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DE102006004408A1 - Verfahren und System zum Analysieren von standardmäßigen Anlagennachrichten in einer Fertigungsumgebung - Google Patents

Verfahren und System zum Analysieren von standardmäßigen Anlagennachrichten in einer Fertigungsumgebung Download PDF

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DE102006004408A1
DE102006004408A1 DE102006004408A DE102006004408A DE102006004408A1 DE 102006004408 A1 DE102006004408 A1 DE 102006004408A1 DE 102006004408 A DE102006004408 A DE 102006004408A DE 102006004408 A DE102006004408 A DE 102006004408A DE 102006004408 A1 DE102006004408 A1 DE 102006004408A1
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Jan Rothe
Conrad Rosenbaum
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GlobalFoundries Inc
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Advanced Micro Devices Inc
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Abstract

Durch Analysieren von Prozessnachrichten, die zwischen einer oder mehreren Prozessanlagen und einem entfernten Rechnersystem ausgetauscht werden, kann der Status der Kommunikation in effizienter Weise überwacht werden. Die Analyse der entsprechenden Prozessnachrichten ermöglicht die Interpretation der Prozessnachrichten, derart, dass diese eine erhöhte Verständlichkeit aufweisen, wobei zusätzlich die Prozessnachrichten gemäß einem oder mehreren vordefinierten Kriterien klassifiziert werden können. Somit kann die Erkennung selbst subtiler Ineffizienten der Kommunikation in signifikanter Weise verbessert werden.

Description

  • Gebiet der vorliegenden Erfindung
  • Im Allgemeinen betrifft die vorliegende Erfindung das Gebiet der Halbleiterherstellung und betrifft insbesondere die Überwachung von Anlagen, die für die Bearbeitung unterschiedlicher Arten an Halbleiterbauelementen mit unterschiedlichen Prozessrezepten erforderlich sind.
  • Beschreibung des Stands der Technik
  • Der heutige globale Markt zwingt Hersteller von Massenprodukten dazu, qualitativ hochwertige Produkte bei geringem Preis anzubieten. Es ist daher wichtig, die Ausbeute und die Prozesseffizienz zu verbessern, um damit die Herstellungskosten zu minimieren. Dies gilt insbesondere auf dem Gebiet der Halbleiterherstellung, da es hier wesentlich ist, modernste Technologie mit Massenproduktionsverfahren zu vereinigen. Es ist daher das Ziel der Halbleiterhersteller, den Verbrauch von Rohmaterialien und Verbrauchsmaterialien zu reduzieren, während gleichzeitig die Ausnutzung der Prozessanlagen verbessert wird. Der letzt Aspekt ist insbesondere wichtig, da in modernen Halbleiterfabriken Anlagen erforderlich sind, die äußerst kostenintensiv sind und den wesentlichen Teil der gesamten Produktionskosten repräsentieren.
  • Komplexe Massenprodukte, etwa integrierte Schaltungen, mikromechanische Bauelemente, optoelektronische Bauelemente und Kombinationen davon werden typischerweise in automatisierten oder halbautomatisierten Fabriken hergestellt, wobei sie eine große Anzahl an Prozess- und Messschritten bis zur Fertigstellung der Bauelemente durchlaufen. Die Anzahl und die Art der Prozessschritte und der Messschritte, die beispielsweise ein Halbleiterbauelement durchlaufen muss, hängt von den Eigenheiten des herzustellenden Produkts ab. Ein typischer Prozessablauf für eine integrierte Schaltung kann mehrere Photolithographieschritte beinhalten, um ein Schaltungsmuster für eine spezielle Bauteilebene in eine Lackschicht zu übertragen, die dann nachfolgend strukturiert wird, um eine Lackmaske für die weitere Bearbeitung bei der Strukturierung der betrachteten Bauteilschicht durch beispielsweise Ätz- oder Implantationsprozesse und dergleichen zu bilden. Somit muss Ebene nach Ebene eine Vielzahl an Prozessschritten auf der Grundlage eines speziellen lithographischen Maskensatzes für die diversen Ebenen des spezifizierten Bauelements ausgeführt werden. Beispielsweise erfordert eine moderne CPU mehrere hundert Prozessschritte, wovon jeder entsprechend spezifisch definierter Prozessgrenzen auszuführen ist, um damit die Spezifikationen des betrachteten Bauelements einzuhalten. Da viele dieser Prozesse sehr entscheidend sind, müssen mehrere Messschritte ausgeführt werden, um in effizienter Weise den Prozessablauf zu steuern. Zu typischen Messprozessen gehören die Messung von Schichtdicken, das Bestimmen von Abmessungen kritischer Strukturelemente, etwa der Gatelänge von Transistoren, die Messung von Dotierstoffprofilen, und dergleichen. Da der Hauptanteil der Prozessgrenzen bauteilspezifisch sind, werden viele der Messprozesse und der eigentlichen Fertigungsprozesse speziell für das betrachtete Bauelement gestaltet und erfordern spezielle Parametereinstellungen an den entsprechenden Mess- und Prozessanlagen.
  • In einer Halbleiterherstellungsstätte werden für gewöhnlich mehrere unterschiedliche Produkttypen gleichzeitig gefertigt, etwa Speicherchips mit unterschiedlicher Gestaltung und Speicherkapazität, CPU's mit unterschiedlicher Gestaltung und Arbeitsgeschwindigkeit, und dergleichen, wobei die Anzahl unterschiedlicher Produktarten bis zu 100 oder mehr in Produktionslinien für die Herstellung von ASIC's (anwendungsspezifische IC's) erreichen kann. Da jede der unterschiedlichen Produktarten einen speziellen Prozessablauf erfordern kann, sind in der Regel unterschiedliche Maskensätze für die Lithographie, spezielle Einstellungen der diversen Prozessanlagen, etwa Abscheideanlagen, Ätzanlagen, Implantationsanlagen, CMP (chemisch-mechanische Polier-) Anlagen, und dergleichen erforderlich. Folglich können eine Vielzahl unterschiedlicher Anlagenparametereinstellungen und Produktarten gleichzeitig in einer Fertigungsumgebung angetroffen werden.
  • Somit ist eine große Anzahl unterschiedlicher Prozessrezepte selbst für die gleiche Art an Prozessanlagen erforderlich, die in den Prozessanlagen einzustellen sind, wenn die entsprechenden Produktarten in den entsprechenden Anlagen zu bearbeiten sind. Jedoch muss die Sequenz aus Prozessrezepten, die in Prozess- und Messanlagen oder in funktionell kombinierten Anlagengruppen ausgeführt werden, sowie die Rezepte selbst häufig auf Grund rascher Produktänderungen und äußerst variabler Prozesse, die bei der Herstellung komplexer Produkte, etwa Halbleitern, und dergleichen beteiligt sind, geändert werden. Ferner müssen neue Prozessanlagen in der Produktionsumgebung eingerichtet werden, während andere Anlagen nach Wartungsereignissen und dergleichen erneut installiert werden müssen. Somit ist das Gesamtanlagenverhalten beispielsweise im Hinblick auf Ausbeute und Durchsatz ein sehr kritischer und komplexer Fertigungsparameter, da dieser merklich die Gesamtherstellungskosten der einzelnen Bauelemente beeinflusst. Der zeitliche Verlauf der Anlagenausbeute und des Durchsatzes einzelner Prozess- und Messanlagen oder sogar gewisser Untereinheiten davon, etwa Prozessmodule, Substrattransportroboter, Ladebereiche, und dergleichen bleiben jedoch unter Umständen auf Grund der Komplexität der Fertigungssequenzen mit einer großen Anzahl von Produktarten und einer entsprechend großen Anzahl an Prozessen, die wiederum häufigen Rezeptänderungen unterliegen, häufig unbeobachtet. Somit können Anlagen mit niedrigem Leistungsverhalten lange Zeit unerkannt bleiben, wenn das Leistungsverhalten einer Anlagengruppe, zu der die betrachtete Anlage gehört, innerhalb ihrer gewöhnlichen Leistungsgrenzen bleibt, die typischerweise so auszuwählen sind, dass ein relativ breiter Bereich an Variationen auf Grund der Komplexität der beteiligten Prozesse und Anlagen zulässig ist. Somit besitzt die individuelle Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit und Wartungsfähigkeit der Prozessanlagen einen merklichen Einfluss auf die Gesamtausbeute und Produktqualität.
  • Aus diesem Grunde ist es von großer Bedeutung für den Halbleiterhersteller, entsprechende Maßzahlen zu überwachen und zu bestimmen, die ein Maß für das Leistungsverhalten einzelner Prozessanlagen liefern, wodurch Anlagenhersteller auch in die Lage versetzt werden, insbesondere Software- und Hardwarekomponenten von Prozessanlagen auf der Grundlage der von den Herstellern gelieferten Daten zu verbessern. Da die Anlagenerfordernisse häufig von bauteilherstellerspezifischen Bedingungen abhängen können, wurden eine Vielzahl industrieller Standards definiert, um eine Grundlage zur Definition eines gemeinsamen globalen Satzes an Halbleiteranlagenerfordernissen bereitzustellen, um damit firmenspezifische Erfordernisse für Produktionsanlagen zu reduzieren, während auf Seite der Anlagenhersteller man sich die Aufmerksamkeit auf das Verbessern von Prozessfähigkeiten anstelle des Beibehaltens vieler kundenspezifischer Produkte konzentrieren kann. Somit wurden in einigen industriellen Gebieten mehrere anlagenspezifische Standards definiert, die sich auf die Definition von Anlagennachrichten beziehen, die für die Halbleiterindustrie unter dem Begriff SECS (SEMI (Semikondukter Anlagen und Materialinstitut) Anlagenkommunikationsstandards) bekannt sind, die eine gemeinsame Sprache für eine Kommunikation zwischen Prozessanlagen und einem entfernten übergeordneten System etablieren. In ähnlicher Weise wurden mehrere Standards zum Definieren des Anlagenverhal tens eingerichtet. Beispielsweise liefen auf dem Gebiet der Halbleiter die E10 und E58 Standards eine Basis, um die Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit und Wartungsfähigkeit (RAM) von Prozessanlagen unter Anwendung standardmäßiger Anlagenzustände zu bewerten. Andere Standards, etwa der E116 Standard, wurden eingeführt, um das Leistungsverhalten von Prozessanlagen auf der Grundlage eines Zustandsmodells zu beschreiben, wobei der Anlagenzustand automatisch durch Bereitstellen von Zustandsübergängen und Laufzeitinformationen berichtetet wird.
  • Folglich werden große Anstrengungen unternommen, um Standards für die Kommunikation und das Steuern des Prozessablaufs innerhalb einer komplexen Fertigungsumgebung, etwa einer Halbleiterfabrik, in einer äußerst automatisierten Weise einzurichten, wobei typischerweise automatisierte Datennahmeverfahren auf Grund der großen Anzahl an Prozessanlagen, die eine entsprechend hohe Menge an Prozessinformationen während einer gewissen Laufzeitperiode erzeugen, verwendet werden. Jedoch werden die Prozessanlagen zunehmend komplexer, indem eine Prozessanlage mehrere funktionale Module oder Einheiten, etwa komplexe Einladebereiche, Substrathantierungssysteme, die eigentlichen Prozesskammern zum Ausführen von Prozesssequenzen oder zum Ausführen mehrerer Prozesse parallel, enthalten, wobei zunehmend sogenannte Cluster oder Cluster-Anlagen verwendet werden, die parallel und/oder sequenziell so arbeiten, dass ein an der Cluster-Anlage eintreffendes Produkt in einer Vielzahl von Prozesswegen, abhängig von dem Prozessrezept und dem aktuellen Anlagenzustand, bearbeitet werden kann. Somit kann eine sehr große Menge an Daten im Hinblick auf die Betriebsweise der Fertigungsumgebung erzeugt werden, da viele der Prozesse in den Anlagen durch ein übergeordnetes Steuersystem koordiniert werden, um damit in effizienter Weise die Produkte und den Betrieb der Prozessanlagen zeitlich zu koordinieren. Folglich kann eine sehr große Anzahl an Prozessnachrichten erzeugt und zwischen dem entfernten übergeordneten System und den Prozessanlagen für jede einzelne Einheit oder für jedes Prozessmodul ausgetauscht werden. Somit kann das Gesamtverhalten der Fertigungsumgebung deutlich von der Effizienz der Datenkommunikation in der Fertigungsumgebung abhängen.
  • Beispielsweise wird in Halbleiterfabriken zur Anwendung von Produktions- und Messanlagen, die für 300 mm Substrate ausgelegt sind, ein deutlicher Anstieg der Prozessnachrichten im Vergleich zu 200 mm Anlagen erwartet, wenn ein hohes Maß an Automatisierung erforderlich ist, da die meisten entfernten übergeordneten Systeme, die auch als MES (Fer tigungsausführungssystem) bezeichnet werden, für die 300 mm Produktion eine nahezu vollständige Kompatibilität mit den entsprechenden SEMI-Standards benötigen, um eine verbesserte Funktionsweise und Steuerbarkeit der Prozessanlagen zu gewährleisten. Wenn daher eine effiziente Steuerungsstrategie für das MES eingerichtet wird, um damit Ausbeute und Durchsatz zu verbessern, sind äußerst komplexe Algorithmen zu entwickeln, deren Effizienz wiederum von der Effizienz der Kommunikation zwischen dem MES und den Prozessanlagen abhängt. Jedoch kann die äußerst große Menge an Daten, die zwischen den Prozessanlagen und dem MES in Form von standardmäßigen Anlagennachrichten ausgetauscht werden, auf der Grundlage konventioneller Verfahren nicht in effizienter Weise untersucht werden.
  • Angesichts der zuvor beschriebenen Situation besteht ein Bedarf für eine Technik, die es ermöglicht, die Effizienz eines Produktionsprozesses insbesondere im Hinblick auf Probleme, die mit dem Anlagenverhalten in Beziehung stehen, zu verbessern.
  • Überblick über die Erfindung
  • Im Allgemeinen betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren und ein System zum Analysieren von Prozessnachrichten, die zwischen einer Prozessanlage und einem entfernten Rechnersystem ausgetauscht werden, wodurch deutlich die Effizienz des übergeordneten Rechnersystems in Bezug auf die Steuerungseffizienz, die Ausbeute und der Durchsatz einer speziellen Fertigungsumgebung für Halbleiterbauelemente deutlich verbessert wird. Durch das Analysieren der Prozessnachrichten, die typischerweise in einem spezifizierten standardmäßigen Protokoll ausgetauscht wird, kann eine große Menge an Prozessnachrichten in effizienter Weise „untersucht" werden, um den „Status" der Kommunikation innerhalb der Fertigungsumgebung im Hinblick auf das übergeordnete Rechnersystem zu bewerten, wodurch die Möglichkeit für eine erhöhte Produktionsausbeute und Durchsatz durch Anwenden eines hohen Maßes an Automatisierung geschaffen wird. Die analysierten Prozessnachrichten können in einigen anschaulichen Ausführungsformen für das Erkennen einer Nichtkompatibilität der eigentlichen Kommunikation mit bestehenden Referenzen und Standards verwendet werden, was dann eine weitere Anleitung zum Suchen der Prozessineffizienzen in der Fertigungsumgebung geben kann. Ferner liefert das Analysieren der Prozessnachrichten die Basis zum Überwachen der Datenkommunikation in direkter Weise, um damit unmittelbar auf erkannte Abweichungen zu reagieren, die wichtige Informationen über die Gründe von Prozessablaufunregelmäßigkeiten geben können.
  • Gemäß einer anschaulichen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung umfasst ein System eine Schnittstelle, die ausgebildet ist, Prozessnachrichten in einem standardmäßigen Format von einer Kommunikationsverbindung zwischen einem Rechnersystem und einer oder mehreren Prozessanlagen einer Fertigungsumgebung zu empfangen. Das System umfasst ferner eine Prozessnachrichtenanalyseeinheit, die mit der Schnittstelle verbunden und ausgebildet ist, jede der Prozessnachrichten zu übersetzen und jede der Prozessnachrichten gemäß mindestens einem von mehreren vordefinierten wählbaren Kriterien zu klassifizieren.
  • Gemäß einer weiteren anschaulichen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung umfasst ein Verfahren das Empfangen von Prozessnachrichten von einer Kommunikationsverbindung zwischen einem Rechnersystem und einer oder mehreren Prozessanlagen einer Fertigungsumgebung, wobei die Prozessnachrichten in einem standardisierten Format ausgetauscht werden. Das Verfahren umfasst ferner das Übersetzen der Prozessnachrichten in der Weise, dass ein höheres Maß an Verständlichkeit für menschliche Wahrnehmung im Vergleich zu nicht übersetzten Prozessnachrichten gegeben ist.
  • Gemäß einer noch weiteren anschaulichen Ausführungsform umfasst ein Verfahren das Empfangen von Prozessnachrichten von einer Kommunikationsverbindung zwischen einem Rechnersystem und einer oder mehreren Prozessanlagen einer Fertigungsumgebung, wobei die Prozessnachrichten in einem standardisierten Format ausgetauscht werden. Das Verfahren umfasst ferner das Analysieren der Prozessnachrichten durch Klassifizieren der Prozessnachrichten auf der Grundlage eines oder mehrerer wählbarer Kriterien.
  • Kurze Beschreibung der Zeichnungen
  • Weitere Vorteile, Aufgaben und Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung sind in den angefügten Patentansprüchen definiert und gehen deutlicher aus der folgenden detaillierten Beschreibung hervor, wenn diese mit Bezugnahme zu den begleitenden Zeichnungen studiert wird, in denen:
  • 1a schematisch eine Fertigungsumgebung mit einem Prozessnachrichtenanalysesystem gemäß anschaulicher Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung zeigt;
  • 1b und 1c schematisch Flussdiagramme von Betriebsmodi eines Prozessnachrichtenanalysesystems aus 1a gemäß anschaulicher Ausführungsformen zeigen;
  • 1f und 1g schematisch das System aus 1a mit einer zusätzlichen Funktion gemäß weiterer anschaulicher Ausführungsformen zeigen;
  • 1h ein Flussdiagramm zum Darstellen einer Betriebsweise gemäß dem System, wie es in 1g gezeigt ist, repräsentiert; und
  • 1i schematisch das Prozessnachrichtenanalysesystem mit einer statistischen Einheit zum Bestimmen statistischer Parameter der Prozessnachrichten auf der Grundlage einer wahren Auslastung zeigt.
  • Detaillierte Beschreibung
  • Obwohl die vorliegende Erfindung mit Bezug zu den Ausführungsformen beschrieben ist, wie sie in der folgenden detaillierten Beschreibung sowie in den Zeichnungen dargestellt sind, sollte es selbstverständlich sein, dass die folgende detaillierte Beschreibung sowie die Zeichnungen nicht beabsichtigen, die vorliegende Erfindung auf die speziellen anschaulichen offenbarten Ausführungsformen einzuschränken, sondern die beschriebenen anschaulichen Ausführungsformen stellen lediglich beispielhaft die Ausführungsformen der angefügten Patentansprüche dar.
  • Im Allgemeinen betrifft die vorliegende Erfindung die Überwachung und in einigen Ausführungsformen das Steuern der Kommunikation, die in äußerst komplexen halbleiterbezogenen Fertigungsumgebungen eingerichtet ist, die eine oder mehrere Prozessanlagen erfordern, die zumindest teilweise auf der Grundlage von Prozessnachrichten einschließlich von Instruktionen und dergleichen betrieben werden, die von einem entfernten Rechnersystem, etwa einem Fertigungsausführungssystem (MES) geliefert werden. Wie zuvor erläutert ist, werden äußerst komplexe Fertigungsumgebungen, etwa Halbleiterfabriken, und dergleichen in einer äußerst automatisierten Weise betrieben, wobei das Rechnersystem den ge samten Prozessablauf innerhalb der Fertigungsumgebung koordinieren kann. D.h., das Rechnersystem kann mit jeder der Prozessanlagen verbunden sein, um davon entsprechende Prozessnachrichten zu erhalten, aus denen relevante Informationen im Hinblick auf den Status der Fertigungsumgebung gewonnen werden können. Um beispielsweise einen effizienten Prozessdurchfluss in der Fertigungsumgebung zu ermöglichen, müssen Produkte in diversen Fertigungsphasen den entsprechenden Prozessanlagen zugeführt werden, wobei gleichzeitig die erforderlichen Rohmaterialien und Prozessrezepte an den entsprechenden Prozessanlagen verfügbar sein müssen. Auf Grund des hoch komplexen Prozessablaufes, in welchem die Verwaltung mehrerer unterschiedlicher Produktarten in mehreren äußerst komplexen Prozessanlagen erforderlich ist, wie dies zuvor erläutert ist, kann die Datenkommunikation zwischen dem Rechnersystem und den Prozessanlagen für eine effiziente Arbeitsweise der Fertigungsumgebung entscheidend sein. Folglich sind geeignete Hardware- und Softwarestandards typischerweise beispielsweise in Form der Semi-Standards anzutreffen, um für eine verbesserte Anlagenkompatibilität und erhöhte Flexibilität bei der Entwicklung von Steuerungsstrategien zu schaffen. Obwohl Steuerungsmechanismen zum Betreiben spezieller Prozessanlagen und Prozessanlagengruppen entwickelt sind und aktuell verwendete Rechneranlagen ein hohes Maß an Prozessablauf- und Materialflusssteuerungsfunktionalität bereitstellen, ist der „Status° der Kommunikation selbst, beispielsweise das Maß an Kompatibilität von Prozessnachrichten, die zwischen den Prozessanlagen und dem entfernten Rechnersystem ausgetauscht werden, gegenwärtig unter Umständen nicht in effizienter Weise bestimmt. Da der Kommunikationsstatus jedoch deutlich den Status der Steuerungseffizienz des entfernten Rechnersystems und damit zu einem gewissen Maße die Ausbeute und den Durchsatz, die in der Fertigungsumgebung erreicht werden, insbesondere während der Installation oder erneuten Installation von Teilen oder der gesamten Fertigungsumgebung ausüben kann, richtet sich die vorliegende Erfindung an eine Technik, die eine verbesserte Bewertung des Kommunikationsstatus durch automatisches Analysieren der Prozessnachrichten ermöglicht, wobei in einigen anschaulichen Ausführungsformen die Prozessnachrichtenanalyse online, d.h. unmittelbar, ausgeführt werden kann, d.h. während des Betriebs der Prozessanlagen und der Steuerung des entfernten Rechnersystems, oder in anderen Ausführungsformen kann dies zusätzlich oder alternativ nach der Beendigung eines speziellen Produktionsdurchlaufes oder Testdurchlaufes erfolgen. Durch Analysieren der Prozessnachrichten können selbst sehr subtile Abweichungen der Kommunikationssequenz von einer erwarteten Sequenz erkannt werden und können wichtige Informationen ergeben im Hinblick auf die Korrektur derartiger Abweichun gen oder Unregelmäßigkeiten in der Fertigungsumgebung. Die Analyse von Prozessnachrichten kann in einigen Ausführungsformen auf der Grundlage einer Klassifizierung dieser Nachrichten gemäß vordefinierter und wählbarer Kriterien erreicht werden, wodurch die Möglichkeit geschaffen wird, in äußerst effektiver Weise nach derartigen Ineffizienzen der Kommunikation zu suchen. In noch anderen anschaulichen Ausführungsformen kann zusätzlich oder alternativ die Analyse von Prozessnachrichten erreicht werden, indem die entsprechenden standardisierten Prozessnachrichten interpretiert bzw. übersetzt werden, um damit deren Verständlichkeit in Bezug auf die menschliche Wahrnehmung deutlich zu erhöhen, so dass die Prozessnachrichten nach der Übersetzung von Bedienern in äußerst effizienter Weise „untersucht" werden können im Vergleich zur Untersuchung der standardisierten Prozessnachrichten, wie sie typischerweise in Dokumentationsdateien des Rechnersystems bereitgestellt werden. Es sollte beachtet werden, dass die vorliegende Erfindung äußerst vorteilhaft ist im Zusammenhang mit der Halbleiterherstellung, da hier ein hohes Datenaufkommen zwischen dem entfernten Rechnersystem und den Prozessanlagen erforderlich sein kann, wobei jedoch beachtet werden sollte, dass der Begriff „Halbleiter" als ein übergeordneter Begriff für beliebige Mikrostrukturbauelemente verstanden werden soll, die das Herstellen von strukturellen Elementen auf der Grundlage mikromechanischer oder mikroelektronischer Verfahren beinhalten.
  • Mit Bezug zu den 1a bis 1i werden nunmehr weitere anschauliche Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung detaillierter beschrieben.
  • 1a zeigt schematisch eine Fertigungsumgebung 150, die in einer anschaulichen Ausführungsform eine Umgebung für die Herstellung von Halbleiterbauelementen repräsentiert. Die Umgebung 150 umfasst mehrere Prozessanlagen 110, in denen der Einfachheit halber lediglich eine einzelne gezeigt ist. Der Begriff „Prozessanlage" soll Messanlagen, etwa Inspektionsanlagen, Messanlagen zum Sammeln elektrischer Daten, eigentliche Produktionsanlagen, und dergleichen, wie sie typischerweise für die Bearbeitung von Produkten 120, etwa Substraten mit darauf ausgebildeten Mikrostrukturbauelementen und dergleichen verwendet werden, einschließen. Beispielsweise kann die Prozessanlage 110 eine Lithographiestation repräsentieren, die wiederum eins oder mehrere Lithographieanlagen, eine oder mehrere Entwicklerstationen, eine oder mehrere Belackungsstationen und andere der Belichtung vorgeschaltete oder nachgeschaltete Behandlungsstationen umfassen kann. Vor oder nach der Prozessanlage 110 sind typischerweise andere Prozessanlagen vorgesehen, um die Substrate 120 gemäß einem spezifizierten Prozessablauf zu bearbeiten. Bekanntlich kann jeder Prozess, der in der Prozessanlage 110 durchgeführt wird, ein äußerst komplexer Prozess sein und kann hoch entwickelte Prozesssteuerungsmechanismen erfordern, um am Ausgang der Prozessanlage 110 ein Bauelemente bereitzustellen, das innerhalb der spezifizierten Prozessgrenzen liegen. Auf Grund der Komplexität der Prozessanlage 110 kann diese sich in einer Vielzahl unterschiedlicher Prozesszustände befinden und kann ferner einen gewissen Status in Bezug auf seine Hardwarekonfiguration, beispielsweise im Hinblick auf den Status von Verbrauchsmaterialien, der Verfügbarkeit von Rohmaterialien, und dergleichen aufweisen. Die Prozessanlage 110 umfasst typischerweise mehrere Komponenten, die auch als Einheiten bezeichnet werden und die Prozessmodule oder Prozesskammern, Substrathantierungsroboter, Einladestationen und dergleichen repräsentieren können. Beispielsweise kann die Anlage 110 einen Ladebereich 111 zum Einladen eines Substrats und einen Ladebereich 113 zum Ausladen des Substrats nach der Bearbeitung aufweisen, und kann ebenso ein oder mehrere Prozessmodule 112 umfassen. Es sollte beachtet werden, dass jede der Einheiten der Anlage 110 selbst wiederum aus einer oder mehreren Untereinheiten aufgebaut sein kann, wobei eine Einheit im Allgemeinen als ein Teil der Prozessanlage bezeichnet wird, deren Aktivität auf individueller Basis gesteuert und überwacht werden kann. Beispielsweise kann eine Prozessanlage eine Substrateinladestation mit einer Roboterhantierungseinheit mit mehreren peripheren Komponenten für den korrekten Betrieb der Einladestation beinhalten, wobei kein externer Zugriff auf diese peripheren Komponenten vorgesehen ist. In diesem Falle kann die Einladestation als eine individuelle Basiseinheit der Anlage 110 betrachtet werden, da ihr Prozessstatus über Prozessnachrichten beobachtet werden kann, die beispielsweise angeben, wann die Ladestation arbeitet oder sich in einem Wartezustand befindet oder blockiert ist. In ähnlicher Weise kann der Status einer beliebigen anderen Einheit der Prozessanlage 110, etwa der Einheiten 112 und 113, über entsprechende Prozessnachrichten mitgeteilt werden und kann ferner bis zu einem gewissen Grade über entsprechende Prozessnachrichten gesteuert werden. Zu diesem Zweck weist die Prozessanlage 110 eine Schnittstelle 114 auf, die ausgebildet ist, eine Kommunikation mit einem übergeordneten Rechnersystem, einem Bediener oder anderen Prozessanlagen oder peripheren Komponenten zu ermöglichen. In der gezeigten Ausführungsform umfasst die Fertigungsumgebung 150 ein Fertigungsausführungssystem (MES) 140, das typischerweise in Halbleiterfertigungsfabriken vorgesehen ist, um die Ressourcen, Rohmaterialien, Prozessanlagen, Prozessrezepte während der Koordinierung der diversen Prozessabläufe innerhalb der Fertigungsumgebung 150 zu verwal ten. Folglich kann das Fertigungsausführungssystem 140 ausgebildet sein, anlagenspezifische Informationen von der Prozessanlage 110 in Form geeignet formatierter Prozessnachrichten über die Schnittstelle 114 zu empfangen, und kann in Reaktion auf Prozesserfordernisse und/oder in Reaktion auf erhaltene anlagenspezifische Informationen entsprechende Instruktionen in Form von Prozessnachrichten an die Prozessanlage 110 ausgeben. Die Kommunikation zwischen der Prozessanlage 110 und dem MES 140 kann mittels einer Kommunikationsverbindung 130 eingerichtet werden, die ausgebildet ist, die erforderlichen Hardware- und Softwareressourcen zum Austauschen der Prozessnachrichten in einem oder mehreren spezifizierten Formaten mit der erforderlichen Geschwindigkeit bereitzustellen.
  • Wie zuvor erläutert ist, werden in der Halbleiterindustrie mehrere Standards typischerweise zum Koordinieren der Kooperation der diversen Prozessanlagen 110 und des Rechnersystems 140 eingesetzt. Einige repräsentative SEMI-Standards, d.h. Softwarestandards für die Fabrikautomatisierung in der Halbleiterindustrie, sind der E5, E40, E84, E87, E90 und E94-Standard. Beispielsweise repräsentiert der E5 Standard (SECS-11) ein Nachrichtenprotokoll, das von allen SEMI-Softwarestandards verwendet wird. Nachrichten gemäß dem E5 Standard können auf der Grundlage standardisierter Kommunikationsverbindungen übermittelt werden. Beispielsweise ist die Kommunikationsverbindung 130, die zwischen der Schnittstelle 114 und dem System 140 eingerichtet ist, in einer anschaulichen Ausführungsform ausgebildet, einen Datenverkehr gemäß dem E5-Standard zu ermöglichen. Der E84-Standard betrifft eine verbesserte parallele Schnittstelle für den Kassettenaustausch und spezifiziert Hardwarekonfigurationen für Substratkassetten gemäß automatisierten Materialhantierungssystemen. Der E87-Standard betrifft ein Transportträgerverwaltungssystem und definiert Standards für Substrattransportträgeraustausch und stellt ferner ein standardisiertes Verhalten für die Kommunikation zwischen dem System 140 und der Anlage 110 bereit. Der E90-Standard spezifiziert Standards und Dienste zum Überprüfen eines Substrats innerhalb der Anlage 110. Der E40-Standard ist definiert, um eine Prozessaufgabe zu verwalten und ermöglicht die automatische Steuerung der Materialbearbeitung in der Umgebung 150. In ähnlicher Weise betrifft die E94-Spezifizierung die Verwaltung von Steuerungsaufgaben und spezifiziert beispielsweise die Materialankunft an der Anlage 110 und das Aufrufen geeigneter Prozessaufgaben. Somit arbeitet in einigen anschaulichen Ausführungsformen die Umgebung 150 auf der Grundlage zumindest einiger der oben genannten Standards, wodurch Prozessnachrichten über die Kommunikationsverbindung 130 auf der Grundlage vordefinierter Standards ausgetauscht werden.
  • Die Fertigungsumgebung 150 umfasst ferner ein Analysesystem 100, das ausgebildet ist, standardisierte Prozessnachrichten, die über die Kommunikationsverbindung 130 ausgetauscht werden, zu analysieren. Das System 100 umfasst eine Schnittstelle 101, die ausgebildet ist, mit der Kommunikationsverbindung 130 verbunden zu werden, um von dieser mehrere Prozessnachrichten zu empfangen, die zwischen der Anlage 110 und dem System 140 ausgetauscht werden. Es sollte beachtet werden, dass eine Verbindung zwischen der Kommunikationsverbindung 130 und der Schnittstelle 101 zeitweilig oder permanent in Abhängigkeit der Erfordernisse eingerichtet werden kann. Beispielsweise kann die Schnittstelle 101 ausgebildet sein, die mehreren Prozessnachrichten auf der Grundlage eines oder mehrerer sogenannter Dokumentierungsdateien zu empfangen, die darin in zeitlicher Reihenfolge die Prozessnachrichten gespeichert aufweisen, die zwischen der Anlage 110 und dem System 140 während einer spezifizierten Zeitdauer ausgetauscht wurden. In anderen anschaulichen Ausführungsformen ist die Schnittstelle 101 alternativ oder zusätzlich ausgebildet, Prozessnachrichten, die über die Verbindung 130 übermittelt werden, in einer im Wesentlichen Echtzeitmanier zu erhalten, wodurch die Möglichkeit geschaffen wird, eine unmittelbare bzw. Online-Analyse der zwischen der Prozessanlage 110 und dem MES 140 während der Laufzeit ausgetauschten Prozessnachrichten auszuführen. Das System 100 umfasst ferner eine Prozessnachrichtenanalyseeinheit 102, die mit der Schnittstelle 101 verbunden ist, wobei die Analyseeinheit 102 in einer anschaulichen Ausführungsform ausgebildet ist, empfangene Prozessnachrichten so zu interpretieren bzw. übersetzen, dass die Verständlichkeit der übersetzten Prozessnachrichten im Hinblick auf die menschliche Wahrnehmung besser ist als die entsprechende Verständlichkeit der nicht übersetzten Prozessnachrichten. D.h., typischerweise sind die Prozessnachrichten als alphanumerische Symbole gemäß einer spezifizierten Kommunikationsprotokoll aufgebaut, wenn diese in einer geeigneten Anzeigeeinheit dargestellt werden. Auf der Grundlage dieser anfänglichen Prozessnachrichten operiert die Analyseeinheit 102 auf den entsprechenden Prozessnachrichten, um zusätzliche Informationen vorzusehen, wodurch die „Lesbarkeit" der übersetzten Prozessnachrichten deutlich erhöht wird, wenn diese in einer geeigneten Einrichtung, etwa einer Anwenderschnittstelle 103, dargestellt werden. Beispielsweise ist in einigen anschaulichen Ausführungsformen die Analyseeinheit 102 ausgebildet, so auf Prozessnachrichten zu operieren, dass jede der Prozessnachrichten mit einem Datensatz in Beziehung gesetzt wird, der, wenn er dem Anwender mitgeteilt wird, deutlich die Lesbarkeit erhöht, indem zusätzliche Informationen, beispielsweise in Form von lesbarem Text, und dergleichen bereitgestellt wird, um damit zumindest einige Aspekte der damit in Beziehung stehenden Prozessnachricht zu erläutern. Somit ist das Erhöhen der Verständlichkeit für die menschliche Wahrnehmung so zu verstehen, dass die empfangenen Prozessnachrichten übersetzt werden, indem jede Nachricht mit zusätzlichen semantischen und/oder graphischen Informationen verknüpft wird, die alleine oder in Verbindung mit dem Inhalt der anfänglichen Prozessnachricht dargestellt wird, um damit die weitere Bewertung der Prozessnachricht durch einen Bediener deutlich zu vereinfachen. In anderen anschaulichen Ausführungsformen ist die Analyseeinheit 102 zusätzlich oder alternativ ausgebildet, die Prozessnachrichten gemäß einen oder mehreren auswählbaren Kriterien zu klassifizieren, wie dies später detailliert beschrieben ist.
  • Während des Betriebs kann das System 140 die Prozessanlage 110 entsprechend einem spezifizierten Typ an zu bearbeitenden Produkten 120 so initialisiert werden, dass die Anlage 110 ausgebildet ist, ein spezielles Prozessrezept für die Substrate 120, die an der Anlage entsprechend einem spezifizierten Zeitplan eintreffen, auszuführen. Während dieses Prozesses werden entsprechende Prozessnachrichten von der Anlage 110 und dem System 140 erzeugt und können über die Schnittstelle 114 und die Kommunikationsverbindung 130 gemäß einer vordefinierten Steuerungssequenz ausgetauscht werden. Beispielsweise sind auf dem Gebiet der Halbleiterindustrie die Prozessanlagen 110 in einem hohen Maße derart standardisiert, dass die entsprechenden Einheiten, etwa die Einheiten 111, 112, 113 und dergleichen, in Form entsprechender Zustandsmodelle beschrieben werden können, um damit ein hohes Maß an Flexibilität für die Kommunikation und das Steuern der entsprechenden Prozessanlagen zu erreichen. Beispielsweise kann jede der Einheiten 111, 112 und 113 als ein Softwareobjekt definiert sein, das ein Zustandsmodell repräsentiert, das mit diversen Zustandsübergangsereignissen, einer Zustandsvariablen, einem Objektidentifizierer plus einiger Attribute, abhängig von der Objektart, assoziiert ist. Ferner können zusätzliche Ereignisse und Befehle mit dem entsprechenden Objekt verknüpft sein. Somit kann der Zustand jeder der Einheiten 111, 112 und 113 auf der Grundlage des entsprechenden Zustands des Zustandsmodells mittels einer standardisierten Prozessnachricht berichtet werden, wobei in Reaktion, bei Bedarf das System 140 nach dem Erkennen der Prozessnachricht eine entsprechende Prozessnachricht erzeugen kann, die beispielsweise einen Befehl kennzeichnet, um damit ein Ereignis in einer der Einheiten 111, 112, 113, et wa einen Zustandsübergang, zu initiieren. Auf Grund der Komplexität der Anlage 110 und der darin ausgeführten Prozesse werden typischerweise eine große Anzahl an Prozessnachrichten im Hinblick auf die Art der Substrate, deren Position innerhalb eines entsprechenden Transportträgers, dem Status und den Aktivitäten der Einladestationen, dem Status und den Aktivitäten der Substrathantierungseinheiten, die für den Substrattransport innerhalb der Anlage verantwortlich sind, und dergleichen ausgetauscht. Konventioneller Weise werden die Prozessnachrichten in dem System 140 in der gleichen Reihenfolge gespeichert, wie sie erzeugt und ausgetauscht werden. In einer anschaulichen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung werden die entsprechenden Prozessnachrichten von dem System 100 zu einem beliebigen geeigneten Zeitpunkt analysiert, indem die entsprechenden gespeicherten Daten der Schnittstelle 101 zugeführt werden, was erreicht werden kann, indem der Schnittstelle 101 eine Dokumentationsdatei für einen abgeschlossenen Produktions- oder Testablauf durchgeführt wird, oder indem ein spezieller Block aus Prozessnachrichten zugeführt wird, oder indem die Nachrichten zugeführt werden, die eine spezielle Laufzeit der Anlage 110 repräsentieren.
  • 1b zeigt schematisch ein Flussdiagramm, das die Bearbeitung der entsprechenden Prozessnachrichten gemäß einer anschaulichen Ausführungsform zeigt. Im Schritt S101 empfängt die Schnittstelle 101 die Prozessnachrichten, was in einer anschaulichen Ausführungsform mittels eines dateigestützten Datenbanksystems erreicht wird, in welchem alle Nachrichten und Analyseinformationen gespeichert werden. Beispielsweise können die entsprechenden Prozessnachrichten in dem System 140 zu einer entsprechenden Datenbank übertragen werden, auf der die Einheit 102 dann operiert, um die Prozessnachrichten zu analysieren. Die Prozessnachrichten können von einem beliebigen geeigneten System und in einem beliebigen geeigneten Format verwendet werden, wie es in dem System 140 zum Speichern der entsprechenden Daten verwendet wird. Im Schritt S102 werden die Prozessnachrichten gemäß einer anschaulichen Ausführungsform übersetzt bzw. interpretiert, um die Verständlichkeit für die menschliche Wahrnehmung zu verbessern, wenn die übersetzten Prozessnachrichten einem Bediener, beispielsweise mittels der Anwenderschnittstelle 103, vorgelegt werden. In einigen anschaulichen Ausführungsformen können eine oder mehrere interpretierte Nachrichten ausgewählt werden, beispielsweise durch die Einwirkung des Anwenders auf die Anwenderschnittstelle 103, um die Prozessnachrichten weiter zu bewerten, wobei die entsprechende Verknüpfung mit zusätzlicher Information, etwa einem Text und/oder Graphik zur Erläuterung oder anderweitigen Ergänzung der anfängli chen Prozessnachricht deutlich die Lesbarkeit der entsprechenden Prozessnachricht verbessert. D.h., in einigen anschaulichen Ausführungsformen wird die Bedeutung von Zahlen und Buchstaben in der Nachricht deutlicher dargestellt, indem eine geeignete zusätzliche Information verwendet wird, etwa geschriebene Sprache, Bilder, die Verwendung unterschiedlicher Farben, und dergleichen. Somit werden in einigen anschaulichen Ausführungsformen im Schritt S103 die entsprechenden interpretierten Nachrichten einem Anwender mit erhöhter Verständlichkeit im Vergleich zu nicht-interpretierten Nachrichten angezeigt.
  • 1c zeigt schematisch die Betriebsweise des Systems 100 gemäß weiterer anschaulicher Ausführungsformen, wobei zusätzlich oder alternativ zum Schritt S102 zum Interpretieren der Prozessnachrichten zur Erreichung einer besseren Verständlichkeit für die menschliche Wahrnehmung, die Prozessnachrichten auf der Grundlage eines oder mehrerer wählbarer Kriterien klassifiziert werden. In einigen anschaulichen Ausführungsformen beinhalten das eine oder die mehreren wählbaren Kriterien gewisse Aspekte des Anlagenverhaltens, etwa das Analysieren der empfangenen Prozessnachrichten und das Klassifizieren dieser im Hinblick auf Nachrichten, die den Arbeitszustand der Prozessanlage 110 betreffen, Nachrichten, die die Substratbewegung innerhalb der Anlage 110 betreffen, Nachrichten, die den Transportträgerstatus, die Ankunft, die Identifizierung des Transportträgers, in welchem das Substrat 120 transportiert wird, die Verifizierungszuordnung zu einem bestimmten Transportträgerfach, d.h. das Abtasten der diversen Substratfächer in Bezug auf die Substrate, die tatsächlich darin angeordnet sind, und dergleichen, betreffen, und Prozessnachrichten, die den Hardwarezustand der Anlage 110 betreffen. Folglich können durch Klassifizieren der entsprechenden Prozessnachrichten diese in effizienter Weise im Hinblick auf gewisse Prozessanlagen effizient „untersucht" werden, da die entsprechenden beteiligten Prozessnachrichten in einer sortierten Weise bereitgestellt werden können, wobei diese gemäß dem wählbaren Sortierungskriterien klassifiziert sind, im Gegensatz zu konventionellen Dokumentationsparteien, in denen die entsprechenden Prozessnachrichten in einer zeitlichen Reihenfolge angeordnet sind.
  • In anderen anschaulichen Ausführungsformen kann die Klassifizierung in Form von Nachrichtenfiltern eingerichtet sein, wie dies beispielsweise schematisch in dem Flussdiagramm aus 1d gezeigt ist.
  • In 1d werden im Schritt S105 ein oder mehrere Filterkriterien ausgewählt, beispielsweise durch die Einwirkung auf die Anwenderschnittstelle 103, wobei in einigen anschaulichen Ausführungsformen die grundlegenden Filter in der Analyseeinheit 102 auf der Ebene von Nachrichtenköpfen bzw. Vorspannbereichen und Filter auf der Ebene der Nachrichten unterteilt werden können. Filter auf Ebene der Nachrichtenköpfe können auf Nachrichten auf der Grundlage ihrer Nachrichtenkopfinhalte operieren, etwa der Richtung, Nachrichtenstrom/Funktion, und Steuerbit. Filter auf Ebene der Nachrichten können auf Nachrichten auf der Grundlage kommunikationsspezifischer Datenpunkte, beispielsweise für die SECS-II Standards, auf Punkten wie CEID, RPTID, und dergleichen operieren. Beispielsweise wird in einigen anschaulichen Ausführungsformen die Auswahl des einen oder der mehreren Filterkriterien im Schritt S105 mittels der Anwenderschnittstelle 103 durchgeführt, indem in geeigneter Weise ein oder mehrere Kriterien ausgewählt werden, die mit dem Nachrichtenkopf in Beziehung stehen. Beispielsweise können die Richtung, die als Kriterium verwendet wird, ausgewählt werden zwischen „Empfangen" und „Senden". In ähnlicher Weise können für Datenstrom/Funktion geeignete Werte ausgewählt werden, wobei eine geeignete Filterwirkung dann auf der Grundlage einer oder mehrerer vordefinierter Filteraktionen ausgewählt werden kann. In ähnlicher Weise können ein oder mehrere Punkte des Nachrichtenfilters ausgewählt werden, und ein oder mehrere Punkte, mit denen ein Vergleich durchzuführen ist, können ebenso ausgewählt werden, beispielsweise durch Verwenden der Anwenderschnittstelle 103. Wiederum kann die Filterwirkung so ausgewählt werden, wie dies zuvor beschrieben ist. Somit wird im Schritt S106 die entsprechende Filterwirkung auf die Prozessnachrichten angewendet und im Schritt S107 kann die Filterwirkung beispielsweise die gefilterten Prozessnachrichten, in der Anwenderschnittstelle 103 dargestellt werden. In anderen anschaulichen Ausführungsformen wird ein Filter auf Objektebene bereitgestellt, in welchem Prozessnachrichten auf der Grundlage einer gewissen Objektart gefiltert werden können, d. h. auf der Grundlage einer gewissen Klasse an Einheiten, etwa Transportträger, die zum Transport des Substrats 120 innerhalb der Umgebung 150 verwendet wurden, oder Nachrichten können im Hinblick auf einen speziellen Repräsentanten der Objektart gefiltert werden, d.h. eine spezifische Instanz einer Objektart. D.h., der Filterprozess kann für einen speziellen Träger oder eine andere Einheit innerhalb der Umgebung 150 durchgeführt werden. Somit ermöglicht die Klassifizierung der Prozessnachrichten auf der Grundlage eines Filterkonzepts eine deutlich verbesserte Verständlichkeit für eine effiziente Bewertung der Prozessnachrichten, selbst wenn eine große Anzahl entsprechender Nachrichten zu analysieren ist.
  • 1e zeigt schematisch ein Flussdiagramm gemäß einer weiteren anschaulichen Ausführungsform, in der die Prozessnachrichten gemäß Objekten gruppiert werden, d.h. im Hinblick auf die entsprechenden Zustandsmodelle, die die diversen Einheiten 111, 112 und 113 der Anlage 110 repräsentieren, und die in der (virtuellen) Anlage 110 zum Zeitpunkt der Kommunikation „existieren", was sich durch die entsprechenden Prozessnachrichten, die zu analysieren sind, ausdrückt. Beispielsweise können die Objekte „Transportträger", „Einladestation", „Substrat" und dergleichen vorhanden sein, d, h. die entsprechenden Zustandsmodelle sind aktiv in einer Prozesssequenz, in der tatsächlich eines der Substrate 120 in der Anlage 110 unter der Steuerung des Systems 140 prozessiert wird, so dass mehrere Prozessnachrichten mit einem oder mehreren dieser Objekte verknüpft sind. Somit werden im Schritt S108 die entsprechenden Nachrichten gemäß den Objekten klassifiziert, mit denen sie in Beziehung stehen und können im Schritt S109 als Nachrichtengruppen oder Blöcke angezeigt werden. Ferner wird in einigen anschaulichen Ausführungsformen das Bereitstellen der geeignet gruppierten Nachrichten mit zusätzlicher Information kombiniert, um die Kompatibilität der Zustandsmodelle im Hinblick auf ein vorhergesagtes oder standardmäßiges oder erwartetes Verhalten anzugeben. Beispielsweise kann für jede Nachrichtengruppe, die zu einem spezifizierten Objekt oder Zustandsmodellart gehört, ein gewisses Maß an Übereinstimmung bzw. Kompatibilität, etwa „kein Problem", „geringes Problem", „ernsthafte Verletzung des Zustandsmodells", und dergleichen bereitgestellt werden, um in effizienter Weise den Kommunikationsstatus für die diversen Objekte anzugeben. Des weiteren können die gruppierten Nachrichten als interpretierte Nachrichten dargestellt werden, wodurch die Lesbarkeit der entsprechenden Nachrichten deutlich verbessert wird, wie dies zuvor beschrieben ist.
  • 1f zeigt schematisch das System 100 gemäß einer anschaulichen Ausführungsform, in der die oben beschriebene Funktion der Klassifizierung und der Interpretation von Prozessnachrichten eingerichtet ist. Zu diesem Zweck umfasst das System 100 die Analyseeinheit 102 mit einer Interpretiereinheit 102a und einer Klassifizierungseinheit 102b, die mit der Schnittstelle 101 zum Empfangen der Prozessnachrichten verbunden sind, wobei, wie zuvor beschrieben ist, in einigen Ausführungsformen die Einheit 102b mit der Einheit 102a zusammenwirken kann, so dass die klassifizierten Nachrichten als interpretierte Nachrichten dargestellt werden können.
  • 1g zeigt schematisch das System 100 gemäß weiterer anschaulicher Ausführungsformen, in denen zusätzlich zu einer Übersetzereinheit 102a und einer Klassifizierungseinheit 102b ein Zustandsmodellmonitor 102c vorgesehen ist. Der Zustandsmodellmonitor 102c ist ausgebildet, die entsprechende "Entwicklung° der diversen Zustandsmodelle zu verfolgen, d.h. die entsprechenden Instanzen der diversen Objektarten, die während der Zeitdauer der Kommunikation zwischen der Anlage 110 und dem System 140, die durch die entsprechenden Prozessnachrichten bestimmt ist, aktiv sind. In einer anschaulichen Ausführungsform kann der Zustandsmodellmonitor 102c in Form entsprechender Objekte eingerichtet sein, die auf der Grundlage entsprechender Prozessnachrichten instanziiert werden, um damit das entsprechende Funktionsverhalten der Anlage 110 in Reaktion auf die Steuerungsnachrichten des Systems 140 wiederzugeben. Die entsprechenden in dem Zustandsmodellmonitor 102c eingerichteten Objekte ermöglichen es daher, alle erkannten Objektinstanzen und ihre Geschichte über die Vielzahl der Prozessnachrichten, die zu analysieren sind, hinweg zu verfolgen, wobei in einigen anschaulichen Ausführungsformen die entsprechenden Objekte in dem Zustandsmodellmonitor 102c darin eingerichtet weitere Merkmale zur Bereitstellung übersetzter Nachrichten in Bezug auf die erkannten Objektinstanzen aufweisen, während in anderen Ausführungsformen eine Verbindung zwischen Objekten eingerichtet werden kann, die während der Laufzeit in Verbindung stehen. Beispielsweise kann während der Bewertung der Prozessnachrichten jedes Objekts in dem Zustandsmodellmonitor 102c gewisse Attribute oder Verbindungen zu anderen Objekten, etwa Transportträgerinhaltsobjekte in Bezug auf Substratobjekte, überprüfen. d.h. eine Verbindung kann für ein Objekt hergestellt werden, das einem in einer speziellen Transportträgerposition enthaltenen Substrat entspricht, wenn das entsprechende Substrat, das durch die entsprechenden damit in Beziehung stehenden Prozessnachrichten repräsentiert ist, in der entsprechenden Transportträgerposition zum Zeitpunkt der Bearbeitung vorhanden ist. In anderen anschaulichen Ausführungsformen ist der Zustandsmodellmonitor 102c ausgebildet, die Verträglichkeit der beteiligten Zustandsmodelle abzuschätzen, indem Querverbindungsprüfungen mit den Zuständen der damit in Beziehung stehenden Objekte ausgeführt werden, wie dies mit Bezug zu 1h beschrieben ist.
  • 1h zeigt schematisch ein entsprechendes Flussdiagramm eines beispielhaften Betriebsmodus zum Querprüfen eines Objektzustands in Bezug auf damit in Beziehung stehende Zustände von Objekten. Im Schritt S110 wird eine Prozessnachricht, die einen speziellen Übergang eines interessierenden Objekts, beispielsweise eines Transportträgerob jekts, angibt, im Hinblick auf seine Beziehung zu anderen Objekten bewertet. d.h. für diverse Zustandsübergänge in dem entsprechenden Zustandsmodell oder Objekt können die funktionsmäßig damit verknüpften Zustandsmodelle oder Objekte, die beispielsweise eine der Einheiten 111, 112 und 113 der Anlage 110 repräsentieren, als Zustandsmodelle identifiziert werden, die einen oder mehrere Zustände aufweisen, die mit dem Zustand des interessierenden Zustandsmodells korreliert sind. Wenn beispielsweise ein Substrat von einem Transportträger zu der Ladestation 111 geliefert wird und in der Prozesskammer 112 angeordnet wird, ist das Substratobjekt, d.h. das Zustandsmodell, mit dem Transportträgerobjekt korreliert, und ein gewisser Zustand des Substratobjekts ist erforderlich, so dass das Transportträgerobjekt in einem gewissen Zustand ist. Folglich erkennt im Schritt S110 der Zustandsmodellmonitor 102c ein oder mehrere Objekte, die mit einem interessierenden Objekt in Beziehung stehen, auf der Grundlage vordefinierter Korrelationen, die während der Implementierung der entsprechenden Objektarten in dem Monitor 102c eingerichtet worden sein können. Im Schritt S111 werden entsprechende Zustände des verknüpften Objekts oder der Objekte und des interessierenden Objekts im Hinblick auf die Kompatibilität mit einem standardmäßigen oder erwarteten Verhalten getestet, was in einigen Ausführungsformen die Bewertung des Maßes an Abweichung von dem erwarteten Verhalten mit einschließen kann. Wenn folglich ein spezifisches Maß an Abweichung bestimmt wird, können die entsprechenden Zustände als nicht kompatible Zustände bezeichnet werden und in einigen anschaulichen Ausführungsformen wird im Schritt S112 eine entsprechende Kennzeichnung der Nichtkompatibilität der mit dem interessierenden Objekten in Beziehung stehenden Prozessnachricht zugeordnet. Somit kann, wie dies zuvor mit Bezug zu der Klassifizierung durch Gruppierung von Prozessnachrichten gemäß Zustandsmodellen oder Objekten beschrieben ist, ein Maß an Nichtkompatibilität mittels geeigneter Mittel angedeutet werden, etwa ein Unterschied in der Farbe, wenn die entsprechenden Prozessnachrichten auf einem Bildschirm oder dergleichen angezeigt werden.
  • 1i zeigt schematisch das System 100 gemäß einer noch weiteren anschaulichen Ausführungsform, in der die Analyseeinheit 102 zusätzlich zu der Übersetzereinheit 102a und der Klassifizierereinheit 102b eine Analyseeinheit 102d aufweist, die ausgebildet ist, auf den klassifizierten Prozessnachrichten zu operieren, um eine zusätzliche Analyse für bereits vollständig gruppierte Prozessnachrichten unabhängig von einer anfänglichen Interpretation und Gruppierung durchzuführen. Beispielsweise kann die Analyse durch die Einheit 102d das zusätzliche Überprüfen von Zustandsmodellen, statistische Berechnungen, das Bestimmen von Kontiguität/Korrelation unterschiedlicher Zustandsmodelle, und dergleichen beinhalten. In einer anschaulichen Ausführungsform wird die Analyseeinheit 102d als statistische Einheit bereitgestellt, die ausgebildet ist, mindestens einen statistischen Parameter in Abhängigkeit von prozessspezifischen Aspekten, der Anlagenausnutzung der Anlage 110, zu bestimmen. d.h., in dieser anschaulichen Ausführungsform bestimmt die statistische Einheit 102d die Menge an Anlagenaktivitäten der Anlage 110 auf der Grundlage der empfangenen Prozessnachrichten und bestimmt die Signifikanz gewisser mit der Kommunikation in Beziehung stehender Aspekte, etwa dem Auftreten spezifischer Zustände in den Zustandsmodellen im Hinblick auf die Arbeitsauslastung, oder wenn das System 100 auch den Zustandsmodellmonitor 102c aufweist, die Menge der Zustandsmodellverletzungen, d. h. der Inkompatibilitäten der Zustände, und dergleichen. Folglich kann der Status der Kommunikation zwischen dem System 140 und der Anlage 110 auf der Grundlage belastungsspezifischer Aspekte bestimmt werden, wodurch eine erhöhte Sicherheit im Hinblick auf künftige Prozesssituationen in der Umgebung 105 geschaffen wird.
  • Während des Betriebs der Analyseeinheit 102d, um eine zusätzliche Analyse der klassifizierten Prozessnachrichten auszuführen, kann die Konfiguration der Analyseeinheit 102d durch einen Anwender oder durch eine andere externe Quelle, etwa das MES 104 eingestellt werden, wobei eine Anwenderkonfiguration der Einheit beispielsweise mittels der Anwenderschnittstelle 101 erreicht wird. Ferner kann eine Wechselwirkung mit und damit eine Modifizierung der Analyseeinheit 102d im Voraus und/oder während der Laufzeit der Einheit erreicht werden. Ferner werden in einigen Ausführungsformen die Ergebnisse oder weitere Informationen, die sich auf die von der Einheit 102d ausgeführte Analyse beziehen, einer externen Quelle zugeführt, etwa einem Anwender, beispielsweise über die Anwenderschnittstelle und/oder zu dem MES 140.
  • Es gilt also: Die vorliegende Erfindung stellt eine verbesserte Technik bereit, in der die Kommunikation zwischen einem Rechnersystem und einer oder mehreren Prozessanlagen in einer spezifizierten Fertigungsumgebung effizient überwacht werden kann, indem die entsprechenden Prozessnachrichten analysiert werden, die zwischen den Anlagen und dem Rechnersystem ausgetauscht werden. Zu diesem Zweck werden die Prozessnachrichten mit zusätzlicher Information korreliert, um die entsprechenden Nachrichten zu übersetzen bzw. zu interpretieren, um damit die Verständlichkeit der entsprechenden Prozessnachrichten deutlich zu erhöhen, was deutlich die Bewertung des Kommunikationsstatus verbessern kann, selbst wenn diese von einem Bediener durchgeführt wird. Des weiteren werden in einigen anschaulichen Ausführungsformen die Prozessnachrichten gemäß einer Vielzahl von Kriterien klassifiziert, die im Voraus ausgewählt werden können, oder die von einem Anwender ausgewählt werden, wodurch die Übersichtlichkeit deutlich verbessert wird, wenn das Klassifizieren im Wesentlichen das Filtern der Prozessnachrichten hilft und/oder wodurch eine verbesserte Überwachung der Zustandsmodelle bereitgestellt wird, wenn das Klassifizieren auf der Grundlage von Zustandsmodellen stattfindet. Somit wird in einigen anschaulichen Ausführungsformen die Verträglichkeit des Funktionsverhaltens der Prozessanlage und des Systems abgeschätzt, indem die entsprechenden Prozessnachrichten, die Zustände von Zustandsmodellen kennzeichnen, mit geeigneten Referenzzuständen verglichen werden, wobei eine Angabe des Maßes an Verletzung von Zustandsmodellen erhalten werden kann. Folglich stellt die Analyse der Prozessnachrichten gemäß der vorliegenden Erfindung ein leistungsfähiges Hilfsmittel für das Abschätzen des Status der Kommunikation zwischen Prozessanlagen und einem Rechnersystem selbst auf Grundlage einer manuellen Bewertung der Ergebnisse, die von den Prozessnachrichtenanalysesystemen bereitgestellt werden, bereit, wodurch die zum Einrichten geeigneter Steuerungsszenarien in einer Fertigungsumgebung erforderlichen Zeitintervalle deutlich reduziert werden. In noch weiteren anschaulichen Ausführungsformen können entsprechende Analysier-„Abläufe" vordefiniert werden und können automatisch durchgeführt werden, indem beispielsweise Zustandsmodellverletzungen gesucht werden, wenn der Status der Kommunikation in einer im Wesentlichen Echtzeitmanier abgeschätzt wird. Auf diese Weise können sogar komplexe Fertigungsumgebungen mit einer Vielzahl komplexer Prozessanlagen im Hinblick auf Ineffizienzen des Betriebs der Anlagen und/oder Steuerungssequenz und/oder der Kommunikation überwacht werden, wodurch die Möglichkeit zu einer deutlichen Reduzierung der Installationszeit und/oder zur Verbesserung des Durchsatzes und der Ausbeute der entsprechenden Umgebung geschaffen wird. Die automatisierte Analyse der Prozessnachrichten wird in einigen anschaulichen Ausführungsformen in Verbindung mit Steuerungsmechanismen für die Fertigungsumgebung kombiniert, indem beispielsweise geeignete Steuerungsaktivitäten bei der Erkennung einer Zustandsmodellunverträglichkeit in automatisierter Weise aktiviert werden, wobei die Steuerungsaktivitäten den Prozessablauf und/oder die Kommunikation an sich betreffen können. d.h., die analysierten Prozessnachrichten können beispielsweise durch statistische Verfahren, wie sie zuvor beschrieben sind, bewertet werden, wodurch gewisse Kommunikationsstatusse mit gewissen Prozesssituationen verknüpft werden. Durch das Erkennen eines entsprechenden Status der Kommuni kation können dann entsprechende Maßnahmen, etwa das Reduzieren der Anlagenauslastung, das Umorganisieren des Ablaufs von Substraten und dergleichen initiiert werden, um den Kommunikationsstatus und damit die Prozesssituation erneut einzustellen. Entsprechende Mechanismen können in dem System 100 und/oder dem MES 140 eingerichtet werden, um eine automatische Reaktion auf unerwünschte Prozesssituationen zu ermöglichen.
  • Folglich kann durch das Analysieren von Prozessnachrichten, die zwischen einer oder mehreren Prozessanlagen und einem entfernten Rechnersystem ausgetauscht werden, der Status der Kommunikation in effizienter Weise überacht werden. Die Analyse der entsprechenden Prozessnachrichten ermöglicht es, Prozessnachrichten so zu interpretieren, dass diese eine erhöhte Verständlichkeit besitzen, wobei die Prozessnachrichten zusätzlich gemäß einem oder mehreren vordefinierten Kriterien klassifiziert werden können. Somit wird die Erkennung selbst subtiler Effizienzen in der Kommunikation deutlich verbessert.
  • Weitere Modifizierungen und Variationen der vorliegenden Erfindung werden für den Fachmann angesichts dieser Beschreibung offenkundig. Daher ist dieser Beschreibung als lediglich anschaulich und für die Zwecke gedacht, dem Fachmann die allgemeine Art und Weise des Ausführens der vorliegenden Erfindung zu vermitteln. Selbstverständlich sind die hierin gezeigten und beschriebenen Formen der Erfindung als die gegenwärtig bevorzugten Ausführungsformen zu betrachten.

Claims (35)

  1. System mit: einer Schnittstelle, die ausgebildet ist, Prozessnachrichten in einem Standardformat von einer Kommunikationsverbindung zwischen einem Rechnersystem und einer oder mehreren Prozessanlagen einer Fertigungsumgebung zu empfangen; und einer Prozessnachrichtenanalyseeinheit, die mit der Schnittstelle verbunden und ausgebildet ist, jede der Prozessnachrichten zu übersetzen und die Prozessnachrichten gemäß mindestens einem von mehreren vordefinierten wählbaren Kriterien zu klassifizieren.
  2. System nach Anspruch 1, das ferner eine Anwenderschnittstelle aufweist, die ausgebildet ist, eines oder mehrere der vordefinierten wählbaren Kriterien durch Anwendereinwirkung auszuwählen.
  3. System nach Anspruch 2, wobei die Anwenderschnittstelle ferner ausgebildet ist, die übersetzten Prozessnachrichten anzuzeigen, und wobei ein Maß an Verständlichkeit für die menschliche Wahrnehmung der übersetzten Prozessnachrichten größer ist als ein Maß an Verständlichkeit der Prozessnachrichten in dem Standardformat.
  4. System nach Anspruch 1, wobei die Prozessnachrichtenanalyseeinheit ausgebildet ist, jede von mehreren prozessablaufspezifischen Prozessnachrichten eines spezifizierten Prozessablaufs während des Ausführens der prozessablaufspezifischen Prozessnachrichten in der einen oder der mehreren Prozessanlagen zu übersetzen und zu klassifizieren.
  5. System nach Anspruch 4, wobei die Prozessnachrichtenanalyseeinheit ferner ausgebildet ist, jede der mehreren prozessablaufspezifischen Prozessnachrichten des spezifizierten Prozessablaufs nach Beendigung des spezifizierten Prozessablaufs zu übersetzen und zu klassifizieren.
  6. System nach Anspruch 1, wobei das eine oder die mehreren wählbaren Kriterien eine Anlageneigenschaft mindestens einer der einen oder mehreren Prozessanlagen repräsentiert.
  7. System nach Anspruch 6, wobei die Anlageneigenschaft mindestens eine der folgenden Eigenschaften repräsentiert: einen Prozesszustand, einen Substrattransport in der einen oder den mehreren Prozessanlagen, einen Transportträgerzustand in der einen oder den mehreren Prozessanlagen, einen Hardwarestatus.
  8. System nach Anspruch 7, wobei die Prozessnachrichtenanalyseeinheit ferner eine Zustandsmodellüberwachungseinheit aufweist, die ausgebildet ist, ein oder mehrere Zustandsmodelle, die in der einen oder den mehreren Prozessanlagen eingerichtet sind, zu überwachen.
  9. System nach Anspruch 8, wobei die Zustandsmodellüberwachungseinheit ferner ausgebildet ist, ein oder mehrere Zustandsmodelle zu erkennen, die mit einem überwachten Modell des einen oder der mehreren Zustandsmodelle in Beziehung steht.
  10. System nach Anspruch 9, wobei die Zustandsmodellüberwachungseinheit ferner ausgebildet ist, das überwachte Zustandsmodell auf der Grundlage eines Zustands des einen oder der mehreren in Beziehung stehenden Zustandsmodelle zu bewerten.
  11. System nach Anspruch 8, wobei die Zustandsmodellüberwachungseinheit ferner ausgebildet ist, das überwachte Zustandsmodell auf der Grundlage von Zustandübergängen des Zustandsmodells zu bewerten.
  12. System nach Anspruch 1, das ferner eine Analyseeinheit aufweist, die ausgebildet ist, auf den klassifizierten Prozessnachrichten zu operieren, um eine Zustandsmodellüberprüfung und/oder eine statistische Berechnung und/oder eine Kontiguitätsbestimmung für zwei oder mehrere Zustandsmodelle durchzuführen.
  13. System nach Anspruch 12, wobei die Analyseeinheit eine statistische Analyseeinheit aufweist, die ausgebildet ist, eine statistische Eigenschaft der Prozessnachrichten auf der Grundlage einer Anlagenausnutzung der einen oder mehreren Prozessanlagen zu bestimmen.
  14. System nach Anspruch 2 und 12, wobei die Analyseeinheit mit der Anwenderschnittstelle verbunden ist, um eine Konfiguration durch den Anwender zu ermöglichen.
  15. System nach Anspruch 14, wobei die Anwenderschnittstelle ferner ausgebildet ist, ein oder mehrere Ergebnisse, die durch die Analyseeinheit erzeugt werden, darzustellen.
  16. System nach Anspruch 12, das ferner eine Schnittstelle aufweist, die ausgebildet ist, eine Einwirkung auf die Analyseeinheit während der Laufzeit der Analyseeinheit zu ermögliche.
  17. Verfahren mit: Empfangen von Prozessnachrichten von einer Kommunikationsverbindung zwischen einem Rechnersystem und einer oder mehreren Prozessanlagen einer Fertigungsumgebung, wobei die Prozessnachrichten in einem standardisierten Format ausgetauscht werden; und Interpretieren Prozessnachrichten so, dass diese ein erhöhtes Maß an Verständlichkeit für menschliche Wahrnehmung im Vergleich zu den Prozessnachrichten aufweisen.
  18. Verfahren nach Anspruch 17, das ferner Klassifizieren der empfangenen Prozessnachrichten gemäß einem oder mehreren vordefinierten wählbaren Kriterien umfasst.
  19. Verfahren nach Anspruch 18, wobei Klassifizieren der Prozessnachrichten umfasst: Filtern der Prozessnachrichten auf der Grundlage wählbarer Filterparameter.
  20. Verfahren nach Anspruch 19, wobei die Filterparameter betreffen: einen Prozesszustand der einen oder der mehreren Prozessanlagen und/oder eine Substrattransportaktivität in der einen oder mehreren Prozessanlagen und/oder einen Transportträgerstatus in der einen oder der mehreren Prozessanlagen und/oder einen Hardwarestatus der einen oder der mehreren Prozessanlagen.
  21. Verfahren nach Anspruch 18, wobei Klassifizieren der Prozessnachrichten umfasst: Gruppieren der Prozessnachrichten gemäß Zustandsmodellen, die die eine oder die mehreren Prozessanlagen repräsentieren.
  22. Verfahren nach Anspruch 21, das ferner umfasst: Operieren auf den klassifizierten Prozessnachrichten, um eine sekundäre Analyse der klassifizierten Prozessnachrichten auszuführen.
  23. Verfahren nach Anspruch 22, wobei Operieren auf den klassifizierten Prozessnachrichten umfasst: Ausführen einer Zustandsmodellüberprüfung und/oder einer statistischen Berechnung und/oder einer Kontiguitätsbestimmung für zwei oder mehrere Zustandsmodelle.
  24. Verfahren nach Anspruch 22, wobei Operieren auf den klassifizierten Prozessnachrichten zum Ausführen der sekundären Analyse durch den Anwender konfigurierbar ist.
  25. Verfahren nach Anspruch 22, wobei Operieren auf den klassifizierten Prozessnachrichten umfasst: interaktives Eingeben von Informationen zum Steuern des Operierens, während auf den Prozessnachrichten operiert wird.
  26. Verfahren nach Anspruch 22, das ferner Anzeigen eines oder mehrerer Ergebnisse des Operierens auf den klassifizierten Prozessnachrichten umfasst.
  27. Verfahren nach Anspruch 21, das ferner Bewerten eines oder mehrerer der Zustandsmodelle im Hinblick auf die Verträglichkeit mit einer vordefinierten Zustandsmodellentwicklung umfasst.
  28. Verfahren nach Anspruch 27, wobei Bewerten des einen oder der mehreren Zustandsmodelle umfasst: Angeben mindestens eines Referenzzustandsmodells, das mit dem einen oder den mehreren Zustandsmodellen, das zu bewerten ist, in Beziehung steht und Bestimmen, ob ein Zustand des mindestens einen Referenzzustandsmodells mit dem einen oder den mehreren zu bewertenden Zustandsmodellen verträglich ist.
  29. Verfahren nach Anspruch 28, das ferner umfasst: Bereitstellen einer Kennzeichnung eines Ergebnisses der Bestimmung zumindest, wenn das mindestens eine Referenzzustandmodell und das eine oder die mehreren zu bewertenden Zustandsmodelle nicht kompatibel sind.
  30. Verfahren nach Anspruch 17, das ferner umfasst: Bestimmen mindestens eines statistischen Parameters der Prozessnachrichten auf der Grundlage eines Maßes an Auslastung der einen oder der mehreren Prozessanlagen.
  31. Verfahren mit: Empfangen von Prozessnachrichten einer Kommunikationsverbindung zwischen einem Rechnersystem und einer oder mehreren Prozessanlagen einer Fertigungsumgebung, wobei die Prozessnachrichten in einem standardisierten Format ausgetauscht werden; und Analysieren der Prozessnachrichten durch Klassifizieren der Prozessnachrichten auf der Grundlage eines oder mehrerer wählbarerer Kriterien.
  32. Verfahren nach Anspruch 31, wobei Klassifizieren der Prozessnachrichten umfasst: Gruppieren der Prozessnachrichten gemäß Zustandsmodellen, die den Betrieb der einen oder der mehreren Prozessanlagen in der Fertigungsumgebung unter der Steuerung des Rechnersystems repräsentieren.
  33. Verfahren nach Anspruch 32, das ferner umfasst: Überwachen mindestens eines der Zustandsmodelle im Hinblick auf ein vordefiniertes Funktionsverhalten.
  34. Verfahren nach Anspruch 33, wobei Überwachen des mindestens einen Zustandsmodells umfasst: Bestimmen einer Kompatibilität eines interessierenden Zustands des mindestens einen Zustandsmodells mit einem Zustand eines Zustandsmodells, das mit dem mindestens einen Zustandsmodell korreliert ist, wenn dieses in dem interessierenden Zustand ist.
  35. Verfahren nach Anspruch 31, das ferner umfasst: Ausführen einer statistischen Analyse der Prozessnachrichten in Bezug auf die Anlagenauslastung der einen oder der mehreren Prozessanlagen.
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