DE102006007085A1 - Anordnung zum Ableiten elektrostatischer Ladungen, Airbagmodul mit dieser Anordnung und Verfahren zum Montieren einer elektrisch leitfähigen, langgestreckten, starren Struktur in ein Schwingungstilgersystem - Google Patents
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Abstract
Bei einer Anordnung zum Ableiten elektrostatischer Ladungen von einem von Schwingung zu entkoppelnden Bauteil, wie einem Gasgenerator eines Airbagmoduls, welches Bauteil über einen elastischen Tilger an einem schwingungserregenden Träger, wie einer Lenkradstruktur, zu montieren ist, ist eine langgestreckte starre Struktur aus leitfähigem Material, wie Metall und/oder Aluminium, vorgesehen, welche langgestreckte starre Struktur einen Kontaktflansch und eine Kontaktfahne aufweist, die sich im montierten Zustand der langgestreckten starren Struktur von dem Bauteil durch den Tilger hindurch hin zu einem elektrischen Erdungsanschluß erstreckt, und eine Einrichtung zum Halten des Kontaktflansches an dem Bauteil unter Ausbildung eines elektrischen Kontakts zwischen der langgestreckten starren Struktur und dem Bauteil.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Anordnung zum Ableiten elektrostatischer Ladungen von einem von Schwingungen zu entkoppelnden Bauteil, wie einem Gasgenerator eines Airbagmoduls. Das von Schwingungen zu entkoppelnde Bauteil ist üblicherweise über einen elastischen Tilger, wie einen Elastomerring, der sich um den Gasgenerator erstreckt, an einem schwingungserregten Träger, beispielsweise an einer Lenkradstruktur, schwingfähig gekoppelt.
- Ein Airbagmodul mit einer elastischen Lagerung des Gasgenerators ist aus
DE 20 210 372 U1 bekannt. Für die elastische Lagerung ist mindestens ein elektrisch leitendes elastisches Massenelement vorgesehen. Das Massenelement besteht aus elektrisch leitendem Silikon oder Kautschuk. Das Massenelement ist zwischen dem Gasgenerator und einer mit dem Kraftfahrzeug verbundenen metallischen Baugruppe angeordnet. Dabei ist das Massenelement sowohl mit dem Gasgenerator als auch mit einer Komponente der Baugruppe verknüpft. DE'372 schlägt folglich eine Maßnahme zum Ableiten elektrostatischer Ladungen vor, nach welcher der Tilger zumindest teilweise elektrisch leitfähig ist. Dabei stellte sich nachteilig heraus, dass mit dem Einbringen von elektrischen leitenden Partikeln in das elastische Basismaterial des Tilgers nicht immer eine ausreichende elektrische Leitfähigkeit durch den Tilger hindurch gewährleistet ist. Zum anderen kann durch die elektrisch leitfähigen Partikel eine Verfestigung des Basismaterials einhergehen, was die Schwingungs-Auslöschcharakteristik des Tilgers beeinträchtigen kann. - Aus der
DE 10 254 161 A1 ist eine Gasgenerator-Erdungsvorrichtung bekannt, bei der ein flexibles Erdungskabel an einem Ende mit einem Kabelanschlussstück versehen ist, das an den Gasgenerator elektrisch anzuschließen ist. Das Kabelanschlussstück umfasst eine Klemmhülse, die in eine Klemmausnehmung in den Gasgenerator einsteckbar ist. Bei dieser bekannten Erdungsmaßnahme sind bereits mehrere Bauteile nur für die Kontaktherstellung mit dem Gasgenerator nötig. Außerdem ist das einstückig mit dem Kabelanschlussstück gefertigte Erdungskabel aufwendig zu erstellen und zudem anfällig, bei der Montage verletzt zu werden, so dass eine sichere Ableitung elektrostatischer Ladungen von dem Gasgenerator nicht mit ausreichender Sicherheit gewährleistet ist. - Es ist Aufgabe der Erfindung, die Nachteile des Stands der Technik zu überwinden, insbesondere eine Anordnung zum Ableiten elektrostatischer Ladungen von einem von Schwingungen zu entkoppelnden Bauteil dahingehend zu verbessern, dass eine zuverlässige Ableitung und bauteilsichere Montage gewährleistet ist, ohne den Montageaufwand zu vergrößern und ohne den Aufbau von bekannten Airbagmodulen abändern zu müssen.
- Diese Aufgabe wird durch die Merkmale von Anspruch 1 gelöst. Danach ist eine langgestreckte starre Struktur aus leitfähigem Material, wie Metall und/oder Aluminium, vorzugsweise Messing oder Aluminiumblech, vorzusehen. Die langgestreckte starre, insbesondere einstückige, Struktur ist im wesentlichen vorzugsweise ausschließlich durch zwei Hauptbestandteile gebildet, nämlich einen Kontaktflansch und eine Kontaktfahne. Die Kontaktfahne erstreckt sich im montierten Zustand der langgestreckten Struktur von dem Bauteil durch den Tilger hindurch zu einem elektrischen Erdungsanschluss. Erfindungsgemäß ist außerdem eine Einrichtung zum Halten des Kontaktflansches an dem Bauteil bei Ausbildung eines elektrischen Kontakts zwischen der langgestreckten starren Struktur und dem Bauteil vorgesehen.
- Mit der erfindungsgemäßen Anordnung und Bereitstellung einer starren langgestreckten oder länglichen Struktur von dem von Schwingungen zu entkoppelnden Bauteil durch den Tilger hindurch wird zum einen eine sehr einfache Montage des Tilgersystems für ein Airbagmodul zugelassen, zum anderen wird erreicht, dass Änderungen an bekannten Airbagmodulsystemen und dessen Tilger nicht vorgenommen werden müssen. Üblicherweise haben Gasgeneratoren eine Platte, an der eine Öffnung ausgebildet ist, die von einem durch einen Elastomerkörper gebildeten Tilger bedeckt ist. Erfindungsgemäß kann an dem Tilger im Bereich der Öffnung die Halteeinrichtung, insbesondere eine Niethülse, vorgesehen sein. Mit der erfindungsgemäßen Maßnahme des Einsatzes einer starren Struktur kann auf einfache Weise eine Ableitung elektrostatischer Ladungen über die starre Struktur erreicht werden, die durch die Niethülse ortsfest positioniert ist und einfach durch einen in dem Tilger eingebrachten Schlitz eingesetzt werden kann. Außerdem gewährleistet die starre Struktur aus einem elektrisch leitfähigen Vollmaterial eine sichere elektrische Ableitung mit geringem elektrischem Widerstand.
- Bei der bevorzugten Ausführung der Erfindung ist die Kontaktfahne der langgestreckten Struktur stabförmig. Auf diese Weise muss nur ein kleiner Schlitz in dem Tilger eingebracht werden, damit das Durchführen der langgestreckten Struktur vereinfacht ist. Des weiteren hat die Kontaktfahne ein freies Ende, das aus dem Tilger herausragt und zum Anschließen an eine Massenleitung insbesondere einen Steckkabelanschluss ausgelegt ist.
- Die Kontaktfahne kann in Form eines Flachstabs gebildet sein. Auf diese Weise benötigt die starre Struktur im Hinblick auf die Halteeinrichtung sowie auf deren Durchführbarkeit durch den Tilger hindurch wenig Raum.
- Bei einer bevorzugten Ausführung der Erfindung ist die langgestreckte starre Struktur aus einem Stück, insbesondere einem Vollmaterial, gefertigt, insbesondere gestanzt.
- Bei einer Weiterbildung der Erfindung ist der Kontaktflansch der starren Struktur zumindest teilweise ringförmig. Dabei kann der Kontaktflansch eine offene Ringform aufweisen. Vorzugsweise weist der Kontaktflansch die Form eines Ringplätchens auf, was sich als eine sehr geeignete Form herausstellt, bei der ein sicheres elektrisches Kontaktieren- des von Schwingungen zu entkoppelnden Bauteils sowie ein sicheres Einklemmen der starren Struktur gewährleistet sind.
- Bei einer bevorzugten Ausführung der Erfindung fällt die Längsachse der Kontaktfahne mit einer Punktsymmetriesachse des Kontaktflansches zusammen.
- Vorzugsweise weist der Kontaktflansch einen ersten und einen zweiten Ringschenkel auf, die in einem Übergangsbereich bei Ausbildung eines kontinuierlichen Ringformabschnitts ineinander übergehen, wobei sich die Kontaktfahne im wesentlichen von dem Übergangsbereich weg erstreckt. Dabei kann sich die Kontaktfahne lotrecht von einer durch den Kontaktflansch definierten Montageebene erstrecken.
- Bei einer bevorzugten Ausführung der Erfindung erstreckt sich die Kontaktfahne in einem ersten Abschnitt von einer Ringinnenseite, insbesondere von einer Mitte der Ringinnenseite, des als Ringplätchen ausgebildeten Kontaktflansches. Dabei liegt der erste Abschnitt vorzugsweise in einer Ebene des Kontaktflansches. Außerdem schließt an dem ersten Abschnitt ein zweiter Abschnitt der Kontaktfahne senkrecht zum ersten Abschnitt insbesondere einstückig an.
- Vorzugsweise hat der erste Abschnitt der Kontaktfahne und der Kontaktflansch bei einer Draufsicht etwa eine „EUR"-Form.
- Bei einer besonders bevorzugten Ausführung der Erfindung ist die Halteeinrichtung als Niethülse ausgebildet, die von dem Tilger getragen ist. Die Niethülse wird an dem Bauteil befestigt, insbesondere durch eine Öffnung in eine Platte des Bauteils fest einsetzbar.
- Vorzugsweise kann die Niethülse derart bemessen sein, dass sie durch das Innere des ringförmigen Kontaktflansches hindurch einsteckbar ist.
- Vorzugsweise weist die Niethülse wenigstens einen, vorzugsweise zwei Hülsenflügel, auf. Bei zwei Hülsenflügeln liegen letztere vorzugsweise gegenüber und sind symmetrisch zueinander ausgestaltet. Der Hülsenflügel oder die Hülsenflügel ist/sind zum Einklemmen des Kontaktflansches nietartig über den Kontaktflansch umbiegbar.
- Des weiteren betrifft die Erfindung ein Airbagmodul mit einer erfindungsgemäßen Anordnung.
- Schließlich betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Montieren einer elektrisch leitfähigen, langgestreckten, starren Struktur in ein Schwingungstilgersystem, die elektrostatische Ladungen von einem von Schwingungen zu entkoppelnde Bauteil, wie einem Gasgenerator eines Airbagmoduls, ableiten soll. Das Schwingungstilgersystem umfasst das von Schwingungen zu entkoppelnde Bauteil, einen schwingungserregbaren Träger, wie eine Lenkradstruktur, und einen zwischen dem Bauteil und dem Träger angeordneten elastischen Tilger. Erfindungsge mäß wird die starre Struktur durch eine Öffnung in dem Bauteil und durch einen im wesentlichen zur Öffnung liegenden Durchgang im Tilger hindurch eingesetzt.
- Eine elektrische Verbindung zwischen der starren Struktur und dem Bauteil wird hergestellt. Außerdem wird ein elektrischer Kontakt zwischen der starren Struktur und dem Erdungsanschlag geschaffen. Vor oder nach der Herstellung des elektrischen Kontakts sowie der elektrischen Verbindung wird die Halteeinrichtung am Bauteil aktiviert, um die starre Struktur an dem Bauteil zu fixieren.
- Vorzugsweise wird als Halteeinrichtung eine Niethülse eingesetzt, die vor der Montage relativ zum Bauteil an dem als Elastomerkörper realisierten Tilger anvulkanisieri oder angeklebt wird.
- Die starre Struktur wird vorzugsweise aus einem Vollkörper, insbesondere einer Messingplatte oder einem Aluminiumblech, ausgestanzt. Das ausgestanzte Zwischenteil hat einen Kontaktflansch sowie eine Kontaktfahne, die beide in einer Ebene liegen. Vor der Montage der starren Struktur wird der Kontaktflansch aus der gemeinsamen Stanzebene in eine Senkrechte heraus gebogen. Nach dem Montage der starren Struktur wird vorzugsweise der Nietflügel über den Kontaktflansch gebogen.
- Es sei klar, dass das erfindungsgemäße Montageverfahren mit den Komponenten der erfindungsgemäßen Anordnung durchgeführt werden kann.
- Weitere Vorteile, Eigenschaften und Merkmale der Erfindung werden durch die folgende Beschreibung einer bevorzugten Ausführung der Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnungen deutlich, in denen zeigen:
-
1 eine Draufsicht auf eine Ausführung eines Airbagmoduls, wobei nur der lenkradseitige Träger sowie ein Elastomerkörper als Tilger dargestellt sind; -
2 eine Querschnittansicht entlang der Schnittlinie A-A nach1 ; -
3 eine Querschnittansicht des Airbagmoduls entlang der Schnittlinie B-B nach1 ; -
4 eine Detailansicht des Airbagmoduls gemäß dem Detailbereich IV nach1 ; -
5a eine Detailansicht des Airbagmoduls gemäß dem Detailbereich Va nach2 ; -
5b eine Detailansicht des Airbagmoduls gemäß dem Detailbereich Vb nach3 ; -
6 eine Draufsicht auf ein Airbagmodul während der Montage der erfindungsgemäßen starren Struktur zum Ableiten elektrostatischer Ladungen, wobei der lenkradseitige Träger, der Elastomertilger und eine von Schwingungen zu entkoppelnde Gasgenerator-Montageplatte dargestellt sind; -
7 eine Querschnittansicht entlang der Strichlinie D-D nach6 ; -
8 eine Querschnittansicht des Airbagmoduls entlang der Schnittlinie C-C nach6 ; -
9 eine Detailansicht des Airbagmoduls gemäß des Abschnitts IX nach6 ; -
10a eine Detailansicht des Airbagmoduls gemäß dem Detailbereich Xa nach8 ; -
10b eine Detailansicht des Airbagmoduls gemäß dem Detailbereich Xb nach7 ; -
11 eine Draufsicht auf ein Airbagmodul nach der Montage der erfindungsgemäßen starren Struktur zum Ableiten elektrostatischer Ladungen; -
12 eine Querschnittansicht des Airbagmoduls entlang der Strichlinie E-E nach11 ; -
13 eine Querschnittansicht des Airbagmoduls entlang der Schnittlinie F-F nach11 ; -
14 eine Detailansicht des Airbagmoduls gemäß des Abschnitts XIV nach11 ; -
15a eine Detailansicht des Airbagmoduls gemäß dem Detailbereich XVa nach12 ; -
15b eine Detailansicht des Airbagmoduls gemäß dem Detailbereich XVb nach13 . - In den
1 bis15b sind drei Hauptmontageschritte zum Montieren einer starren langgestreckten Struktur zum Ableiten von elektrostatischen Ladungen von einem Gasgenerator, der entkoppelt von Schwingungen an einer Lenkradstruktur elastisch gelagert ist. In den1 bis15b ist das Airbagmodul, das aus den Hauptkomponenten, Gasgenerator-Montageplatte, Lenkradaufnahme, Tilger, und Erdungsstruktur, mit der Bezugsziffer1 versehen. - In den
1 bis5b ist das Airbagmodul1 in dem Vormontagezustand dargestellt. Gemäß den1 bis3 ist die Lenkradaufnahme3 ersichtlich, die auf deren Innenseite und auf deren zum nicht dargestellten Gasgenerator des Airbagmoduls1 zugewandten Seite von einem als Tilger funktionierenden Elastomerkörper5 teilweise umspritzt ist. - Die Form der Lenkradaufnahme
3 entspricht im wesentlichen einer ringförmigen Platte mit einem im wesentlichen viereckförmigen Außenumfang. In Eckbereichen des Außenumfangs ist ein Paar Durchgangslöcher dargestellt, von denen einige zur Befestigung der Aufnahme3 an ein Chassisteil des nicht dargestellten Kraftfahrzeugs dienen. Einer (11 oder13 ) der Durchgänge wird für die Montage der in den1 bis5b nicht dargestellten leitfähigen, starren, langgestreckten Struktur zum Ableiten der elektrostatischen Ladung von den in den1 bis5b nicht dargestellten Gasgenerator des Airbagmoduls genutzt. - Wie in den
2 ,3 ,4 ,5a und5b ersichtlich ist, erstreckt sich das Durchgangsloch13 vollständig durch die plattenförmige Aufnahme3 und mündet in eine sacklochförmige Ausgestaltung gleichen Querschnitts des Elastomerkörpers5 . An dem Bodenbereich17 der sacklochförmige Ausgestaltung ist ein mit der Symmetrieachse S der sacklochförmige Ausgestaltung zusammenfallenden Schlitz19 eingebracht. Der Schlitz19 ist schmal ausgestaltet, damit ein flacher stabförmiger Gegenstand den Schlitz19 durchdringen kann, ohne den Elastomerkörper5 in diesem Bereich stärker zu verletzen. - Auf der dem Durchgangsloch
13 gegenüberliegenden Außenseite des Elastomerkörpers5 ist eine Niethülse21 an dem Elastomerkörper5 anvulkanisiert. Die Niethülse hat eine umlaufende Ringbasis23 , von der sich zwei Nietflügel25 ,27 axial von dem Elastomerkörper weg erstrecken, welche Nietflügel25 ,27 durch zwei gegenüberliegende Freiräume29 ,31 voneinander getrennt sind. - In den
6 bis10b wird die erste Phase der Montage der starren, elektrisch leitfähigen Struktur zur Ableitung elektrostatischer Ladungen dargestellt. Die starre Struktur ist aus einem elektrisch leitfähigen Vollmaterial aus einer Messingplatte oder einem Aluminiumblech gestanzt. Die starre Struktur wird im folgenden Nietkontaktring41 genannt. - Die Niethülse
21 ist durch eine Montagebohrung35 hindurch eingesetzt, die in einer Montageplatte37 des nicht näher dargestellten Gasgenerators eingebracht ist. Die Montageplatte37 wird ausschließlich durch den Elastomerkörper5 an der Lenkradaufnahme3 elastisch gehalten. Dabei ist der Elastomerkörper5 durch die Niethülse21 an die Montageplatte37 angebunden. Von der Gasgeneratorseite ist der Nietkontaktring41 in der Montagebohrung35 eingesetzt und erstreckt sich teilweise durch die Niethülse21 hindurch sowie durch den Schlitz19 in dem Elastomerkörper5 hindurch. - Der Nietkontaktring
41 umfasst einen Kontaktflansch43 , der sich im wesentlichen senkrecht zur Symmetrieachse S erstreckt, und eine Kontaktfahne45 , die sich als flacher Stab längs der Symmetrieachse S hin zur nicht näher dargestellten Lenkradstruktur erstreckt. - Der Nietkontaktring
41 ist derart weit in die Niethülse21 eingesetzt, dass der Kontaktflansch43 die elektrisch leitfähige Montageplatte37 des nicht näher dargestellten Gasgenerators berührt. Die Nietflügel25 ,27 erstrecken sich axial über den Kontaktflansch43 des Nietkontaktrings41 hinaus. - Wie insbesondere in den
6 und9 ersichtlich ist, ist der flache Kontaktflansch43 im wesentlichen in Form eines „EUR"-Zeichens ausgebildet. Der Kontaktflansch43 hat eine offene Ringform mit zwei gleichen Ringschenkeln51 ,53 , die an einem Übergangsbereich55 ineinander übergehen. Die Ringschenkel51 ,53 sowie der Übergangsbereich55 sind einstückig als Ringplätchen geformt. Am Übergangsbereich erstreckt sich ein erster Kontaktfahnenabschnitt57 in der Ebene des Kontaktflansches43 durch den Freiraum31 zwischen den beiden Nietflügeln25 ,27 hindurch, wie es in10b am besten ersichtlich ist. Von dem ersten Abschnitt57 der Kontaktfahne45 erstreckt sich dann ein zweiter langgestreckter Flachstababschnitt59 , der in ein freies Ende mündet, das von einem nicht dargestellten Steckkabelschuh umgriffen werden kann. - Der Flachstababschnitt
59 des Nietkontaktrings41 erstreckt sich durch den Bodenbereich17 des Elastomerkörpers5 , und zwar durch den dort eingebrachten Schlitz19 . Die Abmessung des Schlitzes19 ist geringfügig kleiner dimensioniert als die Außenabmessung des Flachstababschnittes59 , so daß das Material des Elastomerkörpers5 dichtend an den Flachstababschnitt49 anliegt. - In den
11 bis15b ist der Montageendzustand des Nietkontaktrings41 dargestellt. In dem montierten Zustand sind die Hülsenflügel25 ,27 der Niethülse21 radial nach außen um gebogen und klemmen die Ringschenkel51 ,53 des Kontaktflansches43 ein, so daß der Nietkontaktring41 in der dargestellten Montageposition fest gehalten wird. - Mit elektrischer Anbindung des Nietkontaktrings
41 an dessen freiem Ende mit einem nicht näher dargestellten Erdanschluss kann eine sichere Ableitung der elektrostatischen Ladungen von dem Gasgenerator bzw. von der Montageplatte37 durch den Elastomerkörper5 hindurch sichergestellt werden. Eine Beeinträchtigung des Tilgungsverhaltens ist aufgrund des Schlitzes19 nicht zu erwarten, was durch Versuche bestätigt wurde. - Für eine ausreichende Ableitung von elektrostatischen Ladungen von einem nicht dargestellten Gasgenerator zur Erde über den Nietkontaktring
41 reicht es aus, lediglich einen Nietkontaktring41 im Bereich eines Durchgangslochs (11 oder13 ) vorzusehen. - Die in der vorstehenden Beschreibung, den Figuren und den Ansprüchen offenbarten Merkmale können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination für die Realisierung der Erfindung in den verschiedenen Ausgestaltungen von Bedeutung sein.
-
- 1
- Airbagmodul
- 3
- Lenkradaufnahme
- 5
- Elastomerkörper
- 11, 13
- Durchgangsloch
- 17
- Bodenbereich
- 19
- Schlitz
- 21
- Niethülse
- 23
- umlaufende Ringbasis
- 25, 27
- Nietflügel
- 29, 31
- Freiräume
- 35
- Montagebohrung
- 37
- Montageplatte
- 41
- Nietkontaktring
- 43
- Kontaktflansch
- 45
- Kontaktfahne
- 51, 53
- Ringschenkel
- 55
- Übergangsbereich
- 57
- Abschnitt
- 59
- Flachstababschnitt
- S
- Symmetrieachse
Claims (19)
- Anordnung zum Ableiten elektrostatischer Ladungen von einem von Schwingung zu entkoppelnden Bauteil, wie einem Gasgenerator eines Airbagmoduls (
1 ), welches Bauteil über einen elastischen Tilger an einem schwingungserregbaren Träger, wie einer Lenkradstruktur, zu montieren ist, umfassend eine langgestreckte starre Struktur aus einem leitfähigen Material, wie Metall und/oder Aluminium, welche langgestreckte starre Struktur einen Kontaktflansch (43 ) und eine Kontaktfahne (45 ) aufweist, die sich im montierten Zustand der langgestreckten starren Struktur von dem Bauteil durch den Tilger hindurch hin zu einem trägerseitigen elektrischen Erdungsanschluss erstreckt, und eine Einrichtung zum Halten des Kontaktflansches (43 ) an dem Bauteil unter Ausbildung einer elektrischen Kontakts zwischen der langgestreckten starren Struktur und dem Bauteil. - Anordnung nach Anspruch 1, bei der die Kontaktfahne (
45 ) stabförmig ist und ein freies Ende aufweist, das zum Anschließen an eine Masseleitung insbesondere mit einem Steckkabelschuh ausgelegt ist. - Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, bei der die Kontaktfahne (
45 ) in Form eines Flachstabs gebildet ist, der sich im montierten Zustand der Anordnung durch einen Schlitz (19 ) in dem Tilger erstreckt. - Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei der die langgestreckte starre Struktur aus einem Stück gefertigt, insbesondere gestanzt, ist.
- Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei der der Kontaktflansch (
43 ) zumindest teilweise ringförmig ist. - Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei der der Kontaktflansch (
43 ) eine offene Ringform aufweist. - Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bei der der Kontaktflansch (
43 ) die Form eines Ringplättchen aufweist. - Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, bei der eine Längsachse der Kontaktfahne (
45 ) mit einer Symmetrieachse (S) des Kontaktflansches (43 ) zusammenfällt. - Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, bei der der Kontaktflansch (
43 ) einen ersten und einen zweiten Ringschenkel (51 ,53 ) aufweist, die in einem Übergangsbereich (55 ) bei Ausbildung einer kontinuierlichen Ringform ineinander übergehen, wobei sich die Kontaktfahne (45 ) im wesentlichen von dem Übergangsbereich (55 ) weg erstreckt. - Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, bei der sich die Kontaktfahne (
45 ) lotrecht von einer durch den Kontaktflansch (43 ) definierten Ebene erstreckt. - Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, bei der sich die Kontaktfahne (
45 ) in einem ersten Abschnitt von einer Ringinnenseite, insbesondere von einer Mitte der Ringinnenseite, des als Ringplättchen ausgebildeten Kontaktflansches (43 ) erstreckt, welcher erster Abschnitt vorzugsweise in einer Ebene des Kontaktflansches (43 ) liegt und an dem ein zweiter Abschnitt der Kontaktfahne (45 ) senkrecht zum ersten Abschnitt anschließt. - Anordnung nach Anspruch 11, bei der der erste Abschnitt der Kontaktfahne (
45 ) und der Kontaktflansch (43 ) eine „EUR"-Form aufweisen. - Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, bei der die Halteeinrichtung als Niethülse (
21 ) ausgebildet ist, die an dem Bauteil befestigbar ist, insbesondere durch eine Öffnung des plattenförmigen Bauteils fest einsetzbar ist. - Anordnung nach Anspruch 13, bei der die Niethülse (
21 ) derart bemessen ist, daß sie durch den ringförmigen Kontaktflansch (43 ) hindurch steckbar ist. - Anordnung nach Anspruch 13 oder 14, bei der die Niethülse (
21 ) wenigstens einen, vorzugsweise zwei (25 ,27 ), Hülsenflügel aufweist, der zum Einklemmen des Kontaktflansches (43 ) umbiegbar ist. - Airbagmodul mit einer nach einem der Ansprüche 1 bis 15 ausgebildeten Anordnung.
- Verfahren zum Montieren einer elektrisch leitfähigen, langgestreckten, starren Struktur in ein Schwingungstilgersystem, das ein von Schwingung zu entkoppelndes Bauteil, wie einem Gasgenerator, einen schwingungserregenden Träger, wie einer Lenkradstruktur, und einen zwischen dem Bauteil und dem Träger angeordneten elastischen Tilger umfasst, wobei – die Struktur durch eine Öffnung in dem Bauteil und durch einen im wesentlichen fluchtend zur Öffnung liegenden Durchgang in dem Tilger hindurch eingesetzt wird; – eine elektrische Verbindung zwischen der Struktur und dem Bauteil hergestellt wird; – ein elektrischer Kontakt zwischen der Struktur und einem Erdungsanschluß hergestellt wird; und – eine Befestigungseinrichtung am Bauteil aktiviert wird, um die Struktur an dem Bauteil zu halten.
- Verfahren nach Anspruch 17, bei dem Komponenten der nach einem der Ansprüche 1 bis 15 ausgebildeten Anordnung eingesetzt werden.
- Verfahren nach Anspruch 17 oder 18, bei dem eine Niethülse in die Öffnung des Bauteils fest eingesetzt wird und, nachdem die Struktur eingesetzt ist, die Niethülse (
21 ) zum Einklemmen der Struktur umgenietet wird.
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE102006007085A Withdrawn DE102006007085A1 (de) | 2006-02-15 | 2006-02-15 | Anordnung zum Ableiten elektrostatischer Ladungen, Airbagmodul mit dieser Anordnung und Verfahren zum Montieren einer elektrisch leitfähigen, langgestreckten, starren Struktur in ein Schwingungstilgersystem |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE102006007085A1 (de) |
Citations (10)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE20105733U1 (de) * | 2001-04-02 | 2001-10-11 | TRW Automotive Safety Systems GmbH & Co. KG, 63743 Aschaffenburg | Schwingungsentkoppelt gelagerter Gasgenerator |
| DE20210372U1 (de) * | 2002-05-16 | 2002-09-19 | TAKATA-PETRI AG, 63743 Aschaffenburg | Airbagmodul mit elastischer Lagerung des Gasgenerators |
| DE10215330C1 (de) * | 2002-04-03 | 2003-04-24 | Takata Petri Ag | Airbagmodul mit elastisch gelagertem Gasgenerator |
| DE10254161A1 (de) * | 2002-11-20 | 2004-06-24 | Autoliv Development Ab | Gasgenerator-Erdungsvorrichtung und Verfahren zu ihrer Herstellung |
| DE4440942B4 (de) * | 1993-11-29 | 2005-06-23 | Valeo Equipements Electriques Moteur | Elektrische Anschlußvorrichtung |
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| DE102004051942A1 (de) * | 2004-10-25 | 2006-05-04 | Woco Avs Gmbh | Verfahren zur Herstellung eines Trägerelements, entsprechendes Trägerelement und Anordnung umfassend ein entsprechendes Trägerelement |
| DE102005002945A1 (de) * | 2005-01-18 | 2006-07-27 | Takata-Petri Ag | Generatorträger für ein Fahrerairbagmodul zum Einbauen in ein Lenkrad eines Kraftfahrzeuges |
| DE102005004452A1 (de) * | 2005-02-01 | 2006-08-10 | Adam Opel Ag | Airbaggehäuse, Airbagmodul und Sicherheitsanordnung zur Gewährleistung der ordnungsgemäßen Funktion des Gasgenerators in einem Airbagmodul und Verfahren zur Herstellung eines solchen Airbaggehäuses |
-
2006
- 2006-02-15 DE DE102006007085A patent/DE102006007085A1/de not_active Withdrawn
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Legal Events
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| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
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Effective date: 20140902 |