DE102006009875B4 - Frontend mit Montageträger und Stoßfängerquerträger - Google Patents
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Abstract
Frontend für einen Personen- oder Kleinlastkraftwagen mit einem Montageträger (1) mit einem oberem Querträger (2) und an diesem nach unten hin anschließenden, seitlichen Vertikalträgern (3), an denen seitliche, nach außen hin abstehende Scheinwerferträger (4) mit Aufnahmepunkten (5, 6) für die Scheinwerferbefestigung angeordnet sind, und mit einem separaten Stoßfängerquerträger (7), der an seiner Rückseite nach hinten hin wegstehende, fest angesetzte Crashboxen (7.1) und daran fest angebrachte, endseitige, den Vertikalträgern (3) und den Scheinwerferträgern (4) des Montageträgers (1) benachbarte Flanschplatten (8) zur Befestigung an der Karosseriestruktur des Fahrzeugs aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheinwerferträger (4) als Kragarme ausgebildet sind und die Flanschplatten (8) an den mit dem Stoßfängerquerträger (7) festen Crashboxen (7.1) jeweils wenigstens einenden Scheinwerferträger (4) am Vertikalträger (3) des Montageträgers (1) übergreifenden Bereich (10) aufweisen, an dem zumindest ein Befestigungspunkt (11) vorhanden ist, an dem der Scheinwerferträger (4) an der Flanschplatte (8) der Crashbox (7.1) fixiert ist.
Description
- Die Erfindung bezieht sich auf ein Frontend für einen Personen- oder Kleinlastkraftwagen gemäß den Merkmalen des Oberbegriffs des Patentanspruchs 1.
- In bekannter Ausführung solcher Frontends werden der Montageträger einerseits und der Stoßfängerquerträger sowie die Crashboxen andererseits unabhängig voneinander gefertigt. Für den Montageträger werden unterschiedliche Werkstoffe vorgesehen, der Stoßfängerquerträger und die Crashboxen bestehen vornehmlich aus Stahl. Die Crashboxen sind fest an der Rückseite des Stoßfängerquerträgers angebracht, in der Regel angeschweißt, ebenso sind die Flanschplatten zur Befestigung an der Karosseriestruktur an den hinteren Enden der Crashboxen fest angesetzt. So stellen der Stoßfängerquerträger und die Crashboxen mit den Flanschplatten ein vorgefertigtes, einstückiges Bauteil dar. Die Verbindung des Montageträgers mit der Karosseriestruktur erfolgt in erster Linie ebenfalls über die Fahrzeuglängsträger, hierzu sieht man an den Vertikalträgern des Montageträgers entsprechende Befestigungspunkte vor.
- Um auch die Scheinwerferträger am Montageträger im Hinblick auf das die äußere Scheinwerferbegrenzung an der Karosserieaußenhaut umgebende Fugenbild exakt ausrichten zu können, sieht man an ihren Enden Befestigungspunkte zur Verbindung mit der seitlichen Karosseriestruktur vor.
- Ein solches Frontend, bei dem noch zusätzlich ein Crashrahmen mittels auf den Montageträger aufgesetzter Versteifungsteile gebildet ist, ist aus dem Dokument
DE 199 19 258 A1 bekannt. - Eines der Versteifungsteile ist zwischen der Flanschplatte an der betreffenden Crashbox und dem benachbarten Vertikalträger des Montageträgers angeordnet, eine Anbindung dieses Versteifungsteils an dem darüber befindlichen Scheinwerferträger am Montageträger ist nicht vorgesehen. Sie ist entbehrlich, weil der Scheinwerferträger als vom Vertikalträger nach außen ragender Arm mit seinem außenliegenden Ende in der Einbaulage mit dem angrenzenden seitlichen Kotflügel der Karosseriestruktur verbunden ist.
- Aus dem Dokument
ist ein Frontend anderer Bauart bekannt, bei dem der Montageträger und der Stoßfängerquerträger miteinander einstückig sind und in Hybridbauweise aus einem Kunststoff-Metall-Verbund bestehen. Hierbei sind die Scheinwerferträger fest in den Verbund mit dem Stoßfängerquerträger integriert, und es sind an ihren freien Enden Befestigungspunkte zur Verbindung mit der seitlichen Karosseriestruktur des Fahrzeugs vorgesehen.FR 2 804 649 A1 - Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Frontend der eingangs genannten Art zu schaffen, bei dem auf eine Verbindung der seitlichen Scheinwerferträger am Montageträger mit der seitlichen Karosseriestruktur verzichtet werden kann und die Lagefixierung der Scheinwerferträger mit den daran befindlichen Referenzpunkten für die Scheinwerferaufnahme über die mit der Karosseriestruktur zu verbindenden Flanschplatten der mit dem Stoßfängerquerträger festen Crashboxen erfolgt.
- Diese Aufgabe wird mit einem Frontend gelöst, welches die Merkmale des Patentanspruchs 1 aufweist.
- Für die Erfindung ist wesentlich, daß die Flanschplatten an dem mit dem Stoßfängerquerträger festen Crashboxen jeweils zumindest einen Befestigungspunkt aufweisen, an dem der jeweilige Scheinwerferträger des Montageträgers festgelegt wird. Dies geschieht bereits in der Vormontage des Frontends, bei der zugleich die Fixierung von Montageträger und Stoßfängerquerträger zueinander erfolgt. Dazu wird eine Montagelehre verwendet, relativ zu der die Scheinwerferträger am Montageträger mit ihren Referenzpunkten für die Scheinwerferbefestigung so ausgerichtet werden, daß sich bei der Montage am Fahrzeug ein Nachjustieren in Relation zur seitlichen Karosseriestruktur, insbesondere ein Verbinden der Scheinwerferträgerenden mit den Kotflügelbänken des Fahrzeugs erübrigt.
- Vorteilhafte Ausgestaltungsmerkmale der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
- Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel noch näher erläutert.
- Die Zeichnung zeigt in perspektivischer Wiedergabe den Montageträger und den Stoßfängerquerträger eines Fahrzeugfrontends in einem der beiden seitlichen, zueinander spiegelbildlichen Bereiche.
- Im einzelnen erkennt man in der Zeichnung einen Montageträger
1 , der einen oberen Querträger2 aufweist, an dessen seitliche Abschnitte sich Vertikalträger3 nach unten hin anschließen. Unterhalb des oberen Querträgers2 sowie zwischen den beiden Vertikalträgern3 sind in der Einbaulage des Frontends Kühlerkomponenten aufgenommen. Vorzugsweise ist der Montageträger1 in Hybridbauweise ausgeführt und besteht aus einem Metall-Kunststoff-Verbund, hierfür werden in erster Linie mit dem Kunststoff umspritzte Stahleinlagen vorgesehen. - An den äußeren Längsseiten der Vertikalträger
3 des Montageträgers1 sind nach außen hin wegstehende Scheinwerferträger4 vorhanden, die als Kragarme ausgebildet sind. Nahe ihren freien Enden weisen die Scheinwerferträger4 Referenzpunkte5 auf, die für die Befestigung der nicht dargestellten Scheinwerfer maßgeblich sind. An der Oberseite der Scheinwerferträger4 befinden sich weitere Aufnahmepunkte6 für die Scheinwerfer. - Weiter gehört zu dem Frontend ein Stoßfängerquerträger
7 , der im Bereich seiner Enden rückwärtig vorstehende schematische eingezeichnete Crashboxen7.1 aufweist, die mit dem Stoßfängerquerträger7 fest verbunden, also einstückig sind. An den hinteren Enden der Crashboxen7.1 . sind vertikal ausgerichtete, in der Einbaulage in Fahrzeugquerrich-tung sich erstreckende Flanschplatten8 fest angesetzt, die mit den Durchgangslöchern9 versehen sind, welche zur Verschraubung mit fahrzeugfesten Flanschplatten dienen, die an den Stirnenden der üblichen Fahrzeug Längsträger angeordnet sind. - Jede der Flanschplatten
8 an den rückwärtigen Enden der Crashboxen7.1 weist nach außen ausgebuchtete Bereiche10 ,12 ,14 auf, welche über die zur Verbindung mit den Fahrzeuglängsträgern notwendige Flanschfläche hinaus vorstehen. Die ausgebuchteten Bereiche10 ,12 ,14 haben die Gestalt von einstückig an die Flanschplatte8 angeformten Laschen, die mit endseitigen Löchern zur Anbringung von Verbindungsmitteln versehen sind. Der ausgebuchtete Bereich10 steht an der Oberseite der Flanschplatte8 vor und übergreift den benachbarten Scheinwerferträger4 an dessen Vorderseite. Im Bereich des Durchgangslochs des Bereichs10 an der Flanschplatte8 ist ein Verbindungsmittel, wie eine Verschraubung, vorgesehen. Folglich befindet sich an dieser Stelle ein Befestigungs-punkt11 , an welchem der Scheinwerferträger4 an der Flanschplatte8 und damit über die Crashbox7.1 am Stoßfängerquerträger7 fixiert ist. Die hierdurch erreichte Stabilisierung erübrigt es, den Scheinwerferträger4 an seinem freien Ende4.1 in der Einbaulage des Frontends mit der seitlichen Karosseriestruktur des Fahrzeugs zu verbinden, außerdem kann eine Verbindung des freien Endes4.1 des Scheinwerferträgers4 zum oberen Querträger2 des Montageträgers1 entfallen. - Im übrigen erfolgt zweckmäßig die Befestigung des gesamten Montageträgers
1 an den Fahrzeuglängsträgern über die Flanschplatten8 an den rückwärtigen Enden der Crashboxen7.1 des Stoßfängerquerträgers7 . Dazu weist jede der Flanschplatten8 die weiteren ausgebuchteten Bereiche12 und14 auf, die zu dem benachbarten Vertikalträger3 des Montageträgers1 hin vorstehen und diesen an der Vorderseite übergreifen. Im Bereich endseitiger Öffnungen dieser Bereiche12 ,14 an der Flanschplatte8 sind Befestigungspunkte13 ,15 gebildet, an denen der Vertikalträger3 des Montageträgers1 mit der Flanschplatte8 fest verbunden, insbesondere verschraubt ist. Es handelt sich um zwei Befestigungspunkte13 ,15 , die in Höhenrichtung, also in Längsrichtung des Vertikalträgers3 in Abstand voneinander angeordnet sind. Demgemäß befinden sich die hier durch abgekröpften Laschen gebildeten, ausgebuchteten Bereiche12 ,14 im oberen und im unteren dem Vertikalträger3 des Montageträgers1 zugewandten Eckbereich der Flanschplatte8 . Die drei vorhandenen Befestigungspunkte, nämlich der Befestigungspunkt11 am Scheinwerferträger4 und die beiden Befestigungspunkte13 ,15 am Vertikalträger3 des Montageträgers1 liegen in den Ecken eines Dreiecks, folglich umschließen ihre geraden Verbindungslinien ein Dreieck.
Claims (6)
- Frontend für einen Personen- oder Kleinlastkraftwagen mit einem Montageträger (
1 ) mit einem oberem Querträger (2 ) und an diesem nach unten hin anschließenden, seitlichen Vertikalträgern (3 ), an denen seitliche, nach außen hin abstehende Scheinwerferträger (4 ) mit Aufnahmepunkten (5 ,6 ) für die Scheinwerferbefestigung angeordnet sind, und mit einem separaten Stoßfängerquerträger (7 ), der an seiner Rückseite nach hinten hin wegstehende, fest angesetzte Crashboxen (7.1 ) und daran fest angebrachte, endseitige, den Vertikalträgern (3 ) und den Scheinwerferträgern (4 ) des Montageträgers (1 ) benachbarte Flanschplatten (8 ) zur Befestigung an der Karosseriestruktur des Fahrzeugs aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheinwerferträger (4 ) als Kragarme ausgebildet sind und die Flanschplatten (8 ) an den mit dem Stoßfängerquerträger (7 ) festen Crashboxen (7.1 ) jeweils wenigstens einenden Scheinwerferträger (4 ) am Vertikalträger (3 ) des Montageträgers (1 ) übergreifenden Bereich (10 ) aufweisen, an dem zumindest ein Befestigungspunkt (11 ) vorhanden ist, an dem der Scheinwerferträger (4 ) an der Flanschplatte (8 ) der Crashbox (7.1 ) fixiert ist. - Frontend nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Flanschplatten (
8 ) an den mit dem Stoßfängerquerträger (7 ) festen Crashboxen (7.1 ) weitere Bereiche (12 ,14 ) aufweisen, welche jeweils den Vertikalträger (3 ) des Montageträgers (1 ) übergreifen, und an denen jeweils zumindest ein Befestigungspunkt (13 ,15 ) vorhanden ist, an dem der Vertikalträger (3 ) und der Stoßfängerquerträger (7 ) fest miteinander verbunden sind. - Frontend nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils zwei Befestigungspunkte (
13 ,15 ) der weiteren Bereiche (12 ,14 ) jeder Flanschplatte (8 ) der mit dem Stoßfängerquerträger (7 ) festen Crashbox (7.1 ) in Höhenrichtung des Vertikalträgers (3 ) in Abstand voneinander angeordnet sind und an dem den Scheinwerferträger (4 ) übergreifenden Bereich (10 ) jeder Flanschplatte (8 ) ein einziger Befestigungspunkt (11 ) so angeordnet ist, daß alle drei Befestigungspunkte (11 ,13 ,15 ) in den Ecken eines Dreiecks angeordnet sind. - Frontend nach Anspruche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Bereiche (
10 ,12 ,14 ) für die Befestigungspunkte (11 ,13 ,15 ) an den Flanschplatten (8 ) der mit dem Stoßfängerquerträger (7 ) festen Crashboxen (7.1 ) als an diesen Flanschplatten (8 ) randlich vorstehende Laschen ausgebildet sind. - Frontend nach einem der Ansprüche 1–4, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheinwerferträger (
4 ) an den Vertikalträgern (3 ) des Montageträgers (1 ) als Kragarme mit frei wegstehenden Enden (4.1 ) ausgebildet sind. - Frontend nach einem der Ansprüche 1–5, dadurch gekennzeichnet, daß der obere Querträger (
2 ) und/oder die Vertikalträger (3 ) des Montageträgers (1 ) in Hybridbauweise aus einem Stahl-Kunststoff-Verbund bestehen, wobei die Scheinwerferträger (4 ) ausschließlich durch den Kunststoff dieses Verbundes gebildet sind.
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| FR2804649A1 (fr) * | 2000-02-07 | 2001-08-10 | Ecia Equip Composants Ind Auto | Face avant pour vehicule automobile |
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Legal Events
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| R018 | Grant decision by examination section/examining division | ||
| R020 | Patent grant now final |
Effective date: 20110917 |
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