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Die
vorliegende Erfindung betrifft einen Griff für Ballspielschläger, insbesondere
Tennis-, Squash-, Racquetball-, Badminton- oder Paddletennisschläger in Kombination
mit einem Griffband.
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Ballspielschläger des
oben erwähnten
Typs weisen einen Rahmen mit einem Kopfbereich zur Aufnahme einer
Bespannung und einen Handgriff bzw. Griffabschnitt auf. Derartige
Schläger
können
ferner einen zwischen dem Kopfbereich und dem Griffabschnitt angeordneten
Herzbereich bzw. eine Gabel aufweisen.
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Dem
Handgriff bzw. Griffabschnitt eines Ballspielschlägers kommt
insofern besondere Bedeutung zu, als daß er das Bindeglied zwischen
Schläger
und Spieler darstellt. Der Handgriff bzw. Griffabschnitt dient insbesondere
dazu, dem Spieler ein sicheres Greifen und Führen des Schlägers in
unterschiedlichen Spielsituationen zu ermöglichen. Der Griff bzw. Griffabschnitt
dient somit der Kraftüberleitung
vom Spieler zum Schläger. Umgekehrt
werden die während
des Spiels am Schläger
auftretenden Kräfte
oder Stöße bzw.
Schwingungen, beispielsweise bei Ballkontakt, über den Handgriff bzw. Griffabschnitt
auf den Spieler übertragen.
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Hierbei
beeinflußt
die Ausgestaltung des Handgriffs bzw. Griffbereichs sowohl die Griffigkeit
und Führbarkeit,
das sog. Handling, des Schlägers
in verschiedenen Spiel- bzw. Griffpositionen und die dabei auftretende
Beanspruchung der mit dem Griff direkt oder indirekt in Kontakt
stehenden Handflächen
des Spielers als auch die Einleitung der Spielkräfte oder Stöße bzw. Schwingungen in die
Hand bzw. den Arm des Spielers und damit auch den Greif- und Spielkomfort
des Spielers.
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Handgriffe
bzw. Griffabschnitte für
Ballspielschläger
sind prinzipiell bekannt. Hierbei können insbesondere ergonomisch
ausgebildete Griffe und gewöhnliche,
oftmals symmetrische Grifformen unterschieden werden.
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So
beschreibt die
DE 32
02 194 A1 einen Schläger
für ein
Ballspiel mit einem von der Hand des Spielers umfaßbaren Griff,
wobei der Griff einen Vorsprung aufweist, der gegenüber den
Ebenen der Schlägerflächen derart
ausgerichtet ist, daß er
beim Vorhandspiel mit Vorhandgriff seitlich am Daumen und im Bereich des
zweiten Fingergliedes und beim Rückhandspiel
mit Rückhandgriff
seitlich am Zeigefingerbereich des Gelenks zwischen dem Mittelhandfinger
und dem Bereich des Gelenks zwischen dem Mittelhandknochen und dem
rechten Fingerglied des Zeigefingers anliegt, um eine Kontrolle
der Schlägerhaltung
durch den Spieler zu jedem Zeitpunkt des Spiels ohne weiteres zu
ermöglichen.
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Die
DE 33 12 927 A1 beschreibt
einen Handgriff für
Schläger
von Ballspielen, der pistolengriffartig ausgebildet ist.
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Die
DE 29 28 995 A1 beschreibt
einen Griff für
Sportgeräte,
insbesondere für
Schläger
von Ballspielen, mit einer durch verschiedene Mulden und Anlageflächen anatomisch
der geschlossenen Handform angepaßten Griffläche.
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Die
DE 80 06 475 U1 beschreibt
die Ausgestaltung der Griffläche
eines Ballschlägers,
die konisch verläuft,
an der Oberfläche
leicht angerauht ist und am unteren Ende in einer kugelähnlichen
Verdickung ausläuft, wobei
der Schläger
insgesamt aus Kunststoff besteht.
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Die
DE 90 02 204 U1 betrifft
den Griff eines Golfschlägers
mit einer allgemein zylindrischen Form mit einem dickeren Ende,
das einen vergrößerten Außendurchmesser
aufweist, sowie mit einem verjüngten
Ende, das einen reduzierten Außendurchmesser
aufweist, wobei der Griff mit einer Vielzahl von Nuten versehen
ist.
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Die
CA 2079370 C betrifft
den Griff eines Tennisschlägers
mit einem Mittelabschnitt, der einen ersten polygonalen Querschnitt
aufweist, sowie einem hinteren Abschnitt, der einen zweiten polygonalen
Querschnitt aufweist, wobei sich der erste und zweite polygonale
Querschnitt voneinander unterscheiden und das zweite Polygon sich
gegenüberliegende,
parallele Seiten aufweist, die sich schief zur Ebene der Bespannung
erstrecken. Der Griff weist ferner eine Übergangszone auf, deren Querschnitt
ein Polyeder aufweist, das eine nach einer bestimmten Formel errechnete
Anzahl von Seiten hat.
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Die
US 5 671 926 A betrifft
ein Zubehör
für einen
Tennisschlägergriff,
das einen vergrößerten Griffabschnitt
mit einer zweiten Breitenabmessung ausbildet, die größer als
eine erste Breitenabmessung und eine zweite Tiefenabmessung ist,
wobei der Bereich der vergrößerten Abmessungen
in dem dem Schlägerkopf
zugewandten Bereich des Griffs angeordnet ist.
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Die
DE 196 41 464 A1 betrifft
einen sogenannten ergonomisch geformten Griff, der verschiedene
Erhöhungen
und Ausbuchtungen für
die Anpassung an den Handballen bzw. die Finger eines Spielers aufweist.
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Die
WO 01/97923 A1 betrifft die Farbgestaltung eines Tennisschlägers mit
konkav ausgebildetem Griffabschnitt.
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Die
US 1539029 A betrifft
einen Tennisschläger
mit einem Griff, dessen Breite sich in einer Ebene zum Ende hin
erweitert.
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Weitere
bekannte Beispiele für
Handgriffe bzw. Griffabschnitte sind in der
GB 600 845 A und
DE 20 2004 009 870 U1 beschrieben.
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Diese
bekannten Griffe sind hinsichtlich ihrer Griffigkeit, ihrer Eignung
zum Greifen verschiedener Griffpositionen in unterschiedlichen Spielsituationen,
in Bezug auf die Kraftüberleitung
und insbesondere in Bezug auf die auf den Spieler übertragenen
Kräfte,
Stöße bzw.
Schwingungen, ihres Anbauaufwands, ihrer relativ aufwendigen und
damit teuren Herstellung und/oder ihres hohen Gewichts nicht zufriedenstellend.
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Griffbänder, wie
oben angesprochen, werden um den Griff eines Ballspielsschlägers gewickelt,
um einem Spieler eine bestmögliche
Handhabung des Schlägers
zu ermöglichen.
Dabei sind verschiedene Kriterien, wie z.B. Haftvermögen (Tack),
Feuchtigkeitsabfuhr und Polsterungseffekt (Cushioning-effect) von
Bedeutung.
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Ein
herkömmliches
Austauschgriffband ist beispielsweise in der
US 5 695 418 A beschrieben.
Ein derartiges Austauschgriffband weist eine längliche, rechteckige Grundform auf,
und wird spiralförmig
und sich randsseitig überlappend
um den Griff gewickelt. In den Bereichen der Überlappung entstehen durch
die Doppellage des Griffbandes erhöhte Bereiche, so daß eine strukturiert
Oberfläche
des Griffs ausgebildet wird. Die so entstehenden umlaufenden Wulste
sollen einerseits die Griffigkeit des Bandes erhöhen, können jedoch andererseits auch
zu Unbequemlichkeiten für
die Hand des Spielers, wie beispielsweise zu Blasenbildung, führen.
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Die
DE 38 10 778 A1 schlägt ein Griffband
für Sportschläger vor,
das entlang einem oder beider Ränder
abgeschrägt
ist, so daß die
beim Umwickeln des Handgriffs auftretende Wulstbildung minimiert
oder gar verhindert werden soll. Mit der Vermeidung des Auftretens
der beschriebenen Wulste geht jedoch gleichzeitig eine Verringerung
der Griffigkeit einher. Die WO 91/11223 A1,
DE 90 03 995 U1 und
FR 2 813 535 A1 offenbaren
an einem oder beiden Endabschnitten abgeschrägte Griffbänder.
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Demgegenüber ist
es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Griff für Ballspielschläger mit
einem Griffband bereitzustellen, die die Nachteile des Standes der
Technik überwinden.
Insbesondere ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen verbesserten
Handgriff bzw. Griffabschnitt mit einem verbesserten Griffband bereitzustellen,
die insbesondere gegenüber
bekannten Griffbändern
ein erhöhtes
Haftvermögen
und eine verbesserte Griffigkeit aufweisen und ein bequemeres Greifen
des Schlägers
durch den Spieler erlauben. Alternativ oder zusätzlich ist es Aufgabe der Erfindung,
ein derartiges verbessertes Griffband bereitzustellen, das effizient
und kostengünstig
herstellbar ist.
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Eine
alternative oder zusätzliche
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es auch, einen verbesserten Handgriff
bzw. Griffabschnitt mit einem verbesserten Griffband bereitzustellen,
bei der die Vorteile der Ausgestaltung des Handgriffs bzw. des Griffabschnitts
sowie die Vorteile der Ausgestaltung des Griffbandes erhalten bleiben
oder sich synergistisch ergänzen.
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Diese
Aufgabe(n) wird/werden mit den Merkmalen der unabhängigen Patentansprüche gelöst. Die
abhängigen
Patentansprüche
betreffen bevorzugte Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung.
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Die
vorliegende Erfindung geht dabei von dem Grundgedanken aus, einen
Griff für
einen Ballspielschläger
bereitzustellen, der einen ersten Abschnitt mit einem ersten, vorzugsweise
konstanten Querschnitt und einen zweiten Abschnitt mit einem sich
erweiternden Querschnitt aufweist. Die beiden Abschnitte dienen vorzugsweise
zum Halten des Ballspielschlägers.
Der Abschnitt (Y) weist vorzugsweise eine ausreichende Länge zum
Halten des Schlägers
durch die Hand eines Spielers auf. Diese Länge entspricht vorzugsweise mindestens
in etwa einer Handbreite.
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Ein
derartiger Griff weist eine im allgemeinen längliche Form auf und erstreckt
sich entlang einer Längsachse,
die auf der Längsachse
des Schlägers
liegen kann. Der Begriff Querschnitt wird im folgenden zur Bezeichnung
des sich senkrecht zur Längsachse
des Griffs ausbildenden Querschnitts verwendet.
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Der
Querschnitt im ersten Abschnitt ist vorzugsweise ein konstanter,
bevorzugt etwa rechteckiger, besonders bevorzugt etwa achteckiger
Querschnitt. Ausgehend vom ersten Querschnitt im ersten Abschnitt
erweitert sich der Querschnitt im zweiten Abschnitt gleichmäßig, vorzugsweise
linear. Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
erfolgt die Querschnittserweiterung linear und/oder radial, bzw.
progressiv und/oder degressiv.
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Der
zweite Abschnitt des erfindungsgemäßen Griffs ist vorzugsweise
dem Spieler zugewandt bzw. an dem dem Spieler zugewandten Ende des
Griffs angeordnet, wohingegen der erste Abschnitt in dem dem Ballspielschläger bzw.
Schlägerkopf
zugewandten Bereich des Griffs angeordnet ist.
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Im
zweiten Abschnitt erweitert sich der Querschnitt des erfindungsgemäßen Griffs
vorzugsweise ausgehend vom ersten Querschnitt im ersten Abschnitt,
der eine erste Querschnittsfläche
aufweist, auf einen gleichmäßig vergrößerten Querschnitt,
der gegenüber
dem ersten Querschnitt eine vergrößerte Querschnittsfläche aufweist.
Hierbei erfolgt die Vergrößerung des
Querschnitts vorzugsweise gleichmäßig, so daß jede Querschnittsfläche entlang
des Abschnitts Y eine Vergrößerung der
ersten Querschnittsfläche
des ersten Abschnitts darstellt. Die zweite Querschnittsfläche weist
hierbei vorzugsweise eine gegenüber
der ersten Querschnittsfläche
um etwa 2% bis etwa 20%, vorzugsweise etwa 5% bis etwa 10% vergrößerte Querschnittsfläche auf.
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Vorzugsweise
ist die Außenfläche des
Griffs im zweiten Abschnitt gegenüber der Außenfläche des Griffs im ersten Abschnitt
zumindest teilweise um etwa 0,25° bis
etwa 5°,
vorzugsweise um etwa 0,3° bis
etwa 3,5°,
besonders bevorzugt um etwa 0,4° bis
etwa 2° geneigt.
Gemäß einer
erfindungsgemäßen Ausführungsform
erfolgt die Querschnittserweiterung linear, progressiv und/oder
degressiv. Besonders bevorzugt unterscheiden sich die Abschnitte
X und Y jeweils etwa mittig in Bezug auf ihre Länge, um etwa 0,5–2 Griffstärken, vorzugsweise
um etwa 1 Griffstärke.
Aufeinanderfolgende Griffstärken
unterscheiden sich im Bezug auf ihren Umfang um etwa 3,14 mm. In
bezug auf ihren Durchmesser unterscheiden sich aufeinanderfolgende
Griffstärken
um etwa 1 mm. Erfindungsgemäß liegen
die Verhältnisse
der Länge
des Abschnitts A zur Länge
des Abschnitts B im Bereich von etwa 1:3 bis 3:1, bevorzugt etwa
1:2 bis 2:1, stärker
bevorzugt etwa 1:1,5 bis 1,5:1 und am stärksten bevorzugt etwa 1:1.
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Das
Querschnittsprofil des erfindungsgemäßen Griffs ist gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform im
wesentlichen achteckig ausgebildet. Gemäß einer bevorzugten erfindungsgemäßen Ausführungsform
wird der Griff durch den Rahmen eines Ballspielschlägers, vorzugsweise
integral, ausgebildet. Gemäß einer
weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsform
ist der Griff als Griffschale zum Anbringen an einen Ballspielschläger ausgebildet.
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Vorzugsweise
betrifft die vorliegende Erfindung einen Griff für Tennis-, Squash-, Racquetball,
Badminton- oder Paddletennisschläger.
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Weiterhin
betrifft die vorliegende Erfindung einen Ballspielschläger, vorzugsweise
einen Tennis-, Squash-, Racquetball, Badminton- oder Paddletennisschläger mit
einem derartigen Griff.
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Der
erfindungsgemäße Griff
erweist sich dahingehend als vorteilhaft, daß er eine bessere Handhabbarkeit
des Schlägers
durch den Spieler ermöglicht.
Insbesondere wird durch die erfindungsgemäße Ausbildung des hinteren
Griffabschnitts ein sicheres, weniger kraftaufwendiges und bequemeres
Halten eines Ballspielschlägers
ermöglicht.
Ferner erlaubt die erfindungsgemäße Ausgestaltung
eines Griffs für
einen Ballspielschläger
eine verbesserte Krafteinleitung von Kräften oder Stößen über die
Hand und insbesondere die Handwurzel in den Körper des Spielers.
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Weiterhin
entsteht durch die keilförmige
Ausbildung des hinteren Griffabschnitts beim Greifen des Griffs
durch einen Spieler eine parallel zur Längsachse des Griffs ausgebildete
Kraftkomponente, die gegen die Griffoberfläche im keilförmigen Bereich
gerichtet ist, und somit ein sicheres und einfaches Halten des Griffs ermöglicht.
Auch wird die sichere Haltung eines Ballspielschlägers durch
Ausnutzung der Vorteile eines formschlüssigen Griffs kombiniert mit
Reibschluß gegenüber den
bekannten Griffen erreicht.
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Die
Vorteile in Bezug auf die Handhabbarkeit des erfindungsgemäßen Schlägers bzw.
Griffs erweisen sich insbesondere bei einem Wechsel der Griffpositionen,
beispielsweise für
das Vorhand- und Rückhandspiel beim
Tennis, als vorteilhaft. Die entsprechenden Effekte verstärken sich
beim Anwenden beidhändiger
Grifftechniken, beispielsweise einer beidhändigen Rückhand beim Tennis, oder aber
auch beim Wechsel zwischen einhändiger
und beidhändiger
Grifftechnik, wie beispielsweise beim Wechsel einer einhändigen Vorhand
zur beidhändigen
Rückhand
oder dergleichen. Hierbei gelingt es insbesondere, die bekannten
Nachteile konischer bzw. zylindrischer Griffe zu überwinden.
Insbesondere ermöglicht
es ein erfindungsgemäßer Griff über seine gesamte
Länge eine
verbesserte Handhabbarkeit und eine optimale Griffstärke bereitzustellen.
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Erfindungsgemäß wird der
Griff in Kombination mit einem Griffband mit einer konischen oder
trapezförmigen
Grundform in Längsrichtung
verwendet. Alternativ dazu kann der Griff auch in Kombination mit
einem Griffband verwendet werden, das ein erstes Ende und ein zweites
Ende sowie eine Länge
aufweist, wobei das Griffband eine erste Breite nahe seinem ersten
Ende sowie eine zweite Breite nahe seinem zweiten Ende aufweist.
Nahe bedeutet in diesem Bezug, daß die entsprechende Breite
nicht mehr als etwa 10–20%
der Gesamtlänge
des Griffbands von dem entsprechenden Ende in Längsrichtung beabstandet ist.
Hierbei ist die erste Breite geringer als die zweite Breite. Die
Breitenerweiterung zwischen dem ersten Ende und dem zweiten Ende
des Griffsbands von der ersten Breite auf die zweite Breite erfolgt
vorzugsweise kontinuierlich, kann aber auch diskontinuierlich verlaufen.
Gemäß einer
bevorzugten erfindungsgemäßen Ausführungsform
erfolgt die Breitenänderung
linear, progressiv und/oder degressiv. Vorzugsweise erfolgt die
Breitenerweiterung linear. In einer bevorzugten Ausführungsform
des Griffbandes erstreckt sich dieses entlang einer Längsachse,
wobei die Enden des Griffbandes vorzugsweise in etwa senkrecht zur
Längsachse
ausgerichtet sind. In einer weiteren Ausführungsform des Griffbandes
ist zumindest eine dieser Endflächen
zumindest teilweise um einen Winkel zur Längsachse des Griffbandes geneigt.
Die Seiten des Griffbandes sind erfindungsgemäß gegeneinander im wesentlichen
um einen Winkel β geneigt,
der im Bereich von etwa 0,1° bis
etwa 3°,
vorzugsweise im Bereich von etwa 0,25° bis etwa 2° liegt, und der besonders bevorzugt
etwa 0,5° bis
etwa 1,5° und
am stärksten
bevorzugt etwa 0,8° bis
etwa 1,2° beträgt.
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Bevorzugt
weist das erfindungsgemäße Griffband
hierbei zumindest eine maximale Breite und zumindest eine minimale
Breite auf. Eine maximale Breite des Griffbands ist vorzugsweise
nahe den Enden des Griffbands, etwa an der halben Länge des
Griffbands und/oder etwa an einem Drittel der Länge des Griffbands angeordnet.
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Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
liegt die Länge
des Griffbandes im Bereich von zwischen 80 cm und etwa 140 cm, vorzugsweise
zwischen etwa 90 cm und etwa 130 cm und beträgt besonders bevorzugt etwa
110 cm.
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Die
erste Breite des Griffbandes liegt vorzugsweise im Bereich zwischen
etwa 5 mm und etwa 25 mm, vorzugsweise zwischen etwa 10 mm und etwa
20 mm, und besonders bevorzugt beträgt sie etwa 15 mm.
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Die
zweite Breite des Griffbandes liegt vorzugsweise im Bereich zwischen
etwa 20 mm und etwa 45 mm, vorzugsweise zwischen etwa 28 mm und
etwa 38 mm, und besonders bevorzugt beträgt sie etwa 33 mm.
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Gemäß einer
bevorzugten erfindungsgemäßen Ausführungsform
ist das Griffband um seine Längsachse
symmetrisch ausgebildet.
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Weiterhin
ist die Neigung der Seiten des Griffbands, also der von den beiden
Seitenkanten des Griffbands eingeschlossene Winkel, derart gewählt, daß der sich
bei überlappendem
Aufwickeln auf einen Griff ergebende Verlauf der Längsachse
des Griffbands und damit die sich ergebende Griffbandkontur der
Hand des Spielers bzw. dem Verlauf der Finger der Hand des Spielers
angepaßt
ist. Vorzugsweise ist die Neigung derart ausgebildet, daß sich bei
einem auf einem Griff, z.B. auf den erfindungsgemäßen Griff
gewickelten Griffband die Ausrichtung seiner Längsachse in einer Aufsicht
auf den gewickelten Griff entlang der Länge des Griffs variiert. Insbesondere
verlaufen die sich durch die überlappende
Aufwicklung des Griffbandes ergebenen Strukturen nicht parallel
zueinander, sondern sind zueinander geneigt, wobei die Neigung mit
fortschreitendem Aufwickeln kontinuierlich steigt. Auf diese Weise
entstehen in Abhängigkeit
von der Griffbandausgestaltung bzw. Querschnittsgeometrie Konturen,
die zueinander fächerartig
angeordnet sind.
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Die
gedachte Verlängerung
der Konturlinien in einer Ebene scheint in einem Punkt zusammenzulaufen.
Hierdurch ergibt sich eine Struktur, die der anatomischen Ausbildung
der menschlichen Hand angenähert ist.
So verlaufen insbesondere die Finger der menschlichen Hand nicht
parallel zueinander, sondern laufen von der Fingerwurzel bis zu
den Fingerspitzen aufeinander zu. Somit paßt sich die durch das überlappende
Umwickeln des erfindungsgemäßen Griffbandes
gegebene Struktur, insbesondere die Struktur der durch das Querschnittsprofil
des Griffbands ausgebildeten Konturen, optimal an die Anatomie der
menschlichen Hand an. Dies erleichtert insbesondere ein sicheres
und bequemeres Greifen des erfindungsgemäßen Schlägergriffs, wobei insbesondere
das Entstehen von Blasen und Hautreizungen verringert wird.
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In
Verbindung mit dem erfindungsgemäßen Griff
erweist sich das erfindungsgemäße Griffband
als besonders vorteilhaft, insbesondere da sich durch die Kombination
von Griff und Griffband synergetische Effekte in Bezug auf Griffsicherheit
und Griffbequemlichkeit zeigen. Dies beeinflußt die Spielfähigkeit
des Spielers insbesondere nach langer Spielzeit, nach der sich üblicherweise
starke Ermüdungserscheinungen
zeigen, positiv und verbessert das Spielverhalten.
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Nachstehend
werden ein erfindungsgemäßer Griff
zur Kombination mit einem Griffband, ein dazu geeignetes Griffband
sowie eine erfindungsgemäße Kombination
aus Griff und Griffband anhand einer bevorzugten Ausführungsform
unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher beschrieben. Es zeigen:
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1:
eine Prinzipskizze eines erfindungsgemäßen konischen Griffs in Seitenansicht;
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2:
eine bevorzugte Form eines erfindungsgemäßen konischen Griffs, wobei 2a eine Seitenansicht, 2b eine
Querschnittsansicht des Griffs in einem ersten Bereich und 2c eine Querschnittsansicht des Griffs
in einem zweiten Bereich darstellt;
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3:
eine bevorzugte Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Griffs
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4: eine bevorzugte Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Griffs,
wobei 4a eine Seitenansicht des erfindungsgemäßen Griffs, 4b eine
Draufsicht auf den erfindungsgemäßen Griff
und 4c eine Querschnittsansicht des erfindungsgemäßen Griffs
darstellen;
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5:
eine Prinzipskizze der beim Greifen eines erfindungsgemäßen Griffs
auftretenden Kräfte;
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6:
eine Prinzipskizze einer Draufsicht auf ein erfindungsgemäß verwendbares
Griffsband;
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7:
ein Prinzipskizze eines erfindungsgemäß verwendbaren Griffbands im
aufgewickelten Zustand auf einem erfindungsgemäßen Griff; und.
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8:
ein Prinzipskizze eines erfindungsgemäß verwendbaren Griffbands im
aufgewickelten Zustand auf einen Ballspielschlägergriff.
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1 zeigt
eine Prinzipskizze eines Griffs 1 für einen Ballspielschläger zum
Halten desselben, wobei der Griff 1 einen ersten bzw. vorderen
Griffabschnitt X und einen zweiten bzw. hinteren Griffabschnitt
Y aufweist. Der erste Griffabschnitt X weist einen konstanten ersten
Querschnitt und der zweite Griffabschnitt Y einen sich ändernden
Querschnitt auf. Der Querschnitt des Griffabschnitts Y erweitert
sich ausgehend vom Querschnitt des Griffabschnitts A, vorzugsweise
im Wesentlichen kontinuierlich. Dies erfolgt vorzugsweise, indem
der Griffabschnitt Y eine im wesentlichen konische Form aufweist,
während
der Griffabschnitt X eine im wesentlichen über seine Länge gleichbleibende, beispielsweise
zylindrische Form mit achteckigem Querschnitt aufweist. Gemäß alternativen
erfindungsgemäßen Ausführungsformen,
weist der Abschnitt Y des Griffs eine sich kegel- oder pyramidenförmige erweiternde bzw. eine
kegel- oder pyramidenförmige
Form auf.
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Der
erfindungsgemäße Griff
erstreckt sich im wesentlichen entlang einer Längsachse C, wobei die Außenflächen des
ersten Griffabschnitts X im wesentlichen parallel zur Längsachse
C ausgebildet sind. Die Außenflächen des
Griffabschnitts Y sind um etwa 0,25° bis etwa 5°, vorzugsweise um etwa 0,3° bis etwa
3,5°, bzw.
um etwa 0,4° bis
etwa 2°,
besonders bevorzugt um etwa 0,8° bis
etwa 1,2° gegenüber der
Längsachse C
geneigt. Gemäß besonderer
erfindungsgemäßer Ausführungsform
beträgt
der Winkel δ zwischen
Außenfläche des
Griffabschnitts Y und Längsachse
C etwa 0,5°,
vorzugsweise etwa 0,75°,
weiterhin bevorzugt etwa 1°.
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2 zeigt
eine bevorzugte Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Griffs
mit einem im wesentlichen achteckigen Querschnitt, wobei 2a eine Seitenansicht des erfindungsgemäßen Griffs, 2b eine Draufsicht auf den Querschnitt 3 im
ersten Abschnitt X des erfindungsgemäßen Griffs und 2c eine
Draufsicht auf den maximalen Querschnitt 5 im Abschnitt
Y des erfindungsgemäßen Griff 1 darstellt.
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Wie 2 zu
entnehmen ist, weist der Abschnitt X einen ersten Querschnitt 3 auf,
der über
die Länge des
Abschnitts X im wesentlichen konstant ist. Der Abschnitt Y weist
einen Querschnitt auf, der sich über
die Länge
des Abschnitts Y ändert.
Vorzugsweise grenzen Abschnitt X und Abschnitt Y an einer Position 7 aneinander
an. An dieser Stelle 7 weisen Abschnitt X und Abschnitt
Y den gleichen Querschnitt auf, der dem Querschnitt 3 des
Abschnitts X entspricht. Ausgehend von diesem Querschnitt 3 erweitert
sich der Querschnitt des Abschnitts Y bis hin zu einem maximalen
Querschnitt wie in 2c durch Querschnitt 5 dargestellt.
Vorzugsweise erweitert sich der Querschnitt des Griffs im Bereich
Y ausgehend von einem ersten Querschnitt 3 bis hin zu einem
zweiten Querschnitt 5 im Wesentlichen linear. Gemäß einer
weiteren bevorzugten Ausführungsform ändert sich
der Querschnitt progressiv oder degressiv. Auch Kombinationen einer
progressiven, linearen und/oder degressiven Durchmessererweiterung
führen
zu bevorzugten Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindug. Gemäß weiteren
bevorzugten Ausführungsformen
können
die Abschnitte X und Y, insbesondere in den äußeren Bereichen des Griffs, Übergangsquerschnitte
aufweisen, die jedoch in der Regel außerhalb des vom Spieler gegriffenen
Bereichs des Griffs liegen.
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Die 3 und 4 zeigen weitere bevorzugte erfindungsgemäße Ausführungsformen
eines Griffs für
einen Ballspielschläger
mit einem ersten Abschnitt X und einem zweiten Abschnitt Y. Der
erfindungsgemäße Griff
weist vorzugsweise eine Gesamtlänge
l von vorzugsweise etwa 15 cm bis etwa 25 cm auf, besonders bevorzugt
von etwa 17 cm bis etwa 20 cm. Gemäß besonders bevorzugten Ausführungsformen
weist der Griff eine Länge
l von etwa 17,3 cm bzw. etwa 19,5 cm auf. Gemäß bevorzugter erfindungsgemäßer Ausführungsformen
liegt das Verhältnis
der Länge
des Abschnitts Y zur Länge
des Abschnitts X Bereich von etwa 1:3 bis 3:1, bevorzugt etwa 1:2
bis 2:1, stärker
bevorzugt etwa 1:1,5 bis 1,5:1. Vorzugsweise liegt die Länge lb des Griffabschnitts Y im Bereich von 5
cm bis 18 cm, vorzugsweise im Bereich von 6 cm bis 12 cm. Besonders bevorzugt
beträgt
die Länge
lb etwa 7,6 cm oder etwa 8,9 cm.
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Die
Dicke d
1 oder der Umfang des ersten Griffabschnitts
X liegt vorzugsweise etwa in den üblichen Bereichen, wie sie
durch die gewünschte
Griffstärke
gewählt
werden: Im Bereich des größten Querschnitts
des Griffs im Abschnitt Y, vorzugsweise am Ende des Abschnitts Y
erhöht
sich die Dicke d
2 oder der Umfang gegenüber dem
des Griffabschnitts X um etwa 0,25% bis etwa 3%, vorzugsweise um
etwa 0,5% bis 1,5%. Besonders bevorzugt unterscheiden sich die Abschnitte
X und Y, jeweils etwa mittig in Bezug auf ihre Länge, um etwa 0,5–2 Griffstärken, vorzugsweise
um etwa 1 Griffstärke.
Besonders bevorzugt unterscheiden sich die Abschnitte X und Y, jeweils
etwa mittig in Bezug auf ihre Länge,
um etwa 0,5–2
Griffstärken,
vorzugsweise um etwa 1 Griffstärke.
Aufeinanderfolgende Griffstärken
unterscheiden sich im Bezug auf ihren Umfang um etwa π mm. In Bezug
auf ihren Durchmesser unterscheiden sich aufeinanderfolgende Griffstärken um
etwa 1 mm. Nachfolgend ist die gängige
Griffstärkentabelle
für Europa
und USA wiedergegeben:
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Gemäß einer
weiteren bevorzugten erfindungsgemäßen Ausführungsform weist der Griff
Endabschnitte 9, 11 auf, die am Übergang
vom Griffabschnitt X zum Schlägerherz
bzw. -kopf bzw. am Ende des Griffs bzw. am Ende des Griffabschnitts
Y angeordnet sind. Die Länge
l9 des Abschnitts 9 beträgt vorzugsweise etwa
5 mm bis 40 mm, besonders bevorzugt etwa 10 mm bis 30 mm. Die Länge l11 des Abschnitt 11 beträgt vorzugsweise
etwa 10 mm bis 40 mm, vorzugsweise etwa 20 mm bis 30 mm. In diesen
Abschnitten 9, 11 weist der Griff ggf. ein vom
Querschnittsprofil der Abschnitte X und Y abweichendes Querschnittsprofil
auf. Endabschnitte 9, 11 können als Teil der Abschnitte
X bzw. Y und/oder als zusätzliche
Griffabschnitte ausgebildet sein.
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Gemäß einer
alternativen bevorzugten Ausführungsform
weist der Griff in den Abschnitten 9 und/oder 11 einen
sich ändernden
oder einen gleichbleibenden Querschnitt auf. Derartige Abschnitte 9, 11 sind
beispielsweise in den bevorzugten Ausführungsformen gemäß 3 und 4 dargestellt. Hierbei weist Abschnitt 9 in 3 einen
sich zum Schlägerkopf
hin erweiternden Querschnitt auf, wobei der Abschnitt 11 eine konstanten
Querschnitt aufweist. Gemäß der bevorzugten
Ausführungsform
nach 4 weist der Abschnitt 11 einen
konstanten Querschnitt auf, wobei der Abschnitt 9 einen
sich ändernden
Querschnitt mit einer Querschnittverjüngung aufweist. Die Abschnitte 9 und 11 dienen
vorzugsweise dem Übergang
von den Griffbereichen X und Y zu den Enden des Griffs. Vorzugsweise
definiert der Abschnitt 9 den Übergang vom Griff zum Ballspielschläger (nicht
gezeigt) und/oder zur Befestigung des Griffs am Schläger. Griffabschnitt 11 dient
vorzugsweise zum Abschluß des
Griffs, zum Übergang
zur Griffkappe, die den Griff abschließt (nicht gezeigt) und/oder
zur Befestigung derselben.
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Vorzugsweise
weist der erfindungsgemäße Griff,
wie beispielsweise in 2 und 4 dargestellt,
einen im wesentlichen achteckigen, rechteckförmigen Querschnitt mit einer
ersten Breite b1 und einer zweiten Breite b2 auf, wobei die Breite b2 vorzugsweise
kleiner als die Breite b1 ist. Die Breiten
b1 und b2 ändern sich
vorzugsweise entsprechend der Querschnittserweiterung. Vorzugsweise
bleibt das Verhältnis
der Breiten b1:b2 über die
Querschnittsänderung
im Abschnitt Y konstant. Die Bezeichnungen "Meßlinie
kleinere Griffgröße" und "Meßlinie mittlere
Griffgröße" etc. verweisen beispielhaft
auf bevorzugte Positionen zum Messen der jeweiligen Griffstärke am Bereich
X ("Meßlinie kleinere
Griffgröße") und am Bereich
Y ("Meßlinie mittlere
Griffgröße"). Vorzugsweise wird
die Griffstärke
im Abschnitt Y in etwa mittig bezogen auf seine Länge gemessen.
Weiterhin bevorzugt wird, wie in 4a wiedergegeben,
die Griffstärke
im Abschnitt Y in etwa mittig bezogen auf die Länge lb–l11 des sich erweiternden Querschnitts gemessen,
sofern der Abschnitt Y beispielsweise einen Abschnitt 11 mit
gleichbleibendem Querschnitt, beispielsweise zur Aufnahme einer
Endkappe (nicht dargestellt), aufweist. Das Ende der nicht dargestellten
Endkappe ist in 4a durch die Linie „Ende Endkappe" angedeutet.
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Vorzugsweise
ist der erfindungsgemäße Griff
für einen
Ballspielschläger
mit einem Rahmen, der einen Kopfbereich zur Aufnahme einer Bespannung
aufweist, ausgebildet. Der erfindungsgemäße Griff ist vorzugsweise integral
oder einstückig
mit dem Schläger
ausgebildet. Gemäß einer
weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsform
ist der Griff als einteilige oder mehrteilige Griffschale zum Anbringen
an einem Ballspielschläger ausgebildet.
Hierbei weist der Griff vorzugsweise eine Befestigungseinrichtung
(nicht dargestellt) zur Befestigung am Ballspielschläger auf.
Vorzugsweise ist der Griff hohl ausgebildet, wobei die Befestigungseinrichtung durch
einen sich im wesentlichen durch den Griff erstreckenden Hohlraum
ausgebildet ist.
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Der
als Griffschale ausgebildete Griff weist vorzugsweise Polyurethan
auf, bzw. ist aus Polyurethan hergestellt.
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5 zeigt
eine Prinzipskizze der beim Greifen am Abschnitt Y des erfindungsgemäßen Griffs
auftretenden Kräfte.
Hierbei wird durch die Hand des Spielers eine Kraft FN aufgebracht,
die in eine Kraftkomponente F1 senkrecht
zur Längsachse
C des Griffs und eine Kraftkomponente F2 parallel
zur Längsachse
C des Griffs zerlegt werden kann. Im Gegensatz dazu wird beim Umgreifen
eines Griffabschnitts mit einem gleichbleibenden Querschnitt lediglich
eine Kraftkomponente, die senkrecht zur Längsachse des Griffs ausgebildet
ist, jedoch keine Kraftkomponente, die parallel zur Längsachse
des Griffs, ausgebildet. Während
ein Halten eines Griffs mit gleichbleibendem Querschnitt somit lediglich
aufgrund von durch das Spiel des Schlägers erzeugten Kräften in
Längsrichtung
sowie des Reibungskoeffizienten zwischen der Hand des Spielers und
der Oberfläche des
Griffs sowie der durch den Spieler senkrecht zur Oberfläche des
Griffs aufgebrachten Kraft ermöglicht wird,
bewirkt die erfindungsgemäße Ausgestaltung
eines Griffs das Entstehen einer Kraftkomponente F2,
die sich im wesentlichen parallel zur Längsachse C des Griffs erstreckt.
Diese Kraftkomponente ist gegen die durch den sich erweiternden
Querschnitt des Griffs geneigt ausgebildete Griffoberfläche gerichtet
und ermöglicht
somit ein sicheres Halten des Griffs, da sie einem Herausrutschen
des Griffs durch die Hand des Spielers entgegenwirkt.
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Die
erfindungsgemäße Ausbildung
des Griffs ermöglicht
sowohl die Ausbildung eines Reibschlusses als auch die Ausbildung
eines Formschlusses zwischen der Hand des Spielers und dem Griff,
wodurch ein besonders sicherer, fester und kraftschonender Griff
(Greifen) des Schlägers
bzw. bzw. des Griffs ermöglicht
wird.
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Das
Vorsehen eines Abschnitts X mit gleichbleibendem Querschnitt erlaubt
weiterhin ein individuell optimiertes Greifen des Griffs entlang
des Abschnitts Y bzw. im Übergangsbereich
vom Abschnitt X zum Abschnitt Y Auch ermöglicht die erfindungsgemäße Ausbildung
der Abschnitte X und Y ein bequemes und sicheres beidhändiges Führen eines
Schlägers
mittels eines erfindungsgemäßen Griffs
durch Ergreifen des Griffs mit der zweiten Hand im Bereich des Abschnitts
X mit im wesentlichen konstanten Querschnitt. Hierbei wird ein sicheres
und bequemes Greifen durch die erste Hand im wesentlichen im Bereich
Y Griffs, wie oben beschrieben, ermöglicht, wobei die zweite Hand
den Griff im Abschnitt X sicher greifen kann, ohne daß hierbei beispielsweise
Nachteile durch einen zu geringen Griffdurchmesser, wie er beispielsweise
bei einem durchgehend konischen Griff entstehen würde, auftreten.
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Darüber hinaus
bietet der Griff gemäß der vorliegenden
Erfindung den Vorteil, daß nicht
nur ein individuell optimales Greifen des Griffs durch den Spiele
sondern auch ein optimales individuelles Umgreifen ermöglicht wird,
wie es im Verlauf eines Ballspiels oftmals erforderlich ist.
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Ferner
gewährleistet
die Ausbildung des Abschnitts B mit sich erweiterndem Querschnitts
eine optimierte Kraft- und Stoßeinleitung
in den menschlichen Körper.
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6 zeigt
ein erfindungsgemäß verwendbares
Griffband mit einer Längsachse
D, einer Länge
L, einem ersten Ende 21 mit einer ersten Breite B1 und einem zweiten Ende 23 mit
einer zweiten Breite B2.
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Das
Griffband 19 weist bevorzugt eine konische oder trapezförmige Grundform
in Längsrichtung,
also entlang der Längsachse
D, auf. Vorzugsweise weist das Griffband 19 eine Länge (L)
sowie eine Breite (B) auf, wobei die Breite (B) über einer wesentlichen Teil
der Länge
(L) variiert.
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Das
Griffband ist vorzugsweise aus im Stand der Technik zum Aufbau von
Griffbändern
bekannten Materialien hergestellt bzw. weist diese auf, wie z.B.
Leder, Kunstleder, Kunststoffe und dgl. Der Aufbau bzw. die Struktur
des erfindungsgemäßen Griffbandes
entspricht ferner vorzugsweise dem in Stand der Technik bekannten
Strukturen bzw. Aufbauweisen. Im Querschnitt betrachtet kann das
Griffband die im Stand der Technik bekannten Strukturen aufweisen.
Beispielsweise kann es flach oder gewölbt ausgebildet sein, flache,
erhabene oder abgeschrägte
Seitenbereiche aufweisen und/oder die Griffigkeit beeinflussende
Strukturen aufweisen etc. Vorzugsweise weist ein Griffband im Querschnitt
ein gewölbtes
Profil mit abgeflachten Seitenrändern
auf. Diese Seitenränder
haben bevorzugt eine Breite von etwa 1–3 mm. Beim überlappenden
Aufwickeln auf einen Griff überlappen
sich benachbarte Bandabschnitte vorzugsweise zumindest teilweise
im Bereich dieser abgeflachten Ränder.
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Wie
in 6 dargestellt ist die erste Breite B1 geringer,
vorzugsweise wesentlich geringer und besonders bevorzugt um ein
Vielfaches geringer als die zweite Breite B2.
Das Griffband 19 verbreitert sich, wie in der bevorzugten
Ausführungsform
dargestellt, vorzugsweise kontinuierlich zwischen dem ersten Ende 21 und
dem zweiten Ende 23 von der ersten Breite B1 auf
die zweite Breite B2. Gemäß bevorzugter
erfindungsgemäßer Ausführungsform
verbreitert sich das Griffband 19 linear, progressiv und
degressiv. Besonders bevorzugt verbreitert sich die Breite zwischen
dem ersten Ende und dem zweiten Ende gleichmäßig von der ersten Breite auf
die zweite Breite. Bevorzugt kann das Griffband zumindest in einem
Abschnitt eine konstante Breite aufweisen.
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Gemäß einer
bevorzugten erfindungsgemäßen Ausführungsform,
wie in 6 dargestellt, sind die Endseiten des Griffbands
im wesentlichen senkrecht zur Längsachse
D des Griffbands ausgerichtet. Gemäß einer weiteren erfindungsgemäßen Ausführugsform
(nicht dargestellt) ist zumindest ein Ende, gemäß einer weiteren bevorzugten
Ausführungsform
sind beide Enden 21, 23 gegenüber der Längsachse des Griffbands abgeschrägt (gestrichelt in 6).
Hierdurch kann sich eine Verschiebung der Position einer maximalen
Breite des Griffbands entlang der Längsachse ergeben. Bevorzugt
ist eine maximalen Breite des Griffbandes im Bereich etwa des Endes 23 gegeben.
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Vorzugsweise
liegt die Länge
L des Griffbands im Bereich zwischen etwa 80 cm und etwa 150 cm,
vorzugsweise zwischen etwa 90 cm und etwa 130 cm und besonders bevorzugt
beträgt
sie etwa 110 cm. Die erste Breite B1 des
Griffbandes liegt vorzugsweise im Bereich zwischen etwa 5 mm und
etwa 25 mm, vorzugsweise zwischen etwa 10 mm und etwa 20 mm und
beträgt
besonders bevorzugt etwa 15 mm. Die zweite Breite B2 des
Griffbandes liegt vorzugsweise im Bereich zwischen etwa 20 mm und
etwa 25 mm, vorzugsweise zwischen etwa 28 mm und etwa 38 mm, und
beträgt
besonders bevorzugt etwa 33 mm bis 36 mm. Insgesamt sind die Länge und
die Breite des Griffbandes vorzugsweise derart abgestimmt, daß die Gesamtfläche des
Griffbandes abzüglich
etwaiger durch das Wickeln auftretender Überlappungen etwa der Außenfläche des
zu umwickelnden Griffs entspricht. Die durch das Griffband umwickelbare
Fläche
beträgt
vorzugsweise etwa 200 mm2–400 mm2.
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In
seiner bevorzugten erfindungsgemäßen Ausführungsform
schließen
die Längsseiten 25, 27 des Griffbands 19 im
Wesentlichen einen Winkel β ein.
Der Winkel β liegt
im Bereich von etwa 0,1° bis
etwa 3°, vorzugsweise
im Bereich von etwa 0,25° bis
etwa 2°,
beträgt
besonders bevorzugt etwa 0,8° bis
etwa 1,2°.
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Gemäß einer
weiteren bevorzugten erfindungsgemäßen Ausführungsform ist das Griffband
um die Mittellinie D symmetrisch ausgebildet.
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Vorzugsweise
ist die Neigung der Längsseiten 25, 27 des
Griffbands derart gewählt,
daß die
sich bei überlappendem
Aufwickeln auf einen Griff ergebenden Konturen der Anatomie der
menschlichen Hand bzw. dem Verlauf der Finger einer menschlichen
Hand angepaßt
sind, um somit ein besonders bequemes und sicheres Greifen zu ermöglichen.
Besonders bevorzugt ist die Neigung der Längsseiten 25, 27 des
Griffbands bzw. der Winkel derart gewählt, daß die sich bei überlappendem
Aufwickeln auf einen Griff ergebenden Konturen vom Griffende zu
dem dem Schlägerkopf
zugewandten Griffabschnitt eine abnehmende Steigung aufweisen. Bevorzugt
ist die Neigung variierend ausgebildet, so daß eine optimale Kontur beim
auf einen Griff aufgewickelten Band erreicht wird. Betrachtet man beispielsweise
die eingangs beschriebene Ausführungsform mit
abgeflachten Rändern
bzw. Seitenbereichen und gewölbtem
Mittelabschnitt im aufgewickelten Zustand im Längsschnitt, ergibt sich eine
Kontur aus abwechselnd gewölbten
und flachen Bereichen, wobei zumindest die Breite der gewölbten Abschnitte
entlang des Griffs abnimmt.
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In
der Prinzipskizze gemäß 7 ist
dargestellt, daß die
Konturen in der Draufsicht auf einen erfindungsgemäßen Griff
mit einem erfindungsgemäßen Griffband
in ihrer Verlängerung
aufeinander zu verlaufen und somit optimal an die Kontur bzw. Anatomie
der menschlichen Hand und insbesondere die Ausrichtung der Finger
der menschlichen Hand angepaßt
sind. Dadurch wird ein sicheres bequemes Greifen des Griffs durch den
Spieler ermöglicht.
Mit anderen Worten nimmt die Steigung der Längsachse des Griffbands in
der Draufsicht in Wickelrichtung zu. Wie in 7 dargestellt,
nimmt der Winkel αi zwischen der Längsachse des Griffs und der
Längsachse
des Griffbands einer jeden Wicklung in der Draufsicht ausgehend
vom Griffende (in der Fig. links) in Richtung Kopfabschnitt (in
der Fig. nach rechts hin) zu. Hierbei erfüllen die Winkel αi vorzugsweise die
Gleichung αi+1 – αi = β, wobei i
= 1, 2, 3, 4, 5 etc. Somit gilt beispielsweise, wie auch aus 7 hervorgeht α2 – α1 = β. Entsprechend
zeigt 8 eine Prinzipskizze eines erfindungsgemäßen Griffbands
im aufgewickelten Zustand auf einen Ballspielschlägergriff.
Auch hier nimmt, wie im Zusammenhand mit 7 beschreiben, der
Winkel αi zwischen der Längsachse des Griffs und der
Längsachse
des Griffbands einer jeden Wicklung in der Draufsicht ausgehend
vom Griffende (in der Fig. links) in Richtung Kopfabschnitt (in
der Fig. nach rechts hin) zu. Hierbei erfüllen die Winkel αi vorzugsweise
die Gleichung αi+1 – αi = β, wobei i
= 1, 2, 3, 4, 5 etc. Somit gilt beispielsweise, wie auch aus 8 hervorgeht α2 – α1 = β. Die Wickelrichtung
ist in 7 und 8 durch einen Pfeil wiedergegeben. β entspricht
bei sauberer Wicklung im wesentlichen dem zwischen den Längsseiten 25, 27 des
Griffbands ausgebildeten Winkel β,
wie oben beschrieben.
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Gemäß einem
Herstellungsverfahren eines erfindungsgemäß verwendbaren Griffbands wird
eine Rohmaterialbahn hergestellt, die ggf. bereits die gewünschten
Querschnittskonturen aufweist. Vorzugsweise können die Rohmaterialbahnen
durch einen Schnitt bzw. einen Abtrennungsvorgang in zwei erfindungsgemäße Griffbänder zerteilt
werden. Ein Griffband wird so aus der Rohmaterialbahn ausgeschnitten,
daß die
an der Rohmaterialbahn entstehende Schnittstelle eine Seite eines
nächsten
Griffbands ausbildet. Vorzugsweise ist das Schnittmuster so angelegt,
daß aus
einer Rohmaterialbahn eine maximale Anzahl an Griffbändern bei
minimalem Verschnitt heraustrennbar ist. Bspw. weist eine bevorzugte
Rohmaterialbahn eine in etwa rechteckige Grundform auf, wobei durch
einen Schnitt bzw. Trennvorgang entlang einer zu den Seiten der
Grundform geneigten Schnittlinie genau zwei erfindungsgemäße Griffbänger hergestellt
weiden können.
Auf diese Weise läßt sich
eine einfache und ressourcenschonende Herstellung erreichen. Die
gewünschten
Querschnittskonturen und/oder abgeflachten Seitenbereiche können in
einem dem Abtrennvorgang vorausgehenden oder nachfolgenden Schritt
hergestellt werden.
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Die
erfindungsgemäße Kombination
des Griffes, wie eingangs beschrieben, mit dem Griffband erweist sich
als besonders vorteilhaft. So ergänzen sich die beschriebenen
Vorteile nicht nur, sondern verstärken sich gegenseitig. Insbesondere
erlaubt ein erfindungsgemäßer Griff
in Kombination mit einem Griffband ein sicheres Greifen bei geringer
Belastung des Spielers. Somit kann der Schläger optimal geführt werden,
die Ressourcen des Spielers werden geschont und Verletzungen, wie
Blasen oder Tennisarm vermieden. Der erfindungsgemäße Griff
und das erfindungsgemäße Griffband
sind gut handhabbar, einfach aufgebaut, was die Herstellungskosten
niedrig hält,
und ihre Montage läßt sich
auf einfache Weise bewerkstelligen.