DE102005062919A1 - Tragfläche für ein Flugzeug und Flugzeug - Google Patents
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Abstract
Die
Erfindung betrifft die Überwachung
der Landeklappen an der Tragfläche
(2) für
ein Flugzeug (1) und ein Flugzeug (1) mit einer solchen Tragfläche (2).
Die Tragfläche
(2) weist einen Flügelkasten
(3), einen relativ zum Flügelkasten
(3) bezüglich
einer Klappendrehachse (7) drehbar gelagerten Träger (5), eine an dem Träger (5)
befestigte Klappe (4), die sich bei Drehung des Trägers (5)
relativ zum Flügelkasten
(3) bezüglich
der Klappendrehachse (7) dreht, einen mit dem Träger (5) gekoppelten Verstellmechanismus
(8) zum Einstellen einer Winkelposition der Klappe (4) bezüglich zum
Flügelkasten
(3) und eine Messvorrichtung (18) zum Erfassen der Winkelposition
der Klappe (4) auf. Die Messvorrichtung (18) weist einen am Träger (5)
angeordneten Drehsensor (19) und ein den Drehsensor (19) mit dem
Verstellmechanismus (8) koppelndes viergliedriges Koppelgetriebe
(22, 24, 26, 27) auf.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Tragfläche für ein Flugzeug und ein Flugzeug.
- Tragflächen für ein Flugzeug umfassen in der Regel einen Flügelkasten und mehrere an dem Flügelkasten angeordnete Klappen, wie z.B. Landeklappen. Während des Starts und der Landung des Flugzeugs werden die Klappen ausgefahren, um den aerodynamischen Auftrieb des Flugzeugs zu erhöhen, indem die Klappen im ausgefahrenen Zustand die effektive Wölbung und Fläche der Tragfläche erhöhen.
- Die Klappen sind bevorzugt an zwei Trägern befestigt und werden mittels eines Verstellmechanismus in ihre gewünschten Positionen verstellt. Die Träger können z.B. an jeweils einer mit an dem Flügelkasten befestigten Halterung bezüglich einer Klappendrehachse relativ zum Flügelkasten drehbar gelagert sein. Bei einem Ausfahren der Klappe dreht der Verstellmechanismus den Träger und somit die Klappe bezüglich dieser Drehachse. Um die Position der Klappe relativ zum Flügelkasten zu bestimmen, umfasst das Flugzeug eine entsprechende Messvorrichtung.
- Ist eine Klappe an mehreren Trägern befestigt, so werden in der Regel alle Träger mit jeweils einem Verstellmechanismus synchron verstellt. Ist z.B. einer der Verstellmechanismen fehlerhaft oder fällt ganz aus, so besteht die Gefahr, dass die Klappe bei einer Bewegung verkantet oder sich verdreht. Dies kann zu einer Beschädigung der Klappe oder des Flügelkastens oder zum Verlust der Klappe führen.
- Die Träger für die Klappen des in der
EP 0 922 633 B1 offenbarten Flugzeugs umfassen dagegen einen Klappenschlitten, den der Verstellmechanismus während des Ein- und Ausfahrens der Klappe auf einer Klappenbahn bewegt. Um die Stellung der Klappe relativ zum Flügelkasten zu bestimmen, umfasst diese Anwendung (Flugzeug) eine Messvorrichtung mit einem Drehsensor, die die translatorische Bewegung des Klappenschlittens in eine Rotationsbewegung für den Drehsensor umformt. - Aufgabe der Erfindung ist es, eine Tragfläche und eine am Flügelkasten bezüglich einer Klappendrehachse drehbar gelagerten Klappe derart auszuführen, dass die Position der Klappe relativ zum Flügelkasten mit relativ einfachen Mitteln erfasst werden kann.
- Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, Vorraussetzungen für ein Flugzeug zu schaffen, dass ein Fehlverhalten des Verstellmechanismus einer Landeklappe zuverlässig erkannt wird.
- Die Aufgabe der Erfindung wird gelöst durch eine Tragfläche für ein Flugzeug, aufweisend einen Flügelkasten, einen relativ zum Flügelkasten bezüglich einer Klappendrehachse drehbar gelagerten Träger, eine an dem Träger befestigte Klappe, die bei Drehung des Trägers relativ zum Flügelkasten bezüglich der Klappendrehachse sich dreht, einen mit dem Träger gekoppelten Verstellmechanismus zum Einstellen einer Winkelposition der Klappe relativ zum Flügelkasten und eine Messvorrichtung zum Erfassen der Winkelposition der Klappe, wobei die Messvorrichtung einen am Träger angeordneten Drehsensor und ein den Drehsensor mit dem Verstellmechanismus koppelndes viergliedriges Koppelgetriebe aufweist.
- Der Verstellmechanismus ist mit dem Träger gekoppelt und dreht diesen bei Bedarf um die Klappendrehachse. Dadurch dreht sich ebenfalls die am Träger befestigte Klappe, die beispielsweise eine Landeklappe ist. Mit dem Verstellmechanismus ist es also möglich, die Klappe in verschiedene Positionen relativ zum Flügelkasten zu bringen. Die Positionen sind gekennzeichnet durch verschiedene Winkelpositionen der Klappe relativ zum Flügelkasten und die einzelnen Winkelpositionen werden mit dem am Träger befestigten Drehsensor der Messvorrichtung erfasst. Die Messvorrichtung weist ferner das viergliedrige Koppelgetriebe auf. Dieses koppelt den Drehsensor mit dem Verstellmechanismus, d.h. das viergliedrige Koppelgetriebe ist einerseits mit dem Drehsensor und andererseits mit dem Verstellmechanismus verbunden. Dadurch, dass das der Drehsensor über das viergliedrige Koppelgetriebe mit dem Verstellmechanismus verbunden ist, verstellt der Verstellmechanismus während der Bewegung des Trägers auch den Drehsensor derart, dass dessen Ausgangssignal ein Maß für die Winkelposition der Klappe relativ zum Flügelkasten ist.
- Der Verstellmechanismus umfasst gemäß einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Tragfläche eine Spindel, eine mit dem Träger gekoppelte Spindelmutter und einen Antrieb, wobei der Antrieb für das Einstellen der Winkelposition der Klappe die Spindel um ihre Längsachse dreht, sodass sich die Spindelmutter längs der Längsachse der Spindel bewegt und dadurch den Träger um die Klappendrehachse dreht. Das viergliedrige Koppelglied ist ferner mit der Spindelmutter gekoppelt. Der Antrieb ist beispielsweise ein hydraulischer oder elektrischer Antrieb. Die Spindelmutter ist auch mit dem viergliedrigen Koppelgetriebe gekoppelt, wodurch die Bewegung der Spindelmutter zum Drehen der Klappe durch das Koppelgetriebe in den Drehsensor eingekoppelt wird. Somit kann der Drehsensor ein der Winkelposition der Klappe zugeordnetes Ausgangssignal abgeben.
- Das viergliedrige Koppelgetriebe weist nach einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Tragfläche einen ersten Hebelarm und einen mit dem ersten Hebelarm gelenkig verbundenen zweiten Hebelarm auf. Der erste Hebelarm ist zusätzlich mit dem Drehsensor an einem Sensordrehpunkt und der zweite Hebel ist gelenkig mit dem Verstellmechanismus, insbesondere mit dem Kreuzgelenk der Spindelmutter, an einem Verbindungspunkt verbunden. An das Kreuzgelenk der Spindelmutter ist gegebenenfalls auch der Träger insbesondere bezüglich einer Drehachse drehbar befestigt. Um den Träger drehbar an der Spindelmutter zu befestigen, ist diese insbesondere kardanisch aufgehängt.
- Das viergliedrige Koppelgetriebe bildet bevorzugt nach einer Variante der erfindungsgemäßen Tragfläche ein Viereck, dessen Seiten durch den ersten und zweiten Hebelarm, sowie den Verbindungsstrecken zwischen dem Sensordrehpunkt und der Drehachse und dem Verbindungspunkt und der Drehachse gebildet werden. Um eine 1:1 Übertragung der Drehung der Klappe auf den Drehsensor zu erreichen, ist das Viereck bevorzugt ein Parallelogramm.
- Nach einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Tragfläche umfasst diese einen weiteren Träger, an dem ebenfalls die Klappe befestigt ist und die bezüglich der Klappendrehachse relativ zum Flügelkasten drehbar gelagert ist, einen mit dem weiteren Träger gekoppelten weiteren Verstellmechanismus zum Einstellen der Winkelposition der Klappe und eine weitere Messvorrichtung zum Erfassen der Winkelposition der Klappe, wobei die weitere Messvorrichtung einen am weiteren Träger angeordneten weiteren Drehsensor und ein dem weiteren Drehsensor mit dem weiteren Verstellmechanismus gekoppeltes weiteres viergliedriges Koppelgetriebe aufweist. Die beiden Verstellmechanismen sind insbesondere baugleich ausgeführt.
- Die weitere Aufgabe der Erfindung wird gelöst durch ein Flugzeug mit wenigstens einer erfindungsgemäßen Tragfläche, die insbesondere eine mit den beiden Drehsensoren verbundene Auswerteeinrichtung zum Auswerten der von den Drehsensoren stammenden Signale umfasst. Umfasst die erfindungsgemäße Tragfläche eine Klappe, die mit zwei Trägern verbunden ist, so werden bei einer Verstellung der Klappe die beiden Verstellmechanismen synchron angetrieben. Sollte einer der beiden Verstellmechanismen defekt sein, so kann dies bei der Bewegung der Klappe ein Verdrehen oder Verkanten derselben zur Folge haben. Wird eine verdrehte oder verkantete Klappe nicht rechtzeitig erkannt und die Bewegung derselben weitergeführt, so kann diese beschädigt werden oder gar verloren gehen. Die Auswerteeinrichtung des erfindungsgemäßen Flugzeuges ist insbesondere derart eingerichtet, dass sie die Signale der beiden Drehsensoren auswertet und aufgrund der Auswertung einen unvorschriftsmäßigen Betriebszustand der Klappe und/oder wenigstens einen der beiden Verstellmechanismen erkennt. Ein unvorschriftgemäßer Betriebszustand der Klappe ist u.a. ein verdrehte oder verkantete Klappe, eine asynchron bewegte Klappe oder ein beschädigter Verstellmechanismus.
- Bei baugleichen Messvorrichtungen und synchroner Verstellung der beiden Träger sind die Ausgangssignale der beiden Drehsensoren in der Regel gleich. Unterscheiden sich die beiden Ausgangssignale signifikant, so kann auf eine Fehlfunktion, wie z.B. eine verkantete Klappe oder gar auf einen Ausfall einer der Verstellmechanismen geschlossen werden.
- Folglich ist ein Differenzsignal aus den beiden Ausgangssignalen bei synchroner Verstellung relativ klein, sodass auf eine Fehlfunktion der Bewegung der Klappe ge schlossen werden kann, wenn das Differenzsignal einen vorgegebenen Grenzwert überschreitet.
- Werden die beiden Verstellmechanismen von zwei unabhängigen Antrieben angetrieben, so kann der Vergleich der beiden Ausgangssignale der Drehsensoren auch zur synchronen Steuerung oder Regelung der beiden Antriebe genutzt werden.
- Aufgrund der erfindungsgemäßen Tragfläche bzw. dem erfindungsgemäßen Flugzeug ist es möglich, u.a. einen Ausfall einer der Verstellmechanismen zuverlässig zu erkennen. Insbesondere ist es möglich, zuverlässig ein gebrochenes Kreuzgelenk, an dem der Träger für die Klappe befestigt ist, zu erkennen und die Pilotin oder den Piloten des Flugzeugs gegebenenfalls zu informieren.
- Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den beigefügten schematischen Zeichnungen exemplarisch dargestellt. Es zeigen:
-
1 Ein Flugzeug mit einer Tragfläche, -
2 einen Schnitt durch die Tragfläche des in der1 gezeigten Flugzeugs, -
3 und4 verschiedenen Positionen einer Landeklappe der Tragfläche und -
5 einen teilweise dargestellten Verstellmechanismus für die Landeklappe der Tragfläche und -
6 eine Detailansicht einer Messvorrichtung zur Positionsbestimmung der Landeklappe. - Die
1 zeigt ein Flugzeug1 mit einer Tragfläche2 . Die Tragfläche2 umfasst einen Flügelkasten3 und mehrere Landeklappen4 , die in den2 bis4 näher dargestellt sind. Im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels umfasst jede der Landeklappen4 , also auch die in den2 bis4 dargestellte Landeklappe4 ei ne erste Teillandeklappe4a und eine zweiten Teillandeklappe4b , die gemeinsam an zwei im Wesentlichen baugleichen Trägen5 befestigt sind. In den2 bis4 ist nur einer der beiden Träger5 dargestellt. - Jeder der beiden Träger
5 ist an einer an dem Flügelkasten3 befestigten Halterung6 bezüglich einer zur Zeichenebene der2 bis4 senkrecht verlaufenden Klappendrehachse7 drehbar gelagert. Somit ist auch die Landeklappe4 über die beiden Träger5 bezüglich der Klappendrehachse7 relativ zum Flügelkasten3 drehbar gelagert. - Die Landeklappen
4 sind dafür vorgesehen, im Betrieb des Flugzeugs1 in verschiedenen Stellungen relativ zum Flügelkasten3 betrieben zu werden. Im normalen Flug befinden sind die Landeklappen4 in der in der2 und3 gezeigten eingefahrenen Stellung relativ zum Flügelkasten3 . Um den aerodynamischen Auftrieb des Flugzeugs1 insbesondere während des Starts und der Landung zu erhöhen, können die Landeklappen4 in eine in der4 gezeigten Stellung relativ zum Flügelkasten3 ausgefahren werden. Bei der Bewegung zwischen der in der3 gezeigten eingefahrenen Stellung und der in der4 dargestellten ausgefahrenen Stellung drehen sich die Landeklappen4 um die Klappendrehachse7 . - Um die Landeklappen
4 zwischen der eingefahrenen und ausgefahrenen Stellung zu bewegen, umfasst die Tragfläche2 mehrere Verstellmechanismen8 , die jeweils mit einem der Träger5 gekoppelt sind und diese bei einer Betätigung des Verstellmechanismus8 um die Klappendrehachse7 drehen. Einer der Verstellmechanismen8 ist in der2 und detaillierter teilweise in der5 dargestellt. - Der Verstellmechanismus
8 umfasst einen an der entsprechenden Halterung6 befestigten Spindelkopf9 , eine am Spindelkopf9 kardanisch aufgehängte, in der5 nur teilweise gezeigte Spindel10 mit einer Spindellängsachse L und eine Spindelmutter11 mit einem Kreuzgelenk12 . Das Kreuzgelenk12 ist im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels als ein Kardanring ausgeführt, an dem der jeweilige Träger5 an jeweils zwei Haltevorrichtungen13 des Kreuzgelenkes12 bezüglich einer Achse A drehbar gelagert ist. - Um die Landeklappen
4 zu verstellen, werden die Spindeln10 der Verstellmechanismen8 mit einem geeigneten Antrieb längs ihrer Spindellängsachsen L gedreht. Dadurch bewegt sich die Spindelmutter11 mit ihrem Kreuzgelenk12 längs der Spindellängsachse L der Spindel10 , wodurch sich die Träger5 und somit die Landeklappen4 bezüglich der Klappendrehachse7 relativ zum Flügelkasten3 drehen. Je nach Position des Kreuzgelenks12 relativ zur Spindel10 nimmt die Landeklappe4 bzw. der Träger5 eine entsprechende Winkelposition relativ zum Flügelkasten3 ein. - Die Spindeln
10 der Verstellmechanismen8 können z.B. mit einem in den Figuren nicht näher dargestellten zentralen hydraulischen oder elektrischen Antrieb über Wellenstränge angetrieben werden, wie dies allgemein beispielsweise aus der in der Einleitung erwähntenEP 0 922 633 B1 bekannt ist. Durch den zentralen Antrieb werden die einzelnen Spindeln10 der Verstellmechanismen8 synchron angesteuert. - Im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels umfasst jedoch jeder der einzelnen Verstellmechanismen
8 einen eigenen Antrieb14 , der die entsprechenden Spindeln10 antreibt. Die Antriebe14 sind im Flügelkasten3 angeordnet, in der1 schematisch dargestellt und sind z.B. elektrische oder hydraulische Antriebe. Die jeweiligen Antriebe14 sind mit den jeweiligen Spindeln10 über eine in der2 teilweise dargestellten Getriebeeinheit15 der Verstellmechanismen8 gekoppelt. - Wie obenstehend bereits beschrieben, ist jede der Landeklappen
4 an jeweils zwei im Wesentlichen baugleichen Trägern5 befestigt. Jeder der Träger5 wird von einem eigenen Verstellmechanismus8 mit einem eignen Antrieb14 angetrieben. Um ein Verkanten der Landeklappen4 zu vermeiden, werden die beiden jeweiligen Träger5 synchron verstellt. Dazu sind die Antriebe14 über elektrische Leitungen21 mit einem im Flugzeugrumpf16 des Flugzeugs1 angeordneten Rechner17 verbunden, der die Antriebe14 geeignet ansteuert. Der Rechner17 wiederum ist in nicht dargestellter Weise mit dem Führerstand des Flugzeugs1 verbunden, sodass eine Pilotin oder ein Pilot die Landeklappen4 bewegen kann. - Um die Winkelposition der entsprechenden Landeklappe
4 bzw. des jeweiligen Trägers5 relativ zum Flügelkasten3 zu bestimmen, ist an jedem der Träger5 eine in den3 ,4 und6 dargestellte Messvorrichtung18 befestigt. - Die Messvorrichtung
18 umfasst einen allgemein bekannten Drehsensor19 , der in einem Sensorgehäuse20 untergebracht ist. Das Sensorgehäuse20 ist über einen in der5 näher dargestellten Sensoranschlussfuß29 fest mit dem Träger5 verschraubt. Aus dem Sensorgehäuse20 ist eine in den Figuren durch einen Sensorhebelarm22 verdeckte Welle herausgeführt, die mit einem Ende des Sensorhebalarms22 fest verbunden ist. Die Längsachse der Welle des Drehsensors19 ist senkrecht zur Zeichenebene der6 ausgerichtet. Die Verbindungsstelle zwischen dem Sensorhebelarm22 und der Welle des Drehsensors19 bilden einen Sensordrehpunkt23 , sodass die Welle des Drehsensors19 durch den Sensorhebelarm22 relativ zum Sensorgehäuse20 verdrehbar ist. Aufgrund der Stellung der Welle des Drehsensors19 relativ zum Sensorgehäuse20 gibt der Drehsensor19 ein entsprechendes Ausgangssignal ab, das über eine der Übersicht halber nicht dargestellte elektrische Leitung dem Rechner17 zugeführt wird. Auf dem Rechner17 läuft wiederum ein Rechnerprogramm, das aufgrund des vom Drehsensor19 gelieferten Ausgangssignals die Stellung des entsprechenden Trägers5 relativ zum Flügelkasten3 berechnet. - Die Messvorrichtung
18 umfasst eine Verbindungsstange24 . Ein Ende der Verbindungsstange24 ist mit dem nicht mit dem Drehsensor19 verbundenen Ende des Sensorhebelarms22 über einen ersten Verbindungspunkt25 gelenkig verbunden. Das andere Ende der Verbindungsstange24 ist über einen zweiten Verbindungspunkt26 mit dem Kreuzgelenk12 gelenkig verbunden. - Der Sensorhebelarm
22 und die Verbindungsstange24 liegen im Westlichen in der Zeicheneben der6 . Die Achse A, bezüglich der der Träger5 drehbar am Kreuzgelenk12 gelagert ist, schneidet die Zeichenebene in einem Punkt P. Die Verbindungsstrecke zwischen dem Punkt P und dem Sensordrehpunkt23 hat das Bezugszeichen27 . Die Verbindungsstrecke zwischen dem Punkt P und dem zweiten Verbindungspunkt26 hat das Bezugszeichen28 . - Der Sensorhebelarm
22 , die Verbindungsstange24 und die beiden Verbindungsstrecken27 ,28 bilden ein Viereck, das ein viergliedriges Koppelgetriebe darstellt, das das Kreuzgelenk12 mit dem Drehsensor19 bzw. mit der Welle des Drehsensors19 koppelt. Folglich verstellt dieses viergliedrige Koppelgetriebe den Drehsensor19 bei einer Drehung des entsprechenden Trägers5 um die Sensordrehachse7 . Dies ist aus den3 und4 ersichtlich, da bei unterschiedlichen Stellungen der Landeklappe4 bzw. des Trägers5 relativ zum Flügelkasten3 der Sensorhebelarm22 durch die Verbindungsstange24 jeweils zwei verschiedene Stellungen bezüglich dem Träger5 einnimmt, wodurch der Sensorhebelarm22 die Welle des Drehsensors19 relativ zum Sensorgehäuse20 verstellt. - Des Weiteren sind im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels die Längen des Sensorhebelarms
22 , der Verbindungsstange24 der Verbindungsstrecken27 ,28 derart dimensioniert, dass diese Komponenten ein Parallelogramm bilden. Dadurch ergibt sich eine 1:1 Übersetzung von der Drehbewegung des Trägers5 bezüglich der Klappendrehachse7 auf die Verstellung des Drehsensors19 . - Im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels ist an jedem Träger
5 der Tragfläche2 eine Messvorrichtung18 befestigt, die die entsprechende Winkelposition des Trägers5 misst. Die den Winkelpositionen zugeordneten Ausgangssignale der Drehsensoren19 werden über die nicht dargestellten elektrischen Leitungen dem Rechner17 zugeführt. Wie bereits obenstehend beschrieben, sollen die Landeklappen4 synchron bewegt werden. Insbesondere sollen die beiden Träger5 einer bestimmten Landeklappe4 synchron bewegt werden, um eine Verkantung oder Verdrehung der Landeklappe4 zu verhindern. - Im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels läuft auf dem Rechner
17 ein Rechnerprogramm, das die Ausgangssignale der Drehsensoren19 auswertet und aufgrund der Auswertung die Antriebe14 derart steuert, dass beide Träger5 einer Landeklappe4 synchron verstellt werden. Insbesondere bildet der Rechner17 ein Differenzsignal aus zwei Ausgangssignalen zweier Drehsensoren19 , die einer Landeklappe4 zugeordnet sind. Solange sich die entsprechenden Träger5 synchron be wegen, ist der Betrag dieses Differenzsignal relativ klein. Übersteigt der Betrag des Differenzsignals dagegen einen oberen Grenzwert, so kann auf eine asynchrone Bewegung der beiden Träger5 geschlossen werden, die z.B. auch auf ein gebrochenes Kreuzgelenk12 schließen lässt. Im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels unterbricht der Rechner17 die weitere Verstellung der Träger5 , wenn der Betrag des Differenzsignals den Grenzwert überschreitet und leitet eine entsprechende Warnmeldung an den Führerstand des Flugzeugs1 . -
- 1
- Flugzeug
- 2
- Tragfläche
- 3
- Flügelkasten
- 4
- Landeklappe
- 4a, 4b
- Teillandeklappe
- 5
- Träger
- 6
- Halterung
- 7
- Klappendrehachse
- 8
- Verstellmechanismus
- 9
- Spindelkopf
- 10
- Spindel
- 11
- Spindelmutter
- 12
- Kreuzgelenk (Kardanring)
- 13
- Haltevorrichtungen
- 14
- Antrieb
- 15
- Getriebeeinheit
- 16
- Flugzeugrumpf
- 17
- Rechner
- 18
- Messvorrichtung
- 19
- Drehsensor
- 20
- Sensorgehäuse
- 21
- Elektrische Leitungen
- 22
- Sensorhebelarm
- 23
- Sensordrehpunkt
- 24
- Verbindungsstange
- 25
- Verbindungspunkt
- 26
- Verbindungspunkt
- 27, 28
- Verbindungsstrecke
- 29
- Sensoranschlussfuß
- A
- Achse
- L
- Spindellängsachse
- P
- Punkt
Claims (12)
- Tragfläche für ein Flugzeug (
1 ), aufweisend – einen Flügelkasten (3 ), – einen relativ zum Flügelkasten (3 ) bezüglich einer Klappendrehachse (7 ) drehbar gelagerten Träger (5 ), – eine an dem Träger (5 ) befestigte Klappe (4 ), die bei Drehung des Trägers (5 ) relativ zum Flügelkasten (3 ) bezüglich der Klappendrehachse (7 ) sich dreht, – einen mit dem Träger (5 ) gekoppelten Verstellmechanismus (8 ) zum Einstellen einer Winkelposition der Klappe (4 ) bezüglich zum Flügelkasten (3 ) und – eine Messvorrichtung (18 ) zum Erfassen der Winkelposition der Klappe (4 ), wobei die Messvorrichtung (18 ) einen am Träger (5 ) angeordneten Drehsensor (19 ) und ein den Drehsensor (19 ) mit dem Verstellmechanismus (8 ) koppelndes viergliedriges Koppelgetriebe (22 ,24 ,27 ,28 ) aufweist. - Tragfläche nach Anspruch 1, bei der der Verstellmechanismus (
8 ) eine Spindel (10 ), eine mit dem Träger (5 ) gekoppelte Spindelmutter (11 ) und einen Antrieb (14 ) umfasst und das viergliedrige Koppelglied (22 ,24 ,27 ,28 ) mit der Spindelmutter (11 ) gekoppelt ist, wobei der Antrieb (14 ) die Spindel (10 ) für das Einstellen der Winkelposition der Klappe (4 ) die Spindel (10 ) um ihre Längsachse (L) dreht, sodass sich die Spindelmutter (11 ) längs der Längsachse (L) der Spindel (10 ) bewegt und dadurch den Träger (5 ) um die Klappendrehachse (7 ) dreht. - Tragfläche nach Anspruch 1 oder 2, bei der das viergliedrige Koppelgetriebe (
22 ,24 ,27 ,28 ) einen ersten Hebelarm (22 ) und einen mit dem ersten Hebelarm (22 ) gelenkig verbundenen zweiten Hebelarm (24 ) aufweist, wobei der erste Hebelarm (22 ) zusätzlich mit dem Drehsensor (19 ) an einem Sensordrehpunkt (23 ) und der zweite Hebelarm (24 ) gelenkig mit dem Verstellmechanismus (8 ) an einem Verbindungspunkt (26 ) verbunden ist. - Tragfläche nach Anspruch 3, bei der der zweite Hebelarm (
24 ) am Verbindungspunkt (26 ) gelenkig mit der Spindelmutter (11 ) verbunden ist. - Tragfläche nach Anspruch 4, bei der die Spindelmutter (
11 ) ein Kreuzgelenk (12 ) umfasst, mit dem der zweite Hebelarm (24 ) am Verbindungspunkt (26 ) gelenkig verbunden ist und an dem der Träger (5 ) bezüglich einer Drehachse (A) drehbar befestig ist. - Tragfläche nach Anspruch 5, bei der das viergliedrige Koppelgetriebe (
22 ,24 ,27 ,28 ) ein Viereck bildet, dessen Seiten durch den ersten und zweiten Hebelarm (22 ,24 ), sowie den Verbindungsstrecken (27 ,28 ) zwischen dem Sensordrehpunkt (23 ) und der Drehachse (A) und dem Verbindungspunkt (26 ) und der Drehachse (A) gebildet sind. - Tragfläche nach Anspruch 6, bei der das Viereck (
22 ,24 ,27 ,28 ) ein Parallelogramm ist. - Tragfläche nach einem der Ansprüche 1 bis 7, bei der die Klappe eine Landeklappe (
4 ) ist. - Tragfläche nach einem der Ansprüche 1 bis 8, die einen weiteren Träger, an dem die Klappe (
4 ) befestigt ist und die bezüglich der Klappendrehachse (7 ) relativ zum Flügelkasten (3 ) drehbar gelagerten ist, einen mit dem weiteren Träger gekoppelten weiteren Verstellmechanismus zum Einstellen der Winkelposition der Klappe (4 ) und eine weitere Messvorrichtung zum Erfassen der Winkelposition der Klappe (4 ) aufweist, wobei die weitere Messvorrichtung einen am weiteren Träger angeordneten weiteren Drehsensor und ein mit dem weiteren Verstellmechanismus gekoppeltes weiteres viergliedriges Koppelgetriebe aufweist. - Flugzeug mit wenigstens einer Tragfläche (
2 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 9. - Flugzeug mit wenigstens einer Tragfläche (
2 ) nach Anspruch 9 und mit einer mit den beiden Drehsensoren (19 ) verbundenen Auswerteeinrichtung (17 ) zum Auswerten von den Drehsensoren (19 ) stammenden Signalen. - Flugzeug nach Anspruch 11, bei dem die Auswerteeinrichtung (
17 ) ein Differenzsignal aus den beiden Signalen der Drehsensoren (19 ) bildet und bei einem Über- oder Unterschreiten eines Grenzwertes auf einen unvorschriftgemäßen Betriebszustand der Klappe (4 ) und/oder wenigstens einer der beiden Verstellmechanismen (8 ) schließt.
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