische Darstellung der höchsten
Partikelfiltertemperatur während
einer Beschleunigungsbetriebsperiode.
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11 zeigt
eine grafische Darstellung einer Beziehung zwischen einer Rußablagerungsmenge und
einer SOF-Beseitigungsausführablagerungsmenge
gemäß dem Ausführungsbeispiel
von 1.
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12 zeigt
ein Zeitablaufdiagramm von einem Betrieb gemäß dem Ausführungsbeispiel von 1.
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Ein
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung ist nachstehend unter Bezugnahme auf
die 1 bis 12 erläutert.
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Unter
Bezugnahme auf 1 ist eine Abgasreinigungsvorrichtung
für einen
Dieselmotor gemäß dem Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung dargestellt. Der Dieselmotor 1 ist
mit einem Einlasskanal 11 verbunden, der Einlassluft in
eine Motorverbrennungskammer liefert, und mit einem Abgaskanal 2 verbunden,
durch den von der Verbrennungskammer des Motors abgegebenes Abgas
strömt.
Eine Luftströmungsmesseinrichtung 12 befindet
sich in dem Einlasskanal 11, um die Menge an Einlassluft
zu messen, die durch den Einlasskanal 11 strömt. Ein Dieselpartikelfilter
(DPF) 3 befindet sich in dem Abgaskanal 2.
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Der
DPF 3 hat einen Filterhauptkörper, der aus einer porösen Keramik,
wie beispielsweise Cordierit oder Siliziumkarbid ausgebildet ist,
wobei er zu einer Wabenform geformt ist. Jede einzelne der Strömungsbahnen
von dem Filterhauptkörper
ist an der Einlassseite oder an der Auslassseite blockiert. Das von
dem Verbrennungsmotor 1 in den Abgaskanal 21 stromaufwärtig von
dem DPF 3 abgegebene Abgas strömt in die Strömungsbahnen
von dem DPF 3 und strömt
durch poröse
Teilungswände
zu einem Abgaskanal 22 stromabwärtig von dem DPF 3.
Zu diesem Zeitpunkt werden Abgaspartikel, die in dem Abgas enthalten
sind, in dem DPF 3 eingefangen und darin abgelagert, wobei
dies mit dem Ablauf der Betriebszeit geschieht. Der DPF 3 kann
derart aufgebaut sein, dass ein Oxidationskatalysator, dessen Hauptbestandteil
ein Edelmetall, wie beispielsweise Platin oder Palladium ist, an
einer porösen
keramischen Fläche
gestützt
ist, die den Filterhauptkörper
bildet, wodurch ein stabiles Oxidieren und Verbrennen der abgelagerten
Abgaspartikel in einem niedrigen Temperaturbereich von dem DPF 3 geschieht.
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Die
Temperatursensoren 41 und 42 für das Messen der Abgastemperatur
befinden sich in dem Abgaskanal 2 in einer derartigen Weise,
dass sie durch eine Wand des Abgaskanals 2 hindurch dringen.
Der Temperatursensor 41 befindet sich in dem Abgaskanal 21 stromaufwärtig von
dem DPF 3, um die Temperatur (die Einlasstemperatur am
DPF 3) von dem Abgas zu messen, das direkt stromaufwärtig von
einem Einlass des DPF 3 strömt. Der Temperatursensor 42 befindet
sich in dem Abgaskanal 22 stromabwärtig von dem DPF 3,
um die Temperatur (die Auslasstemperatur am DPF 3) von
dem Abgas zu messen, das direkt stromabwärtig von einem Auslass des
DPF 3 strömt.
Messsignale von den Temperatursensoren 41 und 42 werden
in eine elektronische Steuereinheit (ECU) 6 eingegeben,
die die jeweiligen Teile von dem Verbrennungsmotor 1 steuert.
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Die
ECU 6 erhält
die Temperatur von dem DPF von der DPF-Einlasstemperatur und der DPF-Auslasstemperatur.
Die DPF- Temperatur
repräsentiert
den DPF 3 und wird erhalten durch Erzeugen eines Durchschnittswertes
von beispielsweise einem Abgabewert, der erzeugt wird durch Ausführen einer Filterberechnung
mit Verzögerung
der ersten Ordnung von der DPF-Einlasstemperatur bzw. der DPF-Auslasstemperatur.
Die DPF-Einlasstemperatur schwankt
in hohem Maße
in Abhängigkeit
von einem Abgabezustand des Abgases von einem Motorhauptkörper. Daher
wird die Filterberechnung mit Verzögerung der ersten Ordnung von
der DPF-Einlasstemperatur ausgeführt,
um diesen Einfluss zu beseitigen. In Abhängigkeit von einer erforderlichen
Spezifizierung kann die DPF-Temperatur ein Durchschnittswert oder ein
gewichteter Durchschnitt von der DPF-Einlasstemperatur und der DPF-Auslasstemperatur
sein, solange die Temperatur den DPF 3 repräsentiert.
Der Abgaskanal 2 ist mit einem ersten Abzweigungskanal 51,
der von dem Abgaskanal 21 direkt stromaufwärtig von
dem DPF 3 abzweigt, und mit einem zweiten Abzweigungskanal 52 versehen,
der von dem Abgaskanal 22 direkt stromabwärtig von
dem DPF 3 abzweigt. Ein Druckdifferenzsensor 5 ist
zwischen den Abzweigungskanälen 51 und 52 angeordnet.
Der Druckdifferenzsensor 5 misst die Druckdifferenz von
dem Abgas zwischen der Einlassseite und der Auslassseite von dem
DPF 3, das durch die Abzweigungskanäle 51 und 52 eingeleitet
wird, und gibt die Druckdifferenz zu der ECU 6 aus. Die
Druckdifferenz erhöht sich,
wenn die Menge an in dem DPF 3 eingefangenen Abgaspartikeln
zunimmt und der Druckverlust zunimmt.
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Zusätzlich zu
den Abgabesignalen von den Luftströmungsmesseinrichtung 12,
den Temperatursensoren 41 und 42 und dem Druckdifferenzsensor 5 werden
verschiedene andere Signale, die die Betriebszustände anzeigen,
in die ECU 6 eingegeben. Beispielsweise wird die Drehzahl
des Verbrennungsmotors von einem Abgabesignal eines Drehzahlsensors 61 von
dem Verbrennungsmotor erhalten und die Gaspedalposition wird aus
einem Abgabesignal von einem Gaspedalpositionssensor 62 erhalten.
Die ECU 6 berechnet eine optimale Kraftstoffeinspritzmenge
in Übereinstimmung
mit dem Betriebszustand des Verbrennungsmotors 1, der aus
den Abgabesignalen der verschiedenen Sensoren erhalten wird, und
regelt dadurch mit Rückführung eine
(nicht dargestellte) Einspritzeinrichtung und dergleichen.
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Die
ECU 6 berechnet eine Ablagerungsmenge an Abgaspartikeln
und steuert die Regenerierung von dem DPF 3 auf der Grundlage
des Betriebszustandes des Verbrennungsmotors 1, der von
dem Motordrehzahlsensor 61 und dem Gaspedalpositionssensor 62 erhalten
wird, der Einlassmenge, die durch die Luftströmungsmesseinrichtung 12 gemessen
wird, oder der Druckdifferenz über
den DPF 3, die durch den Druckdifferenzsensor 5 gemessen wird.
Im Allgemeinen umfassen die Komponenten der in dem DPF 3 abgelagerten
Abgaspartikel zwei Arten an Komponenten, dass heißt, eine
organische in einem Lösungsmittel
lösliche
Komponente (ein löslicher
organischer Anteil: SOF) und eine feste Kohlenstoffkomponente (Ruß). Der
SOF wird aus unverbranntem Kraftstoff oder Öl erzeugt und enthält hauptsächlich Kohlenwasserstoff.
Der SOF verbrennt bei einer niedrigen Temperatur von ungefähr 250°C. Der Ruß wird erzeugt
durch ein Karbonisieren von Kraftstoff bei hoher Temperatur und
er besteht hauptsächlich
aus Kohlenstoff. Der Ruß verbrennt bei
einer hohen Temperatur von 600°C
oder höher.
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Bei
diesem Ausführungsbeispiel
werden, um nachteilhafte Effekte aufgrund einer übermäßigen Ablagerung von dem SOF
zu vermeiden, eine Ablagerungsmenge von dem SOF und eine Ablagerungsmenge
von dem Ruß separat
abgeschätzt.
Beseitigungsausführungsablagerungsmengen
(d.h. eine Ablagerungsmenge, bei der eine Beseitigung ausgeführt wird)
M1 und M2 werden jeweils für
die abgeschätzten
Ablagerungsmengen von dem SOF und dem Ruß eingestellt, um zu bestimmen,
ob ein Ausführen
von einer Regenerationsbehandlung von dem DPF 3 erforderlich
ist. Eine SOF-Beseitigungsbehandlung wird dann ausgeführt, wenn
die SOF-Ablagerungsmenge gleich wie oder größer als die Beseitigungsausführungsablagerungsmenge
M1 wird. Eine Rußbeseitigungsbehandlung
wird dann ausgeführt,
wenn die Rußablagerungsmenge
gleich wie oder größer als
die Beseitigungsausführungsablagerungsmenge
M2 wird. Die SOF-Beseitigungsbehandlung
wird ausgeführt,
indem die Temperatur von dem DPF 3 bis über die Temperatur erhöht wird,
die ein Verbrennen des SOF ermöglicht
(beispielsweise 250°C
oder höher).
Die Rußbeseitigungsbehandlung wird
ausgeführt,
indem die Temperatur von dem DPF 3 bis über die Temperatur erhöht wird,
bei der ein Verbrennen von dem Ruß ermöglicht wird (beispielsweise
600°C oder
höher).
Das Ausführen
von der SOF-Beseitigungsbehandlung
hat gegenüber
dem Ausführen
der Rußbeseitigungsbehandlung
eine Priorität
erhalten, um ein Übermaß der SOF-Ablagerungsmenge
zu vermeiden. Somit wird der Ruß sicher
verbrannt.
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Als
Maßnahmen
zum Erhöhen
der Temperatur von dem DPF 3 können gut bekannte Verfahren zum
Erwärmen
des Abgases aufgegriffen werden. Beispielsweise kann, wenn die Einspritzeinrichtung den
Kraftstoff einspritzt, die Einspritzzeit verzögert werden, um eine Wärmezykluseffizienz
zu verringern und die Abwärme
zu erhöhen.
Alternativ kann eine Nacheinspritzung ausgeführt werden, um unverbrannten
Kraftstoff zu dem Abgaskanal 2 zu liefern. Alternativ kann
ein Einlassdrosselventil zu einer Position gesteuert werden, die
näher zu
einer geschlossenen Position als üblich ist.
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2 zeigt
die Steuervorgänge,
die durch die ECU 6 im Hinblick auf die Regenerationsbehandlung
von dem DPF 3 ausgeführt
werden. Zunächst wird
bei dem Schritt S100 die Einlassluftmenge, die DPF-Temperatur, die
Druckdifferenz, die Drehzahl des Verbrennungsmotors und die Gaspedalposition von
den Abgabesignalen der verschiedenen Sensoren wie beispielsweise
die Luftströmungsmesseinrichtung 12,
die Temperatursensoren 41 und 42, der Druckdifferenzsensor 5,
der Motordrehzahlsensor 61 und der Gaspedalpositionssensor 62 gelesen.
Die Einlassluftmenge wird als eine Massenströmungsmenge bei diesem Ausführungsbeispiel
gelesen.
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Bei
dem Schritt S101 wird eine Rußablagerungsmenge
MSOOT auf der Grundlage der Sensorausgabesignale abgeschätzt, die
bei dem Schritt 100 eingelesen worden sind. Beispielsweise
kann die Rußablagerungsmenge
MSOOT abgeschätzt
werden durch eine Kombination aus einem Verfahren zum Abschätzen der
Menge aus einer Beziehung zwischen der Druckdifferenz ΔP über den
DPF 3 und der Rußablagerungsmenge
MSOOT in Bezug auf die Abgasströmungsmenge
FEX und einem Verfahren zum Abschätzen der Menge durch ein Integrieren
einer Differenz zwischen der Rußablagerungsmenge DSOOT,
die von dem Verbrennungsmotor 1 abgegeben wird, und einer
Rußverbrennungsmenge,
die in dem DPF 3 verbrannt wird. Eine Beziehung zwischen der
Druckdifferenz ΔP über den
DPF 3 und der Rußablagerungsmenge
MSOOT in Bezug auf die Abgasströmungsmenge
FEX ist in 3 dargestellt. Eine Beziehung
von der Russabgabemenge DSOOT gegenüber der Drehzahl RPM des Verbrennungsmotors
und dem Motorabgabemoment ist in 4 dargestellt.
Eine durchgehende Linie MAX in 4 zeigt das
maximale Motorabgabemoment. Eine Beziehung zwischen einer Rußverbrennungsgeschwindigkeit VSOOT
und der Temperatur TDPF von dem DPF ist in 5 dargestellt.
Im Allgemeinen hat das erstgenannte Verfahren auf der Grundlage
eines tatsächlichen
Messwertes eine höhere
Abschätzgenauigkeit als
das letztgenannte Verfahren. Jedoch wird das erstgenannte Verfahren
in Abhängigkeit
von den Betriebszuständen
weniger genau. Daher sollte das erstgenannte Verfahren vorzugsweise
lediglich dann angewendet werden, wenn die Abschätzgenauigkeit hoch ist (beispielsweise
wenn die Abgasströmungsmenge
groß ist
und der Motor sich in einer konstanten Betriebszeitspanne befindet),
und das letztgenannte Verfahren sollte vorzugsweise in den anderen Fällen angewendet
werden. Die Abschätzung
kann unter Verwendung von irgendeinem der beiden Verfahren ausgeführt werden.
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In
einer Beziehung zwischen der Druckdifferenz ΔP über den DPF 3 und
der Rußablagerungsmenge
MSOOT, die in 3 gezeigt ist, zeigt jede der
Kurven in 3 die Abgasströmungsmenge
FEX und die Druckdifferenz ΔP,
die die gleiche Rußablagerungsmenge
MSOOT vorsehen. Wenn die Abgasströmungsmenge FEX konstant ist,
nimmt die Druckdifferenz ΔP
zu, wenn die Rußablagerungsmenge MSOOT
zunimmt. Diese Beziehung ist zuvor in einem ROM der ECU 6 als
eine Tabelle gespeichert worden. Somit wird die Rußablagerungsmenge MSOOT
auf der Grundlage der Einlassluftströmungsmenge, die durch die Luftströmungsmesseinrichtung 12 gemessen
wird, und der Druckdifferenz ΔP über den
DPF 3, die durch den Druckdifferenzsensor 5 gemessen
wird, berechnet. Die Abgasströmungsmenge FEX
wird berechnet, indem die Einlassluftströmungsmenge als eine Massenstrommenge
in eine Volumenstrommenge auf der DPF-Temperatur TDPF und der Druckdifferenz ΔP umgewandelt
wird.
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Wie
dies in 3 gezeigt ist, nimmt die Druckdifferenz ΔP ab, wenn
die Abgasströmungsmenge
FEX für
die gleiche Rußablagerungsmenge MSOOT
abnimmt. Die Druckdifferenz ΔP
schwankt wahrscheinlich in einer Übergangsbetriebszeitspanne,
wenn die Abgasströmungsmenge
FEX schwankt. In derartigen Fällen
ist die Abschätzung
durch das letztgenannte Verfahren genauer. Wie dies in 4 gezeigt
ist, gibt es eine Wechselbeziehung zwischen der Russabgabemenge
DSOOT, die von dem Verbrennungsmotor 1 abgegeben wird,
zu der Verbrennungsmotordrehzahl RPM und dem Abgabemoment. Die Russabgabemenge
DSOOT pro Zeiteinheit nimmt zu, wenn die Motordrehzahl RPM oder
das Abgabemoment zunehmen. Daher wird diese Beziehung zuvor in Form
einer Tabelle gespeichert, um die Russabgabemenge DSOOT auf der
Grundlage von Messwerten von dem Motordrehzahlsensor 61 und dem
Gaspedalpositionssensor 62 zu berechnen. Wie in dies in 5 gezeigt
ist, beginnt, wenn die DPF-Temperatur TDPF eine vorbestimmte Temperatur überschreitet,
die Verbrennung von dem Ruß,
und die Rußverbrennungsgeschwindigkeit
VSOOT nimmt zu, wenn die DPF- Temperatur
TDPF zunimmt. Demgemäß wird die
Rußverbrennungsmenge
in dem DPF 3 aus der DPF-Temperatur TDPF, die durch die Temperatursensoren 41, 42 erhalten
wird, auf der Grundlage von dieser Beziehung berechnet. Die Differenz
zwischen der Rußverbrennungsmenge
und der Russabgabemenge DSOOT wird integriert, um die Rußablagerungsmenge
MSOOT abzuschätzen.
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Bei
dem Schritt S102 wird eine SOF-Beseitigungsausführablagerungsmenge
M1, bei der eine SOF-Beseitungsbehandlung
erforderlich ist, aus der Rußablagerungsmenge
MSOOT, die bei dem Schritt S101 abgeschätzt wird, auf der Grundlage
von 11 berechnet. Dieser Prozess wird ausgeführt, um
eine Beseitigungsbehandlung von dem SOF bei einer frühzeitigen
Stufe auszuführen
und eine schnelle Zunahme der DPF-Temperatur TDPF zu vermeiden,
da die DPF-Temperatur TDPF wahrscheinlich schnell aufgrund der Verbrennung
von dem SOF ansteigt, wenn die Rußablagerungsmenge MSOOT groß wird.
Die SOF-Beseitigungsausführablagerungsmenge
M1 wird auf einen kleineren Wert eingestellt, wenn die Rußablagerungsmenge MSOOT
zunimmt, wie dies in 11 gezeigt ist. Nachstehend
ist dieses Verfahren unter Bezugnahme auf die 8 bis 10 erläutert.
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8 zeigt
ein Zeitablaufdiagramm von der Änderung
der DPF-Temperatur
während
einer Beschleunigungsbetriebszeitspanne, wobei ein Vergleich zwischen
einem Fall mit einer geringfügigen SOF-Ablagerungsmenge
und einem Fall einer großen
SOF-Ablagerungsmenge zu einem Zeitpunkt gezeigt ist, bei dem die
Rußablagerungsmenge
groß ist. In 8 ist
mit dem Symbol V die Fahrzeuggeschwindigkeit gezeigt. In dem Fall
einer großen SOF-Ablagerungemenge
verbrennt das SOF, und der Ruß verbrennt
schnell aufgrund der Verbrennung von dem SOF als ein Brandherd,
wenn die Abgastemperatur die SOF-Verbrennungstemperatur
TSOF überschreitet,
bei der das SOF verbrennt, während der
Beschleunigungsbetriebszeitspanne. Als ein Ergebnis nimmt die DPF-Temperatur
TDPF schnell zu und überschreitet
die zulässige
Temperatur Ta, wie dies durch eine durchgehende Linie "a" in 8 dargestellt
ist. Da der SOF bei einer relativ niedrigen Temperatur von 250°C oder höher verbrennt,
kann dieses Problem ohne weiteres nicht nur bei einem speziellen
Betriebszustand sondern auch sogar bei einem normalen Beschleunigungsvorgang
auftreten. Jedoch nimmt sogar in dem Fall, bei dem eine große Menge
an Ruß in ähnlicher
Weise abgelagert ist, die DPF-Temperatur TDPF nicht bis über die
zulässige Temperatur
Ta zu, wenn die SOF-Ablagerungsmenge gering ist, wie dies durch
eine durchgehende Linie "b" in 8 gezeigt
ist. Dies ist der Fall, weil die Rußverbrennungstemperatur, bei
der der Ruß verbrennt, relativ
hoch ist, und der Ruß nicht
bei einer normalen Betriebssituation verbrennt sondern dann, wenn
der SOF als eine Brandquelle wirksam ist.
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9 zeigt
ein Ablaufdiagramm der DPF-Temperatur TDPF während einer Beschleunigungsperiode
in einem Fall einer großen
SOF-Ablagerungsmenge, wobei der Vergleich zwischen einem Fall mit
einer geringen Rußablagerungsmenge
und dem Fall einer hohen Rußablagerungsmenge
gezeigt ist. In dem Fall einer hohen Rußablagerungsmenge verbrennt
der SOF und der Ruß verbrennt schnell
aufgrund der Verbrennung von dem SOF als eine Brandquelle, wenn
die Abgastemperatur die SOF-Verbrennungstemperatur
TSOF während
einer Fahrzeugsbeschleunigungszeitspanne überschreitet. Als ein Ergebnis
nimmt die DPF-Temperatur TDPF schnell zu und überschreitet die zulässige Temperatur
Ta, wie dies durch die durchgehende Linie "c" in 9 gezeigt
ist. Da der SOF bei einer relativ niedrigen Temperatur von 250°C oder höher verbrennt,
kann dieses Ereignis mit Leichtigkeit nicht nur bei einem speziellen
Betriebszustand sondern auch sogar in einem normalen Beschleunigungszustand auftreten.
Die DPF-Temperatur TDPF überschreitet nicht
die zulässige
Temperatur Ta, wenn die Rußablagerungsmenge
gering ist, wie dies durch die durchgehende Linie "d" gezeigt ist, selbst wenn eine große Menge
an SOF in ähnlicher
Weise abgelagert ist. Dies ist der Fall, weil die Rußverbrennung
nicht durch die Verbrennung von dem SOF herbeigeführt wird, sogar
wenn der SOF in diesem Fall verbrennt.
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10 zeigt
eine grafische Darstellung der höchsten
DPF-Temperatur HTDPF
während
einer Beschleunigungsbetriebszeitspanne. Die höchste DPF-Temperatur HTDPF
nimmt zu, wenn die SOF-Ablagerungsmenge MSOF zunimmt. Die höchste DPF-Temperatur
HTDPF überschreitet
die zulässige
Temperatur Ta nicht, wenn die Rußablagerungsmenge MSOOT gering
ist, wie dies durch eine durchgehende Linie "f" in 10 gezeigt
ist. Jedoch dient die Wärme,
die aufgrund der SOF-Verbrennung erzeugt
wird, als eine Brandquelle, die eine schnelle Verbrennung von dem
Ruß bewirkt,
wenn die Rußablagerungsmenge
MSOOT groß ist.
Daher ergibt sich eine Möglichkeit
dahingehend, dass der DPF 3 auf eine anormal hohe Temperatur
erwärmt
wird. Wenn die Temperatur von dem DPF 3 die zulässige Temperatur
Ta überschreitet,
wie dies durch die durchgehende Linie "e" in 10 gezeigt
ist, ergibt sich eine Möglichkeit
dahingehend, dass der DPF 3 oder der Katalysator an der
Oberfläche
von dem DPF 3 beschädigt
wird.
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11 zeigt
eine Beziehung zwischen der Rußablagerungsmenge
MSOOT und der SOF-Beseitigungsausführablagerungsmenge M1, bei
der die Regenerierung sicher ausgeführt werden kann. Die SOF-Beseitigung wird
dann ausgeführt, wenn
eine relativ geringe Menge von dem SOF in dem Fall abgelagert wird,
bei dem die Rußablagerungsmenge
MSOOT groß ist.
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Bei
dem Schritt S103 wird eine Rußbeseitigungsausführablagerungsmenge
M2 berechnet, bei der die Rußbeseitigung
erforderlich ist. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist die Rußbeseitigungsausführablagerungsmenge
M2 bei einem vorbestimmten konstanten Wert eingestellt.
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Bei
dem Schritt S104 wird die SOF-Ablagerungsmenge MSOF auf der Grundlage
der Sensorabgabesignale, die bei dem Schritt S100 eingelesen worden
sind, abgeschätzt.
Beispielsweise steht, wie dies in 6 gezeigt
ist, die von dem Verbrennungsmotor 1 abgegebene SOF-Abgabemenge
DSOF in Wechselbeziehung mit der Drehzahl RPM des Verbrennungsmotors
und dem Abgabemoment. Die SOF-Abgabemenge DSOF pro Zeiteinheit nimmt
ab, wenn die Motordrehzahl RPM oder das Abgabemoment zunimmt. Wie
dies in 7 gezeigt ist, beginnt, wenn
die DPF-Temperatur TDPF eine vorbestimmte Temperatur überschreitet,
die Verbrennung von dem SOF, und die SOF-Verbrennungsgeschwindigkeit VSOF nimmt
zu, wenn die DPF-Temperatur
TDPF zunimmt. Diese Beziehung wird zuvor tabellarisch gespeichert,
um die SOF-Abgabemenge DSOF zu berechnen auf der Grundlage von Messwerten
von dem Motordrehzahlsensor 61 und dem Gaspedalpositionssensor 62.
Die in dem DPF 3 verbrannte SOF-Verbrennungsmenge wird
aus der DPF-Temperatur TDPF, die durch die Temperatursensoren 41 und 42 erhalten
wird, auf der Grundlage von dieser Beziehung berechnet. Eine Differenz
zwischen der SOF-Verbrennungsmenge und der SOF-Abgabemenge DSOF
wird integriert, um die SOF-Ablagerungsmenge
MSOF abzuschätzen.
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Die
SOF-Abgabemenge DSOF von dem Verbrennungsmotor 1 ändert sich
in Übereinstimmung mit
dem Erwärmungszustand
des Verbrennungsmotors 1. Die SOF-Abgabemenge DSOF wird
dann hoch, wenn der Verbrennungsmotor nicht ausreichend sofort nach
dem Start des Verbrennungsmotors 1 erwärmt wird. Daher kann die SOF-Abgabemenge
DSOF genauer erhalten werden, indem eine Korrektur für das Erhöhen des
Wertes DSOF, siehe 6, ausgeführt wird, wenn die Motorkühlwassertemperatur
abnimmt.
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Die
SOF-Abgabemenge DSOF ändert
sich in Übereinstimmung
mit der Abgasrezirkulationsmenge (EGR-Menge), das heißt eine
Menge an Abgas, die von dem Abgassystem in das Einlasssystem rezirkuliert.
Die SOF-Abgabemenge DSOF nimmt zu, wenn die EGR-Menge zunimmt. Daher kann die SOF-Abgabemenge
DSOF genauer erhalten werden, indem eine Korrektur für die Zunahme
von dem Wert DSOF, siehe 6, ausgeführt wird, wenn die EGR-Menge zunimmt.
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Bei
dem Schritt S105 wird bestimmt, ob die SOF-Ablagerungsmenge MSOF, die bei dem Schritt S104
abgeschätzt
worden ist, die bei dem Schritt S102 berechnete SOF-Beseitigungsausführablagerungsmenge
M1 erreicht.
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Wenn
die Antwort bei dem Schritt S105 "JA" lautet,
geht der Ablauf zu dem Schritt S106 weiter. Bei dem Schritt S106
wird die SOF-Beseitigungsbehandlung durch ein bekanntes Verfahren
ausgeführt, wie
beispielsweise ein Verzögern
der Kraftstoffeinspritzzeit oder ein Ausführen einer Nacheinspritzung. Die
Behandlungstemperatur wird bei einer relativ niedrigen Temperatur
(beispielsweise 250°C)
eingestellt, bei der der Ruß nicht
verbrennt, sondern der SOF verbrennt. Die Temperatur von dem DPF 3 wird auf
die Behandlungstemperatur oder oberhalb der Behandlungstemperatur
erhöht,
um den SOF zu verbrennen und zu beseitigen.
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Nach
dem Ausführen
des Schrittes S106 oder wenn die Antwort bei dem Schritt S105 "NEIN" lautet, geht der
Ablauf zu dem Schritt S107 weiter. Bei dem Schritt S107 wird bestimmt,
ob die Rußablagerungsmenge
MSOOT, die bei dem Schritt S101 abgeschätzt worden ist, die Rußbeseitigungsausführablagerungsmenge
M2, die bei dem Schritt S103 berechnet worden ist, erreicht.
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Wenn
bei dem Schritt S107 die Antwort "JA" lautet,
geht der Ablauf zu dem Schritt S108 weiter. Bei dem Schritt S108
wird die Rußbeseitungsbehandlung
durch ein bekanntes Verfahren ausgeführt, wie beispielsweise ein
Verzögern
der Kraftstoffeinspritzzeit oder ein Ausführen der Nacheinspritzung. Die
Behandlungstemperatur wird bei einer relativ hohen Temperatur (beispielsweise
600°C) eingestellt, bei
der der Ruß verbrennt.
Die Temperatur von dem DPF 3 wird auf die oder über die
Behandlungstemperatur erhöht,
um den Ruß zu
verbrennen und zu beseitigen.
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Nach
dem Ausführen
des Schritts S108 oder wenn die Antwort bei dem Schritt S107 "NEIN" lautet, endet der
Ablauf und kehrt zurück.
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12 zeigt
ein Zeitablaufdiagramm von den Effekten des Ausführungsbeispiels in dem Fall, bei
dem eine Regenerationsbehandlung von dem DPF 3 auf der
Grundlage des Ablaufdiagrammes von 2 ausgeführt wird.
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In 12 nimmt
die Rußablagerungsmenge MSOOT
und die SOF-Ablagerungsmenge
MSOF bei dem DPF 3 zu, wenn die Fahrzeugfahrzeit, die durch die
Abszissenachse dargestellt ist, voranschreitet. Bei diesem Ausführungsbeispiel
werden die Rußablagerungsmenge
MSOOT und die SOF-Ablagerungsmenge MSOF separat abgeschätzt. Es
wird jederzeit bestimmt, ob die SOF-Ablagerungsmenge MSOF die eingestellte
SOF-Beseitigungsausführablagerungsmenge
M1 erreicht, oder ob die Rußablagerungsmenge
MSOOT die Rußbeseitigungsausführmenge
M2 erreicht. Bei dem in 12 gezeigten Beispiel überschreitet
die SOF-Ablagerungsmenge MSOF die SOF-Beseitigungsausführablagerungsmenge M1 bei dem
Zeitpunkt t1, und die SOF-Beseitigungsbehandlung wird ausgeführt. Mit "FSOF" in 12 ist
eine SOF-Beseitigungsausführmarke
gezeigt. Diese Behandlung endet bei dem Zeitpunkt t2. Da die SOF-Beseitigungsbehandlung
bei einer niedrigen Temperatur (ungefähr 250°C oder höher) ausgeführt wird, wird der Ruß nicht
verbrannt, sondern seine Ablagerung wird fortgesetzt. Dann überschreitet
bei einem Zeitpunkt t3 die Rußablagerungsmenge MSOOT
die Rußbeseitigungsausführablagerungsmenge
M2, und die Rußbeseitigungsbehandlung wird
ausgeführt.
Mit "FSOOT" in 12 ist
die Rußbeseitigungsausführmarke
gezeigt.
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Bei
der Technologie des Standes der Technik ist es schwierig, die SOF-Menge
von den Abgaspartikeln abzuschätzen.
Bei der Technologie des Standes der Technik werden die Abgaspartikel,
die den SOF und den Ruß enthalten,
zusammen als eine Abgaspartikelablagerungsmenge berechnet, ohne
zwischen dem SOF und dem Ruß zu
unterscheiden, und der DPF 3 wird dann regeneriert, wenn
die Abgaspartikelablagerungsmenge einen vorbestimmten Wert überschreitet.
Daher gibt es eine Möglichkeit
dahingehend, dass die SOF-Ablagerungsmenge zunimmt, um eine schnelle
Verbrennung von dem Ruß herbeizuführen, oder
eine Regenerationsbehandlung von dem DPF 3 häufig ausgeführt wird,
so dass sich der Kraftstoffverbrauch verschlechtert.
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Im
Gegensatz dazu werden bei diesem Ausführungsbeispiel der vorliegenden
Erfindung der Ruß und
der SOF separat behandelt, dass heißt, die Rußablagerungsmenge und die SOF-Ablagerungsmenge werden
separat abgeschätzt,
und die Rußbeseitigungsbehandlung
und die SOF-Beseitigungsbehandlung werden separat ausgeführt. Daher
kann die Regenerationsbehandlung von dem DPF 3 bei geeigneter
zeitlicher Abstimmung ausgeführt
werden, um die nachteilhaften Effekte aufgrund der übermäßigen Ablagerung
von insbesondere dem SOF zu vermeiden. Als ein Ergebnis ist die
Sicherheit verbessert.
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Die
vorliegende Erfindung soll nicht auf das offenbarte Ausführungsbeispiel
beschränkt
sein, sondern kann in vielen anderen Weisen ausgeführt werden,
ohne vom Umfang der Erfindung abzuweichen, der in den beigefügten Ansprüchen definiert
ist.
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Der
Dieselpartikelfilter (DPF) 3 zum Einfangen der Abgaspartikel
befindet sich in einem Abgaskanal 2 des Dieselmotors 1.
Die Ablagerungsmengen des löslichen
organischen Anteils (SOF) als organisch in einem Lösungsmittel
lösliche
Komponente und von dem Ruß als
feste Kohlenstoffkomponente der Abgaspartikelkomponenten, die sich
in dem DPF 3 ablagern, werden jeweils abgeschätzt. Wenn
die SOF-Ablagerungsmenge eine SOF-Beseitigungsausführablagerungsmenge erreicht,
wird der DPF 3 auf die relativ niedrige SOF-Verbrennungstemperatur oder
darüber
erwärmt,
um eine SOF-Beseitigungsbehandlung auszuführen. Wenn die Rußablagerungsmenge
die Rußbeseitigungsausführablagerungsmenge
erreicht, wird der DPF 3 auf die relativ hohe Rußverbrennungstemperatur
oder darüber
erwärmt, um
die Rußbeseitigungsbehandlung
ausführen.
Die SOF-Beseitigungsbehandlung
wird ausgeführt,
bevor der SOF übermäßig wird.
Somit wird eine schnelle Verbrennung von dem Ruß aufgrund der Verbrennung
des SOF verhindert.