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Die
Erfindung betrifft einen Wärmetauscher nach
dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
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EP 1 459 026 A1 beschreibt
einen Verdampfer für
eine Kraftfahrzeug-Klimaanlage,
bei dem eine Anzahl von Strömungspfaden
für ein
Kühlmittel
jeweils in einen aus mehreren Platten aufgebauten Sammelbereich
münden.
In der vorliegenden Anmeldung wird die Bezeichnung Kählmittel
synonym für Kältemittel
verwendet, wie z.B. CO
2, R134a etc. Das Kühlmittel
wird dem Sammelbereich über
eine Zuleitung zugeführt,
die sich im wesentlichen über
die gesamte Länge
des Wärmetauschers
erstreckt, wobei periodisch beabstandet Verbindungslöcher zwischen Zuleitung
und Sammelbereich vorgesehen sind. Die Beschickung des Verdampfers
mit Kühlmittel
auf seiner Hochdruckseite erfolgt somit im wesentlichen parallel über die
gesamte Länge.
Ganz allgemein und insbesondere bei langen Verdampfern und bei hinsichtlich
der Entmischung einer Gasphase und einer flüssigen Phase kritischen Kühlmitteln
kommt es regelmäßig vor,
daß bei
der vorgenannten Beschickung bereits eine Inhomogenität des Kühlmittels, zum
Beispiel eine durch die hochdruckseitig geringe Strömungsgeschwindigkeit
begünstigte
Entmischung von flüssiger
Phase und Gasphase, auftritt, weswegen letztlich die Temperaturverteilung
bzw. Tauscherleistung in Längsrichtung
inhomogen ist. Dies führt
wiederum zu einem verschlechterten Wirkungsgrad. Be kannte Maßnahmen
wie etwa die Variation der Verbindungslochdurchmesser über die
Länge des
Verdampfers ergeben nur unbefriedigende Verbesserungen.
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Es
ist die Aufgabe der Erfindung, einen eingangs genannten Wärmetauscher
anzugeben, bei dem eine verbesserte Homogenität einer Temperaturverteilung über seine
Länge mit
einfachen Mitteln ermöglicht
ist. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den kennzeichnenden Merkmalen
des Anspruchs 1 gelöst.
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Das
Zurückbleiben
der wirksamen Zuleitungslänge,
d.h. der Länge
der Zuleitung, über
die Kühlmittel
in Längsrichtung
des Wärmetauschers strömt, hinter
der wirksamen Gesamtlänge,
d.h. der von Kühlmittel
durchströmten
Länge des
Wärmetauschers,
ermöglicht
die Ausbildung auch sehr langer Wärmetauscher, ohne daß bereits
im Bereich der Zuleitung eine Phasenentmischung des Kühlmittels stattfindet.
Hierdurch ist insgesamt eine homogenere Verteilung der flüssigen Phase
des Kühlmittels
und somit der für
die Kühlleistung
relevanten Verdampfung über
die Länge
des Wärmetauschers
bzw. die Anzahl der Strömungspfade
ermöglicht.
Bevorzugt ist dabei die wirksame Zuleitungslänge nicht größer als
die Hälfte
der wirksamen Länge
des Sammelbereichs, wodurch die erzielte Verbesserung besonders ausgeprägt ist.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung ist eine mit dem Sammelbereich verbundene Umlaufleitung
vorgesehen, wobei Kühlmittel
aus einer ersten Teilmenge von Strömungspfaden heraus in die Umlaufleitung
eintritt und aus der Umlaufleitung in eine zweite Teilmenge von
Strömungspfaden
austritt. Hierdurch ist auf einfache Weise eine sequentielle Verschaltung
von Gruppen von Strömungspfaden
ermöglicht,
so daß letztlich
der gesamte Verdampfer trotz der verkürzten Zuleitung gleichmäßig mit
flüssiger
Phase beschickbar ist.
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In
weiterhin bevorzugter Ausführung
kann zumindest eines aus der Gruppe Zuleitung, Ableitung oder Umlaufleitung
ein Trennelement aufweisen, mittels dessen zumindest zwei Abschnitte
der betreffenden Leitung kühlmitteldicht von
einander abgetrennt sind. Hierdurch lassen sich Leitungen in mehrfacher Weise
nutzen, etwa als Zuleitung und zugleich als Umlaufleitung, so daß besonders
raumsparende und kostengünstige
Ausführungen
ermöglicht
sind.
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Bei
einem bevorzugten Wärmetauscher weist
der Sammelbereich eine Mehrzahl von Plattenelementen auf, durch
deren Stapelung der Sammelbereich zumindest teilweise aufbaubar
ist. Dies ermöglicht
eine kostengünstige
und zugleich druckfeste Konstruktion des Sammelbereichs. Vorteilhaft
ist dabei die Zuleitung mit einem oberen Plattenelement des Sammelbereichs
verbunden, wobei eine Mehrzahl von jeweils korrespondierenden Durchbrechungen
in dem oberen Plattenelement und in der Zuleitung vorgesehen sind.
Hierdurch ist eine einfache Verbindung von Zuleitung und Sammelbereich
ermöglicht.
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In
einer vorteilhaften Ausführung
mündet
dabei zumindest eine Durchbrechung von Zuleitung und oberem Plattenelement
in zumindest zwei Strömungspfade,
wodurch die Anzahl der Durchbrechungen reduzierbar ist. In einer
weiteren, alternativen oder ergänzenden
Ausführung
kann jedoch auch genau eine Durchbrechung von Zuleitung und oberem Plattenelement
genau einem Strömungspfad
zugeordnet sein, was wegen der größeren Anzahl von Durchbrechungen
zu einer besonders sicheren Festlegung der Zuleitung führt.
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In
bevorzugter Ausbildung ist in dem Sammelbereich ein plattenförmiges Verteilerelement
vorgesehen, wobei das Kühlmittel
mittels einer Mehrzahl von in dem Verteilerelement vorgesehenen
Durchbrechungen auf die Mehrzahl von Strömungspfaden verteilbar ist.
Durch ein solches kulissenartig geformtes Verteilerelement ist nicht
nur ein einfacher Aufbau des Sammelbereichs aus Platten ermöglicht,
sondern auch eine durch die Formgebung der Durchbrechungen einfache
Verteilung des Kühlmittels
auf die einzelnen Strömungspfade.
Die Verteilung kann dabei individuell parallel oder sequentiell
erfolgen.
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Weiterhin
bevorzugt weist ein unteres Plattenelement eine Mehrzahl von Durchbrechungen
auf, wobei die Strömungspfade
im Bereich der Durchbrechungen an dem unteren Plattenelement festgelegt sind.
Dies ermöglicht
einen besonders kostengünstigen
und zugleich sicheren Anschluß der
Strömungspfade
an den Sammelbereich, etwa mittels Verlötung.
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Zweckmäßig ist
zumindest einer der Strömungspfade
als U-förmiges
Flachrohr mit mehreren Kammern ausgebildet, wodurch eine große gemeinsame
Oberfläche
von Kühlmittel
und Strömungspfad kostengünstig und
zugleich druckfest bereitgestellt ist.
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In
besonders vorteilhafter Ausbildung der Erfindung ist die Mehrzahl
von Strömungspfaden
in eine Anzahl von Abschnitten gruppiert, wobei jeder Abschnitt
zumindest einen Strömungspfad
aufweist, wobei die Abschnitte in der Längsrichtung des Wärmetauschers
nebeneinander angeordnet sind und wobei zwischen zumindest zwei
der Abschnitte ein zu einer Zwischensammlung des Kühlmittels
geeignetes Volumen vorgesehen ist. Hierdurch läßt sich eine gruppenweise sequentielle
Anordnung der Strömungspfade
realisieren, die besonders gut an eine verkürzte Zuleitung adaptierbar
ist. Die Zwischensammlung führt
zu einer erneuten Vermischung von in den Strömungspfaden ansatzweise entmischtem Kühlmittel,
was die Effizienz und Homogenität
des Wärmetauschers
steigert. Zudem ist die Verwendung an sich bekannter Wärmetauscher
bei nur kleinen Änderungen
etwa im Bereich eines Verteilerelements kostensenkend ermöglicht.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
ist dabei die Anzahl der Abschnitte insgesamt zwei. Alternativ kann
die Anzahl der Abschnitte aber auch eine andere Anzahl haben, insbesondere
eine größere gerade
Anzahl oder eine ungerade Anzahl größer oder gleich drei.
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Allgemein
bevorzugt ist der Wärmetauscher ein
Verdampfer einer Kraftfahzeug-Klimaanlage, wobei das Kühlmittel
Kohlendioxid (R 744) ist. Kohlendioxid ist hinsichtlich der angesprochenen
Probleme im Stand der Technik besonders kritisch und erfordert zudem
hohe Drücke,
was mit den vorgeschlagenen Lösungen
besonders gut harmoniert. Allgemein ist jedoch auch die Kombination
eines konventionellen Kühlmittels
wie etwa R134a mit einem erfindungsgemäßen Wärmetauscher aufgrund dessen
guter Eigenschaften hinsichtlich Herstellungskosten und Baugröße vorteilhaft.
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In
einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel
ist die Zuleitung im wesentlichen über die gesamte Länge des
Wärmetauschers
verlegt. Dies kann je nach Bauraumforderungen zweckmäßig sein.
Wesentlich im Sinne der Erfindung ist, dass die wirksame Länge der
Zuleitung, also die Länge, über die
Kühlmittel
in den Sammelbereich eintritt, begrenzt bleibt.
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In
bevorzugter Ausführung
weist zumindest die Zuleitung oder die Ableitung eine Abflachung (301b)
auf, wobei die Abflachung flächig
mit dem Sammelbereich verlötet
ist. Hierdurch ist eine sichere und dichte Festlegung der Leitung
am Sammelbereich auf einfache Weise gegeben. Besonders bevorzugt
weist dabei zumindest die Zuleitung oder die Ableitung einen im
wesentlichen D-förmigen
Querschnitt auf. Dieser Querschnitt ist durch Nachbearbeitung eines
kostengünstigen
kreisrunden Rohres erzielbar oder auch durch Strangpressverfahren
oder auf andere an sich bekannte Weise. Weiterhin bevorzugt ist
der Querschnitt von zumindest der Zuleitung oder der Ableitung außerhalb
des Bereichs der flächigen
Verlötung
im wesentlichen kreisförmig.
Hierdurch können
zumindest außerhalb
der flächigen Verlötung Standardrohre
verwendet werden, die kostengünstiger
sind als Leitungen mit besonderem Querschnitt. Der Teil mit D-förmigem Querschnitt kann
insbesondere an den Teil mit kreisförmigem Querschnitt angeschweißt sein.
Er kann aber auch durch Abplattung eines vollständig runden Rohres ausgebildet
sein, so dass kreisförmiger
Teil und D-förmiger
Teil auch vor der Herstellung der Leitungen ein einheitliches Rohr
ausgebildet haben.
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Vorteilhaft
hat zumindest die Zuleitung oder die Ableitung eine Ausformung,
die formschlüssig
mit einer Ausformung des Sammelbereichs zum Zweck einer Positionierung
der Zuleitung oder Ableitung zusammenwirkt, wobei die Ausformung
keinen Durchtritt von Kühlmittel
ermöglichen.
Durch solche Ausformungen ist eine genaue Positionierung insbesondere im
Zuge einer Herstellung des Wärmetauschers
ermöglicht.
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Besonders
vorteilhaft hat zumindest die Zuleitung oder die Ableitung eine
Mehrzahl von Durchbrechungen, welche mit einer Mehrzahl von Durchbrechungen
des Sammelbereichs zwecks Durchlass von Kühlmittel fluchten, wobei die
Durchbrechungen nicht formschlüssig
zusammenwirken. Hierdurch liegen kaum Verspannungen im Bereich der
fluchtenden Durchbrechungen vor, so dass wenig Ausschuss bei der
Produktion und eine dauerhafte Dichtigkeit dieser kritischen Verbindungsteilen
gegeben ist.
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In
bevorzugter Ausgestaltung hat zumindest die Zuleitung oder die Ableitung
Durchbrechungen zum Zwecke des Kühlmitteldurchtritts,
die mittels Bohrung oder materialwegnehmender Stanzung hergestellt
sind. Hierdurch lässt
sich ein Leitungsquerschnitt auch im Bereich der Durchbrechungen
beibehalten. Alternativ oder ergänzend
kann es auch vorgesehen sein, dass die Zuleitung und/oder die Ableitung
Durchbrechungen (301a) zum Zwecke des Kühlmitteldurchtritts aufweisen,
die mittels Stanzung ohne Materialwegnahme hergestellt sind. Zwar
wird hierdurch im allgemeinen der Leitungsquerschnitt an dieser
Stelle verkleinert, jedoch besteht eine besonders hohe Sicherheit
gegen löse
anhaftende Materialreste, die im späteren Betrieb des Wärmetauschers in
das Kühlmittel
eintreten können.
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Weitere
Vorteile und Merkmale eines erfindungsgemäßen Wärmetauschers ergeben sich aus den
nachfolgend beschriebenen Ausführungsbeispielen
sowie aus den abhängigen
Ansprüchen.
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Nachfolgend
werden drei bevorzugte Ausführungsbeispiele
sowie eine Anzahl von Abwandlungen eines erfindungsgemäßen Wärmetauschers beschrieben
und anhand der anliegenden Zeichnungen näher erläutert.
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1 zeigt
eine Draufsicht auf ein erstes Ausführungsbeispiel eines Wärmetauschers
von vorne.
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2 zeigt
eine Draufsicht auf den Wärmetauscher
aus 1 von oben. 3 zeigt
eine Draufsicht auf den Wärmetauscher
aus 1 von der Seite.
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4 zeigt
eine Schnittansicht durch den Wärmetauscher
aus 1 im Bereich einer Zuleitung.
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5 zeigt
eine Schnittansicht durch den Wärmetauscher
aus 1 im Bereich einer Ableitung.
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6 zeigt
eine Schnittansicht durch den Wärmetauscher
aus 1 im Bereich einer Umlaufleitung.
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7 zeigt
eine Draufsicht auf eine Verteilerplatte des Wärmetauschers aus 1.
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8 zeigt
eine Draufsicht und eine seitliche Ansicht eines oberen Plattenelements
des Wärmetauschers
aus 1.
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9 zeigt
eine Draufsicht auf ein unteres Plattenelement des Wärmetauschers
aus 1.
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10 zeigt
eine Schnittansicht eines Flachrohres des Wärmetauschers aus 1.
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11 zeigt
eine Draufsicht auf eine Verteilerplatte eines Wärmetauschers gemäß einem
zweiten Ausführungsbeispiel.
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12 zeigt
ein zu der Verteilerplatte aus 11 korrespondierendes
oberes Plattenelement des zweiten Ausführungsbeispiels.
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13 zeigt
eine schematische Darstellung des Funktionsprinzips des ersten und
des zweiten Ausführungsbeispiels
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14 bis 36 zeigen
jeweils eine schematische Darstellung des Funktionsprinzips eines
erfindungsgemäßen Wärmetauschers
gemäß einer ersten
bis entsprechend dreiundzwanzigsten Abwandlung.
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37 zeigt
eine zeigt eine Draufsicht auf ein drittes Ausführungsbeispiel eines Wärmetauschers
von vorne.
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38 zeigt
eine Draufsicht auf den Wärmetauscher
aus 37 von oben.
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39 zeigt
eine Draufsicht auf den Wärmetauscher
aus 37 von der Seite.
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40 zeigt
eine maßstabsgerechte
Draufsicht auf eine Verteilerplatte des Wärmetauschers aus 37.
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41 zeigt
eine Draufsicht und eine seitliche Schnittansicht entlang der Linie
A-A eines oberen Plattenelements des Wärmetauschers aus
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37.
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42 zeigt
eine Draufsicht, eine Schnittansicht entlang der Linie A-A der Draufsicht
und eine stirnseitige Draufsicht auf eine Zuleitung des Wärmetauschers
aus 37.
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43 zeigt
eine Abwandlung der Zuleitung aus 42 in
einer Schnittansicht und in einer Detailansicht mit einem Stanzwerkzeug.
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Der
Wärmetauscher
gemäß der ersten
Ausführungsform
ist ein Verdampfer für
eine Kraftfahrzeug-Klimaanlage und umfaßt eine rohrförmige Zuleitung 1 sowie
eine rohrförmige
Ableitung 2. Beide Leitungen 1, 2 sind
parallel zueinander in einer Längsrichtung
des Verdampfers oberhalb eines sich über die gesamte Verdampferlänge erstreckenden Sammelbereichs 3 angeordnet.
Jenseits des Sammelbereichs 3 sind Zuleitung 1 und
Ableitung 2 zu einer gemeinsamen Flanschplatte 4 fortgeführt, über die
sie mit der weiteren Klimaanlage des Fahrzeugs verbunden sind (nicht
dargestellt). Im Bereich von Weiterführungen 1a, 2a zwischen
Sammelbereich 3 und Flanschplatte 4 weisen die
Leitungen eine Anzahl von Knicken und Biegungen auf, wodurch sie
an die individuelle Geometrie des Einbauraums im Fahrzeug adaptiert
sind. Als Zuleitung 1 bzw. Ableitung 2 im Sinne
der Erfindung sind daher lediglich diejenigen Abschnitte der Leitungen
definiert, in denen sie unmittelbar an dem Verdampfer angeordnet
sind.
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Ebenfalls
parallel zu der Zuleitung 1 und der Ableitung 2 ist
eine Umlaufleitung 5 oberhalb des Sammelbereichs 3 an
diesem angeordnet und erstreckt sich über die gesamte Länge des
Verdampfers. Die Umlaufleitung 5 ist als an seinen beiden
Enden jeweils verschlossener Rohrabschnitt ausgebildet und weist
etwa den gleichen Durchmesser auf wie die Zuleitung 1 und
die Ableitung 2. Die Durchmesser von Zuleitung, Ableitung
und Umlaufleitung können
jedoch auch unterschiedliche Durchmesser aufweisen.
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Auf
einer Unterseite des Sammelbereichs 3 ist eine Mehrzahl
von insgesamt zwanzig jeweils U-förmig gebogenen Flachrohren 6 angeordnet,
wobei die Schenkelhöhen
der U-förmigen
Flachrohre zuzüglich
der Sammelbereichshöhe
und dem Zu- bzw. Ableitungsdurchmesser insgesamt die Bauhöhe des Verdampfers
ergeben.
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Jedes
der Flachrohre 6 weist eine Mehrzahl von Kammern oder Kanälen 6a auf
(siehe Querschnitt durch einen der Flachrohrschenkel in 10).
Dabei bildet im vorliegenden Beispiel nur jeweils die Hälfte der
Kammern 6a jedes der Flachrohre 6 zusammen einen
Strömungspfad
aus bzw. ist hydraulisch parallel angeordnet. In Richtung des Kühlluftstroms,
also senkrecht zur Zeichnungsebene gemäß 1, liegen
somit jeweils zwei Strömungspfade
in jedem Flachrohr in der Tiefe hintereinander.
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Die
insgesamt zwanzig Flachrohre 6 sind mit ihren vierzig Enden
jeweils in Ausnehmungen 7a eines unteren Plattenelements 7 (siehe 9)
einfügbar
und dort verlötbar.
Ein zentraler, in Längsrichtung verlaufender
Steg 7b des Plattenelements 7 trennt dabei die
beiden Gruppen von Kammern 6a voneinander.
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Zur
weiteren Ausbildung des Sammelbereichs 3 ist eine Verteilerplatte 8 (siehe 7)
plan auf die untere Abschlußplatte 7 aufgelegt
und flächig, zumindest
jedoch entlang geschlossener Randlinien mit dieser verlötet. Die
Verteilerplatte 8 hat eine Anzahl von kulissenartigen Durchbrechungen 8a,
die teilweise mit den Durchbrechungen 7a der unteren Abschlußplatte 7 und
somit mit den Stirnflächen
der Flachrohre 6 fluchten. Nicht fluchtende Teile der Durchbrechungen,
z.B. H-förmige
Durchbrechungen 8b der Verteilerplatte 8 sind
dazu vorgesehen, verschiedene Strömungspfade miteinander zu verbinden.
Die gezeigten H-förmigen
Durchbrechungen verbinden dabei jeweils zwei benachbarte Flachrohre 6 bzw.
vier Strömungspfade
miteinander.
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Oberhalb
der Verteilerplatte 8 ist ein oberes Plattenelement 9 des
Sammelbereichs 3 plan auf der Verteilerplatte 8 verlötet. Das
Plattenelement 9 weist eine Anzahl von kreisförmigen Durchbrechungen 9a auf,
die mittels Stanzung von jeweils der gleichen Seite hergestellt
wurden. Durch die Stanzung entsteht auf der der Verteilerplatte
abgewandten Seite jeweils ein überstehender
Kragen 9b (siehe Seitenansicht des Plattenelements in 9),
mittels dessen die Zuleitung 1, Ableitung 2 und
Umlaufleitung 5 besonders leicht anbringbar sind. Wie aus
der maßstabsgerechten
Zeichnung 8 ersichtlich wird, weisen die
Löcher 9a gruppenweise
unterschiedliche Weiten auf, so daß den verschiedenen Drücken und Kühlmitteldichten
im Verdampfer Rechnung getragen wird.
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Wie
die Darstellungen 4 bis 6 zeigen,
sind die rohrförmigen
Leitungen 1, 2 und 5 jeweils mit Bohrungen
versehen, welche mit den zuvor beschriebenen Stanzungen 9a des
oberen Plattenelelements 9 korrespondieren. Im Zuge der
Montage des Verdampfers werden die Leitungen 1, 2, 5 somit auf
die Kragen 9b aufgesteckt und kühlmitteldicht verlötet, wodurch
zugleich eine mechanisch sichere Verbindung zwischen Sammelbereich
und Leitung 1, 2, 5 hergestellt ist.
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Die
Abstände
der am weitesten entfernten Bohrungen ergeben eine wirksame Längen der
jeweiligen Leitung 1, 2, 5. Eine hinsichtlich
des Wärmetauschs
gesamte wirksame Verdampferlänge
ist sinnvoll als der größte Abstand
zweier Strömungspfade
in Längsrichtung
des Verdampfers definiert. Hieraus ergibt sich, daß im vorliegenden
Ausführungsbeispiel
die wirksame Länge
der Zuleitung 1 weniger als 40% der wirksamen Verdampferlänge beträgt.
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Die
Erfindung funktioniert nun wie folgt:
Durch die Zuleitung 1 wird
dem Verdampfer ein unter hohem Druck stehendes aus flüssiger und
gasförmiger
Phase eines Kühlmittels
zugeführt,
welches vorliegend Kohlendioxid (R 744) ist. Das Kühlmittel
tritt durch die Stanzungen 9a bzw. Löcher der Zuleitung in eine
erste Gruppe aus acht Strömungspfaden
ein. Es erfolgt in den H-förmigen
Durchbrechungen eine Übergabe
an die acht korrespondierenden gegenüberliegenden Strömungspfade,
wobei jeweils ein zuerst und ein nachfolgend durchlaufener Strömungspfad
zu dem gleichen Flachrohr gehören
(„Übergabe in
der Tiefe"). Nach
passieren von 16 der insgesamt vierzig Strömungspfade
des Verdampfers tritt das Kühlmittel
durch etwa größere Bohrungen
in die Umlaufleitung 5 ein. Diese 16 ersten Strömungspfade, die
den ersten acht Flachrohren von rechts gemäß 1 entsprechen,
sind somit in einen ersten Abschnitt gruppiert.
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Die
Umlaufleitung 5 hat die Funktion eines Zwischensammlers,
so daß das
Kühlmittel
der verschiedenen Strömungspfade
neu vermischt wird. Zugleich fließt es gemäß 1 nach links,
wobei die Strömungsgeschwindigkeit
gegenüber
der Zuleitung 1 bereits deutlich erhöht ist. Durch Entmischung bedingte
Probleme sind an dieser Stelle bereits deutlich geringer geworden.
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Auf
der linken Seite des Verdampfers bilden die restlichen zwölf Flachrohre
eine zweite Gruppe bzw. einen zweiten Abschnitt von insgesamt vierundzwanzig
Strömungspfaden 6 aus.
Dabei erfolgt durch die Bohrungen 9a zunächst der
Eintritt von der Umlaufleitung in die ersten zwölf Strömungspfade des zweiten Abschnitts
und dann mittels der H-förmigen Durchbrechungen
der Verteilerplatte in die zweiten zwölf Strömungspfade des zweiten Abschnitts.
Der höheren
Anzahl von Strömungspfaden
des zweiten Abschnitts wird bei der als isobar anzusehenden Umlaufleitung 5 dadurch
Rechnung getragen, daß der Durchmesser
der Stanzungen 9a des zweiten Abschnitts kleiner ist als
der Durchmesser der acht Stanzungen des ersten Abschnitts (siehe 8 und 6).
Der Durchmesser der Stanzungen kann jedoch auch ein anderes relatives
Verhältnis
haben.
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Letztlich
tritt das vollständig
verdampfte und entspannte Kühlmittel
aus besonders großen
zwölf Stanzungen
in die Ableitung ein, um von dort dem weiteren Kältekreislauf zugeführt zu werden.
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Gemäß der Funktion
des Verdampfers werden während
des vorbeschriebenen Betriebs die Flachrohre 6 von Kühlluft umströmt, die
nachfolgend zur Luftkonditionierung eines Fahrzeuginnenraums verwendet
wird.
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Das
zweite bevorzugte Ausführungsbeispiel gemäß 11 und 12 unterscheidet
sich von dem ersten Beispiel lediglich in der Ausbildung der Stanzungen 9a' und ihrer korrespondierenden
Bohrungen in den Leitungen 1, 2, 6 sowie
in der Ausformung der Verteilerplatte 8'. Im Unterschied zum ersten Ausführungsbeispiel
sind hier einige der Durchbrechungen 9a' jeweils so ausgeformt, daß zwei Strömungspfade 6a durch
jeweils eine einzige Bohrung unmittelbar mit Kühlmittel beschickt werden.
Allerdings werden ebenso wie beim ersten Ausführungsbeispiel weiterhin zwei
Strömungspfade
pro Abschnitt des Verdampfers druchströmt, wofür ebenfalls H-förmige Durch brechungen 8a' zwecks Übergang
zwischen den Strömungspfaden
zuständig sind.
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Insgesamt
wurde dadurch die Zahl der Bohrungen bzw. Stanzungen 9a' reduziert.
Es sind nur vierundzwanzig Stanzungen 9a' vorhanden, und zwar jeweils sechs
für jeden
Austritt bzw. Eintritt des Kühlmittels
in die Leitungen 1, 2, 5. Somit sind
im zweiten Ausführungsbeispiel
auch die beiden sequentiellen Abschnitte bzw. Gruppen von Strömungspfaden
gleich groß,
was jedoch je nach Anforderungen leicht abwandelbar ist.
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Im
zweiten Ausführungsbeispiel
beträgt
die wirkame Zuleitungslänge
geringfügig
weniger als die Hälfte
der wirksamen Gesamtlänge
des Verdampfers, wie sich aus den entsprechenden maximalen Bohrungsabständen von
Zuleitung 1 und Verdampfer in Längsrichtung ergibt.
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Nachfolgend
werden zur Verdeutlichung der Tragweite des erfindungsgemäßen Konzepts
dreiundzwanzig Abwandlungen gemäß der 14 bis 36 beschrieben.
Dabei handelt es sich jeweils nur um die konzeptionelle Anordnung
von Zuleitung, Ableitung und gegebenenfalls weiterer Umlaufleitungen.
Austritte von Kühlmittel
aus einer Leitung ist jeweils mit einem gekreuzten Kreis symbolisiert,
wogegen Eintritte jeweils mit einem punktierten Kreis symbolisiert
sind. Strömungspfade
für das
Kühlmittel
sind durch Verbindungslinien zwischen den Leitungen symbolisiert.
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14 zeigt
eine Abwandlung nach dem Prinzip der beiden detailliert beschriebenen
Ausführungsbeispiele
mit einer Zuleitung, einer Ableitung, einer Umlaufleitung und zwei
Abschnitten von Strömungspfaden,
wobei der zweite Abschnitt die doppelte Anzahl von Strömungspfaden
aufweist.
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15 zeigt
die Abwandlung von 14 mit Zuleitung und Ableitung
auf entgegengesetzten Seiten.
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16 zeigt
die Abwandlung aus 15 mit zwei gleich großen Abschnitten.
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17 zeigt
eine Abwandlung mit drei Abschnitten, wobei eine zweite Umlaufleitung
zur Beschickung des dritten Abschnitts vorgesehen ist.
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18 zeigt
die Abwandlung aus 17 mit verkürzten Umlaufleitungen.
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19 zeigt
eine Abwandlung mit drei Abschnitten, wobei jeweils eine Umlaufleitung
mittels Abtrennung eines Abschnitts der Zuleitung und der Ableitung
durch ein kühlmitteldichtes
Trennelement ausgebildet ist. Hierdurch ist ein besonders schmalbauender
Verdampfer realisierbar, da nur zwei Leitungsrohre parallel zueinander
laufen.
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20 zeigt
eine Abwandlung mit drei Abschnitten und einem separaten Umlaufrohr,
wobei die Ableitung ein Trennelement zur Abtrennung eines weiteren
Umlaufrohres aufweist und in Gegenrichtung zur Zuleitung von dem
Verdampfer wegführt.
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21 zeigt
eine Abwandlung mit drei Abschnitten und zwei separaten Umlaufrohren,
wobei Zuleitung und Ableitung auf der gleichen Seite angeordnet
sind.
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22 zeigt
eine zur 21 ähnliche Abwandlung mit kurzen
Umlaufleitungen.
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23 zeigt
eine Abwandlung mit drei Abschnitten, einer separaten Umlaufleitung
und Trennelementen in Zuleitung und Ableitung, wobei Zuleitung und
Ableitung in entgegengesetzte Richtungen abgehen.
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24 zeigt
eine Abwandlung mit fünf
Abschnitten, wobei zwei separate Umlaufleitungen mit jeweils einem
Trennelement zur Generierung von faktisch vier Umlaufleitungen vorgesehen
sind.
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25 zeigt
eine Lösung
für fünf Abschnitte mit
insgesamt drei parallelen Leitungen, was durch entsprechende Trennelemente
in Zuleitung und Umlaufleitung realisiert ist.
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26 zeigt
eine Lösung
mit vier parallelen Leitungen und fünf Abschnitten, wobei zusätzliche Trennelemente
vorgesehen sind.
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27 zeigt
eine Abwandlung mit vier Abschnitten, wobei drei Leitungsrohre vorgesehen
sind und Zuleitung und Ableitung entgegengesetzt fortführen. Die
Lösung
ist im Prinzip auf 6 oder mehr geradzahlige Abschnitte
erweiterbar.
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28 zeigt
eine Abwandlung mit vier oder mehr geradzahligen Abschnitten, wobei
Zuleitung und Ableitung mittels Trennelementen im gleichen Leitungsrohr
vorgesehen sind und nur eine Umlaufleitung vortliegt.
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29 zeigt
die Abwandlung aus 28 mit nur zwei Abschnitten
und somit nur einem Trennelement zwischen Zuleitung und Ableitung.
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30 zeigt
eine Lösung
mit 4 oder mehr Abschnitten bei einer Zuleitung, einer
gegenseitigen Ableitung und einer Umlaufleitung.
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31 zeigt
eine Variante, bei der Zuleitung und Ableitung ihre Anschlüsse in Längsrichtung
mittig haben und senkrecht zur Längsrichtung
fortgeführt
sind. Es liegen zwei Abschnitte und eine Umlaufleitung vor.
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32 zeigt
eine Variante von 29 mit asymetrischer Teilung
der Abschnitte und an den Verdampferenden jeweils abgewinkelter
Zu- und Ableitung.
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33 zeigt
die Variante aus 32 mit separaten Rohren für Zuleitung
und Ableitung, so daß kein
Trennelement erforderlich ist.
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34 zeigt
die Variante aus 33 mit in bezüglich der
Luftströmung
in entgegengesetzter Richtung fortgeführter Zu- und Ableitung.
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35 zeigt
eine Variante mit zwei Abschnitten, bei der der erste Abschnitt
hinsichtlich der einzelnen Strömungspfade
jeweils hälftig
auf die Endbereiche des Verdampfers verteilt ist, wobei der zweite
Abschnitt sich zwischen den beiden Untergruppen von Strömungspfaden
des ersten Abschnitts befindet. Hierdurch ist eine Feinanpassung
an eine Verteilung der Luftströmung
ermöglicht.
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36 zeigt
eine zu 35 abgewandelte Anordnung, bei
der Untergruppen von Strömungspfaden
des zweiten Abschnitts jeweils an den Verdampferenden Angeordnet
sind. Die Untergruppen sind zur genaueren Anpassung asymmetrisch
verteilt, wobei an einem Ende nur ein Strömungspfad und am anderen Ende
drei Strömungsfpade
des zweiten Abschnitts vorgesehen sind.
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Bei
dem dritten erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel
gemäß 37 bis 43 ist
die Zuleitung 301 nahezu über die gesamte Gehäuselänge des
Wärmetauschers
verlegt und zwischen einer Ableitung 302 und einer Umlaufleitung 305 angeordnet. Die
wirksame Länge
Lz der Zuleitung ergibt sich als maximaler Abstand von insgesamt
fünf in
Zuleitungsrichtung nacheinander angeordneten Durchbrechungen 301a, über die
das Kältemittel
in den Wärmetauscher
eintritt. Eine wirksame Länge
Ls eines Sammelbereichs 303 ergibt sich aus einem maximalen Abstand
zweier Strömungspfade
in Längsrichtung des
Wärmetauschers.
Vorliegend beträgt
die wirksame Zuleitungslänge
Lz etwa 43% der wirksamen Verdampferlänge Ls. Die Zeichnungen 37 bis 43 sind
in sich jeweils maßstabsgerecht.
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Der
Sammelbereich 303 ist analog zu den ersten Ausführungsbeispielen
aus einem oberen Plattenelement 309, einer Verteilerplatte 308 und
einem unteren Plattenelement 307 zur Aufnahme von Flachrohren 306 aufgebaut.
Die Verteilerplatte 308 weicht in der genauen Anordnung
ihrer Durchbrechungen 308a von den vorherigen Ausführungsbeispielen
ab, funktioniert jedoch nach identischem Prinzip. Die Plattenelemente 307, 308, 309 sind
an ihren anliegenden Flächen
flächig
miteinander verlötet.
Das untere Plattenelement entspricht demjenigen aus dem ersten Ausführungsbeispiel.
Aus einer Überlagerung
der Zeichnungen 40 und 41 ergeben
sich unmittelbar die vorgesehenen Strömungswege des Kühlmittels
innerhalb des Wärmetauschers.
Ebenso wie bei den vorherigen Ausführungsbeispielen sind dabei
in Entsprechung zu dem abnehmenden Druck die Durchbrechungen in
den Leitungen und im oberen Plattenelement 309 im Verlauf
des Strömungswegs
des Kühlmittels
zunehmend größer ausgeführt.
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Die
Zuleitung 301, die Ableitung 302 und die Umlaufleitung 305 weisen
im Bereich ihres Kontakts mit einem oberen Plattenelement 309 jeweils
eine Abflachung 301b auf, so dass die Leitungen über diesen
Abschnitt einen D-förmigen Querschnitt
haben (siehe 39, 42). Außerhalb
des Anlagebereichs sind Zuleitung 301 und Ableitung 302 im
Querschnitt kreisförmig.
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Zudem
weisen die Leitungen 301, 302, 305 im
Bereich der Abflachung 301b Durchbrechungen 301c auf,
die mit eingeprägten
Erhebungen 309b des oberen Plattenelements 309 korrespondieren.
Da die Erhebungen 309b keinen Durchtritt für das Kältemittel
bereitstellen (siehe 41), dient der Eingriff der Erhebungen 309b in
die Durchbrechungen 301c, also das formschlüssige Zusammenwirken
korrespondierender Ausformungen, lediglich der Platzierung und Halterung
der Leitungen 301, 302, 305 im Zuge der
Herstellung des Wärmetauschers.
Dabei ist die Oberseite des oberen Plattenelements 309 flächig mit
Lot plattiert. Nach justierter Anordnungen der Leitungen 301, 302, 305 werden
diese in ihrem Anlagebereich 301b flächig mit dem oberen Plattenelement 309 verlötet. dabei
fluchten Durchbrechungen 309a des oberen Plattenelements
mit den jeweiligen Durchbrechungen 301a, ohne dass die
Durchbrechungen 301a, 309a wie im ersten Ausführungsbeispiel
formschlüssig
ineinander greifen müssen. Zweckmäßig ist
jeweils eine der Durchbrechungen 301a maßgenau bezüglich des
vorgegebenen Durchtrittsquerschnitts für das Kältemittel, und die jeweils
andere der Durchbrechungen 309a weist ein Übermaß auf, um
unvermeidlichen Toleranzen bei der Positionierung der Leitungen
Rechnung zu tragen.
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Gemäß 42 weisen
die Durchbrechungen 301a keine Grate oder überstehenden
Materialreste auf. Dies lässt
sich durch Bohrung oder zumeist kostengünstigere Stanzung und anschließende Entgratung
und Entfernung des ausgestanzten Materials erzielen. Dies kann zum
Beispiel unter Verwendung von Pressluft geschehen. Allgemein verbleibt
hier ein gewisses Risiko von losen Graten oder nicht vollständig entfernten
Materialresten, die im späteren
Betrieb in den Kältekreislauf
geraten könnten.
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In
einer Abwandlung gemäß 43 wird
die Leitung 301 daher mittels eines geeigneten Werkzeugs 310 ohne
Materialwegnahme, also materialerhaltend, gestanzt, um die Öffnungen 301a, 301b zu erzeugen.
Dabei bleibt das aus der Öffnung
entfernte Material 301d der Leitungswandung innerhalb der Leitung
angeordnet und fest mit der übrigen
Wandung verbunden. Auf diese Weise wird eine hohe Sicherheit gegen
Eintritt von Materialabfall in den Kältekreislauf erzielt. Allerdings
wird prinzipbedingt der Querschnitt der Leitung 301, 302, 305 verkleinert, was
einen entsprechenden Druckabfall zur Folge hat. Zweckmäßig kann
daher vorgesehen sein, dass nur Leitungsteile mit hohem Druck und
niedriger Strömungsgeschwindigkeit,
insbesondere die Zuleitung 301, mittels Stanzung ohne Materialwegnahme
hergestellt werden.