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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein modularisiertes Computersystem,
insbesondere ein Verfahren, mit dem die Probleme der Wärmeableitung bei
Computersystemen gelöst
werden können.
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Ein
herkömmliches
Computersystem besteht aus einem Gehäuse, in das eine Hauptplatine,
ein Netzteil, ein optisches Laufwerk und eine Festplatte eingesetzt
werden. Die Hitze, die von der Hauptplatine, dem Netzteil, dem optischen
Laufwerk und der Festplatte erzeugt wird, konzentriert sich jedoch
im Gehäuse,
sodass die Temperatur im Gehäuse
hoch ist. Aus diesem Grund benötigt
ein herkömmliches Computersystem
mehrere mit hoher Geschwindigkeit laufende Lüfter, um die Wärme aus
dem Gehäuse
herauszubefördern.
Dadurch verringert sich jedoch die Arbeitseffizienz der Lüfter und
erhöht
den Geräuschpegel
während
des Betriebs der Lüfter.
Als Nachteil daraus ergibt sich, dass das Gehäuse groß sein muss und deshalb entsprechend
viel Platz beansprucht, was mitunter Probleme bei der Auswahl des Aufstellorts
mit sich bringt.
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Die
Hauptaufgabe der vorliegenden Erfindung besteht daher in der Schaffung
eines Verfahrens, mit dem die Probleme der Wärmeableitung in Computersystemen
gelöst
werden können
sowie eines modularisierten Computersystems, bei dem dieses Verfahren
angewendet wird.
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Ein
weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung ist die Schaffung eines
modularisierten Computersystems, wobei die Wärme, die vom Mini-Computerhost
erzeugt wird, problemlos vom Lüfter
abgeleitet werden kann, sodass der Lüfter nicht bei hoher Geschwindigkeit
arbeiten muss und somit die Arbeitseffizienz des Lüfters erhöht und der
Geräuschpegel während des
Lüfterbetriebs
reduziert werden können.
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Ein
weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung ist die Schaffung eines
modularisierten Computersystems, wobei die Wärme, die von jedem einzelnen Gerät des modularisierten
Computersystems erzeugt wird, jeweils von selbst entweicht, sodass
keine Wärmestaus
entstehen können.
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Ein
weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung ist die Schaffung eines
modularisierten Computersystems, wobei jedes einzelne Gerät des modularisierten
Computersystems dieselbe Breite und Tiefe hat, sodass die relative
Position der einzelnen Geräte des
modularisierten Computersystems entsprechend den Anforderungen des
Benutzers frei gewählt
werden kann.
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Ein
weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung ist die Schaffung eines
modularisierten Computersystems, wobei, wenn das Schloss geöffnet ist,
auf die Daten der Festplatte zugegriffen werden kann, und wenn es
geschlossen ist, nicht auf die Daten zugegriffen werden kann, sodass
auf diese Weise eine Datensicherheitsfunktion entsteht.
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Entsprechend
einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung weist ein modularisiertes Computersystem
auf:
ein Mini-Computerhost, der mindestens eine Anschlussgruppe
und einen Netzanschluss enthält,
die sich beide an der Außenseite
befinden, wobei die Anschlussgruppe einen optischen Laufwerksanschluss und
einen Festplattenanschluss enthalten sollte;
ein Netzteil,
das an den Netzanschluss des Mini-Computerhosts angeschlossen wird,
um den Mini-Computerhost mit Strom zu versorgen;
ein optisches
Laufwerk, das mit einem optischen Laufwerkskabel an die optische
Schnittstelle des Mini-Computerhosts und mit einem ersten Stromkabel an
eine erste Stromquelle angeschlossen wird und
ein Festplattenlaufwerk,
das mit einem Festplattenlaufwerkskabel an den Festplattenanschluss
des Mini-Computerhosts und mit einem zweiten Stromkabel an eine
zweite Stromquelle angeschlossen wird.
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Der
Mini-Computerhost, das optische Laufwerk und das Festplattenlaufwerk
haben dieselbe Breite und Tiefe.
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Die
erste und die zweite Stromquelle werden über den Mini-Computerhost mit
dem Netzteil verbunden.
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Das
Festplattenlaufwerk verfügt
vorzugsweise über
ein Schloss, das, wenn es geöffnet
ist, den Zugriff auf die Daten des Festplattenlaufwerks zulässt, und
wenn es geschlossen ist, den Zugriff auf die Daten des Festplattenlaufwerks
nicht zulässt.
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Entsprechend
einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung gibt es ein Verfahren, mit dem die Probleme
der Wärmeableitung
in Computersystemen gelöst
werden können,
bei dem:
entsprechend der Situationen, bei denen in einem Computersystem
Wärme erzeugt
wird, eine Vielzahl von Temperaturintervallen festgestellt wird, das
Computersystem entsprechend der jeweiligen Temperaturintervalle
in eine Vielzahl miteinander verbundener unabhängiger Geräte aufgeteilt wird und
jedes
einzelne Gerät
eine unabhängige
Stromquelle erhält.
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Alle
Geräte
haben dieselbe Breite und Tiefe.
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Vorzugsweise
gehören
zu den einzelnen Geräten
ein Mini-Computerhost, ein Netzteil, ein optische Laufwerk, ein
Festplattenlaufwerk und ein Fernsehsignalprozessor.
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Um
das Ziel der Erfindung, Technologie und Funktion besser und detaillierter
zu veranschaulichen, wurden der nachfolgenden ausführlichen
Beschreibung entsprechende Abbildungen beigefügt.
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1 ist
eine perspektivische Ansicht der bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung eines modularisierten Computersystems;
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2 ist
eine perspektivische Ansicht einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung eines modularisierten Computersystems
und
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3 ist
eine perspektivische Ansicht einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung eines modularisierten Computersystems.
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In
Abbildung 1 ist erkennbar, dass ein modularisiertes
Computersystem 1 entsprechend der bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung aus einem Mini-Computerhost 2,
einem Netzteil 3, einem optischen Laufwerk 4,
einem Festplattenlaufwerk 5 und einem Fernsehsignalprozessor 6 besteht.
Der Mini-Computerhost 2, das Netzteil 3, das optische
Laufwerk 4, das Festplattenlaufwerk 5 und der
Fernsehsignalprozessor 6 sind jeweils unabhängige Geräte mit derselben
Breite und Tiefe, die unabhängig
voneinander an das Stromnetz angeschlossen werden. Der Mini-Computerhost 2,
das Netzteil 3, optische Laufwerk 4, Festplattenlaufwerk 5 und
der Fernsehsignalprozessor 6 werden mit Verbindungskabeln
miteinander zu einem modularisierten Computersystem 1 verbunden.
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Der
Mini-Computerhost 2 enthält eine Hauptplatine, eine
CPU und einen Kühler.
Der Kühler
besteht aus einem Radiator und einem Lüfter. Die Hauptplatine verfügt über eine
Anschlussgruppe und einen Netzanschluss, die alle jeweils an der
Außenseite
angeordnet sind. Die Anschlussgruppe umfasst einen optischen Laufwerksanschluss
und einen Festplattenanschluss. Als optischer Anschluss und Festplattenanschluss
können
die gebräuchlichen
USB-, SATA-, PATA-, SCSI- und IDE-Anschlüsse verwendet werden.
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Der
Unterschied zu einem herkömmlichen Computersystem
liegt darin, dass sich im Mini-Computerhost 2 kein Netzteil,
kein optisches Laufwerk und kein Festplattenlaufwerk befinden, sodass
das Netzteil, das optischen Laufwerk und das Festplattenlaufwerk
die Wärme
nicht im Innern des Mini-Computerhosts 2 erzeugen. Auf
diese Weise wird im Mini-Computerhost 2 nur geringfügig Wärme durch
die aktiven und passiven Teile der CPU sowie der Hauptplatine, die
im Mini-Computerhost 2 enthalten sind, erzeugt, sodass
diese geringe Menge an Wärme,
die der Mini-Computerhost 2 problemlos vom Kühler abgeleitet
werden kann.
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In
Abbildung 1 ist erkennbar, dass das Kabel 30 (eines
Gleichstrom-Wechselstrom-Umwandlers) des Netzteils 3 an
den Netzanschluss des Mini-Computerhosts 2 angeschlossen
wird, um den Mini-Computerhost 2 mit Strom zu versorgen.
Auf diese Weise wird das Netzteil 3 aus dem Mini-Computerhost 2 ausgelagert,
sodass sich im Mini-Computerhost 2 kein Wärme und
Geräusche
erzeugendes Netzteil befindet.
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Desweiteren
ist in Abbildung 1 erkennbar, dass das optische
Laufwerk 4 mit einem optischen Laufwerkskabel 40 an
den optischen Laufwerksanschluss des Mini-Computerhosts 2 verbunden
und mit einem ersten Stromkabel 41 an eine erste Stromquelle
angeschlossen wird. Auf diese Weise wird das optische Laufwerk 4 aus
dem Mini-Computerhost 2 ausgelagert, sodass sich im Mini-Computerhost 2 kein
Wärme und
Geräusche
erzeugendes optisches Laufwerk befindet.
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In
Abbildung 1 ist erkennbar, dass das Festplattenlaufwerk 5 mit
einem Festplattenlaufwerkskabel 50 an den Festplattenanschluss
des Mini-Computerhosts 2 verbunden und mit einem zweiten
Stromkabel 51 an eine zweite Stromquelle angeschlossen
wird. Auf diese Weise wird das Festplattenlaufwerk 5 aus
dem Mini-Computerhost 2 ausgelagert, sodass sich im Mini-Computerhost 2 kein
Wärme und
Geräusche
erzeugendes optisches Laufwerk befindet.
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Das
Festplattenlaufwerk 5 verfügt über ein Schloss 52.
Das Schloss 52 kann ein mit einem passenden Schlüssel 53 zu betätigendes
Schloss sein. Alternativ kann das Schloss 52 auch ein Zahlenschloss
sein, das mit einer Zahlenkombination geöffnet werden kann. Wenn das
Schloss 52 geöffnet
ist, kann auf die Daten des Festplattenlaufwerks 5 zugegriffen
werden, wenn das Schloss 52 geschlossen ist, kann nicht
auf die Daten des Festplattenlaufwerks 5 zugegriffen werden.
In der praktischen Umsetzung wird durch das Öffnen und Schließen des
Schlosses 52 der elektrische Status (z.B. das Öffnen oder Schließen eines
Stromkreises) des Festplattenlaufwerks 5 geändert. Der
elektrische Status des Festplattenlaufwerks 5 bestimmt
also, ob auf die Daten des Festplattenlaufwerks 5 zugegriffen
werden kann.
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In
Abbildung 1 ist erkennbar, dass der Fernsehsignalprozessor 6 mit
einem ein Fernsehsignalkabel 60 mit einem Monitor (nicht
abgebildet) verbunden und mit einem dritten Stromkabel 61 an
eine dritte Stromquelle angeschlossen wird. Auf diese Weise wird
der Fernsehsignalprozessor 6 dazu verwendet, um individuell
die Fernsehsignale umzuwandeln und zum Monitor zu senden, sodass
die Fernsehprogramme auf dem Monitor wiedergegeben werden können. Auf
diese Weise wird der Fernsehsignalprozessor 6 aus dem Mini-Computerhost 2 ausgelagert,
sodass sich im Mini-Computerhost 2 kein Wärme und
Geräusche
erzeugender Fernsehsignalprozessor befindet.
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Der
Strom der ersten, zweiten und dritten Stromquelle kann über eine
Verbindung mit dem Hauptstromnetz (120 oder 220 V) aber auch über den Anschluss
an den Mini-Computerhost 2 über das Netzteil 3 kommen.
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Das
bedeutet, dass der Mini-Computerhost 2, das Netzteil 3,
das optische Laufwerk 4, das Festplattenlaufwerk 5 und
der Fernsehsignalprozessor 6 jeweils unabhängige Geräte sind,
die entsprechend der individuellen Anforderungen alle oder nur teilweise
miteinander verbunden werden und auf diese Weise ein modularisiertes
Computersystem bilden, dessen Funktionen dem eines herkömmlichen
Computersystems entsprechen, wobei der Unterschied darin liegt,
dass die Wärme,
die jedes einzelne Gerät des
modularisierten Computersystems erzeugt, von selbst aus den Geräten entweichen
kann, sodass sich die Wärme
nicht im Mini-Computerhost 2 konzentriert. Die Wärme, die
im Mini-Computerhost 2 selbst entsteht, kann problemlos
vom Lüfter
herausbefördert
werden. Der Lüfter
muss nicht mit voller Geschwindigkeit laufen, was die Arbeitseffizienz
des Lüfters
verbessert und die Geräusche,
die beim Lüfterbetrieb
entstehen, reduziert. Das Netzteil 3, das optische Laufwerk 4,
das Festplattenlaufwerk 5 und der Fernsehsignalprozessor 6 selbst
erzeugen viel weniger Wärme
als der Mini-Computerhost 2. Deshalb kann die von jedem
einzelnen Gerät
des modularisierten Computersystems erzeugte Wärme von selbst entweichen,
sodass die vom gesamten modularisierten Computersystem erzeugte
Wärme schnell abgeleitet
ist und auf diese Weise keine Probleme mit der Wärmeableitung bestehen.
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In
Abbildung 1 ist erkennbar, dass der Mini-Computerhost 2,
das Netzteil 3, das optische Laufwerk 4, das Festplattenlaufwerk 5 und
der Fernsehsignalprozessor 6 senkrecht übereinander angeordnet sind.
In Abbildung 2 sind der Mini-Computerhost 2,
das Netzteil 3, das optische Laufwerk 4, das Festplattenlaufwerk 5 und
der Fernsehsignalprozessor 6 nebeneinander angeordnet.
In Abbildung 3 sind der Mini-Computerhost 2,
das optische Laufwerk 4, das Festplattenlaufwerk 5 und
der Fernsehsignalprozessor 6 paarweise nebeneinander angeordnet.
Es ist ersichtlich, dass die relative Position des Mini-Computerhosts 2,
des Netzteils 3, des optische Laufwerks 4, des Festplattenlaufwerks 5 und des
Fernsehsignalprozessors 6 entsprechend der individuellen
Anforderungen des Nutzers bestimmt werden kann.
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Die
vom Mini-Computerhost 2 erzeugte Wärme kann problemlos vom Lüfter abgeleitet
werden, sodass der Lüfter
nicht mit voller Geschwindigkeit laufen muss, wodurch sich die Arbeitseffizienz
des Lüfters
verbessert und die beim Betrieb des Lüfters entstehenden Geräusche reduziert
werden. Die Wärme,
die von jedem einzelnen Gerät
des modularisierten Computersystems erzeugt wird, entweicht von selbst,
sodass die vom modularisierten Computersystem erzeugte Wärme schnell
abgeleitet ist und auf diese Weise keine Probleme mehr mit der Wärmeableitung
bestehen. Alle Geräte
des modularisierten Computersystems haben dieselbe Tiefe und Breite, sodass
die relative Position der einzelnen Geräte entsprechend den individuellen
Anforderungen des Nutzers frei gewählt werden kann. Als zusätzliche
Sicherheitsfunktion, kann, wenn das Schloss 52 geöffnet ist,
auf die Daten der Festplatte 5 zugegriffen werden, wenn
das Schloss 52 hingegen geschlossen ist, kann nicht auf
die Daten der Festplatte 5 zugegriffen werden.
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Auch
wenn die vorliegende Erfindung am Beispiel der bevorzugten Ausführungsformen
ausführlich
erläutert
wurde, versteht es sich von selbst, dass viele andere Modifikationen
und Variationen davon möglich
sind, ohne vom Umfang der vorliegenden Erfindung abzuweichen. Daher
wird davon ausgegangen, dass die folgenden Ansprüche auch die Modifikationen
und Variationen mit einschließen,
die in den Umfang der Erfindung fallen.
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- 1
- Modularisiertes
Computersystem
- 2
- Mini-Computerhost
- 3
- Netzteil
- 30
- Netzteilkabel
- 4
- Optisches
Laufwerk
- 40
- Optisches
Laufwerkskabel
- 41
- Erstes
Stromkabel
- 5
- Festplattenlaufwerk
- 50
- Festplattenlaufwerkskabel
- 51
- Zweites
Stromkabel
- 52
- Schloss
- 53
- Schlüssel
- 6
- Fernsehsignalprozessor
- 60
- Fernsehsignalkabel