Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Entölung von
Kurbelgehäuseentlüftungsgasen
einer Brennkraftmaschine mittels eines Zyklonabscheiders zu schaffen,
das einen verbesserten Abscheidegrad während des gesamten Betriebszustandes
des Motors ermöglicht
und sich durch einen geringen Aufwand auszeichnet. Ferner soll eine zur
Durchführung
des Verfahrens geeignete Vorrichtung geschaffen werden. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe
durch die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen
und Weiterbildungen der Verfahrensweise sind Gegenstand der Ansprüche 2 bis
13.
Eine
zur Durchführung
des Verfahrens bestimmte Vorrichtung ist in Anspruch 14 angegeben. Die
Ansprüche
15 bis 25 beziehen sich auf vorteilhafte Ausgestaltungsvarianten
dieser Vorrichtung.
Im
Kurbelgehäuse
angesammeltes Blow-by-Gas wird vor Eintritt in den Zyklonabscheider
in mindestens zwei Teilströme
aufgeteilt, die in gleicher Rotationsrichtung in den Zyklonabscheider eingetragen
werden. Unter im Kurbelgehäuse
angesammeltes Blow-by-Gas
ist auch zu verstehen, dass entweder die Gesamtmenge oder nur eine
Teilmenge des sich ansammelnden Gases entölt werden kann. Das Verhältnis der
Teilströme
zueinander wird durch mehrmaliges Drosseln oder Öffnen des ersten Regelorgans
wie folgt verändert:
- a) durch Drosseln des ersten Regelorgans wird der
eine Teilstrom verringert bzw. gedrosselt und dadurch die Geschwindigkeit
und Menge des anderen, ungedrosselten Teilstromes im Verhältnis zum
gedrosselten Teilstrom erhöht,
mindestens dann, wenn nachfolgende Bedingungen, einzeln oder gemeinsam,
während
des Betriebsverlaufes eintreten:
- a1) die Druckdifferenz zwischen Kurbelgehäuse und Einspeisestelle für das Blow-by-Gas in den Ansaugtrakt
ansteigt und der Gasdurchsatz konstant ist oder abnimmt;
- a2) die Druckdifferenz zwischen Kurbelgehäuse und Einspeisestelle für das Blow-by-Gas in den Ansaugtrakt
konstant ist und der Gasdurchsatz abnimmt.
Die
vorgenannten Bedingungen treten insbesondere dann auf, wenn die
Umfangsgeschwindigkeit des Blow-by-Gases im Zyklon geringer ist
als die durch die verfügbare
Druckdifferenz zwischen Kurbelgehäuse und Einspeisestelle des
gereinigten Gases in den Ansaugtrakt mögliche maximale Umfangsgeschwindigkeit.
Eine
Drosselung des ersten Regelorgans kann auch dann erfolgen, wenn
der aktuelle Druck im Kurbelgehäuse
niedriger ist als ein vorgegebener Drucksollwert. In diesem Fall
wird bei folgenden Bedingungen, einzeln oder gemeinsam, während des Betriebsverlaufes
gedrosselt:
- a3) die Druckdifferenz zwischen
Kurbelgehäuse und
Einspeisestelle für
das Blow-by-Gas
in den Ansaugtrakt und der Gasdurchsatz abnehmen;
- a4) die Druckdifferenz zwischen Kurbelgehäuse und Einspeisestelle für das Blow-by-Gas in den Ansaugtrakt
und der Gasdurchsatz zunehmen.
Durch
das Drosseln des ersten Regelorgans wird die Zentrifugalbeschleunigung
im Zyk lon auf das maximal mögliche
Maß erhöht und dadurch
eine sehr gute Abscheidung erreicht.
Was
den Öffnungsvorgang
für des
erste Regelorgan anbetrifft, so wird vorzugsweise wie folgt verfahren:
- b) durch Öffnen
des ersten Regelorgans wird der eine Teilstrom vergrößert und
dadurch die Geschwindigkeit und Menge des anderen, ungedrosselten
Teilstromes im Verhältnis
zum gedrosselten Teilstrom verringert, wenn der aktuelle Druck im Kurbelgehäuse höher ist,
als ein vorgegebener Drucksollwert. Das weitere Öffnen erfolgt bei folgenden
Bedingungen, einzeln oder gemeinsam, während des Betriebsverlaufes:
- b1) abnehmender Druckdifferenz zwischen Kurbelgehäuse und
Einspeisestelle für
das Blow-by-Gas in den Ansaugtrakt und konstantem oder zunehmendem
Gasdurchsatz;
- b2) bei konstanter Druckdifferenz zwischen Kurbelgehäuse und
Einspeisestelle für
das Blow-by-Gas in den Ansaugtrakt und zunehmendem Gasdurchsatz;
- b3) abnehmender Druckdifferenz zwischen Kurbelgehäuse und
Einspeisestelle für
das Blow-by-Gas in den Ansaugtrakt und abnehmendem Gasdurchsatz;
- b4) zunehmender Druckdifferenz zwischen Kurbelgehäuse und
Einspeisestelle für
das Blow-by-Gas in den Ansaugtrakt und zunehmendem Gasdurchsatz.
In
vorgenanntem ist der Begriff Geschwindigkeit so zu verstehen, dass
damit die Geschwindigkeit des Blow-by-Gases an der Eintrittstelle
in den Zyklon gemeint ist.
„Drosseln" oder „Öffnen bzw.
weiteres Öffnen" ist jede Veränderung
des ersten Regelorgans zwischen den beiden Endstellungen „vollständig geöffnet" und „vollständig geschlossen".
Bei
einer Vergrößerung des
Durchflussquerschnittes für
den betreffenden Teilstrom (weiteres Öffnen des ersten Regelorgans
unter den Bedingungen b1 bis b4) wird ebenfalls die maximal mögliche Zentrifugalbeschleunigung
bei dem jeweils gegebenen Durchsatz erreicht. Das Öffnen des
ersten Regelorgans sowie dessen Öffnungsgrad
wird aufgrund der notwendigen Randbedingung hinsichtlich der Einhaltung
des Druckes im Kurbelge häuse
bestimmt.
Die
Veränderung
der jeweiligen Teilströme wird
dann unterbrochen, ausgenommen bei vollständig geöffnetem oder vollständig geschlossenem
ersten Regelorgan, wenn im Betriebszustand der aktuelle Druck im
Kurbelgehäuse
einen vorgegebenen Sollwert für
den Druck im Kurbelgehäuse,
vorzugsweise der Umgebungsdruck oder ein leichter Unterdruck (Druck
im Kurbelgehäuse
in etwa 30 hPa unter Atmosphärendruck),
erreicht hat. Der Sollwert für den
zulässigen
Druck im Kurbelgehäuse
ergibt sich aus entsprechenden Vorschriften nationaler oder regionaler
Behörden.
Tritt
während
des Betriebszustandes der Fall ein, dass das erste Regelorgan vollständig geöffnet ist,
so ist eine Veränderung
der jeweiligen Teilströme so
lange nicht mehr möglich,
bis der Druck im Kurbelgehäuse
wieder auf das erforderliche Niveau abgesenkt worden ist. Dies kann
in an sich bekannter Weise dadurch erfolgen, dass ein parallel zur
Zykloneinheit geschaltetes Bypass-Ventil betätigt wird und eine Teilmenge
an Blow-By-Gas über einen
anderen Weg zur Ansaugstelle geleitet oder abgeführt wird. Der Druck im Kurbelgehäuse kann
auch durch ein in einer zusätzlichen
Leitung, zwischen Kurbelgehäuse
und Zyklon, eingebundenes Druckregelventil geregelt werden, wobei
diese Leitung mit dem Zyklon in Verbindung steht und parallel zur
Achse des Zyklons in diesen geführt
wird.
Tritt
der entgegengesetzte Fall ein, wenn das erste Regelorgan vollständig geschlossen
ist, so wird der Druck im Kurbelgehäuse durch eine Drosselung des
gereinigten Gasstromes mittels eines zweiten Regelorgans auf das
erforderliche Niveau angehoben. In der Praxis sollte versucht werden,
den jeweiligen Zyklon oder die Zyklone so zu dimensionieren, dass
ausgehend von den im Betriebsfall vorkommenden Lastzuständen das
Entstehen eines Überdruckes
im Kurbelgehäuse
ausgeschlossen werden kann. Es gibt auch Anwendungsfälle, bei
denen es sinnvoll ist, von einer Dimensionierung des Zyklonabscheiders
nach dem maximal möglichen
Durchsatz abzuweichen.
Der
als Regelgröße dienende
Sollwert für den
Druck im Kurbelgehäuse
kann auch aus einem vorab für
den Zyklon aufgestellten Kennfeld entnommen werden, wobei aus diesem
auch die erforderlichen Informationen erhalten werden, wie sich
bei den jeweiligen Lastzuständen
im Betriebsfall der Blow-by-Gasdurchsatz ändern kann.
Im
praktischen Betrieb ist es sinnvoll, bis zu einer bestimmten Betriebstemperatur
des Systems eine Veränderung
der Teilströme
zueinander so vorzunehmen, indem das ersten Regelorgan für eine bestimmte
Zeitdauer geschlossen bleibt, bis die erforderliche Betriebstemperatur
erreicht ist, sodass während
des kalten Betriebszustandes das Blow-by-Gas mit einer hohen Geschwindigkeit
in den Zyklon strömt.
Da
die Druckdifferenz, die sich aus dem gemessenen Druck vor und hinter
dem Zyklon ergibt, und Abscheidegrad eines Zyklons von der Umfangsgeschwindigkeit
im Inneren des Zyklons abhängen, lässt sich
mit der vorgeschlagenen Maßnahme
in Abhängigkeit
von der jeweils herrschenden Druckdifferenz zwischen Kurbelgehäuse und
Einspeisestelle ein verbesserter Abscheidegrad während des gesamten Betriebszustandes
erzielen.
Die
vorgeschlagene Verfahrensweise ist für unterschiedliche Auslegungen
des Systems Kurbelgehäuse/Zyklonabscheider
geeignet.
Dem
Zyklonlabscheider können
zwei Teilströme
durch im Strömungsquerschnitt
identische Leitungen oder Kanäle
zugeführt
werden, wobei zur Veränderung
der Teilströme
zueinander in eine der Leitungen oder Kanäle das erste Regelorgan eingebunden
ist, um den einen Teilstrom zu drosseln. Die Teilströme können auch
durch in ihrer Größe unterschiedliche
Strömungsquerschnittsflächen an
der Eintrittstelle in den Zyklonabscheider in diesen eingeleitet
werden, wobei in die Leitung oder den Kanal, die bzw. der an der
Eintrittsstelle in den Zyklonabscheider die größere Strömungsquerschnittsfläche besitzt,
das erste Regelorgan eingebunden ist. Unterschiedliche Querschnittsflächen an
der Eintrittstelle für
die Teilströme
in den Zyklon haben den Vorteil, dass bei annähernd gleich guten Abscheidegraden
in einem größeren Bereich
auf Änderungen
der Blow-By-Gasmenge und des Druckes zwischen Kurbelgehäuse und
Einspeisestelle der Blow-By-Gase in den Ansaugtrakt des Motors reagiert
werden kann.
Der
Blow-by-Gasstrom kann über
eine Hauptleitung aus dem Kurbelgehäuse abgeführt und vor dem Zyklonabscheider
auf mindestens zwei Teilströme
aufgeteilt werden. Alternativ kann der Blow-by-Gasstrom auch durch
entsprechende Anschlussleitungen in mehreren Teilströmen aus
dem Kurbelgehäuse
abgeführt
werden. Bei einer Aufteilung von mehr als zwei Teilströmen auf
einen Zyklon muss das erste Regelorgan in die Teilstromleitung eingebunden
werden, deren Abzweigleitungen für die
einzelnen Teilströme
(Unterteilströme)
an der Eintrittsstelle in den Zyklonabscheider in der Summe die größere Strömungsquerschnittsfläche besitzen.
Die
vorgenannten Ausführungen
für Anwendungsfälle mit
nur einem Zyklon treffen in analoger Weise auch für mehrere
parallel geschaltete Einzelzyklone zu. Bei einer Aufteilung des
Blow-by-Gasstromes auf mehr als drei Teilströme oder Unterteilströme können mindestens
zwei parallel geschaltete Zyklone eingesetzt werden, wobei jeweils
mindestens zwei Teil- oder Unterteilströme einem Zyklon zugeführt werden.
Vorteilhafterweise sollten sich bei mindestens einem Zyklon die
Strömungsquerschnitte an
der Eintrittsstelle in diesen unterscheiden. Das erste Regelorgan
muss in die Leitung eingebunden werden, deren Teilströme über Leitungen
eingeleitet werden, die in der Summe größere Querschnittsflächen an
der jeweiligen Eintrittsstelle in die Zyklone besitzen.
In
der Regel werden die Teilströme
in einer Ebene liegend in den Zyklon eingeleitet. Möglich ist auch,
dass die Zuführung
der Teilströme
in den Zyklon in vertikal versetzten Ebenen erfolgt.
Bei
einem Einsatz mehrerer parallel geschalteter Zyklone, können identisch
ausgebildete Zyklone eingesetzt werden. Es kann auch erforderlich
sein, in ihrer Geometrie für
unterschiedliche Durchsätze
ausgelegte Zyklone zu verwenden. Für extreme Anforderungen an
den Regelbereich können
einzelne Zyklone auch separat abschaltbar ausgeführt werden.
Die
zur Durchführung
des Verfahrens vorgesehene Vorrichtung besitzt mindestens einen
Zyklonabscheider, der mit dem Kurbelgehäuse zur Zuführung von Blow-by-Gas in Verbindung
steht. Zur Zuführung
des Blow-by-Gases in den Zyklonabscheider sind mindestens zwei Leitungen
angeordnet, die mit den tangentialen Zuführungskanälen des Zyklons in Verbindung
stehen. In eine der Leitungen ist ein erstes Regelorgan zur Veränderung
des Durchflussquerschnittes und damit des Verhältnisses der die Leitungen
durchströmenden
Teilströme
zueinander eingebunden. Die Verstellung des ersten Regelorgans erfolgt
nach den in den Verfahrensansprüchen definierten
Maßnahmen
und Bedingungen.
Anstelle
der Leitungen können
auch Kanäle vorgesehen
sein. Der zur Abscheidung erforderliche Zyklon kann auch integrierter
Bestandteil des Motorblocks sein.
Zur
Aufteilung der zu bildenden Teilströme können mindestens zwei Leitungen
an das Kurbelgehäuse
angeschlossen sein oder aus dem Kurbelgehäuse führt nur eine Hauptleitung ab,
die vor dem Eintritt in den Zyklon in mindestens zwei Leitungen aufgeteilt
ist. Mindestens die Leitung, in die das erste Regelorgan eingebunden
ist, kann in Strömungsrichtung
hinter dem ersten Regelorgan in mindestens zwei weitere Leitungen
aufgeteilt werden. In diesem Fall besitzen die beiden Teil- oder
Abzweigleitungen an der Einstrittstelle in den Zyklon In der Summe
eine größere Querschnittsfläche als
die ungedrosselten Leitungen oder Kanäle.
Die
vorgeschlagene Verfahrensweise zur Entölung von Kurbelgehäuseentlüftungsgasen
kann auch dann angewendet werden, wenn zwei oder mehr parallel geschaltete
Zyklone zur Abscheidung des als erforderlich sind. Die einzelnen
Zyklone können
in ihrer Geometrie für
identische oder unterschiedliche Durchsätze ausgelegt sein.
Bei
einer Anordnung von zwei oder mehreren Zyklonen ist mindestens ein
Zyklon mit zwei Leitungen verbunden. Die Strömungsquerschnittsflächen an
den Eintrittstellen mindestens eines Zyklons sind unterschiedlich
ausgebildet. Das erste Regelorgan muss in die Leitung eingebunden
sein, deren Abzweigleitungen an den Eintrittstellen in die jeweiligen Zyklone
in der Summe eine größere Querschnittsfläche besitzen
als die Quer schnittsfläche(n)
der übrigen,
ungedrosselten Leitungen an der Eintrittsstelle in die Zyklone.
Zur
Beeinflussung des Druckes im Kurbelgehäuse kann in der Leitung für die Abführung des Reingasstromes
ein zweites Regelorgan angeordnet sein.
Hinsichtlich
der konstruktiven Ausbildung der einzelnen Zyklone können vorzugsweise
folgende Varianten eingesetzt werden.
Der
Zyklon ist mit einer Drallkammer ausgerüstet, in die die Zuführungskanäle für das Blow-by-Gas
eingebunden sind. Die Drallkammer besitzt einen größeren Innendurchmesser
als der zylindrische Abscheideraum des Zyklons.
Der
zylindrische Abscheideraum des Zyklons kann auch in zwei nach innen
offene, ringförmige
Abschnitte unterteilt sein, wobei in jeden der Abschnitte ein Zuführungskanal
eingebunden ist. Die Zuführungskanäle sind
in der Höhe
versetzt zueinander angeordnet.
Die
Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel erläutert werden.
In der zugehörigen
Zeichnung zeigen
1 eine
erste Ausführungsvariante
der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
2 eine
zweite Ausführungsvariante
der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
3 einen
Zyklonabscheider mit zwei tangentialen Zuführungskanälen, als teilweise Schnittdarstellung,
4 eine
zweite Ausführungsvariante
eines Zyklonabscheiders mit zwei tangentialen Zuführungskanälen, als
teilweise Schnittdarstellung,
5 dritte
Ausführungsvariante
eines Zyklonabscheiders mit zwei tangentialen Zuführungskanälen, als
teilweise Schnittdarstellung,
6 eine
dritte Ausführungsvariante
der erfindungsgemäßen Vorrichtung
mit einer Aufteilung des Blow-by-Gasstromes auf einen Zyklon mit
drei tangentialen Zuführungskanälen und
7 eine
vierte Ausführungsvariante
der erfindungsgemäßen Vorrichtung
mit zwei parallel geschalteten Zyklonen.
In
den 1 und 2 ist die die Vorrichtung zur
Entölung
von Kurbelgehäuseentlüftungsgasen
einer Brennkraftmaschine mit einem einzigen Zyklon 2 in
vereinfachter Darstellung gezeigt. In beiden Ausführungsvarianten
wird sich im Kurbelgehäuse 1 ansammelndes
Blow-by-Gas vor Eintritt in den Zyklonabscheider 2 mittels
der Leitungen 3, 4, 5 in mindestens zwei
Teilströme
T1, T2 aufgeteilt, die in gleicher Rotationsrichtung in den Zyklonabscheider 2 eingetragen
werden. Das Verhältnis
der Teilströme
zueinander wird in Abhängigkeit
vom Gesamtdurchsatz im Zyklonabscheider 2 mittels eines
in der Leitung 4 eingebundenen ersten Regelorgans 10 verändert. In
der Ausführungsvariante
gemäß der 1 sind
die beiden Leitungen 4, 5 unmittelbar an das Kurbelgehäuse 1 an geschlossen
und münden
in am Zyklonabscheider 2 angeordnete tangentiale Zuführungskanäle 7, 8.
Im Unterschied zu 1 wird bei der in 2 gezeigten
Ausführungsvariante
Blow-by-Gas als Hauptstrom T über
eine Hauptleitung 3 aus dem Kurbelgehäuse 1 abgeführt und
erst danach durch die beiden Leitungen 4, 5 in
zwei Teilströme
T1, T2 aufgeteilt, die analog wie in 1 dem Zyklonabscheider 2 zugeführt und
in diesen eingeleitet werden.
Der
Zuführungskanal 8,
der mit der Leitung 4 verbunden ist, in der das erste Regelorgan 10 angeordnet
ist, besitzt an der Eintrittsstelle in den Zyklonabscheider 2 eine
größere Querschnittsfläche Q2 als der gegenüberliegende Zuführungskanal 7,
dessen Querschnittsfläche
an der Eintrittsstelle in den Zyklonabscheider 2 mit Q1 bezeichnet ist (Q2 > Q1).
Dadurch wird bei vollständiger Öffnung des
ersten Regelorgans 10 und ausreichender Druckdifferenz über den
Zyklonabscheider 2 durch die Leitung 4 und den Zuführungskanal 8 ein
größerer Volumenstrom
bzw. Menge an Blow-by-Gas in den Zyklonabscheider 2 eingetragen
als über
die Leitung 5 und den Zuführungskanal 7. Durch
die Anordnung unterschiedlich großer Querschnittsflächen (Q2 > Q1) wird im Vergleich zu gleich großen Querschnittsflächen (Q1 = Q2) der Regelbereich
erweitert.
Würde man
das erste Regelorgan 10 bei veränderlichem Gesamtdurchsatz über den Zyklon 2 in einer
geöffneten
Stellung unverändert
belassen, so wird bei hohem Gesamtdurchsatz eine größere Druckdifferenz
ermittelt als bei geringerem Gesamtdurchsatz. Dies hängt mit
der veränderlichen
Umfangsgeschwindigkeit bzw. Zentrifugalbeschleunigung im Zyklonabscheider
zusammen. Mit zunehmender Umfangsgeschwindigkeit steigt die Druckdifferenz über den
Zyklon. Eine hohe Umfangsgeschwindigkeit führt zu einer besseren Abscheidung. Durch
eine Veränderung
der Teilströme
T1, T2 in den Leitungen 4 und 5, dahingehend,
dass die durch die Leitung 4 strömende Blow-by-Gas-Menge mittels
des ersten Regelorgans 10 verringert wird, wird eine größere Teilstrommenge über die
Leitung 5 in den Zyklonabscheider 2 eingetragen.
Durch die Drosselung des Teilstromes T1 in der Leitung 4 strömt durch
die Leitung 5 (Teilstrom T2) eine größere Menge an Blow-by-Gas mit
höherer
Geschwindigkeit und bewirkt im Zyklon 2 eine Erhöhung der
Zentrifugalgeschwindigkeit des gedrosselten Teilstromes T1.
Mit
dieser Maßnahme
kann bei sinkendem Gesamtdurchsatz die Druckdifferenz höher als
bei unveränderter
Stellung des ersten Regelorgans 10 eingestellt werden,
wodurch der Abscheidegrad verbessert wird.
Damit
der mögliche
Regelbereich sinnvoll genutzt werden kann, sind bei der geometrischen Auslegung
des Zyklons die im Betriebszustand vorkommenden kleinsten und größten Mengen
an zu reinigenden Blow-by-Gasen das entscheidende Kriterium, insbesondere
für die
Dimensionierung der Querschnittsflächen Q1 und
Q2 an den Eintrittsstellen in den Zyklon 2.
Dabei
ist davon auszugehen, dass bei der anfallenden kleinsten Menge an
Blow-by-Gas die Querschnittsfläche
Q1 so zu bemessen ist, dass die Druckdifferenz über den
Zyklonabscheider noch so groß ist,
um noch eine ausreichende Abscheidung zu gewährleisten. In Fällen, wo
sich bei gegebenem Blow-By-Gasstrom und geschlossenem ersten Regelorgan 10 eine
höhere
Druckdifferenz zwischen Kurbelgehäuse 1 und Einspeisestelle
der Blow-By-Gase in den Zyklon 2 einstellt, als über den Zyklon 2 vorhanden
ist, muss der erforderliche Druck im Kurbelgehäuse 1 über ein
in der Abgasleitung 11 eingebundenes zweites Regelorgan 14,
das als Druckregelventil ausgebildet ist, gedrosselt werden. Es
kann aber auch mittels einer zusätzlichen
Leitung Frischluft in den Zyklon oder das Kurbelgehäuse eingeleitet
werden.
Das
gereinigte Gas wird über
ein am Kopf des Zyklons 2 angeordnetes Tauchrohr und die
Leitung 11 in den Ansaugtrakt des Motors zurückgeführt. Das
im Zyklon 2 abgeschiedene Öl wird über die Leitung 15 dem Ölsumpf der
Brennkraftmaschine zugeführt.
Der im Kurbelgehäuse 1 herrschende
Druck wird mittels einer Druckmesseinrichtung 13 gemessen.
In
den 3 bis 5 sind verschiedene Ausführungsvarianten
an Zyklonabscheidern 2 mit jeweils zwei tangentialen Zuführungskanälen 7, 8 dargestellt,
die an den Eintrittstellen für
das Blow-by-Gas in den Zyklon 2 unterschiedliche Querschnittsflächen Q1, Q2 besitzen.
Die
Zyklonabscheider 2 gemäß den 3 und 4 besitzen
einen zylindrischen Abscheideraum 16 an den sich ein konisch
verlaufender Abschnitt 17 anschließt, der in die Austrittsöffnung 18 für das abzuscheidende Öl übergeht.
Am Kopf des Zyklons 2 ist eine Abdeckung angeordnet, in
die ein Tauchrohr 19 eingebunden ist, über das das gereinigte Gas
abgeführt
wird (Leitung 11, 11'). Das zu reinigende Blow-by-Gas
gelangt in zwei separaten Teilströmen T1, T2 in die tangential
angeordneten Zuführungskanäle 7, 8 in
den Zyklon 2 in gleicher Rotationsrichtung. Im Zyklon 2 wird
das im Blow-by-Gas enthaltene Öl
an der Innenwandung abgeschieden und über die Austrittsöffnung 18 ausgetragen.
Das gereinigte Gas strömt über das
Tauchrohr 19 ab.
Der
in 4 gezeigte Zyklon 2 besitzt im Bereich
der Eintrittstellen Q1, Q2 in
den Zyklon 2 eine Drallkammer 20 mit einem vergrößerten Durchmesser,
die über
einen konischen Abschnitt 20a in den Abscheideraum 16 übergeht.
Die Querschnittsflächen
Q1, Q2 an den Eintrittsstellen
in den Zyklon 2 unterscheiden sich in ihrer Größe (Q2 > Q1).
5 zeigt
einen Zyklonabscheider 2 mit einem in der Höhe vergrößerten Drallraum 21,
der in zwei etagenförmige
Abschnitte 21a und 21b unterteilt ist. Die tangentialen
Zuführungskanäle 7, 8 sind
in axialer Richtung versetzt zueinander angeordnet, wobei der Zuführungskanal 8 in
den oberen Abschnitt 21a mündet und der Zuführungskanal 7 in
den unteren Abschnitt 21b. Analog wie bei der Ausführungsvariante
gemäß 4 unter scheiden
sich die Querschnittsflächen
Q1, Q2 an den Eintrittsstellen
in den Zyklon 2 in ihrer Größe (Q2 > Q1).
Die horizontale Trennwand 21c zwischen den beiden Abschnitten 21a und 21b besitzt
an ihrem nach innen zeigenden Ende eine leicht schräg nach unten
gerichtete Abwinklung. Der Drallraum bzw. die Drallkammer 21 geht
unmittelbar in den konischen Abschnitt 17 des Zyklons über. Die
beiden etagenförmige
Abschnitte 21a und 21b können erforderlichenfalls in
ihrer Höhe unterschiedlich
ausgelegt werden.
Durch
unterschiedlich große
Querschnittsflächen
im Bereich der Eintrittstellen Q1, Q2 in den Zyklon 2 gemäß der Ausführungsvariante
in 3 (Q2 > Q1) kann der
Regelbereich für
den Blow-By-Gasdurchsatz erweitert werden.
Im
Unterschied zu 3 wird bei den in den 4 und 5 gezeigten
Ausführungsvarianten der
Blow-By-Gasstrom in eine Drallkammer 20, 21 eingeleitet,
die einen größeren Durchmesser
als der Abscheideraum 16 bzw. der konischen Abschnitt 17 besitzt.
Unter
den Voraussetzung identischer Querschnittsflächen Q1,
Q2 an den Eintrittsstellen in den Zyklon
und konstantem Durchsatz, haben die Varianten gemäß den 4 und 5 im
Vergleich zu der Variante gemäß 3 den
Vorteil, dass die Teilströme
T1, T2 aufgrund des größeren Radius
der Drallkammer 20 bzw. 21 eine größere Umfangsgeschwindigkeit
im Zyklon erlangen. Dadurch wird auch eine bessere Vermischung der
Teilströme
T1, T2 miteinander in der Abscheidekammer 16 bzw. im konischen Abschnitt 17 erzielt.
Zur Drallrückgewinnung,
können am
Tauchrohr Auslaufspiralen vorgesehen werden, die sich insbesondere
bei geringen Druckdifferenzen des Zyklons als sinnvoll erweisen.
In 6 ist
eine Ausführungsvariante
gezeigt, bei der im Unterschied zu 2 das Blow-by-Gas in drei Teilströme T1a,
T1b und T2 aufgeteilt wird, die über
drei tangentiale Zuführungskanäle 8, 9, 7 in
gleicher Rotationsrichtung in den Zyklon 2 eingeleitet
werden. Der aus dem Kurbelgehäuse 1 über die
Hauptleitung 3 abgeführte Blow-by-Gasstrom
T wird mittels der Leitungen 4, 5 in zwei Teilströme T1 und
T2 aufgeteilt. In die Leitung 4 für den Teilstrom T1 ist das
erste Regelorgan 10 eingebunden. Hinter dem Regelorgan 10 wird
der Teilstrom T1 mittels der Leitungen 4a, 4b auf
zwei weitere Teilströme
T1a und T1b aufgeteilt, die über
die tangentialen Zuführungskanäle 8 und 9 in
den Zyklon 2 gelangen. Der mittels der Leitung 5 abgezweigte
Teilstrom T2 wird über
den tangentialen Zuführungskanal 7 In
den Zyklonabscheider 2 eingeleitet. Die Zuführungskanäle 8, 9, 7 besitzen
an der Eintrittsstelle in den Zyklonabscheider 2 in ihrer
Größe unterschiedliche
Querschnittsflächen
Q1, Q2, Q3, wobei in diesem Fall Q1 =
Q2 und Q1 > Q3. Die Querschnittsflächen Q1 und
Q2 der Zuführungskanäle 8, 9,
die mit der Leitung 4 verbunden sind, in die das erste
Regelorgan 10 eingebunden ist, sind so dimensioniert, dass
ihre Summe größer ist
als die Querschnittsfläche
Q3 des Zuführungskanals 7, der
mit der Leitung 4 verbunden ist ((Q1 +
Q2) > Q3).
Dadurch
wird im Vergleich zu den vorgenannten Ausführungsvarianten der Regelbereich
für den
Gesamtdurchsatz erweitert.
In
bestimmten Anwendungsfällen,
insbesondere, wenn besonders kleine Öltröpfchen aus den Blow-By-Gasen
abzuscheiden sind, ist es zweckmäßig, die
erfindungsgemäße Verfahrensweise
unter Einsatz mehrerer parallel geschalteter Zyklone durchzuführen.
In
der 7 ist hierzu ein Beispiel mit zwei parallel geschalteten,
identischen Zyklonen 2 und 2' gezeigt.
Im
Kurbelgehäuse 1 anfallendes Blow-by-Gas
wird über
drei separate Leitungen 4, 5, 6 in drei
Teilströme
T1, T2 und T3 aufgeteilt, die aus dem Kurbelgehäuse 1 abgeführt werden.
Es besteht auch die Möglichkeit,
Blow-by-Gas über
eine Hauptleitung abzuführen,
das über
ein Anschlussstück
auf drei Teilströme
T1, T2 und T3 aufgeteilt wird oder über zwei Leitungen, von denen
eine auf zwei Teilströme
T2 und T3 aufgeteilt wird und die andere für den Teilstrom T1 bestimmt
ist.
In
die Leitung 4 ist das erste Regelorgan 10 eingebunden.
Nach dem Regelorgan 10 wird der in der Leitung 4 befindliche
Teilstrom T1, vor der Einleitung in die Zyklone 2, 2' in zwei weitere
Teilströme T1a
und T1b aufgeteilt, die über
die Leitungen 4a und 4b zu den Zuführungskanälen 8 und 8' der Zyklone 2 und 2' gelangen. Die
Leitung 4a ist an den tangentialen Zuführungskanal 8 des
ersten Zyklons 2 angeschlossen und die Leitung 4b an
den tangentialen Zuführungskanal 8' des zweiten
Zyklons 2'.
Die Teilströme
T2 und T3 gelangen über
die zugehörigen Leitungen 5, 6 und
die Zuführungskanäle 7, 7' in den ersten
Zyklon 2 und den zweiten Zyklon 2'. Da sich das gezeigte Beispiel
auf zwei identische Zyklone 2, 2' mit jeweils zwei tangentialen
Zuführungskanälen pro
Zyklon bezieht, besitzen die Zuführungskanäle 8, 8' an der Eintrittsstelle
in die Zyklone 2, 2' eine
größere Querschnittsfläche Q2, Q4, als die Zuführungskanäle 7, 7' mit den Querschnittsflächen Q1, Q1. Demzufolge
gilt für
dieses Beispiel folgendes: Q2 = Q4, Q1 = Q3 und Q2 > Q1.
Erst
wenn ein Zyklon mehr als zwei tangentiale Zuführungskanäle besitzt, ist die Summe von Querschnittsflächen von
Bedeutung.
Mittels
des ersten Regelorgans 10 kann in analoger Weise wie bei
der Anordnung eines einzelnen Zyklons auf das Verhältnis der
den Zyklonen 2, und 2' zugeführten Teilströme T1a,
T1b, T2 und T3 Einfluss genommen werden. Sinkt während des Betriebs des Motors
der Gesamtdurchsatz, so verringert sich der Abscheidegrad der Zyklone.
Als Gegenmaßnahme
wird, zur Verbesserung des Abscheidegrades bei sinkendem Gasdurchsatz,
das in die Leitung 4 eingebundene erste Regelorgan 10 gedrosselt.
Dadurch werden die Mengen der Teilströme T1a und T1b verringert und
die Menge sowie die Geschwindigkeit der anderen Teilströme T2 und
T3 erhöht. Dies
führt zu
einer Erhöhung
der Umfangsgeschwindigkeit des Blow-by-Gases im Zyklon und zu einer Verbesserung
des Abscheidegrades. Dieser Drosselvorgang wird unter Berücksichtigung
des Druckes im Kurbel gehäuse
durchgeführt.
Das Drosseln wird unterbrochen, wenn der Druck im Kurbelgehäuse den vorgegebenen
Sollwert erreicht hat. In der Abgasleitung 11 für den gereinigten
Gasstrom ist ein zweites Regelorgan, ein Druckregelventil 14 angeordnet,
um den Druck im Kurbelgehäuse 1 auf
einem vorgegebenen Niveau bzw. annähernd konstant zu halten. Dies ist
notwendig wenn der Druck im Kurbelgehäuse nicht mehr durch Drosseln
mit Hilfe des ersten Regelorgans 10 auf dem vorgegebenen
Sollwert gehalten werden kann, also das erste Regelorgan 10 bereits vollständig geschlossen
ist.
Die
parallel geschalteten Zyklonabscheider können als Bauteil bzw. Baugruppe
ausgeführt
sein. Sie können
ebenfalls, wie auch ein einzelner Zyklon, in den Motorblock integriert
sein, um eine schnelle Erwärmung
zu ermöglichen.
Zur
erfindungsgemäßen Verfahrensweise werden
nachfolgend noch einige Ausführun
gen gemacht.
Nimmt
man keinen Einfluss auf den Blow-by-Gasstrom im gesamten Strömungsverlauf vom
Kurbelgehäuse
bis zur Einspeisestelle in den Ansaugtrakt des Motors, so stellt
sich für
jeden Gasdurchsatz eine bestimmte Druckdifferenz zwischen Kurbelgehäuse und
Einspeisestelle infolge der Strömungsverhältnisse
ein. Dieser Zusammenhang wird auch als Anlagenkennlinie bezeichnet.
Diese ist näherungsweise
unabhängig
vom absoluten Druck an den Stellen, die für die Bildung der Druckdifferenz verantwortlich
sind.
Durch
das Motorverhalten wird an der Einspeisestelle des gereinigten Gases
in den Ansaugtrakt ein last- und drehzahlabhängiger Unterdruck erzeugt.
Bei jedem Unterdruck können
unterschiedliche Blow-by-Gasmengen anfallen. Dieser Zusammenhang
ist als sogenanntes Blow-By-Gas-Kennfeld bekannt.
Ein
bestimmter Blow-By-Gasstrom erzeugt eine aus der Anlagenkennlinie
bestimmbare Druckdifferenz zwischen Kurbelgehäuse und Einspeisestelle in
den Ansaugtrakt. Addiert man diese Druckdifferenz zum an der Einspeisestelle
herrschenden Unterdruck, der durch den jeweiligen Betriebspunkt festgelegt
ist, so erhält
man den Druck im Kurbelgehäuse.
Der
Druck im Kurbelgehäuse
wird bekanntlich geregelt, wodurch sich eine Veränderung die Anlagenkennlinie
ergibt. Wie bekannt, erfolgt die Regelung des Druckes z.B. mittels
eines in der Leitung für den
Reingasstrom eingebundenen Ventils. Während des Drosselns des Ventils
wird ein zusätzlicher Druckabfall
erzeugt. Damit entsteht bei unverändertem Durchsatz ein höherer Druck
im Kurbelgehäuse. Der
Druck im Kurbelgehäuse
kann somit auf den Drucksollwert angehoben werden.
Bei
sehr hohen Gasdurchsätzen
und einem sehr geringen Druck an der Einspeisestelle in den Ansaugtrakt,
kann sich aus der Anlagenkennlinie ergeben, dass für diesen
Blow-By-Gasdurchsatz
eine sehr hohe Druckdifferenz notwendig ist. Der Druck im Kurbelgehäuse würde ohne
Gegenmaßnahme
auf einen unzulässigen
Wert ansteigen. Durch Öffnen des Ventils
kann der Druck im Kurbelgehäuse
abgesenkt werden. Ist das Ventil bereits vollständig geöffnet so kann der Druck nur
abgesenkt werden, indem z.B. eine zusätzliche, mit dem Kurbelgehäuse in Verbindung
stehende Bypassleitung geöffnet
wird. Damit wird die Blow-By-Gasmenge, die für die Druckdifferenz gemäß der Anlagenkennlinie
wirksam ist, herabgesetzt.
Mit
der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Verfahrensweise
wird eine zusätzliche
Mög lichkeit geschaffen,
die Anlagenkennlinie zu beeinflussen.
Durch
Drosseln des ersten Regelorgans wird eine Erhöhung der Umfangsgeschwindig
keit des Blow-by-Gases im Zyklon erreicht, weil der ungedrosselte
Teilstrom im Vergleich zu dem gedrosselten Teilstrom mit einer höheren Geschwindigkeit
in den Zyklon eingetragen wird. Da der ungedrosselte Teilstrom auch
mengenmäßig größer als
der gedrosselte Teilstrom ist, kommt es zu einer erhöhten Zentrifugalbeschleunigung.
Dafür wird
ein höherer
energetischer Aufwand benötigt.
Daher ist bei gedrosseltem ersten Regelorgan die Druckdifferenz über den
Zyklon größer. Dies
bedeutet eine Veränderung
der Anlagenkennlinie. Bei gegebenen Blow-By-Gasdurchsatz und Unterdruck
an der Einspeisestelle des Ansaugtraktes wird demzufolge durch das
Drosseln des ersten Regelorgans ein Anstieg des Druckes im Kurbelgehäuse bewirkt.
Bekanntlich
hängen
Druckverlust und Abscheidegrad in erster Linie von den Umfangs geschwindigkeiten
im Inneren des Zyklons ab.
Um,
wie angestrebt, einen möglichst
hohen Abscheidegrad zu erzielen, ist es erforderlich, die Zentrifugalbeschleunigung
so hoch wie möglich
zu halten.
Demzufolge
wird erfindungsgemäß das Drosseln
des ersten Regelorgans im Betriebszu stand immer soweit fortgesetzt,
bis der Druck im Kurbelgehäuse
einen vorher festgelegten Drucksollwert erreicht hat. Ausgehend
von der Dimensionierung des Zyklons kann so die größtmögliche Zentrifugalbeschleunigung
aus dem vorhandenen Druckpotential erzeugt werden.
Im
praktischen Betrieb ist es zweckmäßig, eine erforderliche Angleichung
des Druckes im Kurbelgehäuse
an den vorgegebenen Sollwert, zunächst durch Drosseln des ersten
Regelorgans vorzunehmen. Erst, wenn das erste Regelorgan vollständig geschlossen
ist, also mit diesem keine weitere Drosselung mehr möglich ist,
wird ein in der Reingasstromleitung eingebundenes zweites Regelorgan
betätigt,
um den Druck im Kurbelgehäuse
an den vorgegebenen Sollwert anzugleichen.
Sinkt
die Druckdifferenz über
den Zyklon, so ist es sinnvoll das erste Regelorgan so lange wie möglich geschlossen
zu halten, und zunächst
nur das zweite Regelorgan zu öffnen.
Erst, wenn das zweite Regelorgan vollständig geöffnet ist, sollte das erste Regelorgan
geöffnet
werden, um einen Anstieg des Druckes im Kurbelgehäuse über den
vorgegebenen Sollwert zu verhindern.