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DE102006006104A1 - Verstellbare Schneiderbüste - Google Patents

Verstellbare Schneiderbüste Download PDF

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DE102006006104A1
DE102006006104A1 DE200610006104 DE102006006104A DE102006006104A1 DE 102006006104 A1 DE102006006104 A1 DE 102006006104A1 DE 200610006104 DE200610006104 DE 200610006104 DE 102006006104 A DE102006006104 A DE 102006006104A DE 102006006104 A1 DE102006006104 A1 DE 102006006104A1
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DE
Germany
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tailor
bust
actuators
ring
bust according
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DE200610006104
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English (en)
Inventor
Stefan Kohn
Christian Feddern
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Fraunhofer Gesellschaft zur Foerderung der Angewandten Forschung eV
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Fraunhofer Gesellschaft zur Foerderung der Angewandten Forschung eV
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A41WEARING APPAREL
    • A41HAPPLIANCES OR METHODS FOR MAKING CLOTHES, e.g. FOR DRESS-MAKING OR FOR TAILORING, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • A41H5/00Dress forms; Bust forms; Stands
    • A41H5/01Dress forms; Bust forms; Stands with means for adjustment, e.g. of height

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Prostheses (AREA)

Abstract

Es wird eine Schneiderbüste vorgeschlagen, die sowohl für Frauen als auch für Männer einsetzbar ist und bei der nur eine Büste benötigt wird, um alle Größen und beide nachzubilden.

Description

  • Die Erfindung geht aus von einer Schneiderbüste mit mehreren Segmenten, wobei die Segmente relativ zueinander verstellbar sind. Dadurch ist es in gewissen Grenzen möglich, die Schneiderbüste den Körpermaßen eines Menschen anzunähern.
  • Die Segmente herkömmlicher Schneiderbüsten sind starr, so dass ein Schneider mehrere einstellbare Schneiderbüsten haben, um für jeden potentiellen Kunden eine geeignete Schneiderbüste bereitstellen zu können. So gibt es beispielsweise Schneiderbüsten für weibliche Kundinnen und für männliche Kunden in verschiedenen Größen.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Schneiderbüste bereit zu stellen, die für alle Größen und sowohl für weibliche als auch männliche Kunden einsetzbar ist. Außerdem soll die Schneiderbüste unabhängig von der Präsenz des Kunden exakt auf die Körpermaße des Kunden einstellbar sein.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einer Schneiderbüste mit mehreren Segmenten, wobei die Segmente relativ zueinander verstellbar sind, dadurch gelöst, dass jedes Segment einen Ring aus einem elastischen Material aufweist, dass im Innern des Rings mehrere über den Umfang des Rings verteilte im wesentlichen in radialer Richtung auf den Ring wirkende Aktoren vorgesehen sind, und das mit Hilfe der Aktoren ein Radius jedes Rings in Abhängigkeit eines Winkels einstellbar ist.
  • Vorteile der Erfindung
  • Dadurch ist es möglich, die Oberfläche eines menschlichen Körpers nachzubilden. Die Auflösung mit der die Oberfläche eines menschlichen Körpers nachgebildet werden kann, ergibt sich aus der Zahl der Aktoren innerhalb jedes Segments und der Zahl der Segmente.
  • Die Erfindung geht aus von dem Gedanken, dass die Oberfläche eines menschlichen Körpers in Zylinderkoordinaten angeben kann. Die erfindungsgemäße Schneiderbüste ist gewissermaßen ein einstellbares Zylinderkoordinatensystem. Dabei stellt jedes Segment eine Ebene dar mit einem Mittelpunkt und radial zu diesem Mittelpunkt angeordnete Aktoren. Die Aktoren können nun in Ihrer Länge entsprechend den Maßen des Kunden eingestellt werden und, sodass radial äußere Ende der Aktoren der Oberfläche des abzubildenden menschlichen Körpers entspricht.
  • Da die Aktoren einen Ring aus einem elastischen Material aufspannen, ist gewährleistet, dass zwischen den zueinander benachbart angeordneten Aktoren keine Vorsprünge, Absätze oder sonstige Unstetigkeiten entstehen. Der Ring aus dem elastischen Material sorgt somit für einen kontinuierlichen und stetigen Verlauf der Oberfläche der Schneiderbüste innerhalb eines Segments. Wenn der Ring aus elastischem Material fest mit den Aktoren verbunden ist, können auch Vertiefungen in der Oberfläche der Schneiderbüste erzeugt werden.
  • Durch mehrere übereinander gestapelte Segmente kann nun eine Schneiderbüste gebildet werden mit deren Hilfe jeder beliebige Punkt der Oberfläche eines menschlichen Körpers durch entsprechende Ansteuerung und Einstellung der Aktoren nachgebildet werden kann. Mit Hilfe einer erfindungsgemäßen Schneiderbüste können sowohl weibliche als auch männliche Oberkörper nachgebildet werden. Selbstverständlich kann auch die Taille oder die Breite der Hüften und anderes mehr vollständig und mit der erforderlichen Genauigkeit nachgebildet werden.
  • Dadurch ergibt sich erstens der Vorteil, dass nur eine Schneiderbüste erforderlich ist, um die Oberkörper aller Kunden – Frauen und Männer – von kleiner oder großer Statur nachzubilden. Dadurch ergeben sich erhebliche Kosteneinsparungen und der Platzbedarf innerhalb eines Schneiderateliers wird reduziert.
  • Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Aktoren symmetrisch zu einer Symmetrielinie angeordnet sind. Dadurch wird der Symmetrie des menschlichen Oberkörpers Rechnung getragen und gleichzeitig vereinfacht sich der Aufbau der erfindungsgemäßen Schneiderbüste.
  • Um zu gewährleisten, dass der Körper eines Kunden mit Hilfe der erfindungsgemäßen Schneiderbüste nachgebildet werden kann und anhand der Schneiderbüste ein Kleidungsstück an die Figur des Kunden angepasst werden kann, ist vorgesehen, dass die Aktoren innerhalb ihres Stellbereichs in jeder Position arretierbar sind.
  • Desweiteren ist es vorteilhaft, wenn jeder Aktor Mittel zur Erfassung der Position des Aktors aufweist. Diese Mittel zur Erfassung der Position des Aktors können herkömmliche Wegsensoren sein. Dadurch ist es möglich, die Aktoren einzeln anzusteuern, sodass sie die gewünschte Position einnehmen. Mit Hilfe der Positionssensoren kann das Erreichen der gewünschten Position kontrolliert werden. Dadurch ist es möglich, die erfindungsgemäße Schneiderbüste vollautomatisch auf die Maße eines Kunden einzustellen.
  • Bei dieser vollautomatisierten Variante einer Schneiderbüste ist es beispielsweise möglich, dass in einem Modehaus oder in einem Atelier für Maßkleidung die Maße eines Kunden abgenommen werden, sei es in herkömmlicher Weise oder mit Hilfe eines sogenannten „Bodyscans", wobei mit Hilfe des Bodyscans die Oberfläche des Körpers des Kunden zum Beispiel durch Video-Kameras erfasst wird und in Geometriedaten umgerechnet wird.
  • Diese Geometriedaten können nun über Internet oder auf andere Weise in ein Land mit niedrigeren Lohnkosten übertragen werden. Dort werden die Aktoren einer erfindungsgemäßen Schneiderbüste entsprechend den Geometriedaten mit Hilfe eines geeigneten Steuergeräts angesteuert, so dass Schneiderbüste den Oberkörper des Kunden detailgetreu und sehr genau nachbildet. von dieser Schneiderbüste nimmt der Schneider die Maße in herkömmlicher Weise ab und fertigt das Kleidungsstück an.
  • Während der Herstellung des Kleiderstücks kann der Schneider der Schneiderbüste das Kleidungstück anziehen und letzteres solange korrigieren bis das Kleidungsstück perfekt sitzt.
  • Nun wird das fertige Kleidungsstück zu dem Modehaus oder zu dem Atelier für Maßkleidung zurückgeschickt. Dort kann der Kunde das Kleidungsstück nun anprobieren und die eventuell noch erforderlichen kleinen Änderungen können, da sie wenig Zeitaufwendig sind, auch vor Ort vorgenommen werden.
  • Dadurch ist es möglich, die sehr lohnintensive Maßschneiderei gewissermaßen aufzuteilen. Ein erster Teil, das Abnehmen der Maße des Kunden findet vor Ort beim Kunden statt. Der zweite Teil, die Anfertigung des Kleidungsstücks findet in einem Niedriglohnland statt, während der dritte Teil, die Anprobe durch den Kunden wieder vor Ort erfolgt.
  • Wegen der Möglichkeit der elektronischen Datenübertragung entstehen durch die räumliche Entfernung zwischen dem Aufenthaltsort des Kunden und dem Ort in dem das Kleidungsstück gefertigt wird nahezu keine Verzögerungen. Auch ist es möglich, das fertige Kleidungsstück per Luftfracht in wenigen Tagen von nahezu jedem beliebigen Ort auf der Welt an einen anderen beliebigen Ort auf der Welt zu transportieren.
  • Dadurch ergeben sich erhebliche wirtschaftliche Vorteile und es besteht die Möglichkeit, dass breitere Schichten der Bevölkerung Maßkleidung tragen können. Gleichzeitig entstehen qualifizierte Arbeitsplätze in Niedriglohnländern.
  • Für die Erfindung sind alle längenveränderbaren Aktoren möglich. Beispielsweise können die Aktoren als Pneumatikzylinder oder als Hydraulikzylinder ausgebildet sein. Alternativ ist es selbstverständlich auch möglich, die Aktoren als Gewindespindeln, die mit einer Mutter zusammenwirken, auszubilden.
  • Bei dieser Ausführungsform von Aktoren ist es prinzipiell auch möglich, die Gewindespindeln beziehungsweise die Muttern von Hand zu drehen und somit die Länge der Aktoren einzustellen. Die Länge dieser Aktoren kann mit Hilfe eines Maßbandes eingestellt und/oder kontrolliert werden. Diese Ausführungsform stellt somit eine sehr einfache und kostengünstige Ausführungsform der erfindungsgemäßen Schneiderbüste dar.
  • In diesem Fall könnten die Daten des „Bodyscans" in Form von gedruckten Tabellen an den Schneider übermittelt werden. In diesen Tabellen würde beispielsweise jeder Aktor mit einer Nummer versehen werden und in der zugehörigen Zeile wird die gewünschte Länge des Aktors angegeben. Wenn nun der Schneider einen Aktor nach dem anderen von Hand auf die gewünschte Länge einstellt ergibt sich dadurch automatisch die gewünschte Figur des Kunden und der Schneider anhand der Schneiderbüste das gewünschte Kleidungsstück zufertigen.
  • Selbstverständlich ist es auch möglich, die Gewindespindel oder die Mutter mit einem Elektromotor anzutreiben. In diesem Fall wäre das automatisierte Einstellen der Aktoren möglich und es ist desweiteren möglich als Mittel zur Erfassung der Position des Aktors einen Drehwinkelsensor, der mit dem Rotor des Elektromotors verbunden ist einzusetzen.
  • Die Segmente werden Vorteilhafterweise mindestens mittelbar an einer Stange befestigt, so dass sie relativ zueinander fixierbar sind.
  • Um die Länge des Körpers abzubilden ist es weiterhin vorteilhaft wenn die Segmente in Richtung einer Längsachse der Stange verschiebbar und arretierbar sind. Um eine möglichst gleichmäßige Oberfläche der Schneiderbüste zu erzielen, an der keine Vorsprünge oder Absätze auftreten, ist an den radial außenliegenden Enden der Aktoren eine Druckverteilungsplatte vorgesehen, auf welcher der Ring aus einem elastischen Material aufliegt.
  • Um die Abbildung eines Oberkörpers möglichst naturgetreu zu ermöglichen, sind am oberen Ende der Schneiderbüste zwei Schulterelemente vorgesehen, die in einer orthogonal zur Symmetrielinie verlaufenden Richtung verschiebbar sind. Dadurch ist es möglich die Schulterbreite auf einfachste Weise an die Maße des Kunden anzupassen.
  • Um eine möglichst glatte und kontinuierliche Oberfläche der Schneiderbüste zu erreichen ist über den Segmenten, und auch eine Hülle aus einem elastischen Material angeordnet. Diese Hülle, kann beispielsweise als Gummischlauch oder aus einem elastischen Gestrick oder Gewebe hergestellt werden und sorgt dafür, dass zwischen zwei benachbart angeordneten Segmente keine Vorsprünge oder Absätze auftreten und auch in Richtung der Längsachse der Stange eine kontinuierliche und stetige Form der Büste erzielt wird.
  • Es versteht sich von selbst, dass die Hülle aus dem elastischen Material auch die Schulterelemente überdeckt.
  • Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltung in der nachfolgenden Zeichnung, deren Beschreibung und den Patentansprüchen entnehmbar. Alle in der Zeichnung, deren Beschreibung in den Patentansprüchen beschriebenen Merkmale können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination miteinander erfindungswesentlich sein.
  • Zeichnung:
  • Es zeigen:
  • 1 ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Schneiderbüste ohne äußere Hülle,
  • 2 einen Querschnitt entlang der Linie A-A
  • 3 einen zweiten Querschnitt durch ein entlang der Linie AA und
  • 4 die erfindungsgemäße Schneiderbüste mit einer umgebenden äußeren Hülle.
  • Beschreibung der Ausführungsbeispiele
  • In 1 ist ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Schneiderbüste dargestellt. Die Schneiderbüste besteht aus einem Fuß 1, einer Säule 3 sowie mehreren Segmenten 5. Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind nicht alle Segmente 5 mit Bezugszeichen versehen.
  • An dem in 1 oberen Ende Säule 3 sind zwei Schulterelemente 7 angeordnet. Die Schulterelemente 7 sind in Richtung der Doppelpfeile 9 relativ zueinander und relativ zu der Säule 3 verschiebbar. Dadurch ist es möglich, die Schulterbreite der Schneiderbüste an die Schulterbreite eines Kunden anzupassen.
  • Die Segmente 5 haben alle prinzipiell den gleichen Aufbau und werden nachfolgend anhand der 2 näher erläutert.
  • Die Segmente 5 sind radialsymmetrisch aufgebaut. Im Mittelpunkt jedes Segments 5 befindet sich die Säule 3. Auf die Säule 3 ist ein Befestigungsring 11 aufgeschoben. Der Befestigungsring 11 umfasst eine Nabe 13, deren Innendurchmesser dem Außendurchmesser der Säule 3 entspricht, mehrere radial angeordnete Speichen 15 sowie einen Außenring 17. Die Nabe 13 kann beispielsweise durch eine Klemmschraube oder andere Mittel an der Säule 3 festgeklemmt werden. Dadurch ist gewährleistet, dass der Befestigungsring 11 relativ zur Säule 3 fixiert ist und durch lösen des Befestigungsrings und verschieben des Befestigungsrings 11 in Längsrichtung der Säule 3 die Höhe in der sich das Segment 5 befindet geändert werden kann. Wenn die erfindungsgemäße Schneiderbüste auf Kunden mit kurzem Oberkörper eingestellt werden soll, werden die Segmente 5 näher zueinander und nach oben verschoben in Richtung der Schulterelemente 7. Bei Kunden mit langem Oberkörper werden die Segmente 5 entsprechend weiter auseinandergeschoben und in der gewünschten Höhe an der Säule 3 festgeklemmt.
  • An dem Außenring 17 des Befestigungsrings 11 sind radial mehrere Aktoren 19 angeordnet. Auch hier sind aus Gründen der Übersichtlichkeit wieder nicht alle Aktoren 19 mit Bezugszeichen versehen.
  • Die Aktoren 19 müssen in Ihrer Länge veränderbar und arretierbar sein. Dabei ist es prinzipiell unerheblich, welcher Art von Aktor eingesetzt wird. Es haben sich beispielsweise pneumatische oder hydraulische Aktoren bewährt. Desweiteren ist es auch möglich mit Hilfe einer Gewindestange und einer entsprechenden Mutter einen längenverstellbaren Aktor auszubilden. Dabei ist es alternativ möglich, diesen mechanischen Aktor durch einen Elektromotor anzutreiben oder die Längenverstellung dieses Aktors von Hand vorzunehmen. Mit Hilfe eines Drehwinkelsensors kann gleichzeitig die Länge des Aktors erfasst werden, wobei natürlich die Steigung der Gewindestange zu berücksichtigen ist.
  • An einem radial außen gelegenen Ende 21 der Aktoren 19 sind Druckverteilungsplatten 23 angeordnet. Die Druckverteilungsplatten 23 sind bevorzugt pendelnd gelagert und in einer bevorzugten Ausführungsform leicht sphärisch gekrümmt. Dabei empfiehlt es sich, den Krümmungsradius der Druckverteilungsplatte 23 kleiner als den minimalen Radius des Segments 5 zu wählen.
  • Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel gemäß 2 sind insgesamt acht Aktoren 19 gleichmäßig über den Umfang des Segments verteilt angeordnet. Wenn man Gedanklich ein Polarkoordinatensystem in das Segment 5 legt, kann die Position jedes Aktors 19 durch einen Winkel 4 mit φ < 0° bis φ < 360° beschrieben werden. Wenn man nun zu jedem Winkel φ einen vorgegebenen Radius R(φ) einstellt, kann jeder gewünschte Querschnitt innerhalb eines Segments 5 realisiert werden.
  • Dadurch, dass bei der erfindungsgemäßen Schneiderbüste mehrere Segmente übereinander angeordnet sind, kann ein dreidimensionales Modell eines Oberkörpers durch Einstellen der Aktoren der verschiedenen übereinander angeordneten Segmente 5 eingestellt werden. Der Schulterbereich wird durch Verfahren der Schulterelemente 7 und ein auf die gewünschte Breite eingestellt. Die Druckverteilungsplatten 23 werden von einem Ring 25 aus einem elastischen Material, wie beispielsweise einem Gummiband, umschlossen.
  • Durch Ändern der Länge der Aktoren 19 kann nun die Form des Rings 25 in weiten Grenzen eingestellt werden. Es empfiehlt sich dabei, die Druckverteilungsplatten 23 formschlüssig mit dem Ring 25 zu verbinden. In diesem Fall ist es nämlich auch möglich Vertiefungen herzustellen.
  • In 3 ist das Segment 5 gemäß 2 in einer etwas geänderten Darstellung dargestellt. Die in dem in 3 unteren Teil des Segments 5 angeordneten Aktoren wurden gegenüber der Darstellung gemäß 2 etwas verlängert.
  • In 3 wurde auf das eintragen von Bezugszeichen verzichtet, um die Übersichtlichkeit der Darstellung zu verbessern. Der Aufbau des Segments 5 ist jedoch identisch zu dem Aufbau des Segments gemäß 2. Wie aus der Darstellung gemäß 3 deutlich wird, die kann mit Hilfe eines Segments 5 an jedem Winkel φ an dem ein Aktor 19 vorhanden ist, ein gewünschter Radius R (von φ) eingestellt werden. Somit kann der Oberkörper eines Kunden durch die Angabe der Radien R(φ) eindeutig definiert werden. Diese Maße können beispielsweise in einer Tabelle abgelegt werden. Ein Beispiel für eine solche Tabelle ist nachfolgend dargestellt.
  • Beispiel einer Tabelle der Zylinderkoordinaten eines Oberkörpers
    Figure 00140001
  • Entsprechend der Symmetrie des menschlichen Oberkörpers, wurde die Achse des Polarkoordinatensystems so gelegt, dass sie mit der Symmetrielinie in 2 und 3 zusammenfällt. Die Symmetrie erlaubt es, die Tabelle nur für einen Winkelbereich von φ = 0° bis φ = 180° auszufüllen, da die andere Hälfte des Umfangs die gleichen Werte hat.
  • Wenn nun durch einen „Bodyscan" des Kunden die Oberflächenkoordinaten seines Oberkörpers bekannt sind, können diese in eine Tabelle in Zylinderkoordinaten umgerechnet und in Form einer Tabelle gemäß dem obenstehenden Muster abgelegt werden. Diese Tabelle kann nun von dem Schneider, der den „Bodyscan" erstellt hat, an eine Nähwerkstatt in einem Niedriglohnland übermittelt werden. Eine dort befindliche erfindungsgemäße Schneiderbüste kann nun entsprechend in den in Tabellenform hinterlegten Zylinderkoordinaten eingestellt werden und somit ein Modell des Oberkörpers des Kunden in der Nähwerkstatt erstellt werden. Dabei ist es naturgemäß möglich, die Aktoren 19 durch ein Steuergerät anzusteuern, wobei das Steuergerät die in der Tabelle hinterlegten Zylinderkoordinaten in entsprechende Steuerbefehle der Aktoren 19 umsetzt. Alternativ ist es auch möglich, die Aktoren 19 von Hand auf die in der Tabelle eingetragenen Werte einzustellen.
  • Damit zwischen den Segmenten 5 keine Vertiefungen oder Vorsprünge entstehen, sind die Schulterelemente 7 sowie die Segmente 5 von einer Hülle 27, die in 4 im Schnitt dargestellt ist, überzogen. Die Hülle 27 ist, ähnlich wie die Ringe 25 aus einem elastischen Material, insbesondere aus einem elastischen Kunststoff oder Gummi hergestellt. Alternativ ist es auch möglich, dass die Hülle 27 ebenso wie der Ring 25 aus einem elastischen Gestrick hergestellt wird. Die Hülle 27 hat die Aufgabe, eine kontinuierliche und nicht unterbrochene Oberfläche der Schneiderbüste herzustellen.
  • Es hat sich ebenfalls als vorteilhaft erwiesen, wenn die Hülle 27 formschlüssig mit den Aktoren 19 beziehungsweise den Druckverteilungsplatten 23 verbunden ist. Dadurch kann die Hülle 27 auch Vertiefungen abbilden.

Claims (17)

  1. Schneiderbüste mit mehreren Segmenten, wobei die Segmente relativ zueinander verstellbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Segment (5) einen Ring (25) aus einem elastischen Material aufweist, und dass im Inneren des Ringes mehrere über den Umfang (0° ≤ φ < 360°) des Rings (25) verteilte im Wesentlichen in radialer Richtung auf den Ring (25) wirkende Aktoren (19) vorgesehen sind, und dass mit Hilfe der Aktoren (19) ein Radius (R(φ)) jedes Rings (25) in Abhängigkeit eines Winkels (φ) einstellbar ist.
  2. Schneiderbüste nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Aktoren (19) symmetrisch zu einer Symmetrielinie (φ = 0°) angeordnet sind.
  3. Schneiderbüste nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aktoren (19) innerhalb ihres Verstellbereichs in jeder Position arretierbar sind.
  4. Schneiderbüste nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Aktor (19) Mittel zur Erfassung der Position des Aktors (19) aufweist.
  5. Schneiderbüste nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zur Erfassung der Position des Aktors (19) ein Maßstab ist.
  6. Schneiderbüste nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aktoren (19) als Pneumatikzylinder oder als Hydraulikzylinder ausgebildet sind.
  7. Schneiderbüste nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Aktoren (19) als Gewindespindeln ausgebildet sind, und dass die Gewindespindeln mit einer Mutter zusammenwirken.
  8. Schneiderbüste nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Gewindespindel oder die Mutter von einem Elektromotor betätigt werden.
  9. Schneiderbüste nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Aktoren (19) manuell betätigt werden.
  10. Schneiderbüste nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Segmente (5) mindestens mittelbar an einer Stange (3) befestigt sind.
  11. Schneiderbüste nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aktoren eines Segments (5) an einem Befestigungsring (11) befestigt sind, und dass der Befestigungsring (11) an der Stange (3) befestigt ist.
  12. Schneiderbüste nach einem der Ansprüche 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Segmente (5) in Richtung einer Längsachse der Stange (3) verschiebbar sind.
  13. Schneiderbüste nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an den radial außen liegenden Enden (21) der Aktoren (19) eine Druckverteilungsplatte (23) vorgesehen ist, und dass der Ring (25) aus einem elastischen Material auf den Druckverteilungsplatten (23) aufliegt.
  14. Schneiderbüste nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an einem oberen Ende der Schneiderbüste zwei Schulterelemente (7) vorgesehen sind, und dass die Schulterelemente (7) in einer orthogonal zur Längsachse der Stange (3) verlaufenden Richtung verschiebbar sind.
  15. Schneiderbüste nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass über den Segmenten (5) eine Hülle (27) aus einem elastischen Material angeordnet ist.
  16. Schneiderbüste nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülle (27) aus einem elastischen Material auch die Schulterelemente (7) überdeckt.
  17. Schneiderbüste nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Ring (25) und/oder die Hülle (27) aus einem elastischen Material aus einem elastischen Kunststoff oder Gummi oder einem elastischen Gestrick besteht.
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