DE102006008979A1 - Verfahren zum Klassieren - Google Patents
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Classifications
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- B07B—SEPARATING SOLIDS FROM SOLIDS BY SIEVING, SCREENING, SIFTING OR BY USING GAS CURRENTS; SEPARATING BY OTHER DRY METHODS APPLICABLE TO BULK MATERIAL, e.g. LOOSE ARTICLES FIT TO BE HANDLED LIKE BULK MATERIAL
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- B07B2201/00—Details applicable to machines for screening using sieves or gratings
- B07B2201/04—Multiple deck screening devices comprising one or more superimposed screens
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- Combined Means For Separation Of Solids (AREA)
Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Klassieren von körnigen oder granularen und kristallinen Produkten, wie zum Beispiel von Zucker mittels Führung des Produktes über bzw. durch eine Vielzahl von Sieben in einem Plansichter.
Description
- Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Klassieren von granularen, kristallinen Produkten, insbesondere zum Sichten und Klassieren von kristallinem Zucker.
- Üblicherweise werden körnige, kristalline Produkte wie zum Beispiel Zucker mittels Wurfsieben in wenige, zumeist 3 bis 5 Fraktionen klassiert. Es entsteht ein hohes Mass an Feinstaub und die Trennung ist vergleichsweise unscharf, was bei der Anwendung von Zucker zu relativ ungenauen Rezepturen und Handlungsvorschriften führt. Zum Beispiel muss für die Auflösung von Zucker in Flüssigkeiten die Auflösezeit nach den grössten anzunehmenden Korngrössen erfolgen, während kleinere Kristalle längst gelöst sind.
- Bei der Vermahlung von Getreideprodukten und dergleichen sind Siebe bzw. Siebkästen mit einem Boden und Seitenwänden sowie seitlichen Gutaustragsöffnungen bekannt, wobei über die oberen Ränder der Seitenwände eine Siebfläche, zum Beispiel ein Siebgewebe gespannt ist. Die Siebe sind stapelfähig und können als Siebstapel in Plansichtern angeordnet sein um unter Anwendung unterschiedlicher Maschenweiten des Siebgewebes körnige bis mehlige Produkte in verschiedene Fraktionen und Qualitäten zu trennen bzw. zu sichten. Es soll ein hoher Durchsatz bei grösstmöglicher Qualität, d. h. Trennschärfe der Fraktionen erreicht werden.
- Zucker und dergleichen kristalline Produkte verhalten sich sehr abrasiv, so dass Plansichter aufgrund des hohen Siebverschleisses bisher nicht zur Anwendung kamen.
- Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde ein Verfahren zum Klassieren von körnigen oder granularen und kristallinen Produkten, wie zum Beispiel von Zucker zu entwickeln, welches die Nachteile des Standes der Technik vermeidet und ein genaueres Klassieren derartiger Produkte ermöglicht.
- Die Lösung der Aufgabe erfolgt mit den Merkmalen des Patentanspruchs. Aufgrund der Klassierung bzw. Sichtung von kristallinem Zucker in Plansichtern wird eine Vielzahl von Fraktionen mit hoher Trennschärfe voneinander gebildet.
- Bevorzugte Ausgestaltungen des Verfahrens sind in den Unteransprüchen offenbart. So kann in bis zu zehn Fraktionen klassiert bzw. gesichtet werden und die Auslesegenauigkeit liegt bei 5–10% oder weniger, bezogen auf die Korngrösse.
- Infolge der höheren Trennschärfe der Fraktionen kann der Anwendungsbereich von Zucker erweitert werden und Prozessschritte können besser bestimmt werden. Der Aufwand bei der Kristallisierung oder Vermahlung von Zucker kann gesenkt werden, indem die notwendige Vermahlungsarbeit anhand der Sichtergebnisse gesteuert wird. Weiterhin kann zum Beispiel die Auflösezeit einer Zuckermenge in Flüssigkeit exakter vorgegeben werden, was zu einer Senkung der Produktionszeit von 10% oder mehr führt. Auch kann die eingesetzte Menge an Zucker besser dosiert und verringert werden.
- Die Erfindung wird nachfolgend in einem Ausführungsbeispiel näher beschrieben.
- In einer Zuckermühle ist mindestens ein Plansichter, zum Beispiel ein Quadratplansichter gemäss WO 93/16815 o. a. vorgesehen, durch den der vermahlene Zucker in, in der Getreidemüllerei üblichen Weise geleitet wird, um eine Klassierung bzw. Sichtung nach Korngrössen zu erreichen, wobei der Sichtvorgang so erfolgt, dass die Auslesegenauigkeit der Fraktionen ca. 5–10% beträgt.
- Aus PUR geschäumte Siebkästen der im Plansichter angeordneten Siebe weisen eine Bodenplatte sowie Seitenwände und Zwischenwände zur Aufnahme eines Einlegesiebrahmens mit Stegen auf.
- Der geschäumte Siebkasten weist keine scharfen Ecken und Kanten auf, was die Reinigung vereinfacht. Der Verschleiss ist gering.
- Der Einlegesiebrahmen aus rostfreiem Stahl ist mit einer konturangepassten Dichtung versehen, was eine optimale Dichtheit zwischen Einlegesiebrahmen und Siebkasten gewährleistet. In jedem Feld eines Siebes ist ein, insbesondere sternförmiger Siebreiniger zur Reinigung von Siebgewebe, Boden und Auslauföffnungen vorgesehen. Dieser besteht aus einem federelastischen Werkstoff mit drei Armen und weist im Schwerpunkt einen Fuss auf, der länger ist als die Füsse unter den Köpfen der Arme. Die Köpfe sind auf der Oberseite mit Reinigungselementen zur Reinigung von Siebgewebe des Siebes versehen.
- Die Längendifferenz der Füsse ermöglicht eine kippelnde Bewegung des Siebreinigers auf der Bodenplatte des Siebes. Das Siebgewebe ist auf einen Einlegerahmen aus rostfreiem Stahl oder einem anderen metallischen Werkstoff gespannt.
- An den gerundeten Aussenseiten weisen die Köpfe einen ebenfalls gerundeten Metalleinsatz auf. Der Metalleinsatz ist formschlüssig befestigt und so angeordnet, dass er nur den Einlegerahmen, nicht jedoch den Siebkastenberührt. Er ermöglicht eine intensivere Bewegung der Siebreiniger bei deutlich geringerem Verschleiss. Dies ist insbesondere beim sichten abrasiver Stoffe wie zum Beispiel Zucker vorteilhaft.
- Nach einer weiteren Variante können die Köpfe auch als drehbare Köpfe ausgebildet sein um die Intensität der Bewegungen der Siebreiniger und damit die Reinigungswirkung weiter zu erhöhen.
Claims (3)
- Verfahren zum Klassieren von körnigen oder granularen und kristallinen Produkten, wie zum Beispiel von Zucker mittels Führung des Produktes über bzw. durch eine Vielzahl von Sieben in einem Plansichter.
- Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Produkt beim Durchlaufen des Plansichters in bis zu zehn Fraktionen nach Korngrösse klassiert wird.
- Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Auslesegenauigkeit der Fraktionen wenigstens 5–10% der Korngrösse beträgt.
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Also Published As
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