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DE102005062334A1 - Verfahren zur Herstellung eines Walzenbezugs - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Walzenbezugs Download PDF

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DE102005062334A1
DE102005062334A1 DE200510062334 DE102005062334A DE102005062334A1 DE 102005062334 A1 DE102005062334 A1 DE 102005062334A1 DE 200510062334 DE200510062334 DE 200510062334 DE 102005062334 A DE102005062334 A DE 102005062334A DE 102005062334 A1 DE102005062334 A1 DE 102005062334A1
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Germany
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profile
profile band
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winding
paper machine
Prior art date
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Withdrawn
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DE200510062334
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English (en)
Inventor
Harald Aufrecht
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Voith Patent GmbH
Original Assignee
Voith Patent GmbH
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Publication date
Application filed by Voith Patent GmbH filed Critical Voith Patent GmbH
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Withdrawn legal-status Critical Current

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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21FPAPER-MAKING MACHINES; METHODS OF PRODUCING PAPER THEREON
    • D21F3/00Press section of machines for making continuous webs of paper
    • D21F3/02Wet presses
    • D21F3/08Pressure rolls

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  • Paper (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen einer strukturierten Oberfläche einer Papiermaschinenwalze, insbesondere eines Presswalzenbezugs, durch Aufwickeln eines Profilbandes in Form einer Spirale auf einen zylindrischen Walzenkern. DOLLAR A Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Aufwickeln in die Oberfläche des Profilbandes, welche nach dem Aufwickeln die äußere Mantelfläche der Papiermaschinenwalze ausbildet, ein Entwässerungsmuster in Form von Aussparungen und/oder Vorsprüngen eingebracht wird, welches quer über diese Oberfläche des Profilbandes verläuft.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Herstellen einer strukturierten Oberfläche einer Papiermaschinenwalze, insbesondere zum Herstellen eines Presswalzenbezugs gemäß den Merkmalen des Oberbegriffs von Anspruch 1. Ferner betrifft die vorliegende Erfindung eine entsprechend hergestellte Papiermaschinenwalze.
  • Die Herstellung des gerillten Belags einer Papiermaschinenwalze durch Wickeln aus Profilband ist bekannt. Beispielsweise wird auf die Offenlegungsschrift DE 25 45 146 A1 verwiesen. In dieser Offenlegungsschrift wird vorgeschlagen, ein profiliertes Band in einer Vielzahl von Windungen auf den Walzenkern (hier Walzenrumpf genannt) zu wickeln. Die Windungen liegen dann frei aneinander und auf der Manteloberfläche des Walzenkerns an und bilden eine Mantelfläche der Papiermaschinenwalze aus, welche als eine arbeitende Walzenoberfläche aus Metall beschrieben wird.
  • In das Profilband wird vor seinem Aufwickeln in eine Seitenfläche eine Längsnut eingewalzt, die sich auf der gegenüberliegenden Seitenfläche als Längssteg ausprägt. Das Band wird hochkant auf den Walzenkern aufgewickelt, so dass sich die Längsstege in die Längsnuten der benachbarten Windungen legen, um ein Verschieben der Windungen in Radialrichtung zueinander zu vermeiden.
  • Gemäß einer Ausführung der zitierten Schrift wird vorgeschlagen, das Profilband entlang seines seitlichen Randes derart zu profilieren, dass sich beim Aufwickeln eine spiralförmige Umfangsnut in der Walzenoberfläche ergibt. Dieses Einbringen der Profilierung kann beispielsweise durch Ausfräsen eines rechteckigen Querschnittes am seitlichen oberen Rand des hochkant gestellten Profils erfolgen.
  • Mit Ausnahme der spiralförmig in Umfangsrichtung verlaufenden Nut ist die äußere Mantelfläche der derart hergestellten Papiermaschinenwalze eben und ohne Strukturierung ausgebildet.
  • Auch die Offenlegungsschrift DE 27 04 157 B2 beschreibt das Einfräsen eines Ausschnittes seitlich an einem Profilband, um eine spiralförmige Umfangsnut in der Oberfläche einer Papiermaschinenwalze herzustellen.
  • Obwohl die bekannten Herstellungsverfahren bereits das Herstellen einer strukturierten Oberfläche einer Papiermaschinenwalze durch Aufwickeln eines Profilbandes in Form einer Spirale auf einen zylindrischen Walzenkern beschreiben, und diese strukturierte Oberfläche ein Entwässerungsmuster beispielsweise zur Verwendung der Papiermaschinenwalze als Presswalze darstellen kann, so ist aufgrund des ausschließlich seitlichen maschinellen Bearbeitens des Profilbandes das Entwässerungsmuster auf die Form einer spiralförmigen Umfangsnut beschränkt, die nicht für alle Entwässerungsaufgaben optimal geeignet ist.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Herstellen einer strukturierten Oberfläche einer Papiermaschinenwalze mit einem Entwässerungsmuster darzustellen, indem ein Profilband auf einen zylindrischen Walzenkern gewickelt wird, mit welchem die Form des Entwässerungsmusters entsprechend des gewünschten Anwendungsbereiches der Papiermaschinenwalze leicht und flexibel optimiert werden kann.
  • Die erfindungsgemäße Aufgabe wird durch ein Verfahren, eine Vorrichtung und ein Erzeugnis gemäß den unabhängigen Ansprüchen gelöst. Die abhängigen Ansprüche beschreiben vorteilhafte und besonders zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung.
  • Wie bei den Verfahren gemäß dem Stand der Technik wird die Papiermaschinenwalze gemäß der Erfindung dadurch hergestellt, dass ein Profilband in Form einer Spirale auf einen zylindrischen Walzenkern gewickelt wird.
  • Unter Profilband ist dabei jegliche Bandform zu verstehen, die geeignet ist, durch Aufwickeln und Fixieren einen Bezug auf dem zylindrischen Walzenkern auszubilden, um so die äußere Mantelfläche, auch Arbeitsfläche genannt, der Papiermaschinenwalze auszubilden. Insbesondere kann das Aufwickeln derart erfolgen, dass die einzelnen Windungen des Profilbandes seitlich formschlüssig aneinander anliegen. Zum Fixieren kann das Profilband beispielsweise an sich selbst und/oder am Walzenkern verschweißt werden, insbesondere durch eine Vielzahl von punktförmigen oder abschnittsweise vorgesehenen linienförmigen Schweißnähten oder durch eine ausgezogene Schweißnaht entlang des gesamten seitlichen Randes des Profilbandes, so dass jeweils zwei nebeneinander liegende Windungen miteinander und/oder am Walzenkern verschweißt werden.
  • Unter Papiermaschinenwalze im Sinne der vorliegenden Erfindung ist jegliche Walze zu verstehen, die in einer Papiermaschine oder ihrem räumlichen oder die Bearbeitung von Papier, Karton oder einem anderen insbesondere faserstoffhaltigen bahnförmigen Material betreffenden Umfeld verwendet wird.
  • Erfindungsgemäß wird in die Oberfläche des Profilbandes, welche nach dem Aufwickeln die äußere Mantelfläche der Papiermaschinenwalze ausbildet, ein Entwässerungsmuster in Form von Aussparungen und/oder Vorsprüngen eingebracht, wobei dieses Entwässerungsmuster – betrachtet in Längsrichtung des Profilbandes – quer über diese Oberfläche des Profilbandes verläuft und sich insbesondere im wesentlichen oder vollständig über die gesamte Oberfläche, zumindest in Querrichtung oder in Quer- und Längsrichtung, erstreckt.
  • Im Gegensatz zum Stand der Technik wird somit das Profilband nicht nur an einer seitlichen Oberfläche oder auch an beiden seitlichen Oberflächen spanend bearbeitet, so dass sich nach dem Aufwickeln eine spiralförmige Umfangsnut ergibt, sondern alternativ oder zusätzlich wird die äußere Oberfläche des Profilbandes, das heißt jene Oberfläche, die nach dem Aufwickeln radial außen liegt, insbesondere maschinell spanend oder durch Laser bearbeitet, so dass andere Muster als im Berührungsbereich zwischen zwei Windungen verlaufende Spiralnuten eingebracht werden können, beispielsweise eine Spiralnut, die mit einem Abstand zu den beiden seitlichen Rändern des Profilbandes positioniert ist oder Rillen, die derart wenigstens teilweise in Axialrichtung der Papiermaschinenwalze verlaufen, dass sie an beiden entgegengesetzten äußeren Rändern des Profilbandes münden.
  • Durch das erfindungsgemäße Verfahren können auch Bohrungen, beispielsweise Durchgangsbohrungen oder Blindbohrungen, in das Profilband eingebracht werden, die mit einem Abstand gegenüber den beiden seitlichen Rändern des Profilbandes positioniert sind oder einen oder beide seitliche Ränder schneiden.
  • Auch prägende Verfahren kommen zum Einbringen des Entwässerungsmusters in die genannte „äußere" Oberfläche des Profilbandes in Betracht. Weitere nicht explizit genannte Verfahren sind zudem möglich.
  • Das Profilband kann beispielsweise aus Stahl, insbesondere aus Edelstahl, hergestellt werden.
  • Mögliche Elemente, um das erfindungsgemäße Entwässerungsmuster in die äußere Oberfläche des Profilbandes einzubringen, sind:
    • – Durchgangsbohrungen und/oder Blindbohrungen, die senkrecht, das heißt mit einem Winkel von genau oder etwa 90°, oder schräg, das heißt mit einem Winkel von mehr als 0° und weniger als 90°, beispielsweise mit einem Winkel zwischen 1° und 89°, insbesondere zwischen 30° und 60°, beispielsweise genau 45° oder in etwa 45°, jeweils gegenüber der genannten äußeren Oberfläche des Profilbandes verlaufen;
    • – senkrecht oder im wesentlichen senkrecht zu den seitlichen Rändern des Profilbandes verlaufende Rillen;
    • – diagonal zu den seitlichen Rändern des Profilbandes verlaufende Rillen, insbesondere mit einem Winkel von mehr als 0° und weniger als 90°, beispielsweise mit einem Winkel zwischen 1° und 89°, von 30° bis 60° oder im wesentlichen oder genau 45° gegenüber wenigstens einem seitlichen Rand;
    • – Rillen, die gemeinsam ein Rautenmuster ausbilden;
    • – Rillen, die gemeinsam ein Schachbrettmuster ausbilden;
    • – in Längsrichtung des Profilbandes parallel oder im wesentlichen parallel zu dessen seitlichen Rändern und mit Abstand zu beiden seitlichen Rändern verlaufende Rillen.
  • Das Entwässerungsmuster kann entweder ausschließlich durch Einbringen von Aussparungen oder durch Aufbringen von Material, um Vorsprünge auszubilden, oder durch beides in das Profilband, das heißt in die genannte Oberfläche des Profilbandes, welche nach dem Aufwickeln die Manteloberfläche der Papiermaschinenwalze ausbildet, eingebracht werden.
  • Zum Befestigen des Profilbandes kann an beiden axialen Enden der Wicklung beziehungsweise der Papiermaschinenwalze jeweils ein Haltering vorgesehen werden, der insbesondere an dem zylindrischen Walzenkern befestigt ist, beispielsweise durch Verschrauben, und in diesen Haltering an jedem axialen Ende kann in dessen Mantelfläche ebenfalls ein Entwässerungsmuster eingebracht werden, das dem Entwässerungsmuster in dem Profilband entspricht, so dass die in Axialrichtung äußerste Windung des Profilbandes mit dem benachbart angeordneten Haltering ein gleiches Entwässerungsmuster ausbildet, wie zwei oder mehrere unmittelbar nebeneinanderliegende Windungen im mittleren Bereich des Wicklungsbereiches.
  • Selbstverständlich ist es auch möglich, nur an einem axialen Ende des Wicklungsbereiches einen entsprechenden Haltering vorzusehen, und an dem anderen axialen Ende beispielsweise einen integralen Steg im zylindrischen Walzenkern auszubilden, mit welchem das Profilband gesichert wird. Dieser Steg kann dann ein entsprechendes Entwässerungsmuster aufweisen.
  • Das Einbringen von Aussparungen in das Profilband kann beispielsweise durch herkömmliche spanabhebende Bohr- oder Fräsverfahren erfolgen oder alternativ oder zusätzlich durch eine Laserbearbeitung, insbesondere Laserschneiden. Des weiteren sind spanlos umformende Verfahren, wie bspw. Prägeverfahren denkbar.
  • Eine Papiermaschinenwalze, die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellt oder herstellbar ist, wie sie die vorliegende Erfindung in einer Ausführungsform betrifft, zeichnet sich dementsprechend durch ein auf einen zylindrischen Walzenkern gewickeltes Profilband, beispielsweise aus Stahl, insbesondere Edelstahl, aus, das auf seiner radial außenliegenden Oberfläche, das heißt auf der die Mantelfläche der Papiermaschinenwalze ausbildenden Fläche, ein entsprechendes Entwässerungsmuster aufweist.
  • Das Entwässerungsmuster kann entweder unmittelbar vor dem Aufwickeln des Profilbandes, sozusagen online, in das Profilband eingebracht werden, oder alternativ oder können zusätzlich Teile des Entwässerungsmusters oder das gesamte Entwässerungsmuster bereits beim Herstellen des Profilbandes in das Profilband eingebracht werden (so dass das Profilband mit dem eingebrachten Entwässerungsmuster anschließend beispielsweise zu einem Bund zusammengewickelt und transportiert werden kann), so dass im letzteren Fall entweder das Entwässerungsmuster durch Einbringen der noch fehlenden Teile online vor dem Aufwickeln auf den Walzenkern eingebracht wird, oder das bereits vollständig mit dem Entwässerungsmuster versehene Profilband nur noch auf den zylindrischen Walzenkern aufgewickelt wird.
  • Die erfindungsgemäße Vorrichtung weist neben einer Abwickel- beziehungsweise Zuführstation für das Profilband und einer Aufwickelstation zum Aufwickeln des Profilbandes auf einen Walzenkern eine Oberflächenbearbeitungsstation auf, um das Entwässerungsmuster vor dem Aufwickeln des Profilbandes auf den Walzenkern in das Profilband einzubringen, wie es zuvor beschrieben wurde. In einer Abwickelstation wird das Profilband, welches noch kein oder noch kein vollständiges Entwässerungsmuster aufweist, von einer Spule, einem Band oder dergleichen abgewickelt. Mit einer Zuführstation kann das Profilband unabhängig seines geometrischen Zustands zugeführt werden.
  • Die Erfindung soll nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen exemplarisch erläutert werden.
  • Es zeigen:
  • 1 eine Übersicht mit beispielhaften Entwässerungsmustern, wie sie in das Profilband in dessen äußere Oberfläche eingebracht werden können, wobei das Profilband jedoch abweichend von der Darstellung insbesondere aus Stahl, beispielsweise Edelstahl, hergestellt ist;
  • 2 ein Ausführungsbeispiel für eine Vorrichtung zum Ausführen eines erfindungsgemäßen Verfahrens;
  • 3 ein erstes Ausführungsbeispiel für einen erfindungsgemäßen hergestellten Bezug einer Papiermaschinenwalze;
  • 4 ein zweites Ausführungsbeispiel für einen erfindungsgemäß hergestellten Bezug einer Papiermaschinenwalze;
  • 5 ein drittes Ausführungsbeispiel für einen erfindungsgemäß hergestellten Bezug einer Papiermaschinenwalze.
  • In der 1 ist eine Übersicht mit zehn verschiedenen Entwässerungsmustern, wie sie erfindungsgemäß in jende Oberfläche eines Profilbandes eingebracht werden können, welche nach dem Aufwickeln auf den zylindrischen Walzenkern die äußere Mantelfläche der Papiermaschinenwalze ausbildet. Im Vergleich dazu zeigt die zweite Spalte von links, das heißt die Spalte zwischen der Spalte mit der Legende und den zehn Spalten mit den Entwässerungsmustern, eine ebene Oberfläche ohne eine Strukturierung.
  • Die 2 zeigt eine schematische Darstellung einer Vorrichtung zum Ausführen eines erfindungsgemäßen Verfahrens. Im einzelnen erkennt man eine Abwickelstation 10 mit einem Ständer 11, der einen Bund 12 aus aufgewickeltem Profilband 3 drehbar trägt. Ferner erkennt man eine Aufwickelstation 13, mittels welcher das Profilband 3 auf den zylindrischen Walzenkern 2 einer Papiermaschinenwalze 1 aufgewickelt wird, so dass das Profilband 3 einen Belag 9 der Papiermaschinenwalze 1 ausbildet. Hierzu wird das Profilband 3 in einzelnen, seitlich zueinander formschlüssigen Windungen 14 hochkant auf den Walzenkern 2 aufgewickelt. Die einzelnen Windungen 14 weisen auf einer Seite durch Prägen seitlich einen Steg 15 und auf der entgegengesetzten Seite entsprechend eine Nut 16 jeweils in Längsrichtung des Profilbandes auf, wobei nach dem Aufwickeln der Steg 15 einer Windung 14 in die Nut 16 der benachbart angeordneten Windung 14 eingreift, um ein radiales Verrutschen der Windungen 14 zueinander zu verhindern.
  • Die Aufwickelstation 13 weist eine Rolle 17 auf, um die Windungen 14 beim Aufwickeln gegeneinander zu pressen.
  • Da das Profilband 3 an dem oberen Rand, welcher nach dem Aufwickeln radial außen zu liegen kommt, seitlich mit einer Aussparung 7 versehen ist, entweder an einer Seite oder an beiden Seiten, wird in dem Belag 9 nach dem Aufwickeln des Profilbandes 3 eine spiralförmige Umfangsnut 8 ausgebildet.
  • In Bewegungsrichtung des Profilbandes 3 zwischen der Abwickelstation 10 und der Aufwickelstation 13 ist eine Oberflächenbearbeitungsstation 19 vorgesehen, mittels welcher das Entwässerungsmuster in die Oberfläche 4 des Profilbandes 3, welche nach dem Aufwickeln auf den zylindrischen Walzenkern 2 die Mantelfläche der Papiermaschinenwalze 1 ausbildet, eingebracht wird. Vorliegend umfasst die Oberflächenbearbeitungsstation 9 eine Prägewalze 20 und eine Gegenwalze 21, wobei die Prägewalze 20 ein Entwässerungsmuster in das Profilband 3 einprägt.
  • Alternativ kann die Oberflächenbearbeitungsstation 19 eine Fräsvorrichtung und/oder eine Bohrvorrichtung (nicht gezeigt) umfassen, um entsprechend Fräsnuten und/oder Bohrungen in das Profilband 3 einzubringen. Auch eine Laserbearbeitung oder andere Verfahren sind möglich.
  • Die 3 bis 5 zeigen jeweils ein Ausführungsbeispiel für den Belag 9 einer Papiermaschinenwalze, in welchen erfindungsgemäß ein Entwässerungsmuster eingebracht wurde. Dabei ist der Belag 9 jeweils in einer axial geschnittenen Ansicht und einer Draufsicht A dargestellt. Dieselben Bezugszeichen bezeichnen dieselben Elemente wie in der 2.
  • Die einzelnen Windungen 14 sind seitlich aneinander anliegend, wiederum formschlüssig in Radialrichtung gesichert mittels eines Steges 15 und einer Nut 16, positioniert.
  • Gemäß der in den 3 und 4 gezeigten Ausführungen ist das Profilband 3 an wenigstens einer oder beiden seitlichen Oberflächen, die vorliegend im wesentlichen senkrecht zu der Oberfläche 4 verlaufen, im radial äußeren Bereich mit einer Aussparung 7 versehen, so dass sich nach dem Aufwickeln auf den Walzenkern (nicht dargestellt) eine spiralförmige Nut 8 in Umfangsrichtung ergibt. Im Gegensatz dazu liegen die einzelnen Windungen 14 gemäß der in der 5 gezeigten Ausführung entlang im wesentlichen ihrer gesamten Seitenflächen derart aneinander an, dass die Mantelfläche der Papiermaschinenwalze frei von einer spiralförmigen Umfangsnut ist, siehe die gezeigten Berührungslinien 22 zwischen den einzelnen Windungen 14 in der Draufsicht A.
  • Die in den 3 bis 5 gezeigten Entwässerungsmuster in der Oberfläche 4 des Profilbandes 3 sind dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Aufwickeln der einzelnen Windungen 14 die eingebrachten Rillen 5 und Bohrungen 6 zweier benachbart zueinander angeordneten Windungen 14 in Umfangsrichtung des Belags 9 versetzt zueinander angeordnet sind. Diese versetzte Rillenstruktur beziehungsweise Bohrungsstruktur entsteht durch den Aufwickelprozess in Abhängigkeit des Durchmessers des zylindrischen Walzenkerns (nicht gezeigt). Das in die Oberfläche 4 des Profilbandes 3 eingebrachte Muster aus Aussparungen und/oder Vorsprüngen, hier Rillen 5 und Bohrungen 6, bildet sich nach dem Aufwickeln auf den zylindrischen Walzenkern entsprechend auf der äußeren Mantelfläche der Papiermaschinenwalze ab.
  • Das in der 3 zwischen die spiralförmige Nut 8 in die Oberfläche 4 eingebrachte Entwässerungsmuster umfasst diagonal verlaufende Rillen 5, wobei in Umfangsrichtung benachbart zueinander angeordnete Rillen 5 hinsichtlich ihres Winkels gegenüber der Längsachse des Profilbandes 3 entgegengesetzt zueinander angeordnet sind. Ferner sind in Längsrichtung des Profilbandes zwischen zwei Rillen 5 jeweils zwei nebeneinanderliegende Bohrungen 6 vorgesehen. Die Bohrungen 6 innerhalb einer einzigen Windung können in Axialrichtung der Walze fluchten oder in Umfangsrichtung versetzt zueinander angeordnet sein. Die Bohrungen 6 einer Windung sind gegenüber den Bohrungen 6 der beiden seitlich anliegenden Windungen insbesondere in Umfangsrichtung versetzt zueinander angeordnet. Vorliegend sind die Bohrungen 6 als Blindbohrungen ausgeführt und liegen teilweise, vorliegend hälftig, innerhalb der spiralförmigen Nut 8. Jede Blindbohrung 6 wird somit durch den seitlichen Rand des Profilbandes 3 abgeschnitten, welcher vorliegend durch die Mitte der Bohrung 6 verläuft.
  • Das in der 4 dargestellte Entwässerungsmuster entspricht dem in der 3 dargestellten Entwässerungsmuster mit Ausnahme der Anordnung der Blindbohrungen 6. Bei den in der 4 gezeigten Ausführungen sind die Bohrungen 6 etwa oder genau mittig auf der Längsachse des Profilbandes 3 positioniert. Vorliegend ist stets genau eine einzige Bohrung 6 zwischen zwei benachbart zueinander angeordneten Rillen 5 vorgesehen, das heißt in Längsrichtung des Profilbandes 3 gesehen, wechseln sich jeweils eine Bohrung 6 und eine Rille 5 miteinander ab.
  • Bei dem in der 5 dargestellten Entwässerungsmuster sind jeweils halbe Bohrungen 6 im Bereich des seitlichen Randes des Profilbandes 3 eingebracht. Vorliegend variiert dabei die Anzahl von Bohrungen zwischen zwei in Längsrichtung des Profilbandes 3 benachbart zueinander angeordneten Rillen 5. In der gezeigten Ausführung wechseln sich jeweils drei halbe und eine halbe Bohrung in Richtung der Längsrichtung des Profilbandes 3 ab.

Claims (13)

  1. Verfahren zum Herstellen einer strukturierten Oberfläche einer Papiermaschinenwalze (1), insbesondere eines Presswalzenbezugs, durch Aufwickeln eines Profilbandes (3) in Form einer Spirale auf einen zylindrischen Walzenkern (2), dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Aufwickeln in die Oberfläche (4) des Profilbandes (3), welche nach dem Aufwickeln die äußere Mantelfläche der Papiermaschinenwalze (1) ausbildet, ein Entwässerungsmuster in Form von Aussparungen und/oder Vorsprüngen eingebracht wird, welches quer über diese Oberfläche (4) des Profilbandes (3) verläuft.
  2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Entwässerungsmuster in Form eines Musters aus Rillen (5) und/oder Bohrungen (6) in die Oberfläche (4) des Profilbandes (3) eingebracht wird, das sich wenigstens in Querrichtung oder in Quer- und Längsrichtung des Profilbandes (3) vollständig oder im wesentlichen vollständig über die Oberfläche (4) erstreckt.
  3. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Profilband (3) aus Stahl, insbesondere aus Edelstahl, hergestellt ist.
  4. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Entwässerungsmuster durch Einbringen von ausschließlich einem oder mehreren der folgenden Elemente in das Profilband (3) hergestellt wird: – Durchgangsbohrungen und/oder Blindbohrungen, welche senkrecht oder mit einem Winkel zwischen 1° und 89°, insbesondere 30° bis 60° oder mit 45° gegenüber der genannten Oberfläche (4) des Profilbandes (3) verlaufen; – senkrecht zu den seitlichen Rändern des Profilbandes (3) verlaufende Rillen; – diagonal zu den seitlichen Rändern des Profilbandes (3) verlaufende Rillen (5), insbesondere mit einem Winkel zwischen 1° und 89°, 30° bis 60° oder 45° gegenüber wenigstens einem seitlichen Rand; – Rillen, die ein Rautenmuster ausbilden; – Rillen, die ein Schachbrettmuster ausbilden; – in Längsrichtung des Profilbandes (3) parallel und mit einem Abstand zu dessen seitlichen Rändern verlaufende Rillen.
  5. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich zu den Aussparungen und/oder Vorsprüngen des Entwässerungsmusters das Profilband (3) entlang wenigstens eines seiner beiden seitlichen Ränder mit einer Aussparung (7), insbesondere mit einem rechteckigen oder im wesentlichen rechteckigen Querschnitt, versehen ist, welche nach dem Aufwickeln eine spiralförmige Nut (8) in Umfangsrichtung der Papiermaschinenwalze (1) ausbildet.
  6. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Profilband (3) entlang seiner seitlichen Ränder formschlüssig und/oder kraftschlüssig aneinander anliegend aufgewickelt wird, und insbesondere punktförmig, abschnittsweise oder entlang der gesamten seitlichen Ränder verschweißt wird.
  7. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass endseitig der Papiermaschinenwalze (1) an einem oder an beiden axialen Enden des aufgewickelten Profilbandes (3) jeweils ein Haltering an dem Walzenkern (2) befestigt wird, welcher insbesondere ein Entwässerungsmuster entsprechend dem in das Profilband (3) eingebrachten Entwässerungsmuster auf seiner äußeren Mantelfläche aufweist.
  8. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Einbringen des Entwässerungsmusters in die Oberfläche (4) des Profilbandes (3) und insbesondere in die Mantelfläche des Halterings durch ausschließlich ein oder mehrere der folgenden Bearbeitungsverfahren erfolgt: – Bohren – Fräsen – Laserschneiden – Spanlose Umformung, wie bspw. Prägen.
  9. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Entwässerungsmuster derart in die Oberfläche (4) des Profilbandes (3) eingebracht wird, dass die Rillen (5) und/oder die Bohrungen (6) nach dem Aufwickeln des Profilbandes (3) in Umfangsrichtung versetzt zueinander angeordnet sind.
  10. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Entwässerungsmuster in eine ebene oder im wesentlichen ebene Oberfläche (4) des Profilbandes (3) ausschließlich durch Einbringen von Aussparungen eingebracht wird.
  11. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Entwässerungsmuster in eine ebene oder im wesentlichen ebene Oberfläche (4) des Profilbandes (3) ausschließlich durch Aufbringen von Vorsprüngen eingebracht wird.
  12. Papiermaschinenwalze (1), hergestellt oder herstellbar nach dem Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 11, mit einem zylindrischen Walzenkern (2); mit einem spiralförmig auf den Walzenkern (2) aufgewickelten Profilband (3) dadurch gekennzeichnet, dass das Profilband (3) auf seiner radial äußeren Oberfläche (4), die die Mantelfläche der Papiermaschinenwalze (1) ausbildet, mit einem Entwässerungsmuster in Form von Aussparungen und/oder Vorsprüngen versehen ist, welches sich in Axialrichtung der Papiermaschinenwalze (1) über eine Vielzahl oder alle Windungen hinweg quer über die gesamte oder im wesentlichen die gesamte Oberfläche (4) des Profilbandes hinweg erstreckt.
  13. Vorrichtung zum Ausführen eines Verfahrens gemäß einem der Ansprüche 1 bis 11 und insbesondere zum Herstellen einer Papiermaschinenwalze (1) gemäß Anspruch 12; mit einer Zuführ- oder Abwickelstation (10) für ein Profilband (3); mit einer Aufwickelstation (13) zum Aufwickeln des Profilbandes (3) auf einen zylindrischen Walzenkern (2); dadurch gekennzeichnet, dass z wischen der Abwickelstation (10) und der Aufwickelstation (13) eine Oberflächenbearbeitungsstation (19) zum Einbringen eines Entwässerungsmusters in die Oberfläche (4) des Profilbandes (3), welche nach dem Aufwickeln die äußere Mantelfläche der Papiermaschinenwalze (1) ausbildet, angeordnet ist, welche derart bearbeitend auf diese Oberfläche (4) des Profilbandes (3) wirkt, dass ein Entwässerungsmuster in Form von Aussparungen und/oder Vorsprüngen eingebracht wird, welches quer über diese Oberfläche (4) des Profilbandes (3) verläuft.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102009028215B3 (de) * 2009-08-04 2010-09-09 Voith Patent Gmbh Kombination eines Pressfilzes mit einem Presswalzenbezug und/oder einem Saugwalzenbezug für eine Papiermaschine

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EP2462279B1 (de) 2009-08-04 2016-08-31 Voith Patent GmbH Kombination eines pressfilzes mit einem presswalzenbezug und/oder einem saugwalzenbezug für eine papiermaschine

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