DE102006004127B3 - Hydraulisches Stellglied - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein hydraulisches Stellglied, insbesondere einen Hydraulikzylinder (5), mit einem Gehäuse (6), einem im Gehäuse (6) angeordneten Kolben (7) und einer mit dem Kolben (7) verbundenen Kolbenstange (8), wobei die Kolbenstange (8) mindestens eine Hülse (9) und mindestens einen zumindest bereichsweise innerhalb der Hülse (9) verlaufenden Biegestab (10) aufweist, die an mindestens einem Ende der Kolbenstange (8) relativ zueinander beweglich sind.
Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft ein hydraulisches Stellglied, insbesondere einen Hydraulikzylinder, gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.
- Hydraulische Stellglieder, wie insbesondere Hydraulikzylinder, werden unter anderem für Telelader, wie insbesondere Reachstacker, Baumaschinen, Kranen, bspw. im maritimen Bereich oder Mobilkranen verwendet. Ein derartiger Telelader ist in der
DE 10 2004 018 644 A1 beschrieben. Hierbei ist ein Teleskopausleger, an dessen Ende beispielsweise ein Spreader angelenkt sein kann, welcher eine Last, insbesondere einen Container, aufnehmen kann, über einen einzigen, entsprechend dimensionierten Wippzylinder heb- und senkbar. Dieser Wippzylinder ist großen Kräften in Längsrichtung, aber auch in seitlicher Richtung ausgesetzt. - Aus der
DE 29 40 570 A1 ist ein Stellglied in Form einer Kolben-Zylinder-Einheit für ein pneumatisches oder hydraulisches Druckmedium bekannt, welches gege benenfalls mehrere teleskopartig ineinander und in den Zylinder einfahrbare Kolbenstangen aufweist. Die Kolbenstangen können von einer Schutzhülle überzogen sein. Der Zylinder und gegebenenfalls vorhandene mittlere Kolbenstangen weisen einen Abschlussring auf. Hierbei ist ein relativ großes Spiel zwischen Kolbenstange und Abschlussring vorgesehen, innerhalb von dem die Kolbenstange verschiebbar ist. Der Abschlussring weist auf seiner der Kolbenstange zugewandten Innenseite eine im Querschnitt halbkreisförmige Eindrehung auf, in die eine Reihe von Führungssteinen eingelegt ist, die durch einen Kunststoffring in Einbaulage und mit Abstand zueinander gehalten werden. Eine derartigere Kolben-Zylinder-Einheit ermöglicht zwar eine Einstellbarkeit der Führungssteine im Abschlussring, so dass auch bei relativ großen Querkräften in Folge der Selbstausrichtung der Führungssteine dieselben stets flächig anliegen, so dass keine hohen Kantenkräfte am Abschlussring wirken, welche beispielsweise eine dem Korrosionsschutz dienende Edelstahl-Schutzhülle der Kolbenstange beschädigen könnten. - Aus der
DE 40 38 950 A1 ist ferner ein Kolben-Zylinder-Aggregat zur Erzeugung und Übertragung von Druckkräften bekannt, mit einem in einem Gehäuäse angeordneten Kolben und einer mit dem Kolben verbundene Kolbenstange, wobei die Kolbenstange eine Hülse und einen zumindest bereichsweise in der Hülse verlaufenden Stab aufweist, die an einem Ende der Kolbenstange zueinander beweglich sind. - Jedoch lassen auch derartige Stellglieder noch Wünsche offen.
- Ausgehend von diesem bekannten Stand der Technik, liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes Stellglied zur Verfügung zu stellen. Dabei sollen insbesondere im voll ausgefahrenen Zustand des Stellglieds die Querkräfte auf den Abschlußring bzw. die dort eingesetzten Führungssteine und Dichtungen möglichst gering gehalten werden.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein hydraulisches Stellglied mit den Merkmalen des Anspruches 1. Vorteilhafte Ausführungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
- Erfindungsgemäß ist ein hydraulisches Stellglied, insbesondere Hydraulikzylinder, mit einem Gehäuse, insbesondere einem Zylindergehäuse, einem im Gehäuse ange ordneten Kolben und einer mit dem Kolben verbundenen Kolbenstange vorgesehen, wobei die Kolbenstange mindestens eine Hülse und mindestens einen zumindest bereichsweise innerhalb der Hülse verlaufenden Biegestab aufweist, die an mindestens einem Ende der Kolbenstange relativ zueinander beweglich sind.
- Durch das Vorsehen einer Hülse mit einem hierin angeordneten Biegestab lässt sich die Aufteilung der Kräfte auf die Führungsflächen zwischen Kolben und Zylindergehäuse einerseits sowie die Führungsflächen zwischen Hülse und einer Abschlusshülse andererseits durch eine entsprechende Festlegung der Kolbenlänge und die Art der Ausbildung des Verbindungselements, z.B. eines Toleranzringes, zwischen Biegestab und Hülse so einstellen, dass unter anderem die Abschlusshülse und die Abdichtung zwischen Abschlusshülse und Hülse (Außenseite der Kolbenstange) weniger belastet wird. Die Aufteilung der Kräfte ist von der Stellung des Kolbens im Zylindergehäuse abhängig. Insbesondere kann im voll ausgefahrenen Zustand die bei bekannten Anordnungen auftretende, hohe Beanspruchung der Abschlusshülse und der darin eingebauten Dichtungsanordnung erheblich reduziert werden, wodurch der Verschleiß beider Komponenten deutlich reduziert wird. Eine entsprechende Ausgestaltung wirkt zudem stoßmildernd, da zumindest ein Teil der Stoßenergie vom Biegestab aufgenommen wird, wodurch sämtliche Komponenten weniger belastet werden, einschließlich der Hydraulik, und dadurch die Lebensdauer erhöht werden kann. Ferner können unter Umständen dünnere Wände realisiert werden, so dass Material und somit Gewicht eingespart werden kann.
- Hülse und Biegestab können fest mit dem Kolben verbunden sein, jedoch kann auch eine Relativbewegung, insbesondere zwischen Kolben und Hülse möglich sein, wobei diese bevorzugt begrenzt ist, bspw. durch zwei definierte Spalte zwischen einem Bereich der Hülse, vorzugsweise einem flanschartigen, nach außen überstehenden Rand, der das kolbenseitige Ende der Hülse bildet, und einer am Kolben angebrachten oder ausgebildeten Aufnahme, in welcher der entsprechende Bereich der Hülse angeordnet ist. Dabei begrenzen die Spalte die entsprechenden Längsverschiebungen des in der Aufnahme angeordneten Bereichs der Hülse.
- Die Ausgestaltung des Stellglieds ist vorzugsweise im Wesentlichen zylinderförmig, jedoch sind auch andere Ausgestaltungen, bspw. halbmond- oder D-förmige, ovale, vier-, sechs- oder achteckige Formen möglich. Zudem muss die Bewegungsrichtung nicht notwendigerweise gerade sein, sondern es ist vielmehr auch eine gekrümmte Ausgestaltung möglich, so dass die Aus- und Einfahrbewegung des Kolbens im Wesentlichen entlang einer Kreisbahn verläuft.
- Der Biegestab weist vorzugsweise einen Biegebereich mit verringertem Querschnitt auf, insbesondere einen kreisförmigen Querschnitt. Ferner kann der Biegebereich einen auf die zu erwartenden Belastungen ausgelegten Querschnitt aufweisen, insbesondere bevorzugt rechteckförmig, rechteckförmig mit im Wesentlichen entsprechend dem Innendurchmesser der Hülse gekrümmten Schmalseiten, quadratisch, oval, sechs- oder achteckig ausgebildet sein, um die Nachgiebigkeit in einer Vorzugsrichtung zu erhöhen oder zu verringern.
- Der Biegestab und die Hülse sind vorzugsweise im querkraftfreien Zustand parallel zueinander verlaufend angeordnet, wobei bevorzugt die Mittellängslinien aufeinander fallen.
- Es kann vorteilhaft sein, die Hülse und den Biegestab aus unterschiedlichen Materialien herzustellen. Die Hülse besteht hierbei bevorzugt aus einem biegesteiferen Material als der Biegestab. Die Hülse weist vorzugsweise eine Zugfestigkeit von 960 N/mm2 +/– 10%, insbesondere bevorzugt ca. 960 N/m2, auf, die Zugfestigkeit des Biegestabs ist bevorzugt etwas größer. Der Biegestab besteht vorzugsweise aus einem Federstahl.
- Das eine Ende des Biegestabs ist vorzugsweise elastisch nachgiebig mit dem Kolben verbunden und das andere Ende mit zumindest einer Anbindungsvorrichtung direkt oder indirekt verbunden oder verbindbar. Als Anbindungsvorrichtung kann bspw. ein Lagerauge dienen, welches einstückig mit dem Biegestab verbunden oder an demselben vorzugsweise mittels einer Schweiß- oder Schraubverbindung angebracht sein kann.
- Bevorzugt entspricht die Länge des Biegebereichs mindestens der Hälfte der Biegestablänge, die innerhalb der Hülse angeordnet ist. Der Biegebereich kann auch unterteilt ausgebildet sein, d.h. es sind in diesem Fall über die Länge des Biegestabs mindestens zwei Biegebereiche vorgesehen, die jeweils von einem biegesteiferen Bereich unterbrochen sind.
- Der Biegestab ist bevorzugt an oder in der Nähe seines vom Kolben beabstandeten Endes in oder an der Hülse unter Zwischenlage eines elastischen Elements zentriert. Als ein solches Element kann bspw. ein Federring, ein Toleranzring oder eine Toleranzhülse dienen. Im übrigen Verlauf von Biegestab und Hülse ist zwischen denselben ein Spalt ausgebildet, wobei die Spaltweite variieren kann. Bevorzugt sollte ein Kontakt von Hülse und Biegestab, insbesondere im Biegebereich, vermieden werden, jedoch kann ein Kontakt den Biegestab vor einer Überbeanspruchung schützen.
- Bevorzugt ist der Biegestab an oder in der Nähe seines vom Kolben beabstandeten Endes gebenüber der Hülse abgedichtet. Die Abdichtung erfolgt bevorzugt mittels einer elastischen Masse, bspw. mittels Silikon. Es kann auch ein elastischer Dicht ring vorgesehen sein, welcher jedoch möglichst keine Kräfte vom Biegestab auf die Hülse übertragen soll.
- Beim hydraulischen Stellglied handelt es sich vorzugsweise um einen Abstützzylinder, Wippzylinder, Ausschubzylinder oder einen Ballastierzylinder.
- Ein derartiges Stellglied wird vorzugsweise für einen Kran zum Heben von Lasten, insbesondere Autokräne, Hafenkräne, Schiffskräne, Telelader, Bagger, Baufahrzeuge, verwendet. Der Kran kann auch mobil ausgebildet sein, d.h. in Kombination mit einem Fahrzeug.
- Die Erfindung wird im Folgenden anhand von mehreren Ausführungsbeispielen, teilweise unter Bezugnahme auf die Zeichnung, näher erläutert. Hierbei zeigt
-
1 einen stark schematisiert dargestellten Längsschnitt durch einen Hydraulikzylinder gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel, -
2 einen Schnitt durch die Kolbenstange von1 , -
3 einen Schnitt durch eine Kolbenstange gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel, -
4 einen schematisch dargestellten Reachstacker mit einem Hydraulikzylinder, und -
5 einen stark schematisiert dargestellten Längsschnitt durch einen Hydraulikzylinder gemäß dem vierten Ausführungsbeispiel. - Ein Reachstacker
1 , wie er in4 dargestellte ist, weist einen Fahrzeugrahmen2 und einen auf diesem verschwenkbar angeordneten Teleskopausleger3 mit einem Lastaufnahmemittel4 auf. Um den Teleskopausleger3 anzuheben oder abzusenken ist ein mit einem Ende verschwenkbar am Fahrzeugrahmen2 und mit dem anderen Ende verschwenkbar am Teleskopausleger3 angebrachter, als Stellglied dienender Hydraulikzylinder5 vorgesehen, auf den im Folgenden näher eingegangen wird. - Der Hydraulikzylinder
5 gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel weist, wie in1 dargestellt, einen in einem Zylindergehäuse6 angeordneten Kolben7 mit einer Kolbenstange8 auf. Die Kolbenstange8 ist hierbei zweiteilig ausgebildet, wobei sie eine ausreichend druckstabile hohlzylindrische Hülse9 und einen Biegestab10 aufweist, die beide auf einer Seite mit dem Kolben7 verbunden sind. - Die Verbindung mit dem Kolben
7 ist in folgender Weise vorgesehen: Die Biegestange8 ist fest, vorliegend einstückig, mit dem Kolben7 verbunden. Eine zweiteilige Ausgestaltung ist ebenfalls möglich, wobei der Kolben7 fest mit der Biegestange8 zu verbinden ist, bspw. mittels Schweißens oder oder einer form- und/oder kraftschlüssigen Verbindung, die sich bei einem ordnungsgemäßen Betrieb des Hydraulikzylinders5 nicht löst. Die Hülse9 weist ein flanschartiges Ende auf, welches in eine sich in radialer Richtung nach außen erstreckende, ringnutförmige Aufnahme7' mit einem hülsenseitig angeordneten Bereich mit verringertem Innendurchmesser, die an der hülsenseitigen Seite des Kolbens7 angeordnet, vorliegend angeschweißt, ist, mit Hinterschnitt eingepasst ist, wobei im Bereich mit verringerten Innendurchmesser eine Ringnut vorgesehen ist, in die eine Dichtung7'' eingesetzt ist. Der Außendurchmesser der Hülse9 ist hierbei etwas kleiner als der Innendurchmesser des Bereichs mit verringertem Innendurchmesser, in welchem die Ringnut angeordnet ist, wobei auf der vom flanschartigen Ende der Hülse9 beabstandeten Seite der Ringnut die Durchmesserdifferenz größer ist, also ein ausreichendes Spiel vorhanden ist, um ein Verkanten von Hülse9 und dem Bereich mit verringertem Innendurchmesser des Kolbens7 zu verhindern. Die Dichtung7'' liegt an der Hülsenaußenseite an und dient der reibungsarmem Abdichtung des Zwischenraums zwischen Biegestange8 und Hülse9 und der Aufnahme7' gegenüber dem kolbenstangenseitigen Zylinderinnenraum. - Durch diese Ausgestaltung des Übergangsbereichs von Kolben
7 zu Kolbenstange8 ist eine gewisse Längsbewegung des Kolbens7 möglich, da die Hülse9 durch die Reibung in der durch den Bereich mit verringertem Innendurchmesser bzw. der Dichtung7'' festgehalten wird, wenn die Dichtung7'' eine kleinere Reibung hat. Somit kann sich der Kolben7 in der Aufnahme7' bewegen, ohne dass sich die Hülse9 bewegt, wenn die Bewegung innerhalb des Spiels, d.h. den freien Abständen der radial verlaufenden Flächen des flanschartigen Randes der Hülse9 und den radial verlaufenden Flächen der Aufnahme7' , bleibt. Die Hülse9 kann hierbei auch querkraftsmäßig bei Bedarf weiter entkoppelt werden. - Der Biegestab
10 verläuft im Wesentlichen parallel innerhalb der Hülse9 . Vorliegend ist der Biegestab mit einem rechteckförmigen Profil ausgebildet, welches an seinen Schmalseiten etwa entsprechend dem Innendurchmesser der Hülse9 gekrümmt ist. Der Biegestab ist an seinem anderen Ende mit einem zylindrischen Profil ausgebildet, welches die direkte Fortsetzung des gekrümmten Profils der Schmalseiten des rechteckförmigen Profils bildet. Auf den Bereich des Biegestabs mit verjüngtem Profilquerschnitt wird im Folgenden – auf Grund seiner Funktion – auch als Biegebereich11 Bezug genommen. - Im an den Biegebereich
11 anschließenden zylindrischen Profil ist eine Nut ausgebildet, in welcher ein radial elastischer Toleranzring12 angeordnet ist, der an seinem Außenumfang an der Innenmantelfläche der Hülse9 anliegt. Der Toleranzring12 dient der Einstellbarkeit des Biegestabs10 gegenüber der Hülse9 , so dass Verspannungen in Längsrichtung der beiden an ihrer anderen Seite fest miteinander verbundenen Teile vermieden werden und der Biegestab10 sich im Inneren der Hülse9 etwas elastisch verformen kann, ohne dass größere Kräfte zwischen Biegestab10 und Hülse9 übertragen werden, wohingegen die Hülse9 im Wesentlichen biegesteif ausgebildet ist. Das vom Kolben7 beabstandete Ende des Biegestabs10 ragt über das Ende der Hülse9 hinaus, wobei der Durchmesser sich – unter Beibehaltung eines gewissen Spalts – auf den Außendurchmesser der Hülse9 erweitert. Die Hülse9 ist gegenüber dem Biegestab10 im Bereich des Spalts weichelastisch abgedichtet. Am Ende des Biegestabs ist zur schwenkbaren Anbringung des Hydraulikzylinders5 ein Element mit einem Lagerauge angeschweißt. Ein entsprechendes Element kann auch auf andere Weise angebracht sein, bspw. angeschraubt, oder gegebenenfalls, d.h. wenn eine ausreichende Festigkeit des Werkstoffs gegeben ist, auch einstückig mit dem Biegestab ausgebildet sein. - Außen am Zylindergehäuse
6 ist am vom Kolben7 beabstandeten Ende ein mehrteiliger Abschlussring13 angebracht, in den eine Führungsbuchse oder Abschlusshülse16 dicht anliegend eingesetzt ist. Benachbart zum Abschlussring13 ist im Zylindergehäuse6 eine in1 angedeutete Bohrung14 vorgesehen, durch welche Hydraulikflüssigkeit eingeleitet und abgeführt werden kann. Die Versorgungsbohrungen für den Kolbenraum, der entsteht, wenn der Kolben7 in1 nach links verfahren wird, also der Hydraulikzylinder5 ausfährt, sind nicht dargestellt, sie sind jedoch auf herkömmliche Weise ausgebildet. Der Abschlussring13 ist gegenüber der Kolbenstange8 , also vorliegend der Hülse9 , mittels einer in1 schematisch angedeuteten Dichtungsanordnung15 auf an sich bekannte Weise abgedichtet und weist vorliegend auch nicht in der Zeichnung dargestellte, an sich bekannte Maßnahmen zum Abstreifen von Schmutz auf, damit die Dichtungsanordnung15 geschützt wird. - Der Biegebereich
11 des Biegestabs10 ermöglicht eine gewisse Nachgiebigkeit bei großen Querkräften, die Hülse9 ist jedoch möglichst biegesteif ausgebildet, so dass nur relativ geringe elastische Verformungen in radialer Richtung (auf Grund des Innendrucks im von einer Hydraulikflüssigkeit gefüllten Zwischenraum zwischen Hülse9 und Zylindergehäuse6 und Kolben7 ) und ebenfalls relativ geringe elastische Verformungen der Hülse9 gegenüber dem Zylindergehäuse6 (in Folge der Querkräfte) auftreten, wodurch die Dichtungsanordnung15 geschont wird und dadurch eine längere Lebensdauer aufweist. - Gemäß einem weiteren, nicht in der Zeichnung dargestellten dritten Ausführungsbeispiel ist der Biegestab in seinem Biegebereich mit einem außen abgerundeten, sechseckigen Profil ausgebildet. Ansonsten entspricht der Hydraulikzylinder gemäß dem dritten Ausführungsbeispiel den beiden zuvor beschriebenen Ausführungsbeispielen.
- Der Hydraulikzylinder
5 gemäß dem vierten Ausführungsbeispiel weist, wie in5 dargestellt, einen in einem Zylindergehäuse6 angeordneten Kolben7 mit einer Kolbenstange8 auf. Die Kolbenstange8 ist hierbei wiederum zweiteilig ausgebildet, wobei sie eine ausreichend druckstabile hohlzylindrische Hülse9 und einen Biegestab10 aufweist, die beide auf einer Seite mit dem Kolben7 verbunden sind. - Der Kolben
7 , der gegenüber dem Zylindergehäuse6 auf bekannte Weise abgedichtet und geführt ist (nicht dargestellt), weist an seinem stangenseitigen Ende einen Absatz auf, so dass die Hülse9 mit dem entsprechenden Ende über den Absatz auf den entsprechenden Bereich des Kolbens7 aufgeschoben und mit demselben verschweißt ist, so dass eine Längsbewegung des Kolbens7 , wie beim ersten Ausführungsbeispiel beschrieben, nicht möglich ist. Der Biegestab8 ist vorliegend einstückig mit dem Kolben7 ausgebildet. - Der Außendurchmesser der Hülse
9 ist kleiner als der Innendurchmesser des Zylindergehäuses6 , welcher im Wesentlichen dem Außendurchmesser des Kolbens7 entspricht. - Soweit vorstehend nicht ausdrücklich erwähnt, entspricht die Ausgestaltung des Hydraulikzylinders
5 gemäß dem vierten Ausführungsbeispiel der des Hydraulikzylinders5 des ersten Ausführungsbeispiels, d.h. die Schnittdarstellung von2 entspricht einem entsprechenden Schnitt durch den Hydraulikzylinder5 gemäß dem vierten Ausführungsbeispiel, so dass auf die weitere Ausgestaltung nicht näher eingegangen wird. In der Darstellung von5 sind zudem gleiche Bauteile mit den gleichen Bezugszeichen wie beim ersten Ausführungsbeispiel bezeichnet, auch wenn hierauf in der Beschreibung nicht näher eingegangen wird. - Varianten des Biegestabquerschnitts sind, bspw. entsprechend dem zweiten und dritten Ausführungsbeispiel, auch im Falle des vierten Ausführungsbeispiels möglich.
-
- 1
- Reachstacker
- 2
- Fahrzeugrahmen
- 3
- Teleskopausleger
- 4
- Lastaufnahmemittel
- 5
- Hydraulikzylinder
- 6
- Zylindergehäuse
- 7
- Kolben
- 7'
- Aufnahme
- 7''
- Dichtung
- 8
- Kolbenstange
- 9
- Hülse
- 10
- Biegestab
- 11
- Biegebereich
- 12
- Toleranzring
- 13
- Abschlussring
- 14
- Bohrung
- 15
- Dichtungsanordnung
Claims (14)
- Hydraulisches Stellglied, insbesondere Hydraulikzylinder (
5 ), mit einem Gehäuse (6 ), einem im Gehäuse (6 ) angeordneten Kolben (7 ) und einer mit dem Kolben (7 ) verbundenen Kolbenstange (8 ), wobei die Kolbenstange (8 ) mindestens eine Hülse (9 ) und mindestens einen zumindest bereichsweise innerhalb der Hülse (9 ) verlaufenden Biegestab (10 ) aufweist, die an mindestens einem Ende der Kolbenstange (8 ) relativ zueinander beweglich sind, dadurch gekennzeichnet, dass der Biegestab (10 ) fest mit dem Kolben (7 ) verbunden ist. - Hydraulisches Stellglied nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (
9 ) mit Spiel mit dem Kolben (7 ) verbunden ist. - Hydraulisches Stellglied nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (
9 ) kolbenseitig ein flanschartiges Ende aufweist, welches in einer sich in radialer Richtung nach außen erstreckende, ringnutförmige Aufnahme (7' ) mit einem hülsenseitig angeordneten Bereich mit verringertem Innendurchmesser angeordnet ist, die an der hülsenseitigen Seite des Kolbens (7 ) angeordnet ist. - Hydraulisches Stellglied nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (
9 ) fest mit dem Kolben (7 ) verbunden ist. - Hydraulisches Stellglied nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Biegestab (
10 ) einen Biegebereich (11 ) mit einem verringerten Querschnitt aufweist. - Hydraulisches Stellglied nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Biegestab (
10 ) und die Hülse (9 ) im querkraftfreien Zustand parallel zueinander verlaufend angeordnet sind. - Hydraulisches Stellglied nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (
9 ) und der Biegestab (10 ) aus unterschiedlichen Materialien bestehen. - Hydraulisches Stellglied nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (
9 ) aus einem biegesteiferen Material als der Biegestab (10 ) besteht. - Hydraulisches Stellglied nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Biegestab (
10 ) in seinem Biegebereich (11 ) einen kreisförmigen, viereckigen, insbesondere rechteckförmigen mit gekrümmten Schmalseiten, oder sechseckigen Profilquerschnitt aufweist. - Hydraulisches Stellglied nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das vom Kolben (
7 ) entferntere Ende des Biegestabs (10 ) elastisch nachgiebig mit dem Kolben (7 ) verbunden ist und mit zumindest einer Anbindungsvorrichtung direkt oder indirekt verbunden oder verbindbar ist. - Hydraulisches Stellglied nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Biegestab (
10 ) an oder in der Nähe seines vom Kolben (7 ) beabstandeten Endes in oder an der Hülse (9 ) unter Zwischenlage eines elastischen Elements zentriert ist. - Hydraulisches Stellglied nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Biegestab (
10 ) an oder in der Nähe seines vom Kolben (7 ) beabstandeten Endes gegenüber der Hülse (9 ) abgedichtet ist. - Hydraulisches Stellglied nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das hydraulische Stellglied ein Abstützzylinder, Wippzylinder, ein Ausschubzylinder oder ein Ballastierzylinder ist.
- Kran zum Heben von Lasten, insbesondere Telelader, gekennzeichnet durch mindestens ein hydraulisches Stellglied nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
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|---|---|---|---|---|
| CN105443492A (zh) * | 2015-12-11 | 2016-03-30 | 苏州源硕精密模具有限公司 | 一种单活塞杆液压缸 |
| CN116422399A (zh) * | 2023-06-08 | 2023-07-14 | 新乡市威远机械有限公司 | 一种破碎机 |
| CN116422399B (zh) * | 2023-06-08 | 2023-08-25 | 新乡市威远机械有限公司 | 一种破碎机 |
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