DE102006009220A1 - Leitungsschutzschalteranordnung - Google Patents
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Abstract
Erfindungsgemäß wird eine Leitungsschutzschalteranordnung bereitgestellt, die aus einer Mehrzahl von Leitungsschutzschaltereinheiten besteht. Jede Einheit umfasst einen Bewegkontakt, der auf einen Festkontakt aufschwenken kann. Der jeweilige Festkontakt wird durch ein einziges, allen Leitungsschutzschaltereinheiten gemeinsames Festkontaktelement (12) bereitgestellt. Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist sogar eine gemeinsame Löschkammer, bestehend aus einer Mehrzahl von zueinander beabstandeten Blechplatten, bereitgestellt, die unterhalb des Festkontaktelements (12) angeordnet ist. Die kompakte Ausführungsform bewirkt insbesondere dann eine Ersparnis an Montagezeit, wenn die Leitungsschutzschalteranordnung in einem gemeinsamen, sämtliche Leitungsschutzschaltereinheiten umgebenden Gehäuse angeordnet ist.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Leitungsschutzschalteranordnung mit einer Mehrzahl von Leitungsschutzschaltereinheiten, die jeweils einen Bewegkontakt umfassen, der zur Bereitstellung einer Schalterfunktion auf einen Festkontakt aufschwenken kann und von diesem wieder wegverschwenkt werden kann.
- Die Verkopplung mehrerer Leitungsschutzschalter zu einer Gesamtanordnung ist als solche im Stand der Technik bekannt. Beispielsweise offenbart die
DE 27 54 033 A1 , dass mehrere Leitungsschutzschalter zu Einheiten mit mehreren Polen zusammengefasst werden, die jeweils nur eine gemeinsame Eingangsklemme aufweisen. Die gemeinsame Eingangsklemme ist hierbei mit den Bewegkontakten der einzelnen Leitungsschutzschalter verbunden, und die Bewegkontakte schwenken auf Festkontakte auf der Ausgangsseite auf. - Von der gemeinsamen Eingangsklemme abgesehen, werden im Stand der Technik die Möglichkeiten einer Zusammenfassung von mehreren Leitungsschutzschaltereinheiten jedoch nicht ausreichend genutzt.
- Eine Leitungsschutzschalteranordnung aus einer Mehrzahl von Leitungsschutzschaltern ist erwünscht, weil bereits in herkömmlichen Haushalten bis zu 12 Leitungsschutzschalter pro Wohneinheit verwendet werden. Bisher erfolgt durch das Bedienpersonal ein Einbau einzelner Leitungsschutzschalter.
- Es ist Aufgabe der Erfindung, eine verbesserte Leitungsschutzschalteranordnung bereitzustellen, die eine Mehrzahl von Leitungsschutzschaltern bzw. Leitungsschutzschaltereinheiten zusammenfasst und hierbei Synergieeffekte nutzt.
- Erfindungsgemäß wird eine Leitungsschutzschalteranordnung der eingangs genannten Art bereitgestellt, bei der der Festkon takt zu dem jeweiligen Bewegkontakt durch ein einziges, allen Leitungsschutzschaltereinheiten gemeinsames Festkontaktelement bereitgestellt ist.
- Die Erfindung nutzt die Tatsache, dass eine Mehrpoligkeit nicht erforderlich ist, hierzu, das gemeinsame Festkontaktelement einzuführen. Durch das gemeinsame Festkontaktelement ist eine kompakte Bauweise gewährleistet. Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass die Leitungsschutzschalter, die zu einer Leitungsschutzschalteranordnung zusammengefasst werden, gar nicht mehr vollständig getrennte Einheiten sein müssen. Auch wenn sie unabhängig voneinander funktionieren müssen, können gemeinsame Elemente, wie das gemeinsame Festkontaktelement, bereitgestellt werden. Hierdurch werden die Leitungsschutzschalter der Leitungsschutzschalteranordnung zu Leitungsschutzschaltereinheiten, wobei der Begriff darauf hinweist, dass die einzelnen Elemente keine gesonderten Leitungsschutzschalter mehr sind.
- Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist eine allen Leitungsschutzschaltereinheiten gemeinsame Löschkammer vorgesehen, insbesondere unter dem Festkontaktelement angeordnet. Die bevorzugte Ausführungsform geht hierbei einen Schritt weiter bei der Nutzung der Synergieeffekte. Eine sämtliche Leitungsschutzschaltereinheiten übergreifende Löschkammer kann zum einen kleiner gebaut sein, als es eine Mehrzahl von Löschkammern gemeinsam sind. Durch die Ausdehnung der Löschkammer über einen größeren Bereich kann das Löschen von Lichtbögen auch zuverlässiger erfolgen.
- Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist das Festkontaktelement aus einer Grundplatte mit davon senkrecht wegstehendem (insbesondere weggebogenem) Steg gebildet, wobei die Bewegkontakte auf den Steg aufschwenken. An die Grundplatte kann beispielsweise eine Eingangsklemme angeschlossen werden, während der Steg die eigentliche Kontaktfunktionalität bereitstellt.
- Die oben als bevorzugt genannte gemeinsame Löschkammer kann bei Verwirklichung der soeben genannten Ausführungsform grundsätzlich so gebildet sein wie im Stand der Technik: Sie kann eine Mehrzahl von zueinander beabstandeten Platten (Blechplatten) umfassen. Die Blechplatten können parallel zu der Grundplatte angeordnet werden, wodurch sich eine insgesamt besonders kompakte Bauweise ergibt. Üblicherweise befinden sich in einem Leitungsschutzschalter Lichtbogenleithörner an dem Festkontakt sowie Lichtbogenleitbleche auf der entgegengesetzten Seite der Löschkammer, die mit der Bewegkontaktseite verbunden sind.
- Bevorzugt ist zu jeder Leitungsschutzschaltereinheit ein eigenes Lichtbogenleithorn vorgesehen, das jeweils zu einer eigenen Platte führt, die oberhalb der obersten Blechplatte der Löschkammer parallel zu dieser angeordnet ist.
- Bevorzugt ist auch zu jeder Leitungsschutzschaltereinheit ein eigenes Lichtbogenleitblech vorgesehen, das einen Blechstreifen umfasst, der unterhalb der untersten Blechplatte der Löschkammer angeordnet ist.
- Somit ist für jede Leitungsschutzschaltereinheit ein eigener Pfad für den Lichtbogen vorgesehen, wobei der Lichtbogen dann in die gemeinsame Löschkammer geleitet wird, wo er erlischt.
- Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind sämtliche Leitungsschutzschaltereinheiten in einem einzigen Gehäuse untergebracht. Auch dadurch können Synergieeffekte genutzt werden. Ein Monteur muss in einem Haushalt nur noch ein bis zwei Leitungsschutzschalteranordnungen in je eigenem Gehäuse montieren und nicht mehr einzelne Leitungsschutzschalter.
- Bevorzugt ist auch bei der vorliegenden Erfindung eine einzige Eingangsklemme vorgesehen. Im Unterschied zum Stand der Technik kann hier die einzige Eingangsklemme mit dem Festkontaktelement verbunden werden. Aus dem einzigen Gehäuse ragt dann nur noch die Eingangsklemme heraus, während das Festkontaktelement von außen nicht zugänglich ist.
- Nachfolgend wird eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung unter Bezug auf die Zeichnung beschrieben, wobei
-
1 eine perspektivische Ansicht einer Leitungsschutzschalteranordnung ohne umgebendes Gehäuse veranschaulicht; und -
2 einen Schnitt durch die Leitungsschutzschalteranordnung gemäß1 , ebenfalls ohne umgebendes Gehäuse, veranschaulicht. - Bei der in
1 dargestellten Leitungsschutzschalteranordnung ist eine einzige Eingangsklemme10 vorgesehen. Die Eingangsklemme10 ist mit einem Festkontaktelement12 elektrisch verbunden. Das Festkontaktelement12 ist aus einer einzigen Platte hergestellt, die L-förmig gebogen ist. Anders ausgedrückt besteht es aus einer Grundplatte14 mit senkrecht davon wegstehendem Steg16 . - Das Festkontaktelement
12 erstreckt sich über die gesamte Breite der Leitungsschutzschalteranordnung und stellt einen Festkontakt für vorliegend sechs einzelne Leitungsschutzschaltereinheiten bereit. Jede Leitungsschutzschaltereinheit umfasst einen Bewegkontakt18 , der auf den Steg16 des Festkontaktelements aufschwenken kann und im Störungsfall von diesem Steg wegbewegt wird. - Im Falle eines Kurzschlusses wirkt das im Ganzen mit
20 bezeichnete Magnetsystem, bestehend aus einer Spule22 und einem darin beweglichen Anker24 : Der Kurzschlussstrom ist so hoch, dass der Anker24 von der Spule22 in Richtung des Bewegkontakts18 angezogen wird und ein Stößel26 das nicht dargestellte Schaltschloss entklinkt. - An einem Fortsatz
28 des Bewegkontakts18 ist ein Bimetallelement30 angestückt, das die eigentliche elektrische Ver bindung von dem Bewegkontakt18 (und damit letztendlich von dem Festkontakt14 ) zur Abgangsklemme32 schafft. Das Bimetallelement30 wirkt bei Überströmen, die eine langfristige Erwärmung von Metallteilen im Stromkreis bewirken würden:
Dann verbiegt sich das Bimetallelement30 und entklinkt das nicht dargestellte Schaltschloss. - Insbesondere beim Vorliegen von Kurzschlüssen kann es in den Leitungsschutzschaltereinheiten zur Erzeugung von Lichtbögen kommen. Die Lichtbögen bilden sich an sich zwischen zwei Kontaktenden aus. Die Lichtbögen werden elektrisch in einen bestimmten Bereich der Leitungsschutzschalteranordnung geleitet, wo sie zum Verlöschen gebracht werden. Zum Leiten des Lichtbogens dienen Lichtbogenleithörner
33 , die an dem Steg16 befestigt sind und in eine Platte34 übergehen. Abgangseitig ist ein Lichtbogenleitblech36 vorgesehen, das in einen Blechstreifen38 übergeht. Die Platte34 und die Blechstreifen38 sind parallel zueinander angeordnet, und auch parallel zu der Grundplatte14 des Festkontaktelements12 . Zwischen ihnen befindet sich eine Folge von Blechplatten40 , die vermittels eines Abstandselements42 zueinander beabstandet angeordnet werden. Dargestellt sind in den13 solche parallel zueinander angeordnete Blechplatten40 . Die Blechplatten40 bilden insgesamt die so genannte Löschkammer. Während die Lichtbogenleithörner33 und die Lichtbogenleitbleche36 jeweils einer Leitungsschutzschaltereinheit zugeordnet sind, verlaufen die Blechplatten40 so, dass sie eine allen Leitungsschutzschaltereinheiten gemeinsame Löschkammer bilden. Die Blechplatten40 verlaufen insbesondere parallel zur Grundplatte14 des Festkontaktelements12 . Durch diese parallele Anordnung von Grundplatte14 , Platten34 , Blechplatten40 und Blechstreifen38 ist insgesamt eine sehr kompakte Bauweise gewährleistet. Die übergreifende gemeinsame Löschkammer hat im Vergleich zu einer möglichen Ausführungsform, bei der jeweils eine einzelne Löschkammer pro Leitungsschutzschaltereinheit vorgesehen wäre, den Vorteil, dass die Wirkfläche vergrößert ist und die Löschkammer insgesamt wesentlich effizienter arbeitet, als dies einzelne Löschkammern tun würden. - Auch dies trägt zur kompakten Bauweise der Löschkammer aus den Platten
40 bei. - Die kompakte Bauweise erlaubt es insbesondere, die gesamte Leitungsschutzschalteranordnung in einem gemeinsamen Gehäuse unterzubringen. Zugänglich sein müssen lediglich die Eingangsklemme
10 und die entsprechenden sechs Abgangsseiten. Dies bedeutet eine erhebliche Erleichterung im Vergleich zum Stand der Technik. Anstelle von sechs einzelnen Leitungsschutzschaltern muss in einem Haushalt nur noch eine einzige Leitungsschutzschalteranordnung montiert werden. Dies bedeutet eine erhebliche Ersparnis an Montagezeit.
Claims (8)
- Leitungsschutzschalteranordnung, mit einer Mehrzahl von Leitungsschutzschaltereinheiten, die jeweils einen Bewegkontakt (
18 ) umfassen, der zur Bereitstellung von einer Schalterfunktion auf einen Festkontakt (12 ) aufschwenken kann und von diesem wegverschwenkt werden kann, dadurch gekennzeichnet, dass der jeweilige Festkontakt (12 ) zu dem jeweiligen Bewegkontakt (18 ) durch ein einziges, allen Leitungsschutzschaltereinheiten gemeinsames Festkontaktelement (12 ) bereitgestellt ist. - Leitungsschutzschalteranordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass unter dem Festkontaktelement (
12 ) eine allen Leitungsschutzschaltereinheiten gemeinsame Löschkammer (40 ) angeordnet ist. - Leitungsschutzschalteranordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Festkontaktelement eine Grundplatte (
14 ) mit davon senkrecht wegstehendem Steg (16 ) umfasst, wobei die Bewegkontakte (18 ) auf den Steg (16 ) aufschwenken. - Leitungsschutzschalteranordnung nach Anspruch 3 in Rückbezug auf Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Löschkammer eine Mehrzahl von zueinander beabstandeten Blechplatten (
40 ) umfasst, die vorzugsweise parallel zu der Grundplatte (14 ) angeordnet sind. - Leitungsschutzschalteranordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Steg (
16 ) zu jeder Leitungsschutzschaltereinheit zumindest ein eigenes Lichtbogenleithorn (33 ) vorgesehen ist, das jeweils zu einer eigenen Platte (34 ) führt, die oberhalb der obersten Blechplatte (40 ) parallel zu dieser angeordnet ist. - Leitungsschutzschalteranordnung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass zu jeder Leitungsschutzschaltereinheit ein eigenes Lichtbogenleitblech (
36 ) vorgesehen ist, das einen Blechstreifen (38 ) umfasst, der unterhalb der untersten Blechplatte (40 ) angeordnet ist. - Leitungsschutzschalteranordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein einziges Gehäuse umfasst, in dem sämtliche Leitungsschutzschaltereinheiten untergebracht sind.
- Leitungsschutzschalteranordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche mit einer einzigen Eingangsklemme (
10 ), die mit dem Festkontaktelement (12 ) verbunden ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE200610009220 DE102006009220A1 (de) | 2006-02-28 | 2006-02-28 | Leitungsschutzschalteranordnung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE200610009220 DE102006009220A1 (de) | 2006-02-28 | 2006-02-28 | Leitungsschutzschalteranordnung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE102006009220A1 true DE102006009220A1 (de) | 2007-09-06 |
Family
ID=38329103
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE200610009220 Withdrawn DE102006009220A1 (de) | 2006-02-28 | 2006-02-28 | Leitungsschutzschalteranordnung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE102006009220A1 (de) |
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- 2006-02-28 DE DE200610009220 patent/DE102006009220A1/de not_active Withdrawn
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