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Die
Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Betreiben eines hydrodynamischen
Drehmomentwandlers und einer damit korrespondierenden Wandlerüberbrückungskupplung
einer Getriebeeinrichtung gemäß der im
Oberbegriff des Patentanspruches 1 näher definierten Art.
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Aus
der Praxis ist es hinlänglich
bekannt, Antriebsstränge
von Fahrzeugen mit als hydrodynamische Drehmomentwandler ausgeführten Anfahreinrichtungen
auszubilden. Um hydraulische Verluste im Bereich der hydrodynamischen
Drehmomentwandler zu reduzieren bzw. zu eliminieren, ist dazu übergegangen
worden, den Drehmomentwandlern so genannte Wandlerüberbrückungskupplungen
zuzuordnen. In geschlossenem Zustand einer Wandlerüberbrückungskupplung
wird hierzu eine Drehmomentübertragung
in einem Antriebsstrang eines Fahrzeuges im Bereich eines Drehmomentwandlers überbrückt. Die
Drehmomentübertragung
erfolgt dann im Wesentlichen mit geringeren Verlusten über eine durch
Reibschluss hergestellte Verbindung.
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Grundsätzlich werden
zwei unterschiedliche Systemgruppen von Anfahreinrichtungen, die
einen Drehmomentwandler und eine damit korrespondierende Wandlerüberbrückungskupplung
umfassen, verwendet:
Bei einer ersten Systemgruppe ist die
hydraulische Betätigung
der Wandlerüberbrückungskupplung
in den Hydraulikfluidkreislauf des damit korrespondierenden hydraulischen
Drehmomentwandlers integriert, wobei derartige Systeme als Zweileitungswandler
bezeichnet werden. Ein zur Betätigung
der Wandlerüberbrückungskupplung
vorgesehener und mit hydraulischem Druck beaufschlagbarer Wandlerkupplungskolben
eines Zweileitungswandlers ist als flexibler Teller ausgebildet,
dessen Nabe drehfest mit einer Turbine des hydrodynamischen Drehmomentwandlers
verbunden ist.
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Bei
geöffneter
Wandlerüberbrückungskupplung
wird der Wandlerkupplungskolben von einer von einer Zulaufseite
des hydrodynamischen Drehmomentwandlers ausgehenden Ölströmung, die
in Richtung einer Rücklaufseite
des hydrodynamischen Drehmomentwandlers strömt, beaufschlagt bzw. von dieser überströmt. Zum
Schließen
der Wandlerüberbrückungskupplung
wird ein Zulaufdruck des hydrodynamischen Drehmomentwandlers im
Wesentlichen auf Null reduziert bzw. geschaltet, so dass ein im
hydrodynamischen Drehmomentwandler vorliegender statischer Gesamtdruck
ebenfalls im Wesentlichen auf Null abfällt. Der in Schließrichtung
der Wandlerüberbrückungskupplung
angeforderte Wandlerkupplungskolben, der auf einer dem hydrodynamischen
Drehmomentwandler abgewandten Seite mit einem Reibbelag beschichtet
ist, wird bei dem letztgenannten Betriebszustand des hydrodynamischen
Drehmomentwandlers durch die Federeinrichtung des Wandlerkupplungskolbens
gegen das Gehäuse
der Pumpenseite des hydrodynamischen Drehmomentwandlers gedrückt.
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Um
die Übertragungsfähigkeit
der Wandlerüberbrückungskupplung
und damit auch das über
die Wandlerüberbrückungskupplung
führbare
Drehmoment zu erhöhen,
wird ein Zulaufdruck der Wandlerüberbrückungskupplung
angehoben. Die Erhöhung des
Zulaufdrucks der Wandlerüberbrückungskupplung
vergrößert die
Anpressung des Wandlerkupplungskolbens gegen das Gehäuse der
Pumpenseite des hydrodynamischen Drehmomentwandlers. Zudem verringert
der Wandlerkupplungskolben bei geschlossener Wandlerüberbrückungskupplung
die Ölströmung durch
den hydrodynamischen Drehmomentwandler auf ein vordefiniertes Minimum,
so dass dem Wandlerkupplungskolben der Wandlerüberbrückungskupplung im Wesentlichen
die Funktionalität eines
herkömmlichen
hydraulischen Rückschlagventils
zugrunde liegt.
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Zur
Vermeidung einer Beeinträchtigung
des Fahrkomforts wird die Wandlerüberbrückungskupplung vorzugsweise
lediglich in solchen Betriebszuständen des Antriebsstranges geschlossen,
während welchen
aus Drehungleichförmigkeiten
einer Brennkraftmaschine des Antriebsstranges resultierende und
akustisch von einem Fahrer wahrnehmbare Anregungen im Fahrzeug unterbleiben.
Im Gegensatz hierzu steht jedoch das Bestreben, die Wandlerüberbrückungskupplung
zur Reduzierung der bei geöffneter
Wandlerüberbrückungskupplung
im hydrodynamischen Drehmomentwandler auftretenden hydraulischen
Verlustleistung während
eines Anfahrvorganges möglichst
rasch zu schließen.
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Aus
der
DE 198 58 541
A1 ist eine elektronisch-hydraulische Steuereinrichtung
eines automatisch schaltenden Kraftfahrzeuggetriebes bekannt, welche
eine Vorrichtung zum Betreiben eines vorliegend der ersten Systemgruppe
zugeordneten Zweileitungswandlers, d. h. eines hydrodynamischen Drehmomentswandlers
und einer damit korrespondierenden Wandlerüberbrückungskupplung, umfasst.
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In
der
DE 10 2005 016 495.1 ist
ebenfalls ein hydraulisches Steuersystem für einen Zweileitungswandler
beschrieben, welches zur bedarfsgerechten Betätigung eines Zweileitungswandlers
ein Schaltventil und ein damit zusammenwirkendes Druckbegrenzungsventil
aufweist. Das Steuersystem ist mit einem Schaltventil und einem
damit wirkverbundenen druckvariablen Druckbegrenzungsventil ausgeführt, deren
Ventilschieber mit mit hydraulischem Druck beaufschlagbaren Wirkflächen ausgebildet sind
und jeweils mit einem Vorsteuerdruck entgegen einer Federeinrichtung
ansteuerbar sind.
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Zusätzlich sind
das Schaltventil und das Druckbegrenzungsventil mit mehreren mit
Steuerleitungen verbundenen Steuerzungen ausgestaltet, wobei die
Steuerleitungen zum Beaufschlagen des Drehmomentwandlers und der
Wandlerüberbrückungskupplung
mit Hydraulikfluid im Bereich ihrer der den Steuerzungen abgewandten
Enden mit dem Drehmomentwandler und der Wandlerüberbrückungskupplung verbunden sind.
Eine mit Versorgungsdruck beaufschlagbare Versorgungssteuerzunge
des Schaltventils ist mit einer mit einer Zulaufseite des Drehmomentwandlers
verbindbaren Arbeitsdrucksteuerzunge des Schaltelementes in Wirkverbindung
bringbar.
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Zudem
liegt zwischen einen Steuerraum des Schaltventils, der mit der Versorgungssteuerzunge
in Deckung bringbar ist, begrenzenden Wirkflächen des Ventilschiebers des
Schaltventils eine Flächendifferenz
vor, um den Durchfluss durch den Drehmomentwandler bei geöffneter
Wandlerüberbrückungskupplung
regeln zu können.
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Aus
der Automobiltechnischen Zeitschrift 97 (1995), Nr. 10, S. 698 bis
706, "Elektrohydraulische Steuerung
und äußere Schaltung
des automatischen Getriebes W5A 330/580 von Mercedes-Benz", ist eine Vorrichtung
zum Betreiben eines hydrodynamischen Drehmomentwandlers mit einer
damit korrespondierenden Wandlerüberbrückungskupplung
bekannt. Die Betätigung
der Wandlerüberbrückungskupplung
ist vom Hydraulikfluidkreislauf des Drehmomentwandlers getrennt
ausgeführt.
Der Kolbenraum der Wandlerüberbrückungskupplung
ist über
eine vom hydraulisch durchströmten
Bereich des Drehmomentwandlers getrennte Steuerleitung mit dem für die Betätigung der
Wandlerüberbrückungskupplung erforderlichen
hydraulischen Betätigungsdruck
beaufschlagbar, während
die Wandlerüberbrückungskupplung
wie bei einem Zweileitungswandler räumlich in das Gehäuse des
Drehmomentwandlers integriert ist. Derartige Anfahreinrichtungen
werden in der Praxis als Dreileitungswandler bezeichnet und werden
vorliegend der zweiten Systemgruppe zugeordnet.
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Bei
weiteren aus der Praxis bekannten Ausgestaltungen von Anfahreinrichtungen,
die einen Drehmomentwandler und eine damit korrespondierende, jedoch
vom Drehmomentwandler getrennt hydraulisch betätigbare Wandler überbrückungskupplung
aufweisen und die ebenfalls der zweiten Systemgruppe zugeordnet
werden, ist die Wandlerüberbrückungskupplung
vom Drehmomentwandler räumlich
getrennt an beliebig anderer Stelle im Antriebsstrang eines Fahrzeugs,
beispielsweise als Schaltkupplung oder als Bremse in einem Gehäuse einer Getriebeeinrichtung,
angeordnet.
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Die
bekannten Vorrichtungen zum Betreiben von Anfahreinrichtungen der
ersten Systemgruppe und die bekannten Vorrichtungen zum Betreiben
von Anfahreinrichtungen der zweiten Systemgruppe weisen mit Steuerzungen
von Ventileinrichtungen der Vorrichtungen verbundene Steuerleitungen
auf, welche jeweils über
Hydraulikleitungen eines Hydraulikleitungssytems mit dem hydrodynamischen
Drehmomentwandler und der Wandlerüberbrückungskupplung verbunden sind,
um dort jeweils die erforderlichen Betätigungsdrücke betriebszustandsabhängig einstellen
zu können.
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Nachteilig
dabei ist jedoch, dass die bekannten Vorrichtungen zum Betreiben
von zur ersten Systemgruppe gehörenden
Anfahreinrichtungen und die bekannten Vorrichtungen zum Betreiben
von zur zweiten Systemgruppe gehörenden
Anfahreinrichtungen im allgemeinen systembedingt derart unterschiedlich
ausgeführt
sind, dass Anfahreinrichtungen einer Systemgruppe nicht mit Vorrichtungen
betreibbar sind, die zum Betätigen
von Anfahreinrichtungen der jeweils anderen Systemgruppe vorgesehen
sind. Dies ist jedoch unerwünscht,
da im Bereich der Getriebesteuerung keine kostengünstigen
standardisierten Baugruppen verwendet werden können.
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Der
vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung
zum Betreiben eines hydrodynamischen Drehmomentwandlers und einer
damit korrespondierenden Wandlerüberbrückungskupplung
zur Verfügung
zu stellen, mittels welcher sowohl Anfahreinrichtungen der ersten
Systemgruppe als auch der zweiten Systemgruppe betreibbar sind und
die we nigstens teilweise eine systemgruppenunabhängige standardisierte Baugruppe aufweist.
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Erfindungsgemäß wird diese
Aufgabe mit einer Vorrichtung gemäß den Merkmalen des Patentanspruches
1 gelöst.
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Die
erfindungsgemäße Vorrichtung
zum Betreiben eines hydrodynamischen Drehmomentwandlers und einer
damit korrespondierenden Wandlerüberbrückungskupplung
einer Getriebeeinrichtung ist mit einem Leitungssystem mit einem
Schaltventil und einem damit zusammenwirkenden druckvariablen Druckbegrenzungsventil
ausgeführt,
wobei Ventilschieber des Schaltventils und des Druckbegrenzungsventils
jeweils mit einem Vorsteuerdruck entgegen einer Federeinrichtung
ansteuerbar sind. Zusätzlich
sind das Schaltventil und das Druckbegrenzungsventil mit mehreren
mit Steuerleitungen verbundenen Steuerzungen ausgeführt, die
zum Beaufschlagen des Drehmomentwandlers und der Wandlerüberbrückungskupplung
mit Hydraulikfluid im Bereich ihrer der den Steuerzungen abgewandten
Enden mit mit einer Zulaufseite und einer Rücklaufseite des Drehmomentwandlers
sowie eines Kolbenraumes der Wandlerüberbrückungskupplung verbundenen
Hydraulikleitungen eines Hydraulikleitungssystems verbunden sind.
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Erfindungsgemäß ist ein
Rücklauf
des Drehmomentwandlers bei ausgehend vom Rücklauf des Drehmomentwandlers
mit Hydraulikfluid beaufschlagbarem Kolbenraum der Wandlerüberbrückungskupplung über das
Hydraulikleitungssystem über
eine Arbeitsdrucksteuerzunge und eine Entlastungssteuerzunge des
Druckbegrenzungsventils mit einer Rücklaufsteuerzunge des Schaltventils
in Verbindung bringbar ist und bei ausgehend vom Rücklauf des
Drehmomentwandlers getrenntem Kolbenraum der Wandlerüberbrückungskupplung über das Hydraulikleitungssystem
direkt mit der Rücklaufsteuerzunge
des Schaltventils verbunden.
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Damit
stellt die erfindungsgemäße Vorrichtung
wenigstens bereichsweise eine standardisierte Steuer- und Regelvorrichtung
dar, die im Bereich des Leitungssystems ohne konstruktive Änderungen
sowohl zum Betreiben einer als Zweileitungswandler ausgeführten Anfahreinrichtung
als auch einer als Dreileitungswandler ausgeführten Anfahreinrichtung eines
Antriebsstranges eines Fahrzeugs einsetzbar ist.
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Das
bedeutet, dass der das Leitungssystem mit dem Schaltventil und mit
dem druckvariablen Druckbegrenzungsventil umfassende Teil der Vorrichtung
kostengünstig
in ein hydraulisches Getriebesteuergerät integrierbar ist, welches
sowohl für
die Ansteuerung einer mit einem Zweileitungswandler kombinierten
Getriebeeinrichtung als auch für
die Ansteuerung einer mit einem Dreileitungswandler kombinierten
Getriebeeinrichtung verwendbar ist. Die systembedingte unterschiedliche
Anbindung des Getriebesteuergerätes
an den Zweileitungswandler bzw. an den Dreileitungswandler erfolgt
im Bereich des Hydraulikleitungssystems der Vorrichtung, die vorzugsweise
in einen Bereich eines Gehäuses
des Zweileitungswandlers oder des Dreileitungswandlers, das als
separates Gehäuse
oder einstückig
mit einem Gehäuse
der Getriebeeinrichtung ausgeführt sein
kann.
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Mit
der erfindungsgemäßen Vorrichtung
sind die Gesamtherstellkosten einer mit einer Anfahreinrichtung
der ersten Systemgruppe oder der zweiten Systemgruppe kombinierten
Getriebeeinrichtung auf einfache Art und Weise im Vergleich zu aus
dem Stand der Technik bekannten Getriebeeinrichtungen reduzierbar,
da konstruktive Änderungen
im hydraulischen Steuersystem einer Getriebeeinrichtung mit einer
der vorbeschriebenen Anfahreinrichtungen jeweils in Bereiche verlagert
sind, die aufgrund der Funktionsunterschiede der Anfahreinrichtung
voneinander abweichen und daher nicht standardisiert ausführbar sind.
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Weitere
Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben
sich aus den Patentansprüchen
und den unter Bezugnahme auf die Zeichnung prinzipmäßig beschriebenen
Ausführungsbeispielen,
wobei in der Beschreibung der verschiedenen Ausführungsbeispiele der Übersichtlichkeit
halber für
bau- und funktionsgleiche
Bauteile dieselben Bezugszeichen verwendet werden.
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Es
zeigt:
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1 eine
stark schematisiert dargestellte und als Zweileitungswandler ausgeführte Anfahreinrichtung
eines Antriebstranges eines Fahrzeugs;
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2 ein
stark schematisiertes Schaltschema der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
mittels der ein Zweileitungswandler betrieben wird;
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3 eine
Ventilkennlinie eines Schaltventils und eine Ventilkennlinie eines
druckvariablen Druckbegrenzungsventils der erfindungsgemäßen Vorrichtung
gemäß 2;
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4 eine
stark schematisiert dargestellte und als Dreileitungswandler ausgeführte Anfahreinrichtung
eines Antriebsstranges eines Fahrzeugs;
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5 ein
stark schematisiertes Schaltschema der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
mittels der ein Dreileitungswandler betrieben wird; und
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6 eine
Ventilkennlinie des Schaltventils und eine Ventilkennlinie des druckvariablen
Druckbegrenzungsventils der erfindungsgemäßen Vorrichtung gemäß 5.
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In 1 ist
eine stark schematisierte Darstellung eines hydrodynamischen Drehmomentwandlers 1 mit
einer geregelten Wandlerüberbrückungskupplung 2 dargestellt,
welcher in an sich bekannter Art und Weise mit einem Turbinenrad 3,
einem Pumpenrad 4 und einem Leitrad 5 ausgebildet ist.
Des Weiteren ist ein Wandlerkupplungskolben 6 vorgesehen,
der drehfest mit dem Turbinenrad 3 verbunden ist. Zusätzlich ist
der Wandlerkupplungskolben 6 in Bezug auf das Pumpenrad 4 in
axialer Richtung verschieblich ausgeführt, wobei sich eine axiale Position
des Wandlerkupplungskolbens 6 in Abhängigkeit einer an dem Wandlerkupplungskolben 6 angreifenden
und in Schließrichtung
der Wandlerüberbrückungskupplung 2 wirkenden
Federeinrichtung 7, einem Zulaufdruck p_WD_zu des Drehmomentwandlers
und eines Zulaufdrucks p_WK_zu der Wandlerüberbrückungskupplung 2,
d. h. in Abhängigkeit
einer aus diesen drei Kraftkomponenten resultierenden und an dem
Wandlerkupplungskolben 6 angreifenden Gesamtkraftkomponente,
einstellt.
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Bei
geschlossener Wandlerüberbrückungskupplung 2 kommt
der Wandlerkupplungskolben 6 mit einem auf seiner dem Turbinenrad 3 abgewandten
Seite angeordneten Reibbelag 8 an einem an einem Gehäuse 9 vorgesehenen
weiteren Reibbelag 10 zur Anlage, wobei das Gehäuse 9 drehfest
mit dem Pumpenrad 4 verbunden ist. Im Gegensatz dazu liegt
der Wandlerkupplungskolben 6 bei geöffneter Wandlerüberbrückungskupplung 2 nicht
an dem weiteren Reibbelag 10 des Gehäuses 9 an, so dass
der Drehmomentwandler 1 ausgehend von einem in 2 dargestellten
Schaltventil WDV einer Vorrichtung 100 zum Betreiben des
Drehmomentwandlers 1 und der Wandlerüberbrückungskupplung, welches nachfolgend
als Wandlerdruckventil bezeichnet wird, über die Wandlerüberbrückungskupplung 2 in
Richtung eines ebenfalls in 2 dargestellten
druckvariablen Druckbegrenzungsventils WKV der Vorrichtung 100,
welches nachfolgend als Wandlerkupplungsventil bezeichnet wird,
von Hydraulikfluid durchströmt
wird. Dabei strömt
das Hydraulikfluid mit einem über
das Wandlerdruckventil WDV eingestellten Zulaufdruck p_WD_zu des
Drehmomentwandlers 1 in den Drehmomentwandler 1 ein
und strömt
mit einem Rücklaufdruck
p_WD_ab in Abhängigkeit
der hydrodynamischen Verhältnisse
im Drehmomentwandler 1 mit entsprechend gewandelter Höhe in Richtung
des Wandlerkupplungsventils WKV aus dem Drehmomentwandler 1 aus.
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Der
Rücklaufdruck
p_WD_ab des Drehmomentwandlers 1 ergibt sich aus dem Druckverlust
des vom Wandlerdruckventil WDV hinzugeförderten Volumenstrom im Wandler
und dem von der Getriebekühlung/Schmierung
erzeugten Gegendruck.
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Mit
abnehmendem Zulaufdruck p_WD_zu des Drehmomentwandlers 1 und
gleichzeitig ansteigendem Zulaufdruck p_WK_zu zu der Wandlerüberbrückungskupplung 2 im
Drehmomentwandler 1 nimmt die am Wandlerkupplungskolben 6 angreifende
und in Öffnungsrichtung
der Wandlerüberbrückungskupplung 2 wirkende
Gesamtkraftkomponente ab, so dass ab Unterschreiten eines Druckwerts des
Zulaufdrucks p_WD_zu des Drehmomentwandlers 1 die Wandlerüberbrückungskupplung 2 schließt und der
Drehmomentwandler 1 ausgehend vom Wandlerdruckventil WDV
nicht mehr durchströmt wird.
Dabei schließt
die Wandlerüberbrückungskupplung 6 bei
einem Druckwert des Zulaufdrucks p_WD_zu des Drehmomentwandlers 1,
der kleiner als ein vordefinierter Druckwert des Zulaufdrucks p_WK_zu
der Wandlerüberbrückungskupplung
ist. In diesem Betriebszustand des Drehmomentwandlers 1 greift
an den Wandlerkupplungskolben 6 eine die Wandlerüberbrückungskupplung 2 schließende Gesamtkraftkomponente
an. D. h., dass die sich aus der Federkraft der Federeinrichtung 7 der
Wandlerüberbrückungskupplung 2 und
dem am Wandlerkupplungskolben 6 angreifenden Zulaufdruck
p_WK_zu der Wandlerüberbrückungskupplung
zusammensetzende Kraftkomponente größer ist als die aus dem Zulaufdruck
p_WD_zu des Drehmomentwandlers 1 resultierende Kraftkomponente.
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Der
als so genannter Zweileitungswandler ausgeführte Drehmomentwandler 1 und
die geregelte Wandlerüberbrückungskupplung 2 sind
in 2 stark schematisiert in Form einer Drosselstelle
sowie eines Rückschlagventils
dargestellt, wobei der hydrodynamische Drehmomentwandler 1 durch
das Wandlerdruckventil WDV, das mit mehreren Steuerzungen WDV_1
bis WDV_8, einer Federeinrichtung WDV_F und einem Ventilschieber
WDV_S ausgeführt
ist, angesteuert wird. Die geregelte Wandlerüberbrückungskupplung 2 wird über das
Wandlerkupplungsventil WKV angesteuert, das ebenfalls mit mehreren Steuerzungen
WKV_1 bis WKV_6, einer Federeinrichtung WKV_F und einem Ventilschieber
WKV_S ausgebildet ist.
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Das
Wandlerdruckventil WDV und das Wandlerkupplungsventil WKV werden über eine Steuerleitung
L1 eines Leitungssystems 20, welches auf einer dem Wandlerdruckventil
WDV und dem Wandlerkupplungsventil WKV zugewandten Seite einer Systemgrenze 21 der
Vorrichtung 100 angeordnet ist, von einem nicht näher dargestellten
Drucksteuerventil eines Vorsteuersystems mit einem über ein
nicht näher
dargestelltes elektrisches Getriebesteuergerät in an sich bekannter Art
und Weise eingestellten Vorsteuerdruck p_VS an Stirnflächen der Ventilschieber
WDV_S und WKV_S, die mit den Vorsteuerdrucksteuerzungen WDV_1 und
WKV_1 in Verbindung stehen, entgegen den in den Federraumsteuerzungen
WDV_8 und WKV_6 angeordneten Federeinrichtungen WDV_F und WKV_F
beaufschlagt, wobei in Abhängigkeit
des über
die Steuerleitung L1 an dem Wandlerdruckventil WDV bzw. an dem Wandlerkupplungsventil
WKV anliegenden Vorsteuerdrucks p_VS jeweils der Zulaufdruck p_WD_zu
des Drehmomentwandlers 1 und der Zulaufdruck p_WK_zu der
Wandlerüberbrückungskupplung 2 in
der in 3 dargestellten Art und Weise einstellbar sind.
Zudem werden die Zulaufdrücke p_WD_zu
und p_WK_zu in Abhängigkeit
eines über eine
Steuerleitung L2 des Leitungssystems 20 und über ein
in an sich bekannter Art und Weise als Druckbegrenzungsventil ausgebildetes
und in der Zeichnung nicht näher
dargestelltes Sys temdruckventil eingestellten Systemdrucks p_sys über das Wandlerdruckventil
WDV und das Wandlerkupplungsventil WKV geregelt eingestellt.
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Der
Systemdruck p_sys liegt über
die Steuerleitung L2 an einer Versorgungssteuerzunge WDV_2 des Wandlerdruckventils
WDV an, die über eine
Steuerleitung L3 des Leitungssystems 20 und eine Hydraulikleitung
HL3 eines Hydraulikleitungssystems 22 der Vorrichtung 100,
welches auf der dem Wandlerdruckventil WDV und dem Wandlerkupplungsventil
WKV abgewandten Seite der Systemgrenze 21 der Vorrichtung 100 angeordnet
ist, mit der Zulaufseite des Drehmomentwandlers 1 verbunden
ist. Der Rücklauf
des Drehmomentwandlers 1 ist über eine Hydraulikleitung HL4
des Hydraulikleitungssystems 22 und eine Steuerleitung
L4 des Leitungssystems 20 mit der Arbeitsdrucksteuerzunge WKV_3
verbunden.
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Zusätzlich ist
das Wandlerdruckventil WDV mit einer Befüllsteuerzunge WDV_4 ausgebildet,
die über
eine zur Steuerleitung L2 parallel verlaufende weitere Steuerleitung
L5, die zusätzlich
mit einer Drossel 17 ausgeführt ist, mit einem gegenüber dem Systemdruck
p_sys gedrosselten Versorgungsdruck beaufschlagt wird. Die Befüllsteuerzunge
WDV_4 ist über
eine Steuerleitung L6 des Leitungssystems 20, eine damit
verbundene Hydraulikleitung HL6 des Hydraulikleitungssystems 22 und
eine wiederum damit verbundene Steuerleitung L7 des Leitungssystems 20 mit
einer Entlastungssteuerzunge WDV_7 des Wandlerdruckventils WDV verbunden.
Die Entlastungssteuerzunge WDV_7 des Wandlerdruckventils WDV ist
mit dem Druckbegrenzungsventil 11 verbunden, mittels welchem
im Leitungssystem 20 und im Hydraulikleitungssystem 22 gemäß 2 ein
vordefiniertes Druckniveau p_0 niemals unterschritten wird. Das
weitere Druckbegrenzungsventil 11 ist vorliegend als Plattenventil
ausgebildet, welches eine gegen den statischen Druck im hydrodynamischen Drehmomentwandler 1 angefederte
Federplatte 12 und eine Federeinrichtung 13 aufweist.
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Darüber hinaus
ist eine Schmier- und Kühlölsteuerzunge
WDV_5 mit einem stark schematisiert dargestellten Schmier- und Kühlölkreislauf 14 einer Getriebevorrichtung
des Antriebsstranges verbunden, um den Schmier- und Kühlölkreislauf 14 bei
entsprechender Stellung des Ventilschiebers WDV_S des Wandlerdruckventils
WDV mit der für
die Schmierung und Kühlung
der Getriebekomponenten der Getriebeeinrichtung erforderlichen Schmier-
und Kühlölmenge zu
versorgen.
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Das
Wandlerkupplungsventil WKV ist mit einer bei entsprechender Stellung
des Ventilschiebers WKV_S des Wandlerkupplungsventils WKV mit der Arbeitsdrucksteuerzunge
WKV_3 verbindbaren Entlastungssteuerzunge WKV_2 ausgeführt, die über eine
Steuerleitung L8, eine im Bereich der Systemgrenze 20 mit
der Steuerleitung L8 verbundene Hydraulikleitung HL8 und eine mit
der Hydraulikleitung HL8 im Bereich der Systemgrenze 20 verbundene weitere
Steuerleitung L9 mit einer Rücklaufsteuerzunge
WDV_6 des Wandlerdruckventils WDV verbunden ist. Die Rücklaufsteuerzunge
WDV_6 des Wandlerdruckventils WDV ist bei entsprechender Stellung
des Ventilschiebers WDV_S des Wandlerdruckventils WDV mit der Entlastungssteuerzunge WDV_7
des Wandlerdruckventils WDV verbunden, womit der vom Rücklauf des
Drehmomentwandlers 1 in Richtung des Wandlerkupplungsventils
WKV fließende
Hydraulikfluidvolumenstrom über
das Leitungssystem 20, das Hydraulikleitungssystem 22 und wiederum
das Leitungssystem 20 in ein stromab des weiteren Druckbegrenzungsventils 11 angeordnetes Hydraulikfluidreservoir 28 bzw.
einen Ölsumpf
einer Getriebeeinrichtung führbar
ist.
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Ist
die Rücklaufsteuerzunge
WDV_6 des Wandlerdruckventils WDV ventilschieberseitig gegenüber der
Entlastungssteuerzunge WDV_7 des Wandlerdruckventils WDV gesperrt
und mit der Schmier- und Kühlölsteuerzunge
WDV_5 verbunden, wird der über
den Drehmomentwandler 1 geführte Hydraulikvolumenstrom über die
Hydraulikleitung HL4, die Steuerleitung L4, die Arbeitsdrucksteuerzunge
WKV_3, die Entlastungssteuerzunge WKV_2, die Steu erleitung L8, die
Hydraulikleitung HL8, die Steuerleitung L9, die Rücklaufsteuerzunge
WDV_6 und die Schmier- und Kühlölsteuerzunge
WDV_5 in Richtung des Schmier- und Kühlölkreislaufes 14 geleitet,
wobei das aus dem Drehmomentwandler 1 austretende Hydraulikfluid
auf dem vorbeschriebenen Weg die Systemgrenze 20 zwischen
dem Leitungssystem 20 und dem Hydraulikleitungssystem 22 dreimal
kreuzt.
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Im
Bereich des Leitungssystems 20 zweigt zwischen der Systemgrenze 21 und
der Arbeitsdrucksteuerzunge WKV_3 des Wandlerkupplungsventils WKV
von der Steuerleitung L4 eine weitere Steuerleitung L10 ab, die
mit einer Rückführsteuerzunge
WKV_5 des Wandlerkupplungsventils WKV verbunden ist. Damit besteht
die Möglichkeit,
den Rücklaufdruck
p_WD_ab des Drehmomentwandlers 1 bzw. den Zulaufdruck p_WK_zu
der Wandlerüberbrückungskupplung 2 im
Bereich der Rückführsteuerzunge
WKV_5 des Druckbegrenzungsventils WKV am Ventilschieber WKV_S des
Wandlerkupplungsventils WKV anzulegen, der zu dem im Bereich der Vorsteuerdrucksteuerzunge
WKV_1 des druckvariablen Druckbegrenzungsventils WKV am Ventilschieber
WKV_S des Wanderkupplungsventils WKV anliegenden Vorsteuerdruck
p_VS entgegengerichtet wirkt. Damit ist der Rücklaufdruck p_WD_ab des Drehmomentwandlers 1 bzw.
der Zulaufdruck p_WK_zu der Wandlerüberbrückungskupplung 2 auf einfache
Art und Weise regelbar.
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Um
den Zulaufdruck p_WD_zu des Drehmomentwandlers bei geöffneter
Wandlerüberbrückungskupplung 2 regeln
zu können,
weist der Ventilschieber WDV_S des Wandlerdruckventils WDV zwischen
einen Steuerraum 24 des Wandlerdruckventils WDV, der mit
der Versorgungssteuerzunge WDV_2 und der Arbeitsdrucksteuerzunge
WDV_3 des Wandlerdruckventils WDV in Deckung bringbar ist, begrenzenden
Wirkflächen 25, 26 eine
Flächendifferenz
auf. Über
die Flächendifferenz
zwischen den Wirkflächen 25 und 26 des
Ventilschiebers WDV_S des Wandlerdruckventils WDV wird der Zulaufdruck
p_WD_zu des Drehmomentwandlers 1 bei geöffneter Wandlerüberbrü ckungskupplung
auf einfache Art und Weise in Abhängigkeit des Vorsteuerdruckes
p_VS und der Federeinrichtung WDV_F des Wandlerdruckventils WDV
geregelt.
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In 3 sind
die Ventilkennlinien V_WDV und V_WKV des Wandlerdruckventils WDV
und des Wandlerkupplungsventils WKV der Vorrichtung 100 gemäß 2 dargestellt,
welche sich aufgrund der Anordnung des weiteren Druckbegrenzungsventils 11 stromab
der Entlastungssteuerzunge WDV_7 des Wandlerdruckventils WDV einstellen.
Dabei entsprechen die Ventilkennlinien V_WDV und V_WKV des Wandlerdruckventils
WDV und des Wandlerkupplungsventils WKV jeweils den Zulaufdrücken p_WD_zu
und p_WK_zu des Drehmomentwandlers 1 und der Wandlerüberbrückungskupplung 2.
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Die
Ventilkennlinien V_WDV und V_WKV des Wandlerdruckventils WDV und
des Wandlerkupplungsventils WKV der Vorrichtung 100 gemäß 2 weisen
zwischen einem ersten Vorsteuerdruckwert p_VS_0 und einem zweiten
Vorsteuerdruck p_VS_1 eine Abweichung auf, die aufgrund eines Druckabfalls,
der beim Durchströmen
des hydrodynamischen Drehmomentwandlers 1 auftritt, verursacht
wird. Anschließend
verlaufen die Ventilkennlinien V_WDV und V_WKV mit steigenden Vorsteuerdruckwerten
p_VS ausgehend vom zweiten Vorsteuerdruckwert p_VS_1 bis hin zu
einem dritten Vorsteuerdruckwert p_VS_2 parallel zueinander, wobei
der Wandlerzulaufdruck p_WD_zu und der Wandlerrücklaufdruck p_WD_ab bzw. der
Zulaufdruck p_WK_zu der Wandlerüberbrückungskupplung 2 proportional zu
dem Anstieg des Vorsteuerdruckes abnehmen, wobei zu dieser Zeit
der Durchfluß durch
den Wandler nahe Null ist.
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Ein
Bereich zwischen einem vierten Vorsteuerdruckwert p_VS_3 und dem
dritten Vorsteuerdruckwert p_VS_2 der Ventilkennlinien V_WDV, V_WKV
wird als so genannter Fußpunktbereich
des Drehmomentwandlers 1 bezeichnet, wobei die Wandlerüberbrückungskupplung 2 bei
Vorsteuerdruckwerten kleiner als der dritte Vorsteuerdruckwert p_VS_2
geöffnet
ist und bei Vorsteuerdruckwerten größer als der vierte Vorsteuerdruckwert
p_VS_3 geschlossen ist. Im Vorsteuerdruckbereich zwischen den Vorsteuerdruckwerten
p_VS_2 und p_VS_3 kommt der Wandlerkupplungskolben 6 durch
die in Schließrichtung
der Wandlerüberbrückungskupplung 2 wirkende
Federeinrichtung 7 am Gehäuse 9 zum Anliegen,
wobei in diesem Betriebszustand der Wandlerüberbrückungskupplung 2 im
Wesentlichen kein Drehmoment über
die Wandlerüberbrückungskupplung 2 führbar ist.
-
Erst
nach Überschreiten
des vierten Vorsteuerdruckwertes p_VS_3 steigt der Zulaufdruck p_WK_zu
der Wandlerüberbrückungskupplung 2 proportional
zum Vorsteuerdruck p_VS stetig an während der Wandlerzulaufdruck
p_WD_zu auf dem durch das weitere Druckbegrenzungsventil 11 eingestellten
Druckniveau p_0 verbleibt, wodurch die Übertragungsfähigkeit
der Wandlerüberbrückungskupplung 2 bis
auf einen maximalen Wert angehoben wird.
-
Bei
der in 2 dargestellten Vorrichtung 100 stellt
der so genannte Fußpunktbereich
des hydrodynamischen Drehmomentwandlers 1 einen gewissen
Bereich des Vorsteuerdruckes p_VS dar, in dem weder der Zulaufdruck
p_WD_zu des hydrodynamischen Drehmomentwandlers 1 noch
der Zulaufdruck p_WK_zu der geregelten Wandlerüberbrückungskupplung 2 verändert wird.
D. h., dass der Fußpunktbereich
des Drehmomentwandlers im Wesentlichen einen neutralen Druckregelbereich
darstellt, der zum Ausgleich von Toleranzen im der Vorrichtung 100 zugeordneten
Vorsteuersystem vorgesehen ist.
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Das
durch die Anordnung des weiteren Druckbegrenzungsventils 11 im
Leitungssystem 20 der Vorrichtung 100 eingestellte
vordefinierte Druckniveau p_0 bewirkt, dass die im Hydraulikfluid
gelöste Luft
im Hydraulikfluid in gelöster
Form verbleibt und Kavitation über
den gesamten Betriebsbereich des Drehmomentwandlers in diesem vermieden
wird.
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Das
Druckniveau p_0 ist von der leitungssystemseitig mit hydraulischem
Druck beaufschlagbaren Plattenwirkfläche der Ventilplatte 12 sowie
der Federkraft der Federeinrichtung 13 des Druckbegrenzungsventils 11 abhängig und
ist beispielsweise durch Variation dieser beiden Parameter in Abhängigkeit
des jeweils vorliegenden Betriebszustandes der Vorrichtung 100 veränderbar.
-
Dadurch,
dass durch das Druckbegrenzungsventil 11 in der Vorrichtung 100 auf
der Zulaufseite des hydrodynamischen Drehmomentwandlers 1 das
vordefinierte Druckniveau p_0 an dem Wandlerkupplungskolben 6 auch
bei geschlossener Wandlerüberbrückungskupplung 2 anliegt,
reduziert sich die Übertragungsfähigkeit
der Wandlerüberbrückungskupplung 2 bei
gleichem Zulaufdruck p_WK_zu der Wandlerüberbrückungskupplung 2 im
Vergleich zu einer Vorrichtung, bei der das Druckniveau auf der Zulaufseite
des Drehmomentwandlers 1 im Wesentlichen Null ist, da die
Druckdifferenz bei geschlossener Wandlerüberbrückungskupplung zwischen der Zulaufseite
der Wandlerüberbrückungskupplung
und dem Drehmomentwandler um den Wert des vordefinierten Druckniveaus
p_0 reduziert ist. Diese Reduzierung wird vorliegend durch einen
wenigstens um das vordefinierte Druckniveau p_0 erhöhten Zulaufdruck
p_WK_zu der Wandlerüberbrückungskupplung 2 kompensiert.
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Nachfolgend
wird die Funktionsweise der Vorrichtung 100 gemäß 2 in
Verbindung mit der Darstellung gemäß 3 ausgehend
vom ersten Vorsteuerdruckwert p_VS_0 näher beschrieben.
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Der
erste Vorsteuerdruckwert p_VS_0 ist wenigstens annähernd Null.
In diesem Betriebszustand ist der Ventilschieber WDV_S des Wandlerdruckventils
WDV durch die am Ventilschieber WDV_S in entgegengesetzter Richtung zu
dem Steuerdruck p_VS_am Ventilschieber WDV_S angreifende Federeinrichtung
WDV_F umgeschoben, dass der Zulaufdruck p_WD_zu des hydrodynamischen Drehmomentwandlers 1 maximal
ist. Dies resultiert aus der Tatsache, dass der Systemdruck p_sys über den
sich in völlig
umgeschobener Stellung befindlichen Ventilschieber WDV_S des Wandlerdruckventils
WDV vom Wandlerdruckventil WDV auf ein Maximum reduziert wird, welches über die
Flächendifferenz
zwischen den Wirkflächen 25 und 26 des
Ventilschiebers WDV_S und die Federkraft der Federeinrichtung WDV_F
des Wandlerdruckventils WDV eingestellt wird.
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Gleichzeitig
ist die Entlastungssteuerzunge WDV_7 von der Rücklaufsteuerzunge WDV_6 des Wandlerdruckventils
WDV in der Druck regelnden Stellung des Ventilschiebers WDV_S getrennt,
so dass der Rücklauf
des Drehmomentwandlers 1 zunächst vom stromab des weiteren
Druckbegrenzungsventils 11 vorgesehenen drucklosen Ölsumpf getrennt
ist. Die Druckregelung im Bereich der Arbeitsdrucksteuerzunge WDV_3
des Wandlerdruckventils WDV findet über die so genannte Modulation des
Wandlerdruckventils WDV zwischen der Versorgungssteuerzunge WDV_2
und der Befüllsteuerzunge
WDV_4 statt, wobei der Druck im Bereich der Arbeitssteuerzunge WDV_3
größer ist
als das über
das Druckbegrenzungsventil 11 vordefinierte Druckniveau
p_0.
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Nach
dem Durchströmen
des hydrodynamischen Drehmomentwandlers 1 liegt an der
Arbeitsdrucksteuerzunge WKV_3 und der Rückführsteuerzunge WKV_5 des Wandlerkupplungsventils
WKV der Rücklaufdruck
p_WD_ab des Drehmomentwandlers 1 an, der im Wesentlichen
dem in 3 dargestellten Zulaufdruck p_WK_zu der geregelten
Wandlerüberbrückungskupplung 2 entspricht,
wobei die Differenz zwischen dem Zulaufdruck p_WD_zu des Drehmomentwandlers 1 und
dem Rücklaufdruck p_WD_ab
des Drehmomentwandlers 1 bzw. des Zulaufdrucks p_WK_zu
der Wandlerüberbrückungskupplung 2 im
Bereich zwischen dem ersten Vor steuerdruckwert p_VS_0 und dem zweiten
Vorsteuerdruckwert p_VS_1 aufgrund des Druckabfalls, der beim Durchströmen des
hydrodynamischen Drehmomentwandlers 1 auftritt, verursacht
wird.
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Das
Wandlerkupplungsventil WKV wird bei Anliegen des ersten Vorsteuerdruckwertes
p_VS_0 durch die an dem Ventilschieber WKV_S angreifende Federeinrichtung
WKV_F und den gleichgerichtet an einer Wirkfläche 15 des Ventilschiebers
WKV_S des Wandlerkupplungsventils WKV angreifenden Rücklaufdruck
p_WD_ab des hydrodynamischen Drehmomentwandlers 1 vollständig umgeschoben,
so dass die Versorgungssteuerzunge WKV_4 von der Arbeitsdrucksteuerzunge
WKV_3 des Wandlerkupplungsventils WKV getrennt ist und der über die
Steuerleitung L2 des Leitungssystems 20 am Wandlerkupplungsventil
WKV anliegende Systemdruck p_sys nicht in Richtung der geregelten
Wandlerüberbrückungskupplung 2 geführt wird.
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Mit
steigendem Vorsteuerdruck p_VS werden sowohl der Ventilschieber
WDV_S des Wandlerdruckventils WDV als auch der Ventilschieber WKV_S
des Wandlerkupplungsventils WKV entgegen der in Abhängigkeit
der Federrate der Federeinrichtung WDV_F bzw. WKV_F am Ventilschieber WDV_S
bzw. WKV_S anliegenden Federkraft und dem am Ventilschieber WKV_S
des Wandlerkupplungsventils WKV anliegenden Rücklaufdruck p_WD_ab des Drehmomentwandlers 1 derart
verschoben, dass der Zulaufdruck p_WD_zu des hydrodynamischen Drehmomentwandlers 1 und
damit auch der Rücklaufdruck
p_WD_ab des Drehmomentwandlers 1 in der in 3 dargestellten
Art und Weise bis hin zum dritten Vorsteuerdruckwert p_VS_2 durch
Anheben des Vorsteuerdrucks p_VS reduziert werden, wobei sich der
Ventilschieber WKV_S des Wandlerkupplungsventils WKV erst kurz vor Überschreiten
des Druckwertes p_VS_2 in Richtung der Modulationssteuerkanten der
Steuerzungen WKV_2 und WKV_4 bewegt.
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Des
Weiteren wird der Ventilschieber WKV_S des Wandlerkupplungsventils
WKV mit zunehmendem Vorsteuerdruck p_VS entgegen der Federrate der
Federeinrichtung WKV_F zunehmend in Richtung der Federraumsteuerzunge
WKV_6 des Wandlerkupplungsventils WKV verschoben, so dass der Ventilschieber
WKV_S die Steuerkante der Versorgungssteuerzunge WKV_4 überstreicht
und ventilschieberseitig die Verbindung mit der Arbeitsdrucksteuerzunge
WKV_3 geöffnet
wird.
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Bei
Erreichen des zweiten Vorsteuerdruckwertes p_VS_1 wird eine Durchströmung des
Drehmomentwandlers 1 durch den Gegendruck des Schmier-
und Kühlölkreislaufes 14 verhindert,
so dass sich die Ventilkennlinien V_WDV und V_WKV des Wandlerdruckventils
WDV und des Wandlerkupplungsventils WKV synchronisieren. Das heißt, dass
der Zulaufdruck p_WD_zu des Wandlerdruckventils WDV und der Zulaufdruck
p_WK_zu der Wandlerüberbrückungskupplung 2 ab
dem zweiten Vorsteuerdruckwert p_VS_1 gleich sind, wobei sich der
Zulaufdruck p_WK_zu der Wandlerüberbrückungskupplung 2 zu
diesem Vorsteuerdruckwert aus dem Rücklaufdruck p_WD_ab und dem über das Wandlerkupplungsventil
WKV über
die Versorgungssteuerzunge WKV_4 und die Arbeitsdrucksteuerzunge
WKV_3 durchgeleiteten Druckanteil des über die Zuführleitung L2 am Wandlerkupplungsventil
WKV anliegenden Systemsdrucks p_sys zusammensetzt.
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4 zeigt
wie 1 eine stark schematisierte Darstellung eines
hydrodynamischen Drehmomentwandlers 1 mit einer damit korrespondierenden geregelten
Wandlerüberbrückungskupplung 2,
wobei die Wandlerüberbrückungskupplung 2 mit
einem vom Innenraum des Drehmomentwandlers 1 getrennt ausgeführten Kolbenraum 27 ausgeführt ist.
Die vorliegend als so genannter Dreileitungswandler ausgeführte Anfahreinrichtung
wird über
eine in 5 dargestellte Vorrichtung 100 angesteuert,
welche sich von der Vorrichtung 100 gemäß 2 lediglich
im Bereich des Hydraulikleitungssystems 22, d. h. auf der
dem Wandlerdruckventil WDV und dem Wandlerkupplungsventil WKV abgewandten
Seite der Systemgrenze 21 unterscheidet.
-
Bei
der in 5 dargestellten Vorrichtung 100 ist der
Rücklauf
des Drehmomentwandlers 1 über die Hydraulikleitung HL4
des Hydraulikleitungssystems 22 direkt mit der Steuerleitung
L9 des Leitungssystems 20 verbunden, so dass der Durchfluss durch
den Drehmomentwandler 1 von der Arbeitsdrucksteuerzunge
WDV_3 des Wandlerdruckventils, die Steuerleitung L3, die Hydraulikleitung
HL3, den Innenraum des Drehmomentwandlers 1, die Hydraulikleitung
HL4, die Steuerleitung L9, die Rücklaufsteuerzunge
WDV_6 und bei entsprechender Stellung des Ventilschiebers WDV_S
des Wandlerdruckventils WDV anschließend über die Entlastungssteuerzunge
WDV_7 in Richtung des weiteren Druckbegrenzungsventils 11 geführt wird,
ohne das Wandlerkupplungsventil WKV wie bei der Vorrichtung 100 gemäß 2 zu überströmen. Damit
wird der Durchfluss durch den Drehmomentwandler 1 bei der
Vorrichtung gemäß 5 lediglich
durch das Wandlerdruckventil WDV geregelt eingestellt.
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Die
Wandlerüberbrückungskupplung 2 wird bei
der Vorrichtung 100 gemäß 5 ausgehend
von der Versorgungssteuerzunge WKV_4 des Wandlerkupplungsventils
bei ventilschieberseitig geöffneter Verbindung
zu der Arbeitsdrucksteuerzunge WKV_3 des Wandlerkupplungsventils über die
Steuerleitung L4 und eine im Bereich der Systemgrenze 21 damit verbundene
Hydraulikleitung HL9 des Hydrauliksystems 22 der Vorrichtung 100 direkt
mit dem Kolbenraum 27 der Wandlerüberbrückungskupplung 2 verbunden.
-
Bei
dem in 4 dargestellten Dreileitungswandler ist der Wandlerkupplungskolben 6 gemeinsam
mit seinem Reibbelag 8 drehfest mit dem Gehäuse 9 des
Drehmomentwandlers 1 verbunden und axial verschieblich
gegenüber
dem weiteren Reibbelag 10 ausgeführt, wobei der weitere Reibbelag 10 fest
mit dem Turbinenrad 3 verbunden ist. Zusätzlich ist
der Wandlerkupplungskolben 6 über die Federeinrichtung 7 der
Wandlerüberbrückungskupplung 2 gegen
die in Schließrichtung
der Wandlerüberbrückungskupplung 2 angefedert,
so dass zum Schließen
der Wandlerüberbrückungskupplung 2 im
Kolbenraum 27 ein Zulaufdruck p_WK_zu der Wandlerüberbrückungskupplung 2 einzustellen
ist, der die Summe aus Federkraft der Federeinrichtung 7 und Innendruck
des Drehmomentwandlers 1 übersteigt, da der Wandlerkupplungskolben 6 mit
dem im Innenraum des Drehmomentwandlers 1 vorliegenden
hydraulischen Druck in Öffnungsrichtung
der Wandlerüberbrückungskupplung 2 beaufschlagt
wird.
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Die
Steuerleitung L6 und die Steuerleitung L7 des Leitungssystems 20 der
Vorrichtung 100 werden auf der dem Leitungssystem 20 abgewandten Seite
der Systemgrenze 21 im Bereich des Hydraulikleitungssystems 22 verschlossen
und sind somit im Gegensatz zu der Vorrichtung 100 gemäß 2 als so
genannte Blindleitungen ausgeführt.
-
Die
Steuerleitung L8, welche mit der Entlastungssteuerzunge WKV_2 des
Wandlerkupplungsventils WKV verbunden ist, ist im Bereich der Systemgrenze 21 mit
der Hydraulikleitung HL8 verbunden, und steht mit dem stromab des
weiteren Druckbegrenzungsventils 11 angeordneten drucklosen
Hydraulikfluidreservoir bzw. dem Ölsumpf einer Getriebeeinrichtung
in Verbindung, so dass im geregelten Betrieb des Wandlerkupplungsventils
WKV ein zu hoher Zulaufdruck p_WK_zu der Wandlerüberbrückungskupplung 2 durch
ventilschieberseitige Öffnungen
der Verbindung zwischen der Arbeitsdrucksteuerzunge WKV_3 und der
Entlastungssteuerzunge WKV_2 des Wandlerkupplungsventils in Richtung des
drucklosen Hydraulikfluidreservoirs 28 reduzierbar ist.
-
In 6 ist
die Ventilkennlinie V_WDV des Wandlerdruckventils WDV und die Ventilkennlinie V_WKV
des Wandlerkupplungsventils WKV der Vorrichtung 100 gemäß 5 während der
Ansteuerung des hydrodynamischen Drehmomentwandlers 1 und der
damit korrespondierenden Wandlerüberbrückungskupplung 2 gemäß 4 dargestellt.
Dabei weist die Ventilkennli nie V_WDV des WDV der Vorrichtung 100 gemäß 5 im
Wesentlichen den gleichen Verlauf wie die Ventilkennlinie V_WDV
des Wandlerdruckventils WDV der Vorrichtung 100 gemäß 2 über dem
Ansteuerdruck p_VS auf.
-
Die
Ventilkennlinie V_WKV des Wandlerkupplungsventils der Vorrichtung 100 gemäß 5 unterscheidet
sich jedoch im Vorsteuerbereich zwischen dem ersten Vorsteuerdruckwert
p_VS_0 und dem vierten Vorsteuerdruckwert p_VS_3 von der Ventilkennlinie
V_WKV des Wandlerkupplungsventils WKV der Vorrichtung 100 gemäß 2 dahingehend,
dass der Zulaufdruck p_WK_zu der Wandlerüberbrückungskupplung 2 bei
Vorsteuerdruckwerten p_VS kleiner als der vierte Vorsteuerdruckwert p_VS_3
ausgehend von einem Minimaldruck p_WK_zu proportional zum Vorsteuerdruck
p_VS ansteigt und zum vierten Vorsteuerdruckwert p_VS_3 den Zulaufdruck
p_WD_zu des Drehmomentwandlers 1 übersteigt. Mit Übersteigen
des dritten Vorsteuerdruckwertes p_VS_2, zu dem der Zulaufdruck p_WD_zu
bzw. der Rücklaufdruck
p_WD_ab des Drehmomentwandlers 1 das über das weitere Druckbegrenzungsventil 11 eingestellte
Druckniveau p_0 erreicht, weist die Ventilkennlinie V_WDV des Wandlerdruckventils
WDV einen konstanten Verlauf auf dem Druckniveau p_0 auf.
-
Die
Federeinrichtung 7 der Wandlerüberbrückungskupplung 2 verbindet
ein selbsttätiges
Schließen
der Wandlerüberbrückungskupplung 2 auch
unter dem Einfluß von
hydrodynamischen Drücken
im Drehmomentwandler 1, die bekanntlich in Abhängigkeit
der Drehzahl des Drehmomentwandlers variieren. Mit zunehmendem Anstieg
des Vorsteuerdruckes p_VS und dem damit einhergehenden Anstieg des
Zulaufdruckes p_WK_zu der Wandlerüberbrückungskupplung 2 wird
die Wandlerüberbrückungskupplung 2 zunehmend
geschlossen, wobei die Wandlerüberbrückungskupplung
vorliegend zum Vorsteuerdruckwert p_VS_3 geschlossen ist und Drehmoment über die
Wandlerüberbrückungskupplung 2 führbar ist.
Mit weiter steigendem Vorsteuerdruck p_VS steigt die Übertragungsfähigkeit
der Wandlerüberbrückungskupplung 2 weiter
an, bis sie ihre volle Übertragungsfähigkeit
aufweist.
-
Sowohl
bei der Vorrichtung 100 gemäß 2 als auch
bei der Vorrichtung 100 gemäß 5 wird über das
als Wandlerfußpunktventil
ausgeführte weitere
Druckbegrenzungsventil 11 ein Absinken des Innendrucks
im Drehmomentwandler 1 unter ein vordefiniertes Druckniveau,
d. h. vorliegend das Druckniveau p_0, verhindert. Gleichzeitig wird
mit beiden Vorrichtungen ein Mindestvolumenstrom an Hydraulikfluid
durch den Drehmomentwandler 1 bei geschlossener Wandlerüberbrückungskupplung 2 eingestellt,
um die beispielsweise bei dauerhaftem Wandlerschlupf oder nach Beendigung
einer Einregelphase entstehende Wärmeentwicklung im Bereich des
Drehmomentwandlers auf einfache Art und Weise abführen zu
können.
-
Dazu
wird die Arbeitsdrucksteuerzunge WDV_3 des Wandlerdruckventils WDV
bei beiden Vorrichtungen 100 über den eine Drossel darstellenden
Drehmomentwandler 1 mit dem Schmier- und Kühlölkreislauf 14 einer
Getriebeeinrichtung verbunden, der einen Teil eines so genannten
sekundären Systemdruckkreislaufes
darstellt.
-
Grundsätzlich ergibt
sich der Durchfluss durch den Drehmomentwandler aus dem Druckniveau
im Schmier- und Kühlölkreislauf 14 bzw.
im sekundären
Systemdruckkreislauf, der Drosselwirkung des Drehmomentwandlers 1 und
dem Druckniveau des weiteren Druckbegrenzungsventils 11, wobei
die über
den Drehmomentwandler 1 geführte Hydraulikfluidmenge bei
entsprechender Stellung des Ventilschiebers WDV_S des Wandlerdruckventils
WDV über
das weitere Druckbegrenzungsventil 11 in das drucklose
Hydraulikfluidreservoir 28 bzw. den Getriebesumpf abgeleitet
wird.
-
Bei
geöffneter
Wandlerüberbrückungskupplung 2 wird über das
Wandlerdruckventil WDV ein erheblich höherer Durchfluss über ein
in Abhängigkeit des
Vorsteuerdruckes p_VS = 0 stehendes und in diesem Zustand der Wandlerüberbrückungskupplung 2 angehobenes
Druckniveau durch den Drehmomentwandler eingestellt. Dieser hohe
Durchfluss durch den Drehmomentwandler 1 wird dann zur
Reduzierung des von einer nicht näher dargestellten Hydraulikpumpe, über welche
der Systemdruck p_sys zur Verfügung
gestellt wird, erzeugte Pumpenfördervolumens
direkt in einen Kühler
und in den Schmierkreislauf des Getriebes geleitet.
-
Die
sowohl für
den Betrieb eines so genannten Dreileitungswandlers als auch für den Betrieb
eines so genannten Zweileitungswandlers einsetzbare erfindungsgemäße Vorrichtung
wird durch entsprechende Verknüpfungen
der Steuerleitungen des Leitungssystems der Vorrichtung mit jeweils
voneinander abweichendem Hydrauliksystem oder durch eine entsprechende
Bestückungsvariante
im Schaltgerät, wie
beispielsweise im Bereich des Zwischenbleches, ermöglicht.
-
Diese
Vorgehensweise bietet vorteilhafterweise die Möglichkeit, eine hydraulische
Getriebesteuerung wenigstens bereichsweise standardisiert auszuführen und
somit im Vergleich zu herkömmlichen
hydraulischen Steuerungen kostengünstiger herzustellen.
-
- 1
- hydrodynamischer
Drehmomentwandler
- 2
- geregelte
Wandlerüberbrückungskupplung
- 3
- Turbinenrad
- 4
- Pumpenrad
- 5
- Leitrad
- 6
- Wandlerkupplungskolben
- 7
- Federeinrichtung
der Wandlerüberbrückungskupplung
- 8
- Reibbelag
- 9
- Gehäuse
- 10
- weiterer
Reibbelag
- 11
- Druckbegrenzungsventil
- 12
- Ventilplatte
- 13
- Federeinrichtung
des Druckbegrenzungsventils
- 14
- Schmier-
und Kühlölkreislauf
- 15
- Wirkfläche
- 16
- Stirnfläche des
Ventilschiebers des Wandlerkupplungsventils
- 17
- Drossel
- 20
- Leitungssystem
- 21
- Systemgrenze
- 22
- Hydraulikleitungssystem
- 24
- Steuerraum
- 25,
26
- Wirkflächen des
Ventilschiebers des Wandlerdruckventils
- 27
- Kolbenraum
- 28
- Hydraulikfluidreservoir
- 100
- Vorrichtung
- HL3,
HL4, HL6, HL8, HL9
- Hydraulikleitung
- L1
bis L10
- Steuerleitung
- p_sys
- Systemdruck
- p_VS
- Vorsteuerdruck
- p_VS_0
bis p_VS_4
- Vorsteuerdruckwert
- p_WD_zu
- Zulaufdruck
Drehmomentwandler
- p_WD_ab
- Rücklaufdruck
Drehmomentwandler
- p_WK_zu
- Zulaufdruck
der Wandlerüberbrückungskupplung
- WDV
- Wandlerdruckventil
- WDV_1
bis WDV_8
- Steuerzunge
- WDV_F
- Federeinrichtung
- WDV_S
- Ventilschieber
- WKV
- Wandlerkupplungsventil
- WKV_1
bis WKV_6
- Steuerzunge
- WKV_F
- Federeinrichtung
- WKV_S
- Ventilschieber