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DE102006004127B3 - Hydraulisches Stellglied - Google Patents

Hydraulisches Stellglied Download PDF

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DE102006004127B3
DE102006004127B3 DE200610004127 DE102006004127A DE102006004127B3 DE 102006004127 B3 DE102006004127 B3 DE 102006004127B3 DE 200610004127 DE200610004127 DE 200610004127 DE 102006004127 A DE102006004127 A DE 102006004127A DE 102006004127 B3 DE102006004127 B3 DE 102006004127B3
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Joachim Hirschmann
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    • B66HOISTING; LIFTING; HAULING
    • B66FHOISTING, LIFTING, HAULING OR PUSHING, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR, e.g. DEVICES WHICH APPLY A LIFTING OR PUSHING FORCE DIRECTLY TO THE SURFACE OF A LOAD
    • B66F9/00Devices for lifting or lowering bulky or heavy goods for loading or unloading purposes
    • B66F9/06Devices for lifting or lowering bulky or heavy goods for loading or unloading purposes movable, with their loads, on wheels or the like, e.g. fork-lift trucks
    • B66F9/065Devices for lifting or lowering bulky or heavy goods for loading or unloading purposes movable, with their loads, on wheels or the like, e.g. fork-lift trucks non-masted
    • B66F9/0655Devices for lifting or lowering bulky or heavy goods for loading or unloading purposes movable, with their loads, on wheels or the like, e.g. fork-lift trucks non-masted with a telescopic boom
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    • F15FLUID-PRESSURE ACTUATORS; HYDRAULICS OR PNEUMATICS IN GENERAL
    • F15BSYSTEMS ACTING BY MEANS OF FLUIDS IN GENERAL; FLUID-PRESSURE ACTUATORS, e.g. SERVOMOTORS; DETAILS OF FLUID-PRESSURE SYSTEMS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein hydraulisches Stellglied, insbesondere einen Hydraulikzylinder (5), mit einem Gehäuse (6), einem im Gehäuse (6) angeordneten Kolben (7) und einer mit dem Kolben (7) verbundenen Kolbenstange (8), wobei die Kolbenstange (8) mindestens eine Hülse (9) und mindestens einen zumindest bereichsweise innerhalb der Hülse (9) verlaufenden Biegestab (10) aufweist, die an mindestens einem Ende der Kolbenstange (8) relativ zueinander beweglich sind.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein hydraulisches Stellglied, insbesondere einen Hydraulikzylinder, gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.
  • Hydraulische Stellglieder, wie insbesondere Hydraulikzylinder, werden unter anderem für Telelader, wie insbesondere Reachstacker, Baumaschinen, Kranen, bspw. im maritimen Bereich oder Mobilkranen verwendet. Ein derartiger Telelader ist in der DE 10 2004 018 644 A1 beschrieben. Hierbei ist ein Teleskopausleger, an dessen Ende beispielsweise ein Spreader angelenkt sein kann, welcher eine Last, insbesondere einen Container, aufnehmen kann, über einen einzigen, entsprechend dimensionierten Wippzylinder heb- und senkbar. Dieser Wippzylinder ist großen Kräften in Längsrichtung, aber auch in seitlicher Richtung ausgesetzt.
  • Aus der DE 29 40 570 A1 ist ein Stellglied in Form einer Kolben-Zylinder-Einheit für ein pneumatisches oder hydraulisches Druckmedium bekannt, welches gege benenfalls mehrere teleskopartig ineinander und in den Zylinder einfahrbare Kolbenstangen aufweist. Die Kolbenstangen können von einer Schutzhülle überzogen sein. Der Zylinder und gegebenenfalls vorhandene mittlere Kolbenstangen weisen einen Abschlussring auf. Hierbei ist ein relativ großes Spiel zwischen Kolbenstange und Abschlussring vorgesehen, innerhalb von dem die Kolbenstange verschiebbar ist. Der Abschlussring weist auf seiner der Kolbenstange zugewandten Innenseite eine im Querschnitt halbkreisförmige Eindrehung auf, in die eine Reihe von Führungssteinen eingelegt ist, die durch einen Kunststoffring in Einbaulage und mit Abstand zueinander gehalten werden. Eine derartigere Kolben-Zylinder-Einheit ermöglicht zwar eine Einstellbarkeit der Führungssteine im Abschlussring, so dass auch bei relativ großen Querkräften in Folge der Selbstausrichtung der Führungssteine dieselben stets flächig anliegen, so dass keine hohen Kantenkräfte am Abschlussring wirken, welche beispielsweise eine dem Korrosionsschutz dienende Edelstahl-Schutzhülle der Kolbenstange beschädigen könnten.
  • Aus der DE 40 38 950 A1 ist ferner ein Kolben-Zylinder-Aggregat zur Erzeugung und Übertragung von Druckkräften bekannt, mit einem in einem Gehäuäse angeordneten Kolben und einer mit dem Kolben verbundene Kolbenstange, wobei die Kolbenstange eine Hülse und einen zumindest bereichsweise in der Hülse verlaufenden Stab aufweist, die an einem Ende der Kolbenstange zueinander beweglich sind.
  • Jedoch lassen auch derartige Stellglieder noch Wünsche offen.
  • Ausgehend von diesem bekannten Stand der Technik, liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes Stellglied zur Verfügung zu stellen. Dabei sollen insbesondere im voll ausgefahrenen Zustand des Stellglieds die Querkräfte auf den Abschlußring bzw. die dort eingesetzten Führungssteine und Dichtungen möglichst gering gehalten werden.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein hydraulisches Stellglied mit den Merkmalen des Anspruches 1. Vorteilhafte Ausführungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
  • Erfindungsgemäß ist ein hydraulisches Stellglied, insbesondere Hydraulikzylinder, mit einem Gehäuse, insbesondere einem Zylindergehäuse, einem im Gehäuse ange ordneten Kolben und einer mit dem Kolben verbundenen Kolbenstange vorgesehen, wobei die Kolbenstange mindestens eine Hülse und mindestens einen zumindest bereichsweise innerhalb der Hülse verlaufenden Biegestab aufweist, die an mindestens einem Ende der Kolbenstange relativ zueinander beweglich sind.
  • Durch das Vorsehen einer Hülse mit einem hierin angeordneten Biegestab lässt sich die Aufteilung der Kräfte auf die Führungsflächen zwischen Kolben und Zylindergehäuse einerseits sowie die Führungsflächen zwischen Hülse und einer Abschlusshülse andererseits durch eine entsprechende Festlegung der Kolbenlänge und die Art der Ausbildung des Verbindungselements, z.B. eines Toleranzringes, zwischen Biegestab und Hülse so einstellen, dass unter anderem die Abschlusshülse und die Abdichtung zwischen Abschlusshülse und Hülse (Außenseite der Kolbenstange) weniger belastet wird. Die Aufteilung der Kräfte ist von der Stellung des Kolbens im Zylindergehäuse abhängig. Insbesondere kann im voll ausgefahrenen Zustand die bei bekannten Anordnungen auftretende, hohe Beanspruchung der Abschlusshülse und der darin eingebauten Dichtungsanordnung erheblich reduziert werden, wodurch der Verschleiß beider Komponenten deutlich reduziert wird. Eine entsprechende Ausgestaltung wirkt zudem stoßmildernd, da zumindest ein Teil der Stoßenergie vom Biegestab aufgenommen wird, wodurch sämtliche Komponenten weniger belastet werden, einschließlich der Hydraulik, und dadurch die Lebensdauer erhöht werden kann. Ferner können unter Umständen dünnere Wände realisiert werden, so dass Material und somit Gewicht eingespart werden kann.
  • Hülse und Biegestab können fest mit dem Kolben verbunden sein, jedoch kann auch eine Relativbewegung, insbesondere zwischen Kolben und Hülse möglich sein, wobei diese bevorzugt begrenzt ist, bspw. durch zwei definierte Spalte zwischen einem Bereich der Hülse, vorzugsweise einem flanschartigen, nach außen überstehenden Rand, der das kolbenseitige Ende der Hülse bildet, und einer am Kolben angebrachten oder ausgebildeten Aufnahme, in welcher der entsprechende Bereich der Hülse angeordnet ist. Dabei begrenzen die Spalte die entsprechenden Längsverschiebungen des in der Aufnahme angeordneten Bereichs der Hülse.
  • Die Ausgestaltung des Stellglieds ist vorzugsweise im Wesentlichen zylinderförmig, jedoch sind auch andere Ausgestaltungen, bspw. halbmond- oder D-förmige, ovale, vier-, sechs- oder achteckige Formen möglich. Zudem muss die Bewegungsrichtung nicht notwendigerweise gerade sein, sondern es ist vielmehr auch eine gekrümmte Ausgestaltung möglich, so dass die Aus- und Einfahrbewegung des Kolbens im Wesentlichen entlang einer Kreisbahn verläuft.
  • Der Biegestab weist vorzugsweise einen Biegebereich mit verringertem Querschnitt auf, insbesondere einen kreisförmigen Querschnitt. Ferner kann der Biegebereich einen auf die zu erwartenden Belastungen ausgelegten Querschnitt aufweisen, insbesondere bevorzugt rechteckförmig, rechteckförmig mit im Wesentlichen entsprechend dem Innendurchmesser der Hülse gekrümmten Schmalseiten, quadratisch, oval, sechs- oder achteckig ausgebildet sein, um die Nachgiebigkeit in einer Vorzugsrichtung zu erhöhen oder zu verringern.
  • Der Biegestab und die Hülse sind vorzugsweise im querkraftfreien Zustand parallel zueinander verlaufend angeordnet, wobei bevorzugt die Mittellängslinien aufeinander fallen.
  • Es kann vorteilhaft sein, die Hülse und den Biegestab aus unterschiedlichen Materialien herzustellen. Die Hülse besteht hierbei bevorzugt aus einem biegesteiferen Material als der Biegestab. Die Hülse weist vorzugsweise eine Zugfestigkeit von 960 N/mm2 +/– 10%, insbesondere bevorzugt ca. 960 N/m2, auf, die Zugfestigkeit des Biegestabs ist bevorzugt etwas größer. Der Biegestab besteht vorzugsweise aus einem Federstahl.
  • Das eine Ende des Biegestabs ist vorzugsweise elastisch nachgiebig mit dem Kolben verbunden und das andere Ende mit zumindest einer Anbindungsvorrichtung direkt oder indirekt verbunden oder verbindbar. Als Anbindungsvorrichtung kann bspw. ein Lagerauge dienen, welches einstückig mit dem Biegestab verbunden oder an demselben vorzugsweise mittels einer Schweiß- oder Schraubverbindung angebracht sein kann.
  • Bevorzugt entspricht die Länge des Biegebereichs mindestens der Hälfte der Biegestablänge, die innerhalb der Hülse angeordnet ist. Der Biegebereich kann auch unterteilt ausgebildet sein, d.h. es sind in diesem Fall über die Länge des Biegestabs mindestens zwei Biegebereiche vorgesehen, die jeweils von einem biegesteiferen Bereich unterbrochen sind.
  • Der Biegestab ist bevorzugt an oder in der Nähe seines vom Kolben beabstandeten Endes in oder an der Hülse unter Zwischenlage eines elastischen Elements zentriert. Als ein solches Element kann bspw. ein Federring, ein Toleranzring oder eine Toleranzhülse dienen. Im übrigen Verlauf von Biegestab und Hülse ist zwischen denselben ein Spalt ausgebildet, wobei die Spaltweite variieren kann. Bevorzugt sollte ein Kontakt von Hülse und Biegestab, insbesondere im Biegebereich, vermieden werden, jedoch kann ein Kontakt den Biegestab vor einer Überbeanspruchung schützen.
  • Bevorzugt ist der Biegestab an oder in der Nähe seines vom Kolben beabstandeten Endes gebenüber der Hülse abgedichtet. Die Abdichtung erfolgt bevorzugt mittels einer elastischen Masse, bspw. mittels Silikon. Es kann auch ein elastischer Dicht ring vorgesehen sein, welcher jedoch möglichst keine Kräfte vom Biegestab auf die Hülse übertragen soll.
  • Beim hydraulischen Stellglied handelt es sich vorzugsweise um einen Abstützzylinder, Wippzylinder, Ausschubzylinder oder einen Ballastierzylinder.
  • Ein derartiges Stellglied wird vorzugsweise für einen Kran zum Heben von Lasten, insbesondere Autokräne, Hafenkräne, Schiffskräne, Telelader, Bagger, Baufahrzeuge, verwendet. Der Kran kann auch mobil ausgebildet sein, d.h. in Kombination mit einem Fahrzeug.
  • Die Erfindung wird im Folgenden anhand von mehreren Ausführungsbeispielen, teilweise unter Bezugnahme auf die Zeichnung, näher erläutert. Hierbei zeigt
  • 1 einen stark schematisiert dargestellten Längsschnitt durch einen Hydraulikzylinder gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel,
  • 2 einen Schnitt durch die Kolbenstange von 1,
  • 3 einen Schnitt durch eine Kolbenstange gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel,
  • 4 einen schematisch dargestellten Reachstacker mit einem Hydraulikzylinder, und
  • 5 einen stark schematisiert dargestellten Längsschnitt durch einen Hydraulikzylinder gemäß dem vierten Ausführungsbeispiel.
  • Ein Reachstacker 1, wie er in 4 dargestellte ist, weist einen Fahrzeugrahmen 2 und einen auf diesem verschwenkbar angeordneten Teleskopausleger 3 mit einem Lastaufnahmemittel 4 auf. Um den Teleskopausleger 3 anzuheben oder abzusenken ist ein mit einem Ende verschwenkbar am Fahrzeugrahmen 2 und mit dem anderen Ende verschwenkbar am Teleskopausleger 3 angebrachter, als Stellglied dienender Hydraulikzylinder 5 vorgesehen, auf den im Folgenden näher eingegangen wird.
  • Der Hydraulikzylinder 5 gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel weist, wie in 1 dargestellt, einen in einem Zylindergehäuse 6 angeordneten Kolben 7 mit einer Kolbenstange 8 auf. Die Kolbenstange 8 ist hierbei zweiteilig ausgebildet, wobei sie eine ausreichend druckstabile hohlzylindrische Hülse 9 und einen Biegestab 10 aufweist, die beide auf einer Seite mit dem Kolben 7 verbunden sind.
  • Die Verbindung mit dem Kolben 7 ist in folgender Weise vorgesehen: Die Biegestange 8 ist fest, vorliegend einstückig, mit dem Kolben 7 verbunden. Eine zweiteilige Ausgestaltung ist ebenfalls möglich, wobei der Kolben 7 fest mit der Biegestange 8 zu verbinden ist, bspw. mittels Schweißens oder oder einer form- und/oder kraftschlüssigen Verbindung, die sich bei einem ordnungsgemäßen Betrieb des Hydraulikzylinders 5 nicht löst. Die Hülse 9 weist ein flanschartiges Ende auf, welches in eine sich in radialer Richtung nach außen erstreckende, ringnutförmige Aufnahme 7' mit einem hülsenseitig angeordneten Bereich mit verringertem Innendurchmesser, die an der hülsenseitigen Seite des Kolbens 7 angeordnet, vorliegend angeschweißt, ist, mit Hinterschnitt eingepasst ist, wobei im Bereich mit verringerten Innendurchmesser eine Ringnut vorgesehen ist, in die eine Dichtung 7'' eingesetzt ist. Der Außendurchmesser der Hülse 9 ist hierbei etwas kleiner als der Innendurchmesser des Bereichs mit verringertem Innendurchmesser, in welchem die Ringnut angeordnet ist, wobei auf der vom flanschartigen Ende der Hülse 9 beabstandeten Seite der Ringnut die Durchmesserdifferenz größer ist, also ein ausreichendes Spiel vorhanden ist, um ein Verkanten von Hülse 9 und dem Bereich mit verringertem Innendurchmesser des Kolbens 7 zu verhindern. Die Dichtung 7'' liegt an der Hülsenaußenseite an und dient der reibungsarmem Abdichtung des Zwischenraums zwischen Biegestange 8 und Hülse 9 und der Aufnahme 7' gegenüber dem kolbenstangenseitigen Zylinderinnenraum.
  • Durch diese Ausgestaltung des Übergangsbereichs von Kolben 7 zu Kolbenstange 8 ist eine gewisse Längsbewegung des Kolbens 7 möglich, da die Hülse 9 durch die Reibung in der durch den Bereich mit verringertem Innendurchmesser bzw. der Dichtung 7'' festgehalten wird, wenn die Dichtung 7'' eine kleinere Reibung hat. Somit kann sich der Kolben 7 in der Aufnahme 7' bewegen, ohne dass sich die Hülse 9 bewegt, wenn die Bewegung innerhalb des Spiels, d.h. den freien Abständen der radial verlaufenden Flächen des flanschartigen Randes der Hülse 9 und den radial verlaufenden Flächen der Aufnahme 7', bleibt. Die Hülse 9 kann hierbei auch querkraftsmäßig bei Bedarf weiter entkoppelt werden.
  • Der Biegestab 10 verläuft im Wesentlichen parallel innerhalb der Hülse 9. Vorliegend ist der Biegestab mit einem rechteckförmigen Profil ausgebildet, welches an seinen Schmalseiten etwa entsprechend dem Innendurchmesser der Hülse 9 gekrümmt ist. Der Biegestab ist an seinem anderen Ende mit einem zylindrischen Profil ausgebildet, welches die direkte Fortsetzung des gekrümmten Profils der Schmalseiten des rechteckförmigen Profils bildet. Auf den Bereich des Biegestabs mit verjüngtem Profilquerschnitt wird im Folgenden – auf Grund seiner Funktion – auch als Biegebereich 11 Bezug genommen.
  • Im an den Biegebereich 11 anschließenden zylindrischen Profil ist eine Nut ausgebildet, in welcher ein radial elastischer Toleranzring 12 angeordnet ist, der an seinem Außenumfang an der Innenmantelfläche der Hülse 9 anliegt. Der Toleranzring 12 dient der Einstellbarkeit des Biegestabs 10 gegenüber der Hülse 9, so dass Verspannungen in Längsrichtung der beiden an ihrer anderen Seite fest miteinander verbundenen Teile vermieden werden und der Biegestab 10 sich im Inneren der Hülse 9 etwas elastisch verformen kann, ohne dass größere Kräfte zwischen Biegestab 10 und Hülse 9 übertragen werden, wohingegen die Hülse 9 im Wesentlichen biegesteif ausgebildet ist. Das vom Kolben 7 beabstandete Ende des Biegestabs 10 ragt über das Ende der Hülse 9 hinaus, wobei der Durchmesser sich – unter Beibehaltung eines gewissen Spalts – auf den Außendurchmesser der Hülse 9 erweitert. Die Hülse 9 ist gegenüber dem Biegestab 10 im Bereich des Spalts weichelastisch abgedichtet. Am Ende des Biegestabs ist zur schwenkbaren Anbringung des Hydraulikzylinders 5 ein Element mit einem Lagerauge angeschweißt. Ein entsprechendes Element kann auch auf andere Weise angebracht sein, bspw. angeschraubt, oder gegebenenfalls, d.h. wenn eine ausreichende Festigkeit des Werkstoffs gegeben ist, auch einstückig mit dem Biegestab ausgebildet sein.
  • Außen am Zylindergehäuse 6 ist am vom Kolben 7 beabstandeten Ende ein mehrteiliger Abschlussring 13 angebracht, in den eine Führungsbuchse oder Abschlusshülse 16 dicht anliegend eingesetzt ist. Benachbart zum Abschlussring 13 ist im Zylindergehäuse 6 eine in 1 angedeutete Bohrung 14 vorgesehen, durch welche Hydraulikflüssigkeit eingeleitet und abgeführt werden kann. Die Versorgungsbohrungen für den Kolbenraum, der entsteht, wenn der Kolben 7 in 1 nach links verfahren wird, also der Hydraulikzylinder 5 ausfährt, sind nicht dargestellt, sie sind jedoch auf herkömmliche Weise ausgebildet. Der Abschlussring 13 ist gegenüber der Kolbenstange 8, also vorliegend der Hülse 9, mittels einer in 1 schematisch angedeuteten Dichtungsanordnung 15 auf an sich bekannte Weise abgedichtet und weist vorliegend auch nicht in der Zeichnung dargestellte, an sich bekannte Maßnahmen zum Abstreifen von Schmutz auf, damit die Dichtungsanordnung 15 geschützt wird.
  • Der Biegebereich 11 des Biegestabs 10 ermöglicht eine gewisse Nachgiebigkeit bei großen Querkräften, die Hülse 9 ist jedoch möglichst biegesteif ausgebildet, so dass nur relativ geringe elastische Verformungen in radialer Richtung (auf Grund des Innendrucks im von einer Hydraulikflüssigkeit gefüllten Zwischenraum zwischen Hülse 9 und Zylindergehäuse 6 und Kolben 7) und ebenfalls relativ geringe elastische Verformungen der Hülse 9 gegenüber dem Zylindergehäuse 6 (in Folge der Querkräfte) auftreten, wodurch die Dichtungsanordnung 15 geschont wird und dadurch eine längere Lebensdauer aufweist.
  • Gemäß einem weiteren, nicht in der Zeichnung dargestellten dritten Ausführungsbeispiel ist der Biegestab in seinem Biegebereich mit einem außen abgerundeten, sechseckigen Profil ausgebildet. Ansonsten entspricht der Hydraulikzylinder gemäß dem dritten Ausführungsbeispiel den beiden zuvor beschriebenen Ausführungsbeispielen.
  • Der Hydraulikzylinder 5 gemäß dem vierten Ausführungsbeispiel weist, wie in 5 dargestellt, einen in einem Zylindergehäuse 6 angeordneten Kolben 7 mit einer Kolbenstange 8 auf. Die Kolbenstange 8 ist hierbei wiederum zweiteilig ausgebildet, wobei sie eine ausreichend druckstabile hohlzylindrische Hülse 9 und einen Biegestab 10 aufweist, die beide auf einer Seite mit dem Kolben 7 verbunden sind.
  • Der Kolben 7, der gegenüber dem Zylindergehäuse 6 auf bekannte Weise abgedichtet und geführt ist (nicht dargestellt), weist an seinem stangenseitigen Ende einen Absatz auf, so dass die Hülse 9 mit dem entsprechenden Ende über den Absatz auf den entsprechenden Bereich des Kolbens 7 aufgeschoben und mit demselben verschweißt ist, so dass eine Längsbewegung des Kolbens 7, wie beim ersten Ausführungsbeispiel beschrieben, nicht möglich ist. Der Biegestab 8 ist vorliegend einstückig mit dem Kolben 7 ausgebildet.
  • Der Außendurchmesser der Hülse 9 ist kleiner als der Innendurchmesser des Zylindergehäuses 6, welcher im Wesentlichen dem Außendurchmesser des Kolbens 7 entspricht.
  • Soweit vorstehend nicht ausdrücklich erwähnt, entspricht die Ausgestaltung des Hydraulikzylinders 5 gemäß dem vierten Ausführungsbeispiel der des Hydraulikzylinders 5 des ersten Ausführungsbeispiels, d.h. die Schnittdarstellung von 2 entspricht einem entsprechenden Schnitt durch den Hydraulikzylinder 5 gemäß dem vierten Ausführungsbeispiel, so dass auf die weitere Ausgestaltung nicht näher eingegangen wird. In der Darstellung von 5 sind zudem gleiche Bauteile mit den gleichen Bezugszeichen wie beim ersten Ausführungsbeispiel bezeichnet, auch wenn hierauf in der Beschreibung nicht näher eingegangen wird.
  • Varianten des Biegestabquerschnitts sind, bspw. entsprechend dem zweiten und dritten Ausführungsbeispiel, auch im Falle des vierten Ausführungsbeispiels möglich.
  • 1
    Reachstacker
    2
    Fahrzeugrahmen
    3
    Teleskopausleger
    4
    Lastaufnahmemittel
    5
    Hydraulikzylinder
    6
    Zylindergehäuse
    7
    Kolben
    7'
    Aufnahme
    7''
    Dichtung
    8
    Kolbenstange
    9
    Hülse
    10
    Biegestab
    11
    Biegebereich
    12
    Toleranzring
    13
    Abschlussring
    14
    Bohrung
    15
    Dichtungsanordnung

Claims (14)

  1. Hydraulisches Stellglied, insbesondere Hydraulikzylinder (5), mit einem Gehäuse (6), einem im Gehäuse (6) angeordneten Kolben (7) und einer mit dem Kolben (7) verbundenen Kolbenstange (8), wobei die Kolbenstange (8) mindestens eine Hülse (9) und mindestens einen zumindest bereichsweise innerhalb der Hülse (9) verlaufenden Biegestab (10) aufweist, die an mindestens einem Ende der Kolbenstange (8) relativ zueinander beweglich sind, dadurch gekennzeichnet, dass der Biegestab (10) fest mit dem Kolben (7) verbunden ist.
  2. Hydraulisches Stellglied nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (9) mit Spiel mit dem Kolben (7) verbunden ist.
  3. Hydraulisches Stellglied nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (9) kolbenseitig ein flanschartiges Ende aufweist, welches in einer sich in radialer Richtung nach außen erstreckende, ringnutförmige Aufnahme (7') mit einem hülsenseitig angeordneten Bereich mit verringertem Innendurchmesser angeordnet ist, die an der hülsenseitigen Seite des Kolbens (7) angeordnet ist.
  4. Hydraulisches Stellglied nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (9) fest mit dem Kolben (7) verbunden ist.
  5. Hydraulisches Stellglied nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Biegestab (10) einen Biegebereich (11) mit einem verringerten Querschnitt aufweist.
  6. Hydraulisches Stellglied nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Biegestab (10) und die Hülse (9) im querkraftfreien Zustand parallel zueinander verlaufend angeordnet sind.
  7. Hydraulisches Stellglied nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (9) und der Biegestab (10) aus unterschiedlichen Materialien bestehen.
  8. Hydraulisches Stellglied nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (9) aus einem biegesteiferen Material als der Biegestab (10) besteht.
  9. Hydraulisches Stellglied nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Biegestab (10) in seinem Biegebereich (11) einen kreisförmigen, viereckigen, insbesondere rechteckförmigen mit gekrümmten Schmalseiten, oder sechseckigen Profilquerschnitt aufweist.
  10. Hydraulisches Stellglied nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das vom Kolben (7) entferntere Ende des Biegestabs (10) elastisch nachgiebig mit dem Kolben (7) verbunden ist und mit zumindest einer Anbindungsvorrichtung direkt oder indirekt verbunden oder verbindbar ist.
  11. Hydraulisches Stellglied nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Biegestab (10) an oder in der Nähe seines vom Kolben (7) beabstandeten Endes in oder an der Hülse (9) unter Zwischenlage eines elastischen Elements zentriert ist.
  12. Hydraulisches Stellglied nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Biegestab (10) an oder in der Nähe seines vom Kolben (7) beabstandeten Endes gegenüber der Hülse (9) abgedichtet ist.
  13. Hydraulisches Stellglied nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das hydraulische Stellglied ein Abstützzylinder, Wippzylinder, ein Ausschubzylinder oder ein Ballastierzylinder ist.
  14. Kran zum Heben von Lasten, insbesondere Telelader, gekennzeichnet durch mindestens ein hydraulisches Stellglied nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
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