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Die
Erfindung betrifft ein Werkzeug zur spanabtragenden Bearbeitung
von Materialien in der Optikfertigung gemäß Oberbegriff des Anspruchs
1.
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Werkzeuge
der hier angesprochenen Art sind bekannt (
DE 101 43 848 C2 ). Auch
eine Anmeldung der Anmelderin betrifft ein derartiges Werkzeug (
DE 10 2004 058 962
A1 ). Derartige Werkzeuge dienen dazu, Werkstücke aus
Materialien, wie sie in der Optikfertigung Verwendung finden, spanabtragend zu
bearbeiten. Insbesondere bei der Herstellung von Brillengläsern kommt
es darauf an, Oberflächen
zu schaffen, die exakt die gewünschten
Maße und
Oberflächenqualitäten aufweisen.
Bei Abweichungen müssen
manuelle und damit aufwendige Justierarbeiten an dem Werkzeug und
insbesondere an der Vorrichtung und der Steuerung derselben durchgeführt werden,
die mit einem derartigen Werkzeug ausgestattet ist. Immer wieder
kommt es dabei vor, dass im Zentrum der zu bearbeitenden Oberfläche Material
stehen bleibt, ein sogenannter Mittenpeak, der nur mit hohem Aufwand
beseitigt werden oder zum Ausschuss der des Werkstücks führen kann.
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Aufgabe
der Erfindung ist es daher, ein Werkzeug zur spanabtragenden Bearbeitung
von Materialien in der Optikfertigung zu schaffen, bei dessen Einsatz
auch bei einer Änderung
der Position der Drehschneide ein Mittenpeak der oben angesprochenen
Art vermieden werden kann.
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Zur
Lösung
dieser Aufgabe wird ein Werkzeug vorgeschlagen, das die in Anspruch
1 genannten Merkmale aufweist. Es ist mit mindestens einer geometrisch
definierten Frässchneide
und wenigstens einer geometrisch definierten Drehschneide ausgestattet
und ist vorzugsweise mit einer Einstellvorrichtung zumindest für die Drehschneide
versehen. Es zeichnet sich dadurch aus, dass die Drehschneide Bereiche
aufweist die mit der zu bearbeitenden Oberfläche des Werkstücks in Eingriff
bringbar sind. Dabei können
die Bereiche gleiche oder aber auch jeweils verschiedene Krümmungsradien zeigen.
An die Drehschneide schließt
sich eine Spanfläche
an, auf der die bei der Bearbeitung des Werkstücks mittels der Drehschneide
abgetragenen Späne
ablaufen. Dabei bildet die Drehschneide, von der Mittelachse des
Werkzeugs aus gesehen, die äußere Begrenzungslinie
der Spanfläche.
Das Werkzeug zeichnet sich durch eine Bezugsebene aus, die eine die
Mittelachse des Werkzeugs schneidende Längs- sowie eine Querachse aufweist.
Die Längsachse schließt mit der
Mittelachse des Werkzeugs einen Winkel α ein. Sie liegt also bei einer
Draufsicht auf die Stirnseite des Werkzeugs nicht in einer Ebene,
auf der die Mittelachse senkrecht steht, sondern ist von außen, also
von der Umfangsfläche
des Werkzeugs aus gesehen, nach innen geneigt und fällt in Richtung auf
die Mittelachse des Werkzeugs ab. Die senkrecht zur Längsachse
verlaufende Querachse schließt
mit der Mittelachse einen Winkel von 90° ein. Die Bezugsebene ist auf
diese Weise so definiert, dass sie zwar von der Umfangsfläche des
Werkzeugs aus in Richtung auf die Mittelachse desselben abfällt, dass sie
aber quer zu dieser Neigungsrichtung gegenüber der Mittelachse nicht verschwenkt
ist. Die der Dreh schneide zugehörige
Spanfläche
ist der Bezugsebene so zugeordnet, dass sich zumindest eine Berührung zwischen
Spanfläche
und Bezugsebene ergibt, wobei eine Berührungslinie gegeben ist. Denkbar
ist es aber auch, dass die Spanfläche und die Bezugsebene sich
schneiden, wobei dann eine Schnittlinie gegeben ist. Bei dem Werkzeug
mit den Merkmalen des Anspruchs 1 ist vorgesehen, dass die Schnitt- beziehungsweise
Berührungslinie
die Mittelachse des Werkzeugs unter dem oben bereits erwähnten Winkel α schneidet.
Bei der Bearbeitung eines Werkstücks
wird in der Regel die Drehschneide mit dem sich zu bearbeitenden
Werkstück
so in Eingriff gebracht, dass die Drehschneide von dem Werkstück Späne abträgt. In der
Regel dreht sich das Werkstück,
wobei die zu bearbeitende Oberfläche
des Werkstücks
sich in Richtung auf die Spanfläche
bewegt. Von der Drehschneide abgetragene Späne laufen dann auf der Spanfläche ab.
Das Werkzeug zeichnet sich dadurch aus, dass die Spanfläche mindestens
einen Bereich umfasst, der gegenüber
der Bezugsebene vorspringt und zwar dergestalt, dass der Bereich
entgegen der Bewegungsrichtung des Werkstücks vorspringt.
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Ein
bevorzugtes Ausführungsbeispiel
des Werkzeugs zeichnet sich dadurch aus, dass die Spanfläche die
Bezugsebene schneidet und um die Schnittlinie verschwenkt ist. Dadurch
entsteht ein Bereich der Spanfläche,
der gegenüber
der Bezugsebene vorspringt und zwar dergestalt, dass er entgegen der
Bewegungsrichtung des Werkstücks
aus der Bezugsebene vorspringt.
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Ein
weiteres Ausführungsbeispiel
der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass die Spanfläche ebene
Bereiche aufweist, die gegeneinander verkippt sind. Dabei verläuft die
Kippachse parallel zur Berührungslinie
zwischen Spanfläche
und Bezugsebene oder unter einem spitzen Winkel zu dieser und schneidet
die Mittelachse des Werkzeugs oder verläuft in unmittelbarer Nähe zu dieser.
Die ebenen Bereiche der Spanfläche
sind so angeordnet, dass sie in etwa tangential an einer gedachten
Fläche
anliegen, die gewölbt
ausgebildet ist und zwar so, dass sie in Draufsicht auf die Spanfläche konkav
ist.
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Bevorzugt
wird ein Ausführungsbeispiel
der Erfindung, das sich dadurch auszeichnet, dass die benachbarten
Spanflächenbereiche
gleiche Winkel mit benachbarten Bereichen einschließen.
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Weiterhin
wird ein Ausführungsbeispiel
des Werkzeugs bevorzugt, das sich dadurch auszeichnet, dass die
Spanflächen – in Umfangsrichtung
des Werkzeugs gesehen – in
Bereichen mit gleichem Abstand zur Mittelachse des Werkzeugs gleich
breit sind. Dabei können
die Spanflächen
sich von der Umfangsfläche
des Werkzeugs aus gesehen in Richtung auf dessen Mittelachse verjüngen, also
quasi keilförmig
ausgebildet sein.
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Besonders
bevorzugt wird ein Ausführungsbeispiel
des Werkzeugs, das sich dadurch auszeichnet, dass die Spanfläche drei
oder vier derartige Bereiche aufweist.
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Bei
einem besonders bevorzugten Ausführungsbeispiel
des Werkzeugs ist vorgesehen, dass die Spanfläche – in Draufsicht gesehen – konkav
ausgebildet, also nicht durch einen Polygonzug realisiert ist.
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Weitere
Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
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Die
Erfindung wird im Folgenden anhand der Zeichnung näher erläutert. Es
zeigen:
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1 einen
Teil-Längsschnitt
durch ein Werkzeug;
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2 eine
perspektivische Ansicht des Werkzeugs gemäß 1 von schräg vorne;
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3 stark
vergrößert ein
Detail eines Werkzeugs herkömmlicher
Bauart;
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4 stark
vergrößert ein
Detail eines ersten Ausführungsbeispiels
eines Werkzeugs;
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5 stark
vergrößert ein
Detail eines zweiten Ausführungsbeispiels;
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6 stark
vergrößert ein
Detail eines dritten Ausführungsbeispiels;
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7 eine
Prinzipskizze zur Erläuterung
eines ersten Bearbeitungsverfahrens mittels des Werkzeugs und
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8 bis 11 Prinzipskizzen
zur Erläuterung
eines zweiten Bearbeitungsverfahrens mittels des Werkzeugs.
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1 zeigt
ein Werkzeug 1 zur spanabtragenden Bearbeitung von Materialien
in der Optikfertigung, insbesondere ein Linsenbearbeitungswerkzeug
im Teil-Längsschnitt.
Oberhalb einer Mittellinie M ist das Werkzeug 1 im Längsschnitt
wiedergegeben, unterhalb derselben in Seitenansicht.
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Das
Werkzeug 1 weist einen Grundkörper 3 mit mindestens
einer Frässchneide 5 und
wenigstens einer Drehschneide 7 auf. Die Frässchneide 5 ist
Teil einer in den Grundkörper 3 eingesetzten
Messer platte 9, während
die Drehschneide 7 Teil eines Drehstahls 11 ist.
Diese ist mittels einer vorzugsweise vorgesehenen ersten Einstelleinrichtung 13 in
Richtung der Stirnseite 15 des Werkzeugs 1 verlagerbar,
also in Richtung der Mittelachse M. Eine vorzugsweise vorgesehene
zweite Einstelleinrichtung 17 dient dazu, den Drehstahl 11 mehr
oder weniger weit über
die Umfangsfläche 19 des
Werkzeugs 1 hinauszuschieben, also in radialer Richtung
zur Mittelachse M einzustellen.
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Entsprechend
ist vorzugsweise mindestens eine weitere Einstellvorrichtung vorgesehen,
mittels derer die Frässchneide 5 beziehungsweise
die zugehörige
Messerplatte 9 sowohl in axialer als auch in radialer Richtung
einstellbar. Die Einstellbarkeit der hier angesprochenen Schneiden
ist grundsätzlich
bekannt, sodass hierauf nicht näher
eingegangen wird.
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Der
Drehstahl 11 wird mittels mindestens einer Spannschraube 21 im
Grundkörper 3 des
Werkzeugs 1 so fixiert, dass er vorzugsweise gegen beide Einstelleinrichtungen 13 und 17 angepresst
wird.
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Aus 1 ist
ersichtlich, dass der Drehstahl 11 gegenüber der
Mittelachse M um einen Winkel α geneigt
ist. Im übrigen
ist er so im Grundkörper 3 des Werkzeugs 1 fixiert,
dass die Drehschneide – in
radialer Richtung gesehen – gegenüber einem
Flugkreis der Frässchneide 9 zurückspringt.
Darüber
hinaus ist die Drehschneide 7 gegenüber der Stirnseite 15 des Werkzeugs 1 und
gegenüber
den aktiven Frässchneiden 5 in
axialer Richtung, also in Richtung der Mittelachse M, zurückversetzt.
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Bei
der Bearbeitung eines Werkstücks
mittels des hier beschriebenen Werkzeugs findet zunächst eine
Fräsbearbeitung
der relevanten Werkstückoberfläche statt,
bei der das Werkzeug 1 um seine Mittelachse M rotiert.
Die mindestens eine Frässchneide 5 trägt von der
Oberfläche
des Werkstücks
Späne ab.
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Im
Anschluss an eine Fräsbearbeitung
wird die mindestens eine Drehschneide 7 mit der fräsbearbeitenden
Oberfläche
des Werkstücks
in Eingriff gebracht. Dazu wird das Werkzeug 1 angehalten
und so verdreht, dass die Drehschneide 7 Späne abtragen
kann. Die von der Drehschneide 7 abgetragenen Späne laufen
auf der sich an die Drehschneide 7 anschließenden Spanfläche 23 ab.
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In 1 ist
oben eine Drehschneide 7 dargestellt. Unmittelbar unterhalb
der Mittellinie M ist ein Teil einer Drehschneide 7 erkennbar.
Da diese identisch ausgebildet ist wie die oben erläuterte Drehschneide,
ist sie mit der gleichen Bezugsziffer gekennzeichnet.
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2 zeigt
das Werkzeug 1 in vergrößerter Darstellung
und zwar in perspektivischer Ansicht. Gleiche Teile sind mit gleichen
Bezugsziffern versehen, sodass insofern auf die Beschreibung zu 1 verwiesen
wird.
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Da
das Werkzeug 1 in perspektivischer Ansicht wiedergegeben
ist, sind sowohl die Umfangsfläche 19 als
auch die Stirnseite 15 des Werkzeugs 1 zu erkennen,
ebenso die mindestens eine Frässchneide 5 der
Messerplatte 9, als auch die im Bereich der Mittelachse
M angeordnete Drehschneide 7 des Drehstahls 11.
Dieser kann unmittelbar mit der Drehschneide 7 versehen
sein oder aber seinerseits eine Schneidplatte 25 aufweisen.
Vorzugsweise umfasst diese einen Hartmetallgrundkörper 27 sowie
ein Schneidplättchen
aus besonders widerstandsfähigem
Material, vorzugsweise einen Einsatz 29 aus polykristallinem
Diamant (PKD) oder dergleichen.
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In 2 ist
eine horizontale Linie H gestrichelt eingezeichnet, die durch die
Drehschneide 7 verläuft.
Die horizontale Linie H wird im Bereich der Drehschneide 7 von
einer vertikalen Linie V geschnitten. Der Schnittpunkt der Linien
H und V markiert den Mittelpunkt der zu bearbeitenden Fläche des
Werkstücks,
also insbesondere das Zentrum eines zu bearbeitenden Brillenglases.
Der Punkt der Drehschneide 7, der diesem Schnittpunkt zugeordnet
ist, wird als Referenzpunkt R bezeichnet.
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Im
Bereich des Referenzpunktes R berührt die Drehschneide 7 die
zu bearbeitende Oberfläche eines
Werkstücks,
das gemäß der Darstellung
in 2 von rechts nach links an der Drehschneide 7 vorbeibewegt
wird, vorzugsweise durch Rotation. Von der Drehschneide 7 im
Bereich des Referenzpunktes R abgetragene Späne des Werkstücks laufen
auf der sich senkrecht in die Bildebene von 2 erstreckenden
Spanfläche 23 ab.
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Wird
die Mittelachse M des Werkzeugs 1 in die Bildebene von 2 projiziert,
so fällt
diese bei der hier gewählten
Darstellung mit der horizontalen Linie H zusammen. Zu beachten ist
jedoch, dass die Mittelachse von rechts nach links in 2 gesehen abfällt, links
also einen größeren Abstand
zur horizontalen Linie H aufweist als rechts. Das Werkzeug 1 berührt also
mit dem Referenzpunkt R der Drehschneide 7 den Schnittpunkt
der vertikalen Linie V mit der vertikalen Linie H und ist um die
Linie V verschwenkt.
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3 zeigt
stark vergrößert ein
Detail eines Werkzeugs 1 herkömmlicher Bauart. Gleiche Teile sind
mit gleichen Bezugsziffern versehen, sodass insofern auf die Beschreibung
zu den in 1 und 2 verwiesen
wird.
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Die
Vergrößerung gibt
den Bereich um den Schnittpunkt der Linien H und V wieder, auf dem
der Referenzpunkt R liegt, mit dem die Drehschneide den Schnittpunkt
berührt.
Ersichtlich sind der Drehstahl 11 und die erste Einstelleinrichtung 13,
die dazu dient, die Drehschneide 7 in axialer Richtung
des Werkzeugs, also in Richtung seiner Mittelachse M einzustellen.
Der Drehstahl ist hier mit einer Schneidplatte 25 versehen,
die einen Hartmetallgrundkörper 27 mit
einem Einsatz 29 umfasst, der sich durch eine besondere
Härte auszeichnet
und vorzugsweise aus Polykristallinendiamant (PKD) besteht. Aber
auch andere harte Materialien können
hier verwendet werden.
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Der
Drehstahl 11 ist so angeordnet, dass die zugehörige Drehschneide 7 senkrecht
zur horizontalen Linie H verläuft,
also mit der vertikalen Linie V zusammenfällt. Die Drehschneide 7 verläuft damit durch
den Schnittpunkt der Linien H und V.
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Durch
horizontale Linien L1, L2 und L3, die hier parallel zur horizontalen
Linie H verlaufen, werden drei Drehschneidenbereiche 7a, 7b und 7c definiert,
wobei der obere Drehschneidenbereich 7c zwischen der oberen
Linie L3 und der oberen Begrenzungslinie L4 der Schneidplatte 25 liegt.
Die Drehschneidenbereiche 7a, 7b und 7c können gleiche Krümmungsradien
aufweisen. Es ist damit möglich, bei
Verschleiß des
einen Bereichs den nächsten Drehschneidenbereich
mit dem zu bearbeitenden Werkstück
in Eingriff zu bringen.
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Denkbar
ist es aber auch, die Drehschneidenbereiche 7a bis 7c mit
unterschiedlichen Krümmungsradien
auszubilden und verschiedene Drehschneidenbereiche bei Bearbeitung
unterschiedlicher Werkstücke
einzusetzen, um verschiedene Oberflächenkrümmungen zu realisieren.
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Auf
jeden Fall bedarf es einer Verschwenkung der Drehschneide, um die
verschiedenen Drehschneidenbereiche mit dem Werkstück in Eingriff
zu bringen. Dazu wird das Werkzeug 1 drehwinkelgesteuert
um seine Mittelachse M verdreht.
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Bei
einer Verdrehung des Werkzeugs 1 um seine in 1 dargestellte
und anhand von 2 erläuterte Drehachse M bewegt sich
der auf der Drehschneide 7 liegende Referenzpunkt R des
Drehschneidenbereichs 7a auf der Hilfslinie E, die in der Ansicht
gemäß 2,
die auch in 3 übernommen wurde, einer Ellipse
entspricht. Der Referenzpunkt R bewegt sich also in 3 bei
einer Drehbewegung des Werkzeugs 1 um seine Mittelachse
M auf der Linie E. Ist also der unterste Drehschneidenbereich 7a verschlissen,
oder soll ein Drehschneidenbereich 7b beziehungsweise 7c mit
einem anderen Krümmungsradius
anstelle des Drehschneidenbereichs 7a zum Einsatz kommen,
wird das Werkzeug 1 so verdreht, dass der Referenzpunkt
R des Drehschneidenbereichs 7a auf der Hilfslinie E nach unten
verlagert wird. Dabei findet bei der Projektion der Bewegung der
Drehschneide 7 auf die in 3 vorliegende
Bildebene eine scheinbare Schwenkbewegung der Drehschneide 7 gegen
den Uhrzeigersinn statt. Dies führt
dazu, dass bei einer Drehbewegung des Werkzeugs, bei der die Drehschneide 7 in 3 von
oben nach unten verlagert wird, der Referenzpunkt R' des Drehschneidenbereichs 7b auf
der Linie H angeordnet ist aber nicht auf dem Schnittpunkt der Linien
H und V zu liegen kommt. Es ist vielmehr so, dass der Referenzpunkt
R' des Drehschneidenbereichs 7b auf
der Linie H links von dem Schnittpunkt der Linien H und V angeordnet
ist. Aus diesem Grund ist eine optimale Bearbeitung der Oberfläche des
Werkstücks
nicht möglich:
In der Mitte des Werkstücks
wird ein Materialbereich stehen bleiben, ein sogenannter Mittenpeak.
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4 zeigt
ein stark vergrößertes Detail
eines ersten Ausführungsbeispiels
eines Werkzeugs. Gleiche Teile sind mit gleichen Bezugsziffern versehen,
sodass insofern auf die Beschreibung zu den vorangegangenen Figuren
verwiesen wird.
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Erkennbar
ist eine vorzugsweise vorgesehene erste Einstelleinrichtung 13,
mittels derer die Drehschneide 7 in Richtung der Mittelachse
M des Werkzeugs 1 einstellbar ist. Bei der Vergrößerung wird
besonders deutlich, dass die Drehschneide 7 nicht unmittelbar
Teil des Drehstahls 11 sein muss, sondern dass dieser vorzugsweise
mit einer Schneidplatte 25 versehen ist, die einen Hartmetallgrundkörper 27 sowie
einen PKD-Einsatz 29 umfasst. Der Grundaufbau derartiger
Schneidplatten ist bekannt, sodass darauf nicht näher eingegangen wird.
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Die
Drehschneide 7 tritt mit dem Bereich ihres Referenzpunktes
R mit der zu bearbeitenden Oberfläche eines Werkstücks im Schnittpunkt
der Linien V und H in Eingriff. Aus der Darstellung wird deutlich,
dass der Referenzpunkt R auf dem Schnittpunkt der horizontalen Linie
H mit der vertikalen Linie V liegt.
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In 2 ist
eine Hilfslinie E eingezeichnet. Auf dieser bewegt sich der Referenzpunkt
R der Drehschneide, wenn das Werkzeug 1 um seine Mittelachse
M verdreht wird, die, wie gesagt, gegenüber der horizontalen Hilfslinie
H verschwenkt ist. Naturgemäß bewegt
sich der Referenzpunkt R bei einer Drehung des Werkzeugs 1 um
seine Mittelachse M auf einer Kreisbahn. Eine Projektion dieser
durch die Hilfslinie E angedeuteten Kreisbahn auf die Bildebene
von 2 ergibt bei verschwenktem Werkzeug eine Ellipse,
die die vertikale Linie V im Referenzpunkt R der Drehschneide tangiert
und die horizontale Linie H senkrecht schneidet.
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Bei
dem in 4 dargestellten Ausführungsbeispiel des Werkzeugs 1 ist
der Schneidstahl 11 so in den Grundkörper 3 des Werkzeugs 1 eingesetzt, dass
die Drehschneide 7 um den Referenzpunkt R – wie durch
einen Pfeil 31 angedeutet – im Uhrzeigersinn verschwenkt
ist, sodass der oberhalb der horizontalen Linie H liegende Bereich
der Drehschneide 7 nach rechts über die vertikale Linie V vorsteht,
während
der unterhalb der Linie H liegende Bereich der Drehschneide 7 gegenüber der
vertikalen Linie V zurückspringt.
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In
der vergrößerten Darstellung
gemäß 4 ist
erkennbar, dass die Drehschneide 7 mehrere Bereiche aufweist.
Ein erster Drehschneidenbereich 7a reicht von einer unterhalb
der horizontalen Linie H verlaufenden Linie L1 bis zu einer oberhalb der
horizontalen Linie H verlaufenden Linie L2, ein weiterer Drehschneidenbereich 7b reicht
von der Linie L2 zu einer darüber
liegenden Linie L3, und ein dritter Drehschneidenbereich 7c reicht
von der Linie L3 bis zur oberen Begrenzungslinie L4.
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Entsprechend
weist die senkrecht in die Bildebene von 4 hineinverlaufende
Spanfläche 23 hier
nicht näher
gekennzeichnete Spanflächenbereiche
auf, die den Drehschneidenbereichen 7a, 7b und 7c zugeordnet
sind. Von der Drehschneide 7 beziehungsweise den Drehschneidenbereichen 7a, 7b, 7c abgetragene
Späne laufen
also auf der Spanfläche 23 beziehungsweise
den den Drehschneidenbereichen zugeordneten Spanflächenbereichen
ab.
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Der
unterhalb der Linie L1 liegende Drehschneidenbereich wird zur Bearbeitung
eines Werkstücks
nicht verwendet.
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Es
wird ohne Weiteres deutlich, dass die Anzahl der Drehschneidenbereiche
an verschiedene Anwendungsfälle
des Werkzeugs 1 angepasst werden kann. Es ist also insbesondere
auch möglich, vier
und mehr derartige Bereiche vorzusehen.
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Die
Drehschneidenbereiche 7a, 7b, 7c können gleiche
Krümmungsradien
aufweisen, sodass nach Verschleiß des einen Bereichs durch
Verdrehen des Werkzeugs 1 um seine Mittelachse M ein weiterer
Drehschneidenbereich mit dem Werkstück in Eingriff gebracht werden
kann. Ist also beispielsweise der Drehschneidenbereich 7a,
auf dem der Referenzpunkt R liegt, verschlissen, so wird das Werkzeug 1 so
verdreht, dass der Drehstahl 1 sich in 4 von
oben nach unten bewegt. Die Verdrehung wird so weit durchgeführt, dass
der Referenzpunkt R' des
Drehschneidenbereichs 7b auf dem Schnittpunkt der Linien
H und V angeordnet ist. Bei einer weiteren Drehbewegung des Werkzeugs 1 um
seine Mittelachse M bewegt sich der Drehschneidenbereich 7c so
weit nach unten, dass dessen Referenzpunkt R'' auf
dem Schnittpunkt der Linien H und V liegt.
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Zu
beachten ist, dass bei einer Drehbewegung des Werkzeugs 1 um
die Mittelachse M der Drehschneidenbereich 7a, auf dem
der Referenzpunkt R in 4 liegt, auf der Hilfslinie
E verlagert wird, also aus der Sicht in 4 auf einer
elliptischen Bahn.
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Dadurch,
dass die Drehschneide 7 bei dem Ausführungsbeispiel gemäß 4 um
den Referenzpunkt R in Richtung des Pfeils 31 verschwenkt
ist, liegen die Drehschneidenbereiche 7b und 7c beim
Verdrehen des Werkzeugs 1 um seine Mittelachse M sehr nahe
am Referenzpunkt R, sodass sich auch beim Verschwenken der Drehschneide 7 praktisch keine
Bearbeitungsfehler einstellen.
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Um
dies zu erreichen, ist die Drehschneide 7 so verschwenkt,
dass der obere Drehschneidenbereich 7c die Hilfslinie E
berührt.
Wird also die Drehschneide 7 durch Verdrehen des Werkzeugs 1 um
die Mittelachse M verdreht, in 4 von oben
nach unten bewegt, so liegt der mittlere Abschnitt des Drehschneidenbereichs 7c bei
erreichen der horizontalen Hilfslinie H so, dass der Referenzpunkt
R des Drehschneidenbereichs 7c auf dem Schnittpunkt der
Linien H und V liegt.
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5 zeigt
stark vergrößert ein
Detail eines zweiten Ausführungsbeispiels
des Werkzeugs 1. Gleiche Teile sind mit gleichen Bezugsziffern
versehen, sodass insofern auf die vorangehenden Figuren verwiesen
wird, um Wiederholungen zu vermeiden.
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Das
Ausführungsbeispiel
gemäß 5 unterscheidet
sich gegenüber
dem ersten Ausführungsbeispiel
gemäß 4 lediglich
dadurch, dass der Verlauf der Drehschneide 7 nicht durch
Verschwenken des Drehstahls 11 beziehungsweise der Schneidplatte 25 realisiert
wird. Vielmehr ist der Drehstahl 11 so positioniert, wie
dies anhand von 3 dargestellt wurde: Die Schneidplatte 25 verläuft senkrecht
zur horizontalen Linie H. Es zeigt aber, dass die Drehschneide 7 anders
als beim Ausführungsbeispiel
gemäß 3 verläuft. Zwar
liegt der Referenzpunkt R des Drehschneidenbereichs 7a im
Schnittpunkt der horizontalen Linie H mit der vertikalen Linie V,
die Drehschneide 7 folgt aber im Wesentlichen der Hilfslinie
E. Dies wird dadurch erreicht, dass die Drehschneide 7 ebene
Drehschneidenbereiche 7a, 7b und 7c aufweist,
die einen stumpfen Winkel miteinander einschließen. Erreicht wird dieser Verlauf
der Drehschneide dadurch, dass die Spanfläche 23 ebene Bereiche
aufweist, die gegeneinander verkippt und so angeordnet sind, dass
sie in etwa tan gential an der Hilfslinie E anliegen. In Draufsicht gesehen
ist also die Spanfläche
im Wesentlichen konkav ausgebildet. Auch bei der vergrößerten Darstellung
in 5 sind die gradlinigen Bereiche der Drehschneide
und die ebenen Bereiche der Spanfläche nicht erkennbar. Insgesamt
zeigt sich aber, dass der Drehschneidenbereich 7a durch
den Schnittpunkt der Linien H und V verläuft, während die Drehschneidenbereiche 7b und 7c und
deren Referenzpunkte R' und
R'' nach rechts gegenüber der
vertikalen Linie V vorspringen.
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Bei
der Bearbeitung eines Werkstücks
wird dieses, wie gesagt in Rotation versetzt, sodass die zu bearbeitenden
Werkstückflächen sich
in 5 von rechts nach links bewegen und auf die Spanfläche 23 auflaufen.
Entgegen dieser Bewegungsrichtung springen die oberhalb des Referenzpunktes
R liegenden Bereiche der Spanflächen
und der Drehschneide vor.
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Auch
hier können
die Drehschneidenbereiche 7a, 7b und 7c gleiche
oder verschiedene Krümmungsradien
aufweisen. Soll nach der Bearbeitung eines Werkstücks mit
dem Drehschneidenbereich 7a das Werkstück mit einem Drehschneidenbereich 7b oder 7c bearbeitet
werden, muss das Werkzeug 1 um seine Mittelachse M verdreht
werden, sodass der Drehmeißel 11 gegenüber der
horizontalen Linie H in 5 nach unten verlagert wird.
Dadurch kommt der Referenzpunkt R' des Drehschneidenbereichs 7b im Bereich
des Schnittpunktes der Linien H und V zu liegen.
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Grundsätzlich ist
auch hier festzuhalten, dass der in 5 im Bereich
des Referenzpunktes R liegende Bereich des Drehschneidenbereichs 7a bei einer
Drehung des Werkzeugs auf der Hilfslinie E entlang bewegt wird,
was scheinbar zu einer Drehbewegung der Drehschneide 7 entgegen
dem Uhrzeigersinn bewirkt. Kommt der Referenzpunkt R' des Drehschneidenbereichs 7b auf
der horizontalen Linie H zu liegen, so springt er gegenüber dem
Schnittpunkt der Linien H und V deshalb nicht nach links zurück, weil
er, wie 5 zeigt, in der Ausgangslage gegenüber der
vertikalen Linie V nach rechts vorverlagert ist. Entsprechend ist
der Drehschneidenbereich 7c gegenüber der vertikalen Linie V
noch weiter nach rechts, also entgegen der Bewegungsrichtung des
zu bearbeitenden Werkstücks
vorverlagert.
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Diese
Ausgestaltung der Drehschneide 7 beziehungsweise der zugehörigen Spanfläche 23 führt dazu,
dass bei einer Einstellbewegung, also bei einer Drehung des Werkzeugs 1 um
seine Mittelachse M die Referenzpunkte R' und R'' der
Drehschneidenbereiche 7b und 7c im Bereich Schnittpunktes
der Linien H und V zu liegen kommen.
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Dabei
bleibt festzuhalten, dass bei einer Einstellung des Werkzeugs 1 dieses
zwar um seine Drehachse M verdreht wird, dass diese Drehbewegung
aber nicht dazu führt,
dass die Linien H und V verlagert werden. Die Drehschneide 7 bewegt
sich also quasi unter dem Kreuz der Hilfslinien H und V weg, sodass
verschiedene Drehschneidenbereiche zum Schnittpunkt der Linien H
und V verlagert werden.
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Die
Drehschneidenbereiche beziehungsweise zugehörigen Spanflächenbereiche
sind – vorzugsweise
jeweils um gleiche Winkel – so
zueinander verkippt, dass jeweils der Abschnitt der Drehschneidenbereiche 7a, 7b und 7c,
der bei der Bearbeitung eines Werkstücks im Schnittpunkt der Linien
H und V liegt, die Hilfslinie E tangiert. Die Drehschneidenbereiche
entsprechen also an die Hilfslinie E angelegten Tangenten.
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6 zeigt
in starker Vergrößerung ein
Detail eines dritten Ausführungsbeispiels
des Werkzeugs 1. Gleiche Teile sind mit gleichen Bezugsziffern
versehen. Es wird zur Vermeidung von Wiederholungen auf die Beschreibung
zu den vorangegangen Figuren verwiesen.
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Bei
dem in 6 wiedergegebenen Ausführungsbeispiel ist der Drehstahl 11 wiederum
in der Grundstellung angeordnet, wie sie auch in 3 erläutert wurde
und wie sie in 5 dargestellt ist.
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Der
einzige Unterschied gegenüber
dem in 5 dargestellten Ausführungsbeispiel ist der, dass die
Spanfläche 23 und
damit die die Spanfläche
begrenzende Drehschneide 7 nicht aus einzelnen ebenen Segmenten
zusammengesetzt ist. Es ist vielmehr vorgesehen, dass die Spanfläche und
die Drehschneide der Kontur der Hilfslinie E folgen. In Draufsicht
auf die Spanfläche 23 gesehen,
ist diese also konkav gewölbt.
Der Unterschied zu dem in 5 dargestellten
Ausführungsbeispiel
besteht darin, dass die Spanfläche 23 und
die Drehschneide 7 mit der Hilfslinie E zusammen fallen
und nicht polygonförmig
ausgebildet sind. Damit folgt die Spanfläche 23 bei einer Drehbewegung
des Werkzeugs 1 gemeinsam mit der Drehschneide 7 genau
der Hilfslinie E.
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Die
Hilfslinie E, die von den Segmenten der Spanfläche 23 beziehungsweise
der Drehschneide 7 bei dem Ausführungsbeispiel in 5 in
Bereichen tangiert wird, liegt bei dem Ausführungsbeispiel gemäß 6 ganz
an der Spanfläche 23 beziehungsweise
der Drehschneide 7 an. Bei einer Drehbewegung des Werkzeugs 1 um
die Mittelachse M folgen also die Drehschneidenabschnitte 7a, 7b und 7c der Hilfslinie
E, sodass die mit dem Werkstück
in Eingriff tretenden Abschnitte der Drehschneidenbereiche 7a, 7b, 7c und
damit deren Referenzpunkte R, R',
R'' auf der Hilfslinie
E und auf dem Schnittpunkt der Linien H und V liegen und eine optimale
Bearbeitung des Werkstück
möglich
ist. Insbesondere wird vermieden, dass in der Mitte des bearbeitenden
Werkstücks
Material stehen bleibt und damit ein Mittenpeak verbleibt.
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Allen
Ausführungsbeispielen
gemäß den 4 bis 6 ist
also gemeinsam, dass bei der Darstellung gemäß den Figuren zumindest ein
Bereich der Drehschneide 7 und ein Bereich der Spanfläche 23 gegenüber der
vertikalen Linie V nach rechts vorspringt, also entgegengesetzt
zur Bewegungsrichtung des zu bearbeitenden Werkstücks. Dieses
Vorspringen wird bei dem Ausführungsbeispiel
gemäß 4 dadurch
erreicht, dass die Drehschneide 7 beziehungsweise die zugehörige Spanfläche 23 um
den Referenzpunkt R im Uhrzeigersinn, also in Richtung des Pfeils 31,
verschwenkt ist. Bei dem Ausführungsbeispiel
gemäß 5 werden Spanflächenbereiche
vorgesehen, die entsprechende Drehschneidenbereiche aufweisen. Diese
sind jeweils eben ausgebildet und grenzen aneinander an, schließen aber
einen – vorzugsweise
jeweils gleichen – Winkel
miteinander ein. Die Anordnung der Drehschneidenbereiche ist so
gewählt,
dass sie – in Draufsicht
auf die Spanfläche 23 gesehen –, eine konkave
Umhüllende
berühren,
nämlich
die Hilfslinie E. Bei dem Ausführungsbeispiel
gemäß 6 verläuft die
Spanfläche 23 entlang
der Hilfslinie E, entsprechend fällt
die Drehschneide 7 mit der Hilfslinie E zusammen.
-
Das
Vorspringen mindestens eines Bereichs der Spanfläche 23 und damit der
zugehörigen
Drehschneide 7 lässt
sich auch noch folgendermaßen
beschreiben:
Durch eine unveränderte Drehschneide 7 beziehungsweise
Spanfläche 23,
wie sie gemäß 3 im Stand
der Technik bekannt ist, wird eine Bezugsebene definiert. Diese
weist eine Längsachse
auf, die die Mittelachse M des Werkzeugs 1 schneidet und
mit dieser einen Winkel α einschließt, wie
er in 1 dargestellt ist. Die Bezugsebene weist auch
eine senkrecht zur Längsachse
verlaufende Querachse auf. Diese schneidet die Mittelachse unter
einem Winkel von 90°.
Die Bezugsebene schneidet damit die Bildebene der 3 bis 6 im
Bereich der vertikalen Linie V und steht senkrecht auf der horizontalen
Linie H.
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Bei
einem Werkzeug 1 gemäß dem Stand der
Technik, wie es in 3 dargestellt ist, fällt die Drehschneide 7 mit
der Schnittlinie zwischen der Bezugsebene und der Bildebene von 3 zusammen, also
mit der vertikalen Linie V.
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Bei
den erfindungsgemäßen Werkzeugen 1 nach
den 4 bis 6 ist vorgesehen, dass zumindest
Bereiche der Drehschneide 7 und damit der Spanfläche 23 gegenüber dieser
Bezugsebene nach rechts, also entgegen der Bewegungsrichtung des
zu bearbeitenden Werkstücks
vorstehen.
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Eine
erste Möglichkeit,
dieses Vorstehen zu realisieren, besteht darin, die Drehschneide 7 in Richtung
des Pfeils 31 gemäß 4 zu
verschwenken, also im Uhrzeigersinn. Dadurch stehen die oberhalb
des Referenzpunktes R liegenden Drehschneidenbereiche gegenüber der
Bezugsebene vor.
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Ein
derartiges Vorspringen kann aber auch durch eine polygonartige Ausgestaltung
der Drehschneide 7 und der zugehörigen Spanfläche 23 realisiert
werden, wie dies anhand von 5 erläutert wurde.
Dabei können
die Spanflächenbereiche
parallele Seitenkanten aufweisen, die auf die Mittelachse M zulaufen
oder aber sich in Richtung auf die Mittelachse verjüngende Spanflächenbereiche,
deren Grenzlinien auf radial verlaufenden Linien gegenüber der
Mittelachse M angeordnet sind.
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Schließlich ist
es gemäß 6 möglich, den Vorsprung
von mindestens einem Bereich der Drehschneide 7 und der
Spanfläche 23 gegenüber der
Bezugsebene dadurch zu realisieren, dass die Spanfläche und
damit die Drehschneide durchgehend – in Draufsicht gesehen – konkav
ausgebildet sind.
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Optimale
Ergebnisse ergeben sich dabei dadurch, dass die Drehschneide 7 möglichst
dem Verlauf der Hilfslinie E folgt. Dies ist bei dem Ausführungsbeispiel
gemäß 4 annäherungsweise
möglich.
Eine bessere Annäherung
ergibt sich bei der polygonartigen Ausgestaltung gemäß 5.
Eine optimale Anpassung ist bei dem Ausführungsbeispiel gemäß 6 möglich.
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Es
zeigt sich hier, dass bei dem Ausführungsbeispiel gemäß 4 die
Spanfläche 23 die gedachte
Bezugsebene schneidet, sodass sich eine Schnittlinie ergibt, die
durch Bezugspunkt R verläuft. Die
Bezugsebene und die anhand von 5 erläuterte polygonförmig gewölbte Spanfläche berühren sich,
wobei die Berührungslinie
gemäß 5 durch den
Bezugspunkt R verläuft.
Auch bei dem Ausführungsbeispiel
gemäß 6 ergibt
sich zwischen der gedachten Bezugsebene und der Spanfläche 23 eine Berührungslinie,
die durch den Bezugspunkt R verläuft.
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In
allen Fällen
schließt
die Schnittlinie beziehungsweise die Berührungslinie mit der Mittelachse M
einen Winkel α ein.
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7 zeigt
eine Vorrichtung 33 zur spanabtragenden Bearbeitung von
Materialien in der Optikfertigung mit Hilfe eines Werkzeugs 1,
das in Zusammenhang mit den 1 bis 6 erläutert wurde. Vorrichtungen
der hier angesprochenen Art sind grundsätzlich bekannt, sodass hier
nur kurz auf die Funktionsweise eingegangen wird.
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Die
Vorrichtung 33 weist eine Werkzeugspindel 35 auf,
die das Werkzeug 1 aufnimmt. Dabei ist das Werkzeug 1 um
die Drehachse 37 in Rotation versetzbar, was durch einen
Pfeil 39 angedeutet ist. Es kann auch drehwinkelgesteuert
gehalten werden. Bei der Darstellung gemäß 7 ist durch
einen abgebrochenen Bereich des Werkzeugs 1 erkennbar, dass
dieses gerade mit einer Frässchneide 5 ein Werkstück 41 bearbeitet,
um eine konkav ausgebildete Fläche 43 herauszuarbeiten.
Es handelt sich hier um die sogenannte Rezeptfläche einer Brillenlinse. Als
Werkstück 41 ist
hier also eine Linse für
eine Brille zu erkennen, die von einer Werksstückspindel 45 gehalten
und um eine Drehachse 47 drehbar ist. Bei der Bearbeitung
des Werkstücks 41 kann
die Werkstückspindel 45 auch
in Richtung der Drehachse 47 verlagert werden, was durch
einen Doppelpfeil 49 angedeutet ist. Die Rotation des Werkstücks 41 um
die Drehachse 47 ist durch einen Pfeil 51 angedeutet.
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Aus 7 ist
erkennbar, dass die Drehachse 37 der Werkzeugspindel 35 und
die Drehachse 47 der Werkstückspindel 45 um einen
Winkel β gegeneinander
verschwenkt sind.
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Die
in den 2 bis 6 dargestellte und erläuterte Hilfslinie
E ist elliptisch ausgebildet, wobei die Hauptachse der Ellipse dem
Flugkreisdurchmesser D der Drehschneide 7 entspricht. Dreht
sich also das Werkzeug 1 um seine Mittelachse M so liegt
die Drehschneide 7 auf diesem Flugkreis.
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Die
Nebenachse der Ellipse hat eine Länge von D·cosβ, wobei β dem Winkel entspricht, den
die Drehachse 47 der Werkstückspindel 45 mit der
Drehachse 37 der Werkzeugspindel 35 einschließt. Dabei ist
festzuhalten, dass die Drehachse 37 mit der Mittelachse
M des Werkzeugs 1 zusammenhält.
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Anhand
der 8 bis 11 soll die Drehbearbeitung
des Werkstücks 41 beschrieben
werden. Zur Vereinfachung sind hier die Werkzeugspindel 35 sowie
die Werkstückspindel 45 nicht
dargestellt. Auch von dem Werkzeug 1 ist nur der Bereich
wiedergegeben, der die Drehschneide 7 umfasst.
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Bei
der Bearbeitung eines Werkstücks 41, also
bei der Bearbeitung einer Linse, erfolgt zunächst eine Fräsbearbeitung,
wie sie aus 7 ersichtlich ist. Vor Beginn
des Drehbearbeitungsvorgangs wird die Rotation des Werkzeugs 1 zunächst gestoppt. Dann
wird die Drehschneide 7 des Werkzeugs 1 durch
drehwinkelgeregelte Drehung des Werkzeugs 1 um die Drehachse 37 der
Werkzeugspindel 35, also um die Mittelachse M des Werkzeugs 1,
in eine vorbestimmte Winkellage gebracht. Während der Drehbearbeitung wird
das Werkzeug 1 nicht in Rotation versetzt. Es wird aber
gegenüber
der Fläche 43 des Werkstücks 41 ausgerichtet,
nämlich
drehwinkelgeregelt um seine Mittelachse M gedreht, damit die Drehschneide 7 des
Drehstahls 11 mit der Fläche 43 in Eingriff
gebracht werden kann. Zu Be ginn des Drehbearbeitungsvorgangs wird
die Drehschneide 7 mit einem radial außenliegenden Bereich der Fläche 43 in
Eingriff gebracht. Während
des Drehbearbeitungsvorgangs findet eine lagegeregelte Relativbewegung
des Werkstücks 41 und
des Werkzeugs 1 in wenigstens einer der beiden Richtungen
der Drehachsen 37 und 47 statt. Dies ist durch
den Doppelpfeil 49 und durch einen Doppelpfeil 53 angedeutet, der
in den 8 bis 11 senkrecht verläuft. Im übrigen ist
noch festzuhalten, dass während
der Drehbearbeitung des Werkstück 41,
wie durch den Pfeil 51 angedeutet, um die Drehachse 47 rotiert.
In den 8 bis 11 ist die Drehrichtung des
Werkstücks 41 so
gewählt,
dass die zu bearbeitenden Werkstückflächen sich
auf die Spanfläche 23 zu
bewegen also in die Bildebene der 8 bis 11 hinein.
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Während der
Bearbeitung der Fläche 43 des Werkstücks 41 wird
das Werkzeug 1, senkrecht zur Drehachse 49 der
Werkstückspindel 45 von
oben nach unten bewegt, was durch einen Doppelpfeil 53 angedeutet
ist, gegebenenfalls auch – wie
durch einen Doppelpfeil 55 angedeutet – verschwenkt, sodass sich
die Drehschneide 7 von einer radial außenliegenden Position, wie
sie in den 8 und 10 dargestellt
ist, zu einer radial innenliegenden Position gemäß den 9 und 11 bewegt.
Damit wird die gesamte Fläche 43 einer
Drehbearbeitung unterzogen.
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Durch
die drehwinkelgeregelte Verschwenkmöglichkeit des Werkzeugs 1 kann
die Drehschneide 7, beziehungsweise ein vorbestimmter Drehschneidenbereich,
an die Fläche 43 des
Werkstücks 41 angelegt
werden. Weist das Werkzeug 1 mehrere Drehschneiden 7 auf,
wie dies anhand der 1 und 2 erläutert wurde,
kann nach Verschleiß einer Drehschneide 7 eine
weitere Drehschneide des Werkzeugs mit der Fläche 43 in Eingriff
gebracht werden, indem das Werkzeug 1 um einen vorgegebenen Drehwinkel
um seine Mittelachse M entsprechend dem Doppelpfeil 55 verdreht
wird. Auf diese Weise ist es auch möglich, die verschiedenen Drehschneiden 7 eines
Werkzeugs gezielt mit der Fläche 43 in
Eingriff zu bringen, beispielsweise um Drehschneiden mit unterschiedlichen
Krümmungsradien
einzusetzen.
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Die
Drehbearbeitung dient der Feinbearbeitung der Fläche 43 des Werkstücks 41,
insbesondere dazu, nach der Fräsbearbeitung
noch vorhandene Ungenauigkeiten und Rauheiten spanabtragend zu beseitigen.
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Bei
der Drehbearbeitung der Fläche 43 wird die
Drehschneide 7 ausgehend von der in 8 dargestellten
Position durch lagegeregelte Relativbewegung von Werkstück 41 und
Werkzeug 1 in den beiden durch die Pfeile 49 und 53 dargestellten
Achsrichtungen sowie durch drehwinkelgeregelte Drehung des Werkzeugs 1 entsprechend
dem Doppelpfeil 55 in Abhängigkeit von der Drehwinkelstellung des
Werkstücks 41 um
die Drehachse 47 entlang eines spiralförmigen Wegs, der vorzugsweise
die Form einer archimedischen Spirale ähnelt, über die Fläche 43 des Werkstücks 41 geführt. Vorzugsweise
wird der dabei realisierte Spiralabstand einerseits kleiner als
der Spiralabstand des spiralförmigen
Weges während
der Fräsbearbeitung,
andererseits aber größer als
bei herkömmlichen
Drehbearbeitungsverfahren. Dadurch kann die Rautiefe der bearbeitenden
Fläche 43 in
vorbestimmbaren Grenzen gehalten werden. Durch den verhältnismäßig großen Radius
der Drehschneide 7 ergibt sich eine sehr kleine kinematische Rauhigkeit
der Fläche 43.
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Das
zu bearbeitende Werkstück 41 ist
in den 8 und 9 in einer ersten Drehposition
dargestellt, und in den 10 und 11 um
90° verdreht. Es
zeigt sich, dass die konkave Wölbung
der Fläche 43 in
den um 90° verdrehten
Bereichen eine unterschiedliche Krümmung aufweisen kann.
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Wenn
bei einer Drehbearbeitung der Fläche 43 unterschiedliche
Krümmungsradien
realisiert werden sollen, kann die Drehschneide 7 Drehschneidenbereiche
mit unterschiedlichen Krümmungen
aufweisen. Um die Drehschneide mit dem Werkstück 41 beziehungsweise
der zu bearbeitenden Fläche 43 in Eingriff
zu bringen, bedarf es einer durch den Doppelpfeil 55 angedeuteten
Verschwenkung des Werkzeugs 1 um seine Drehachse M und
damit des Drehstahls 11, der die Drehschneide 7 aufweist.
Es wird deutlich, dass der Drehstahl mit der Drehschneide 7 in 8 einen
kleineren Winkel gegenüber
der Drehachse 49 des Werkstücks 41 aufweist, als
dies in 10 der Fall ist. Am Schluss
der Bearbeitung einer Fläche 43 wird
der im Bereich der Drehachse 49 liegende Abschnitt der
Fläche 43 bearbeitet,
sodass der die Drehschneide 7 aufweisende Drehstahl horizontal
angeordnet ist. Dies ergibt sich aus den Darstellungen gemäß den 9 und 11.
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Bei
der Bearbeitung eines Werkstücks 41 mit einer
Fläche 43,
die unterschiedliche Krümmungsbereiche
aufweist, kann eine Drehschneide 7 mit unterschiedlichen
Drehschneidenbereichen 7a, 7b und 7c,
wie sie oben beschrieben wurden, die unterschiedliche Krümmungsradien
aufweisen, eingesetzt werden.
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Es
ist aber auch möglich,
eine Drehschneide 7 mit unterschiedlichen Drehschneidenbereichen 7a, 7b und 7c vorzusehen,
die jeweils den gleichen Krümmungsradius
aufweisen. Eine derartige Drehschneide kann insbesondere verwendet
werden, wenn die Fläche 43 in
allen Drehwinkelpositionen den gleichen Krümmungsradius aufweist. Bei
Verschleiß eines
ersten Drehschneidenbereichs 7a, kann die Drehschneide 7 verschwenkt
werden, um den nächsten
Drehschneidenbereich 7b mit der zu bearbeitenden Oberfläche der
Fläche 43 in
Eingriff zu bringen.
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In
beiden Fällen
erfolgt also zur Bearbeitung einer Fläche 43 eine Schwenkbewegung
der Drehschneiden, die durch eine Drehung des Werkzeugs 1 um
seine Mittelachse M realisiert angedeutet wird.
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Bei
der Bearbeitung des Zentrums der Fläche 43 liegt er aktive
Teil der Drehschneide 7 auf der Drehachse 47 des
Werkstücks 41.
Diese verläuft
bei der Darstellung gemäß den 3 bis 6 durch den
Schnittpunkt der Linien H und V. Die Drehschneide 7 liegt
bei der Bearbeitung des Werkstücks 1 stets in
der Bildebene der 8 bis 11 und
schneidet damit die Drehachse 47 des Werkstücks 41.
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Bei
den Ausführungsbeispielen
des Werkzeugs 1 gemäß den 5 bis 6 wird
bei einer Verschwenkung der Drehschneide 7, die dazu dient, einen
anderen Drehschneidenbereich mit dem Werkstück 1 in Eingriff zu
bringen, ein Drehschneidenbereich zur Verfügung gestellt, der gegenüber der
oben beschriebenen Bezugsebene in Richtung auf den Betrachter der 8 bis 11 vorspringt.
Damit ist sichergestellt, dass bei einer Verschwenkung der Drehschneide,
wie sie anhand der 3 bis 6 erläutert wurde,
die aktive Drehschneide, also der Drehschneidehnbereich, der mit
der zu bearbeitenden Fläche 43 in
Eingriff tritt, stets in der Bildebene der 8 bis 11 liegt.
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Auf
diese Weise wird vermieden, dass im Zentrum der Fläche 43 Material
stehen bleibt, also eine Mittenpeak entsteht, wodurch teure Nachbearbeitungen
der Fläche 43 entfallen.
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Für die Bearbeitung
einer Fläche 43 eines Werkstücks 41 mittels
einer Drehschneide ist Folgendes wichtig:
Betrachtet man die 8 und 9,
so zeigt sich, dass die Drehschneide 7 während der
Bearbeitung einer Fläche 43 eines
Werkstücks 41 aus
einer ersten Position am Rand des Werkstücks (8) in eine zweite
Position in der Mitte des Werkstücks 41 (9)
verlagert wird. Damit liegt dann ein Referenzpunkt der Drehschneide 7 im
Schnittpunkt der in den 3 bis 6 erwähnten Linien
H und V.
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Betrachtet
man 8, so zeigt sich, dass bei einer relativ schwach
gekrümmten
Fläche 43 der
die Drehschneide 7 aufweisende Drehstahl relativ flach gegenüber der
Drehachse 47 der Werkstückspindel geneigt
ist.
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Um
die Drehschneide 7 aus ihrer in 8 dargestellten
Ausgangsposition in ihre in 9 wiedergegebenen
Endposition zu verlagern, bedarf es einerseits einer Bewegung des
Werkzeugs 1 entlang des Doppelpfeils 53 und andererseits
einer Verschwenkung des Werkzeugs 1 um seine Mittelachse entsprechend
dem Doppelpfeil 55.
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Während der
Bearbeitung wird das Werkstück 41 um
seine Drehachse 47 entsprechend dem Pfeil 51 in
Rotation versetzt.
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Entsprechendes
gilt für
die 10 und 11. Diese
beiden Figuren zeigen ebenfalls die Bearbeitung der Fläche 43 des
Werkstücks 41.
Dabei ist die Drehschneide 7 zu Beginn der Bearbeitung
gemäß 10 in
einem äußeren Randbereich
der Fläche 43 angeordnet
und am Ende der Beareitung in der Mitte der Fläche 43, also im Bereich
der Drehachse 47. Es wird deutlich, dass die Fläche 43 in 10 stärker gekrümmt ist
als die in 8. Entsprechend ist der die
Drehschneide 7 aufweisende Drehstahl deutlich stärker gegenüber der
Drehachse 47 geneigt. Um die Drehschneide 7 aus
ihrer radial äußeren Position
in Richtung zur Drehachse 47 zu bewegen, muss das Werkzeug 1 entsprechend
dem Doppelpfeil 53 nach unten bewegt und entsprechend dem
Doppelpfeil 55 verschwenkt werden.
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In 8 und 10 wird
ein und dasselbe Werkstück 41 gezeigt.
Es ist bei der Darstellung gemäß 10 um
90° gegenüber der
Darstellung in 8 verdreht. Das heißt, die
Fläche 43 ist
entlang einer ersten Durchmesserlinie gemäß 8 relativ wenig
gekrümmt
und entlang einer zweiten senkrecht auf der ersten Durchmesserlinie
stehenden zweiten Durchmesserlinie stärker gekrümmt.
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Während einer
Drehung des Werkstücks 41 muss
also je nach Drehstellung der Fläche 43 die Drehschneide 7 die
in 8 dargestellte wenig geneigte Position und die
in 10 dargestellte stärker geneigte Position einnehmen.
Dadurch wird sichergestellt, dass vorzugsweise derselbe Drehschneidenbereich
mit der zu bearbeitenden Fläche 43 in Eingriff
bleibt.
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Während der
Bearbeitung der Fläche 43 findet
zusätzlich
zur Drehung des Werkstücks 41 um seine
Drehachse 47 eine Verlagerung in Richtung dieser Drehachse 47 statt,
was durch den Doppelpfeil 49 angedeutet ist.
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Wird
eine Fläche 43 mit
in allen Drehwinkelstellungen des Werkstücks 41 gegenüber der
Drehachse 47 gleichen Krümmungsradien bearbeitet, bedarf
es der vom Drehwinkel des Werkstücks 41 abhängigen Verschwenkung
der Drehschneide 7, wie sie aus dem Vergleich der 8 und 10 ersichtlich
ist, nicht. Bei einer Fläche 43,
die relativ schwach gekrümmt
ist, läuft
die Drehschneide 7 gemäß den 8 und 9 von
außen
nach innen, ausgehend von einem relativ schwachen Kippwinkel des
Drehstahls der Drehschneide 7 gegenüber der Drehachse 47.
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Ist
die Fläche 43 gemäß 10 stärker gekrümmt, muss
der die Drehschneide 7 aufweisende Drehstahl bei den radial
außen
liegenden Bereichen der Fläche 43 entsprechend
dem Doppelpfeil 55 stärker
angewinkelt seien. Er wird dann aus der in 10 dargestellten
Ausgangslage entsprechend dem Doppelpfeil 53 nach unten
bewegt und entsprechend dem Doppelpfeil 55 hier gegen den
Uhrzeigersinn verschwenkt.
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Bei
den 8 bis 11 wird die Fläche 43 mit
einem mittleren Bereich der Drehschneide 7 bearbeitet,
der von der Linie L geschnitten wird. Dieser Bereich bleibt also
durch eine entsprechende Schwenkbewegung gemäß dem Doppelpfeil 55 stets mit
der Fläche 43 in
Eingriff.
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Soll
ein abweichender Drehschneidenbereich mit gleichem oder anderem
Krümmungswinkel mit
der Fläche 43 in
Eingriff gebracht werden, muss die Drehschneide 7 um die
Mittelachse des Werkzeugs 1 verschwenkt werden, die mit
der Senkrechten auf den Bildebenen der 8 bis 11 den Winkel α einschließt, wie
er anhand von 1 erläutert wurde. Die Verstellung
des aktiven Drehschneidenbereichs erfolgt also auch entsprechend
dem Doppelpfeil 55.
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Nach
der Einstellung der Drehschneide 7 wird dann wiederum die
Fläche 43 entsprechend
den Bildern 8 bis 11 bearbeitet. Die Drehschneide 7 wird entsprechend
dem Doppelpfeil 53 senkrecht nach oben und unten bewegt
und gleichzeitig einer Schwenkbewegung entsprechend dem Doppelpfeil 55 unterworfen,
damit der dann eingestellte Drehschneidenbereich mit der Fläche 43 in
Eingriff bleibt.
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In
der Regel wird die Fläche 43 während eines
Bearbeitungsvorgangs, wie er aus den 8 bis 10 ersichtlich
ist, mit ein und demselben Drehschneidenbereich bearbeitet. Denkbar
ist es aber auch, die Steuerung des Werkzeugs 1 so auszubilden,
dass während
der Bearbeitung einer Fläche 43 unterschiedliche
Drehschneidenbereiche eingesetzt werden.
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Die
Verschwenkung der Drehschneide 7 dergestalt, dass unterschiedliche
Drehschneidenbereiche mit der Fläche 43 in
Eingriff kommen, führt
aufgrund der speziellen Anordnung beziehungsweise Ausgestaltung
der Drehschneide gemäß der 4 bis 6 dazu,
dass kein Mittenpeak auf der Fläche 43 im
Bereich der Drehachse 47 stehen bleibt.
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Insgesamt
zeigt sich, dass durch eine sehr einfache Maßnahme die Bearbeitung eines
Werkstücks 41 mit
einer Fläche 43 mittels
einer Drehschneide 7 verbessert werden kann.