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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Bowdenzugblockiereinrichtung
mit beidseitiger Blockierwirkung und kompaktem Aufbau.
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Aktuell
werden manuelle oder elektrisch betriebene Aktuatoren zur Verstellung
von verschiedenen Funktionen beispielsweise in und an Sitzen, Stühlen und
anderen Anwendungen eingesetzt. Unter anderem werden Aktuatoren
zur Höhenverstellung
von Lordosenelementen verwendet, wobei bei Betätigung des Aktuators das Lordosenelement,
das mit dem Zugseil des Bowdenzugs des Aktuators verbunden ist,
insgesamt in der Höhe
verstellt wird.
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Bei
einigen Aktuatoren werden Bowdenzugblockiereinrichtungen vorgesehen,
wobei in der ein oder anderen Verstellrichtung gegen einen Widerstand
gearbeitet wird, der als Hemmung gegen ein selbstständiges und
unkontrolliertes Rückstellen
der auszuführenden
Funktion notwendig ist. Wenn der Aktuator für eine Höhenverstellung verwendet wird, muss
eine Bowdenzugblockiereinrichtung derart ausgebildet sein, dass
eine Hemmung gegen ein selbstständiges
und ein kontrolliertes Rückstellen
in beide Betätigungsrichtungen
des Aktuators gegeben ist, damit die Position des Seils des Bowdenzugs,
das mit Hilfe des Aktuators betätigt
wird, konstant bleibt.
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Das
Patent
US 6 334 651
B1 beschreibt eine Vorrichtung zum Einstellen einer Lordosenstütze. Die Vorrichtung
weist einen Aktuator mit einer Bowdenzugblockiereinrichtung auf,
die mit einem Bowdenzug derart gekoppelt ist, dass eine Übertragung
einer Verstellkraft auf den Bowdenzug für seine Verstellung in eine
erste Verstellrichtung möglich
ist, wobei ohne Aufbringen der Verstellkraft ein selbstständiges Verstellen
in eine zweite entgegengesetzte Verstellrichtung durch die Blockiereinrichtung
gehemmt wird.
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US 6 951 270 B2 ,
US 6 971 719 B2 und
US 6 945 600 B2 beschreiben
ebenfalls Aktuatoren, die eine Bowdenzugblockiereinrichtung für die Hemmung
einer Verstellung in eine Richtung aufweisen. Die Bowdenzugblockiereinrichtungen
der vier genannten Druckschriften sind in ihren wesentlichen Merkmalen
identisch.
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US 823 971 A beschreibt
einen Aktuator mit Bowdenzugblockiereinrichtung in beide Verstellrichtungen.
Die Hemmung wird durch eine auf einen Zylinder gespannte Schraubenfeder
erreicht.
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US 6 481 557 B2 offenbart
einen Aktuator, der mit einer Bowdenzugblockiereinrichtung für beide Verstellrichtungen
ausgestattet ist.
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Die
US 2003/0173182 A1 offenbart eine Vorrichtung zum Einstellen der
Höhe eines
Sitzkissens eines Fahrzeugs, welche eine Blockiervorrichtung mit
beidseitiger Blockierwirkung aufweist.
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Wird
ein Aktuator zur Höhenverstellung
eingesetzt, so soll der Verstellweg möglichst lang sein.
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Aufgabe
der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung einer Bowdenzugblockiereinrichtung, die
eine Hemmung gegen ein selbstständiges
und unkontrolliertes Lösen
in beide Bewegungsrichtungen des Bowdenzugs ermöglicht und gleichzeitig kompakt
im Aufbau ist.
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Diese
Aufgabe wird durch eine Bowdenzugblockiereinrichtung gemäß den Merkmalen
des unabhängigen
Anspruchs 1 gelöst.
In den abhängigen Ansprüchen sind
bevorzugte und vorteilhafte Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung definiert.
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Ein
erster Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft eine Bowdenzugblockiereinrichtung,
die mit dem Bowdenzug eines Aktuators derart gekoppelt ist, dass
eine Übertragung
einer Verstellkraft auf den Bowdenzug für seine Verstellung in eine
erste Verstellrichtung möglich
ist, während
ohne Aufbringen der Verstellkraft ein selbstständiges Verstellen in eine zweite
entgegengesetzte Verstellrichtung durch einen Blockiermechanismus
gehemmt wird, wobei eine Übertragung
einer Verstellkraft auf den Bowdenzug für die Verstellung des Bowdenzugs
in die zweite Richtung möglich
ist, wobei ohne Aufbringen der Verstellkraft ein selbstständiges Verstellen
in eine erste Richtung gehemmt wird. Erfindungsgemäß ist der Blockiermechanismus
so ausgebildet, dass eine Sperre bzw. eine Hemmung der Bewegung
ohne Aufbringen einer Verstellkraft in beide möglichen Verstellrichtungen
erfolgt. Der Aktuator mit einer derartigen Bowdenzugblockiereinrichtung
kann folglich in eine erste Verstellrichtung betätigt werden. Wird die Verstellbewegung
beendet, verharrt der Bowdenzug in dieser eingestellten Stellung.
Wird der Bowdenzug in die andere entgegengesetzte Richtung verstellt,
so verharrt der Bowdenzug ebenfalls in dieser eingestellten Position.
Ein selbsttätiges
Zurückstellen
entgegen der eingestellten Richtung wird sowohl bei einer Betätigung in
die eine Richtung als auch in die andere Richtung verhindert. Der
Verstellmechanismus ist somit durch die Bowdenzugblockiereinrichtung
optimiert.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung weist der Verstellmechanismus des Bowdenzugs zumindest eine
Nabe und einen Mitnehmer auf, wobei die Nabe und der Mitnehmer in
einem Ringelement angeordnet sind, wobei ein Blockierelement so
zwischen Nabe und Ringelement vorgesehen ist, dass bei Aufbringen
einer Verstellkraft auf den Mitnehmer in eine der beiden Richtungen
das Blockierelement mitgenommen wird, während es ohne Aufbringen einer Verstellkraft
ein Verstellen der Nabe und des Mitnehmers in die entgegengesetzte
Richtung blockiert. Dies ist möglich,
da das Blockierelement zwischen Nabe und Ringelement in einem Blockiersitz
liegt, der ein selbstständiges
Lösen des
Mitnehmers blockiert.
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Erfindungsgemäß ist die
Nabe weiterhin an ihrer Außenseite
mit radial nach außen
ausgebildeten Vorsprüngen
ausgebildet, die jeweils Anschläge für ein elastisches
Element bilden, das in Bewegungsrichtung zwischen dem radialen Vorsprung
und dem Blockierelement angeordnet ist. Erfindungsgemäß gilt dies
für beide
Bewegungsrichtungen, so dass im radialen Verlauf zwischen zwei Nabenvorsprüngen ein
elastisches Element, anschließend
ein Blockierelement, ein Teilkreissegment des Mitnehmers, ein Blockierelement
sowie ein weiteres elastisches Element in dieser Reihenfolge angeordnet
ist.
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Erfindungsgemäß ist die
Nabe zwischen zwei radialen Vorsprüngen an ihrer Außenseite
so ausgebildet, dass der Radius der Nabe zum Rotationsmittelpunkt
der Nabe jeweils von einem Vorsprung ausgehend bis zu einem Maximum
zunimmt. Folgt man nun der Nabe ausgehend von einem Vorsprung in
radialer Richtung der Nabenaußenfläche, so
steigt der Radius erst bis zu einem Maximum an, während er
im weiteren radialen Verlauf bis zum nächsten Vorsprung abnimmt.
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Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform weist
der Mitnehmer in axiale Richtung zumindest ein Teilkreissegment
auf, das in eine Nut eingreift, die in radialer Richtung durch das
Ringelement und die Nabe begrenzt wird. In axiale Richtung wird
die Nut jeweils durch ein Blockierelement begrenzt. Dieses in axialer
Richtung des Aktuators geführte
Teilkreissegment des Mitnehmers überträgt eine
Verstellkraft, die auf den Mitnehmer ausgeübt wird, auf die Nabe.
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Vorzugsweise
ist das elastische Element und das Blockierelement zylinderförmig ausgebildet,
wobei die Zylinderachse parallel zur Aktuatorachse ausgerichtet
ist, und die Zylindermantelflächen
an der Nabe bzw. an dem Ringelement entlang laufen. Das elastische
Element kann beispielsweise eine Gummirolle sein, während die
Blockierelemente beispielsweise Metallzylinder sein können.
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Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform der
Erfindung werden die Blockierelemente bei Aufbringen einer Kraft
auf den Mitnehmer gegen die elastischen Elemente gedrückt, die
wiederum gegen die radialen Vorsprünge der Nabe gedrückt werden, wobei
die radialen Vorsprünge
als Anschlag für
die elastischen Elemente dienen. Ohne Aufbringen einer Kraft auf
den Mitnehmer drückt
das elastische Element das Blockierelement in Richtung des zunehmenden
Radius der Nabe, wodurch das Blockierelement zwischen der Außenfläche der
Nabe und der Innenfläche
des Ringelements eingeklemmt wird, wobei dieser Klemmsitz des Blockierelements
ein selbsttätiges
Rückstellen
verhindert, wobei dieser Klemmsitz jedoch durch Aufbringen einer
Betätigungskraft
auf den Mitnehmer gelöst
werden kann. Erfindungsgemäß werden
bei einer Drehbewegung des Mitnehmers die Blockierelemente jeweils
in Richtung des abnehmenden Radius der Nabe gedrückt, wodurch der Klemmsitze
der Blockierelemente gelöst wird.
Wenn bei einer Drehbewegung des Mitnehmers die Blockierelemente
in Richtung des abnehmenden Radius gedrückt werden, so bedeutet dies
bei konstantem Radius des außenliegenden
Ringelements, dass das Spiel zwischen Nabe und Ringelement vergrößert wird.
Die Breite der Nut zwischen Ringelement und Nabe nimmt in Richtung
der radialen Vorsprünge
jeweils zu. Dadurch können
die Blockierelemente verschoben werden.
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Ein
Aktuator für
einen Bowdenzug, der die Bowdenzugblockiereinrichtung verwendet,
kann eine mit einem Seil des Bowdenzugs gekoppelte Seilscheibe zur
Führung
des Seils aufweisen. Weiterhin ist ein Mitnehmer vorgesehen, der
so mit der Seilscheibe gekoppelt ist, dass er bei einer Drehbewegung
die Seilscheibe mitnimmt und somit die Seilposition verstellt, wobei
der Mitnehmer in einer Aufnahme angeordnet ist, die die Bewegung
des Mitnehmers führt.
Der Mitnehmer kann einen einzigen radial nach außen vorstehenden Vorsprung
aufweisen, der mit einem einzigen in der Aufnahme ausgebildeten Anschlag
zusammenwirkt und die Drehbewegung der Seilscheibe begrenzt. Die
Ausgestaltung des Mitnehmers mit einem einzigen Vorsprung und die
Ausgestaltung der Aufnahme mit einem einzigen Anschlag ermöglichen
einen großen
Drehwinkel der Seilscheibe. Da das Seil fest mit der Seilscheibe
gekoppelt ist, führt
ein großer
Drehwinkel der Seilscheibe zu einer großen Wegänderung des Zugseils des Bowdenzugs.
Bei Systemen im Stand der Technik weist der Mitnehmer üblicherweise
zwei 180° versetzte äußere Vorsprünge auf,
wobei die Aufnahme jeweils zwei ebenfalls um 180° versetzte Anschläge aufweist,
wodurch der Drehwinkel der Seilscheibe üblicherweise auf Winkel kleiner
180° reduziert
ist.
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Das
Seil ist drehfest im Wesentlichen am äußeren Umfang der Seilscheibe
angebracht, wobei beide Enden des Seils aus dem Aktuator herausgeführt sind.
Zur Befestigung des Seils an der Seilscheibe ist das Seil fest mit
einem Nippel versehen, mit dem das Seil in einer Aus sparung in der
Seilscheibe befestigt ist. Durch die Tatsache, dass das Seil im Wesentlichen
am äußeren Rand
bzw. am Umfang der Seilscheibe angebracht und geführt wird,
ergibt sich bei Drehung der Seilscheibe ein größerer Verstellweg des Seils.
Durch die Wahl des Durchmessers der Seilscheibe kann damit der Verstellweg
des Seils beeinflusst werden, wobei mit größeren Seilscheibendurchmesser
zwar das Gehäuse
des Aktuators zwangläufig
größer wird,
jedoch die Bauhöhe des
Aktuators gering bleibt.
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An
einem der aus dem Aktuator herausgeführten Seilabschnitte wird ein
Lordosenstützelement angebracht,
wobei bei einer Drehbewegung der Seilscheibe das Lordosenstützelement
in der Höhe
verstellt wird. Für
einen großen
Verstellweg des Lordosenstützelements
kann beispielsweise der radial nach außen vorstehende Vorsprung des
Mitnehmers und der Anschlag der Aufnahme so ausgebildet sein, dass
eine Drehbewegung der Seilscheibe mit einem Winkel größer 180°, vorzugsweise
mit einem Winkel größer 220°, weiterhin
vorzugsweise mit einem Winkel von ungefähr 240° oder größer möglich ist.
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Weiterhin
kann der Aktuator so ausgebildet sein, dass er weiterhin eine ringförmige Aufnahme aufweist,
in der die Seilscheibe drehbar gelagert angeordnet ist, wobei die
ringförmige
Aufnahme zwei Öffnungen
zum Herausführen
jeweils eines Seilendes aus dem Aktuator aufweist. Durch das Herausführen beider
Enden des Seiles und durch Anbringen des Seils am äußeren Rand
der Seilscheibe ist eine seilschonende Anordnung innerhalb des Aktuators möglich. Auf
kleine Krümmungsradien
des Zugseils des Aktuators kann damit verzichtet werden, was die Lebensdauer
des Zugseils erhöht.
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Weiterhin
kann der Mitnehmer mit der Seilscheibe über eine Nabe mit dieser gekoppelt
sein, wobei die Nabe drehfest mit der Seilscheibe verbunden ist.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der Erfindung weist der gerade beschriebene Aktuator mit dem großen Höhenverstellweg
eine Bowdenzugblockiereinrichtung auf, wie sie oben beschrieben wurde.
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Die
vorliegende Erfindung wird nachfolgend näher unter Bezugnahme auf die
beigefügten
Zeichnungen anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels erläutert.
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1 zeigt
eine Explosionsdarstellung eines Aktuators,
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2 zeigt
den Aktuator von 1 im zusammengebauten Zustand
in perspektivischer Darstellung,
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3 zeigt
eine perspektivische Darstellung einer Aufnahme zur Aufnahme eines
Mitnehmers,
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4 zeigt
einen Mitnehmer, der in der Aufnahme von 3 angeordnet
wird,
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5 zeigt
eine erste perspektivische Ansicht der Seilscheibe,
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6 zeigt
eine zweite perspektivische Ansicht der Seilscheibe,
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7 zeigt
eine perspektivische Ansicht einer Nabe des Aktuators,
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8 zeigt
die geometrische Anordnung des Blockiermechanismus des Aktuators,
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9 zeigt
eine ringförmige
Aufnahme, in der der Blockiermechanismus angeordnet wird, und
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10 zeigt
den Blockiermechanismus, der in der ringförmigen Aufnahme von 9 angeordnet ist.
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1 zeigt
in einer Explosionsdarstellung einen Aktuator zur Betätigung eines
(nicht dargestellten) Bowdenzugs. Der Aktuator weist eine Aufnahme 10 auf,
die auch als Deckel des Gehäuses
des Aktuators wirkt. In dieser Aufnahme 10 ist ein Mitnehmer 20 angeordnet.
Der Mitnehmer 20 ist derart dimensioniert, dass er in ein
Ringelement 30 eingefügt
werden kann. In 1 ist unterhalb des Ringelements 30 eine
Nabe 40 angeordnet, die drehfest mit einer Seilscheibe 50 verbunden
ist. Weiterhin sind Blockierelemente 60 und elastische
Elemente 70 vorgesehen, deren Funktionsweise im weiteren
Verlauf näher
erläutert
wird.
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Das
Ringelement 30 liegt drehfest in einer ringförmigen Aufnahme 80,
in der Öffnungen 81 zum Herausführen der
beiden Seilenden angeordnet sind. Den Abschluss des Aktuators am
anderen Ende entlang der Längsachse
A bildet eine Abdeckung 90.
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In 2 ist
der Aktuator von 1 im zusammengefügten Zustand
dargestellt. In 2 ist die kompakte Bauweise
in axialer Richtung entlang der Längsachse A erkennbar, wobei
an einem Ende die Abdeckung 90 einen Abschluss bildet,
und am anderen Ende die Aufnahme bzw. der Deckel 10. In 2 ist
weiterhin die Verzahnung 21 erkennbar, die in einer Öffnung 11 der
Aufnahme 10 eingeführt
ist. Diese Verzahnung ist mit einer entweder manuell oder elektrisch
angetriebenen Welle verbunden, damit bei Aufbringen einer Verstellkraft
diese auf den Mitnehmer und, wie später erklärt wird, auf die Nabe übertragen
wird, die wiederum drehfest mit der Seilscheibe verbunden ist, so
dass bei einer Drehbewegung des Mitnehmers 20 die Seilscheibe 50 gedreht wird,
an der ein 1 nicht gezeigtes Seil befestigt ist.
Zwischen der Aufnahme 10 und der Abdeckung 90 ist
die ringförmige
Aufnahme 80 angeordnet, an dem die beiden Öffnungen 81 angeordnet
sind, aus dem das Zugseil 83 herausgeführt wird. Weiterhin sind in
der Aufnahme 10, der ringförmigen Aufnahme 80 und
der Abdeckung 90 Bohrungen 12, 82 bzw. 92 vorgesehen,
durch die Fixierelemente zur Befestigung des Aktuators beispielsweise
an einem Sitz oder an einer Lehne gesteckt werden können.
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In 3 ist
die Aufnahme 10 perspektivisch von ihrer Innenseite dargestellt.
Der Boden 13 der Aufnahme 10 weist die konzentrische Öffnung 11 auf, wobei
der Mitnehmer 20 von 4 in die
Aufnahme 10 eingesetzt wird. Der Mitnehmer 20 ist
im Wesentlichen scheibenförmig
ausgebildet und weist auf der einen Scheibenfläche 22 die Verzahnung 21 auf, während er
auf der anderen Scheibenfläche 23 Teilkreissegmente 24 aufweist.
Diese Teilkreissegmente nehmen, wie im Zusammenhang mit 8 und 10 näher erläutert wird,
die Nabe mit und bewirken somit eine Übertragung einer Verstellkraft
von dem Mitnehmer über
die Nabe auf die Seilscheibe 50. Der Mitnehmer weist an
seinem äußeren Umfang einen
radial nach außen überstehenden
Vorsprung 25 auf. Der Außenradius des Vorsprungs 25 ist
derart gewählt,
dass der Mitnehmer 20 in die Aufnahme 10 eingelegt
werden kann. Der Mitnehmer 20 ist drehbar am Boden 13 der
Aufnahme 10 gelagert, wobei der Außenradius des Vorsprungs 25 kleiner
als der Radius der Seitenwand 14 ist. An der Seitenwand 14 ist im
Boden 13 ein Anschlag 15 ausgebildet, der soweit radial
nach innen vorsteht, dass der Anschlag 15 im Zusammenwirken
mit dem Vorsprung 25 die Drehbewegung des Mitnehmers 20 innerhalb
der Aufnahme 10 begrenzt. Durch die Ausbildung eines einzigen Anschlags 15 und
eines einzigen Vorsprungs 25 kann der Drehwinkel des Mitnehmers 20 stark
vergrößert werden
im Gegensatz zu einer Ausführungsform,
bei der zwei Anschläge 15 bzw.
zwei Vorsprünge 25 vorgesehen
sind. Bei dieser Ausführungsform der
Erfindung kann durch die Wahl der Breite des Anschlags 15 und
des Vorsprungs 25 der maximale Drehwinkel des Mitnehmers
und damit auch die maximale Verstelllänge des Seils 83 gewählt werden.
Je nach Breite des Anschlags 15 und des Vorsprungs 25 und
in Abhängigkeit
von der Lage der Öffnungen 81 für das Seil 83 können Drehwinkel
von bis zu 250°–280° erreicht
werden.
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In 5 ist
die Seilscheibe 50 perspektivisch dargestellt. Die Seilscheibe 50 weist
an ihren Außenrändern eine
Führung 51 auf,
in der das Seil des Bowdenzugs geführt wird. Die Führung 51 wird
an einem Teil der Scheibe durch radial nach außen abstehende Führungslaschen 52 und 53 gebildet,
die jeweils an der oberen und unteren Fläche der Seilscheibe ausgebildet
sind. In einem Teilsegment der Seilscheibe verläuft eine Führungswand 54 vom Rand
der Seilscheibe 50 an das Innere bis zu einer Aussparung 55,
in der ein (nicht dargestellter) Nippel des Seils eingelassen ist.
Der Nippel kann beispielsweise zylinderförmig fest mit dem Seil verbunden werden,
so dass bei einer Drehbewegung der Seilscheibe 50 das Zugseil 83 ebenfalls
bewegt wird. Das um die Seilscheibe verlaufende Seil muss nicht einstückig ausgebildet
sein. Es können
auch zwei Seile vorgesehen sein, wobei ein Seil jeweils an der Seilscheibe
befestigt ist und durch eine der Öffnungen 81 läuft. Hierzu
könnten
beispielsweise zwei Aussparungen 55 in der Seilscheibe 50 vorgesehen sein,
oder eine vergrößerte Aussparung 55 in
der dann zwei Nippel angeordnet sein können, die jeweils an den Seilen
befestigt sind und mit denen die Seile mit der Seilscheibe gekoppelt
sind.
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In 6 ist
die Seilscheibe mit ihrer Oberseite perspektivisch dargestellt,
wobei von der Oberseite axial abstehend ein Zahnkranz 56 ausgebildet
ist, mit dem die Nabe 40 drehfest mit der Seilscheibe 50 verbunden
ist.
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In 7 ist
die Nabe 40 perspektivisch dargestellt. An ihrer Innenfläche weist
die Nabe 40 dem Zahnkranz 56 komplementäre Aussparungen 41 auf, mit
denen die Nabe auf die Seilscheibe aufgesetzt wird. Die Nabe ist
in dem in 7 dargestellten Beispiel mit
drei radial nach außen
vorspringenden Vorsprüngen 41 ausgebildet,
wobei die Außenflächen 42 der
Vorsprünge 41 so
geformt sind, dass sie, wie in 8 erkennbar
in dem Ringelement 30 laufen können. Der Übergang des Vorsprungs 41 zur
Außenkante 43 der
Nabe verläuft über einen
konkav gekrümmten
Radius 44, wobei der Radius 44 so gewählt ist,
dass innerhalb des Radius die elastischen Elemente 70 zu
liegen kommen.
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Wie
im Zusammenhang mit den 7 und 8 erkennbar
ist, ist der Außenradius
der Nabe zwischen den Vorsprüngen
nicht konstant. Insbesondere im Zusammenhang mit 8 ist
erkennbar, dass der Außenradius
der Nabe in den Bereichen zwischen den Vorsprüngen 41 von diesen
ausgehend zunimmt, bis ein maximaler Radius 45 ungefähr in der
Mitte zwischen zwei Vorsprüngen 41 erreicht wird.
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Wie
in 8 erkennbar, hat das Ringelement 30 einen
konstanten Innenradius. Durch den variablen Außenradius der Nabe 40 und
des konstanten Innenradius des außerhalb liegenden Ringelements 30 ist
somit der Abstand zwischen Nabe und Ringelement nicht konstant.
Dieser radiale Abstand nimmt ausgehend von dem maximalen Radius 45 in Richtung
der Vorsprünge 41 zu.
In dem zwischen den Vorsprüngen 41,
dem Ringelement 30 und der Nabe 40 begrenzten
Raums sind die elastischen Element 70 und die Blockierelement 60 angeordnet,
wobei die Blockierelemente relativ zu den elastischen Elementen
in Richtung des zunehmenden Radius der Nabe angeordnet sind. Wie
weiterhin in 8 zu erkennen ist, bildet der
Raum zwischen zwei Blockierelementen 60, dem Ringelement 30 und
der Nabe 40 eine Art Nut, in der die Teilkreissegmente 24 des
Mitnehmers 20 (siehe 4) liegen.
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Der
Radius der Blockierelemente 60 ist nun so gewählt, dass
ohne Ausüben
einer Verstellkraft auf den Mitnehmer 10 die elastischen
Elemente 70 die Blockierelemente 60 in einen Klemmsitz
drücken, so
dass eine Bewegung des Mitnehmers 20 gehemmt bzw. blockiert
wird. Erfolgt nun eine Drehbewegung des Mitnehmers 20,
drücken
die Teilkreissegmente 24 die Blockierelemente von ihrem
Klemmsitz in Bewegungsrichtung gegen die elastischen Element, die
soweit verformt werden, dass die Blockierelemente nicht mehr die
Drehbewegung der Nabe blockieren.
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Bei
der Drehbewegung der Nabe wird das in Drehrichtung hinter dem Teilkreissegment
gelegene Blockierelement gegen das elastische Element gedrückt, so
dass das in Bewegungsrichtung hinter dem Teilkreissegment liegende
Blockierelement die Bewegung ebenfalls nicht blockiert.
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Wie
in den 8 und 10 zu erkennen ist werden die
Blockierelement bei einer Drehbewegung der Nabe jeweils in die Richtung
der Nut mit größerer radialer
Breite gedrückt,
so dass der Klemmsitz der Blockierelemente 60 aufgehoben
wird. Der Blockiermechanismus der Erfindung ermöglicht somit eine Drehbewegung
in beide Richtungen, wobei jeweils in den beiden anderen zur Drehrichtungen
entgegengesetzten Richtungen eine Sperre vorhanden ist. Ein selbstständiges Verdrehen
der Nabe und der damit der Seilscheibe 50 wird damit verhindert.
Durch die feste Lage der Seilscheibe und damit des mit der Seilscheibe
verbundenen Seils wird auch die mit dem Seil verbundene Funktion
nicht selbsttätig
geändert.
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In 9 ist
die ringförmige
Aufnahme 80 dargestellt, in der das Ringelement 30 drehfest
angeordnet ist. Die ringförmige
Aufnahme 80 weist an ihren Innenflächen Vorsprünge 85 und Ausbuchtungen 86 auf,
in die jeweils die Ausbuchtungen 31 zu liegen kommen. Wie
in 10 dargestellt liegt das Ringelement 30 fest
in der ringförmigen
Aufnahme 80, wobei innen der Zahnkranz 56 der
Seilscheibe 50 zu erkennen ist. In den Raum zwischen die
Blockierelemente 60 werden die Teilkreissegmente 24 des
Mitnehmers 20 eingeführt.
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Wie
sich aus der oben stehenden Beschreibung ergibt ermöglicht die
vorliegenden Erfindung einen flachbauenden Aktuator mit einem beidseitigen blockierenden
Bowdenzugblockiermechanismus, der gleichzeitig eine große Verstelllänge des
Seils ermöglicht.