DE102006004336A1 - Niederhubwagen mit einer Hubeinrichtung - Google Patents
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Abstract
Gegenstand der Erfindung ist ein Niederhubwagen mit einer Hubeinrichtung zum Erzeugen der zum Anheben einer Lastgabel (2) erforderlichen Kraft. Die Lastgabel (2) weist einen sich im Wesentlichen in vertikaler Richtung erstreckenden Gabelrücken (3) auf. Erfindungsgemäß sind der Gabelrücken (3) und mindestens eine Komponente der Hubeinrichtung derart ausgeführt, dass die Komponente der Hubeinrichtung an dem Gabelrücken (3) vormontierbar ist. Als Komponenten der Hubeinrichtung sind insbesondere ein hydraulischer Hubzylinder (5) und eine Hydraulikpumpe (17) an dem Gabelrücken (3) vormontierbar.
Description
- Die Erfindung betrifft einen Niederhubwagen mit einer Hubeinrichtung zum Erzeugen der zum Anheben einer Lastgabel erforderlichen Kraft, wobei die Lastgabel einen sich im Wesentlichen in vertikaler Richtung erstreckenden Gabelrücken aufweist.
- Niederhubwagen der genannten Art besitzen einen nicht anhebbaren Antriebsteil, in dem die Aggregate für den Fahrantrieb des Niederhubwagens angeordnet sind. Die Lastgabel ist relativ zum Antriebsteil mittels der Hubeinrichtung anhebbar und weist zwei im Wesentlichen waagrechte Gabelzinken auf. An das antriebsteilseitige Ende der Gabelzinken schließt sich der Gabelrücken an und erstreckt sich von den Gabelzinken nach oben. Der Gabelrücken dient zur Anbindung der Lastgabel an den Antriebsteil und stützt einen Teil der Gewichtskraft der Lastgabel und einer gegebenenfalls darauf befindlichen Last an dem Antriebsteil ab. Der andere Teil der Gewichtskraft wird über Lastrollen, die im vorderen Bereich der Gabelzinken angeordnet sind, direkt an der Fahrbahn abgestützt.
- Die Hubeinrichtung, mit der die Lastgabel relativ zum Antriebsteil und relativ zur Fahrbahn angehoben und abgesenkt werden kann, umfasst bei bekannten Niederhubwagen in der Regel einen Hydraulikzylinder, eine Hydraulikpumpe, einen Elektromotor zum Antreiben der Hydraulikpumpe, einen Hydrauliktank, Hydraulikleitungen und mindestens ein hydraulisches Ventil. Ebenfalls bekannt sind Anordnungen, bei denen die Hubeinrichtung einen elektromechanischen Antrieb aufweist, welcher dann beispielsweise eine von einem Elektromotor angetriebene Gewindespindel umfasst. Weiter umfasst die Hubeinrichtung häufig mechanische Mittel zur Kraftübertragung, beispielsweise Hebel und Gestänge. Die Hubeinrichtung eines Niederhubwagens ist in der Regel so ausgeführt, dass der Verstellweg der Lastgabel zwischen der abgesenkten Position und ihrer vollständig angehobenen Position höchstens 20 Zentimeter beträgt.
- Bei gattungsgemäßen Niederhubwagen des Standes der Technik ist die Hubeinrichtung am Antriebsteil des Hubwagens montiert, wobei der hydraulische Hubzylinder so angeordnet ist, dass der ausfahrbare Teil des Hubzylinders mit dem Gabelrücken verbunden ist und eine Hubkraft auf den Gabelrücken übertragen kann. Diese Verbindung ist bei der Montage der Lastgabel herzustellen. Mit der Hydraulikpumpe, die in der Regel in einem Aggregateraum im Antriebsteil angeordnet ist, ist der Hydraulikzylinder über relativ lange Hydraulikleitungen verbunden.
- Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Niederhubwagen zur Verfügung zu stellen, der einfach aufgebaut und mit geringem Aufwand montierbar ist.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der Gabelrücken und mindestens eine Komponenten der Hubeinrichtung derart ausgeführt sind, dass die Komponente der Hubeinrichtung an dem Gabelrücken vormontierbar ist. Die Hubeinrichtung ist damit zumindest teilweise an dem Gabelrücken befestigt und dabei vorzugsweise innerhalb des Gabelrückens angeordnet. Die Befestigung von Teilen der Hubeinrichtung am Gabelrücken ermöglicht eine Vormontage dieser Bauteile an dem Gabelrücken. Die Endmontage des Niederhubwagens, bei der die Lastgabel mit dem Antriebsteil verbunden wird, erfordert hierdurch eine geringere Anzahl an Arbeitsschritten und ist damit vereinfacht. Die Anordnung von Teilen der Hubvorrichtung direkt am Gabelrücken ermöglicht darüber hinaus eine kompaktere Anordnung der Teile der Hubvorrichtung, was im Ergebnis kürzere Kraftübertragungswege sowie kürzere hydraulische und elektrische Leitungen ermöglicht.
- Vorteilhaft ist es dabei, wenn die Hubeinrichtung einen hydraulischen Hubzylinder aufweist, der an dem Gabelrücken vormontierbar ist. Hierbei ist das Zylinderrohr des Hubzylinders an dem Gabelrücken befestigt. Der ausfahrbare Kolben des Hubzylinders stützt sich an einem Bauteil, beispielsweise einer Verbindungsplatte ab, das starr an dem Antriebsteil befestigt ist, wenn die Lastgabel nach erfolgter Endmontage mit dem Antriebsteil verbunden ist.
- Besondere Vorteile ergeben sich, wenn die Hubeinrichtung eine Hydraulikpumpe aufweist, die an dem Gabelrücken vormontierbar ist. Die hydraulische Verbindung zwischen der Hydraulikpumpe und dem Hubzylinder ist dann besonders kurz und kann vollständig innerhalb des Gabelrückens verlaufen. Zwischen dem Antriebsteil und dem Gabelrücken werden keine flexiblen hydraulischen Leitungen benötigt.
- Weiter ist es zweckmäßig, wenn die Hubeinrichtung mindestens einen Elektromotor aufweist, der an dem Gabelrücken vormontierbar ist. Häufig bilden der Elektromotor und die Hydraulikpumpe eine Baueinheit. Für die Vormontage dieser Baueinheit ist dann am Gabelrücken nur eine einzige Aufnahme erforderlich.
- Ebenso zweckmäßig ist es, wenn die Hubeinrichtung einen Hydrauliktank aufweist, der an dem Gabelrücken vormontierbar ist. Die Hydraulikanlage des Niederhubwagens ist dann vollständig innerhalb des Gabelrückens angeordnet. Die Hydraulikpumpe, der Elektromotor und der Hydrauliktank können gemeinsam eine Baueinheit bilden, die dann an einer einzigen Aufnahme am Gabelrücken vormontiert wird.
- Weiter weist die Hubeinrichtung mindestens eine Hydraulikleitung auf, die an dem Gabelrücken vormontierbar ist. Es kann damit die komplette Hydraulikanlage des Hubwagens an dem Gabelrücken vormontiert und beispielsweise auf Dichtheit überprüft werden, bevor die Lastgabel mit dem Antriebsteil des Hubwagens verbunden wird.
- Eine zweckmäßige Weiterbildung der Erfindung besteht darin, dass die Hubeinrichtung eine Hebelanordnung aufweist, welche eine Hubbewegung des Gabelrückens auf mindestens eine an der Lastgabel angeordnete Lastrolle überträgt, wobei die Hebelanordnung vollständig an der Lastgabel vormontierbar ist. Entsprechende Hebelanordnungen zum Bewegen der Lastgabeln sind im Stand der Technik bekannt, wobei die bekannten Hebelanordnungen einerseits an der Lastgabel und andererseits am Antriebsteil gelagert sind. Hingegen ist gemäß der vorliegenden Erfindung die Hebelanordnung komplett an der Lastgabel befestigt und kann damit ebenso wie die hydraulische Anlage vormontiert werden.
- An dem Gabelrücken sind Führungselemente angeordnet, mit welchen der Gabelrücken an einem nicht anhebbaren Bauteil des Flurförderzeugs bewegbar geführt ist. Bei dem nicht anhebbaren Bauteil, an dem der Gabelrücken geführt ist, handelt es sich in der Regel um den Antriebsteil des Flurförderzeugs. Die Führungselemente können beispielsweise von Führungsrollen gebildet sein, welche in vertikalen, am Antriebsteil angeordneten Führungsschienen geführt sind.
- Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden anhand des in den schematischen Figuren dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Dabei zeigt
-
1 einen erfindungsgemäßen Niederhubwagen in schematischer Seitenansicht, -
2 den Gabelrücken des erfindungsgemäßen Niederhubwagens. -
1 zeigt einen erfindungsgemäßen Niederhubwagen in schematischer Seitenansicht. Zu erkennen ist ein Fahrzeugrahmen eines nicht anhebbaren Antriebsteils1 des Niederhubwagens, sowie eine Lastgabel2 mit einem Gabelrücken3 und zwei Gabelzinken20 . Gabelrücken3 und Gabelzinken20 sind starr miteinander verbunden. Die Lastgabel2 ist an dem Antriebsteil1 in vertikaler Richtung bewegbar geführt. An dem dem Antriebsteil1 abgewandten Ende stützt sich die Lastgabel2 mittels einer verstellbaren Lastrolle4 an der Fahrbahn ab. Die zum Anheben der Lastgabel2 erforderliche Kraft wird mittels eines hydraulischen Hubzylinders5 erzeugt, der den Gabelrücken3 relativ zum Antriebsteil1 anhebt. Die Hubbewegung des Gabelrückens3 wird über eine Hebelanordnung6 auf die Lastrolle4 übertragen, sodass die Lastgabel2 im Bereich der Lastrollen4 synchron zum Gabelrücken3 angehoben wird. - Ein Zylinderrohr des hydraulischen Hubzylinders
5 ist an dem Gabelrücken3 befestigt. Ein ausfahrbarer Kolben des Hubzylinders5 stützt sich an einer Verbindungsplatte7 , welche bei der Montage der Lastgabel am Antriebsteil1 mit dem Rahmen des Antriebsteils1 verschraubt wird, ab. Die Verbindungsplatte7 ist als Bauteil des Gabelrückens3 definiert. Die Kraft des Hubzylinders5 wirkt zwischen der mit dem Antriebsteil1 verbundenen Verbindungsplatte7 und dem Gabelrücken3 und ist dadurch geeignet, den Gabelrücken3 relativ zum Antriebsteil1 anzuheben. - Die Hebelanordnung
6 umfasst ein Gelenkdreieck8 , eine im Wesentlichen vertikale Druckstange9 , eine im Wesentlichen horizontale Zugstange10 und einen Lastrollenträger11 . Das Gelenkdreieck8 ist mit dem Gelenk12 an den Gabelzinken20 schwenkbar gelagert. Wenn der Gabelrücken3 mittels des Hubzylinders angehoben wird, bewegt sich das Gelenk12 mit nach oben. Die Druckstange9 , die sich an der Verbindungsplatte7 abstützt, bewirkt dabei eine Drehung des Gelenkdreiecks8 im Gegenuhrzeigersinn um das Gelenk12 . Das Gelenk13 bewegt sich dabei gemeinsam mit der Zugstange10 nach in der Zeichnung rechts. Der Lastrollenträger11 wird dadurch um das Gelenk14 im Gegenuhrzeigersinn gedreht. Hierdurch vergrößert sich der vertikale Abstand zwischen der Lastrolle4 und der Lastgabel2 , sodass die Gabelspitze der Lastgabel2 synchron zum Gabelrücken3 angehoben wird. - In
2 ist der Gabelrücken3 eines erfindungsgemäßen Niederhubwagens – vom Antriebsteil aus betrachtet – dargestellt. Der Gabelrücken3 ist als Rahmenkonstruktion aus miteinander verschweißten Blechen ausgeführt. Der hydraulische Hubzylinder5 stützt sich einerseits an einem Querblech3a des Gabelrückens und andererseits an der Verbindungsplatte7 ab. Weiter ist an dem Gabelrücken3 ein hydraulisches Pumpenaggregat15 angeordnet, das einen Elektromotor16 , eine Hydraulikpumpe17 und einen Hydrauliktank18 umfasst. Eine die Hydraulikpumpe17 mit dem Hubzylinder5 verbindende Hydraulikleitung19 kann aufgrund der engen räumlichen Anordnung sehr kurz ausgeführt sein. Alle genannten hydraulischen Bauteile sind an dem Gabelrücken vormontiert. Zwischen dem Gabelrücken3 und dem Antriebsteil verlaufen daher keine hydraulischen Leitungen. Stattdessen sind lediglich elektrische Leitungen erforderlich, um das Pumpenaggregat15 zu steuern und mit Strom zu versorgen. - Die Anordnung des Pumpenaggregats
15 direkt neben dem Hubzylinder5 hat den weiteren Vorteil, dass die Gewichtskraft des Pumpenaggregats15 eine Einfahrbewegung des Hubzylinders während eines Absenkens der Lastgabel2 unterstützt. Darüber hinaus sind bei der erfindungsgemäßen Anordung die hydraulischen Leitungsverluste aufgrund der kurzen Leitungswege sehr gering. Auf zusätzliche Federn zum Unterstützen der Einfahrbewegung kann hierdurch verzichtet werden. - Neben den hydraulischen Bauteilen umfasst die Hubeinrichtung auch eine mechanische Hebelanordnung
6 , das ebenfalls am Gabelrücken vormontiert ist. Die Funktionsweise dieser Hebelanordnung6 wurde bereits oben zu1 ausführlich erläutert. In2 sind zwei Gelenkdreiecke8 und zwei Druckstangen9 zu erkennen. Die Gelenkdreiecke8 sind mit den Gelenken12 an den Gabelzinken20 gelagert. - Im Rahmen der Endmontage des Niederhubwagens wird die Lastgabel
2 , an der die gesamte Hubeinrichtung vormontiert ist, mit dem Antriebsteil verbunden. Hierbei werden die Führungsrollen21 , die an den Seitenblechen3b des Gabelrückens3 gelagert sind, in Führungsschienen am Antriebsteil1 eingeführt. Anschließend wird die Verbindungsplatte7 mit dem Antriebsteil1 verschraubt und eine Feinjustierung der Hubeinrichtung durchgeführt.
Claims (8)
- Niederhubwagen mit einer Hubeinrichtung zum Erzeugen der zum Anheben einer Lastgabel (
2 ) erforderlichen Kraft, wobei die Lastgabel (2 ) einen sich im Wesentlichen in vertikaler Richtung erstreckenden Gabelrücken (3 ) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Gabelrücken (3 ) und mindestens eine Komponente der Hubeinrichtung derart ausgeführt sind, dass die Komponente der Hubeinrichtung an dem Gabelrücken (3 ) vormontierbar ist. - Niederhubwagen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Hubeinrichtung einen hydraulischen Hubzylinder (
5 ) aufweist, der an dem Gabelrücken (3 ) vormontierbar ist. - Niederhubwagen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Hubeinrichtung eine Hydraulikpumpe (
17 ) aufweist, die an dem Gabelrücken (3 ) vormontierbar ist. - Niederhubwagen nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Hubeinrichtung mindestens einen Elektromotor (
16 ) aufweist, der an dem Gabelrücken (3 ) vormontierbar ist. - Niederhubwagen nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Hubeinrichtung einen Hydrauliktank (
18 ) aufweist, der an dem Gabelrücken (3 ) vormontierbar ist. - Niederhubwagen nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Hubeinrichtung mindestens eine Hydraulikleitung (
19 ) aufweist, die an dem Gabelrücken (3 ) vormontierbar ist. - Niederhubwagen nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Hubeinrichtung eine Hebelanordnung (
6 ) aufweist, welche eine Hubbewegung des Gabelrückens (3 ) auf mindestens eine an der Lastgabel (2 ) angeordnete Lastrolle (4 ) überträgt, wobei die Hebelanordnung (6 ) vollständig an der Lastgabel (2 ) vormontierbar ist. - Niederhubwagen nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Gabelrücken (
3 ) Führungselemente angeordnet sind, mit welchen der Gabelrücken (3 ) an einem nicht anhebbaren Bauteil des Flurförderzeugs bewegbar geführt ist.
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