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Die
Erfindung betrifft eine Traganordnung eines Behälters an einem tragenden Bauteil
eines Lastkraftwagens der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 angegebenen
Art.
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Eine
derartige Traganordnung ist beispielsweise aus der
US 6 053 533 A als bekannt
zu entnehmen, bei der ein als Kraftstofftank ausgebildeter Behälter an
einem Rahmenlängsträger des
Fahrzeugsrahmens eines Lastkraftwagens gehalten ist. Die Traganordnung
umfasst dabei drei separate Konsolen, welche über einen jeweils zugeordneten
Konsolenhalter an dem Rahmenlängsträger festgelegt
sind. Jede der Konsolen ist mit ihrem zugehörigen Konsolenhalter verschraubt
und in ihrer Form C-förmig
ausgestaltet. Mit einem zugeordneten, im Wesentlichen ebenfalls
C-förmigen
Wandelement bildet die jeweilige Konsole eine Bandanordnung, welche
am Außenumfang
des im Querschnitt kreisförmigen
Behälters umläuft. Zwischen
jedem Konsolenhalter und dem zugehörigen Bandelement ist jeweils
eine Schraubanordnung vorgesehen, mit welcher die aus der Konsole
und dem Bandelement gebildete Bandanordnung in ihrer Länge veränderbar
bzw. das Bandelement spannbar ist. Hierdurch wird eine sichere Traganordnung
des Behälters
an dem Rahmenlängsträger des
Lastkraftwagens erreicht.
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Als
nachteilig bei dieser bekannten Traganordnung ist jedoch der Umstand
anzusehen, dass zwar mittels der jeweiligen Verstelleinrichtung
eine Anpassung der aus der Konsole und dem Bandelement gebildeten
Bandanordnung an toleranzbedingte Längenunterschiede des Außenumfangs
des Behälters
möglich
ist, dass jedoch die einzelnen Konsolen sehr häufig toleranzbedingt einen
Winkel- und/oder Höhenversatz
zueinander aufweisen. Dieser Versatz kann zu Spannungen innerhalb
des Behälters – und im
Extremfall zu einer Leckage – führen.
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Eine
weitere derartige Trageanordnung ist aus der
DE 100 14 849 C2 als bekannt
zu entnehmen. Das dortige modulare Haltersystem dient ebenfalls
zur Festlegung eines Behälters
an einem korrespondierenden Rahmenlängsträger eines Fahrzeugrahmens eines
Lastkraftwagens, wobei ein Konsolenhalter vorgesehen ist, welcher
zweiteilig aus einem Basisträger
und einem Verstärkungselement gebildet
ist. Das Verstärkungselement
dient dabei zur Festlegung des Konsolenträgers an dem korrespondierenden
Rahmenlängsträger und
ist mit unlösbaren Nietverbindungen
mit dem Basisträger
verbunden.
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Des
Weiteren ist eine solche Traganordnung aus der
DE 198 14 975 B4 als bekannt
zu entnehmen. Dabei sind wiederum jeweilige Konsolenhalter vorgesehen,
welche jeweils zwei miteinander korrespondierende Halterhälften umfassen,
von welchen eine am korrespondierenden Rahmenlängsträger befestigt ist und welche
gemeinsam zur Einspannung eines winkelförmigen Rohrträgers dienen.
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Aus
diesem Grund ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Traganordnung
der eingangs genannten Art so zu verbessern, dass herstellungsbedingte
Toleranzen einfach ausgeglichen werden können.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine
Traganordnung mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte
Ausgestaltungen mit zweckmäßigen und
nicht-trivialen Weiterbildungen der Erfindung sind in den übrigen Patentansprüchen beschrieben.
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Bei
der Traganordnung nach der Erfindung ist die Konsole mittels der
Verstelleinrichtung gegenüber
dem Konsolenhalter einstellbar ausgebildet. Mit anderen Worten sind
erfindungsgemäß nicht
nur herstellungs- und montagebedingte Toleranzen des Außenumfangs
des Behälters
durch die Verstelleinrichtung auszugleichen, sondern vielmehr ist
es auch möglich,
zum Toleranzausgleich die Position der Konsole gegenüber dem
zugehörigen
Konsolenhalter bzw. gegenüber
dem tragenden Bauteil des Lastkraftwagens einzustellen. Hierzu umfasst
die Verstellvorrichtung geeignete Mittel, damit die Konsole gegenüber dem
am tragenden Bauteil fest angeordneten Konsolenhalter verstellt
werden kann. Im Ergebnis ist es somit möglich, den toleranzbedingten Winkel-
und/oder Höhenversatz
der Konsolen auszugleichen, so dass der Behälter ohne unerwünschte Spannungen
eingespannt ist.
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In
weiterer Ausgestaltung der Erfindung hat sich eine einstellbare
Schraubverbindung der Konsole am Konsolenhalter als besonders einfach
und betriebssicher erwiesen, bei der Durchgangsöffnungen innerhalb der Konsole
und/oder des Konsolenhalters im Querschnitt größer ausgebildet sind als die
hindurchgesteckte Schraube der Schraubverbindung. Somit ist es möglich, im
begrenzten, aber üblicherweise
ausreichenden Rahmen toleranzbedingte Unterschiede in der Position
des Behälters
gegenüber dem
tragenden Bauteil auf einfache Weise auszugleichen.
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Umfasst
der Konsolenhalter dabei zwei Halteschenkel, zwischen denen die
Konsole eingespannt ist, so ergibt sich einerseits eine sehr stabile Führung der
Konsole und andererseits eine sehr tragfähige Befestigungsverbindung
nach dem Einstellen der Konsole am Konsolenhalter.
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Besonders
einfach und kostengünstig
ist dabei ein Konsolenhalter zu fertigen, welcher aus zwei separaten
Teilen beispielsweise in Winkelform gestaltet ist. Somit lassen
sich die zur Herstellung des Konsolenhalters notwendigen Umformmaßnahmen auf
ein Minimum reduzieren.
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Ist
die Konsole im Querschnitt im Wesentlichen U-förmig ausgebildet, so lässt sich
diese auf einfache Weise als tiefgezogenes Umformteil gestalten.
Sind innerhalb von deren Konsolenschenkel die im Querschnitt größer ausgebildeten
Durchgangsöffnungen
eingebracht, so ist auf einfache Weise durch die beiden Öffnungen
eine sichere Führung
der Konsole an dem Konsolenhalter realisiert.
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Um
ein Verbiegen der beiden Konsolenschenkel beim Anziehen der Schraubverbindung
zu vermeiden, hat es sich als vorteilhaft gezeigt, zwischen diesen
ein zugeordnetes Distanzelement vorzusehen. Vorzugsweise ist das
Distanzelement dabei als Distanzhülse ausgebildet, durch welche
die Schraube der Schraubverbindung hindurch gesteckt ist. Somit
ist zusätzlich
eine Verliersicherung für
das Distanzelement geschaffen.
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Weitere
Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus
der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels
sowie anhand der Zeichnungen; diese zeigen in:
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1 eine
schematische Perspektivansicht auf einen als Kraftstofftank ausgebildeten
Behälter, der über die
Traganordnung an einem Rahmenlängsträger eines
Fahrzeugrahmens eines Lastkraftwagens befestigt ist;
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2 eine
schematische Perspektivansicht auf eine der beiden Konsolen der
Traganordnung, welche über
einen Konsolenhalter am Rahmenlängsträger des
Lastkraftwagens befestigt ist;
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3 eine
gegenüber 2 ausschnittsweise
vergrößerte Perspektivansicht
auf zwei Schraubverbindungen, über
welche die Konsole an dem Konsolenhalter einstellbar befestigt ist,
wobei den Schraubverbindungen zugeordnete Distanzhülsen der Deutlichkeit
halber weggelassen sind; und in
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4 eine
ausschnittsweise und schematische Perspektivansicht auf die Schraubverbindungen
gemäß 3,
denen jeweils eine zwischen Konsolenschenkeln der Konsole verlaufende
Distanzhülse
zugeordnet ist.
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In 1 sind
in einer ausschnittsweisen und schematischen Perspektivansicht von
einem Fahrzeugrahmen 10 eines Lastkraftwagens zwei Rahmenlängsträger 12 dargestellt,
von denen einem eine Traganordnung eines als Kraftstofftank ausgebildeten
Behälters 14 zugeordnet
ist. Zur besseren Erkennbarkeit der Traganordnung ist der Behälter 19 lediglich
gestrichelt angedeutet.
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Im
vorliegenden Ausführungsbeispiel
umfasst die Traganordnung zwei im Wesentlichen winkelförmige Konsolen 16,
welche insbesondere in Zusammenschau mit 2 näher erkennbar
sind. Hierzu zeigt 2 in schematischer Perspektivansicht eine
der beiden Konsolen 16, welche über einen zugehörigen Konsolenhalter 18 am
Rahmenlängsträger 12 festgelegt
ist. Der Konsolenhalter 18 umfasst zwei separate, in Fahrzeughochrichtung
verlaufende Halteschenkel 20, welche über einen jeweils zugehörigen Befestigungsschenkel 22 am
Rahmenlängsträger 12 angeordnet
sind. Zur Befestigung sind innerhalb des Befestigungsschenkel 22 jeweils
drei Durchgangsbohrungen 24 vorgesehen, so dass jeder der
Halteschenkel 20 separat mit dem Rahmenlängsträger 12 verschraubt
werden kann.
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Jede
der Konsolen 16 ist im Querschnitt im Wesentlichen U-förmig ausgebildet und umfasst
zwei Konsolenschenkel 26, 28, welche über die
gesamte Länge
der Konsole 16 verlaufen. Ein in Fahrzeughochrichtung verlaufender
vertikaler Teil 30 der Konsole 16 dient zur Festlegung
gegenüber
dem Konsolenhalter 18, während ein in Fahrzeugquerrichtung verlaufender
horizontaler Teil 32 zum Tragen des Behälters 14 dient. Zum
Freiende des horizontalen Teils 32 hin verjüngen sich
die Konsolenschenkel 26, 28 sichelartig. Am vorderen
bzw. äußeren Ende
des horizontalen Teils 32 ist eine Befestigungslasche 34 mit einer
Durchgangsbohrung 36 vorgesehen, durch welche ein zugeordnetes
Bandelement 38 (1) mittels einem an das Ende
angeschweißten
Gewindebolzen hindurch gesteckt werden kann. Auf den Gewindebolzen
ist eine nicht dargestellte Mutter aufzuschrauben, so dass das Bandelement 38 gegenüber der
zugehörigen
Konsole 16 verspannt werden kann.
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Mit
seinem oberen bzw. inneren Ende ist das Bandelement 38 an
dem Konsolenhalter 18 zu befestigen. Hierzu ist in die
beiden Halteschenkeln 20 jeweils eine Bohrung 40 eingebracht,
an denen beispielsweise ein am Ende des Bandelements 38 quer befestigter
Bolzen festgelegt werden kann. Somit bilden die Konsolen 16 mit
dem jeweils zugehörigen Bandelement 38 zwei
Bandanordnungen, welche am Außenumfang
des Behälters 14 umlaufend
angeordnet und gegenüber
diesem verspannt sind.
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Zum
Einstellen der Konsolen 16 gegenüber dem zugehörigen Konsolenhalter 18 bzw.
dem Rahmenlängsträger 12 dient
eine Verstelleinrichtung 42, welche nachfolgend insbesondere
anhand von 2 in Zusammenschau mit den 3 und 4 erläutert wird.
Hierzu zeigen die 3 und 4 in jeweils
ausschnittsweise vergrößerter und
schematischer Perspektivansicht denjenigen Teil der Konsole 16,
der mit dem Konsolenhalter 18 verbunden ist. Die Verstelleinrichtung 42 umfasst
im vorliegenden Ausführungsbeispiel
zwei Schraubverbindungen 44, welche durch Durchgangsöffnungen 46 innerhalb
der Konsolenschenkel 26 bzw. korrespondierende Durchgangsöffnungen 48 innerhalb
der Halteschenkel 20 hindurch gesteckt sind. Die Schraubverbindungen 44 bestehen
aus zwei Schrauben 50, welche mit nicht dargestellten Muttern
an der Außenseite
eines der beiden Halteschenkel 20 zusammenwirken. Während die
Durchgangsöffnungen 48 in
den Halteschenkeln 20 im Querschnitt an denjenigen der Schrauben 50 angepasst
sind, sind die korrespondierenden Durchgangsöffnungen 46 innerhalb
der Konsolenschenkel 26 im Querschnitt größer ausgebildet als
die Schrauben 50. In einer Ausführungsform ist es beispielsweise
möglich,
Schrauben 50 der Größe M14 durch
Durchgangsöffnungen 46 mit
einem Durchmesser von 18 mm hindurch zu stecken. Das hierdurch bestehende
Spiel zwischen den Schrauben 50 und den Durchgangsöffnungen 46 innerhalb der
Konsolenschenkel 26 ist ausreichend, um einen Ausgleich
des toleranzbedingten Winkel- und/oder Höhenversatzes
zwischen den beiden Konsolen 16 vorzunehmen. Gleichfalls
wäre es
natürlich
denkbar, anstelle der Durchgangsöffnungen 46 entsprechende
Langlöcher
vorzusehen. Außerdem
wäre es
denkbar, anstelle der Durchgangsöffnungen 46 die
anderen Durchgangsöffnungen 48 innerhalb
der Haltschenkel 20 größer zu gestalten.
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4 unterscheidet
sich von der Ausgestaltung gemäß 3 dadurch,
dass zwischen den beiden Konsolenschenkeln 26 der Konsole 16 ein
der jeweiligen Schraubverbindung 44 zugeordnetes Distanzelement 52 in
Form einer Distanzhülse
vorgesehen ist, durch welche die jeweilige Schraube 50 hindurch
gesteckt werden kann. Nach dem Ausrichten der Konsole 16 gegenüber dem
zugehörigen
Konsolenhalter 18 bzw. gegenüber der anderen Konsole 16 können die
Schrauben 50 angezogen werden, ohne dass es zu einem Verbiegen
der Konsolenschenkel 26 bzw. der Halteschenkel 20 kommen
kann. Weiterhin sind aus 4 insbesondere zwei Stützschenkel 54 erkennbar,
welche an den Enden der Konsolenschenkel 26 angeordnet
sind und quer zu diesen verlaufen. Die Stützschenkel 54 dienen
dabei zur sicheren Abstützung
und Auflage des Behälters 14.