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DE102005061849A1 - Steuerungsvorrichtung mit Übertragungsfehlerüberwachung und entsprechendes Verfahren - Google Patents

Steuerungsvorrichtung mit Übertragungsfehlerüberwachung und entsprechendes Verfahren Download PDF

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DE102005061849A1
DE102005061849A1 DE200510061849 DE102005061849A DE102005061849A1 DE 102005061849 A1 DE102005061849 A1 DE 102005061849A1 DE 200510061849 DE200510061849 DE 200510061849 DE 102005061849 A DE102005061849 A DE 102005061849A DE 102005061849 A1 DE102005061849 A1 DE 102005061849A1
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Peter Hoch
Ingmar Patrick Hofmann
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Siemens Corp
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Abstract

Die Übertragung von Steuerbefehlen an externe Geräteeinheiten bzw. Aktoren soll für Hausgeräte, insbesondere Heizkörper-Stellventile, verbessert werden. Dazu ist vorgesehen, mit einer Messeinrichtung (10) zum Ermitteln einer aktuellen Übertragungsqualität eine Anzahl an Übertragungsversuchen pro vorgegebener Zeiteinheit festzustellen. In einer Speichereinrichtung wird jeweils die Anzahl an Übertragungsversuchen oder ein entsprechender Indikatorwert für eine oder mehrere Zeiteinheiten gespeichert. In einer Auswerteeinrichtung wird schließlich aus der gespeicherten Anzahl oder den mehreren gespeicherten Anzahlen oder Indikatorwerten in einem vorgegebenen Zeitraum ein Fehlerhäufigkeitswert ermittelt, um gegebenenfalls ein Warnsignal auszugeben. Somit lässt sich die Übertragungsqualität durch die Anzahl von Fehlübertragungen über längere Zeiträume abschätzen.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Steuerungsvorrichtung zum Steuern eines Hausgeräts, insbesondere eines Ventilstellantriebs eines Heizkörpers, mit einer Übertragungseinrichtung zur uni- oder bidirektionalen Übertragung von Steuerbefehlen an mindestens eine externe Geräteeinheit und einer Messeinrichtung, die an die Übertragungseinrichtung angeschlossen ist, zum Ermitteln einer aktuellen Übertragungsqualität. Darüber hinaus betrifft die vorliegende Erfindung ein entsprechendes Verfahren zum Steuern eines Hausgeräts.
  • Bei Heizungssteuerungen, bei denen Steuerungsdaten über ein unsicheres Übertragungsmedium (z.B. Funk) übertragen werden, kann es vorkommen, dass die Kommunikation zeitweise gestört ist. In diesem Fall können Werte beispielsweise für die Ventilsteuerung verloren gehen. Eine einfache Wiederholung eines Steuertelegramms zur Absicherung der Datenübertragung führt nicht immer zum Erfolg, da die Übertragungsstrecke auch für längere Zeit gestört sein kann, z.B. durch eine offene Stahltür eines Schranks nahe der Funkstrecke. Außerdem ist in vielen Funkbereichen der Duty Cycle begrenzt, oder die Sender werden über Batterien betrieben und müssen zur Maximierung der Batterielebensdauer möglicht wenig senden. In beiden Fällen ist eine unnötige Wiederholung von Telegrammen unerwünscht.
  • Der Betreiber der Heizungsanlage kann auftretende Regelungsfehler nicht einfach erkennen; insbesondere dann nicht, wenn diese in seiner Abwesenheit oder nachts auftreten. Falls beispielsweise ein Befehl zur Ventilverstellung zur Temperaturabsenkung verloren geht, wird die Solltemperatur nicht abgesenkt und die Regelgüte lässt nach. Verlieren Stellventile über längere Zeit den Funkkontakt zu ihrer Steuerung, verfahren diese in der Regel in einen "sicheren" Zustand (z.B. halb geöffnet). Dies hat üblicherweise zur Folge, dass der beheizte Raum viel zu warm wird. Dadurch entstehen unnötige Kosten, was häufig erst viel später, z.B. bei der nächsten Heizkostenabrechung, bemerkt wird. Falls der Betreiber die Anlage zur Heizkosteneinsparung erworben hat, wird dann gerade dieses Ziel nicht erreicht.
  • Aus der Druckschrift DE 195 45 973 A1 ist ein funkgesteuerter Heizungsregler bekannt, der einen Empfänger aufweist, welcher über eine in einem bestimmten HF-Band liegende Funkstrecke mit einem Thermostaten in Verbindung steht. Der Thermostat besitzt einen batteriegespeisten Sender, durch welchen Funksignale an den Empfänger gesendet werden. Der Empfänger seinerseits ist mit einer auf das HF-Band der Funkstrecke geeichten Kontrolleinheit ausgerüstet, welche die Stärke der ankommenden Funksignale des Senders und/oder die in der Umgebung des Empfängers vorhandenen Störfelder misst und akustisch bzw. optisch anzeigt. Es wird dort also nur die aktuelle Übertragungsqualität gemessen und angezeigt.
  • Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, die Übertragungsqualität über einen längeren Zeitraum zu überwachen und den Anwender zu befähigen, eine gewisse Übertragungsqualität über einen längeren Zeitraum sicherzustellen.
  • Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch eine Vorrichtung zum Steuern eines Hausgeräts, insbesondere eines Ventilstellantriebs eines Heizkörpers, mit einer Übertragungseinrichtung zum uni- oder bidirektionalen Übertragen von Steuerbefehlen an mindestens eine externe Geräteeinheit und einer Messeinrichtung, die an die Übertragungseinrichtung angeschlossen ist, zum Ermitteln einer aktuellen Übertragungsqualität, wobei mit der Messeinrichtung eine Anzahl an Übertragungsversuchen pro vorgegebener Zeiteinheit ermittelbar ist, eine Speichereinrichtung an die Messeinrichtung angeschlossen ist, um für mehrere Zeiteinheiten jeweils eine Anzahl von Übertragungsversuchen oder einen entsprechenden Indikatorwert zu speichern, und eine Auswerteeinrichtung an die Spei chereinrichtung angeschlossen ist, um einen Fehlerhäufigkeitswert aus den mehreren gespeicherten Anzahlen oder Indikatorwerten für einen vorgegebenen Zeitraum zu ermitteln.
  • Darüber hinaus wird erfindungsgemäß bereitgestellt ein Verfahren zum Steuern eines Hausgeräts, insbesondere eines Stellventils eines Heizkörpers, durch Übertragen von Steuerbefehlen an mindestens eine Geräteeinheit des Hausgeräts und Ermitteln einer aktuellen Übertragungsqualität beim Übertragen der Steuerbefehle, wobei eine Anzahl an Übertragungsversuchen pro vorgegebener Zeiteinheit ermittelt wird, für eine oder mehrere Zeiteinheiten jeweils eine Anzahl von Übertragungsversuchen oder ein entsprechender Indikatorwert gespeichert wird, und ein Fehlerhäufigkeitswert aus der gespeicherten Anzahl oder aus mehreren gespeicherten Anzahlen oder Indikatorwerten für einen vorgegebenen Zeitraum ermittelt wird.
  • In vorteilhafter Weise ist es somit möglich, die Übertragungsqualität an Hand von Fehlversuchen bei der Übertragung über einen längeren Zeitraum festzustellen und abhängig davon gegebenenfalls Maßnahmen zu ergreifen.
  • Vorzugsweise stellt der Fehlerhäufigkeitswert die Summe der Anzahl der Übertragungsversuche oder die Summe der Indikatorwerte für den vorgegebenen Zeitraum dar. Dadurch kann eine einfache Qualitätsgröße gewonnen werden.
  • Entsprechend einer Weiterbildung kann die erfindungsgemäße Steuerungsvorrichtung eine Warneinrichtung aufweisen, um ein Warnsignal abzugeben, wenn der Fehlerhäufigkeitswert einen vorgegebenen Schwellwert überschreitet. Damit kann eine gewisse Fehlertoleranz vorgegeben werden. Hierbei ist es günstig, wenn das Warnsignal eine Information über die Übertragungsstrecke und/oder über die Anzahl von Übertragungsversuchen oder den entsprechenden Indikatorwert beinhaltet. Somit lässt sich im Störungsfall die Störung und dessen Schwere rasch erkennen und beheben.
  • Weiterhin kann gegebenenfalls ein maschinenverarbeitbares Warnsignal an ein übergeordnetes Automatisierungssystem zur Anzeige oder Auswertung weitergeleitet werden. Hierdurch wird eine Alarmierung über ein Netz ermöglicht, da insbesondere bei größeren Gebäuden und Anlagen eine lokale Alarmierung nicht sinnvoll ist.
  • Ist die Steuerungsvorrichtung über einen Datenbus mit einem übergeordneten Automatisierungssystem verbindbar, so kann ein Benutzer einen ermittelten Fehlerhäufigkeitswert von der Auswerteeinrichtung abrufen. Damit ist der Benutzer stets in der Lage, die aktuelle Regelgüte zu überprüfen.
  • In vorteilhafter Weise können bei einer größeren Anlage mit der Auswerteeinrichtung Fehlerhäufigkeitswerte für unterschiedliche Übertragungsstrecken zu verschiedenen Geräteeinheiten bzw. Aktoren parallel ermittelt werden. Damit lassen sich die einzelnen Übertragungsstrecken individuell hinsichtlich ihrer Qualität beurteilen.
  • Vorteilhafterweise ist in der Speichereinrichtung die Anzahl an Übertragungsversuchen oder der entsprechende Indikatorwert zusammen mit einem dazugehörigen Zeitstempel (z.B. Datum) speicherbar. Die zeitliche Zuordnung des Qualitätswerts zu einem Datum lässt bessere Aussagen über vorübergehende Störungen zu.
  • Gemäß einer besonderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung entspricht der Indikatorwert der Anzahl an Übertragungsversuchen, wenn diese Anzahl unterhalb eines vorgegebenen Maximalwerts liegt; andernfalls ist der Indikatorwert höher. Dadurch lassen sich beispielsweise andauernde Störungen anders bewerten als sporadische Störungen.
  • Die vorliegende Erfindung wird nun anhand der beigefügten Zeichnungen näher erläutert, die ein prinzipielles Blockdiagramm einer erfindungsgemäßen Heizungssteuerung dargestellt.
  • Das nachfolgend näher geschilderte Ausführungsbeispiel stellt eine bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung dar.
  • Die in der Figur symbolisch wiedergegebene Steuerungsvorrichtung 1 besitzt eine interne Steuereinheit 2, mit der die zu übertragenden Steuerdaten generiert werden. Die Steuereinheit 2 ist mit einem Sensor 14 verbunden, der die zu regelnde Messgröße (z.B. die Raumtemperatur) ermittelt. Die Übertragung von Steuerdaten (und ggf. der Empfang von Zustandsdaten von den Aktoren) erfolgt drahtlos mit Hilfe einer Antenne 3 über Funkstrecken 4, 5, 6 zu entsprechenden Stellventilen 7, 8, 9. Eine in die Steuerungsvorrichtung 1 integrierte Messeinrichtung 10 misst die Qualität der jeweiligen Übertragungsstrecken, 4, 5, 6. Hierzu werden gegebenenfalls Antworten der Stellventile 7, 8, 9 registriert. Diese Antworten werden entweder direkt (über Zustandsrückmeldungen der Stellventile), oder indirekt (über die Raumtemperaturänderung) registriert. In einem angeschlossenen Speicher 11 werden entsprechende Messwerte bzw. Indikatorwerte für die Übertragungsqualität abgespeichert. Die Messeinrichtung 10 wird durch eine Uhr 12 zeitgesteuert, und in dem Speicher 11 werden die zu einem Messwert gehörigen Zeiten- bzw. Daten abgespeichert. Mit Hilfe einer Anzeige 13 kann der Betreiber der Heizungsanlage gewarnt werden, wenn die Übertragungsqualität über einen längeren Zeitraum eine unzulässig niedrige Qualität besitzt. Alternativ zur Anzeige 13 ist auch eine akustische Meldeeinrichtung denkbar. In einer weiteren Ausprägung der Erfindung ist die Steuerungsvorrichtung 1 Teil eines Gebäudeautomatisierungssystems, und z.B. über EIB, LON, Ethernet usw. mit anderen Automatisierungsgeräten verbunden. In diesem Fall kann die Steuerungsvorrichtung Alarmtelegramme erzeugen und zur Anzeige z.B. an ein Statusdisplay einer Haussteuerung senden.
  • Der (Temperatur-)Sensor 14 in der Steuerungsvorrichtung 1 dient einerseits zur Regelung der Raumtemperatur und andererseits bei einer uni-direktionalen Funkstrecke zur indirekten Bestimmung der Übertragungsqualität über die Raumtemperaturantwort. Die Übertragungsqualität ist über die Raumtemperaturantwort in der Regel nur mit einer bidirektionalen Funkstrecke bestimmbar (Datenübertragung von der Steuerung zum Aktor und vom Aktor zur Steuerung).
  • Durch eine Messung, Auswertung und Anzeige der Übertragungsqualität kann der Betreiber rechzeitig auf ein Problem der Übertragungsqualität aufmerksam gemacht werden. Dabei reicht es nicht aus, die jeweils aktuell gemessene Qualität der Übertragung anzuzeigen, da sich diese über längere Zeiträume betrachtet ändern kann. Daher wird hier die Anzahl der gestörten Übertragungen über einen definierten Zeitraum zu einem Fehlerhäufigkeitswert aufsummiert. Aus diesem Fehlerhäufigkeitswert lässt sich die durchschnittliche Qualität der Übertragungsstrecke ermitteln. Sinnvollerweise unterscheidet man dabei zwischen zwei Arten von gestörten Übertragungen:
    • a) "Sporadische Störungen" sind gestörte Datenübertragungen mit weniger als oder genau n anschließenden Übertragungswiederholungen, wobei die letzte vorgenommene Wiederholung erfolgreich ist.
    • b) "Andauernde Störungen" sind gestörte Datenübertragungen mit genau n aneinander anschließenden erfolglosen Wiederholungsversuchen.
  • In beiden Fällen steht die Zahl n für die größte zugelassene Anzahl von Wiederholungen pro Datenübertragung.
  • Bei der Berechnung der Fehleranfälligkeit bzw. Fehlerhäufigkeit der Datenübertragung (vgl. nachfolgende Beispiele) sind andauernde Störungen sinnvollerweise stärker zu gewichten als sporadische, da es bei andauernden Störungen in der praktischen Anwendung zu einem echten Verlust an Regeldaten und damit einer Beeinträchtigung der Funktionsfähigkeit der Heizungssteuerung kommt. Sporadische Störungen hingegen belasten "nur" die Batterien des Senders und erhöhen die Regelzeiten des Systems.
  • Die nachfolgenden Beispiele dienen zur Veranschaulichung einer Berechnung eines Fehlerhäufigkeitswerts für eine bestimmte Übertragungsstrecke. Das vorgestellte Verfahren ist sehr einfach und daher z.B. auch auf kostengünstigen 4-bit-Mikrocontrollern implementierbar. Es sind auch andere statistische Verfahren zur Berechnung der Fehlerhäufigkeiten bzw. der Indikatorwerte denkbar. Die Beispiele beziehen sich jeweils auf einen Beobachtungszeitraum von sechs Tagen. Zu jedem Beispiel sind für das jeweilige Datum die Anzahl der Fehlversuche und ein korrespondierender Fehlerhäufigkeitsindikator angegeben. Unter dem Begriff "Fehlversuche" wird die Anzahl der festgestellten Wiederholungen pro Datenübertragung verstanden. Die maximal zugelassene Anzahl von Wiederholungen n ist hier auf 5 begrenzt. Das Datum der Übertragung wird gespeichert, um Auswertungen über größere Zeiträume zu ermöglichen.
  • Sinnvollerweise wird der Fehlerhäufigkeitswert für einen bestimmten Zeitraum in festgelegten Intervallen rückblickend berechnet. Im Beispiel werden die täglich ermittelten und gewichteten Fehlversuchsanzahlen zu einem wöchentlichen Indikatorwert aufsummiert, der selbst wiederum täglich aktualisiert wird.
  • Beispiel 1
    Figure 00070001
  • Beispiel 2
    Figure 00080001
  • Beispiel 3
    Figure 00080002
  • In den dargestellten drei Beispielen beträgt der gesamte Zeitraum sechs Tage und es wird für jeden Tag ein Fehlerhäufigkeitsindikator ermittelt. Fünf Fehlversuche ("andauernde Störungen") werden höher bewertet als einzelne Fehlversuche ("sporadische Störungen"). In den Beispielen 1 bis 3 wird jeder Fehlversuch mit einer Wertzahl 1 bewertet, wenn es sich um eine sporadische Störung handelt. Eine andauernde Störung wird (entsprechend dem Beispiel 3) hingegen mit der Wertzahl 10 bewertet. Die Fehlerhäufigkeitsindikatoren jedes Tages werden summiert und beim Erreichen oder Überschreiten der Wertzahl 10 wird eine Warnung an den Benutzer ausgegeben. In den gewählten Beispielen werden die Fehlerhäufigkeitsindika toren jeweils für einen Zeitraum von sechs Tagen rückwirkend aufsummiert.
  • Alternativ kann der Fehlerhäufigkeitsindikator pro Tag auch auf 0 gesetzt werden, wenn eine tolerable Anzahl an Fehlversuchen nicht überschritten wurde. Damit können die Fehlerhäufigkeitsindikatoren ständig ohne Zeitbegrenzung aufsummiert werden, da im Nicht-Fehlerfall der gesamte Fehlerhäufigkeitswert dann nicht steigt. Dieser erhöht sich lediglich im Falle von nicht tolerabel vielen Fehlversuchen soweit, dass er letztlich den festgelegten Schwellwert überschreitet.
  • Die Gewichtung von Fehlversuchen und der Bewertungszeitraum sind an das jeweils verwendete Funksystem anzupassen und hängen von verschiedenen Faktoren wie Frequenzband, Duty Cycle, Sendeleistung usw. ab. In dem Beispiel 1 wird kein Warnsignal ausgegeben, da der Fehlerhäufigkeitswert unter 10 liegt. Dem gegenüber liegt der Fehlerhäufigkeitswert im Beispiel 2 über 10, da bei jeder Datenübertragung zwei Fehlversuche notwendig waren, so dass sich die Fehlerhäufigkeitsindikatoren zu einem gesamten Fehlerhäufigkeitswert von 12 aufsummierten. In dem Beispiel 3 tritt an einem Tag eine andauernde Störung auf, die mit einem Fehlerhäufigkeitsindikator 10 bewertet wird. Allein diese eine andauernde Störung an einem einzigen Tag genügt, um eine Warnung auszugeben, wenn als Schwellwert das Erreichen der Wertzahl 10 gesetzt ist. In dem Beispiel 3 wird der Schwellwert durch die Fehlversuche an den übrigen Tagen jedoch weit überschritten, so dass eine Warnung hier auf alle Fälle ausgegeben wird.
  • Überschreitet der Fehlerhäufigkeitswert einer Übertragungsstrecke 4, 5, 6 (vgl. Figur) einen gewissen Schwellwert, so wird der Benutzer entsprechend gewarnt. In dieser Warnung werden die gestörte Übertragungsstrecke und gegebenenfalls ein Qualitätsindikator angegeben. Die Warnung kann beispielsweise den Text beinhalten: "Verbindung zum Ventilstellantrieb im Wohnzimmer stark gestört". In diesem Fall kann ein Installateur Maßnahmen ergreifen, um die Erreichbarkeit der einzel nen Komponenten zu verbessern. Beispielsweise kann der Installateur einen so genannten "Repeater" einsetzen, um die räumliche Abdeckung durch die Funksignale zu erhöhen. Nach der "Reparatur" können die Fehlerhäufigkeitswerte zurückgesetzt werden, um die geänderte Anlage bewerten zu können.
  • In vorteilhafter Weise kann der Betreiber geregelter oder gesteuerter Hausgeräte bzw. Aktoren, wie z.B. Heizkörper-Stellventile, Jalousienmotoren, Lampen etc., durch die Überwachung der Übertragungsqualität bei Störungen rechtzeitig eingreifen und gegebenenfalls einen Installateur beauftragen, um die Übertragungsqualität der Anlage zu verbessern. Die Verbesserung kann, wie erwähnt, beispielsweise durch die Installation eines oder mehrerer Repeater, durch Ändern der Position der Steuerungsvorrichtungen 1 bzw. der jeweiligen Aktoren oder durch Entfernen störender Metallgegenstände in der Funkstrecke erreicht werden. Im Falle einer Heizkörperregelung werden für den Betreiber Regelstörungen frühzeitig gemeldet und unnötig hohe Heizkosten vermieden.

Claims (13)

  1. Steuerungsvorrichtung (1) zum Steuern eines Hausgeräts, insbesondere eines Ventilstellantriebs eines Heizkörpers, mit – einer Übertragungseinrichtung (3) zum Übertragen von Steuerbefehlen an mindestens eine externe Geräteeinheit (7, 8, 9) und – einer Messeinrichtung (10), die an die Übertragungseinrichtung angeschlossen ist, zum Ermitteln einer aktuellen Übertragungsqualität, dadurch gekennzeichnet, dass – mit der Messeinrichtung (10) eine Anzahl an Übertragungsversuchen pro vorgegebener Zeiteinheit ermittelbar ist, – eine Speichereinrichtung (11) an die Messeinrichtung (10) angeschlossen ist, um für eine oder mehrere Zeiteinheiten jeweils eine Anzahl von Übertragungsversuchen oder einen entsprechenden Indikatorwert zu speichern, und – eine Auswerteeinrichtung an die Speichereinrichtung (10) angeschlossen ist, um einen Fehlerhäufigkeitswert aus der gespeicherten Anzahl oder aus mehreren gespeicherten Anzahlen oder Indikatorwerten für einen vorgegebenen Zeitraum zu ermitteln.
  2. Steuerungsvorrichtung nach Anspruch 1, die einen an die Auswerteeinrichtung angeschlossenen Sensors (14) aufweist, mit dem ein Istwert einer zu regelnden physikalischen Größe zur indirekten Überprüfung der Übertragungsqualität ermittelbar ist.
  3. Steuerungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, wobei der Fehlerhäufigkeitswert die Summe der Anzahlen der Übertragungsversuche oder der Indikatorwerte für den vorgegebenen Zeitraum darstellt.
  4. Steuerungsvorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, die eine Warneinrichtung (13) aufweist, um ein Warnsignal abzugeben, wenn der Fehlerhäufigkeitswert einen vorgegebenen Schwellwert überschreitet.
  5. Steuerungsvorrichtung nach Anspruch 4, wobei das Warnsignal eine Information über die Übertragungsstrecke und/oder über die Anzahl an Übertragungsversuchen oder den entsprechenden Indikatorwert beinhaltet.
  6. Steuerungsvorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, wobei von der Auswerteeinrichtung ein maschinenverarbeitbares Warnsignal an ein übergeordnetes Automatisierungssystem zur Anzeige oder Auswertung weiterleitbar ist.
  7. Steuerungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, die über einen Datenbus mit einem übergeordneten Automatisierungssystem verbindbar ist, so dass ein Benutzer einen ermittelten Fehlerhäufigkeitswert von der Auswerteeinrichtung abrufen kann.
  8. Steuerungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei mit der Auswerteeinrichtung Fehlerhäufigkeitswerte für unterschiedliche Übertragungsstrecken (4, 5, 6) zu verschiedenen Geräteeinheiten (7, 8, 9) parallel ermittelbar ist.
  9. Steuerungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei in der Speichereinrichtung (11) die Anzahl an Übertragungsversuchen oder der entsprechende Indikatorwert zusammen mit einem dazugehörigen Datum speicherbar ist.
  10. Steuerungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Indikatorwert der Anzahl an Übertragungsversuchen entspricht, wenn diese Anzahl unterhalb eines vorgegebenen Maximalwerts liegt, andernfalls ist der Indikatorwert höher.
  11. Verfahren zum Steuern eines Hausgeräts, insbesondere eines Stellventils eines Heizkörpers, durch – Übertragen von Steuerbefehlen an mindestens eine Geräteeinheit (7, 8, 9) des Hausgeräts und – Ermitteln einer aktuellen Übertragungsqualität beim Übertragen der Steuerbefehle, dadurch gekennzeichnet, dass – eine Anzahl an Übertragungsversuchen pro vorgegebener Zeiteinheit ermittelt wird, – für eine oder mehrere Zeiteinheiten jeweils eine Anzahl von Übertragungsversuchen oder ein entsprechender Indikatorwert gespeichert wird, und – ein Fehlerhäufigkeitswert aus der gespeicherten Anzahl oder aus mehreren gespeicherten Anzahlen oder Indikatorwerten für einen vorgegebenen Zeitraum ermittelt wird.
  12. Verfahren nach Anspruch 11, wobei der Fehlerhäufigkeitswert die Summe der Anzahl der Übertragungsversuche oder der Indikatorwerte für den vorgegebenen Zeitraum darstellt.
  13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, wobei ein Warnsignal abgegeben wird, wenn der Fehlerhäufigkeitswert einen vorgegebenen Schwellwert überschreitet.
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